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"Motivationen" der Neuen Rechten

Posted on December 20, 2017 at 1:45 PM

Hier ein paar der "Motivationen", die man den Neuen Rechten unterstellt - und eine kurze Stellungnahme hierzu:


Fatalismus:

Wer fatalistisch denkt, geht davon aus, dass alles, was in Natur und Gesellschaft geschieht, durch das Schicksal voraus bestimmt ist. Hört sich ja erst einmal gut an - ist aber im Bezug zur Rechten völliger Quatsch. Das Gegenteil ist der Fall: Eben weil wir von der Möglichkeit und Notwendigkeit einer Veränderung hin zum Guten ausgehen, werden wir aktiv!


Zukunftsangst:

In bester herablassender Möchtegern-Therapeutensprache werden uns da alle möglichen Ängste unterstellt. Wohl auch hier ohne jegliches konkrete Hintergrundwissen.

Ängste haben eine lebensnotwendige Funktion. Entwicklungsgeschichtlich würden wir ohne unsere Ängst heute gar nicht funktionieren. Ängste aktivieren die Gehirnregionen, die für das Überleben notwendig sind. Diese wiederum befähigen den Körper und die Psyche umgehend, mit einer der folgenden Verhaltensweisen zu reagieren: Flucht, Kampf oder Starre.

Angst an sich ist also nicht nor positiv, sie ist notwendig und in bestimmten rationalen Grenzen auch sinnvoll und produktiv.

Insofern haben wir "Angst" - wir sind uns möglicher Gefahren bewusst und sorgen rechtzeitig vor. Wir werden aktiv.

In der Regel wird der Begriff "Zukunftsangst" aber als etwas Irrationales verwendet und verstanden. Diesen Topf geben wir aber gerne an die Autoren zurück: Sie nämlich sind diejenigen, die sich in Schockstarre vom drohenden Chaos zu überwältigen drohen. Die Neue Rechte hingegen reagiert im "Kampf"-Modus!


Angst vor Überfremdung:

Auch hier wird uns in arroganter Art und Weise etwas Unvernünftiges, ja Dummes unterstellt. Wir sehen das anders: Wir lieben das Eigene - genau deshalb können wir auch das Andere schätzen. Unsere "Angst" ist in diesem Zusammenhang eine zweifelsfrei berechtigte und begründete Sorge um eine Zerstörung unserer Identität, Kultur und Tradition. Dagegen haben wir etwas und dagegen werden wir vorgehen. Wir sehen uns unseren Vorfahren verpflichtet, von denen Unzählige ihr Leben für den Aufbau eines christlichen Abendlandes gelassen haben.


Angst um das Eigene:

Siehe oben.


Angst vor dem Zu-kurz-Kommen / Futterneid:

Das ist schlichtweg dumm. Ja, wir haben etwas dagegen, dass das, was unsere Vorfahren und wir selbst aufgebaut haben, unvernünftig und nicht notwendig verschwendet wird. Wir wehren uns dagegen, dass irgendwelche Lobbys (Öko, Asyl...) aus vorgegebenen humanen, tatsächlich aber oft egoistischen Gründen, das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Wir wollen und werden Menschen in Not helfen - allerdings mit einer Hilfe, die ihnen wirklich zu Gute kommt. Wir wollen Flüchtlingen vor Ort helfen und unsere Natur bewahren - und nicht unsere Öko-Industrie.


Angst überhaupt:

Die Verwendung therapeutischer Begriffe im Zusammenhang mit politischen Diskussionen ist unehrenhaft. Wer den Mut und die Argumente hat, soll sich doch bitte sachlich einer Diskussion stellen. Wer das nicht hat, greift wohl zu solch billigem und durchsichtigen Unsinn zurück.


Verzweiflung:

Siehe oben. Ich selbst bin praktizierender Katholik ("praktizierend" und "gläubig" muss man heute leider schon betonen). Als solcher werde ich nie verzweifelt sein. Wer glaubt, hat immer Hoffnung. Oder wie Papst Benedikt XVI. es gesagt hat: "Wer glaubt, ist nie allein!"


Robert Gollwitzer

Wenn der Faschismus wiederkommt...

Posted on November 4, 2017 at 8:50 AM

Di AfD hat heute in München vor dem Gewerkschaftshaus gegen eine Veranstaltung der Antifa dort demonstriert. Die Antifa wird inzwischen international von vielen als terroristische Gruppierung mit extremen Methoden und Zielen eingestuft. Ja, genau die Antifa die kürzlich halb Hamburg in Schutt und Asche legte.

Uns gegenüber standen die üblichen Gegendemonstranten, deren intellektuelles Niveau und Demokratie-Verständnis sich größtenteils auf das Niederbrüllen des "Gegners" und das monotone Triller-Pfeifen beschränkte.

Weiterhin wurden die AfD-ler permanent auch einzeln fotografiert. All dies sind höchst undemokratische Methoden, die mich an totalitäre Regimes wie in der DDR oder auch - konsequent weitergedacht - an den Nationalsozialismus erinnern.

«Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‹Ich bin der Faschismus›. Nein, er wird sagen: ‹Ich bin der Antifaschismus›.»

Ignazio Silone