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Zeugnisse werden weder bewertet, beurteilt noch kommentiert. Der Leser möge sich selbst ein Urteil bilden.
Herzlichen Dank und Gottes reichen Segen!
Robert Gollwitzer
Warum ich wieder katholisch bin…
Ich (Stefan) bin 1968 in Stuttgart geboren.
Das Dorf, in dem wir wohnten war eines der wenigen katholischen „Flecken“ im protestantischen Umfeld.
Da meine Eltern katholisch waren, bin auch ich katholisch aufgewachsen.
Bereits als Kind habe ich den christlichen Glauben recht stark verinnerlicht. Meine Mutter war es vor allem, die mich im Glauben unterwies. Von ihr habe ich auch das (meiner Ansicht nach) außergewöhnlich positive Bild von Gott als einen treuen Beschützer, der sehr gnädig und liebevoll ist (eben wie meine Mutter).
Als ich älter und zudem selbstsicherer wurde (ich war früher recht ängstlich) trat mein kindlicher Glaube an Gott jedoch mehr und mehr zurück. Auch in meiner Familie wurde das „zur Kirche gehen“ immer laxer genommen. Zugegebenermaßen fand ich die Gottesdienste oft auch nicht besonders interessant, auch wenn es für mich dennoch meist eine gute Zeit zur (Rück-)Besinnung auf Gott und auf das Wesentliche im Leben war.
Nach meinem Studium der Elektrotechnik bin ich dann nach München gezogen und habe dort Leute aus einer freien christlichen Gemeinde kennen gelernt. Mich faszinierte ihre Ernsthaftigkeit im Glauben, ihre Bibelkenntnisse und wie sie ihren Glauben in ihr alltägliches Leben einbezogen. Das hatte mir in der katholischen Kirche gefehlt.
Auch wenn einige Dinge mir recht sektenhaft vorkamen, entschloss ich mich nach einigem Ringen und Gebet, mich in dieser Gemeinde nochmals - vermeintlich „richtig“ - als Erwachsener taufen zu lassen.
Ich habe in dieser freien Gemeinde sehr viel erfahren, was es heißt, ganz praktisch im Alltag den Glauben an Jesus Christus zu leben. Noch dazu habe ich meine jetzige Frau Connie dort kennen gelernt, die ursprünglich auch katholisch war, aber erst durch diese Gemeinde wirklich gläubig wurde.
Nach einigen Jahren haben wir dann jedoch diese Gemeinde wieder verlassen. Denn es hatten sich meine leider damaligen Vermutungen bestätigt, dass dort theologisch und bzgl. der Praxis einiges nicht stimmte. Vor allem musste ich erfahren, dass nicht wenige der dortigen Leiter doch nicht ganz so ehrlich waren, was die Dinge „hinter den Kulissen“ anging wie sie vorgaben. Viele Kritiker der Gemeinde wurden verleumdet und ihre berechtigte Kritik nicht wirklich ernst genommen oder ganz einfach vertuscht.
Nach dem Austritt aus unserer damaligen Gemeinde, mussten wir überlegen wie es weiter gehen sollte. Unsere alte Gemeinde war sehr elitär und lehrte, dass wir praktisch die einzig wahren Christen seien und der Rest der Christenheit weitgehend verloren wäre. Wo sollten wir jetzt hin gehen?
Ich fing an, nochmals alle Lehren unserer alten Gemeinde in der Bibel und mithilfe von verschiedenen Bibelkommentaren, Lexika und Internetrecherchen zu prüfen. Eine der Fragen war, ob die christliche Taufe rettungsnotwendig sei (was ja viele der evangelikalen christlichen Gemeinden verneinen). Ich kam schließlich zum ernüchternden Schluss, dass es mit der Bibel allein sehr schwer war, eine ganz sichere (d.h. unanfechtbare) Aussage hierzu zu machen. Es gab eben auch eine Menge nicht ganz eindeutig interpretierbare Stellen hierzu in der Bibel. Mit anderen christlichen Lehren war es leider ähnlich.
Dann stieß ich auf die Bücher und Vorträge von David Bercot, einem ehemaligen Zeuge Jehovas, der eine ganz ähnliche Geschichte hinter sich hatte. Auch er wollte prüfen, welche christlichen Lehren und Praktiken eigentlich richtig seien. Denn auch er war von seiner ehemaligen christlichen Gemeinschaft in vielen Punkten falsch gelehrt worden. Er befasste sich mit den Schriften der ersten Christen, um herauszufinden, wie diese die Bibel verstanden und was sie lehrten und wie sie lebten. Das machte in meinen Augen Sinn, denn schließlich waren die frühen Christen zeitlich viel näher am Ursprung der Lehre Jesu und der Apostel. Jetzt wurde mir Vieles klarer.
Nach und nach wurde mir bewusst, dass die Bibel ganz offensichtlich nicht als reines Lehrbuch von Gott gegeben wurde (dazu war es in vielen Punkten m.E. viel zu unklar – zumindest für mich), sondern als Bestätigung der „wahren christlichen Lehre“, die zunächst mündlich verkündet wurde. Ich stellte fest, dass man mit der Bibel allein zu unterschiedlichsten Auffassungen über die christlichen Lehren und Praktiken kommen kann. Selbst wenn man wirklich ehrlich und offen nach der Wahrheit sucht.
Das Problem, dass ich nun aber hatte war, dass ich keine christliche Gemeinde finden konnte (zumindest nicht in Deutschland), die genau dies lehrte und lebte, was die ersten Christen lehrten und lebten. So glaubte ich zwar (weiterhin), dass die christliche Taufe heilsnotwendig sei wie z.B. auch die evangelische und katholische Kirche, lehnte aber diese wegen ihrer Oberflächlichkeit in der christlichen Erziehung der Gläubigen und ihren Sakramentalismus ab. Vor allem glaubte ich, dass die Säuglingstaufe ungültig sei, da ja ein Säugling noch vollkommen unschuldig ist und zudem nicht den rettungsnotwendigen Glauben haben kann.
Connie und ich besuchten in der Zwischenzeit verschiedene freie christliche Gemeinden (u.a. eine Baptistengemeinde und eine FeG), fanden aber auch dort nicht wirklich unser geistliches zu Hause.
Ich las weiterhin Unmengen an Büchern verschiedenster christlicher Konfessionen, um mir klar zu werden, was ich selbst und meine Familie leben und dann auch anderen lehren wollen. Die aus meiner Sicht besten Bücher stellte ich irgendwann auf meiner Website zusammen, einerseits für mich selbst, aber auch für andere, die sich dafür interessierten.
Auf der Suche nach „meiner Gemeinde“ stieß ich im Internet auf einige interessante Blogs von verschiedenen Christen und jungen Pastoren. Einerseits inspirierten mich die Diskussionen mit ihnen, andererseits stellte ich aber auch fest, dass eine Menge an – aus meiner Sicht – falsche Lehren verbreitet wurden (nicht unbedingt aus böser Absicht, sondern meist aus Unwissenheit). Und es war i.d.R. auch nicht möglich, dass man wirklich irgendwie was dagegen unternehmen konnte. Schließlich hat ja jeder sein Recht auf Meinungsäußerung und im freikirchlichen Bereich lehnt man ja auch jeder Art von übergemeindlicher Lehrautorität ab.
Der Glaube der protestantischen Christen, dass jeder die Bibel selbst auslegen darf und soll – im Gegensatz zur katholischen Kirche - führt zwangsläufig zu einer Flut von sich widersprechenden Lehren.
Natürlich stimmen die meisten freikirchlichen Christen in den Grundlagen des christlichen Glaubens überein (dem apostolischen Glaubensbekenntnis), aber auf mehr können sich i.d.R. nicht einigen. Auf diese Weise ist natürlich keine wirkliche Einheit der Christen zu erreichen, die Jesus ja eigentlich geboten hatte. Irgendwie fühlte ich mich in diesem Durcheinander von Gott auch ein wenig im Stich gelassen.
Wo war denn nun seine Kirche?
Muss jetzt jeder sich selbst alles (was die christliche Lehre betrifft) nochmals selbst erarbeiten?
Muss es wirklich immer mehr neue Gemeinden als Alternative zu den bestehenden (und teilweise „verkrusteten“) Gemeinden geben?
Dass sich viele Gemeinden immerhin nicht als die einzig wahre Kirche ansahen, sondern lediglich als ein Teil der „unsichtbaren“ Kirche war nur ein schwacher Trost. Denn eine wirkliche Zusammenarbeit (in Liebe, Lehre und Erziehung) wie es zumindest in der Anfangszeit der Kirche war, gibt es m.E. nicht wirklich.
Schließlich lernte ich über die Bloggerei im Internet eine Katholikin kennen, die mich dadurch überraschte, dass sie sowohl sehr gute Bibelkenntnisse als auch – aus meiner Sicht – sehr vernünftige Ansichten bzgl. des christlichen Glaubens und Lebens hatte. Ihre Ausdrucksweise war zwar erstaunlich jugendlich und direkt (und damit zumindest sehr gut verständlich), ihre Ansichten jedoch sehr weise. Sie stach mit ihren guten Kommentaren regelrecht aus den teilweise wirklich verquerten Meinungen der anderen christlichen Blogger heraus. Mit der Zeit stellte ich fest, dass wir sehr ähnliche Überzeugungen hatten, was die christliche Lehre betraf, wie sie umzusetzen sei und wie man andere Lehrmeinungen beurteilen sollte. Das hatte ich noch nie erlebt: ein Katholik bzw. in diesem Fall eine Katholikin, die sehr tiefe Überzeugungen hat, sehr ernsthaft im Glauben ist und ihren Glauben zu verteidigen weiß.
Das und eine zweite Sache war der Anlass warum ich mich wieder ernsthaft mit dem katholischen Glauben und der katholischen Kirche befasste.
Ich hatte mich nämlich zu dieser Zeit nebenher mit der Frage beschäftigt, wann und wie die Säuglingstaufe entstanden ist. Ich hatte mir alle hierzu verfügbare und fundierte Literatur besorgt (was nicht sehr viel war, da es leider nicht so viel wirklich gutes Material gibt, das einigermaßen objektiv ist).
Zu meinem Erstaunen stellte ich nach meinem Studium fest, dass entgegen der landläufigen Meinung, die Praxis der Säuglingstaufe schon sehr früh aus den historischen Dokumenten nachweisbar ist (ca. 2./3.Jh. n. Chr.). Was aber noch viel verblüffender war ist, dass es gegen diese Praxis so gut wie keinen Protest gab. Entweder hatten bereits die damaligen Christen schon keine Ahnung mehr von der grundlegenden christlichen Lehren oder sie waren allesamt feige oder vollkommen verblendet. In einer solchen wichtigen Sache darf man sich doch als Christ nicht irren, oder? Noch „schlimmer“: einer der Kirchenväter (Origenes) behauptete sogar, dass die Kindertaufe von den Aposteln angeordnet wurde. War das eine bloße Erfindung oder steht in der Bibel tatsächlich nicht alles drin, was wir als Christen für das praktische Christenleben benötigen?
Um meine Geschichte etwas abzukürzen:
Ich stieß kurze Zeit darauf bei meinen Internetrecherchen auf einige sehr interessante katholische Websites, die den katholischen Glauben biblisch und von den Schriften der Kirchenväter zu belegen versuchten. Aus meiner Sicht gelang ihnen das auch sehr gut. Schließlich entdeckte ich auf der Suche nach deutschen katholischen Websites auch die von Robert Gollwitzer und bekam von ihm u.a. einige sehr gute (und wichtige) Büchertipps.
Ich fing an alle möglichen Bücher amerikanischer katholischen Apologeten zu lesen. Die meisten von ihnen sind vom Protestantismus zum katholischen Glauben konvertiert. Aus diesem Grund waren ihre Bücher auch sehr gut verständlich für mich. Schließlich musste ich mit Erstaunen feststellen wie biblisch fundiert die (offizielle) Lehre der katholischen Kirche ist. Ich begann den Katechismus der katholischen Kirche zu lesen und kann nur sagen, dass ich selten ein so gutes und weises Buch über die christliche Lehre gefunden habe wie dieses.
Nach vielen Gesprächen mit Connie und der Teilnahme an einem katholischen Glaubenskurs ließen wir uns schließlich im April 2009 wieder in die katholische Kirche aufnehmen.
Zum Schluss:
Ich glaube, dass ich ohne die Lektüre der Schriften der frühen Christen (der Apostolischen Väter, der Kirchenväter und -lehrer) nicht wieder in die katholische Kirche zurückgekehrt wäre. Denn ich musste feststellen, dass es kaum vorbildlichere Christen mit besseren Bibelkenntnissen und vor allem Bibelverständnis gab als sie.
Sie haben mir gezeigt, dass die frühe katholische Kirche nicht einfach allgemein korrupt war oder die Bischöfe alle keine Ahnung von der Bibel gehabt hätten (wie das oft so in protestantischen Kreisen fälschlicherweise dargestellt wird). Ich lernte also den Kirchenvätern zu vertrauen. Das war der entscheidende Punkt.
Natürlich gab es in der gesamten Kirchengeschichte eine Menge Missstände und auch Verdorbenheit bei vielen Christen (auch Bischöfen und Päpsten). Aber irgendwie hat Gott immer wieder für Menschen gesorgt, die verhinderten, dass die Kirche in ihrer Gesamtheit (dauerhaft) lehrmäßig als auch moralisch vollkommen zugrunde ging.
Als „Wieder-Katholik“ beginnt für mich ein neuer Abschnitt in meinem Leben als Christ. Meine bisherigen Erfahrungen in protestantischen Freikirchen waren nicht umsonst. Ganz im Gegenteil. Sie waren sehr wichtig für mich. Ohne sie wäre ich wohl nie so tief in den christlichen Glauben eingestiegen. Dort habe ich wichtige Grundlagen und die praktischer Umsetzung des Glaubens gelernt. In der kath. Kirche habe ich jedoch einen neuen Reichtum und eine ungeahnte Tiefe des Glaubens entdeckt (der leider in der katholischen Kirche sehr gut versteckt wird).
Jetzt geht es mir darum, die Stärken beider christlicher „Lager“ miteinander zu vereinen, um meinen Teil zur Förderung und Wiederherstellung der von Jesus gebotenen Einheit der Christen beizutragen, damit das Evangelium nicht nur überall verkündet, sondern auch gelebt wird.
Nun muss ich (Connie) auch noch meine Anmerkungen dazu schreiben.
Für mich waren neben den Tatsachen, die Stefan herausgefunden hat, noch zwei Dinge ausschlaggebend: Ein großer Konfliktpunkt zwischen den evangelikalen Leuten und uns war immer wieder die „Tauffrage“. Aus meinem Bibelverständnis heraus war die Taufe der Moment, wo man den heiligen Geist empfangen darf und somit versiegelt und zu Gott gehörig ist, d.h. man darf auch in Ewigkeit mit ihm leben. Für die evangelikale Seite ist die Taufe nur ein Symbol, was letztlich nicht zur Rettung beitrug. Damit wird man meiner Meinung nach der Bedeutung der Taufe nicht gerecht. Hier kann ich mich in der Position der kath. Kirche sehr viel besser wieder finden.
Mittlerweile kann ich auch die Praxis der Säuglingstaufe nachvollziehen. Diese Praxis unterstützt sogar die Ansicht der Evangelikalen und der Protestanten, dass es dem „eigenen Werk“ der Taufe nicht bedarf, da ja die Eltern die Entscheidung für das Kind treffen. Somit ist die Taufe ein Geschenk Gottes, zudem man nichts beitragen kann und sie beinhaltet den Moment der Versiegelung und Rettung.
Das andere, was mich in der Entscheidung für die kath. Kirche bestärkt hat, ist man höre und staune: unser Papst Benedikt. Nachdem ich zwei Bücher von ihm gelesen habe, kann ich die katholische Lehre sehr viel besser nachvollziehen und bin außerdem tief beeindruckt von der Weisheit, der Weitsichtigkeit und auch der Demut dieses Mannes.
Ich bin 31 Jahre alt und habe von 15 bis 25 Jahren in einer Rockband gespielt. Für mich war die Musik alles im Leben. Ein Tag ohne Gitarre gab es fast nicht. Mit ca. 20 Jahren habe ich angefangen das neue Testament zu lesen. Jeden Tag eine Seite. Ich ging selten bis nie in die Kirche. Die wenigen Male während dieser Zeit in der Kirche fühlte ich mich sehr geborgen und es war als habe Gott mich wieder an seine Seite gelenkt.
Eines Abends während dem Bibel lesen hat sich etwas Seltsames ereignet. Ich erinnere mich noch genau. Es war als ob ich von Jesus im inneren gerufen war. Er hat mich gefragt ihm nachzufolgen. Es war eine wärme und eine unvergleichbare Geborgenheit, es leuchtete in meinem Herzen. In unserer inneren spirituellen Kommunikation wurde mir klar, dass sich etwas ändern muss. Heute, nach meinem Bibelstudium kommen mir die zehn Gebote im Buch Exodus in den Sinn. Du sollst keine anderen Götter neben dem einen GOTT haben!
Es kommt darauf an, woran man sein Herz hängt. Es gibt nur den einen GOTT! Die Musik war für mich früher eindeutig "Götzendienst". Inzwischen habe ich diesen so gut es ging aufgeopfert wie Abraham seinen Sohn. Er hat ihn wieder zurückbekommen und auch ich habe alles in mehrfacher Weise zurückerhalten, was ich geopfert habe. Die Dimension Gottes ist mit dem Herzen greifbar und wer suchet der findet! Jetzt muss ich nur immer wieder aufpassen nicht wieder vom Apfel verführt zu werden. Die Geschichte vom Garten Eden im Buch Genesis trifft auf jeden Tag zu. Solange wir in Gott leben sind wir geborgen und frei. Sobald wir uns verführen lassen legen wir uns selber Ketten an.
Seit 2004 bin ich am Studiengang Theologie auf katholisch. Ich durfte Gott mehrere Male erfahren und inzwischen ist eine wahre Beziehung entstanden. Ich bete fast jeden Tag im Auto zur Arbeit den Rosenkranz. Das dauert ca. 40 Minuten. Dabei spüre ich regelmässig, wie es warm in meinem Herzen wird. Das ist für mich geistige Meditation. Am Abend singe ich hin und wieder befreiende Loblieder für Gott. Ich staune immer wieder was für ein reicher Schatz in unserem neuen Kirchengesangsbuch von den Schweizer Bischöfen enthalten ist.
Was mich an der katholischen Kirche fasziniert ist die Spiritualität. Durch den Glauben wird uns die Gnade geschenkt. Jesus will unsere Früchte von dem Baum den ER gesät hat. Ihm ist es Egal, ob wir rot, blau weiss, Pharisäer oder Samariter sind. Wichtig ist, dass wir uns für den nächsten Einsetzen. Der nächste, der die Hilfe am meisten braucht. Ich wünsche, dass wir Katholiken von den Freikirchen die Neuevangelisierung lernen, dabei aber bei unserer Tradition bleiben.
Zum Schluss wünsche ich jedem Leser, dass ihm Jesus persönlich begegnet. Ich wünsche jedem den heiligen Geist und die nähe Gottes. Ich wünsche eine Jugend, die aufbricht und die Wahrheit sucht. Eine Jugend die Einsieht, dass in den Medien und im Neoliberalen Kapitalismus nicht die Wahrheit liegt.
Gott alleine ist unsere Erfüllung. Jeder der keinen Bock hat, der vom "No Future" Virus angesteckt ist, soll die Bibel nehmen und lesen! Gott befreit! Gott ist immer da. Wer hören kann der höre und folge Gott, es lohnt sich.
(Stefan Gasser)
Lieber Herr Gollwitzer,
gerade habe ich Ihre Geschichte gelesen, und ich muss sagen, das mir vieles bekannt vorkam. Ich bin heute 40, und mein Leben bezüglich Christsein hat sich vor 7 Jahren sehr verbessert- ich wurde katholisch.
Ich bin als Kind evangelischer Freikirchler aufgewachsen. Da habe ich dann mit 12 mein Leben Jesus gegeben, habe viele Jahre mitgemacht bei Evangelisationen (mit Gesang ). Als ich dann 19 war bin ich nach H. gezogen, dort habe ich eine Ausbildung gemacht. Auf raten einer bekannten aus meinem damaligen Jugendkreis bin ich in eine Baptistenkirche (die größte Deutschlands) gegangen. Dort habe ich mich dann auch sehr bald großtaufen lassen, denn man redete mir ein, das nur die Großtaufe zählt. Für meine Eltern war das ein Schock.
Später dann wollte ich meinem damaligen Verlobten (er war Katholik) heiraten, und da fing es an. Die Baptisten drohten mir förmlich :"Du kannst kein Christenleben führen mit einem Katholiken, das sind keine wahren Christen. Weil mir das sehr viel Angst machte, und Gott mir das Wichtigste war habe ich meinem Verlobten, den ich sehr liebte verlassen. Das war wohl ein sehr große Fehler.
Nach meiner Ausbildung in H. bin ich dann wieder nach A. (das liegt kurz vor B.) gezogen. Die Baptisten in H. nannten mir dann eine B. Gemeine zu der ich gehen sollte. Dort in der Kreuzgemeinde lernte ich meinen heutigen Ehemann V. kennen. Als wir zusammen in eine Wohnung zogen - noch ohne Trauschein, verbot man uns das Abendmahl. Das hat mir dann den Rest gegeben. Ich bin damals zurück in die EKD gegangen- eine Art Notlösung, irgendwie wollte ich ja hin, denn ohne Kirche- das konnte ich mir nicht vorstellen. Mein Mann kam dann mit und wir haben und dort trauen lassen.
Dann kam der 27.08.2001 An diesem Abend wollte ich das Aktuelle Sportstudio sehen. Ich machte den Fernseher an und da lief noch eine Volksmusiksendung.
Mein 1 Gedanke war- Oh Schreck Volksmusik, doch dann sah ich dort die Gruppe "Kastelruther Spatzen" und ich hörte wie gesagt wurde :"Die Spatzen singen nur ihr neues Lied :"Tag mit Maria." -Da habe ich gedacht, Tag mit Maria, hör ich mir mal an. Da geschah es dann, Ich hörte das Lied und bekam sehr schnell feuchte Augen.
:"Es war der Tag mit Maria, der ein ganzes Leben ändern kann, weit ist der Weg zu Maria, doch irgendwo kommt jeder mal dort an."
So heißt es in dem Lied, und so war es bei mir. Denn die Frage nach Maria, die war da schon immer in mir. Die Baptisten wollten mir da keine Antwort geben, und meine Familie fing an über alles katholische schlecht zu reden.
Nachdem ich also dieses Lied hörte bin ich Weihnachten 2001 allein nach Kastelruth gefahren . Dort habe ich mit dem Pfarrer über das Erlebte gesprochen und der machte mir Mut katholisch zu werden. Dann wieder in B., bin ich zur katholischen Gemeinde gegangen, bin aus der EKD wieder ausgetreten und habe mich am 15. 03. 2002 firmem lassen. Seitdem ist es bei mir ( ich hatte nachdem ich aus Hannover kam leichte Depressionen ) nur noch aufwärts gegangen.
Heute bin ich in der Gemeinde aktiv in 2 Chören und einer Frauengruppe. Ich kann gar nicht mehr ohne die Messen, den Gottesdienst. Und was mir sehr wichtig geworden ist, das ist die Eucharistie. In 2 Wochen werde ich mich bei den "Missionsschwestern vom Heiligen Namen Mariens- einer Weggemeinschaft im Kloster Nette vorstellen. Dann kommt der Kirchentag in Osnabrück, und danach ein Vorstellungsgespräch bei der Telefonseelsorge, wo ich mitmachen will.
Hätte man mir vor Jahren das alles erzählt, ich hätte den Leuten mein Beileid zugesprochen :"Ich und Kloster"
In der Zwischenzeit habe ich Kloster auf Zeit gemacht, und auch Exerzitien, das gab mir sehr viel, und ich möchte immer mehr davon machen. Denn ein Leben ohne den Glauben kann und will ich mir nicht mehr vorstellen. ich muss hinzufügen, das ich aufgrund einer leichten Epilepsie seid 10 Jahren Frührentnerin bin, diese Zeit die ich dadurch habe, möchte ich für den Herrn nutzen. (Telefonseelsorge und in ein paar Monaten auch Krankenhausselsorge.) Wenn ich zu Gott bete dann das ER mich so gestallten sowie ER mich will. Er möge alles was nicht gut ist von mir nehmen . Nur noch dem Herrn will ich dienen, gibt es Schöneres?
Es war schon immer mein größer Wunsch in der Liebe zu Gott tätig zu werden, und seitdem ich katholisch bin,geht es dann immer mehr bergauf.
Liebe Grüße Ihre Schwester im Herrn
M.
Das Wort Märtyrer kommt von griech. martus=Zeuge.
Im christlichen Sinn sind Märtyrer Menschen, die ein Martyrium erleiden, d.h. die sich eher töten lassen, als ihrem Glauben an Jesus Christus abzuschwören. Als erster der Märtyrer (protomartyr) gilt der Hl. Stephanus, ein Diakon der Urgemeinde, der wegen des Vorwurfs der Blasphemie in Jerusalem gesteinigt wurde.
Unter den Heiligen der Kirche bilden die Märtyrer die eine Gruppe, die Bekenner (confessores) die andere. Die Märtyrer werden traditionell mit einer Palme in der Hand bzw. mit einer Krone auf dem Kopf dargestellt. Ihre Attribute in der Kunst sind meist die Instrumente ihres Martyriums. So wird etwa der Hl. Laurentius meist mit einem Rost dargestellt, die Hl. Katharina von Alexandrien mit einem Rad, der Hl. Paulus mit einem Schwert.
In Seligsprechungsprozessen ist für die Seligsprechung einer als Märtyrer anerkannten Person kein Wunder notwendig, für ihre Heiligsprechung jedoch schon. Auch Menschen, die sich zwar zu Christus bekehrt haben, aber noch ungetauft sind (Katechumenen), werden, falls sie wegen ihres Glaubens getötet werden, von der Kirche als Märtyrer anerkannt. Zudem gilt dieser Tod gleichzeitig als Ersatz für die Taufe, im Sinne der Reinigung von der Erbsünde und von persönlichen Sünden sowie der Hineinnahme in die Kirche Jesu Christi (Bluttaufe).
Das Blut der Märtyrer gilt von alters her als "Samen" der Kirche. Martyrologien, etwa des Hl. Polykarp oder der Hl. Perpetua und Felicitas, waren von den ersten Jahrzehnten der Kirche an ein fester Teil des christlichen Schrifttums und sollten die Hingabe und Opferbereitschaft der Christen stärken. Das Zeugnis jener, die für Jesus Christus zu sterben bereit sind, ist bis heute oft das stärkste Mittel der Mission.
Auch in späteren Jahrhunderten dienten Geschichten der christlichen Märtyrer öfters als literarische Inspiration für unterdrückte Minderheiten. So bildeten im 19. und frühen 20. Jahrhundert in England Romane über die Verfolgung der Christen in der Antike und der Katholiken im England des 16. und 17. Jahrhunderts einen festen Bestandteil der Literatur der damals von der protestantischen Mehrheit oft verachteten und misstrauisch beäugten Katholiken. (siehe etwa: J. H. Newman: Callista, N. Wiseman: Fabiola, R. H. Benson: Come Rack! Come Rope!, By What Authority?)
Im Roman Quo vadis des polnischen Schriftstellers Henryk Sienkiewicz ist wiederum die Parallele zwischen den verfolgten Christen der Antike und den von den protestantischen Preußen und den orthodoxen Russen unterdrückten katholischen Polen unübersehbar.
(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/M%C3%A4rtyrer)
Stephen Ray: Why I'm Catholic
James Akin:A Triumph and a Tragedy
Michael Cumbie Evangelistic Association & The Micah Project
Steve Ray's Blog: Conversions
John David Young: All Roads Lead to Rome - A Southern Baptist's Journey Into the Catholic Church
Church of Christ to Catholic - A Support Group for Former Members of the Churches of Christ Who Have Become Catholic!
G.K. Chesterton: The Catholic Church and Conversion
From Salt Lake City to Rome: My Journey Home
Steven M. Clifford: Mormon Finds New Home in Catholic Church
Remarkable Conversions to Catholicism
Webtvcn.com: Testimony of Tim Staples
YouTube.com: Testimonies of Scott Hahn & Alex Jones
YouTube.com: Testimony of Michael Cumbie
YouTube.com: Michael Cumbie II
YouTube.com: Fr. Corapi
Tim Staples: Blessed to be Catholic
Christ in His Fullness: A Protestant Minister Discovers the Fullness of Christ in the Catholic Church (Taschenbuch)
von Bruce Sullivan (Autor)
Taschenbuch: 222 Seiten
Verlag: C H Resources (5. März 2007)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0970262175
ISBN-13: 978-0970262172
Bruce Sullivan was raised a Southern Baptist and served as a Church of Christ minister for seven years before entering the Catholic Church in 1995. He is a graduate of Auburn University and the Sunset School of Preaching.
This book I very much recommend especially to all Church of Christ members (but also to members of other churches) to read with an open heart - and mind. Bruce does not put anyone down. However, you will get to see points of view on your church beliefs that you might not have seen before that way - from someone who knows what he is talking about.
We're Just Searching for Truth: Journeys of Faith from the Church of Christ to the Catholic Church: Journeys of Faith from The Church of Christ to the Catholic Church (Taschenbuch)
von Gracia Paul Gracia (Autor), Paul Gracia (Autor)
Taschenbuch: 348 Seiten
Verlag: Publishamerica (31. Mai 2005)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1413758592
ISBN-13: 978-1413758597
In We're Just Searching for Truth, former members of the Church of Christ have come together to share what caused them to make the journey of faith to the Catholic Church. This is no small feat since Church of Christ members don't even consider Catholics to be Christians, and see the Catholic Church as an ungodly institution. The first section of the book contains conversion stories, where each contributor explains what caused him to make the unusual journey to the Catholic Church. The second section discusses in great detail the theological differences between the two churches. Finally, the third section provides the reader with resources for further study.
Return to Rome: Confessions of an Evangelical Catholic (Taschenbuch)
von Francis J. Beckwith (Autor)
Verlag: Brazos Pr (1. Februar 2009)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1587432471
ISBN-13: 978-1587432477
The Path to Rome (Taschenbuch)
von Dwight Longenecker (Herausgeber)
Taschenbuch: 260 Seiten
Verlag: Gracewing (1. Mai 1999)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0852444869
ISBN-13: 978-0852444863
Prof. Dr. Scott & Kimberly Hahn: "Unser Weg nach Rom" (Christiana-Verlag)
Saint Joseph: Conversion Stories
Catholic Answers: Conversion Stories
Michael Cumbie Evangelistic Association & The Micah Project
Ignatius Press: Led by the Light of Truth (DVDs)
Stephen Ray: Finding the Fullness of Faith (DVD)
Prof. Dr. Scott & Kimberly Hahn: Rome, Sweet Home (CD's)
Alan Schreck: Christ und Katholik (im Original: Catholic & Christian)
Fr. Donald Calloway: Former Drug Dealer to Catholic Priest (CD)
Welcome Home - Stories of Fallen-Away Catholics Who Came Back (Edited by Victor Claveau)
Bonnie Motl: The Final Exodus - My Journey to Rome (CD)
Bob Fishman: From Jerusalem to Rome (DVD)
Gloria TV: Gottesbekenntnisse großer Persönlichkeiten (Video)
Alan Schreck: Christ und Katholik (im Original: Catholic & Christian)
Fr. Donald Calloway: Former Drug Dealer to Catholic Priest (CD)
Champions of Faith (DVD)
EWTN: Audio Testimonies of Former Church of Christ Ministers Who Converted to Catholicism
Roy Schoeman: "Honey From the Rock - Sixteen Jews Find the Sweetness of Christ" (Ignatius Press)
Rosalinda Moss: From Judaism to the Fullness of Christ (CDs)
Lorene Hanley Duquin: Top 10 Reasons to Come Back to the Catholic Church (Pamphlet)
Joseph Pope: Why I Became Catholic (Ignatius Press)
Ignatius Press: Why be Catholic? (DVD)