Katholisch Leben!

Den katholischen Glauben kennen, leben, lieben & verteidigen!

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Eine Schande!

Posted on March 14, 2015 at 3:15 PM

Jede Pfarrei hat die Anzahl von Gottesdienstbesuchern, die sie verdient – dieser Gedanke kam mir heute. Nur leider haben manche Pfarreien auch Seelsorger, die sie wirklich nicht verdienen.

Zur Vorgeschichte: In unserem Pfarrverband wird das Kirchenrecht seit längerem mit Füßen getreten. Da gibt es „Queer-Gottesdienste“, also Eucharistiefeiern für offen schwul lebende Menschen, Laienpredigten ohne begründeten Anlass usw. Nach erfolglosen Hinweisen an den zuständigen Pfarrer (der nur per Email mitteilte, dass er die Unrechtmäßigkeit des Ganzen genauso sehe, aber was solle er denn machen, sein Blutdruck sei eh schon so hoch…), habe ich wohl oder über eine kirchenrechtliche Anzeige beim Ordinariat eingereicht (die auf der Homepage der Glaubenskongregation angegebene Kontakt-Emailadresse stellte sich als nicht existent bzw. nicht funktionierend heraus!). Der Pfarrer meldete sich überrascht bei mir (er meinte, das Thema sei mit seinem Hinweis erledigt – man stelle sich das einmal vor!) und erzählte mir, er sei zu einem Gespräch beim Ordinariat eingeladen und was ich denen denn geschrieben hätte. Das Ordinariat wiederum versicherte mir sinngemäß, dass dem Ganzen nachgegangen werde. Eine Antwort oder eine Info bezüglich des Ergebnisses habe ich weder vom Ordinariat erhalten.

Die „Queer-Gottesdienste“ wurden und werden weiter abgehalten.

Zumindest habe ich keine Laienpredigten mehr erlebt – bis heute.

Ich war in der Samstagabend-Messe und der Priester kündigte an, nach dem Evangelium werde der Pastoralreferent ein Glaubenszeugnis abgeben. Ich hatte schon üble Vorahnungen, da dies wie ein schlechter Versuch klang, eine Laienpredigt anders zu benennen, weil man mal gelesen hatte, dass Glaubenszeugnisse von Laienerlaubt seien.

Nun bin ich kein Experte für katholisches Kirchenrecht, aber meiner Kenntnis nach sollten Glaubenszeugnisse (also etwa Schilderungen, wie ein Mensch aus einem sündhaften Leben heraus zu Gott fand) bestenfalls die Messe ergänzen und bereichern, nicht aber eine Predigt ersetzen – aber wie auch immer.

Was dann aber folgte, bestätigte meine schlimmsten Vorahnungen: Es folgte eine gewöhnliche Predigt, die auf die Schriftlesung bzw. das Evangelium einging und teils Bestandteile enthielt, die ich als schlechte und unqualifizierte hobby-psychologische Ratschläge empfand. Keinesfalls aber war dies ein Glaubenszeugnis.

Hier wurde das Kirchenrecht nicht nur gebrochen, sondern auf das Übelste vergewaltigt. Auch die anwesenden Gläubigen wurden für dumm verkauft und bewusst in die Irre geführt.

Eine Schande ist das! Eine Schande für den anwesenden Priester, den Pastoralreferenten, das Ordinariat und die gesamte Kirche!

Da wird einem erzählt, wieviel Wert man auf die Ausbildung der kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lege, aber was ich hier laufend erleben muss, spottet jeder Beschreibung.

Ach ja: es waren nur eine Handvoll Gläubige anwesend, die sich im großen Kirchenrauf verloren. Was mich auch nicht wundert. Wenn Menschen in der Kirche nicht mehr die spirituelle Nahrung erhalten, die sie brauchen, kommen sie nicht mehr oder suchen sich diese anderswo.

Man kann nur hoffen, dass die wenigen standhaften Gläubigen jetzt die Not der Stunde sehen und für ihren Glauben und ihren Herrn aufstehen!

München, 14.03.2015

Robert Gollwitzer

Aufstieg und Fall der katholischen Sonntagsmesse

Posted on January 18, 2015 at 6:30 AM

Die katholische Messe – ein Theaterspiel mit seichter Botschaft?

Wer kennt sie nicht – die liturgischen Missbräuche während der sonntäglichen Messe, auf die die zuständigen Pfarrer auch auf entsprechende Hinweise nicht reagieren. Es gibt zwar Ausnahmen für Laienpredigten während einer Messe, aber oft ist die regelmäßige sonntägliche Laienpredigt ohne entsprechenden Anlass bereits die Norm. Die beiden Lesungen werden in der Regel auf eine gekürzt und fallen teils ganz aus – zugunsten „gutgemeinter“ Schauspiele der Ministranten.

Bei Predigten verkürzt sich die Katechese dann auf eine seichte und lauwarme hobby-psychologische Auslegung der Schriftlesung, die schon fast jeder Atheist ohne jegliche Ausbildung genauso aus dem Stegreif halten könnte. Predigten, bei denen jeder zustimmen kann und niemand etwas davon hat. Predigten, die bereits fünf Minuten später wieder vergessen sind.

Der Rest der Messe wird dann mehr oder weniger herunter gespult.

Wundern wir uns da noch, warum die Teilnahme der Gläubigen (ganz zu schweigen von denen, die noch nicht gläubig sind!) ständig sinkt und die meisten Katholiken keine Ahnung mehr davon haben, was die Kirche eigentlich lehrt und warum? Ich kann nur das wirklich lieben, was ich kenne. Ansonsten lande ich schnell bei einem abergläubischen moralischen Relativismus, bei dem ich mir aus einem spirituellen Buffet selbst zusammen suche, was mein „Glaube“ ist.

Die Grundstruktur der Heiligen Messe wurde keineswegs willkürlich gewählt. Sie geht auf die ersten Christen zurück und soll auch so erhalten werden. Für zeitgemäße Aktualisierungen und individuelle Beiträge gibt es genügend Spielraum. Wenn die Kirche aber auf bestimmten Regeln für die Liturgie besteht, dann nicht, weil sie uns gerne herum kommandiert, sondern weil es ihre Aufgabe ist, uns spirituell zu ernähren und auf den richtigen Weg zu führen.

Was die Heilige Messe jedoch nie ist und auch nie sein darf, ist ein „gutgemeintes“ Theaterspiel, bei dem jeder mitspielen darf. Es gibt einen Grund, warum es seit biblischen Zeiten Menschen mit besonderen Beauftragungen (etwa Priester und Bischöfe) gibt.

Es ist die Aufgabe jedes Christen, den Missionsauftrag zu erfüllen und das Große Gebot, Gott und den Nächsten zu lieben wie sich selbst zu befolgen. Für ein Leben in der Nachfolge Christi bedarf es Jüngerinnen und Jünger (nichts anderes sind Christen!), deren Herzen brennen und die bereit sind, ihr Leben ganz unserem Herrn hinzugeben.

Ein Theaterspiel mit lauwarmer Botschaft sorgt weder für volle Bänke noch für brennende Herzen. Für so etwas brauche ich auch kein Christentum. Das kann die Welt da draußen besser.

Robert

Predigt am Heiligen Abend

Posted on December 24, 2014 at 1:40 PM

 

Ich komme eben zurück von der Christmette am Heiligen Abend. Was mich sehr gefreut hat, waren die jungen Flüchtlinge, die daran teilgenommen haben. Was mich sehr enttäuscht hat, war (wieder mal…) die Predigt. Es geht mir einfach nicht in den Sinn, warum das so schwer in die Köpfe der Priester und Diakone zu bekommen ist. Die Predigt war „theologisch korrekt“ – oder eigentlich doch nicht. „Theologisch korrekt“ insofern, als sie klang wie aus dem Lehrbuch der theologischen Ausbildung. Historischer Bezug, Hinweis auf die Verbindung zum täglichen Leben usw. „Theologisch korrekt“ dann aber doch wieder nicht, da dies ja auch bedeutet, dass es eine gute Predigt war, die ihren Sinn und Zweck erfüllte: die Herzen der Zuhörer mit heiligem Feuer zu erfüllen, sodass sie hinaus gehen und die ganze Welt anzünden wollen. Ihnen in allgemein verständlicher und unterhaltsamer Weise beizubringen, was die Kirche lehrt und warum – denn wir können nur das lieben, was wir auch kennen. Den Bezug zum Leben insofern herzustellen, als sich die Menschen tief im Herzen berührt fühlen sollten. Nichts davon war hier der Fall.

Die Predigt wurde abgelesen. Allein das könnte mich zur Weißglut treiben. Warum in aller Welt muss man eine Predigt ablesen? Warum kann man nicht so zu den Menschen sprechen, wie man jeden Tag zu ihnen spricht? In ihrer eigenen Sprache und Ausdrucksweise und so, wie man mit seinen eigenen Familienangehörigen spricht (was sie ja letztlich auch sind!).

Gerade am Heiligen Abend will der „kindliche Glaube“ angesprochen werden. Hier ist es besonders wichtig, die Herzen der Menschen und ihre Emotionen zu erreichen. An eine abgelesene Predigt erinnert sich wohl schon kurz nach der Messe kaum jemand mehr.

Die Christmette wurde zudem als Messe für Familien angekündigt. Umso mehr war diese Predigt eine komplette Themaverfehlung. Dass eine größere Anzahl von Flüchtlingen in unserer Pfarrei ist und möglicherweise kommen wird, muss ebenfalls Thema sein, wenn ich eine Predigt vorbereite. Selbst wenn mir das nicht bewusst ist, muss ich spontan darauf reagieren und in der Lage sein, eine abgeänderte Predigt aus dem Stegreif zu halten. Eine Predigt, die die Herzen der Menschen nicht erreicht, ist wertlos.

Am Heiligen Abend will niemand eine theologische oder historische Abhandlung hören.

Schließlich sollte man anschließend die Zuhörer ansprechen. Was haben sie behalten? Was hat sie angesprochen und was nicht? Ansonsten predigt man auch weiterhin für sich selbst und verpasst eine Chance nach der anderen, das zu tun, wozu uns Jesus gerufen hat.

Robert

Orientierungslosigkeit...

Posted on November 23, 2014 at 7:40 AM

Gerade komme ich aus der sonntäglichen Messe. Es ist schon ein Drama, was sich da abspielt. Zuerst das Positive: Es gibt eine ganze Reihe von Menschen, die sich sehr in der Gestaltung des Gottesdienstes engagieren und voller Schwung dabei sind. Nun das Negative: Es wäre die Aufgabe des Pfarrers der Pfarrei/Pfarrgemeinde (bzw. des anwesenden Priesters), diesen Schwung in die richtigen Bahnen zu leiten. Wenn man dem Ganzen jedoch freien Lauf lässt, entsteht ein tragisch-komisches Theaterstück, das zwar gut gemeint und für manche gar unterhaltend ist, aber mit der Feier der Heiligen Messe nur mehr wenig bis gar nichts zu tun hat.

Beginnen wir mit der Musik: Es ist schön, wenn sich Menschen bereit erklären, sich zu einer kleinen Band zusammen zu finden und den Gottesdienst musikalisch zu begleiten. Problematisch wird es, wenn die Musik so laut wird, dass sie in den Ohren schmerzt und der Text und der Zweck der Musik (Gott zu lobpreisen und die Glaubenswahrheiten der Liturgie zu unterstreichen) völlig in den Hintergrund treten.

Kleine Theaterspiele, wo Ministrantinnen und Ministranten Szenen aus dem Alltag wiedergeben, um eine bestimmte Aussage zu verdeutlichen und lebensnaher zu gestalten, sind sehr lobenswert und sollten gefördert werden. Das heißt aber NICHT, dass sie an die Stelle einer Predigt treten dürfen. Die geistlichen Leiter der Kirche haben die Aufgabe, ihre Herde in die richtige Richtung zu führen. Deshalb haben sie uns bestimmte Regeln gegeben, um zu verhindern, dass wir – gutgemeint! – in die Irre laufen. Eine dieser Regeln betrifft die Predigt. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, hat die der Priester zu halten, da er durch die apostolische Nachfolge im Namen Jesu Christi spricht. Wenn Jugendliche einfach mal drauf loslegen, verwirrt dies mehr als es nützt – und bricht Regeln mit vollem Wissen des verantwortlichen Priesters. Das ist keineswegs egal. So kommt das, dass die Jugendlichen mit voller Lautstärke eine CD mit einem „Ärzte“-Song in der Messe laufen lassen. Schön für eine Feier im Pfarrheim – völlig irreführend in einer Heiligen Messe.

Auch „gutgemeinte“ übermannsgroße Plakatständer mit Plakaten kirchlicher Wohlfahrtsverbände sind zwar bestimmt mit guter Absicht aufgestellt worden, wenn eine ganze Reihe davon aber das erste ist, was man nach dem Betreten des Kirchenraumes sieht, da sie parallel zur letzten Kirchenbank aufgestellt wurden und so den Blick zum Altar versperren, so ist das absolut inakzeptabel. Nichts, aber auch gar nichts darf den Blick auf unseren Herrn verstellen. Man kann solche Ständer genauso gut an der Seite aufstellen – wenn man sie denn unbedingt im Kirchenraum haben muss. Es ist in Ordnung, Informationsschriften dieser Organisationen auf dem Zeitschriftenstand auszulegen, der Kirchenraum ist aber nicht der geeignete Ort, um Werbung für diese Organisationen zu machen – so gut diese auch gemeint sein mag und so richtig ihre Aussagen sein mögen.

Zur traurigen Regel ist es mittlerweile schon geworden, dass es statt zwei Lesungen sonntäglich nur mehr eine gibt. Die beiden Lesungen und das Evangelium bilden jedoch eine Einheit, deren Sinn sich nur im Verbund erkennen lässt. Schade, dass dies (aus Zeitersparnis?) gekürzt wird.

Und der anwesende Priester? Sitzt passiv daneben und hat offenbar noch seinen Spaß daran.

Mein lieber Herr Priester, Sie wurden geweiht, um eine Herde von Gläubigen in Jesu‘ Auftrag zu leiten, damit sie sicher ans Ziel gelangt und keines der Schafe verloren geht. Vielleicht nehmen Sie sich mal eine Auszeit und denken darüber nach!

München, 23.11.2014

Robert Gollwitzer

Kirchenrechtsverletzungen

Posted on November 1, 2014 at 7:40 AM

Sind Kirchenrechtsverletzungen schon die Norm?

Eben komme ich aus einer Messe, wo ganz selbstverständlich die Pastoralreferentin nach der Verlesung des Evangeliums durch den Priester an das Ambo ging und zu predigen begann.

„Und wenn schon?“ mag manch einer einwenden. „was ist schon dabei?“

Nun, eine ganze Menge ist dabei. Das Kirchenrecht, ebenso wie etwa Dogmen existieren nicht im luftleeren Raum. Sie sind nicht Selbstzweck und es gibt sie nicht deshalb, weil die Kirchenoberen uns eben gerne kommandieren.

Die Bischöfe, die dies erlassen, tun dies aus ihrer Verantwortung als Hirten für die Herde heraus. Und genau hier sind wir am Punkt: Ein Laie – und sei er Universitätsprofessor für Theologie! – spricht immer „nur“ im Namen der Kirche. Ein Priester oder Bischof aber im Namen Jesu selbst. Durch die apostolische Nachfolge hat Jesus sicher gestellt, dass Seine Lehre und Sein Auftrag von den hierfür Bevollmächtigten (und von niemand anderem!) weitergegeben wird.

Ein Laie mag noch so gute Absichten haben, er gibt immer nur seine persönliche Meinung wieder.

Ja, die Kirche hat Ausnahmen vorgesehen, bei denen Laien predigen dürfen. Bei Kindermessen oder kleinen Messen etwa, bei Wortgottesdiensten oder im Falle einer lang andauernden Verhinderung des Priesters (und selbst dann darf die Predigt nur abgelesen werden und nicht an der üblichen Stelle, sondern muss zu Beginn stattfinden, um den Ausnahmecharakter zu verdeutlichen). Nichts davon war aber heute der Fall. Die „Predigerin“ wusste dies aufgrund ihrer Ausbildung sehr wohl – und tat es trotzdem.

Die Regeln der Kirche dienen zu unserem Besten. Jesus hat die Bischöfe beauftragt, uns zu leiten, weil Er wusste, wohin es führen würde, wenn wir einen anderen Weg gehen. Hier geht es also nicht um Selbstherrlichkeit.

Die Pastoralreferentin gab dann auch ihre persönliche Meinung wieder. So wurde die Bergpredigt etwa zu einem Mittel, um „wahres Glück“ zu finden. Nun geht es bei der Nachfolge Jesu Christi aber nicht darum, „wahrhaft glücklich“ zu sein. Dies wäre ein rein subjektives Gefühl und Gefühle kommen und gehen. Jesus hat uns beauftragt, Gottes Gebote zu befolgen, täglich unser Kreuz auf uns zu nehmen, alles hinter uns zu lassen und Ihm nachzufolgen. Weiterhin sollen wir Gott und unseren Nächsten lieben wie uns selbst und hinausgehen, Menschen taufen und sie zu Jüngern Jesu machen. All dies ist so viel mehr als nur „glücklich“ zu sein!

Weiterhin wurden im Rahmen der „Sanftmütigkeit“ diejenigen kritisiert, die dem Papst mangelnde Führungsstärke bei der Bischofssynode unterstellen. Dies ist eine gewagte – und falsche! – Interpretation.

Schließlich wurde mit Bezug auf die Bischofssynode noch die „Würde von Homosexuellen“ erwähnt, die eingefordert wurde.

Ich habe selbst viele Jahre als „Homosexueller“ gelebt und eines kann ich euch sagen: Ihr gebt uns nicht unsere Würde, indem ihr die kirchliche Lehre insoweit aufweicht, dass uns Hintertürchen offen bleiben. Was wir brauchen, ist wahre Liebe, die sich auch nicht scheut, die Wahrheit zu sagen, um den Menschen wieder auf den rechten weg zu bringen.

Hier ein Statement eines Mannes mit gleichgeschlechtlichen Neigungen auf die Frage, warum jemand nicht ein schwules Leben führen bzw. dieses verlassen sollte: „I want to leave my ssa life behind because I am losing my self-esteem and my dignity.“ (Ich will mein Leben mit gleichgeschlechtlichen Neigungen hinter mir lassen, weil ich meinen Selbstwehrt und meine Würde verliere). Mehr muss man hierzu nicht sagen.

Das Kirchenvolk seinerseits sitzt passiv da und lässt all dies über sich ergehen. Oder bleibt ganz weg. Letzteres ist offensichtlich – und wir bekommen diese Menschen nicht dadurch zurück, in dem wir immer mehr wie die Welt werden, sondern in dem wir immer mehr wie Jesus werden.

Robert

Wann hören diese Schnarch-Gottesdienste endlich auf?

Posted on October 12, 2014 at 8:50 AM

Wäre da nicht die Eucharistie, wären manche sonntägliche Messen kaum zu ertragen.

Da verkommt die Liturgie – natürlich „gutgemeint“ – zum Kasperl-Theater, Predigten werden – wie der Rest des Gottesdienstes auch –monoton vom Blatt gelesen (ja beinahe heruntergeleiert) und die Gläubigen antworten genauso monoton und mechanisch. Der Gesang geht im Orgel-Donner unter. Sofern überhaupt noch jemand mitsingt, wird saft-und kraftlos etwas geträllert, das die Bezeichnung „Lobpreis“ nicht mehr verdient. Da werden christlichen Vereinen oder Organisationen Musik- und Liturgiegestaltung (was dann etwa dazu führt, dass die Schriftlesungen gleich ganz weggelassen werden), Ambo und Altarraum überlassen, deren Beiträge dann aber mangels Organisation und Technik entweder völlig untergehen oder im Zuge des allgemeinen belanglosen Theaters namens „Gottesdienst“ zwar wohlgefällig zur Kenntnis genommen werden, aber keinerlei Konsequenzen welcher Art auch immer bei den Gläubigen zeigen.

Nein? Dann fragt mal nach einer Messe irgendjemand, wovon die Schriftlesungen gehandelt haben, worüber die Predigt ging und was das Ganze für das eigene Leben bedeutet. Viel Glück.

Eine Versammlung der Christinnen und Christen, also derer, die Jesus Christus nachfolgen, sollte ihre Herzen in Brand setzen, sodass sie begierig darauf sind, hinauszugehen und den Missionsauftrag sowie das Große Gebot zu erfüllen! Wie viele wissen aber noch nicht einmal, was das ist?

„Das ist doch fundamentalistisch!“ – mit solchen Totschlägern wird all das, was das Wesen des Christentums ausmacht, vom Tisch gewischt.

Den Kirchen laufen die Gläubigen in Scharen davon und so manch ein „Hirte“ ist weit davon entfernt, seiner Rolle gerecht zu werden. Begegnet wird dem, indem man noch mehr versucht, wie die Welt zu werden und das Christentum so windelweich wäscht, dass jeder damit leben kann und keiner was davon hat. Wellness für geistig Verirrte.

Möglicherweise ist das, was die Kirche jetzt braucht, ein radikales Gesundschrumpfen und damit verbunden eine Rückbesinnung auf das, womit wir vor 2.000 Jahren gestartet sind.

Vielleicht brauchen wir wieder jemand, der die aus dem Tempel treibt, die dort nichts zu tun haben, und mit einfachen Menschen von Neuem beginnt.

Robert

Sammlungen für wohltätige Organisationen in Gottesdiensten

Posted on March 17, 2014 at 12:25 AM

 

Zu bestimmten oder unbestimmten Terminen („Caritas-Sonntag“) gibt es Sammlungen für gemeinnützige und mildtätige Organisationen während des Gottesdienstes , wobei die Erträge etwa im Schlüssel 60/40 aufgeteilt werden (60% für die Organisation, 40% für die Gemeinde) – manchmal aber auch zu 100% dem gemeinnützigen Zweck zukommen.

 

An sich also eine gute Sache, oder?

 

Ja und nein. Es ist selbstverständlich gut und notwendig, dass Sammlungen für die gute Arbeit, die diese Organisationen durchführen, gemacht werden. Allein das „wie“ und auch mögliche Konsequenzen hiervon machen mir Sorgen.

 

So kommt es durchaus vor, dass – wohl mit den besten Absichten – an Stelle der Predigt ein Vortrag eines Mitarbeiters bzw. einer Mitarbeiterin einer solchen Organisation tritt. Hier soll die Gemeinde über das informiert werden, was mit dem gespendeten Geld dort geschieht. Hört sich ganz gut an – ist aber grundfalsch. Zum einen ist die Liturgie einer Hl. Messe nie und nimmer der geeignete Rahmen, um für Spendenzwecke zu werben. Erst recht darf dies nicht an Stelle einer Predigt treten. Die Predigt eines geweihten Mannes (Priester oder Diakon), der „in persona Christi“, also durch die apostolischen Nachfolge in Person Jesu Christ selbst spricht ist niemals zu ersetzen durch Spendenaktionen – so gut sie auch sein mögen. Umso mehr, als dieser Vortrag dann – gewollt oder ungewollt – bereits Züge einer Laien-Predigt enthält, die aber nur unter sehr begrenzten Voraussetzungen überhaupt in einer katholischen Messe erlaubt ist (eben weil dieser Mensch dann „in persona ecclesia“ – also für die Kirche, und nicht in Person Jesu Christi spricht. In anderen Worten: er/sie gibt seine eigene Meinung wieder, was nicht Sinn und Zweck einer Predigt ist).

 

Ist es denn überhaupt sinnvoll, solche Sammlungen durchzuführen?

 

Selbstverständlich –unter bestimmten Voraussetzungen. Man mag in diesem Zusammenhang noch so oft betonen, dass uns dies nicht von unserer Christenpflicht der Nächstenliebe entbindet, genau dies kann aber ein ungewünschter Nebeneffekt sein. Die „Experten“ von dieser oder jener Organisation können das doch so viel besser als ich, also gebe ich denen mein Geld und gut ist es. Ist es eben nicht. Ich kann nicht jemanden bezahlen, um meinen Nächsten zu lieben. Derartige Sammlungen dürfen niemals eigene Aktivitäten der Pfarrgemeinde und der Einzelnen ersetzen. Shane Claiborne von „The Simple Way“ (USA) hat einmal darauf hingewiesen, dass es nicht so sehr das Problem ist, dass wir nichts für die Armen tun – wir kennen sie einfach nicht. Wir geben unser Geld oder unsere Sachspenden an irgendwelche Organisationen – so gut und „professionell“ die auch sein mögen – und arme und bedürftige Menschen bekommen von dort Hilfe. Wir kommen mit ihnen also gar nicht in Kontakt, was aber ein wesentliches Merkmal des Christentums ist!

 

Wie viel sinnvoller wäre es also, an den betreffenden Sonntagen vor dem Kirchengebäude vor und nach der Messe einen Stand aufzubauen, an dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Organisation die Gemeinde-Glieder informieren. Darauf kann im Gottesdienst dann hingewiesen werden. Gleichzeitig sollten sich Gremien oder Einzelpersonen innerhalb der Gemeinde kundig machen, welche Art von Not es innerhalb des Gebietes der Pfarrei gibt (also etwa Obdachlosenunterkünfte, Altenheime, Flüchtlingsheime, Gefängnisse usw.). Hier können dann konkret und dauerhaft – durchaus auch in Zusammenarbeit mit o.g. Organisationen! – Hilfsmaßnahmen organisiert werden, bei denen die Gemeinde-Glieder eingebunden werden und über die die Gemeinde regelmäßig auf dem Laufenden gehalten wird.

 

Na, wie wäre es damit?

 

Robert

Why Shouldn't Lay People Preach?

Posted on February 16, 2014 at 11:00 AM

Why shouldn’t lay people preach? Aren’t all Christians priests, prophets and kings? The Holy Spirit is not only on special people?

Thoughts like these might seem right to some, but they miss the point. Yes, all Christians are called to be priests, prophets and kings. The Lord gave each one of us veryspecial talents and gifts – and will hold us accountable someday as to what wedid with them. And yes, the Great Commission calls ALL Christians to go out andmake disciples – which may include preaching and/or giving witness for Christ through word and deed – and prayer. Preaching in a church service, however, isdifferent. To stay with the Catholic Church: She does not completely forbid that. There are circumstances where it may be necessary that for example “viri probati”, that is experienced men, assume that responsibility. Examples: Liturgies of the Word, small services, children services, services where no priestis available or the priest could or can not preach (due to illness, no possibility of preparing or whatever). If that is only a one-time event, the priest can appoint somebody. If it is a longer solution, the bishop needs to send out someone. In a regular Sunday mass, however, only the priest or deacon can preach. Every lay person would stand there in the name of the Church – the priestsand deacons do that in the name of Christ, as they are standing in apostolic succession. To stay with the latter one: Yes, the Holy Spirit dwells in all of us, but Jesus called out His twelve apostles (and their successors who are being anointed and receive the sacrament of Holy Orders by laying on of hands through the bishop). Why? Not because the Church does not believe that lay people can talk and work with the help of the Holy Spirit. Even under certain circumstances where it would be allowed for lay men to preach the sermon has to be read from paper at the beginning of the mass to make absolutely sure that this is not mistaken for an ordinary sermon. There is a reason Jesus called His apostlesfor special services (like the Eucharist). Also the Church wants to make sure that the people who preach in a mass know what they are doing (they studied theology and have ample experience), that they are in apostolic succession and like that responsible for their flock.

To go away from that (as it is sometimes done) means risking the spiritual guidance and protection of this flock. Lay men might mean well, but say things that are heretical and cause great confusion among the assembled Church congregation.The might say things from their own, human perspective – things that sound right to them, but are a far cry away from what the Church teaches.

That does not mean priests of deacons necessarily do a better job. This is unfortunately in many cases not so. Oftentimes you get to hear wishy-washy and lukewarm sermons that do not feed people. Sermons that try not to shy anybody away or touch touchy subjects. Sermons that sound more like Christian wellness or nice esoteric stories, but certainly do not incite a burning fire in the hearts of the faithful, a fire that makes them follow Jesus in that radical way He called usto.

We should not settle for less.

Robert