Katholisch Leben!

The Jesus Brothers

kathpedia.com: Der Rosenkranz

Geschichtliches


Aus dem christlichen Altertum wird besonders von den Wüstenvätern und den Nachahmern ihrer Aszese eine Aneinanderreihung von Gebeten, vor allem des Herrengebetes, also des Vater unser, berichtet. Zum Zählen der Gebetseinheiten benutzten sie Steinchen, geknotete Schnüre oder an einer Schnur aufgereite Fruchtkerne.

Die Christen führten insbesondere in den entstehenden Klöstern die jüdische Tradition des Psalmengebets weiter. Wer des Lesens oder der griechischen bzw. lateinischen Sprache, in der die Psalmen gebetet wurden, nicht kundig war, suchte nach einem Ersatzgebet. Bedeutung gewann daher die Reihung des Vaterunsers als Ersatz für das Psalmenbeten; so wurden oftmals 150 Vaterunser entsprechend der Zahl der 150 Psalmen gebetet. Üblich war es, die 150 Gebete in drei Mal 50 zu unterteilen.

Dieses Reihengebet wurde dann durch den marianischen Aspekt ergänzt. Seit dem 11./12. Jahrhundert wurde das Ave Maria (Gegrüßet seist du, Maria) immer mehr zu einem volkstümlichen Gebet, das in enger Anlehnung an die Heilige Schrift formuliert wurde. Statt 150 Vaterunser oder als Ergänzung dazu kamen als Volksgebet Gebetsreihen von 50 bzw. 150 Ave Maria auf.

Der Trierer Kartäuser Adolf von Essen (1350-1439) führte den Brauch ein, während des Gebets von 50 Ave Maria über das Leben Jesu zu meditieren. Er nannte diese Gebetsform rosarium (Rosenkranz).

Der Kartäuser Dominikus von Preußen (1382-1460), ebenfalls aus der Kartause Trier, fasste die Ereignisse des Lebens Jesu in 50 Schlusssätzen (clausulae) zusammen, die sich an den (damals allein üblichen) ersten Teil des Ave Maria anschlossen.

Ebenfalls ein Kartäuser, Heinrich von Kalkar (1328-1408), teilte die Ave Maria in Zehnergruppen ein und fügte zu jeder Zehnergruppe ein Vaterunser hinzu. 1440 wurde noch das Glaubensbekenntnis ergänzt. Um 1500 wurde jeder Zehnerreihe noch ein Ehre sei dem Vater hinzugefügt. Durch Reduzierung auf 15 Geheimnisse (in der heutigen Gestalt um 1483 in Süddeutschland nachgewiesen, seit 1600 allgemein üblich: freudenreiche, schmerzhafte, glorreiche Geheimnisse) und durch Gliederung der Gebetsreihung in Zehnergruppen entstand so der heutige Rosenkranz. Die Beifügung der drei Ave mit dem Gebet um die drei göttlichen Tugenden (Glaube, Hoffnung, Liebe) erwuchs aus der nachtridentinischen Frömmigkeit. Offiziell festgelegt wurde die Gebetsweise des Rosenkranz durch das Breve Consueverunt Papst Pius' V. vom 17. September 1569.

Zunächst war der Rosenkranz ein privates Gebet. Zum Gemeinschaftsgebet wurde er durch das Wirken des Dominikaners Alanus de Rupe (1428-1475), der das Rosenkranzgebet zur Volkskatechese einsetzte. Er richtete seine Predigten anhand der clausulae aus und betete mit den Zuhörern vor oder nach seiner Predigt den Rosenkranz.

Alanus de Rupe brachte auch die Legende in Umlauf, der hl. Dominikus habe den Rosenkranz von Maria als Waffe gegen die Albingenser offenbart bekommen.

Papst Johannes Paul II. fügte dem Rosenkranz mit dem Apostolischen Schreiben Rosarium Virginis Mariae vom 16. Oktober 2002 die lichtreichen Geheimnisse hinzu. Diese nennen Glaubensgeheimnisse zwischen Kindheit und Leiden Jesu und ergänzen die drei klassischen Formen (freudenreicher, schmerzhafter und glorreicher Rosenkranz).

Siehe auch: Rosenkranz-Sühnekreuzzug

 

Wie man den Rosenkranz betet


Man beginnt am Kreuz, während man es in der Hand hält, macht man das Kreuzzeichen und betet dann das Apostolische Glaubensbekenntnis.

Dann "rutscht" man mit den Fingern zur ersten Perle. Sie steht alleine. Dort betet man das Ehre sei dem Vater und das Vater unser.

Nun kommen 3 Perlen. An ihnen betet man je ein Gegrüßet seist Du Maria mit den folgenden Einschüben:

Jesus, der in uns den Glauben vermehre.
Jesus, der in uns die Hoffnung stärke.
Jesus, der in uns die Liebe entzünde.


An der nächsten einzelnen Perle wiederum das Ehre sei dem Vater und Vater unser.

Nun gelangt man an die Hauptkette. An den ersten 10 gruppierten Perlen (auch erstes Gesätz genannt), betet man jeweils ein Gegrüßet seist Du Maria mit dem ersten Geheimnis als Einschub.

An der einzelnen Perle wieder ein Ehre sei dem Vater.

Dann (immer noch an der einzelnen Perle) ein Vater unser.

Beim nächsten Gesätz betet man wiederum 10 mal das Gegrüßet seist Du Maria, diesmal mit dem zweiten Geheimnis als Einschub. So geht es weiter bis man einmal an jeder Perle war.

Am Schluß wird noch einmal das Ehre sei dem Vater und das Gebet nach dem Wunsch der Muttergottes gebetet.

Nach dem Wunsch der Muttergottes in Fatima wird heute von vielen Gläubigen nach jedem Gesätz, dem Ehre sei dem Vater folgend, dieses Gebet eingefügt:

O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.

oder auf Latein

O mi Jesu, remitte nobis peccata nostra, custodi nos ab igne inferi, attrahe omnes animas ad caelum praecipue illas maxime egentes misericordiae Tuae.
 


Die Geheimnisse


Die Wochentagsangaben vor den Geheimnissen beruhen auf Empfehlungen des Vatikan.

 

In Deutsch

Der Rosenkranz – ein Herzensanliegen Mariens

Montags und Samstags
Die freudenreichen Geheimnisse


Jesus, den Du, O Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast.
Jesus, den Du, O Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast.
Jesus, den Du, O Jungfrau, in Bethlehem geboren hast.
Jesus, den Du, O Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast.
Jesus, den Du, O Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast.

 

Donnerstags
Die lichtreichen Geheimnisse


Jesus, der von Johannes getauft worden ist.
Jesus, der sich bei der Hochzeit in Kana offenbart hat.
Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat.
Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist.
Jesus, der uns die Eucharistie geschenkt hat.


Dienstags und Freitags
Die schmerzhaften Geheimnisse


Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat.
Jesus, der für uns gegeißelt worden ist.
Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist.
Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat.
Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist.

 

Sonntags und Mittwochs
Die glorreichen Geheimnisse


Jesus, der von den Toten auferstanden ist.
Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist.
Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat.
Jesus, der Dich, O Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat.
Jesus, der Dich, O Jungfrau, im Himmel gekrönt hat.

 

In Latein


In feria secunda et sabbato
In Rosario Gaudioso

Ad tria grana minora in initio adduntur

Qui adaugeat in nobis fidem
Qui corroboret in nobis spem
Qui perficiat in nobis caritatem


Ad singula grana minora quinque decadum expende totidem mysteria inserendo post nomen Jesus sequentia verba:

Quem, virgo per Spiritum Sanctum, concepisti (Mt 1:18, Lc 1:26-28)
Quem visitando Elisabeth portasti (Lc 1:39-45)
Quem, Virgo, genuisti (Lc 2:6-12)
Quem in templo praesentasti (Lc 2:25-32)
Quem in templo invenisti (Lc 2:41-50)

 

In feria quinta
In Rosario Luminoso

Ad tria grana minora in initio adduntur

Qui adaugeat in nobis fidem
Qui corroboret in nobis spem
Qui perficiat in nobis caritatem


Ad singula grana minora quinque decadum expende totidem mysteria inserendo post nomen Jesus sequentia verba:

Qui apud Iordanem baptizatus est (Mt 3:13, Mc 1:9, In 1:29)
Qui ipsum revelavit apud Canense matrimonium (In 2:1-11)
Qui Regnum Dei annuntiavit
Qui transfiguratus est (Mt 17:1-8, Mc 9:2-9)
Qui Eucharistiam instituit (Apoc 12:1)

 

In feria tertia et sexta
In Rosario Doloroso

Ad tria grana minora in initio adduntur

Qui intellectum nostrum illuminet
Qui voluntatem nostram perficiat
Qui memoriam nostram roboret


Ad singula grana minora quinque decadum expende totidem mysteria inserendo post nomen Jesus sequentia verba:

Qui pro nobis sanguinem sudavit (Lc 22:39-46)
Qui pro nobis flagellatus est (Mt 27:26, Mc 15:6-15, In 19:1)
Qui pro nobis spinis coronatus est (In 19:1-8)
Qui pro nobis crucem baiulavit (In 19:16-22)
Qui pro nobis crucifixus est (In 19:25-30)

 

In Dominicis et feria quarta
In Rosario Glorioso

Ad tria grana minora in initio adduntur

Qui cogitationes nostras dirigat
Qui verba nostra moderetur
Qui opera nostra gubernet


Ad singula grana minora quinque decadum expende totidem mysteria inserendo post nomen Jesus sequentia verba:

Qui resurrexit a mortuis (Mc 16:1-7)
Qui in caelum ascendit (Lc 24:46-53)
Qui Spiritum Sanctum misit (Acta 2:1-7)
Qui te assumpsit (Ps 16:10)
Qui te in caelis coronavit (Apoc 12:1)


Varianten


Das Kompendium zum Katechismus (KKK-K) bezeichnet die lat. Mysteria kürzer so:

Rosarium

Mysteria gaudiosa (in feria secunda et sabbato)

- Annuntiatio. - Visitatio. - Nativitas. - Præsentatio. - Inventio in Templo.

Mysteria luminosa (nach Johannes Paul II.) (in feria quinta)

- Baptisma apud Iordanem. - Autorevelatio (apud Cananense matrimonium). - Regni Dei proclamatio (coniuncta cum invitamento ad conversionem). - Transfiguratio. - Eucharistiæ Institutio.

Mysteria dolorosa (in feria tertia et feria sexta)

- Agonia in Hortu. - Flagellatio. - Coronatio Spinis. - Baiulatio Crucis. - Crucifixio et Mors.

Mysteria gloriosa (in feria quarta et Dominica)

- Resurrectio. - Ascensio. - Descensus Spiritus Sancti. - Assumptio. - Coronatio in Cælo.

Im Laufe der Zeit sind Varianten des Rosenkranzgebets entwickelt worden, sowohl innerkatholisch als auch von protestantischen Religionsgemeinschaften.
Die bekannteste innerkatholische Variante ist die Korone der Sieben Schmerzen. Sie besteht aus sieben Gesätzen zu je einem Vaterunser und sieben Ave Maria. Bei jedem Gesätz wird über eine der sieben Schmerzen Marias meditiert.

Der Christusrosenkranz ist eine protestantische Variante des katholischen Rosenkranzes. Statt des Ave Maria wird folgender Rahmenvers gebetet:

Gepriesen sei der Herr, der Allmächtige und Barmherzige, Gottes und Marien Sohn,
[Geheimnis einfügen].
Wir beten dich an an, Herr Jesus Christus und benedeien dich,
in deinem heiligen Kreuz hast du die Welt erlöst.
In Anlehnung an den katholischen Rosenkranz sind auch andere Kranz- bzw. Wiederholungsgebete entstanden, beispielsweise die Anglican Prayer Beads oder die Perlen des Glaubens.

 

Päpstliche Schreiben über den Rosenkranz


Pius V. führt als Dank für den Sieg der Seeschlacht von Lepanto (7. Oktober 1571), indem das christliche Europa vom Islam bewahrt blieb, das Fest der „Maria vom Siege“ (ULF vom Rosenkranz, Rosenkranzfest) am 7. Oktober (1572) in den Römischen Kalender ein.
Clemens XI. Das Fest der „Maria vom Siege“ wird nach dem neuerlichen Sieg über die Türken in Ungarn 1716 auf die gesamte Kirche ausgedehnt und nun am ersten Sonntag im Oktober begangen.

Leo XIII. 1. September 1883 Enzyklika „Supremi apostolatus“ Der Rosenkranz in Geschichte und Gegenwart. Anordnung, dass in jeder Pfarrkirche im Monat Oktober täglich der Rosenkranz und die lauretanische Litanei öffentlich gebetet werden.
24. Dezember 1883 Apostolischer Brief “Salutaris ille” Einfügung der Anrufung "Königin des heiligen Rosenkranzes, bitte für uns!" in die Lauretanische Litanei.
30. September 1884 Enzyklika „Superioare anno" Zur inneren und äußeren Form des Rosenkranzes.
20. September 1885 Ritenkongregation, Dekret über die Rosenkranzfeier im Monat Oktober für künftighin.
26. August 1886 Dekret „Urbis et orbis“ über die diesjährige Andacht des Rosenkranzes im Monat Oktober.
31. Oktober 1886 Apostolisches Schreiben “Più a volte” an den Kardinal Vicar Lucidus M. Parocchi. Anordnung, dass in den Kirchen der Stadt Rom, welche der seligsten Jungfrau geweiht sind, täglich der Rosenkranz öffentlich gebetet werde.
11. September 1887 Ritenkongregation, Dekret über die Rosenkranzfeier im Oktober und Erhebung des Rosenkranzfestes zu einem Fest zweiten Ranges.
20. September 1887 Enzyklika „"Vi è be noto"“ über den Rosenkranz und das öffentliche Leben.
22. September 1891 Enzyklika “ Octobri mense” Rosenkranzmonat.
8. September 1892 Enzyklika “Magnae dei matris” Der Rosenkranz als Schule des christlichen Tugendlebens.
8. September 1893 Enzyklika “Laetitiae sanctae” Der Rosenkranz als Heilmittel für das soziale Leben der Gesellschaft.
8. September 1894 Enzyklika “Iucunda semper expectatione” Der Rosenkranz als Verbindung von Betrachtung und Gebet.
5. September 1895 Enzyklika “Adiutricem populi christiani” Maria in der Kirche und die Einheit im Glauben, Rosenkranz.
20. September 1896 Enzyklika “Fidentem piumque” Der Rosenkranz als das Gebet der Beharrlichkeit zur Vermittlerin aller Gnaden.
12. September 1897 Enzyklika “Augustissimi virginis” Die Rosenkranzbruderschaft und die Engel des Himmels.
5. September 1898 Enzyklika “Diuturni temporis” Ausdehnung des Rosenkranzfestes auf die ganze Kirche.
8. September 1901 Apostolischer Brief „Parta humano generi“ Der Rosenkranz als Waffe gegen die Alten und neuen Irrlehren.
Pius X. legt das Rosenkranfest vom ersten Sonntag im Oktober wieder auf den 7. Oktober.
Benedikt XV. Codex Iuris Canonici (Kirchenrecht) gültig von 1917 bis 1983, can 125,2: Er zählt den Rosenkranz unter den täglichen geistlichen Übungen der Kleriker auf.
Pius XI. 29. September 1937 Enzyklika „Ingravescentibus malis“ über das Gebet des Rosenkranzes als Zuflucht der Kirche.
Pius XII. 15. September 1951 Enzyklika „Ingruentium malorum“ über das Gebet des Rosenkranzes in der Not der Zeit.
Johannes XXIII. 26.09.1959.Enzyklika über den Rosenkranz „Grata recordatio“ um für den Frieden, die Missionen zu beten und als Vorbereitung auf das Ökumenische Konzil.
28. September 1960 Brief „Lóttobre” Das Rosenkranzgebet im Monat Oktober.
29. September 1961 Apostolisches Schreiben (Brief) „Marialis rosarii" Der Rosenkranz als Gebet für den Frieden.
1962 Büchlein: Johannes XXIII., DAS ROSENKRANZGEBET, Die freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Geheimnisse, Herold Verlag Wien-München.
13. Dezember 1962 Apostolisches Schreiben “Oecumenicum concilium” Aufruf zum Rosenkranzgebet für das Konzil vom 28. April 1962. Papst Johannes XXIII. führt das Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz zu Ehren unserer Lieben Frau von Fatima ein.
6. Januar 1963 Brief „Mirabilis ille“ in welchem die Priester und Gottgeweihten, die Jungfrauen und Gläubigen, zum individuellen und gemeinschaftlichem Gebet für das kommende Konzil aufgerufen werden. Dabei nennt Johannes XXIII. die Heilige Messe, das Brevier und den Rosenkranz.
Paul VI. 30. April 1965 Enzyklika „Mense maio“ über den Maimonat, das Konzil und Aufruf zum Rosenkranzgebet.
15. September 1966 Enzyklika “Christi matri rosarii” über das Gebet zur Muttergottes im Oktobermonat und Aufruf zum Frieden.
7. Oktober 1969 Apostolisches Schreiben „Recurrens mensis october“ Rosenkranzgebet für den Frieden.
1. Mai 1971 Brief an die Rektoren der Marianischen Heiligtümer.
2. August 1971 Apostolisches Schreiben zur Vierhundertjahrfeier des Schreibens Pius V. „Consueverunt romani pontifices“ der darin die traditionelle Form des Rosenkranzes erläutert und in gewisser Weise festgesetzt hat.
2. Februar 1974 Apostolisches Schreiben „Marialis cultus“ über die rechte Pflege der Marienverehrung.
Johannes Paul II. 25. Januar 1983 Codex Iuris Canonici (Kirchenrecht), Verlag Butzon & Bercker Kevelaer.
11. Oktober 1992 KATECHISMUS DER KATHOLISCHEN KIRCHE
17. Dezember 2001 Direktorium über die Volksfrömmigkeit und die Liturgie. Verlautbarungen des Apostolischen Stuhles (VAS 160).
16. Oktober 2002 Apostolisches Schreiben „Rosarium virginis mariae“ über den Rosenkranz (VAS 156).
Benedikt XVI. sagt im Angelusgebet vom 14. Oktober 2007, indem er an das 90. jährige Jubiläum der Erscheinungen in Fatima erinnert: „Alles wird möglich und leichter, wenn man jene Selbsthingabe an Maria lebt, die Jesus wollte ... Konkretes Zeichen dieses Auftrags ist das tägliche Gebet des Rosenkranzes“ (O.R. 19. Oktober 2007).

Literatur


Johannes XXIII., Das Rosenkranzgebet Verlag herold Wien 1962
Romano Guardini: Der Rosenkranz Unserer Lieben Frau - Gedanken über das Rosenkranzgebet. Würzburg 1940 (88 Seiten)
Heinrich Janssen: Perlen des Gebets. Der Rosenkranz, Hinführung und geistliche Deutung. Freiburg i.Br. 2003.
Wilfried Kirsch: Handbuch des Rosenkranzes. Wien 1950.
Karl Joseph Klinkhammer: Ein wunderbares Beten. So entstand der Rosenkranz. Leutesdorf 1980.
Rainer Scherschel: Der Rosenkranz – das Jesusgebet des Westens. Freiburg i.Br. 2. Aufl. 1982.
Benno Mikocki, Josef Bauer : Der Rosenkranz. Rhythmus des Himmels. Sankt Ulrich Verlag; Auflage: 1 (September 2005)
Antonio Borelli Machado, Der Rosenkranz, Die Lösung unserer Zeit, Aktion Deutschland braucht Mariens Hilfe 1999 (1. Auflage; 94 Seiten) ISBN 3-9335550-02-5
Alfons Maria Weigl (Hsgr), Rosenkranzbeten im Lichte der heiligen Eucharistie (nach Vortägen des Bischof Josef Groß, Leitmeritz; Mit kirchlicher Druckerlaubnis; 48 Seiten).
Der Rosenkranz, Ein leuchtendes Gebet, Parvis-Verlag 2003 (48 Seiten), ISBN 3-907525-79-5

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Rosenkranz)

 

Wenn Katholiken beten, plappern sie viel und wiederholen ihre Worte, was ja in Mt 6,7 verboten ist!

Lesen wir hierfür Mt 26,44: "Und er ging wieder von ihnen weg und betete zum dritten Mal mit den gleichen Worten." (Einheitsübersetzung)

Ja, wir sollen nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Dazu gehört aber keineswegs der Rosenkranz, auch wenn hier Gebete wiederholt werden. Ebensowenig wie Jesu Gebet, von dem wir in o.g. Vers lesen - auch wenn Er es wiederholte. Wenn der Verstand und das Herz sich auf Gott konzentrieren, kann ein Gebet nicht umsonst sein! Die meisten derer, die den Rosenkranz angreifen, verstehen ganz einfach nicht, dass er ein kontemplatives Gebet darstellt, das die Mysterien im Leben Christi betrachtet. Die häufige Meditation über diese Mysterien kann uns nur näher zu Jesus hinführen. Versuche es doch einmal!

Jetzt zu Offb 4,8: "Und jedes der vier Lebewesen hatte sechs Flügel, außen und innen voller Augen. Sie ruhen nicht, bei Tag und Nacht, und rufen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung; er war und er ist und er kommt." (Einheitsübersetzung)

Hier preisen Engel im Himmel Gott Tag und Nacht - während sie immer wieder dasselbe sagen. Wenn das vergebenes Wiederholen von Gebeten wäre, würde Gott es nicht im Himmel erlauben. Gebete, die aus vollem Herzen voller Demut gesagt werden, um Gott zu loben und zu preisen, sind keineswegs vergebens. Wer kann denn auch beurteilen, ob die Gebete eines Menschen vergebens sind? Wer kann für sich behaupten, er könne in die Herzen von Menschen sehen? Nur Gott kann das. Das Wiederholen von Worten ist also nicht das Problem - eher die dahinter stehende Einstellung des Herzens.

(Quelle: www.saintjoe.com)

 

 

Grabrede

Ein Beispiel au dem wirklichen Leben: die Grabrede meier Tante Rosa Gollwitzer vom Oktober 1942:

Noch mehr als sonst während des Jahres beten wir in diesen Tagen und Wochen des Monats Oktober mit besonderer Vorliebe den hl. Rosenkranz. Wir beten die fünf Geheimnisse des freudenreichen Rosenkranzes, und wir freuen uns über die Menschwerdung des Welterlösers und nehmen dazu auch gerne die Freuden, die Gott und schenkt in unserm Leben. Wir beten die fünf Geheimnisse des schmerzhaften Rosenkranzes, und wir betrachten das Vorbild des leidenden Heilandes und schöpfen daraus die Kraft für unser eigenes Leiden und Kreuztragen. Und wir beten die fünf Geheimnisse des glorreichen Rosenkranzes, und bewundern die Verherrlichung Christi und hoffen dadurch auf unsere eigene Auferstehung und Verherrlichung in der Glorie des Himmels.

So beten wir alle die Geheimnisse des hl. Rosenkranzes. Und wer sie nicht beten wollte der kommt nicht daran vorbei; er muss sie leben. Mancher aber erlebt sie in einer ganz verschiedenen, uns vielleicht unverständlichen Länge, wie Rosa Gollwitzer an deren offenen Grabe wir heute stehen.

Wie kurz waren die freudenreichen Geheimnisse ihres Lebens!

Rosa ist geboren am 25. Feb. 1925 in Stein als Tochter der Reichsbahnarbeiterseheleute Georg und Margarete Gollwitzer. Sie mag glücklich gewesen sein, wie alle Kinder. Da verlor sie mit zwölf Jahren, am 15. Aug. 1937 ihre Mutter nach schwerer Operation. Ihr Jugendleben geht weiter. Sie kommt in Stellung als Hausgehilfin. Sie mag gelebt haben wie andere junge Mädchen in ihrem Alter. Sie mag versucht haben, die kleinen Freuden des Lebens zu nehmen wo sich Gelegenheit bot: Es dauerte nicht lange. Nur kurz waren die Freuden ihres jungen Lebens. Denn am 14. November 1941 musste sie ins gleiche Krankenhaus wie vier Jahre vorher ihre Mutter.

Die schmerzhaften Geheimnisse ihres Lebens beginnen!

Einige Zeit blieb Rosa im Krankenhaus Nabburg, dann wurde sie ins Krankenhaus Amberg überführt. Aber es wollte nicht besser werden. Da verlangte sie heim zu ihren Eltern und Geschwistern. Dort wurde sie nun von ihrer zweiten Mutter volle vier Monate treu gepflegt, bis sie vor ein paar Wochen nochmals ins Krankenhaus nach Nabburg kam. Nur wer sie in den letzten Wochen besuchte, kann wissen, wie schwer Rosas schmerzhafte Geheimnisse gewesen sind. Es ist kaum zu sagen, wie furchtbar sie gelitten hat, wie sie bei jedem notwendigen Berühren die schrecklichsten Schmerzen gehabt, so dass sie aufschreien hätte können. Und doch, wie hat sie - zusammengemagert bis auf Knochen und Haut - alles mit grosser Geduld ertragen; ja die Schwestern sagten sogar: Fast wie eine Heilige. Endlich wurde sie am letzten Mittwoch nachts 1/2 1 Uhr nach fast fünftägigem Todeskampf von ihrem Leiden erlöst. Ihren Tod betrauern die Eltern und sechs Geschwister, von denen zwei Söhne im Feld stehen und darum nicht zur Beerdigung der Schwester kommen konnten.

Die schmerzhaften Geheimnisse in ihrem Leben sind vorüber, so dürfen wir sicher annehmen. Denn wenn auch das Eine oder Andere fehlerhaft oder sündhaft gewesen sein mag in ihrem Leben, sie hatte wahrlich in ihrer schmerzvollen Krankheit Gelegenheit, alle Sünden und Sündenstrafen abzubüssen. Sicher haben für Rosa die glorreichen Geheimnisse schon begonnen! Sie wird nun vom Himmel herunterblicken auf die Ihren, wird besonders den Dank an ihre Mutter abstatten durch die Fürbitte am Throne Gottes für die Ihren.

In dieser Fürbitte wird sie sicher einschliessen die ganze weibliche Jugend der Pfarrei. Das war meine Bitte an Rosa bei einem Besuche in den letzten Wochen ihres Schmerzenlagers: Sie möge ihre Leiden aufopfern für ihre Freundinnen und alle Mädchen in der Pfarrei: Für die Guten, dass sie fest und tapfer bleiben in den Gefahren für den Glauben und den Versuchungen des Lebens; für die schwachen aber, dass sie wieder fest werden und mutig einen neuen Aufstieg beginnen.

Wenn wir in den kommenden Tagen beim Beten des Rosenkranzes an die Tote denken, dann wird Rosa zum Dank für unser Gebet uns helfen, dass wir falsche Freuden meiden, die in Wirklichkeit doch nur die schmerzhaften Geheimnisse unseres Lebens vermehren; dass wir lieber ein Leben führen, das die glorreichen Geheimnisse des Lebens sicherstellt, die seligen Freuden des Himmels.

Amen.

P. Gabriel Hopfenbeck
Franziskaner


Schwester Faustina


DER ROSENKRANZ ZUR BARMHERZIGKEIT GOTTES


VERSPRECHEN DER BARMHERZIGKEITSGNADE
FÜR DEN STERBENDEN

    Dieses Gebet betet man auf dem Rosenkranz. Am Anfang:

    "Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft, und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.

    Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

    Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Ich glaube an Gott, den Vater den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn. Empfangen durch den Hl. Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben. Hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, er sitzet zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Hl. Geist, die Hl. katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

    Große Perlen (1 x):  Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut,
    die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes,
    unseres Herrn Jesus Christus, um Verzeihung zu erlangen für unsere Sünden
    und die der ganzen Welt.
    Kleine Perlen (10 x): Durch Sein schmerzvolles Leiden habe Erbarmen
    mit uns und mit der ganzen Welt.
    Zum Schluss (3 x): Heiliger Gott, heiliger starker Gott,
    heiliger unsterblicher Gott, habe Erbarmen
    mit uns und mit der ganzen Welt" (Tagebuch, 476).


(Quelle: http://www.faustyna-barmherzigkeit.com/index.htm)

Private Devotions to Mary: The Rosary

There is among Roman Catholic Christians the need and the practice of private spiritual devotions. This private prayer life is found among other Christians also. For example, some Christians pray the Psalms daily; others prefer a form of meditation, etc. The Bible requires neither of everyone.

The Catholic Church has not and does not officially teach or proclaim a private devotion as doctrine or dogma, required by faith or the practice of all believers. As any individual Christian has private devotions, so also has even the Bishop of Rome. Should even these private devotions be performed in public no universal teaching is intended.

Development of the Rosary

A very popular devotion among Roman Catholics is the rosary. The rosary enjoys a very rich and interesting history.

Ireland 800-900 AD
Historians trace the origin of the Rosary back to ninth century Ireland. Today, as then, the 150 Psalms of the Bible, The Book of Psalms of King David, were an important form of monastic prayer. Monks and clergy recited or chanted the Psalms as a major source of hourly worship. People living near the monasteries realized the beauty of this devotion. But unable to read or memorize the lengthy Psalms, the people were unable to adapt this form of prayer for their use.
First stage
An Irish monk suggested to the people around the monastery that they might pray a series of 150 Our Fathers in place of the 150 Psalms. At first, pebbles were carried in a pouch to count the 150 Our Fathers; later ropes with 150 or 50 (1/3 of 150) knots were used. Eventually string with 50 pieces of wood was used.
Second stage
Next the Angelic Salutation (Lk 1:28) was added. St. Peter Damian (d. 1072) was the first to mention this form of prayer. Soon the Angelic Salutation replaced the 50 Our Fathers.
Third stage
Some medieval theologians considered the 150 Psalms to be veiled mysteries about the life, death and resurrection of Jesus. They began to compose "Psalters of Our Lord and Savior Jesus Christ" - 150 praises in honor of Jesus. Soon psalters devoted to 150 praises of Mary were composed. When a psalter of 150 praises in Mary's honor numbered 50 instead of 150, it was called a rosarium, or bouquet.
c. 1365
The salutations were grouped into decades and an Our Father was put before each decade. This combined the Our Father and the Angelic Salutation for the first time.
1409 AD
Special thoughts - meditations - were attached for each Hail Mary bead.
1470 AD
The Dominican Order spread the form of the "new rosary" throughout Western Christendom.
1400 - 1500 AD
The thoughts or meditations on the 150 Hail Mary beads took the form of woodcuts (graphic pictures). This exhausted the practice easily because of the volume of pictures. Picture rosaries were shortened to one picture/thought for each Our Father as it is today.
1700's
St. Louis de Montfort wrote the most common set of meditations for the rosary used today.
Early 1900's
A movement was begun attempting to return to a form of the medieval rosary - one thought for each Hail Mary.
2000's
The present devotion, differing from the medieval version, is composed almost entirely of direct quotations from the Bible. It is appropriately called "the Scriptural Rosary." An explanation of this devotion can be obtained from The New Rosary in Scripture: Biblical Insights for Praying the 20 Mysteries, by Edward P. Sri, published by Charis Books.
2002
In his Apostolic Letter, Rosarium Virginis Mariae (Rosary of the Virgin Mary), Pope John Paul II encouraged the use of the Rosary in prayer to Jesus. He proposed adding five Luminous Mysteries to the traditional pattern.

Prayers of the Rosary

The prayer of the rosary is in reality a variety of prayers, many totally scriptural.

The Apostles Creed c. 700 AD
I believe in God the Father Almighty, creator of heaven and earth. And in Jesus Christ, his only Son, our Lord, who was conceived by the Holy Ghost, born of the Virgin Mary, suffered under Pontius Pilate, was crucified, died, and was buried. He descended into hell, and on the third day he rose again from the dead. He ascended into heaven, sits at the right hand of the Father. He will come again in glory to judge the living and the dead. I believe in the Holy Ghost, the holy catholic church, the communion of saints, the forgiveness of sins, the resurrection of the body and life everlasting. Amen
Mt 6:9-13
Our Father in heaven, hallowed be your name, your kingdom come, your will be done, on earth as in heaven. Give us today our daily bread; and forgive us our debts, as we forgive our debtors; and do not subject us to the final test, but deliver us from the evil one.
Christian doxology (cf. Rev 4:8)
Glory be to the Father and to the Son and to the Holy Ghost, as it was in the beginning, is now and ever shall be, world without end. Amen.
Lk 1:28
Hail, favored one! The Lord is with you.
Lk 1:42
Blessed are you among women, and blessed is the fruit of your womb.
Lk 1:43; (see also the Council of Ephesus, 431)
"the mother of my Lord" (Holy Mary, Mother of God.)
Prayer of petition; confession of sinfulness
Pray for us sinners;
Petitioning Mary dates to 3rd century
now and at the hour of our death. Amen
The sign of the cross; invoking the Holy Trinity
In the name of the Father, and of the Son, and of the Holy Ghost. Amen

It is difficult to see how some Christians can criticize the private prayer life of other Christians. One such criticism centers on the element of repetition of the prayer, "Hail Mary." But to even the casual reader of the word of God it must be apparent that the writers of the Bible--and God Himself--used the repetition of words and expressions in prayer.

The Bible uses repetition to indicate emphasis and the highest degree of something.

Is 6:3
"Holy, holy, holy is the Lord of Hosts!" they (the Seraphim) cried one to another.

The Psalms are a good example of repetition in prayer. Psalm 150 records a twelve-fold repetition in one psalm.

One wonders if the prayerful repetitions found in all prayer services, especially "Halleluia" are modeled after the Psalms?

(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)

 

Spread The Rosary - Dr. Miravalle

AirMaria.com: Oct 08 - Homily: Rosary and Conversion of Heart

Jimmy Akin

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