Katholisch Leben!

The Jesus Brothers

Tod


KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE

Instruktion Ad resurgendum cum Christo
über die Beerdigung der Verstorbenen und die Aufbewahrung
der Asche im Fall der Feuerbestattung



1. Um mit Christus aufzuerstehen, muss man mit Christus sterben; dazu ist es notwendig, „aus dem Leib auszuwandern und daheim beim Herrn zu sein“ (2 Kor 5,8). Mit der Instruktion Piam et constantem vom 5. Juli 1963 bestimmte das ehemalige Heilige Offizium, dafür Sorge zu tragen, dass „die Gewohnheit, den Leichnam der verstorbenen Gläubigen zu beerdigen, heilig gehalten werde“. Es fügte aber hinzu, dass die Feuerbestattung der christlichen Religion nicht „an sich“ widerspricht und jenen, die sich dafür entschieden haben, die Sakramente und das Begräbnis nicht mehr verweigert werden dürfen. Voraussetzung dafür ist, dass sie die Einäscherung nicht „aus Ablehnung der christlichen Dogmen, aus sektiererischer Gesinnung oder aus Hass gegen die katholische Religion und Kirche“ gewählt haben.[1] Diese Änderung der kirchlichen Ordnung wurde später in den Kodex des kanonischen Rechtes (1983) und in den Kodex der Kanones der katholischen Ostkirchen (1990) aufgenommen.

Mittlerweile hat sich die Feuerbestattung in nicht wenigen Ländern stark ausgebreitet. Aber zugleich haben sich auch neue Ideen verbreitet, die dem Glauben der Kirche widersprechen. Nach Anhören der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte und zahlreicher Bischofskonferenzen und Bischofssynoden der katholischen Ostkirchen hat die Kongregation für die Glaubenslehre es für angebracht gehalten, eine neue Instruktion zu veröffentlichen, um die lehrmäßigen und pastoralen Gründe für die Bevorzugung der Beerdigung der Verstorbenen darzulegen und Normen für die Aufbewahrung der Asche im Fall der Feuerbestattung zu erlassen.

2. Die Auferstehung Jesu, in der die christliche Glaubenswahrheit ihren Höhepunkt findet, wurde von den Anfängen des Christentums an als wesentlicher Teil des Pascha-Mysteriums verkündet: „Vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, und erschien dem Kephas, dann den Zwölf“ (1 Kor 15,3-5).

Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat uns Christus von der Sünde befreit und den Zugang zu einem neuen Leben eröffnet: “Wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben” (Röm 6,4). Darüber hinaus ist der auferstandene Christus Ursache und Urgrund unserer künftigen Auferstehung: „Christus ist von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen… Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden“ (1 Kor 15,20-22).

Christus wird uns am Letzten Tag auferwecken; andererseits sind wir aber schon in gewisser Weise mit Christus auferstanden. Denn durch die Taufe sind wir in den Tod und die Auferstehung Christi eingetaucht und sakramental ihm gleichgestaltet worden: „Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat“ (Kol 2,12). Durch die Taufe sind wir mit Christus vereint und haben deshalb schon jetzt wirklich Anteil am Leben Christi (vgl. Eph 2,6).

Durch Christus hat der christliche Tod einen positiven Sinn. Die Liturgie der Kirche betet: „Deinen Gläubigen, o Herr, wird das Leben gewandelt, nicht genommen. Und wenn die Herberge der irdischen Pilgerschaft zerfällt, ist uns im Himmel eine ewige Wohnung bereitet“.[2] Durch den Tod wird die Seele vom Leib getrennt; in der Auferstehung aber wird Gott unserem verwandelten Leib das unvergängliche Leben geben, indem er ihn wieder mit unserer Seele vereint. Auch in unseren Tagen ist die Kirche gerufen, den Glauben an die Auferstehung zu verkünden: „Die Auferstehung der Toten ist die Zuversicht der Christen; im Glauben an sie existieren wir“.[3]

3. Gemäß ältester christlicher Tradition empfiehlt die Kirche nachdrücklich, den Leichnam der Verstorbenen auf dem Friedhof oder an einem anderen heiligen Ort zu beerdigen.[4]

Im Gedenken an den Tod, das Begräbnis und die Auferstehung des Herrn – ein Geheimnis des Lichtes, in dem der christliche Sinn des Sterbens offenbar wird[5] – ist die Beerdigung die angemessenste Form, um den Glauben und die Hoffnung auf die leibliche Auferstehung zum Ausdruck zu bringen.[6]

Die Kirche, die den Christen während seiner Pilgerschaft auf Erden als Mutter begleitet hat, bietet in Christus dem Vater das Kind seiner Gnade an und senkt voll Hoffnung auf die Auferstehung in Herrlichkeit dessen sterbliche Überreste in die Erde.[7]

Indem die Kirche den Leichnam der Verstorbenen beerdigt, bekräftigt sie den Glauben an die Auferstehung des Fleisches.[8] Zugleich möchte sie so die hohe Würde des menschlichen Leibes als wesentlicher Teil der Person, dessen Geschichte der Leib teilt, ins Licht stellen.[9] Sie kann deshalb nicht Haltungen oder Riten erlauben, die falsche Auffassungen über den Tod beinhalten, etwa wenn er als endgültige Vernichtung der Person, als Moment ihrer Verschmelzung mit der Mutter Natur oder dem Universum, als Etappe im Prozess der Reinkarnation oder als endgültige Befreiung aus dem „Gefängnis“ des Leibes verstanden wird.

Zudem entspricht die Beerdigung auf dem Friedhof oder an einem anderen heiligen Ort in angemessener Weise der Ehrfurcht und Achtung, die den Leibern der Verstorbenen gebührt, welche durch die Taufe Tempel des Heiligen Geistes geworden sind und derer sich „der Geist wie eines Werkzeuges oder einer Vase bedient hat, um viele gute Werke zu vollbringen“.[10]

Der gerechte Tobit wird wegen seiner Verdienste gelobt, die er sich vor Gott aufgrund der Beerdigung der Toten erworben hat.[11] Die Kirche sieht in der Bestattung der Verstorbenen ein Werk der leiblichen Barmherzigkeit.[12]

Schließlich fördert die Beerdigung der heimgerufenen Gläubigen auf dem Friedhof oder an einem anderen heiligen Ort das Andenken und das Gebet für die Verstorbenen durch die Angehörigen und die ganze christliche Gemeinschaft, wie auch die Verehrung der Märtyrer und der Heiligen.

Durch die Beerdigung des Leichnams auf Friedhöfen, in Kirchen oder in der Nähe der Kirchen hat die christliche Tradition die Gemeinschaft zwischen den Lebenden und den Toten bewahrt und sich der Tendenz entgegengestellt, das Sterben und dessen Bedeutung für die Christen zu verschleiern oder zu privatisieren.

4. Wo Gründe hygienischer, ökonomischer oder sozialer Natur dazu führen, sich für die Feuerbestattung zu entscheiden – eine Wahl, die nicht dem ausdrücklichen oder vernünftigerweise angenommenen Willen des verstorbenen Gläubigen entgegenstehen darf –, sieht die Kirche keine lehrmäßigen Gründe, um diese Praxis zu verbieten. Denn die Einäscherung des Leichnams berührt nicht die Seele und hindert die Allmacht Gottes nicht daran, den Leib aufzuerwecken. Sie beinhaltet deshalb an sich nicht die Leugnung der christlichen Lehre über die Unsterblichkeit der Seele und die Auferstehung des Leibes.[13]

Die Kirche bevorzugt weiterhin die Beerdigung des Leichnams, die eine größere Wertschätzung für die Verstorbenen zeigt. Aber die Feuerbestattung ist nicht verboten, „es sei denn, sie ist aus Gründen gewählt worden, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen“.[14]

Wenn keine Gründe vorliegen, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen, begleitet die Kirche – nach der Begräbnisfeier – die Wahl der Feuerbestattung durch entsprechende liturgische und pastorale Hinweise und sorgt sich besonders auch darum, jede Form des Ärgernisses oder der religiösen Gleichgültigkeit zu vermeiden.

5. Wenn aus legitimen Gründen die Wahl der Feuerbestattung getroffen wird, ist die Asche des Verstorbenen in der Regel an einem heiligen Ort aufzubewahren, also auf einem Friedhof oder, wenn es angebracht ist, in einer Kirche oder an einem für diesen Zweck von der zuständigen kirchlichen Autorität bestimmten Ort.

Von Anfang an haben die Christen danach verlangt, dass die christliche Gemeinschaft für ihre Verstorbenen betet und ihrer gedenkt. Ihre Gräber wurden Orte des Gebetes, des Andenkens und der Besinnung. Die verstorbenen Gläubigen gehören zur Kirche; denn sie glaubt an die Gemeinschaft „derer, die hier auf Erden pilgern; derer, die nach Abschluss des Erdenlebens geläutert werden; und derer, die die himmlische Seligkeit genießen; sie alle bilden zusammen die eine Kirche“.[15]

Die Aufbewahrung der Asche an einem heiligen Ort kann dazu beitragen, dass die Gefahr verringert wird, die Verstorbenen dem Gebet und dem Gedenken der Verwandten und der christlichen Gemeinschaft zu entziehen. Auf diese Weise wird auch vermieden, dass man sie möglicherweise vergisst oder es an Ehrfurcht fehlen lässt, vor allem, wenn die erste Generation nicht mehr lebt, oder dass es zu unangemessenen oder abergläubischen Praktiken kommt.

6. Aus den oben angeführten Gründen ist die Aufbewahrung der Asche im Wohnraum nicht gestattet. Nur im Fall von schwerwiegenden und außergewöhnlichen Umständen, die von kulturellen Bedingungen lokaler Natur abhängen, kann der Ordinarius im Einvernehmen mit der Bischofskonferenz oder der Bischofssynode der katholischen Ostkirchen die Erlaubnis für die Aufbewahrung der Asche im Wohnraum gewähren. Die Asche darf aber nicht unter verschiedenen Familien aufgeteilt werden, und in jedem Fall müssen Ehrfurcht und angemessene Bedingungen der Aufbewahrung gewährleistet sein.

7. Um jegliche Zweideutigkeit pantheistischer, naturalistischer oder nihilistischer Färbung zu vermeiden, ist es nicht gestattet, die Asche in der Luft, auf dem Land oder im Wasser oder auf andere Weise auszustreuen oder sie in Erinnerungsgegenständen, Schmuckstücken oder anderen Objekten aufzubewahren. Denn für diese Vorgangsweisen können nicht die hygienischen, sozialen oder ökonomischen Gründe angeführt werden, die der Wahl der Feuerbestattung zugrunde liegen können.

8. Falls sich der Verstorbene offenkundig aus Gründen, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen, für die Feuerbestattung und das Ausstreuen der Asche in der Natur entschieden hat, ist das kirchliche Begräbnis nach Maßgabe des Rechts zu verweigern.[16]

Papst Franziskus hat in der dem unterzeichneten Kardinalpräfekt am 18. März 2016 gewährten Audienz die vorliegende Instruktion, die in der Ordentlichen Versammlung dieser Kongregation am 2. März 2016 beschlossen worden war, approbiert und ihre Veröffentlichung angeordnet.

Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 15. August 2016, Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel.


Gerhard Card. Müller
Präfekt

+ Luis F. Ladaria, S.I.
Titularerzbischof von Thibica
Sekretär


[1] AAS 56 (1964), 822-823.

[2] Römisches Messbuch, Präfation für die Verstorbenen, I.

[3] Tertullian, De resurrectione carnis, 1,1: CCL 2, 921.

[4] Vgl. CIC, can. 1176, § 3; can. 1205; CCEO, can. 876, § 3; can. 868.

[5] Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1681.

[6] Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2300.

[7] Vgl. 1 Kor 15,42-44; Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1683.

[8] Vgl. Hl. Augustinus, De cura pro mortuis gerenda, 3, 5: CSEL 41, 628.

[9] Vgl. II. Ökumenisches Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, Nr. 14.

[10] Vgl. Hl. Augustinus, De cura pro mortuis gerenda, 3, 5: CSEL 41, 627.

[11] Vgl. Tob 2,9; 12,12.

[12] Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2300.

[13] Vgl. Heiliges Offizium, Instruktion Piam et constantem, 5. Juli 1963: AAS 56 (1964), 822.

[14] CIC, can. 1176, § 3; vgl. CCEO, can. 876, § 3.

[15] Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 962.

[16] CIC, can. 1184; CCEO, can. 876, § 3.

http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20160815_ad-resurgendum-cum-christo_ge.html


Suizid - Ausdruck letzter Freiheit, Ende eines Leidens, Todsünde oder einfach nur ein großes Mysterium?

Beim Thema Suizid scheiden sich die Geister und es kommt schnell zu hitzigen Diskussionen. Muss es das? Eigentlich zeigt sich hier nur allzu offensichtlich die eigene Haltung in Lebens- und Glaubensfragen. Wer aber hier keine Standfestigkeit hat, wird sie im ganzen Leben nicht finden.
Ist also der Suizid, also die Selbsttötung ein "Ausdruck letzter Freiheit", eine "Freiheit der Entscheidung, nicht mehr leben zu müssen" - oder wie auch immer man das formulieren mag? Mitnichten. Wer den Suizid wählt, hat keine Freiheit mehr. Suizid und Freiheit schließen sich aus. Suizid als Ausdruck menschlicher Entscheidungs-Freiheit zu bezeichnen, ist im Grunde und zutiefst Menschen-verachtend. Es ist der Bankrott vor allem, was Mensch sein ausmacht.

Wie ist es mit dem Suizid als "Ende eines Leidens", als "letzter Sinn in einer Sinnlosigkeit"? Selbst mancher Therapeut kommt hier ins Schwanken - wenngleich nur hinter vorgehaltener Hand, da er rechtlich ja eine Einweisung eines akut Suizid Gefährdeten vornehmen lassen muss. Aus spiritueller Sicht kann man hier anführen, dass der Suizid keineswegs ein Leiden beendet, sondern möglicherweise das richtige Leiden nun erst beginnt - auch wenn das politisch absolut nicht korrekt ist. Wie schnell sagt man in Situationen tiefstem psychischen, emotionalen oder körperlichen Leiden "ich will so nicht mehr weiter leben" oder "dieses Leben ist nicht mehr Lebens-wert, es hat keinen Sinn mehr" oder ähnliches. Abgesehen davon, dass solche Menschen nicht selten ihre Meinung ändern, sofern eine kurzfristige Besserung eintritt oder sich etwas anderes an ihrer Situation ändert, hilft man ihnen keineswegs, indem man ihnen beim Suizid beisteht (und sei es nur passiv). Ganz im Gegenteil - das ist ein Armutszeugnis jeglicher Therapie und Seelsorge.

Ein Beispiel: Therry Schiavo. Über ihren Fall gibt es einen ausgezeichneten Dokumentarfilm, den ich jeden nur empfehlen kann. Zur Erinnerung: Eine junge, verheiratete Frau landet durch einen Unfall im Wachkoma. Die Eltern und Familie kümmern sich aufopferungsvoll um sie. Bis der Moment kommt, andem der Ehemann der Verstorbenen sagt, so hätte seine Frau nicht leben wollen - und das Abschalten aller lebenserhaltenden Geräte verlangt. Hier beginnt nun einer juristischer Krieg durch alle Instanzen. Die Eltern und Familie der Toten - unterstützt u.a. von der Katholischen Kirche - verlangen vom Ehemann nichts anderes, als dass sie sich um Therry kümmern dürfen. Er lehnt ab. Mittlerweile begleitet eine Kamera die Besuche der Familie. Wer nun meint, hier hätte ein willenloses Stück Fleisch gelegen, dessen Leben eh nichts mehr wert war, irrt zutiefst. Wenn etwa der Vater zu seiner Tochter ging, ihr über den Kopf strich und beruhigend auf sie einredete, leuchtete und strahlte ihr ganzes Gesicht und sie lächelte. Herzzerreißend. Beim Sterbevorgang selbst durften Kameras nicht dabei sein, die Familienangehörigen berichteten aber, dass sich das nicht so friedlich vollzogen hatte, wie die Seite des Ehemanns behauptet hatte, sondern dass sie furchtbar leiden musste.

Was uns das sagt? Leben ist in jeder Form lebenswert. Alles andere führt uns schnell zu einer - wenn auch selbstgewählten - Kategorisierung des Lebens in "lebenswert" und "nicht lebenswert". Inwiefern man hier überhaupt noch von einer unbeflussten Willensentscheidung sprechen kann, sei dahin gestellt, jedenfalls endet man hier dort, wo Adolf Hitler hin wollte.

Anstatt einen Patienten also beim Suizid zu "begleiten" (was für ein widerlich beschönigendes Wort!) könnte man vielmehr an einer ander Sichtweise, einen anderen Umgang mit oder einer anderen Sichtweise dem Leiden gegenüber - oder schlicht eine Annahme desselben arbeiten, vielleicht auch an Glaubensfragen etc. Die palliative Medizin jedenfalls ist heute soweit, dass Patienten, die im Sterben liegen, dies tun können, ohne dabei körperlich schrecklich zu leiden.

Was ich schon davon weiß? Ich habe in meinem Leben zweimal versucht, mich umzubringen. Gott sei Dank hat es nicht geklappt. Das wäre weder eine freie Entscheidung gewesen noch hätte es irgendetwas gelöst oder beendet. Ganz im Gegenteil - es wäre eine sehr egoistische, feige Handlung gewesen. Weiterhin war ich mehrmals mehr oder weniger freiwillig kurz vor dem Tod. Schließlich habe ich Menschen begleiten dürfen, die im Sterben lagen - und auch entsprechende Ausbildungen gemacht.

Wie ist das nun aus christlicher Sicht? Ich spreche hier als Katholik: Für einen Katholiken ist Suizid im Grunde eine Todsünde. Wer aber im Zustand der Todsünde stirbt, kann nicht in den Himmel kommen. ABER: Die Katholische Kirche hat bei noch keinem einzigen Menschen bisher offiziell gesagt, dass er in der Hölle ist. Warum? Weil wir nicht Gott sind und die Umstände des Einzelfalles nicht kennen. Der Betroffene kann noch kurz vor dem Tod seine Tat bereut haben. Möglicherweise lag auch eine psychische Erkrankung vor, die eine freie Entscheidung unmöglich machte.

Kurz und gut: Wer Suizid als Mittel in Betracht zieht, hat nie und nimmer das Beste für den Betroffenen im Blick.

Menschen sind wundervolle Geschöpfe Gottes und fähig, über sich selbst hinaus zu blicken. Sie haben etwas besseres verdient, als eine "Abkürzung" - nämlich die tatsächliche Freiheit, das menschlische Leben zu leben. Voll und ganz. In allen Situationen. Im Guten und im Schlechten.

Für immer.

München, 21.05.2017

Robert Gollwitzer

In the Creed we read: "He ascended into heaven and sits at the right hand of God the Father Almighty, from there He shall come to judge the living and the dead." At what time does this judging occur? Directly after death or at a later time?

There is a particular judgment at the moment of death, and there will be a general judgment at the end of time. The particular judgment is more like the kind of courtroom judgment we think of when we hear the word “judgment” - a determining of guilt or innocence.

At the moment of our death, we will be judged and our eternal destination - Heaven or Hell - will be decided. As it says in Hebrews 9:27, “...it is appointed for men to die once, and after that comes judgment.” We can see particular judgments for Lazarus and the Rich Man after their deaths (Luke 16:22-23). Paul laments how he would prefer to leave his body and be with Christ rather than stay here on earth (2 Cor 5:8; Phil 1:21-23), implying a particular judgment at the moment of death. We also see Scripture speak of the spirits of the just who have been made perfect and are already in Heaven (Heb 12:23), again implying a particular judgment after death.

However, the word "judgment" is often used to mean "vindication" or "defense." The general judgment, or Last Judgment, will not be so much one of deciding guilt or innocence - Heaven or Hell - as it is a judgment of the triumph of good over evil. Judgment in this sense would mean a vindication more than a courtroom style judgment. So, the Last Judgment is the final vindication of good over evil - the final and complete victory of good over evil that takes place at the Second Coming of Christ at the end of time.

At the Last Judgment the workings of God’s plan in salvation history, and every individuals role in that plan - for good or for evil - will be revealed to all (Catechism #677-679). Luke 12:2-3, “Nothing is covered up that will not be revealed, or hidden that will not be known. Whatever you have said in the dark shall be heard in the light, and what you have whispered in private rooms shall be proclaimed upon the rooftops.”

(Source: Bible Christian Society / John Martignoni. http://www.biblechristiansociety.com/apologetics/two_minute. Used with permission)

Wann ist ein Mensch tot?

Abolition of the Death Penalty

Intervention by H.E. Archbishop Renato R. Martino
Apostolic Nuncio, Permanent Observer
of the Holy See to the United Nations
before the Third Committee
of the 54th Session of the General Assembly
on Item 116A

Abolition of the Death Penalty

New York, 2 November 1999

Mr. Chairman,

For over two decades the international community has pursued the issue of restricting and abolishing the death penalty. The need for a moratorium on the death penalty is gaining momentum, as is reflected in the recent resolution adopted by the Commission on Human Rights ( 1999/61 ) of 28 April 1999. The Holy See Delegation welcomes the initiative for a resolution, under item 116a, on the reduction and possible abolition of the death penalty, and expresses its appreciation to all who contributed to this initiative.

The right to life is an inalienable right of every human person. Hence the present draft-resolution under discussion should be understood as a strong affirmation of the dignity of the human person and the sacredness and inviolability of human life. The international instruments on which this draft-resolution is based are, in fact, binding expressions of - and not substitutes for - this fundamental principle of the inviolability and sacredness of human life.

The position of the Holy See, therefore, is that authorities, even for the most serious crimes, should limit themselves to non-lethal means of punishment, as these means "are more in keeping with the common good and more in conformity with the dignity of the human person" (cf. Catechism of the Catholic Church, n. 2267). States have at their disposal today new possibilities for "effectively preventing crime, by rendering one who has committed an offense incapable of doing harm - without definitively taking away from him the possibility of redeeming himself.» (Cf. John Paul II, Evangelium Vitae, n. 56).

It is well-known that Pope John Paul II has personally intervened on numerous occasions to appeal for clemency for individuals sentenced to death. He has appealed for a moratorium on recourse to the death penalty, at least on the occasion of the forthcoming Jubilee Year. On 27th January of this year in St Louis, he said:

"A sign of hope is the increasing recognition that the dignity of human life must never be taken away, even in the case of someone who has done great evil. Modern society has the means of protecting itself, without definitively denying criminals the chance to reform. I renew the appeal I made recently at Christmas for a consensus to end the death penalty, which is cruel and unnecessary".

All too often, in many societies, the carrying out of the death penalty is accompanied by unacceptable public signs of frightening vengeance and revenge. All too often it is persons who are poor or who belong to ethnic minorities who are more likely to incur this penalty. Even young people and people with limited mental capacity are executed. How many innocent people have been wrongly executed?

Mr. Chairman,

Let me say clearly: anyone whose life is terminated in a gas chamber, by hanging, by lethal injection or by a firing squad is one of us - a human person, a brother or sister, however cruel and inhumane his or her actions may appear.

Criminal activity demands effective punishment. But there is no definitive evidence to support the belief that the death penalty reduces the likelihood of capital crimes being committed. Populist exploitation of feelings of fear or insecurity is no substitute for hard evidence. Crime will be overcome significantly by comprehensive policies of moral education, of effective police work and by addressing the root causes of criminality. Punishment should be secure and proportionate to the crime, but should also be directed at restoring the criminal, wherever possible, to being a constructive member of society.

Mr. Chairman,

At the dawn of a new millennium, it is befitting that humanity becomes more humane and less cruel. At the end of a century which has seen unimaginable atrocities against the dignity of the human person and his or her inviolable rights, giving serious consideration to the abolition of the death penalty will be a remarkable undertaking for humanity.

Abolition of the death penalty, laudable though it is, is only one step towards creating a deeper respect for human life. If millions of budding lives are eliminated at their very roots, and if the family of nations can take for granted such crimes without a disturbed conscience, the argument for the abolition of capital punishment will become less credible. Will the international community be prepared to condemn such a culture of death and advocate a culture of life? Human life demands protection and deserves respect. That protection and respect should be upheld at all stages of human life and everywhere in the world.

Mr. Chairman,

The discussion on restricting and abolishing the death penalty demands of States a new awareness of the sacredness of life and the respect it deserves. It demands courage to say "no" to killing of any kind, and it requires the generosity to provide perpetrators of even the most heinous crimes the chance to live a renewed life envisioned with healing and forgiveness. In doing so there is sure to be a better humanity.

Thank you, Mr. Chairman.

(Source: http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/documents/rc_seg-st_doc_02111999_death-penalty_en.html August 24th, 2012)

 

ESV

John 6:47

Links National

Katechismus der Katholischen Kirche: „ICH GLAUBE ... DIE AUFERSTEHUNG DER TOTEN"

Katechismus der Katholischen Kirche: Die Auferstehung Christi und unsere Auferstehung

Katechismus der Katholischen Kirche: Sterben in Christus Jesus

Katechismus der Katholischen Kirche: Kurztexte

Karl-Leisner-Jugend: Das Leben nach dem Tod aus katholischer Sicht

katholisch.de: Friedhof

Deutsche Bischofskonferenz: Christliche Patientenvorsorge

Kathpedia: Tod

Siehe auch die Seite Leben

Christophorus Hospiz Verein München: http://www.chv.org/

 

Für ein Sterben in Würde

Prayer for a Happy DeathPray and Share:http://catholicgo.org/prayer-for-a-happy-death-prayer-for-a-happy-death/

Posted by Catholic and Proud on Sonntag, 19. April 2015

Links International

New Advent: Preparation for Death

New Advent: Capital Punishment