Katholisch Leben!

Den katholischen Glauben kennen, leben, lieben & verteidigen!

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Arbeiten in kirchlichen Einrichtungen

Posted on January 6, 2017 at 8:20 AM

Die von uns, die - wie ich - in katholischen Einrichtungen arbeiten, sollten sich immer bewusst sein, dass wir in allem, was wir tun, ein Bild von der Kirche abgeben (dessen sollte sich eigentlich jeder Christ/jede Christin bewusst sein!). Sei es in unseren Worten und Taten oder im Umgang mit Geldern, die uns Menschen gegeben haben, um sie an Bedürftige weiterzugeben. Wie sollten eben nicht nur ein weiterer Großkonzern sein, der mehr an Selbsterhaltung als an einem mildtätigen Ziel interessiert ist. Wir sollten den extra Schritt tun, den andere nicht tun. Spendengelder sollten wirklich nur im Sinne des Spendengebers verwendet und nicht zum Fenster hinaus geworfen werden. Stellenbesetzungen sollten aufgrund der Qualifikation und des Glaubenszeugnisses (und nicht auf Basis von Vitamin B) erfolgen. Sollten wir nämlich hierbei versagen, würde es keinen Grund mehr für unsere Existenz geben und wir würden bald verschwinden - und das zu recht. Wenn die Kirche wie die Welt wird, wer braucht dann noch eine Kirche?

Gesund Schrumpfen

Posted on July 13, 2015 at 12:25 AM

Die Katholische Kirche muss gesund schrumpfen. Solange sie mit Kirchensteuer-Einnahmen vollgepumpt wird und diverse staatliche Vergünstigungen genießt, wird sich in der Kirche gar nichts ändern. Sie ist und bleibt ein Großkonzern, der als Institution zumindest hier in Deutschland nur mehr wenig mit dem Grundgedanken der christlichen Kirche zu tun hat. Solange aber Berufskatholiken in den Ordinariaten sowie "liberale" (sprich: mit dem katholischen Glauben nur mehr wenig zu tun habende) Theologen und Geistliche den Kurs bestimmen, werden wir uns immer weiter vom Ausgangspunkt entfernen und bald Gefahr laufen, nur mehr ein spirituelles Wellness-Angebot unter vielen zu sein oder gar völlig in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Sollten wir die Kirchensteuer abschaffen?

Posted on October 12, 2014 at 9:40 AM

Noch vor kurzem hätte ich darauf mit einem entschiedenen „Nein“ geantwortet. Nicht wegen der Form – einer vom Staat eingezogenen bzw. auf der Lohnsteuerkarte angegebenen Steuer – sondern aufgrund des Wesens.

Ich glaube noch immer, dass die meisten, die das so energisch fordern, im Grunde zu geizig sind, etwas von ihrem Überschuss abzugeben. Ganz zu schweigen davon, dass es weitaus christlicher wäre, nicht nur vom Überschuss zu geben, sondern so viel zu geben, dass es richtig weh tut. Dass man auf etwas anderes verzichten muss. Ja, meine lieben christlichen Geschwister, das Beschränken auf das Wesentliche und das Teilen von allem, was wir haben (inklusive unserer persönlichen Gaben und Talente!) ist wesentlich im Christentum. Ein Christentum „light“ gibt es nicht.

Auch bin ich der Überzeugung, dass sich diese Steuer nicht so einfach abschaffen lässt, da damit ja auch viele Sozialleistungen erbracht werden, die der Staat dann erbringen oder organisieren müsst.

Letzteres ließe sich aber regeln – etwa durch eine Übergangsform: die Wahl zwischen Kirchensteuer oder einer „Sozialsteuer“ mit ähnlichem Hintergrund.

Auch die Erklärung, dass dies einen Ausgleich für die Enteignung kirchlicher Güter während der Säkularisation darstellt, können wir uns doch so langsam einmal schenken.

Wenn ich mir aber die Katholische Kirche – die ich aus ganzem Herzen liebe! – aber heute ansehe, muss ich aufrichtig gestehen, dass ich weder für die Beibehaltung der Kirchensteuer noch für eine Übergangslösung bin.

„Spinnt der?“, mag nun so mancher antworten.

Wer weiß. Fakt ist, dass durch die Übergangssteuer lediglich ein Problem, das einer jetzigen Lösung bedarf, in die Zukunft verschoben wird.

Gerade weil ich die Kirche liebe, denke ich, dass die einzig fruchtbare Lösung eine zunächst destruktive ist: Eine völlige Abschaffung der Kirchensteuer sowie der staatlichen Zahlungen für Bischöfe usw. Selbst Zuschüsse sollten gemäß den Regeln erfolgen, die für alle gemeinnützigen und mildtätigen Organisationen gelten – inklusive unabhängiger Kontrolle und Transparenz der Ein- und Ausnahmen.

Nur so wird die Kirche wirklich dazu gezwungen, sich rück zu besinnen auf das, zu dem sie ursprünglich gerufen wurde. Wir haben viel zu viel von der Welt angenommen, von der wir uns eigentlich unterscheiden wollten, und sind zu einem Großkonzern mit einigen Berufs-Katholiken geworden. Das muss ein Ende haben! Wir können nicht gleichzeitig Gott und dem Mammon dienen.

Ja, es wird empfindlich wehtun, aber ein Gesund-Schrumpfen ist wohl das heilsamste, was uns momentan passieren kann. Es ermöglicht uns, uns von allem unnützen, hinderlichen und schädlichen Ballast (materiell wie spirituell) zu befreien und von Neuem in radikaler Einfachheit und entschlossenem Willen zur Nachfolge Jesu Christi zu beginnen.

Mag sein, dass ich für manche verrückt klinge. Ich mache aber im Grunde nichts anderes, als was jeder Christ tun sollte: seine ganz persönliche Berufung annehmen und Jesus Christus mit ungeteiltem Herzen nachfolgen.

Robert

Doesn't Pope Francis bring necessary changes?

Posted on September 11, 2014 at 3:00 PM

Well, at first glance yes. He is a good and humble man and I am sure he really wants the best for the Catholic Church. But, even in the Vatican necessary changes regarding transparency of all Catholic properties and finances is not being done as it should (we still don't know for example hoe much real estate the Church owns). Moreover, the local churches and dioceses don't seem to care much for what he preaches. Most of the wealth of the Church is still unknown - even to the bishops in charge (at least this is what we get to hear). It is save to say the Catholic Church is unbelievably rich. This is not a good thing at all if this wealth is not being used for the poor and needy - and for them alone! Just for the record: I say this because I love the Catholic Church. It simply is not enough if Pope Francis preaches the messages the media love to hear - and the Church keeps on doing her thing. The Catholic Church is so far away from being a "Church for the poor" it hurts. And sad as it is, in many aspects she also is very far away from the clear message Jesus gave us in the sermon on the mount. Yes, the Church still does many works of love and mercy and lots of individual Catholics do a tremendous job loving others in words and deeds and serving the Lord with all of their hearts, but the Church herself definitely needs very radical changes. It has been flooded with liberal red-tape guys who watered down the Catholic teaching and failed to spiritually nourish the people. Instead, they seem to have focused in many cases on very worldly things. As a fellow Catholic I call my brothers and sisters in Christ to stand up and publicly address anything and everything that is being done contrary to Christ's teaching. We need to bring the Catholic Church back to what she was planned to be - the bride of Christ!

 

Matthew 19:21New International Version (NIV):

"Jesus answered, “If you want to be perfect, go, sell your possessions and give to the poor, and you will have treasure in heaven. Then come, follow me.”"