Ja, Gott liebt uns so, wie wir sind. Aber Er liebt uns viel zu sehr, um uns so zu lassen.
Am Ostermorgen wandte sich Jesus an die Apostel (wohlgemerkt die Apostel - das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man sich fragt, warum es bei Katholiken die Nachfolger der Apostel - also Priester und Bischöfe - sind, die die Beichte abnehmen und in Jesu nahmen die Absolution erteilen) mit diesen Worten:
"Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert." (Joh 20,22 f.)
An anderer Stelle ist die Rede davon, dass der, der meint, hne Sünden zu sein, sich etwas vormacht! Wir sollen also nicht versuchen, alleine mit unseren Sünden fertig zu werden. Letztlich kann uns nur Gott von der persönlichen Schuld lösen und lossprechen (siehe auch 1. Joh 1,8 - 2,2).
Natürlich ist es nicht angenehm, seine Sünden zu beichten. Meist ziemlich peinlich. Wieviel leichter ist es, seine guten Seiten vor anderen heraus zu stellen oder Verfehlungen an anderen zu entdecken! Bei der Beichte bin es aber ich selbst, der zugeben muss, gesündigt zu haben.
Natürlich gehört auch eine Portion Mut dazu, seine Sünden zuzugeben, selbst wenn man sich ihrer schämt. Gleichzeitig ist dies aber ein befreiendes Gefühl.
Manche Menschen mögen vielleicht denken, Gott weiß doch sowieso alles, warum soll ich da noch beichten? Nun, Natürlich weiß Er alles - vor Ihm können wir nichts verbergen. Aber wie ein liebender Vater möchte auch Er, dass wir es Ihm selbst sagen.
Bevor wir beichten, sollten wir unser Gewissen erforschen - in Ruhe und mit Hilfe des Heiligen Geistes. Man kann etwa als Anhaltspunkt die 10 Gebote durchgehen oder die "Gewissensspiegel" im Gotteslob durchgehen. Auch sollten wir vorher beten und Gott um Mut bitten. Wichtig ist auch, dass wir bei der Beichte nicht versuchen, unsere Verfehlungen herunterzuspielen, schön zu reden oder anderen die Schuld dafür zu geben. Eine Beichte muss immer absolut offen und ehrlich erfolgen.
Natürlich bedarf es für eine Beichte auch der Reue. Wir können Jesus etwa sagen, wie leid es uns tut, ihn nicht ernst genommen zu haben.
Wenn wir all das getan haben und aufrichtig gebeichtet haben, spricht uns der Priester von unseren Sünden los. Was für ein befreiendes Gefühl das doch ist! Die Chance für einen neuen Anfang! Eine Auferstehung gleichsam! Unser Herz wird wieder rein und wir werden wieder der Gegenwart Jesu Christi gewahr.
Wir sollten uns auch nicht zu sehr herab setzen, wenn wir immer wieder dieselben Fehler machen. Gott ist ein liebender Gott und wir können das Bußsakrament wieder von neuem empfangen (was natürlich kein Freibrief für Sündigen ist!). Übrigens: Beichte ist nicht nur für "arme Sünder" wie dich oder mich gedacht. Auch Mutter Theresa hat gebeichtet, oder der Papst.
Wie oft sollen wir nun beichten? Nun, Beichte sollte eigentlich regelmäßig erfolgen. Man kann sich selbst gewisse Zeitabstände einteilen, und vielleicht zusätzlich auch dann beichten, wenn es notwendig ist. Es ist auch sinnvoll, wenn man einen Priester hat, bei dem man regelmäßg beichtet. Man kann diesen selbstverständlich auch um Hilfe bitten, wenn man sich unsicher ist.
(Quelle: von Pater Georg Greimel von den bayerischen Kapuzinern überarbeitete Vorlage von P. Dr. Karl Wallner OCist).
Vergleicht man das in Mt 26,26-29 geschilderte Herrenmahl mit den Berichten an anderer Stelle im NT, findet sich bei Matthäus ein Zusatz, der sonst nirgends auftaucht: "zur Vergebung der Sünden". Ebenso findet sich diese Wendung in Mt 3,1-6 (Johannestaufe) - wiederum im Gegensatz zu vergleichbaren Stellen im NT. Was andere in der Johannestaufe sahen, sieht Matthäus in Bunddeszeichen des Blutes Jesu, an dem wir in der Eucharistie teilhaben dürfen. Sündenvergebung hat also durchaus etwas mit der Gemeinde als ganzer zu tun, die sich versammelt und am Herrenmahl teilnimmt.
Bereits im früher verfassten Thessalonicherbrief (siehe 1 Thess 5,14) zeigt sich ein HInweis, wie wir mit Sündern bzw. Schwachen umzugehen ist: hier wird Zurechtweisung ebenso verlangt wie Ermutigung, Annahme und Geduld.
In Mt 18,15-18 finden wir dann bereits eine Bußordnung. Nicht alle Elemente haben jedoch dieselbe Bedeutung: vor allem anderen kommt zunächst die persönlich Ermahnung - unter vier Augen. Alle weiteren Schritte sind nur anzugehen, wenn der Schritt zuvor erfolglos blieb. Die letztmögliche Alternative - wenn alles andere erfolglos blieb - ist schließlich der Ausschluss aus der eucharistischen Gemeinschaft. Es ist davon auszugehen, dass sich Matthäus hier an Judenchristen gewendet hat. Für Juden aber war es undenkbar, mit nichtjuden oder Sündern (Zölnnern) an einem Tisch zu sitzen.
Die Wörter "Binden" und "Lösen" kommen aus der jüdischen Bannpraxis. Mit "Binden" bezeichnete man das "Ausschließen" und mit "Lösen" das "Wiederaufnehmen". In Vers 18 schließlich lesen wir "im Himmel", was aber keineswegs den Himmel nach dem Tode meint, sondern im Sinne von "bei Gott" zu verstehen ist. Das in Mt 18,15-18 bezeichnete Verfahren hat also Gewicht auch vor Gott. Wer sich von der Gemeinde abwendet, wendet sich von Gott ab - und umgekehrt. Warum wird der Gemeinde hier ein so hoher Wert eingeräumt? In Vers 20 sagt Jesus, wo zwei oder drei in Seinem Namen versammelt sind, ist Er mitten unter ihnen. Jesus ist also in der Gemeinde gegenwärtig! Und Er ist es nicht nur ganz am Schluss des oben bezeichneten Verfahrens, sondern bereits ab der ersten Stufe! Auch dort können wir Gottes Vergebung erfahren.
Gehen wir nun kurz auf das Gleichnis vom verlorenen Schaf in den Versen 12-14 ein. Es endet mit dem Hinweis, dass auch unser himmlischer Vater nicht will, dass eines verloren geht. Als Petrus schließlich in Vers 21 Jesu fragt, wie oft man denn vergeben müsse, weist Jesus darauf hin, dass es hierfür keine Grenzen gibt. Ähnliches finden wir in den Versen 23-35: wer Vergebung erfahren will, muss auch selbst vergeben können. Aus dem gesamten Kontext, in dem diese Bußordnung steht, kann man also erkennen, dass "Binden" und "Lösen" keinesfalls gleichrangig sind. Ein eventueller Ausschluss aus der Gemeinde ist wirklich nur das allerletzte Mittel und selbst dann löst er das Problem nicht. Ein Sünder soll nicht ausgeschlossen, sondern zurück gewonnen werden.
(Fortsetzung folgt)
(Quelle: http://www.fernkurswuerzburg.de/ - sehr zu empfehlen!!)
Sehen wir uns hierfür Mt 6,14-15 an: "Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben" (Einheitsübersetzung). Unsere künftigen Sünden sind also nicht vergeben, bis wir vergeben. Wenn wir aber anderen nicht vergeben, wird unser himmlischer Vater auch uns nicht vergeben. Grammatikalisch wird hier das Futur verwendet, also die Zukunftsform. Es ist also keineswegs so, dass wir ein für allemal "gerettet" sind. Was müssen wir also tun? Wie sollen wir vorgehen? Nun, wir müssen zunächst bereuen und dann einem Priester unsere Sünden beichten (Jn 20,21-23). Wer denkt, ihm wäre ein für allemal alles vergeben, wer also meint, zu stehen, der gebe acht, dass er nicht fällt (1 Kor 10,12).
(Quelle: www.saintjoe.com)
"Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Darauf sagte er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! Und der Mann stand auf und ging heim. Als die Leute das sahen, erschraken sie und priesen Gott, der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat." (Mt 9,6-8 - Einheitsübersetzung)
Den Menschen wurde also nicht nur die Vollmacht gegeben, andere Menschen zu heilen, sondern auch die Vollmacht, Sünden zu vergeben! Wohlgemerkt ist "Menschen" hier im Plural - es bezieht sich also nicht nur auf Jesus allein. Die Menschen des Neuen Testaments verstanden darunter also, dass Jesus Menschen die Vollmacht erteilt hat, anderen Menschen zu vergeben. Ebenso wie heute hatte man damals Angst vor dieser Autorität. Dazu gibt es aber keinen Grund, da dies eine Autorität ist, die dienenden und liebenden Charakter hat und vom Heiligen Geist geleitet wird - und nicht etwa ein von Menschen ins Leben gerufenes Machtinstrument.
Lesen wir Lk 17,3-4: "Seht euch vor! Wenn dein Bruder sündigt, weise ihn zurecht; und wenn er sich ändert, vergib ihm. Und wenn er sich siebenmal am Tag gegen dich versündigt und siebenmal wieder zu dir kommt und sagt: Ich will mich ändern!, so sollst du ihm vergeben." (Einheitsübersetzung).
Wenn nur Gott Sünden vergeben kann, warum sagt hier Jesus Seinen Jüngern, sie sollen die Sünden ihrer Brüder vergeben (Mt 6-14-15)? Als Laien haben wir natürlich auch die Macht, Sünden zu vergeben, diese unterscheidet sich aber von der Autorität zur Sündenvergebung, die Priester besitzen. Ein Priester ist ein Werkzeug Gottes der im Namen Gottes unsere Sünden vergibt. Heißt das nun, wir sollen einander nicht auch vergeben? Nein - wie sir schon im Vaterunser sehen!
Betrachten wir Mt 18,18: "Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein." (Einheitsübersetzung)
Jesus hatte schon Petrus die Macht zu binden und zu lösen gegeben, nun gibt Er sie allen Aposteln. Was auch immer sie auf Erden binden bzw. lösen werden, wird auch im Himmel gebunden bzw. gelöst sein. Warum ist das so? Weil sie Christus selbst repräsentieren. Wenn sie binden, wird dies auch im Himmel gebunden sein, da Gott die Autorität anerkennt, die Er ihnen gegeben hat. Und wenn Gott diese Autorität anerkennt, warum sollten wir dies nicht auch tun?
Sehen wir uns nun 2 Kor 2,10 an: "Wem ihr aber verzeiht, dem verzeihe auch ich. Denn auch ich habe, wenn hier etwas zu verzeihen war, im Angesicht Christi um euretwillen verziehen" (Einheitsübersetzung)
Paulus sagt hier also, er habe im Angesicht Christi verziehen. Paulus und all seine Nachfolger aber sind "im Angesicht Christi", wenn sie die Beichte hören. Christus hat uns geboten, unsere Sünden zu beichten und als gläubige Christen befolgen wir dieses Gebot auch - bei den Priestern, denen Er durch die apsotolische Sukzession die Macht zur Sündenvergebung gegeben hat. Warum nicht direkt zu Gott gehen und ihn selbst um Vergebung bitten? Wissen wir aber, ob unsere Sünden dann vergeben sind? Als Katholiken gehen wir lieber zu Christus - in Gestalt des Priesters!
"Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat." (2 Kor 5,18 - Einheitsübersetzung)
Den Aposteln und ihren Nachfolgern wurde das Sakrament der Versöhnung aufgetragen. Sie sollten nicht nur Gottes Wort predigen, sondern auch den Körper und den Geist der Menschen heilen. Und die Heilung der Seele geschieht durch das Sakrament der Versöhnung, dass uns mit dem Leib Christi - der Kirche - verbindet.
"Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert." (Jn 20,21-23 - Einheitsübersetzung).
Gott Vater hat Jesus mit Autorität ausgestattet ausgesendet - und genauso sendete Jesus die Apostel aus. Er hat ihnen den Heiligen Geist eingehaucht. Das einzige Mal, wo Gott jemanden angehaucht hat, war, als Er Leben in Adam eingehaucht hat. Jesus hat also die Apostel angehaucht und ihnen die Autorität gegeben, die Er seinerseits vom Vater bekommen hat. Und um zu wissen, welche Sünden zu vergeben waren und welche nicht, mussten die Apostel zunächst die Beichte gehört haben!
Kommen wir nun zu Jk 5,15-15: "Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben. Darum bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheiligt werdet. Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten." (Einheitsübersetzung)
Worüber spricht Jakobus hier? Über die Presbyter (also die Priester), die sowohl deinen Körper wie deine Seele heilen können. Ihnen obliegt dies - ebenso wie die Vergebung der Sünden. Gott vergibt unsere Sünden, und zwar durch die Priester!
(Quelle: www.saintjoe.com)
"Du wirst es glauben, wenn du einmal dort bist!"
(Fr. Bill Casey, der hier Padre Pio zitiert)
"Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben. Darum bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheiligt werdet. Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten." (Jk 5,14-16 - Einheitsübersetzung).
Manch einer, der gerne kund tut, er brauche nichts und niemanden zwischen sich und Jesus, mag ob dieser Verse erstaunt sein. Das griechische Wort für "Älteste" ist übrigens das Wort, aus dem das deutsche "Priester" gebildet wurde (Presbyter).
Hier wird noch einmal die herausragende Bedeutung der Priester bei der Sakramentenspendung deutlich - sei es nun bei der Krankensalbung oder der Sündenvergebung / Beichte.
Auch werden wir hier nochmals an die Bedeutung des Gebetes erinnert.
Ein Blick in die Bibel verschafft also oft Klarheit!
Gehen wir weiter zu Jn 20,19-23:
"Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert." (Einheitsübersetzung)
Hier waren wohlgemerkt nur die Apostel gegenwärtig. Jesus erscheint das erste Mal nach Seiner Auferstehung und überträgt den Aposteln - und mit ihnen all denen, die in apostolischer Nachfolge nach ihnen kommen - die Macht der Sündenvergebung!
Jesus hat den Aposteln (und durch die apostolische Sukzession auch ihren Nachfolgern) die Autorität gegeben, zu "binden" und zu "lösen", also Sünden zu vergeben oder die Vergebung (etwa bei mangelnder Reue) zu verweigern.
Damit aber Sünden vergeben werden können, bedarf es erst einmal einer Beichte!
Wenn wir uns eine sonntägliche Messe ansehen, können wir feststellen, dass viele Menschen zur Kommunion gehen, also die Eucharistie empfangen. Mit der Beichte sieht es da allerdings selten so aus. Die meisten derer, die hier das Sakrament empfangen und Leib und Blut Christi in sich aufnehmen, dürften schon länger nicht mehr beichten gewesen sein.
Nun gibt es zwei Möglichkeiten: entweder wir haben hier eine Gemeinde voller Menschen, die sich für die Kanonisation (also die Heiligsprechung) vorbereiten - oder (was wohl wahrscheinlicher sein dürfte) wir haben eine Menge unwürdiger - und damit gotteslästerlicher! - Kommunionsempfänge!
Leider ist es in vielen Pfarreien so, dass die früher üblicherweise meist samstags vor der Abendmesse angebotene Beichte kaum mehr stattfindet. Steht sie doch noch auf den Pfarrbriefen und man geht zu der dort angegebenen Uhrzeit dorthin, findet man nicht selten überraschte Priester vor (zumeist sitzt in den Beichtstühlen niemand und man muss in die Sakristei gehen). Manchmal wird man vom Mesner weggeschickt (man solle doch bitte einen persönlichen Termin vereinbaren), manchmal findet man einen Priester, der sich breit erklärt "wenn es schnell geht", da er noch zu tun habe. Nur selten trifft man tatsächlich Priester an, die auch wirklich zur Beichte zur Verfügung stehen. Woran das liegt? Man kann nur rätseln: mangelnde Nachfrage (was tut man aber dagegen?), Überforderung der Priester und mangelnde Zeit (wirklich?), bei manchen vielleicht auch schlichtweg Bequemlichkeit oder gar Faulheit.
Einmal habe ich einen Termin zur Beichte mit einem Priester vereinbart. Er hat mich auch freundlich begrüßt, meinte dann, er müsse nun die Stola holen, weil der Bischof es wünsche, dass man auch wie ein Priester gekleidet ist, wenn man die Beichte abnimmt (das schien ihm nicht so zu schmecken). Auch während der Beichte erzählte er von seinen Auseinandersetzungen mit dem Bischof. Nun war zwar dieser Priester wirklich wohlwohllend und freundlich, aber ob so eine Beichte vollzogen werden soll, ist fraglich.
Auch scheint den Gläubigen der Wert und die Bedeutung der Beichte kaum mehr vermittelt zu werden.
Manche verteten hier "praktischerweise" die These, man solle doch im Rahmen von Bußgottesdiensten Generalabsolutionen erteilen. Hier aber ist die kirchliche Lehre eindeutig: derartiges muss die absolute Ausnahme bleiben und ist nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Eine dieser Voraussetzung ist es, dass die betreffenden die Beichte in einem persönlichen Gespräch nachholen! Ein Bußgottesdienst ist also keine für alle Beteiligten bequeme Form der Beichte, sondern (wertvoller!) Teil des "Gesamtpaketes".
Hier sind alle Gläubigen zum Nachdenken gerufen: das normale Kirchenvolk wie die Geistlichen. Es geht hier auch nicht darum, wer an der Misere "schuld" ist, sondern was jeder einzelne tun kann, um seinen Teil zur Besserung beizutragen.
(Quelle: u.a. Fr. Bill Casey: Mission for Truth)
Die Beichte ist eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche. Sie wird auch Sakrament der Vergebung, der Buße, der Versöhnung genannt.
In der Beichte vergibt Jesus Christus dem Pönitenten (Büßer) seine Sünden durch die Worte des Priesters. Nur ein geweihter Priester, der auch rechtlich dazu befähigt ist (Beichtjurisdiktion), hat die Vollmacht, das Beichtsakrament zu spenden (Beichtvater).
Sündenvergebung
Voraussetzung für die Sündenvergebung in der Beichte sind:
- Reue aus übernatürlichen Motiven (aus Furcht vor göttlicher Strafe bzw. aus Liebe)
- Bekenntnis der Sünden
- Bußakt/Wiedergutmachung (nach Maßgabe des Beichtvaters)
In der Beichte sind alle schweren Sünden (einschließlich der Zahl und der erschwerenden Umstände) zu bekennen, deren man sich nach sorgfältiger Gewissenserforschung reumütig bewusst ist. Im Interesse der geistlichen Entwicklung des Gläubigen ist es angeraten, auch lässliche Sünden zu bekennen. Schwere Sünden können nur in der Beichte sakramental vergeben werden, lässliche auch außerhalb, so durch gute Werke und besonders durch den würdigen Empfang der Hl. Kommunion.
In der Kirchengeschichte hat sich das Bewusstsein davon, dass der rückfällige Getaufte beichten darf, also eine sakramental wirksame Wiederherstellung der Taufgnade (notfalls täglich!) überhaupt möglich ist, allmählich durchgesetzt. Im Prinzip war die Volmacht der Kirche zur Sündenvergebung aber schon im Evangelium fest enthalten.
Sakramentaler Zusammenhang
Denn die "Aufzählung" aus dem Credo: Ich glaube an den Heiligen Geist, die Heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und das ewige Leben" meint verschiedene Aspekte desselben Geheimnisses. Heiliger Geist, Kirche, Taufe, Buße, Gemeinschaft und ewiges Leben sind die Botschaft Christi. Der Empfang der Beichte steht theologisch also auch in engem Zusammenhang mit dem Empfang der Eucharistie. (Der Empfang der Kommunion im Zustand der schweren Sünde ist unwürdig und stellt selbst eine schwere Sünde dar. Aus diesem Grund sind wiederverheiratete Geschiedene so lange vom Empfang der Eucharistie ausgeschlossen, als sie objektiv in schwerer Sünde (Ehebruch) leben.)
"Die Wiederversöhnung im Sakrament der Buße, das den Weg zum Sakrament der Eucharistie öffnet, kann nur denen gewährt werden, welche die Verletzung des Zeichens des Bundes mit Christus und der Treue zu ihm bereut und die aufrichtige Bereitschaft zu einem Leben haben, das nicht mehr im Widerspruch zur Unauflöslichkeit der Ehe steht. Das heißt konkret, dass, wenn die beiden Partner aus ernsthaften Gründen - zum Beispiel wegen der Erziehung der Kinder - der Verpflichtung zur Trennung nicht nachkommen können, 'sie sich verpflichten, völlig enthaltsam zu leben, das heißt, sich der Akte zu enthalten, welche Eheleuten vorbehalten sind'." (Johannes Paul II., Familiaris consortio, Nr. 84)
Sündenfolgen und Buße
Durch den Empfang der Beichte sind zwar die Sünden des Menschen vergeben, nicht jedoch alle Sündenstrafen - also die Auswirkungen der Sünde. Diese Strafen können durch Gebet, gute Werke, Teilnahme an der Hl. Messe, Wallfahrten, Almosen und Ähnliches getilgt werden. Die Kirche gewährt für manche diese "Tätigkeiten" einen Ablass, was die teilweise (Teilablass) oder vollständige (vollkommener Ablass) Wegnahme der zeitlichen (diesseitigen) Sündenstrafen mit günstiger Wirkung auch für das Purgatorium bedeutet.
Zur Vorbereitung auf die Beichte empfiehlt die römisch-katholische Kirche den Gewissensspiegel.
Literatur
Raphael Nießner, Meine Frühkommunion, Anleitung für die Eltern zur Beichte und Kommunion, Verlagsbuchhandlung der Benediktiner, Abteilung Katechse, D-93352 Rohr i. NB, Tel. 08783/9600-0 (Mit dem Apostolischem Segen Johannes Paul II.
Beichtbüchlein für Kinder / Beichthilfe für Erwachsen (kostenlos, DIN A 6, Mit kirchlicher Druckerlaubnis) [1]
Ferdinand Holböck, Wunder der Bekehrung, Weto Verlag, Meersburg 1984, ISBN 3-923673-05-1
Pur spezial "Vom Sinn der Beichte" (Katholisches Themenheft - 20 Seiten, DIN A 5) Fe-Medienverlag
Ulrich Filler, Zerbrochene Herzen heilen, Neue Zugänge zur Beichte
siehe auch: Sacrosancta oecumenica (3), Beichtjurisdiktion
Päpstliche Schreiben
12. Februar 1997 Päpstlicher Rat für die Familie, Vademecum für Beichtväter zu einigen Fragen der Ehemoral.
(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Beichte)
Reue ist die Einsicht in eine schuldhafte Unterlassung oder schuldhafte Tat. Keine Reue ist die Erkenntnis, einen bloßen Fehler gemacht zu haben (im Sinne etwa nicht "optimaler" Ausnutzung einer Gelegenheit).
Vollkommene Reue
Die vollkommene Reue ist der Wunsch des frommen Herzens, sich aus Liebe zu Gott ganz von der Sünde abzuwenden und sich voll zum Vertrauen in die Liebe Gottes, in der Gemeinschaft mit Jesus Christus, zu bekehren.
Unvollkommene Reue
Die nur unvollkommene Reue ist das furchtsame Gefühl des Sünders, sich gegen Gott und die Menschen vergangen zu haben, ohne dass aber zugleich eine volle "Wiederentdeckung der Taufgnade" in Wahrheit und Liebe eintrat. Bei der unvollkommenen Reue kann auch die Angst vor ewiger oder zeitlicher Strafe durch Gott oder die Angst vor der Verfehlung des ewigen Ziels vorwiegen.
Beichte als "sicherer Weg"
Die vollkommene Reue ist dazu imstande, die Sünde zu tilgen, auch wenn kein sakramentaler Bußakt stattfindet. Denn jede Hinwendung zu Gott mildert Sünde und Schuld, da Gott die Liebe und Vergebung selber ist.
Diese uralte Überzeugung der Kirche ist aber ungeeignet, die Beichte auf seltene Ausnahmefälle echter Kapitalverbrechen oder schwerer geistlicher Lebenskrisen zu beschränken. Umgekehrt: Christen "müssen" nicht beichten, sie dürfen es! Wer ehrlich ist, der ahnt, wie selten vollkommene Reue und reine Liebe sind. Immer mischen sich auch unedle Motive in unsere Absichten. Das gestattet aber keine Resignation, keinen lutherischen Pessimismus, als ob die Sünde immer den Sieg davontrage. Im Gegenteil: Im Bußsakrament wird die Sünde immer wieder mit Gewissheit besiegt, auch wenn die Reue (wie oft!) nur unvollkommen blieb.
Entgegenkommen Gottes
Die Kirche hat in der Geschichte lange gebraucht, um zu erkennen, dass sie im Heiligen Geist die Vergebung überreich und immer "ausschütten" darf, in der Beichte wie im Ablass. Ursprünglich war die Bußpraxis viel strenger. Christus aber holt durch die Priester die Seinen notfalls täglich in die Herrlichkeit seiner Gnade zurück, wenn wir ihm dafür nur einen Anlass bieten: ein reumütiges Herz, ein aufrichtiges Bekenntnbis, der Wille zur Besserung und entsprechende Akte der Wiedergutmachung.
Zitat
In einem älteren Gebetsheft aus Regensburg (1973) schrieb Pfarrer A.M. Weigl:
Was soll ich tun, wenn ich schwer gesündigt habe, wenn ich gar sterben muss und nicht mehr beichten kann? Vor allem nicht verzweifeln, sondern vertrauen und bereuen! So tief ist niemand gesunken, dass er nicht durch Gottes Gnade und Jesu Blut gerettet werden könnte. Vertraue auf die unendliche, göttliche Barmherzigkeit, die für Dich am Kreuze verblutete. Bedenke, dass die Wunden des gekreuzigten Heilandes der ergreifendste Ausdruck Seiner unendlichen Liebe und Güte sind, und bereue dann aus Liebe zu Gott alle Deine Sünden, indem Du mit heiligem Ernst betest:
Mein Herr und mein Gott! Ich bereue alle meine Sünden, weil ich Dich, die ewige, unendliche Liebe und Güte, beleidigt habe. Ich bin fest entschlossen, nach Deinem heiligen Willen zu leben und zu sterben.
Dich liebt o Gott, mein ganzes Herz, und das ist mir der größte Schmerz, dass ich betrübt Dich höchstes Gut, ach wasch mich rein Deinem Blut.
Oder kurz: Mein Jesus, Barmherzigkeit!
Im Augenblick höchster Gefahr kann der Gedanke JESUS genügen. Durchdrungen von dieser Gesinnung, kannst Du jeden Augenblick mit Gott versöhnt und wieder ein Kind Gottes werden. Denn die Liebe zerstört die Sünde und bringt die Gnade wieder. Diese Liebesreue schließt den Entschluss ein, wenigstens die schweren Sünden bei der nächsten Beichte zu bekennen.
(Quelle: "http://www.kathpedia.com/index.php?title=Reue")
Beichtvater ist die im Deutschen allgemein übliche Bezeichnung für einen Priester, der das Bußsakrament erteilt (Absolution). Im engeren Sinne ist damit ein Priester gemeint, der ein "Beichtkind" (auch einen Erwachsenen) über eine längere Lebensphase hinweg begleitet, d.h. ein so gen. geistlicher Begleiter oder Seelenführer.
Entwicklung
Auch die Fürsten und Päpste hatten zum Teil berühmte Beichtväter (so der Jesuit Augustin Bea bei Papst Pius XII.). Solange die Seelsorge in den Pfarreien von einer allgemeinen Sakramentenpraxis getragen war, ist häufig der Pfarrer auch Beichtvater einer großen Zahl seiner Pfarrangehörigen gewesen. Jedoch wurde schon häufig für weitere Beichtgelegenheiten bei anderen Priestern gesorgt, so z.B. durch Volksmissionen oder Seelsorgsaushilfen.
Heute konzentriert sich die sakramentale Bußpraxis mitunter auf bestimmte geistliche Zentren oder Wallfahrtsorte. Die Krise des Bußsakraments in Europa wird teilweise als Indiz einer fortschreitenden Auflösung des pastoralen Territorialprinzips (Pfarreien, Dekanate, Bistümer) gedeutet. In geistlichen Gemeinschaften und Orden ist nämlich die Bußpraxis weniger zurückgegangen bzw. erfährt sie teilweise sogar einen neuen Aufschwung bzw. eine Wiederbelebung.
Zweck
In jüngster Zeit sind erfreuliche Rückbesinnungen auf die Kraft der geistlichen Führung durch einen Beichtvater zu erkennen. In engster Auffassung der Sakramententheologie genügt die Beichte mit Lossprechung in solchen Fällen schwerer Sünde, in denen sich der Christ bewusst geworden ist und vollkommen bereut, die Gemeinschaft mit Christus verloren zu haben. Da dies jedoch dem Belieben des Einzelnen nur schlecht völlig freigestellt werden kann, schreibt die Kirche die mindestens jährliche Beichte vor, empfiehlt aber überschaubarere Zeiträume.
Damit wird nicht unterstellt, dass jeder Christ mindestens jährlich eine so schwere Sünde begangen haben "muss", die ihn im Todesfalle der Anschauung Gottes verlustig werden lässt. Der Sinn dieses Kirchengebots ist vielmehr darin zu erblicken, dass der Christ sich zumindest im Jahresabstand der Wiederherstellung der Taufgnade und damit einer augenblicklichen Heilsgewissheit erfreuen soll. Denn der Verlust der Gewissheit in der Treue zur Liebe Christi ist der gefährlichste Nährboden nicht nur für schwerste und schwere Sünden, sondern auch für andere Sündhaftigkeit und Laster, die den Ausblick auf die göttliche Herrlichkeit unglücklich versperren.
Das Beichtendürfen
Die Beichtväter sind gehalten, entgegen weitverbreitetem Vorurteil, den Pönitenten die Freude daran zu vermitteln, dass die Beichte ein Beichtendürfen ist, kein Beichtenmüssen. Der katholische Glaube lehrt nämlich, dass die sakramentale Lossprechung durch den in persona Christi handelnden Priester zu einer wirklichen Tilgung der Sündenschuld führt, also einer vollständigen Wiederherstellung der Taufgnade. Die Theologie der Reformation hat der Kirche diese Autorität Christi abgesprochen, konsequenterweise aber auch die Theologie der Taufe dahingehend verändert, dass die Sünde Adams letztlich noch nicht überwunden wurde.
An die Stelle der katholischen Heilsgewissheit tritt die subjektive Hoffnung. Die Institution des Beichtvaters hingegen verdeutlicht auf eine Art und Weise, deren Überzeugungskraft kaum zu überbieten ist (und seit jeher auch das Interesse der weniger Frommen provoziert), dass der gläubige Christ nicht allein mit "seinem Gott" ist, sondern dass die Gnade Christi in konkreten Zeichen des kirchlichen Gegenübers immer wieder tatsächlich zu den Menschen kommt.
Aus diesen Gründen wählen viele Getaufte den Weg des Vertrauens zu einem häufig konsultierten Beichtvater, um in der Nachfolge Christi zuverlässige Fortschritte der Liebe zu vollbringen, deren Wirksamkeit das bloße Innenleben des Einzelnen folglich (in verantwortungsbewusster Weise) auf die Gemeinschaft hin überschreitet. Diese Gemeinschaftsbeziehung des katholischen Erlösungsverständnisses konkretisiert sich auch in der Lehre vom Ablass.
Literatur
Alfons Maria von Liguori, Der Beichtvater:
Band: Christliche Morallehre,
Band: Behandlung des Beichtenden.
(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Beichtvater)
In Mt 18,17 lesen wir bei der Aufzählung der Reihenfolge, nach der bei Sündern in der Gemeinde vorzugehen ist: "Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde" (Einheitsübersetzung)
Das Problem, das sich hierbei heute stellt: Welche Gemeinde? Was, wenn bei einem Streit der eine Baptist ist und der andere Methodist? Welche Gemeinde fällt dann einen Beschluss?
Wird hier aber nicht vielmehr deutlich, dass nur von einer Gemeinde die Rede ist - und eigentlich im gesamten Neuen Testament immer nur von einer Kirche gesprochen wird?
Nicht nur eine spirituelle Verbindung von Christen mit kleinstem gemeinsamen Nenner, wo sich jede Konfession irgendwie dazu zählen kann, sondern eine sichtbare physische Einheit?
EINE Kirche?
Hier ist die Auswahl aber nicht sehr groß - es gibt nur eine Kirche, die seit Jesu Tod existiert...
Die Katholische Kirche!
Ein Sakrament ist ein von Christus für seine Kirche und für immer eingesetztes, mit den Sinnen erfahrbares, besonderes und wirksames Zeichen einer unsichtbaren Gnadenwirkung.
Das Sakrament ist kein bloßer Symbolismus. In ihm drückt sich durch Worte und Handlungen der Priester (oder sonstigen, legitimen Spender) Jesus Christus selber aus, der das bewirkt, was die Sakramente bezeichnen. In dem Gläubigen, der die Sakramente mit der erforderlichen inneren Haltung empfängt, bringen sie Frucht.
Der Katechismus der Katholischen Kirche schreibt dazu bei der Nummer 774: "Die sieben Sakramente sind die Zeichen und Werkzeuge, durch die der Heilige Geist die Gnade Christi, der das Haupt ist, der Kirche, die sein Leib ist, verbreitet." In diesem Sinne der Verwaltung der Sakramente wird auch die Kirche als ganze als Sakrament bezeichnet, in der Christus das Zeichen und Werkzeug der Einheit zwischen Gott und den Menschen ist.
Die Sakramente sind die heilswirksamen Zeichen des Neuen Bundes zwischen Gott und den Menschen, da Gott sich den Menschen, in seiner unendlichen Liebe, immer wieder neu schenken will. Sie eint die Kirche immer wieder neu.
In der Theologie (Dogmatik) werden die Sakramente in der Sakramentenlehre behandelt. Die wichtigsten Sakramente sind die Taufe und deren Aktualisierung in der Eucharistie. Die anderen Sakramente sind diesen zugeordnet.
Wer handelt im Sakrament
Im Sakrament handelt Jesus Christus. Er schenkt uns Menschen durch die Sakramente seine Gnaden, also das göttliche Leben. Jedes Sakrament ist dabei von den anderen zu unterscheiden und hat eigene Besonderheiten, auch hinsichtlich des Spenders, der Form wie der Materie des Sakraments und der nötigen Intentionen (siehe: Gültigkeit).
Christi Gegenwart
Christus ist in den Sakramenten ganz gegenwärtig; in besonderer Weise in den eucharistischen Gaben. Er ist gegenwärtig in der Person des Ausspenders, denn Christus selbst bringt das Opfer durch den Dienst insbesondere des Priesters dar. Wie er sich am Kreuz dem Vater dargebracht hat, so teilt sich Christus der Kirche, seiner Braut, durch alle Zeiten mit. Spender der Firmung soll, Spender der Weihe kann nur der Bischof sein. Eheleute spenden einander das Sakrament gegenseitig.
Die Taufe kann notfalls jeder spenden, sogar in äußerster Not ein Ungetaufter, falls er nur, etwa auf Bitten des Taufbewerbers, tun will, was die Kirche tut.
Sieben Sakramente
Die 7 Sakramente sind: Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte (Buße), Ehe, Weihe und Krankensalbung. Diese sprechen alle wichtigen Phasen eines Lebensweges an. Es sind sozusagen entsprechend den Stufen des natürlichen Lebens die Stufen des geistlichen Lebens.
"Die Kirche hat im Laufe der Jahrhunderte erkannt, dass es unter ihren liturgischen Feiern sieben Sakramente gibt." (KKK Nr. 1117)
Jedes Sakrament nimmt einen wichtigen Platz ein. Die Eucharistie ist dabei das "Sakrament aller Sakramente", wie der Heilige Thomas von Aquin schreibt, da sie das Erlösungsgeheimnis der Taufe, die Einheit in Christus, realpräsent aktualisiert.
Gruppierungen
- Die Sakramente der Initation (Einweisung) sind: Taufe, Firmung und Eucharistie (in der Osternacht in dieser Reihenfolge). Sie führen ins christliche Leben ein und bilden eine "Startzündung".
- Die Sakramente der Heilung sind: Beichte und Krankensalbung.
- Die Sakramente des Dienstes an der Gemeinschaft: Ehe und Weihe.
- Zum Heil notwendige Sakramente: Die Taufe ist regelmäßig heilsnotwendig, bzw. die Sakramente als solche. Wer erkannt hat, dass Christus der Erlöser ist, ist dazu gerufen, seiner Kirche beizutreten und ihr treu anzuhängen; vgl. Lumen gentium, Nr. 14. (Die Taufe von Kleinkindern ist jedoch aufzuschieben, wenn sicher vorherzusehen ist, dass keine christliche Initiation folgt. Mit Erreichen des Unterscheidungalters gilt normalerweise die Pflicht zur Erwachsenentaufe.)
Ursprung der Sakramente
Die Sakramente wurden von Jesus Christus eingesetzt; (vgl. Konzil von Trient, Dekret über die Sakramente, Kan. 1). Die Mysterien des Lebens Jesu sind die Grundlage für die Spendung der Sakramente durch die Amtsträger. Die Sakramentalität der Kirche Christi ist zugleich eine der wesentlichen Aussagen der Heiligen Schrift insgesamt.
Die gänzliche Enfaltung der Sakramente erhalten sie aus dem Herzen Jesu als ihrer Mitte: Dies beschreibt die Präfation des Heiligsten Herzens vortrefflich: "In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Allmächtiger Vater zu danken und Dich mit der gannzen Schöpfung zu loben durch unsern Herrn Jesus Christus. Am Kreuz erhöht, hat er sich für uns dahingegeben aus unendlicher Liebe und alle an sich gezogen. Aus seiner geöffneten Seite strömen Blut und Wasser, aus seinem durchbohrten Herzen entspringen die Sakramente der Kirche. Das Herz des Erlösers steht weit offen für alle, damit sie freudig daraus schöpfen aus den Quellen des Heiles. Durch ihn rühmen Dich Deine Erlösten und singen mit den Chören der Engel das Lob Deiner Herrlichkeit. Heilig, Heilig, Heilig ...
Wirkung der Sakramente
KKK Nr. 1152: "Die Sakramente der Kirche schaffen den ganzen Reichtum der Zeichen und Symbole des Kosmos und des gesellschaftlichen Lebens nicht ab, sondern läutern und integrieren sie." Sie wollen den Menschen heilen und heiligen. Insofern bereiten die Sakramente uns vor auf das Leben im Himmel. "Die Frucht des sakramentalen Lebens besteht darin, dass der Geist der Gotteskindschaft den Gläubigen Anteil an der göttlichen Natur schenkt, indem er sie mit dem einzigen Sohn, dem Erlöser, lebendig vereint." (KKK Nr. 1128)
Die Sakramente wirken "ex opere operato" (aus sich heraus, bzw. Kraft der vollzogenen Handlung durch Christus). Während die Wirkweise aufgrund des Vollzugs feststeht, gibt es unter den theologischen Schulen eine Kontroverse über die genaue Wirkweise der Sakramente. Nahmen v.a. die Jesuitentheologen an, dass diese Wirkweise rein moralisch zu verstehen ist, vertritt die thomistische Schule eine physische Wirksamkeit der Sakramente. Die zweitere Ansicht dürfte dem Dogma von Trient gerechter werden. Die sakramentalen Wirkungen auf bestimmte Mindestdispositionen von Spender oder Empfänger einzuschränken, das hieße, zu engherzig von der Liebe Gottes zu denken. Die Auswirkung der Teilhabe am sakramentalen Leben der Kirche (auf den moralischen Erfolg im Leben der Christen) ist jedoch abhängig davon, ob der Glaube auch gute Werke hervorbringt, also vom Fortschritt des christlichen Bemühens.
Ziel der Sakramente
Der jüdische siebenarmige Leuchter, erhält durch Christus seine volle BedeutungDie Sakramente sind somit auf die Heiligung des Menschen, den Aufbau des Leibes Christi (Kirche) und auf die Gott geschuldete Verehrung hingeordnet. Sie wollen uns auch lehren in einem geistigen Sinne. Die Sakramente haben insbesondere das Ziel, das Leben der Kirche aus der Eucharistie zu beleben und zu ihr zu führen. In ihr kann der Christ täglich Ostern feiern.
Gültigkeit
Die Gültigkeit der Spendung eines Sakramentes ist an drei Bedingungen gebunden: Form, Materie und Intention.
Die Form ist zum Beispiel bei der Taufe die Taufformel. Wenn zur sakramentalen Handlung (=Materie) ein stoffliches Element (z.B. Wasser bei der Taufe) verwendet wird, nennt man dieses entfernte Materie, das Tun damit (bei der Taufe= Waschung mit Wasser) nähere Materie.
Zudem muss der Spender die Intention haben, das Sakrament zu spenden. Er muss die Absicht haben das zu tun was Gott getan haben will und weil die Kirche sich an den Willen Christus/Gottes halten will, muss er die Absicht haben das zu tun was die Kirche tut.
Unterschied zu Sakramentalien
Sakramentalien sind Zeichen, die nicht "ex opere operato" wirken, sondern kraft der Fürbitte der Kirche. Sie wollen eine gewisse Nachahmung der Sakramente in der alltäglichen Frömmigkeit begünstigen.
(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Sakrament)
13 Fragen und 13 Antworten
von Kaplan Ulrich Filler
Siehe auch: http://www.beichten.info/
1. Ich kann doch selbst Gott um Verzeihung bitten. Warum brauche ich dazu einen Priester?
Natürlich kann man Gott im Gebet um die Verzeihung der Schuld bitten. Das soll man sogar häufig tun! Das aber ersetzt die Beichte nicht. Die Beichte ist ein Geschenk Jesu an uns. Warum wollen wir dieses Geschenk nicht annehmen? Wenn wir ehrlich sind, ist das doch oft nur eine faule Ausrede, um die unangenehme Beichte herumzukommen. Oder wann haben Sie das letzte Mal wirklich im Gebet die Sünden bereut? Ohne die Beichte wissen wir nicht mit Sicherheit, ob Gott uns auch die Schuld vergibt. Diese Sicherheit haben wir aber nach einer guten Beichte. Außerdem ist meine Schuld nicht nur eine Sache zwischen mir und Gott. Ich bin auch vor anderen Menschen schuldig geworden - auch vor der Gemeinschaft der Kirche, zu der ich gehöre. Durch die Beichte wird auch mein Verhältnis zur Gemeinschaft der Kirche wieder in Ordnung gebracht.
2. Ich weiß nicht, was ich beichten soll. Ich habe keine schlimmen Sachen gemacht!
"Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, führen wir uns selbst in die Irre, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht; er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht. Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns. Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten." (1 Joh 1,8-2,1) Wem keine Sünde einfällt, der hat vielleicht nicht gut genug darüber nachgedacht! Nach einer vernünftigen Gewissenserforschung (z. B. im Gotteslob Nr. 62ff.) sieht die Sache schon ganz anders aus! Oder beten Sie jeden Tag? Können Sie ehrlichen Herzens sagen, dass Sie wirklich versuchen, Gott zu lieben und Christus zu folgen? Sind Sie nie lieblos, gemein, unehrlich, schadenfroh? Nie eine "kleine Lüge"? Sind Sie niemals zornig, ungeduldig, unmäßig? Sünden sind nicht nur Mord und Totschlag. Sünden sind bei uns viel öfter auch bestimmte Denkarten, Gewohnheiten oder Charakterschwächen, an denen wir arbeiten müssen.
3. Ich habe schon mal ganz schlechte Erfahrungen mit der Beichte gemacht!
Das ist schade. Aber es ist die absolute Ausnahme, dass sich ein Priester im Beichtstuhl wirklich einmal im Ton vergreift. Selbst schlechte Erfahrungen sollten uns aber nicht daran hindern, einen anderen Priester aufzusuchen und gute Erfahrungen zu machen! Geben wir Christus eine Chance!
4. Die anderen gehen auch alle nicht beichten!
Na und? Nur weil es die Mehrheit ist, handelt sie dadurch nicht automatisch richtig! Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom! Außerdem - seien Sie ehrlich - das Argument: "Alle anderen machen es aber so..." ist doch eine faule Ausrede für die eigene Feigheit oder Bequemlichkeit!
5. Ich weiß gar nicht mehr, wie das geht!
Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Ohne große Mühe kann man sich darüber informieren, wie die Beichte abläuft und wie man sich vorbereitet (z. B. im Gotteslob Nr. 58 - 66). Übrigens kann man auch jemanden fragen, der sich damit auskennt - z. B. den Kaplan oder den Pfarrer. Notfalls kann man auch zur Beichte gehen und sagen: "Ich möchte gerne beichten, aber ich weiß nicht genau wie das geht und was ich sagen soll." Nur Mut! Der Priester wird niemanden auslachen, sondern im Gegenteil Respekt vor Ihrem Mut haben!
6. Ich habe schon seit vielen Jahren nicht mehr gebeichtet!
Das ist doch erst recht ein Grund, wieder mit der Beichte anzufangen! Man freut sich doch auch darüber, wenn man nach vielen Jahren etwas von einem guten Freund hört, von dem man schon geglaubt hat, man hätte ihn verloren! Und dann will man nicht nur ein kleines Gespräch - man will die Freundschaft fortsetzen! Christus wartet sehnsüchtig auf uns in seinem Sakrament der Versöhnung! Übrigens sind wir verpflichtet, mindestens einmal im Jahr (und zwar möglichst in der österlichen Zeit) zu beichten. Das gleiche Gebot verpflichtet uns auch, mindestens einmal im Jahr das Sakrament der Eucharistie zu empfangen (d.h. zur Kommunion zu gehen). Ist es nicht merkwürdig, dass heute alle in jeder Messe die hl. Kommunion empfangen, oftmals ohne sich zu fragen: Bin ich eigentlich für diese intensive Christusbegegnung vorbereitet? Wer regelmäßig zur Kommunion geht, sollte auch regelmäßig beichten!
7. Die Beichte nutzt nichts. Ich habe schon oft gebeichtet, aber ich habe mich gar nicht gebessert.
Wenn man glaubt, nach einer Beichte mit Heiligenschein durch die Gegend zu wandeln, hat man sich getäuscht! Es braucht viele, viele kleine Schritte auf dem Weg zu Gott hin. Aber jede Beichte - so nutzlos sie uns auch erscheinen - mag, so wenig wir uns doch zu ändern scheinen - ist ein wunderbares Geschenk. Man weiß ja nicht, was man ohne diese kleinen Schritte für ein Mensch wäre! Und hier gilt: Verlieren Sie niemals den Mut! Und wenn Sie immer und immer wieder denselben Fehler, dieselbe Sünde beichten müssen - tun Sie es ruhig. Wenn nötig, jede Woche. Immer wieder. Christus freut sich immer, wenn wir kommen.
"Wir werden nicht auf einmal, durch eine einzige Beichte zu Heiligen. Wir müssen mit uns selbst Geduld haben, wie auch Gott Geduld hat. Aber jede gute Beichte ist ein Schritt nach vorn auf dem Weg zu Gott. Vergessen wir niemals: Was im Gericht der Barmherzigkeit gerichtet wird, kommt nicht mehr vor das Endgericht." (Rudolf Graber)
8. Ich kenne den Pfarrer/Kaplan ganz gut und sie kennen mich auch persönlich. Zu denen möchte ich nicht gehen.
Muss man ja auch nicht. In anderen Pfarrgemeinden, in großen Kirchen oder an Wallfahrtsorten (z. B. Altötting) kann man völlig anonym beichten. Übrigens zeigt die Erfahrung, dass durch die Beichte persönliche Beziehungen keine Belastung erfahren. Auf jeden Fall hat es viele Vorteile, wenn man einen festen Beichtvater hat, der uns regelmäßig auf unserem Weg begleitet.
9. Es ist mir peinlich, beichten zu gehen.
Wem nicht? Na klar - es ist niemals angenehm, seine Sünden zu bekennen, sein Herz ganz zu öffnen. Wir sehen dann nämlich gar nicht mehr so toll und strahlend aus, wie wir uns selbst gerne sehen und wie wir uns wünschen, dass die anderen uns sehen. Wer den Mut hat, seine Sünden zu bekennen, zeigt, dass er es ernst meint mit der Umkehr. Und jeder Priester hat Hochachtung vor jedem, der zur Beichte kommt, ganz egal, welche Sünden er bekennt.
10. Ich habe so schlimme Sünden begangen, die kann ich gar nicht beichten.
Wer sich selbst für den schlimmsten Sünder auf Erden hält, ist ganz schön hochmütig eingestellt, oder? Wenn wir beichten gehen, dann sind wir (meistens) weder die schlimmsten Sünder noch die besten Menschen. Wir sind meistens nur ganz gewöhnliche, mittelmäßige Sünder. Das ist nicht schlimm, solange wir versuchen, keine mittelmäßigen Christen zu sein. Ein alter Pfarrer sagte vor vielen Jahren, er würde demjenigen 50,-- € schenken, der ihm eine Sünde beichtet, die er noch nie gehört hat. Er hat das Geld noch heute...
Von einem Heiligen stammt der Satz: Es ist nicht so schlimm, dass der Mensch sündigt, denn der Mensch ist schwach und die Versuchung ist groß. Schlimm ist, dass der Mensch jederzeit die Möglichkeit der Umkehr hat und sie nicht nutzt!
11. Ich gehe nicht gerne in den dunklen Beichtstuhl.
Kein Problem. Fragen Sie den Priester nach der Möglichkeit des Beichtgesprächs.
12. Was ist eigentlich ein Beichtgespräch?
Wie der Name schon sagt, ist es eine Beichte in der Form eines Gesprächs mit dem Priester. Man hat die Möglichkeit, ausführlicher über das eigene Leben und die eigene Schuld zu sprechen. Ein Beichtgespräch empfiehlt sich, wenn man längere Zeit nicht gebeichtet hat; sich unsicher ist, wie man richtig beichtet; eine Lebensbeichte (s.u.) ablegen möchte oder nicht gerne in den Beichtstuhl geht
13. Was ist eigentlich eine Lebensbeichte?
Als Lebensbeichte bezeichnet man eine Beichte (Beichtgespräch), die man vor entscheidenden Situationen im Leben ablegt (z. B. vor der Firmung, vor der Hochzeit, vor einer langen Reise, vor einer Operation usw.). Man möchte sein ganzes bisheriges Leben noch einmal vor Christus hintragen, sich von Ihm umarmen lassen und seine Liebe, seine Gnade und seine Vergebung erfahren.
(Quelle: http://www.kapuziner-bayern.de/Beichte/Fragen.php)
Roman Catholic Christians believe, as do some other Christians, that Jesus gave to the Apostles and their successors the power to forgive sins, reconciling sinners to God for sins committed after Baptism.
On numerous occasions, Jesus exercised the power to forgive sin.
Jesus scandalized some Jews of his own time by claiming to have the authority to forgive sins.
Jesus clearly stated that he had the authority to forgive sins.
Jesus gave the same authority to Peter.
Jesus later gave the same authority to all the Apostles.
The Apostle John, an eyewitness, recorded more directly the words of Jesus giving the power to forgive sins to all the Apostles after the testimony of the Resurrection.
Many Christians ask why confession of sin is required for forgiveness. The Church responds that the need for personal confession of sin is required in order for forgiveness because that is the only way a confessor can judge whether to forgive or retain sins. A judgment cannot be made unless the sin in question is known and the disposition of the penitent is also known.
The New Testament speaks of confession of sin.
Other New Testament scriptures bear witness that the Apostolic Church acknowledged the use of the power to forgive sins.
The constant teaching of the Church and the Fathers of the Church in explicit words testify to the existence and use of the power to forgive sins in the Church.
The ecumenical councils of the Church, the official Magisterium, also attest to the truth of this sacrament.
To fully understand what God accomplishes in us when He forgives sin, it is important to look to the Bible for the meaning of sin.
Sin in man is, first, an aversion or turning away from God.
The sin of man is also a conversion or turning to created things.
Aversion from God leads to eternal death.
Turning to created things leads to punishment from God.
The saving power of the blood of Christ saves us from eternal death and washes us free of the guilt of sin.
The Word of God provides a way for man to do reparation--to remove the temporal punishment due for sin--for the personal or social values lessened or destroyed when man turned to created things in sin.
The constant faith, paradosis, of the Church attests to the two-fold effects of sin, aversion from God and conversion to created things, the two-fold punishments due to sin, eternal and temporal, and the satisfaction of one by the blood of Christ and the other by reparation.
The 1994 Catechism of the Catholic Church describes the double aspect of sin as follows:
By way of summary, the following is a chart of the revelation of sin and its consequences.
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It is frequently said that what the Catholic Church taught about sin was not always biblical. Catholic Christianity has always used the Bible as its source for what is sinful.
It is important to state that all sin offends God. With even the slightest sin in our eyes, we alienate God and are unholy in his sight.
It has been objected that the long standing teaching of the Church of a distinction between "mortal" and "venial" sin was an artificial distinction. But is was the Apostle John, Evangelist and author of three epistles as well as the Book of Revelation, from whom the church took that distinction among sins.
The Church is also criticized for teaching sin by lists. But again it is from the Bible itself that the Church takes the lead in teaching the word of God about those behaviors which are sin.
By definition, an indulgence is the remission in whole or in part of the temporal punishment due to personal sin, provided that the sin has already been forgiven. The power invested in the Church and her bishops and priests to grant indulgences is found in several scriptures.
To Peter alone Jesus granted the first power to bind and loose anything.
To all the disciples Jesus later granted the same power to bind and loose.
To all the disciples Jesus gave the power to forgive sins.
As can be seen from the nature of personal sin, as man turns from God and towards created things, man incurs both guilt and punishment. Through the blood of Jesus, all guilt of sin-turning from God--is remitted through confession of sin. Punishment, limited temporal punishment due to sin-preferring created things to God--still remains.
The three classic actions leading to indulgences are prayer, good deeds and almsgiving.
The teaching Magisterium of the church in ecumenical council also affirms indulgences.
From the 1994 Catechism of the Catholic Church
(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)
Katechismus: Das Sakrament der Buße und der Versöhnung
Katholisch.de: Buße und Versöhnung
Karl-Leisner-Jugend: Die Beichte
Karl-Leisner-Jugend: Beichte für Anfänger
Karl-Leisner-Jugend: Gewissenserforschung
Glaubenslust: Buße
Opus Dei: Beichten - Wie macht man das?
Kapuziner Bayern: Beichte
Bruder Paulus: www.beicht-zeiten.de
Kathpedia: Beichte
Kathpedia: Absolution
Kathpedia: Beichtvater
Kathpedia: Sünde
Zeugen der Wahrheit: Die Beichte
kirchensite: Ablass
kath.net: Wenn dein Bruder sündigt...
kath.net: Theologe: Schuld nicht psychologisch entschuldigen
Bibliothek der Kirchenväter: Über die Buße
St. Josef: "Petrus hat gesprochen"
Catechism: The Sacrament of Penance and Reconciliation
kath.net: 'Eine Generalabsolution ist nur in Notfällen zulässig'
Catholic Answers: Confession
Catholic Answers: Forgiveness of Sins
New Advent: The Sacrament of Penance
Baltimore Catechism: On Confession
Baltimore Catechism: On the Sacrament of Penance
Scripture Catholic: Sacrament of Confession
Catechism of the Catholic Church
Catholic Answers: How Can a Priest Forgive Sins?
Catholic Answers: Why Don't Catholics Go Straight to Jesus?
Zenit: (Sydney) Confession, Confession Everywhere!
Coronum Catholic Apologetic Web Site: The Church Fathers on the Sacrament of Penance
StayCatholic.com: The Early Church Fathers on Confession / Reconciliation
CNA: The sacraments change our bodies and souls, Pope Benedict explains
Vivat.de: Grundkurs Beichte. Zehn Schritte zur Versöhnung
Saint Joseph Communications: Healing Power of Confession
Saint Joseph Communications: Confession Explained
Prof. Dr. Scott Hahn: Growth by Oath (CDs)
Prof. Dr. Scott Hahn & Mike Aquilina: Lord Have Mercy (DVDs)
Dr. Scott Hahn: Swear to God (DVD)
Dr. Scott Hahn: Lord Have Mercy (DVD)
Catholic Answers: A Contemporary Adult Guide To Conscience - For The Sacrament Of Confession (Father Richard Rego)
Catholic Answers: The Little Catechism of Confession (Bishop Fabian Buskewitz)
Catholic Answers: Why Are Catholics So Concerned About Sin? (Al Kresta)
Dr. Marcellino D'Ambrosio: Who Needs Confession? (CD)
A Scholarlay Bibliography Pertaining to the Confessions
Catholic Media House: Confession
Confession. ISBN: 9780898700404. Author: Adrienne von Speyr
Forgiven (Participant's Workbook). ISBN: 9781932589160.
Forgiven (Leader's Guide). ISBN: 9781932589177
The Fathers of Mercy: The Sacrament of Confession / Penance
The Catholic Company: Go in Peace (Fr. Mitch Pacwa, Sean Brown)
Day of Grace: Examination of Conscience DVD
Sacrament Preparation Program: Baptism, Confirmation, Penance