Katholisch Leben!

Den katholischen Glauben kennen, leben, lieben & verteidigen!

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Ein Liebesbrief an unsere Priester

Posted on May 12, 2018 at 7:00 AM

Ich möchte mich an dieser Stelle von ganzem Herzen bei den wenigen aufrichtigen katholischen Priestern bedanken, die es noch gibt.

In meiner Kindheit auf dem Land in der Oberpfalz war es selbstverständlich, sich zu verneigen und "Gelobt sei Jesus Christus!" zu sagen, wenn einer unserer Priester auf dem Fahrrad vorbei fuhr. So lernten wir, was uns auch die Bibel lehrt - geweihte Männer zu respektieren. Ich war sehr überrascht, als ich Jahrzehnte später in München sah, wie Katholiken (und Christen in "Freikirchen"!) mit ihren Priestern (Pastoren/Evangelisten) umgingen!

Mittlerweile blutet mein Herz, wenn ich sehe, wie die Kirche die Nachfolger Jesu Christi behandelt. Von Respekt kann da keine Rede mehr sein. Da erlauben sich Laien, die keinerlei (oder bestenfalls eine unsägliche liberal-modernistische) theologische Ausbildung haben, ihnen vorzuschreiben, was sie tun sollen.

Da mischen sich Pfarrgemeinderäte in jede Angelegenheit ein, die sie im Grunde nicht das geringste angeht.

Sakramentales Leben und katechetische Glaubens-Unterweisung existieren (fast) nicht mehr.

Die wenigsten haben noch eine Ahnung davon, was die Katholische Kirche lehrt und warum.


Meine Vorschläge deshalb:


- Sofortige Abschaffung der Pfarrgemeinderäte. Dieses gutgemeinte, aber schlecht gelaufene Experiment in Folge des II. Vatikanischen Konzils ist gescheitert. Leiter einer Pfarrei ist der Priester. Es gibt genügend Möglichkeiten, ihn ehrenamtlich in seinem Tun zu unterstützen, ohne selbst Priester spielen zu wollen.


- Auflösung der Pfarrverbände und Rückkehr zu den Einzel-Pfarreien. Das Argument, es gäbe zu wenig Priester, ist falsch. Weltweit ist die Zahl der Priester am Steigen - und viele unserer Pfarrer kommen eh aus dem Ausland.


- Abschaffung der Kirchensteuer. Die Kirche wird sich nur reformieren, wenn die Kohle - und mit ihr die Berufskatholiken - weg sind und sie zu Reformen gezwungen wird.


- Radikale Reform des Theologiestudiums, der Ausbildung in geistlichen Berufen sowie der katechetischen Unterweisung vor Ort in den Pfarreien. Weg von anti-katholischen liberalen Vorstellungen und zurück zu dem, wofür die Katholische Kirche steht.


- Das alleinige Kriterium bei der Auswahl von künftigen Bischöfen sollte sein, ob sie ihr Hirtenamt bisher gemäß den Vorgaben der Katholischen Kirche gut ausgefüllt haben.


- Priester sollten auch in der "Alten Messe" ausgebildet werden und die Feier derselben sollte weiterhin ermutigt werden. Liturgische Missbräuche wie sie in fast jeder Pfarrei zu finden sind, sind sofort abzustellen.



Priester sind Menschen. Sie haben auch ihre Bedürfnisse. Es erfüllt mich mit tiefer Trauer zu sehen, wie manche von ihnen gemobbt, respektlos behandelt und fortwährend dafür angegriffen werden, dass sie den Katholischen Glauben verkünden (zumindest die wenigen, die das noch tun).

Hirten können ihre Herde nur auf den rechten Weg führen, wenn die Schafe ihnen folgen - das aber ist kaum noch der Fall. Die meisten Katholiken wissen eh alles besser und suchen sich aus, welche Gebote der Kirche sie wann befolgen. Priester sind nur mehr Angestellte. Einer unter vielen in großen Pfarreiverbänden. Sie sollen sich einem "Team" unterordnen und von diesem vorschreiben lassen, was sie zu tun und lassen haben. Die Eucharistie ist beinahe zu einer Belanglosigkeit verkommen - zumindest wird sie von vielen so behandelt. Die Beichte ist beinahe abgeschafft. Wer beichgten will, muss einen Termin mit dem Priester vereinbaren.


Ja, in Deutschland (!) geht die Zahl der Priester (und Ordensangehörigen) zurück. Leider. Allerdings haben wir nichts anderes verdient. Laien können keine Priester ersetzen und die Heilige Messe ist kein Theaterspiel, bei dem jede/r nach Belieben mitspielen kann.


Mittlerweile habe ich von einer Reihe von Priestern (und sogar Kardinälen!) etwas gehört, was ich noch nie zuvor von katholischen Geistlichen gehört habe: dass wir in der Endzeit leben.


Wenn dem so ist, werden die Dinge allerdings erst einmal sehr viel schlechter, bevor sie wieder besser werden.


Das Gute dabei: Wer "das Buch" zu Ende gelesen hat, weiß auch, wer am Schluss gewinnt: Jesus Christus und Sein Leib, die Kirche (wobei letztere nicht der Verwaltungsapparat ist, den wir kennen, sondern die Kirche des Herrn).


Entscheide dich jetzt, auf welcher Seite du stehst. Du hilfst niemandem, wenn du weiterhin auf dem Zaun sitzt.


München, 12.05.2018


Robert Gollwitzer

Ehemalige Priester

Posted on May 30, 2017 at 12:35 AM

Offenbar suchen eine ganze Reihe "ehemaliger" Priester eine neue Beschäftigung - als "Coach" (ein nicht geschützter Begriff - klingt gut und kann auch was heißen, muss es aber nicht), "systemischer Berater" ("systemisch" ist ja nach dem Abflauen der "Achtsamkeit" der neue Hype - wobei meist übersehen wird, dass die systemische Beratung bzw. Therapie zu recht auch kritisiert wird!), "Seelsorger" (trifft sich ja irgendwie gut - auch wenn die wenigsten eine fundierte Seelsorge-Ausbildung haben dürften), Paar-Therapeut (wenn man mal außer Acht lässt, dass die eigene Beziehung, wegen der sie meist ihr Priestertum aufgaben, nicht selten bald darauf in die Brüche geht und sie schwerlich in der Position sein dürften, über eine gelingende Ehe berichten zu können), Seminar-Leiter (kann ja irgendwie jeder machen), Hochzeits- oder Trauerredner (na ja...) oder als Schriftsteller (sind wir das nicht alle?). Wer sein eigenes Leben aber dermaßen brutal gegen die Wand gefahren hat, sollte vielleicht erst einmal eine Auszeit nehmen, bevor er als Berater tätig wird oder seine "Weisheit" anderweitig unters Volk bringt. Klingt hart, dürfte aber bei einigen den Nagel auf den Kopf treffen. Ach ja - bitte erspart uns doch die Selbstmitleids-Tour (nicht das Zölibat, noch die Kirche oder sonst wer sind an euren Entscheidungen schuld. Die Verantwortung hierfür habt ihr ganz alleine zu tragen!).

Interview mit stellv. AfD-Bundesvorsitzenden

Posted on December 18, 2016 at 7:50 AM

Interview mit dem stellvertretenden AfD-Bundesdelegierten Helmut Müllner:

 

Lieber Herr Müllner, Sie haben dankenswerterweise einem Interview zugestimmt.

 

Robert Gollwitzer: Herr Müllner, Sie sind erster stellvertretender Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes Schwandorf-Cham, stellvertretender Bundesdelegierter, Landesdeligierter, Schatzmeister im Bezirk Oberpfalzund Mitglied im Bundeskonvent.

Wie sind Sie eigentlich zur AfD gekommen?

 

Helmut Müllner: Ich war schon längere Zeit auf Suche nach einer politische Alternative zu unseren Altparteien. Im März 2013 fand ich im Internet einen Hinweis auf die Gründung der Alternative für Deutschland.

Nach genauerem Studium der Ziele und Beweggründe entschloss ich mich, aktiv daran zu beteiligen.

Und so war ich auf der Gründungsveranstaltung 2013 in Ebersberg anwesend, war Mitbegründer des Bezirksverbandes Oberpfalz und Initiator des Kreisverbandes Schwandorf/Cham.

 

RG: Wenn man AfD hört, klingt sofort "rechtspopulistisch" im Ohr. Sehen Sie sich selbst so?

 

HM: Durchaus nicht, ich selbst sehe mich und auch die Alternative für Deutschland als patriotisch eingestellte, wertkonservative Partei, die gegen eine zentralistische EU ist. Wir sind für ein Europa der Vaterländer. Den Begriff „rechtspopulistisch“ bekommt von unseren Mainstreammedien jede

Bewegung, die nicht „Links“ ist.

 

RG: Herr Müllner, was halten Sie vom zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump? Denken Sie, dass durch seine Wahl sich auch in Europa neue Möglichkeiten für "rechte", also wert-konservativeParteien ergeben?

 

HM: Ich denke, dass die Wahl von Donald Trump in Amerika ein Protest gegen das herrschendeEstablishment war. Ich hätte auch Donald Trump gewählt.

Durch den Turbokapitalismus, der verheerenden Finanzpolitik und der Einflussnahme von Kartellen wurde die Mittelschicht der Gesellschaft abgehängt und in eine Situation gebracht, die existenzbedrohend geworden ist. Die Wahl von Donald Trump war eine Protestreaktion der Wähler. In Europa haben wir mittlerweile die gleiche Konstellation in den verschiedenen Ländern der EU. Eine dementsprechende Protestreaktion der enttäuschten Mittelschicht ist sehr wahrscheinlich. Es liegt dann an der Alternative für Deutschland, ihre Wähler nicht zu enttäuschen.

 

RG: In den USA - und entsprechend in anderen Ländern - will man nun gegen "Fake News", also Nachrichten mit gefälschten Inhalten, vorgehen. Klingt gut, ist aber höchst problematisch.

Hintergrund ist, dass Medienvertreter wie Alex Jones von Infowars oder bei uns der Kopp-Verlag inzwischen größer sind als viele Mainstream-Medien. Alex Jones etwa hat jedoch vielfach nachgewiesen, dass es die Mainstream-Medien sind, die "Fake News" verbreiten und dies nur als Vorwand suchen, um ihnen ungeliebte Konkurrenten aus dem Weg zu schaffen. Infowars hatte einen erheblichen Einfluss bei der Wahl Donald Trumps und der Niederlage von Hillary Clinton. Was

denken Sie hierüber?

 

HM: Der Begriff Fake-News wurde kurze Zeit nach den Präsidentschaftswahlen in Amerika groß in die Presse gebracht. Von der Verliererpartei, die eine demokratische Niederlage nicht akzeptieren kann, weil sie nicht in deren Agenda passte. Der Begriff wurde innerhalb kürzester Zeit von unseren

„Regierungen“ als Mittel des Machterhaltes übernommen. Es stellt sich doch die Frage, warum alternative Medien im Internet so großen Zulauf haben. Ich denke, daran sind unsere Qualitätsmedien in erheblichem Maße mit schuld. Im Zeitalter des Internets ist es einer kritischen Menge von Menschen leicht möglich, Nachrichten zu hinterfragen und gravierende Unterschiede von der offiziellen Meinung hin zu alternativen Wahrheiten zu erkennen. Es war in letzter Zeit zu viel

Alternativlos – Die Eurorettung, die Ukrainekrise, die Syrienkrise, Afghanistan, Libyen. Unsere Kriege sind gut, die Kriege der anderen sind schlecht. Viele Medien sind politisch in eine bestimmte Richtung vorbestimmt. Es sind zu viele Politiker als Journalisten am Werk. Es gibt fast keine Journalisten mehr, die Politik neutral hinterfragen sollen und wollen. Es ist offensichtlich, dass einseitige politische Meinungen in unseren Massenmedien herrschen, da eine kritische Meinung

überhaupt nicht mehr groß veröffentlicht wird. Es wird in allen Zeitungen und Nachrichtensendungen eine einheitliche Nachrichtenlage übertragen. Eine neutrale, wahrheitsgetreue Berichterstattung würden viele unzufriedene, kritische Bürger besänftigen und weniger empfänglich machen für Nachrichten, die die Seele von vielen Enttäuschten streicheln.

 

RG: Es gab kürzlich europaweit Umfragen bezüglich des Islams. "Experten" meinten daraufhin, hier in Deutschland gebe es circa fünf Prozent Muslime und auch in den nächsten Jahren werde diese Zahl nicht über sieben Prozent gehen. Stimmen Sie dem zu? Kann man die Zahl der Moslems überhaupt zahlenmäßig erfassen?

 

HM: In der Frankfurter Allgemeinen vom 15.12.16 wird berichtet, dass lt. den Zahlen des Bundesinnenministeriums Ende 2015 zwischen 4,4 und 4,7 Millionen Muslime in Deutschland leben würden.

Diese machen einen Anteil von ca. 5,7 % an der Bevölkerung von 81,4 Millionen aus. Die FAZ berichtet, dass gut jeder vierte Muslim erst kürzlich nach Deutschland zugewandert sei. Insgesamt seien 2015 nun 2,14 Millionen Menschen nach Deutschland gekommen. Ausschlaggebend ist jedoch die Altersstruktur, die in Deutschland herrscht. Der größte Teil der nach dem Grundgesetz und dem Asylgesetz illegal nach Deutschland gekommen Menschen hat eine viel jüngere Altersstruktur als die deutsche Bevölkerung. Diese jungen Menschen haben auch eine viel höhere Geburtenrate als in Deutschland statistisch festgestellt. Somit ist schon allein durch die Zunahme von Muslimen aus den Kreissälen heraus sichergestellt, dass deren Zahl in den nächsten Jahren über die 7 % und noch weiter steigt. Auch ist die illegale Zuwanderung ja nicht gestoppt – sie läuft abseits von medialer Berichterstattung unvermindert weiter.

 

RG: Wie stehen Sie eigentlich zum Islam?

 

HM: Den politischen Islam kann man durchaus als Speerspitze muslimischer Landnahme in Europa bezeichnen. Ich kenne viele moslemische Bürger, die sehr gut in Deutschland integriert sind, sie haben allesamt eine tolerante islamische Haltung. Ich denke, grundsätzlich fehlt dem Islam ein Martin Luther, der die islamische Lehre in die Gegenwart führt und eine klare Trennung von Religion und Staat durchsetzt. Ansonsten ist die Religionsfreiheit in Deutschland ein Grundrecht. Doch dieses Grundrecht müssen alle Religionen in Deutschland anerkennen und ohne Ausnahme akzeptieren.

Auch unsere Regierung ist aufgerufen, die Dinge wachsam zu beobachten und bei Bedarf regulierend einzugreifen.

 

RG: Benjamin Netanyahu, Premierminister Israels, ist momentan einer der wenigen ernstzunehmenden Politiker weltweit, der nicht nur durch Erfolge glänzt, sondern vor allem durch seinen standhaften Charakter. Wie stehen Sie zu Israel?

 

HM: Grundsätzlich stehe ich dem israelischen Volk freundschaftlich gegenüber – so wie jedem Volk auf dieser Welt. Israel ist aufgrund seiner isolierten Lage von Staaten umgeben, die Israel nicht unbedingt freundlich gesinnt sind. Ich denke, Israel hat wie jeder Staat seine volle Existenzberechtigung. Israel

hat ein Recht auf eine friedliche Weiterentwicklung, abseits von religiösen Anschauungen..

 

RG: Momentan fliehen wieder Menschen aus den umkämpften Städten im Irak. Verständlich, da sie nichts mehr zu essen haben. Anstatt aber nun direkt vor Ort zu helfen, warten unsere Politiker, bis die Flüchtlinge bei uns ankommen. Wie stehen Sie zur Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und wie sähe eine Alternative aus?

 

HM: Kriege können nur mit Waffen und mit Munition geführt werden. Wenn wir wirklich Frieden in diesen Regionen haben wollen, dann müssen wir mit den Waffenlieferungen in diese Regionen aufhören.

Wir müssen aufhören, unbequeme Regime mit Gewalt zu entfernen und aufhören wirtschaftlichen lnteressen Vorrang vor dem Frieden einzuräumen. Wir müssen den Leuten nahe Ihrer Heimat sichere Zufluchtsstätten schaffen, in denen Sie mit allem Lebensnotwendigen menschenwürdig versorgt werden. Wir müssen diese Menschen befähigen, Ihr Land wieder aufzubauen und zu bevölkern. Die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung erzeugt Leid in den Krisengebieten, auf dem Fluchtweg und auch bei uns. Sie ist in keinster Weise geeignet, irgendetwas zu verbessern. Wenn man Afrika nach Europa holt, dann haben wir in Europa kein Europa mehr, sondern ein zweites Afrika. Dies kann nicht der Sinn von Asylgesetzen sein.

 

RG: Die Katholische Kirche scheint ja Probleme mit der AfD zu haben. Sie sind selbst gläubiger und engagierter Katholik. Welche Botschaft haben Sie für die Kirche - und für die Gläubigen?

 

HM: Ich denke, die katholische wie auch die evangelische Kirche in Deutschland sollte sich auf Ihre eigentliche Aufgabe besinnen und keine aktive Politik betreiben. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass zu viel politisches Engagement von Seiten der Kirche niemals gut ging. Jesus sagte, gebt dem Kaiser,

was dem Kaiser gehört und gebt Gott, was Gott gehört. Wir dürfen nicht in Zeiten zurückfallen, in denen der Fürst zum Bischof sprach – „Halt du sie dumm, ich halt sie arm“.

 

RG: Beide große Kirchen haben jährlich neue Rekorde bei den Austritten zu verzeichnen. Gleichzeitig tut sich bei ihnen nichts - eine dringend nötige innere Neuorientierung findet nicht statt, da gleichzeitig wegen der trotzdem weiter steigenden Kirchensteuereinnahmen immer genügend Geld da ist. Das

Erzbistum München und Freising etwa gibt sein Vermögen mit ca. 5,5 Milliarden (!) EUR an. Was halten Sie von der Kirchensteuer, Herr Müllner?

 

HM: Es stellt sich für mich grundsätzlich die Frage, warum ich in Deutschland meinen katholischen Glauben nur ausüben darf, wenn ich Kirchensteuern bezahle. Aus welcher Zeit stammt dieses Gesetz?

Wie kann es sein, dass Kirchen, abseits all Ihrer anerkannten Leistungen im pflegerischen, medizinischen und betreuerischen Bereich, so ein enormes Vermögen ansammeln. In den 5,5 Milliarden sind meines Wissens die Stiftungsvermögen noch nicht eingerechnet.

Die kath. Kirche sollte m. M. auch das Zölibat hinterfragen, die christliche Lehre in den Vordergrund stellen und als menschliche Priester für die Menschen wirken. Warum darf eine Frau kein katholische Priesterin werden?

 

RG: Ihr besonderes Anliegen ist die Ehe und Familie. Damit sind Sie politisch nicht unbedingt sehr korrekt, vor allem nicht mit konservativen Ansichten. Warum meinen Sie, dass das traditionell christliche Familienbild auch heute noch unsere Wertgrundlage bilden sollte?

 

HM: Die Familie ist in jeder Kultur die Keimzelle der Gesellschaft. In der Familie werden traditionelle Werte weitergegeben, was unsere derzeitige Politik als negativ ansieht. Die aktuelle Politik zerstört den Familienverbund, das dörfliche Leben, die heimatliche Kultur, um ähnliche Strukturen staatlich

gelenkt und kostenpflichtig wieder aufzubauen.

Die Christliche Weltanschauung ist geprägt von einer gesunden Nächstenliebe und moralischen Wertvorstellungen. Allein die 10 Gebote und die Regel Jesu – „Du sollst deinen nächsten Lieben wie dich selbst“ würden sämtliche Gesetze der Welt überflüssig machen.

 

RG: Bei uns gibt es ja mittlerweile die eingetragene Lebenspartnerschaft, es können also auch zwei Menschen desselben Geschlechts "heiraten". Ist das wirklich so positiv, wie es klingt?

 

HM: Warum sollen gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften nicht verheiratet sein? Ich verstehe überhaupt nicht, warum man wegen dieser wenigen Fälle so ein Aufheben macht. Ob das erziehen von Kindern in einer gleichgeschlechtlichen Ehe wirklich zum Wohle von Kindern in Ihrer gesamtheitlichen Entwicklung ist, steht für mich auf einem anderen Blatt und sollte von Psychologen beantwortet werden.

 

RG: Das Bild Russlands und insbesondere Putins hat sich ja überraschenderweise bei vielen Menschen sehr zum positiven gewandt. Wie stehen Sie dazu?

 

HM: Ich stehe dem russischen Volk und auch der russischen Demokratie freundschaftlich gegenüber. Herr Putin hat meinen Respekt als großartiker Politiker. Meiner Meinung nach hätte er den Friedensnobelpreis verdient.

 

RG: Putin selbst hat mehrmals vor einem neuen Weltkrieg gewarnt. Bei uns scheint diese Gefahr den wenigsten bewusst zu sein. Wie sehen Sie die augenblickliche internationale politische Situation - gerade im Hinblick auf Syrien und den Irak sowie die Ukraine?

 

HM: Jahrelang war es unser oberstes Ziel, Frieden in Europa zu garantieren. Nun wird meiner Meinung nach nur aus finanzwirtschaftlichen Interessen ein Kriegsszenario heraufbeschworen, es wird aufgerüstet und Sanktionen beschlossen. Warum? Ich denke, allein die atomare Abschreckung hat bisher und wird weiterhin dafür sorgen, dass kein Land mehr in Europa einen kriegerischen Konflikt heraufbeschwört. Ich denke, dass sich unsere Bundesregierung auf einem gefährlichen Irrweg befindet und einen noch gefährlicheren Weg beschritten hat.

 

RG: Unsere Bundeswehr ist zu einer nicht nennenswerten militärischen Kraft verkommen und hätte im Ernstfall einem Gegner wenig entgegenzusetzen. Kein Wunder bei einer Verteidigungsministerin, die mal kurz vom Familienministerium zur Armee versetzt wurde und nicht die geringste Ahnung

davon hat. Was kann man hier verbessern, Herr Müllner?

 

HM: Ganz einfach – man sollte einen General zum Verteidigungsminister machen.

 

RG: Was möchten Sie gerne Menschen sagen, die die AfD in eine rechtsradikale Ecke stellen und beinahe auf einem Niveau mit der NSDAP stellen?

 

HM: Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu. Die Methoden der linksfaschistischen Ecke zeigen viel Verwandtschaft mit Methoden der SA. Wer politische Diskussionen in einer Demokratie scheut und verhindert, will keine Demokratie, der will nur seine Meinung durchsetzen.

 

RG: Sie haben drei Berufe erlernt, sind Justizvollzugsbeamter, Familienvater mit drei Söhnen, in der Kirche engagiert - wie viele Stunden hat Ihr Tag eigentlich? Findet man da noch Ruhe und Zeit für sich selbst?

 

HM: Mein Tag hat 24 Stunden, davon versuche ich, ausreichend Schlaf zu finden und durch Meditationsübungen geistig und körperlich frisch zu bleiben. Selbstverständlich bleibt neben Beruf und politischem Engagement, dass derzeit notwendig ist, leider die Familie und man selbst etwas auf

der Strecke.

Doch hoffe ich, meiner Familie und den Menschen im Land durch mein politisches Engagement etwas Gutes zu geben.

 

RG: Herr Müllner, herlichen Dank für dieses Interview. Gottes Segen und eine besinnliche Adventszeit für Sie und Ihre Familie!

 

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München, 18.12.2016

 

Robert Gollwitzer

Dantestr. 25

80637 München

www.robert-gollwitzer.com

Abdruck erlaubt unter Angabe der Quelle und kurzer Rückmeldung.

Leading with the handbrakes on

Posted on July 4, 2015 at 2:30 PM

Looks to me there are good priests out there. Then again - why do there seem to be sheperds who lead with their handbrakes on firmly? You guys have it in you! You have the Holy Fire - why do you settle for so little sometimes? Why not release the break and lead boldly and courageously?

Bekommen Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen keine Hilfe?

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Alle Unterstützung für aktive Schwule, aber keine für die, die erst gar nicht dorthin wollen?

 

Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen haben in der Regel ein breites Angebot an Beratungs- und sonstigen Dienstleistungen zur Verfügung – wenn sie diese ausleben. Staatlicherseits dick subventioniert bleibt hier kaum ein Wunsch oder Bedürfnis unbefriedigt.

Will man/frau aber – aus welchen Gründen auch immer – dieses Leben verlassen oder erst gar nicht dorthin kommen, sieht es rabenschwarz aus.

 

Therapien

 

Ansprechpartner für psychotherapeutische Unterstützung: Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Auf eine Anfrage hin, ob es denn für Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen Unterstützung gibt – wohlgemerkt nicht (!) automatisch für Menschen, die „heterosexuell“ werden wollen, kam eine sehr standardisierte Antwort: Zunächst wird man darüber belehrt, dass 1973 die amerikanische Psychiatervereinigung APA Homosexualität vom DSM (Liste der psychischen Krankheiten) gestrichen hatte. Als Folge davon wurde das 1991 auch bei uns (hier: der ICD) so gehandhabt. Homosexualität sei keine Krankheit, sondern eine häufige Form menschlichen Zusammenlebens. Sie bedürfe deshalb keiner Therapie.

 

Abgesehen davon, dass dies keine Antwort auf die ursprüngliche Frage war (es ging nicht um eine „Therapie“ von Homosexualität, sondern um therapeutische Begleitung bei der Suche nach einem alternativen Leben!), wird hier – bewusst oder unbewusst – ein wesentliches Detail verschwiegen.

 

Die Tatsache, dass Homosexualität aus dem DSM bzw. ICD genommen wurde, beruhte keineswegs auf neuen medizinischen Erkenntnissen. Die lagen damals schlichtweg nicht vor – und tun dies auch heute nicht. Der Grund hierfür war allein politischer Art – ein erheblicher Druck der Schwulenbewegung. Selbst heute also lässt sich die DGPPN instrumentalisieren und verschließt politisch nicht korrekten Forschungen den Weg.

 

Weiterhin heißt es in der Antwort, die DGPPN lehne „reparative Therapien“ oder „Konversionstherapien“ entschieden ab. Auch hier: dies war nicht Gegenstand der Frage. Außerdem konnte ich keine Organisation und keinen Therapeuten hier in Deutschland ausfindig machen, der eine „Konversationstherapie“ anbietet. Auch hier geht die DGPPN der Schwulenbewegung auf dem Leim. Reparative Therapie und Konversionstherapie werden hier fälschlicherweise in einem Atemzug genannt, beschreiben aber etwas ganz anderes. Während eine Konversionstherapie die sexuelle Orientierung verändern will (es gibt mittlerweile tatsächlich Anzeichen für eine „Fluidität“ menschlicher Sexualität – sie ist also keineswegs in Stein gemeiselt!), konzentriert sich die Reparative Therapie auf einige der Faktoren, die zur Entwicklung gleichgeschlechtlicher Neigungen beitragen, etwa eine Störung der Geschlechts-Identität, unerfüllte legitime Bedürfnisse, ein gestörtes Verhältnis zum gleichgeschlechtlichen Elternteil etc. Dies ist offenbar der DGPPN noch nicht einmal bekannt – sie bedient sich ungeprüft der Meinung von wissenschaftlichen Laien, die ihre eigene Agenda verfolgen. Selbst das Argument, Homosexualität sei eine „häufige“ Form menschlichen Zusammenlebens, ist wissenschaftlich irrelevant. Eine psychische Störung, die häufig auftritt, wird alleine dadurch ja auch noch nicht zum weniger pathologisch. Die Tatsache, dass es viele tun, macht etwas weder in moralischer noch in medizinischer Form „besser“ oder „schlechter“.

 

Als medizinischen „Beleg“ für die eigene Sichtweise führt die DGPPN an, es gebe keine empirische Evidenz (Nachweis) für günstige Effekte von Konversionsverfahren, wohl könne Patienten dadurch aber Schaden zugefügt werden. Erneut wird hier auf eine Verfahren polarisiert, dass weder bei uns allgemein angewandt noch gefragt wurde. Derart pauschalisierte Aussagen sind nicht wissenschaftlich und schon gar nicht ethisch vertretbar. Jeder Therapeut und jede Therapeutin kann dem Hilfesuchenden potentiell Schaden zufügen. Die Frage ist, ob dann die Therapieform als ganze oder der Therapeut Schuld hierfür trägt. Da die DGPPN sich offensichtlich noch nicht einmal mit den wissenschaftlichen Arbeiten hierzu befasst hat und alternative Therapiemodelle auch im Studium nicht Gegenstand der Lehre sind, kann sie hierzu auch keine gültige Aussage treffen. Würde man die von ihr getroffenen Aussagen auf alle Formen sexuellen Empfindens übertragen und damit alles mehr oder weniger als „normale“ Formen menschlichen Zusammenlebens hinstellen, würde dies zu absurden und unverantwortlichen Ergebnissen führen.

 

Die Mitarbeiterin der DGPPN (der ich noch nicht einmal böse Absicht unterstellen will!) weist weiterhin darauf hin, dass psychische Erkrankungen unabhängig von der sexuellen Orientierung „anhand der klinisch relevanten Symptome gemäß ICD-10 Kriterien klassifiziert“ werden und dementsprechend von Fachleuten therapiert werden sollen. Dies ist schon aus wissenschaftlicher Sicht ein unsinniges Vorgehen. Hier werden bewusst Faktoren und Ursachen ausgeklammert bzw. voneinander getrennt gesehen, die durchaus etwas miteinander zu tun haben können. Mit anderen Worten: Der Patient bekommt nicht die beste Hilfe, die verfügbar ist, da dies politisch nicht korrekt ist.

 

Womit wir beim Abschluss-Statement der DGPPN-Kollegin sind: "Direkt oder indirekt erfahrene Diskriminierung kann zur Entstehung psychischer Erkrankungen bei homosexuellen Menschen beitragen." Hier trägt die schwule Propaganda reiche Früchte: alles, was nicht politisch korrekt ist, ist „Diskriminierung“. Hier wird in unglaublicher Art und Weise unterstellt, dass Therapeuten, die oben genannten Ratsuchenden Hilfe anbieten, nicht wissenschaftlich arbeiten, sondern „diskriminieren“. So macht man es sich selbst sehr einfach – man muss sich erst gar nicht mit dem Thema in einer objektiven, wissenschaftlichen Herangehensweise befassen, sondern stellt Andersdenkende als Menschen zweifelhaften moralischen Charakters dar. Das ist nichts anderes als unselige Propaganda.

 

Die angestrebte Therapie, so die DGPPN, ziele nicht auf die Homosexualität ab, sondern auf die Konflikte, die in Verbindung mit religiösen, gesellschaftlichen und internalisierten Normen entstehen. Mit anderen Worten: der gute alte Leitsatz „Nicht der Homosexuelle hat ein Problem, sondern die Gesellschaft“. Ziel des Therapeuten sei es, dass sich der/die Homosexuelle wieder gut bei dem fühle, was er/sie tut und gegebenenfalls alle Einstellungen überwindet, die dem entgegen stehen. Das ist keine wissenschaftliche Therapie, das ist ideologisch motivierte politische Korrektheit par excellence. Hier fügt die DGPPN ihrerseits möglicherweise denen Schaden zu, die aus persönlichen, religiösen oder anderweitigen Gründen ein Ausleben ihrer Neigungen nicht für gut heißen können. Anstelle ihnen beizustehen und ihre Ansichten zu respektieren, sorgt die DGPPN noch für Schuld- und Schamgefühle und will ihnen Ansichten aufschwatzen, die nicht die ihren sind. Mit welchem Recht?

 

 

Die Krankenkassen

 

Hier hält man sich mit einer klaren Antwort auf die Anfrage bedeckt. Die AOK etwa geht erst gar nicht auf dieses Thema ein, sondern verweist allgemein auf Informationen zur Psychotherapie. Auch hier wird einem Ratsuchenden offenbar nicht weiter geholfen. Soll man vielleicht erst alle Therapeuten in der Gegend abklappern, um einen zu finden, der bereit ist, einem beizustehen?

 

 

 

Die Kirchen

 

Bei einem Pastor, einem Priester etc. Hilfe zu suchen, ist beinahe ein Glücksspiel. Manch einer wird hier das finden, was er/sie sucht, allerdings ist die Bandbreite der Haltungen, Meinungen, Ansichten und Herangehensweisen hier – selbst innerhalb einer Kirche – enorm. Wenige halten sich an das, was ihre eigene Lehrautorität verkündet. Viele handeln nach eigenem Gutdünken. Wirklich empfehlenswert ist dies für Betroffene nicht. Zu groß ist das Risiko hierbei, an „den Falschen“ zu geraten – mit unkalkulierbaren Konsequenzen.

 

 

Angebote im Bereich Lebensberatung und Seelsorge

 

Hier sieht die Lage etwas besser aus. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind von anerkannten Lehreinrichtungen zertifizierte Lebensberater und Seelsorger in der Regel theoretisch und praktisch sehr gut ausgebildet und erfahren. Natürlich führen diese Einrichtungen keine Therapien durch, eine seelsorgerische Begleitung oder eine Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kann hier sehr hilfreich sein. Zu nennen sind hier etwa christliche Einrichtungen wie Wüstenstrom (www.wuestenstrom.de), das Weisse Kreuz (www.weisses-kreuz.de) oder Organisationen wie Jason International (http://jason-online.webs.com), der Partnerorganisation der internationalen, wohl ältesten Organisation auf diesem Gebiet: Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com).

 

 

Fazit

 

Der Standpunkt der DGPPN soll hier auf keinen Fall verteufelt werden. Selbstverständlich sind psychische Krankheitsbilder von entsprechenden Psychotherapeuten oder Psychiatern zu behandeln. Betroffene sollten hier keinesfalls zögern, Hilfe zu suchen. Nötigenfalls klärt ein Eingangsgespräch, ob der Therapeut/Arzt bereit ist, die Einstellung des Patienten zu akzeptieren und nicht dagegen zu arbeiten. Gleichwohl werden die meisten Betroffenen alleine dadurch nicht die Hilfe finden, die sie brauchen. Abgesehen davon hat nicht jeder von ihnen eine psychische Erkrankung. Deshalb ist ein TNetzwerk von Freunden, Seelsorgern, Lebensberatern, Therapeuten, Ärzten usw. nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Der DGPPN kann man nur wünschen, dass sie nicht das nachplappert, was andere ihr vorplappern, sondern sich als Teil eines Netzwerkes siieht und dieses – wie auch die Ratsuchenden und deren Überzeugungen selbst – respektiert.