Katholisch Leben!

The Jesus Brothers

kathpedia.com: Reliquien

Der Begriff Reliquie stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel, wie "zurücklassen". Nach dem Tod der Heiligen lebt ihre Seele bei Gott, und wir verehren, was sie uns zurückgelassen haben, ihre Knochen oder Kleidungsstücke.

Die Reliquienverehrung war besonders im Mittelalter weit verbreitet. Die damaligen Menschen lebten viel mehr in dem Bewußtsein der Ewigkeit, als wir heute. Es entstanden große Wallfahrten zu den Gräbern von Petrus und Paulus nach Rom, nach Santiago de Compostela, wo der Legende nach der verstorbene heilige Apostel Jakobus in einem Boot an Land gespült wurde, und auch nach Köln zu den Gebeinen der heiligen Drei Königen.

Schon in der frühen Christenheit wurden die Heiligen, das waren in der ersten Zeit die Märtyrer, dort begraben, wie die Christen die Eucharistie gefeiert haben: in den Katakomben und später in den ersten Basiliken und Kirchen. Bis heute ist in jedem Altar ein Partikel von einer Reliquie eingelassen.

Durch die Verehrung der Reliquien verehren wir die Heiligen, stellen sie uns als Vorbilder vor Augen und erhoffen ihre Fürsprache in unseren Anliegen und für unser Leben.

 

Literatur


Arnold Angenendt, Heilige und Reliquien. Die Geschichte ihres Kultes vom frühen Christentum bis zur Gegenwart, 2. Aufl. München 1994.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Reliquien)



 

Reliquien - das ist doch etwas aus heidnischer Zeit, das die Katholiken übernommen haben!

Lesen wir hierzu Apostelgeschichte 19,11-12: "Auch ungewöhnliche Wunder tat Gott durch die Hand des Paulus. Sogar seine Schweiß- und Taschentücher nahm man ihm vom Körper weg und legte sie den Kranken auf; da wichen die Krankheiten und die bösen Geister fuhren aus." (Einheitsübersetzung)

Unter Reliquien versteht man Dinge, die von Menschen berührt wurden, die ein heiliges Leben geführt haben. Im vorliegenden Fall haben also die Schweiß- und Taschentücher vom Hl. Paulus tatsächlich Kranke geheilt! Wenn dies aber vor 2.000 Jahren möglich war, warum sollte es nicht auch heute möglich sein Ist Gottes Heilkraft etwa beschränkt? Nein, ist Er nicht - und Reliquien von Aposteln oder anderen Heiligen werden auch heute noch verwendet und wirken auch heute noch Wunder!

Gehen wir weiter zu Apg 5,15: "Selbst die Kranken trug man auf die Straßen hinaus und legte sie auf Betten und Bahren, damit, wenn Petrus vorüberkam, wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen fiel." (Einheitsübersetzung).

Bilder sind nichts schlechtes und hier heilt das Bild vom Schatten des Petrus die Kranken. Gott ist also durchaus in der Lage, alles mögliche auszuwählen, um Wunder an den Menschen zu vollziehen - und Reliquien sind eines davon. Wenn also der Schatten vom Hl. Petrus die Kranken heilen kann, warum nicht auch ein Stück seines Gewandes?

Um einem Missverständnis vorzubeugen: die Katholische Kirche lehrt nicht, dass diese Gegenstände durch sich selbst eine heilende und wundertätige Wirkung hätten. Das wäre in der Tat Aberglaube. Gott kann aber in Bildern und Reliquien gegenwärtig sein und so Wunder bewirken.

Nun noch Mt 9,20-22: "Da trat eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt, von hinten an ihn heran und berührte den Saum seines Gewandes; denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt. Jesus wandte sich um, und als er sie sah, sagte er: Hab keine Angst, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und von dieser Stunde an war die Frau geheilt." (Einheitsübersetzung)

Der Saum von Jesu Gewand ist also bereits ein Werkzeug der Heilung. Natürlich spielte der Glaube der Frau auch eine Rolle, jedoch hat Gott etwas materielles verwendet, um sie zu heilen und ihr seine Gnade zu schenken. Unser Glaube ist also keineswegs abergläubisch, sondern ein Geschenk Gottes. Wir vertrauen auf den Willen Gottes. Wir müssen offen für Gottes Gnade sein - unabhängig davon, woher oder von wem sie kommt.

Schließlich noch 2 Könige 13,21: "Als man einmal einen Toten begrub und eine dieser Scharen erblickte, warf man den Toten in das Grab Elischas und floh. Soblad aber der Tote die Gebeine Elischas berührte, wurde er wieder lebendig und richtete sich auf." (Einheitsübersetzung).

Reliquien sind also nicht nur abergläubisches Zeug. Im Laufe der letzten Jahrhunderte wurden viele Menschen durch Gegenstände von Heiligen geheilt, deren sich Gott bediente, um die Heilung zu erwirken. Wir sind Seine Geschöpfe und so tritt Er manchmal mit uns in Verbindung, indem er materielle Dinge verwendet. Ist das wirklich so abwegig und schwer zu verstehen?

 

(Quelle: www.saintjoe.com)

 

 

Weihwasser, Öl und Ähnliches sind doch abergläubische Dinge!

Tatsächlich? Lesen wir hierzu Jk 5,14: "Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben." (Einheitsübersetzung).

Kranke sollen also mit Öl gesalbt werden. Dies - in Verbindung mit Gebeten - dient der Heilung. Nichts anderes tut ein katholischer Priester heute, wenn jemand aufgrund schwerer Krankheit in Lebensgefahr ist, eine schwere Operation bevorsteht oder  Vergleichbares. Gott verwendet also  materielle Dinge - etwa Öl - um uns Seine Gnade zu schenken!

Sehen wir uns nun Mt 26,12 an: "Als sie das Öl über mich goss, hat sie meinen Leib für das Begräbnis gesalbt." (Einheitsübersetzung).

Hier erlaubte Jesus der Frau, Öl über Ihn zu gießen und Ihn zu salben. Wenn Er das aber erlaubt hat, kann es kein Aberglaube gewesen sein. Wenn es tatsächlich Aberglaube gewesen wäre, hätte Er sie zurechtweisen müssen, da Er die Wahrheit ist.

Nun Mk 6,13: "Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie." (Einheitsübersetzung).

Die Salbung mit Öl war ein Mittel, um jemand Kraft zu geben (siehe die Salbung von König Salomon in 1 Kön 1,39). Dies bedeutete auch göttliche Zustimmung und Heiligung. Es konnte auch heißen, dass man jemand für einen heiligen Zwecck weihte. Das Salben mit Öl wurde auch zur Heilung der Kranken gemacht - so wie es heute noch in der Katholischen Kirche praktiziert wird.

(Quelle: www.saintjoe.com)

 

ON THE FEAST OF ALL SAINTSWhy do Catholics venerate relics? What's the story with incorrupt saints?

Posted by Regina Magazine on Sonntag, 1. November 2015

Images and Relics of the Saints

Catholic Christians operate from an Incarnational Principle: they sometimes make use of statues, images, medals, relics, and other objects to call to mind their relationship with the communion of saints of the past. These "religious objects" are used to simply recall to mind the example of a particular saint and to remind us of their nearness to God and their power to intercede for us on earth.

Mk 5:27-29
She (the woman with a hemorrhage) had heard about Jesus and came up behind him in the crowd and touched his cloak. She said, "If I but touch his clothes, I shall be cured." Immediately her flow of blood dried up.
Acts 5:15
Thus they even carried the sick out into the streets and laid them on cots and mats so that when Peter came by, at least his shadow might fall on one or another of them.
Acts 19:11-12
So extraordinary were the mighty deeds God accomplished at the hands of Paul that when face cloths or aprons that touched his skin were applied to the sick, their diseases left them and the evil spirits came out of them.

The Incorruptibles

As an affirmation to our faith, and not the reason we believe, we recognize miraculous events concerning the bodies of some saints whose souls have gone to be with the Lord. The physical remains of some saints have been preserved in physical states not in the common natural order. Some saints whose bodies have been preserved without artificial means include: St. Bernadette Soubirous, St. Catherine Laboure, St. John Vianney, Sr. Theresa Margaret, St. Catherine of Sienna, St. Francis Xavier, St. Louise de Marillac, and Blessed John XXIII.

(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)

 

Links International

Original Catholic Encyclopedia: Relics

New Advent: Relics

Mother Theresa: Relics