Katholisch Leben!

The Jesus Brothers

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Die alte Dame weiß, wie es sich anfühlt, ein Flüchtling zu sein. Deshalb hat Hildegard aus dem Sudetenland einen Flüchtling aus Syrien aufgenommen.

Posted by ZDF heute on Freitag, 17. April 2015

Konzept für die Arbeit mit Langzeitarbeitslosen im Rahmen eines christlichen Vereins


1. Notwendigkeit

Trotz der vergleichsweise guten wirtschaftlichen Lage hier in München gibt es immer noch viele Langzeitarbeitslose in dieser „Stadt mit Herz“. Trotz einiger guter Projekte und individueller Versuche, hier etwas zu verändern, gibt es kein strukturiertes Projekt, das langfristig und ergebnisorientiert in dieser Richtung arbeitet. Ziel- und planlose „Fortbildungsmaßnahmen“ oder eine Sozialarbeit, die sie nur in der Unselbständigkeit und Abhängigkeit belässt, helfen hier nicht weiter. Wir müssen die Dinge in die Hand nehmen und zeigen, dass auch diese Menschen noch etwas geben können sowie einen Anspruch auf eine erfüllende Arbeit haben.


2. Zielgruppe

Die Zielgruppe, mit der gearbeitet werden soll, ist alles andere als homogen. Es finden sich Menschen verschiedener Nationalitäten und Hintergründe. In der Regel sind es jedoch Menschen mit niedrigerem Ausbildungsstand als der Bundesdurchschnitt. Auch der Migranten-Anteil ist vergleichsweise höher. Die persönlichen Befindlichkeiten sind in der Regel abhängig von der Dauer der Arbeitslosigkeit und der Fähigkeit, mit Problemen umzugehen. Nicht behandelt werden können in diesem Projekt psychische Erkrankungen, insbesondere Suchtproblematiken. Vom Einzugsgebiet her ist im Grunde München mitsamt seinem Umland betroffen, wenngleich der U-Bahn-Bereich (also Innenstadt und angrenzende Stadtteile, besonders „Problemviertel“ wie Neuperlach) besonders im Fokus stehen dürften.


3. Problematik der Zielgruppe aus verschiedenen Perspektiven

a) Bildungsstand. Hier ist in der Regel Nachholbedarf gegeben. Oft mangelt es an notwendigen Deutschkenntnissen (selbst bei deutschen Staatsbürgern). Mängel gibt es auch hinsichtlich der Sozial-, Handlungs-, Methoden- und Fachkompetenz sowie bei grundlegenden Fachkenntnissen (Buchhaltung, EDV, Fremdsprachen, Zeitmanagement). Weiterhin fehlen teilweise Kenntnisse über eigene Rechte und Pflichten sowie Hilfsangebote.

b) Motivation. Mit der Dauer der Arbeitslosigkeit nimmt oft auch die Motivation ab, etwas an der eigenen Lage zu ändern. Die Menschen werden passiv und apathisch und ergeben sich ihrem „Schicksal“.

c) Psychische Verfassung. Ebenso steigt mit der Dauer der Arbeitslosigkeit die Wahrscheinlichkeit einer psychischen Erkrankung (geschwächtes Selbstwert-Empfinden, Depression, Angststörung, Erkrankungen aus dem neurotischen Spektrum etc.).

d) Körperlicher Zustand. Menschen, die länger arbeitslos sind, sind im Durchschnitt in körperlich schlechterem Zustand als die arbeitende Bevölkerung (Erkrankungen in Folge eines ungesunden Lebensstils, nachlässiges Äußeres, geknickte Körperhaltung etc.) . Dies liegt teils an der finanziellen Situation, teils daran, dass sie sich gehen lassen und keine Hoffnung auf Veränderung mehr haben.

e) Soziales Umfeld. Hier gibt es erhebliche Unterschiede bezüglich des familiären Hintergrundes, des Vorhandenseins eines Freundeskreises oder der Fähigkeit, soziale Kontakte zu initiieren.
d) Sinnsuche. Mit anhaltender Arbeitslosigkeit geht oft auch die Frage nach dem Sinn des Lebens einher.

e) Soziale Situation. Problematik hier: Finanzielle Sorgen bis hin zur Überschuldung, Probleme im Mietverhältnis, Vereinsamung bis hin zur Verelendung, Überforderung hinsichtlich der Erwartungen von Behörden, im schlimmsten Fall auch völliges Aufgeben oder Abgleiten in die Obdachlosigkeit.

d) Ziele. Was genau soll beim Einzeln erreicht werden? Eingliederung in den ersten oder zweiten Arbeitsmarkt? Qualifizierungsmaßnahme? Rehabilitation? Antrag auf Erwerbsminderungs-Rente?

e) Case Management. Welche soziale oder sonstige Organisationen oder Individuen können wie mithelfen? Welche Synergie-Effekte sind möglich?

f) Ressourcen. Welche Ressourcen sind vorhanden? Welche notwendig?

g) Potential. Was ist möglich? Was kann der Betreffende erreichen? Was ist hierfür nötig?

h) Situation. Was ist zuallererst nötig? Wie kann man es organisieren und wer tut das?

i) Planung. Wie sieht die weitere Planung aus? Was sind kurz-, mittel- und langfristige Ziele? Bis wann ist was zu erreichen und wer ist dafür verantwortlich? Wann wird das erste Mal überprüft?

j) Überprüfung. Zu welchen Zeitpunkten und mit welchen Maßstäben überprüft man die Zielerreichung? Welche Maßnahmen werden wann und von wem getroffen, wenn die Zielerreichung gefährdet ist?

k) Evaluation. Nach Abschluss: Was ist gut gelaufen? Was ist nicht so gut gelaufen und warum nicht? Was kann wer besser machen?


4. Zielsetzungen

a) Bildungsmaßnahmen. Welche staatliche Unterstützung gibt es für Bildungsmaßnahmen? Gibt es qualifizierte Menschen, die ehrenamtlich Unterricht geben? Sind Praktika möglich? Gibt es Lehrstellen oder Umschulungen? Welche Kenntnisse sind vorhanden und können vielleicht sogar innerhalb der Gruppe geteilt werden?

b) Gesunder Lebensstil. Gibt es Hauswirtschafterinnen, Ärzte, Psychologen, Heilpraktiker usw., die ehrenamtlich Seminare über einen gesunden Lebensstil geben? Welche kostenlose Angebote der Krankenkassen sind verfügbar? Sind regelmäßige Wanderungen oder gemeinsame Freizeitaktivitäten der ganzen Gruppe möglich?

c) Ehrenamtliche Tätigkeit. Solange noch keine Arbeit gefunden ist, soll angestrebt werden, den Betroffenen eine geeignete ehrenamtliche Beschäftigung zu vermitteln. So bleiben sie in einer täglichen Struktur, finden Sinn durch sinnstiftende Arbeit, machen vielleicht sogar erste Erfahrungen in einem neuen Beruf oder bei einem potentiellen Arbeitgeber und verrichten ihren Anteil an den Aufgaben in einer Gesellschaft.

d) Öffentlichkeitsarbeit. Aufbau einer Homepage, in der das Projekt sowie die Teilnehmer vorgestellt werden. Kontaktaufnahme zu potentiellen Arbeitgebern. Politisches Engagement und Information der Öffentlichkeit.

e) Rehabilitation. Welche Maßnahmen zur Wiederherstellung der körperlichen und/oder psychischen Gesundheit sind nötig, verfügbar und wie können wir sie organisieren? Hierzu gehört auch die Kontaktaufnahme mit den Trägern der Rehabilitation, den Ärzten, Psychotherapeuten etc., um eventuelle Maßnahmen mit unterstützen zu können.

f) Eingliederung. Unterstützende Maßnahmen auch nach Eingliederung in eine neue Tätigkeit, um eine Stabilisierung zu erreichen und bei Bedarf gegensteuern zu können oder Hilfestellung geben zu können.

g) Optimierung der persönlichen Situation. Ist vielleicht ein Umzug in ein Mehrgenerationen-Haus nötig oder möglich? Wie können soziale Kontakte gefördert und aufgebaut werden?

h) Aufbau von sinngebenden Angeboten. Kostenlose Seelsorge, spirituelle Auszeiten, Exerzitien, Angebot von sinnvollen und sinnstiftenden ehrenamtlichen Tätigkeiten, Bibelgruppen, Katechese, Berufungspastoral usw.

i) Aufbau und Stärkung der Resilienz.


5. Betreuungskonzept und Durchführung

a) Vorrang der Gruppenarbeit. Bei Bedarf (und nur dann!) Einzelgespräche.

b) Subsidiaritätsprinzip – Hilfe zur Selbsthilfe.

c) Verbindliche Zielvereinbarungen – mit Klienten und Mitarbeitern.

d) Aufbau eines Netzwerks von Hilfsangeboten, Organisationen, Einzelpersonen, Kirchen, Orden, Behörden, Medien und Politikern.

e) Verbindliche Fortbildung der Mitarbeiter.

d) Ideen-Management und Förderung von Innovation und Kreativität – sowohl hinsichtlich der Mitarbeiter als auch der Klienten.

e) Fundraising. Beschreiten von ungewöhnlichen, innovativen und neuen Wegen. Beantragung staatlicher oder sonstiger Mittel bzw. Unterstützung bei der Beantragung. Einladen der Presse, um Dokumentationen vor Ort zu machen.

f) Regelmäßige Informations-Veranstaltungen und gemeinsame Aktionen bzw. Ausflüge mit Mitarbeitern der Arbeitsagentur und der Sozialbürgerhäuser, Rechtsanwälten, Psychologen, Ärzten, Seelsorgern, Mitarbeitern von Bildungseinrichtungen, Firmenchefs usw.

g) Notfall-Pläne und Krisen-Management, sollten Probleme bei Klienten und/oder Mitarbeitern auftreten.

h) Supervision und Team-Besprechungen der Mitarbeiter.

i) Rückmeldungen von und bei in Arbeit vermittelten Klienten.

j) Evaluation der Arbeit im Team.

k) Gemeinsame Ausflüge des Teams mit und ohne Klienten.
6. Benötigtes Personal

Personalschlüssel: 1:200
Qualifikationen: Vier Sozialarbeiter, ein Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement, eine Teilzeit-Reinigungskraft.


7. Unterstützung der Mitarbeiter

a) Supervision
b) gemeinsame Evaluation
c) gemeinsame Teambesprechungen
d) gemeinsame Ausflüge
e) gemeinsame Exerzitien
f) gemeinsames tägliches Gebet
g) gemeinsames Essen
h) gemeinsame Gottesdienste (auch mit den Klienten)
i) verbindliche Fortbildungsmaßnahmen


8. Mitwirkungen

a) Arbeitskreise mit den Ortskirchen
b) Arbeitskreise mit Behörden
c) Arbeitskreise mit anderen gemeinnützigen Organisationen
d) Arbeitskreise mit christlichen Seelsorgern und Therapeuten


München, den 01.01.2016

Robert Gollwitzer
Dantestr. 25
80637 München
www.robert-gollwitzer.com

„Herr, wie Du willst, so soll mir gescheh`n
und wie Du willst, will ich geh`n;
hilf Deinen Willen nur versteh`n!

Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit;
und wann Du willst, bin ich bereit,
heut und in Ewigkeit.

Herr, was Du willst, das nehm` ich hin
und was Du willst, ist mir Gewinn;
Genug, dass ich Dein eigen bin.

Herr, weil Du`s willst, drum ist es gut;
und weil du`s willst, drum hab` ich Mut.
Mein Herz in Deinen Händen ruht!“

(Lieblingsgebet von Rupert Mayer)

Lieber Caritas-Präsident Peter Neher ,
laut kna vom 26. April 2015 sehen Sie im kirchlichen Arbeitsrecht einen „Spielraum für Reformen“ und fordern „ eine Balance zwischen der nicht verhandelbaren Wertschätzung der katholischen Kirche für das Sakrament der Ehe und der Lebenswirklichkeit der Menschen, in der Ehen scheitern könnten“. Die Weiterentwicklung des kirchlichen Arbeitsrechts solle den „individuellen Lebensverläufen der Mitarbeiter“ gerecht werden. So könne die Kirche „glaubwürdig bleiben“. Weiter heiß es „Das kirchliche Profil einer Einrichtung zeige sich allerdings nicht nur in der Zugehörigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Kirche und an deren persönlicher Lebensführung. „Es zeigt sich in der Zuwendung zu den Menschen.“

Nun, das macht sie bestenfalls zu „guten Menschen“ (wobei die Frage ist, wer und auf Basis von was dann definiert wird, was „gut“ ist). Das macht sie aber nicht unbedingt zu Christen.

Werter Herr Neher, auch ich bin Caritas-Mitarbeiter – aus Überzeugung und mit vollem Herzen – und das schon über 22 Jahre lang (zuvor zwei weitere Jahre im kirchlichen Dienst). Auch ich bin Katholik. Ihren Ausführungen kann ich aber nicht zustimmen.

Ja, es gibt Dinge, bei denen die Kirche „mit der Zeit gehen“ muss (Stichwort: form follows function – die Form folgt der Funktion, etwa in der Liturgie). Dies darf aber niemals für wesentliche Grundwerte des christlichen Glaubens gelten, die über Jahrtausende in verschiedensten biblischen Büchern und letztlich von Jesus selbst als Standard bekräftigt worden sind etwa die lebenslange monogame Ehe zwischen Mann und Frau. Wenn die Kirche und ihre Organisationen wie die Caritas hier den „individuellen Lebensläufen“ mancher Mitarbeiter gerecht werden will und diese Standards über den Haufen wirft, indem sie sie verwässert, verliert sie nicht nur ihre Qualität, Licht und Salz der Welt zu sein, sie verstößt auch gegen ihre Lehr- und Hirtenpflicht und wird bald in der Bedeutungslosigkeit versinken. Wenn die Kirche wie die Welt wird, gibt es keinen Grund mehr für ihre Existenz.

Anstatt es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im kirchlichen Dienst leichter zu machen, in ihren persönlichen Lebenszeugnissen kein Beispiel mehr für Christi Liebe und Wahrheit zu sein, sollte die Kirche und kirchliche Dienstgeber eher die Liebe zum Glauben in all seinen Formen fördern – etwa durch Förderung von Wohn- und Lebensgemeinschaften kirchlicher Mitarbeiter, regelmäßigen Bibelkreisen und gemeinsamen Gottesdiensten, einer betrieblichen Seelsorge, die sich nicht nur auf „christliche Wellness“ reduziert, eine Zusammenarbeit mit Evangelikalen und anderen „Freikirchen“, Unterstützung (aber auch Ermahnung!) bei Problemen im privaten Bereich usw. Die Welt da draußen sollte allein durch unser Lebenszeugnis sehen, was die Kirche ausmacht und wofür wir stehen. Jesus Christus sollte durch unser Lebenszeugnis gegenwärtig und lebendig werden.

Ich schreibe Ihnen dies als jemand, der selbst jahrzehntelang in der schwulen Szene verbracht hat und vor elf Jahren Freiheit durch die christliche Organisation „Homosexuals Anonymous“ gefunden hat und seitdem getreu den Lehren der Kirche lebt – voller Freude und mit ungebrochener Begeisterung. Es gibt einen anderen und besseren Weg, als es den Menschen leichter zu machen, in ihrer Verirrung zu leben – nämlich, alles zu tun, um die verlorenen Schafe zurück zu holen.

München, den 04.05.2015

Robert Gollwitzer
www.the-jason-foundation.org


jetzt Zukunft gestalten! - Ideen für den Caritasverband der Erzdioezese Muenchen und Freising e.V.

Wie wäre es, wenn wir unsere Dienste statt nach örtlicher Zugehörigkeit nach Themengebiet aufteilen und anbieten?

 

In etwa so:

 

1) Zentrum Migration: Hier wird alles untergebracht, was mit ortsansässigen Migranten, Flüchtlingen etc. zu tun hat - sei es nun Rechtsberatung, soziale Beratung, Vermittlung von Freiwilligen usw.

 

2) Zentrum Psyche: Hier trifft sich alles, was mit dem Thema Psychiatrie, psychische Erkrankungen, aber auch Suchterkrankungen (seien es nun Alkohol, Nikotin, andere Drogen oder Kaufsucht, Internetsucht etc.) in Beziehung steht.

 

3) Zentrum Gesundheit: Hierzu gehört die Betriebs-Gesundheitsvorsorge, der Themenbereich Umweltschutz und Energieeinsparung, die Sozialstationen, sowie der gesamte Bereich Behinderte und alte Menschen.

 

4) Zentrum Aus-, Fort- und Weiterbildung: IBE [Institut für Bildung und Entwicklung] wie gehabt, allerdings örtlich unter einem Dach und um etliche Angebote erweitert (Fernkurse, Glaubenskurse / Katechesen, mehr und tiefgehendere Fortbildungen in den Bereichen Asyl, Recht, Hauswirtschaft, Soziales und Psychiatrie). Ebenfalls hierzu könnte man den Bewreich Seelsorge rechnen.

 

5) Zentrum Soziales: Hier gehört die Sozialberatung für den gesamten Stadtbezirk, Angebote für Obdachlose, Schuldenberatung - inklusive Informationsveranstaltungen und Qualifizierungsmaßnahmen. Natürlich auch die Arbeit und "Anwerbung" von Ehrenamtlichen. Schließlich gehören hierzu auch Kleiderkammern und Möbellager sowie ein entsprechender Abholdienst hierfür (es ist in meinen Augen ein Imageschaden für den Caritasverband sowie nicht mit dem Leitbild verträglich, so einen Abholdienst nicht zu haben. Es sollte ein Gebrauchtwarenlager inklusiv Abholdienst für Bedürftige geben - also nicht nur ein "Sozialkaufhaus", wo man seine Sachen selbst hinbringt und Dinge einkaufen muss. Da darf man nicht nach Kostenstellen rechnen, sondern muss mit etwas Abstand die Angelegenheit betrachten: Das verbinden Menschen zuallererst mit "Caritas". Derartige Angebote (inklusiv Münchener Tafel und "Bedürftigenspeisung"!) heben das Ansehen der Caritas und dürften wohl auch zu einer erhöhten Spenden- und Mitwirkungsbereitschaft sowie Mitarbeiterzufriedenheit führen.

 

6) Zentrum Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Hier wird nicht nur die klassische Arbeit wie bisher betrieben, sondern Image-Filme produziert, Touren für und mit Schulen, Behörden, sonstige Interessierte organisiert (um einen Blick "hinter die Kulissen" zu ermöglichen!), Projekte mit anderen Organisationen angegangen, Projekte ZUSAMMEN mit den Bedürftigen (und nicht nur für potentielle Spendengeber) geplant und umgesetzt und schließlich - als eine Art "Think Tank" nach amerikanischen Vorbild - ungewöhnliche Ideen und Talente gesammelt und gefördert, um so die soziale "Elite" für morgen sicherzustellen!

 

usw.

 

Das Ganze lässt sich natürlich noch ändern und/oder ausbauen, es wäre aber doch des Überlegens wert!

 

Gottes Segen,

 

Robert Gollwitzer

Dantestr. 25

80637 München

 

Tel.: 0170-1293016

Tel. beruflich: 089/55169-476 oder -553

 

www.robert-gollwitzer.com

I wonder how many people who work for the Catholic Church and its organizations really live according to Catholic teachings on morals and faith. Because if not, what's the point.

Die von uns, die - wie ich - in katholischen Einrichtungen arbeiten, sollten sich immer bewusst sein, dass wir in allem, was wir tun, ein Bild von der Kirche abgeben (dessen sollte sich eigentlich jeder Christ/jede Christin bewusst sein!). Sei es in unseren Worten und Taten oder im Umgang mit Geldern, die uns Menschen gegeben haben, um sie an Bedürftige weiterzugeben. Wie sollten eben nicht nur ein weiterer Großkonzern sein, der mehr an Selbsterhaltung als an einem mildtätigen Ziel interessiert ist. Wir sollten den extra Schritt tun, den andere nicht tun. Spendengelder sollten wirklich nur im Sinne des Spendengebers verwendet und nicht zum Fenster hinaus geworfen werden. Stellenbesetzungen sollten aufgrund der Qualifikation und des Glaubenszeugnisses (und nicht auf Basis von Vitamin B) erfolgen. Sollten wir nämlich hierbei versagen, würde es keinen Grund mehr für unsere Existenz geben und wir würden bald verschwinden - und das zu recht. Wenn die Kirche wie die Welt wird, wer braucht dann noch eine Kirche?


Radikale Zeiten brauchen radikale Lösungen!

Bedürftigenspeisung? Tafeln? Gebrauchte Kleidung? Gebrauchte Möbel? Hört sich doch alles wunderbar an, was man armen Menschen anbietet. Ist es aber wirklich das Beste für sie? Nicht unbedingt. Zweifellos sollten wir uns Konzepte überlegen, wie man gebrauchte Sachen wiederverwertet und Essen bzw. Lebensmittel nicht wegwirft. Wer aber meint, etwas Gutes zu tun, wenn man es armen Menschen gibt, dem seien einige Gedanken mitgeteilt: Zum einen hindert das den Staat daran, seine Verantwortung zu übernehmen. Er hat für diese Menschen ausreichend zu sorgen - wofür wir auch Steuern zahlen. Wenn das aber andere übernehmen, ist er fein raus. Auch für die armen Menschen ist das nicht unbedingt die hilfreichste Lösung: Sie bekommen neben der Grundsicherung/Hartz IV oder was auch immer noch kostenlos Essen, Kleidung, Lebensmittel, verbilligte Eintrittspreise usw. So hält man sie - gewollt oder ungewollt - in der Unselbstständigkeit. Warum sollten sie noch ihren Hintern hochheben und etwas tun? Warum versuchen, die eigene Situation zu verbessern, wenn alles für einen getan wird?
Auch an Arbeitslose, Arme etc. ein paar Worte: Es liest sich allemal besser im Lebenslauf, wenn jemand in seiner Zeit als Arbeitsloser sich ehrenamtlich betätigt hat. Manche Firmen bietet als Gegenleistung sogar Fortbildungen oder ähnliches. Außerdem hat man schon mal den Fuß in der Tür und wird möglicherweise gar übernommen! Allemal besser als zuhause auf der Couch zu sitzen.
Warum kann man arbeitslosen Menschen nicht einfach auch gemeinnützige Arbeit zuweisen? "Zwangsarbeit!" - mögen einige aufschreien. Ist es aber wirklich ethisch verwerflich, wenn Menschen, die momentan keine feste Stelle haben, aufgefordert werden, für die Allgemeinheit etwas zu tun? So bleiben sie zumindest in einer festen Tagesstruktur und tun gleichzeitig noch etwas Gutes!
Selbst Frührentner, die ja keine drei Stunden mehr arbeiten können, können ja vielleicht noch eine oder zwei Stunden tätig sein! Ähnliches gilt für alte Menschen.
All die, die hier empört stöhnen, sollen doch mal daran denken, wie das Ganze weiter gehen soll. In einigen Jahren schon werden die Menschen im Durchschnitt weitaus älter sein. Wer soll denn dann bitte für die Renten und Pflegekosten aufkommen?
Entweder wir lassen jetzt Tabus fallen und diskutieren offen die Möglichkeiten oder wir landen zwangsweise in einer Katastrophe - für alle.