Katholisch Leben!

Den katholischen Glauben kennen, leben, lieben & verteidigen!

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Ein Liebesbrief an unsere Priester

Posted on May 12, 2018 at 7:00 AM

Ich möchte mich an dieser Stelle von ganzem Herzen bei den wenigen aufrichtigen katholischen Priestern bedanken, die es noch gibt.

In meiner Kindheit auf dem Land in der Oberpfalz war es selbstverständlich, sich zu verneigen und "Gelobt sei Jesus Christus!" zu sagen, wenn einer unserer Priester auf dem Fahrrad vorbei fuhr. So lernten wir, was uns auch die Bibel lehrt - geweihte Männer zu respektieren. Ich war sehr überrascht, als ich Jahrzehnte später in München sah, wie Katholiken (und Christen in "Freikirchen"!) mit ihren Priestern (Pastoren/Evangelisten) umgingen!

Mittlerweile blutet mein Herz, wenn ich sehe, wie die Kirche die Nachfolger Jesu Christi behandelt. Von Respekt kann da keine Rede mehr sein. Da erlauben sich Laien, die keinerlei (oder bestenfalls eine unsägliche liberal-modernistische) theologische Ausbildung haben, ihnen vorzuschreiben, was sie tun sollen.

Da mischen sich Pfarrgemeinderäte in jede Angelegenheit ein, die sie im Grunde nicht das geringste angeht.

Sakramentales Leben und katechetische Glaubens-Unterweisung existieren (fast) nicht mehr.

Die wenigsten haben noch eine Ahnung davon, was die Katholische Kirche lehrt und warum.


Meine Vorschläge deshalb:


- Sofortige Abschaffung der Pfarrgemeinderäte. Dieses gutgemeinte, aber schlecht gelaufene Experiment in Folge des II. Vatikanischen Konzils ist gescheitert. Leiter einer Pfarrei ist der Priester. Es gibt genügend Möglichkeiten, ihn ehrenamtlich in seinem Tun zu unterstützen, ohne selbst Priester spielen zu wollen.


- Auflösung der Pfarrverbände und Rückkehr zu den Einzel-Pfarreien. Das Argument, es gäbe zu wenig Priester, ist falsch. Weltweit ist die Zahl der Priester am Steigen - und viele unserer Pfarrer kommen eh aus dem Ausland.


- Abschaffung der Kirchensteuer. Die Kirche wird sich nur reformieren, wenn die Kohle - und mit ihr die Berufskatholiken - weg sind und sie zu Reformen gezwungen wird.


- Radikale Reform des Theologiestudiums, der Ausbildung in geistlichen Berufen sowie der katechetischen Unterweisung vor Ort in den Pfarreien. Weg von anti-katholischen liberalen Vorstellungen und zurück zu dem, wofür die Katholische Kirche steht.


- Das alleinige Kriterium bei der Auswahl von künftigen Bischöfen sollte sein, ob sie ihr Hirtenamt bisher gemäß den Vorgaben der Katholischen Kirche gut ausgefüllt haben.


- Priester sollten auch in der "Alten Messe" ausgebildet werden und die Feier derselben sollte weiterhin ermutigt werden. Liturgische Missbräuche wie sie in fast jeder Pfarrei zu finden sind, sind sofort abzustellen.



Priester sind Menschen. Sie haben auch ihre Bedürfnisse. Es erfüllt mich mit tiefer Trauer zu sehen, wie manche von ihnen gemobbt, respektlos behandelt und fortwährend dafür angegriffen werden, dass sie den Katholischen Glauben verkünden (zumindest die wenigen, die das noch tun).

Hirten können ihre Herde nur auf den rechten Weg führen, wenn die Schafe ihnen folgen - das aber ist kaum noch der Fall. Die meisten Katholiken wissen eh alles besser und suchen sich aus, welche Gebote der Kirche sie wann befolgen. Priester sind nur mehr Angestellte. Einer unter vielen in großen Pfarreiverbänden. Sie sollen sich einem "Team" unterordnen und von diesem vorschreiben lassen, was sie zu tun und lassen haben. Die Eucharistie ist beinahe zu einer Belanglosigkeit verkommen - zumindest wird sie von vielen so behandelt. Die Beichte ist beinahe abgeschafft. Wer beichgten will, muss einen Termin mit dem Priester vereinbaren.


Ja, in Deutschland (!) geht die Zahl der Priester (und Ordensangehörigen) zurück. Leider. Allerdings haben wir nichts anderes verdient. Laien können keine Priester ersetzen und die Heilige Messe ist kein Theaterspiel, bei dem jede/r nach Belieben mitspielen kann.


Mittlerweile habe ich von einer Reihe von Priestern (und sogar Kardinälen!) etwas gehört, was ich noch nie zuvor von katholischen Geistlichen gehört habe: dass wir in der Endzeit leben.


Wenn dem so ist, werden die Dinge allerdings erst einmal sehr viel schlechter, bevor sie wieder besser werden.


Das Gute dabei: Wer "das Buch" zu Ende gelesen hat, weiß auch, wer am Schluss gewinnt: Jesus Christus und Sein Leib, die Kirche (wobei letztere nicht der Verwaltungsapparat ist, den wir kennen, sondern die Kirche des Herrn).


Entscheide dich jetzt, auf welcher Seite du stehst. Du hilfst niemandem, wenn du weiterhin auf dem Zaun sitzt.


München, 12.05.2018


Robert Gollwitzer

Eure Gläubigen schlafen während der Predigt ein?

Posted on May 6, 2017 at 1:25 PM

Die Kirchengemeinde starrt euch mit einem leeren Blick während eurer Predigt an und schläft offensichtlich innerlich während ihr euch als Priester abmüht?

 

Hier einige Tips:

 

1) So wie die Apostel die Worte in ihren Briefen gemäß den Adressaten wählten, solltet auch ihr daran denken, wen ihr vor euch hat. Ein theologischer Vortrag im Altenheim wird vielleicht nur wenige erreichen.

 

2) Eure Predigt sollte ein Ziel, eine Kernbotschaft haben. Worauf wollt ihr hinaus? Wo wollt ihr hin? Wer auf tausend Hochzeiten tanzt, wer hier etwas erwähnt und dort etwas anschneidet, erreicht im Prinzip nur, dass niemand weiß, um was es geht. Eure Predigt wird dann in dem Moment vergessen, in dem ihr sieh haltet.

 

3) Kaum ein Katholik weiß mehr, was die Kirche lehrt und warum. Eure Aufgabe ist es unter anderem, das zu ändern - in lebensnahen Worten und Bildern.

 

4) Stellt euch vor, das ist die letzte Predigt, die ihr haltet - und dann müsst ihr sterben. Genau diese Power braucht es beim Predigen.

 

5) Eure Botschaft sollte authentisch und wahrhaftig sein. Wer bodenständige Wörter und Botschaften verwendet, aber selbst ein vergeistigter Theologe zu sein scheint, macht sich lächerlich.

 

6) Die Aufgabe jedes Christen - und insbesondere jedes Priesters - ist es, von der Hoffnung und Liebe zu künden, die in uns ist - und andere damit anzustecken. Die Gläubigen (und Nichtgläubigen!) sollten aus dem Kirchengebäude gehen und voller Feuer sein, brennend darauf, das anderen zu erzählen! Geht nicht? Geht wohl! Wer meint, das ist utopisch, hätte nie Priester werden sollen und ist ein armseliger Christ. Vergesst aber nie: Die Zuhörer sollten anschließend nicht sagen "Was für ein toller Prediger!", sondern vielmehr "Was für ein toller Erlöser!"!

 

7) Wer in jedem Satz durchklingen lässt, was er alles weiß, gelernt und studiert hat, weiß im Grunde gar nichts und hat auch nichts verstanden. Seid wie Jesus in der Bergpredigt, wenn Er zu einfachen Menschen spricht!

 

8) Ihr müsst euch nicht anbiedern. Eure Aufgabe ist es nicht, zu erreichen, dass jeder euch gern hat. Ihr müsst die Menschen genug lieben, um ihnen die Wahrheit, die ganze (!) Wahrheit zu sagen - ob sie es nun hören wollen oder nicht. Die Menschen haben den Sohn Gottes ans Kreuz geschlagen - warum sollten sie seinen Jüngern Beifall klatschen?

 

9) Auf keinem Fall sollt ihr der Versuchung des "Wohlfühl-Christentums", des "Auswahl-Christentums" oder des "therapeutischen Christentums erliegen. Euer Job ist es nicht, dass sich die Menschen wohl dabei fühlen, was sie tun - unabhängig davon, um was es sich dabei handelt. Euer Job ist es genauso wenig, die Gläubigen zu ermutigen, sich selbst auszusuchen, was ihnen an der Kirche gefällt und was nicht - und was sie befolgen und was nicht. Euer Job ist vor allem nicht der Leiter einer therapeutischen Selbsthilfegruppe!

 

10) Emotion und Intellekt gehören zusammen. Zeigt beides in eurer Predigt! Redet zu den Menschen, unter den Menschen, mit den Menschen! Öffnet euer Herz und eurern Verstand! Bei manchen Predigten scheint beides verloren gegangen zu sein.

 

11) Auf keinen Fall "Theologen-Sprech". "Ich lade euch ein,...", "der begleitende Gott, der mit uns geht...", "in den johanneischen Briefen...", "In-Sich-Sein", "Gott ruft uns und möchte mit uns ein Stück des Weges gehen" - ihr kennt das. Ja, so reden (leider) manche an der Uni. Kein Mensch spricht aber so im wirklichen leben. Wer sich so ausdrückt, weiß selbst nicht, was er sagen will und macht aus Gott ein kraftloses Etwas, dass durch Theologen erklärt werden kann. Ist er nicht und kann Er nicht.

 

12) Der für alle Christen geltende Missionsauftrag fordert uns auf, hinaus (!) zu gehen, Menschen zu taufen und zu Jüngern Jesu Christi zu machen. Das heißt, ich muss wissen, was ein Jünger ist. Das heißt weiterhin, ich muss hinaus gehen! Ich kann nicht nur meine wöchentlichen Gottesdienste abhalten und rumjammern, warum immer weniger kommen. Die Menschen, die Jesus am nötigsten haben, klopfen nicht an unsere Tür. Da müssen wir uns schon die Mühe machen und zu ihnen gehen!

Was will er denn eigentlich?

Posted on May 28, 2016 at 2:45 PM

Bei manchen Predigten frage ich mich schon, was denn jetzt eigentlich der Kern ist. Was will er sagen? Was will er erreichen? Es ist ja alles schön und gut, aber am Schluss gehe ich aus dem Gottesdienst und nehme eigentlich gar nichts mit. Des öfteren aber gehen mir Bibelauslegungen wirklich gegen den Strich. Mag sein, dass ich zu sehr von Scott Hahn (www.scotthahn.com) verwöhnt bin. Kennt ihr das, wenn der Priester sich auf eine Auslegung konzentriert, die zwar nicht falsch ist, aber der totale Nebenschauplatz - und dabei das Wichtigste verpasst? Bei manchen Auslegungen scheint der Wunsch auch Vater des Gedankens zu sein - da wird mit Bibelversen mal schnell die persönliche Meinung zu diversen Themen sozusagen "göttlich gerechtfertigt". Im Großen und Ganzen kenne ich momentan keinen Priester, bei dem ich nach der Predigt mit brennendem Herzen aus der Kirche gehe. Von Scott Hahn, Fr. Bill Casey, Fr. Ben Cameron, Archbishop Fulton Sheen usw. kann ich noch nach Jahren den Inhalt von Predigten wiedergeben. Von meinen Ortspriestern kann ich das leider von niemandem sagen.

Priester mit den besten Absichten...

Posted on December 26, 2015 at 7:15 AM

Eine der spirituell gefährlichsten Mischungen sind Priester mit einem großen Sachwissen, den besten Absichten - und einer liberalen Überzeugung. Da werden dann zwar in der Predigt ausgezeichnete Hinweise, Informationen und Hintergründe vermittelt, das Ganze verläuft aber bestenfalls im Sand oder wird zur Rechtfertigung der persönlichen Meinung missbraucht.

Wenn Papst Benedikt XVI als "ängstlich" bezeichnet wird, weil er die grundlegenden Werte der Katholischen Kirche bewahren wollte - und will! - und im Gegensatz dazu eine "freiheitliche" Mentalität gefordert wird, die "keine Angst vor der Evangelischen Kirche" hat, dass ist das nicht nur Unsinn, sondern ein Missbrauch des Amts.

Vorneweg: Ich werde auch von konservativen Katholiken kritisiert, weil ich entschieden für die Einheit ALLER Christen (nicht nur den Lutheranern) fordere - und zwar jetzt. Wenn wir auf die Kirchenoberen warten oder darauf, dass wir uns in allen Punkten einig sind, wird die Verwirklichung des von Jesus selbst ausgerufenen einen Leibes nie geschehen. Auch wenn wir oft dramatische Unterschiede in den Glaubensüberzeugungen haben, ist es besser, die "unter einem Dach" zu klären. All diese Unterschiede gibt es innerhalb der Katholischen Kirche auch - dort glauben die Menschen mangels solider Katechese ebenso alles Mögliche.

Zu meinen, dass Menschen keine rationalen Gründe für ihren Standpunkt haben können und deren Haltung in schlimmster Hobby-Psychologie als "ängstlich" zu bezeichnen, ist billige Propaganda und eines Priesters nicht würdig. Papst Benedikt XVI - und andere mit ihm - hatten recht, wenn sie immer wieder betonten, dass es unveränderliche Werte in der Kirche geben muss und dass nicht jede Generation das Recht hat, diese nach Gutdünken zu verändern. Das hat mit "Ängstlichkeit" nichts zu tun - ganz im Gegenteil es braucht Mut, das offen zu sagen, wenn der breite Strom anderer Meinung ist.

Es ist ein Unding, wenn das eigene Sachwissen und die eigene Position innerhalb der Kirche laufend dazu missbraucht wird, eigene Thesen belegen zu wollen, indem man sogar Vergleiche zur Bibel steht. Privatmeinungen stehen nicht im Katechismus der Katholischen Kirche und schon gar nicht in der Bibel und gehören auch nicht in eine Predigt.

Schlimmer noch: Nach solchen Predigten frage ich mich oft, wozu denn die jetzt gut waren. Ja, ich habe zusätzliche Informationen bekommen, aber das war es dann auch. Eine Predigt sollte aber Herzen in Brand stecken, damit man den innern Wunsch hat, dieses Feuer und diese Liebe zu teilen. Man denke an die Predigten, die die Jünger Jesu gehalten hatten! Derartige Predigten habe ich aber schon lange nicht mehr gehört.

Das es auch anders geht, zeigt uns Father William Casey von den Fathers of Mercy seit vielen Jahren.

In der Kirche muss sich vieles ändern. Wir müssen uns ändern. In Zeiten, in denen die Verantwortlichen in der Kirche auf das Gröbste versagen, sind Laien gerufen, aufzustehen und für die Kirche zu kämpfen.

Dazu rufe ich jeden Christen und jede Christin auf: Gebt Zeugnis von der Hoffnung, dem Glauben und der Liebe, die in euch brennen und käpft für den, für den es sich lohnt zu kämpfen: Jesus Christus!

Robert

Das Drama katholischer Liturgie oder: von der Notwendigkeit, zu den Wurzeln zu gehen

Posted on April 5, 2015 at 10:40 AM

Was sich momentan in vielen katholischen Messen abspielt, ist ein folgenschweres Drama ohnegleichen. Die Messe verkommt oft zu einem laienhaft aufgeführten Theaterstück – frei nach dem Motto: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Das Kirchenrecht wird bewusst mit Füßen getreten und bei einigen der beteiligten „Seelsorger“ darf man zu Recht fragen, ob das wirklich das Ergebnis eine Theologiestudiums und jahrelanger Ausbildung ist – denn dann wäre das Ganze für die Katz gewesen. Mir liegt aber nicht nur daran, Fehlentwicklungen offen zu benennen und wenn nötig auch Menschen direkt zu konfrontieren, ich will auch Lösungsvorschläge bieten.

Los geht’s:

1) Die Liturgie einer katholischen Messe folgt einer Struktur, die im Wesentlichen bis zurück in das früheste Christentum geht – aus gutem Grund. Die Struktur an sich hat eine klare Bedeutung, einen Wert und eine unglaubliche Schönheit und muss deshalb auch den Gläubigen vermittelt und vor allem beibehalten werden. Es kann nicht angehen, dass eigenmächtig wesentliche Teile über den Haufen geworfen und zu Gunsten eines Theaterstücks ersetzt werden. Abgesehen von dieser festen Struktur bietet die Liturgie genügend Spielraum für eine Aktualisierung und Individualisierung.

2) So sollten etwa die Schriftlesungen auch gemäß den Vorgaben gehalten und nicht durch Spiele mit den Ministranten ersetzt werden. Sie bilden zusammen mit dem Evangelium eine wunderschöne Einheit, die nur im Ganzen zum Tragen kommt.

3) Die Liturgie hat sich völlig verweiblicht. Dies ist nicht den Frauen „anzulasten“ – sie tun nur das, was Männer unterlassen zu tun (und Gott sei Dank tun sie es!). Nur mit männlichen und weiblichen Elementen aber bildet die Liturgie eine Einheit. Wenn selbst die männlichen Diakone und Pastoral- oder Gemeindereferenten mehr oder weniger wie verweichlicht wirkende Männlein dastehen und eine ebensolche Botschaft vermitteln, werden Frauen nicht angesprochen – und Männer sind schon längst eingeschlafen oder kommen erst gar nicht mehr. Bei manchen von diesen „Männern“ Beiträgen oder vorgelesenen Texten fragt man sich schon, ob nichts zu sagen eine bessere Alternative gewesen wäre als das seichte theologische Blabla.

4) Für Predigten gibt es in der katholischen Kirche klare Vorschriften: In der Regel hat in einer sonntäglichen Messe der Priester (gegebenenfalls der Diakon) zu predigen. Laien (etwa Pastoral- oder Gemeindereferenten) dürfen nur in klar definierten Ausnahmefällen predigen. Der Hintergrund ist eindeutig: Ein Priester steht in apostolischer Nachfolge und spricht somit „in persona Christi“ – in und an Stelle der Person Christi. Jeder andere steht für die Gemeinde an sich. Jesus hat sich schon etwas dabei gedacht, als er im letzten Abendmahl die Feier der Messe und ihrer wesentlichen Bestandteile den Aposteln (und damit auch ihren Nachfolgern) übertrug und nicht allen Gläubigen an sich. Er tat dies, weil Er wusste, wie trügerisch unser Herz ist und wie sehr wir uns „gutgemeint“ in die Irre führen lassen. Laienpredigten dann aber als „Meditation“ oder „Glaubenszeugnis“ zu bezeichnen, um dann doch eine reguläre Predigt zu halten, ist eine grobe Missachtung des Kirchenrechts. Ganz abgesehen davon werden die Gläubigen hierbei aufs Übelste auf den Arm genommen.

5) Zu den Predigten an sich: Es ist kaum zu ertragen, was für ein unsäglich lauwarmes Einerlei da Woche für Woche vom Ambo kommt. Predigten, gegen die niemand etwas sagen kann, von denen aber auch niemand etwas hat. Wenn man genau hinhört, sind aber teils auch klare Falschaussagen darin enthalten, die der Lehre der katholischen Kirche widersprechen. Mit diesem Wischi-Waschi muss unbedingt und sofort Schluss sein. Vor allem sollten uns bitte die unerträglich peinlichen Theater-Einlagen erspart bleiben, wo entweder mit dem Mikrophon in die Menge gegangen und oberflächliche und belanglose Fragen gestellt oder mit zusätzlichen „Hilfsmitteln“ ebenso belanglose Aussagen „verdeutlicht“ werden sollen, weil man das mal so in der Ausbildung gelernt hat. Das ist wirklich eine Zumutung. Eine Predigt sollte aus dem Leben der Menschen genommen sein, frei und unter den Anwesenden gehalten, voller Feuer und Flamme und die Gläubigen „in Brand setzen“, damit sie hinaus gehen, und aus Liebe zu Gott und Seiner Kirche das Große Gebot und den Missionsauftrag erfüllen – koste es was es wolle! Eine Liebe, die aber auch der Unterweisung bedarf. Kam mehr ein Katholik weiß wirklich, was die katholische Kirche lehrt. Hier haben ganze Generationen von Priestern versagt. Das Gute daran: Heute ist ein neuer Tag! Beim nächsten Mal besser machen!

6) Die vor den Messen angebotenen Beichten wurden größtenteils abgeschafft. Wer will, kann ja telefonisch einen Termin mit dem Priester vereinbaren. Das ist nicht nur sehr schade, das ist – mit Bezug auf das Seelenheil der Gläubigen - verantwortungslos. Es sollte selbstverständlich sein, vor den Messen am Wochenende den Beichtstuhl zu besetzen und den Gläubigen auch die Notwendigkeit und Schönheit dieses Sakraments zu vermitteln!

7) Kirchenmusik: Es ist ja ganz schön, wenn Bands spielen und Chöre auftreten – nur leider führt dies in der Regel dazu, dass die Anwesenden verstummen und gar nicht mehr mitsingen wollen – ob man das nun will oder nicht. Auch Orgelmusik, die alles andere erschlägt, trägt nicht gerade zum Sinn und Zweck von Kirchenmusik bei. Instrumentale Begleitung sollte eigentlich nur das sein- Begleitung und Unterstreichung der Liturgie. Sie ist nicht Selbstzweck und darf nie dominieren – oder gar zu einer Art Unterhaltung werden. Die Gläubigen sollten mit der Kraft einer ganzen Armee singen! Wenn man sich da das traurige Gejammere anhört, das man wöchentlich „Gesang“ nennt, so sind wir da noch weit vom Ziel entfernt. Als Sofortmaßnahmen könnten eine Motivation der Gläubigen zu inbrünstigerem Singen sein, etwa indem man vorher eine Botschaft vermittelt, die die Anwesenden dann ihren Gott aus vollem Herzen loben und preisen lassen!

8) Wir sind kein religiöser Club, der sich regelmäßig untereinander trifft. Der Missionsauftrag lautet, HINAUS zu gehen! Warum nicht die Obdachlosen im Park vor der Kirche zur Messe einladen? Warum nicht grundsätzlich nach jeder Messe ein gemeinsames Potluck veranstalten, bei dem jeder, der kann, etwas mitbringt und dann gemeinsam gegessen wird? Da kann man ebenso die Obdachlosen in der Gegend einladen, oder vorab schon dorthin gehen, wo Menschen sind, die Jesus am Nötigsten haben: In Bordelle, Kneipen, Gefängnissen, Obdachlosenheimen, Flüchtlingsunterkünften, usw.

9) Die Kirchenräume sollten eigentlich von unserem Glauben und unserer Mission künden. Dafür müssen sie nicht teuer ausgestattet sein, aber abstrakte bunte Kunst oder blanke Betonwände sind dem abträglich. Menschen wollen mit ihren fünf Sinnen angesprochen werden und auch nicht erst lange Erklärungen lesen müssen, um ein Bild davon zu bekommen, „was uns der Künstler damit sagen wollte“. Wenn er es nicht klar ausdrücken kann, soll er es bleiben lassen.

10) Kirchenrechtliche Verstöße sollten nicht einfach so hingenommen werden, sondern zunächst mit dem zuständigen Pfarrer besprochen werden. Sollte das nichts bringen, ist das Ordinariat dran. Dieses sollte dann aber auch reagieren, das heißt, die nötigen Schritte unternehmen, damit dies künftig unterbleibt und den Anzeigenden vom Ergebnis informieren sowie das Ergebnis kontrollieren. Hier geht es nicht darum, jemanden „hinzuhängen“, sondern das Seelenheil der Gläubigen zu bewahren! Wenn die Menschen die spirituelle Nahrung, die sie in der Kirche bekommen sollten, nicht wirklich bekommen, werden sie sich diese anderswo suchen!

Die Kirche hier in Deutschland ist momentan unbeschreiblich reich, was ihre gesunde Entwicklung nicht gerade fördert. Deshalb ist es auch und gerade an uns „Fußvolk“, uns hier einzubringen, und die Kirche zurück zu den Wurzeln bringen. Das heißt nicht, eine vorkonziliare Liturgie um jeden Preis zu verklären, sondern zurück zu dem zu gehen, was Jesus selbst wichtig war. Und das war kein Großkonzern mit christlichem Touch.

 

München, 05.04.2015

Robert Gollwitzer

Aufstieg und Fall der katholischen Sonntagsmesse

Posted on January 18, 2015 at 6:30 AM

Die katholische Messe – ein Theaterspiel mit seichter Botschaft?

Wer kennt sie nicht – die liturgischen Missbräuche während der sonntäglichen Messe, auf die die zuständigen Pfarrer auch auf entsprechende Hinweise nicht reagieren. Es gibt zwar Ausnahmen für Laienpredigten während einer Messe, aber oft ist die regelmäßige sonntägliche Laienpredigt ohne entsprechenden Anlass bereits die Norm. Die beiden Lesungen werden in der Regel auf eine gekürzt und fallen teils ganz aus – zugunsten „gutgemeinter“ Schauspiele der Ministranten.

Bei Predigten verkürzt sich die Katechese dann auf eine seichte und lauwarme hobby-psychologische Auslegung der Schriftlesung, die schon fast jeder Atheist ohne jegliche Ausbildung genauso aus dem Stegreif halten könnte. Predigten, bei denen jeder zustimmen kann und niemand etwas davon hat. Predigten, die bereits fünf Minuten später wieder vergessen sind.

Der Rest der Messe wird dann mehr oder weniger herunter gespult.

Wundern wir uns da noch, warum die Teilnahme der Gläubigen (ganz zu schweigen von denen, die noch nicht gläubig sind!) ständig sinkt und die meisten Katholiken keine Ahnung mehr davon haben, was die Kirche eigentlich lehrt und warum? Ich kann nur das wirklich lieben, was ich kenne. Ansonsten lande ich schnell bei einem abergläubischen moralischen Relativismus, bei dem ich mir aus einem spirituellen Buffet selbst zusammen suche, was mein „Glaube“ ist.

Die Grundstruktur der Heiligen Messe wurde keineswegs willkürlich gewählt. Sie geht auf die ersten Christen zurück und soll auch so erhalten werden. Für zeitgemäße Aktualisierungen und individuelle Beiträge gibt es genügend Spielraum. Wenn die Kirche aber auf bestimmten Regeln für die Liturgie besteht, dann nicht, weil sie uns gerne herum kommandiert, sondern weil es ihre Aufgabe ist, uns spirituell zu ernähren und auf den richtigen Weg zu führen.

Was die Heilige Messe jedoch nie ist und auch nie sein darf, ist ein „gutgemeintes“ Theaterspiel, bei dem jeder mitspielen darf. Es gibt einen Grund, warum es seit biblischen Zeiten Menschen mit besonderen Beauftragungen (etwa Priester und Bischöfe) gibt.

Es ist die Aufgabe jedes Christen, den Missionsauftrag zu erfüllen und das Große Gebot, Gott und den Nächsten zu lieben wie sich selbst zu befolgen. Für ein Leben in der Nachfolge Christi bedarf es Jüngerinnen und Jünger (nichts anderes sind Christen!), deren Herzen brennen und die bereit sind, ihr Leben ganz unserem Herrn hinzugeben.

Ein Theaterspiel mit lauwarmer Botschaft sorgt weder für volle Bänke noch für brennende Herzen. Für so etwas brauche ich auch kein Christentum. Das kann die Welt da draußen besser.

Robert

Predigt am Heiligen Abend

Posted on December 24, 2014 at 1:40 PM

 

Ich komme eben zurück von der Christmette am Heiligen Abend. Was mich sehr gefreut hat, waren die jungen Flüchtlinge, die daran teilgenommen haben. Was mich sehr enttäuscht hat, war (wieder mal…) die Predigt. Es geht mir einfach nicht in den Sinn, warum das so schwer in die Köpfe der Priester und Diakone zu bekommen ist. Die Predigt war „theologisch korrekt“ – oder eigentlich doch nicht. „Theologisch korrekt“ insofern, als sie klang wie aus dem Lehrbuch der theologischen Ausbildung. Historischer Bezug, Hinweis auf die Verbindung zum täglichen Leben usw. „Theologisch korrekt“ dann aber doch wieder nicht, da dies ja auch bedeutet, dass es eine gute Predigt war, die ihren Sinn und Zweck erfüllte: die Herzen der Zuhörer mit heiligem Feuer zu erfüllen, sodass sie hinaus gehen und die ganze Welt anzünden wollen. Ihnen in allgemein verständlicher und unterhaltsamer Weise beizubringen, was die Kirche lehrt und warum – denn wir können nur das lieben, was wir auch kennen. Den Bezug zum Leben insofern herzustellen, als sich die Menschen tief im Herzen berührt fühlen sollten. Nichts davon war hier der Fall.

Die Predigt wurde abgelesen. Allein das könnte mich zur Weißglut treiben. Warum in aller Welt muss man eine Predigt ablesen? Warum kann man nicht so zu den Menschen sprechen, wie man jeden Tag zu ihnen spricht? In ihrer eigenen Sprache und Ausdrucksweise und so, wie man mit seinen eigenen Familienangehörigen spricht (was sie ja letztlich auch sind!).

Gerade am Heiligen Abend will der „kindliche Glaube“ angesprochen werden. Hier ist es besonders wichtig, die Herzen der Menschen und ihre Emotionen zu erreichen. An eine abgelesene Predigt erinnert sich wohl schon kurz nach der Messe kaum jemand mehr.

Die Christmette wurde zudem als Messe für Familien angekündigt. Umso mehr war diese Predigt eine komplette Themaverfehlung. Dass eine größere Anzahl von Flüchtlingen in unserer Pfarrei ist und möglicherweise kommen wird, muss ebenfalls Thema sein, wenn ich eine Predigt vorbereite. Selbst wenn mir das nicht bewusst ist, muss ich spontan darauf reagieren und in der Lage sein, eine abgeänderte Predigt aus dem Stegreif zu halten. Eine Predigt, die die Herzen der Menschen nicht erreicht, ist wertlos.

Am Heiligen Abend will niemand eine theologische oder historische Abhandlung hören.

Schließlich sollte man anschließend die Zuhörer ansprechen. Was haben sie behalten? Was hat sie angesprochen und was nicht? Ansonsten predigt man auch weiterhin für sich selbst und verpasst eine Chance nach der anderen, das zu tun, wozu uns Jesus gerufen hat.

Robert

Orientierungslosigkeit...

Posted on November 23, 2014 at 7:40 AM

Gerade komme ich aus der sonntäglichen Messe. Es ist schon ein Drama, was sich da abspielt. Zuerst das Positive: Es gibt eine ganze Reihe von Menschen, die sich sehr in der Gestaltung des Gottesdienstes engagieren und voller Schwung dabei sind. Nun das Negative: Es wäre die Aufgabe des Pfarrers der Pfarrei/Pfarrgemeinde (bzw. des anwesenden Priesters), diesen Schwung in die richtigen Bahnen zu leiten. Wenn man dem Ganzen jedoch freien Lauf lässt, entsteht ein tragisch-komisches Theaterstück, das zwar gut gemeint und für manche gar unterhaltend ist, aber mit der Feier der Heiligen Messe nur mehr wenig bis gar nichts zu tun hat.

Beginnen wir mit der Musik: Es ist schön, wenn sich Menschen bereit erklären, sich zu einer kleinen Band zusammen zu finden und den Gottesdienst musikalisch zu begleiten. Problematisch wird es, wenn die Musik so laut wird, dass sie in den Ohren schmerzt und der Text und der Zweck der Musik (Gott zu lobpreisen und die Glaubenswahrheiten der Liturgie zu unterstreichen) völlig in den Hintergrund treten.

Kleine Theaterspiele, wo Ministrantinnen und Ministranten Szenen aus dem Alltag wiedergeben, um eine bestimmte Aussage zu verdeutlichen und lebensnaher zu gestalten, sind sehr lobenswert und sollten gefördert werden. Das heißt aber NICHT, dass sie an die Stelle einer Predigt treten dürfen. Die geistlichen Leiter der Kirche haben die Aufgabe, ihre Herde in die richtige Richtung zu führen. Deshalb haben sie uns bestimmte Regeln gegeben, um zu verhindern, dass wir – gutgemeint! – in die Irre laufen. Eine dieser Regeln betrifft die Predigt. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, hat die der Priester zu halten, da er durch die apostolische Nachfolge im Namen Jesu Christi spricht. Wenn Jugendliche einfach mal drauf loslegen, verwirrt dies mehr als es nützt – und bricht Regeln mit vollem Wissen des verantwortlichen Priesters. Das ist keineswegs egal. So kommt das, dass die Jugendlichen mit voller Lautstärke eine CD mit einem „Ärzte“-Song in der Messe laufen lassen. Schön für eine Feier im Pfarrheim – völlig irreführend in einer Heiligen Messe.

Auch „gutgemeinte“ übermannsgroße Plakatständer mit Plakaten kirchlicher Wohlfahrtsverbände sind zwar bestimmt mit guter Absicht aufgestellt worden, wenn eine ganze Reihe davon aber das erste ist, was man nach dem Betreten des Kirchenraumes sieht, da sie parallel zur letzten Kirchenbank aufgestellt wurden und so den Blick zum Altar versperren, so ist das absolut inakzeptabel. Nichts, aber auch gar nichts darf den Blick auf unseren Herrn verstellen. Man kann solche Ständer genauso gut an der Seite aufstellen – wenn man sie denn unbedingt im Kirchenraum haben muss. Es ist in Ordnung, Informationsschriften dieser Organisationen auf dem Zeitschriftenstand auszulegen, der Kirchenraum ist aber nicht der geeignete Ort, um Werbung für diese Organisationen zu machen – so gut diese auch gemeint sein mag und so richtig ihre Aussagen sein mögen.

Zur traurigen Regel ist es mittlerweile schon geworden, dass es statt zwei Lesungen sonntäglich nur mehr eine gibt. Die beiden Lesungen und das Evangelium bilden jedoch eine Einheit, deren Sinn sich nur im Verbund erkennen lässt. Schade, dass dies (aus Zeitersparnis?) gekürzt wird.

Und der anwesende Priester? Sitzt passiv daneben und hat offenbar noch seinen Spaß daran.

Mein lieber Herr Priester, Sie wurden geweiht, um eine Herde von Gläubigen in Jesu‘ Auftrag zu leiten, damit sie sicher ans Ziel gelangt und keines der Schafe verloren geht. Vielleicht nehmen Sie sich mal eine Auszeit und denken darüber nach!

München, 23.11.2014

Robert Gollwitzer

Are We Missing the Point?

Posted on October 26, 2014 at 9:25 AM

As every Sunday, I went to attend the service in the church building around the corner. Walking there and seeing all those nicely dressed up people heading into the same direction, I felt something coming up that I thought had disappeared long ago: the feeling of not belonging there, of being the black sheep of the family.

Not that anybody treated me that way, mind you. But, maybe you can relate to that: there are those niche church people, and then there is you. As hard as you might try, you simply won’t feel like you are one them. More like somebody from a totally different background that those nice folks (thankfully!) have no clue about and that makes you stand out, like it or not.

In front of the church building is a park and usually drunkards, homeless and other “marginalized” (how I hate that word!) hang around there, right in front of the church door. I wonder why we never got the idea to approach them.

I looked from one to the other and actually did not want to attend the service anymore, but spend time with the folks in the park. And then a thought came up: What’s the point in celebrating and worshipping God like a religious club inside a church building when we can be church (instead of “going to church”) by celebrating in that park and inviting those who are present. Afterwards we might enjoy a common lunch with them and share our thoughts and sorrows. Wouldn’t that be a totally different way of worship? Like the way it was meant to be?

Maybe the situation is similar in your church. Maybe you could go out as well and celebrate with those who are most in need of love.

Just saying.

Rob

Wann hören diese Schnarch-Gottesdienste endlich auf?

Posted on October 12, 2014 at 8:50 AM

Wäre da nicht die Eucharistie, wären manche sonntägliche Messen kaum zu ertragen.

Da verkommt die Liturgie – natürlich „gutgemeint“ – zum Kasperl-Theater, Predigten werden – wie der Rest des Gottesdienstes auch –monoton vom Blatt gelesen (ja beinahe heruntergeleiert) und die Gläubigen antworten genauso monoton und mechanisch. Der Gesang geht im Orgel-Donner unter. Sofern überhaupt noch jemand mitsingt, wird saft-und kraftlos etwas geträllert, das die Bezeichnung „Lobpreis“ nicht mehr verdient. Da werden christlichen Vereinen oder Organisationen Musik- und Liturgiegestaltung (was dann etwa dazu führt, dass die Schriftlesungen gleich ganz weggelassen werden), Ambo und Altarraum überlassen, deren Beiträge dann aber mangels Organisation und Technik entweder völlig untergehen oder im Zuge des allgemeinen belanglosen Theaters namens „Gottesdienst“ zwar wohlgefällig zur Kenntnis genommen werden, aber keinerlei Konsequenzen welcher Art auch immer bei den Gläubigen zeigen.

Nein? Dann fragt mal nach einer Messe irgendjemand, wovon die Schriftlesungen gehandelt haben, worüber die Predigt ging und was das Ganze für das eigene Leben bedeutet. Viel Glück.

Eine Versammlung der Christinnen und Christen, also derer, die Jesus Christus nachfolgen, sollte ihre Herzen in Brand setzen, sodass sie begierig darauf sind, hinauszugehen und den Missionsauftrag sowie das Große Gebot zu erfüllen! Wie viele wissen aber noch nicht einmal, was das ist?

„Das ist doch fundamentalistisch!“ – mit solchen Totschlägern wird all das, was das Wesen des Christentums ausmacht, vom Tisch gewischt.

Den Kirchen laufen die Gläubigen in Scharen davon und so manch ein „Hirte“ ist weit davon entfernt, seiner Rolle gerecht zu werden. Begegnet wird dem, indem man noch mehr versucht, wie die Welt zu werden und das Christentum so windelweich wäscht, dass jeder damit leben kann und keiner was davon hat. Wellness für geistig Verirrte.

Möglicherweise ist das, was die Kirche jetzt braucht, ein radikales Gesundschrumpfen und damit verbunden eine Rückbesinnung auf das, womit wir vor 2.000 Jahren gestartet sind.

Vielleicht brauchen wir wieder jemand, der die aus dem Tempel treibt, die dort nichts zu tun haben, und mit einfachen Menschen von Neuem beginnt.

Robert