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Urbane Landwirtschaft

Posted on July 16, 2017 at 10:50 AM

 

In Detroit haben arme Menschen die Sache selbst in die Hand genommen, als selbst die Supermärkte verschwanden. Anstatt sich immer nur passiv mit Lebensmitteln versorgen zu lassern, haben sie gelernt, wie urbane Landwirtschaft funktioniert und bauen nun auf freien Flächen ihr eigenes Obst und Gemüse an und halten Nutztiere.

Das wäre doch auch etwas für uns! Grünflächen haben wir genügend. Anstatt also unzählige arme Menschen nur mit Grundsicherung oder Tafeln zu versorgen und sie so in Abhängigkeit zu halten, könnten doch auch wir Projekte entwickeln, die ihnen ihre Würde zurück geben! So könnten sie ihre Lebensmittel selbst anbauen und der Natur würde es auch gut tun!

 

Mensch und Natur

Posted on June 29, 2017 at 1:45 PM

Der Mensch hat eine Sonderstellung innerhalb der Natur – aus wissenschaftlicher wie aus religiöser Sicht.

 

Anthropozentrische und biozentrische Denkansätze müssen sich für Christen nicht widersprechen: Gerade weil die Erde mit allen Gewächsen und Tieren dem Menschen anvertraut wurde, hat er eine Verpflichtung ihr gegenüber. Niemand existiert nur für sich allein. Wir haben Verantwortung vergangenen, gegenwärtigen und künftigen Generationen gegenüber. In all unserem Tun und Lassen sollen wir Gott verherrlichen – und das tun wir nicht, indem wir seine Schöpfung wie ein Gebrauchsgut behandeln. Wir sollen zwar die Erde untertan machen, sie „gehört“ uns aber nicht. Ebenso wie unser Körper gehört auch die Erde Gott. So wird auch im Neuen Testament das Beispiel vom Weinberg gebraucht, der einem Verwalter treuhänderisch überlassen wurde – wobei dieser Verwalter allerdings auch zur Rechenschaft über seine Verwaltung gezogen wird.

 

Ein christliches Prinzip ist das des Maßhaltens. Es begründet auch die Verpflichtung, nur das an Ressourcen zu nehmen, was wir zum Leben brauchen und nichts zu verschwenden. Auch ist das Fasten Teil des christlichen Lebens.

 

All dies begründet eine Verpflichtung, die Erde auch anderen Menschen, Lebewesen und Pflanzen gebrauchsfähig zu über- und hinterlassen.

 

Im Neuen Testament wird das Natürliche Sittengesetz erwähnt, nachdem Menschen, die nie von Gott gehört haben, Ihn und Seine Gebote allein aus der Betrachtung Seiner Schöpfung erkennen können. In Anlehnung daran bin ich der festen Überzeugung, dass es in jedem Menschen „hinterlegt“ ist, wie er oder sie mit der Natur, mit anderen Menschen, Tieren oder Pflanzen umzugehen hat. Instinktiv wissen wir das alle.

 

Wesentlich hierbei ist jedoch eine generelle Übereinkunft über das, was richtig, wahrhaftig und moralisch akzeptabel ist (im Gegensatz zum Moralischen Relativismus, bei dem jeder das selbst bestimmt). Leider ist unser Herz trügerisch und ein Festlegen und Festhalten an ethischen und philosophischen Normen in Übereinstimmung mit biblischen und kirchlich-traditionellen Grundsätzen ist deshalb unerlässlich.