Die Weihe im Sinne der Übertragung eines kirchlichen Amtes ist ein Sakrament. Das Wort Weihe kann aber auch (etwa als Sakramentale), eine besondere Übereignung einer Sache oder einer Person an Gott bezeichnen, im Sinn von etwas oder sich widmen.
Sakrament der Weihe
Das Sakrament der Weihe (lat. ordinatio) gliedert sich in drei hierarchische Stufen: Diakonatsweihe, Priesterweihe und Bischofsweihe.
Durch die sakramentale Weihe, die gültig nur ein getaufter Mann empfangen kann, wird der Empfänger auf eine besondere Weise mit Christus, dem ewigen Hohenpriester, verbunden. Von dieser besonderen Bindung an Christus sind besondere Befugnisse abhängig, die sich kein Getaufter selbst beimessen kann. Als wesentliche sakramentale Zeichen für Spendung und Empfang der Weihe gelten das Gebet das Bischofs und die Handauflegung. Dabei bringt das Weihegebet zum Ausdruck, was die Kirche von Gott für den zu Weihenden erfleht.
Die Weihegewalt kann nach dem Kirchenrecht niemals entzogen, wohl aber untersagt werden (vgl. can. 1338 CIC).
Niedere und höhere Weihen
Bis zur Liturgiereform 1970 wurde in "Niedere- umd Höhere Weihen" unterschieden. Die Niederen Weihen bestande in Ostiat (Türhüter), Lektorat (Vorträger der Lesung), Exorzitat (Exorzist) und Akolythtat (ca. Ministrant). Die Höheren Weihen begannen mit dem Subdiakonat (nicht die heutige Diakonatsweihe, jedoch Aufnahme in den Klerikerstand), Diakonatsweihe, Priesterweihe und Bischofsweihe.
Sakramentale
Die Weihe als Sakramentale, im Unterschied zur bloßen Segnung, übereignet eine Person oder eine Sache auf dauerhafte Weise an Gott. Dies wird durch ein Gebet und bestimmte äußere Zeichen zum Ausdruck gebracht. Z.B. Jungfrauenweihe, Altarweihe ...
Weihe an Jesus durch Maria
Eine besondere Form der Weihe an Jesus durch Maria geht auf den heiligen Ludwig Maria Grignion von Montfort die er im Goldenen Buch beschreibt, zurück. Üblicherweise wird eine 33-tägige Vorbereitungszeit dafür verwendet, für die es verschiedene Gebetsvorlagen gibt. Meist wird ein Marienfeiertag als Weihetag genommen, z.B. der 8.12.
Jesus ist der alleinige Erlöser - Maria ist die Erste aller Erlösten und zugleich das Bild der erlösten Kirche. Die Weihe an Jesus durch Maria bezeugt den Wunsch und die Entscheidung, ein Teil der von Jesus erlösten Menschheit, der erlösten Kirche sein zu wollen und sich auf diesem Weg der mütterlichen Hilfe Mariens anzuvertrauen. Alles, was der Gläubige Maria anvertraut, wird durch ihre Vermittlung ihrem Sohn Jesus Christus geschenkt. Auf diese Weise wird die Weihe an Maria zum Vollzug der Ganzhingabe an Gott. Diese ist den Gläubigen jedes Standes möglich und hat - wie die Geschichte der Spiritualität zeigt - bereits vielfache Frucht getragen.
Weihe der Menschheit
- an Heiligste Herz Jesu
- Weihe an Unbefleckte Herz Mariens.
Weihe von Brot und Wein
Das Konzil von Trient bekräftigt in seinen Lehrentscheiden die Weihe der Substanz von Brot und Wein in die Substanz des Leibes und Blutes Christi. Die Kirche verwendet dafür den Begriff Transsubstantiation. In den entsprechenden Lehrsätzen wird die Lehre von der wahren und vollständigen Gegenwart Christi bestätigt.
(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Weihe)
Ein Sakrament ist ein von Christus für seine Kirche und für immer eingesetztes, mit den Sinnen erfahrbares, besonderes und wirksames Zeichen einer unsichtbaren Gnadenwirkung.
Das Sakrament ist kein bloßer Symbolismus. In ihm drückt sich durch Worte und Handlungen der Priester (oder sonstigen, legitimen Spender) Jesus Christus selber aus, der das bewirkt, was die Sakramente bezeichnen. In dem Gläubigen, der die Sakramente mit der erforderlichen inneren Haltung empfängt, bringen sie Frucht.
Der Katechismus der Katholischen Kirche schreibt dazu bei der Nummer 774: "Die sieben Sakramente sind die Zeichen und Werkzeuge, durch die der Heilige Geist die Gnade Christi, der das Haupt ist, der Kirche, die sein Leib ist, verbreitet." In diesem Sinne der Verwaltung der Sakramente wird auch die Kirche als ganze als Sakrament bezeichnet, in der Christus das Zeichen und Werkzeug der Einheit zwischen Gott und den Menschen ist.
Die Sakramente sind die heilswirksamen Zeichen des Neuen Bundes zwischen Gott und den Menschen, da Gott sich den Menschen, in seiner unendlichen Liebe, immer wieder neu schenken will. Sie eint die Kirche immer wieder neu.
In der Theologie (Dogmatik) werden die Sakramente in der Sakramentenlehre behandelt. Die wichtigsten Sakramente sind die Taufe und deren Aktualisierung in der Eucharistie. Die anderen Sakramente sind diesen zugeordnet.
Wer handelt im Sakrament
Im Sakrament handelt Jesus Christus. Er schenkt uns Menschen durch die Sakramente seine Gnaden, also das göttliche Leben. Jedes Sakrament ist dabei von den anderen zu unterscheiden und hat eigene Besonderheiten, auch hinsichtlich des Spenders, der Form wie der Materie des Sakraments und der nötigen Intentionen (siehe: Gültigkeit).
Christi Gegenwart
Christus ist in den Sakramenten ganz gegenwärtig; in besonderer Weise in den eucharistischen Gaben. Er ist gegenwärtig in der Person des Ausspenders, denn Christus selbst bringt das Opfer durch den Dienst insbesondere des Priesters dar. Wie er sich am Kreuz dem Vater dargebracht hat, so teilt sich Christus der Kirche, seiner Braut, durch alle Zeiten mit. Spender der Firmung soll, Spender der Weihe kann nur der Bischof sein. Eheleute spenden einander das Sakrament gegenseitig.
Die Taufe kann notfalls jeder spenden, sogar in äußerster Not ein Ungetaufter, falls er nur, etwa auf Bitten des Taufbewerbers, tun will, was die Kirche tut.
Sieben Sakramente
Die 7 Sakramente sind: Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte (Buße), Ehe, Weihe und Krankensalbung. Diese sprechen alle wichtigen Phasen eines Lebensweges an. Es sind sozusagen entsprechend den Stufen des natürlichen Lebens die Stufen des geistlichen Lebens.
"Die Kirche hat im Laufe der Jahrhunderte erkannt, dass es unter ihren liturgischen Feiern sieben Sakramente gibt." (KKK Nr. 1117)
Jedes Sakrament nimmt einen wichtigen Platz ein. Die Eucharistie ist dabei das "Sakrament aller Sakramente", wie der Heilige Thomas von Aquin schreibt, da sie das Erlösungsgeheimnis der Taufe, die Einheit in Christus, realpräsent aktualisiert.
Gruppierungen
- Die Sakramente der Initation (Einweisung) sind: Taufe, Firmung und Eucharistie (in der Osternacht in dieser Reihenfolge). Sie führen ins christliche Leben ein und bilden eine "Startzündung".
- Die Sakramente der Heilung sind: Beichte und Krankensalbung.
- Die Sakramente des Dienstes an der Gemeinschaft: Ehe und Weihe.
- Zum Heil notwendige Sakramente: Die Taufe ist regelmäßig heilsnotwendig, bzw. die Sakramente als solche. Wer erkannt hat, dass Christus der Erlöser ist, ist dazu gerufen, seiner Kirche beizutreten und ihr treu anzuhängen; vgl. Lumen gentium, Nr. 14. (Die Taufe von Kleinkindern ist jedoch aufzuschieben, wenn sicher vorherzusehen ist, dass keine christliche Initiation folgt. Mit Erreichen des Unterscheidungalters gilt normalerweise die Pflicht zur Erwachsenentaufe.)
Ursprung der Sakramente
Die Sakramente wurden von Jesus Christus eingesetzt; (vgl. Konzil von Trient, Dekret über die Sakramente, Kan. 1). Die Mysterien des Lebens Jesu sind die Grundlage für die Spendung der Sakramente durch die Amtsträger. Die Sakramentalität der Kirche Christi ist zugleich eine der wesentlichen Aussagen der Heiligen Schrift insgesamt.
Die gänzliche Enfaltung der Sakramente erhalten sie aus dem Herzen Jesu als ihrer Mitte: Dies beschreibt die Präfation des Heiligsten Herzens vortrefflich: "In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Allmächtiger Vater zu danken und Dich mit der gannzen Schöpfung zu loben durch unsern Herrn Jesus Christus. Am Kreuz erhöht, hat er sich für uns dahingegeben aus unendlicher Liebe und alle an sich gezogen. Aus seiner geöffneten Seite strömen Blut und Wasser, aus seinem durchbohrten Herzen entspringen die Sakramente der Kirche. Das Herz des Erlösers steht weit offen für alle, damit sie freudig daraus schöpfen aus den Quellen des Heiles. Durch ihn rühmen Dich Deine Erlösten und singen mit den Chören der Engel das Lob Deiner Herrlichkeit. Heilig, Heilig, Heilig ...
Wirkung der Sakramente
KKK Nr. 1152: "Die Sakramente der Kirche schaffen den ganzen Reichtum der Zeichen und Symbole des Kosmos und des gesellschaftlichen Lebens nicht ab, sondern läutern und integrieren sie." Sie wollen den Menschen heilen und heiligen. Insofern bereiten die Sakramente uns vor auf das Leben im Himmel. "Die Frucht des sakramentalen Lebens besteht darin, dass der Geist der Gotteskindschaft den Gläubigen Anteil an der göttlichen Natur schenkt, indem er sie mit dem einzigen Sohn, dem Erlöser, lebendig vereint." (KKK Nr. 1128)
Die Sakramente wirken "ex opere operato" (aus sich heraus, bzw. Kraft der vollzogenen Handlung durch Christus). Während die Wirkweise aufgrund des Vollzugs feststeht, gibt es unter den theologischen Schulen eine Kontroverse über die genaue Wirkweise der Sakramente. Nahmen v.a. die Jesuitentheologen an, dass diese Wirkweise rein moralisch zu verstehen ist, vertritt die thomistische Schule eine physische Wirksamkeit der Sakramente. Die zweitere Ansicht dürfte dem Dogma von Trient gerechter werden. Die sakramentalen Wirkungen auf bestimmte Mindestdispositionen von Spender oder Empfänger einzuschränken, das hieße, zu engherzig von der Liebe Gottes zu denken. Die Auswirkung der Teilhabe am sakramentalen Leben der Kirche (auf den moralischen Erfolg im Leben der Christen) ist jedoch abhängig davon, ob der Glaube auch gute Werke hervorbringt, also vom Fortschritt des christlichen Bemühens.
Ziel der Sakramente
Der jüdische siebenarmige Leuchter, erhält durch Christus seine volle BedeutungDie Sakramente sind somit auf die Heiligung des Menschen, den Aufbau des Leibes Christi (Kirche) und auf die Gott geschuldete Verehrung hingeordnet. Sie wollen uns auch lehren in einem geistigen Sinne. Die Sakramente haben insbesondere das Ziel, das Leben der Kirche aus der Eucharistie zu beleben und zu ihr zu führen. In ihr kann der Christ täglich Ostern feiern.
Gültigkeit
Die Gültigkeit der Spendung eines Sakramentes ist an drei Bedingungen gebunden: Form, Materie und Intention.
Die Form ist zum Beispiel bei der Taufe die Taufformel. Wenn zur sakramentalen Handlung (=Materie) ein stoffliches Element (z.B. Wasser bei der Taufe) verwendet wird, nennt man dieses entfernte Materie, das Tun damit (bei der Taufe= Waschung mit Wasser) nähere Materie.
Zudem muss der Spender die Intention haben, das Sakrament zu spenden. Er muss die Absicht haben das zu tun was Gott getan haben will und weil die Kirche sich an den Willen Christus/Gottes halten will, muss er die Absicht haben das zu tun was die Kirche tut.
Unterschied zu Sakramentalien
Sakramentalien sind Zeichen, die nicht "ex opere operato" wirken, sondern kraft der Fürbitte der Kirche. Sie wollen eine gewisse Nachahmung der Sakramente in der alltäglichen Frömmigkeit begünstigen.
(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Sakrament)
Roman Catholic Christians, and some other Christians, believe that the New Testament reveals an order or hierarchy to the organization of the Church. Catholic Christians also believe that these orders within the Church constitute a sacrament.
Paul defines the New Testament people chosen to constitute the order of the leadership of the Church.
Paul describes the "faithful people" who are to hand on God's Revelation and carry on principal Church functions.
The first category of "faithful people" is episcopoi, bishops.
The second category of "faithful people" is presbyteroi, the presbyters, priests, elders.
The third category of "faithful people" is diaconoi, deacons.
It is clear from Paul's writings that he and the Apostolic Church were aware that order in the Church was conferred by the imposition of hands.
Paul reminds Timothy that the imposition of hands on another is not to be taken lightly.
Paul himself was ordered or ordained by the leaders of the Church at Antioch.
The Acts of the Apostles testifies to the belief and practice of creating orders in the early Church.
The constant teaching of the Fathers of the Church affirm the role of Orders or Ordination in the sacramental system and in the life of the Church.
The Magisterium of the Church in Ecumenical Councils has always affirmed the role of Orders.
The Roman Catholic Church demands celibacy--no voluntary sexual pleasure, hence, no marriage--as a prerequisite to the order of presbyter.
The primary basis for the requirement of celibacy is clearly the lifestyle example of Jesus himself.
The Church notes that the practice is sanctioned by the New Testament.
The law of celibacy has no doctrinal bearing in the Catholic Church--it is a mere disciplinary law. Even today, there are married Catholic priests in the United States. Each is a former Episcopalian priest who joined the Catholic Church. There are Uniate Churches, churches in union with Rome, e.g., the Greek Byzantine Church, who have a married clergy.
Priestly celibacy became law in the Roman Church in the 6th century.
Priests as "Father"
Roman Catholic Christians have a long custom--tradition--to address their priests as "father." Many Christians feel that this practice is in disagreement with the word of God.
If this passage was meant to be taken literally, then we all offend the Scripture. We all have used "father" to designate our birth father; and "teacher," our instructors at school. On the other hand, the meaning of the scripture is that no person should be given the respect and honor due ultimately to God the Father.
Catholic Christians call the priests "father" with the sense understood by Paul.
(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)
Katechismus: Das Sakrament der Weihe
Karl-Leisner-Jugend: Das Weihesakrament
Katholisch.de: Die Priesterweihe
Glaubenslust: Weihe
Priesterseminare in Deutschland
Priestergeschichten aus dem Erzbistum Paderborn
Rottenburg-Stuttgart: Entdeck' den roten Faden deines Lebens
Weihe im "Codex des kanonischen Rechts'
Pfarrer im 'Codex des kanonischen Rechts'
Priesterweihe im Lexikon "Kirche und Religion"
Pfarrer im Lexikon "Kirche und Religion"
Infos zur Priesterweihe im Bistum Eichstätt
Infos zur Weihe im Bistum Essen
Infos zur Priesterweihe im Bistum Mainz
Infos zur Weihe im Erzbistum München und Freising
Infos zur Priesterfortbildung im Erzistum Paderborn
Infos zur Priesterweihe im Bistum Trier
Infos zur Weihe im Bistum Würzburg
Bistum Regensburg: Consecratio Virginum - Die Jungfrauenweihe
Catechism: The Sacrament of Holy Orders
Original Catholic Encyclopedia: Holy Orders
Catholic News Agency: Holy Orders
New Advent: Holy Orders
Scripture Catholic: Holy Orders
Scott Hahn: Holy Orders
Dave Armstrong: Biblical Evidence for the Sacrament of Holy Orders
Coronum Catholic Apologetic Web Site: The Church Fathers on Holy Orders
Coronum Catholic Apologetic Web Site: The Church Fathers on Holy Orders & Women
CNA: The sacraments change our bodies and souls, Pope Benedict explains