Katholisch Leben!

The Jesus Brothers

Sola Scriptura?

 
"Bedenkt dabei vor allem dies: Keine Weissagung der Schrift darf eigenmächtig ausgelegt werden" (1 Petr 1,20, Einheitsübersetzung)
 
"Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch geagt habe." (Johannes 14,26 - Einheitsübersetzung)


Ist die Bibel wirklich die einzige, unfehlbare Wahrheit, die Christen besitzen? Viele Christen anderer Gemeinschaften denken dies ("Sola Scriptura" - allein die Bibel) - zumindest seit den Zeiten der Reformation. Als "Argumente" für diese These werden dann oft die Bibel selbst zitiert. Außerdem hätte Jesus doch menschliche Tradition verurteilt. Das Problem dabei: in der Bibel selbst steht nirgends, dass sie alleine die Quelle ist, aus der wir Christen schöpfen. Sicher, sie ist gut zur Lehre (2 Tim 3,16-17. Hier werden die Vorzüge der Bibel beschrieben, aber nicht gesagt, sie alleine wäre die Grundlage der Lehre), zur Anleitung und auch bestimmt eine wesentliche Grundlage unseres Glaubens (nichts darf ihr widersprechen und jede christliche Lehre muss in der Bibel zu finden sein), aber nirgends steht, dass sie ALLEINE Grundlage christlicher Lehre ist.

Eine weitere Grundlage wäre etwa die apostolische Tradition und die Kirche.

Sicher, Jesus veruteilt etwa von Menschen gemachte Traditionen. Was damit gemeint ist, zeigt sich beim Hl. Paulus, einem der Apostel: christliche Tradition wird sehr wohl als positiv beschrieben - und gleichzeitig einer nicht akzeptablen Form von Tradition gegenüber gestellt.

Die Bedeutung mündlicher Tradition etwa wird vom Hl. Paulus ausdrücklich betont (siehe etwa 1 Thess. 2,13 oder 2 Tim 1,13-14). Die Autorität der Kirche wird zum Beispiel im ersten Konzil von Jerusalem deutlich (Apg 15,29,30).

Warum aber haben dann Jesus und Seine Jünger immer die Heilige Schrift zitiert, wenn sie etwas klarstellen wollten? Auch die Juden des Alten Testaments haben sich doch immer auf die Schrift bezogen!

Wenn wir Matt 23,2-3 lesen, sehen wir, dass Jesus den Pharisäern durchaus eine Autorität zugesprochen hat. Der dort erwähnte "Stuhl des Moses" ist aber nirgends im Alten Testament zu finden. Er stammt aus der zunächst mündlich überlieferten Mishna. Hier ist die Rede von einer Art Nachfolge in der Lehre die Rede, die sich bis auf Moses zurück führen lässt.

In Matt 2,23 lesen wir, dass erfüllt werden sollte, was die Propheten sagten: "Er wird Narzoräer genannt werden" (Einheitsübersetzung). Auch dies ist im Alten Testament nicht zu finden! Hier handelt es sich um eine mündliche Überlieferung durch die Propheten!

Betrachtet man 1 Kor 10,4, stellt man fest, dass Jesus von einem Felsen spricht, der mit den Juden zog. Sieht man sich diese Stelle im Alten Testament an (Moses schlägt mit dem Stock gegen den Felsen, damit Wasser heraus kommt), findet man hier aber nichts dergleichen! Sehr wohl aber in der Tradition, die von den Rabbinern weiter gegeben wurde.

Sola Scriptura ist eine Vorstellung, die von der Bibel nicht vertreten wird - und schon gar nicht von Jesus. Die einzigen, die jemals die mündliche Tradition verworfen hatten, waren die Saduzäer. Diese haben aber auch so einiges andere verworfen, etwa die Auferstehung von den Toten.

Eine Autoritätsfigur des Alten Testaments war zum Beispiel Ezra.

(Quelle: Dave Armstrong, The One-Minute Apologist. Sophia Institute Press, Manchester, 2007. Go and get it!).



Die Bibel (Schrift) Allein?

2 Thess 2:15; 1 Kor 11:2 Das geschriebene Wort und das gesprochene Wort müssen eingehalten werden
Apg 8:26-35 - Aber Leitung ist erforderlich, um die Bibel zu interpretieren
1 Tim 3:15 - Die Kirche (nicht die Bibel) ist die Säule und Fundament der Wahrheit
*2 Tim 3:16-17 - die Bibel ist (nützlich) zur Belehrung, dass der Mensch  Gottes vollkommen sein kann
Apg 2:42 - Kirche folgte dem apostolischen Unterrichten (keine Bibeln, Druckpresse noch nicht erfunden)
2 Petr 3:16 - Die unwissende und nicht stabile verdrehen die Bibel zu ihrer eigenen Vernichtung
Spr 3:5 - verlässt sich auf Ihre eigene Scharfsinnigkeit nicht


(Quelle: Sebastian R. Fama. Copyright © 2001 StayCatholic.com. Übersetzt mit Genehmigung. Übersetzer: Mike Esquibel. Herzlichen Dank, Mike!)

Allein die Schrift?

 Allein die Schrift?

Ein Beitrag zum thema sola Scriptura

Von Robert D. Fazzio


Es ist kein Geheimnis, dass Evangelikale und Katholiken sich durchaus einig sind, dass alles was in der hl. Schrift steht inspiriert und wahr ist (vgl. DV 11). Die Auseinandersetzung entsteht mit der katholischen Ablehnung der Verbalinspriation und dem Standpunkt, dass nicht alles was wahr ist in der hl. Schrift niedergeschrieben wurde1 (vgl. Joh 21,15; DV 24).


In diesem Zusammenhang hat der zentrale protestantische Glaubensgrundsatz sola scriptura nicht nur konstitutive Bedeutung für den Protestantismus er ist auch für die Erreichung der missionarischen Ziele der Evangelikalen aufgrund seines legitimierenden Charakters quasi unabdingbar.


Die mit der These sola scriptura verbundenen Behauptungen, dass die hl. Schrift in allen religiösen, sozialen, naturwissenschaftlichen und historischen Belangen die alleinige Autorität ist und dass die hl. Schrift sich selbst auslegt, sind in sich eine Verneinung der Existenz jedweder kirchlicher Magisterium. Die Autorität, die hl. Schrift „richtig“ zu interpretieren wird somit vom kirchlichen Lehramt und Lehrauftrag gelöst und individualisiert.


Der gemeinsame Glaube an die unbestrittene Inspiriertheit der hl. Schrift wird meines Erachtens seitens der evangelikalen Proselytenmacher leider missbraucht, um ihrer eigenen Position als Gegenpol zum Katholizismus Glaubwürdigkeit zu verleihen. Ohne diese Art der Verwendung der hl. Schrift hätten ihre antikatholischen Aussagen weder Basis noch Größe.


Im Grunde dreht sich der Disput um die verschiedenen Sichtweisen bezüglich der Suffizienz der hl. Schrift und der Rolle der überlieferten Tradition. In diesen Diskurs erhebt sich grundsätzlich die Frage nach der Legitimität des Magisteriums der katholischen Kirche.


In der Frage nach der formellen Suffizienz versus, einer materiellen Suffizienz der hl. Schrift, stelle ich fest, dass auf den ersten Blick der protestantische Ansatz bezüglich einer formellen Suffizienz im Sinne vom Scriptura sacra sui ipsius interpres2 in seiner Einfachheit einen gewissen Charme hat. Nach diesem Prinzip ist jeder Mensch individuell in der Lage aus der hl. Schrift sein Heil selbstständig und unter direkte Anleitung des Hl. Geistes, zu „erlesen“. Dennoch hege ich begründete Zweifel, ob der gewöhnliche Mensch in der Lage ist, ohne Erklärung oder Magisterium der Kirche, die Inhalte der hl. Schrift zu verstehen und auszulegen (vgl. Apg 8,31).


Sola Scriptura

Der lateinische Begriff sola scriptura heißt in der Übersetzung lediglich “Allein die Schrift”3. Aus theologischer bzw. konfessioneller Sicht ist aber die Bedeutung dieser Phrase seit der „Reformation4“ einer der Hauptstreitpunkte der katholisch-protestantischen Auseinandersetzung.


„Wir bekennen uns zur göttlichen Inspiration der Heiligen Schrift, ihrer völligen Zuverlässigkeit und höchsten Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung5“(Hervorhebung RDF)


Dieses Bekenntnis der Evangelischen Allianz ist in seiner Essenz die Erklärung von sola scriptura.


Auf der Seite der gemäßigten Protestanten bedeutet sola scriptura, dass die hl. Schrift für den Glauben und die Glaubenspraxis die ultimative und unfehlbare Autorität ist6. Infolgedessen sind alle anderen Autoritäten der Schrift untergeordnet7. Christus und die von ihm berufenen Apostel sind nicht mehr das Konstitutive, sondern allein die Schrift.

Es heißt für sie aber dennoch nicht,

dass die Inspiration der Bibel Allwissenheit verleiht.

dass die Bibel von allen Menschen gleich verstanden wird.

dass die Lehre der Glaubensgemeinschaft nicht nützlich und bindend ist.

Kurz gesagt, heißt sola scriptura im alltäglichen evangelischen Sprachgebrauch nicht „solo scriptura“ wie es in manchen Kreisen der fundamentalistischen Christen gehandhabt wird.


Sola scriptura als theologisches Legitimationsprinzip

Sola scriptura ist nicht nur eine theologische Behauptung, sondern im Laufe der Zeit wurde sie zum Bekenntnis und somit hat diese These für den Protestantismus und insbesondere für Evangelikale konstitutive Bedeutung.


„Nur, insofern der neutestamentliche Kanon „Evangelium ist und wird“, begründet „dann auch er die Einheit der Kirche. Denn allein das Evangelium begründet die eine Kirche in allen Zeiten und an allen Orten.“ (VELKD, 50)


„Das reformatorische Kirchenverständnis ist ein Konfessionsgebundenes, und zwar in einem doppelten Sinn: Es geht davon aus, dass es einen Kirchenbegriff ohne Bindung an eine bestimmte Konfession nicht gibt, und es bringt bestimmte theologische Grunddaten wie z. B. das lutherische Rechtfertigungsverständnis und die particulae exclusivae, speziell sola scriptura und solus Christus, zur Geltung. Von daher definiert sich lutherisches Amtsverständnis, das Verständnis von Kirchenleitung, die Bedeutung des Bekenntnisses gemäß der Unterscheidung von norma normans und norma normata. Das Bekenntnis ist Norm; es ist nicht die „herrschende Meinung“, auch nicht die „Stimme der Väter“ und auch nicht die „Tradition unserer Kirche“. (VELKD, 51)


So gesehen ist sola scriptura das wichtigste theologische Legitimationsprinzip der Protestanten und bedeutet, dass in der kirchlichen Praxis und Theologie der Protestanten nur das gelten soll, was sich biblisch begründen lässt.


Entgegen dieser Sichtweise steht die Lehre der römischkatholischen Kirche, nämlich das Legitimationsprinzip Schrift und Tradition. Das Konzil von Trient8 sowie Vatikan II, haben das Verhältnis zwischen „Überlieferung und Schrift“ eindeutig so definiert: „Die Heilige Überlieferung und die Heilige Schrift bilden den einen der Kirche überlassenen heiligen Schatz des Wortes Gottes.“ (DV 10).


Die Bibel, Hauptwerkzeug der evangelikalen Proselytenmacher

Wenn wir das missionarische Handeln der Fundamentalisten etwas näher betrachten, sehen wir, dass die argumentative Einbettung einzelner Bibelzitate in den jeweiligen Argumentationszusammenhang eine ihrer beliebtesten Praktiken ist. Sie handeln mit der einzigen Autorität, die sie selbst anerkennen, nämlich der hl. Schrift.


„Die Hl. Schrift schieben sie vor, und durch diese ihre Dreistigkeit machen sie auf manche Leute sogleich Eindruck; beim Kampfe selbst aber machen sie die, welche Festigkeit besitzen, müde, nehmen die Schwachen gefangen, und den Rest entlassen sie mit Zweifeln im Herzen, Diese Wehr also richten wir vor allem gegen sie auf: sie seien zu einer Disputation auf Grund der Schrift überhaupt nicht zuzulassen.9“ (Tertullian)


Ich habe obiges Zitat des zum Teil umstrittenen Kirchenvaters Tertullian nicht gewählt, um ein eigenen Argumentum ad verecundiam aufzubauen, sondern als Hinweis, dass die missionarischen Methodiken der heutigen Fundamentalisten nichts Neues sind und bereits im 2. Jahrhundert bekannt waren. Wer direkte Erfahrung mit Evangelikalen im „Seelenrettungs-Modus“ gemacht hat, weiß, dass der Alltags-Christ kaum in der Lage ist die hl. Schrift so zu zitieren und argumentativ einzusetzen wie ein fundamentaler-evangelikaler Missionar und das Ergebnis ist leider nicht selten wie von Tertullian in obigem Zitat beschrieben.


Ist sola scriptura biblisch?

Katholiken, Orthodoxen und Protestanten sind sich prinzipiell einig, dass die hl. Schrift einen präeminenten Wahrheitsstandard in Glaubensfragen, sogar nach katholischer Sicht die „Quelle jeglicher Heilswahrheit und Sittenlehre“ ( DV 7) verkörpert. Sie sind sich aber nicht im protestantischen Sinne von sola scriptura einig, dass die hl. Schrift formell suffizient d.h. prinzipiell eigensuffizient ist und dass sie die Autorität der apostolischen Tradition bzw. das Magisterium der Kirche absprechen.10 (vgl. DV 10).


Die katholische Kirche vertritt durchaus den Standpunkt, dass die hl. Schrift in Glaubensfragen materiell suffizient ist (vgl. DV 7). Aus dieser katholischen Sicht ist somit jede wahre Doktrin bzw. jedes Dogma biblisch, auch wenn dies in Einzelfällen nur zum Teil durch Implikation oder indirekte Deduktion nachweisbar ist (vgl. DV 8-10). Andererseits gibt es keinen einzigen biblischen Hinweis, dass die hl. Schrift eine von der apostolischen Tradition und des Magisteriums der Kirche isolierte Autorität darstellt. Sola scriptura kann m. E. auf Basis der hl. Schrift nicht einmal impliziert werden.


Dennoch: Wenn ein geschulter Anhänger von sola scriptura einen biblischen Hintergrund nachweisen will, wird am häufigsten folgender Bibelvers zitiert:

„Jede von Gott eingegebene Schrift ist auch nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit; so wird der Mensch Gottes zu jedem guten Werk bereit und gerüstet sein“ (2 Tim 3,16f. Hervorhebung RDF).


Man fragt sich, was hat dieser Text an sich, dass er als Nachweis für sola scriptura dienen kann? Auf den ersten Blick, eigentlich gar nichts, da Katholiken und Protestanten in Bezug auf V16 sich im Grunde einig sind, dass die hl. Schrift „nützlich“ ist. Die protestantische Argumentation ist aber nicht in den Wörtern „nützlich“ und „zur“ in V16, sondern in ihre Auslegung von V17 begründet.


Als Formel gesehen, ist die Schrift nützlich zur „x“ (V16) damit „y“ (V17) entsteht. Die Variable „x“ bezieht sich auf die Belehrung, Widerlegung, Besserung, und Erziehung. Die Variable „y“ bezieht sich auf das zu jedem guten Werk bereit und gerüstet sein. Es ist die „y“ Variable auf die sich die Protestanten beziehen um eine biblische Aussage über die Eigensuffizienz der hl. Schrift nachzuweisen. Wie kommt das?


Wenn man die Einheitsübersetzung der Bibel zu Grunde legt, ist die Bedeutung der Wörter „bereit“ (gr. artios11) bzw. „gerüstet“ (gr. exartizo12) nicht ganz so klar dargestellt wie in anderen Übersetzungen. In der Luther Bibel sowie auch in den Eberfelder und Schlachter13 Ausgaben stehen an gleicher Stelle die Wörter „vollkommen“ und „geschickt“ bzw. in der Eberfelder „ausgerüstet“. Selbst die Vulgate nutzt hier an der Stelle die Wörter „perfectus“ und „instructus“.


Was wird hier nach protestantischer Hermeneutik eigentlich gesagt?


„Die Idee hier ist nicht, dass irgendjemand absolut perfekt sei, sondern die hl Schrift den Weg festlegt nachdem der „gottgefällige Mensch“ die Perfektion erlangen kann. Sollte jemand dennoch Perfektion erlangen wird er in der hl. Schrift zudem jede “Ausrüstung” für diesen Zustand auch finden. […] Die Idee hier ist, dass egal nach welchen guten Werken der gottgefällige Mensch strebt oder wie perfekt auch immer seine Absichten sind, er in der hl. Schrift keinen Mangel finden wird, sondern die vollkommene Instruktion, der er bedarf(Barnes Commentary14 on 2 Tim 3,17. Übersetzung RDF)


Ein weltlicher Vergleich wäre etwa so:


Ikea hat alles, was ich brauche, um meine Wohnung vollkommen auszurüsten. Aus diesem Grunde brauche ich nicht in einen anderen Laden hineinzugehen. Im Klartext: Ikea ist vollkommen ausreichend und perfekt für mein Vorhaben. Ich brauche keine externe Beratung oder einen Innenarchitekten.


In Bezug auf sola scriptura ist die hl. Schrift meines Erachtens eigentlich der schlechteste Zeuge für diese These. Der Versuch die Legitimität von sola scriptura mit der hl. Schrift selber zu beweisen ist in sich ein Argumentum in circulo. Schlicht und einfach gesagt: Die hl. Schrift kann aus sich selbst heraus nicht beweisen, dass sie die einzige Autorität gemäß der Lehre von sola scriptura ist. Ganz im Gegenteil! Die hl. Schrift spricht selbst an einigen Stellen explizit für eine Gültigkeit von nicht schriftlichen Überlieferungen (vgl. 2 Thess 2,15)


Ist sola scriptura für das Christentum ein brauchbarer Glaubensgrundsatz?

Protestantischen Christen, die sich zur sola scriptura bekennen, beziehen sich in Glaubensfragen grundsätzlich auf die hl. Schrift. Wenn sie gefragt werden warum man gerade die Lehre ihrer Denomination gegenüber einer anderen akzeptieren soll, erhält man nicht selten als Antwort: „Es steht geschrieben…“ oder „Die Bibel sagt ganz klar…“, nach den protestantischen Grundsätzen, dass die Bibel eigensuffizient ist bzw., dass die hl. Schrift nach der These „Scriptura sacra sui ipsius interpres“, sich selber auslegt.


In solchen Fällen erscheint es mir, als ob sie einfach nicht zugeben wollen, dass auch Evangelikale ihre eigenen konfessionsbezogenen Traditionen oder ein „Magisterium“ haben. Unter dem Oberbegriff Protestantismus befinden sich klar abgrenzbare Unterbewegungen die aufgrund einer göttlichen „Inspiration“ ihres Stifters zu unterschiedlichen hermeneutischen Ergebnissen kommen, welche ihre religiöse Denomination wiederum legitimieren.


Nur um einige der Hauptströmungen neben dem Lutherismus zu nennen: Calvinismus15, Wesleyanismus16, Darbysmus17, Pietismus18 und als Gemeindeform der Kongregationalismus.19 Man wird selten von einem Protestanten hören, dass ihm Calvins Auslegung der hl. Schrift einfach mehr zusagt als die von Luther, Wesley oder Darby. Die Einstellung ist meistens „meine Denomination ist Bibeltreu“.


Was haben diese Bewegungen, samt ihren Unterbewegungen, et al außer dem Protestantismus20 gemeinsam? Die Antwort geben sie sich selbst: Sie berufen sich alle und ausnahmslos deklaratorisch nur auf die Bibel d.h. sola scriptura und auf ihre eigene und persönliche Autorität sie auszulegen. Die These sola scriptura ist aufgrund dessen nicht mehr nur ein Glaubensgrundsatz, sondern entlarvt sich als Begriff für die Erhebung der hl. Schrift zur konstitutiven Basis einer christliche Kirche.


„Dabei muß jedoch anerkannt werden, daß es zwischen diesen Kirchen und Gemeinschaften und der katholischen Kirche Unterschiede von großem Gewicht gibt, nicht nur in historischer, soziologischer, psychologischer und kultureller Beziehung, sondern vor allem in der Interpretation der offenbarten Wahrheit.21 „(UR 19)


Die sog. “Bibeltreuen” und andere protestantische Christen versuchen den Eindruck zu erwecken, dass die Bibel die einzige Autorität in Glaubensfragen ist und dass die Bibel nicht nur eine Quelle zur Gotteserkenntnis ist, sonder die einzige Quelle (vgl. Chicago Erklärung).

Aus der Sicht Martin Luthers, seiner protestantischen Zeitgenossen und der modernen Evangelikalen, ist die Bibel die einzige zuverlässige Quelle der Gotteserkenntnis. Immerhin eine Sichtweise die ca. 450 Jahre alt ist.


Diese Einstellung steht im Gegensatz zum katholischen Glauben, dass die hl. Schrift neben Vernunft, Tradition und Offenbarung eine der Quellen der Gotteserkenntnis ist (vgl. DV 5-7).

Es stellt sich die Frage, ob es für Martin Luther als er seine These sola scriptura formulierte ein Versuch war, zur Urgemeinde zurückzukehren; oder musste er, nachdem er den Papst und das Magisterium der Kirche verworfen hat, eine neue Autorität, die seine Meinungen trägt, (er)finden. Genau diese Frage stellt den Streitpunkt zwischen Katholiken und Protestanten dar.


Was historisch unbestritten bleibt, ist, dass die pastorale und missionarische Arbeit der Apostel völlig unabhängig von schriftlichen Aufzeichnungen geschah. In den ca. 40 Jahren zwischen der Auferweckung Jesu und der Zerstörung Jerusalems begann sich die „Institution“ Kirche, aufgrund der lebenden Autorität der Apostel und der mündlichen Überlieferung des Evangeliums Jesu, zu formieren.


Gut zwanzig Jahre vor dem ersten Paulus Brief lebten schätzungsweise mehrere hunderttausend Menschen ein christliches Leben. Ferner, vergingen hunderte von Jahren bis zur Kanonisierung der 27 Bücher des NT so wie wir es heute kennen. Unzählige Christen lebten und starben in der Liebe Christi, ohne je ein Wort der „Bibel“ gelesen zu haben.


Das “Brot-Brechen”, also die hl. Messe wurde am Sonntag gefeiert. Die Sakramente, insbesondere die Taufe, wurden gespendet. Bischöfe, Priester und Diakone wurden berufen. Die ersten großen Kirchen, z.B. Jerusalem, Antiochien, Rom und Alexandria, waren bereits lebendig und die Gläubigen nannten sich bewusst Christen.


Die ersten Generationen der Christenheit haben ihren Glauben nicht aus der „Bibel“ gelernt, sondern von den Lippen der Apostel und deren Nachfolger. Christen lernten ihre Religion von Lehrern, welche die Worte Christi, in Christi Namen, sprachen. Es liegt in diesem Schatz der apostolischen Tradition, dass wir die Saat, die Wurzel und den Stamm der einen katholischen und apostolischen Kirche finden.


Wir dürfen nie vergessen, dass die Schriften des NT wurden an Menschen adressiert, die bereits Christen waren und sie dienten als Ratgeber und Wegweiser in Glaubensfragen, die nur einer verstehen konnte, der schon im Glauben unterwiesen wurde. Sie wurden nie in die Hände von Katechumenen oder Frischgetauften gelegt, damit sie sich selbst ein Urteil über die Schriftauslegung bilden konnten.


In diesem Sinn, hat das neutestamentarische Schriftwerk genau so viel mit der Verbreitung und Etablierung des Urchristentums zu tun gehabt, wie die jüdische Chronik des Flavius Josephus mit der Entstehung des Judentums und der Gründung Jerusalems zu tun hatte.


Wenn evangelikale Protestanten mit Praktiken und Dogmen konfrontiert werden, wofür sie keine schriftliche Autorität in der Bibel anerkennen, werden diese oft als wertlose „römische“ Interpolationen verworfen (z.B. Petri Nachfolge bzw. Maria Himmelfahrt).


Was die Verfechter von sola scriptura nicht anerkennen wollen, ist, dass Jesus weder einen Text gestiftet hat noch hat er befohlen, seine Lehren und Taten niederzuschreiben. Er stiftete eine Kirche in apostolischer Nachfolge durch Männer, denen er den hl. Geist schenkte und welche in der Lage waren, seine Kraft und Gegenwart erfahrbar zu machen. Er beauftragte sie in seinem Namen zu sprechen, um alle zu Jünger Christi zu machen (vgl. Mt 28,19).


Es ist für mich deutlich erkennbar, dass die These sola scriptura für das Christentum kein brauchbarer Glaubensgrundsatz sein kann und der größte Beweis hiefür ist die fast unermessliche Gespaltenheit des Protestantismus, für den diese These das konstitutive Fundament bildet. Soweit ich feststellen kann, gibt es weltweit keine einzige religiöse Bewegung, die so gespalten ist wie der Protestantismus22.


„Denn Christus der Herr hat eine einige und einzige Kirche gegründet, und doch erheben mehrere christliche Gemeinschaften vor den Menschen den Anspruch, das wahre Erbe Jesu Christi darzustellen; sie alle bekennen sich als Jünger des Herrn, aber sie weichen in ihrem Denken voneinander ab und gehen verschiedene Wege, als ob Christus selber geteilt wäre. Eine solche Spaltung widerspricht aber ganz offenbar dem Willen Christi, sie ist ein Ärgernis für die Welt und ein Schaden für die heilige Sache der Verkündigung des Evangeliums vor allen Geschöpfen.“23 (UR 1)


Eine abschließende Beantwortung der Frage, ob und inwieweit die protestantische These sola scriptura aus biblischer Sicht ein für das Christentum brauchbarer Glaubensgrundsatz darstellt, ist in einer Arbeit dieser Länge kaum möglich. Es ist aber durchaus möglich die verschiedenen Standpunkte und Denkweisen darzustellen. Für mich ist es aber klar, dass ohne das Magisterium der Kirche hat der Einzelne keine Gewissheit, dass er die Wahrheit erfährt. (vgl. UR 21).


Das Verhältnis von Schrift und Kirche ist einerseits, dass die Bibel die hl. Schrift der Kirche ist und die Kirche die Auslegung der hl. Schrift bestimmt und andererseits wird die Kirche seitdem es die hl. Schrift gibt durch diese auch bestimmt (vgl. Schmaus). Aus dieser Wechselwirkung entsteht die Kompetenz des Lehramts der Kirche. Die Kirchenväter und Konzilien haben mit dem Beistand des Hl. Geistes nicht nur den Canon der hl. Schrift, sondern auch die hermeneutischen Normen der Kirche festgelegt (vgl. 2 Petr 1,20f).


Die „Bibeltreuen“ Evangelikalen haben Meinesserachtens im Wesentlichen diese eindeutige Wechselwirkung zwischen Kirche, hl. Schrift und Magisterium, nicht erkennen können oder noch schlimmer, sie haben sie einfach ignoriert.


„Dahinter steht das zentrale Problem des “sola scriptura” (“allein die Schrift”). Professor Jüngel von Tübingen hat das in die Formel gefasst: Der Kanon selbst ist die Nachfolge der Apostel. Aber woher kennen wir den Kanon? Wer legt ihn aus? Jeder für sich selbst? Oder die Gelehrten? Dann beruht unser Glaube nur auf Hypothesen, und die tragen nicht im Leben und nicht im Sterben. Wenn die Kirche keine Stimme hat, wenn sie nichts mit Vollmacht zu den letzten Fragen des Glaubens sagen kann, dann gibt es eben keinen gemeinschaftlichen Glauben. Dann sollte man das Wort Kirche streichen, denn eine Kirche, die uns nicht den gemeinsamen Glauben gewähren kann, ist keine Kirche. Insofern ist die Grundfrage nach der Kirche und der Schrift letztlich die Frage, die dasteht und die nicht beantwortet ist. Das alles schließt freilich nicht aus, dass die wirklich Glaubenden sich in einer tiefen inneren Nähe begegnen können, wie ich selbst immer wieder dankbar erfahren darf.“ 24 (Josef Kard. Ratzinger)


© Robert D. Fazzio 2008


1 Tradition, Überlieferung, Dogmen etc.

2 Die heilige Schrift legt sich selbst aus.

3 Für eine detaillierte Erklärung von sola scriptura, siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Sola_scriptura

4 M.E. ist der Begriff „protestantische Revolution“, richtiger.

5 Aus dem Bekenntnisse der Evangelischen Allianz: http://www.ead.de/info/waswirglauben.htm

6 Vgl. Chicago-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Bibel 1997, Art. I.

7 Ibid. Art. II.

8 „Es folgt dem Beispiel der rechtgläubigen Väter, nimmt an und verehrt mit derselben frommen Dankbarkeit der gleichen Ehrfurcht alle Bücher sowohl des Alten als auch des Neuen Testamentes - der eine Gott ist Urheber von beiden - , sowie auch die Überlieferungen – die den Glauben und die Sitten betreffen.“ (Konzil von Trient 4. Sitzung 1546, 1. Überlieferung und Schrift (D1501)).

9 Tertullian, de praescriptione haereticorum xv.

10 Hier unterscheiden sich Evang. und Kath. grundlegend. Die formelle Suffizienz vs. Materielle Suffizienz.

11 Strong’s Reference 739: artios ar'-tee-os fresh, i.e. (by implication) complete:--perfect. see GREEK for 737

12 Strong’s Reference 1822: exartizo ex-ar-tid'-zo from 1537 and a derivative of 739; to finish out (time); figuratively, to equip fully (a teacher):--accomplish, thoroughly furnish. see GREEK for 1537 see GREEK for 739

13 Diese Bibelausgaben werden von den Evangelikalen gegenüber der Einheitsübersetzung bevorzugt.

14 Sword Project add-on Module Albert Barnes' Notes on the Bible http://www.e-sword.net/commentaries.html

15 Die Reformierten, Baptisten und Presbyterier sind stark calvinistisch geprägte Gruppen.

16 John Wesley lehnte Calvins doppelte Prädestinationslehre ab und war Mitgründer der Methodisten.

17 Nach John Nelson Darby Gründer der "Plymouth Brethren". In Deutschland sind es die sog. Brüdergemeinden. Darbysmus ist eine dispensationalistische Bewegung deren Hauptmerkmal die literale Auslegung der Bibel ist. Darby verfasste im 19. Jh. einige sehr umfangreiche Bibelkommentare die heute noch von Protestenten geschätzt werden.

18 Der Pietismus ist eine Bibel-, Laien- und Heiligungsbewegung. Er betont die subjektive Seite des Glaubens, entwickelte aber auch einen starken missionarischen und sozialen Grundzug. Der Pietismus bekennt sich zur Irrtumslosigkeit der Bibel und lehrt hieraus resultierend eine konservative Theologie.

19 Der Kongregationalismus ist eine Form der christlichen Gemeindeverfassung, in der die Autonomie der einzelnen Kirchengemeinde oberste Priorität hat. Nach diesem System sind die Täuferbewegung, die Pfingstbewegung, die Baptistengemeinden und die eigentlichen kongregationalistischen Kirchen organisiert.

20 Hier im wahrsten Sinne des Wortes. Der Protestantismus war von Anfang an ein Protest gegen die römischkatholische Kirche.

21 Dekret über den Ökumenismus "Unitatis redintegratio" 19

22 Je nach dem wie man unterscheidet, gibt es heute weltweit zwischen Zwanzig- und Dreißigtausend verschiedene protestantische Gruppierungen.

23 Das Dekret über den Ökumenismus „Unitatis reintegratio“

24 Joseph Kardinal Ratzinger: Ökumene aus der Sicht von Kardinal Joseph Ratzinger: Ein Interview von Guido Horst in "Der Tagespost" mit dem Kardinal. Hier Verfügbar: http://www.kbwn.de/html/card__ratzinger.html

(used with permission)

 

Errettung und die Bibel

Manche evangelikale Christen glauben, die Bibel sei doch eindeutig, was die Errettung (bzw. Erlösung) betrifft (widersprechen sich aber je nach Gemeinde doch erheblich, wie diese Errettung aussieht bzw. wer alles "gerettet" ist und wer nicht). Ihrer Meinung nach ist es auch genug, wenn man als Christ die Bibel hat. Die Kirche oder gar Tradition brauche man für den Glauben nicht.

Derartige Thesen lassen sich aber in der Bibel nicht finden. Ganz im Gegenteil. Das Problem mit Sola Scriptura: wenn jeder Christ nur die Bibel braucht und es keine andere Autorität gibt, kann und soll auch jeder alles, was er braucht in der Bibel finden. Er benötigt dann auch niemanden, der ihm zeigt, wie man sie auslegt. Bibellesen und Bibelstudium sind leider nicht dasselbe. Und genau das ist geschehen seit der Reformation: die Protestanten haben sich in abertausende verschiedener Gemeinden aufgespalten. Und ein Teil davon bezeichnet sich auch als "Biblische Christen". Da darf man allerdings nachfragen, wieviele Bibeln es gibt.

Interessant auch zu wissen, dass im NT die Kirche (und NICHT die Bibel!) als die Säule der Wahrheit genannt wird!

Die Bibel ist nicht immer leicht zu verstehen und so manches, was auf den ersten Blick offensichtlich erscheint, erweist sich bei genauerem Studium als etwas ganz anderes. Es ist beinahe unvermeidlich, dass es zu Irrlehren oder gar Abspaltungen von der Kirche kommt, wenn es keine verbindliche Autorität gibt.

Ob man nun die Eucharistie, die Taufe, die Sündenvergebung, Gnade, Glaube, Heiligung, die eventuelle Möglichkeit, seine "Errettung" zu verlieren, weibliche Geistliche in der Kirche oder was auch immer nimmt: schon zu Luthers Zeiten und erst recht danach gab es hierzu teils völlig unterschiedliche Auffassungen. Und jede davon war angeblich biblisch.

 

(Quelle: Dave Armstrong, The One-Minute Apologist. Sophia Institute Press, Manchester, 2007. Go and get it!).

My Protestant friends say that their church goes by the Bible Alone, but that the Catholic Church has added a lot of man-made traditions to the Word of God...is that true?

No, it is not true. Protestants have as their sole rule of faith the written Word of God, which we find in Sacred Scripture. The Catholic Church has as its sole rule of faith, the entire Word of God, as it is found in Sacred Scripture and Sacred Tradition.

All of the Word of God was at one time passed on orally...Sacred Tradition. Eventually, some of Sacred Tradition was written down...this became Sacred Scripture, which is written tradition. However, Scripture itself tells us that not all of the things that Jesus said and did were written down. And listen to what Paul says about "tradition":

2 Thes 2:15, "So then, brethren, stand firm and hold to the traditions which you were taught by us, either by word of mouth or by letter." Traditions! Traditions taught by word of mouth, in other words, oral tradition, and traditions taught by letter. Traditions which they are being told to "stand firm and hold to". Sacred Scripture and Sacred Tradition.

1 Cor 11:2, "I commend you because you remember me in everything and maintain the traditions even as I have delivered them to you." The Corinthians are being commended by Paul because they maintain the traditions that he passed on to them. Sacred Scripture and Sacred Tradition.

2 Tim 2:2: "and what you have heard from me before many witnesses entrust to faithful men who will be able to teach others also." What we have here in 2 Timothy is an instance, in Scripture, of Paul commanding the passing on of oral tradition.

1 Thes 2:13, "And we also thank God constantly for this, that when you received the Word of God which you heard from us, you accepted it not as the word of men but as what it really is, the Word of God, which is at work in you believers." So, they received as the Word of God that which they heard, not simply that which they read in Scripture.

In other words, the Bible clearly supports the Catholic Church's teaching that the Word of God is contained in both Sacred Scripture and Sacred Tradition. 

(Source: Bible Christian Society / John Martignoni. http://www.biblechristiansociety.com/apologetics/two_minute#1. Used with permission)

The Bible and Authority - Sola Scriptura (The Bible...Alone?)

The First Pillar of Protestantism
Let me start off this chapter by quoting from Scripture.  This quote is from Romans 10:14, “But how are men to call upon Him in Whom they have not believed?  And how are they to believe in Him of Whom they have never read?  And how are they to read without a book?”  

Uh...wait a minute.  Something is a bit off, isn’t it?  If that verse doesn’t sound quite right to you, there is good reason.  That’s not what Romans 10:14 actually says.  It is, however, essentially how Protestant Christians interpret that verse. You see, the one Protestant doctrine that could probably be called a universal Protestant doctrine, is this doctrine referred to as Sola Scriptura, which is Latin for Scripture Alone, or the Bible Alone.  It is the first pillar of Protestantism.  It is the Protestant dogma.

I’ve been talking a good bit about the consequences of belief in Sola Scriptura, without formally naming it, in the first two chapters of this book.  Sola Scriptura is the Protestant belief that the Bible, and the Bible alone, is the sole authority, or the sole rule of faith, that one needs in order to know what is and is not authentic Christian teaching and practice.  This doctrine is opposed to the belief of Catholic Christians that both Sacred Scripture and Sacred Tradition are authoritative and that both are necessary when deciding what is and is not authentic Christian teaching and practice.  

I’ll talk more about Catholic teaching in both Sacred Scripture and Sacred Tradition later on in this chapter, but for right now I want to focus on this belief in Sola Scriptura and analyze it a bit more thoroughly.  

At first glance, it seems that Sola Scriptura is a fairly reasonable belief.  After all, most of those who call themselves Christian - Catholic or Protestant or Orthodox - believe the Scripture to be the Word of God, so to follow the Word of God, and the Word of God alone, in all matters of Christian faith and morals, only makes sense, right?  And, actually, for Catholics, it does indeed make sense to put the Word of God first in all matters Christian.  Catholics hold the Word of God in the utmost of respect and we are indeed called, by our Church, to honor it and follow it above all else.  So, what’s the problem then?  

Well, the problem is twofold: 1) Who defines what is and is not the Word of God?  And, 2) Who is it that can authentically interpret the Word of God?  You see, there have been disputes about what is and is not the Word of God, since even before the time of Jesus Himself.  The Sadducees and the Pharisees disputed amongst each other as to what was and was not the Word of God.  The early Christians disputed amongst themselves as to what was and was not the Word of God.  There were even ruptures in the early Church over the question of what was and was not the Word of God.  Protestants obviously disagree with Catholics as to what is and is not the Word of God.  So, who gets to decide what makes up the Word of God?  That’s a problem.  

And, even if you had a common understanding among all Christians as to what is and is not the Word of God, would that solve any and all of the problems that exist between Christians today?  No, it wouldn’t.  You see, there is no dispute among Catholics, Protestants, and Orthodox over 66 of the books that are currently in the Bible.  Those 66 books are considered by all Christians to be the authentic Word of God.  The problem is, though, that the interpretations of those 66 books,  commonly recognized by all Christians as being the inspired Word of God, are all over the place from a doctrinal and moral standpoint.  So, even though they are universally recognized by Christians as being the Word of God, if you don’t have someone who can authentically interpret the Word of God, where does that leave you?  It leaves you with a problem.

Even though all Christians put the Word of God first, that doesn’t make all, or really any, of the problems with this dogma of Sola Scriptura go away.  So, I want to look at this dogma from three perspectives - the perspective provided by logic, the perspective provided by history, and the perspective provided by Scripture - in the hope of thoroughly refuting and discrediting it.  But, before I get into these three perspectives, there is an issue that I want to address.  The issue of Sola Scriptura vs. Sola Scriptura.  The importance of addressing the distinction that some make between Solo and Sola Scriptura may not be apparent at first, but you’ll understand why I feel the need to do those once we get into the arguments against Sola Scriptura, particularly the arguments from logic and from history.  

Solo Scriptura
I have been told, on two, maybe three, occasions, that the definition of Sola Scriptura that I gave above, and that I will use throughout this book, of Scripture being the sole rule of faith for the Christian, or the sole authority for the Christian in matters of faith and morals, is actually a definition of something called Solo Scriptura, not Sola Scriptura.  I have been told that the distinction between the two is very important, and that I am quite wrong, and quite ignorant, to confuse these two terms.  

So, what’s the difference?  Solo Scriptura, according to these folks, is the belief that Scripture is the only authority for the Christian on matters of faith and morals.  Sola Scriptura, however, is the belief that Scripture is the only infallible authority for the Christian when it comes to faith and morals.  So, according to these Sola Scriptura purists, there is authority within Christianity other than Scripture - the authority of the church, Church councils, tradition, the Ecumenical Creeds (Apostles Creed, Nicene Creed, Athanasian Creed, and Chalcedonian Creed), and so on - but since Scripture is the only infallible authority, that makes it the ultimate authority in Christianity, with all other authority being subordinate to the authority of Scripture.

This definition of Sola Scriptura allows the folks who believe in it to get around, so they think, some of the arguments from Catholics against Sola Scriptura.  Arguments which I will get into momentarily when I start talking about the perspective on Sola Scriptura provided by logic.  

There are problems, though, with this distinction between Solo and Sola Scriptura that make it, in reality, a distinction without a difference.  First of all, why do I, as a Catholic, use the definition of Sola Scriptura that I gave above?  I use it because that is the definition that I have learned from...guess who?  Protestants.  The definition of Sola Scriptura that the vast majority of the Protestants I have talked with over the years - which is probably a couple of thousand or so - is that Scripture is the sole authority for Christians in all matters regarding faith and morals.  Period.  Forget about the church.  Forget about tradition.  Forget about anything else other than the Bible.  Oh, yes, there are other types of authority in Protestantism, for example, the pastor has the authority to buy a new stove for the church kitchen, or the deacons have the authority to hire a new pastor, and so on, but the only authority one need to consult on matters of faith and morals is the Bible, according to these folks.  

These Protestants I’ve heard from who accuse me of using a faulty definition of Sola Scriptura readily admit that the definition I use is indeed the working definition for a majority of Protestants today.  So I told them their problem, then, is with their fellow Protestants, and not with me.  I also asked them what authority they claim to have that they can tell me their definition of Sola Scriptura is the “real” definition of Sola Scriptura.  After all, who within Protestantism, gets to define such things?  The response I received to that question was quite intriguing.  They told me that their definition of Sola Scriptura, versus what they describe as Solo Scriptura, is the “classical definition” as used by the “Reformers.”  

Do you see the problem here?  The Sola Scriptura purists can trace their definition of Sola Scriptura all the way back to the teaching of the “Reformers,” i.e., Martin Luther, John Calvin, Zwingli, and so forth.  It is the “classical” Reformation teaching on the matter.  I was never told it was the classical Thomist teaching on Sola Scriptura.  Or the classical Augustinian teaching on Sola Scriptura.  Or the classical Patristic teaching on Sola Scriptura.  No, it was always the classical Reformation teaching on Sola Scriptura.  Which tells me that the Protestant teaching on Sola Scriptura that these purists hold to, can be traced back to the 1500's.  Go figure.

Another problem with this Solo vs. Sola Scriptura distinction, is that the folks who make this distinction actually argue with me as if Scripture is indeed the only authority on matters of faith and morals.  In other words, they may talk about other types of authority in Christianity besides Scripture, but when it comes down to arguing matters of doctrine with Catholics, what do they do?  They tell the Catholic that if it isn’t found in Scripture, then it can’t be an authentic Christian belief.  I have never, ever, had a Protestant appeal to the authority of the Church, or to a Church Council, or to tradition, or to one of the Ecumenical Creeds to tell me I was wrong.  Never!  

I have never had anyone tell me that some Catholic belief is contrary to one of the Ecumenical Creeds, or to one of the Church Councils, or to tradition, or anything of the sort.  The one and only question I get is: “Where is that in the Bible?”  And, should I appeal to Tradition, or to a Church Council, or to Church authority, I am always and forever told, “That’s not from the Bible, so I don’t have to accept it because it holds no authority.”  In other words, on the one hand, some folks try to make a distinction between Solo and Sola Scriptura, but when it comes down to it, they argue from a Solo Scriptura position - that Scripture is the only authority in all matters pertaining to Christian doctrine and morals.  

Finally, one last problem with this whole Solo vs. Sola Scriptura thing.  In one of the major articles I’ve seen arguing that this distinction between Solo and Sola Scriptura is a real and important distinction - an article written by a gentleman named Keith Mathison, who has a Master of Arts in Theological Studies from Reformed Theological Seminary - the author emphasized how Solo Scriptura, as opposed to Sola Scriptura, “...undermines the legitimate ecclesiastical authority established by Christ. It negates the duty to submit to those who rule over you, because it removes the possibility of an authoritative teaching office in the Church.”  

Uhmm...doesn’t that pretty much describe what Martin Luther did?  He undermined the “legitimate ecclesiastical authority established by Christ.”  And, he did not “submit to those who rule[d] over [him],” and he rejected the “authoritative teaching office of the Church.”  So, cannot one argue that Martin Luther was a believer in, and practitioner of, Solo Scriptura?  

I could go on for another few pages with more arguments on this matter, but I think what I’ve written so far will suffice to prove my point: The distinction between Solo vs. Sola Scriptura is a distinction without a difference.  Folks can argue all they want about some theoretical difference between the two, but when it comes down to it, there is no practical difference between the two, which is why the vast majority of Protestants hold to the definition of Sola Scriptura that I have given above, and which I will use throughout this book.  

I keep wondering how it is any Protestant who holds to the ideals of the “Reformation,” can  claim to believe that there is any authority other than Scripture, whether it be the authority of the Church or of tradition, when Martin Luther himself rejected and undermined that authority and did not adhere to his “duty to submit to those who rule over you?”

(Source: Bible Christian Society / John Martignoni. www.biblechristionsociety.com. Used with permission)

The Perspective Provided by History

I want to pick up right where I left off with the perspective provided by logic.  We were talking about how there are folks who claim they believe in some sort of authority or tradition outside of Scripture that they rely on in order to have their Bible in the first place; yet, they can’t necessarily name that authority, or identify exactly where that tradition came from, because they refuse to admit that it was the Catholic Church that was the authentic witness to the Scriptures...that it was the Catholic Church that gave us the Bible as we have it today.  So, they back themselves into an illogical and nonsensical corner.

But, there are those rare Sola Scriptura folks who are at least honest enough to admit that it was indeed the witness and the authority of the Catholic Church they rely on for their beliefs about the Bible...that it was indeed the authority and tradition of the Catholic Church that got us our Bible as we have it today.  And why do they admit to that?  Because of the witness of history.  Now, even though they admit this, these folks will then say that the Catholic Church, in later centuries, fell into error and is now the Harlot of Babylon, the Devil’s bride, and so on.  The response to that particular argument is to simply ask: "Says who?"  Who is it exactly that has the authority to determine what the Catholic Church - the Catholic Church that gave us the Bible - got wrong, and when it got it wrong?  Martin Luther?  John Calvin?  Do either of these Sola Scriptura believers have more authority than the Church whose witness and authority it is we rely upon in order to have the Bible in the first place?  

Sorry, but anyone who admits that the Catholic Church was indeed the Church that we relied upon in order to have the Bible as we have it today, but then says that the Catholic Church went astray at some later time, so it's okay to reject her and reject her teachings, has opened quite a can of worms, as Martin Luther himself found out.  He dissented from the Church, but then got upset when others dissented from him.  Pandora's Box had been opened.  

But, getting back to my original point, these folks at least know enough of their history to know that without the Catholic Church, they would not have their Bible.  And, one such person, is Martin Luther himself.  Listen to this quote that was taken from one of his sermons that he gave on the Gospel of John, “Yes, we ourselves find it difficult to refute it,” he’s talking here about the claim of the Catholic Church that it is the true Church of Christ, “Yes, we ourselves find it difficult to refute it, especially since we concede—as we must—that so much of what they [the Catholics] say is true: that the papacy has God’s Word and the office of the apostles, and that we have received Holy Scripture, Baptism, the Sacrament, and the pulpit from them. What would we know of these if it were not for them?”  What would we know of the Holy Scripture if it were not for them...if it were not, in other words, for the Catholic Church?  Martin Luther said so.

But, let’s go back a bit further than Martin Luther and look at some of the evidence.  Again, we have historical documents that show, for about 350 years or so after the death of Christ, there were a number of different lists of what was thought to be the inspired Scripture.  These lists sometimes include books that didn’t make the final cut of Scripture, and they sometimes left out books that did make the final cut of Scripture.  So, someone had to step in and make the decision - which books are inspired Scripture and which are not.  Who was that someone?

Well, at the Council of Rome, in 382 A.D., Pope St. Damasus I issued a decree, the Decree of Damasus, that gave us all 73 books of the Bible...not just the 66 that are in the Protestant Bible...he gave us all 73 books of the Catholic Bible as we have them still to this day.  Now, there are those who say that this document, this Decree of Damasus, actually was not originally issued by Damasus I in 382 A.D., but was actually the work of some other author some 200 years later in the 6th century.  Okay, for the sake of argument, let’s say the Decree of Damasus was actually written in the 6th century.  It still shows, from the early centuries of Christianity, that the Catholic Church had decided upon a canon of Scripture that included 73 books.  

Going back to the 4th century, though, we have the Council of Hippo in 393 A.D. and then the Council of Carthage in 397 A.D., and I believe St. Augustine was at both of those councils, both of which confirmed a canon of Scripture.  And which canon of Scripture was that?  The exact same canon that is in Catholic Bibles today - 73 books.  In 405 A.D., Pope Innocent I wrote a letter to a bishop in which he gave that exact same canon - 73 books.  So, we see the Catholic Church has a Tradition in regard to the canon of Scripture that dates back to the 4th century.  And listen to this quote, from St. Augustine: “I should not believe the Gospel except as moved by the authority of the Catholic Church."  The authority of the Catholic Church in regard to the Sacred Tradition of the canon of Scripture, is historically attested to very early on in Christianity.

Plus, what monks were copying Scripture by hand in their monasteries during the early and middle centuries of Christianity which helped to preserve the Scriptures as we have them today.  Were those Baptist monks?  Lutheran monks?  Evangelical or Presbyterian monks?  Maybe non-denominational monks?  No. They were Catholic monks.  As Martin Luther said, what would we know of the Scriptures, were it not for the Catholic Church?

Two more points from history.  Do you think the Christians of the 1st century believed in Sola Scriptura?  No, they couldn’t have.  Why not?  Because the only Bible they had was the Old Testament.  There was no written New Testament for many years after the death of Christ.  So, without a Bible as their sole authoritative source for their beliefs, to what, or to whom, did the early Christians turn for authoritative decisions on matters of faith...on matters of doctrine?  Who decided doctrinal disputes when they arose between Christians if there was no Bible to consult?  Who?  The Church.  The leaders of the Church...the bishops.  And the Bishops of which church?  The Catholic Church.   

Another part of the historical perspective is this: When Martin Luther broke from the Catholic Church, and started teaching the doctrine of Sola Scriptura, it was around the year 1520, some 1500 years after the death of Christ.  By the year 1600, it is said there were more than two hundred denominations.  By the year 1900, it is estimated the number of denominations numbered almost a thousand.  And, now, in the year 2013, there are thousands upon thousands, if not even tens of thousands of denominations!  Each denomination claims to be based on the Bible alone, and each claims to be guided by the Holy Spirit; yet, none of them have the exact same body of doctrine, or the same lines of authority, and many, many of them have doctrines that absolutely contradict one another.  Does the Holy Spirit lead people into contradiction?  Absolutely not!

The perspective of history teaches us that the doctrine of Sola Scriptura has done nothing but divide the Body of Christ.  

The doctrine of Sola Scriptura fails the test of history.  

Now, should you run into some Sola Scriptura folks, here are a few questions you might want to ask them.  First of all, ask them if the early Christians believe in the doctrine of Sola Scriptura? As I’ve shown above, they could not have believed in Sola Scriptura, at least not as modern Protestants believe in it, since the only Bible they had was the Old Testament. They had to rely upon the Church for the doctrines and practices.

Another question to ask is this: Has the doctrine of Sola Scriptura proven to be a unifying factor or a dividing factor within the Body of Christ?  Based on history, that’s a pretty easy question to answer.  

Finally, ask them who exactly it was that decided the disagreements among Christians in the early centuries as to which books should and should not be considered inspired Scripture?  And don’t settle for a generic answer that mentions the “witness of the early Christians” or “the testimony of the early church.”  Ask them: “Which Christians?”  “Which church?”  Make them be specific.  They cannot answer those questions unless they admit that it was the Bishops of the Catholic Church that decided such matters.  And once they admit that, well, as we say here in the South, it’s Katy barred the door.

The doctrine of Sola Scriptura fails the test of history.

(Source: Bible Christian Society / John Martignoni. www.biblechristionsociety.com. Used with permission)
Sola Scriptura - The Perspective Provided By Scripture

We have seen that the doctrine of Sola Scriptura fails the tests of logic and history, but what about the all-important test of Scripture?  What does Scripture say about Sola Scriptura?  Does the Bible teach that it is the sole infallible authority for deciding matters related to Christian doctrine  and practice?  In other words, does the Bible teach that it is the sole rule of faith for the Christian?

Well, let’s look and see.  First of all, it has to be admitted by all that there is no passage...none...in the Bible which explicitly states that the Bible is the “sole infallible authority” for Christians, or the “sole rule of faith” for Christians, or any such thing.  But, are there passages that implicitly state this?  Proponents of Sola Scriptura say that indeed there are such Scripture passages. So, let’s look at some of these “Sola Scriptura” verses:

                   The Bereans

The first one I want to examine is Acts 17, verse 11.  This verse is talking about the Jews in a place called Berea, which Paul and Silas visited on one of their mission trips.  Acts 17:11 says, “Now these Jews [the Bereans] were more noble than those in Thessalonica, for they received the Word with all eagerness, examining the scriptures daily to see if these things were so.”  The King James Version of the Bible says that they “searched” the Scriptures daily.  

You know, I keep hearing about these Berean Jews from Acts 17, and every time I hear about them, someone is using them to “prove” Sola  Scriptura...to prove that one should go by the Bible alone.  They argue that the example of the Bereans proves Sola Scriptura because the Bereans were searching Scripture to see if what Paul was saying was true.  That’s it, that’s their entire “proof.”  Well, there are a few problems with this “proof” of theirs.  The first problem is that nowhere does this verse actually say the Bereans went by the Bible alone.  It doesn’t even imply it, as I’ll show in a moment.  In fact, it is well known that Jews, whether in Berea or elsewhere, did not go by the Bible alone...they did not practice Sola Scriptura...they believed in authoritative Scripture and authoritative tradition.  Which means Jesus, being a good Jew, didn’t believe in Sola Scriptura.  And, as I’ve already mentioned, neither did the early Christians.

What was apparently going on here with the Bereans in Acts 17 was this: Paul was preaching to them about Jesus being the Messiah. And Paul, in his preaching, would quote Scripture verses - from the Old Testament - that he would say had their fulfillment in Jesus, or some such thing. Paul would say something along the lines of what he says elsewhere when he is quoting Scripture, “It has been testified somewhere...,” [put in references here] and the Bereans would then simply open up their Scriptures to verify what Paul was saying.  They were not searching the Scriptures to settle doctrinal disputes, they were searching the Scriptures to see if what Paul told them was actually in the Scriptures!

And simply searching the Scriptures doesn’t make one a believer in Sola Scriptura.  If I were to tell you that somewhere in Ezekiel it says that the righteous can fall away from their righteousness, which “proves” the doctrine of eternal security (to be discussed in a later chapter) is false, and you went searching the Scriptures to confirm what I said, would that necessarily mean that you believed in Sola Scriptura?  Of course not!  It would mean you weren’t familiar enough with the Bible to know if what I was saying was true or not, so you had to go look for yourself.  

The Bereans had to do the same, which strongly suggests they didn’t know their Scriptures well enough to know if what Paul was telling them was even in their Bibles or not!  They had to “search” the Scriptures to see if what Paul was telling them was even in the Bible!  Not a very good evidence that these folks believed in Sola Scriptura.  

Another thing: If this verse is a “proof” of Sola Scriptura then you have a little bit of a problem in that the Bereans were Jews, and the only Scriptures they had were the Old Testament Scriptures.  So, if Acts 17:11 “proves” Sola Scriptura, then it would be proving Sola “Old Testament” Scriptura.  It would be proving that the Old Testament alone is all we need as Christians in order to come to salvation in Christ.  But no Sola Scriptura believer would admit to that.

One other problem for Sola Scriptura enthusiasts in regard to this passage, a problem which is utterly devastating to their argument, is the fact that the Bereans obviously did not understand the true meaning of the Scriptures until Paul explained it to them.  Think about that.  One of the corollaries to a belief in Sola Scriptura is the belief in individual interpretation of Scripture.  That each individual, guided by the Holy Spirit, has the ability to read the Bible for themselves - without answering to any outside authority - in order to come to a correct understanding of the truths necessary for salvation.  

Yet, the example of the Bereans shows us that this obviously isn’t the case.  The Bereans needed Paul to explain the Scriptures to them.  The Bereans, left alone with the Scriptures - just me and my Bible - obviously had not come to a correct understanding of the truths necessary for salvation.  I mean, if they had, they wouldn’t have still been Jews, right?.  No, they needed a guide - Paul - to help them correctly interpret Scripture.   Which means the doctrine of Sola Scriptura, with its corollary of individual interpretation of Scripture, obviously is not supported by this passage from Acts 17 about the Bereans.  In fact, the example of the Bereans actually testifies against a belief in Sola Scriptura.

                    How Can I Unless Someone Guides Me?

So, how about that?  The Bereans needed a guide to properly interpret Scripture.  Do we see the need for a guide in order to properly understand Scripture elsewhere in the Bible?  Indeed we do.  In Acts, chapter 8, we have the story of the Ethiopian eunuch.  He was returning from Jerusalem, reading Isaiah, when Philip ran up to him and asked him, “Do you understand what you are reading?”  Did the Ethiopian say, “Hey, no problem, the Holy Spirit is guiding me...I understand everything?”  Or, did he say, “The Scriptures are so easy to grasp.  How could one not understand the very clear words of God?”  No!  The Ethiopian responded, “How can I unless someone guides me?”  So, again, the Bible is telling us that we need a guide to properly understand the Bible.

Along those same lines,  in the Old Testament, we see in Nehemiah, chapter 8, verses 1-8, that Ezra, the priest, read “the book of the law of Moses” to all the people who could, as the Bible says, “hear with understanding.”  And it goes on to say that the people listened intently to the reading.  So, they read the book of the law of Moses, to all the people who could hear with understanding, and the people listened attentively, and so they all understood without any help from anyone, right?  Right?!  Uhhm...I don’t think so.  In verse 7 it names a number of men, along with the Levites, who, after the book of the law of Moses was read, “helped the people to understand.”  In verse 8, it says, “And they read from the book, from the law of God, clearly; and they gave the sense, so that the people understood the reading.”  The people needed a guide, or guides, to help them understand, to help them get the “sense” of the Scriptures.

And, see, this is one of the problems with this whole doctrine of Sola Scriptura, so many Sola Scriptura adherents believe in the perspicuity, or clarity, of Scripture.  This basically means that they believe the Bible is clear enough that it can be understood by pretty much anyone, particularly on what they call the “essential” matters.  They believe that, through the enlightenment of the Holy Spirit, people need to search the Scripture and judge for  themselves what it means.  There’s that “search the Scriptures,” idea from the Bereans that we just talked about.  

There’s a problem with this, though, in that the Bible itself tells us that the Scriptures are not necessarily clear, especially in “essential” matters.  2 Peter 3:16: “There are some things in them [Paul’s letters] hard to understand, which the ignorant and unstable twist to their own destruction, as they do the other scriptures.”  Scripture tells us that there are some things in Scripture that are difficult to understand, and that these things that are hard to understand are important to our salvation.  They are not non-essential matters because, as it says, it is possible to twist these things to our own destruction.  You can’t twist a “non-essential” matter to your own destruction, can you?  

What Peter was saying here in 2 Peter 3:16, is that there were apparently a number of Sola Scriptura folks out there reading the Scriptures on their own, not paying attention to what Peter or Paul or the other Church leaders were telling them, and these people were misinterpreting things in Paul’s letters, and other parts of the Scriptures as well, in such a way that it was leading to their damnation.  That should be a very scary and sobering passage for anyone who believes they can simply pick up the Bible and read it on their own to come to the knowledge of the truth necessary for salvation, without any help from any authority other than themselves.

Let’s look at another passage of Scripture that completely obliterates the doctrine of Sola Scriptura.  This is from Acts, chapter 15.  This passage reinforces for us that the early Christians did not believe in Sola Scriptura.  This passage is about the Council of Jerusalem.  The very first church council. At the Council of Jerusalem, which is described in verses 6-29, of Acts 15, what do we see?  We see that a dispute arose in the early Church over whether or not the Gentile converts should be circumcised, and this was obviously a matter of great importance for one’s salvation - just see Galatians, chapter 5, verses 1-4, if you doubt it.  This was an essential, not a non-essential, matter that was being debated at the Council.  After all, why call a church council to debate something non-essential to one’s salvation.  That makes no sense whatsoever.  

Well, what did the early church do to solve the dispute?  How did they decide the matter?  Did they consult Scripture, as any good Sola Scriptura believer would do?  Did they say, “Here is the question before us, let us open up the Scriptures to see how the Word of God decides this matter?”  No! They called a council.  (Hmm...who else does that?)  The leaders of the Church, in a council, decided the first doctrinal dispute in the early Church.  The teaching of Sola Scriptura obviously did not exist in the early Church, because if it had, and they had indeed gone solely by Scripture to decide this dispute, what would have happened?  Well, they would have seen in Genesis, chapter 17, how God required circumcision and they would have come to a completely different conclusion than the one they came to.

                     2 Timothy 3:16-17  

Let’s look at another verse.  And this verse is one of, if not the main verse, that Sola Scriptura folks point to in order to make a scriptural case for their belief.  It is 2 Tim 3:16-17, which reads as follows: “All scripture is inspired by God and profitable for teaching, for reproof, for correction, and for training in righteousness, that the man of God may be complete, equipped for every good work.”  First, as a Catholic, let me say, “Amen! I agree 100% with this passage.”  However, it nowhere says anything about the Bible being the sole rule of faith for the Christian or the sole infallible authority for the Christian in matters of faith and morals.

A couple of things to note about this passage: 1) It says scripture is “profitable”, it does not say scripture is “all sufficient”; in other words, it does not say that the Bible is the sole rule of faith for Christians; and, 2) Nowhere do we see the word “alone” in this passage, as in “scripture alone”.  

All this passage is saying, is that all of Scripture is inspired by God and profitable for teaching and correction and so forth.  As a Catholic, I agree, but, this passage still doesn’t say Scripture is the sole rule of faith for Christians.  People try to force this scripture verse to say something that it doesn’t actually say.  

“But,” someone might say, “this verse says that the scriptures are given so that the man of God may be complete, or, as it says in the King James Version (KJV), that the man of God may be perfect.”  And they argue that if the Scriptures make one perfect, then there is no need for anything else.  

There are, however, a couple of problems with that interpretation.  First of all, it doesn’t say Scripture “alone” makes the man of God complete or perfect.  For example, a soldier needs a rifle to be complete, to be made perfect for battle.  But, is a rifle the only thing he needs to be complete?  No.  He needs his helmet, his boots, his fatigues, his backpack, his ammunition and so on.  In other words, he needs his rifle to be complete, to be perfect for battle, but not his rifle alone.  Just so the man of God in relation to Scripture.  He needs the Scriptures to be complete, to be made perfect, but it does not say Scripture alone.  

The other problem with this interpretation, is Scripture itself.  In James 1:3-4 it says this: “...for you know that testing of your faith produces steadfastness [patience].  And let steadfastness have its full effect, that you may be perfect and complete, lacking in nothing.”  So, we see here in James that steadfastness, or patience, makes the Christian, the man of God, “perfect and complete, lacking in nothing.”

So, what do we have here?  Well, if we interpret this verse the same way Sola Scriptura defenders interpret 2 Tim 3:16-17, then we have a good case for arguing that patience “alone” is all that is needed for the man of God to be made perfect and complete, lacking in nothing.  Apparently he doesn’t even need Scripture, as long as he has patience.  The Bible says that with patience a Christian is “lacking in nothing.”  So, apparently it’s not Sola Scriptura, it’s Sola Patientia - patience alone.

Another big problem with 2 Tim 3:16-17, is that if you put it in context, which you can do by going back just one verse, to 2 Tim 3:15, you will see that Paul is actually talking about the Old Testament here.  In 2 Tim 3:15, Paul says to Timothy, “…and how from childhood you have been acquainted with the sacred writings which are able to instruct you for salvation through faith in Christ Jesus.”  The sacred writings that Timothy has known from childhood?! Little, if any, of the New Testament had been written when Timothy was a child.  So, if one wants to interpret this passage as “proving” Sola Scriptura, then what they are actually “proving” is Sola “Old Testament” Scriptura, just as we saw in the case of the Bereans.   

So, we have seen, from Scripture, that the early Christians did not believe in Sola Scriptura.  We have seen, from Scripture, that we need to have a guide to help us in reading and properly understanding Scripture.  We have seen, from Scripture, that there are some important things in Scripture that are difficult to understand and that, on our own, we can indeed twist the Scriptures to our own destruction...to our own damnation.  And, we have seen, from Scripture, that the passages often relied upon to prove the case for Sola Scriptura do not actually say what some people try to force them to say.  In fact, they say the exact opposite when taken in context.

(Source: Bible Christian Society / John Martignoni. www.biblechristionsociety.com. Used with permission)

DEI VERBUM



CHAPTER III


SACRED SCRIPTURE, ITS INSPIRATION AND DIVINE INTERPRETATION


11. Those divinely revealed realities which are contained and presented in Sacred Scripture have been committed to writing under the inspiration of the Holy Spirit. For holy mother Church, relying on the belief of the Apostles (see John 20:31; 2 Tim. 3:16; 2 Peter 1:19-20, 3:15-16), holds that the books of both the Old and New Testaments in their entirety, with all their parts, are sacred and canonical because written under the inspiration of the Holy Spirit, they have God as their author and have been handed on as such to the Church herself.(1) In composing the sacred books, God chose men and while employed by Him (2) they made use of their powers and abilities, so that with Him acting in them and through them, (3) they, as true authors, consigned to writing everything and only those things which He wanted. (4)


Therefore, since everything asserted by the inspired authors or sacred writers must be held to be asserted by the Holy Spirit, it follows that the books of Scripture must be acknowledged as teaching solidly, faithfully and without error that truth which God wanted put into sacred writings (5) for the sake of salvation. Therefore "all Scripture is divinely inspired and has its use for teaching the truth and refuting error, for reformation of manners and discipline in right living, so that the man who belongs to God may be efficient and equipped for good work of every kind" (2 Tim. 3:16-17, Greek text).


12. However, since God speaks in Sacred Scripture through men in human fashion, (6) the interpreter of Sacred Scripture, in order to see clearly what God wanted to communicate to us, should carefully investigate what meaning the sacred writers really intended, and what God wanted to manifest by means of their words.


To search out the intention of the sacred writers, attention should be given, among other things, to "literary forms." For truth is set forth and expressed differently in texts which are variously historical, prophetic, poetic, or of other forms of discourse. The interpreter must investigate what meaning the sacred writer intended to express and actually expressed in particular circumstances by using contemporary literary forms in accordance with the situation of his own time and culture. (7) For the correct understanding of what the sacred author wanted to assert, due attention must be paid to the customary and characteristic styles of feeling, speaking and narrating which prevailed at the time of the sacred writer, and to the patterns men normally employed at that period in their everyday dealings with one another. (8)


But, since Holy Scripture must be read and interpreted in the sacred spirit in which it was written, (9) no less serious attention must be given to the content and unity of the whole of Scripture if the meaning of the sacred texts is to be correctly worked out. The living tradition of the whole Church must be taken into account along with the harmony which exists between elements of the faith. It is the task of exegetes to work according to these rules toward a better understanding and explanation of the meaning of Sacred Scripture, so that through preparatory study the judgment of the Church may mature. For all of what has been said about the way of interpreting Scripture is subject finally to the judgment of the Church, which carries out the divine commission and ministry of guarding and interpreting the word of God. (10)


13. In Sacred Scripture, therefore, while the truth and holiness of God always remains intact, the marvelous "condescension" of eternal wisdom is clearly shown, "that we may learn the gentle kindness of God, which words cannot express, and how far He has gone in adapting His language with thoughtful concern for our weak human nature." (11) For the words of God, expressed in human language, have been made like human discourse, just as the word of the eternal Father, when He took to Himself the flesh of human weakness, was in every way made like men.


http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651118_dei-verbum_en.html