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Schöpfung



KKK 325 Das Apostolische Credo bekennt, daß Gott "der Schöpfer des Himmels und der Erde" ist, und das Glaubensbekenntnis von Nizäa–Konstantinopel verdeutlicht: „der sichtbaren und der unsichtbaren Welt“.

326 In der Heiligen Schrift bezeichnet das Wortpaar „Himmel und Erde“ alles, was existiert: die gesamte Schöpfung. Es gibt auch das Band an, das innerhalb der Schöpfung Himmel und Erde zugleich vereint und unterscheidet: „die Erde“ ist die Welt der Menschen [Vgl. Ps 115,16] „der Himmel“ oder „die Himmel“ kann das Firmament bezeichnen [Vgl. Ps 19,2], aber auch den eigentlichen „Ort“ Gottes – er ist ja unser „Vater im Himmel“ (Mt 5, 16) [Vgl. Ps 115,16] – und folglich auch den Himmel, der die endzeitliche Herrlichkeit ist. Schließlich bezeichnet das Wort „Himmel“ den „Ort“ der geistigen Geschöpfe – der Engel –, die Gott umgeben (Vgl. dazu auch 290, 1023, 2794).

327 Das Glaubensbekenntnis des Vierten Laterankonzils sagt: Gott „schuf am Anfang der Zeit aus nichts zugleich beide Schöpfungen, die geistige und die körperliche, nämlich die der Engel und die der Welt: und danach die menschliche, die gewissermaßen zugleich aus Geist und Körper besteht“ (DS 800) [Vgl. DS 3002; SPE 8] (Vgl. dazu auch 296).

Es wird in Buch Genesis 1,3-2,4a in Abstufungen aufgezählt, wobei der Mensch, durch seine Geistigkeit und Leiblichkeit, Himmel und Erde zutiefst verbindet. Dies gipfelt im Neuen Bund im Gottmenschen Jesus Christus.

Nach dem heutigen Stand der Exegese enthält die Bibel zwei Schöpfungsberichte aus jeweils unterschiedlichen Quellen.



 

Der erste Schöpfungsbericht


Der erste und wohl bekannteste ist in Genesis 1,1-2,4a niedergelegt, welcher die Erschaffung der Schöpfung in sechs Tagen (Äonen) streng gliedert. Dieser Schöpfungsbericht wird allerdings von nahezu niemandem in der katholischen Kirche als wörtlicher Tatsachenbericht verstanden, sondern als metaphorische Erzählung.

===1. Tag: Der Himmel=== An diesem Tag schuf Gott die Engel. Er prüfte sie und schied die treu gebliebenen Engel (Licht) von den untreu gewordenen Engeln (Finsternis - Dämonen).

Hildegard von Bingen beschreibt dies am Anfang ihres Buches "Causa et curae" so: Denn da Er sagte: Es werde Licht! wurde außer den Lichtern am Himmel auch das Licht geschaffen, das die Engel sind. Als er aber sagte: Es werden die Lichter! ist damit das Licht am Himmel gemeint, das wir sehen ... Der Sturz Luzifers und die Erschaffung des Firmaments: ... Als der Teufel aus dem Himmel stürzte, wo er sitzen und herrschen wollte und doch kein einziges Geschöpf erschaffen und machen konnte, schuf Gott sogleich das Firmament, damit der Teufel sähe und begriffe, was für und welch große Dinge Gott machen und erschaffen konnte. Dann setzte er auch die Sonne, den Mond und die Sterne in das Firmament, damit der Teufel an ihnen sehen und erkennen konnte, welch große Pracht und Herrlichkeit er verloren hatte. ... Die Geister bestehen aus Feuer und Luft (in der Bibel die oberen Wasser genannt), der Mensch aber aus Wasser und Erde (in der Bibel: die unteren Wasser genannt) ↓.

===2. Tag: Himmelsgewölbe=== Himmelsgewölbe, (Firmament [lat.: firmamentum]: Die vier Elemente: Feuer, Luft, Wasser, Erde). Gott scheidet durch das Himmelsgewölbe die oberen Wasser der Himmel von den unteren Wassern der Erde, die in den nächsten Schöpfungstagen beschrieben werden.

Hildegard von Bingen in "Causa et curae": Die Elemente und das Firmament.: Gott erschuf auch die Elemente der Welt. Diese sind auch im Menschen, und der Mensch wirkt mit ihnen. Sie sind das Feuer, die Luft, das Wasser und die Erde. Diese vier Elemente sind so eng miteinander verbunden, dass keines von einem anderen getrennt werden kann. Sie halten sich so fest zusammen, dass man sie das Firmament nennt.

Das Firmament und die Sterne: Das Firmament umfasst das Feuer, die Sonne, die Sterne und die Winde. Durch sie alle hat es seinen Bestand und durch ihre Eigenschaften seine Festigkeit, dass es nicht auseinanderbrechen kann. Denn wie die Seele den ganzen Leib des Menschen hält, so halten auch die Winde das ganze Firmament, damit es nicht zerbricht. Sie sind unsichtbar, wie auch die Seele, die aus dem Geheimnis Gottes stammt, unsichtbar ist. Wie ein Haus ohne steinerne Eckpfeiler nicht fest steht, so würden weder das Firmament noch die Erde, weder der Abgrund noch die ganze Welt mit all ihren Bestandteilen ohne diese Winde auskommen, weil dies alles mit ihnen in Ordnung gehalten wird. Die ganze Erde würde nämlich bersten und auseinanderbrechen, wenn es diese Winde nicht gäbe. So würde auch der Mensch vollständig auseinanderfallen, wenn er keine Knochen hätte.

3. Tag: Trennung von Land und Meer, Pflanzen
4. Tag: Sonne, Mond und Sterne
5. Tag: Tiere
6. Tag: Der Mensch


Die Hl.Schrift betont, dass Gott den Menschen als sein Abbild schuf. Das sagt Wesentliches über die Würde und Bestimmung jedes Einzelnen aus.

"Als Mann und Frau schuf Er sie" - gerade in der heutigen Zeit der Diskussion um gender mainstream ist es wichtig festzuhalten, dass Gott selbst "den Menschen" sozusagen in zwei gleichwertigen, aber nicht gleichartigen Teilen geschaffen hat, die dazu bestimmt sind, miteinander ein irdisches Abbild der innergöttlichen Liebe darzustellen. Auch dieses ist ein Teilaspekt des "Gott schuf also den Menschen als Sein Abbild. Genesis 2,4b-2,25 führt hierzu noch weiter aus. Es entspricht eine Gleichmacherei (wie im gender mainstream propagiert) also NICHT der Schöpfungsordnung Gottes.

Hildegard von Bingen beschreibt diese Erschaffung im Buch „Causa et curae“ so: Die Erschaffung der Seele:: Als GOTT das Licht (Engel) schuf, das geflügelt war und überall hinfliegen konnte, beschloss er gleichzeitig, dem geistigen Leben, das der Atem des Lebens ist, eine körperliche Masse zu geben, nämlich eine aufrechte, aus dem Lehm der Erde geformte Gestalt, die weder fliegen noch schweben und nicht imstande sein konnte, sich in die Luft zu erheben. Daher sollte sie so erdgebunden sein, um noch schärfer zu Gott aufsehen zu können. Die alte Schlange hasste diese Bindung aus dem Grunde, weil sich der Mensch trotz seiner körperlichen Schwere vermöge seiner Einsicht zu Gott erheben konnte.

7. Tag: Der Tag der Ruhe
Am siebten Tag, dem Sabbat, ruhte Gott sich aus.

Im hebräischen Text steht noch ein Zusatz: Gott ruhte, "um zu tun" bzw "damit getan werde". Der siebente Tag ist der Tag, an dem sich das "bräutliche Geheimnis" Gottes mit dem Menschen abspielt. Es ist der hochzeitliche Tag der Verbindung Gottes mit dem Menschen. Daraus ist zu verstehen, dass es um weit mehr geht als um Arbeitsruhe auch für die Sklaven und Tiere, und warum der Einsatz für einen arbeitsfreien Sonntag so wichtig ist.

 

Katechismus der Katholischen Kirche


345 Der Sabbat – der Abschluß der „sechs Tage“. Die Heilige Schrift sagt: „Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte“ – so „wurden Himmel und Erde vollendet“ – „und er ruhte am siebten Tag ... Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig“ (Gen 2,1–3).

347 Die Schöpfung geschah im Hinblick auf den Sabbat und somit auf die Verehrung und Anbetung Gottes. Der Gottesdienst ist in die Schöpfungsordnung eingeschrieben [Vgl. Gen 1,14]. „Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden“, sagt die Regel des hl. Benedikt, die uns so auf die richtige Ordnung der menschlichen Anliegen hinweist.

348 Der Sabbat bildet im Gesetz Israels die Mitte. Die Gebote halten heißt der Weisheit und dem Willen Gottes entsprechen, die in seinem Schöpfungswerk zum Ausdruck kommen (Vgl. dazu auch 2172).

349 Der achte Tag. Für uns aber ist ein neuer Tag angebrochen: der Tag der Auferstehung Christi. Der siebte Tag vollendet die erste Schöpfung. Am achten Tag beginnt die Neuschöpfung. So gipfelt das Schöpfungswerk im noch größeren Werk der Erlösung. Die erste Schöpfung findet ihren Sinn und Höhepunkt in der Neuschöpfung in Christus, welche die erste an Glanz übertrifft [Vgl. MR, Osternacht 24: Gebet nach der ersten Lesung] (Vgl. dazu auch 2174, 1046).

 

Der zweite Schöpfungsbericht


Der zweite Schöpfungsbericht Genesis 2,4b-2,25, erzählt eine Schöpfungsgeschichte aus dem Blickwinkel der Erde und ergänzt den zuvor genannten Bericht um Details der Geschehnisse im Garten in Eden'.

Hier schildert das Buch Genesis Interessantes zur eigentlichen Wesensart des Menschen: "Da formte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase denn Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen".

Wir sehen hier einerseits, dass der Mensch mit der Natur in Zusammenhang steht - die "adama", die rote Ackererde, gibt dem Adam seinen Namen (dam bedeutet Blut, aber auch: Gleichnis; das Alef voran steht für Gott. Man könnte also Adam mit Erdling übersetzen, oder auch mit Gleichnis-Gottes).

Andererseits wird gesagt, dass der eigentliche Lebensatem (nefesch) von Gott kommt: Gott legt die Seele in den Menschen hinein, und durch die Seele wurde der Mensch zu einem "lebendigen Wesen". Das festzuhalten ist sehr wichtig, denn wir dürfen daher allen Lehren entgegentreten, die den Menschen nur auf seine Körperlichkeit reduzieren wollen. Wir müssen weiter wissen, dass wir aufgrund unserer Geist-Seele bestimmt sind, die letzte Erfüllung in Gott zu finden und nicht im "Einssein mit dem Kosmos". Es ist wichtig, den Menschen in all seinen drei Wesenseigenschaften wahrzunehmen: Körper, Seele (Psyche -vgl. Philosophische Anthropologie) und Geist. Es entspricht nicht der göttlichen Schöpfungsordnung, Tier und Mensch auf die gleiche Stufe zu stellen. Hier ist auch ein Kritikpunkt zum Darwinismus.

Teilweise wird die Erschaffung des Menschen aus der Erde gerade als übereinstimmend mit der Evolution angesehen: Damit solle gerade deutlich gemacht werden, dass der Mensch nicht von außen auf die Erde "gebeamt" wurde, sondern aus dem bereits Bestehenden entstand.

Der Aufruf an den Menschen, sich die Erde zu unterwerfen, ist vom hebräischen Urtext her so zu verstehen: der Mensch soll über die Natur herrschen, so wie ein Dirigent über ein Orchester; er soll den Pflanzen und Tieren sozusagen helfen, das eigentliche Wesen, das ihnen von Gott her innewohnt, zum Blühen zu bringen. Die Schönheit der Schöpfung (unter Anleitung des Menschen geordnet) soll das Lob Gottes singen.

 

Zahlenymbolik


Für die Göttlichkeit steht symbolisch die Zahl Drei. Dies spiegelt sich im Geschöpflichen vor allem in der Konstitutionsweise des Menschen wieder, indem Geist, Leib und Seele ineinanderwohnen (Perichorese).

Für die Geschöpflichkeit steht symbolisch die Zahl Vier. Das Irdische besteht aus vier Elementen (Feuer, Luft, Wasser, Erde); die vier Himmelsrichtungen beschreiben die Erde (Osten, Süden, Westen, Norden); die vier Jahreszeiten bestimmen den irdischen Ablauf (Frühling, Sommer, Herbst, Winter); die vier Lebensalter (Kindheit, Jugend, Erwachsene, Senioren).

 

Literatur


DIE SIEBEN SCHÖPFUNGSTAGE. - Gemäldezyklus von Hortense von Gelmini mit Betrachtungen von Johannes Holdt, Verlag LPV Hortense von Gelmini, Freiburg i.Br. 2002 (ISBN 3-936509-01-8)

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Sch%C3%B6pfung)



 


Die Schöpfung

Die Lehre von der Schöpfung ist die erste Antwort auf die Grundfragen nach unserem Ursprung und unserem Ziel.


Einleitung

Die Wahrheit von der Schöpfung ist wichtig, weil „sie die Grundlage aller göttlichen Heilspläne ist. (...) Sie ist der Anfang der Heilsgeschichte, die in Christus gipfelt“ (Kompendium, 51). Sowohl die Bibel (Gen 1,1) als auch das Credo beginnen mit dem Bekenntnis des Glaubens an den Schöpfergott.

Zum Unterschied von den anderen großen Geheimnissen unseres Glaubens (Dreifaltigkeit und Menschwerdung) ist die Schöpfung die „erste Antwort auf die Grundfragen des Menschen nach seinem Ursprung und seinem Ziel“ (Kompendium, 51), die sich der menschliche Geist stellt und die er zum Teil auch beantworten kann, wie die philosophische Reflexion und die Berichte von den Uranfängen zeigen, die sich in der religiösen Überlieferung vieler Völker finden (vgl. Katechismus, 286). Aber die spezifische Bedeutung des Begriffs Schöpfung wurde erst in der jüdisch–christlichen Offenbarung wirklich erfasst.

Die Schöpfung ist also ein Glaubensgeheimnis und zugleich eine der Vernunft zugängliche Wahrheit (vgl. Katechismus, 286). Diese eigentümliche Stellung zwischen Glauben und Vernunft macht die Schöpfung zu einem guten Ausgangspunkt für das Werk der Evangelisierung und für den Dialog, den zu führen die Christen immer – und heute in besonderer Weisei – berufen sind, wie ihn schon Paulus in Athen auf dem Areopag geführt hat (Apg 17,16-34).

Man pflegt zu unterscheiden zwischen dem Schöpfungsakt Gottes (Schöpfung active sumpta) und der geschaffenen Wirklichkeit, die aus ihm hervorgeht (Schöpfung passive sumpta)ii. Nach diesem Schema werden nun die wichtigsten dogmatischen Aspekte der Schöpfung dargelegt.


1. Der Schöpfungsakt

1.1. „Die Schöpfung ist das gemeinsame Werk der heiligsten Dreifaltigkeit“ (Katechismus, 292)

Die Offenbarung stellt die Schöpfungstat Gottes als Frucht seiner Allmacht, seiner Weisheit und seiner Liebe dar. Die Schöpfung wird gewöhnlich in besonderer Weise dem Vater zugeordnet (vgl. Kompendium, 52), so wie die Erlösung dem Sohn und die Heiligung dem Heiligen Geist zugeschrieben wird. Andererseits sind die Werke der Dreifaltigkeit ad extra (deren erstes die Schöpfung ist) allen drei Personen gemeinsam, so dass man sich fragen kann, welche besondere Rolle jeder einzelnen Person zukommt, da „jede göttliche Person das gemeinsame Werk gemäß ihrer persönlichen Besonderheit“ wirkt (Katechismus, 258). Das ist auch der Grund, warum die hauptsächlichen Wesenseigenschaften Gottes (Allmacht, Weisheit, Liebe) jeweils dem Schöpferwirken des Vaters, des Sohnes bzw. des Heiligen Geistes zugeordnet werden.

Im Nizäno-Konstantinopolitanischen Credo bekennen wir unseren Glauben „an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen Vater, der alles geschaffen hat, Himmel und Erde“; „an den einen Herrn Jesus Christus [...]; durch ihn ist alles geschaffen“; und „an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht“ (DH 150). Der christliche Glaube spricht also nicht nur von einer Schöpfung ex nihilo (aus dem Nichts), die auf die Allmacht des Vaters verweist; diese Schöpfung ist auch vernünftig und entspricht somit der göttlichen Weisheit – dem Logos, durch den alles geworden ist (vgl. Joh 1,3) –; und sie erfolgt ex amore (GS 19) – als Frucht der Freiheit und der Liebe, die Gott selbst ist, also der Heilige Geist, der vom Vater und vom Sohn ausgeht. Die ewigen Hervorgänge der Personen stehen also am Ursprung ihres schöpferischen Wirkensiii.

So wie es keinen Widerspruch zwischen der Einzigkeit Gottes und seiner Dreipersönlichkeit gibt, so steht in analoger Weise auch nicht die Einzigkeit des schöpferischen Prinzips im Widerspruch zur Verschiedenheit der Wirkweise der einzelnen Personen.

„Schöpfer des Himmels und der Erde“

„’Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde’ (Gen 1,1). Drei Dinge werden in diesen ersten Worten der Schrift ausgesagt: Der ewige Gott hat alles, was außer ihm existiert, ins Dasein gerufen; er allein ist Schöpfer (das Zeitwort ‚erschaffen’ [hebr. ‚bara’] hat stets Gott zum Subjekt); alles, was existiert – ‚Himmel und Erde’ –, hängt von Gott ab, der das Dasein gibt“ (Katechismus, 290).

Nur Gott kann im eigentlichen Sinn erschaffeniv, denn Erschaffen bedeutet Hervorbringen der Dinge aus dem Nichts (ex nihilo) und nicht aus schon Bestehendem. Dazu bedarf es einer unendlichen Wirkmacht, die nur Gott zukommt (vgl. Katechismus, 296-298). Es ist deshalb angemessen, die schöpferische Allmacht dem Vater zuzuschreiben, insofern er – einem klassischen Ausdruck zufolge – in der Trinität fons et origo ist, also die Person, aus der die beiden anderen hervorgehen. Der Vater ist Anfang ohne Anfang.

Für den christlichen Glauben ist der grundlegende Unterschied aller Wirklichkeit der zwischen Gott und seinen Geschöpfen. Das war etwas Neues in den ersten Jahrhunderten, als die Polarität zwischen Materie und Geist zu miteinander unversöhnbaren Auffassungen führte (Materialismus und Spiritualismus, Dualismus und Monismus). Das Christentum sprengte diese Modelle vor allem durch die Behauptung, auch die Materie sei, genauso wie der Geist, eine Schöpfung des einzigen transzendenten Gottes. Später entwickelte der heilige Thomas eine Metaphysik der Schöpfung, in der Gott als das subsistente Sein beschrieben wird (Ipsum Esse Subsistens). Als Erstursache ist er der Welt gegenüber absolut transzendent; zugleich aber ist er, da die Geschöpfe an seinem Sein teilhaben, in diesen auf das innigste gegenwärtig, so dass sie in allem von ihm, der Quelle allen Seins, abhängen. Gott ist superior summo meo („höher als mein Höchstes“) und zugleich intimior intimo meo („innerlicher als mein Innerstes“) (hl. Augustinus, Bekenntnisse, 3, 6, 11; vgl. Katechismus, 300).

„Durch ihn ist alles geschaffen“

Die Weisheitsliteratur des Alten Testaments stellt die Welt als Frucht der Weisheit Gottes dar (vgl. Weish 9,9). „Sie ist nicht das Ergebnis irgendeiner Notwendigkeit, eines blinden Schicksals oder Zufalls“ (Katechismus, 295), sondern ist für den Verstand des Menschen, der am Licht der göttlichen Vernunft teilhat, erfassbar, wenngleich nicht ohne Mühe und nur in einer Haltung der Demut und Hochachtung vor dem Schöpfer und seinem Werk (vgl. Ijob 42,3; Katechismus, 299). Diese Auffassung wird im Neuen Testament voll entfaltet, wenn der Sohn, Jesus Christus, mit dem Logos identifiziert wird (vgl. Joh 1,1 ff), und wir erfahren, dass die Weisheit Gottes eine Person ist: das Fleisch gewordene Wort, durch das alles geschaffen wurde (vgl. Joh 1,3). Paulus erklärt diese Beziehung der ganzen Schöpfung zu Christus, indem er schreibt: „In ihm wurde alles erschaffen (...); alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen“ (Kol 1,16).

Es gibt also am Ursprung des Kosmos eine schöpferische Vernunft (vgl. Katechismus, 284)v. Das Christentum zeichnet sich von Anfang an durch ein großes Vertrauen auf die Erkenntnisfähigkeit des menschlichen Verstandes aus und ist sich dessen gewiss, dass der Verstand (Wissenschaft, Philosophie usw.) niemals zu Ergebnissen kommen kann, die dem Glauben widersprechen, da Vernunft und Glaube denselben Ursprung haben.

Man begegnet nicht selten Personen, die falsche Gegensätze sehen wollen, etwa zwischen Schöpfung und Evolution. Eine korrekte Epistemologie hingegen unterscheidet nicht nur die verschiedenen Erkenntnisebenen von Naturwissenschaft und Glaube, sondern betrachtet darüber hinaus die Philosophie als eine notwendige Vermittlungsinstanz, da einerseits die Wissenschaften aufgrund ihrer Methoden und ihrer Zielsetzung nicht den ganzen Bereich der menschlichen Vernunft erfassen und andererseits der Glaube, der sich wie die Wissenschaften mit derselben Welt auseinandersetzt, philosophische Kategorien benötigt, um sich auszudrücken und mit der menschlichen Rationalität in Dialog zu tretenvi.

Die Kirche hat deshalb von Anfang an den Dialog mit der Vernunft gesucht: mit einer Vernunft, die sich ihres geschaffenen Charakters bewusst ist, da sie sich weder selbst hervorgebracht hat noch ganz über ihre Zukunft verfügt; einer Vernunft, die für das, was sie übersteigt, offen ist, offen also letztlich für die Ur-Vernunft. Eine menschliche Vernunft hingegen, die sich in sich selbst verschließt und die glaubt, die Antwort auf ihre letzten Fragen aus sich selbst geben zu können, kommt paradoxerweise am Ende dazu, die Existenz für sinnlos zu erklären und die Verstehbarkeit des Wirklichen zu leugnen (Nihilismus, Irrationalismus usw.).

„Der Herr ist und lebendig macht“

„Wir glauben, dass sie [die Welt] aus dem freien Willen Gottes hervorgeht, der die Geschöpfe an seinem Sein, seiner Weisheit und Güte teilhaben lassen wollte: ‚Denn du bist es, der die Welt erschaffen hat, durch deinen Willen war sie und wurde sie erschaffen’ (Offb 4,11). (...). ‚Der Herr ist gütig zu allen, sein Erbarmen waltet über all seinen Werken’ (Ps 145,9)“ (Katechismus, 295). „Weil die Schöpfung aus der göttlichen Güte hervorgegangen ist, hat sie an dieser Güte teil (‚Gott sah, dass es gut war ..., sehr gut’: Gen 1,4. 10. 12. 18. 21. 31). Die Schöpfung ist von Gott gewollt als ein Geschenk“ (Katechismus, 299).

Weil die Schöpfung aus Güte erfolgt und freies Geschenk ist, können wir in ihr das Wirken des Heiligen Geistes erkennen, der „über dem Wasser schwebte“ (vgl. Gen 1,2), ist doch der Geist die als Gabe bezeichnete Person der Dreifaltigkeit, die subsistierende Liebe zwischen Vater und Sohn. Die Kirche bekennt ihren Glauben an das schöpferische Wirken des Heiligen Geistes, der Lebensspender und Quell alles Guten istvii.

Die christliche Überzeugung von der Freiheit der göttlichen Schöpfungstat hilft Ansichten überwinden, die in Gott eine Notwendigkeit hineintragen und damit zum Fatalismus oder Determinismus führen. Es gibt weder „in“ noch „außerhalb“ Gottes etwas, das ihn nötigen würde, etwas zu erschaffen. Welches Ziel bewegt ihn aber dann dazu? Was strebte er an, als er uns schuf?

1.2. „Die Welt wurde zur Ehre Gottes geschaffen“ (I. Vatikanisches Konzil)

Gott hat alles geschaffen „nicht um seine Herrlichkeit zu mehren, sondern um sie zu bekunden und mitzuteilen“ (hl. Bonaventura, Sent. 2, 1.2.2.1). Das I. Vatikanische Konzil (1870) lehrt: Der „alleinige wahre Gott hat in seiner Güte und ‚allmächtigen Kraft’ – nicht um seine Seligkeit zu vermehren noch um (Vollkommenheit) zu erwerben, sondern um seine Vollkommenheit zu offenbaren durch die Güter, die er den Geschöpfen gewährt – aus völlig freiem Entschluss vom Anfang der Zeit an aus nichts zugleich beide Schöpfungen begründet, die geistige und die körperliche’“ (DS 3002; vgl. Katechismus, 293).

„Gottes Ehre ist es, dass sich seine Güte zeigt und mitteilt. Dazu ist die Welt geschaffen. ‚Er hat uns aus Liebe im voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus und nach seinem gnädigen Willen zu ihm zu gelangen, zum Lob seiner herrlichen Gnade’ (Eph 1,5-6). ‚Denn Gottes Ruhm ist der lebendige Mensch; das Leben des Menschen aber ist die Anschauung Gottes’ (hl. Irenäus, Adversus haereses 4,20.7)“ (Katechismus, 294).

Fern von der Dialektik einander entgegengesetzter Prinzipien (wie im manichäischen Dualismus und auch im monistischen Idealismus Hegels) bedeutet die Verherrlichung Gottes als Ziel der Schöpfung keineswegs die Negation des Menschen, sie ist vielmehr eine unerlässliche Voraussetzung für seine Verwirklichung. Der christliche Optimismus wurzelt in der gleichzeitigen Verherrlichung Gottes und des Menschen: „Nur wenn Gott groß ist, ist auch der Mensch groß“viii. Es handelt sich um einen Optimismus und eine Logik, welche die absolute Priorität des Guten behaupten, aber deswegen nicht blind sind für die Präsenz des Bösen in Welt und Geschichte.

1.3. Erhaltung und Vorsehung. Das Böse

Die Schöpfung betrifft nicht nur die Anfänge. „Nach der Schöpfung überlässt Gott sein Geschöpf nicht einfach sich selbst. Er gibt ihm nicht nur das Sein und das Dasein, sondern er erhält es auch in jedem Augenblick im Sein, gibt ihm die Möglichkeit zu wirken und bringt es an sein Ziel“ (Katechismus, 301). Die Heilige Schrift vergleicht dieses Handeln Gottes in der Geschichte mit seinem Schöpfungswirken (vgl. Jes 44,24; 45,8; 51,13). Die Weisheitsliteratur erläutert ausdrücklich das Handeln Gottes zur Erhaltung seiner Geschöpfe. „Wie könnte etwas ohne deinen Willen Bestand haben, oder wie könnte etwas erhalten bleiben, das nicht von dir ins Dasein gerufen wäre?“ (Weish 11,25). Der heilige Paulus geht weiter und schreibt die Erhaltung Christus zu: „Er ist vor aller Schöpfung, in ihm hat alles Bestand“ (Kol 1,17).

Der Gott der Christen ist kein Uhrmacher oder Architekt, der, nachdem er sein Werk vollbracht hat, es sich selbst überlässt. Diese Vorstellung ist typisch für den Deismus, dessen Grundsätzen gemäß sich Gott nicht in die Angelegenheiten dieser Welt einmischt. Das aber bedeutet eine Verzerrung der wahren Lehre vom Schöpfergott durch die drastische Trennung von Schöpfung, Erhaltung und göttlicher Weltregierungix.

Der Begriff der Erhaltung schlägt die Brücke von der Schöpfungstat zur göttlichen Weltregierung (Vorsehung). Gott erschafft und erhält die Welt nicht nur, sondern führt „seine Geschöpfe zu der letzten Vollkommenheit (...), zu der er sie berufen hat“ (Kompendium, 55). Die Heilige Schrift zeigt die absolute Souveränität Gottes und bezeugt ständig seine väterliche Fürsorge, sowohl im Allerkleinsten als auch in den großen Ereignissen der Geschichte (vgl. Katechismus, 303). In diesem Zusammenhang erscheint Jesus als die Fleisch gewordene Vorsehung Gottes, der als Guter Hirte sich der materiellen und spirituellen Bedürfnisse der Menschen annimmt (Joh 10, 11.14-15; Mt 14, 13-14, etc.) und uns lehrt, uns seiner Vorsorge anzuvertrauen (Mt 6, 31-33).

Wenn Gott alles voller Güte schafft, erhält und lenkt, woher kommt dann das Böse? „Jede vorschnelle Antwort auf diese ebenso bedrängende wie unvermeidliche, ebenso schmerzliche wie geheimnisvolle Frage wird unbefriedigt lassen. Der christliche Glaube als ganzer ist die Antwort auf diese Frage (...). Es gibt kein Element der christlichen Botschaft, das nicht auch Antwort auf das Problem des Bösen wäre“ (Katechismus, 309).

Die Schöpfung war nicht mit ihrem Beginn bereits abgeschlossen. Gott hat sie vielmehr in statu viae erschaffen, also im Hinblick auf ein noch zu erreichendes Ziel. Zur Verwirklichung seiner Absichten bedient er sich der Mitwirkung seiner Geschöpfe und gewährt den Menschen eine Teilhabe an seiner Vorsehung, wobei er ihre Freiheit auch dann respektiert, wenn sie schlecht handeln (vgl. Katechismus, 302, 307 und 311). Wirklich erstaunlich ist dabei, dass Gott „in seiner allmächtigen Vorsehung sogar aus den Folgen eines durch seine Geschöpfe verursachten moralischen Übels etwas Gutes zu ziehen vermag“ (Katechismus, 312). Es ist eine geheimnisvolle, aber großartige Wahrheit, „dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt“ (Röm 8, 28)x.

Die Anwesenheit des Bösen scheint auf eine Spannung zwischen göttlicher Allmacht und göttlicher Güte hinzuweisen, die sein Handeln in der Geschichte kennzeichnet. Die – sicher geheimnisvolle – Antwort darauf ist das Kreuz Christi. Es offenbart, „wie Gott ist“, und wird damit zu einem Quell der Weisheit für den Menschen (sapientia crucis).

1.4. Schöpfung und Heil

Die Schöpfung „ist der erste Schritt zum Bund des einen Gottes mit seinem Volk“ (Kompendium, 51). Nach der Bibel ist die Schöpfung offen für das Heilshandeln Gottes in der Geschichte, das im Paschamysterium Christi seine Fülle erreicht und am Ende der Zeiten seine Vollendung findet. Die Schöpfung geht auf den Sabbat zu, auf den siebten Tag, an dem Gott ruhte. An diesem Tag kommt die erste Schöpfung zu ihrem Höhepunkt, um sich auf den achten Tag hin zu öffnen, an dem ein noch herrlicheres Werk beginnt: die Erlösung, die neue Schöpfung in Christus (2 Kor 5,17; vgl. Katechismus, 345-349).

Hier zeigt sich die Kontinuität und Einheit des göttlichen Plans von Schöpfung und Erlösung. Zwischen ihnen besteht kein Bruch (denn die Sünde der Menschen hat das göttliche Werk nicht völlig zerstört), sondern ein Zusammenhang. Man könnte sagen, dass dieses Band von Schöpfung und Erlösung darin besteht, dass einerseits die Schöpfung das erste Heilsereignis ist und dass andererseits die Erlösung den Charakter einer Neuschöpfung hat. Dieses Verhältnis beleuchtet wichtige Aspekte des christlichen Glaubens, wie die Hinordnung der Natur auf die Gnade oder die Existenz eines einzigen übernatürlichen Ziels des Menschen.


2. Die geschaffene Wirklichkeit

Das Ergebnis des göttlichen Schöpfungsaktes ist die gesamte geschaffene Welt, „Himmel und Erde“ (Gen 1,1). Gott ist „der Schöpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren, des Geistigen und des Körperlichen: er schuf in seiner allmächtigen Kraft vom Anfang der Zeit an aus nichts zugleich beide Schöpfungen, die geistige und die körperliche, nämlich die der Engel und die der Welt: und danach die menschliche, die gewissermaßen zugleich aus Geist und Körper besteht“xi.

So überwindet das Christentum sowohl den Monismus (der behauptet, dass Materie und Geist dasselbe sind bzw. dass Gott mit der Welt identisch ist) als auch den Dualismus (für den Materie und Geist gegensätzliche Urprinzipien sind).

Die Schöpfungstat gehört zur Ewigkeit Gottes, ihr Ergebnis ist hingegen durch die Zeitlichkeit gekennzeichnet. Die Offenbarung hält fest, dass die Welt als solche einen zeitlichen Anfang hatxii, dass also Welt und Zeit zugleich erschaffen wurden, was durchaus der Einheit des göttlichen Planes entspricht, sich in der Heilsgeschichte zu offenbaren.

2.1 Die geistige Welt: die Engel

„Dass es geistige, körperlose Wesen gibt, die von der Heiligen Schrift für gewöhnlich ‚Engel’ genannt werden, ist eine Glaubenswahrheit. Das bezeugt die Schrift ebenso klar wie die Einmütigkeit der Überlieferung“ (Katechismus, 328). Beide sprechen von ihrer doppelten Aufgabe, Gott zu lobpreisen und ihm als Boten seines Heilsratschlusses zu dienen. Das Neue Testament verweist auf die Beziehung der Engel zu Christus: Sie sind durch ihn und auf ihn hin geschaffen (Kol 1,16), sie begleiten das Leben Jesu von seiner Geburt bis zur Himmelfahrt und verkünden seine Wiederkunft in Herrlichkeit (vgl. Katechismus, 333).

Auch vom Beginn an sind sie im Leben der Kirche präsent, die ihre machtvolle Hilfe erfährt und sich in der Liturgie mit ihnen zur Anbetung Gottes vereint. Jeder Mensch wird von der Geburt an von einem Engel begleitet, der ihn beschützt und zum ewigen Leben hinführt (vgl. Katechismus, 334-336).

Die Theologie (besonders der hl. Thomas von Aquin, der Doctor Angelicus) und das Lehramt der Kirche haben sich eingehend mit der Natur dieser reinen Geistwesen befasst, die mit Vernunft und Willen begabt sind, und haben betont, dass es sich um personale und unsterbliche Geschöpfe handelt, die alle sichtbaren Kreaturen an Vollkommenheit übertreffen (vgl. Katechismus, 330).

Die Engel wurden in einem Zustand der Prüfung erschaffen. Einige haben unwiderruflich gegen Gott rebelliert. Satan und die anderen Dämonen, die gut erschaffen wurden, aber durch ihren Fall aus eigener Schuld böse geworden sind, haben unsere Stammeltern zur Sünde verführt (vgl. Katechismus, 391-395).

2.2. Die materielle Welt

„Gott selbst hat die sichtbare Welt mit all ihrem Reichtum, ihrer Vielfalt, ihrer Ordnung erschaffen. Die Schrift stellt das Schöpfungswerk sinnbildlich als eine Reihe von sechs göttlichen ‚Arbeitstagen’ dar, die mit der Ruhe des siebten Tages abschließen (vgl. Gen 1,1 – 2,4)“ (Katechismus, 337). „Die Kirche musste wiederholt dafür einstehen, dass die Schöpfung, einschließlich der materiellen Welt, gut ist (vgl. DS 286; 455-463; 800; 1333; 3002)“ (Katechismus, 299).

„Durch ihr Geschaffensein selber nämlich haben alle Einzelwirklichkeiten ihren festen Eigenstand, ihre eigene Wahrheit, ihre eigene Gutheit sowie ihre Eigengesetzlichkeit und ihre eigenen Ordnungen“ (GS 36,2). Die Wahrheit und die Güte des Geschaffenen stammen von dem einen Schöpfergott, der zugleich dreifaltig ist. So ist die geschaffene Welt eine Art Widerschein des Wirkens der drei göttlichen Personen: „In allen Geschöpfen findet sich ein Bild der Dreifaltigkeit in der Weise einer Spur“xiii.

Als Werk Gottes hat der Kosmos Schönheit und Würde. Unter den Geschöpfen gibt es Solidarität und Hierarchie, was zu einer kontemplativen Haltung der Achtung gegenüber dem Geschaffenen und seinen natürlichen Gesetzen führen muss (vgl. Katechismus, 339, 340, 342, 354). Ohne Zweifel wurde der Kosmos um des Menschen willen geschaffen, dem Gott geboten hat, sich die Erde zu unterwerfen (vgl. Gen 1,28). Diese Weisung ist nicht eine Aufforderung zur despotischen Ausbeutung der Natur, sondern zur Teilnahme an der Schöpfermacht Gottes. Durch seine Arbeit wirkt der Mensch an der Vervollkommnung der Schöpfung mit.

Der Christ teilt die gerechten Forderungen, die eine ökologische Sensibilität in den letzten Jahrzehnten offen gelegt hat, ohne dabei in eine vage Vergöttlichung der Welt zu verfallen. Er behauptet die Überlegenheit des Menschen über die anderen Geschöpfe und sieht in ihm den „Gipfel des Schöpfungswerkes“ (Katechismus, 343).

2.3. Der Mensch

Der Mensch nimmt im Schöpfungswerk Gottes eine besondere Stellung ein, da er sowohl an der materiellen als auch an der geistigen Wirklichkeit teilhat. Nur von ihm sagt die Schrift, dass er von Gott „als unser Abbild, nach unserer Gestalt“ (Gen 1,26) gemacht sei. Er wurde von Gott zum Haupt der sichtbaren Welt bestellt und hat eine besondere Würde: „Von allen sichtbaren Geschöpfen ist einzig der Mensch ‚fähig, seinen Schöpfer zu erkennen und zu lieben’ (GS 12,3); er ist ‚auf Erden das einzige Geschöpf ..., das Gott um seiner selbst willen gewollt hat’ (GS 24,3); er allein ist berufen, in Erkenntnis und Liebe am Leben Gottes teilzuhaben. Auf dieses Ziel hin ist er geschaffen worden, und das ist der Hauptgrund für seine Würde“ (Katechismus, 356; vgl. ebd. 1701-1703).

Mann und Frau sind in ihrer einander ergänzenden Verschiedenheit gottgewollt und haben die gleiche personale Würde (vgl. Katechismus, 357, 369, 372). Beide kennzeichnet die substantielle Einheit von Leib und Seele, wobei letztere die „Form“ des Leibes ist. Jede Geistseele ist unmittelbar von Gott geschaffen und unsterblich. Sie ist nicht von den Eltern „hervorgebracht“ und auch nicht präexistent (vgl. Katechismus, 365 und 366). Sowohl die Geistigkeit als auch die Unsterblichkeit der Seele sind philosophisch nachweisbar. Die Behauptung, der Mensch sei ausschließlich das Resultat biologischer Evolution (absoluter Evolutionismus), ist Reduktionismus. In der Wirklichkeit gibt es ontologische Stufen, die durch Evolution allein nicht erklärbar sind. Das Gewissen und die Freiheit des Menschen etwa beweisen seine Überlegenheit über die materielle Welt und sind Zeichen seiner besonderen Würde.

Die Wahrheit der Schöpfung hilft, sowohl die Leugnung der Freiheit zu vermeiden (Determinismus) als auch ihr Gegenteil, nämlich ihre ungebührliche Überschätzung. Die menschliche Freiheit ist eine geschaffene, nicht eine absolute Freiheit, und sie steht in Wechselbeziehung zur Wahrheit und zum Guten. Dem Traum von einer Freiheit als reiner Macht und Willkür liegt nicht nur ein verzerrtes Bild des Menschen, sondern auch ein falsches Gottesbild zugrunde.

Durch sein Wirken und seine Arbeit hat der Mensch Anteil an der Schöpfermacht Gottesxiv. Außerdem sind sein Verstand und sein Wille, einem Funken gleich, Teilhabe an der göttlichen Weisheit und Liebe. Während die übrige sichtbare Welt nur eine Spur der Dreifaltigkeit ist, ist das menschliche Wesen wahre imago Trinitatis.


3. Einige praktische Folgen aus der Wahrheit über die Schöpfung

Die Radikalität der göttlichen Schöpfungs- und Heilstat verlangt vom Menschen eine Antwort, die gleichfalls total sein muss: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken“ (Dtn 6,5; vgl. Mt 22,37; Mk 12,30; Lk 10,27). Der Mensch findet das wahre Glück in dieser Antwort, und nur in ihr gewinnt er seine ganze Freiheit.

Die Universalität des göttlichen Wirkens hat sowohl intensiven als auch extensiven Charakter: Gott schafft und rettet jeden Menschen und alle Menschen. Die Antwort auf den Ruf Gottes, ihn aus ganzem Herzen zu lieben, ist aufs engste damit verbunden, allen seine Liebe zu bringenxv.

Der Mensch, der Gottes Macht, Weisheit und Liebe erfasst und bewundert, nimmt vor ihm eine Haltung der Ehrfurcht, der Anbetung und der Demut ein; er lebt in Gottes Gegenwart und ist sich bewusst, sein Sohn bzw. seine Tochter zu sein. Der Glaube an die Vorsehung erweckt im Christen eine Haltung kindlichen Vertrauens auf Gott in allen Lebensumständen. Er ist dankbar für die erhaltenen Güter und überlässt sich, wenn die Dinge schlecht laufen, Gott in aller Einfachheit, denn er weiß, dass Gott aus den Übeln größere Güter hervorgehen lässt.

Im Bewusstsein, dass alles zur Ehre Gottes geschaffen wurde, versucht der Christ, in allen seinen Handlungen das Ziel anzustreben, das sein Leben glücklich macht: die Verherrlichung Gottes und nicht die Befriedigung der eigenen Ehrsucht. Er bemüht sich um die Lauterkeit der Absicht in seinem ganzen Tun, so dass das einzige Ziel seines Lebens darin besteht, Gott alle Ehre zu geben: Deo omnis gloria!xvi

Gott wollte den Menschen an die Spitze seiner Schöpfung stellen und ihm die Herrschaft über die Welt anvertrauen, damit er sie durch seine Arbeit vervollkommne. Das Wirken des Menschen kann demnach als Teilhabe am göttlichen Schöpfungswerk verstanden werden.

Die Größe und Schönheit der Geschöpfe versetzt die Menschen in Staunen. Es drängt sich ihm die Frage nach dem Ursprung und der Bestimmung der Welt und des Menschen auf, und er beginnt, den Schöpfer zu erahnen. Im Dialog mit ungläubigen Menschen kann der Christ diese Fragen berühren, damit sich Verstand und Herz dem Licht des Schöpfers öffnen. Und im Dialog mit den Anhängern der verschiedenen Religionen bietet sich ihm in der Wahrheit über die Schöpfung, der sie ja zum Teil zustimmen, ein ausgezeichneter Ansatzpunkt, der auch dazu dienen kann, einige sittliche Grundwerte der Person herauszustellen.

SANTIAGO SANZ


Grundlegende Literatur:

Katechismus der katholischen Kirche, 279-374.

Kompendium des Katechismus der katholischen Kirche, 51-72.

DH Nrn. 125, 150, 800, 806, 1333, 3000-3007, 3021-3026, 4319, 4336, 4341.

II. Vatikanisches Konzil, Gaudium et spes, 10-18, 19-21, 36-39.

Johannes Paul II., Ich glaube an Gott den Schöpfer (Katechesen1985-1986).

Empfohlene Literatur:

Hl. Augustinus, Bekenntnisse, Buch XII.

Hl. Thomas von Aquin, Summa theologiae, I, qq. 44-46.

Hl. Josefmaria, Homilie Die Welt leidenschaftlich lieben, in Gespräche mit Msgr. Escrivá de Balaguer, 113-123.

J. Ratzinger, Im Anfang schuf Gott. Vier Predigten über Schöpfung, Fall und Konsequenzen des Schöpfungsglaubens, Einsiedeln 2014

Johannes Paul II., Erinnerung und Identität, München 2005.

i Unter den vielen Stellungnahmen vgl. besonders Benedikt XVI., Ansprache an die Mitglieder der Römischen Kurie, 22.12.2005; Ansprache in Regensburg, Glaube, Vernunft und Universität, 12.9.2006; Angelus, 28.1.2007.

ii Vgl. hl. Thomas von Aquin, De Potentia, q.3, a.3, c. Im Katechismus wird nach dem gleichen Schema vorgegangen.

iii Vgl. hl. Thomas von Aquin, Super Sent., lib. 1, d.14, q.1, a.1, c.: „Sie sind Ursache und Grund für den Hervorgang der Geschöpfe“.

iv Daher sagt man, dass Gott, um zu erschaffen, keine Werkzeuge braucht, denn kein Werkzeug verfügt über die unendliche Macht, der es zur Schöpfung bedarf. Wenn man davon spricht, dass der Mensch etwas schafft oder an der göttlichen Schöpfungstat mitwirkt, dann verwendet man das Wort „schaffen“ und „Schöpfung“ nicht im analogen, sondern nur im metaphorischen Sinn.

v Dieser Punkt begegnet oft in der Lehre Benedikts XVI., z.B. in der Homilie in Regensburg (12.9.2006), in der Ansprache in Verona (19.10.2006), beim Treffen mit dem Klerus der Diözese Rom (22.2.2007), usw.

vi Sowohl der wissenschaftsgläubige Rationalismus als auch der unwissenschaftliche Fideismus bedürfen einer Korrektur durch die Philosophie. Darüber hinaus ist die falsche Apologetik derer zu vermeiden, die mit Hilfe wissenschaftlicher Daten und Experimente Konkordanzen konstruieren, die der Demonstration von Glaubenswahrheiten dienen sollen, obwohl – wie bereits gesagt – diese Daten auf anderen Methoden und Disziplinen beruhen.

vii Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Dominum et vivificantem, 18.5.1986, 10.

viii Benedikt XVI., Homilie, 15.8.2005.

ix Der Deismus impliziert eine Fehlauffassung des metaphysischen Schöpfungsbegriffes. Da Schöpfung Seinsmitteilung ist, hat sie die ontologische Abhängigkeit des Geschöpfes zur Folge, die auch bei Fortdauer in der Zeit weiterbesteht. Schöpfung und Erhaltung sind ein einziger Akt, auch wenn wir sie begrifflich unterscheiden können: „Die Erhaltung der Dinge im Sein durch Gott geschieht nicht durch eine neue Tätigkeit, sondern durch die Fortsetzung der Tätigkeit, durch die er das Sein verleiht, und diese Tätigkeit ist ohne Bewegung und Zeit“ (hl. Thomas von Aquin, Summa Theologiae I q.104, a.1, ad4).

x Wie viele andere im Lauf der Kirchengeschichte hat auch der heilige Josefmaria dieses Pauluswort häufig gebraucht, um zur freudigen Annahme des göttlichen Willens, wie er selbst sie lebte, aufzufordern (vgl. Die Spur des Sämanns, 127; Kreuzweg, IX, 4; Freunde Gottes, 119). Andererseits findet sich im letzten Buch Johannes Pauls II., Erinnerung und Identität, eine tiefschürfende Reflexion über das Wirken der göttlichen Vorsehung in der Menschheitsgeschichte in Auslegung einer anderen Paulusstelle: „Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute“ (Röm, 12, 21).

xi IV. Laterankonzil (1215), DH 800.

xii So lehrt das IV. Laterankonzil, auf das sich das I. Vatikanische Konzil bezieht (vgl. DH 800 bzw. DH 3002). Es handelt sich um eine Offenbarungswahrheit, die der menschliche Verstand nicht beweisen kann, wie der heilige Thomas im berühmten mittelalterlichen Disput über die Ewigkeit der Welt gezeigt hat: vgl. Contra Gentes, lib. 2, cap. 31-38, sowie sein philosophisches Werk De aeternitate mundi.

xiii Hl. Thomas von Aquin, Summa Theologiae I, q.45, a.7, co.; vgl. Katechismus, 237.

xiv Vgl. hl. Josefmaria, Freunde Gottes, 57.

xv Dass das Apostolat ein Überfließen des Innenlebens ist (vgl. hl. Josefmaria, Der Weg, 961), erscheint wie ein Korrelat zur göttlichen Dynamik des ad intra – ad extra, insofern die Intensität des Seins, der Weisheit und der Liebe der heiligsten Dreifaltigkeit auf die Geschöpfe überströmt.

xvi Vgl. hl. Josefmaria, Der Weg, 780; Die Spur des Sämanns, 647; Im Feuer der Schmiede, 611, 639, 1051.

(Quelle: https://opusdei.org/de-de/document/06-die-schopfung/)

Bibelzitat

"Denn was man von Gott erkennen kann, ist ihnen offenbar; Gott hat es ihnen offenbart. Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie unentschuldbar. Denn sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt. Sie verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren."
Röm 1,19-22 - Einheitsübersetzung

Ein Theologieprofessor hat mir gesagt, dass Adam und Eva nur Mythen sind und der Rest von Genesis nur Legenden - lehrt das die Katholische Kirche wirklich?

Absolut nicht! Die Kirche hat immer gelehrt, dass Adam und Eva wirkliche Menschen waren und auch die ersten menschlichen Wesen, von denen alle anderen Menschen abstammen. 1950 stellt Papst Pius XII in Paragraph 37 der Enzyklika Humani Generis fest, dass ein Gläubiger nicht eine Meinung annehmen kann, nach der entweder nach Adam Menschen auf der Erde existierten, die nicht auf natürliche Weise von ihm als Urahnen abstammten oder dass Adam für eine gewisse Anzahl von Urahnen steht. Mit anderen Worten: Die Kirche lehrt, dass die gesamte Menschheit von Adam und Eva abstammt. Damit das aber wahr wird, müssen Adam und Eva wirkliche Menschen gewesen sein.

In Paragraph 38 heißt es, dass die Enzyklika Humani Generis klar herausstellt, dass die ersten elf Kapitel von Genesis im wahrsten Sinn des Wortes ein Teil der Geschichte sind. Adam und Eva sind also keine Mythen und der Rest von Genesis ist keine Legende. Sie sind Geschichte – und damit wirkliche Menschen.

In Paragraph 39 ist dann die Rede davon, dass die Erzählungen, die in der Heiligen Schrift auftauchen, keinesfalls auf einer Ebene wie etwa Mythen gesehen werden dürfen. Kann es eigentlich noch deutlicher und klarer werden?

Auch im Katechismus werden in Paragraph 404 Adam und Eva als unsere ersten Eltern bezeichnet. Auch hier also keine Rede von einem Mythos.

Im Paragraph 404 erfahren wir dann, dass Adam und Eva gesündigt haben. Wie aber können Mythen sündigen?

Adam und Eva sind keine Mythen. Genesis enthält auch keine Mythen oder Legenden. Soweit die Lehre der Katholischen Kirche. Wenn du mitbekommst, dass jemand anderes im Namen der Kirche etwas anderes lehrt, dann fordere ihn auf, als Quelle für seine Thesen ein Dokument des kirchlichen Lehramts vorzuweisen. Das wird er oder sie nicht tun können. Sie können unter der Bezeichnung „Theologen“ unzählige Bücher und Artikel verfassen – das alleine ist aber nicht gut genug.

(Quelle: Dr. John Martignoni www.biblechristiansociety.com)

Mann und Frau aus biblischer Sicht (Skript)

(Quellen: siehe unten)

 

Brauchen wir so eine Lektion? Ja – aus folgenden Gründen:

 

  • Es gibt auch in unseren Gemeinden viele unterschiedliche Standpunkte und auch eine große Unsicherheit.
  • Einige verlassen sogar ihre Gemeinde – u.a. weil sie sich als Frauen diskriminiert gefühlt haben.
  • Wir brauchen ein klares Verständnis davon, was einen christlichen Mann und eine christliche Frau ausmacht.
  • Nur wenige Männer etwa haben eine klare Vorstellung davon, was einen Mann ausmacht. Sie sind sehr verwirrt, was ihr Selbstverständnis betrifft. Und verwirrte Männer können eine Menge Ärger verursachen.
  • Gender Mainstreaming.

 

Ich will euch verschiedene Standpunkte darlegen. Einen Denkprozess in der Gemeinde anregen. Ich will nicht meine eigene Meinung als die einzig wahre darstellen. Und ich werde mich auf einige wenige Punkte beschränken.

Let’s Go:

 

 Bibellesung:

 

Wenn du wissen willst, was es mit dieser ganzen Mann/Frau-Sache auf sich hat, was einen christlichen Mann oder eine christliche Frau ausmacht, wo würdest du nachschauen?

 

 Im 1. Korintherbrief? In Timotheus?

 

Als Jesus in Matthäus 19:1-9 gefragt wurde, ob es denn erlaubt sei, dass sich ein Mann aus irgendeinem Grund von seiner Frau scheiden lässt, hat Er nicht einfach nur mit ja oder nein geantwortet. Er ist weit zurückgegangen und hat die Schöpfungsabsicht Gottes zitiert – den Standard aus Genesis (2:24). Wir sind ein Fleisch – und was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden!

 

Gehen wir als zurück an den Anfang. Wenn wir wissen wollen, wer wir sind, müssen wir zu unseren Wurzeln zurück, zu Gottes Plan für uns.

 

Jedes Wort in Genesis ist reich an Bedeutung. Unglaublich reich.

 

Genesis 1:26 - 28

Genesis 2:15 – 3:24

 

 

Genesis 1

 

Verse 26-27 („Als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie“)

 

A. Diese Verse sprechen vom Wert, den Mann und Frau haben.

1. Wir sind beide ein Abbild Gottes.

2. Wir sind beide wertvoll.

3. Wir sind beide einzigartig und etwas ganz Besonderes.

 

B. Diese Verse sprechen von der Berufung von Mann und Frau.

Vers 1:28

1. Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde.

2. Unterwerft sie euch.

3. Herrscht über sie.

 

C. Diese Verse weisen auf eine wichtige soziale Struktur hin.

1. Gott nennt sowohl Mann als auch Frau absichtlich „Mann“ („ish“) – auch wenn dies meist mit „Mensch“ übersetzt wird. Siehe auch Genesis 5:2.

2. Merke: Jedes Wort in Genesis ist reich an Bedeutung!

3. Warum tut Er das? Aus demselben Grund, warum nach einer traditionellen Heirat die Eheleute den Namen des Mannes tragen. Hier weist man schon für die Zukunft auf eine bestimmte soziale Struktur sowie die Führungsrolle darin hin. Wenn sich die beiden einen Doppelnamen zulegen (Schmidt-Hinterhuber), hat dies ebenso eine gewisse Aussagekraft: Hier führt niemand. Hier sind beide dasselbe.

 

 

Erinnern wir uns: Gott sprach: es werde Licht. Und es wurde Licht. Ein Gewölbe entstehe mitten im Wasser. So geschah es. Er erschuf die Tiere usw. Als er aber den Menschen erschuf, tat Er etwas, was Er mit keinem Seiner Geschöpfe getan hat: Er spricht mit ihm persönlich. Das ist etwas Unglaubliches – und genau deshalb ist jeder Satz in Genesis so wichtig.

 

Adam war also ein Teil der Schöpfung, der geschaffen wurde, um in Beziehung mit dem lebenden Gott zu treten!

 

Merke auch: Mann und Frau sind gleich - in dem Sinne, als beide in gleichem Maße Gottes Ebenbild tragen. Sie sind aber nicht gleichartig im Sinne von identisch; ohne jeglichen Unterschied.

 

 

 Genesis 2

 

A. Merke: Adam wurde zuerst geschaffen. (Genesis 2:7). Gott hätte leicht Mann und Frau zur selben Zeit schaffen können. Warum hat er das nicht getan?

 

Tausende Jahre später. Paulus spricht darüber, dass eine Frau nicht lehren darf. Wollt ihr wissen weshalb?

 

„Denn zuerst wurde Adam erschaffen, danach Eva“. (1. Timotheus 2:12-13).

 

Gott hatte also einen Plan im Kopf, als Er uns geschaffen hat!

 

B. Merke: Adam erhält eine Beschäftigung und Verantwortung, bevor Eva geschaffen wurde!

Man hat hier fast den Eindruck, als wenn Adam hier eine Art Trainingsprogramm für Führungskräfte durchläuft, bevor Eva die Szene betritt.

 

C. Merke: Adam wurde von Gott in der Verantwortung unterrichtet, mit Seinem Wort zu führen. (Genesis 2:16-17). Zu dieser Zeit, war selbstverständlich die einzige Bibel, die es gab, das Wort, das Gott wörtlich an Adam richtete (siehe auch: Epheser 5:25-26). In anderen Worten: ein Mann sollte mit geistiger Wahrheit führen, wenn er eine Beziehung zu einer Frau hat. Und er sollte führen.

 

D. Merke: Adam gibt den Tieren einen Namen, ein Zeichen seiner Leitung über die Schöpfung (Genesis 2:19). Das Namen geben ist in der Bibel immer von Bedeutung! Gott nennt Abram z.B. künftig Abraham, weil er ihm eine Führungsrolle überträgt und ihn zum Gründer des Volkes Israel erhebt.

 

E. Merke: Adam wird eine Hilfe zur Seite gestellt, die ihm entspricht. Diese Bezeichnung zeigt, welche Absicht Gott hinsichtlich der sozialen Struktur unserer der Beziehungen von Männern und Frauen hatte (Genesis 2:18).

 

 

Die tiefsten Unterschiede von Mann und Frau sind im Übrigen nicht körperlicher Art. Sie sind soziologisch.

 

Drücken wir es einmal so aus: es findet eine Art Tanz der beiden Geschlechter statt. Die Frage ist nur: wer führt, und wer lässt sich führen? Ist das nicht die Frage des 21. Jahrhunderts? Wenn beide zur selben Zeit tanzen und führen wollen, was bekommt man dann? Chaos – und schmerzende Zehen!

 

Adam entdeckt also eine soziale Ergänzung, die ihm nicht nur Hilfe anbietet, sondern auch zu ihm aufblickt und von ihm erwartet, sie in liebevoller Weise zu führen und ihr so Erfüllung zu schenken.

  
 

Gott nennt Eva also „Hilfe“ oder „Gehilfin“. Wenn sie also die Hilfe ist, was ist dann der Mann?

 

„Ich lasse euch aber wissen, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi.“ (1. Korinther 11:3)

 

Männer sind also von Anfang an dazu bestimmt, in sozialer wie geistiger Hinsicht zu leiten, was auch den Kern jeder wahren Männlichkeit ausmacht.

 

Heutzutage erschreckt man oft Frauen, wenn man Männer und Führung nur in einem Atemzug erwähnt. Dazu folgendes:

 

 

Männliche Dominanz ist ein persönliches moralisches Versagen, keine biblische Lehre!

 

Männer, die Frauen dominieren wollen, sind in Wahrheit Jungs, die gerne so tun, als wären sie wahre Männer!

 

 

Der Mann, wurde ursprünglich als jemand geschaffen, der führt und leitet. Es war eine Führung, die edel war, ehrbar - und zum Besten einer Frau.

 

Der Ausdruck „Hilfe“ kommt nur drei weitere Male in der Bibel vor: für Gott den Vater, Gott den Sohn und Gott den Heiligen Geist!

 

F. Merke: Adam gibt seiner Hilfe einen Namen (Genesis 2:23): Frau („isha“). Und Gott erlaubt, dass er ihr einen Namen gibt! Das zeigt einiges über ihre Beziehung und über die Führungsrolle in dieser Beziehung.

 

 

Was bedeutet es, dass der Mann das Haupt ist?


Der Mann übernimmt die Verantwortung, seiner Frau und seiner Familie zu dienen und die Leitung zu übernehmen, die Gott zum Ruhme gereichen und zum Wohle aller sein wird - ohne Rücksicht auf den Preis, den er vielleicht hierfür zahlen muss. Wir Männer müssen unsere Leben für unsere Familien nieder legen.

 

 
Die Tatsache, dass ein Mann das Haupt ist, ist per se nichts Schlechtes. Natürlich kann diese Form von Autorität falsch ausgeübt werden - genauso wie Eltern ihre Autorität Kindern gegenüber missbrauchen können, oder Älteste bzw. Pastoren/Pfarrer der Gemeinde gegenüber. Aber NIEMALS, wenn Jesus das Haupt der Kirche ist. Also ist die Tatsache, dass man Haupt ist, grundsätzlich etwas Gutes! Jesus als Haupt der Kirche ist unsere Errettung!

Das Schlechte in anderen Formen der Ausübung von Autorität liegt nicht an der Autorität selbst, sondern am sündigen Missbrauch einer rechtmäßigen Autorität!

 

 Gehen wir einige Tausend Jahre weiter zu Jesus:


Jesus schätzte und achtete Frauen sehr - und Er machte auch Unterschiede hinsichtlich ihrer Rollen und Aufgaben. Jesus achtete die spirituelle Gleichheit von Männern und Frauen. Es ist auch interessant, zu lesen, wie Er mit Frauen umging und wie liebe- und respektvoll Er sie behandelte und welche Würde Er ihnen beimaß.


Als Apostel aber wählte Er nur Männer aus und machte hiermit eine klare Rollenteilung. Ebenso bei den Hauptaufgaben der Apostel: Predigen, Lehren und Leiten. Frauen hingegen dienten in ebenso wichtigen Bereichen: sie beteten, sie gaben Geld, sie sorgten sich um körperliche Bedürfnisse, sie äußerten ihr theologisches Verständnis und zeugten von Seiner Auferstehung.

 

 

Jesus hat Frauen auch öffentlich direkt angesprochen - was damals außerordentlich unüblich war (siehe Johannes 4:27). Seine Jünger wunderten sich, dass Er mit der samaritischen Frau am Brunnen von Sychar  sprach (Johannes 4:7-26).



Ein wichtiger Aspekt ist auch, wie Jesus mit Frauen sprach. Er sprach mit Bedacht und Liebe. Die Frau mit den Blutungen etwa nennt Er zärtlich "Meine Tochter". Die Frau mit dem Krankheitsgeist nennt Er "Tochter Abrahams" (Lukas 13:16).


Jesus hat auch die Sünden von Frauen nicht beschönigt. Er hat Frauen immer voll für ihre Sünden verantwortlich gemacht - so etwa die frau am Brunnen von Sychar (Johannes 4:16-18), die beim Ehebruch ertappte Frau (Johannes 8:10-11) und die Frau, die Seine Füße gesalbt hat (Lukas 7:44-50). Er hat sie mit ihren Sünden konfrontiert.

 


Jesus hat Frauen und Männer als gleichwertig gesehen.

 

Eine andere Art und Weise, wie Jesus Seine hohe Wertschätzung Frauen gegenüber ausdrückte: Er diente ihnen sowohl körperlich als auch geistig. Zahlreiche Heilungen und das Austreiben von Dämonen zeigen Jesu Sorge und Zuneigung Frauen gegenüber.



Jesus zeigte Seine hohe Wertschätzung von Frauen dadurch, indem Er ihnen in Seinem Dienst Würde zusprach.


Er  verwendete Frauen als Beispiele in Seiner Lehre, Er lehrte Frauen theologische Wahrheiten und Er ließ Frauen sowohl an Seinem Leben als auch an seinem Dienst teilhaben.


Jesus lehrte Frauen mehrmals auch persönlich (Lukas 10:38-42; Johannes 11:20; Johannes 11:25-27; Lukas 23:27-31; Johannes 20:17-18).

 

Frauen, die an Jesu' Leben teil nahmen, passten in eine dieser beiden Gruppen:


- Die, die Ihm in irgendeiner Art und Weise dienten
(Lukas 7:36-50; Matthäus 26:6-13; Markus 14:3-9; Johannes 12:2-8; Lukas 8:2-3; Matthäus 27:56, Markus 15:41).


- Die, die zu Zeugen seiner Wiederauferstehung wurden (Matthäus 28:5-8; Markus 16:5-8; Lukas 24:2-9; Johannes 20:1-2).


Jesus anerkannte auch die verschiedenen Rollen, die Männer und Frauen haben.  Er wählte etwa nur Männer als Apostel aus!

 

 

Gehen wir nochmals auf den Begriff „Haupt“ ein:

 

Das Haupt jedes Mannes ist Christus und das Haupt jeder Frau ist der Mann - und das Haupt von Christus ist Gott.


Paulus verwendete den Begriff "Haupt" in der Bedeutung von "Autorität".

 

Manche Menschen wenden ein, dass, indem man Gott zum Haupt über Jesus macht, begeht man Ketzerei und ordnet Jesu gleichsam Gott unter. Dies aber wäre nur der Fall, wenn man davon ausginge, dass Vater und Sohn in der Natur oder im Wesen unterschiedlich sind. Jesus ist dem Vater nicht vom Wesen her untergeordnet.  Er ordnet sich nur bereitwillig der Autorität des Vaters unter. Der Unterschied zwischen Vater und Sohn ist ein funktioneller, nicht ein wesentlicher.


Solch eine Interpretation wird auch vom 1. Korinther 15:28 unterstützt.


Man kann also durchaus eine andere Funktion haben und trotzdem gleichwertig in Wert und Wesen sein. Frauen sind Männern somit spirituell gleichartig in Wert und Wesen - jedoch haben sie eine andere Funktion oder Rolle in der Kirche und in der Familie.


Wenn es in der Bibel heißt, dass Gott den Sohn in die Welt gesandt hat (etwa in Johannes 3:17), ordnet sich Jesus nur unter, was die Rolle betrifft: der Vater bestimmt und sendet; der Sohn gehorcht und kommt in die Welt um für unsere Sünden zu sterben.

 

 

Zurück zu Genesis:

 

G. Merke: Dem Mann wird gesagt, er solle Mutter und Vater verlassen und eine neue Familie gründen. Er tut dies – nicht die Frau. Auch heute noch warten die meisten Frauen darauf, dass der Mann dies tut. Einen besonderen Moment schafft, auf seine Knie geht und fragt: „Willst du mich heiraten?“. Er will also die Führung übernehmen; im gemeinsamen Tanz führen!

 

 
 

Genesis 3

 

A. Merke: Die Versuchung der Schlange in Genesis will Gottes soziale und geistige Ordnung umkehren (Genesis 3:1-6).

Wo ist Adam in diesem Moment? Warum greift er nicht ein? Er ist anwesend, bleibt aber passiv.

In einer seltsamen Art und Weise übernimmt Eva die Führung. In diesem Moment geht es um Gleichheit – Gleichheit mit Gott.

Nachdem Eva gesündigt hat, dreht sie sich zu ihrem Gatten um – und er isst ebenso. Er hat aufgehört, zu führen.

 

 

Und das findet auch heute noch immer wieder statt. Jeden Tag stehen Männer herum und tun nichts, wenn sie doch eingreifen sollten.

 

 

Adam steht offensichtlich völlig passiv daneben und hat es zugelassen, dass die Lüge (dass Gehorsam, Demut und Dienen etwas Schlechtes seien) sich ausbreitet.

 

Ist es nicht interessant, dass es hier gerade um einen Tausch der Geschlechterrollen geht? Sollen wir diese Verwirrung in alle Ewigkeit fortsetzen?

 

 

B. Merke: Gott zieht Adam, nicht Eva zur Rechenschaft („Wo bist du?“). Er hat versagt, nicht sie. Es ist wie in einer Fußballmannschaft: wenn die Mannschaft schlecht ist, wird der Trainer gefeuert!

 

Was mit Adam und Eva geschehen ist, wird eines Tages jedem verheirateten Mann bevor stehen. Gott wird uns fragen: Wo warst du?

 

Wenn aber Adam und Eva zusammen gefallen sind, warum gibt Paulus dann Adam die Schuld (Römer 5:12-21)? Warum nicht beiden? Warum heißt es in Genesis 3:7, dass erst beiden die Augen aufgingen, nachdem Adam von der Frucht gegessen hatte? Warum ruft Gott nach Adam (Wo bist du? - Genesis 3:9)? Weil Adam das von Gott ernannte Haupt der beiden war und als solches die Verantwortung hatte, die Partnerschaft in eine Richtung zu lenken, die Gott preisen würde.

Das ist vielleicht auch der Grund dafür, dass sich Satan zuerst an Eva gewendet hat. Wenn die Rollen vertauscht gewesen wären und Eva zuerst geschaffen worden wäre, hätte sich Satan zweifellos zuerst an Adam gewendet. Eva war also nicht etwa moralisch schwächer als Adam - Satan wollte nur die Tatsache angreifen, dass Adam das Haupt war. Eva sollte in der Versuchung die Verantwortung übernehmen, entscheiden und führen. Wahrscheinlich hat sie gedacht, sie könnte ds schon zum Besten der beiden hin bekommen, wenn sie sich nur behaupten würde. Adam hingegen hat Gott mit offenen Augen heraus gefordert.

 

 

In Genesis 3:17-19 erklärt Gott Sein Urteil über Adam. Man bemerke aber, dass Arbeit nicht Adams Bestrafung ist, ebenso wenig wie das Gebären von Kindern Evas Bestrafung war. Der bestrafende Teil liegt darin, dass Arbeit mit Mühe und Geburt mit Schmerzen verbunden ist.

Wichtig auch: Gott sagt nicht zu Adam, all das geschehe, weil er von dem Baum gegessen hat, von dem er eigentlich nicht hätte essen dürfen. Er sagt zu ihm, weil er auf seine Frau gehört hat und von dem Baum gegessen hat, werden sie nun bestraft!

 

 
Adam hat also in zweifacher Weise gesündigt: Er hat gegen Gottes Gebot verstoßen (2:17) und er hat gesündigt, indem er seinen Job als Haupt der Partnerschaft aufgegeben und auf seine Frau gehört hat.

 

 
C. Merke: An Adams Sünde klebt eine unakzeptable Passivität (Genesis 3:11-12).

Wie hat Adam reagiert, als Gott ihn verantwortlich gemacht hat? Sagte er: „Ja, ich hab’s getan“? NEIN! Er schiebt die Schuld auf andere. Es war die Frau, die Gott ihm gegeben hat.

 

„Ich bin ein Opfer“: jeder Mann, der die Opferkarte zieht, hat die Karte der Männlichkeit zerrissen, weil er es ganz einfach nicht drauf hat, ein Mann zu sein!

 

Warum wurde er so passiv?

 

Sie waren in diesem Garten und es wurde ihnen gesagt, nicht von dieser Frucht zu essen. Adam sah, wie sich Eva mit dem Feind unterhielt und dabei war, die Frucht zu essen. In seiner Selbstsucht und in seinem Blick alleine auf sich selbst hat er wohl gedacht: „lass’ sie doch von dem Zeug essen. Wenn sie stirbt, na ja, aber ich bin in Ordnung! Und wenn Gott nicht soviel Macht hat, bekomme ich, was ich will!“ Und sie aß und ist nicht gestorben und er aß und dann – ganz plötzlich – war die Hölle los und es wurde ihm klar, er ist getäuscht worden!

 

Wenn so etwas in seinem Kopf vorging, hat er gesündigt, lang bevor Eva die Frucht gegessen hat!

 

D. Merke: Adams Verfluchung basiert auf dem Umkehren der ursprünglichen Schöpfungsordnung: er hat als Führer versagt – Evas Verfluchung basiert ebenfalls darauf: sie beanspruchte die Führung (Genesis 3:17). Adam wurde verflucht, weil er auf seine Frau gehört hat! Sie führte – er folgte! Er hat zugehört anstatt die Initiative zu ergreifen – und damit das Wesen der Männlichkeit verraten!

 
 

E. Merke: Adams Sünde entfesselt die zerstörerische Kraft männlicher Dominanz (Genesis 3:16b).

Männer sollten von Anfang an leiten – aber nicht so!

Anstatt seine Frau zu leiten, wird er über sie herrschen.

Männer können hiervon nur befreit werden, wenn sie eine neue Führung im Angesicht von Jesus Christus finden.

 

  

F. Merke: Adam stirbt – und alles, dem er Leben schenkt, stirbt ebenso. Und am meisten ist seine Männlichkeit dabei gestorben. Sehen wir Römer 5:19 an: „Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten.“

 

 

G. Merke: Adam gibt seiner Frau nach dem Sündenfall erneut einen Namen: Eva – ein Zeichen seiner Leitungsrolle auch über dem Sündenfall hinaus (Genesis 3:20). Als Männer sind wir immer noch gerufen, zu leiten. Solange ein Mann dies nicht begriffen hat, ist und bleibt er – ein Junge. („Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war.“)

 

 

4)             Kurze Erörterung der kontroversen Themen wie das Beten oder Bibellesen von Frauen in der Versammlung (die Gegner verweisen darauf, dass es in der Bibel heißt, Frauen sollen schweigen. Die Befürworter sagen, Paulus hat den Frauen auch erlaubt, zu beten und prophezeien, und da die Bibel sich nicht widerspricht, ist es Frauen sehr wohl erlaubt, dies in der Versammlung zu tun, solange sie die grundsätzliche Autorität der Männer dabei akzeptieren. Wobei die Gegenseite wiederum sagt, dass dieses erlaubte Beten und Prophezeien sich nur auf das private Umfeld bezog. Hierauf die Befürworter: die Christen trafen sich damals v.a. in privaten Häusern, somit waren diese privaten Versammlungen die „offizielle“ Gemeinde. Außerdem war das Beten und Prophezeien immer zur Erbauung aller gedacht).


 

 

(Quellen: „Recovering Biblical Manhood & Womanhood“ – Grudem/Piper. Crossway Books, 2006.

 “The Quest For Authentic Manhood” – Dr. Robert Lewis, Men’s Fraternity, www.mensfraternity.com) – Go and get them!


"Star Struck"

On a clear warm stary night, we like to gaze up at the stars and we are "star struck" We are mesmerized by the awesome display, we are awed by the vastness of the panoramic view. And, likewise as we spend time with God, we to see how great, and wonderful and awesome He is. And the more time we spend with Him, the more we are drawn closer to Him and want to spend even more time with Him.

 
Have a great and Godly week.
 
Andre

Evolution and Creation


Hi Guys;
 
It is funny how sometimes God will show Himself in unusual ways. This morning when I awoke, my dog jumped up on the bed beside me and had his head laying beside my chest. I was patting him and was looking into his face. Strange, as I was doing that, I observed how God made it so that the thousands of hairs that surround his eyes are all perfectly aligned, so that not one of the thousands points inwards towards his eyes, but away. Each is growing perfectly so that a perfect pattern is growing around his eyes, and not one looks out of place even though they point in all directions around his eyes.
 
Could this perfect symetry of hairs growing around the eyes of a dog happen by chance as evolutions would have us to believe?  Or is there a master designer who created the dog with a perfect growth pattern of hair around his eyes, with perfect pattern of colour as well?
 
Just a thought.
 
Andre


The Glory of His Creation

I shared this morning in church how God has impressed upon me the glory of His creation lately. I live out in the country and I take my dog for a walk usually twice a day. As I have been walking about I have taken notice of all things, bugs, flowers, trees etc. And I have been marveling at them, how wonderful they are. Even some things appear ugly to us, yet at the same time they are awesome when I consider the creator of all things, our, God, our Lord and Savior Jesus Christ.

(...)

When you look at creation from this perspective you can't help but be in awe and want to draw closer to Him and do all you can to imitate the Son and do what is right.


Andre

Leserbrief

Sehr geehrter Herr Gollwitzer,

mit großem Interesse habe ich Ihre Website "Jesus brothers" gelesen und möchte Ihnen dafür danken. Auch ich bin katholisch, habe aber ein Problem mit dem Thema Schöpfung/Evolution.

Von katholischer Seite wird immer wieder behauptet, dass der Schöpfungsbericht der Bibel mit der Evolutionstheorie zu vereinbaren sei. Dem kann ich jedoch nicht zustimmen. Die Schöpfung war ursprünglich "sehr gut" Nach dem Schöpfungsbericht ist der Tod eine Folge des Sündenfalls Adams (nach den Geschlechtsregistern in der Bibel war Adam eine historische Person). Der Tod in der gesamten Schöpfung (Menschen und Tierwelt) ist eine Folge des Sündenfalls Adams. Die gesamte Schöpfung seufzt nach Erlösung.
Nach der Evolutionstheorie ist der Tod jedoch schon vor dem Auftreten des Menschen vorhanden. Demnach schließen sich der Schöpfungsbericht und die Evolutionstheorie gegenseitig aus. Biblisch gesehen ist demnach nur die Schöpfung in sechs buchstäblichen 24-Stunden-Tagen möglich. Allerdings widerspricht dies den Jahrmilliarden der Evolutionstheorie.

Wie Sie sehen ist die Sache gar nicht so einfach! Jedenfalls wäre ich Ihnen für eine Antwort sehr dankbar.

Mit freundlichem Gruß

Peter

(2. Dezember 2011. Used with permission)

Links National

Links International

New Advent: Six days of creation

New Advent: Creationism

Jesus Radicals: Creation

Answers in Genesis

Bishop Gerald M. Barbarito: We are not Some Accident of Evolution

StayCatholic.com: The Early Church Fathers on Creation Out of Nothing

Catholic Conservation Center

Introduction to Catholic Environmental Teaching

Pope John Paul II: Peace with the Creator, Peace with all of Creation

Pope John Paul II: The Ecological Conversion

Pope John Paul II: Joint Declaration on the Environment

Pope John Paul II: The Holy Spirit Acts in All Creation and History

Pope John Paul II: Evolution and the Concept of Man

Pope John Paul II, Conservationist

Pope Paul XV: A Hospitable Earth for Future Generations

Environmental Stewartship in the Catechism

Ten Commandments of the Environment

Ecology

Creation as a Call to Holiness

Earth Charter Awareness

St. Therese of Lisieux and the Book of Nature

What YOU Can Do! Ideas for Action!

St. Francis of Assisi, Patron of Ecology

New Age vs. Catholic Environmental Justice

A Cosmos Without the Redemption of Jesus Christ?

Pope Benedict XVI: If You Want to Cultivate Peace, Protect Creation

Catholic Answers: Creation and Genesis

Catholic Answers: Creation out of Nothing

Catholic Answers (Jimmy Akin): Six Days of Creation

Catholic Answers: Adam, Eve & Evolution

Catholic Answers (Jimmy Akin): Evolution and the Magisterium

SalvationHistory.com: What does the Church Teach About the Creation vs. Evolution Debate?

SalvationHistory.com: How is God's Creation Like a Tabernacle and a Temple?

Genesis Science Research

Institute for Creation Research

KUSI News: Global Warming is a Hoax!

ARC - Alliance of Religions and Conservation

World Council of Churches

ECEN - The European Christian Environmental Network

The Anglican Communion Environmental Network

Working Group on the Economy, Ecology and Social Issues

United States Conference of Catholic Bishops

A Rocha

Quakers

Keep Britain Tidy

Christian Ecology

Why Catholics Care for Creation

Season of Creation



Hazon (Jewish)

Jewish Farm School

The Big Green Jewish Website

Canfei Nesharim (Jewish)

Keren Kayemeth LeIsrael - Jewish National Fund

Coalition of the Environment & Jewish Life

Jewish Nature Center

The Jew & The Carrot (Blog)

Israel Environment Week



FUSE - Faiths United For Sustainable Energy

Post Peak Living (USA)

Reasons to Believe

CorpWatch: Holding Corporations Accountable (USA)

Asian Pacific Environmental Network

Rainforest Action Network


 

Pounds, Shelters and Municipal Animal Control Ontario 2011

Ontario SPCA - Protecting Animals Since 1873

  

Sea Sheperd

Greenpeace International

Compassion in World Farming (UK)

  

 

 

 

 

Creation Ministries International 

Be part of the solution. Support WWF today

Resources

Wort und Wissen

Drei Linden Film: Dem Geheimnis des Lebens nahe (DVD)

Reinhard Junker / Siegfried Scherer: Evolution - ein kritisches Lehrbuch

Expelled - The Movie (DVD)

Earthlings (DVD)



Sintflut und Geologie (Broschiert)
von Manfred Stephan (Herausgeber)
Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Scm Hänssler; Auflage: 1., Aufl. (15. März 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3775151354
ISBN-13: 978-3775151351



The Doctrines of Genesis 1-11

The Doctrines of Genesis 1-11: A Compendium and Defense of Traditional Catholic Theology on Origins (Taschenbuch)
von Fr Victor Warkulwiz (Autor)
Taschenbuch: 556 Seiten
Verlag: To Excel/Kaleidoscope Sof (28. November 2007)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0595452434
ISBN-13: 978-0595452439


Answers in Genesis: Global Warming: A Scientific and Biblical Expose of Climate Change (DVD)

Coral Ridge Ministries: Eden of Evolution or Showcase for Creationism? See what the Galapagos Islands tell us about the origins of mankind (DVD)

Creation Ministries International: Study Guides

Creation Ministries International: Tracts (scroll down)


Catholic Conservation Center: Recommended Environmental Reading

Darwin's Dilemma (DVD)

The Evolution of a Creationist by Dr. Jobe Martin DMD, THM (DVD)

The Simple Way: Another World Is Possible, Vol.3: Creation (DVD)

Answers in Genesis


 

Vegan Bakery

alles-vegetarisch.de

Ein besseres Leben 

radix naturkost & versand

roots of compassion

Vegan Candy

veganversand.at

VeganWelt (Rezept-Datenbank)

Vegan Wonderland

Vegan Wondercake

VEGGIE SHOES

Schrot & Korn

Naturkost.de

Naturkostwiki

Tetra Pak

 

Animal Kill Counter

Number of animals killed in the world by the meat, dairy and egg industries, since you opened this webpage. This does not include the billions of fish and other aquatic animals killed annually.

Based on 2007 statistics from the Food and Agriculture Organization of the United Nations' Global Livestock Production and Health Atlas.

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Schöpfung oder Evolution?

 



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