Katholisch Leben!

Den katholischen Glauben kennen, leben, lieben & verteidigen!

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Katholische Pfarreien

Posted on January 23, 2018 at 1:55 PM

Habe mir heute die Homepages einiger katholischer Pfarreien angesehen.

Ehrlich gesagt fragte ich mich dabei, wer denn überhaupt so eine Pfarrei braucht? Vom katholischen Glauben sogut wie gar nichts. Katechese - also Unterrichtung im Glauben (ich kann nur lieben, was ich auch kenne) - null. Mission/Evangelisierung - null. Ein wenig Flüchtlingshilfe, weil's wohl gerade "in" ist (ohne überhaupt über deren Sinn nachzudenken). Mutter/Kind-Gruppen. Eine Menge Meditation. Beichte nur auf Anfrage.

DAS kann die Welt da draussen wahrlich besser. Für solchen Quatsch brauche ich weiß Gott (pun intended) keine katholische Pfarrei.

Als Katholik blutet mir da das Herz.

Belanglosigkeit

Posted on August 1, 2016 at 2:10 PM

Habe mir gerade die Homepage einer evangelischen Kirchengemeinde angesehen (ist aber austauschbar - hätte genauso gut irgendeine andere, auch katholische Gemeinde sein können). Wie überall dreht sich hier alles um das "Wohlfühl-Christentum". Der Missionsauftrag, die Weitergabe kirchlicher Lehre, Jesus Christus als Zentrum allen Tuns etc. spielt keine Rolle mehr. Es geht nur mehr darum, dass sich die Gemeindemitglieder wohl fühlen, dass sie zusammen etwas unternehmen und auch ein wenig Wohltätiges tun (um das eigene Gewissen zu beruhigen?). Die einzelnen Mitglieder sind im Mittelpunkt, nicht mehr der, auf den die Kirche aufgebaut sein sollte. So gesehen müsste es noch nicht einmal eine christliche Gemeinde sein - irgendein sozialer Club mit Freizeitprogramm und spirituellem Touch würde es auch tun. Das Ganze wirkt "nett", belanglos und beliebig. Weder Fisch noch Fleisch - lauwarm. Oder noch nicht mal das.

Spiritueller Missbrauch?

Posted on August 2, 2015 at 8:35 AM

Schleichender spiritueller Missbrauch?

Gestern Abend besuchte ich wie schon öfter die Abendmesse in meiner Orts-Gemeinde. Sie findet im örtlichen Alten- und Pflegeheim statt. Wie gewohnt, unterhielt sich der Priester am Eingang stehend angestrengt mit dem Kommunion-Helfer darüber, wer wann was zu wem gesagt hatte in der Gemeinde. Fast nebenbei reichte er mir die Gesangsblätter. Ich beschloss, diesmal stehen zu bleiben und ihm die Hand zum Gruß zu reichen. Er schüttelte sie kurz, um sich dann weiter mit besagtem Herrn zu unterhalten. Nahtlos fing er dann die Heilige Messe an (sollte man sich hierfür nicht auch spirituell vorbereiten?).

Dieser Priester ist sehr engagiert und hat ein großes theologisches Fachwissen. Das ist Segen und Fluch zugleich. In gestriger Messe wurde es zum Fluch.

Da wurde der Auszug aus Ägypten schnell mit dem Auszug der Katholischen Kirche aus der „abgeschotteten“ alten Ordnung in die von Reformen geprägte glorreiche Zukunft umgedeutet und „murrende“ Kirchenglieder wurden mit den murrenden Israeliten gleichgesetzt. Das Ganze so mit Fachwissen ummantelt, dass es sehr lehrhaft und von Autorität geprägt wirkte.

Das aber ist ein schlimmer Fehltritt: Die Bibel ist nicht dafür da, um eigene Meinungen zu belegen. Hier verfiel der gute Mann in eine unsägliche Vergangenheit, in der sich die Autoritäten für ihre persönlichen Aussagen und Auffassungen göttliche Rückendeckung anmaßten. Steht ja schließlich so in der Bibel. Der Priester hat also sein Amt und seine Ausbildung dazu missbraucht, um den Gläubigen eine persönliche Meinung als göttliche Meinung zu verkünden.

Die Kirche war früher keineswegs nur „abgeschottet“. Ich komme vom Land und früher war die Verbindung zwischen der „Kirche“, also den Priestern und Ordensangehörigen sehr eng. So erzogen uns die Nonnen vor Ort als Kinder, wir wurden aber auch angehalten, für die Kirche zu arbeiten und zu geben. Priester hatten eine Autorität und wurden respektiert. Abgeschottet war dabei gar nichts – im Gegenteil: wir waren regelmäßig in kirchlichen Gebäuden. Da empfinde ich die heutige Kirche mit ihren strikten Öffnungszeiten, Regeln, ihrem Berufs-Katholikentum in der Verwaltung und ihrer Ignoranz anderen Strömungen und Bewegungen bzw. Einrichtungen gegenüber oft weitaus abgeschotteter. Auch ist das Gegenteil häufig zu beobachten: Eine Öffnung der Kirche mittels „Reformen“, durch die sie Gefahr ist, wie die Welt zu werden und damit an der Grundlage ihrer eigenen Existenz rüttelt. Wenn die Kirche wie die Welt wird, wozu brauchen wir sie dann?

 

Kurz und gut: Wenn man gestrige Predigt um all dies kürzt, bleibt erschreckend wenig Inhalt übrig.

 

In der Schule hätte man gesagt: Setzen, sechs!

 

Robert

So nicht, Herr Pfarrer!

Posted on July 10, 2015 at 12:25 AM

Die Predigen des Pfarrers meiner neuen Ortsgemeinde haben mir bisher sehr gefallen, deshalb habe ich offiziell im Pfarrbüro per Email angefragt, ob es diese in digitaler Form gibt und ob ich sie online stellen darf. Ferner lebe ich in einem katholischen Haus mit eigener Hauskapelle. Unser bisheriger Priester geht jedoch in eine andere Stadt, sodass wir auf der Suche nach einem neuen sind. Unkosten tragen wir natürlich. Auch hierür habe ich angefragt.

Meine erste Email blieb unbeantwortet. Nach einer gewissen Zeit habe ich eine Erinnerungsmail geschickt. Ebenfalls keine Antwort. Schließlich habe ich dort angerufen und auf AB gesprochen. Eben kam eine Email zurück (ein persönliches Telefonat hätte mich wirklich mehr gefreut!). Im schönsten Beamtendeutsch wird mir da mitgeteilt, es gäbe die Predigten nicht in digitaler Form (wie wäre es, wenn man das mal einführt??) und für den Rest heisst es lapidar, meine Hausgemeinschaft und ich wären zu den liturgischen Feiern der Gemeinde "jederzeit herzlich eingeladen". Tut mir leid, Herr Pfarrer, eine "Herzlichkeit" kann ich dem nicht entnehmen und eingeladen fühle ich mich schon gar nicht. Von einem katholischen Seelsorger hätte ich mir weiß Gott mehr erwartet! Ein persönliches Gespräch etwa, in dem Sie zum Ausdruck bringen, dass Ihnen der Mensch wichtig ist! Eine Standard-Email nach mehrmaliger Erinnerung sagt eigentlich mehr über Sie aus, als Ihnen vielleicht lieb ist. Schade. Wirklich schade.

Belanglosigkeit

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Habe mir gerade die Homepage einer evangelischen Kirchengemeinde angesehen (ist aber austauschbar - hätte genauso gut irgendeine andere, auch katholische Gemeinde sein können). Wie überall dreht sich hier alles um das "Wohlfühl-Christentum". Der Missionsauftrag, die Weitergabe kirchlicher Lehre, Jesus Christus als Zentrum allen Tuns etc. spielt keine Rolle mehr. Es geht nur mehr darum, dass sich die Gemeindemitglieder wohl fühlen, dass sie zusammen etwas unternehmen und auch ein wenig Wohltätiges tun (um das eigene Gewissen zu beruhigen?). Die einzelnen Mitglieder sind im Mittelpunkt, nicht mehr der, auf den die Kirche aufgebaut sein sollte. So gesehen müsste es noch nicht einmal eine christliche Gemeinde sein - irgendein sozialer Club mit Freizeitprogramm und spirituellem Touch würde es auch tun. Das Ganze wirkt "nett", belanglos und beliebig. Weder Fisch noch Fleisch - lauwarm. Oder noch nicht mal das.