Katholisch Leben!

Den katholischen Glauben kennen, leben, lieben & verteidigen!

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Leitbilder

Posted on September 3, 2016 at 11:25 AM

Was nützt es, wenn kirchliche Organisationen schön klingende Slogans und Leitsätze haben, wenn diese nicht von jedem einzelnen Mitarbeiter täglich umgesetzt werden? Was hilft es, wenn diese Mitarbeiter gar nicht wissen, wie sie das tun sollen? Was bringen diese Leitsätze, wenn sowieso seit Jahren bei Neueinstellungen weie bei bestehendem Personal überhaupt nicht mehr darauf geachtet wird, ob sie überhaupt gemäß der Glaubens- und Sittenlehre der Kirche leben? Was ich nicht in mir habe, kann ich auch nicht nach außen leben - da hilft der schönste Leitsatz nichts. Das innerhalb dieser Organisationen ansprechen zu wollen, ist vergebliche Liebesmüh. Da hilft nur Druck von außen - von den Gläubigen wie der Gesellschaft.

Das Drama katholischer Liturgie oder: von der Notwendigkeit, zu den Wurzeln zu gehen

Posted on April 5, 2015 at 10:40 AM

Was sich momentan in vielen katholischen Messen abspielt, ist ein folgenschweres Drama ohnegleichen. Die Messe verkommt oft zu einem laienhaft aufgeführten Theaterstück – frei nach dem Motto: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Das Kirchenrecht wird bewusst mit Füßen getreten und bei einigen der beteiligten „Seelsorger“ darf man zu Recht fragen, ob das wirklich das Ergebnis eine Theologiestudiums und jahrelanger Ausbildung ist – denn dann wäre das Ganze für die Katz gewesen. Mir liegt aber nicht nur daran, Fehlentwicklungen offen zu benennen und wenn nötig auch Menschen direkt zu konfrontieren, ich will auch Lösungsvorschläge bieten.

Los geht’s:

1) Die Liturgie einer katholischen Messe folgt einer Struktur, die im Wesentlichen bis zurück in das früheste Christentum geht – aus gutem Grund. Die Struktur an sich hat eine klare Bedeutung, einen Wert und eine unglaubliche Schönheit und muss deshalb auch den Gläubigen vermittelt und vor allem beibehalten werden. Es kann nicht angehen, dass eigenmächtig wesentliche Teile über den Haufen geworfen und zu Gunsten eines Theaterstücks ersetzt werden. Abgesehen von dieser festen Struktur bietet die Liturgie genügend Spielraum für eine Aktualisierung und Individualisierung.

2) So sollten etwa die Schriftlesungen auch gemäß den Vorgaben gehalten und nicht durch Spiele mit den Ministranten ersetzt werden. Sie bilden zusammen mit dem Evangelium eine wunderschöne Einheit, die nur im Ganzen zum Tragen kommt.

3) Die Liturgie hat sich völlig verweiblicht. Dies ist nicht den Frauen „anzulasten“ – sie tun nur das, was Männer unterlassen zu tun (und Gott sei Dank tun sie es!). Nur mit männlichen und weiblichen Elementen aber bildet die Liturgie eine Einheit. Wenn selbst die männlichen Diakone und Pastoral- oder Gemeindereferenten mehr oder weniger wie verweichlicht wirkende Männlein dastehen und eine ebensolche Botschaft vermitteln, werden Frauen nicht angesprochen – und Männer sind schon längst eingeschlafen oder kommen erst gar nicht mehr. Bei manchen von diesen „Männern“ Beiträgen oder vorgelesenen Texten fragt man sich schon, ob nichts zu sagen eine bessere Alternative gewesen wäre als das seichte theologische Blabla.

4) Für Predigten gibt es in der katholischen Kirche klare Vorschriften: In der Regel hat in einer sonntäglichen Messe der Priester (gegebenenfalls der Diakon) zu predigen. Laien (etwa Pastoral- oder Gemeindereferenten) dürfen nur in klar definierten Ausnahmefällen predigen. Der Hintergrund ist eindeutig: Ein Priester steht in apostolischer Nachfolge und spricht somit „in persona Christi“ – in und an Stelle der Person Christi. Jeder andere steht für die Gemeinde an sich. Jesus hat sich schon etwas dabei gedacht, als er im letzten Abendmahl die Feier der Messe und ihrer wesentlichen Bestandteile den Aposteln (und damit auch ihren Nachfolgern) übertrug und nicht allen Gläubigen an sich. Er tat dies, weil Er wusste, wie trügerisch unser Herz ist und wie sehr wir uns „gutgemeint“ in die Irre führen lassen. Laienpredigten dann aber als „Meditation“ oder „Glaubenszeugnis“ zu bezeichnen, um dann doch eine reguläre Predigt zu halten, ist eine grobe Missachtung des Kirchenrechts. Ganz abgesehen davon werden die Gläubigen hierbei aufs Übelste auf den Arm genommen.

5) Zu den Predigten an sich: Es ist kaum zu ertragen, was für ein unsäglich lauwarmes Einerlei da Woche für Woche vom Ambo kommt. Predigten, gegen die niemand etwas sagen kann, von denen aber auch niemand etwas hat. Wenn man genau hinhört, sind aber teils auch klare Falschaussagen darin enthalten, die der Lehre der katholischen Kirche widersprechen. Mit diesem Wischi-Waschi muss unbedingt und sofort Schluss sein. Vor allem sollten uns bitte die unerträglich peinlichen Theater-Einlagen erspart bleiben, wo entweder mit dem Mikrophon in die Menge gegangen und oberflächliche und belanglose Fragen gestellt oder mit zusätzlichen „Hilfsmitteln“ ebenso belanglose Aussagen „verdeutlicht“ werden sollen, weil man das mal so in der Ausbildung gelernt hat. Das ist wirklich eine Zumutung. Eine Predigt sollte aus dem Leben der Menschen genommen sein, frei und unter den Anwesenden gehalten, voller Feuer und Flamme und die Gläubigen „in Brand setzen“, damit sie hinaus gehen, und aus Liebe zu Gott und Seiner Kirche das Große Gebot und den Missionsauftrag erfüllen – koste es was es wolle! Eine Liebe, die aber auch der Unterweisung bedarf. Kam mehr ein Katholik weiß wirklich, was die katholische Kirche lehrt. Hier haben ganze Generationen von Priestern versagt. Das Gute daran: Heute ist ein neuer Tag! Beim nächsten Mal besser machen!

6) Die vor den Messen angebotenen Beichten wurden größtenteils abgeschafft. Wer will, kann ja telefonisch einen Termin mit dem Priester vereinbaren. Das ist nicht nur sehr schade, das ist – mit Bezug auf das Seelenheil der Gläubigen - verantwortungslos. Es sollte selbstverständlich sein, vor den Messen am Wochenende den Beichtstuhl zu besetzen und den Gläubigen auch die Notwendigkeit und Schönheit dieses Sakraments zu vermitteln!

7) Kirchenmusik: Es ist ja ganz schön, wenn Bands spielen und Chöre auftreten – nur leider führt dies in der Regel dazu, dass die Anwesenden verstummen und gar nicht mehr mitsingen wollen – ob man das nun will oder nicht. Auch Orgelmusik, die alles andere erschlägt, trägt nicht gerade zum Sinn und Zweck von Kirchenmusik bei. Instrumentale Begleitung sollte eigentlich nur das sein- Begleitung und Unterstreichung der Liturgie. Sie ist nicht Selbstzweck und darf nie dominieren – oder gar zu einer Art Unterhaltung werden. Die Gläubigen sollten mit der Kraft einer ganzen Armee singen! Wenn man sich da das traurige Gejammere anhört, das man wöchentlich „Gesang“ nennt, so sind wir da noch weit vom Ziel entfernt. Als Sofortmaßnahmen könnten eine Motivation der Gläubigen zu inbrünstigerem Singen sein, etwa indem man vorher eine Botschaft vermittelt, die die Anwesenden dann ihren Gott aus vollem Herzen loben und preisen lassen!

8) Wir sind kein religiöser Club, der sich regelmäßig untereinander trifft. Der Missionsauftrag lautet, HINAUS zu gehen! Warum nicht die Obdachlosen im Park vor der Kirche zur Messe einladen? Warum nicht grundsätzlich nach jeder Messe ein gemeinsames Potluck veranstalten, bei dem jeder, der kann, etwas mitbringt und dann gemeinsam gegessen wird? Da kann man ebenso die Obdachlosen in der Gegend einladen, oder vorab schon dorthin gehen, wo Menschen sind, die Jesus am Nötigsten haben: In Bordelle, Kneipen, Gefängnissen, Obdachlosenheimen, Flüchtlingsunterkünften, usw.

9) Die Kirchenräume sollten eigentlich von unserem Glauben und unserer Mission künden. Dafür müssen sie nicht teuer ausgestattet sein, aber abstrakte bunte Kunst oder blanke Betonwände sind dem abträglich. Menschen wollen mit ihren fünf Sinnen angesprochen werden und auch nicht erst lange Erklärungen lesen müssen, um ein Bild davon zu bekommen, „was uns der Künstler damit sagen wollte“. Wenn er es nicht klar ausdrücken kann, soll er es bleiben lassen.

10) Kirchenrechtliche Verstöße sollten nicht einfach so hingenommen werden, sondern zunächst mit dem zuständigen Pfarrer besprochen werden. Sollte das nichts bringen, ist das Ordinariat dran. Dieses sollte dann aber auch reagieren, das heißt, die nötigen Schritte unternehmen, damit dies künftig unterbleibt und den Anzeigenden vom Ergebnis informieren sowie das Ergebnis kontrollieren. Hier geht es nicht darum, jemanden „hinzuhängen“, sondern das Seelenheil der Gläubigen zu bewahren! Wenn die Menschen die spirituelle Nahrung, die sie in der Kirche bekommen sollten, nicht wirklich bekommen, werden sie sich diese anderswo suchen!

Die Kirche hier in Deutschland ist momentan unbeschreiblich reich, was ihre gesunde Entwicklung nicht gerade fördert. Deshalb ist es auch und gerade an uns „Fußvolk“, uns hier einzubringen, und die Kirche zurück zu den Wurzeln bringen. Das heißt nicht, eine vorkonziliare Liturgie um jeden Preis zu verklären, sondern zurück zu dem zu gehen, was Jesus selbst wichtig war. Und das war kein Großkonzern mit christlichem Touch.

 

München, 05.04.2015

Robert Gollwitzer

Radical Change

Posted on February 8, 2015 at 6:15 AM

Maybe there are only "lively Catholic parishes" in Europe because the Church over here - especially the Church in Germany! - is so unbelievably rich she can still afford to pay pastoral workers? It is aburd that even though the number of people that leave the Church is increasing dramatically, the Catholic Church in Germany still has increasing income through the taxation system we have over here. This is very unhealthy and hinders the Church of real and substantial change. As long as there is no need for her to do that because she gets richer and richer, why should she even think about steps to take to go back to what she once was called for - fulfilling the Great Commandment and the Great Commission, like all the rest of us Christians? Yes, the Church is getting smaller as to her members - and this is a good thing. We here in Germany should also abolish that taxation system that allows her to automatically tax working Catholics through the State and take their money right from their pay checks. The secularisation of the 1800s is over. Wake up. All those huge red tape institutions like the ordinariates need to go or at least shrink to their absolute necessary sizes. This is the only way the Church will become the living body of Christ again. Everything else just helps making things worse. If you read "Father Elijah" by Michael O'Brien you know what I am talking about.

Kein Pfarrgemeinderat mehr!

Posted on February 1, 2015 at 5:40 AM

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich bei vielen hiermit in die Nesseln setze: Ich bin für die sofortige Auflösung aller katholischen Pfarrgemeinderäte und die umgehende Abschaffung dieser Institution. Es mag ja im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils gut gemeint gewesen sein, das Experiment Pfarrgemeinderat ist aber gründlich in die Hose gegangen. Eigentlich sollte dieser ja einmal eine unterstützende, beratende und begleitende Funktion haben. Es ist dann aber doch oft dazu gekommen, dass Laien, die - wenn überhaupt! - nur ein sehr begrenztes Wissen darüber haben, was die Kirche lehrt und warum, nun in und an der Leitung einer Pfarrei oder eines Pfarrverbandes (eine weitere abzuschaffende Institution!) beteiligt werden wollten und sich auf einer Stufe mit dem Pfarrer sahen - wenn nicht sogar über ihm. Pfarrer wiederum hatten enorme Identitätsprobleme, da ihre Autorität als Hirte der Gemeinde nicht mehr akzeptiert wurde und sich oft Schlimmes zwischen Pfarrer und Pfarrgemeinderat bzw. innerhalb des Pfarrgemeinderates abspielte. Ich will hier nicht die Menschen schlecht machen, die dort ihren Dienst versahen oder noch versehen. Ich bin mir sicher, dass viele unter ihnen dies mit den besten Absichten tun - leider aber nicht alle. Es gibt keinen Grund für die Existenz eines Pfarrgemeinderates. Laien, die sich in eine Pfarrei einbringen möchten, können dies sehr wohl ohne eine solche Institution tun - und sollten dies auch. Wir alle - vor allem die Priester! - wären aber besser dran, wenn es Pfarrgemeinderäte nicht mehr geben würde. Ich sage dies als jemand, der selbst einst in einem Missionsrat (die Entsprechung eines Pfarrgemeinderats bei fremdsprachigen Missionen) tätig war.

Ewige Blockierer

Posted on November 6, 2014 at 6:25 AM

Wie kommt es, dass wir - wenn es um konkrete Vorschläge zur Umsetzung der Einheit aller Christen geht - schnell dabei sind, Vorschläge Anderer abzulehnen, weil sie nach eigener Meinung nicht funktionieren oder zu reformistisch oder konservativ sind? Wie wäre es, wenn wir sie einfach mal in die Tat umsetzen? Wir werden keinen Schritt vorwärts kommen, wenn wir uns nur darauf konzentrieren, was NICHT funktioniert - noch dazu, wenn wir dem Ganzen noch nicht einmal eine Chance geben!

Wer weiter in einer Blockade-Haltung bleiben will und alles besser weiß, soll zumindest denen aus den Weg gehen, die das Problem anpacken wollen!

Kirche 2.0

Posted on November 5, 2014 at 2:05 PM

Das gegenwärtige Chaos in vielen christlichen Kirchen und Gemeinden ist offensichtlich. Viele Menschen wenden sich von den organisierten Kirchen ab und suchen die spirituelle Leere in ihren Herzen auf andere Weise zu befriedigen. Hinzu kommt, dass in einer Zeit, in der die Christen zur Einheit gerufen sind, deren Spaltung eher noch zunimmt. Ein Haus aber, das geteilt ist, kann keinen Bestand haben. Es gibt nur einen Leib Christi und es darf auch nur einen geben.

Wenn wir weiter auf theologische Kommissionen und höchstkirchliche Stellen warten, wird sich hier wohl bis zum Nimmerleinstag nichts getan haben. Deshalb nun ein Aufruf an alle, die sich in der Nachfolge Jesu Christi sehen und Christinnen oder Christen nennen. Dies ist kein Forderungskatalog, der sich an irgendwelche vorgesetzten Stellen wendet und dort im Mülleimer landet, sondern ein Vorschlag zur Umsetzung für uns alle. Er kann, soll und muss für die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden und dient als Diskussionsgrundlage für alle christlichen Gemeinden, Kirchen und Organisationen.

Folgende Punkte sollten jetzt verwirklicht werden:

1) Sofortige Abschaffung der Kirchensteuer. Wenngleich alle Christinnen und Christen gerufen sind, ihr Hab und Gut zu teilen und für die Kirche zu sorgen, hat das Kirchensteuermodell offensichtlich ausgedient und regt eher zum Missbrauch als zur Verwirklichung des Auftrages Jesu Christi an.

2) Sofortige Auflösung aller Pfarrverbände und sonstigen mehr oder weniger „aufgezwungenen“ Vereinigungen. Sie dienen nicht dem Missionsauftrag Jesu Christi und ebenso wenig den Bedürfnissen der Gläubigen vor Ort und entfremden die Menschen noch mehr von der Kirche.

3) Abschaffung zentraler Verwaltungseinheiten und übergeordneter Stellen.

4) Anstatt dessen soll jede Gemeinde autonom ihre eigenen Angelegenheiten verwalten und für sich und die Menschen vor Ort sorgen und ihnen dienen.

5) Gleichwohl soll dadurch kein Netz voneinander unabhängiger Gemeinden entstehen. Dies wiederspräche dem Willen Jesu, einen Leib zu bilden.

6) Deshalb soll ein Ortsbischof, der von allen anerkannt wird und in apostolischer Nachfolge steht, all diese Gemeinden unter sich vereinigen. Seine Rolle ist es, diesen Gemeinden zu dienen, sie zu einem Leib zu formen und ihnen als Hirte vorzustehen. Es ist nicht seine Aufgabe (noch die Aufgabe irgendwelcher übergeordneter Stellen), Exekutive, Legislative und Jurisdiktion auszuüben.

7) Völlige Neuorientierung der Ortsgemeinden und Rückbesinnung auf die ursprüngliche Botschaft Jesu Christi auf Basis des Missionsauftrages, des Großen Gebotes und der Bergpredigt.

8) Öffnen wir unsere Kirchengebäude füreinander und für Notleidende! Wir können unsere Räumlichkeiten sehr gut auch mit anderen Gemeinden teilen, wenn diesen keine entsprechenden Immobilien zur Verfügung stehen. Auch können wir nichtgenutzte bzw. durch die gemeinsame Nutzung frei werdende Gebäude oder Räume Notleidenden (Obdachlosen, Flüchtlingen etc.) zur Verfügung stellen. Wir sollten unsere Kirchengebäude bestmöglich auslasten, sodass die Menschen vor Ort eine ständige Anlaufstelle und einen Versammlungsort für Aktivitäten jeglicher Art wie für den gemeinsamen Lobpreis haben.

9) Wir fördern neue und traditionelle Formen christlichen Zusammenlebens. Jede Gemeinde sollte hier eigene Ideen entwickeln.

10) Wir teilen untereinander. Jeder bekommt das, was er braucht – materiell oder in anderer Form. Wir sorgen selbst durch eigenes Engagement dafür, dass unsere Ortsgemeinden mit Leben erfüllt werden.

11) Unser Leben soll von Jesu Liebe und Botschaft zeugen. Materieller Reichtum unserer Hirten bzw. der Kirche als solcher ist kein geeignetes Zeugnis hierfür.

12) Wer glaubt, muss wissen, was er oder sie eigentlich glaubt, sonst verkommt der Glaube bald zum Aberglauben. Deshalb sollte die Glaubensvermittlung und die Glaubensweitergabe eine Selbstverständlichkeit in jeder Gemeinde sein. Wir können es uns nicht mehr leisten, theologische Diskussionen auf abgehobener Ebene zu führen. Jesus selbst hat in der Bergpredigt auf klar verständliche Weise den Aposteln, die selbst einfache Menschen waren, vermittelt, was wirklich wichtig ist.

13) Wir fördern in unseren Gemeinden das Bibelstudium. Gott hat uns das geschriebene Wort gegeben, weil er um unsere Unbeständigkeit wusste. Lernen wir von neuem, es zu lieben!

14) Evangelisation, also die Verwirklichung des Auftrages Jesu Christi, hinaus zu gehen und Menschen zu Jüngern Jesu zu machen, ist nicht nur Aufgabe einiger Weniger, sondern eines jeden Christen und einer jeden Christin. Jede Gemeinde sollte hier vor Ort tätig werden sowie ihren Anteil zur weltweiten Verwirklichung dieses Auftrages leisten.

 

„Wir sündigen gegen den Willen Christi! Wir sehen nur auf die Unterschiede, haben aber dieselbe Taufe, und die ist viel wichtiger als unsere Unterschiede! Wir alle glauben an Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist, und wir alle haben den Heiligen Geist, der in uns betet. Wir alle wissen aber auch, dass es einen Vater der Lüge gibt, den Vater aller Spaltungen, den Anti-Vater: den Teufel, der alles spaltet und trennt. Was sollten wir tun? Gemeinsam vorwärtsgehen. Und Jesus Christus wird uns dabei helfen, dass das, was uns noch trennt, uns nicht allzu sehr voneinander trennt.“

Papst Franziskus (zitiert nach Radio Vatikan)

 

 

München, 05.11.2014

 

Robert Gollwitzer

Jesus Brothers

www.katholisch-leben.org

 

 

(Weiterverbreitung erlaubt und erwünscht!)

Freiheit für die Ortspfarreien!

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Wie kommt es eigentlich, dass katholische Pfarreien derartig abhängig von der Diözese sind? Der Ortsbischof hat die spirituelle Autorität - aus gutem Grund! - alles andere aber sollte vor Ort geschehen und entschieden werden. Weg mit dem Berufs-Katholikentum!