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Wann hören diese Schnarch-Gottesdienste endlich auf?

Posted on October 12, 2014 at 8:50 AM

Wäre da nicht die Eucharistie, wären manche sonntägliche Messen kaum zu ertragen.

Da verkommt die Liturgie – natürlich „gutgemeint“ – zum Kasperl-Theater, Predigten werden – wie der Rest des Gottesdienstes auch –monoton vom Blatt gelesen (ja beinahe heruntergeleiert) und die Gläubigen antworten genauso monoton und mechanisch. Der Gesang geht im Orgel-Donner unter. Sofern überhaupt noch jemand mitsingt, wird saft-und kraftlos etwas geträllert, das die Bezeichnung „Lobpreis“ nicht mehr verdient. Da werden christlichen Vereinen oder Organisationen Musik- und Liturgiegestaltung (was dann etwa dazu führt, dass die Schriftlesungen gleich ganz weggelassen werden), Ambo und Altarraum überlassen, deren Beiträge dann aber mangels Organisation und Technik entweder völlig untergehen oder im Zuge des allgemeinen belanglosen Theaters namens „Gottesdienst“ zwar wohlgefällig zur Kenntnis genommen werden, aber keinerlei Konsequenzen welcher Art auch immer bei den Gläubigen zeigen.

Nein? Dann fragt mal nach einer Messe irgendjemand, wovon die Schriftlesungen gehandelt haben, worüber die Predigt ging und was das Ganze für das eigene Leben bedeutet. Viel Glück.

Eine Versammlung der Christinnen und Christen, also derer, die Jesus Christus nachfolgen, sollte ihre Herzen in Brand setzen, sodass sie begierig darauf sind, hinauszugehen und den Missionsauftrag sowie das Große Gebot zu erfüllen! Wie viele wissen aber noch nicht einmal, was das ist?

„Das ist doch fundamentalistisch!“ – mit solchen Totschlägern wird all das, was das Wesen des Christentums ausmacht, vom Tisch gewischt.

Den Kirchen laufen die Gläubigen in Scharen davon und so manch ein „Hirte“ ist weit davon entfernt, seiner Rolle gerecht zu werden. Begegnet wird dem, indem man noch mehr versucht, wie die Welt zu werden und das Christentum so windelweich wäscht, dass jeder damit leben kann und keiner was davon hat. Wellness für geistig Verirrte.

Möglicherweise ist das, was die Kirche jetzt braucht, ein radikales Gesundschrumpfen und damit verbunden eine Rückbesinnung auf das, womit wir vor 2.000 Jahren gestartet sind.

Vielleicht brauchen wir wieder jemand, der die aus dem Tempel treibt, die dort nichts zu tun haben, und mit einfachen Menschen von Neuem beginnt.

Robert

Categories: Gottesdienst, Liturgie, Predigen