Katholisch Leben!

Den katholischen Glauben kennen, leben, lieben & verteidigen!

Jesus kommt wieder!!


Die Wiederkunft Christi oder Parusie bedeutet, dass am Ende der Welt Jesus Christus in Herrlichkeit zum Gericht wiederkommen wird (De fide). Das Symbolum Apostolicum bekennt: "Von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten.“ Ähnlich die späteren Symbole. Das Symbol um Nicaeno-Constantinopolitanum fügt hinzu: "in Herrlichkeit“. (D 86. VgI. D 40,54,287,429).

Bei erstmaliger Ankunft, ist Christus gekommen, um die Sünde hinwegzunehmen. Bei der zweiten Ankunft oder Wiederkunft Christi kommt er, um die zu retten, die ihn erwarten (vgl. Hebr 9,28 EU).

Die Kirche nimmt vor allem in der Eucharistie die Rückkehr des Herrn und das Kommen seines Reiches vorweg (vgl. 1 Kor 11, 26).[1]

Wiederkunft Christi am Ende der Welt

Jesus hat seine Wiederkunft am Ende der Welt wiederholt klar vorausgesagt. Mt 16,27 (Mk 8,38; Lk 9,26): "Der Menschensohn wird kommen in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Tun. - Mt 24, 30 (Mk 13,26; Lk 21,27): "Dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und alle Völker der Erde werden wehklagen, und sie werden den Menschensohn auf den Wolken des Himmels kommen sehen mit großer Macht und Herrlichkeit.“ Das Zeichen des Menschensohnes ist nach der Auslegung der Väter das Kreuz. Das Kommen auf den Wolken des Himmels (vgl. Dn 7,13) offenbart seine göttliche Macht und Herrlichkeit. Vgl. Mt 25,31; 26,64; Lk 17,24.26 ("der Tag des Menschensohnes"); Jo 6, 39f u. ö. ("der Jüngste Tag"); Apg 1,11.

Die meisten Apostelbriefe enthalten gelegentliche Hinweise auf die Wiederkunft des Herrn und die damit verbundene Offenbarung seiner Herrlichkeit und Vergeltung im Gericht. Paulus schreibt an die Gemeinde von Thessalonich, welche die Parusie für unmittelbar bevorstehend hielt und um das Los der vorher Verstorbenen besorgt war: "Das sagen wir euch nach einem Wort des Herrn: Wir, die Lebenden, die übriggelassen sind für die Ankunft des Herrn, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen. Denn der Herr selbst wird beim Befehl, beim Ruf des Erzengels und unter dem Posaunenschall Gottes vom Himmel herabsteigen, und die Toten, die in Christus ruhen, werden zuerst auferstehen. Dann werden wir, die Lebenden, die übriggelassen sind, zugleich mit ihnen auf den Wolken in die Luft entrückt werden dem Herrn entgegen; und so werden wir immer beim Herrn sein" (1 Thess 4, 15-17). Da der Apostel unmittelbar darauf die Ungewissheit des Zeitpunktes der Wiederkunft lehrt (5,1-2), so nimmt er in diesen Worten das, was möglich ist, rein hypothetisch als tatsächlich gegeben an, indem er sich auf den Standpunkt seiner Leser stellt (Vgl. D 2181). Der Zweck des Wiederkommens ist die Auferweckung der Toten und die gerechte Vergeltung (2 Thess 1,8). Die Gläubigen sollen darum bei der Wiederkunft des Herrn "untadelig" befunden werden (1 Kor 1,8; 1 Thess 3,13; 5,23). VgI. 2 Petr 1,16; 1 Jo 2,28; Jak 5, 7f; Jud 14.

Das Zeugnis der Tradition ist einmütig. Didache 16, 8: "Dann wird die Welt den Herrn auf den Wolken des Himmels kommen sehen.“ Vgl. 10,6.

Vorzeichen der Wiederkunft

Verkündigung des Evangeliums auf der ganzen Welt

Jesus versichert: "Dieses Evangelium vom Reich wird auf der ganzen Welt verkündet werden zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen” (Mt 24, 14; vgl. Mk 13, 10). Das Wort besagt nicht, dass das Ende sofort eintritt, wenn das Evangelium auf der ganzen Welt verkündet worden ist.

Bekehrung der Juden

Paulus enthüllt Röm 11,25-32 „das Geheimnis“: Wenn die Fülle, d.h. die von Gott bestimmte Zahl der Heiden in das Reich Gottes eingegangen ist, wird „ganz Israel“ sich bekehren und gerettet werden. Es ist an eine moralische Allgemeinheit zu denken.

Häufig wird die Bekehrung des jüdischen Volkes mit der Wiederkunft des Eiias in ursächlichen Zusammenhang gebracht, jedoch ohne hinreichende Begründung. Der Prophet Malachias verkündet: „Siehe, ich sende euch Elias, den Propheten, bevor der Tag Jahwes kommt, der große und furchtbare, damit er das Herz der Väter den Söhnen und das Herz der Söhne ihren Vätern zuwende, dass ich nicht, wenn ich komme, das Land mit dem Bann treffen muss“ (4, 5f; M 3, 23f). Das Judentum hat die Stelle von einer leiblichen Wiederkunft des Elias verstanden (vgl. Sir 48, 10), hat dieselbe aber an den Beginn der messianischen Zeit verlegt und in Elias einen Vorläufer des Messias gesehen (Jo 1, 21; Mt 16, 14). Jesus bestätigt das Kommen des Elias, bezieht es aber auf das Auftreten Johannes des Täufers, von dem der Engel vorherverkündet hatte, dass er im Geiste und in der Kraft des Elias vor dem Herrn, d. i. Gott, vorangehen werde (Lk 1, 17): .Er (Johannes) ist Elias, der (nach der Weissagung des Propheten) kommen soll“ (Mt 11, 14). „Ich sage euch aber: Elias ist schon gekommen, aber sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm getan, was sie wollten“ (Mt 17, 12; Mk 9, 13). Von einem zukünftigen Kommen des Elias vor dem Endgericht spricht Jesus nicht ausdrücklich, wahrscheinlich auch nicht in Mt 17, 11 („Allerdings kommt Elias und wird alles wiederherstellen „), wo lediglich die Malachiasweissagung wiedergegeben wird. Jesus sieht sie in dem Kommen des Johannes bereits erfüllt (Mt 17, 12).

Glaubensabfall

Jesus sagt für die Zeit vor dem Ende das Auftreten falscher Propheten voraus, die viele irreführen werden (Mt 24, 4 f). Paulus versichert, dass vor der Wiederkunft des Herrn „der Abfall“ kommen muss, d. i. der Abfall vom christlichen Glauben (2 Thess 2, 3).

Auftreten des Antichristen

Der Glaubensabfall steht in ursächlichem Zusammenhang mit dem Auftreten des Antichristen. 2 Thess 2, 3: „Zuvor muss der Abfall kommen und der Mensch der Sünde offenbar werden, der Sohn des Verderbens, 2,4: der Widersacher, der sich erhebt gegen alles, was Gott heißt und Gegenstand der Anbetung ist, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich für Gott ausgibt.“ Er tritt in der Kraft Satans auf, wirkt Scheinwunder, um die Menschen zum Abfall von der Wahrheit und zur Ungerechtigkeit zu verführen und in das Verderben zu stürzen (V. 9-11). Der Herr Jesus wird ihn bei seiner Ankunft „mit dem Hauche seines Mundes“, d. i. durch eine von ihm ausgehende Kraft, vernichten (V. 8). Die Bezeichnung "Antichrist" gebraucht erst Johannes (1 Jo 2, 18. 22; 4, 3; 2 Jo 7); er bezeichnet aber auch die Irrlehrer, die im Geiste des Antichristen reden, mit diesem Namen. Nach Paulus und Johannes erscheint der Antichrist als eine bestimmte menschliche Persönlichkeit, die das Werkzeug Satans ist.

Die Didache spricht vom Auftreten des „Weltverführers“ (16, 4). Abzulehnen ist die zeitgeschichtliche Deutung (Nero), ebenso die religionsgeschichtliche Erklärung, die den Ursprung der Idee vom Antimrist in babylonischen und persischen Mythen sucht. Die älteste Monographie über den Antichrist schrieb Hippolyt von Rom.

Schwere Bedrängnisse

Jesus sagt Kriege, Hungersnöte, Erdbeben und schwere Verfolgungen für seine Jünger voraus: „Dann werden sie euch der Drangsal überliefern, und sie werden euch töten, und ihr werdet gehasst werden von allen Völkern um meines Namens willen8 (Mt 24, 9). Gewaltige Naturkatastrophen leiten die Wiederkunft des Herrn ein (Mt 24, 29; vgl. Is 13, 10; 34, 4).

Zeitpunkt der Wiederkunft

Der Zeitpunkt der Wiederkunft Jesu ist den Menschen unbekannt (Sent. Certa).

Jesus hat den Zeitpunkt der Parusie unbestimmt gelassen. Am Schluss der Parusierede erklärte er: „Jenen Tag aber und die Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel und auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater" (Mk 13,32; im Paralle text Mt 24,36 fehlen in einem Teil der Textzeugen die Worte "auch nicht der Sohn“). Kurz vor der Himmelfahrt erklärte Jesus seinen Jüngern: "Euch steht es nicht zu, die Zeiten und Fristen zu kennen, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat" (Apg 1,7).

Dass Jesus nicht mit einer sehr baldigen Wiederkunft rechnete, zeigen mehrere Äußerungen der Parusierede (Mt 24, 14. 21. 31; Lk 21, 24; vgl. Lk 17, 22; Mt 12, 41), die Wiederkunftsgleichnisse, die eine lange Abwesenheit des Herrn nahe legen (vgl. Mt 24, 48; 25, 5; 25,19: .Nach langer Zeit kam der Herr jener Knechte zurück und hielt Abrechnung mit ihnen"), und die Gleichnisse vom allmählichen Wachsen des irdischen Gottesreiches (Mt 13, ?-4-33). An mehreren Stellen ist das Kommen Jesu im uneigentlichen Sinne zu verstehen von der Offenbarung seiner Macht, sei es zur Bestrafung seiner Feinde (Mt 10,23: Zerstörung Jerusalems) oder zur Ausbreitung seines Gottesreimes auf Erden (Mt 16, 28; Mk 9, 1; Lk 9,27) oder zur Belohnung seiner Getreuen in der Seligkeit des Himmels (Jo 14, 3. 18. 28; 21, 22). Das Wort Mt 24, 34: „Wahrlich, im sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dieses alles geschieht“, ist auf die Vorzeichen der Parusie zu beziehen. Nach anderer Auslegung ist der Ausdruck „dieses Geschlecht“ nicht von den Zeitgenossen Jesu, sondern vom Geschlecht der Juden, d. h. vom jüdischen Volk zu verstehen (vgl. Mt 11,16; Mk 8,12).

Auch die Apostel lehren, dass uns der Zeitpunkt der Parusie unbekannt ist. Paulus schreibt an die Thessalonicher: „Was aber die Zeiten und Fristen betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, dass man euch darüber schreibe. Denn ihr wisst selbst sehr wohl, dass der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht“ (1 Thess 5, 1-2). In 2 Thess 2, 1 ff warnt der Apostel vor einer übertriebenen Parusieerwartung durch den Hinweis auf die Vorzeichen, die zuvor eintreten müssen (2 Thess 2,1-3). Petrus erklärt die Verzögerung der Parusie mit der Langmut Gottes, die dem Sünder Gelegenheit zur Buße geben will. Bei Gott sind tausend Jahre wie ein Tag. Der Tag des Herrn wird kommen wie ein Dieb (2 Petr 3,8-10). VgI. Apk 3,3; 16,15.

Trotz der Ungewissheit des Zeitpunktes der Parusie rechnete die urchristliche Zeit doch stark mit der Wahrscheinlichkeit ihres baldigen Eintritts. Vgl. Phil 4, 5; Hebr 10, 37; Jak 5, 8; 1 Petr 4, 7; 1 Jo 2, 18. Ein Zeugnis des sehnlichen Verlangens nach der Parusie ist der aramäische Gebetsruf Marana tha = Unser Herr, komm! (1 Kor 16,22; Didach 10, 6.) Vgl. Apk 22, 20: „Komm, Herr Jesus!“

Das dreifache Kommen Christi

Nach Bernhard von Clairvaux gebe es ein dreimaliges Kommen Jesu: Die erste Ankunft „in Demut“ als Retter bei der Menschwerdung, die Wiederkunft „in Herrlichkeit“ als Richter am Ende der Zeiten und den „mittleren Advent“, die „Gottesgeburt im Menschen“. Ein guter Weg dorthin sei die „tägliche Begegnung mit dem Auferstandenen“, die Vošicky als „Programm“ für die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten empfahl: „Wie die Jünger mit dem Auferstandenen essen und trinken, das heißt, ihn in der Eucharistie zu empfangen.“[2]

Literatur

Johannes Schmid-Hofer: Die Wiederkunft Christi. (Geb., 252 Seiten; erhältlich beim Media Maria Verlag.
Wladimir Solowjew, Kurze Erzählung vom Antichrist

Päpstliches

18. Juni 1915 der Bibelkommission Schreiben über die Parusie in den Briefen des Heiligen Paulus‎.

Quelle

Ludwig Ott: Grundriss der katholischen Dogmatik Herder Verlag 1981, S. 578-581 (10. Auflage; Imprimatur Freiburg im Breisgau, den 2. Dezember 1969 Der Generalvikar Dr. Schlund; neu bei Verlag nova & vetera).

Anmerkungen

1) Internationale Theologische Kommission: Schreiben Sensus fidei im Leben der Kirche vom 5. März 2014, Nr. 69.
2) Katechese zum „Jahr des Glaubens“ mit Pater Bernhard Vosicky, Kath.net am 22. April 2013

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Parusie. 30.10.2019)

Was hat Parusie mit Eucharistie zu tun?

Das griechische Wort Parusie wird auch mit "Gegenwart" übersetzt. Und diese Gegenwart Jesu finden wir in jeder Messe während der Eucharistie - die bereits eine liturgische Form der Parusie darstellt und das endgültige "zweite Kommen Jesu" bereits jetzt gegenwärtig macht - ebenso wie das Königreich Gottes jetzt schon angebrochen ist, aber noch auf seine letzte Vollendung wartet.

Die Frage ist nun: Wird mich Jesus mit genügend Glauben antreffen - nicht nur, wenn Er einst wieder kommt, sondern bereits hier und jetzt (etwa während der "Parusie" in der Heiligen Messe)?

(Quelle: u.a. Prof. Dr. Scott Hahn)

 

The Parousia: Christ's Second Coming

Catholic Christians have always believed that Jesus Christ would come back to close the current period of human history in earth. The time when Jesus will return is given many names: the Day of the Lord, the Parousia, the end time, and the Second Coming of Christ.

The Bible describes the events of Jesus' return in apocalyptic images.

Mk 13:26-27
And then they will see 'the Son of Man coming in the clouds' with great power and glory, and then he will send out the angels and gather (his) elect from the four winds, from the end of the earth to the end of the sky.
Mt 16:27
For the Son of Man will come with his angels in his Father's glory, and then he will repay everyone according to his conduct.
Acts 1:11
They (two men dressed in white) said, "Men of Galilee, why are you standing there looking at the sky? This Jesus who has been taken up from you into heaven will return in the same way as you have seen him going into heaven."
1 Thess 4:16-18
For the Lord himself, with a word of command, with the voice of an archangel and with the trumpet of God, will come down from heaven, and the dead in Christ will rise first. Then we who are alive, who are left, will be caught up together with them in the clouds to meet the Lord in the air. Thus we shall always be with the Lord. Therefore, console one another with these words.

The parousia will be unmistakable because it will be accompanied by unprecedented signs.

Mt 24:27
For just as lightning comes from the east and is seen as far as the west, so will the coming of the Son of Man be.

Some signs are general events concerning the evangelization of the world.

Mt 24:14
And this gospel of the kingdom will be preached throughout the world as a witness to all nations, and then the end will come.

Other signs are more proximate. Mark (Chapter 13), Matthew (Chapter 24), and Luke (Chapter 21) all describe the unmistakable signs with apocalyptic images.

2 Tim 4:1-2
I charge you in the presence of God and of Christ Jesus, who will judge the living and the dead, and by his appearing and his kingly power: proclaim the word ...
2 Tim 3:1-5
But understand this: there will be terrifying times in the last days. People will be self-centered and lovers of money, proud, haughty, abusive, disobedient to their parents, ungrateful, irreligious, callous, implacable, slanderous, licentious, brutal, hating what is good, traitors, reckless, conceited, lovers of pleasure rather than lovers of God, as they make a pretense of religion but deny its power. Reject them.

No one knows exactly when this will occur.

Mk 13:32
(Jesus began his discourse ...) "But of that day or hour, no one knows, neither the angels in heaven, nor the Son, but only the Father."
1 Thess 5:2
For you yourselves know very well that the day of the Lord will come like a thief at night.
2 Pet 3:10
But the day of the Lord will come like a thief, and then the heavens will pass away with a mighty roar and the elements will be dissolved by fire, and the earth and everything done on it will be found out.

The Catholic Church teaches that we should avoid pointless speculations about the time, the details of the signs, the nature of the difficulties, etc. The Church focuses instead on the need for living the Gospel so as to be prepared for the parousia whenever it happens.

Mk 13:33,35-37
(Jesus began his discourse ...) "Be watchful! Be alert! You do not know when the time will come. ... Watch, therefore; you do not know when the lord of the house is coming, whether in the evening, or at midnight, or at cockcrow, or in the morning. May he not come suddenly and find you sleeping. What I say to you, I say to all: 'Watch!'"
1 Pet 1:13-16
Therefore, gird up the loins of your mind, live soberly, and set your hopes completely on the grace to be brought to you at the revelation of Jesus Christ. Like obedient children, do not act in compliance with the desires of your former ignorance but, as he who called you is holy, be holy yourselves in every aspect of your conduct, for it is written, "Be holy because I (am) holy."

Millennialism: A Thousand Year Reign

There exists among many Evangelical Protestants a dogma based on some passages in the Bible called millennialism which means a "thousand year reign." The basis for millennialism is found in the Book of Revelation.

Rev 20:1-15
Then I saw an angel come down from heaven, holding in his hand the key to the abyss and a heavy chain. He seized the dragon, the ancient serpent, which is the Devil or Satan, and tied it up for a thousand years and threw it into the abyss, which he locked over it and sealed, so that it could no longer lead the nations astray until the thousand years are completed. After this, it is to be released for a short time. Then I saw thrones; those who sat on them were entrusted with judgment. I also saw the souls of those who had been beheaded for their witness to Jesus and for the word of God, and who had not worshipped the beast or its image nor had accepted its mark on their foreheads or hands. They came to life and they reigned with Christ for a thousand years. The rest of the dead did not come to life until the thousand years were over. This is the first resurrection. Blessed and holy is the one who shares in the first resurrection. The second death has no power over these; they will be priests of God and of Christ, and they will reign with him for (the) thousand years. When the thousand years are completed, Satan will be released from his prison. He will go out to deceive the nations at the four corners of the earth, Gog and Magog, to gather them for battle; their number is like the sand of the sea. They invaded the breadth of the earth and surrounded the camp of the holy ones and the beloved city. But fire came down from heaven and consumed them. The Devil who had led them astray was thrown into the pool of fire and sulfur, where the beast and the false prophet were. There they will be tormented day and night forever and ever. Next I saw a large white throne and the one who was sitting on it. The earth and the sky fled from his presence and there was no place for them. I saw the dead, the great and the lowly, standing before the throne, and scrolls were opened. Then another scroll was opened, the book of life. The dead were judged according to their deeds, by what was written in the scrolls. The sea gave up its dead; then Death and Hades gave up their dead. All the dead were judged according to their deeds. Then Death and Hades were thrown into the pool of fire. (This pool of fire is the second death. ) Anyone whose name was not found written in the book of life was thrown into the pool of fire.

The Magisterium of the Church has never commented on a thousand year reign of Christ. Rather, as is already clear from what is covered in these notes, the Church does not see the Second Coming of Christ at any other time than at the general judgment of all men and women which is the same as the resurrection of the dead followed by definitive reward or punishment for souls.

The Church interprets the expression "a thousand years" not literally but according to the literature in which it appears--prophetic and apocalyptic. In apocalyptic literature, a thousand years would simply indicate a long period of time, in this case, the time period before the Second Coming of Christ. Apocalyptic literature is not to be taken literally.

(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)

 

1000-jähriges Reich?

Es gibt Christen, die das in der Offenbarung beschriebene 1000-jährige Reich wörtlich nehmen, also genau so, wie es dort steht. Es gibt hierbei nur ein Problem: Bibellesen ist nicht dasselbe wie Bibelstudium - und nicht umsonst warnt uns die Bibel davor, einfach Bibelverse nach eigenem Gutdünken auszulegen, ohne Führung durch den Leib Christi - die Kirche.


Was sagt die Katholische Kirche also hierzu?


Vom 1000-jährigen Reich (dem “Millenium”) lesen wir in der Offenbarung, wo es heisst, dass Satan 1000 Jahre lang in Ketten gelegt wird (Offb 20,1-3). Während dieser Zeit werden christliche Märtyrer mit Jesus Christus herrschen (Offb 20,4-6). Nach diesen 1000 Jahren wird Satan dann wieder befreit und darf gegen die Heiligen Gottes Krieg führen (Offb 20,7-9). Anschließend wird es dann die allgemeine Auferstehung geben (Offb 20,5) sowie die endgültige Vernichtung Satans (Offb 20,10) und schließlich das Jüngste Gericht, das über die Lebenden und die Toten abgehalten wird (Offb 20,1-15).

 

Die katholische Exegese hat seit den Zeiten des Hl. Augustus und des Hl. Jerome dieses 1000-jährige Reich als einen symbolischen Hinweis auf das Alter der Kirche gesehen, also den Zeitraum zwischen dem ersten und zweiten Kommen Jesu (also Seiner Zeit auf Erden und Seiner endgültigen Wiederkunft irgendwann in der Zukunft). Zuvor gab es Theologen und Geistliche, die man “Chiliasten” nannte (vom griechischen Wort chilioi, was 1000 bedeutet). Sie glaubten daran, dass Jesus zurückkehren wuerde, um eine 1000-jährige Herrschaft zu beginnen. Eine Art goldenes Zeitalter, wo die Welt von Frieden und Wohlstand erfüllt sein würde. Und manch einer glaubt das noch heute.

 

Die Katholische Kirche hat hierzu noch nicht offiziell Stellung genommen. 1944 wurde aber offiziell entschieden, dass der Millenarismus, also die Hoffnung auf ein künftiges Königreich auf Erden, nicht als christliche Doktrin gelehrt werden kann.

 

Lesen wir hierzu den Katechismus der Katholischen Kirche, Artikel 676:

 

“Dieser gegen Christus gerichtete Betrug zeichnet sich auf der Welt jedesmal ab, wenn man vorgibt, schon innerhalb der Geschichte die messianische Hoffnung zu erfüllen, die nur nachgeschichtlich durch das eschatologische Gericht zu ihrem Ziel gelangen kann. Die Kirche hat diese Verfälschung des künftigen Reiches, selbst in ihrer gemäßigten Spielart, unter dem Namen “Millenarismus” zurückgewiesen, vor allem aber die “zuinnerst verkehrte”politische Form des säkularisierten Messianisum.”

 

(Quellen: Libreria Editrice Vaticana Katechismus der Katholischen Kirche. R. Oldenburg Verlag, München, 1993. Dr. Scott Hahn, Catholic Bible Dictionary. Doubleday Religion, Doubleday Inc, New York 2008. Go and get these books!)

 

 

In the Creed we read: "He ascended into heaven and sits at the right hand of God the Father Almighty, from there He shall come to judge the living and the dead." At what time does this judging occur? Directly after death or at a later time?

There is a particular judgment at the moment of death, and there will be a general judgment at the end of time. The particular judgment is more like the kind of courtroom judgment we think of when we hear the word “judgment” - a determining of guilt or innocence.

At the moment of our death, we will be judged and our eternal destination - Heaven or Hell - will be decided. As it says in Hebrews 9:27, “...it is appointed for men to die once, and after that comes judgment.” We can see particular judgments for Lazarus and the Rich Man after their deaths (Luke 16:22-23). Paul laments how he would prefer to leave his body and be with Christ rather than stay here on earth (2 Cor 5:8; Phil 1:21-23), implying a particular judgment at the moment of death. We also see Scripture speak of the spirits of the just who have been made perfect and are already in Heaven (Heb 12:23), again implying a particular judgment after death.

However, the word "judgment" is often used to mean "vindication" or "defense." The general judgment, or Last Judgment, will not be so much one of deciding guilt or innocence - Heaven or Hell - as it is a judgment of the triumph of good over evil. Judgment in this sense would mean a vindication more than a courtroom style judgment. So, the Last Judgment is the final vindication of good over evil - the final and complete victory of good over evil that takes place at the Second Coming of Christ at the end of time.

At the Last Judgment the workings of God’s plan in salvation history, and every individuals role in that plan - for good or for evil - will be revealed to all (Catechism #677-679). Luke 12:2-3, “Nothing is covered up that will not be revealed, or hidden that will not be known. Whatever you have said in the dark shall be heard in the light, and what you have whispered in private rooms shall be proclaimed upon the rooftops.”

(Source: Bible Christian Society / John Martignoni. http://www.biblechristiansociety.com/apologetics/two_minute. Used with permission)