Katholisch Leben!

The Jesus Brothers

Seelsorge für Menschen aus dem Rotlichtmilieu!


An dieser Stelle möchte ich mich ganz besonders an Menschen aus dem Rotlichtmilieu wenden und ihnen kostenlosen seelsorgerlichen Beistand anbieten. Gerne bin ich auch bei Behörendgängen oder ähnlichen behilflich.

Gerne kannst du mich unter Tel. 089 / 78018960 oder Email kontaktieren. Natürlich auch anonym, wenn du das möchtest.

Dieses Angebot gilt für alle, die im Rotlichtmilieu tätig sind oder dieses aufsuchen.

Robert

Ich habe eben einen Fragenkatalog einer Schülerin zum Thema Prostitution anlässlich einer Arbeit bekommen, die sie schreiben muss. Hier der Katalog mit meinen Antworten:


Fragen : Seminararbeit „Der Dienst am Nächsten - Liebe deinen Nächsten? Kirche und Prostitution


1.Würden sie sich negativ über das fast schon als „Alltagsphänomen“ bezeichnete Thema Sex beschweren ?( Zeitschriften, Filme) Ja Nein

"Sex" an sich ist nicht negativ. Es ist etwas Heiliges. Insofern ist die Katholische Kirche auch nicht gegen Sex - sie würdigt ihn nur als das, was er tatsächlich ist und macht nicht etwas Billiges daraus. Was tatsächlich täglich stattfindet, ist die Sexualisierung unserer Gesellschaft. Gabriele Kuby hat sich hierzu mehrach in ausgezeichneter Art und Weise geäußert.



2. Wie würden sie „Prostitution“ definieren?

Wikipedia definiert dies so: "Prostitution (von lateinisch prostituere „nach vorn/zur Schau stellen, preisgeben“), früher Gewerbsunzucht, bezeichnet die Vornahme sexueller Handlungen gegen Entgelt, den Schandlohn." Aus katholischer Sicht ist sie mehr als das: Bereits im Alten Testament wurde Israel nach seiner Untreue Gott gegenüber - also der Bruch des Bundes - als "Hure" bezeichnet. In einem Bund gibt sich der Gatte in lebensspendender Art und Weise seiner Gattin hin. Beide werden eins - so sehr eins, dass man dem "Einen" neun Monate später einen Namen geben muss. Dies spiegelt die selbstlose Art und Weise wieder, mit der sich Jesus in lebensspendender Art und Weise Seiner Braut, der Kirche hingab. Das Kind, das daraus hervorgeht und aus der Familie ein "Dreier-Gespann" macht, das doch eins ist, ist ein Spiegelbild der Dreifaltigkeit. So ist die katholische monogame, heterosexuelle und lebenslange Ehe zum Wohl der Ehegatten und zur Zeugung von Kindern bestimmt. Versucht man eines davon bewusst auszuklammern, zerstört man das Ganze. Sex außerhalb der Ehe - und erst recht Prostituation! - sowie außereheliche Beziehungen sind nichts anderes als eine Art von bürgerlichen Verträgen, wo man überein kommt, Eigentum oder Eigentumsrechte auszutauschen. Beim unauflöslichen Bund gibt man sich selbst hin.




3.Was halten sie von der These von Augustinus ?

„Was könnte man anführen, dass schädlicher wäre, als Dirnen, Kuppler und die anderen Vertreter dieses verderbten Gesindels? Aber entferne die Dirnen aus der menschlichen Gesellschaft: du wirst alles durch die sexuellen Leidenschaften durcheinander bringen. Setzte sie an den Platz der verheirateten Frauen und du wirst alles durch Unheil und Schande entehren.“

Der Heilige Augustinus war selbst lange Jahre mit einer Frau zusammen. Sie hatten einen Sohn miteinander. Nicht umsonst betete die Heilige Monika, seine Mutter, unaufhörlich für ihn.

Er wusste, was es bedeutete, ein Leben lang in Versuchung geführt zu werden. Er kannte die körperliche Liebe und ebenso sexuelle Begierden und vergaß dies auch nicht nach seinem Eintritt in die Kirche. Nicht umsonst war er es, der darauf hinwies, dass sein Herz so lange ruhelos sein würde, bis es eines Tages in Gott ruht. Insofern drückt dieses Zitat wohl eher eine gesellschaftliche Realität aus. Es ist keinesfalls ein Gutheißen von Prostitution. Augustinus sah Prostituation allerdings als "kleiners Übel".



4.Was denken sie - wieso wurden früher, sowie heute Prostitutionsstätte ( Frauenhäuser, Puffs, Herbertstraße (Hamburg)) erlaubt ?

Früher: Früher hatte Prostitution teils kultischen Charakter (Tempelprostitution). Auch diente sie der Befriedigung sexueller Begierden - vor allem für die, die nicht verheiratet waren. Teils war Prostitution auch gesellschaftlich anerkannt (Kurtisanen). Teils sah man Prostituierte aber auch als Hexen und verbrante sie als solche. Ein weiterer Grund, der so manche Frau in die Prostitution trieb, war wohl auch die Sorge ums Überleben - etwa wenn der eigene Mann tot und keine Familie vorhanden war und es an der nötigen Ausbildung für eine gutbezahlte Arbeit fehlte. So verdienten Frauen ihren Lebensunterhalt - oder einen Teil davon - mit dem Verkauf ihrer Körper. Ein Grund für die Unterbringung von Huren in besonderen Häusern mag gewesen sein, dass sie dort von den örtlichen Behörden leichter zu kontrollieren waren - ein Grund auch für die gesetzliche Reglementierung der Prostitution. Nach dem Aufkommen der Frauenbewegung schlossen viele Bordelle, was wiederum zur Verelendung der Prostituierten führte, die nun auf die Straße getrieben wurden.

Heute: Heute ist das gesamte Spektrum der Vergangenheit vertreten: Bordelle, gesetzliche Regelungen, Verbote, usw. Teils wird Prostitution als "Befreiung der Frau" gefeiert (eine absolut lächerliche und realitätsferne Behauptung. Es ist eine Entwürdigung sowohl von Mann und Frau!). Auch Männer verkaufen sich mittlerweile. Sex ist zu einer Ware verkommen. Nach der sexuellen Revolution in den 60ern wurde die traditionelle christliche Ehe, die das Beste für alle Beteiligten war - durch (beinahe) nichts ersetzt. Alle möglichen Konstellationen gehen nun. Und was noch nicht geht, wird bald gangbar gemacht. Die Konsequenzen sind kaum zu übersehen: Störungen der Geschlechtsidentität, Abtreibung, Sex- und Pornosucht, kriminelle Aktivitäten, Geschlechtskrankheiten usw.



5.Wie stehen sie persönlich in der heutigen Zeit zu Bordellen und anderen Räumlichkeiten?

Mit einem Verbot alleine wird man dem nicht beikommen. Hier muss man weiter ausholen und das Wissen um die traditionelle, christliche Familie (wieder) vermitteln - verbunden mit dem damit verbundenen Wert für alle Beteiligten.




6.Wie würden sie diesen Ausdruck aus der Bibel deuten? Steht dies nicht im Gegensatz mit der Kirche? Wurde die Prostitution schon früher toleriert ?

„Da sie nun Juda sah, meinte er, sie wäre eine Hure; denn sie hatte ihr Angesicht verdeckt [..] Da gab er's ihr und kam zu ihr; und sie ward von ihm schwanger“

Hier mit einem Satz zu antworten, ist kaum möglich. Grundsätzlich ist anzumerken, dass ein aus dem Zusammenhang gerissenes Bibelzitat ohne entsprechendes Hintergrundwissen eher zu Verwirrung denn zu einem besseren Verständnis beiträgt. Beispiel: Wir alle kennen den Ausdruck "Das Auto ist im Eimer". Nun stellen Sie sich einmal vor, jemand würde in ferner Zukunft - in 2.000 Jahren - diesen Satz lesen. Was für eine Überraschung dürfte er empfinden, wenn er ihn einfach so wörtlich auffasst, ohne das Hintergrundwissen zu haben, mit dem wir diesen Ausdruck verwenden!


7.Früher betrieben meist Kirchen und Klöster „Frauenhäuser“. Ein Grund war der wirtschaftliche Aspekt. Was denken sie waren weitere Gründe wieso grade kirchliche Institute, so ein Gewerbe unterstützen und sogar selber betrieben?

Warum erliegen Menschen fleischlichen Gelüsten (Sex, Geld, Macht, Einfluss, gesellschaftliche Anerkennung usw.)? Katholiken sind vor Versuchungen keineswegs ausgenommen und einige erliegen dieser Versuchungen - aus unterschiedlichsten Gründen (persönlicher Vorteil, "gut gemeinte" Absichten etc.). Macht dies die Versuchung zu etwas moralisch Akzeptablen? Keineswegs. Das wäre eine absurde Schlussfolgerung.



8.Waren die Prostituierten um das Mittelalter, als Gruppe in die Gesellschaft integriert? ( Bezug auf Kleiderordnung, Kirche) Wie stand die Kirche zu Prostituierten allgemein? Konnte man auf Hilfe vertrauen?

Die Prostitution wurde verurteilt - und gleichzeitig gab es kontrollierte Bordelle. Weitaus schwererhatten es hier wohl Gelegenheitsprostituierte oder Prostituierte, die außerhalb solcher Bordelle tätig waren. Geschützt waren Prostituierte damals wie heute nur sehr eingeschränkt. Es war und ist ein gefährliches "Geschäft" - in jeder Hinsicht: körperlich, psychisch, spirituell.


9.Wie ist die Prostitution heute Integriert? Immer noch großer „Abschaum“? Wie stehen sie heutzutage zu Prostitution? Würden sie jemanden von diesem Gewerbe den Segen geben und sie unterstützen?

Man wird ja heute nicht müde, zu betonen, wie sehr Prostitution gesellschaftlich integriert ist. Und doch dürte es nur wenige geben, die sich dieses Gewerbe für die eigenen Kinder wünschen. Ich würde es wie Jesus halten: Er hatte keine Scham, sich mit Prostituierten abzugeben und rettete sogar einer das Leben. Gleichzeitig trug Er ihr aber auch auf, von nun an nicht mehr zu sündigen. Es gibt Gründe, warum Menschen sich sexuell verkaufen. Diese Gründe und die dahinter stehenden Bedürfnisse und Verletzungen müssen angegangen und den Betroffenen eine bessere Perspektive gezeigt werden.



10. An vielen offiziellen Anlässen ( Hochzeiten, Prozessionen) war es eine Selbstverständlichkeit, Prostituierte im Mittelalter anzutreffen. Wieso war das erlaubt und gewünscht? Heutzutage sieht man ja keine „offiziellen“ Prostituierten auf solchen Festen ? Hat sich die Gesellschaft verändert?

Prostituierte wurden damals nicht als Frauen gesehen, die mit den eigenen Ehefrauen gleichgestellt waren - eher als eine Art "Notlösung" zur Bedürfnisbefriedigung (da hat sich wohl wenig geändert).



Wieso wollte man sie im öffentlichen Leben nur ungern dabei haben ?

Als Mann geantwortet: Es ist leichter, mit einer Frau an seiner Seite "anzugeben", die man "erobert" hat und die einen als Mensch begehrt (auch sexuell), als mit einer Frau, die man gekauft hat und die alleine dafür da ist, die eigenen sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen, obgleich sie das von sich aus nie machen würde.




11.Kennen sie kirchliche Institutionen die Prostituierten bei einem Ausstieg helfen?

Mimikry und Marikas: http://www.hilfswerk-muenchen.de/9__1_beratungsstellen-mimikry-marikas.html



12.Wie würden sie die Stellung der Kirche heute und im Mittelalter beschreiben? Gibt es Unterschiede?

Unterschiede gibt es insofern, als in der Öffentlichkeit anders über Prostituierte gesprochen wird und auch Hilfsangebote zur Verfügung stehen. Ob sich die innere Einstellung Einzelner geändert hat, ist fraglich. Ob sie sich ändern muss, ebenso.




13.Was sagen sie zu dem Ausdruck „Liebe deinen Nächsten – Dienst am Nächsten“? Welcher Dienst ist da gemeint ? Könnte die Prostitution gemeint sein?

So etwas kann eigentlich nur jemand sagen, der vom Christentum keine Ahnung hat - und nicht einmal der. Das ist einfach nur dumm und billig. Was es heißt, bedingungslos unter Aufgabe des eigenen Lebens seinen Nächsten (besonders seine Feinde!) zu lieben, hat Jesus selbst uns vorgeführt.



14.Finden sie es einen positiven Fortschritt, dass die Prostitution legitimiert wurde ( Prostitutionsgesetz)? Ist es eher als Lösung zu den Problemen im Mittelalter zusehen oder als Untergang in der heutigen Gesellschaft, da es rechtlich erlaubt ist und sich fast jeder frei prostituieren kann?

Hier geht es weniger um erlaubt oder nicht erlaubt. Auch Gesetze stehen nur auf einem gesellschaftlichen Wertefundament. Was wir heute antreffen, ist ein moralischer Relativismus, bei dem jeder selbst bestimt, was gut, richtig, wahrhaftig und moralisch akzeptabel gibt. Einen gesellschaftlichen Konsens hierüber gibt es nicht mehr. Das allerdings ist mittel- bis langfristig tatsächlich der Untergang jeder Gesellschaftsform.

I. Internationales Treffen der Seelsorge zur Befreiung der Strassenmädchen


Päpstlicher Rat der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs

 
I. Internationales treffen der seelsorge zur befreiung der strassenmädchen

Rom, 20.- 21. Juni 2005

 
SCHLUSSDOKUMENT

DAS EREIGNIS

Das Treffen fand in den Räumen des Päpstlichen Rates der Seelsorge für die Migranten und die Menschen unterwegs statt. Außer den Vorgesetzten des Päpstlichen Rates haben fünf Mitarbeiter des Dikasteriums, zwei Bischöfe und mehrere Priester, Ordensleute und Laien, Vertreter der Bischofskonferenzen der 19 europäischen Länder, teilgenommen. Sie kamen aus: Albanien, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Dänemark (den Nordischen Ländern), Deutschland, England, Estland, Holland, Irland, Italien, Montenegro, Polen, Portugal, Schottland, Schweiz, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn. Zählen wir auch die Experten mit, so waren auch Länder anderer Kontinente, wie die Demokratischen Republik Kongo, Indien, Nigeryen und Thailand vertreten. Unter ihnen waren Entsandte der Vereinigung der General Oberen, der Internationalen Vereinigung der General Oberinnen, des Bischofsrates von Lateinamerika (CELAM), der Internationalen katholischen Kommission für die Wanderungsfragen (IKKW), der Assoziation “Kommunität Papst Johannes XXIII.“, der Legion Mariens, sowie Vertreter anderer Assoziationen, alle im apostolischen Einsatz in diesem Sektor, und mit ihnen auch ein Vertreter der Caritas Internationalis.

Der Präsident des Päpstlichen Rates, Seine Eminenz Kardinal Stephen Fumio Hamao, hat alle aufs herzlichste begrüßt und dann in die Arbeiten eingeführt. Er unterstrich die Bedeutung des zu behandelnden Phänomens, welches die Aufmerksamkeit und die pastorale Liebe der universalen Kirche, wie auch der Teil-Kirchen dringend fordert.

Erzbischof Agostino Marchetto, Sekretär des Dikasteriums, hat das Thema der Begegnung und des Programm vorgestellt und einige Kriterien der Wertbestimmung dieses Phänomens sowie etliche pastorale Umrisse dargeboten. Der Titel seines Referates lautete: “Die Straßenmädchen heute, eine pastorale Herausforderung“. In seinem Referat hat er ein weites und wichtiges Gebiet des Apostolates hervorgehoben, das auch eine neue Art von Mitarbeitern in der Pastoral braucht. Mit Besorgnis hat er von den Personen gesprochen, von denen viele in einer Situation leben, in der nicht einmal die kleinsten persönlichen Rechte geachtet werden, denn ihr Körper ist Objekt der Ausbeutung und des Handels.

Die nachfolgenden Beiträge der Teilnehmer haben verschiedene Aspekte der aktuellen Realität der Straßenmädchen ins Licht gerückt. Die Kirche schaut auf sie mit Barmherzigkeit und christlicher Aufnahme und lädt dazu ein, die spirituellen und theologischen Werte zu beachten, die an der Basis eines pastoralen Einsatzes stehen, der das Wohlwollen Gottes ihnen gegenüber ausdrückt, und im klaren Bewusstsein aller, dass große, verborgene Tragödien hinter dieser Erfahrung stehen. Daher die besondere Besorgnis für die dramatische Situation junger Frauen und Mädchen, die sexuell ausgenutzt werden, und ihrer werden es immer mehr. Daraus ergibt sich die dringende Notwendigkeit einer pastoralen Aktion in Synergie, die über die lobenswerten und großzügigen schon bestehenden Initiativen der Aufnahme hinausgeht und die aktuellen Schwierigkeit bei der Eingliederung dieser Aktionen in die kirchlichen Strukturen vor Augen hat.

Frau Mariette Grange, Vertreterin der IKKW, sprach über das Thema “Der Menschenhandel, mit besonderem Blick auf die Frauen, die für die Prostitution bestimmt sind“, während Prof. Mario Pollo in seinem Referat, “Gesamtübersicht, als Resultat einer vorhergegangenen Umfrage“, ein allgemeines Bild der Situation dargelegt hat, wie es aus den Antworten auf den an die Teilnehmer versandten Fragebogen hervorgeht. Aus diesen geht ein gewisser Mangel des spezifischen pastoralen Aspektes hervor. Don Oreste Benzi, der Verantwortliche der Assoziation “Kommunität Papst Johannes XXIII.“, hat das Thema vorgestellt “Für eine Pastoral der Rettung und Befreiung“.

An den Gesprächen am Runden Tisch haben sechs Experten teilgenommen, und zwar: Schwester Eugenia Bonetti, I.S.M.C., von der Vereinigung der General Oberinnen, Pater Ottavio Cantarello, SC, Direktor der Kommunität “Samuel“, er war von der Italienischen Konferenz der Superioren benannt worden, Frau Sile Ni Chochlain, vom Rat der Legion Mariens, Schwester Lalini Gunawardene, SBP, Schwester Michelle Lopez, SBP, vom “Zentrum Fountain of Life“ und Herr Dr. Paolo Ramonda, Vize-Präsident der Assoziation “Kommunität Papst Johannes XXIII.“ Hier ging es darum, die “großen Linien einer spezifischen Pastoral“ zu umreißen.

Am Schluss des Treffens, nach dem Austausch von Mitteilungen, von pastoralen Meinungen, Erfahrungen und gründlichen Überlegungen, wurden wichtige Initiativen untersucht, unter Beachtung der unterschiedlichen Situationen in den einzelnen Ländern. Man bestätigte das Vorhaben, im Geist der Zusammenarbeit und mit einer gewissen Koordinierung die in diesen Tagen geleistete Arbeit fortzusetzen. Die Teilnehmer haben dann noch „Kriterien“ und „Strategien“ für die Zukunft überprüft, sowie die Methodologie und die Vorhaben, die in den nachstehenden Schlussfolgerungen und den Empfehlungen zusammengefasst sind.

ZUSAMMENFASSUNG

Einige Schlüsselpunkte

1. Die Prostitution ist eine Form moderner Sklaverei

Vor allem muss erkannt werden, dass die sexuelle Ausbeutung, die Prostitution und der Menschenhandel, eine Gewalttätigkeit den Frauen gegenüber ist, und folglich eine Beleidigung ihrer Würde und eine schwere Verletzung der grundlegenden Menschenrechte. Die Zahl der Straßenmädchen ist in der Welt drastisch angestiegen. Die Gründe sind vielfältig, komplexe wirtschaftliche, soziale und kulturelle Situationen. In einigen Fällen haben diese Frauen bereits seit ihrer Kindheit pathologische Gewalt und sexuellen Missbrauch erfahren müssen. Andere haben sich der Prostitution hingegeben, um für sich selbst und ihre Familien einen ausreichenden Unterhalt zu sichern. Einige suchen auch die väterliche Figur oder ein Liebesverhältnis mit einem Mann. Auch übergroße Verschuldung ist manchmal der Anlass. Die Hoffnung, ihrer Armutssituation im eigenen Land zu entgehen, im Gedanken an eine versprochene Arbeit im Ausland, um ihr Leben zu ändern. Sicher ist, dass die sexuelle Ausbeutung der Frauen, eine Tatsache, die das ganze soziale Gewebe der Welt durchdringt, die Konsequenz vieler ungerechter Systeme ist.

Viele der Frauen, die sich in der sogenannten Ersten Welt prostituieren, kommen aus der Zweiten, Dritten und Vierten Welt. In Europa und auch anderswo sind viele von ihnen Opfer des Handels aus anderen Ländern, um der steigenden Anfrage der “Verbraucher“, entgegenzukommen. Jedoch leben nicht alle diese Opfer in der Prostitution, und nicht alle Prostituierte sind das Ergebnis des Menschenhandels. Die menschliche Versklavung ist nichts Neues. Die Internationale Organisation der Arbeit (OIL – Organizzazione Internazionale del Lavoro) schätzt, dass jetzt 12,3 Millionen Menschen versklavt in Zwangsarbeit leben, und dass etwa 2,4 Millionen von ihnen Opfer des Menschenhandels sind, ein Phänomen, das den Schlepper-Organisationen jährlich eine Summe – sagen wir – von 10 Milliarden USA-Dollar einbringt.

2. Verbindung zwischen Migrationen, Rechten und Menschhandel.

Die Verbindung zwischen Migrationen, Rechten und Menschenhandel ist stufenweise aufgedeckt worden und weitere Formen des Handels sind erkannt und analysiert worden (Verpflichtung wegen Schulden, Sklaverei, sexueller Missbrauch oder Ausnutzung aus Arbeitsgründen). Die Definition Handel, die im Protokoll der Vereinten Nationen für die Vorbeugung, die Abschaffung und die Bestrafung des Menschenhandels, besonders der Frauen und Kinder, gebraucht wird, ist allgemein anerkannt. Dieses Protokoll, wie auch die Konvention des Europa-Rates bezüglich der Aktion gegen den Menschenhandel, sieht diesen als schwere Verletzung der Menschenrechte an und als Beleidigung der Menschenwürde.

Während diejenigen, die auswandern, um die Lebensnotwendigkeiten zu sichern, und jene, die Opfer der Schmuggler und des Menschenhandels sind, viele Aspekte der Verwundbarkeit teilen, so bestehen aber auch einschneidende Unterschiede zwischen der Migration und den Schleppern und den Menschenhändlern. Die Politik der Makro-Entwicklung lässt die Frauen oft in Schulden und ohne Arbeit. So wandern sie aus, um einen Lebensunterhalt zu sichern und ihren Familien oder der Kommunität helfen zu können. In keinem Fall dürfen die Anstrengungen, dem Schmuggel und dem Menschenhandel entgegen zu treten, nicht dazu führen, den Wunsch der Frauen auszuwandern, um durch die Emigration ihre Lebensverhältnisse und die ihrer Familien und ihrer Kinder zu verbessern, im rechten Licht zu sehen.

3. Die Gründe der Prostitution

Um eine wirksame pastorale Antwort geben zu können – das ist ja der Zweck dieses Internationalen Treffens – ist es wichtig, die Faktoren zu kennen, welche die Frauen zur Prostitution treiben, oder sie dazu anreizen. Bekannt sein müssen auch die Strategien, die von den Zwischenhändlern und den Ausbeutern benutzt werden, um sie unter Kontrolle zu halten, wie auch die Wege dieses Verkehrs aus den Herkunftsländern in die Bestimmungsländer und die institutionellen Ressourcen, um sich den Notwendigkeiten stellen zu können. Die Internationale Gemeinschaft und viele nicht-governativen Organismen in der Welt versuchen immer eindringlicher, die kriminellen Aktivitäten anzugehen und die Personen, die Opfer des Menschenhandels geworden sind, zu schützen.

4. Wer ist das Opfer?

Es ist ein menschliches Wesen, welches in vielen Fällen um Hilfe ruft, denn seinen Körper auf der Straße feil zu bieten, ist nicht das, was sie freiwillig gewählt hätten. Die Frau ist verletzt, psychisch und geistig praktisch tot. Gewiss hat jede dieser Frauen eine andere Geschichte, die hauptsächlich von Gewalt, Missbrauch, Misstrauen und geringer Selbstachtung geprägt ist, wie auch aus Angst und eben, weil anderer Möglichkeiten fehlen. Jede trägt tiefe Wunden in sich, die geheilt werden müssen. Was suchen sie? Ein Verhältnis, Liebe, Sicherheit, Zuneigung, Bestätigung, eine bessere Zukunft für sich selbst und für ihre Familien. Sie möchten der Armut und der Unmöglichkeit, etwas fertig zu bringen, entgehen, und sich eine Zukunft schaffen.

5. Wer ist der “Kunde“?

Auch er hat tief verwurzelte Probleme, denn in gewissem Sinn ist auch er Sklave. Ein Großteil von diesen Männern hat die 40. überschritten, doch jetzt steigt auch die Zahl der Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren. Aus den Analysen geht ganz klar hervor, dass eine immer größere Zahl der Männer die Prostituierten aufsuchen, mehr um sie zu beherrschen als um der sexuellen Befriedigung wegen. Denn in den normalen sozialen und persönlichen Verhältnissen erfahren sie in der Tat, dass ihre Macht und Männlichkeit geringer werden, und es gelingt ihnen nicht, ein Verhältnis aufzubauen, welches auf Gegenseitigkeit und auf Achtung basiert. Diese Männer suchen die Straßenmädchen auf, denn hier können sie eine Frau für eine gewisse Zeit vollkommen beherrschen und kontrollieren.

Der “Kunde“ muss mehr als nur eine soziale Verurteilung bekommen, er muss sich voll und ganz der Strenge des Gesetzes stellen. Doch auch ihm soll geholfen werden seine tiefliegenden Probleme zu lösen und andere Wege zu finden, um seine persönlichen Dinge in die Hand zu nehmen. Sex kaufen bei einer Prostituierten ist nicht der richtige Weg, Probleme, die aus dem Alleinsein, der Frustration oder dem Fehlen authentischer Verbindungen entstehen, zu lösen.

6. Das Verhältnis zwischen Männer und Frauen

Männer und Frauen stehen nicht in einem gleichen Verhältnis, denn die Gewalt oder die Gewaltandrohung gibt dem Mann das Privileg und die Macht, durch welche die Frauen zum Schweigen gebracht werden und ein passives Verhalten einnehmen. Frauen und Kinder werden oft durch die Gewalt, die sie zuhause seitens der männlichen Mitglieder der Familie erleiden müssen, auf die Straße getrieben. Die Männer haben diese Gewalt vollkommen “verinnerlicht“, weil sie ihnen durch die Ideologie und das Vorhandensein in den sozialen Strukturen praktisch eingeimpft wurde. Es ist traurig, eingestehen zu müssen, dass manchmal auch Frauen an der Unterdrückung anderer Frauen und der Gewaltanwendung an ihnen teilhaben, ja einige werden sogar öfter in den kriminellen Netzverbindungen entdeckt, die mit dem Ansteigen der Prostitution in Verbindung stehen.

Die Aufgabe der Kirche

7. Die Kirche hat eine pastorale Verantwortung, um die Würde des durch die Prostitution ausgenutzten Menschen wieder herzustellen und für seine Befreiung einzutreten, und auch zu diesem Zweck eine wirtschaftliche, erzieherische und bildenden Unterstützung zu geben. Die Kirche muss die Verteidigung der legitimen Rechte der Frauen übernehmen.

8. Außerdem muss die Kirche sich einsetzen, um die pastoralen Bedürfnisse der Straßenmädchen zu gewährleisten, und prophetisch die Ungerechtigkeiten und die anhaltende Gewalt ihnen gegenüber, überall, und bei jeder Gelegenheit, wo sie geschieht, anprangern. Weiter muss die Kirche alle Männer und Frauen guten Willens dazu aufrufen, sich für die Erhaltung der Menschenwürde einzusetzen, und der sexuellen Ausnützung eine Ende zu machen.

9. Eine erneute Solidarität in der Kirche und unter den religiösen Kongregationen, den Laien-Bewegungen, den Institutionen und den Assoziationen ist notwendig, um eine größere “Sichtbarkeit“ und Aufmerksamkeit für die Seelsorge der durch die Prostitution ausgenutzten Frauen zu gewährleisten, ohne die Frohe Botschaft der vollkommenen Befreiung in Jesus Christus zu vergessen.

10. Im Laufe der Jahrhunderte haben die religiösen Kongregationen, besonders die weiblichen, sich der Bedürfnisse der Frauen angenommen. Sie haben ständig mit Aufmerksamkeit die Zeichen der Zeit beobachtet, und die Vorzüglichkeiten und Besonderheit ihres Charismas in vielen neuen sozialen Zusammenhängen entdeckt. Die Ordensfrauen in der Welt suchen in gläubiger Meditation des Wortes Gottes und der Soziallehre der Kirche nach neuen Arten, um ein prophetisches Zeugnis für die Würde der Frau zu geben. Sie tun dies indem sie den Straßenmädchen ein weit gefächertes Netz von Diensten in “draußen gelegenen Einrichtungen“ anbieten, in Aufnahmezentren, in sicheren Unterkünften und Wohnungen, und Ausbildungs- und Erziehungsprogramme verwirklichen. Mitglieder der kontemplativen Orden zeigen ihre Solidarität und Unterstützung durch ihr Gebet und wenn möglich auch durch finanzielle Hilfe.

11. Programme der Fortbildung für Pastoral-Mitarbeiter sind notwendig, um Kompetenzen und Strategien zu entwickeln, und so die Prostitution und den Menschenhandel zu bekämpfen. Das sind wichtige Wege, um Priester, Ordensleute und Laien einzusetzen, um vorzubeugen und sich für die Reintegration der Opfer einzusetzen. Die Zusammenarbeit und die Informationen zwischen den Kirchen des Herkunftslandes und des Landes, für das sie bestimmt sind, werden als äußerst wichtig betrachtet.

ALLGEMEINE VORSCHLÄGE

12. Der Einsatz der Kirche zur Befreiung der Straßenmädchen

Man muss die Prostitution in einer vielfältigen Dimension angehen. Eine Umwandlung sei es der Männer wie der Frauen muss in einer Gegenseitig erfolgen, und die Menschenrechte müssen den Mittelpunkt jeder Strategie bilden. Alle Christen sind zur Solidarität mit den Frauen aufgerufen, die praktisch Gefangene der Straße sind. In jedem Fall fällt den Männern eine wichtige Rolle zu, denn sie müssen dabei helfen, eine Gleichstellung der Geschlechter im Kontext der Gegenseitigkeit und der rechten Unterschiede zu erreichen. Die Ausbeuter (meistens Männer), “Kunden“, Schlepper, Sex-Touristen, usw., müssen umerzogen werden hinsichtlich der Skala der menschlichen Werte, wie der Menschenrechte. Sie müssen auch von der Kirche, wie auch vom Staat eine klare Verurteilung ihrer Sünde und der Ungerechtigkeit, die sie begehen, hören.

13. Die Rolle der Bischofskonferenzen

Die Bischofskonferenzen, die sich in einem Staat befinden, der von der Prostitution, Frucht des Menschenhandels betroffen ist, müssen ihre Verantwortung übernehmen und diese soziale Plage anzeigen. Andererseits ist es aber auch notwendig, Achtung, Verständnis und Mitleid zu fördern, und sich eines Urteils über die Frauen, die in das Netz der Prostitution gefallen sind, zu enthalten.

Priester und Mitarbeiter in der Seelsorge müssen ermutigt werden, diese Versklavung aus pastoraler Sicht anzugehen.

14. Die Rolle der religiösen Kongregationen.

Die religiösen Kongregationen werden versuchen ihre Überzeugungskraft zu nutzen und die Kräfte zu vereinen, um zu informieren, zu erziehen und zu handeln. Sie werden den Hauptakzent auf den Wert der gegenseitigen Achtung, der gesunden Familienverhältnisse, der Gemeinde legen, und auch der Notwendigkeit einer Ausgeglichenheit und Harmonie in den persönlichen Verhältnissen zwischen Männer und Frauen. Es ist dringend notwendig, dass die verschiedenen Projekte, die von den religiösen Kongregationen gefördert werden, um den Frauen, Gefangene der Prostitution, zur Rückführung in ihre Heimat und bei der sozialen Integration zu helfen, auch eine angemessene finanzielle Unterstützung erhalten. Zu diesem Zweck empfiehlt man Begegnungen der religiösen Assoziationen, die sich in den verschiedenen Teile der Welt für die Erreichung dieses Zieles einsetzen.

Das Miteinbeziehen und die Unterstützung des Klerus sind ebenfalls wichtig, einmal für die Bildung der Jugendlichen, besonders der männlichen, wie auch für die Rehabilitation der “Kunden“ des Sexmarktes, und nicht nur das.

15. Zusammenarbeit

a) Eine volle Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Büros ist notwendig, will man die sexuelle Ausbeutung ausrotten.

b) Ebenfalls ist es wichtig, mit den Kommunikationsmitteln zusammen zu arbeiten, um eine korrekte Information über dieses Problem sicher zu stellen.

c) Die Kirche muss die Anwendung der Gesetze fordern, welche die Frauen vor der Plage der Prostitution und des Menschenhandels schützen. Weiter ist es wichtig, sich dafür einzusetzen, dass wirksame Verordnungen herauskommen gegen die demütigende Darstellung der Frau in der Werbung.

d) Die christliche Gemeinde muss dazu angeregt werden, mit den nationalen und lokalen Behörden zusammen zu arbeiten, um den Straßenmädchen zu helfen andere Ressourcen des Lebens zu finden.

16. Verbindung mit den Opfern und den “Kunden“

a) Für die Opfer ist das Heilverfahren langwierig. Den Straßenmädchen muss geholfen werden eine Wohnung zu finden, eine familiäre Umgebung, eine Gemeinde in der sie sich angenommen und geliebt fühlen und wo sie anfangen können, sich ein neues Leben und eine Zukunft aufzubauen. So können sie wieder Achtung und Vertrauen in sich selbst gewinnen und die Freude am Leben, einem neuen Leben ohne dass man mit dem Finger auf sie zeigt.

b) Befreiung und Reintegration brauchen Annahme und Verständnis seitens der Gemeinde. Der Weg der Heilung muss von einer echten Liebe und dem Anbieten verschiedener Möglichkeiten begleitet werden, die den jungen Frauen, auf der Suche nach Sicherheit, Bestätigung und Gelegenheiten für ein besseres Leben helfen können, ihre inneren Wünsche zu erfüllen. Der Schatz des Glaubens (vgl. Mt 6,21), wenn er trotz allem lebendig ist oder wiederentdeckt wird, wird ihnen enorme Hilfe sein, wie auch die Gewissheit der barmherzigen und großen Liebe Gottes.

c) Die “Kunden“ hingegen brauchen Information und Bildung was das Geschlecht, die Achtung, die Würde, die zwischenmenschlichen Werte und den vollen Bereich der Verhältnisse und der Sexualität angeht. In einer Gesellschaft, in der Geld und Wohlstand die dominierenden Werte sind, sind geeignete Beziehungen und eine sexuelle Erziehung notwendig für die ganzheitliche Bildung der verschiedenen Personengruppen. Diese Art von Erziehung kann die echte Natur der zwischenmenschlichen Beziehungen ergründen, die nicht auf egoistischem Interesse oder der Ausbeutung basieren, sondern auf der Würde der Person, die doch als Geschenk Gottes geachtet und geschätzt sein müsste. In diesem Zusammenhang werden auch die Gläubigen daran erinnert, dass die Sünde eine Beleidigung des Herrn ist, die mit den eigenen Kräfter und mit der Gnade Gottes gemieden werden sollte.

17. Erziehung und Nachforschung

a) Mit Blick auf diese Zielgruppe ist es wichtig, das Problem der Prostitution anzugehen ohne die christliche Sicht des Lebens zu vernachlässigen: mit Jugendgruppen in den Schulen, Pfarreien, Familien, um so zu einem korrekten Urteil zu kommen, was die menschlichen Beziehungen, Geschlecht, Achtung, Würde, Menschenrechte und Sexualität betrifft. Die Erzieher und Ausbilder müssen natürlich dem kulturellen Kontext, in dem sie arbeiten Rechnung tragen, sie werden aber nicht erlauben, dass ein Gefühl der Verlegenheit es ihnen verhindert sich in einem geeigneten Dialog über dieses Argument zu engagieren und ein Bewusstsein wie auch eine Besorgnis zu schaffen über den Gebrauch und Missbrauch von Sex und Liebe.

b) Die Verbindung zwischen Gewalt und patriarchalischer Gesellschaft, und die Wirkung beider auf die Frauen müssen berücksichtigt und auf jeder Stufe der Gesellschaft studiert werden, mit besonderem Blick auf ihre Einwirkung auf das Familienleben. Die praktischen Folgen der “verinnerlichten“ Gewalt müssen klar herausgestellt werden, und dies gilt sowohl für die Männer, wie für die Frauen.

c) Das komplexe Phänomen des Aspektes der weiblichen Migration muss so untersucht werden, dass die Würde und die Rechte der Frauen respektiert werden.

d) Erziehung und bewusstes Wachstum sind lebenswichtig, um die Ungerechtigkeiten in dem Verhältnis zwischen den Geschlechtern anzugehen und eine Gleichheit zwischen ihnen zu schaffen in einem Kontext der Gegenseitigkeit unter Beachtung der rechten Unterschiede. Die Frauen wie die Männer müssen deshalb:

- sich bewusst sein, wie die Frauen ausgenutzt werden, und

- ihre persönlichen Rechte und Verantwortung kennen.

e) Die Männer brauchen in besonderer Weise Initiativen, die folgendes berücksichtigen:

- Gewalt gegen Frauen, Sexualität, HIV/AIDS, Vaterschaft und Familie;

- Achtung und Aufmerksamkeit für Frauen und Mädchen, in einer Gegenseitigkeit des      Verhältnisses, und

- Überprüfung und Kritik der traditionellen Normen, die an die “Männlichkeit“ gebunden sind.

f) Die Kirche muss ihre Moral- und Soziallehre verbreiten, die klare Verhaltenslinien bieten, und einladen, für die Gerechtigkeit zu kämpfen. Sich auf verschiedenen Ebenen für die Befreiung der Straßenmädchen einsetzen – auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene – ist eine Tat wahrer christlicher Nachfolge, ein Ausdruck authentischer christlicher Liebe (vgl. 1 Kor 13,3).

g) Es ist unbedingt notwendig, das christliche und soziale Bewusstsein der Menschen zu entfalten durch die Verkündigung des Evangeliums des Heils, durch die Unterrichtung und durch verschiedene fortbildende Initiativen.

h) Eine Ausbildung der Seminaristen, der jungen Ordensleute und der Priester ist notwendig, damit sie die Fähigkeit und das notwendige Verhalten haben, um mit Einfühlungsvermögen auch mit den Frauen, die Gefangene der Prostitution sind, und mit ihren “Kunden“ zu arbeiten.

18) Dienstleitungen          

a) Die Kirche kann den Opfern der Prostitution eine Vielfalt von Diensten anbieten:   Unterkunft, Orientierungspunkte, ärztliche Betreuung, Nottelefone, rechtlichen Beistand, Beratungsstellen, Ausbildung ihrer Neigung, Erziehung, Rehabilitation, Verteidigung durch Informations-Kampagne, Schutz vor Drohungen, Verbindung mit der Familie, Beistand bei der freiwilligen Rückkehr und Wiedereinfügung in das Heimatland, Hilfe bei der Aufenthaltsgenehmigung, wenn die Rückkehr unmöglich ist. In jedem Fall ist die Hinführung zu Jesus Christus, der Gute Samariter und Retter, ein wichtiger Faktor der Befreiung und der Erlösung, auch für die Opfer der Prostitution (vgl. Apg 2,21; 4,12; Mk 16,16; Röm 10,9; Phil 2,11 und 1Thess 1,9-10).

b) Diejenigen, die direkt mit den Frauen arbeiten, die Opfer des Menschenhandels zum Zweck der Prostitution waren, brauchen eine spezielle Ausbildung, um sie in der rechten Weise zu behandeln ohne sie in Gefahr zu bringen.

c) Sich den Frauen und Mädchen der Straße nähern, ist ein komplexes und anspruchsvolles Unternehmen. In den Herkunfts-, den Durchgangs- und den Zielländern der Frauen, sollten Aktivitäten gestartet werden, die auf die Vorbeugung, die Bewusstseinsreife dem Problem gegenüber hinzielen. Reintegrations-Initiativen sind hingegen erforderlich bei einer Rückkehr in die Herkunftsländer, wenn sie es wollen. Von Wichtigkeit sind Schutz und Information, wie auch ein “Verbindungsnetz“.                      

d) Die rechtlichen Aspekte der Prostitution und des Menschenhandels – Verbot, Regulierung und Abschaffung – sollen in jedem Land respektiert werden. Man solle sich an den Beispielen einer guten Praxis inspirieren (z.B. an Schweden).

e) Vielschichtige, kirchliche Projekte würden sichtbare Zeichen des Interessens und des Einsatzes auf Diözesan- und Pfarrei-Ebene darstellen.

ABSCHLIESSENDE EMPFEHLUNGEN

Für die Bischöfe  

19. Bei den visite ad limina sollten die Themen behandelt werden, die die sexuelle Ausbeutung, das Schlepperhandwerk und den Menschenhandel betreffen.

20. Den Bischöfen wird vorgeschlagen, in ihren Hirtenbriefen zur Förderung und zum Schutz der Würde der Frauen und der Minderjährigen zu ermutigen.

Für die Ortsgemeinden

21. Es werden Schulen und Pfarreien benötigt, die Erziehungsprogramme anbieten und das Bewusstsein hinsichtlich der Sexualität, des gegenseitigen Respekts und der gesunden zwischenmenschliche Beziehungen, besonders zwischen Mann und Frau im Licht des Wortes Gottes und der Morallehre der Kirche vertiefen.

22. Bildungsprogramme und berufliche Ausbildung für Mitarbeiter in der Seelsorge sollten festgelegt werden, sie sollen Teil der Vorbereitung für ihr Amt sein.

23. Es ist notwendig, zwischen allen Gruppen, die in diesem Pastoralgebiet engagiert sind, Freiwillige, Assoziationen, religiöse Kongregationen, nicht-governative Organisationen, ökumenische und interreligiöse Gruppen, usw., ein “Verbindungsnetz“ zu schaffen und zu verstärken.

Für die religiösen Kongregationen/ den Diözesan-Klerus/ die nationalen Konferenzen von Ordenmännern und Ordensfrauen.

24. In den Seminaren und in den Anfangs- und Fortbildungskursen, den religiösen Männer- und  Frauen-Kongregationen sollten Bildungsprogramme eingefügt werden, die helfen, sich bewusst zu werden, was sexuelle Ausbeutung der Frauen und Minderjährigen bedeutet.

25. Die nationalen Konferenzen der Ordensleute werden ermutigt, für diesen Pastoralsektor eine Person zu benennen, die als Verbindungsglied eines “Netzes“, was innerhalb und außerhalb des eigenen Landes arbeitet, fungiert.

Für die Gesellschaft im allgemeinen

26. Die sexuelle Ausbeutung der Frauen und der Minderjährigen ist eine Angelegenheit, welche die ganze Gesellschaft betrifft, und nicht nur die Frauen.

27. Es ist unumgänglich, die Aufmerksamkeit auf den “Kunden“ zu lenken, ist er doch eines der Elemente des “Konsumsystems“, was an der Basis des Sexhandels steht.

28. Wichtig ist der Gebrauch einer passenden Sprache und Terminologie, wenn man sich auf das Phänomen der sexuellen Ausbeutung und der Prostitution bezieht.

29. Die Gesellschaft hat die Pflicht, Alternativ-Ressourcen für den Unterhalt derjenigen anzubieten, die versuchen, die “Straße zu verlassen“ .

(Quelle: http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/migrants/documents_1/rc_pc_migrants_doc_20210605_Iinc-past-don-strada-findoc_ge.html)

The Self Righteous Prodigal



To understand the Parables of Jesus, it is best to understand the culture of the day. In the story of the Prodigal Son, as it is best known, we need to read and study the entire chapter of Luke 15 to get the full context of the parable. This Parable is often taught leaving out the beginning of the chapter and also leaving out the very last part. To leave out either part is to teach an incomplete lesson and study.
     
So let’s read the entire chapter again for the first time, with an open mind, and see what the Lord may have to say to you today.
     
As we read the opening verses of this chapter, we see that many publicans and sinners have come to hear Jesus speak. Also present in this crowd were Pharisees and Saducees. Luke 15:1-2
     
The Pharisees were self righteous teachers of the religeous community, whom mostly gained their positions by bribery and big money. They were wealthy and they loved to Lord it over the common people, looking down their noses at them with disdain. The common people to them were the dregs of society.
     
The tax collectors, and the sinners to Jesus were represented as lost sheep who were in need of a Savior. To the average Israeli, the tax collectors were the most hated of all, for they worked for the Romans who were the oppressors. The tax collectors were corrupt, taking from the people more taxes than they should have. They were for that matter stealing from their own.
To the Pharisees the common people, including the tax collectors were considered religiously unclean.
     
Jesus in the eyes of all was considered to be a "Good Man."  Yet in the mind of the Pharisees, Jesus was also unclean because He hung out with the tax collectors, and the sinners, and the common people, so therefore He was guilty by association.
     
We too are often just as guilty as the Pharisees. We too often stay far away from the dregs of society. Anyone seen to be near them is considered to be unclean, unrighteous. We would rather if we could associate with the elite of society, with those who hold power and money. If we are seen with these types of folks, we think that we are a "Somebody."
     
In the culture of the day, to share a meal with somebody was to accept and approve of them. So when the Pharisees saw Jesus hanging out with these unclean, unrighteous persons, in their mind, He also was like them, and therefore could not be a "Good Man." Their prejudice is no different than many of us today. Look at yourself closely. Are you also a prejudicial Pharisee?
     
Jesus, as we know was not shy to confront these self righteous Pharisees. One of His favourite ways to confront them was by way of parables. And so Jesus tells these folks several parables, aimed straight as an arrow to their hearts to make them see what kind of men they really were and to make them see that they did not know God and His ways at all. Each of these parables is a reflection mirroring these Pharisees showing them not only their self righteousness, but also a window looking at and reflecting God the Father.
     
These Pharisees thought that they knew God very well, but Jesus was going to show them that they did not know Him at all. They did not understand the awesome love of that the Father has for the lost and how His heart breaks when one goes astray.
     
Through these three parables in chapter 15, we learn that it is God Himself who initiates His love towards us in that. While we are still yet sinners, Christ Jesus died for us. Rom. 8 It is He whom searches out for us, while we are yet still lost sinners, desiring us to draw close to Him.
     
The point of these three parables is not so much about a lost shepherd, nor a lost coin, nor a lost son, but about a searching, loving Father who searches to seek and to save they which are lost. Luke 19:10; Matt. 18:11
     
Now lets read Luke 15:11-24 about a Wayward Son and a searching Father.
     
We have all at one time or another searched desperately for something which is lost, like a wife’s ring, a lost child, car keys etc. If one loses a child at a carnival, the pain that a father or mother would feel would be comparable to the hurt and pain our Father in heaven must feel when one of us becomes lost, becomes a prodigal running away from Him. Who else but a parent could feel the anguish of a lost child like our Father? We read how Jesus wept over Jerusalem as they continually turned away from Him, Matt. 23:37.That is how much He loves us.
     
The young prodigal son we being very self-centered when he asked his father for his inheritance. To hear such a request as this from a son whom he loved, was like hearing that your son was wishing you to be dead. The father likely tried to talk some sense into his sons head, and he also likely knew exactly what the boy would do with all this money. Eventually the father relented to the sons request and let him go. We today would refer to this as tough love. Sometimes a parent has to to let a son or daughter go their own way so that they can learn the error of their ways on their own, the hard way.
     
And so we read how the boy gathered up his inheritance and belongs and left for a far off country living a harlotous life boozing it up and throwing his money around like a big shot until it all ran out. And we learn that a famine came upon the country and he became hungry. He sought out a way to get food and money, but the best offered to him was working with pigs and eating the same scraps they got. This would have been terribly degrading, especially to a Jew. During a time of famine pigs would have been of more value than people, so  all the people turned their backs on him and gave him nothing.
     
Had the story ended here, the Pharisees would have said that he got just what he deserved. Fortunately, our Father is not like that. He wishes us to repent and coming running back to Him.
     
With his stomach grumbling, ragged and filthy, the son we read comes to his senses and realizes what a fool he had been. He realizes that he not only sinned against his own earthly father, but also again the Father in heaven. Unfortunately we often need to fall into the pig pen, to hit rock bottom before we come to our senses, repent and turn back to God.
     
We can know for sure the boy was sincere in how he felt because he did not desire to return to his father as a son, but as a meager hired servant. Do we not also feel that at times we are unworthy of the Father when we have sinned?
     
Thankfully our God's love for us is so great that He will not leave us in the dumps.
     
In true humiliation, the prodigal son returns home, hungry, likely smelling like the pigs, dirty, degraded with his head bowed rehearsing what he would say to his father.                                       
     
Many an earthly father would perhaps look up to their approaching prodigal son with disgust. But our Father who is represented in this parable as the boy’s father does not do that. Our Father in heaven does not shut us out, does not turn His back on us while we still draw breath. He awaits for us patiently, wooing us, searching for us, looking for us daily awaiting for us to repent, come to our senses and return to Him.
     
So it is, as in the story, the father does not just stand there on the door step when he sees the boy coming. But he runs with outstretched arms eager to hug us and welcome us home, even before the son has expressed his repentance. Our Father needs not wait to hear from our lips to know that we have repented. He already knows our heart. And yes, just as in the story, there is a party. Like wise when one on earth repents and comes to the Father, there is great joy in heaven.
     
In Middle East culture, older men do not run, nor do we ever see the elite run with emotion in our culture today. But this father runs to his son and immediately after embracing the boy he calls for a party. Bring out the best calf, a robe and sandals, "my son which was lost is found he says."
     
The father in this story brought out his best to honour his repentant, prodigal son. Our Father also gave His best when He gave His Son for us when were also lost. The son was once again recognized as a heir to the father's estate as we are to our Father in heaven.
     
The father was not treating his son so well because he deserved it, but because he loved him so much. He went out of his way showing grace and mercy upon the once wayward son.
     
God our Father likewise does not dispose grace and mercy upon us because we deserve it or because of anything we have done. He gives because He loves us so much. John 3:16
     
This is a God who runs and embraces, who accepts the filthy prodigal sons when they run and turn back to Him. This is a God who calls for a party in heaven, who cries out; "Welcome, welcome home!" Luke 15:7
     
This is a God the Pharisees did not know and understand. That is why the story does not end here, but continues on to the end of the chapter. This ending part is the real key to this story.
     
Allow me suggest that the prodigal son represents the tax collectors and the sinners around Jesus. These folks know that they are lost and in need of a Savior. They are willing at least to come and sit at his feet and to listen to His teachings. And the angry elder son represents the hard nosed, know it all, non seeking Pharisees.
     
At first look the elder son looks like the respectable son, who is hard working, always obeying his father. He seemingly was doing the right thing. But may I suggest that his relationship with his father was likely strained. His righteousness was masked by the law, doing right outwardly, but perhaps inwardly rebelling against the father. The Pharisees also appear to have a form of godliness, but Jesus chastised them another time calling them blind guides, white sepulchers. Read Matt. 23:1-36; Luke 11:39-44. Jesus unmasked their self righteousness, those who thought they knew the Father and were doing His work. But, they were far, far from the Lord.
     
The elder son, upon hearing the celebration was angered and his thoughts towards his brother, rather than being joyful at his return, was anger and jealous. He was so angry that he refused to go to the party even after his father had pleaded with him to come and join the party and enjoy.
     
His rebelliousness would have been an insult to his father. This is like a teen picking a fight with a parent. It was terribly disrespectful. It was his duty to go and join in the celebration with his father. He chose to not even have fellowship with his father because the father had thrown a party for the one whom had lived with pigs, partied it up, losing all his money.
     
The Pharisees likewise chose to not have fellowship with Jesus, because Jesus fellowshipped with the dregs of society. They like the elder son chose to stay outside of the Fathers house. When one refuses to accept what the Father offers, what He accepts, it reveals ones true heart relationship to God.
     
Still the father pleads to the elder son, because he likewise loves his elder son as much as he loves the younger son. But for all his pleading, it was to no avail.
     
The elder brother contempt for his father showed clearly the true nature of his heart, just as the Pharisees had contempt for Jesus. Their hearts were far from God. Though the elder son worked hard for his father, he did not share his father’s heart. When he says: "This son of yours", he clearly shows he neither loved his brother, nor his father.
     
His final statements show how self serving he really was, how self-righteous he truly was. He was not joyful of being the recipient of his fathers love. In reality, he like the Pharisees was far further from the Father than was the prodigal son.
     
Never-the-less, this father portrays the love of our Father God, despite the elders disrespectful outburst. He continues to plead to the elder son to come and join in and share the joy that the father has for him , for us. He is a gracious, merciful Father who perseveres, who holds out hope, pleading for us to come close to Him, despite our failures, despite our sins.
     
When our Father sees a repentant sinner returning, He cannot of Himself cancel the party, cancel His love for us who are all prodigals.
     
Jesus was showing these self righteous Pharisees His deity and God's grace. That after all is the true theme of this story.
     
    
     
This is yet one other part of this story which is still missing. from this story, we never really learn if the elder son ever repented. Did he enter or did he not? The end of the story leaves us ah ging. Likely as not he did not enter the joy of the Lord.
     
This is the sin of the Pharisees. As long as they do not enter into and accept the grace of the Father, they are left on the outside. Our Father offers us grace and mercy and eternal life. If we do not enter in, and accept His offer of the forgiveness of our sins and salvation, we will not enter in to His joy and rest.
     
If we cannot see the need for grace for others, how will we ever see the need for grace and mercy for ourselves. To do so is to forfiet fellowship with the Father. The Pharisees likewise remain outside as long as they have contempt for the least of these.
     
Whether you are in a far country and have fallen to the the bottom, to the very dregs of the barrel, or if you are standing on the outside, the Father is still calling, "Come on In, Come home."
     
How we relate to others, reveals how we relate to God. He aches and cries for you every day to come. Will you not come on in and enjoy His blessings, enjoy the rest He has prepared for you?
     
I am reminded of the hymn "Just As I am" Please come just as you are and enter the party and homecoming He has preparing for you. Will you?
     
     
andré

Luke 7:36-8:3 (KJV)


36 And one of the Pharisees desired him that he would eat with him. And he went into the Pharisee's house, and sat down to meat.


37 And, behold, a woman in the city, which was a sinner, when she knew that Jesus sat at meat in the Pharisee's house, brought an alabaster box of ointment,


38 And stood at his feet behind him weeping, and began to wash his feet with tears, and did wipe them with the hairs of her head, and kissed his feet, and anointed them with the ointment.


39 Now when the Pharisee which had bidden him saw it, he spake within himself, saying, This man, if he were a prophet, would have known who and what manner of woman this is that toucheth him: for she is a sinner.


40 And Jesus answering said unto him, Simon, I have somewhat to say unto thee. And he saith, Master, say on.


41 There was a certain creditor which had two debtors: the one owed five hundred pence, and the other fifty.


42 And when they had nothing to pay, he frankly forgave them both. Tell me therefore, which of them will love him most?


43 Simon answered and said, I suppose that he, to whom he forgave most. And he said unto him, Thou hast rightly judged.


44 And he turned to the woman, and said unto Simon, Seest thou this woman? I entered into thine house, thou gavest me no water for my feet: but she hath washed my feet with tears, and wiped them with the hairs of her head.


45 Thou gavest me no kiss: but this woman since the time I came in hath not ceased to kiss my feet.


46 My head with oil thou didst not anoint: but this woman hath anointed my feet with ointment.


47 Wherefore I say unto thee, Her sins, which are many, are forgiven; for she loved much: but to whom little is forgiven, the same loveth little.


48 And he said unto her, Thy sins are forgiven.


49 And they that sat at meat with him began to say within themselves, Who is this that forgiveth sins also?


50 And he said to the woman, Thy faith hath saved thee; go in peace.


8 And it came to pass afterward, that he went throughout every city and village, preaching and shewing the glad tidings of the kingdom of God: and the twelve were with him,


2 And certain women, which had been healed of evil spirits and infirmities, Mary called Magdalene, out of whom went seven devils,


3 And Joanna the wife of Chuza Herod's steward, and Susanna, and many others, which ministered unto him of their substance

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