Katholisch Leben!

The Jesus Brothers

Deutsche Bischofskonferenz: Orden

Als Orden werden in der Katholischen Kirche Gemeinschaften von Frauen und Männern bezeichnet, die sich durch Gelübde (Versprechen gegenüber Gott) auf ein Leben nach den evangelischen Räten (Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam) verpflichten.

Man kann zwischen tätigen und kontemplativen Orden unterscheiden. Während die tätigen Orden in allen gesellschaftlichen Bereichen wirken und erzieherische, soziale und missionarische Tätigkeiten ausüben, suchen die Mitglieder kontemplativer Orden die Verbundenheit mit Gott in Zurückgezogenheit, Meditation und Gebet.

Unter der Bezeichnung "Institute des geweihten Lebens" werden Orden, Kongregationen und so genannte Säkularinstitute zusammengefasst. Gemeinsam ist ihnen die Verpflichtung zu einem Leben nach den evangelischen Räten in Verbundenheit mit Gott (consecratio) und mit der Gemeinschaft (communio) im Dienst an den Menschen (missio).

Weltweit haben die Orden etwa eine Million Mitglieder. In Deutschland gibt es etwa 5.200 Ordensmänner (in rund 490 klösterlichen Niederlassungen) und etwa 24.800 Ordensfrauen (in rund 2.400 klösterlichen Niederlassungen).

Die zahlenmäßig stärksten Männerorden in der Bundesrepublik Deutschland sind nach den Benediktinern (848) und Franziskanern (680) die Jesuiten (408), die Salesianer Don Boscos (338), die Pallottiner (312) und die Steyler Missionare (310). Die größten Gruppen bei den Frauenorden bilden die benediktinisch, franziskanisch und vinzentinisch geprägten Gemeinschaften.

Die höheren Oberen der Orden und Kongregationen in Deutschland sind in der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK) zusammengeschlossen.

(Quelle: http://www.dbk.de/stichwoerter/data/01430/index.html)

Was sind Orden?

Living the Consecrated Life

Mutter Theresa und die Missionarinnen der Nächstenliebe

www.kathpedia.com

Im allgemeinen ist eine Ordensgemeinschaft (kurz: Orden) eine Gemeinschaft, die nach einer bestimmten Regel Regel (= Ordo) lebt und bestimmte Gelübde abgelegt hat.

Im engeren Sinn unterscheidet die katholische Kirche zwischen Orden und Kongregationen;

Ordensgemeinschaften leben in einem Kloster und verpflichten sich mit feierlichen Gelübden (Versprechen gegenüber Gott).
In den Kongregationen (= Gemeinschaften) sind einfache Gelübde üblich.
Ordensgemeinschaften und Kongregationen gehören zusammen mit den Säkularinstituten zu den Instituten geweihten Lebens. Gemäss der Apostolischen Konstitution Pastor Bonus fallen diese Institute zusammen mit den Gesellschaften apostolischen Lebens in den Kompetenzbereich der Religiosenkongregation.

 

Orden (im engeren Sinn)


Die Orden der katholischen Kirche können eingeteilt werden in:

Mönchsorden (dazu gehören als grösste Gemeinschaft die Benediktiner)
Bettelorden (z.B. Franziskaner und Dominikaner)
Regularkanoniker
Alle Mitglieder dieser Orden legen feierliche Gelübde ab und pflegen das Chorgebet. Im allgemeinen haben sie ihre Ursprünge im Mittelalter.

 

Klerikerkongregationen


Klerikerkongregationen sind Gemeinschaften von Regularklerikern, das heisst von Priestern, welche zu einer Gemeinschaft gehören und bestimmte Gelübde abgelegt haben. Die Jesuiten sind ein bekanntes Beispiel dafür.

 

Brüder- und Schwesternkongregationen


Religiöse Kongregationen sind Gemeinschaften von Priestern, Brüdern oder Schwestern, welche durch Gelübde gebunden ihren Dienst ausüben. Dazu gehören unter anderem die Passionisten, die Redemptoristen und die Vinzentiner.

 

Ordensfamilien


Diese "alten" Orden haben meist eine eigene Spiritualität entwickelt, die von später entstandenen religiösen Kongregationen oder Instituten derselben Tradition (auch "Familie" genannt) übernommen und weiterentwickelt wurden.

Ein Beispiel einer reich verzweigten Ordenstradition ist der Franziskanerorden, der aus drei Hauptzweigen besteht und über 200 Gemeinschaften umfasst, die sich auf seine Spiritualität berufen, aber nicht im eigentlichen Sinne ein und demselben Orden angehören.

Insbesondere die Franziskaner, Dominikaner und Karmeliten kenne je einen Dritten Orden, dem sich Laien in der Welt anschließen können (vgl. Terziar).

In der katholischen Kirche gibt es etwa 2000 solcher Gemeinschaften. Die Gründung einer solchen Gemeinschaft erfolgt oft aus einem bestimmten geistlichen oder materiellen Bedürnis der entsprechenden Zeit heraus.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Orden)

 

Wer kann Ordensmitglied werden?

Zum Ordensleben zugelassen werden kann jeder katholische Christ, wenn die für das Ordensleben erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehört die physische und psychische Eignung, die Bereitschaft und Fähigkeit zum Gemeinschaftsleben und zur Identifizierung mit den Zielen und Aufgaben der konkreten Ordensgemeinschaft, die Freude am geistlichen Leben in Gebet und Kontemplation und das "sentire cum ecclesia" in der Bereitschaft zur Mitgestaltung der Kirche in der Weise, wie es dem jeweiligen Orden zukommt.

Die Zeit des Kennenlernens und der Einführung ins Ordensleben ist vor allem auch eine Zeit der Berufs- und Motivationsklärung. Zum Ordensleben in Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam gehört eine echte Berufung Gottes, die nicht nur in subjektiver Selbsteinschätzung bestehen kann.
 
.
Wer Ordenschrist werden möchte, muss sich selbst immer neu nach den Motiven befragen, sie im Laufe der Klärungs- und Einübungsphase vertiefen und läutern und sich daraufhin auch von erfahrenen Ordensleuten prüfen lassen.

Die Zulassung zum Ordenseintritt, zu den zeitlichen und den ewigen Gelübden erfolgt immer durch die Ordensgemeinschaft und ist nicht erzwingbar. Manchmal kann es passieren, dass sich jemand für berufen hält, die Ordensgemeinschaft das aber anders sieht.

(Quelle: http://www.orden.de/index.php?rubrik=6&seite=t2s_img&e2id=45)

Anmerkung:

All dies ist sicherlich sinnvoll und wichtig, jedoch sollten Novizenangehörige bzw. Provinziale die Eignung der Betreffenden mit diesen gemeinsam erörtern sowie Menschen aus ihrem Umfeld (Familie, Pfarrer, Freunde, Arbeitgeber, evtl. auch Fachleute bei bestimmten Problemen) mit einbeziehen und eine eventuelle Ablehnung dem Interessenten auch mitteilen und begründen sowie bereit sein, Fehler in der eigenen Urteilsfindung einzugestehen und zu korrigieren. Wer den ersten Schritt geht und Interesse an einem religiösen Leben zeigt, der hat sich dies bestimmt nicht leicht gemacht. Auch für ihn/sie ist das ein inneres Ringen um die Antwort nach der Frage der Berufung. Hier geht es schließlich um sein/ihr ganzes weiteres Leben! Deshalb hat er/sie auch ein Recht, zu erfahren, warum man ihn/sie ablehnt! Und dabei sollte man auch offen und ehrlich sein und nicht andere Gründe vorschieben! Ebenso sollte man bei der Urteilsfindung darauf achten, dass der angelegte Maßstab für alle gilt - und nicht nur für bestimmte Gruppen!

Es ist richtig, dass nicht die subjektive Selbsteinschätzung des Interessenten zählen sollte. Oft erkennen wir in der Vielzahl der Stimmen, die von innen und von außen auf uns einwirken, die Stimme des Heiligen Geistes nicht und lassen uns von Gefühlen, Emotionen und Wunschvorstellungen täuschen. Ebensowenig sollte aber die subjektive Einschätzung eines einzelnen Ordensangehörigen zählen. Eine derartige Entscheidung kann nur gemeinsam mit allen Beteiligten und nach reiflicher Überlegung und individuellen sowie gemeinsamen Gebet um Weisheit getroffen werden.

 

Lumen Gentium

DOGMATISCHE KONSTITUTION
LUMEN GENTIUM
ÜBER DIE KIRCHE

 
KAPITEL VI

DIE ORDENSLEUTE

43. Die evangelischen Räte der Gott geweihten Keuschheit, der Armut und des Gehorsams sind, in Wort und Beispiel des Herrn begründet und von den Aposteln und den Vätern wie auch den Lehrern und Hirten der Kirche empfohlen, eine göttliche Gabe, welche die Kirche von ihrem Herrn empfangen hat und in seiner Gnade immer bewahrt. Die Autorität der Kirche selbst hat unter Leitung des Heiligen Geistes für ihre Auslegung, die Regelung ihrer Übung und die Festsetzung entsprechender dauerhafter Lebensformen gesorgt. So sind wie an einem Baum, der aus einem von Gott gegebenen Keim wunderbar und vielfältig auf dem Ackerfeld des Herrn Zweige treibt, verschiedene Formen des eremitischen und gemeinschaftlichen Lebens und verschiedene Gemeinschaften gewachsen. Sie bieten reichliche Hilfen zum Fortschritt ihrer Mitglieder wie zum Besten des ganzen Leibes Christi (137). Jene Gemeinschaften verhelfen nämlich ihren Mitgliedern zu größerer Beständigkeit in der Lebensweise, zu einer erprobten Lehre über das Streben nach Vollkommenheit, zu einer brüderlichen Gemeinschaft im Kriegsdienst Christi und zu einer durch den Gehorsam gefestigten Freiheit. Dadurch können sie ihr Ordensgelöbnis sicher erfüllen und getreu bewahren und auf dem Weg der Liebe in geistlicher Freude voranschreiten (138).

Ein derartiger Stand ist, in bezug auf die göttliche, hierarchische Verfassung der Kirche, kein Zwischenstand zwischen dem der Kleriker und dem der Laien. Vielmehr werden in beiden Gruppen Christgläubige von Gott gerufen, im Leben der Kirche sich einer besonderen Gabe zu erfreuen und, jeder in seiner Weise, ihrer Heilssendung zu nützen (139).

44. Durch die Gelübde oder andere heilige Bindungen, die jeweils in ihrer Eigenart den Gelübden ähnlich sind, verpflichtet sich der Christgläubige zu den drei genannten evangelischen Räten und gibt sich dadurch dem über alles geliebten Gott vollständig zu eigen, so daß er selbst durch einen neuen und besonderen Titel auf Gottes Dienst und Ehre hingeordnet wird. Er ist zwar durch die Taufe der Sünde gestorben und Gott geweiht. Um aber reichere Frucht aus der Taufgnade empfangen zu können, will er durch die Verpflichtung auf die evangelischen Räte in der Kirche von den Hindernissen, die ihn von der Glut der Liebe und der Vollkommenheit der Gottesverehrung zurückhalten könnten, frei werden und wird dem göttlichen Dienst inniger geweiht (140). Die Weihe ist aber um so vollkommener, je mehr sie durch die Festigkeit und Beständigkeit der Bande die unlösliche Verbindung Christi mit seiner Braut, der Kirche, darstellt.

Weil aber die evangelischen Räte ihre Befolger durch die Liebe, zu der sie hinführen (141), auch in besonderer Weise mit der Kirche und ihrem Geheimnis verbinden, muß ihr geistliches Leben auch dem Wohl der ganzen Kirche gewidmet sein. Daraus ergibt sich die Pflicht, nach Kräften und entsprechend der Gestalt der eigenen Berufung, durch Gebet oder auch tätiges Wirken sich um die Einwurzelung und Festigung des Reiches Christi in den Seelen und seine weltweite Ausbreitung zu bemühen. Deshalb auch schützt und fördert die Kirche den eigenen Charakter der verschiedenen Ordensinstitute. So erscheint das Bekenntnis zu den evangelischen Räten als ein Zeichen, das alle Glieder der Kirche wirksam zur eifrigen Erfüllung der Pflichten ihrer christlichen Berufung hinziehen kann und soll. Das Volk Gottes hat ja hier keine bleibende Heimstatt, sondern sucht die zukünftige. Deshalb macht der Ordensstand, der seine Glieder von den irdischen Sorgen mehr befreit, mehr die himmlischen Güter, die schon in dieser Zeit gegenwärtig sind, auch allen Gläubigen kund, bezeugt das neue und ewige, in der Erlösung Christi erworbene Leben und kündigt die zukünftige Auferstehung und die Herrlichkeit des Himmelreiches an. Auch die Lebensform, die der Sohn Gottes annahm, als er in die Welt eintrat, um den Willen des Vaters zu tun, und die er den Jüngern, die ihm nachfolgen, vorgelegt hat, ahmt dieser Stand ausdrücklicher nach und bringt sie in der Kirche ständig zur Darstellung. Schließlich macht er die Erhabenheit des Gottesreiches gegenüber allem Irdischen und seine höchsten Ansprüche in besonderer Weise offenkundig. Er zeigt auch allen Menschen die überragende Größe der Herrscherkraft Christi und die wunderbare, unbegrenzte Macht des Heiligen Geistes in der Kirche auf.

Der Stand, der durch das Gelöbnis der evangelischen Räte begründet wird, ist also zwar nicht Teil der hierarchischen Struktur der Kirche, gehört aber unerschütterlich zu ihrem Leben und ihrer Heiligkeit.

45. Da die kirchliche Hierarchie die Aufgabe hat, das Volk Gottes zu leiten und auf reiche Weiden zu führen (vgl. Ez 34,14), ist sie dafür zuständig, die Übung der evangelischen Räte, durch die die vollkommene Liebe zu Gott und dem Nächsten einzigartig gefördert wird, durch ihre Gesetze weise zu lenken (142). Sie nimmt auch in gelehriger Gefolgschaft gegenüber den Antrieben des Heiligen Geistes die von vortrefflichen Männern und Frauen vorgelegten Regeln entgegen, läßt sie weiter ordnen und erkennt sie authentisch an. Außerdem wacht sie mit ihrer Autorität schützend über die zum Aufbau des Leibes Christi allenthalben errichteten Institute, damit sie nach dem Geist ihrer Stifter wachsen und gedeihen.

Zur besseren Vorsorge gegenüber den Erfordernissen der ganzen Herde des Herrn können alle Institute des Standes der Vollkommenheit und ihre einzelnen Mitglieder vom Papst aufgrund seines Primats über die ganze Kirche im Hinblick auf den allgemeinen Nutzen der Jurisdiktion der Ortsordinarien entzogen und ihm allein unterstellt werden (143). In ähnlicher Weise können sie bei den eigenen patriarchalen Autoritäten belassen oder ihnen unterstellt werden. Die Mitglieder selbst müssen die Pflicht gegenüber der Kirche nach ihrer besonderen Lebensform erfüllen und dabei den Bischöfen gemäß den kanonischen Gesetzen Ehrfurcht und Gehorsam leisten wegen ihrer Hirtenautorität in den Teilkirchen und der notwendigen Einheit und Eintracht im apostolischen Wirken (144).

Die Kirche erhebt aber nicht nur den Ordensberuf durch ihre Bestätigung zur Würde eines kanonischen Standes, sondern macht ihn auch durch ihre liturgische Feier zu einem Gott geweihten Stand. Denn die Kirche selbst nimmt kraft der ihr von Gott übertragenen Autorität die Gelübde der Gelobenden entgegen, erbittet ihnen durch ihr öffentliches Gebet Hilfe und Gnade von Gott, empfiehlt sie Gott, erteilt ihnen eine geistliche Segnung und vereint ihre Hingabe mit dem eucharistischen Opfer.

46. Die Ordensleute sollen sorgfältig darauf achten, daß durch sie die Kirche wirklich von Tag zu Tag mehr den Gläubigen wie den Ungläubigen Christus sichtbar mache, wie er auf dem Berg in der Beschauung weilt oder wie er den Scharen das Reich Gottes verkündigt oder wie er die Kranken und Schwachen heilt und die Sünder zum Guten bekehrt oder wie er die Kinder segnet und allen Wohltaten erweist, immer aber dem Willen des Vaters gehorsam ist, der ihn gesandt hat (145).

Alle sollen schließlich einsehen, daß das Gelöbnis der evangelischen Räte, wenn es auch den Verzicht auf hochzuschätzende Werte mit sich bringt, dennoch der wahren Entfaltung der menschlichen Person nicht entgegensteht, sondern aus ihrem Wesen heraus sie aufs höchste fördert. Die Räte nämlich tragen, wenn sie entsprechend der persönlichen Berufung eines jeden in freiem Entschluß übernommen werden, nicht wenig zur Reinigung des Herzens und zur geistlichen Freiheit bei, fachen ständig die Glut der Liebe an und vermögen den Christen gleichförmiger zu machen vor allem der jungfräulichen und armen Lebensweise, die Christus der Herr gewählt und die seine jungfräuliche Mutter sich zu eigen gemacht hat. Das beweist das Beispiel so vieler heiliger Ordensgründer. Und es darf keiner meinen, die Ordensleute würden durch ihre Weihe den Menschen fremd oder für die irdische Gesellschaft nutzlos. Denn, wenn sie auch zuweilen ihren Zeitgenossen nicht in unmittelbarer Weise hilfreich sind, haben sie diese doch auf tiefere Weise in der Liebe Christi gegenwärtig und wirken geistlich mit ihnen zusammen, daß der Bau der irdischen Gesellschaft immer in Gott gründe und auf ihn ausgerichtet sei und seine Erbauer nicht vergeblich arbeiten  (146).

Gerade darum bestätigt und lobt die Heilige Synode die Männer und Frauen, Brüder und Schwestern, die in den Klöstern oder in Schulen und Krankenhäusern oder in den Missionen in standhafter und demütiger Treue zu der genannten Weihe die Braut Christi zieren und allen Menschen die verschiedensten großmütigen Dienste leisten.

47. Jeder, der zum Lebensstand der Räte berufen ist, soll eifrig bemüht sein, in der Berufung, zu der er von Gott gerufen wurde, zu bleiben und sich darin mehr auszuzeichnen, zu vollerer Heiligkeit der Kirche, zur größeren Ehre der einen und ungeteilten Dreifaltigkeit, die in Christus und durch Christus Quelle und Ursprung jeder Heiligkeit ist.
 
(Lumen Gentium, Quelle: http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19641121_lumen-gentium_ge.html)

Pater Siegried Wewers OSB


kathpedia.com - Ordensbezeichnungen

A


AA  Congregatio Augustinianorum ab Assumptione - Assumptionisten 
ADJC  Ancillae Domini Jesu Christi- Arme Dienstmägde Jesu Christi (Dernbacher Schwestern) 
AM  Ancillae Mariae - Schwestern Mägde Mariens von der Unbefleckten Empfängnis 

C


CanReg  Canonici Regulares - Regulierte Kanoniker (Chorherrn) 
CASH  Clerici Apostolici S. Hieronymi - Jesuaten 
CBMV  Congregatio Beatae Mariae Virginis - Augustiner Chorfrauen 
CCF  Congregatio Charitatis Fratrum - Barmherzige Brüder 
CDC  Schwestern vom göttlichen Herzen Jesu 
CDP  Congregatio Divinae Providentiae - Schwestern von der göttlichen Vorsehung 
CFA  Congregatio Fratrum Cellitarum seu Alexianorum - Alexianerbrüder 
CFP  Congregatio Fratrum Pauperum Sancti Francisci Seraphici - Armen-Brüder des hl. Franziskus 
CFR  Community of the Franciscan Friars of the Renewal - Franziskaner der Erneuerung 
CGS  Kontemplative Schwestern vom Guten Hirten 
CIJ  Congregatio Imitationis Jesu - Kongregation von der Nachfolge Jesu - Schwesternorden in Indonesien 
CJM  Congregatio Jesu et Mariae - Genossenschaft von Jesus und Maria, Eudisten 
CM  Congregatio Missionis - Kongregation der Mission (Vinzentiner, Lazaristen) 
CMF  Cordis Mariae Filii; Congregatio Missionariorum Filiorum Cordis Mariae - Söhne des Herzen Mariens; Kongregation der Missionare Söhne des Herzens Mariens (Claretiner) 
CMM  Congregatio Missionariorum de Mariannhill - Kongregation der Missionare von Mariannhill (Mariannhiller Missionare) 
CMRI  Congregatio Mariae Reginae Immaculatae 
CMSF  Congregatio Missionariorum Sancti Francisci Assisiensis - Missionsbrüder des hl. Franziskus 
C.O.  Congregatio Oratorii - Kongregation des Oratoriums des hl. Phillip Neri 
COp  Congregatio Operariorum Piorum - Calasantiner 
CP  Congregatio Passionis Iesu Christi - Passionisten 
CPPS  Congregatio Missionariorum Pretiosissimi Sanguinis - Missionare vom kostbaren Blut 
CPS  Marianhiller Missionsschwestern vom kostbaren Blut (Marianhiller Missionsschwestern) 
CR  Congregatio a Resurrectione Domini Nostri Jesu Christi - Kongregation von der Auferstehung Jesu Christi (Resurrektionisten) 
CRM  Clerici Regulares Minores - Mindere Regularkleriker (Adorno-Fathers, Caraccioliner) 
CRSA  Canonici Regulares Sancti Augustini - Regularkanoniker des hl. Augustinus (Regulierte Augustiner-Chorherren) 
CRSP  Canonici Regulares Sancti Pauli - Regularkleriker vom heiligen Paulus (Barnabiten) 
CRV  Congregatio Regulares Vindesemensis - Augustiner Chorherren der Windesheimer Kongregation (Augustiner-Chorherren) 
CRVC  Congregatio Fratrum a Vita Communi - Kongregation der "Brüder vom Gemeinsamen Leben" (Augustiner-Chorherren) 
CS  Congregatio Scalabriniana - Missionari di S. Carlo (Scalabriniani) 
CSA  Augustiner-Chorherren (-frauen) 
CSA  Congragatio Sancti Antonii - Antoniter 
CSP  Congragatio Sancti Pauli - Brüder vom hl. Paulus (Paulusbrüder) 
CSCA  Congregatio Sanctae Catharinae - Schwestern von der heiligen Jungfrau und Märtyrin Katharina (Katharinenschwestern) 
CSE  Schwestern von der Heiligen Elisabeth vom Regulierten III. Orden des Hl. Franziskus (Elisabethinerinnen) 
CSJ  Congregatio Sancti Josephi - Sankt Josef-Kongregation Ursberg (Franziskanerinnen) 
CSJ  Johannesschwestern von Maria Königin (Johannesschwestern) 
CSMA  Kongregation vom Heiligen Erzengel Michael (Michaeliten) 
CSP  Congregatio Sancti Pauli - Paulus-Brüder 
CSR  Congregatio Sororum a Sancto Redemptore - Schwestern des Erlösers (Erlöserschwestern) 
CSSE  Schwestern von der Hl. Eucharistie 
CSSp  Congregatio S. Spiritus sub tutela Immaculati Cordis Beatissimae Virginis Mariae - Missionsgesellschaft vom hl. Geist (Spiritaner) 
CSsR  Congregatio Sanctissimi Redemptoris - Gesellschaft des Heiligsten Erlösers (Redemptoristen) 
CST  Little Flower Congregation 

D


DCJ  Carmelitae a Divino Corde Jesu - Karmelitinnen vom Göttlichen Herzen Jesu 
DDL  Daughters of Divine Love - Töchter der göttlichen Liebe 

E


ECMC  Congregatio Eremitarum Camaldulensium Montis Coronae - Kamaldulenser Eremiten der Kongregation von Monte Corona (Kamaldulenser) 

F


FCr  Filiae Sanctae Crucis - Töchter vom Heiligen Kreuz 
FBMVA  Franciscanae Beatae Mariae Virginis Angelorum - Franziskanerinnen von der Heiligen Jungfrau Maria von den Engeln 
FCJM  Franciscanae Cordis Jesu Mariae - Töchter der Heiligen Herzen Jesu und Mariä (Franziskanerinnen von Salzkotten) 
FDC  Filiae Divinae Caritatis - Töchter der göttlichen Liebe 
FDC  Fratres Doctrinae Christianae - Brüder der christlichen Lehre 
FdC  Filles de la Charité de Saint Vincent de Paul - Puellae Caritatis - Vinzentinerinnen 
FdeM  Fratres de Misericordiae - Barmherzige Brüder 
FDP  Filii Divinae Providentiae - Söhne der göttlichen Vorsehung 
FFSC  Fratres Franciscani a Santa Cruce - Franziskanerbrüder vom hl. Kreuz 
FMA  Filiae Mariae Auxiliatricis - Töchter Mariä Hilfe der Christen (Mariahilfschwestern, Don-Bosco-Schwestern) 
FMM  Franziskanerinnen Missionarinnen Mariens 
FMM  Fratres Misericordiae de Montabaur - Barmherzige Brüder von Montabaur (Barmherzige Brüder) 
FMMA  Fratres Misericordiae Mariae Auxiliatricis - Barmherzige Brüder von Maria Hilf 
FMS  Fratres Maristae Scholarum - Maristen-Schulbrüder 
FSC  Institutum Fratrum Scholarum Christianarum - Brüder der Christlichen Schulen (De La Salle Schulbrüder) 
FSJ  Franziskanerinnen vom Heiligen Josef 
FSMI  Congregatio Filiorum S. Mariae Immaculatae - Söhne Mariens, der Unbefleckten Empfängnis 
FSO  Familia Spiritualis Opus - Geistliche Familie "Das Werk" 
FSP  Filiae Sancti Pauli - Missionsschwestern vom heiligen Paulus (Paulus-Schwestern) 

H


HHCJ  Handmaids of the holy child Jesus 

I


IBMV  Institutum Beatae Mariae Virginis - Englische Fräulein (Maria-Ward-Schwestern); heute: Congregatio Jesu (CJ) 
IC  Institutum Caritatis - Rosminianer 
ISA  Immaculataschwestern v. Seraphischen Apostolat (Immakulataschwestern) 

L


LC  Legionäre Christi 

M


MC  Missionarinnen Christi 
MCCJ  Missionarii Comboniani Cordis Jesu - Combonimissionare vom Herzen Jesu (Comboni-Missionare) 
MHM  St.Josefs-Missionare Mill Hill (Mill Hill Missionare) 
MIC  Regularkleriker von der Unbefleckten Empfängnis der Allerseligsten Jungfrau Maria (Marianer) 
MMS  Medical Mission Sisters - Missionsärztliche Schwestern 
MS  Missionare Unserer Lieben Frau von La Salette (Salettiner) 
MSC  Missionarii Sacratissimi Cordis Jesu - Herz-Jesu-Missionare; Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu 
MSCS  Kongregation der Missionsschwestern vom Hl.Karl Borromäus (Scalabrini-Missionsschwestern) 
MSF  Missionarii a Sacra Familia - Missionare von der Heiligen Familie 
MSJ  Missionarii Sancti Ioannis - Missionare vom Heiligen Johannes dem Täufer (Johannesmissionare) 
MSsR  Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser (Redemptoristinnen) 

O


OBas  Ordo Basilianus - Basilianer 
OCarm  Ordo Fratrum Beatae Mariae Virginis de Monte Carmelo - Karmeliten 
OCarm  Ordo Carmelitarum - Karmeliten, Karmelitinnen 
OCart  Ordo Cartusiensis - Kartäuser, Kartäuserinnen 
OCD  Ordo Carmelitarum Discalceatorum - Unbeschuhte Karmeliten, Unbeschuhte Karmelitinnen 
OCist  Ordo Cisterciensis - Zisterzienser oder Bernhardiner; Zisterzienserinnen 
OConc  Ordo de Conceptione Immaculata B.M.V. - Orden von der unbefleckten Empfängnis (Konzeptionistinnen) 
OCR  Ordo Cisterciensium Reformatorum - Orden der Reformierten Zisterzienser (Trappisten) 
OCSO  Ordo Cisterciensium Strictioris Observantiae - Zisterzienser der strengen Observanz (Trappisten) 
OEDSA  Ordo Fratrum Eremitarum Discalceatorum S. Augustini - Unbeschuhte Augustiner Eremiten 
OESA  Ordo Fratrum Eremitarum S. Augustini - (Beschuhte) Augustiner-Eremiten 
OFM  Ordo Fratrum Minorum - Franziskaner 
OFMCap  Ordo Fratrum Minorum Cappucinorum - Kapuziner 
OFMConv  Ordo Fratrum Minorum Conventualium - Franziskaner-Konventualen (Minoriten) 
OFMDisc  Ordo Fratrum Minorum Discalceatorum - Alkantariner 
OFMObs  OFM Observantiae - Franziskaner-Observanten 
OH  Ordo Hospitalarius de Sancti Ioannis de Deo - Hospitalorden vom Hl. Johannes von Gott (Barmherzige Brüder vom hl. Johannes von Gott) 
OMD  Ordo Clericorum Regularium a Matre Dei - Regularkleriker der Mutter Gottes 
OME  Ordo Mercedariorum Excalceatorum - Unbeschuhte Mercedarier 
OMI  Oblati Mariae Immaculatae - Oblaten-Missionare der Makellosen Jungfrau Maria (Oblaten-Missionare, Hünfelder Oblaten) 
OMin  Ordo Minorum - Minderbrüder 
OMinim  Ordo Minimorum - Mindeste Brüder, Minimen, Paulaner 
OMV  Congregatio Oblatorum Beatae Mariae Virginis - Oblaten der Seligen Jungfrau Maria (Oblaten-Missionare) 
OP  Ordo Fratrum Praedicatorum - Orden der Predigerbrüder, Predigerorden (Dominikaner, Dominikanerinnen) 
OPraem  Ordo Praemonstratensis - Prämonstratenser; Prämonstratenserinnen 
Or  Institutum Oratorii S. Philippi Nerii - Oratorianer, Philippiner 
ORC  Ordo Canonicorum Regularium Sanctae Crucis - Regularkanoniker vom Heiligen Kreuz - Kreuzorden 
OSA  Ordo Sancti Augustini - Augustiner; Cellitinnen (Augustinerinnen) 
OSB  Ordo Sancti Benedicti - Benediktiner; Benediktinerinnen 
OSBCam  OSB Congregatio Monachorum Eremitarum Camaldulensium - Kamaldulenser; Kamaldulenserinnen 
OSBCoel  OSB Congregatio Coelestinensis - Coelestiner 
OSBM  Ordo S. Basilii Magni - Basilianer 
OSBOliv  OSB Montis Oliveti - Olivetaner 
OSC  Ordo Sanctae Crucis - Orden vom Heilgen Kreuz (Kreuzherren) 
OSCam  Ordo S. Camilli - Kamillianer (vom hl. Kamillus v. Lellis) 
OSCCap  OSCl Capuccinorum - Klarissen-Kapuzinerinnen 
OSCl  Ordo Sanctae Clarae - Klarissen 
OSD  Ordo S. Dominici - Dominikanerinnen (Sr. vom dritten Orden) 
OSE  Sorores Hospitalariae S. Elisabethae T.O.S. Francisci - Krankenschwestern der heiligen Elisabeth vom dritten Orden des hl. Franziskus (Elisabethinen) 
OSF  Ordo Sancti Francisci - Franziskanerinnen 
OSFS  Institutum Oblatorum S. Francisci Salesii - Oblaten des hl. Franz von Sales (Salesianeroblaten) 
OSH  Ordo S. Hieronymi - Hieronymiten 
OSM  Ordo Servorum Mariae, Ordo Servarum Mariae - Orden der Diener Mariens (Serviten, Servitinnen) 
OSMM  Ordo S. Mariae Magdalenae de poenitentia - Magdalenerinnen 
OSPPE  Ordo Fratrum S. Pauli Primae Eremitae - Orden des Heiligen Paulus des Ersten Einsiedlers (Pauliner) 
OSSalv  Ordo Sanctissimi Salvatoris - Erlöserorden (Birgitten) 
OSSp  Ordo Hospitalarius S. Spiritus - Orden vom Heiligen Geist 
OSsR  Ordo Sanctissimi Redemptoris - Orden vom Heiligsten Erlöser (Redemptoristinnen) 
OSsS  Ordo Sanctissimi Salvatoris - Erlöserorden (Birgitten od. Birgittinen) 
OSsT  Ordo Sanctissimae Trinitatis - Trinitarier 
OSU  Ordo Sanctae Ursulae - Ursulinen 
OT  Ordo Teutonicus - Deutscher Orden - Brueder und Schwestern vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem 
OTheat  Ordo Clericorum Regularium vulgo Theatinorum - Theatiner 
OVM  Ordo de Visitatione Beatae Mariae Virginis - Schwestern von der Heimsuchung Mariä (Salesianerinnen) 

P


PA  Patres Albi, Missionarii Africae - Weiße Väter, Afrikamissionare 
PDF  Pro Deo et fratribus - Familie Mariens der Miterlöserin 
PFM  Institutum Parvulorum Fratrum Mariae - Kleine Maristen-Schulbrüder 

R


RSCJ  Religiosa Sanctissimi Cordis Jesu - Sacré Coeur-Schwestern (Ordensfrauen vom Heiligen Herzen Jesu) 
RSM  Religious Sisters of Mercy - Barmherzige Schwestern von Alma 
RGS  Religious of the Good Shepherd - Schwestern vom Guten Hirten 

S


SA  Kongregation der Helferinnen 
SAC  Societas Apostolati Catholici - Gesellschaft vom katholischen Apostolat (Pallottiner); Missionsschwestern vom katholischen Apostolat (Pallottinerinnen) 
SC  Fratres a Sacratissimo Corde Jesu - Herz-Jesu-Brüder 
SC  Sorores de Caritate - Barmherzige Schwestern 
SCC  Sorores Christianae Caritatis - Schwestern der Christlichen Liebe 
SCSC  Sorores Caritatis Sanctae Crucis - Barmherzige Schwestern vom hl. Kreuz (Ingenbohler Schwestern,Kreuzschwestern) 
SCJ  Congregatio Sacerdotum a Corde Jesu - Herz-Jesu-Priester (Dehonianer) 
SCJI  Congregatio Sacratissimi Cordis Jesu Infantis - Gesellschaft des heiligsten Herzens vom Kinde Jesus 
SD  Sisters of the Destitute 
SDB  Salesiani Don Bosco - Salesianer Don Boscos 
SDP  Sorores de Divina Providentia - Schwestern von der göttlichen Vorsehung 
SDS  Societas Divini Salvatoris - Gesellschaft des Göttlichen Heilandes (Salvatorianer, Salvatorianerinnen, Salvatorianische Familie) 
SF  Filii Sacrae Familiae Jesu - Söhne der heiligen Familie 
SFCC  Sorores Franciscanae a Caritate Christiana - Franziskanerinnen von der christlichen Liebe 
SFSF  Arme Schulschwestern vom Hl. Franziskus 
SHSP  Schwestern vom Heiligen Geist 
SJ  Societas Jesu - Gesellschaft Jesu (Jesuiten) 
SJM  Servi Jesu et Mariae - Diener Jesu und Mariens 
SM  Societas Mariae - Maristen; Marienschwestern 
SMA  Societas Missionariorum Africae - Weiße Väter, Afrikamissionare 
SMB  Societas Missionum Exterarum de Betlehem in Helvetia - Betlehem Mission Immensee 
SMCB  Barmherzige Schwestern vom hl. Karl Borromäus (Borromäerinnen) 
SMI  Societas Mariae Immaculatae - Marienschwestern v. d. Unbefleckten Empfängnis 
SMIC  Missionsschwestern v. d. Unbefleckten Empfängnis (Wilkingheger Missionsschwestern) 
SMM  Societas Mariae Montfortana - Monfortaner 
SMMI  Missions-Salesianerinnen von der Unbefleckten Empfängnis Mariens 
SMMP  Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel (Heiligenstädter Schulschwestern) 
SMNDA  Soeurs missionaires del Notre Dame d'Afrique - [[Missionsschwestern Unserer Lieben Frau von Afrika (Weisse Schwestern) 
SND  Sorores Nostrae Dominae - Schwestern Unserer Lieben Frau 
SOC  Sacer Ordo Cisterciensis - Heiliger Zisterzienserorden (alter Name der Zisterzienser; heute: OCist) 
SorDS  Sorores Divini Salvatoris - Salvatorianerinnen 
SP  Ordo Clericorum Regularis Pauperum Matris Dei Scholarum Piarum - Piaristen 
SPSF  Sorores Pauperum Sancti Francisci - Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus (Franziskanerinnen) 
SRA  Sorores Regina Apostolorum - Missionsschwestern Königin der Apostel 
SS  Societas Sulpitiensis - Sulpizianer 
SSCC  Congregatio Sacrorum Cordium Iesu et Mariae - Kongregation von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariens (Arnsteiner Patres) 
SSD  Sorores S. Dorotheae - Dorotheen-Schwestern 
SSE  Sorores S. Elisabethae - Elisabethinerinnen 
SSM  Sorores a Matre Dolorosa - Schwestern von der schmerzhaften Mutter (Abenberger Franziskanerinnen) 
SSND  Sorores Scholarum Nostrae Dominae - Arme Schulschwestern von Unserer Lieben Frau 
SSP  Societas Sancti Pauli - St.Paulus Gesellschaft (Pauliner) 
SSPC  Sodalitas S. Petri Claver pro missionibus Africanis - St.-Petrus-Claver-Sodalität 
SSpS  Congregatio Missionalis Servarum Spiritus Sancti - Dienerinnen des Heiligen Geistes (Steyler Missionsschwestern) 
SSpSAp  Congregatio Servarum Spiritus Sancti de Adoratione perpetua - Dienerinnen des Heiligen Geistes von der Anbetung (Steyler Anbetungsschwestern) 
SSS  Societas Sanctissimi Sacramenti - Gesellschaft des Heiligsten Sakramentes (Eucharistiner) 
SSSF  School Sisters of St. Francis - Schulschwestern des hl. Franziskus (Franziskanerinnen von Erlenbad) 
SVD  Societas Verbi Divini - Gesellschaft des göttlichen Wortes (Steyler Missionare) 

T


TC  Tertiarii Capuccini - Kapuziner Tertiaren Unserer Frau der Schmerzen (Amigonianer) 
THM  Töchter vom Herzen Mariä 
TOF  Tertius Ordo Franciscanus - Weltlicher dritter Orden des hl. Franziskus 
TOR  Tertius Ordo Regularis Sancti Francisci - Regulierter 3. Orden des hl. Franziskus 
TORCap  Tertius Ordo Regularis Cappucinorum - Kapuzinerinnen vom regulierten dritten Orden 
TOSD  Tertius Ordo S. Dominici - Dritter Orden vom hl. Dominikus; Dominikanerinnen vom dritten Orden 

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Ordensbezeichnungen)

 

kathpedia.com: Habit

Habit (von lat. habitus = Tracht) ist die Bezeichnung für die Gewänder der religiösen Orden der katholischen Kirche.

Den Habit bekommt man bei der Einkleidung. Oft unterscheidet sich der Habit der Novizen von dem der Ordensleute mit zeitlicher oder ewiger Profeß.

Je nach Ordensgemeinschaft oder sogar Kloster sind die Gewänder sehr unterschiedlich. Sowohl Farbe als auch Schnitt variieren. Während die meisten Orden mit franziskanischer Ausrichtung einen braunen Habit tragen, kann man andere Farben nur schwer zuordnen.

Der Habit besteht zumeist aus einer Tunika bei Männern gehört oft eine Kapuze dazu, bei Frauen in aller Regel ein Schleier.

Weitere mögliche Teile sind Skapulier und Zingulum, aber auch die verschiedensten Formen von Mänteln gibt es. Monastische Orden haben auch noch eine Kukulle.

Sehr unterschiedlich sind auch die Regeln, wann der Habit zu tragen ist. In manchen Gemeinschaften wird er nie abgelegt, andere tragen ihn nur zu bestimmten Anlässen oder gar nicht.


Markant ist wegen der Farbe wohl das Ordenskleid der Dominikaner, die eine weiße Tunika und ein weisses Skapulier tragen. Darüber tragen sie eine schwarze Kappa.


Eine ebenfalls weiße Tunika, aber mit schwarzem Skapulier, tragen die Zisterzienser zu deren Habit auch noch eine weiße Kukulle gehört.


Sehr auffallend ist zudem der Habit der Steyler Anbetungsschwestern, die eine rosarote Tunika mit einem weißen Skapulier und weiße Schleier tragen.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Habit)

 

kathpedia.com: Kukulle

Eine Kukulle (v. lat. cucullus: Tüte) ist ein durchgehendes Gewand mit langen, weiten Ärmeln. Sie ist das kennzeichnende Gewand der Mönche und Nonnen monastischer Orden mit ewiger Profeß. Getragen wird sie in der Liturgie und bei anderen besonderen Anlässen über dem Habit.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Kukulle)

 

YouTube.com: www.thesimpleway.org

kathpedia.com: Klausur

Die Klausur ist eine besondere Lebensweise in Einsamkeit und ist ein Teil der höchsten Armut durch die Begrenzung der Freiheit auf den Raum innerhalb der Klostermauern. Die Klausur ist als aszetisches Mittel anzusehen, ein Streben danach in der Einsamkeit ein intensiveres Gebetsleben zu führen.

Die Klöster beobachten die päpstliche Klausur, vom Heiligen Stuhl bestimmt. Die Klausurschwestern und -brüder verwirklichen durch ihre Zurückgezogenheit in grösstmöglicher Vollkommenheit ein typisches Urelement jeden christlichen Lebens, in der Ganzhingabe ihrer Liebe zu Gott. Durch ständiges, unaufhörliches Beten stützen sie mit ihrem ganzen Leben die gebrechlichen Glieder des Leibes Christi.

Schon die hl. Klara bestimmte in ihrer Regel, dass es aus "nützlicher, begründeter, offenbarer und glaubhafter Ursache" den Schwestern erlaubt sei den Klosterbereich zu verlassen. Heute gilt dies z.B. bei grosser Gefahr, zur ärztlichen Behandlung oder zur Pflege der Gesundheit (Wandern...), für bestimmte Handarbeiten (Garten...), zur Ausübung der Bürgerpflichten, zur Erledigung notwendiger Angelegenheiten wenn die Aussenschwestern abwesend sind, um die Eltern zu besuchen wenn besondere Umstände dies nahelegen, ... oder "bei sonstigen Sondererlaubnissen der Äbtissin". Aussenstehenden ist das Betreten der Klausur nur in Sondersituationen gestattet (z.B. Priester, Ärzte, Handwerker, Blutsverwandten).

Für Frauenorden war die Klausur lange Zeit durch den heiligen Stuhl vorgeschrieben. 1298 erließ Papst Bonifatius VIII. die Konstitution Periculoso, welche die Klauser für alle Nonnen vorschrieb. Das Konzil von Trient bestätigte diese Gesetzgebung, die auch in der Folgezeit aufrecht erhalten wurde. Lange Zeit verhinderte diese Regelung das caritative, soziale und katechetische Engagement von Ordensfrauen. Gelöst wurde diese Problematik durch die Einführung von "einfachen Gelübden" (im Gegensatz zu feierlichen Gelübden). Die ersten Frauenorden, die in einfachen Gelübden lebten, waren die Ursulinen und die Institutum Beatae Mariae Virginis (die von der hl. Maria Ward gegründete Kongregation, die heute den Namen Congregatio Jesu trägt).

(Quelle: "http://www.kathpedia.com/index.php?title=Klausur")

 

kathpedia.com: Prior

Ein Prior, weiblich Priorin, (v. lat. prior: der Erste) ist

in monastischen Orden 
- der Vertreter des Abtes oder
- der Obere eines Klosters, dem kein Abt vorsteht.
- in manchen nicht-monastischen Orden der Vorsteher der einzelnen Ordensniederlassungen, etwa bei den Dominikanern.
- im Deutschen Orden die Bezeichnung für den Provinzial.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Prior)

 

kathpedia.com: Abt

Ein Abt (v. hebr. אב: Vater; lat. abba: Vater) ist der Obere eines Klosters. Gebräuchlich ist dieser Titel insbesondere für Obere von Mönchsorden. Ein Kloster, dem ein Abt vorsteht, wird als Abtei bezeichnet. Die weibliche Form des Titels lautet Äbtissin.

Ein Abt wird von den Mitgliedern einer Klostergemeinschaft gewählt. Wahlberechtigt sind alle Mitglieder mit ewiger Profess. Gewählt wird ein Abt je nach Ordensstatuten entweder auf Lebenszeit oder für einen bestimmten Zeitraum (meist 7 oder 12 Jahre). Der gewählte Abt wird durch den Diözesanbischof oder einen anderen Abt in der Abtsbenedikation (oft auch Abtsweihe genannt) in sein Amt eingeführt. Dabei werden ihm als Insignien Pektorale, Stab, Mitra und Ring überreicht.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Abt)

 

kathpedia.com: Mönch

Ein Mönch (v. gr. μονος: allein) ist ein Mitglied eines monastischen Ordens. Zu den bekanntesten monastischen Orden zählen die Benediktiner, Zisterzienser, Trappisten und Kartäuser.

Die weibliche Entsprechung ist Nonne.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=M%C3%B6nch)

 

kathpedia.com: Nonne

Eine Nonne (v. lat. nonna bzw. gr. νόννα: respektvolle Anrede für ältere Frauen) ist ein weibliches Mitglied eines monastischen Ordens. Zu den bekanntesten monastischen Orden zählen die Benediktiner, Zisterzienser, Trappisten und Kartäuser. Weibliche Mitglieder anderer Orden sind im engeren Sinne keine Nonnen. Umgangssprachlich werden aber auch sie teilweise als Nonne bezeichnet. Korrekt indes ist die Bezeichnung Ordensfrau oder Ordensschwester.

Die männliche Entsprechung ist Mönch.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Nonne)

 

kathpedia.com: Ordensfrau

Eine Ordensfrau ist ein Mitglied einer weiblichen Ordensgemeinschaft, die man gewöhnlich allgemein Schwester nennt. In Gemeinschaften, die aus Chrofrauen und Laienschwestern bestehen, wurden die Ersteren gewöhnlich mit Mutter oder Mater, die anderen einfach hin mit Schwester angeredet.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Ordensfrau)

 

kathpedia.com: Novize

Ein Novize ist eine Person, die sich in der Ausbildung zum Ordensangehörigen befindet. Dem Noviziat geht üblicherweise das Postulat voraus. Kirchenrechtliche Bestimmungen über das Noviziat sind in den Can. 641 bis 653 des CIC enthalten. Die Dauer beträgt mindestes ein Jahr und darf nicht länger als zwei Jahre sein. In dieser Zeit wird der Novize durch den Orden geprüft, ob er dazu berufen ist, die Gelübde abzulegen und gemäß der Ordensspiritualität zu leben. Umgekehrt prüft der Novize seine Berufung und ob ihm das Leben in der Ordensgemeinschaft zusagt. Außerdem übt der Novize die geistliche Lebensform ein und erwirbt Kenntnisse in den Bereichen Bibel, Glaubenslehre, Ordensgeschichte, Ordensspiritualität, Liturgie und Gesang. Verantwortlich für die Ausbildung ist der Novizenmeister.

Patronin der Novizen ist die heilige Therese von Lisieux.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Novize)

 

kathpedia.com: Ordensleute

Ordensleute sind Mitglieder einer männlichen oder weiblichen Ordensgemeinschaft. Die männlichen Ordensmitglieder können Ordenspriester oder Laienbrüder sein. Die weiblichen sind Ordensfrauen. Das bedeutet in erster Linie, die Personen, welche zeitliche oder ewige Ordensgelübde abgelegt haben, aber auch die Novizen, die erst in der Vorbereitung auf die Gelübde stehen. Die Mitglieder, die in ordensähnlichen Vereinigungen ohne Gelübde und der Säkularinstitute, können nur im uneigentlichen Sinne dazu gezählt werden.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Ordensleute)

 

kathpedia.com: Terziar

Als Terziar oder Terziarin wird das Laienmitglied eines Drittordens bezeichnet. Dritter Orden wird die jeweilige Gemeinschaft deshalb genannt, weil Erster Orden jeweils der Männerorden, "zweiter" Orden dann ein entsprechender weiblicher Zweig genannt wurde. Wer sich nicht den Evangelischen Räten vollumfänglich weiht, sondern an der Spiritualität der Ordensgemeinschaft unter den Bedingungen seines konkreten Lebensumfeldes als Laie teilhaben will, schließt sich dem entsprechenden Dritten Orden etwa der Franziskaner, Dominikaner oder Karmeliten an.

Der Jesuitenorden hat keinen weiblichen Zweig (wenn auch die Englischen Fräulein, neuerdings Congregatio Jesu genannt, der Maria Ward sich eng an Ignatius Vorbild orientierten) und keinen Dritten Orden. Der Drittordensbewegung ähnlich waren jedoch die jesuitisch angeleiteten Marianischen Männerkongregationen (heute Gemeinschaften Christlichen Lebens).

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Terziar)

 

kathpedia.com: Noviziat

Das Noviziat ist die Zeit der ersten Ausbildung eines Ordensangehörigen. In dieser Zeit wird der Novize durch den Orden geprüft, ob er dazu berufen ist, die Gelübde abzulegen und gemäß der Ordensspiritualität zu leben. Umgekehrt prüft der Novize seine Berufung und ob ihm das Leben in der Ordensgemeinschaft zusagt. Außerdem übt der Novize die geistliche Lebensform ein und erwirbt Kenntnisse in den Bereichen Bibel, Glaubenslehre, Ordensgeschichte, Ordensspiritualität, Liturgie und Gesang. Verantwortlich für die Ausbildung ist der Novizenmeister.

In den meisten Ordensgemeinschaften geht dem Noviziat ein Postulat, ein Vornoviziat und/oder eine Kandidatur voraus. Kirchenrechtliche Bestimmungen über das Noviziat sind in den Can. 641 bis 653 des CIC enthalten.

Patron der Novizen ist die heilige Therese von Lisieux.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Noviziat)

 

DOGMATISCHE KONSTITUTION
LUMEN GENTIUM
ÜBER DIE KIRCHE

 

KAPITEL VI

DIE ORDENSLEUTE

43. Die evangelischen Räte der Gott geweihten Keuschheit, der Armut und des Gehorsams sind, in Wort und Beispiel des Herrn begründet und von den Aposteln und den Vätern wie auch den Lehrern und Hirten der Kirche empfohlen, eine göttliche Gabe, welche die Kirche von ihrem Herrn empfangen hat und in seiner Gnade immer bewahrt. Die Autorität der Kirche selbst hat unter Leitung des Heiligen Geistes für ihre Auslegung, die Regelung ihrer Übung und die Festsetzung entsprechender dauerhafter Lebensformen gesorgt. So sind wie an einem Baum, der aus einem von Gott gegebenen Keim wunderbar und vielfältig auf dem Ackerfeld des Herrn Zweige treibt, verschiedene Formen des eremitischen und gemeinschaftlichen Lebens und verschiedene Gemeinschaften gewachsen. Sie bieten reichliche Hilfen zum Fortschritt ihrer Mitglieder wie zum Besten des ganzen Leibes Christi (137). Jene Gemeinschaften verhelfen nämlich ihren Mitgliedern zu größerer Beständigkeit in der Lebensweise, zu einer erprobten Lehre über das Streben nach Vollkommenheit, zu einer brüderlichen Gemeinschaft im Kriegsdienst Christi und zu einer durch den Gehorsam gefestigten Freiheit. Dadurch können sie ihr Ordensgelöbnis sicher erfüllen und getreu bewahren und auf dem Weg der Liebe in geistlicher Freude voranschreiten (138).

Ein derartiger Stand ist, in bezug auf die göttliche, hierarchische Verfassung der Kirche, kein Zwischenstand zwischen dem der Kleriker und dem der Laien. Vielmehr werden in beiden Gruppen Christgläubige von Gott gerufen, im Leben der Kirche sich einer besonderen Gabe zu erfreuen und, jeder in seiner Weise, ihrer Heilssendung zu nützen (139).

44. Durch die Gelübde oder andere heilige Bindungen, die jeweils in ihrer Eigenart den Gelübden ähnlich sind, verpflichtet sich der Christgläubige zu den drei genannten evangelischen Räten und gibt sich dadurch dem über alles geliebten Gott vollständig zu eigen, so daß er selbst durch einen neuen und besonderen Titel auf Gottes Dienst und Ehre hingeordnet wird. Er ist zwar durch die Taufe der Sünde gestorben und Gott geweiht. Um aber reichere Frucht aus der Taufgnade empfangen zu können, will er durch die Verpflichtung auf die evangelischen Räte in der Kirche von den Hindernissen, die ihn von der Glut der Liebe und der Vollkommenheit der Gottesverehrung zurückhalten könnten, frei werden und wird dem göttlichen Dienst inniger geweiht (140). Die Weihe ist aber um so vollkommener, je mehr sie durch die Festigkeit und Beständigkeit der Bande die unlösliche Verbindung Christi mit seiner Braut, der Kirche, darstellt.

Weil aber die evangelischen Räte ihre Befolger durch die Liebe, zu der sie hinführen (141), auch in besonderer Weise mit der Kirche und ihrem Geheimnis verbinden, muß ihr geistliches Leben auch dem Wohl der ganzen Kirche gewidmet sein. Daraus ergibt sich die Pflicht, nach Kräften und entsprechend der Gestalt der eigenen Berufung, durch Gebet oder auch tätiges Wirken sich um die Einwurzelung und Festigung des Reiches Christi in den Seelen und seine weltweite Ausbreitung zu bemühen. Deshalb auch schützt und fördert die Kirche den eigenen Charakter der verschiedenen Ordensinstitute. So erscheint das Bekenntnis zu den evangelischen Räten als ein Zeichen, das alle Glieder der Kirche wirksam zur eifrigen Erfüllung der Pflichten ihrer christlichen Berufung hinziehen kann und soll. Das Volk Gottes hat ja hier keine bleibende Heimstatt, sondern sucht die zukünftige. Deshalb macht der Ordensstand, der seine Glieder von den irdischen Sorgen mehr befreit, mehr die himmlischen Güter, die schon in dieser Zeit gegenwärtig sind, auch allen Gläubigen kund, bezeugt das neue und ewige, in der Erlösung Christi erworbene Leben und kündigt die zukünftige Auferstehung und die Herrlichkeit des Himmelreiches an. Auch die Lebensform, die der Sohn Gottes annahm, als er in die Welt eintrat, um den Willen des Vaters zu tun, und die er den Jüngern, die ihm nachfolgen, vorgelegt hat, ahmt dieser Stand ausdrücklicher nach und bringt sie in der Kirche ständig zur Darstellung. Schließlich macht er die Erhabenheit des Gottesreiches gegenüber allem Irdischen und seine höchsten Ansprüche in besonderer Weise offenkundig. Er zeigt auch allen Menschen die überragende Größe der Herrscherkraft Christi und die wunderbare, unbegrenzte Macht des Heiligen Geistes in der Kirche auf.

Der Stand, der durch das Gelöbnis der evangelischen Räte begründet wird, ist also zwar nicht Teil der hierarchischen Struktur der Kirche, gehört aber unerschütterlich zu ihrem Leben und ihrer Heiligkeit.

45. Da die kirchliche Hierarchie die Aufgabe hat, das Volk Gottes zu leiten und auf reiche Weiden zu führen (vgl. Ez 34,14), ist sie dafür zuständig, die Übung der evangelischen Räte, durch die die vollkommene Liebe zu Gott und dem Nächsten einzigartig gefördert wird, durch ihre Gesetze weise zu lenken (142). Sie nimmt auch in gelehriger Gefolgschaft gegenüber den Antrieben des Heiligen Geistes die von vortrefflichen Männern und Frauen vorgelegten Regeln entgegen, läßt sie weiter ordnen und erkennt sie authentisch an. Außerdem wacht sie mit ihrer Autorität schützend über die zum Aufbau des Leibes Christi allenthalben errichteten Institute, damit sie nach dem Geist ihrer Stifter wachsen und gedeihen.

Zur besseren Vorsorge gegenüber den Erfordernissen der ganzen Herde des Herrn können alle Institute des Standes der Vollkommenheit und ihre einzelnen Mitglieder vom Papst aufgrund seines Primats über die ganze Kirche im Hinblick auf den allgemeinen Nutzen der Jurisdiktion der Ortsordinarien entzogen und ihm allein unterstellt werden (143). In ähnlicher Weise können sie bei den eigenen patriarchalen Autoritäten belassen oder ihnen unterstellt werden. Die Mitglieder selbst müssen die Pflicht gegenüber der Kirche nach ihrer besonderen Lebensform erfüllen und dabei den Bischöfen gemäß den kanonischen Gesetzen Ehrfurcht und Gehorsam leisten wegen ihrer Hirtenautorität in den Teilkirchen und der notwendigen Einheit und Eintracht im apostolischen Wirken (144).

Die Kirche erhebt aber nicht nur den Ordensberuf durch ihre Bestätigung zur Würde eines kanonischen Standes, sondern macht ihn auch durch ihre liturgische Feier zu einem Gott geweihten Stand. Denn die Kirche selbst nimmt kraft der ihr von Gott übertragenen Autorität die Gelübde der Gelobenden entgegen, erbittet ihnen durch ihr öffentliches Gebet Hilfe und Gnade von Gott, empfiehlt sie Gott, erteilt ihnen eine geistliche Segnung und vereint ihre Hingabe mit dem eucharistischen Opfer.

46. Die Ordensleute sollen sorgfältig darauf achten, daß durch sie die Kirche wirklich von Tag zu Tag mehr den Gläubigen wie den Ungläubigen Christus sichtbar mache, wie er auf dem Berg in der Beschauung weilt oder wie er den Scharen das Reich Gottes verkündigt oder wie er die Kranken und Schwachen heilt und die Sünder zum Guten bekehrt oder wie er die Kinder segnet und allen Wohltaten erweist, immer aber dem Willen des Vaters gehorsam ist, der ihn gesandt hat (145).

Alle sollen schließlich einsehen, daß das Gelöbnis der evangelischen Räte, wenn es auch den Verzicht auf hochzuschätzende Werte mit sich bringt, dennoch der wahren Entfaltung der menschlichen Person nicht entgegensteht, sondern aus ihrem Wesen heraus sie aufs höchste fördert. Die Räte nämlich tragen, wenn sie entsprechend der persönlichen Berufung eines jeden in freiem Entschluß übernommen werden, nicht wenig zur Reinigung des Herzens und zur geistlichen Freiheit bei, fachen ständig die Glut der Liebe an und vermögen den Christen gleichförmiger zu machen vor allem der jungfräulichen und armen Lebensweise, die Christus der Herr gewählt und die seine jungfräuliche Mutter sich zu eigen gemacht hat. Das beweist das Beispiel so vieler heiliger Ordensgründer. Und es darf keiner meinen, die Ordensleute würden durch ihre Weihe den Menschen fremd oder für die irdische Gesellschaft nutzlos. Denn, wenn sie auch zuweilen ihren Zeitgenossen nicht in unmittelbarer Weise hilfreich sind, haben sie diese doch auf tiefere Weise in der Liebe Christi gegenwärtig und wirken geistlich mit ihnen zusammen, daß der Bau der irdischen Gesellschaft immer in Gott gründe und auf ihn ausgerichtet sei und seine Erbauer nicht vergeblich arbeiten  (146).

Gerade darum bestätigt und lobt die Heilige Synode die Männer und Frauen, Brüder und Schwestern, die in den Klöstern oder in Schulen und Krankenhäusern oder in den Missionen in standhafter und demütiger Treue zu der genannten Weihe die Braut Christi zieren und allen Menschen die verschiedensten großmütigen Dienste leisten.

47. Jeder, der zum Lebensstand der Räte berufen ist, soll eifrig bemüht sein, in der Berufung, zu der er von Gott gerufen wurde, zu bleiben und sich darin mehr auszuzeichnen, zu vollerer Heiligkeit der Kirche, zur größeren Ehre der einen und ungeteilten Dreifaltigkeit, die in Christus und durch Christus Quelle und Ursprung jeder Heiligkeit ist.


--------------------------------------------------------------------------------

Anmerkungen:

(137) Vgl. Rosweydus, Vitæ Patrum (Antwerpen 1628). Apophthegmata Patrum: PG 65. PalIadius, Historia Lausiaca: PG 34, 995 ff; ed. C. Butler (Cambridge 1898) (1904). Pius XI., Apost. Konst. Umbratilem, 8. Juli 1924: AAS 16 (1924) 386-387. Pius XII., Anspr. Nous sommes heureux, 11. April 1958: AAS 50 (1958) 283.

(138) Paul VI., Anspr. Magno gaudio, 23. Mai 1964: AAS 56 (1964) 566.

(139) Vgl. CIC, can. 487 u. 488, 40. Pius XII., Anspr. Annus sacer, 8. Dez. 1950: AAS 43 (1951) 27f. Ders., Apost. Konst. Provida Mater, 2. Febr. 1947: AAS 39 (1947) 120ff.

(140) Paul VI., a. a. O. 567.

(141) Vgl. Thomas v. Aquin, Summa Theol. II-II., q. 184, a. 3 u. q. 188, a. 2. Bonaventura, Opusc. XI., Apologia Pauperum, 3. Kap., 3: Ausg. der Werke, Quaracchi, Bd. 8 (1898) 245a.

(142) Vgl. Conc. Vatic. I, Schema Über die Kirche Christi, Kap. XV u. Anmerkung 48: Mansi 51, 549fu. 619f. Leo XIII., Brief Au milieu des consolations, 23. Dez. 1900: ASS 33 (1900-01) 361. Pius XII., Apost. Konst. Provida Mater, a. a. O. 114f.

(143) Vgl. Leo XIII., Konst. Romanos Pontifices, 8. Mai 1881: ASS 13 (1880-81) 483. Pius XII., Anspr. Annus sacer, 8. Dez. 1950: AAS 43 (1951) 28f.

(144) Vgl. Pius XII., Anspr. Annus sacer, a. a. O. 28. Ders., Apost. Konst. Sedes Sapientiæ, 31. Mai 1956: AAS 48 (1956) 355. Paul VI., a. a. O., 570-571.

(145) Vgl. Pius XII., Enz. Mystici Corporis, 29. Juni 1943: AAS 35 (1943) 214f.

(146) Vgl. Pius XII., Anspr. Annus sacer, a. a. O. 30. Ders., Anspr. Sousla maternelle protection, 9. Dez. 1957: AAS 50 (1958) 39f.

 

    
(2. Vatikanisches Konzil: Lumen Gentium. http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19641121_lumen-gentium_ge.html)

DOGMATISCHE KONSTITUTION
LUMEN GENTIUM
ÜBER DIE KIRCHE

 

KAPITEL VI

DIE ORDENSLEUTE

43. Die evangelischen Räte der Gott geweihten Keuschheit, der Armut und des Gehorsams sind, in Wort und Beispiel des Herrn begründet und von den Aposteln und den Vätern wie auch den Lehrern und Hirten der Kirche empfohlen, eine göttliche Gabe, welche die Kirche von ihrem Herrn empfangen hat und in seiner Gnade immer bewahrt. Die Autorität der Kirche selbst hat unter Leitung des Heiligen Geistes für ihre Auslegung, die Regelung ihrer Übung und die Festsetzung entsprechender dauerhafter Lebensformen gesorgt. So sind wie an einem Baum, der aus einem von Gott gegebenen Keim wunderbar und vielfältig auf dem Ackerfeld des Herrn Zweige treibt, verschiedene Formen des eremitischen und gemeinschaftlichen Lebens und verschiedene Gemeinschaften gewachsen. Sie bieten reichliche Hilfen zum Fortschritt ihrer Mitglieder wie zum Besten des ganzen Leibes Christi (137). Jene Gemeinschaften verhelfen nämlich ihren Mitgliedern zu größerer Beständigkeit in der Lebensweise, zu einer erprobten Lehre über das Streben nach Vollkommenheit, zu einer brüderlichen Gemeinschaft im Kriegsdienst Christi und zu einer durch den Gehorsam gefestigten Freiheit. Dadurch können sie ihr Ordensgelöbnis sicher erfüllen und getreu bewahren und auf dem Weg der Liebe in geistlicher Freude voranschreiten (138).

Ein derartiger Stand ist, in bezug auf die göttliche, hierarchische Verfassung der Kirche, kein Zwischenstand zwischen dem der Kleriker und dem der Laien. Vielmehr werden in beiden Gruppen Christgläubige von Gott gerufen, im Leben der Kirche sich einer besonderen Gabe zu erfreuen und, jeder in seiner Weise, ihrer Heilssendung zu nützen (139).

44. Durch die Gelübde oder andere heilige Bindungen, die jeweils in ihrer Eigenart den Gelübden ähnlich sind, verpflichtet sich der Christgläubige zu den drei genannten evangelischen Räten und gibt sich dadurch dem über alles geliebten Gott vollständig zu eigen, so daß er selbst durch einen neuen und besonderen Titel auf Gottes Dienst und Ehre hingeordnet wird. Er ist zwar durch die Taufe der Sünde gestorben und Gott geweiht. Um aber reichere Frucht aus der Taufgnade empfangen zu können, will er durch die Verpflichtung auf die evangelischen Räte in der Kirche von den Hindernissen, die ihn von der Glut der Liebe und der Vollkommenheit der Gottesverehrung zurückhalten könnten, frei werden und wird dem göttlichen Dienst inniger geweiht (140). Die Weihe ist aber um so vollkommener, je mehr sie durch die Festigkeit und Beständigkeit der Bande die unlösliche Verbindung Christi mit seiner Braut, der Kirche, darstellt.

Weil aber die evangelischen Räte ihre Befolger durch die Liebe, zu der sie hinführen (141), auch in besonderer Weise mit der Kirche und ihrem Geheimnis verbinden, muß ihr geistliches Leben auch dem Wohl der ganzen Kirche gewidmet sein. Daraus ergibt sich die Pflicht, nach Kräften und entsprechend der Gestalt der eigenen Berufung, durch Gebet oder auch tätiges Wirken sich um die Einwurzelung und Festigung des Reiches Christi in den Seelen und seine weltweite Ausbreitung zu bemühen. Deshalb auch schützt und fördert die Kirche den eigenen Charakter der verschiedenen Ordensinstitute. So erscheint das Bekenntnis zu den evangelischen Räten als ein Zeichen, das alle Glieder der Kirche wirksam zur eifrigen Erfüllung der Pflichten ihrer christlichen Berufung hinziehen kann und soll. Das Volk Gottes hat ja hier keine bleibende Heimstatt, sondern sucht die zukünftige. Deshalb macht der Ordensstand, der seine Glieder von den irdischen Sorgen mehr befreit, mehr die himmlischen Güter, die schon in dieser Zeit gegenwärtig sind, auch allen Gläubigen kund, bezeugt das neue und ewige, in der Erlösung Christi erworbene Leben und kündigt die zukünftige Auferstehung und die Herrlichkeit des Himmelreiches an. Auch die Lebensform, die der Sohn Gottes annahm, als er in die Welt eintrat, um den Willen des Vaters zu tun, und die er den Jüngern, die ihm nachfolgen, vorgelegt hat, ahmt dieser Stand ausdrücklicher nach und bringt sie in der Kirche ständig zur Darstellung. Schließlich macht er die Erhabenheit des Gottesreiches gegenüber allem Irdischen und seine höchsten Ansprüche in besonderer Weise offenkundig. Er zeigt auch allen Menschen die überragende Größe der Herrscherkraft Christi und die wunderbare, unbegrenzte Macht des Heiligen Geistes in der Kirche auf.

Der Stand, der durch das Gelöbnis der evangelischen Räte begründet wird, ist also zwar nicht Teil der hierarchischen Struktur der Kirche, gehört aber unerschütterlich zu ihrem Leben und ihrer Heiligkeit.

45. Da die kirchliche Hierarchie die Aufgabe hat, das Volk Gottes zu leiten und auf reiche Weiden zu führen (vgl. Ez 34,14), ist sie dafür zuständig, die Übung der evangelischen Räte, durch die die vollkommene Liebe zu Gott und dem Nächsten einzigartig gefördert wird, durch ihre Gesetze weise zu lenken (142). Sie nimmt auch in gelehriger Gefolgschaft gegenüber den Antrieben des Heiligen Geistes die von vortrefflichen Männern und Frauen vorgelegten Regeln entgegen, läßt sie weiter ordnen und erkennt sie authentisch an. Außerdem wacht sie mit ihrer Autorität schützend über die zum Aufbau des Leibes Christi allenthalben errichteten Institute, damit sie nach dem Geist ihrer Stifter wachsen und gedeihen.

Zur besseren Vorsorge gegenüber den Erfordernissen der ganzen Herde des Herrn können alle Institute des Standes der Vollkommenheit und ihre einzelnen Mitglieder vom Papst aufgrund seines Primats über die ganze Kirche im Hinblick auf den allgemeinen Nutzen der Jurisdiktion der Ortsordinarien entzogen und ihm allein unterstellt werden (143). In ähnlicher Weise können sie bei den eigenen patriarchalen Autoritäten belassen oder ihnen unterstellt werden. Die Mitglieder selbst müssen die Pflicht gegenüber der Kirche nach ihrer besonderen Lebensform erfüllen und dabei den Bischöfen gemäß den kanonischen Gesetzen Ehrfurcht und Gehorsam leisten wegen ihrer Hirtenautorität in den Teilkirchen und der notwendigen Einheit und Eintracht im apostolischen Wirken (144).

Die Kirche erhebt aber nicht nur den Ordensberuf durch ihre Bestätigung zur Würde eines kanonischen Standes, sondern macht ihn auch durch ihre liturgische Feier zu einem Gott geweihten Stand. Denn die Kirche selbst nimmt kraft der ihr von Gott übertragenen Autorität die Gelübde der Gelobenden entgegen, erbittet ihnen durch ihr öffentliches Gebet Hilfe und Gnade von Gott, empfiehlt sie Gott, erteilt ihnen eine geistliche Segnung und vereint ihre Hingabe mit dem eucharistischen Opfer.

46. Die Ordensleute sollen sorgfältig darauf achten, daß durch sie die Kirche wirklich von Tag zu Tag mehr den Gläubigen wie den Ungläubigen Christus sichtbar mache, wie er auf dem Berg in der Beschauung weilt oder wie er den Scharen das Reich Gottes verkündigt oder wie er die Kranken und Schwachen heilt und die Sünder zum Guten bekehrt oder wie er die Kinder segnet und allen Wohltaten erweist, immer aber dem Willen des Vaters gehorsam ist, der ihn gesandt hat (145).

Alle sollen schließlich einsehen, daß das Gelöbnis der evangelischen Räte, wenn es auch den Verzicht auf hochzuschätzende Werte mit sich bringt, dennoch der wahren Entfaltung der menschlichen Person nicht entgegensteht, sondern aus ihrem Wesen heraus sie aufs höchste fördert. Die Räte nämlich tragen, wenn sie entsprechend der persönlichen Berufung eines jeden in freiem Entschluß übernommen werden, nicht wenig zur Reinigung des Herzens und zur geistlichen Freiheit bei, fachen ständig die Glut der Liebe an und vermögen den Christen gleichförmiger zu machen vor allem der jungfräulichen und armen Lebensweise, die Christus der Herr gewählt und die seine jungfräuliche Mutter sich zu eigen gemacht hat. Das beweist das Beispiel so vieler heiliger Ordensgründer. Und es darf keiner meinen, die Ordensleute würden durch ihre Weihe den Menschen fremd oder für die irdische Gesellschaft nutzlos. Denn, wenn sie auch zuweilen ihren Zeitgenossen nicht in unmittelbarer Weise hilfreich sind, haben sie diese doch auf tiefere Weise in der Liebe Christi gegenwärtig und wirken geistlich mit ihnen zusammen, daß der Bau der irdischen Gesellschaft immer in Gott gründe und auf ihn ausgerichtet sei und seine Erbauer nicht vergeblich arbeiten  (146).

Gerade darum bestätigt und lobt die Heilige Synode die Männer und Frauen, Brüder und Schwestern, die in den Klöstern oder in Schulen und Krankenhäusern oder in den Missionen in standhafter und demütiger Treue zu der genannten Weihe die Braut Christi zieren und allen Menschen die verschiedensten großmütigen Dienste leisten.

47. Jeder, der zum Lebensstand der Räte berufen ist, soll eifrig bemüht sein, in der Berufung, zu der er von Gott gerufen wurde, zu bleiben und sich darin mehr auszuzeichnen, zu vollerer Heiligkeit der Kirche, zur größeren Ehre der einen und ungeteilten Dreifaltigkeit, die in Christus und durch Christus Quelle und Ursprung jeder Heiligkeit ist.


--------------------------------------------------------------------------------

Anmerkungen:

(137) Vgl. Rosweydus, Vitæ Patrum (Antwerpen 1628). Apophthegmata Patrum: PG 65. PalIadius, Historia Lausiaca: PG 34, 995 ff; ed. C. Butler (Cambridge 1898) (1904). Pius XI., Apost. Konst. Umbratilem, 8. Juli 1924: AAS 16 (1924) 386-387. Pius XII., Anspr. Nous sommes heureux, 11. April 1958: AAS 50 (1958) 283.

(138) Paul VI., Anspr. Magno gaudio, 23. Mai 1964: AAS 56 (1964) 566.

(139) Vgl. CIC, can. 487 u. 488, 40. Pius XII., Anspr. Annus sacer, 8. Dez. 1950: AAS 43 (1951) 27f. Ders., Apost. Konst. Provida Mater, 2. Febr. 1947: AAS 39 (1947) 120ff.

(140) Paul VI., a. a. O. 567.

(141) Vgl. Thomas v. Aquin, Summa Theol. II-II., q. 184, a. 3 u. q. 188, a. 2. Bonaventura, Opusc. XI., Apologia Pauperum, 3. Kap., 3: Ausg. der Werke, Quaracchi, Bd. 8 (1898) 245a.

(142) Vgl. Conc. Vatic. I, Schema Über die Kirche Christi, Kap. XV u. Anmerkung 48: Mansi 51, 549fu. 619f. Leo XIII., Brief Au milieu des consolations, 23. Dez. 1900: ASS 33 (1900-01) 361. Pius XII., Apost. Konst. Provida Mater, a. a. O. 114f.

(143) Vgl. Leo XIII., Konst. Romanos Pontifices, 8. Mai 1881: ASS 13 (1880-81) 483. Pius XII., Anspr. Annus sacer, 8. Dez. 1950: AAS 43 (1951) 28f.

(144) Vgl. Pius XII., Anspr. Annus sacer, a. a. O. 28. Ders., Apost. Konst. Sedes Sapientiæ, 31. Mai 1956: AAS 48 (1956) 355. Paul VI., a. a. O., 570-571.

(145) Vgl. Pius XII., Enz. Mystici Corporis, 29. Juni 1943: AAS 35 (1943) 214f.

(146) Vgl. Pius XII., Anspr. Annus sacer, a. a. O. 30. Ders., Anspr. Sousla maternelle protection, 9. Dez. 1957: AAS 50 (1958) 39f.

 

    
(2. Vatikanisches Konzil: Lumen Gentium. http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19641121_lumen-gentium_ge.html)

kathpedia.com: Gelübde

Gelübde verpflichten unter Sünde zur Einhaltung und werden feierlich öffentlich abgelegt. Die klassischen Gelübde sind Armut, Gehorsam, Keuschheit. Einige Orden oder Kongregationen haben zusätzliche Gelübde wie die stabilitas der Benediktiner.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Gel%C3%BCbde)

 

kathpedia.com: Profeß

Unter einer Profeß wird das Ordensgelübde (zeitlich oder auf Lebenszeit) verstanden, welches ein neues Ordensmitglied nach dem Noviziat und einer mehrjährigen Ordenszugehörigkeit vor dem Ordensoberen ablegt.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Profe%C3%9F)

 

kathpedia.com: Ordenspriester

Ein Ordenspriester ist ein Priester, der einer Ordensgemeinschaft angehört. Sein nächster Oberer ist der Ordensobere, dann erst der Bischof, sofern der Orden diözesanen Rechtes ist, ansonsten direkt der Papst, sofern es eine päpstliche Ordensgemeinschaft ist. Der Gegensatz zum Ordenspriester ist der Weltpriester.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Ordenspriester)

 

Orden

(in Vorbereitung)

So unterschiedlich, wie uns Jesus im Neuen Testament begegnet, sind die Tätigkeiten und Aufgaben im Ordensleben:

Jesus hat in der Einsamkeit gebetet (Mk 6,46)

Er hat seine Jünger gelehrt (Mk 1,21 f)

Er hat auf Gott, den Vater verwiesen (Joh 5,19 f)

Er hat Kranke geheilt (Mt 15,30 f)

Er hat sich Ausgegrenzten zugewendet (Lk 5,12 f)

Er war ein Prediger des Gottesreiches (Lk 6,20-23)

Er war ein Freund der Kinder (Lk 18,16)

Und schließlich war Er ein Glaubensbote (Mt 28,19 f)

 

Wer also im Orden lebt, hat sich für einen - oder mehreren - dieser Bereiche entscheiden. Er mag als Eremit leben oder sich ganz der Anbetung hingeben, er mag an ordenseigenen Schulen oder Hochschulen unterrichten, Sakramente spenden oder in der Katechese tätig sein, in Krankenhäusern, Altenheimen oder Suchthilfeeinrichtungen des Ordens tätig sein, er mag sich um Obdachlose oder Drogenabhängige kümmern, auf das Predigen, Unterrichten oder die Gemeindemission konzentrieren, er mag in Kindergärten oder in der Jugendhilfe tätig sein oder gar international als Missionar.

Sicher ist aber: in all dem hat er/sie sich voll und ganz - mit ungeteiltem Herzen - sich selbst hingegeben und das Geschenk der Berufung Gottes zur Nachfolge Jesu angenommen.

(Quelle: www.orden.de)


Jesuiten.org
 

kathpedia.com: Konvent

Ein Konvent (v. lat. conventus: Zusammenkunft) ist die Gemeinschaft der Mönche oder Nonnen eines Klosters.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Konvent)

 

Gloria TV: Das geweihte Leben

 

kathpedia.com: Kloster

Als Kloster oder Abtei wird in der Regel das Gebäude einer Gemeinschaft von zölibatär lebenden Christen bezeichnet (von lat. claustra od. claustrum; dt. Riegel, Verschluss, Schloss). Es ist also ein "ausgesperrter Ort", an dem Mönche oder Nonnen wohnen.

Die erste Kloster geht auf Pachomius († 346) zurück, der seine Anlage mit einer Mauer umschließen ließ. Diese Anlage beinhaltete Kirche, Speisesaal, Küche, Kleiderkammer, Bibliothek, Krankenort, Gästehaus und Werkstätten.

Der älteste erhaltene Klosterplan stammt aus dem Jahr 820: Es ist der St. Galler Klosterplan, ein Idealplan der Vorbild für viele Benediktiner- und alle Zisterzienserklöster wurde.

Häuser anderer religiöser Genossenschaften werden mitunter Klöster genannt, auch wenn sie nach Partikularrecht keine Klöster im eigentlichen Sinne sind.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Kloster)

 

YouTube.com: The Ordinary Radicals - Trailer

kathpedia.com: Pforte

Die Pforte ist der Bereich des Klosters, in dem Gäste empfangen werden. Sie ist besonders in den klausurierten Orden vorgesehen.

Das 66. Kapitel der Benediktusregel ist dem Amt des Pförtners gewidmet. Dieser soll ein "weiser, älterer Bruder" sein, der eine Zelle neben der Pforte bewohnt. Er soll den Ankommenden unverzüglich Hilfestellung und Bescheid geben. Die Arbeitsbereiche des Klosters sollen nach Möglichkeit hinter der Pforte angesiedelt werden, um dem Mönch das Nachkommen seiner Arbeit im geschlossenen Klosterbereich zu ermöglichen.

Es gab und gibt immer wieder heiligmäßige Pförtner, die sich vor allem durch ihr offenes Herz für die Gäste und Armen, die das Kloster aufsuchen, auszeichneten. Unter ihnen sind die heiligen Paschalis Baylon und Konrad von Parzham hervorzuheben.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Pforte)

 

kathpedia.com: Oratorium

Das Oratorium (lat. congregatio oratorii) ist eine 1548 durch Philipp Neri in Rom gegründete Kongregation, die sich in einem Raum bei der römischen Bruderschaftskirche San Girolamo della Carita traf, wo Philipp Neri wohnte. Diese Treffen hatten ihren Mittelpunkt in einem freien Schriftgespräch, was damals eine Neuerung darstellte. Philipp und seine jungen Anhänger kümmerten sich auch um bedürftige Pilger, Kranke und Arme.

Die Zusammenkünfte dieser Gemeinschaft wurden im Unterschied zur auf Latein gefeierten Messe mit Gebeten und Gesängen in der Volkssprache sehr lebendig gestaltet und fanden bald großen Zulauf.

Schließlich musste dafür ein eigener, größerer Raum eingerichtet werden - das Oratorium (dt. „Betsaal“). Die Treffen selbst wurden alsbald gleichfalls „Oratorium“ genannt und lange von der Inquisition misstrauisch beobachtet, da unter anderem Laien in den Zusammenkünften predigten. Von hier aus wurde die volkssprachliche, dramatische Vergegenwärtigung biblischer oder moralischer Themen populär und behielt den Namen Oratorium schließlich als musikalische Gattung. Da Giovanni Pierluigi da Palestrina ein Beichtkind Philipp Neris war, waren die musikalischen Darbietungen, die seit 1571 von ihm geleitet wurden, auf höchstem Niveau und weithin gerühmt.

Die Gemeinschaften des hl. Philipp Neri existieren heute in vielen Ländern. Sie hat sich besonders die Verlebendigung von Gottesdienst und Seelsorge zum Ziel gesetzt. Auch sie trägt den Namen Oratorium, die Mitglieder heißen Oratorianer. Sie sind Priester (oder männliche Laien) und betreuen meist Pfarreien.

Weltweit bilden die Kongregationen des Oratoriums eine Konföderation, die sich alle 6 Jahre zu einem Weltkongress trifft, um gemeinsame Anliegen zu beraten. In Deutschland gibt es seit 2006 die Deutsche Föderation des Oratoriums des Hl. Philipp Neri, der alle Kongregationen in Deutschland angehören. Diese Föderation nimmt auch andere Gruppen und Personen als "assoziierte Mitglieder" auf.

Einer der bekanntesten Oratorianer ist John Henry Newman, Theologe, Konvertit und späterer Kardinal im England des 19. Jh. Der niederrheinische Marienwallfahrtsort Kevelaer wurde seit seinen Anfängen bis zur Säkularisierung unter Napoleon von Oratorianern betreut.

 

Oratorien im deutschsprachigen Raum


Aachen
Celle
Bautzen (vormals Dresden)
Frankfurt a.M.
Heidelberg
Ilsede
Leipzig
München
Wien / Österreich
Glattbrugg / Schweiz

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Oratorium)

 

kathpedia.com: Vereinigung Deutscher Ordensoberen

Die Vereinigung Deutscher Ordensobern (VDO) wurde 1898 gegründet. Sie war bis 2006 die Konferenz der Höheren Oberen der Priesterorden in Deutschland. Daneben gab es die Vereinigung der Ordensoberinnen Deutschlands (VOD - gegr. 1954) und die Vereinigung der Ordensobern der Brüderorden (VOB - gegr. 1958).

Am 8. Juli 2006 wurde in St. Ottilien die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) gegründet. Sie trat an die Stelle der drei bisherigen drei deutschen Ordensobern-Vereinigungen.


Ihre Rechtsgrundlage und Aufgabenbeschreibung finden diese Konferenzen der Höheren Oberen in den Canones 708 und 709 CIC:

Can. 708 — Die höheren Oberen können sich zweckmäßigerweise zu Konferenzen oder Räten zusammenschließen, um mit vereinten Kräften beizutragen, dass einerseits der Zweck der einzelnen Institute, stets unter Wahrung ihrer Selbständigkeit, ihrer Eigenart und ihres eigenen Geistes, vollkommener erreicht wird, und dass andererseits gemeinsame Angelegenheiten behandelt werden sowie eine entsprechende Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Bischofskonferenzen und auch mit den einzelnen Bischöfen in die Wege geleitet wird.

Can. 709 — Die Konferenzen der höheren Oberen müssen ihre vom Heiligen Stuhl genehmigten Statuten haben, von dem ausschließlich sie, auch als juristische Person, errichtet werden können und unter dessen oberster Leitung sie bleiben.


Diese Vorschriften des Kirchenrechts beruhen auf der Aussage des Zweiten Vatikanischen Konzils in "Perfectae Caritatis":

23. Die vom Heiligen Stuhl errichteten Konferenzen oder Räte der Höheren Obern, die zur besseren Verwirklichung des Zieles der einzelnen Institute, zum wirksameren Einvernehmen hinsichtlich des Wohles der Kirche, zur gerechteren Verteilung der Mitarbeiter im Evangelium in einem bestimmten Gebiet sowie zur Behandlung gemeinsamer Belange der Ordensleute sehr dienlich sein können, sind zu fördern. In der Ausübung des Apostolats ist auf entsprechende Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Bischofskonferenzen zu achten. Ähnliche Obernkonferenzen können auch für die Weltinstitute errichtet werden.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Vereinigung_Deutscher_Ordensobern)

 

Dürfen Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen Ordensangehörige werden?

Eine gute Frage. Theoretisch ja, denn jemand, der ein Ausleben seiner gleichgeschlechtlichen Neigungen sowie die schwule Szene an sich nicht befürwortet, keine "tiefgehenden" Neigungen hat sowie vielleicht sogar jahrelang zuvor ein keusches Leben geführt hat und möglicherweise noch zusätzlich seelsorgerisch betreut wurde - so ein Mensch könnte eigentlich jederzeit auch Ordensmitglied werden.

Eigentlich.

Zum einen darf man durchaus nachfragen, ob die Messlatte bei rein heterosexuell empfindenden Menschen genauso hoch gehängt wird. Zum anderen sieht die Realität meist anders aus.

Hier wird manchmal angeführt, dass rein heterosexuell empfindende Männer etwa die Gründung einer Familie aufgeben, was gleichgeschlechtlich empfindende Männer ja nicht tun würden.

Hört sich erstmal vernünftig an. ABER: wie kommt man eigentlich auf die Idee, dass letztere nichts aufgeben? Auch sie sind zum Zölibat gerufen! Auch sie geben ihr ganzes Leben Jesus und Seiner Kirche hin! Und nachdem wir im Himmel ja nicht mehr wie hier auf Erden Partnerschaften eingehen und heiraten werden und die Kirche - und somit Orden und die mystische Vereinigung mit Christus - ein Speigelbild, eine unvollkommene und bereits jetzt angebrochene Vorwegnahme des himmlischen Königreiches sind, lässt sich hier auch nicht in menschlichen Kategorien wie sexuelle Anziehung argumentieren.

Durchaus verständlich sind die Ängste mancher Ordensoberen, die ja auch Verantwortung zu tragen haben für das Verhältnis der Brüder bzw. Schwestern untereinander und das Bild, das der Orden nach aussen gibt. Und hier sind eben Befürchtungen da, dass es zu sexuellen Verfehlungen zwischen den Brüdern (oder eben Schwestern) kommen könnte, wenn Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen darunter sind.

Auch hier darf man nachfragen, ob bei heterosexuell empfindenden Bewerbern ebenso genau nachgefragt wird (sie kommen durchaus auch mit Menschen des anderen Geschlechtes in Kontakt!). Ebenso darf daran erinnert werden - wenn man denn von einem nicht zu kontrollierenden Sexualtrieb ausgeht - dass auch in reinen Männergesellschaften etwa (siehe Gefangene usw.) durchaus Fälle von homosexuellen Akten an der Tagesordnung sind (mangels Alternativen). Aber dieser Punkt sei hier ausgeklammert.

Nochmal: ich verstehe durchaus die Befürchtungen der Ordensoberen. Zum einen aber sollte man hier ein offenes Wort mit den Betroffenen führen und nicht den Orden vor ihnen verschließen. Die Konsequenz hierbei ist leider, dass Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen, wenn sie sich denn zum Ordensleben gerufen sehen - diese Neigungen den Ordensoberen verschweigen. Ich weiß durchaus, wovon ich hier rede.

Der wichtigste Punkt aber: auch wenn es nicht bewusst beabsichtigt hat, führt das Ausschließen solcher Menschen zwangsweise dazu, dass aus gleichgeschlechtlichen Neigungen eine eigenständige Identität wird.

Gehen wir hierauf etwas näher ein: ein Mann mit gleichgeschlechtlichen Neigungen entschließt sich dazu, diese nicht auszuleben. Er führt jahrelang ein zölibatäres Leben, engagiert sich in der Kirche, arbeitet fleissig, bildet sich spirituell weiter usw. Parallel dazu sieht er sich zum Ordensleben gerufen und beginnt, Kontakt zu Orden aufzunehmen. Er verbringt viel Zeit mit den Brüdern, lebt, arbeitet und betet mit ihnen. Die Brüder mögen ihn und er mag sie - sie sind schon fast zu seiner Familie geworden. Der Provinzial sowie andere Brüder fragen ihn sogar mehrmals, ob er nicht eintreten möchte.

Er entschließt sich, offen und ehrlich zu sein und erzählt dem Provinzial sowie dem Verantwortlichen für die Berufungspastoral von seinen Neigungen sowie von seinen aufrichtigen Bemühungen, ein gottgefälliges Leben zu führen. Er gibt ihnen Referenzen über katholische Seelsorger, die ihn dabei begleitet haben und bietet hierzu ein offenes Gespräch an. Obwohl es ihm sehr schwer fällt, schreibt er einen langen und sehr persönlichen Brief über sein bisheriges Leben. Er breitet sein Herz vor den Brüdern aus. Ganz offen schreibt er da dem Provinzial, dass er es durchaus verstehen könne, wenn der Orden nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Der Provinzial solle so entscheiden, wie es das beste für den Orden ist - nicht für den Betroffenen. Er würde sich dem Urteil beugen, auch wenn es ihm weh tut, möchte aber gerne jetzt wissen, ob man denn eine Möglichkeit sehe, dass er eintreten darf - bevor er selbst den letzten Schritt hierzu tut.

Die Reaktion: nichts. Er fragt mehrmals nach - und wieder nichts. Die Brüder, die ihm gegenüber zuvor so herzlich waren, ignorieren ihn plötzlich völlig.

Er ist ihnen keineswegs böse - auch heute noch ist er zutiefst dankbar für die Zeit, die er dort verbringen durfte und an seiner positiven Einstellung dem Orden gegenüber hat sich nichts geändert. Aber es tut ihm sehr, sehr weh, so behandelt zu werden. Er hat einen jahrelangen schweren Weg hinter sich und hart an sich gearbeitet - vielleicht weitaus härter als viele seiner rein heterosexuell empfindenden Mitbewerber. Aber trotz allem sieht man offenbar keine Möglichkeit, ihn in die Ordensfamilie aufzunehmen.

Und genau hier macht man aus gleichgeschlechtlichen Neigungen eine eigene Identität. Gott hat alle Menschen heterosexuell geschaffen - für Christen gibt es also nur heterosexualität - selbst wenn manche Heterosexuelle homosexuell empfinden (und sei es aus genetischen Gründen!). Und selbst wenn diese Neigungen nicht verschwinden.

Geht man aber davon aus, dass der Betroffene hilf- und willenlos seinen Neigungen ausgeliefert ist und eine ständige Gefahr für den Orden darstellt, gibt das zum einen eine traurige Vorstellung vom christlichen Glaubenszeugnis ab und zum anderen lehnt man ihn für das ab, was er ist (in etwa vergleichbar mit der Ablehnung von Frauen aufgrund der Tatsache, dass sie Frau sind. Und genau hier hat man eine Identität aus etwas gemacht, was aus christlicher Sicht keine eigene Identität ist). Er kann tun, sagen und denken, was er will - er wird doch immer der Schwule bleiben, der gleich einer ansteckenden Krankheit eine potentielle Gefahr für den Orden darstellt (auch wenn man es ihm selbstverständlich so niemals sagen würde und auch wenn andere Gründe mit dazu beitragen - der Hauptgrund dürfte wohl in seiner "Veranlagung" liegen). Im Gegensatz zu der befreienden Botschaft der Bibel durch Jesu Tod am Kreuz bleibt der Betroffene gebrandmarkt und kommt sich wie ein Mensch zweiter Klasse vor.

Tieftraurig nimmt er Kontakt zu einem anderen Orden der gleichen Familie auf. Dort ist er von Anfang an völlig offen, da er dies nicht nochmal erleben möchte. Gleich im ersten Gespräch erklärt man ihm - wenn auch sehr freundlich und herlich - dass man hier sehr vorsichtig ist und lässt erkennen, dass es wohl nicht dazu kommt, dass er in die Ordensfamilie aufgenommen wird. Man müsse aber zunächst noch die Zentrale in New York anrufen.

Der Betroffene ist noch trauriger als je zuvor. Die Brüder bedeuten ihm immer noch sehr viel - er tägt ihnen nichts nach und ist nicht böse auf sie. Er wirbt weiter für die Gemeinschaften und betet für sie - aber er fragt sich, ob es das ist, was der Ordensgründer wollte.

Noch mehr aber, ob es das ist, was Jesus wollte.

 

The Fathers of Mercy

Feed design by pfalzonline.de

Links National

Links International

Resources

kathTube.com - Ordensmann

 

kathTube.com - Ordensfrau

 

YouTube.com: Ordensfrau / Ordensmann

 

YouTube.com - Wir helfen einander bei der Suche

YouTube.com - Die Chancen der Noviziatszeit

YouTube.com - Benediktiner werden

YouTube.com - Leben in Ordensgemeinschaften heute

 

YouTube.com: Münsterschwarzach











kathTube.com - Rosa Schwestern

 

YouTube.com: Wir helfen einander bei der Suche - Novizen auf dem Weg

 

kathTube.com - Das Privileg der Armut

kathTube.com - Come Let Us Worship

kathTube.com - Mount Angel Abbey - II

YouTube.com - Steyler Anbetungsschwestern

YouTube.com - Gemeinschaft der demütig fragenden

YouTube.com - Brüder unter einem Vater

YouTube.com - Traditional Catholic Monks of Papa Stronsay, Scotland

kathTube.com - Interview mit John Paul Mary (Ex-Kelly Family)

YouTube.com - Die Kartäuser

YouTube.com: The Dominican Sisters of St. Cecilia

YouTube.com: The Dominican Sisters of Mary

YouTube.com - MountainCast: Fr. Benedict Groeschel

YouTube.com - Ordensmitglieder im Interview

YouTube.com - Die Zisterzienser

kathTube.com: Wie man Party im Kloster macht

 

 

Gloria TV: Trappinstinnen in Norwegen

 

Gloria TV: The Vocation of the Passionist Nuns. St. Joseph's Monastery. Whitesville, Kentucky (USA)



YouTube.com

Why Become a Mercedarian Friar?

 

The Story of Trappist Caskets and the Monks of New Melleray Abbey


Alexianerbrüder

 

Mount Angel Abbey: To Everlasting Life

Mount Angel Abbey: Monastic Formation

Mount Angel Abbey: Round Table Discussion

Light of Love - Trailer