Katholisch Leben!

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Wann verändern sich Menschen?

Posted on October 17, 2019 at 8:30 AM

Folgende Faktoren spielen bei Veränderungsprozessen eine Rolle:


Energie. Wer sich verändern will, braucht zuallererst die erforderliche Energie hierfür.


Ziel. Was wollen wir mit einer Veränderung erreichen?


Stress- und Frustrationstoleranz. Auf dem Weg zum Ziel wird es Hindernisse geben. Es ist unerlässlich, damit konstruktiv umzugehen. Wer ein Ziel hat, muss darauf hinarbeiten und sich ständig darauf fokussieren können, ohne den Willen zur Zielerreichung zu verlieren - auch wenn der Weg dorthin lang dauern und hart sein wird. Ausdauer und Geduld sind die Grundlagen für jede Veränderung. Für die hierfür nötigen Energiereserven muss laufend Sorge getragen werden.


Leidensdruck. In der Regel muss unser Leidensdruck erst eine bestimmte Höhe erreicht haben, bevor wir trotz unserer Bequemlichkeit einen Veränderungsprozess angehen.


Zeit. Eine Veränderung braucht zumeist Zeit.


Schock. Eine Veränderung wirkt oft wie ein Schock. Wesentlich ist nun, diesen überwinden zu können.


Einsicht. Die Notwendigkeit einer Veränderung muss rational erkannt werden.


Akzeptanz. Neben der rationalen Akzeptanz ist auch die emotionale Akzeptanz einer Veränderung wichtig.


Ausprobieren. Für eine Veränderung muss man sich aktiv mit den neuen Anforderungen und Aufgaben auseinandersetzen.


Erkenntnis. Welche Auswirkungen hat die Veränderung und welche Kompetenzen haben wir hierfür?


Integration. Die neu gewonnene Selbstsicherheit und die ersten positiven Erfolge führen zu einer Integration der Veränderung in den Alltag.


Verneinung. Wenn wir mit der Notwendigkeit einer Veränderung konfrontiert wird, reagiert in der Regel ablehnend und abweisend. Seine Komfortzone verlassen zu können, ist aber notwendig, um sich zu verändern.


Werte. Um uns auf ein Ziel hin zu verändern, muss dieses mit unserem Wertesystem übereinstimmen.


Hilfe und Feedback. Wer sich verändern will, muss sich Hilfe und Feedback von anderen holen können.


Aufgeschlossenheit. Wer sich auf etwas Neues zubewegen will, muss dem gegenüber aufgeschlossen sein.


Eigenverantwortung. Nicht meine Kindheit, nicht meine Eltern und Umgebung und auch nicht meine Gene sind für unser Leben verantwortlich, sondern wir allein! Wir haben es in der Hand, uns zu verändern!


Flexibilität. Wer sich verändern will, muss flexibel und anpassungsfähig sein.


Fehler. Wer sich verändern will, muss akzeptieren, dass Fehler geschehen und daraus lernen können.


Lernen - lebenslang. Um sich verändern zu können, muss man das Leben als lebenslanges Lernen begreifen.


Körper, Psyche und Spiritualität wirken bei jeder Veränderung mit und müssen deshalb als Einheit berücksichtigt werden. Bei einer Veränderung des Verhaltens oder der Gedanken bzw. Einstellung sind deshalb die Gedanken, Medikamente, der Organismus, Verstärker, Kontingenz, das System, die Übung, Stimuli und die Spiritualität zu berücksichtigen.


(Quellen: u.a. https://www.ankevonplaten.de/blog/faktoren-veraenderung/, https://www.selbstbewusstsein-staerken.net/persoenlichkeitsentwicklung/, https://change-leadership.org/die-sieben-phasen-der-individuellen-veraenderung/, https://bts-ips.de/wp-content/uploads/2016/06/67_11-10_BTS_aktuell.pdf, https://www.bts-wuppertal.de/Prospekte/BTS_Broschuere.pdf. Abgerufen am 17.10.2019)


Anger issues?

Posted on April 13, 2017 at 4:50 PM

Have you ever been told you have an "anger issue" - along with some Bible verses to help you to repent? Anger is a completely normal emotion. Nobody (!) does NOT get angry. Jesus got angry. He got so angry He chased the merchants out of the temple. Stop pretending you have no emotions and/or emotions are a bad thing. Emotions have a function in our lives. We have them for a reason. Without emotions, humanity would not even have survived. They protect us, motivate us or prevent us from doing something. Get a life!

Advice

Posted on December 17, 2016 at 10:30 AM

I find it funny when Christian counselors or people who are involved in pastoral care keep on repeating the "mantra" that you should not give advice to someone, but rather help him or her finding it out themselves while at the same time "guiding" them into exactly the very direction the advice would have gone. This is what people usually refer to as manipulation. To help someone find out things by himself or herself has its place in counseling - as well as an advice has.

Emotions and Facts

Posted on December 17, 2016 at 10:25 AM

To tell someone in a discussion to leave away emotions when talk about facts is absurd and scientifically nonsense. First, it is impossible to discuss without emotions. Second, it is not a bad thing to have emotions. They have many functions. Only one of them: they help us remembering things better. Whoever tells someone else to "stop being emotional" basically surpresses and denies his own emotions. They then seek another hole to come out. One example: If someone steps on your foot with high heels, it is a good thing to let the anger, frustration and hurt out - like by yelling and screaming. If you pretend nothing happened, the emotions will find another way. Example: you then write an "intellectual" book about why high heels should be forbidden.

Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren?

Posted on June 12, 2015 at 1:20 PM

Immer wieder wird auch von gläubigen Christen die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren befürwortet. Was ist schon dabei? Ist Segnung nicht etwas Gutes?

Ist sie, eben deshalb ist das ein grober Missbrauch von kirchlichen Riten.

 

„Segen (althochdeutsch segan, auch segon, segin, segen, entlehnt aus lateinisch signum 'Zeichen, Abzeichen, Kennzeichen', ab dem späten 2. Jahrhundert auch Kreuzzeichen) bezeichnet in Religionen ein Gebet oder einen Ritus, wodurch Personen oder Sachen Anteil an göttlicher Kraft oder Gnade bekommen sollen. Der christliche Begriff Segen entspricht dem lateinischen Wort benedictio, abgeleitet von benedicere aus bene „gut“ und dicere „sagen“ (also eigentlich von jemandem gut sprechen, jemand loben, preisen). Durch das Latein der Kirche bedeutet benedicere ab dem 3. Jahrhundert auch „segnen, benedeien, den Segen ausprechen über usw.“

Ziel des Segens ist die Förderung von Glück und Gedeihen oder die Zusicherung von Schutz und Bewahrung. Der Segen erfolgt mit Worten und Gebärden (z. B. Handauflegung, Segensgestus, Ausbreiten der Hände, Kreuzzeichen, Salbung), die die wohltätige Zuwendung eines Gottes zu der gesegneten Person oder der gesegneten Sache symbolisieren (siehe Segenszeichen).“ (Wikipedia)

 

Wie kann etwas Anteil an göttlicher Kraft oder Gnade bekommen, das durch seine bloße Existenz oder den Vollzug von etwas dem innersten Wesen des christlichen Glaubens widerspricht?

Eine lebenslange und monogame Ehe zwischen Mann und Frau ist ein Bund, bei dem sich der Mann in lebensspendender Art und Weise der Frau hingibt (im Gegensatz zum zivilrechtlichen Vertrag, bei dem Eigentum oder Rechte ausgetauscht werden). In ähnlicher Art und Weise hat sich Jesus Seiner Braut, der Kirche hingegeben. Mann und Frau werden eins – so sehr eins, dass man diesem „eins“ neun Monate später einen Namen geben muss (sozusagen ein Abbild der Dreifaltigkeit). Sinn und Zweck der Ehe ist sowohl das Wohl der Ehegatten als auch die Zeugung von Nachwuchs (also keineswegs nur die Nachkommenschaft allein, wie fälschlicherweise oft angeführt wird. Die Bibel selbst betont den Wert und die Freude an Sexualität, so wie Gott sie versteht!). Nichts anderes als die Ehe zwischen Mann und Frau kommt dem gleich. Etwas, das dem in grober Weise widerspricht, kann auch nicht unter göttlichen Schutz und göttlicher Gnade gestellt werden. Wenn alleine ein diffuses und unbestimmtes Gefühl (zur Erinnerung: Gefühle kommen und gehen; Liebe ist mehr als nur ein Gefühl!) ausreicht, um unter den besonderen Schutz Gottes gestellt zu werden, so erhält man absurde Ergebnisse, wenn man diese Logik weiter verfolgt. Was oder wen kann man nicht alles „lieben“!

Diese traditionelle christliche Ehe ist auch nicht das Produkt einer bestimmten Kultur oder nur zum Lebenserhalt der damaligen Menschen bestimmt. Sie wurde in unterschiedlichsten biblischen Büchern zu unterschiedlichsten Zeiten und Kulturen als wichtig erachtet – und letztlich von Jesus selbst bekräftigt, der eindeutig auf den Standard von Genesis verwies. Ihm kann man wohl kaum unterstellen, er hätte keine Ahnung von „Liebe“ gehabt, so wie wir sie kennen – oder dies nur für eine bestimmte Zeit gesagt. Nichts davon lässt sich aus der Bibel und Kirchengeschichte belegen.

Wenn man das Ganze nun in wohlklingende christliche Phrasen kleidet, sagt man eigentlich mehr über sich selbst aus, als über das, was man dadurch begründen möchte.

Wenn zwei (oder mehr?) Menschen ein wie auch immer geartetes Gefühl der „Liebe“ haben, so ist es, was es ist: ein Gefühl. Das alleine macht nichts, aber auch gar nichts moralisch gut oder richtig und erst recht nicht akzeptabel aus christlicher Sicht. Wenn alles, was Menschen „lieben“ können, an sich schon eine kirchliche Segnung bekommen dürfte, würde das zu untragbaren Folgerungen führen, wenn diese Argumentation auf andere Konstellationen des Zusammenlebens ausgeweitet wird. Wenn sie denn so „tiefgläubig“ sind, wie oft angeführt wird, sollten sie auch den Geboten der Bibel und der Kirche folgen. Diese wurden schließlich zum Schutz des eigenen Seelenheils erlassen – und nicht, weil uns jemand gerne herum kommandiert.

Wenn „tiefgläubig“ jedoch nur ein abstrakter Ausdruck des intellektuellen Glaubens an Gott ist, so sagt uns die Bibel selbst, dass selbst die Dämonen glauben. Wenn der Glaube sich nicht in Werken zeigt, ist er sinn- und wertlos.

Auf Basis all dessen ist es also grundfalsch, zu behaupten, gleichgeschlechtliche Paare würden „bereits in und mit dem Segen Gottes leben“, alleine weil sie sich „lieben“ und „tiefgläubig“ sind.

Da hilft es dann auch nicht, wenn derartige Irrlehren von „Theologen“ verbreitet werden. Eine irrige Überzeugung ist und bleibt falsch – egal, wie viele Titel der Autor der Irrlehre anführt.

Die Kirche ist keine Demokratie, bei der über Glaubensüberzeugungen abgestimmt wird – und darf dies auch niemals sein. Wohin eine manchmal geforderte „Reformation“ führt, sieht man ja momentan anhand der Evangelischen Kirche. Diese ist spirituell gesehen im freien Fall. Dafür hätte man wirklich keine „Reformation“ gebraucht.

Man hilft Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen nicht, wenn man ihre Verbindungen segnet. Wer Liebe an den falschen Orten und bei den falschen Menschen sucht, sollte auch nicht noch den Stempel der Kirche bekommen, sondern stattdessen eine unterstützende Seelsorge (wie sie etwa seit langem von der Einrichtung Jason http://jason-online.webs.com angeboten und stur von vielen Kirchen und Gemeinden ignoriert wird – teils auf Basis von Vorurteilen, teils aus reiner Unkenntnis).

Leider ist die Kirche teils zu einem „Wohlfühl-Christentum“ verkommen, wo die subjektive Wellness des Einzelnen und nicht das Große Gebot und der Missionsauftrag Jesu im Mittelpunkt steht. Für Wellness mit einem spirituellen Touch braucht aber niemand die christliche Kirche, weshalb sie drauf und dran ist, in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Wenn die Kirche versucht, wie die Welt zu sein, gibt es keinen Grund mehr für ihre Existenz.

Ich finde es peinlich, wenn sogar Priester aberwitzige pseudo-wissenschaftliche Begründungen für ihre Thesen anführen – etwa, dass es „Homosexualität“ ja auch im Tierreich gebe. Es gibt auch Spinnenarten, die nach der Begattung ihre männlichen Partner töten. Ist das alleine deshalb schon richtig, weil es im Tierreich vorkommt und deshalb auch für die moralische Bewertung menschlichen Handels gelten soll? Mit Verlaub, das ist armselig.

„Gott ist Liebe“ - mit diesem Grundsatz wird alles gerechtfertigt, was sich irgendwie Liebe nennt. Was aber wahre Liebe im christlichen Sinne ist, hat uns Jesus selbst vorgelebt. Dies mit gleichgeschlechtlichen (und möglicherweise auch anderen?) Verbindungen zu vergleichen, ist Theologie für Arme.

Wer die Bibel her nimmt, um seine eigenen Überzeugungen zu billigen, missbraucht diese und schafft sich seinen eigenen Glauben – und Gott. Das ist Götzendienst in Reinform.

Die traditionelle christliche Ehe wird im besten Theologen-Deutsch als „Engführung“ bezeichnet – was den Zustand (besonders der deutschen!) Theologie widerspiegelt, über die zu Recht das christliche Ausland verständnislos den Kopf schüttelt.

Wenn dann sogar Priester fordern, die Kirche solle gleichgeschlechtliche Paare segnen, damit diese ihre Verbindung „mit Gottes Liebe recht leben können“, so frage ich mich ernsthaft, wo diese Männer Theologie studiert haben und wer ihnen eine Gemeinde zur Leitung übertragen hat.

Wie es so schön heißt: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint – und darunter dürfte Vieles dieser Schwulen-freundlichen „Theologie“ fallen.

Wir leben in einer Zeit, in der ein Großteil derer, die eigentlich die Kirche leiten sollen, versagen und die Menschen in die Irre führen.

Dies ist aber kein Grund zur Verzweiflung. Christen haben etwas, was vielen anderen fehlt: Hoffnung. In solchen Zeiten ruft Gott auch und gerade einfache Menschen, aufzustehen und für Ihn und Seine Kirche einzutreten. Nichts anderes waren die Apostel – einfache Menschen, die dem Ruf Jesu gefolgt waren.

München den 12.06.2015

Robert Gollwitzer

Jason International

http://jason-online.webs.com

Go Out and Make Disciples

Posted on February 8, 2015 at 7:45 AM

We as Christians are called to go and and make disciples. We should never content ourselves just meeting on a weekly basis like a religious club and listening to nicely sounding messages. Going out, however, means going out to those who need the Lord most: The poor, the sick, the lonely, the drug addicts, the hookers, the sexually broken, the gays, the desperate, the criminals, the inmates and many more. That means diving into their (!) waters. Only working on finding new ways to lure people into the Church (building) won't cut the deal. Those people will not even waste a thought on our nicely thought-out programs. If we go to where they are at though, we need to be aware that this is the kingdom of the Prince of the Air. These are highly dangerous waters, even though they offer us the greatest challenge for a rich harves for the Lord. To go there means to prepare - to put on our spiritual armour. Having a daily spiritual structure and surrounding ourselves with good and solid Christians is crucial if we want to face the evil. Then again - there is nothing like that. THIS is what Jesus wants us to do and where he wants us to be at. All the angels in heaven will cheer for each sould saved, for each sheep that finds its way back to the flock! Hallelujah!

Bekommen Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen keine Hilfe?

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Alle Unterstützung für aktive Schwule, aber keine für die, die erst gar nicht dorthin wollen?

 

Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen haben in der Regel ein breites Angebot an Beratungs- und sonstigen Dienstleistungen zur Verfügung – wenn sie diese ausleben. Staatlicherseits dick subventioniert bleibt hier kaum ein Wunsch oder Bedürfnis unbefriedigt.

Will man/frau aber – aus welchen Gründen auch immer – dieses Leben verlassen oder erst gar nicht dorthin kommen, sieht es rabenschwarz aus.

 

Therapien

 

Ansprechpartner für psychotherapeutische Unterstützung: Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Auf eine Anfrage hin, ob es denn für Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen Unterstützung gibt – wohlgemerkt nicht (!) automatisch für Menschen, die „heterosexuell“ werden wollen, kam eine sehr standardisierte Antwort: Zunächst wird man darüber belehrt, dass 1973 die amerikanische Psychiatervereinigung APA Homosexualität vom DSM (Liste der psychischen Krankheiten) gestrichen hatte. Als Folge davon wurde das 1991 auch bei uns (hier: der ICD) so gehandhabt. Homosexualität sei keine Krankheit, sondern eine häufige Form menschlichen Zusammenlebens. Sie bedürfe deshalb keiner Therapie.

 

Abgesehen davon, dass dies keine Antwort auf die ursprüngliche Frage war (es ging nicht um eine „Therapie“ von Homosexualität, sondern um therapeutische Begleitung bei der Suche nach einem alternativen Leben!), wird hier – bewusst oder unbewusst – ein wesentliches Detail verschwiegen.

 

Die Tatsache, dass Homosexualität aus dem DSM bzw. ICD genommen wurde, beruhte keineswegs auf neuen medizinischen Erkenntnissen. Die lagen damals schlichtweg nicht vor – und tun dies auch heute nicht. Der Grund hierfür war allein politischer Art – ein erheblicher Druck der Schwulenbewegung. Selbst heute also lässt sich die DGPPN instrumentalisieren und verschließt politisch nicht korrekten Forschungen den Weg.

 

Weiterhin heißt es in der Antwort, die DGPPN lehne „reparative Therapien“ oder „Konversionstherapien“ entschieden ab. Auch hier: dies war nicht Gegenstand der Frage. Außerdem konnte ich keine Organisation und keinen Therapeuten hier in Deutschland ausfindig machen, der eine „Konversationstherapie“ anbietet. Auch hier geht die DGPPN der Schwulenbewegung auf dem Leim. Reparative Therapie und Konversionstherapie werden hier fälschlicherweise in einem Atemzug genannt, beschreiben aber etwas ganz anderes. Während eine Konversionstherapie die sexuelle Orientierung verändern will (es gibt mittlerweile tatsächlich Anzeichen für eine „Fluidität“ menschlicher Sexualität – sie ist also keineswegs in Stein gemeiselt!), konzentriert sich die Reparative Therapie auf einige der Faktoren, die zur Entwicklung gleichgeschlechtlicher Neigungen beitragen, etwa eine Störung der Geschlechts-Identität, unerfüllte legitime Bedürfnisse, ein gestörtes Verhältnis zum gleichgeschlechtlichen Elternteil etc. Dies ist offenbar der DGPPN noch nicht einmal bekannt – sie bedient sich ungeprüft der Meinung von wissenschaftlichen Laien, die ihre eigene Agenda verfolgen. Selbst das Argument, Homosexualität sei eine „häufige“ Form menschlichen Zusammenlebens, ist wissenschaftlich irrelevant. Eine psychische Störung, die häufig auftritt, wird alleine dadurch ja auch noch nicht zum weniger pathologisch. Die Tatsache, dass es viele tun, macht etwas weder in moralischer noch in medizinischer Form „besser“ oder „schlechter“.

 

Als medizinischen „Beleg“ für die eigene Sichtweise führt die DGPPN an, es gebe keine empirische Evidenz (Nachweis) für günstige Effekte von Konversionsverfahren, wohl könne Patienten dadurch aber Schaden zugefügt werden. Erneut wird hier auf eine Verfahren polarisiert, dass weder bei uns allgemein angewandt noch gefragt wurde. Derart pauschalisierte Aussagen sind nicht wissenschaftlich und schon gar nicht ethisch vertretbar. Jeder Therapeut und jede Therapeutin kann dem Hilfesuchenden potentiell Schaden zufügen. Die Frage ist, ob dann die Therapieform als ganze oder der Therapeut Schuld hierfür trägt. Da die DGPPN sich offensichtlich noch nicht einmal mit den wissenschaftlichen Arbeiten hierzu befasst hat und alternative Therapiemodelle auch im Studium nicht Gegenstand der Lehre sind, kann sie hierzu auch keine gültige Aussage treffen. Würde man die von ihr getroffenen Aussagen auf alle Formen sexuellen Empfindens übertragen und damit alles mehr oder weniger als „normale“ Formen menschlichen Zusammenlebens hinstellen, würde dies zu absurden und unverantwortlichen Ergebnissen führen.

 

Die Mitarbeiterin der DGPPN (der ich noch nicht einmal böse Absicht unterstellen will!) weist weiterhin darauf hin, dass psychische Erkrankungen unabhängig von der sexuellen Orientierung „anhand der klinisch relevanten Symptome gemäß ICD-10 Kriterien klassifiziert“ werden und dementsprechend von Fachleuten therapiert werden sollen. Dies ist schon aus wissenschaftlicher Sicht ein unsinniges Vorgehen. Hier werden bewusst Faktoren und Ursachen ausgeklammert bzw. voneinander getrennt gesehen, die durchaus etwas miteinander zu tun haben können. Mit anderen Worten: Der Patient bekommt nicht die beste Hilfe, die verfügbar ist, da dies politisch nicht korrekt ist.

 

Womit wir beim Abschluss-Statement der DGPPN-Kollegin sind: "Direkt oder indirekt erfahrene Diskriminierung kann zur Entstehung psychischer Erkrankungen bei homosexuellen Menschen beitragen." Hier trägt die schwule Propaganda reiche Früchte: alles, was nicht politisch korrekt ist, ist „Diskriminierung“. Hier wird in unglaublicher Art und Weise unterstellt, dass Therapeuten, die oben genannten Ratsuchenden Hilfe anbieten, nicht wissenschaftlich arbeiten, sondern „diskriminieren“. So macht man es sich selbst sehr einfach – man muss sich erst gar nicht mit dem Thema in einer objektiven, wissenschaftlichen Herangehensweise befassen, sondern stellt Andersdenkende als Menschen zweifelhaften moralischen Charakters dar. Das ist nichts anderes als unselige Propaganda.

 

Die angestrebte Therapie, so die DGPPN, ziele nicht auf die Homosexualität ab, sondern auf die Konflikte, die in Verbindung mit religiösen, gesellschaftlichen und internalisierten Normen entstehen. Mit anderen Worten: der gute alte Leitsatz „Nicht der Homosexuelle hat ein Problem, sondern die Gesellschaft“. Ziel des Therapeuten sei es, dass sich der/die Homosexuelle wieder gut bei dem fühle, was er/sie tut und gegebenenfalls alle Einstellungen überwindet, die dem entgegen stehen. Das ist keine wissenschaftliche Therapie, das ist ideologisch motivierte politische Korrektheit par excellence. Hier fügt die DGPPN ihrerseits möglicherweise denen Schaden zu, die aus persönlichen, religiösen oder anderweitigen Gründen ein Ausleben ihrer Neigungen nicht für gut heißen können. Anstelle ihnen beizustehen und ihre Ansichten zu respektieren, sorgt die DGPPN noch für Schuld- und Schamgefühle und will ihnen Ansichten aufschwatzen, die nicht die ihren sind. Mit welchem Recht?

 

 

Die Krankenkassen

 

Hier hält man sich mit einer klaren Antwort auf die Anfrage bedeckt. Die AOK etwa geht erst gar nicht auf dieses Thema ein, sondern verweist allgemein auf Informationen zur Psychotherapie. Auch hier wird einem Ratsuchenden offenbar nicht weiter geholfen. Soll man vielleicht erst alle Therapeuten in der Gegend abklappern, um einen zu finden, der bereit ist, einem beizustehen?

 

 

 

Die Kirchen

 

Bei einem Pastor, einem Priester etc. Hilfe zu suchen, ist beinahe ein Glücksspiel. Manch einer wird hier das finden, was er/sie sucht, allerdings ist die Bandbreite der Haltungen, Meinungen, Ansichten und Herangehensweisen hier – selbst innerhalb einer Kirche – enorm. Wenige halten sich an das, was ihre eigene Lehrautorität verkündet. Viele handeln nach eigenem Gutdünken. Wirklich empfehlenswert ist dies für Betroffene nicht. Zu groß ist das Risiko hierbei, an „den Falschen“ zu geraten – mit unkalkulierbaren Konsequenzen.

 

 

Angebote im Bereich Lebensberatung und Seelsorge

 

Hier sieht die Lage etwas besser aus. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind von anerkannten Lehreinrichtungen zertifizierte Lebensberater und Seelsorger in der Regel theoretisch und praktisch sehr gut ausgebildet und erfahren. Natürlich führen diese Einrichtungen keine Therapien durch, eine seelsorgerische Begleitung oder eine Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kann hier sehr hilfreich sein. Zu nennen sind hier etwa christliche Einrichtungen wie Wüstenstrom (www.wuestenstrom.de), das Weisse Kreuz (www.weisses-kreuz.de) oder Organisationen wie Jason International (http://jason-online.webs.com), der Partnerorganisation der internationalen, wohl ältesten Organisation auf diesem Gebiet: Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com).

 

 

Fazit

 

Der Standpunkt der DGPPN soll hier auf keinen Fall verteufelt werden. Selbstverständlich sind psychische Krankheitsbilder von entsprechenden Psychotherapeuten oder Psychiatern zu behandeln. Betroffene sollten hier keinesfalls zögern, Hilfe zu suchen. Nötigenfalls klärt ein Eingangsgespräch, ob der Therapeut/Arzt bereit ist, die Einstellung des Patienten zu akzeptieren und nicht dagegen zu arbeiten. Gleichwohl werden die meisten Betroffenen alleine dadurch nicht die Hilfe finden, die sie brauchen. Abgesehen davon hat nicht jeder von ihnen eine psychische Erkrankung. Deshalb ist ein TNetzwerk von Freunden, Seelsorgern, Lebensberatern, Therapeuten, Ärzten usw. nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Der DGPPN kann man nur wünschen, dass sie nicht das nachplappert, was andere ihr vorplappern, sondern sich als Teil eines Netzwerkes siieht und dieses – wie auch die Ratsuchenden und deren Überzeugungen selbst – respektiert.