Katholisch Leben!

Den katholischen Glauben kennen, leben, lieben & verteidigen!

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Katholisch Leben


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Welchen Sinn hat das kirchliche Arbeitsrecht noch?

Posted on February 18, 2019 at 3:15 PM

Das besondere Arbeitsrecht für Kirchen ("Tendenzbetriebe") wird durch die EU-Gesetzgebung und durch einseitige Zugeständnisse der Deutschen Bischofskonferenz immer weiter ausgehöhlt. Zusätzlich scheinen kirchliche Organisationen keinen besonderen Wert mehr darauf zu legen, dass neue Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter katholisch sind und dies auch leben - auch und gerade privat. Mittlerweile geht vieles.

Warum also brauchen wir dann noch katholische Kindergärten, Altenheime, Krankenhäuser, Sozialarbeiter, wenn das dortige Personal eh wenig Wert auf den katholischen Glauben zu legen scheint?

Wenn ich guten Glaubens in ein katholisches Alten- und Pflegeheim gehe und dann feststellen muss, dass der überwiegende Teil des Pflegepersonals muslimischen Glaubens ist, dann ist das schlimmer, als wenn ich gleich in ein weltliches Heim gehe. Die geben wenigstens nicht vor, katholisch zu sein.

Das Argument, anderes Pflegepersonal sei eben nicht zu finden, lässt sich leicht entkräften: dann muss ich eben ehrlich sein und den christlichen Bezug aufgeben. Gottesdienste finden schließlich auch in weltlichen Heimen statt.

Noch schlimmer wird es, wenn christliche Heime Personal aus armen Ländern abwerben, wo sie dann noch dringender fehlen als bei uns. Das ist moralisch verwerflich.

Provozierende Gedanken - aber wie ich finde, durchaus notwendige - und ich sage das, weil mir etwas an der Kirche liegt.


An die Unterzeichner des offenen Briefes an Kardinal Marx vom Februar 2019 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung

Posted on February 5, 2019 at 12:40 AM

Die Forderungen der Unterzeichner offenbaren in erschreckender Weise eine Auffassung vom katholischen Glauben, der mit diesem kaum mehr etwas zu tun hat. Erschreckend umso mehr, als die Unterzeichner dies wissen sollten und man somit davon ausgehen darf, dass sie ihre Äußerungen in voller Kenntnis der wahren Sachlage getätigt haben.


Allein die Mischung der Unterzeichner spricht für sich:


Ansgar Wucherpfennig, Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt, Jesuitenpater Klaus Mertes, der Frankfurter Stadtdekan Johannes Graf von und zu Eltz, Gaby Hagemans, Direktorin der Caritas Frankfurt, Bettina Jarasch, Vorstandmitglied der Partei Bündnis 90 Die Grünen, Claudia Lücking-Michel Vizepräsidentin des Zentralkomitee der deutschen Katholiken, Dagmar Mensink, ZdK-Sprecherin für politische und ethische Grundfragen und Jörg Splett, katholischer Religionsphilosoph und Anthropologe.


Wer in katholischen Angelegenheiten einen offenen Brief zusammen mit einer führenden Grünen-Politikerin unterzeichnet, disqualifiziert sich allein dadurch schon selbst. Die Positionen der Grünen sind untragbar für einen Katholiken – allen voran deren Haltung zur Abtreibung sowie zu Fragen von Ehe und Familie.


Das ZdK ist immer wieder durch Äußerungen aufgefallen, die dem katholischen Glauben offen widersprechen und hat allein deshalb seine Existenzberechtigung und seinen Vertretungsanspruch verloren.


Persönlich bin ich davon enttäuscht, dass eine Caritas-Direktorin mit unterzeichnet hat. Ich arbeite seit 1991 für die Katholische Kirche, davon seit 1993 für den Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V. Mir liegt die Caritas sehr am Herzen und solche Äußerungen von einer führenden Caritas-Mitarbeiterin enttäuschen mich sehr. Kürzlich habe ich einen Beitrag gelesen, in dem der Autoren von „homöopathischen Dosen“ gesprochen hat, in denen der katholische Glaube noch in der Caritas enthalten sei. Solche öffentlichen Standpunkte, die dem katholischen Glauben deutlich widersprechen, lassen mich verstehen, wie der Autor darauf kommt. Zum fremdschämen.


Zum Inhalt:


Da wird zunächst von „echter Gewaltenteilung“ gesprochen. Klingt für Unwissende gut. Katholiken jedoch sollten wissen, dass die Kirche keine demokratische Organisation ist und dies auch nie sein darf. Das Hirtenamt in der Kirche ist kein politisches Amt und ihr Aufbau sowie die Definition von kirchlichen Autoritäten nicht mit weltlichen Maßstäben zu messen. Das muss so sein und das ist gut so. Die Kirche gibt es schließlich – im Gegensatz zu diversen politischen Strukturen – schon seit über 2.000 Jahren.


Wieder einmal wird gefordert, das Weiheamt für Frauen zu öffnen. Diese Thema hat bereits Papst Johannes Paul II. abschließend behandelt. Jesus – der Sohn Gottes (!) – hat seinerzeit sämtliche Tabus gebrochen, als er sich mit Frauen umgab, diese lehrte und unter die Schar Seiner Jünger aufnahm. Zum Abendmahl – und somit zur Einsetzung der Eucharistie und des Weiheamtes – umgab Er sich nur mit Männern. Es steht keiner Generation an, diesen klaren Willen Gottes zu umgehen. Ende der Diskussion.


Auch die alte Kamelle Zölibat wird wieder hervorgekramt. Priester sollten ihre Lebensform selbst wählen, "damit der Zölibat wieder glaubwürdig auf das Himmelreich verweisen kann". Nun ist zwar der Zölibat nicht zwangsweise für alle Zeiten in Stein gemeißelt, sein Verweisen auf das Himmelreich hängt jedoch keineswegs von der Freiwilligkeit der Wahl ab. Andere christliche Gemeinschaften haben keinen Zölibat. Ihr Amt verweist jedoch nicht mehr oder weniger auf das Himmelreich und Nachwuchssorgen haben auch sie. Ach ja, wenn wir gerade beim Nachwuchs sind: Es wird ja immer wieder angeführt, es gäbe immer weniger Priester. Fakt jedoch ist, dass heute immer mehr Priester für immer weniger Gläubige vorhanden sind!


Natürlich darf die gute alte Forderung nach einem „Neustart mit der Sexualmoral“ wieder hervorgekramt. Natürlich ist auch die Rede von der Notwendigkeit einer „verständigen und gerechten Bewertung von Homosexualität“. Ich selbst habe viele Jahre in der schwulen Szene verbracht. Wenn so manch einem klar wäre, was dort als „normal“ gilt und als solches gefeiert wird, würden sie vielleicht zweimal nachdenken, bevor sie schwule Gruppen an Schulen lassen und sich vor den Karren der Schwulenbewegung spannen lassen. Ich habe mein schwules Leben mit Hilfe der christlichen Selbsthilfe-Organisation „Homosexuals Anonymous“ 2004 (!) hinter mir gelassen. Hierfür wäre die Hilfe und Unterstützung der Kirche wichtig gewesen – leider gab es die nicht (abgesehen von einigen Einzelpersonen). Ich habe die andere Seite der Sexualmoral kennengelernt. Auf einen „Neustart“, wie ihn die Unterzeichner fordern, kann ich gut und gerne verzichten. Die Kirche muss (!) hier das Zeichen des Widerspruchs bleiben. Die heterosexuelle, monogame und lebenslange christliche Ehe und die damit zusammenhängende Lehre von Ehe, Familie und Sexualität ist ein hohes und heiliges Gut und steht weltlichen Veränderungswünschen nicht offen. Ja, es gibt Änderungsbedarf in der Haltung der Kirche zu Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen. Zum einen sollte man Einrichtungen wie „Miserere Nobis“ den Zugang zu Gemeinden möglich machen (momentan treffen diese Einrichtungen auf eine Wand des Schweigens, wenn sie Hilfsangebote an die offizielle Kirche machen). Man darf auch wohlbekannte gleichgeschlechtliche und heterosexuelle Aktivitäten von Priester und Ordensleuten nicht einfach totschweigen, wie das momentan der Fall zu sein scheint. Schließlich sollte vor Ort klar vermittelt werden, was die Kirche lehrt und warum. Anhängern der Schwulenbewegung und ihrer Positionen ist der Zugang zu und Auftritt vor Ortsgemeinden zu untersagen.


Über die Stimmung in den Pfarrgemeinden schreiben die Autoren des offenen Briefes: "Die Sonne der Gerechtigkeit kommt nicht mehr durch. Unter einem bleiernen Himmel verkümmert die Freude am Glauben." Eine „Sonne der Gerechtigkeit“, wie es da so schwülstig heißt, kann es aber nicht geben, wenn vor Ort (und leider ist das in vielen Gemeinden so) der katholische Glaube in seiner Ursprünglichkeit weder gelebt noch gelehrt wird. Vielmehr wird hier wohl darauf angespielt, dass die traditionelle katholische Lehre ein „bleierner Himmel“ sei. Das ist eine unglaubliche Behauptung, die bestenfalls von völliger Unkenntnis, schlimmstenfalls von bewusster Irreführung zeugt.


Weiterhin wird angeführt, die Aussicht auf Macht in Männerbünden ziehe Menschen aus Risikogruppen an. Das ist dumm, unwissend und möglicherweise bewusst verfälschend. Sollten hiermit gar Männer mit gleichgeschlechtlichen Neigungen gemeint sein, kann ich als Betroffener, der Kontakt zu einigen Priestern mit solchen Neigungen hat, nur sagen, dass es bestimmt nicht die „Macht in Männerbünden“ ist, die sie zur Kirche zieht. Das grenzt an Unverschämtheit. Sollten hiermit aber Pädophile gemeint sein, kann ich nur sagen, der Vorwurf ist an Absurdität kaum zu überbieten.


Sexuelle Tabus würden Klärungs- und Reifeprozesse blockieren. Das heißt ja nichts anderes, als dass der Zölibat bzw. die kirchliche Lehre zur Sexualität daran sei, dass „Klärungs- und Reifeprozesse“ (was auch immer damit gemeint ist) nicht stattfinden. Ich frage mich allen Ernstes, wer hier noch reifen muss.


Die „vormoderne Ordnung der Kirche“ wird im weiteren für die hohen Austrittszahlen verantwortlich gemacht. So hat man einen bequemen Sündenbock, der mit dieser Behauptung aus dem Weg geräumt gehört. Hierzu folgendes: Jesus sprach vom engen Tor zum Himmel, durch das nur wenige finden und vom weiten Tor, das in die andere Richtung führt und durch das leider die Mehrheit gehen wird. In anderen Worten: das Argument einer großen Anzahl von Menschen, die dieses oder jenes tut, ist in der Kirche nur sehr bedingt anzuwenden. Es gibt auch nicht den „einen“ Faktor, der Menschen zum Austritt bewegt. Schon gar nicht einfach die „vormoderne Ordnung“. Gleichzeitig haben nämlich traditionelle Orden vermehrten Zulauf. Hier ist es auch der jahrzehntelange Missbrauch, die Verschwendung von Gelder, die Abkehr (!) vom traditionellen Glauben sowie die fast völlig ausbleibende Unterrichtung im Glauben in den Gemeinden sowie das eigenmächtige Brechen mit der kirchlichen Lehre vor Ort, die Menschen gehen lässt. Wenn die Kirche immer mehr wie die Welt wird (wie im Brief offenbar gefordert), hat sie keine Existenzberechtigung mehr.


Auch ich bin Katholik. Als solcher widerspreche ich den Forderungen dieses offenen Briefes aus ganzem Herzen.



München, den 04.02.2019


Robert Gollwitzer


Miserere Nobis (Dienst für Katholikinnen und Katholiken mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen): www.misererenobis.org


Katholisch Leben (Katholische Webseite): www.katholisch-leben.org


Jason International (Internationale christliche Ex-Gay Selbsthilfeorganisation): www.jason-international.org


Homosexuals Anonymous (weltweit älteste christliche Selbsthilfeorganisation für Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen): www.homosexuals-anonymous.com


Geschlechtsidentitaet

Posted on December 29, 2018 at 11:20 AM

Gerade Männer mit gleichgeschlechtlichen Neigungen haben häufig ein gestörtes Verhältnis zum eigenen - männlichen - Körper.


Ein mögliches Szenario:


Der männliche Körper wird vor dem heranwachsenden Jungen verborgen. Er sieht den Vater nie nackt, duscht nicht mit seinen Brüdern, balgt nicht mit dem Papa oder mit Gleichaltrigen herum - kurz: der männliche Körper wird zu etwas Geheimnisvollen für ihn. Etwas, das andere haben, nicht aber er selbst. Seinen eigenen Körper und seine Geschlechtsteile sieht er vielleicht als etwas Fremdes an.


In der aufkommenden Pubertät wird dieser Junge dann von dem angezogen, was er als "anders" empfindet als er selbst: dem männlichen Körper. In seinem späteren "schwulen" Leben fühlt er sich dann möglicherweise als Frau oder als etwas zwischen allen Geschlechtern - oder er wählt das "Gegenteil" und trainiert sich Muskeln an, zieht Armee- oder Lederklamotten an, lässt sich einen Bart wachsen, schert die Haare kurz und himmelt Männer an, die einem derart verzerrten Comic-Abbild entsprechen. Dabei ist er im Grunde nur auf der ständigen Suche seiner eigenen Männlichkeit - wird sie aber außerhalb sich selbst bzw. im Versuchen, einen "Look" zu kopieren, nie finden.


Was tun?


Ganz einfach - ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper finden.


Ich stellte kürzlich ein Foto von mir mit nacktem Oberkörper online. Obwohl es nur kurz im Internet war, löste es unterschiedlichste Reaktionen aus - von Beifallskundgebungen über Angewidert-Sein bis hin zum "das gehört sich nicht".


All das zeugt nicht nur von einem verzerrten Verhältnis zum eigenen Körper, es zeugt auch von einem verzerrten Bild des menschlichen Körpers aus christlicher Sicht.


Obwohl in jedem Freibad mehr zu sehen ist als auf meinem Bild, wurde angeführt, es sei in Ordnung, im Freibad "ohne" herumzulaufen, nicht aber anderswo.


Das ist - mit allem Respekt - kompletter Unsinn. Es ist Unsinn aus psychologischer Sicht (ein Gehirn macht keinen Unterschied, wo es einen anziehenden Körper sieht. Dementsprechend sind Lustgefühle im Freibad ebenso vorhanden wie anderswo). Es ist aber auch Unsinn in spiritueller Hinsicht (was überall sonst eine Sünde ist, ist das auch im Freibad).


Das Schlimme daran: Ein derartiges Verhalten verstärkt oben genannte Entwicklung und Verzerrung der eigenen Geschlechtsidentität, die so oft ein wesentliches Merkmal bei der Herausbildung gleichgeschlechtlicher Neigungen ist.


Wer es vermeidet, sich im Fitness-Studio um Umkleideraum auszuziehen oder dort zu duschen, wer es vermeidet, sich in Badekleidung oder ähnlichem zu zeigen oder andere darin anzusehen, verstärkt durch dieses Vermeidungsverhalten den ursprünglichen Reiz und signalisiert dem Gehirn: du hast recht. Der männliche Körper ist etwas Geheimnisvolles. Ihn anzusehen oder zu zeigen ist außerdem "unanständig".


Wie viel hilfreicher wäre es, anfängliche Scheu und lustvolle Gedanken zu überwinden und damit sein Gehirn darin zu trainieren, dass der männliche (alternativ weibliche) Körper etwas völlig normales und natürliches ist! Genau das wird nämlich passieren, wenn es zum Alltag gehört, sich mit anderen umzuziehen und der sexuelle Reiz schließlich so gut wie verschwindet.


Warum?


Weil der eigene Körper und das eigene Geschlecht dann eben nicht mehr als etwas Fremdes und Geheimnisvolles betrachtet wird, das andere haben, man selbst aber nicht.


Gilt das ohne jede Einschränkung?


Eigentlich ja - aber nur eigentlich. Adam und Eva sind auch nackt herum gelaufen. Seitdem gab es allerdings den Sündenfall. Niemand wird behaupten können, dass er/sie andere nackte Körper noch nie ohne jeden Hintergedanken angesehen hat, also ist spätestens bei den primären Geschlechtsmerkmalen Schluss.


Alles andere aber kann, darf, soll und muss genossen werden!

Das Kreuz mit den Schwulen...

Posted on December 29, 2018 at 11:15 AM

Nicht nur die Kirche als Ganze, sondern auch ihre Glieder und sogar christliche Einrichtungen (etwa "Ex-Gay Ministries") tun sich schwer mit den "Schwulen" - also Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen, insbesondere denen, die diese ausleben.


Das geht von völliger Akzeptanz oder totaler Gleichgültigkeit ("Leben und leben lassen", "wenn sie sich doch lieben", "solange sie niemandem weh tun") über Unsicherheit und damit Tapsen im Dunkeln ("Try & Error") bis hin zur herablassenden Arroganz ("Wir lieben den Sünder, aber hassen die Sünde" - als ob man selbst kein Sünder wäre!) oder gar dämonischer Verurteilung ("Ihr fahrt alle zur Hölle!" - Ja, die Bibel und die Lehre der Kirche reden von "Sünden, die zum Tod führen", es ist aber immer noch die Entscheidung Gottes, wer darunter fällt und wer nicht.).


Nichts davon ist wirklich hilfreich - weder für die Betroffenen noch für die Kirche als Ganze.


Wer Menschen liebt, will das Beste für sie - und das Beste ist immer noch das Beste in Gottes Augen, nicht in unseren. Wer Mitchristen nicht ermahnt, liebt sie nicht, sondern will nur Unannehmlichkeiten vermeiden. Wer jedoch nicht absolut jeden (!) Menschen bedingungslos (also ohne "aber" hinter "ich liebe dich"!) liebt, kann sich nicht als Jünger Jesu bezeichnen.


Jesus selbst hat die Sünderin, die gesteinigt werden sollte, gerettet - ohne dass sie einen Ton von sich gab (geschweige denn ihr bisheriges Leben bereute). Ja, Er wies sie anschließend darauf hin, fortan nicht mehr zu sündigen, das war aber keineswegs Vorraussetzung für Seine Liebe, die sich in Taten erwies.


Bezeichnenderweise aber vergessen die meisten den Missionsauftrag Jesu dabei, also hinaus(!!) zu gehen, Menschen zu taufen und zu Jüngern Jesu zu machen.


Das heißt demnach nicht, einfach nur kirchliche Veranstaltungen anzubieten, Homepages ins Netz zu stellen oder für Seelsorge-Angebote zu werben und zu warten, ob und bis jemand an die Tür klopft.


Nichts davon tat Jesu. Er ging ZU denjenigen Menschen, was Seinerzeit ein unglaublicher Skandal war!


So habe ich mich kürzlich und für einige Zeit in einigen schwulen Dating-Portalen angemeldet (für Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen nicht nachahmenswert!). Ja, in der "Höhle des Löwen" zu sein, ist für Christen nicht ohne Risiko - auch für mich war es schwer, in meine Vergangenheit zuirückzukehren. Nicht immer habe ich dabei eine gute Figur gemacht.


Habe ich es bereut? Nein!! Ich hatte einige erstaunliche Unterhaltungen und Treffen. Manch einer war überrascht darüber, dass hier einer war, dem es nicht einfach nur um potentielle Sexangebote auf dem Fleischmarkt geht und hat mir bereitwillig aus seinem Leben und von seinen Sorgen und Leidenschaften erzählt. Auch ich habe persönliche Dinge geteilt. Dadurch habe ich mehr gelernt als in Jahren "christlicher" Tätigkeit!


Die Menschen dort wissen größtenteils nichts von "Ex-Gay MInistries", sie haben oft augrund negativer Erlebnisse verzerrte Vorstellungen von dem, was Kirche ist und schon gar nicht können sie sich vorstellen, dass sie wegen sich selbst geliebt werden und dass es da noch ein anderes Leben jenseits der Szene gibt.


All das wird in meine künftige Tätigkeit einfließen.


Ich bin jedem dankbar, den ich auf diesem Weg kennenlernen durfte.

#ausgehetzt - die Zweite

Posted on July 22, 2018 at 2:00 PM

#ausgehetzt - Eine Demo in München "für die Wahrung grundlegender Menschenrechte, den Schutz der Demokratie und gelebte Nächstenliebe." Klingt doch gut, oder? Außer, man gräbt ein wenig tiefer: wem nämlich wirklich etwas an den Flüchtlingen liegt, der sorgt für sie in ihren Heimatländern. Wer einfach alle Grenzen öffnet, handelt illegal (!), zerstört die inländische (wie die ausländische!) Wirtschaft und Kultur, öffnet dem Islam hier Tür und Tor (wer meint, das sei doch nicht so schlimm, soll mir doch einen islamischen Staat nennen, in dem eine vergleichbare Demokratie wie hier herrscht!) und fördert den internationalen Terrorismus. Mit "Menschenrechten", "Demokratie" und "Nächstenliebe" hat das dann aber schon gar nichts mehr zu tun. Aber was soll's - klingt doch so gut und wenn man es oft genug wiederholt, glauben es auch andere Gutmenschen! Alle anderen aber haben den Kuchen schon gerochen.

Ach ja - reden wir mal in einigen Jahren wieder, wenn wir alle (!) die große Rechnung präsentiert bekommen. Schauen wir mal, ob wir dann noch eine derartig naive, selbstgerechte und intolerante Demo auf die Reihe bekommen. Ja, intolerant - denn wer dem politischen Gegner unterstellt, keine rationalen Gründe für sein Tun zu haben, sondern aus "Hass" agiert, handelt unmoralisch und verwerflich. Selbstgerecht dagegen handelt, wer für sich selbst die "Nächstenliebe" in Anspruch nimmt, die sich bei näherem Hinsehen ins Gegenteil verwandelt - womit wir (bestenfalls) bei der Naivität wären (schlimmstenfalls bei absichtsvollem Tun).

 

Ich lebe auch in München und distanziere mich von dieser Demonstration!!

Ausgehetzt?

Posted on July 17, 2018 at 3:05 PM

#ausgehetzt – Gemeinsam gegen die Politik der Angst! - eine weitere Aktion, die momentan hier in München läuft.

Das Schema ist immer dasselbe: CSU und AfD schüren "Hass und Ausgrenzung". Es wird erneut das Feindbild von "undemokratischen, menschenrechts-feindlichen und rechten Populisten" an die Wand gemalt.

 

Es folgt eine wirre Aufzählung verschiedener Punkte, die hier wohl angeklagt werden sollen: Kriminalisierung von Flüchtlingen, deren Internierung in Lagern, Abschiebung in Kriegsgebiete, Schüren von "Ängsten", Unterstützung von menschenfeindlichen Regimes mit Geld und Waffen, "kulturelle Scheindebatten" wie Söders Kreuz-Erlass oder Islam-Leitkulturdebatten, Gleichberechtigung unabhängig von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität ("rückwärtsgewandtes Weltbild").

 

Zu den Unterzeichnern gehören neben dem üblichen bunten Völkchen auch kirchliche Organisationen.

 

Die angeführte Propaganda ist genauso bekannt wie unehrenhaft. Anstatt dem politischen Gegner zuzugestehen, dass er rationale Gründe für seine Position hat, unterstellt man ihm eine Motivation, die sich auf "Hass", "Ausgrenzung", "Menschenrechts-Feindlichkeit" etc. gründet. Ob dies nun der Wahrheit entspricht, ist völlig belanglos. Hier zählt offenbar nur, etwas oft genug zu wiederholen, damit es die Öffentlichkeit glaubt. Eine Art von Propaganda, die mich an eine unselige deutsche Zeit erinnert.

 

Allein die verschiedenen Themengebiete, die hier zusammengepackt werden und eine gemeinsame Anklage bilden sollen, lassen Rückschlüsse auf das sonderbare Weltbild der Unterzeichner zu.

 

Dass sich jedoch selbst kirchliche Organisationen vor den Karren u.a. von schwulen Aktivisten spannen und für deren - zutiefst unkatholische - Ideologie missbrauchen lassen (hier geht es ja nicht alleine um eine "Gleichberechtigung unabhängig von sexueller Orientierung etc. - alle Menschen haben vor dem Gesetz dieselben Rechte - sondern eine Akzeptanz der schwulen Ideologie!), verärgert und entsetzt mich als gläubigen Katholiken. Die Lehre der Kirche zum Ausleben einer sexuellen Neigung sowie zur Geschlechtsidentität ist klar: Wir orientieren uns an dem, in dessen Ebenbild wir erschaffen wurden. Durch die gesamte Bibel zieht sich die heterosexuelle, monogame und lebenslange Ehe zwischen Mann und Frau. Jesus selbst hat dies ausdrücklich befürwortet. Daneben gibt es nichts - auch keine eigenständige Identität. Alle Menschen sind zu lieben und zu achten - was aber keineswegs bedeutet, dass wir ihren Lebensstil oder ihre Auffassungen befürworten müssen/dürfen.

 

Söders Kreuz-Erlass ist aus katholischer Sicht ausdrücklich zu begrüßen. Endlich einmal wieder jemand, der sich auf die christliche Grundlage unserer westlichen Demokratien, besonders unserer bayerischen Heimat besinnt (ich sage das ausdrücklich als jemand, der kein Anhänger Söders ist!).

Ja, wir sind christlich. Unser Glaube ist keine Privatsache. Das war er nie und wird er nie sein. Bayern ist ein Land, das auf dem christlichen Glauben gegründet ist und weiterhin sein soll. Wer auch immer hier lebt, hat dies zu akzeptieren. Nein, der Islam gehört nicht hierhier. Wir begegnen Moslems mit Liebe und Respekt, unsere Gesellschaft ist und bleibt aber christlich.

 

Was Flüchtlinge betrifft, so werden diese nur "kriminalisiert", wenn sie gegen ein Gesetz verstoßen haben. Dann aber aus gutem Grund.

 

Was meinen die eigentlich mit der Unterstützung menschenfeindlicher Regimes? Saudi-Arabien? Die Türkei? Die "Palästinenser"? Dann dürfen sie sich gerne an Frau Merkel und ihre Regierung wenden. Oder an alle anderen etablierten Parteien, die bisher alle Staaten mit unterstützt (oder sich zumindest nicht klar von ihnen abgegrenzt) haben, in denen Menschenrechte verletzt werden.

 

Ach ja, bevor ich es vergesse: "Hass und Ausgrenzung" schürt, wer andere politisch mit Schmutz bewirft, ihnen unmoralische Beweggründe unterstellt oder sie bewusst (mangels Argumente?) in eine radikale Ecke stellt, um selbst besser da zu stehen.

 

Das ist nicht nur schäbig, das ist zutiefst unchristlich.

Münchner Manifest

Posted on July 16, 2018 at 2:45 PM

Zur Zeit macht ein "Münchner Manifest für europaweite Solidarität und ungeteilte Menschenrechte" die Runde. Der Titel allein ist so viel- und doch nichtssagend, dass ihn irgendwie jeder - oder niemand - unterschreiben könnte.

Im "Manifest" äußern sich u.a. mehrere soziale Organisationen bzw. Wohlfahrtsverbände.


Erwartungsgemäß wird gegen das Gespenst des "Rechtspopulismus" gewettert. Allein dieses Wort wird mittlerweile oft und gerne verwendet, ohne sich der eigentlichen Bedeutung bewusst zu sein bzw. ohne jemals tatsächlich überprüft zu haben, ob es auf die zutrifft, die man damit bezeichnen will (tut es nicht. Im Gegensatz zu vielen politisch korrekten Linksliberalen können ebendiese "Rechten" ihre Positionen rational und vor allem mit Fakten untermauern).


Weiter im Text: in billigster Stimmungsmache wird darüber gejammert, dass Europa im "Rechtspopulismus und Nationalismus zu erstarren" drohe. Das Wiedererwachen eines gesunden Patriotismus und einer gesunden Heimatliebe mag zwar denen sauer aufstoßen, die immer noch den Konzepten einer jahrzehntelang eingetrichterten Propaganda nachhängen, gemäß der alles Deutsche und vor allem der Patriotismus schlecht sei - dennoch ist dieses Wiedererwachen das genau Gegenteil eines "Erstarrens". Die Menschen wachen eben aus dieser viel zu lange andauernden Erstarrung auf. Schlagworte wie "Nationalismus" oder gar der vielzitierte (nach dem einfachen Propaganda-Trick: wenn ich etwas oft genug wiederhole, glauben es die Menschen auch, selbst wenn es noch so falsch ist) "Rechtspopulismus" haben ihre abschreckende Wirkung verloren.


Im Folgenden wird ein weiteres gern benutztes Wort zitiert: der Humanismus - hier sogar in Verbindung mit dem Wort "Glaubensbekenntnis". Den Begriff "Humanismus" sollte man am besten gar nicht verwenden - und schon gar nicht in einem derart kurzen "Manifest" - da es hierzu mittlerweile unzählige Definitionen gibt. Kurz: jeder versteht etwas anderes darunter. Es geht wohl auch gar nicht um den Begriff "Humanismus" an sich, sondern darum, dass er irgendwie gut klingt. Propaganda eben.


Interessant, dass dieser Begriff selbst und gerade von den christlichen Organisationen, die das Manifest unterstützen, mit vertreten wird. Wen interessiert es da schon, dass sich Humanismus und Christentum eigentlich widersprechen. Klingt doch das Wort ein wenig nach "Menschlichkeit" und hat somit einen psychologischen Wert...


Wie zu erwarten, wird bereits im nächsten Absatz die "Nazi-Diktatur" in Erinnerung gerufen. Man bekommt den eindruck, das hier selbst das billigste Propaganda-Mittel und der einfachste psychologische Trick gerade gut genug sind, um den Zweck des "Manifests" zu erfüllen (hierzu später).

Das Gegenteil dieser "Nazi-Diktatur" sei das Paradies eines Europas mit offenen Grenzen und Freizügigkeit, dass uns doch so viel Frieden gebracht hat. Dass wir die offenen Grenzen vor allem seit Merkels rechtswidriger Entscheidung haben, diese zu öffnen, und dass seitdem keineswegs Friede herrscht, sondern Kriminalität, Diebstahl, Vergewaltigungen und Morde, bleibt hier natürlich unerwähnt.


Dann wird das teuflische Bild derjenigen gezeichnet, die "nationale gegen europäische Lösungen stellen". Deren Weltbild sei "nicht sozial, human oder christlich". Hier sollte man eine Begriffsklärung durchführen: Die bösen Rechten sind keineswegs gegen Europa (das wissen die Unterzeichner auch). Sie sind für ein Europa der Vaterländer (im Gegensatz zu den "United States of Europe" in denen jede über Jahrtausende gewachsene Identität und Kultur in nichts aufgelöst wird). Nur wer das Eigene liebt, kann das Fremde schätzen. Das Prinzip des oft zitierten "Multikulti" hat noch nie irgendwo auf der Welt funktioniert (siehe etwa die USA). Selbst in Deutschland lassen sich selbst Jahrzehnte nach der Einwanderung noch Parallel-Gesellschaften erkennen - also Migranten, die sich überhaupt nicht eingliedern wollen.


Zurück zur bösen Rechten: Sie seien "reaktionär und gegenüber Menschen auf der Flucht barbarisch und verantwortungslos". Spätestens hier platzt mir dann der Kragen: Wenn Organisationen dies behaupten, die durch erhöhtes Spendenaufkommen (ja, die Tränendrüse funktioniert noch) und vor allem staatliche Unterstützung Unsummen an Geld durch die Migration verdienen, andere mit Dreck bewerfen, darf man durchaus vermuten, dass dahinter eine gehörige Portion Eigennutz und Scheinheiligkeit steckt.


Wem es wirklich um die Flüchtlinge geht, der hilft ihnen in den Heimatländern, damit sie nicht erst quer durch die halbe Welt ziehen müssen. Genau diese Position vertreten die "bösen Rechten". Die Flüchtlinge, die dann noch im Rahmen des Gesetzes und der vorgegebenen Bedingungen kommen (was ein Bruchteil der heutigen sein dürfte), sind uns herzlich willkommen!


Nur mal so zur Info: meine Familie hat im 2. Weltkrieg schwer gelitten. Einfache, katholische, arme Menschen vom Lande, die noch nie etwas mit Politik zu tun hatten und überhaupt keine Juden kannten. Einige von uns haben den Krieg nicht überlebt, der Rest musste teils furchtbar leiden. Das Grundstück meiner Großeltern wurde von vier Seiten beschossen (von Deutschen, Amerikanern und Russen), während meine Großmutter mit den Kindern im kleinen Häuschen war. Im Garten starb ein Soldat. Eine Granate wurde in den Keller geworfen und die Scheune brannte. Trotzdem lief niemand aus meiner Familie einfach so davon. Sie blieben und nach Kriegsende fingen sie eben wieder von Null an. Ich sehe deshalb vieles, was mir da im TV präsentiert wird, mit Nüchternheit an.


Im Weiteren werden psychologisch gut klingende Worte ohne jeden Zusammenhang aneinandergereiht: "mitmenschlich", "Willkommenskultur", "gelebte Solidarität", Münchner/innen "jeder Herkunft, jedes Glaubens, jedes Geschlechts, jeder sexueller Orientierung und jeder Hautfarbe" usw. Allein mit letzterer Hautfarbe soll wohl versucht werden, den Eindruck zu vermitteln, dass eine riesige Menge von Menschen quer durch die ganze Gesellschaft dieses Manifest verfasst hat.

Im 2. Weltkrieg ist dann die Rede von Millionen von Flüchtlingen, die vor verschlossenen Grenzen standen. Wer da wohl gemeint ist? Die Juden, die von anderen Staaten nicht aufgenommen wurden? Die vertriebenen Deutschen, die es oft gar nicht bis zur Grenze geschafft haben, weil sie unterwegs starben, vergewaltigt wurden oder ermordet wurden (geschätzte zwei bis drei Millionen!)? Natürlich wird auch das Grundgesetz zitiert, dass politisch Verfolgten Asyl gewährt, es wird die Abschottung einzelner Staaten angeklagt, die Zurückweisung von Flüchtlingen an der EU-Grenze etc. Noch einmal: die einzigen, die sich momentan an Recht und Gesetz halten und dieses auch einfordern, sind Parteien wie die AfD! Die Bundeskanzlerin BRICHT seit geraumer Zeit zweifellos geltendes Recht!


Selbstverständlich wird auch Italien angegriffen, die Schiffe mit illegalen Flüchtlingen nicht mehr so ohne weiteres andocken lassen. Na endlich stoppt mal jemand den illegalen Taxi-Service der NGO und hält sich an das so oft zitierte Gesetz!


Die NGOs, die hier mit ihrem Shuttle-Service die Flüchtlinge noch ermutigen, sich auf die Reise zu machen, handeln nicht nur illegal, sondern moralisch verwerflich, da sie die Situation dieser Menschen noch verschlimmern, anstatt an einer wirklichen Lösung vor Ort mitzuarbeiten (was dann aber keinen Gewinn für diese Organisationen einbringt!).


Wirklich übel wird es mir aber bei den Schluss-Sätzen:


"Wir, Münchnerinnen und Münchner, sagen ja zur Verantwortung, ja zu Menschlichkeit und Nächstenliebe. Wir sagen nein zu Hass und Abgrenzung, zu Überheblichkeit und Ignoranz.


Begründung


Wir brauchen ein starkes und breites Bündnis, damit wir ein klares Signal der Humanität setzen. Gegen Hetzparolen und politische Entscheidungen, die nicht im Sinne der Menschen in Not getroffen werden."


Das ist billigste Propaganda. Unterste Schublade. Da wird "Verantwortung, Menschlichkeit und Nächstenliebe" "Hass, Abgrenzung, Überheblichkeit und Ignoranz" gegenübergestellt. Wer sich nicht den Fakten und Argumenten der Gegenseite stellen will (oder kann?), der greift auf eine zutiefst verwerfliche moralische Anprangerung zurück. Also ob es nicht rationale Argumente wären, mit denen man sich auseinanderzusetzen hätte, sondern einfach nur "Hass". Das, werte Unterzeichner, hat mit Christentum überhaupt nichts zu tun.


Was ihr hier treibt, ist mit Sicherheit nicht im Sinne der "Menschen in Not" (wobei ich mal davon ausgehe, dass viele dieser Menschen, die wirklich in Not sind, den Weg zu uns erst gar nicht schaffen, sondern vor Ort warten, dass wir ihnen helfen. Wenn man aber die Ausgaben dieser Organisationen vor Ort mit denen hier in Deutschland vergleicht, fragt man sich schon, wer hier für die Menschen arbeitet, die wirklich in Not sind - und wer nicht).


Ich bin gläubiger Katholik und seit 27 Jahren im kirchlichen Dienst. Ich schreibe dies nicht, um oben genannte Organisationen schlecht zu reden. Vieles, was sie tun ist gut, sinnvoll und unterstützenswert. Ich schreibe es, weil mir etwas an ihnen liegt - oder vielmehr an dem, wozu sie ursprünglich gegründet wurden. Und weil mir noch viel mehr an der Katholischen Kirche liegt, die immer mehr in die Hände derer zu geraten scheint, die sie auf einen unkirchlichen Weg bringen wollen.


Schämt euch!


München den 16.07.2018

Robert Gollwitzer

Demokratie gilt für jeden!

Posted on July 14, 2018 at 12:55 AM

Komme eben von einer AfD-Veranstaltung zurück.

Man kann zu dieser Partei stehen, wie man will, aber in unserem Land läuft einiges schief.

Es ist ein Unding, dass sich einige Menschen herausnehmen, andere Menschen an ihrem Grundrecht der Meinungsäußerung hindern zu wollen - mit dem totalitären Anspruchg, ihre eigene Meinung sei die einzig richtige und vor allem moralisch akzeptable.

Vor allem die "Antifa" hat sich da besonders heraus getan. Überwiegend junge Männer, vom Leben also noch keine Ahnung, wohl auch noch nicht in Arbeit und erst recht keine eigene Familie - aber in faschistoider Art und Weise Mitbürgerinnen und Mitbürger niederbrüllen und/oder sogar tätlich angreifen wollen. Auch werden bei solchen Aktionen immer gerne seitens der Antifa Fotos der Menschen gemacht, die hier ihre Meinung äußern und gegen keinerlei Recht verstoßen (was man von der Antifa nicht immer behaupten kann!).

Mann stelle sich das mal vor - das ist Faschismus in Reinform!

Unsere Demokratie ist stark genug, dass sie unterschiedlichste Meinungen und Parteien verträgt. Ich habe kein Problem damit, wenn Grüne oder FDP Aktionen machen, oder eben CSU oder gar die NPD - solange sie sich im Rahmen des Gesetzes halten. Das ist ihr gutes Recht!

Der Rest waren unbedarft erscheinende Frauen, die ein "München ist bunt"-Schildchen hoch hielten. Über den Sinn oder Unsinn einer solchen Aussage will ich hier noch gar nichts sagen, nur so viel: sie dürfen hier genauso stehen wie die AfD! Das ist das Ding mit der Demokratie: sie gilt nun mal für alle!

Ich habe mir das Gebrüll der Testosteron-gesteuerten jungen Antifa-Männer oder das Gekeife einzelner Frauen angehört und kann nur sagen, das sollte mal genau so ins Internet gestellt werden. An Dummheit nicht zu überbieten. Spricht für sich.

Ach ja: Frauen (!), die das "Fuck You!"-Zeichen machen oder gar in Neonschrift "FCK AFD" auf dem Kleid tragen, sehen nicht nur vulgär aus, sie machen sich selbst unfreiwillig lächerlich.


Diskriminierung von Schwulen oder durch Schwule?

Posted on July 13, 2018 at 1:10 PM

Ich kann das ganze Gejammere über die Diskriminierung von Schwulen nicht mehr hören.

Gibt es das? Bestimmt. Wenngleich ich sagen muss, dass ich selbst in meinen vielen Jahren offen schwulen Lebens nie wirklich diskriminiert worden bin.

Wirkliche Diskriminierung habe ich erst erfahren, als ich das schwule Leben vor 14 Jahren hinter mir gelassen habe und offen dazu gestanden bin, nun ein anderes, für mich besseres Leben zu leben. Als "Ex-Gay" war und bin ich seitdem Ziel etlicher Attacken - zumeist von ebendiesen Schwulen.

Wer also den "Diskriminierungs-Vorwurf" für eigene politische Zwecke missbraucht, sollte daran denken, dass der Schuss auch nach hinten losgehen kann!

Drogen in der schwulen Szene

Posted on July 13, 2018 at 8:20 AM

Ich habe gestern einen Beitrag über den hohen Drogenkonsum in der schwulen Szene gelesen (Alkohol und mehr). Als Ursache wurde u.a. die Diskriminierung der Gesellschaft vermutet.

Da ist mir dann aber doch der Kragen geplatzt. Bei so viel selbstmitleidigem Gejammere zieht es einem ja das Unterhemd in den Hintern.

Ich war viele Jahre selbst in der Szene. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich nur sagen, dass die Gesellschaft damit gar nichts zu tun hatte. Wir wollten Sex - je wilder und geiler, desto besser! Da war uns jedes Mittel recht, um uns dabei noch mehr anzuturnen.

Darauf bin ich weiß Gott nicht stolz, aber ich stehe dazu und gebe nicht jemand anderem die Schuld dafür. Das ist ja erbärmlich!

Ich habe die schwule Szene vor 14 Jahren verlassen und keinerlei Absichten, jemals in dieses Leben zurück zu kehren.

"Gay" ist es dort bestimmt nicht.


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