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Psychische Störung?

Posted on December 13, 2020 at 1:55 PM

Der Begriff "psychische Störung" und alle damit verwandten Begriffe sind in meinen Augen wenig hilfreich. Zur Definition werden Kriterien wie statistische Seltenheit, Verletzung von sozialen Normen, persönliches Leid, Beeinträchtigung der Lebensführung oder unangemessenes Verhalten angeführt. Allein die Aufzählung zeigt schon auf, dass hiermit mehr Fragen als Antworten verbunden sind. Ist ein Mensch, der allein im Wald steht, psychisch gestört? Was ist "unangemessenes Verhalten"? Wer bestimmt die Unangemessenheit? Bedeutet "persönliches Leid" automatisch, dass eine Störung vorliegt? Bedeutet umgekehrt das Nichtvorhandensein persönlichen Leids, dass keine Störung vorliegt? Ist die Tatsache, dass etwas statistisch selten ist, ein Kriterium für Gesundheit oder Krankheit oder für Störung oder Normalität? Bedeutet die Beeinträchtigung der Lebensführung zwangsweise, dass eine psychische Störung vorliegt? Bedeutet Selbst- oder Fremdschädigung, dass eine psychische Störung vorliegt oder sind sie ganz einfach eine bestimmte Form des Verhaltens, das bestimmte Konsequenzen nach sich zieht?

Tatsächlich waren "psychische Störungen" wohl mitursächlich für die menschliche Evolution. Ohne sie hätte es wohl nicht immer einen Grund für eine Weiterentwicklung der Menschheit oder für neue Erfindungen gegeben. Diese "Störungen" eröffneten neue Perspektiven und Herangehensweisen.

Anstatt den ICD-10 (oder bald -11) oder den DSM auswendig zu lernen und als Grundlage für eine "Therapie" zu machen, würde eine komplett neue Sichtweise menschlichen Empfindens und Verhaltens auch komplett neue Möglichkeiten des Umgangs hiermit eröffnen.

Gibt es überhaupt psychische Krankheiten?

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Eine provozierende Frage. Vielleicht in gewisser Weise auch eine berechtigte Frage?

 

Wann ist man überhaupt "krank"? Oft werden Kriterien wie persönliches Leid etc. hierzu herangezogen. All diese Kriterien stehen aber auf wackligen Füßen und eröffnen manchmal mehr Fragen als sie beantworten.

 

Ja, manche Menschen heben sich hinsichtlich ihrer seelischen Verfassung vom Rest der Bevölkerung ab. Ja, das kann man auch mit bildgebenden Verfahren in ihren Gehirnen feststellen. Und? Ohne solche Menschen hätte es wohl nie die Evolution mit den heutigen Ergebnissen gegeben. Wer sich etwa besonders leicht ängstigt, ist vielleicht auch weitaus erfinderischer, um sein Leben zu bewältigen - und kommt so auf Ideen, die Otto Normallverbraucher nie gehabt hätte.

 

Selbst Krankheiten wie Depressionen müssen eventuell nicht unbedingt behandlungsbedürftige Störungen sein. Ist ein "Depressiver" noch krank, wenn er allein im Wald steht? Möglicherweise ist die Depression ja weniger eine Krankheit als vielmehr eine notwendige Auszeit, die Körper und Seele in dem Moment brauchen - so wie wir nachts den Schlaf brauchen!

Selbst Menschen mit Angsterkrankungen brauchen vielleicht weniger Konfrontationen und Expositionen, die kurzfristig Symptome lindern, mittel- und langfristig aber zu einer ungewollten, festen neuronalen Vernetzung von Reiz und Reaktion führen könnten und dabei doch die Ursache des Leidens nicht berücksichtigen. Dies sucht sich dann eventuell andere Ventile...

Dementsprechend könnten diese Menschen einfach etwas ganz anderes brauchen: Ruhe, Reizreduktion und die Möglichkeit, ihre ganz besonderen Gaben und Talente mit (!) ihrer besonderen psychischen Verfassung ausleben zu können!

 

Hier geht es nicht um "Vermeidung", sondern um etwas ganz anders.

 

Bisher werden psychische Krankheiten gemäß dem Klassifizierungssystem ICD-10 (demnächst ICD-11) diagnostiziert. Dies ordnen bestimmte Symptome bestimmten Krankheitsbezeichnungen zu, die dann als Basis für eine Therapie - und die Abrechnung mit den Krankenkassen dienen. In der Regel also eine defizitorientierte Diagnostik, die diese Symptome als etwas Negatives sieht. Möglicherweise ist das aber die völlig falsche Herangehensweise!

 

Nein, ich rate niemanden, sich den Gang zum Psychiater oder zur Psychotherapeutin zu sparen, wenn er oder sie "Krankheitssymptome" aufweist. Ihr sollt auch nicht aufhören, eure Medikamente zu nehmen.

 

Was ich aber behaupte, ist nichts Geringeres als dass dieses ganze System auf völlig falschen Annahmen beruht und einer radikal anderen Sichtweise bedarf. Nicht irgendwann, sondern jetzt.

Konfrontationstherapie - der goldene Standard?

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Die Konfrontationstherapie gilt ja as der goldene Standard bei Angst- und Zwangsstörungen. Meine Erfahrungen mit ihr sind jedoch zwiespältig. Werden Expositionsübungen richtig durchgeführt (wenn man also in die Anspannung hineingeht - vielleicht sogar bis zum "flooding"), kann man so den betroffenen Hirnarealen offenbar durchaus beibringen, dass die übertriebene Alarmreaktion unnötig war, sodass in ähnlichen Situationen die Anspannung heruntergefahren wird. Das Hirn schüttet Schritt für Schritt weniger Stresshormone aus. Es scheint auch Hinweise dafür zu geben, dass dies nicht nur symptomatisch wirkt, sondern ursächlich etwas bewirkt.

So die Theorie. Die will ich auch keineswegs bestreiten. Diese Form der Theorie ist meiner Erfahrung nach durchaus nützlich, hilfreich und sinnvoll.

Wo meine Kritik - basierend auf meinen eigenen Erfahrungen und Erlebniswelten - anfängt, ist die Pauschalisierung dieser Therapieform. Was mich selbst betrifft (diverse Angststörungen, Zwangsstörungen, Depressionen, Traumatisierungen etc. - das ganze Paket also), so war sie nur bedingt hilfreich, teilweise schien die Wirkung gar ins Gegenteil umzuschlagen.

Ich habe selbst inwzischen über die Jahre viele psychologische Aus- und Fortbildungen gemacht, um auch die "andere Seite" kennen zu lernen. Ich bin aber kein Therapeut und will auch keiner werden.

Die Konfrontationstherapie für alle gleich anzuwenden, halte ich nicht für sinnvoll. Ich rate hier niemandem etwas, sondern bitte jede und jeden, hierzu mit einem Fachmenschen (etwa Psychotherapeut oder Psychiaterin) Kontakt aufzunehmen.

Aus meinen eigenen Erfahrungen also:

Meine Eltern haben den zweiten Weltkrieg miterlebt. Zusätzlich war meine Mutter während der Schwangerschaft extremen Stress ausgesetzt. Dieser setzte sich meine ersten Lebensjahre hindurch fort. Mit vier Jahren starb ich fast an Meningitis. Meine Kindheit und Jugend war im eigenen Erleben teils extrem belastend. Mittlerweile gelte ich als schwerbindert. Gleichwohl habe ich es geschafft, über die Jahrzehnte hinweg zu arbeiten und Ausbildungen zu machen.

Auch bei mir wurde die Konfrontationstherapie angewandt, inklusive diverser Expositionen und floodings. Der Erfolg scheint schnell und kurzfristig. Scheint. Ich habe jahrelang weiterhin selbst diese Expositionen durchgeführt. Dies hat mich manchmal in beinahe traumatisierende Erfahrungen gebracht.

Warum?

Meine Theorie hierzu (basierend auf dem, was ich bisher lernen durfte sowie auf meinen eigenen Erfahrungen): Es gibt mittlerweile etliche Untersuchungen über die Auswirkungen von extremen Stress, den die Mutter erlebt, auf die Kinder sowie von derartigem Stress in den ersten Lebensjahren. Möglicherweise wird hierdurch die Hirnstruktur dauerhaft verändert - bis hin zu epigenetischen Auswirkungen (die darüber entscheiden, ob und in welcher Form Gene aktiviert oder möglicherweise sogar neu gebildet werden).

Durchlebt eine Mutter extremen Stress und erlebt das Kleinkind zusätzlich außerordentliche Belastungen, so kann es sein, dass die Psyche und der Körper bzw. das vegetative Nervensystem im Dauer-Alarmzustand sind, der sich auch nicht so einfach abstellen lässt. Epigenetische Veränderungen haben vielleicht dazu geführt, dass dem Kind mitgegeben wurde, dass das Leben gefährlich ist, es also ständig wachsam sein muss.

Dies wird sich dann wahrscheinlich bis ins Erwachsenenalter fortsetzen.

Wendet man bei einem solchen Klienten pauschal die Konfrontationstherapie an und führt sie bzw. ihn bis ins Extrem ("flooding"), so kann es meiner Erfahrung nach passieren, dass das Ganze ins Gegenteil umschlägt. Das Hirn lernt dann nicht, dass es künftig einen Gang herunter schalten kann, da die Situation offensichtlich doch nicht lebensgefährlich war, sondern es merkt, dass die bestehende Erregung und der schon existierende Alarmzustand offenbar nicht genug waren. Anstatt die jahrzehntelange Überflutung mit Stresshormonen abzubauen, werden durch die zusätzliche Belastung noch mehr ausgeschüttet und vielleicht sogar Körper und Psyche dauerhaft geschädigt.

Hinzu kommen hier noch die Fälle, bei denen eine ganz andere Ursache vorliegt, bei denen die Psyche also nicht einfach nur lernen muss, mit Stress umzugehen und diesen auszuhalten, sondern tieferliegende Ursachen verantwortlich für das Leid sind. Hier mit Konfrontationen zu arbeiten, würde bedeuten, kurzfristig einen Deckel auf den Topf mit kochendem Wasser zu halten. Dies führt jedoch mittelfristig zwangsweise zu einer umso stärkeren Explosion bzw. zu noch größerem Leid.

Meine Empfehlung in solchen Situationen:

1) Unbedingt klären, ob tiefere Ursachen vorhanden sind. Dann auf die klassische Tiefenpsychologie oder ähnliches ausweichen.

2) Bei vorhandenen kindlichen Traumata oder vergleichbaren Fällen: Hier darf die Konfrontation bzw. Exposition nicht dadurch bestehen, dass man die Erregung künstlich steigert, sondern dass man ganz langsam und schrittweise der Klientin beibringt, solche Situation ruhig und gelassen zu bestehen. Hier darf die Erregung nicht noch weiter gesteigert werden, sondern ist unbedingt dauerhaft zu senken. Sprich: Der Klient ist erstmal für längere Zeit in eine ruhige Umgebung zu bringen. Von dort kann man dann beginnen, schrittweise aufzubauen, was vielleicht noch nie da war.

 

Dies ist wie gesagt kein medizinisch-therapeutischer Rat, sondern nur eine Darstellung meiner eigenen Erfahrungen. Für eine Therapie bzw. Behandlung bitte unbedingt zum Fachmenschen gehen!

Scientists?

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Some gays or gay-friendly activists cite like-minded psychiatrists to back their cause and put down those, who assist people who do not want to act out their same-sex attractions. So how about it?

I have been taken professional training in psychology for many years now and very much appreciate this science as well as the need for it in therapy and in everyday life. However, what we see today in psychology and psychiatry is a very distorted version of it that has little to do with science and much with politics.

For hundreds of years science has seen "homosexuality" as a "disorder". All of a sudden they changed their view. Now this is nothing unheard of - it is part of science. But, if the change in view has politics as its reason and not science, we have a problem.

Today, statistics show clearly that MSM (men who have sex with men), a tiny percentage in the overall population, have an enormous percentage in the number of STDs (sexually transmitted diseases). Yet, assisting those who do not want to go that way is claimed harmful.

Healing identity problems and fulfilling unmet emotional needs on the inside by mutilating healthy human bodys ("reassignment surgery on transgenders") on the outside while violating the hippocratic oath is seen as "science".

Many years ago I always wondered why so many people (especially men) with same-sex attractions all over the globe (!) have similar life stories - a nonexisting bond with their same-sex parent in childhood, emotional/verbal/physical/sexual abuse and the like. Why they all obviously try to heal their inner wounds and unmet legitimate needs with sex - probably due to lack of a better means or help from others. Just to tell them "well, if you feel like it, just do it then! Have sex with someone your own gender!" is not science, it is irresponsability and total negligence (NOT tolerance!).

Limiting scientific research by forcing a political scheme on it - hereby only allowing politically correct outcome - is not sciencee, but propagande. Yet so many scientists yield to it without having the guts to stand up to the value and standards of their profession. Some use unproven claims, evaluations, personal opinion, politics, propaganda in order to disclaim opposing views. Again: that's not science and you are not doing psychiatry, psychology, neurology or medicine a favor. Science observes and researches and does not judge or even limit observation or research.

So before you quote a psychiatrist or the like in order to back your - political! - theories, think twice if that won't backfire.