Katholisch Leben!

Den katholischen Glauben kennen, leben, lieben & verteidigen!

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Katholische Pfarreien

Posted on January 23, 2018 at 1:55 PM

Habe mir heute die Homepages einiger katholischer Pfarreien angesehen.

Ehrlich gesagt fragte ich mich dabei, wer denn überhaupt so eine Pfarrei braucht? Vom katholischen Glauben sogut wie gar nichts. Katechese - also Unterrichtung im Glauben (ich kann nur lieben, was ich auch kenne) - null. Mission/Evangelisierung - null. Ein wenig Flüchtlingshilfe, weil's wohl gerade "in" ist (ohne überhaupt über deren Sinn nachzudenken). Mutter/Kind-Gruppen. Eine Menge Meditation. Beichte nur auf Anfrage.

DAS kann die Welt da draussen wahrlich besser. Für solchen Quatsch brauche ich weiß Gott (pun intended) keine katholische Pfarrei.

Als Katholik blutet mir da das Herz.

Pfarrverbaende

Posted on April 19, 2015 at 9:40 AM

In unserem Pfarrverband findet demnächst ein großes Fest statt, mit dem gefeiert werden soll, dass demnächst zu den bestehenden drei Pfarreien noch eine vierte kommen soll. Dabei wird auch um viele helfende Hände geworben.

Ohne mich. Das ist für mich kein Grund zum Feiern, sondern zum Trauern. Die unsinnige Praxis, immer mehr und immer größere Pfarrverbände zu schaffen, ist genau das Gegenteil dessen, was wir momentan brauchen: Eine Kirche, die sich auf das besinnt, wofür sie gegründet wurde und die jeden Einzelnen mit einschließt und wie eine große Familie umfasst. Eine Kirche, deren Ziel die Umsetzung des Größten Gebotes und des Missionsauftrages ist. Stattdessen werden Verwaltungszentren geschaffen - mit fadenscheinigen bis schlichtweg falschen Argumenten. Es ist keineswegs so, dass sich die Kirche als solche die kleinen Kirchen nicht mehr leisten kann. Zum einen ist die Kirche - besonders hier in Deutschland! - unermesslich reich, und wird mit jedem Jahr reicher (steigende Kirchensteuereinnahmen bei sinkenden Mitgliederzahlen). Zum anderen wäre es weitaus besser, die einzelnen Pfarrgemeinden nach dem Vorbild der "Freikirchen" zu organisieren - autonom handelnd, wenn auch unter dem Dach der Diözese und der (abgespeckten) Leitung des Ortsbischofs.

Auch ist es einfach falsch, dass die Zahl der Priester zurückgeht. Weltweit steigt sie. Da viele unserer Priester sowieso aus anderen Ländern kommen, ist diese Argument schlichtweg vorgeschoben.

Ich werde keine Gründung oder Vergrößerung von Pfarrverbänden feiern und mich auch weiterhin gegen diese aussprechen - auch wenn ich damit aus dem Rahmen falle und ein Nestbeschmutzer bin.

Das war Jesus auch.

Eine Schande!

Posted on March 14, 2015 at 3:15 PM

Jede Pfarrei hat die Anzahl von Gottesdienstbesuchern, die sie verdient – dieser Gedanke kam mir heute. Nur leider haben manche Pfarreien auch Seelsorger, die sie wirklich nicht verdienen.

Zur Vorgeschichte: In unserem Pfarrverband wird das Kirchenrecht seit längerem mit Füßen getreten. Da gibt es „Queer-Gottesdienste“, also Eucharistiefeiern für offen schwul lebende Menschen, Laienpredigten ohne begründeten Anlass usw. Nach erfolglosen Hinweisen an den zuständigen Pfarrer (der nur per Email mitteilte, dass er die Unrechtmäßigkeit des Ganzen genauso sehe, aber was solle er denn machen, sein Blutdruck sei eh schon so hoch…), habe ich wohl oder über eine kirchenrechtliche Anzeige beim Ordinariat eingereicht (die auf der Homepage der Glaubenskongregation angegebene Kontakt-Emailadresse stellte sich als nicht existent bzw. nicht funktionierend heraus!). Der Pfarrer meldete sich überrascht bei mir (er meinte, das Thema sei mit seinem Hinweis erledigt – man stelle sich das einmal vor!) und erzählte mir, er sei zu einem Gespräch beim Ordinariat eingeladen und was ich denen denn geschrieben hätte. Das Ordinariat wiederum versicherte mir sinngemäß, dass dem Ganzen nachgegangen werde. Eine Antwort oder eine Info bezüglich des Ergebnisses habe ich weder vom Ordinariat erhalten.

Die „Queer-Gottesdienste“ wurden und werden weiter abgehalten.

Zumindest habe ich keine Laienpredigten mehr erlebt – bis heute.

Ich war in der Samstagabend-Messe und der Priester kündigte an, nach dem Evangelium werde der Pastoralreferent ein Glaubenszeugnis abgeben. Ich hatte schon üble Vorahnungen, da dies wie ein schlechter Versuch klang, eine Laienpredigt anders zu benennen, weil man mal gelesen hatte, dass Glaubenszeugnisse von Laienerlaubt seien.

Nun bin ich kein Experte für katholisches Kirchenrecht, aber meiner Kenntnis nach sollten Glaubenszeugnisse (also etwa Schilderungen, wie ein Mensch aus einem sündhaften Leben heraus zu Gott fand) bestenfalls die Messe ergänzen und bereichern, nicht aber eine Predigt ersetzen – aber wie auch immer.

Was dann aber folgte, bestätigte meine schlimmsten Vorahnungen: Es folgte eine gewöhnliche Predigt, die auf die Schriftlesung bzw. das Evangelium einging und teils Bestandteile enthielt, die ich als schlechte und unqualifizierte hobby-psychologische Ratschläge empfand. Keinesfalls aber war dies ein Glaubenszeugnis.

Hier wurde das Kirchenrecht nicht nur gebrochen, sondern auf das Übelste vergewaltigt. Auch die anwesenden Gläubigen wurden für dumm verkauft und bewusst in die Irre geführt.

Eine Schande ist das! Eine Schande für den anwesenden Priester, den Pastoralreferenten, das Ordinariat und die gesamte Kirche!

Da wird einem erzählt, wieviel Wert man auf die Ausbildung der kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lege, aber was ich hier laufend erleben muss, spottet jeder Beschreibung.

Ach ja: es waren nur eine Handvoll Gläubige anwesend, die sich im großen Kirchenrauf verloren. Was mich auch nicht wundert. Wenn Menschen in der Kirche nicht mehr die spirituelle Nahrung erhalten, die sie brauchen, kommen sie nicht mehr oder suchen sich diese anderswo.

Man kann nur hoffen, dass die wenigen standhaften Gläubigen jetzt die Not der Stunde sehen und für ihren Glauben und ihren Herrn aufstehen!

München, 14.03.2015

Robert Gollwitzer

Radical Change

Posted on February 8, 2015 at 6:15 AM

Maybe there are only "lively Catholic parishes" in Europe because the Church over here - especially the Church in Germany! - is so unbelievably rich she can still afford to pay pastoral workers? It is aburd that even though the number of people that leave the Church is increasing dramatically, the Catholic Church in Germany still has increasing income through the taxation system we have over here. This is very unhealthy and hinders the Church of real and substantial change. As long as there is no need for her to do that because she gets richer and richer, why should she even think about steps to take to go back to what she once was called for - fulfilling the Great Commandment and the Great Commission, like all the rest of us Christians? Yes, the Church is getting smaller as to her members - and this is a good thing. We here in Germany should also abolish that taxation system that allows her to automatically tax working Catholics through the State and take their money right from their pay checks. The secularisation of the 1800s is over. Wake up. All those huge red tape institutions like the ordinariates need to go or at least shrink to their absolute necessary sizes. This is the only way the Church will become the living body of Christ again. Everything else just helps making things worse. If you read "Father Elijah" by Michael O'Brien you know what I am talking about.

Freiheit für die Ortspfarreien!

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Wie kommt es eigentlich, dass katholische Pfarreien derartig abhängig von der Diözese sind? Der Ortsbischof hat die spirituelle Autorität - aus gutem Grund! - alles andere aber sollte vor Ort geschehen und entschieden werden. Weg mit dem Berufs-Katholikentum!