Katholisch Leben!

Den katholischen Glauben kennen, leben, lieben & verteidigen!

Missbrauch


Dear Pope Francis,

If talk is cheap, then this summit on sexual abuse is worth even less. After three days of talking, the official spokesmen for the summit went to great lengths to claim that homosexuality was not a concern while they deliberately dodged questions from reporters.

Cardinal Cupich said the day before the summit began that while most of the problem is a result of “male on male” sex abuse, “homosexuality itself is not a cause.” He says it can be explained as a matter of “opportunity and also a matter of poor training on the part of the people.”

Archbishop Scicluna said, “homosexuality and heterosexuality are “human conditions that we recognize, and that exist, but they aren’t something that really predisposes to sin.”

And Cardinal Tagle went on a vapid rant about smelling like the sheep, touching the wounds of the victims and seeking healing.

But all of this talk about the sexual abuse of children is NOT going to do a single thing to resolve the problem, especially as you continue to deny what is at the very heart of it. The problem is rampant sexual immorality … especially homosexuality … in the clergy. Period!

Your Holiness, if you wish to reestablish the faith, trust and love of the laity, you are going to have to take strong actions to root out the problem. We faithful Catholics want a clear and unambiguous decree that enacts strict penalties … including excommunication and laicization … for any cleric, whether deacon, priest, bishop, archbishop or cardinal, who sexually abuses any other person regardless of age, sex or circumstance, or who is found guilty of engaging in any unnatural sexual behavior.

We want all clerics either practicing or promoting homosexuality to be removed from their positions. We want all of the prelates who enable homosexuals, whether lay or clergy, to be removed from their positions. That means removing individuals like Cardinal Cupich, Cardinal Kasper, Cardinal Schönborn, Cardinal Danneels, Cardinal Marx, Cardinal Tagle, Cardinal Tobin, Cardinal Farrell, Cardinal Dolan, Cardinal Wuerl, Archbishop Scicluna , Bishop McElroy, Bp. Gregory, Bp. Wester, Bp. Malone, Fr. Daniel Horan, Fr. Thomas Reese, Fr. Thomas Rosica, and Fr. James Martin. And that’s just for starters. These men have flouted Church teaching on sexual morality for far too long, and no amount of talking is going to fix the problem of sexual immorality in the church while they remain in their positions. If you truly seek healing for victims and for the Church, you can start there. But if you keep talking this issue to death while sitting on your hands, then rest assured that while we will continue to pray and sacrifice for you, we will not pay you and we will simply wait for you to pass into eternity and judgement so Our Lady and Our Lord can resolve the matter through our patience and our prayers.

Sincerely,

The Faithful

(Source: https://www.lepantoinstitute.org/sign-the-open-letter-to-pope-francis/)



Es macht mich unsagbar traurig und wütend zugleich, wenn ich höre, wie die Kirche mit Missbrauch umgegangen ist und teils immer noch umgeht.


Nur ein Beispiel von vielen: Wenn ich auf der kirchlichen Homepage als Ansprechpartner für sexuellen Missbrauch einen Rechtsanwalt angebe, der mich selbst vertritt, dann ist das in meinen Augen Menschen verachtend.


Neben dem Missbrauch an Minderjährigen ist in diesem Zusammenhang aber auch der unangemessene sexuelle Kontakt mit Erwachsenen zu nennen. Auch hier wird ein besonderes Vertrauensverhältnis aufs Gröbste missbraucht. Auch hier scheint die offizielle Amtskirche immer noch beide Augen zuzudrücken - nach dem Motto: "Don't ask, don't tell." Solange die Medien es nicht aufdecken, wird es tot geschwiegen.


Aufgrund von Berichten von verschiedenen Priestern und Ordensangehörigen hat die christliche Ex-Gay Einrichtung "Jason International" etwa mehrmals der offiziellen Amtskirche ihre Unterstützung angeboten - und das völlig umsonst. Die Antwort war regelmäßig eisiges Schweigen. Die Kirche weiß sehr wohl, was sich in Klöstern bzw. im Privatleben von vielen Priestern abspielt - und schweigt.


Im Sinne der Bewahrung unserer geliebten Katholischen Kirche sind nun die Laien gerufen, tätig zu werden. Unterstützt Priester, die Hilfe suchen! Greift die an, die schweigen und das Ganze unter den Teppich kehren wollen! Konfrontiert sie mit Fakten - wenn es sein muss in aller Öffentlichkeit!


Dieses unsägliche Berufskatholikentum muss ein Ende haben.


Zurück zu den Wurzeln!



Petrus Damiani
italienischer Name: Pier

Gedenktag katholisch: 21. Februar
nicht gebotener Gedenktag
gebotener Gedenktag im Trappisten- und Zisterzienserorden
Gedenktag III. Klasse: 23. Februar, Todestag: 22. Februar
Übertragung der Gebeine 1354: 13. April

Name bedeutet: der Fels (griech. - latein.)

Bischof von Ostia, Kardinal, Kirchenlehrer
* 20. Februar 1007 (?) in Ravenna in Italien
† 22. oder 23. Februar 1072 in Faenza in Italien

Petrus Damiani studierte die freien Künste, wurde zum Priester geweiht und trat 1035/36 ins Benediktinerkloster Fonte Avellana bei Gubbio ein, einer Einsiedelei mit außerordentlicher Strenge im Geiste des Romuald; erstmals wurde in den angeschlossenen Klöstern nun die Geißelung praktiziert. Petrus verfasste 1041/42 eine Biografie Romualds, dessen Denken und Frömmigkeit für ihn zum Programm wurde. 1043 wurde er Prior in diesem Kloster, 1045 bis 1050 und 1057 bis 1065 verfasste er Lebensregeln, die auch das Leben im Kloster Camáldoli und die Regel des daraus hervorgegangenen Kamaldulenserorden beeinflussten. Petrus kritisierte in seiner Korrespondenz mit dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Heinrich III., und den Päpsten scharf die Ausschweifungen des Klerus sowie die Nichteinhaltung des Zölibats; 1045 bat er Papst Gregor VI., für ein neues "goldenes Zeitalter der Apostel" einzutreten, 1049 Papst Leo IX., gegen Homosexualität im Klerus vorzugehen, 1052 wandte er sich gegen die Simonie.

1057 wurde Petrus gegen seinen Willen durch Papst Stephan IX. zum Kardinal und Bischof von Ostia erhoben; mehrfach bat er die Päpste um seine Amtsenthebung weil er glaubte, in der Stille seiner Einsiedelei der Kirche besser dienen zu können, doch der Rückzug wurde ihm verweigert; erst 1067 durfte er zurück nach Fonte Avellana. 1059 machte er seinen Einfluss geltend auf der Synode im Lateran und erreichte neue Regeln für die Wahl des Papstes, für Chorherren und für Priester. Er war Vertrauter der Päpste, die ihn als Legaten einsetzten, so im Konflikt mit dem Erzbischof von Mailand, wo er die Vorrangstellung der Päpste unterstrich, in Alexander II.' Auseinandersetzungen mit Parma, 1063 mit einer Mission im Kloster in Cluny, um dieses vor Einmischung des Ortsbischofs zu schützen. 1064 und 1069 war er auf dem Montecassino, 1066/67 in Vallombrosa zur Vermittlung mit dem Bischof von Florenz, 1069 in Mainz, um König Heinrich IV. an der Auflösung seiner Ehe zu hindern, 1072 in Ravenna zur Wiedereinsetzung von Erzbischof Heinrich und Versöhnung mit Rom. Ein besonders enges Verhältnis hatte Petrus zu dem Reformer Hildebrand, der 1073 als Gregor VII. Papst wurde.

Petrus lebte praktisch in zwei Welten. Er tat für die Kontemplation ebenso viel wie für die große Politik, die Einsiedler lagen ihm ebenso am Herzen wie Kaiser und Könige. Damiani war einer der produktivsten Schriftsteller des Mittelalters mit einem sehr gepflegten lateinischen Stil und hinterließ ein äußerst umfangreiches Werk theologischer Schriften mit 180 Briefen, 54 Predigten, fünf Lebensgeschichten von Heiligen und rund 240 Gedichten und Hymnen. In ihnen zeigt sich Petrus' asketische Strenge und sein Streben nach Reform der Kirche durch Disziplin, Selbstheiligung und Erneuerung im Geist der Urkirche. Bei ihm mischen sich mystische Elemente mit der Betonung der Autorität der Kirche und der Päpste. Als Kenner des römischen Rechts war er einer der großen Rechtsgelehrten seiner Zeit und setzte neue Maßstäbe in der Anwendung des Kirchenrechts. Umstritten ist seine Verfasserschaft der Rechtssammlung für den späteren Papst Gregor VII., die dann dessen "Dictatus Papae" mit der Proklamation des Herrschaftsanspruchs der Päpste auch über die Kaiser beeinflusste. 1062 verfasste Petrus eine Streitschrift zur Eigenständigkeit des kirchlichen Rechts.

Petrus starb auf der Rückreise von Ravenna im Kloster S. Maria foris portam in Faënza, wo er auch beigesetzt wurde; das Grab wurde später in den Dom verlegt.

Schon in der 1076 bis 1080 durch Johannes von Lodi verfassten Lebensgeschichte wurde Petrus Damiani als Heiliger bezeichnet. Dante Alighieri rühmte ihn in der "Göttlichen Komödie", Giovanni Boccaccio verehrte ihn.

Kanonisation: Ein formelles Kanonisationsverfahren hat nie stattgefunden. Papst Leo XII. ernannte Petrus Damiani 1828 zum Kirchenlehrer und dehnte seine Verehrung auf die ganze katholische Kirche aus, was einer Heiligsprechung gleichkommt.

Patron gegen Kopfschmerzen

Schriften von Petrus und seine Lebensgeschichten gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 8. Herder, Freiburg im Breisgau 1999

(Joachim Schäfer: Artikel Petrus Damiani, aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon - https://www.heiligenlexikon.de/BiographienP/Petrus_Damiani.htm, abgerufen am 1. 3. 2019
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet das Ökumenische Heiligenlexikon in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.info/969828497 abrufbar.)


"Missbrauch" wird vor allem im Zusammenhang mit Kindern gebraucht. Dass das Wort durchaus auch Erwachsene beinhalten kann, insbesondere wenn er durch Vertrauens- und Autoritätspersonen wie etwa Geistlichen vollzogen wird, ist erschreckend und bezeichnend zugleich. Dies insbesondere, wenn Kirchen und Gemeinden diesen umfassenderen Begriff des Missbrauchs nur sehr eng sehen.

In anderen Worten: auch wenn ein Priester Sex mit einem Mann hat kann ein Missbrauch vorliegen. Auf jeden Fall ein schweres Vergehen im christlichen Sinn. Dies scheint die Kirche völlig zu ignorieren - oder habt ihr schon mal Ansprechpartner für Menschen gesehen, die Sex mit Priestern (oder anderen Geistlichen) haben oder andere unangemessene Formen der Kommunikation mit ihnen pflegen? Ich nicht.

Die Behauptung, dass gleichgeschlechtliche Neigungen nichts mit dem Missbrauch in der Kirche zu tun hätten, ist falsch. Die überwiegende Mehrzahl der betroffenen sind männliche Kinder, Jugendliche oder Erwachsene.

Aus eigener Erfahrung und von Berichten katholischer Priester kann ich sagen, dass weit mehr als die Hälfte unter ihnen gleichgeschlechtliche Neigungen haben. Nicht wenige darunter leben diese auch aus - und sei es "nur" mit Erwachsenen.

"Sexueller Missbrauch bezeichnet sexuelle Handlungen mit Minderjährigen oder erwachsenen, besonders gefährdeten Personen (z. B. Kranke, Behinderte, Hilfsbedürftige, Gefangene, Patientinnen bzw. Patienten, die sich in Psychotherapie befinden), die generell oder unter bestimmten Umständen (siehe unten) auch mit Einverständnis des Betroffenen als Vergehen oder Verbrechen strafbar sind. Vor allem der schwere sexuelle Missbrauch von Kindern und der sexuelle Missbrauch von Kindern mit Todesfolge werden in Deutschland als Verbrechen eingestuft."
"Das Wort Missbrauch trägt ursprünglich zwei Bedeutungen: disperditio (lat. für Verderbnis, Zugrunderichtung) und abusus (lat. für Verbrauch, Ausnutzung, uneigentlicher Gebrauch). Unter einem sexuellen (geschlechtlichen) Missbrauch ist demnach kein „verkehrter“ oder „uneigentlicher“ Gebrauch als Ausnutzung (abusus), sondern eine grundsätzlich als verfehlt und falsch zu bezeichnende Handlungs- und Ausübungsweise menschlicher Sexualität als Verderbnis und Zugrundrichtung zu begreifen. Die Bezeichnung sexueller Kindesmissbrauch wird häufig kritisiert, da er nach heutigem Sprachverständnis zu implizieren scheint, dass es einen sexuellen Gebrauch von Kindern gebe.

In der Sozialwissenschaft wird der Begriff Missbrauch oft auf Handlungen ausgedehnt, die nicht strafbar sind, aber moralisch verurteilt werden. Psychologisch wird als Missbrauch verstanden, wenn eine Handlung das Opfer in seiner Integrität verletzt und ihm psychischen Schaden zufügt. Die Ebenen juristischer, sittenmoralischer und psychologischer Bewertung müssen dabei nicht zwangsläufig übereinstimmen, sondern können sich im Einzelfall auch widersprechen.

Der Begriff des Missbrauchs von Personen wird im Bereich des Strafrechts kritisiert. Für Thomas Fischer impliziert die Bezeichnung, dass von einer grundsätzlichen Befugnis im Einzelfall unzulässig Gebrauch gemacht werde, was eine überholte und unverständliche Perspektive sei. Der Sexualtäter missbrauche vielmehr seine soziale, physische und psychische Dominanz oder eine bestimmte Zugangsmöglichkeit zu den Kindern oder anderen besonders schutzbedürftigen Personengruppen.

In der sozialwissenschaftlichen Literatur, in Bereichen der Arbeit mit den Opfern und in psychologischen Zusammenhängen wird auch die Bezeichnung sexuelle Gewalt oder konkreter sexualisierte Gewalt benutzt. Der Begriff sexualisiert soll meinen, dass Gewaltaspekte nicht ihren Ursprung in der Sexualität haben, jedoch hier mittels sexueller Handlungen zum Ausdruck gebracht werden. Machtmissbrauch und narzisstischer Missbrauch sind von der Beziehungsstruktur her gesehen Teile des sexuellen Missbrauchs."

"Im Berufsleben bzw. Rechtsleben kann es zu einer Vielzahl von Über- und Unterordnungsverhältnissen kommen, die teilweise für den Unterlegenen so erheblich sind, dass eine selbstbestimmte Einwilligung in die Vornahme sexueller Handlungen nicht mehr angenommen werden kann. Daher sind sexuelle Handlungen innerhalb bestimmter Beziehungen generell strafbewehrt, wenn sie unter Ausnutzung einer derartigen Stellung erfolgen. Dies gilt daher auch bei gegenseitiger Zustimmung. Im Einzelnen sind hier zu nennen:

Sexueller Missbrauch von Gefangenen, behördlich Verwahrten oder Kranken und Hilfsbedürftigen in Einrichtungen nach § 174a StGB sieht für denjenigen, der sexuelle Handlungen mit einer „gefangenen oder auf behördliche Anweisung verwahrten“ Person, „die ihm zur Erziehung, Ausbildung, Beaufsichtigung oder Betreuung anvertraut ist“ vornimmt, Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren vor. Eine konkrete Abhängigkeit ist zwar nicht erforderlich, ein Missbrauch kann aber auch nicht allein aus dem Obhutsverhältnis abgeleitet werden. Bei der Beurteilung sind vielmehr die Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen.

Wegen Missbrauchs unter Ausnutzung einer Amtsstellung nach § 174b StGB wird derjenige mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft, der als Amtsträger zur Mitwirkung an einem Strafverfahren oder einem auf eine freiheitsentziehende Maßnahme abzielenden Verfahren berufen ist und „unter Missbrauch“ einer durch dieses Verfahren bestimmten Abhängigkeit die Vornahme sexueller Handlungen herbeiführt.

Missbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses nach § 174c StGB schließlich sanktioniert sexuelle Handlungen, die im Rahmen eines qualifizierten Behandlungsverhältnisses, zum Beispiel zwischen Ärztin bzw. Arzt und Patientin bzw. Patient, vorgenommen werden. Bis 2004 unterfielen dem Tatbestand nur sexuelle Handlungen mit Patienten einer Psychotherapie und mit psychisch oder seelisch kranken Patientinnen bzw. Patienten, zum Beispiel im Rahmen einer ärztlichen Therapie. Seitdem unterfallen auch sexuelle Handlungen mit körperlich kranken Patientinnen bzw. Patienten dem Tatbestand. Die Bundesärztekammer und die Landesärztekammern sowie der Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen heben hervor, dass dies auch bei Zustimmung des Patienten der Fall ist.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jede sexuelle Handlung innerhalb eines Behandlungsverhältnisses automatisch als Sexueller Missbrauch gewertet wird. Nach einem Beschluss des Bundesgerichtshofs ist relevant, ob die Autoritäts- oder Vertrauensstellung in einem Behandlungsverhältnis von dem Behandelnden dazu ausgenutzt wird, um sexuelle Handlungen vorzunehmen. Der Bundesgerichtshof hatte 2016 einen Arzt freigesprochen, der sexuelle Beziehungen zu einer Patientin hatte. Die Patientin war bereits zuvor privat mit dem Arzt bekannt und war sowohl die Behandlung als auch die sexuellen Handlungen mit dem Ziel eingegangen Zugang zu verschreibungspflichtigen Medikamenten zu erhalten."

"Erfahrungen wie der sexuelle Missbrauch fügen den Opfern oft körperliche und seelische Schäden zu, die häufig zu langanhaltenden psychischen Störungen führen. Diese reichen von der Posttraumatischen Belastungsstörung über nichtorganische Gedeihstörungen, Depressionen und Borderline-Persönlichkeitsstörung sowie Dissoziative Störungen bis hin zur Dissoziativen Identitätsstörung. Die drei letztgenannten Störungen stehen besonders oft in engem Zusammenhang mit dem Erleiden von sexuellem Missbrauch im Kindheits- und Jugendalter. Die Folgen sexuellen Missbrauchs im Kontext einer Psychotherapie werden in einem eigenen Beschwerdenkomplex, dem Therapist-Patient-Sex-Syndrom, zusammengefasst, welches den Auswirkungen nach mit den Folgen sexuellen Missbrauchs von Kindern vergleichbar ist.

Nicht zu vernachlässigen sind auch die Auswirkungen, die der Missbrauch auf das soziale Umfeld des Opfers haben kann. So können insbesondere, aber nicht ausschließlich, Liebesbeziehungen (nicht zuletzt wegen möglicher sexueller Störungen) stark beeinträchtigt werden. Auch Probleme im Arbeitsleben als Folge von Konzentrationsstörungen im Kontext eines posttraumatischen Belastungssyndroms sind häufig anzutreffen.

Unter Anderen befasste sich der amerikanische Psychiater und Psychotherapeut Wayne Kritsberg mit der Weitergabe von Missbrauchs-, Gewalt- und Krankheitsmustern an die nachfolgende Generation."

(Quelle: Wikipedia)