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Okkultismus

kathpedia.com: Esoterik

 

Der Begriff Esoterik ist eigentlich ein Sammelbegriff. Das griechische Wort esoterikos bedeutet ein innerer Kreis, das Innere. Der Begriff ist im 19. Jahrhundert eingeführt worden und bezeichnete ursprünglich geistliche bzw. religiöse Strömungen, die nicht dem mainstream angehören; also Lehren, die in geheimen Kreisen weitergegeben wurden und wo man erst durch eine Einweihung Zutritt erhält. Heute sind diese Lehren in jedem Buchladen erhältlich.

Es wird in der Esoterik kein geschlossenes Glaubensbekenntnis verkündet, da Esoterik nur einen Oberbegriff darstellt. Lediglich die Systemesoterik – nicht aber die Gebrauchsesoterik – hat diverse Lehren zum Weltbild und zum Menschen entwickelt. (Unter Gebrauchsesoterik versteht man esoterische Praktiken z.B. im Wellness- und Freizeitbereich)

Der Begriff Esoterik ist verknüpft mit dem Zeitalter des New Age

 

Geschichte der Esoterik

 

Wesentlich geprägt wurde die Entwicklung der Esoterik bzw. der Ideen des New Age durch die Theosophische Gesellschaft, die 1875 von Helena Petrovna Blavatsky gegründet wurde. Deren Ziel war das sanfte Einschleusen dieses Gedankengutes in die Gesellschaft mit dem Ziel, sie auf diese Weise langsam und sanft von innen her zu transformieren.

Weitere Gruppen mit ähnlichen Zielen sind die Anthroposophen (Rudolf Steiner hatte sich von den Theosophen abgetrennt, da diese zunehmend hinduistischen Einflüssen Raum gaben) weiters die Rosenkreuzer und Freimaurer Ebenfalls an den Wurzeln der Esoterik: griechische Mysterienkulte, Gnosis, jüdische Kabbala, Volksmagie, Alchimie, Hermetik, Ideen aus diversen östlichen Religionen;

Die Theosophen planten, dass ihre Ideen so eingekleidet werden müssen, dass sie keine Opposition erregten, und dass sie für die Alltagspraxis geeignet gemacht würden, sodass man sie spielerisch einlernen könne. Sie sollten allgegenwärtig sein, in der Welt der Medizin, der Freizeit, des Management… und sollten so zum gesellschaftlich tragenden Gefühl der Gesamtheit werden. Seit dem 19.Jhdt. wurde dieses Ziel im Verborgenen verfolgt, seit den 60-er Jahren offen.

Ende der 60-er Jahre wurde mit dem Musical Hair zum ersten Mal die Heraufkunft des New Age besungen (siehe Eröffnungssong Aquarius – das Wassermann-Zeitalter kommt - ein friedliches Zeitalter, das das christliche Zeitalter des Fisches (das blutige Kreuz) ablösen wird).In dieser Zeit kam auch die Hippie-Welle mit dem östlichen/esoterischen Denken zuerst in Amerika, dann auch in Europa

In den 80-er Jahren 1982 veröffentlichte Marylin Ferguson ihr Buch „Die sanfte Verschwörung“ – das heute als New Age Bibel gilt.

Begünstigt wurde die Entwicklung durch die enttäuschten Hoffnungen in den Fortschritt der Technik. Menschen suchen Halt und Trost, den sie in ihren ursprünglichen Kirchen nicht gefunden haben, weil auch hier manches erstarrt war, und manche Antworten nicht mehr verstehbar oder nicht deutlich genug waren.

Im Alltag sind gerade das Gesundheitswesen bzw. alternative Therapien ideale Träger für esoterisches Gedankengut. Marilyn Ferguson sagt, gerade dieser Bereich sei sehr geeignet um den Transformationsprozess zu verbreiten, denn irgendwann einmal brauche jeder therapeutische Hilfe. Gerade mit der Medizin wird immer auch eine Ideologie und Weltanschauung verbunden –was versteht man unter Heil und Gesundheit, wann ist ein Mensch heil.

Heute ist vieles, was früher eindeutig unter Esoterik gerechnet wurde, salonfähig geworden und wird als Lebenshilfe oder Alternativmedizin z.B. in Volkshochschulen angeboten. Modernen Hexen und Schamanismus wird vielfach mehr Interesse entgegengebracht als der Kirche. Es ist daher für den Christen geboten, wachsam zu sein und nicht nur zu überlegen, ob es „mir schadet“, sondern auch: wohin möchte ich mit meinem Leben weisen?

 

Esoterisches Welt- und Menschenbild im Unterschied zu unserem christlichen Glauben


In der Esoterik glaubt man nicht an die Offenbarung durch den persönlichen Gott, sondern an eine Art Ur-Offenbarung, eine Wahrheit, die in der Welt, im Kosmos gegenwärtig ist, und zu der man intuitiv (durch Meditation) Zugang hat. Auf subjektive Weise (=jeder für sich) kann man diese Wahrheit erkennen. Man schließt daraus, dass alle Religionen letztlich auf diese Ur-Wahrheit zurückgehen müssen und daher letztlich alle Religionen „eins“ und im Grunde dasselbe sind. Wir finden immer wieder die Versuche, alle Religionen miteinander zu verbinden

 

Begrifflichkeit


So wie der esoterische Bereich nicht einheitlich ist und kein strukturiertes Lehrgebäude hat, ist auch die Begrifflichkeit nicht einheitlich. Es sollen hier nur einige „Eckpunkte“ exemplarisch betrachtet werden.

 

Der Begriff Schöpfung aus esoterischer Sicht


Gedacht wird ein lebendiges ewiges Universum, eine göttliche Energie. Sie wird im Taoismus als das ’’Tao’’ bezeichnet. Diese Energie verdichtet sich in den geschöpflichen Energien. Alles was existiert ist ein Ausfluß, eine Hervorbringung dieser ewigen göttlichen Energie.

 

Der Begriff Chi (Qui)


kommt aus dem Chinesischen und bezeichnet wörtlich: „geschichtete Luft“ – so wie vor einem Gewitter sich die Wolken verdichten, so sind alle fassbaren Dinge, die wir in der Welt sehen, Verdichtungen dieser unfassbaren Energie. Die fassbaren Dinge zeichnen sich aus durch die Polarität der Energie von Yin und Yang.

Es gibt zwischen Geist und Materie keinen qualitativen Unterschied, nur einen energetischen. Auch der Mensch ist eine Art Energieknotenpunkt. Darauf beruhen viele östliche Praktiken und Therapien bzw. Heillehren. Der Mensch ist dann heil und ganz, wenn er innerhalb des energetischen Kosmos seinen harmonischen Platz und seine Ordnung gefunden hat, und diese Energien durch ihn fließen können (Lehre über die Meridiane, Chakren).

Der spirituelle Weg ist ein Weg der Selbsterlösung, der Energiearbeit. (auch Probleme seelischer Natur werden mit Energiearbeit zu behandeln gesucht).

 

Begriff Lebenskraft – vis vitalis


Ursprünglich aus der Bibel stammend, fand dieser Begriff zuerst in die romantische Medizin Eingang. Von dort aus gelangte er über alternative Heilmethoden (z.B. Homöopathie, die in dieser Zeit entstand) in die Esoterik. Man denkt dabei an eine Art natürlicher Energie. Daher hält man die Energiearbeit für so wichtig (auch für den Bereich des Seelischen, des Geistigen). Hier wird eine Energie, ein „Etwas“, an die Stelle gesetzt, von der wir glauben, dass hier ein „Jemand“ ist, nämlich Gott. Wir glauben, dass zur Gesundheit die Beziehung mit diesem Jemand, also dem persönlichen, lebendigen Gott, notwendig ist.

 

Die Frage nach dem Leid


wird so beantwortet, dass Leid aus mangelndem Wissen, mangelnder Entwicklung oder einer falsche Sicht der Individualität stammt.

 

Sicht der Individualität – der „Göttliche Funke“


Viele Richtungen der Esoterik lehren: Solange man meint, man sei ein Individuum und müsse sich als solches in der Welt behaupten, ist das die Ursache vielfältigen Leidens. Erst wenn man erkennen könne, dass man den „göttlichen Funken“ in sich trage, ja selber göttlich sei, werde man vom Leiden frei.

Wahre Individualität gibt es nicht: der Einzelne ist nur eine momentane Erscheinung, eine Energieverdichtung, die keinen Wert für die Ewigkeit hat. Man sinkt zurück wie ein Tropfen in die Meeresgischt. Die Erlösung besteht darin zu erkennen, dass man selber „das Meer“ ist. Der Weg das zu erkennen ist der Erleuchtungsweg. Diesen Weg muss jeder Mensch selbst gehen (Selbsterlösung). Meist kann das in einem einzigen irdischen Leben nicht gelingen, daher folgt daraus der Glaube an die Wiedergeburt - Reinkarnation.

 

Reinkarnation


Sofern ein Mensch in diesem Leben den Weg nicht bis zur Erleuchtung gehen konnte, wird er wiedergeboren, damit er den Weg bis zum Ende gehen kann. Diese Lehre kommt aus dem Osten, und dort ist sie ein schmerzliches Gebunden-Sein an das Rad der Wiedergeburt.

Für den Menschen der östlichen Religionen ist das Ziel die Auflösung des Individuums, die Loslösung vom Rad der Wiedergeburt. Dieser Gedanke hat sich im Westen im Bereich der Esoterik mit der Evolutionslehre (Darwinismus) verbunden: wir werden immer wieder geboren und entwickeln uns mit jedem Leben höher und höher, bis wir göttlich sind. Dieses Motiv wurde auch von der „Spaßkultur“ aufgegriffen und beschäftigt Filmdrehbücher – diese sehr alte fernöstliche Lehre vom Karma wird aus dem Zusammenhang genommen und bis zur Unkenntlichkeit verändert.

 

Synkretismus


Man mischt sich Motive, Traditionen und Elemente aus verschiedenen Lehren zu einer Patchwork-Religion zusammen (man spricht hier auch von einer „vagabundierenden Religiosität“). Dies ist Ausdruck einer Suche, die oft sehr verzweifelt ist, weil sie nicht findet, und man von einem zum anderen geht und doch die eigentliche Erfüllung fehlt.

 

Christlicher Glaube im Unterschied zur Esoterik


Wenn wir an Jesus Christus glauben, dann glauben wir an den ’’’persönlichen Gott’’’ als den Erlösergott, und zwar deshalb, weil Gott Sich selbst so offenbart hat. Er hat zu den Menschen gesprochen. Das ist ein fundamentaler Unterschied zu Religionen, die aus dem Fragen und Suchen des Menschen nach dem Wesen und Ursprung der Welt bzw. Ziel und Bestimmung des Menschen entstanden sind. Das Judentum / Christentum ist entstanden, als Gott die Menschen ansprach und sie herausrief. Gott hat Abraham aus seiner überlieferten Religion herausgerufen zum Glauben an Ihn den Lebendigen.

Die Offenbarung Gottes hat ihren Höhepunkt in Jesus Christus. Immer ist sie auch kirchlich vermittelt – eine Erkenntnis (rein aus dem Denken heraus, nur durch Intuition) von Jesus Christus als Gottes Sohn und Erlöser ist ohne Vermittlung durch Glaubenszeugen nicht möglich. Es geht um persönliche Beziehung zum persönlichen Gott.

Es gibt eine bleibende Trennung zwischen Gott und Geschöpf – wir sind nicht zum Auflösen des Individuums im „Göttlichen“, sondern zu einem Liebes- und Freundschaftsbund mit dem persönlichen Gott berufen. Wir sind kein Ausfluss des Göttlichen, sondern der Wille Gottes steht dahinter, dass es jeden Einzelnen gibt. Das Ja Gottes zu jeder Person ist die Basis dass diese lebt. Gott hat jeden Einzelnen bei seinem Namen gerufen und durch Sein allmächtiges Wort geschaffen und hält ihn fortwährend im Dasein – das fußt auf der Lehre von der „creatio continua“ – der fortwährenden Schöpfung. So sehr sind wir von Gottes Liebe gehalten und getragen, dass wir augenblicklich aufhören würden zu sein, wenn Gottes Liebe uns fallenlassen würde. Der Glaube an die Auferstehung verankert sich ebenfalls im Glauben an die ewige, lebendige Liebe Gottes. Wir glauben, dass jeder Einzelne als Individuum in Ewigkeit leben wird.

Wir sind als Abbild Gottes geschaffen, und nicht als Abbild des Kosmos. Schon Gregor von Nyssa hat sich vehement dagegen gewehrt, dass der Mensch ein Mikrokosmos sei, der den Makrokosmos abbildet. Er verkündete vielmehr, dass der Mensch den Kosmos bei weitem übersteigt – und zwar durch seine Beziehung mit Gott. Jeder ist ein vollgültiges Abbild und Gleichnis Gottes. Die Würde und Freiheit der Kinder Gottes! Von daher bekommt auch der Umgang mit dem Nächsten eine neue Dimension, wenn man sich müht, im Anderen das Abbild Gottes entdecken zu wollen.

Ziel unseres Lebens ist nicht das Einswerden mit der Natur, sondern der Bund mit Gott. In Harmonie mit den kosmischen Kräften zu sein ist zuwenig. Der Mensch ist zum ewigen Dialog mit Gott berufen. Der Mensch wird von Gott zu Heil und Heilung geführt, je mehr er in den Dialog mit Gott eintritt. Jeder Mensch ist zwar von Gott im Dasein gehalten und getragen, aber sein Leben vollendet sich erst und wird „ganz“, wenn er die Liebe Gottes annimmt.

Kurz zusammengefasst als Antwort, die wir den Menschen bringen dürfen: Du bist von Gott geliebt, du sollst sein als Person. Es gibt Heilung und es gibt Frieden, den schenkt dir der Retter. Du kannst dir das nicht selbst verdienen, du darfst hingehen zum Thron der Gnade, wo du beschenkt wirst. Wir als Christen sind die Zeugen, die dort hinführen sollen.

 

Überlegungen zur Position gegenüber esoterischen Praktiken


Im Schreiben „Jesus Christus der Spender des lebendigen Wassers“ finden wir: ’’Die meisten Menschen, die etwas aus diesem Bereich in Anspruch nehmen, haben nicht den Wunsch nach dieser Philosophie und haben auch nicht den Wunsch ihre Religion zu ändern, aber man sollte nicht vergessen, dass diese Ideen eine bestimmte Form des Denkens nahelegen.’’ Je mehr man sich dann damit beschäftigt, desto mehr wird dem Menschen aber die Beziehung zum Lebendigen Gott entfremdet (eine Tatsache aus der seelsorglichen Erfahrung). Christus ist auf einmal nicht mehr wichtig.

Es gibt allerdings KEINE genaue Richtlinie der Kirche; die Seelsorge und der einzelne Gläubige ist zur Unterscheidung und Wachsamkeit herausgefordert.

Maßstab darf auch nicht nur sein, ob etwas „mir nützt oder schadet“ (Stichwort: wer heilt hat recht?), sondern auch: wohin möchte ich mein Leben ausrichten; andere Menschen sollen an meinem Leben erkennen, dass ich mich auf Jesus Christus ganz ausgerichtet habe.

Nicht zu vernachlässigen wäre, dass viele Praktiken aus der Grauzone eine Art „schiefe Ebene“ zu weiterführenden Formen der Esoterik legen, die von Gott wegführen. Man öffnet ungewollt Türen, durch die man möglicherweise Kräften Eingang gibt, die man nicht kennt, und wo man nicht weiß, ob man die Türe wieder zu schließen imstande ist.

Alles was uns Christus entfremdet, entfremdet uns letztlich auch uns selbst.

 

esoterische bzw. esoterik-verdächtige Erscheinungsformen


Wir treffen hier auf ein uferlos breites Angebot – hier nur ein Überblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

 

Bereich Philosophie/Religion/Spiritualität:


Gnosis – eigentlich die erste spirituelle Bewegung, parallel bzw gegen das Urchristentum
Hermetik: beruht auf dem sagenumwobenen Hermes Trismegistos, der zusammen mit dem ägyptischen Gott Toth gesehen wird. Steht dem alchimistisch-magischen Bereich nahe.
Kabbala: die jüdische Esoterik des späten Mittelalters
Lehren von Jakob Lorber / Swedenborg
diverse Spiritistische Bewegungen: (ab 1948 begonnen)
Channelling: Kontaktaufnahme mit Geistern und Engeln
Indisch/Chinesische Überlieferungen (esoterischer Buddhismus)
Lehren der Kelten: wir wissen nicht mehr genau was sie geglaubt haben, das was unter diesem Titel gelehrt wird, ist großteils phantastischer Natur
Bereich Gesellschaft:
Rosenkreuzer, Freimaurer
Theosophie, Anthroposophie
Bereich Gesundheit und Heilung:
Schamanismus
Magie
Hexenbewegung: Wiccas
Indisch/Chinesische Überlieferungen
Lehren von der Kraft Chi –wie z.B. Reiki, Qui Gong, Chakren-Lehre, Feng Shui
Yoga, Zen
Edelstein- und Kristalltherapie
transpersonale Psychologie, Psychotechniken, Positives Denken, Gruppendynamik
Pendeln
Weitere Bereiche:

 

Astrologie


Alchemie, Okkultismus
Suffismus: die islamische Mystik
esoterische Physik: die schwer zu verstehende Quantenphysik wird bemüht, irgendwelche Dinge zu erklären, die unserem logischen Denken widersprechen. Dabei handelt es sich in den seltensten Fällen um seriöse Quantenphysik
Außersinnliche Wahrnehmung
Radiästhesie, Mantik
… ohne Anspruch auf Vollständigkeit

 

Quelle


Esoterik und Christlicher Glaube – Hilfen zur Unterscheidung P.Dr.Clemens Pilar COp
Esoterik und Christentum (CD) P.Dr.Clemens Pilar COp
Esoterik und Christlicher Glaube - Skriptum P.Dr.Clemens Pilar COp... download
Literatur
Joseph Schumacher, Esoterik - die Religion des Übersinnlichen, Bonifatius Verlag Paderborn 1994

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Esoterik)

 

KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE

SCHREIBEN AN DIE BISCHÖFE DER KATHOLISCHEN KIRCHE
ÜBER EINIGE ASPEKTE DER CHRISTLICHEN MEDITATION

(15. Oktober 1989)

 

INHALT

I. Einführung

II. Das christliche Gebet im Licht der Offenbarung

III. Verfehlte Gebetsweisen

IV. Der christliche Weg der Vereinigung mit Gott

V. Fragen der Methode

VI. Psychophysische-körperbezogene Methoden

VII. „Ich bin der Weg“

 
I. Einführung

1. In vielen Christen unserer Zeit lebt das Verlangen, echt und tief beten zu lernen, auch wenn die moderne Kultur dem spürbaren Bedürfnis nach Schweigen, Sammlung und Meditation nicht wenige Schwierigkeiten in den Weg legt. Wenn sich auch Christen in den letzten Jahren für Meditationsformen, die mit einigen östlichen Religionen und ihren besonderen Gebetsweisen zusammen hängen, interessiert haben, so ist das ein nicht geringes Zeichen für dieses Bedürfnis nach geistlicher Sammlung und tief reichendem Kontakt mit dem göttlichen Geheimnis. Dennoch ist vielen angesichts dieses Phänomens auch die Notwendigkeit bewusst geworden, über sichere lehrmäßige und pastorale Kriterien verfügen zu können, die eine Erziehung zum Gebet in seinen vielfältigen Äußerungen gestatten, wobei man im Licht der in Jesus geoffenbarten Wahrheit bleiben möchte, die von der echten Überlieferung der Kirche vermittelt wird. Auf dieses dringende Anliegen möchte das vorliegende Schreiben antworten, damit in den verschiedenen Teilkirchen bei der Vielfalt auch neuer Gebetsformen die genaue personale und gemeinschaftliche Natur des Gebetes nicht übersehen wird. Diese Hinweise richten sich vor allem an die Bischöfe, damit sie diese so zum Gegenstand der pastoralen Sorge für die ihnen anvertrauten Kirchen machen, dass das ganze Volk Gottes - Priester, Ordensleute und Laien - sich mit neuer Kraft zum Gebet zu Gott dem Vater im Geist Christi unseres Herrn aufgerufen fühlt.

2. Der immer häufigere Kontakt mit anderen Religionen und ihren unterschiedlichen Gebetsstilen und -methoden hat in den letzten Jahrzehnten viele Gläubige zur Frage nach dem Wert geführt, den nichtchristliche Meditationsformen für Christen haben können. Die Frage betrifft vor allem die östlichen Methoden.[1] Manche Menschen wenden sich heute aus therapeutischen Gründen diesen Methoden zu: Die geistige Unruhe eines Lebens, das dem quälenden Rhythmus der technologisch fortgeschrittenen Gesellschaft ausgesetzt ist, drängt auch eine gewisse Anzahl Christen dazu, in ihnen den Weg zu innerer Ruhe und psychischem Gleichgewicht zu finden. Dieser psychologische Aspekt wird im vorliegenden Schreiben nicht behandelt, denn er möchte mehr die theologischen und spirituellen Implikationen der Frage herausstellen. Andere Christen sind im Zuge der Bewegung zur Öffnung und zum Austausch gegenüber anderen Religionen und Kulturen der Auffassung, ihr eigenes Gebet könne von diesen Methoden viel gewinnen. Da sie feststellen können, dass in letzter Zeit nicht wenige überlieferte, dem Christentum eigene Meditationsformen nicht mehr verwendet werden, fragen sie sich: Sollte es nicht möglich sein, durch eine neue Erziehung zum Gebet unser Erbe zu bereichern, wenn wir auch das aufnehmen, was ihm bisher fremd war?

3. Wollen wir auf diese Frage antworten, müssen wir wenigstens in großen Zügen bedenken, worin die innere Natur des christlichen Gebetes besteht, um dann zu sehen, ob und wie es durch Meditationsformen, die innerhalb anderer Religionen und Kulturen entstanden sind, bereichert werden kann. Dazu ist die Formulierung einer entscheidenden Voraussetzung notwendig. Das christliche Gebet wird immer von der Struktur des christlichen Glaubens bestimmt, in dem die Wahrheit Gottes selber und die Wahrheit über die Schöpfung aufleuchtet. Daher nimmt es im eigentlichen Sinn den Charakter eines persönlichen intimen und tiefen Gesprächs zwischen Mensch und Gott an. Es bringt so die Gemeinschaft der erlösten Geschöpfe mit dem inneren Leben der Personen der heiligsten Dreifaltigkeit zum Ausdruck. Zu dieser Gemeinschaft, die sich auf die Taufe und die Eucharistie, Quelle und Gipfel des Lebens der Kirche, gründet, gehört eine Haltung der Bekehrung und des Herausgehens aus dem eigenen Ich auf das Du Gottes zu. Christliches Gebet ist damit immer zugleich echt persönlich und gemeinschaftsbezogen. Es meidet unpersönliche oder auf das Ich konzentrierte Techniken, die automatische Abläufe hervorbringen, bei denen der Betende in einem rein innerlichen Spiritualismus gefangen bleibt und zum freien Sich-Öffnen für den transzendenten Gott unfähig wird. In der Kirche muss das berechtigte Erforschen neuer Methoden der Meditation sich immer vor Augen halten, dass ein echt christliches Gebet wesentlich die Begegnung zweier Freiheiten ist, der unendlichen Freiheit Gottes mit der begrenzten des Menschen.
II. Das christliche Gebet im Licht der Offenbarung

4. Wie ein Mensch, der die biblische Offenbarung annimmt, beten muss, lehrt die Bibel selber. Im Alten Testament gibt es eine herrliche Sammlung von Gebeten, die die Jahrhunderte hindurch auch in der Kirche Jesu Christi lebendig geblieben ist, wo sie zur Grundlage des amtlichen Gebetes wurde: das Buch der Loblieder oder der Psalmen.[2] Gebete nach Art der Psalmen finden sich bereits in den älteren Texten oder werden in den jüngeren Texten des Alten Testamentes aufgegriffen.[3]

Die Gebete im Buch der Psalmen erzählen vor allem die Großtaten Gottes für das auserwählte Volk. Israel betrachtet, erwägt und setzt die Großtaten Gottes erneut gegenwärtig, indem es sich ihrer im Gebet erinnert.

In der biblischen Offenbarung gelangt Israel zur Anerkennung und zum Lob Gottes, der in der gesamten Schöpfung und im Geschick eines jeden Menschen gegenwärtig ist. So ruft es ihn z.B. als Helfer an in Gefahr, in Krankheit, in Verfolgung und in Trübsal. Endlich wird Gott immer im Licht seiner Heilswerke, in seiner göttlichen Macht und Güte gefeiert, in seiner Gerechtigkeit und Barmherzigkeit sowie in seiner königlichen Größe.

5. Aufgrund der Worte und Taten, des Leidens und der Auferstehung Jesu Christi erkennt der Glaube im Neuen Testament in Ihm die endgültige Selbstoffenbarung Gottes, das Mensch gewordene Wort, das die innersten Tiefen seiner Liebe enthüllt. Der Heilige Geist ist es, der in diese Tiefen Gottes eindringen lässt, er, der in die Herzen der Gläubigen ausgegossen, „alles ergründet, auch die Tiefen Gottes“ (1 Kor 2,10).

Nach der Verheißung Jesu an seine Jünger wird der Geist ihnen alles erklären, was er selbst ihnen noch nicht sagen konnte. Doch wird dieser Geist „nicht aus sich selbst heraus reden. Er wird mich verherrlichen, denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden“ (Joh 16,13 f). Was Jesus hier „sein“ nennt, ist auch von Gott Vater, wie er gleich anschließend erklärt, denn „alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist und wird es euch verkünden“ (Joh 16,15).

Die Verfasser des Neuen Testaments haben ganz bewusst von der Offenbarung Gottes in Christus stets innerhalb einer vom Heiligen Geist erhellten Sicht gesprochen. Die synoptischen Evangelien erzählen die Werke und Worte Jesu Christi aufgrund des tieferen Verständnisses, das sie nach Ostern von dem, was die Jünger gesehen und gehört hatten, gewannen; das ganze Johannesevangelium schöpft aus der Betrachtung dessen, der von Anfang an das Fleisch gewordene göttliche Wort ist; Paulus, dem Jesus auf dem Weg nach Damaskus in seiner göttlichen Majestät erschien, sucht die Glaubenden zu erziehen, dass sie „zusammen mit allen Heiligen dazu fähig (sind), die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe (des Geheimnisses Christi) zu ermessen und die Liebe Christi zu verstehen, die alle Erkenntnis übersteigt“, um so „von der ganzen Fülle Gottes erfüllt“ zu werden (Eph 3,18). Für Paulus ist das göttliche Geheimnis Christus, „in dem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind“ (Kol 2,3), und der Apostel präzisiert: „Das sage ich, damit euch niemand durch Überredungskünste täuscht“ (Kol 2,4).

6. Zwischen der Offenbarung und dem Gebet liegt daher eine enge Beziehung vor. Die Dogmatische Konstitution Dei Verbum lehrt uns, dass der unsichtbare Gott „in (seiner) Offenbarung aus überströmender Liebe die Menschen wie Freunde anredet (vgl. Ex 33,11; Joh 15,14-15) und mit ihnen verkehrt (vgl. Bar 3,38), um sie in seine Gemeinschaft einzuladen und aufzunehmen“.[4]

Diese Offenbarung ist in Worten und Taten erfolgt, die immer gegenseitig aufeinander verweisen; von Anfang an und beständig konvergiert das Ganze auf Christus, der Fülle der Offenbarung und der Gnade, sowie auf die Gabe des Heiligen Geistes. Diese befähigt den Menschen, die Worte und Werke Gottes aufzunehmen und zu betrachten, ihm zu danken und ihn anzubeten, in der Gemeinde der Gläubigen und im Inneren des eigenen, von der Gnade erleuchteten Herzens.

Daher empfiehlt die Kirche immer die Lektüre des Wortes Gottes als Quelle des christlichen Gebetes und regt zugleich zum Entdecken des tiefen Sinns der Heiligen Schrift durch das Gebet an, „damit (die Lesung) zu einem Gespräch werde zwischen Gott und Mensch; denn ‚ihn reden wir an, wenn wir beten; ihn hören wir, wenn wir Gottes Weisungen lesen‘“.[5]

7. Aus dem Gesagten ergeben sich sogleich einige Folgen. Wenn sich das Gebet der Christen in die trinitarische Bewegung in Gott einfügen muss, so muss sein wesentlicher Inhalt notwendig auch von der doppelten Richtung dieser Bewegung bestimmt werden: Im Heiligen Geist kommt der Sohn in die Welt, um diese mit dem Vater durch seine Werke und Leiden zu versöhnen; andererseits kehrt in dieser Bewegung und im gleichen Geist der Mensch gewordene Sohn zum Vater zurück, indem er in Leiden und Auferstehung dessen Willen erfüllt. Das „Vaterunser“, das Gebet Jesu, zeigt klar die Einheit dieser Bewegung auf: Der Wille des Vaters muss wie im Himmel so auf Erden erfüllt werden (die Bitten um Brot, Verzeihung und Schutz aber verdeutlichen die grundlegenden Dimensionen des Willens Gottes für uns), damit eine neue Erde sich im himmlischen Jerusalem erfülle.

Das Gebet Jesu[6] wird der Kirche anvertraut („so sollt ihr beten“), und daher ist das christliche Gebet, auch wenn es in der Einsamkeit erfolgt, in Wirklichkeit immer ein Gebet innerhalb jener „Gemeinschaft der Heiligen“, in und mit der wir beten, sowohl in der öffentlichen und liturgischen als auch in der privaten Form. Daher muss es auch immer im echten Geist der betenden Kirche vollzogen werden und damit unter ihrer Leitung, die zuweilen in einer auf Erfahrung beruhenden geistlichen Anleitung konkretisiert werden kann. Auch wenn er allein ist und im Verborgenen betet, ist sich der Christ bewusst, immer in Vereinigung mit Christus im Heiligen Geist und gemeinsam mit allen Heiligen für das Wohl der Kirche zu beten.[7]
III. Verfehlte Gebetsweisen

8. Bereits in den ersten Jahrhunderten drangen verfehlte Weisen des Betens in die Kirche ein. Einige Texte des Neuen Testamentes (vgl. 1 Joh 4,3; 1 Tim 1,3-7 und 4,3-4) lassen schon Spuren davon erkennen. Später zeigen sich zwei grundlegende Abweichungen: die Pseudognosis und der Messalianismus, mit denen sich die Kirchenväter auseinandergesetzt haben. Aus dieser frühchristlichen Erfahrung und der Haltung der Väter lässt sich viel für das Eingehen auf die heutige Problematik lernen.

Gegen die Fehlform der Pseudognosis[8] machen die Väter geltend, dass die Materie von Gott geschaffen und als solche nicht schlecht ist. Sie halten ferner daran fest, dass man die Gnade, deren Quelle immer der Heilige Geist ist, nicht als Eigentum der Seele ansehen darf, sie vielmehr als Geschenk von Gott erbitten muss. Daher macht die Erleuchtung oder höhere Erkenntnis des Geistes („Gnosis“) den christlichen Glauben nicht überflüssig. Schließlich ist für die Väter das echte Zeichen für eine höhere Erkenntnis als Frucht des Betens immer die christliche Liebe.

9. Wenn die Vollkommenheit des christlichen Gebetes einerseits nicht nach der Erhabenheit der Erkenntnis im Sinn der Gnosis bewertet werden darf, dann kann andererseits auch die Erfahrung des Göttlichen im Sinn des Messalianismus[9] kein Maßstab sein. Die unechten Charismatiker des 4. Jahrhunderts identifizierten die Gnade des Heiligen Geistes mit der psychologischen Erfahrung seiner Gegenwart in der Seele. Gegen sie betonten die Väter die Tatsache, dass sich die Vereinigung der betenden Seele mit Gott im Geheimnis vollzieht, zumal durch die Sakramente der Kirche. Sie kann sich ferner sogar in den Erfahrungen der Trübsal oder Trostlosigkeit zeigen. Anders als die Messalianer meinen, sind diese Erfahrungen nicht notwendig ein Zeichen dafür, dass der Geist die Seele verlassen hat. Sie können vielmehr, wie die Lehrer des geistlichen Lebens immer klar anerkannt haben, eine echte Anteilhabe an der Verlassenheit unseres Herrn am Kreuze sein, der für immer Vorbild und Mittler des Gebetes bleibt.[10]

10. Diese beiden Fehlformen bilden weiterhin eine Versuchung für den sündigen Menschen. Sie verleiten ihn, eine Überwindung des Abstands, der das Geschöpf vom Schöpfer trennt, zu suchen, als ob er nicht sein dürfte; den Weg Christi auf Erden, auf dem er uns zum Vater führen wollte, als überholt zu betrachten; das aber, was auf der Ebene der natürlichen Psychologie als reine Gnade gewährt wird, als „höhere Erkenntnis“ oder „Erfahrung“ anzusehen. Von Zeit zu Zeit sind diese Fehlformen im Verlauf der Geschichte in den Randzonen des Gebetes der Kirche aufgetaucht, und heute scheinen sie erneut zahlreiche Christen zu beeindrucken und sich ihnen als psychologisches oder geistliches Heilmittel oder zum raschen Verfahren, um Gott zu finden, zu empfehlen.[11]

11. Doch können diese Fehlformen, wo immer sie auftreten, sehr einfach festgestellt werden. Die betend vollzogene christliche Betrachtung sucht in den Heilswerken Gottes in Christus, dem Mensch gewordenen Wort, und in der Gabe seines Geistes die göttliche Tiefe zu erfassen, die sich dort aber immer in der menschlich-irdischen Dimension offenbart. Dagegen sucht man bei ähnlichen Betrachtungsmethoden, auch wenn man von Worten und Werken Jesu ausgeht, möglichst weitgehend alles auszuschließen, was irdisch, sinnenhaft und vom Begriff her begrenzt ist, um zum Bereich des Göttlichen empor zu steigen oder sich darin zu versenken, das als solches weder irdisch noch den Sinnen zugänglich noch in Begriffen zu fassen ist.[12] Diese Tendenz, die bereits in der späten, griechischen Frömmigkeit (vor allem im „Neuplatonismus“) vorliegt, findet sich im Grunde bei der religiösen Auffassung vieler Völker, sobald sie den schwachen Charakter ihrer Darstellung des Göttlichen und ihrer Versuche, ihm nahe zu kommen, erkennen.

12. Bei der heutigen Verbreitung östlicher Meditationsformen im Raum des Christentums und in kirchlichen Gemeinschaften erleben wir erneut den ernsthaften Versuch, die christliche Meditation mit der nichtchristlichen zu verschmelzen, was nicht ohne Risiken und Irrtümer abgeht. Die Vorschläge in dieser Richtung sind zahlreich und mehr oder weniger radikal. Einige verwenden östliche Methoden lediglich, um sich psycho-physisch auf eine wirklich christliche Kontemplation vorzubereiten. Andere gehen weiter und suchen mit unterschiedlichen Techniken geistliche Erfahrungen zu erzeugen, analog denen, die in den Schriften katholischer Mystiker beschrieben werden.[13] Wieder andere scheuen sich nicht, das Absolute ohne Bilder und Begriffe, wie es der Theorie des Buddhismus eigen ist,[14] mit der Majestät Gottes, die in Christus geoffenbart wurde und die über die endliche Wirklichkeit erhaben ist, auf eine Stufe zu stellen. Sie verwenden zu diesem Zweck eine „negative Theologie“, die jede inhaltlich bestimmte Aussage über Gott übersteigt und leugnet, dass die Dinge der Welt eine Spur bieten können, die zur Unendlichkeit Gottes hinführt. Daher schlagen sie nicht nur das Aufgeben der Betrachtung der Heilswerke vor, die der Gott des Alten und des Neuen Bundes innerhalb der Geschichte vollbracht hat, sondern auch das Aufgeben des Gedankens an den einen und dreifaltigen Gott, der die Liebe ist, um statt dessen „in den weiselosen Abgrund der Gottheit“ einzutauchen.[15]

Diese oder andere analoge Vorschläge, die christliche Meditation mit östlichen Techniken zu harmonisieren, müssen ständig genau nach Gehalt und Methode überprüft werden, will man nicht in einen verderblichen Synkretismus verfallen.
IV. Der christliche Weg der Vereinigung mit Gott

13. Um den richtigen „Weg“ für sein Gebet zu finden, muss der Christ das beachten, was oben über die wichtigen Züge des Weges Christi gesagt wurde, dessen „Speise (es ist), den Willen dessen zu tun, der ihn gesandt hat und sein Werk zu Ende zu führen“ (Joh 4,34). Jesus lebt in keiner innigeren und engeren Vereinigung mit dem Vater als dieser, der sich für ihn ständig in tiefem Gebet vollzieht. Der Wille des Vaters sendet ihn zu den Menschen, zu den Sündern, ja zu den Mördern, und er kann, diesem Willen gehorsam, mit dem Vater nicht enger verbunden sein. Das hindert ihn aber keineswegs daran, sich auf seinem Erdenweg betend in die Einsamkeit zurück zu ziehen, um sich mit dem Vater zu vereinigen, um von ihm zugleich neue Kraft für seine Sendung in der Welt zu erhalten. Auf Tabor, wo er gewiss in offenkundiger Weise mit dem Vater vereint ist, wird sein Leiden angesprochen (vgl. Lk 9,31), und es wird nicht einmal als Möglichkeit erwogen, in den „drei Hütten“ auf dem Berg der Verklärung zu bleiben. Jedes kontemplative Gebet verweist ständig auf die Liebe zum Nächsten, auf das Tun und das Leiden, und gerade so lässt es uns am meisten Gott näher kommen.

14. Um sich jenem Geheimnis der Vereinigung mit Gott zu nähern, das die griechischen Väter Vergöttlichung des Menschen nennen, und um genau die Weisen zu erfassen, nach denen sie erfolgt, muss man sich vor allem vor Augen halten, dass der Mensch wesentlich Geschöpf ist[16] und es ewig bleibt; es wird daher nie ein Aufgehen des menschlichen Ich im göttlichen Ich, auch nie auf der höchsten Stufe der Gnade, möglich sein. Man muss freilich erkennen, dass die menschliche Person „nach dem Bild und Gleichnis“ Gottes geschaffen und die Urgestalt dieses Bildes der Sohn Gottes ist, in dem und auf den hin wir geschaffen sind (vgl. Kol 1,16). Dieses Urbild enthüllt uns nun das größte und schönste Geheimnis des Christentums: Der Sohn ist von Ewigkeit her gegenüber dem Vater „verschieden“ und doch im Heiligen Geist ihm „wesensgleich“; folglich bedeutet die Tatsache, dass etwas anderes da ist, kein Übel, sondern vielmehr das Höchste aller Güter. In Gott selbst gibt es Verschiedenheit, denn er ist eine Natur in drei Personen, und es gibt diese Verschiedenheit von Gott und Geschöpf, die ihrer Natur nach anders sind. In der heiligen Eucharistie, wie auch in den anderen Sakramenten endlich – und analog in seinen Werken und Worten – schenkt Christus sich selber und macht uns seiner göttlichen Natur teilhaftig,[17] ohne dabei unsere geschaffene Natur aufzuheben, an der er ja selber durch seine Menschwerdung Anteil hat.

15. Wenn wir diese Wahrheiten als Ganzes betrachten, entdecken wir mit tiefem Staunen, dass in der christlichen Wirklichkeit alle im Gebet anderer Religionen präsenten Anliegen über jedes Maß hinaus erfüllt werden, ohne dass damit das persönliche Ich und seine Geschaffenheit aufgelöst werden und im Meer des Absoluten untergehen muss. „Gott ist die Liebe“ (1 Joh 4,8): Diese zutiefst christliche Aussage kann die vollkommene „Vereinigung und die Verschiedenheit“ von Liebenden und Geliebten, zwischen ewigem Austausch und ewigem Dialog verbinden. Gott selber ist dieser ewige Austausch, wir aber können in voller Wahrheit als „Adoptivsöhne“ Christi teilhaftig werden und mit dem Sohn im Heiligen Geist rufen: „Abba, Vater.“ In diesem Sinn sprechen die Väter mit vollem Recht von einer Vergöttlichung des Menschen, der einverleibt in Christus, den Sohn Gottes von Natur aus, durch seine Gnade der göttlichen Natur teilhaftig und „Sohn im Sohne“ wird. Wenn der Christ den Heiligen Geist empfängt, verherrlicht er den Vater und nimmt wirklich am dreifaltigen Leben Gottes teil.
V. Fragen der Methode

16. Der größte Teil der Hochreligionen, welche die Vereinigung mit Gott im Gebet gesucht haben, hat auch die Wege bezeichnet, wie man dahin gelangt. Da „die Kirche nicht von alledem ablehnt, was in diesen Religionen wahr und heilig ist“, [18] darf man diese Hinweise nicht von vornherein als unchristlich verachten. Man kann im Gegenteil daraus das Nützliche aufgreifen, wenn man dabei nicht die christliche Auffassung vom Gebet, seine Logik und seine Erfordernisse übersieht, denn innerhalb dieses Ganzen müssen jene Fragmente neu umschrieben und aufgenommen werden.

Unter diesen Hinweisen darf man vor allem die demütige Annahme eines im Gebetsleben kundigen Lehrers und seiner Weisungen zählen; in der christlichen Erfahrung war man sich dessen seit den alten Zeiten, seit der Zeit der Wüstenväter, immer bewusst. Dieser „im Empfinden mit der Kirche“ kundige Lehrer soll nicht nur anleiten und auf bestimmte Gefahren aufmerksam machen, sondern als „geistlicher Vater“ auch lebendig, von Herz zu Herz, in das Gebetsleben als Geschenk des Heiligen Geistes einführen.

17. Die nichtchristliche Spätantike unterschied mit Vorliebe drei Stufen im Leben der Vollkommenheit: den Weg der Reinigung, den der Erleuchtung und den der Vereinigung. Diese Lehre diente vielen Schulen christlicher Spiritualität als Modell. Obwohl es an sich gültig ist, bedarf es doch einiger Verdeutlichungen, um zu einer korrekten christlichen Auslegung zu kommen und gefährliche Missverständnisse zu vermeiden.

18. Dem Suchen nach Gott im Gebet muss die Aszese und Reinigung von den eigenen Sünden und Irrtümern vorausgehen, und sie muss es auch begleiten, weil nach den Worten Jesu nur „die reinen Herzen Gott schauen“ (Mt 5,8). Das Evangelium zielt vor allem auf die sittliche Reinigung von dem Mangel an Wahrheit und Liebe, und, auf einer tieferen Ebene, von allen egoistischen Bestrebungen, die den Menschen daran hindern, den Willen Gottes in seiner Reinheit zu erkennen und anzunehmen. Nicht die Leidenschaften als solche sind negativ (wie die Stoiker und Neuplatoniker dachten), sondern vielmehr deren egoistische Tendenz. Von dieser hat der Christ sich zu befreien: Um jenen Zustand positiver Freiheit zu erreichen, den die christliche Klassik „Apatheia“ nannte, das Mittelalter „Gelassenheit“ und die ignatianischen Geistlichen Übungen „Indifferenz“.[19]

Dies ist ohne radikale Selbstverleugnung unmöglich, wie man auch beim hl. Paulus sieht, der offen das Wort „Abtötung“ (der sündhaften Neigungen) verwendet.[20] Nur eine solche Selbstverleugnung macht den Menschen frei, so dass er den Willen Gottes tun und an der Freiheit des Geistes Anteil haben kann.

19. Es muss daher die Lehre jener Meister richtig interpretiert werden, die ein „Entleeren“ des Geistes von jeder sündhaften Vorstellung und allen Begriffen empfehlen, wobei aber eine liebende Aufmerksamkeit auf Gott bleiben soll, so dass im Beter eine Leere ist, die dann vom göttlichem Reichtum angefüllt werden kann. Die Leere, die Gott braucht, ist jene des Entsagens gegenüber dem eigenen Egoismus, nicht notwendig die des Entsagens gegenüber den geschaffenen Dingen, die er uns geschenkt und in die er uns hinein gestellt hat. Zweifellos muss man sich im Gebet gänzlich konzentrieren und möglichst alle Dinge dieser Welt ausschließen, die uns an unseren Egoismus fesseln. Hier ist der hl. Augustinus ein ausgezeichneter Lehrer: Willst du Gott finden, so sagt er, so verlasse die äußere Welt und kehre bei dir selber ein. Aber, so fährt er fort, bleibe nicht in dir selber, sondern übersteige dich, denn du bist nicht Gott: Er ist tiefer und größer als du. „Ich suche sein Wesen in meiner Seele, finde sie aber nicht; da begann ich ein Suchen nach meinem Gott, und durch die geschaffenen Dinge nach ihm ausgespannt, vermochte ich die ‚unsichtbare Wirklichkeit Gottes‘ (Röm 1,20) zu erkennen.“[21] „In sich selber bleiben“, darin liegt die eigentliche Gefahr. Der große Kirchenlehrer empfiehlt, sich auf sich selbst zu konzentrieren, aber auch das Ich, das nicht Gott ist, sondern lediglich ein Geschöpf, zu übersteigen. Gott ist „tiefer als mein Innerstes und höher als mein Höchstes“.[22] Gott ist nämlich mit uns und in uns, übersteigt uns aber in seinem Geheimnis.[23]

20. Vom dogmatischen Standpunkt ist es unmöglich, zur vollkommenen Liebe zu Gott zu gelangen, wenn man von seiner Selbsthingabe in seinem Mensch gewordenen, gekreuzigten und auferstandenen Sohn absieht. Unter dem Wirken des Heiligen Geistes nehmen wir in ihm aus reiner Gnade am innergöttlichen Leben teil. Wenn Jesus sagt: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“ (Joh 14,9), meint er nicht bloß äußeres Sehen und Erkennen seiner Gestalt („das Fleisch nützt nichts“, Joh 6,63). Er meint vielmehr ein „Sehen“, das durch die Gnade des Glaubens möglich geworden ist: durch die sichtbare Gestalt Jesu hindurch das sehen, was dieser uns als Wort des Vaters in Wahrheit zeigen will („Der Geist ist es, der lebendig macht ...; die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und Leben“, ebd.). Bei diesem „Sehen“ handelt es sich nicht um eine rein menschliche Abstraktion („abstractio“) der Gestalt, in der sich Gott geoffenbart hat, sondern um das Erfassen der göttlichen Wirklichkeit in der menschlichen Gestalt Jesu, um das Erfassen seiner göttlichen und ewigen Dimension in seiner zeitgebundenen Gestalt. Der hl. Ignatius sagt in seinen Geistlichen Übungen, wir sollen versuchen, „den unendlichen Duft und die unendliche Süße der Gottheit“ zu erfassen (Nr. 124), indem wir von der endlichen geoffenbarten Wahrheit ausgehen, mit der wir angefangen haben. Wenn er uns erhebt, ist Gott frei, uns von allem, was uns in dieser Welt beschäftigt, zu „entleeren“ und uns völlig in das trinitarische Leben seiner ewigen Liebe hinein zu ziehen. Doch kann diese Gabe nur „in Christus durch den Heiligen Geist“ gewährt, aber nicht mit eigener Kraft unter Absehung seiner Offenbarung erreicht werden.

21. Auf dem Weg des christlichen Lebens folgt auf die Reinigung die Erleuchtung durch die Liebe, die uns der Vater im Sohn schenkt, und durch die Salbung, die wir von Ihm im Heiligen Geist empfangen (vgl. 1 Joh 2,20).

Seit dem christlichen Altertum ist von der in der Taufe empfangenen „Erleuchtung“ die Rede. Diese führt die in die göttlichen Geheimnisse eingeweihten Gläubigen zur Kenntnis Christi durch den Glauben, der in der Liebe tätig wird. Ja, einige kirchliche Schriftsteller sprechen ausdrücklich von der in der Taufe empfangenen Erleuchtung als Grundlage jener erhabenen Erkenntnis Jesu Christi (vgl. Phil 3,8), die als „theoria“ oder Kontemplation bezeichnet wird.[24]

Die Gläubigen sind mit der Taufgnade aufgerufen, in der Kenntnis der Geheimnisse des Glaubens und im Zeugnis dafür voran zu schreiten „durch innere Einsicht, die geistlicher Erfahrung entstammt“.[25] Keine göttliche Erleuchtung macht die Wahrheiten des Glaubens überflüssig. Die eventuellen Gnaden der Erleuchtung, die Gott gewähren kann, helfen vielmehr zur besseren Klärung der tieferen Dimension der Geheimnisse, die die Kirche bekennt und feiert im Warten darauf, dass der Christ Gott einmal in seiner Herrlichkeit schauen darf, wie er ist (vgl. 1 Joh 3,2)

22. So Gott will, kann der betende Christ schließlich zu einer besonderen Erfahrung der Vereinigung gelangen. Die Sakramente, zumal Taufe und Eucharistie[26] sind der objektive Beginn der Vereinigung des Christen mit Gott. Auf dieser Grundlage kann der Betende durch eine besondere Gnade des Geistes zu jener besonderen Form der Vereinigung mit Gott berufen werden, die im Raum des Christentums als Mystik bezeichnet wird.

23. Gewiss braucht der Christ bestimmte Zeiten der Einkehr in der Einsamkeit, um sich zu sammeln und in Gottes Nähe seinen Weg neu zu finden. Doch da er Geschöpf bleibt, ein Geschöpf, das sich nur in der Gnade sicher weiß, beruht die Weise, wie er sich Gott naht, nicht auf irgendeiner Technik im strengen Sinn dieses Wortes. Das würde dem vom Evangelium geforderten Geist der Kindschaft widersprechen. Die echte christliche Mystik hat nichts mit Technik zu schaffen: Sie ist immer ein Geschenk Gottes, dessen sich der Empfänger unwürdig fühlt.[27]

24. Es gibt bestimmte mystische Gnaden, die zum Beispiel Gründern von kirchlichen Instituten für die gesamte Gründung oder anderen Heiligen geschenkt werden. Diese kennzeichnen dann ihre ganze Gebetserfahrung und können als solche nicht von anderen Gläubigen nachgeahmt und angestrebt werden, auch wenn sie zum gleichen Institut gehören und nach einem immer vollkommeneren Gebet verlangen.[28] Es kann ferner verschiedene Ebenen und Weisen der Teilhabe an der Gebetserfahrung eines Gründers geben, ohne dass allen die gleiche Form der Teilhabe gewährt werden müsste. Außerdem bleibt jede Gebetserfahrung, die in allen echt kirchlichen, alten und modernen Instituten einen besonderen Platz hat, letztlich immer etwas Persönliches. Der Person aber schenkt Gott im Hinblick auf das Gebet seine Gnade.

25. Bei der Mystik muss man zwischen den Gaben des Heiligen Geistes und den Charismen unterscheiden, die von Gott in völlig freier Weise gewährt werden. Die ersteren kann jeder Christ in sich durch ein eifriges Leben in Glaube, Hoffnung und Liebe verlebendigen. So kann er auch durch eine ernsthafte Aszese zu einer gewissen Erfahrung Gottes und der Glaubensinhalte kommen. Zu den Charismen bemerkt der hl. Paulus, sie seien vor allem zu Gunsten der Kirche und der anderen Glieder am mystischen Leib Christi gegeben (vgl. 1 Kor 12,7). Hier sei daran erinnert, dass einmal die Charismen nicht das Gleiche sind wie außerordentliche („mystische“) Gaben (vgl. Röm 12,3-21) und dass ferner die Unterscheidung zwischen den „Gaben des Heiligen Geistes“ und den „Charismen“ fließend sein kann. Sicher ist, dass ein für die Kirche fruchtbares Charisma im Rahmen des Neuen Testamentes nicht ohne einen bestimmten Grad persönlicher Vollkommenheit ausgeübt werden kann, und dass andererseits jeder „lebendige“ Christ eine besondere Aufgabe (und in diesem Sinn ein „Charisma“ hat, zum „Aufbau des Leibes Christi“ (vgl. Eph 4,15-16) [29] in Gemeinschaft mit der Hierarchie, der es in besonderer Weise zukommt, den Geist nicht auszulöschen, sondern alles zu prüfen und das Gute zu behalten (Lumen gentium Nr.12).
VI. Psychophysische-körperbezogene Methode

26. Die menschliche Erfahrung zeigt, dass Stellung und Haltung des Körpers nicht ohne Einfluss auf die Sammlung und Bereitschaft des Geistes sind. Verschiedene geistliche Schriftsteller aus dem christlichen Osten und Westen haben dieser Tatsache Aufmerksamkeit geschenkt.

Auch wenn ihre Überlegungen mit den nichtchristlichen östlichen Meditationsmethoden gemeinsame Punkte aufweisen, so vermeiden sie doch jene Übertreibungen und Einseitigkeiten, die heute oft nicht genügend vorbereiteten Personen nahe gelegt werden.

Diese geistlichen Schriftsteller haben jene Elemente aufgegriffen, die die Sammlung beim Gebet erleichtern, ohne zugleich ihren bloß relativen Wert zu übersehen: Sie sind dann nützlich, wenn sie im Hinblick auf das Ziel des christlichen Gebetes umformuliert werden.[30] Das Fasten besitzt zum Beispiel im Christentum vor allem die Bedeutung einer Bußübung und eines Opfers, doch schon bei den Vätern konnte es auch dazu dienen, den Menschen für die Begegnung mit Gott aufgeschlossener zu machen; der Christ gewann damit größere Selbstbeherrschung und wurde zugleich aufmerksamer für die Menschen in Not.

Im Gebet muss der ganze Mensch zu Gott in Beziehung treten, also auch sein Leib, der die zur Sammlung geeignetste Stellung einnehmen muss.[31] Die Haltung kann symbolhaft das Gebet selber zum Ausdruck bringen und je nach der Kultur und dem persönlichen Empfinden verschieden sein. In einigen Gebieten werden die Christen heute mehr dessen bewusst, wie viel die Haltung des Körpers beim Beten helfen kann.

27. Die christliche Meditation im Osten[32] hat den psychophysischen Symbolismus ausgewertet, der im Gebet des Westens oft zu kurz kam. Er kann von einer bestimmten körperlichen Haltung bis zu den fundamentalen Lebensfunktionen wie Atem und Herzschlag reichen. Die Übung des „Jesusgebetes“ zum Beispiel passt sich dem natürlichen Atemrhythmus an und kann – wenigstens eine gewisse Zeit lang – vielen eine wirkliche Hilfe sein.[33] Andererseits haben auch die östlichen Lehrer festgestellt, dass nicht alle gleichermaßen für die Anwendung dieses Symbolismus geeignet sind, weil nicht alle vom materiellen Zeichen zur gesuchten geistlichen Wirklichkeit übergehen können. Wird der Symbolismus unangemessen oder falsch verstanden, kann er sogar zum Idol werden und infolge dessen ein Hindernis für die Erhebung des Geistes zu Gott. Im Raum des Gebetes die ganze Wirklichkeit des eigenen Körpers als Symbol zu erleben ist noch schwieriger: Es kann zu einem Körperkult entarten und dahin führen, alle seine Empfindungen fälschlich mit geistlichen Erfahrungen gleichzusetzen.

28. Einige physische Übungen erzeugen automatisch das Gefühl der Ruhe und Entspannung, Gefühle der Befriedigung, vielleicht sogar Empfindungen von Licht und Wärme, die einem geistlichen Wohlbefinden gleichen. Sie aber als echte Tröstungen des Heiligen Geistes anzusehen, wäre eine gänzlich falsche Art, sich den geistlichen Weg vorzustellen. Würde man ihnen eine für die mystische Erfahrung typische symbolische Bedeutung zuschreiben, ohne dass die sittliche Haltung des Betreffenden dem entspricht, so hätten wir eine Art geistlicher Schizophrenie vor uns, die sogar zu psychischen Störungen und zuweilen zu moralischen Verirrungen führen kann.

Das hebt freilich die Tatsache nicht auf, dass echte Praktiken der Meditation, die aus dem christlichen Osten und aus den nichtchristlichen Hochreligionen stammen und auf den gespaltenen und orientierungslosen Menschen von heute Anziehungskraft ausüben, ein geeignetes Hilfsmittel für den Betenden darstellen können, sogar mitten im äußeren Trubel innerlich entspannt vor Gott zu stehen.

Es ist allerdings darauf aufmerksam zu machen, dass die habituelle Vereinigung oder die Haltung innerer Wachsamkeit und das Anrufen der Hilfe Gottes, die das Neue Testament als „immerwährendes Gebet“ bezeichnet,[34] nicht notwendig unterbrochen wird, wenn man sich Gottes Willen gemäß auch der Arbeit und der Sorge für den Nächsten widmet. Der Apostel sagt uns: „Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: tut alles zur Verherrlichung Gottes!“ (1 Kor 10,31). Wie die großen Meister des geistlichen Lebens festhalten, weckt das echte Gebet in den Betenden eine brennende Liebe, die sie zur Mitarbeit an der Sendung der Kirche im Dienst an den Brüdern und Schwestern zur größeren Ehre Gottes antreibt.[35]
VII. „Ich bin der Weg“

29. Jeder Gläubige kann und muss aus den verschiedenen Formen und dem Reichtum des christlichen Gebetes, wie es die Kirche lehrt, seinen eigenen Weg und seine eigene Gebetsmethode herausfinden; doch fließen alle diese persönlichen Wege am Ende in jenen Weg zum Vater zusammen, als den sich Jesus Christus bezeichnet hat. Beim Suchen nach dem eigenen Weg soll sich der Einzelne daher nicht so sehr von seinem persönlichen Geschmack als vielmehr vom Heiligen Geist leiten lassen, der ihn durch Christus zum Vater führt.

30. Für den, der sich ernstlich Mühe gibt, werden freilich Zeiten kommen, da es ihm scheint, er würde in einer Wüste umherirren und trotz aller Anstrengungen nichts mehr von Gott „spüren“. Dann muss er wissen, dass diese Prüfungen niemanden, der das Gebet ernst nimmt, erspart bleiben. Er darf diese Erfahrung, die allen betenden Christen gemeinsam ist, aber nicht unmittelbar mit der mystischen „dunklen Nacht“ verwechseln. In solchen Zeiten kann ihm das Gebet, das er entschlossen fortzusetzen sucht, auf jeden Fall den Eindruck einer gewissen „Künstlichkeit“ machen, obwohl es sich in Wirklichkeit um etwas ganz anderes handelt: Es ist nämlich gerade dann Ausdruck seiner Treue zu Gott, in dessen Gegenwart er bleiben will, auch wenn er nicht mit einem subjektiven Trost belohnt wird.

In diesen offenkundig negativen Augenblicken wird das deutlich, was der Betende eigentlich sucht: wirklich Gott, der in seiner unendlichen Freiheit ihn immer überragt oder nur sich selber, ohne dass ihm ein Hinausgehen über die eigenen „Erfahrungen“ gelingt, ob es sich nun um anscheinend positive „Erfahrungen“ der Vereinigung mit Gott oder um negative „Erfahrungen“ der mystischen „Leere“ handelt.

31. Die Liebe Gottes, einziger Gegenstand der christlichen Kontemplation, ist eine Wirklichkeit, deren man sich mit keiner Methode oder Technik „bemächtigen“ kann; ja wir müssen den Blick immer auf Jesus Christus gerichtet halten, in dem die göttliche Liebe für uns am Kreuz so weit gegangen ist, dass sie auch die Gottverlassenheit auf sich genommen hat (vgl. Mk 15,34). Wir müssen also Gott die Entscheidung darüber überlassen, wie er uns an seiner Liebe teilhaben lassen will. Wir dürfen aber nie irgendwie versuchen, uns mit dem betrachteten Gegenstand, der freien Liebe Gottes, auf eine Stufe zu stellen; auch dann nicht, wenn uns durch die Barmherzigkeit Gottes des Vaters, durch den in unsere Herzen gesandten Heiligen Geist in Christus aus Gnade ein spürbarer Widerschein dieser göttlichen Liebe geschenkt wird und wir uns von der Wahrheit, Güte und Schönheit des Herrn gleichsam angezogen fühlen.

Je näher ein Geschöpf Gott treten darf, desto mehr wächst in ihm die Ehrfurcht vor dem dreimal heiligen Gott. Man versteht daher das Wort des hl. Augustinus: „Du magst mich Freund nennen, ich erkenne mich als Knecht.“[36] Oder das uns noch vertrautere Wort, das jene gesprochen hat, die mit dem innigsten Verhältnis zu Gott beschenkt wurde: „Auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut“ (Lk 1,48).

Papst Johannes Paul II. hat in einer dem unterzeichneten Kardinalpräfekten gewährten Audienz das vorliegende Schreiben, das in der Vollversammlung dieser Kongregation beschlossen worden war, gebilligt und zu veröffentlichen angeordnet.

Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, den 15. Oktober 1989, am Fest der heiligen Theresa von Jesus.
Joseph Kardinal Ratzinger
Präfekt

+ Alberto Bovone
Tit.-Erzbischof von Cäsarea in Numidien
Sekretär

 

Fußnoten

* AAS 82 (1990) 362-379.

[1] Unter „östlichen Methoden“ werden hier Methoden verstanden, die sich wie „Zen“, die „transzendentale Meditation“ oder „Yoga“ am Hinduismus und Buddhismus inspirieren. Es handelt sich also um Meditationsweisen des nichtchristlichen Fernen Ostens, die heute nicht selten auch von manchen Christen bei ihrer Meditation verwendet werden. Die Grundausrichtung und die methodischen Hinweise im vorliegenden Dokument wollen nicht nur bei diesem Problem, sondern auch allgemeiner für die verschiedenen Gebetsformen, die heute in der kirchlichen Praxis, zumal in Verbänden, Bewegungen und Gruppen verwendet werden, einen Bezugspunkt bieten.
 
[2] Zum Buche der Psalmen im Gebet der Kirche vgl. Institutio generalis de Liturgia Horarum, nn. 100-109.
 
[3] Vgl. z. B. Ex 15; Dtn 32; 1 Sam 2; 2 Sam 22, einige prophetische Texte und 1 Chr 16.
 
[4] Dogm. Konst. Dei Verbum, Nr. 2. Dieses Dokument bietet weitere wesentliche Hinweise für ein theologisches und geistliches Verständnis des christlichen Gebetes; vgl. z. B. Nr. 3, 5, 8, 21.
 
[5] Dogm. Konst. Dei Verbum, Nr. 25.
 
[6] Zum Gebet Jesu vgl. Institutio generalis de Liturgia Horarum, nn. 3-4.
 
[7] Vgl. Institutio generalis de Liturgia Horarum, n. 9.
 
[8] Die Pseudognosis betrachtete die Materie als etwas Unreines und Verderbtes, das die Seele in eine Unwissenheit führte, aus der das Gebet sie hat befreien sollen, um sie zur wahren höheren Erkenntnis und damit zur Reinheit zu erheben. Gewiss waren nicht alle dazu befähigt, vielmehr nur die wahrhaftig geistlichen Menschen; für die einfachen Gläubigen genügten der Glaube und die Beobachtung der Gebote Christi.
 
[9] Die Messalianer wurden schon vom hl. EPHREM DEM SYRER angezeigt (Hymni contra Haereses 22, 4, ed, E. Beck, CSCO 169, 1957, 79) und später u. a. von EPIPHANIUS VON SALAMIS (Panarion, auch als Adversus Haereses bezeichnet: PG 41, 156-1200; PG 42, 9-832) und AMPHILOCHIUS, Bischof von Ikonium (Contra haereticos: G. Ficker, Amphilochiana 1, Leipzig 1906, S. 21-77).
 
[10] Vgl. z.B. HL. JOHANNES VOM KREUZ, Aufstieg zum Berge Karmel, II. Kap. 7, 11.
 
[11] Im Mittelalter gab es in den Randzonen der Kirche extremistische Strömungen, die nicht ohne Ironie von einem der großen kontemplativen Christen, dem Flamen Jan van Ruysbroek, beschrieben werden. Er unterscheidet im mystischen Leben drei Fehlformen (Die gheestelike Brulocht 228,12-230,17; 230,18-232,22; 232,23-236,6), er fügt auch eine allgemeine Kritik dieser Fehlformen hinzu (236,7-237,29). Ähnliche Techniken wurden später von der hl. Theresa von Jesus erkannt und zurückgewiesen, die scharfsinnig bemerkt, dass „gerade das Bemühen, an nichts zu denken, den Geist zum Denken an vieles verleitet“, und wenn man das Geheimnis Christi in der christlichen Meditation beiseite lässt, liegt immer eine Art „Verrat“ vor (vgl. HL. THERESA VON JESUS, Leben 12,5 und 22,1-5)
 
[12] Papst Johannes Paul II. stellte der ganzen Kirche das Beispiel und die Lehre der hl. Theresa von Jesus vor Augen, die zu ihrer Zeit die Versuchung gewisser Methoden zurückweisen musste, die dazu aufforderten, von der Menschheit Christi zugunsten eines vagen Eintauchens in den Abgrund des Göttlichen abzusehen. Er führte in seiner Homilie am 1.11.1982 aus, dass der Aufruf Theresas von Jesus zu einem ganz auf Christus konzentrierten Gebet „auch noch in unseren Tagen für einige Gebetspraktiken (gilt), die sich nicht auf das Evangelium beziehen und dazu neigen, von Christus abzusehen zugunsten einer geistigen Leere, die im Christentum keinen Sinn hat. Jede Gebetsweise ist gültig, wenn sie sich von Christus inspirieren lässt und zu Christus, dem Weg, der Wahrheit und dem Leben, führt (vgl. Joh 14,6)“. Vgl. Homelia Abulae habita in honorem Sanctae Teresiae: AAS 75 (1983) 256-257.
 
[13] Vgl. z. B. Die Wolke des Nichtwissens, das spirituelle Werk eines unbekannten englischen Schriftstellers aus dem 14. Jahrhundert.
 
[14] Der Begriff des „Nirvana“ wird in den religiösen Texten des Buddhismus als ein Zustand der Ruhe verstanden, die im Erlöschen jeder konkreten Wirklichkeit, insofern sie vergänglich und daher enttäuschend ist und Schmerz bereitet, besteht.
 
[15] Meister Eckhart spricht von einem Eintauchen „in den weiselosen Abgrund der Gottheit, der eine Finsternis ist, in der das Licht der Dreifaltigkeit nie geschienen hat“. Vgl. die Predigt „Ave gratia plena“ gegen Ende (J. Quint, Deutsche Predigten und Traktate, Hanser 1955, S. 261).
 
[16] Vgl. Pastoralkonstitution Gaudium et spes, Nr. 19,1: „Ein besonderer Wesenszug der Würde des Menschen liegt in seiner Berufung zur Gemeinschaft mit Gott. Zum Dialog mit Gott ist der Mensch schon von seinem Ursprung her aufgerufen: er existiert nämlich nur, weil er, von Gott aus Liebe geschaffen, immer aus Liebe erhalten wird; und er lebt nicht voll gemäß der Wahrheit, wenn er diese Liebe nicht frei anerkennt und sich seinem Schöpfer anheim gibt.“
 
[17] Wie der hl. Thomas bezüglich der Eucharistie schreibt: „...proprius effectus huius sacramenti est conversio hominis in Christum, ut dicat cum Apostolo: Vivo ego, iam non ego; vivit vero in me Christus (Gal 2,20)“ (In IV Sent., d. 12 q 2 a 1).
 
[18] Erklärung Nostra aetate, Nr. 2.
 
[19] HL. IGNATIUS VON LOYOLA, Geistliche Übungen, Nr. 23 und öfter.
 
[20] Vgl. Kol 3,5; Röm 6,11 ff; Gal 5,24.
 
[21] HL. AUGUSTINUS, Enarrationes in Psalmos XLI, 8: PL 36, 469.
 
[22] HL. AUGUSTINUS, Confessiones 3,6,11: PL 32 688; Vgl. auch De vera Religione 39,72: PL 34,154.
 
[23] Der positive christliche Sinn des „Sich-Entleerens“ von den Geschöpfen leuchtet beispielhaft bei Franz von Assisi auf. Gerade weil er aus Liebe zum Herrn den Geschöpfen entsagt hat, sieht der hl. Franziskus sie alle erfüllt von seiner Gegenwart und strahlend in ihrer Würde als Geschöpfe Gottes, und er stimmt in seinem Sonnengesang die verborgene Melodie des Seins an (vgl. C. Esser, Opuscula sancti Patris Francisci Assisiensis, Ed. Ad Claras Aquas, Grottaferrata [Rom] 1978, S. 83-86). Im gleichen Sinn schreibt er im „Brief an die Gläubigen“: „Ihm aber, der so Schweres für uns erduldet und so viel Gutes erwiesen hat und in Zukunft erweisen wird - jegliche Kreatur, die im Himmel, auf der Erde, im Meer und in den Tiefen ist, soll Gott Lob, Herrlichkeit, Ehre und Benedeiung erweisen (Offb 5,13), weil er unsere Kraft und Stärke ist, er, der allein gut ist (Lk 18,19), allein der Höchste, allein allmächtig, bewundernswert, herrlich und allein heilig, lobwürdig und gepriesen durch die unendlichen Ewigkeiten der Ewigkeiten. Amen“ (vgl. ebd., Opuscula..., n. 124). Der hl. Bonaventura bemerkt, dass Franziskus in jedem Geschöpf den Anruf Gottes vernahm und seine Seele in einen großen Hymnus der Anerkennung und des Lobes ausbrechen ließ (vgl. Legenda S. Francisci, cap. 9, n. 1, in: Opera Omnia, ed. Quaracchi 1898, Vol. VIII, S. 530).
 
[24] Vgl. z. B. HL. JUSTIN, Apologia I, 61, 12-13: PG 6, 420-421; KLEMENS VON ALEXANDRIEN, Paedagogus I, 6,25-31: PG 8, 281-284; HL. BASILIUS VON CÄSAREA, Homiliae diversae, 13,1: PG 31, 424-425; HL. GREGOR VON NAZIANZ, Orationes 40,3,1: PG 36, 361.
 
[25] Dogm. Konst. Dei Verbum, Nr. 8.
 
[26] Die Eucharistie wird in der Dogmatischen Konstitution Lumen gentium als „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ bezeichnet (Lumen gentium, Nr. 11); in ihr „erhalten wir wirklich Anteil am Leib des Herrn und werden zur Gemeinschaft mit ihm ... erhoben“ (Lumen gentium, Nr. 7).
 
[27] Vgl. THERESA VON JESUS, Seelenburg IV, 1, 2.
 
[28] Kein Beter wird ohne besondere Gnade eine Gesamtsicht der Offenbarung Gottes anstreben, wie der hl. Gregor der Große sie vom hl. Benedikt schildert, oder jenen mystischen Aufschwung, mit dem der hl. Franz von Assisi Gott in all seinen Geschöpfen betrachtet hat, oder eine ähnlich umfassende Vision, wie die dem hl. Ignatius am Fluss Cardoner zuteil wurde und von der er sagt, sie hätte für ihn im Grunde die Stelle der Heiligen Schrift einnehmen können. Die vom hl. Johannes vom Kreuz beschriebene „dunkle Nacht“ ist Teil seines persönlichen Gebetscharismas: Nicht jedes Mitglied seines Ordens muss es in dergleichen Weise leben, um zu jener Vollkommenheit des Gebetes zu gelangen, zu der es von Gott berufen ist.
 
[29] Zur Berufung des Christen zu „mystischen“ Erfahrungen kann sowohl das gehören, was der hl. Thomas als lebendige Erfahrung Gottes durch die Gaben des Geistes bezeichnet, als auch die unnachahmlichen Formen (die man daher auch nicht erstreben darf) einer Mitteilung der Gnade. Vgl. HL. THOMAS VON AQUIN, Summa Theologiae, Iª-IIae, q. 68, a. 1 c, auch a. 5 ad 1.
 
[30] Vgl. z. B. die alten Schriftsteller, die von der Gebetshaltung betender Christen sprechen: TERTULLIAN, De oratione XIV: PL 1, 1170; XVII: PL 1, 1174-1176; ORIGENES, De oratione XXXI, 2: PG 11, 550-553; zur Bedeutung dieser Geste vgl. BARNABAS, Epistula XII, 2-4: PG 2,760-761; HL. JUSTIN, Dialogus 90,4-5: PG 6, 689-692; HL. HIPPOLYT VON ROM, Commentarium in Dan. III, 24: GCS 1, 168, 8-17; ORIGENES, Homiliae in Ex. XI, 4: PG 12, 377-378. Zur Haltung des Körpers s. a. ORIGENES, De oratione XXXI, 3: PG 11, 553-555.
 
[31] Vgl. HL. IGNATIUS VON LOYOLA, Geistliche Übungen, Nr. 76.
 
[32] Wie zum Beispiel jene der hesychastischen Einsiedler. Die äußerliche und innerliche Hesychia oder Ruhe wird von diesen als Vorbedingung des Betens angesehen; in ihrer östlichen Form ist sie durch Einsamkeit und Techniken der Sammlung gekennzeichnet.
 
[33] Die Übung des „Jesusgebetes“, das im Wiederholen einer dicht mit biblischen Bezügen, mit Anrufung und Bitte angereicherten Formel besteht (z.B. „Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich meiner“), passt sich dem natürlichen Atemrhythmus an. Siehe dazu HL. IGNATIUS VON LOYOLA, Geistliche Übungen, Nr. 258.
 
[34] Vgl. 1 Thess 5,17. Vgl. andererseits 2 Thess 3,8-12. Aus diesen und anderen Texten ergibt sich das Problem: Wie soll man die Verpflichtung zum ständigen Gebet mit der Verpflichtung zur Arbeit verbinden? Vgl. u.a. HL. AUGUSTINUS, Epistula 130, 20: PL 33, 501-502 und HL. JOHANNES CASSIANUS, De institutis coenobiorum III, 1-3: SC 109, 92-93. Man lese ferner die Abhandlung über das Gebet von AFRAHAT, dem ersten Vater der syrischen Kirche und zumal die Nummern 14-15 nach, die den so genannten Werken des Gebetes gewidmet sind (vgl. die Ausgabe von J. Parisot, Afraatis Sapientis Persae Demonstrationes, IV: PS 1, 170-174).
[35] Vgl. HL. THERESA VON JESUS, Seelenburg VII, 4, 6.
 
[36] HL. AUGUSTINUS, Enarrationes in Psalmos CXLII, 6: PL 37, 1849. S. a. HL. AUGUSTINUS, Tract. in Joh. IV, 9: PL 35, 1410: „quando autem nec ad hoc dignum se dicit, vere plenus Spiritu Sancto erat, qui sic servus Dominum agnovit, et ex servo amicus fieri meruit“.

 
(Quelle: http://www.doctrinafidei.va/documents/rc_con_cfaith_doc_19891015_meditazione-cristiana_ge.html)

 

Christlicher Glaube und Dämonenlehre*

 

Die Kongregation für die Glaubenslehre hat einen Fachtheologen damit beauftragt, die vorliegende Studie anzufertigen. Die Kongregation empfiehlt sie nachdrücklich als sichere Grundlage, um die Aussage des kirchlichen Lehramtes über „Christlicher Glaube und Dämonenlehre” neu zu bekräftigen. Wir veröffentlichen die deutsche Übersetzung des Originaltextes in französischer Sprache, der in der französischen Wochenausgabe des „L’Osservatore Romano” nachgelesen werden kann.

Im Laufe der Jahrhunderte hat die Kirche immer wieder die verschiedenen Formen des Aberglaubens und einer Besessenheit gleichkommenden Furcht vor dem Satan und den Dämonen sowie die verschiedenen Kultformen und entarteten Gefolgschaftsriten für diese Geister verworfen (1). Es wäre deshalb ungerecht, zu behaupten, das Christentum habe die Weltherrschaft Christi vergessen und habe den Teufel zum Lieblingsthema seiner Verkündigung gemacht, indem es die Frohbotschaft vom auferstandenen Herrn in eine Botschaft des Terrors verkehrt habe. Der hl. Johannes Chrysostomus erklärte den Christen der damaligen Zeit: „Es ist für uns kein Vergnügen, zu euch über den Teufel zu sprechen. Doch die Lehraussagen, zu denen er Anlaß gibt, werden euch von Nutzen sein” (2). Es wäre wirklich ein unverzeihlicher Irrtum, im Blick auf die Vergangenheit sich so zu verhalten, als ob die Erlösung schon alle ihre Früchte gezeitigt hätte, ohne daß es notwendig wäre, sich im Kampf gegen den einzusetzen, von dem das Neue Testament und die Lehrmeister des geistlichen Lebens immer wieder sprechen.

Die Not unserer Tage

Auch heute könnte man diesem Irrtum verfallen. Von vielen Seiten wird nämlich die Frage gestellt, ob man nicht in diesem Punkt die katholische Lehre überprüfen sollte, und zwar sollte man dabei mit der Heiligen Schrift anfangen. Manche sind der Ansicht, daß jedwede Stellungnahme unmöglich sei, geradeso, als ob man die Frage einfach auf sich beruhen lassen könne. Sie führen ins Feld, daß die Bücher der Heiligen Schrift es nicht zuließen, sich für oder gegen die Existenz des Satans und seiner Dämonen auszusprechen. Weit häufiger jedoch wird die Existenz des Teufels offen in Zweifel gezogen. Manche Kritiker meinen, die Haltung Christi in dieser Frage ausmachen zu können. Sie geben, an, daß keines der Herrenworte die Wirklichkeit der Dämonen weit als erwiesen hinstelle. Dort, wo die Existenz der Dämonenwelt bejaht würde, werde lediglich das entsprechende jüdische Schrifttum wiedergegeben, oder die Stellen hingen von der neutestamentlichen Überlieferung und nicht von Christus ab, da sie nicht Teil der zentralen Frohbotschaft seien, noch unseren Glauben fördern und uns damit freistellen, sie aufzugeben.

Andere wiederum, weit objektiver, aber gleichzeitig radikaler, nehmen die Aussagen der Heiligen Schrift über die Dämonen in ihrer wörtlichen Bedeutung; sie fügen aber sofort hinzu, daß sie in der Welt von heute unannehmbar seien, auch für Christen. Auch sie geben diese Stellen auf. Für einige schließlich hat die Idee vom Satan, welchen Ursprung sie auch immer hat, keine Bedeutung mehr. Da unsere Verkündigung zögere, die Idee vom Satan zu rechtfertigen, büße sie ihre Glaubwürdigkeit ein und stelle die Verkündigung Gottes in den Schatten, die allein nur unser ganzes Interesse verdient. Für die einen wie für die anderen seien die Namen Satan oder Teufel nichts anderes als Personifikationen, die dem Mythos entstammen oder irgendeine Aufgabe zu erfüllen haben. Sie hätten nur den Sinn, den Einfluß des Bösen und der Sünde auf die Menschheit dramatisch zu unterstreichen. Lediglich also eine Redeweise, die unsere Zeit entmythologisieren sollte, um für die Gläubigen einen neuen Weg zu finden, ihnen die Verpflichtung einzuschärfen, mit ganzer Kraft gegen das Böse in der Welt zu kämpfen.

Diese Stellungnahmen, die immer wieder mit dem Anschein der Wissenschaftlichkeit vorgetragen und von Zeitschriften und gewissen theologischen Wörterbüchern verbreitet werden, können nur die Geister verwirren. Die Gläubigen, die daran gewöhnt sind, die Botschaft Christi und die Schriften der Apostel ernst zu nehmen, haben dann nämlich den Eindruck, daß derartige Auffassungen einen Wandel in der öffentlichen Meinung auf diesem Gebiet herbeiführen wollen. Diejenigen unter ihnen, die eine Kenntnis der theologischen Wissenschaften und vor allem der Bibelwissenschaft besitzen, fragen sich, wohin dieser Prozeß der Entmythologisierung führen wird, der im Namen einer bestimmten Hermeneutik in die Wege geleitet wird.

In Anbetracht von Postulaten dieser Art und als Antwort auf den ihnen eigenen Denkprozeß, müssen wir uns vor allem kurz mit dem Neuen Testament befassen, um uns in diesen Fragen auf sein Zeugnis und seine Autorität stützen zu können.

Das Neue Testament
und das damit unmittelbar zusammenhängende Schrifttum

Bevor wir in Erinnerung rufen, mit welcher geistigen Unabhängigkeit Jesus den herrschenden Meinungen seiner Zeit begegnet ist, ist es von Bedeutung anzumerken, daß nicht alle seine Zeitgenossen den gleichen Engel- und Dämonenglauben hatten, wie ihn heute einige ihnen zuzuschreiben scheinen und von dem Jesus selbst abhängig gewesen wäre. Eine Anmerkung, mit der die Apostelgeschichte die Polemik beleuchtet, die durch eine Erklärung des hl. Paulus unter den Mitgliedern des Synedriums entstanden war, unterrichtet uns darüber, daß die Sadduzäer im Gegensatz zu den Pharisäern „weder Auferstehung noch Engel oder Geister” annahmen, d. h. sie glaubten, nach der Textauslegung einiger guter Exegeten, weder an die Auferstehung noch an Engel und Dämonen (3). So scheint sich die Auffassung der Zeitgenossen Jesu über Satan, Engel und Dämonen in zwei gänzlich entgegengesetzte Auffassungen zu teilen. Wie kann man daher behaupten, Jesus und mit ihm die Schriftsteller des Neuen Testamentes hätten in der Ausübung und Übertragung der Gewalt der Teufelsaustreibung an andere nichts weiter getan als kritiklos die Ideen und Praktiken ihrer Zeit anzuwenden? Sicherlich, Christus und noch mehr die Apostel waren Kinder ihrer Zeit und machten sich deren Kultur zu eigen. Doch hat Jesus Christus auf Grund seiner göttlichen Natur und der Offenbarung, die mitzuteilen er gekommen war, seine Umwelt und seine Zeit überragt und sich von ihrem bestimmenden Einfluß freigemacht. Es genügt übrigens, die Bergpredigt zu lesen, um sich von seiner geistigen Freiheit und von seiner Überlieferungstreue zu überzeugen (4). Als der Herr die Bedeutung seiner Erlösungstat offenbarte, mußte er deshalb mit den Pharisäern rechnen, die, wie er, an eine zukünftige Welt glaubten, an eine unsterbliche Seele, an die Geisterwelt und an die Auferstehung. Er mußte aber auch den Sadduzäern Rechnung tragen, die diesen Glauben nicht zuließen. Als die Pharisäer ihn anklagten, die Dämonen zusammen mit dem Anführer der bösen Geister auszutreiben, hätte er sich ihren Unterstellungen entziehen können, indem er sich den Sadduzäern anschloß. Doch dadurch hätte er sein Wesen und seine Sendung geleugnet. Er mußte also, ohne den Glauben an die Geisterwelt und die Auferstehung aufzugeben, den er mit den Pharisäern gemeinsam hatte, sich von ihnen lossagen und sich in nicht geringerem Maße auch den Sadduzäern widersetzen. Wenn man also heute behaupten will, daß die Aussagen Jesu über den Satan nur einer seiner kulturellen Umwelt entlehnten Lehre Ausdruck gäben, erscheint dies von vornherein als eine Auffassung, die sehr wenig über die damalige Zeit und die Persönlichkeit des Meisters informiert ist. Wenn Christus diese Redeweise benutzt hat, wenn er sie vor allem durch sein Heilshandeln in die Praxis übersetzt hat, dann deshalb, weil sie eine Lehre zum Ausdruck bringt, die wenigstens zum Teil zur Kenntnis und zur Erlangung des Heiles notwendig ist, das er gebracht hat.

Das persönliche Zeugnis Jesu

Auch die wichtigsten Heilungen der Besessenen wurden von Christus in Augenblicken gewirkt, die in den Berichten über seine Heilstätigkeit entscheidend sind. Seine Teufelsaustreibungen stellten die Frage nach seiner Sendung und seiner Person und gaben ihr eine Orientierung, wir es die Reaktionen darauf hinreichend zeigen, die sie auslösten (5). Ohne den Satan jemals zum Mittelpunkt seiner Verkündigung zu machen, sprach Jesus von ihm nur in den offensichtlich entscheidenden Augenblicken, und zwar in wichtigen Erklärungen. Zunächst einmal hat Jesus sein Öffentliches Wirken damit begonnen, daß er es auf sich genommen hat, vom Teufel in der Wüste versucht zu werden. Der Bericht des Markus ist gerade wegen seiner Nüchternheit eindringlich, wie es auch der Bericht von Matthäus und Lukas ist (6). Vor diesem Gegenspieler hat Christus dann in der Bergpredigt gewarnt und auch im Gebet, das er die Seinen gelehrt hat, dem „Vaterunser”, wie heute viele Exegeten (7) zugeben, die sich dabei auf das Zeugnis zahlreicher Liturgien stützen (8). In den Gleichnissen hat Jesus dem Satan die Rolle des Widersachers seiner Verkündigung zugewiesen (9), wie zum Beispiel im Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker des Hausvaters (10), Simon Petrus hat er angekündigt, daß die „Mächte der Hölle” versuchen werden, die Kirche zu überwältigen (11), daß der Satan verlangen würde, ihn zusammen mit den übrigen Aposteln zu sieben (12). In dem Augenblick, als er den Abendmahlssaal verließ, hat Christus erklärt, daß das Kommen des „Fürsten dieser Welt” unmittelbar bevorstehe (13). Im Garten Getsemani, als die Soldaten Jesus ergriffen, um ihn gefangenzunehmen, hat er gesagt, daß die Stunde „der Mächte der Finsternis” gekommen war (14). Nichtsdestoweniger wußte er und hat er es auch im Abendmahlssaal erklärt, „daß der Fürst dieser Welt bereits gerichtet ist” (15). Diese Taten und die Aussagen fügen sich gut in das Ganze ein, sie wiederholen sich immer wieder und stimmen auch inhaltlich überein.; sie sind nicht zufällig, und es ist nicht möglich, sie wie erfundene Begebenheiten zu behandeln, die es zu entmythologisieren gilt. Andernfalls müßte man annehmen, daß das Bewußtsein Jesu, dem man Klarheit und Selbstbeherrschung vor den Richtern bescheinigen muß, gerade in diesen kritischen Stunden von eingebildeten Hirngespinsten heimgesucht worden sei und seinem Wort jede Festigkeit gefehlt habe. Dies wiederum wäre im Widerspruch mit dem Eindruck der ersten Hörer und Leser seiner Frohbotschaft. Es zwingt sich deshalb die Schlußfolgerung förmlich auf: Der Satan, dem Jesus mit seinen Teufelsaustreibungen entgegengetreten ist, dem er begegnet ist in der Wüste und in der Stunde seines Leidens, kann nicht einfachhin das Produkt der menschlichen Gabe sein, Märchen erzählen zu können und Ideen zu personifizieren; er kann nicht das sich verirrt habende Überbleibsel einer primitiven Kultursprache sein.

Das paulinische Schrifttum

Es ist richtig, daß der hl. Paulus, wenn er in großen Zügen im Römerbrief die Lage der Menschheit vor Christus zusammenfaßt, die Sünde und den Tod personifiziert, deren furchtbare Macht er aufzeigt. Es handelt sich dabei aber im Gesamten seiner Lehraussagen um ein. Wort, das nicht das Ergebnis einer rein literarischen Quelle ist, sondern seines wachen Bewußtseins von der Bedeutung des Kreuzes Christi und der Notwendigkeit der Glaubensentscheidung, die er verlangt. Andererseits setzt Paulus Sünde und Satan nicht gleich; in der Sünde sieht Paulus nämlich vor allem das, was sie wesentlich ist: ein personaler Akt des Menschen und auch der Zustand der Schuld und Verblendung, in den der Satan den Menschen effektiv zu stoßen und zu belassen versucht (16). Auf diese Weise unterscheidet Paulus sehr klar den Satan von der Sünde. Der Apostel, der gegenüber dem „Gesetz der Sünde, das er in seinen Gliedern fühlt”, vor allem sein Unvermögen ohne den Beistand der göttlichen Gnade bekennt (17), ist derselbe, der mit äußerster Entschiedenheit fordert, dem Satan zu widerstehen (18), sich nicht von ihm beherrschen zu lassen, ihm keine Gelegenheit oder Nachgiebigkeit einzuräumen (19) und ihn mit Füßen zu treten (20). Denn für ihn ist Satan ein persönliches Wesen, „der Gott dieser Welt” (21), ein hinterlistiger Widersacher, der verschieden ist von uns Menschen und von der Sünde, die er uns einflüstert. Wie das Evangelium, sieht ihn auch der Apostel wirksam werden im geschichtlichen Verlauf der Welt, in dem, was er als das „Geheimnis der Bosheit” bezeichnet (22). Er sieht den Teufel im Unglauben, der sich weigert, den Herrn Jesus anzuerkennen (23), und auch in der Verirrung des Aberglaubens (24); er sieht ihn in der Verführung, die die Treue der Kirche zu Christus ihrem Bräutigam, bedroht (25) und schließlich in dem endzeitlichen Abfall, der zur Anbetung des Menschen führt, der sich an die Stelle Gottes setzt (26). Sicher ist, daß der Satan zur Sünde verführt, aber er ist verschieden von dem Bösen, das er vollbringen läßt.

Die Geheime Offenbarung und das Johannesevangelium

Die Geheime Offenbarung ist vor allem das großartige Gemälde, auf dem die Macht und Herrlichkeit des auferstandenen Christus aufstrahlt in den Zeugnissen seiner Frohbotschaft. Sie verkündet den Triumph des Lammes, das geschlachtet wurde; doch würde man sich sehr täuschen hinsichtlich des Wesens dieses Sieges, sähe man nicht in ihm das Ende eines langen Kampfes, an dem sich mittels der menschlichen Mächte, die sich dem Herrn Jesus widersetzen, Satan und seine Engel — die einen verschieden von den anderen — sowie deren irdische Gefolgsleute beteiligen.

Es ist gerade die Geheime Offenbarung, die das Rätselhafte der verschiedenen Namen und Symbole Satans in der Heiligen Schrift unterstreicht und damit ihre Identität endgültig enthüllt (27). Die Tätigkeit Satans vollzieht sich in allen Jahrhunderten der Menschheitsgeschichte unter den Augen Gottes.

Es überrascht deshalb nicht, daß im Johannesevangelium Jesus vom Teufel spricht und ihn den „Fürsten dieser Welt” bezeichnet (28). Sicher, der Einfluß des Teufels auf den Menschen ist innerer Art, aber er ist unmöglich, in seiner Erscheinung nur eine Personifizierung der Sünde und der Versuchung sehen zu wollen. Jesus weiß, daß sündigen „Sklave” sein bedeutet (29), aber er setzt deshalb nicht Satan mit Sklaverei und Sünde gleich, die sich in der Sklaverei kundtut. Der Teufel übt auf die Sünder nur moralischen Einfluß aus, und zwar in dem Maße, in dem jeder einzelne seinen Einflüsterungen nachgibt (30). Frei führen sie seine „Wünsche” aus (31) und tun „sein Werk” (32). Nur in diesem Sinn und in diesem Maße ist der Satan ihr „Vater” (33), weil zwischen ihm und dem Gewissen des Menschen immer ein geistiger Abstand bleibt, der die teuflische „Lüge” von der Zustimmung scheidet, die man ihr geben oder verweigern kann (34), und zwar auf die gleiche Weise, wie zwischen Christus und uns immer der Abstand zwischen „Wahrheit”, die er offenbart und zu glauben vorstellt, und dem Glauben, mit dem wir diese Wahrheit aufnehmen, existiert.

Aus diesem Grund haben die Väter der Kirche in der aus der Heiligen Schrift genährten Überzeugung, daß der Satan und die Dämonen die Widersacher der Auferstehung sind, es nicht unterlassen, die Gläubigen an deren Existenz- und Wirksamkeit zu erinnern.

Die allgemeine Lehre der Väter

Bereits im 2. Jahrhundert nach Christus schrieb Meliton von Sardes sein Werk „Über den Dämon” (35), und es würde schwer sein, auch nur einen der Väter zu finden, der diese Frage mit Schweigen übergangen hätte. Natürlich waren die Väter, die den göttlichen Heilsplan in der Geschichte darstellten, vor allem Irenäus und Tertullian, besonders darum bemüht, die Wirksamkeit des Teufels aufzuzeigen. Irenäus und Tertullian sind dann in der Folgezeit dem Gnostischen Dualismus und Marcion entgegengetreten. Nach ihnen sind es Viktorin von Pettau und der hl. Augustinus. Der hl. Irenäus lehrte, daß der Teufel ein „abgefallener Engel” ist (36), dem Christus, indem er in seiner Person dem Kampf dieses Widersachers gegen uns auf sich genommen hat, zu Beginn seiner öffentlichen Tätigkeit entgegentreten mußte (37). Noch ausführlicher und eindringlicher stellt Augustinus das Wirken des Teufels im Kampf der „beiden Städte” dar, die ihren Ursprung im Himmel haben, als die ersten Geschöpfe Gottes, die Engel, dem Herrn ihre Treue bzw. Untreue erwiesen (38); in der Gemeinschaft der; Sünder sah Augustinus den mystischen „Leib” des Teufels (39), wovon dann später auch der hl. Gregor der Große in. seinen. „Moralia” zum Buch Job spricht (40). Offensichtlich hat die Mehrzahl der Väter mit Origines die Idee der Unkeuschheitssünde der gefallenen Engel aufgegeben und sahen in ihrem Stolz — d.h. in dem Wunsch, sich über ihr geschöpfliches Dasein hinaus zu erheben, ihre Unabhängigkeit zu behaupten und sich für Gott halten zu lassen — den tiefsten Grund für ihren Fall. Neben diesem Vergehen aus Stolz hoben aber auch viele Väter die Bosheit dieser Engel gegenüber den Menschen hervor. Für Irenäus hat der Abfall des Teufels mit seiner Eifersucht bei der Erschaffung des Menschen begonnen. Er hat den Menschen zur Auflehnung gegen seinen Schöpfer anzustiften versucht (41). Nach Tertullian habe der Satan, um den Heilsplan Christi zu durchkreuzen, in den heidnischen Mysterien die von Christus eingesetzten Sakramente nachgeäfft (42). Die Väterlehre hält sich also im Wesentlichen treu an die Aussagen und Weisungen des Neuen Testamentes.

Das 4. Laterankonzil (1215) und seine Aussage über die Dämonen

Es ist richtig, daß in den nahezu zwei Jahrtausenden der Kirchengeschichte das: kirchliche Lehramt nur wenige im eigentlichen Sinn dogmatische Erklärungen zur Dämonenlehre abgegeben hat. Der Grund liegt wohl darin, daß sich nur selten, ja genaugenommen nur zweimal, Gelegenheit dazu geboten hat. Die wichtigere dieser Erklärungen erfolgt zu Beginn des 13. Jahrhunderts, als sich ein Wiederaufleben des manichäischen und priscillianischen Dualismus mit dem Auftauchen der Katharer und Albigenser bemerkbar machte. Die dogmatische Aussage von damals, deren Formulierung sich in einem vertrauten doktrinären Rahmen bewegt, kommt dieser Mentalität sehr nahe, weil sie den Blick auf das Universum und seine Erschaffung durch Gott miteinbezieht: „Wir glauben fest und bekennen mit aufrichtigem Herzen..., daß Gott der eine Ursprung aller Dinge ist, der Schöpfer der sichtbaren, und unsichtbaren, der geistigen und körperlichen. Er hat in seiner allmächtigen Kraft zu Anfang der Zeit in gleicher Weise beide Ordnungen der Schöpfung aus dem Nichts geschaffen, die geistige und körperliche, d. h. die Engelswelt, die irdische Welt und dann die Menschenwelt, die gewissermaßen beide umfaßt, da sie aus Geist und Körper besteht. Denn der Teufel und die anderen bösen Geister sind von Gott ihrer Natur nach gut geschaffen, aber sie sind durch sich selbst schlecht geworden. Der Mensch jedoch sündigte auf Eingebung des Teufels” (43).

Der Kern dieser Darlegung ist nüchtern. Über den Teufel und die Dämonen begnügt sich das Konzil, festzustellen, daß sie Geschöpfe des einzigen Gottes sind. Sie sind nicht schon von ihrem Wesen her böse, sondern sie wurden es durch ihren eigenen freien Willensentscheid. Weder ihre Zahl noch die Ursache ihres Falles, noch der Umfang ihrer Macht werden genannt. Diese Fragen, die nicht das dogmatische Problem angehen, wurden den Diskussionen der scholastischen Theologie überlassen.

Die Feststellung des Konzils jedoch bleibt trotz ihrer prägnanten Kürze von grundlegender Bedeutung, da sie eine Verlautbarung des bedeutendsten Konzils des 13. Jahrhunderts darstellt und in seinem Glaubensbekenntnis klar herausgestellt wird, dem geschichtlich gesehen die Erklärung gegen die Katharer und Waldenser nur um weniges vorausgeht (44) und das in Verbindung steht mit der Verurteilung, die einige Jahrhunderte vorher über den Priscillianismus ausgesprochen war (45). Dieses Glaubensbekenntnis verdient daher besondere Beachtung. Es verwendet den üblichen Aufbau der dogmatischen Glaubensbekenntnisse und kann leicht unter sie eingereiht werden, angefangen vom Konzil von Nizäa. Nach dem angeführten Text wird das Problem aus unserer Sicht in zwei miteinander zusammenhängenden und gleichermaßen für den Glauben wichtigen Themen zusammengefaßt: Die Aussage über den Teufel, mit der wir uns vor allem zu beschäftigen haben, folgt einer Erklärung über Gott, den Schöpfer aller Dinge, der ,,sichtbaren und unsichtbaren”, das heißt der körperlichen Wesen und der Engel.

Das erste Thema des Konzils:
Gott, der Schöpfer der "sichtbaren" und "unsichtbaren" Wesen

Die Aussage über den Schöpfergott und die Formel, mit der sie ausgedrückt wird, sind von besonderer Wichtigkeit für unseren Fragenkreis, weil sie so alt sind, daß ihre Wurzeln bis hin zu der Lehre des hl. Paulus reichen. Der Apostel erklärt nämlich, indem er den auferstandenen Christus verherrlicht, daß dieser Christus seine Herrschaft über alle Geschöpfe ausübt „im Himmel, auf der Erde und unter der Erde” (46), ,,in der gegenwärtigen und in der zukünftigen Welt” (47). Paulus spricht weiterhin von der Präexistenz Christi und lehrt, daß er „alles, im Himmel und auf Erden, die sichtbaren und die unsichtbaren Wesen, geschaffen hat” (48). Diese Lehre von der Erschaffung der Welt hatte sehr bald an Bedeutung für den christlichen Glauben gewonnen, weil nämlich die Gnosis und der Marcionismus lange Zeit hindurch, noch vor dem Manichäismus und dem Priscillianismus die Schöpfungslehre zu Fall bringen, suchten. Die ersten Glaubensbekenntnisse gehen deshalb regelmäßig darauf ein, daß „die sichtbaren wie die unsichtbaren Wesen” alle von Gott geschaffen sind. Diese Lehre wurde ausdrücklich vom, Konzil von Nizäa und Konstantinopel (49) sowie vom Konzil von Toledo (50) festgestellt. Sie wurde in Glaubensbekenntnissen vorgelesen, deren sich die großen Kirchen bei der Tauffeier bedienten (51). Sie wurde auch in das große Eucharistiegebet des hl. Jakobus von Jerusalem (52), des hl. Basilius in Kleinasien und in Alexandrien (53) und der übrigen Kirchen des Orients aufgenommen (54). Bei den griechischen Vätern findet sich diese Lehre seit Irenäus (53) und außerdem in der „Expositio fidei” des hl. Athanasius (56). Im Westen begegnet sie uns bei Gregor von Elvira (57), beim hl. Augustinus (58), beim hl. Fulgentius (59) und anderen.

Zu einer Zeit, da die Katharer im Westen wie die Bogomilen im Osten Europas den manichäischen Dualismus wiederaufleben ließen, konnte das Glaubensbekenntis des 4. Laterankonzils nichts Besseres tun, als diese Erklärung und ihre Formel, schon von jeher von grundlegender Bedeutung, wiederaufzunehmen. Bald darauf wurden Erklärung und Formel vom zweiten Konzil von Lyon (60), vom Konzil von Florenz (61) und Trient (62) wiederholt. Sie fanden auch Eingang in die Konstitution Dei Filius des Ersten Vatikanums (63), und zwar mit den nämlichen Begriffen, die auch das 4. Laterankonzil von 1215 gebrauchte. Es handelt sich deshalb um eine Lehraussage von grundlegender Bedeutung und um eine feststehende Glaubenslehre, die das Laterankonzil unter der Führung der göttlichen Vorsehung besonders herausgestellt hat, um damit seine Aussage über den Satan und die Dämonen zu verbinden. Damit hat das Konzil gezeigt, daß sich die Dämonenlehre, die schon an sich von Bedeutung ist, in den größeren Zusammenhang der Weltschöpfung und des Glaubens an die Engelwesen einfügt.

Zweites Thema des Konzils: Der Teufel

1. Der Text

Was die Aussage des Konzils über die Dämonen betrifft, so ist sie weit davon entfernt, nur ein aus den Umständen sich ergebender Zusatz zu sein, nach Art einer theologischen Schlußfolgerung oder Deduktion. Im Gegenteil. Sie erscheint als ein feststehender, seit langer Zeit angenommener Lehrsatz. Dies zeigt bereits die Formulierung des Textes. Nach der Aussage über die Erschaffung aller Dinge geht das Dokument zur Aussage über den Teufel und die Dämonen nicht wie zu einer logisch abgeleiteten Schlußfolgerung über. Es steht da nicht geschrieben: „Infolgedessen sind der Satan und die Dämonen als von ihrer Natur her gute Wesen erschaffen worden”, wie es notwendig gewesen wäre, wenn es sich dabei um eine neue, von der vorhergehenden abgeleitete Lehraussage gehandelt hätte. Sie stellt im Gegenteil das Vorkommnis mit dem Satan als “einen Beweis für die vorhergehende Feststellung, als ein Argument gegen den Dualismus dar. Das Dokument sagt daher: „Weil der Satan und die Dämonen von ihrer Natur her als gute Wesen erschaffen wurden...” Kurz gesagt, die Aussage, die sie betrifft, stellt sich als eine unangefochtene Feststellung des christlichen Bewußtseins dar. Es ist dies ein wichtiger Punkt des Dokumentes, und in Anbetracht der historischen Umstände konnte es gar nicht anders sein.

2. Die Vorgeschichte der Lehraussage:
Die positiven und negativen Formulierungen der Aussage (4.-5. Jahrhundert)

Seit dem 4. Jahrhundert hat nämlich die Kirche gegen die manichäische Lehre von den zwei gleich ewigen und entgegen gesetzten Prinzipien Stellung genommen (64). Im Osten wie im Westen hat sie mit Festigkeit die Lehre vertreten, daß Satan und die Dämonen von ihrer Natur her als gute Wesen erschaffen wurden, „Du mußt glauben”, sagt Gregor von Nazianz zu einem Neugetauften, „daß es kein böses Wesen noch eine Herrschaft des Bösen gibt, die nicht auf einen Seinsgrund zurückgehen, der entweder aus sich selber ist oder von Gott geschaffen wurde” (65).

Der Teufel wurde als ein Geschöpf Gottes gesehen, das in seinem Ursprung gut und strahlend wie das Licht war, das aber unglücklicherweise nicht in der Wahrheit verblieb, auf die es gegründet war (Joh 8, 44), sondern sich gegen den Herrn aufgelehnt hatte (66). Das Böse war also nicht in seiner Natur, sondern in einem freien und von seinem Willen abhängigen Akt (67). Aussagen dieser Art — die man inhaltlich gleich im Osten beim hl, Basilius (68), beim hl. Gregorius von Nazianz (69), beim hl. Johannes Chrysostomus (70), bei Dydimus von Alexandrien (71) und im Westen bei Tertullian (72), bei Eusebius von Vercelli (73), beim hl. Ambrosius (74) und beim hl. Augustinus (75) lesen kann — konnten gegebenenfalls eine feste dogmatische Form annehmen. Sie finden sich außerdem auch in der Form einer lehramtlichen Verurteilung oder eines Glaubensbekenntnisses.

Das Werk „De Trinitate”, das dem hl. Eusebius von Vercelli zugeschrieben wird, drückt die Wahrheit mit Festigkeit in der Form sich einander folgender Bannsprüche aus:

„Wenn jemand bekennt, daß in der Natur, in der der gefallene Engel erschaffen worden ist, nicht das Werk Gottes ist, sondern daß er aus sich selbst existiert und sich noch dahin versteigt, daß er ihm zuerkennt, seinen Seinsgrund in sich selbst zu finden, der sei im Banne.”

„Wenn jemand bekennt, daß der abgefallene Engel von Gott mit einer verderbten Natur erschaffen wurde und nicht sagt, daß er das Böse aus sich selbst durch sein eigenes Wollen empfangen hat, der sei im Banne.”

„Wenn jemand bekennt, daß der Satansengel die Welterschaffen hat — fern sei von uns ein solcher Glaube! — und nicht erklärt hat, daß jede Sünde seine Erfindung ist, der sei im Banne” (76).

Die Darstellung in Form von Bannsprüchen war damals kein Einzelfall. Sie findet sich auch im Commonitorium, das dem hl. Augustinus zugeschrieben wird und das im Hinblick auf den Abfall der Manichäer verfaßt worden war. Diese Unterweisung belegte mit dem Bann „denjenigen, der glaubt, daß es zwei Naturen gibt, die ihren Ursprung von zwei verschiedenen Prinzipien herleiten. Die eine Natur ist gut, sie stammt von Gott, die andere ist schlecht und ist nicht von ihm geschaffen” (77).

Diese Lehraussage wurde jedoch viel lieber in der direkten und positiven Form einer Glaubensaussage ausgedrückt. Delhi. Augustinus sagt zu Beginn seines Werkes „De Genesi ad litteram” folgendermaßen:

„Die katholische Lehre verlangt, daß wir glauben, daß die Dreifaltigkeit ein einziger Gott ist, der alle Wesen erschaffen und gebildet hat, die existieren und insofern sie existieren, und zwar in der Weise, daß jedes Geschöpf, sei es Geistwesen oder körperliches Wesen, oder um es kurz mit den Worten der Heiligen Schrift zu sagen: Sei es sichtbar oder unsichtbar, nicht der göttlichen Natur angehört, sondern von Gott aus dem Nichts erschaffen worden ist” (78).

Ebenso hat das erste Konzil von Toledo in Spanien bekannt, daß Gott der Schöpfer von „allen sichtbaren und unsichtbaren Wesen ist, und daß es außer ihm „keine göttliche Natur, keinen Engel, Geist und keine Macht gibt, die als Gott angesehen werden könnte” (79).

So wies Ende des 4. Jahrhunderts das christliche Glaubensbekenntnis — wie es gelehrt und gelebt wurde — zu diesem Punkt die beiden dogmatischen Aussagen, die positive und negative, auf, die wir acht Jahrhunderte später zur Zeit Innozenz III. und des 4. Laterankonzils antreffen.

Der hl. Leo der Große

In der Zwischenzeit kamen diese dogmatischen Aussagen durchaus nicht außer Brauch. Im 5. Jahrhundert sprach darüber der Brief Papst Leos des Großen an Turibius, Bischof von Astorga, — dessen Authentizität nicht in Zweifel gezogen werden kann — im selben Ton und mit der gleichen Klarheit. Unter den Irrlehren der Priscillianer, die von ihm verurteilt wurden, findet man auch folgende: „Die sechste Anmerkung (80) berichtet, daß sie behaupten, daß der Teufel niemals gut gewesen und seine Natur nicht ein Werk Gottes ist, sondern daß er aus dem Chaos und der Finsternis hervorgegangen ist, weil er keinen Urheber seines Seins hat, sondern er selbst das Prinzip und die Substanz jeglichen Übels ist, während hingegen der wahre Glaube, der katholische Glaube, bekennt, daß die Substanz aller Geschöpfe, der geistigen wie der körperlichen, gut ist und daß das Böse nicht eine Natur ist, da Gott, der Schöpfer des Alls, nur geschaffen hat, was gut ist. Deshalb wäre der Teufel selbst gut, wenn er in dem Zustand verblieben wäre, in dem er erschaffen worden war. Da er aber leider von seinen natürlichen Vorzügen einen schlechten Gebrauch gemacht hat und nicht in der Wahrheit geblieben ist (Joh 8, 44), hat er sich (ohne Zweifel) nicht in eine entgegengesetzte Substanz verwandelt, sondern hat sich vom höchsten Gut getrennt, dem er hätte anhangen sollen…“ (81).

Diese Lehraussage (angefangen von den Worten „der wahre Glaube, der katholische Glaube, bekennt ...” bis zum Schluß) wurde für so bedeutsam gehalten, daß sie mit denselben Worten unter die Ergänzungen aufgenommen wurde, die im 6. Jahrhundert zu dem Buch „De ecclesiasticis dogmatibus” hinzugefügt worden sind, das Gennadius von Marseille zugeschrieben wird (82). Schließlich wird dieselbe Lehre auch autoritativ im Werk des hl. Fulgenlius „De fide seu de regula fidei ad Petrum” bekräftigt, wo die Notwendigkeit unterstrichen wird, „hauptsächlich zu glauben” und „fest zu glauben”, daß alles, was nicht Gott ist, Gottes Geschöpf ist und daß dies bei allen Wesen, den „sichtbaren und unsichtbaren”, der Fall ist „daß ein Teil der Engel irregegangen ist und sich freiwillig von ihrem Schöpfer abgewandt hat” (83). Es überrascht deshalb nicht, daß in einem solchen geschichtlichen Zusammenhang die „Statuta Ecclesiae antiqua” — eine kanonische Sammlung des 5. Jahrhunderts — unter die Fragen, die zur Prüfung des katholischen Glaubens der Kandidaten für das Bischofsamt bestimmt waren, auch die folgende aufgenommen wurde: „Ob der Teufel von Natur her schlecht ist oder durch seinen freien Willen so geworden ist” (84), eine Formel, die man in den Glaubensbekenntnissen wiederfindet, die von Innozenz III. den Waldensern auferlegt worden sind (85).

Das erste Konzil von Braga (6. Jahrhundert)

Die Lehre war also allgemein und bestimmt. Die zahlreichen Dokumente, die sie zum Ausdruck bringen und von denen wir die wichtigsten angeführt haben, bilden den lehrmäßigen Hintergrund, vor dem sich in der Mitte des 6. Jahrhunderts das erste Konzil von Braga abhebt. Vor diesem Hintergrund erscheint auch Kap. 7 dieser Versammlung nicht als ein isolierter Text, sondern als eine Synthese der Lehre des 4. und 5. Jahrhunderts in dieser Frage und vor allem der Lehre von Papst Leo dem Großen: „Wer sagt, der Teufel sei anfangs nicht als guter Engel von Gott erschaffen worden und sei seiner Natur nach nicht ein Werk Gottes, sondern behauptet, er sei aus der Finsternis aufgetaucht und habe keinen Schöpfer, sondern sei selbst das Prinzip und die Substanz des Bösen, wie es manichäische und priscillianische Lehre ist, der sei ausgeschlossen” (86).

Das Auftreten der Katharer (12. und 13. Jahrhundert)

Schon seit langer Zeit sind auch die konkrete Verfassung der Kreatur und der freie Willensakt, durch den der Teufel gefallen ist, Bestandteil des ausdrücklichen Glaubens der Kirche. Dem 4. Laterankonzil genügte es, diese Aussagen in sein Glaubensbekenntnis aufzunehmen, ohne sie dokumentieren zu müssen, da es sich hierbei um eine klar erkannte Glaubenswahrheit handelte. Diese Aufnahme die vom dogmatischen Gesichtspunkt her schon früher möglich gewesen wäre, war nun notwendig geworden, da die Irrlehre der Katharer einige alte manichäische Irrtümer sich zu eigen gemacht hatte. Zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert haben sich deshalb viele Glaubensbekenntnisse beeilen müssen, erneut zu bekräftigen, daß Gott der Schöpfer der „sichtbaren und unsichtbaren” Wesen und der Urheber der beiden Testamente ist, sowie genauer zu bestimmen, daß der Teufel nicht von Natur aus schlecht ist, sondern infolge einer freien Entscheidung (87). Die antiken dualistischen Auffassungen, die in ausgedehnte doktrinelle und spirituelle Bewegungen Eingang gefunden hatten, stellten also im südlichen Frankreich und in Norditalien eine wirkliche Gefahr für den Glauben dar. In Frankreich hat Ermengaud von Beziers einen Traktat gegen die Häretiker schreiben müssen, „die sagen und. glauben, daß die gegenwärtige Welt und alle sichtbaren Wesen nicht von Gott, sondern vom Teufel geschaffen worden sind”, und ein guter und allmächtiger Gott und ein böser Gott, nämlich der Teufel, existieren (88). In Norditalien hatte auch ein bekehrter ehemaliger Katharer, Bonacursus, zur Wachsamkeit aufgerufen und die verschiedenen Lehrmeinungen der Sekte genauer bestimmt (89). Kurz nach seiner Intervention gibt die „Summa contra haereticos”, die lange Zeit Praepositinus von Cremona zugeschrieben worden ist, für unser Problem noch besser den Einfluß der dualistischen Häresie auf die Lehre jener Epoche an, wenn sie die Darlegungen über die Katharer in folgender Weise beginnt:

„Der allmächtige Gott hat nur die unsichtbaren und unkörperlichen (Wesen) erschaffen. Was den Teufel betrifft, den dieser Häretiker den Gott der Finsternis nennt, so hat dieser die sichtbaren und körperlichen (Wesen) erschaffen. Nach dieser Aussage fügt der Häretiker hinzu, daß es zwei Prinzipien der Dinge gibt: das Prinzip des Guten, nämlich den allmächtigen Gott, und das Prinzip des Bösen, den Teufel. Ferner behauptet er, daß es zwei Naturen gibt: eine gute, die der unkörperlichen (Wesen), welche vom allmächtigen Gott erschaffen worden sind; andererseits eine schlechte, die der körperlichen (Wesen), welche vom Teufel erschaffen wurden. Der Häretiker, der sich in dieser Weise äußert, hieß früher Manichaeus, heute Katharer” (90).

Trotz ihrer Kürze ist diese Zusammenfassung bedeutsam wegen ihrer inhaltlichen Dichte. Wir können sie heute noch vervollständigen, indem wir auf das „Buch der zwei Prinzipien” Bezug nehmen, das von einem Theologen der Katharer kurz nach dem 4. Laterankonzil geschrieben worden ist (91). Diese kleine Summe für streitbare Anhänger dieser Seite beanspruchte, indem sie sich mit den Detailfragen der Beweisführung befaßte und sich auf die Heilige Schrift berief, die Lehre von dem einen Schöpfer zu widerlegen und die Existenz von zwei entgegengesetzten Prinzipien durch biblische Texte zu begründen (92). Neben dem guten Gott, so steht dort geschrieben, „müssen wir notwendig die Existenz eines anderen Prinzips, nämlich das des Bösen, anerkennen, das auf verderbliche Weise gegen den wahren Gott und gegen seine Schöpfung handelt” (95).

Die Bedeutung der Entscheidung des 4. Laterankonzils

Am Beginn des 15. Jahrhunderts waren diese Erklärungen weit davon entfernt, nur Theorien von intellektuellen Experten zu sein, sondern entsprachen einer Anzahl von irrigen Glaubensüber-Zeugungen, die von einer Menge kleiner, verzweigter, organisierter und aktiver Gemeinschaften gelebt und verbreitet wurden. Die Kirche hatte die Pflicht, einzuschreiten und energisch die Lehraussagen der vorhergehenden Jahrhunderte zu bekräftigen. Dies tat Papst Innozenz III., indem er die zwei genannten dogmatischen Aussagen in das Glaubensbekenntnis des 4. Ökumenischen Laterankonzils einfügte. Dieses wurde offiziell vor den Bischöfen verlesen und von ihnen approbiert. Mit erhobener Stimme gefragt: „Glaubt ihr diese (Wahrheiten) in allen Punkten?”, antworteten sie durch einstimmige Akklamation: „Wir glauben (sie)” (94). In seiner Gesamtheit ist also das Konzilsdokument „de fide”. Auf Grund seiner Natur und seiner Form, welche die eines Glaubensbekenntnisses sind, besitzt jeder seiner Hauptpunkte den gleichen dogmatischen Wert.

Man würde einem offensichtlichen Irrtum verfallen, wenn man verlangen würde, daß jeder Paragraph eines Glaubensbekenntnisses nur eine einzige dogmatische Aussage enthalten dürfte. Das würde bedeuten, sich für seine Auslegung einer Hermeneutik zu bedienen, die z. B. für ein Dekret des Konzils von Trient gültig wäre, bei dem gewöhnlich jedes Kapitel nur ein dogmatisches Thema behandelt: Die Notwendigkeit; sich auf die Rechtfertigung vorzubereiten (95), die Wahrheit der Realpräsenz Christi in der Eucharistie (96) usw. Der erste Paragraph des 4. Laterankonzils hingegen faßt in “derselben” Anzahl von Zeilen wie das Kapitel des Trienter Konzils über „die Gabe der Beharrlichkeit” (97) eine Vielzahl von Glaubensaussagen zusammen, die zum Teil schön definiert waren: Über die Einheit Gottes, die Trinität und die Gleichheit der Personen, die Einfachheit ihrer Natur, das Hervorgehen des Sohnes und des Heiligen Geistes. Dasselbe geschieht hinsichtlich der Schöpfung, “vor allem bei den beiden Abschnitten, die den Fragenkreis der von Gott erschaffenen geistigen und körperlichen Wesen sowie die Erschaffung des Teufels und seine Sünde betreffen. Es handelte :sich hierbei, wie wir festgestellt haben, um ebensoviele Punkte, die schon seit dem 4. und 5. Jahrhundert zur Lehre der Kirche gehörten. Dadurch, daß das Konzil sie in sein Glaubensbekenntnis einfügte, tat es nichts anderes, als daß es deren Zugehörigkeit zum allgemeinen Glaubensgut feierlich bekräftigte.

Die Existenz der dämonischen Wirklichkeit und die Aussage über ihre Macht gründen ferner nicht nur in diesen spezielleren Dokumenten allein, sondern finden auch einen weiteren, mehr generellen und weniger rigorosen Ausdruck in den Verlautbarungen der Konzilien, wo immer sie die Lage des Menschen ohne Christus beschreiben.

Die gemeinsame Lehre der Päpste und der Konzilien

In der Mitte des 5. Jahrhunderts, kurz vor dem Konzil von Chalzedon, hat der „Tomus” Papst Leos des Großen an Flavius den Sieg über den Tod und über den Teufel, der nach dem Hebräerbrief die Herrschaft über diesen innehat (98), als eines der Ziele der Heilsökonomie bestimmt. Als dann später das Konzil von Florenz über die Erlösung sprach, stellte es diese biblisch als eine Befreiung aus der Herrschaft des Teufels dar (99). Das Konzil von Trient erklärt, indem es die Lehre des hl. Paulus zusammenfaßt, daß der sündige Mensch „Satan und dem Tod Untertan ist” (100). Indem Gott uns erlöst hat, hat er „uns aus der Gewalt der Finsternis entrissen und uns in das Reich seines geliebten Sohnes versetzt, in dem wir Erlösung haben und Vergebung der Sünden” (101). Nach der Taufe eine Sünde zu begehen, bedeutet, „sich der Herrschaft Satans zu übergeben” (102). Dies ist in der Tat der ursprüngliche und universale Glaube der Kirche, der seit den ersten Jahrhunderten in der Liturgie der christlichen Initiation bezeugt ist, wenn die Katechumenen kurz vor der Taufe dem Satan abschworen, ihren Glauben an die allerheiligste Dreifaltigkeit bekannten und sich Christus, ihrem Erlöser, weihten (103).

Aus diesem Grund hat auch das II. Vatikanische Konzil, das sich mehr für die Gegenwart der Kirche als für die Lehre der Schöpfung interessierte, es nicht unterlassen, ,,zur Wachsamkeit gegenüber dem Wirken Satans und der Dämonen aufzurufen. Wie die Konzile von Florenz und Trient hat es mit dem Apostel daran erinnert, daß Christus uns „aus der Macht der Finsternis befreit” (104). Indem die Konstitution Gaudium et spes nach der Art des hl. Paulus und der Apokalypse die Heilige Schrift zusammenfaßt, sagt sie, daß unsere Geschichte, die Gesamtgeschichte, „ein harter Kampf ist gegen die Mächte der Finsternis, ein Kampf, der schon am Anfang der Welt begann und, nach dem Wort des Herrn, bis zum letzten Tag andauern wird” (105). An anderer Stelle wiederholt das II. Vatikanische Konzil  die Ermahnungen des Epheserbriefes, „die Waffenrüstung Gottes anzulegen, um den Ränken des Teufels widerstehen zu können” (106).

Denn wir müssen, wie dieselbe Konstitution die Laien erinnert, „kämpfen gegen die finsteren Weltherrscher und die bösen Geister” (107). Es überrascht schließlich auch nicht, daß dasselbe Konzil, wo es die Kirche als das bereits begonnene Reich Gottes darzustellen beabsichtigt, auf die Wunder Jesu hinweist und zu diesem Zweck gerade die Exorzismen anführt (108). Es war genau in diesem Zusammenhang, daß Jesus das bekannte Wort gesprochen hat: „So ist also das Reich Gottes zu euch gekommen” (109).

Der Beweis aus der Liturgie

Was die Liturgie betrifft, auf die wir schon Verschiedentlich zu sprechen gekommen sind, so stellt sie ein besonderes Zeugnis dar, weil sie der konkrete Ausdruck des gelebten Glaubens ist. Wir dürfen aber nicht von ihr verlangen, daß sie auf unsere Neugier über die Natur der Dämonen, ihre Art und ihre Namen Auskunft erteilt. Die Liturgie begnügt sich damit, ihrer Aufgabe entsprechend nachdrücklich auf deren Existenz und die Gefahren hinzuweisen, die durch sie den Christen drohen. Begründet in der Lehre des Neuen Testamentes, bietet die Liturgie dafür viele direkte Hinweise, indem sie daran erinnert, daß das Leben der Getauften ein Kampf gegen die Welt, das Fleisch und die dämonischen Wesen ist, der mit der Gnade Christi und in der Kraft seines Geistes geführt wird (110).

Die Bedeutung der neuen Rituale

Dieser liturgische Beweis muß heute jedoch mit Behutsamkeit angewandt werden. Einerseits drohen die orientalischen Rituale und Sakramente mit ihrer später erfolgten Ausschmückung und ihrer komplexen Dämonologie uns fehlzuleiten. Andererseits laden uns die lateinischen liturgischen Dokumente, die im Lauf der Geschichte des öfteren überarbeitet worden sind, gerade wegen dieser Veränderungen zu ebenso umsichtigen Schlußfolgerungen ein. Unser antikes Rituale der öffentlichen Buße brachte mit Nachdruck das Wirken des Teufels auf die Sünder zum Ausdruck. Leider sind diese Texte, die im „Pontificale Romano” bis in unsere Tage überlebt haben (111), seit geraumer Zeit nicht mehr in Gebrauch. Vor 1972 konnte man auch noch die kirchlichen Sterbegebete beten, die an den Schrecken der Hölle und die letzten Anstürme Satans erinnerten (112); auch diese bezeichnenden Texte sind nun verschwunden. Das besondere Amt des Exorzisten ist gerade in unseren Tagen, wenn auch noch nicht völlig abgeschafft, so doch auf einen gelegentlichen Dienst reduziert und kann de facto nur noch mit Erlaubnis der Bischöfe ausgeübt werden (113), ohne daß ein besonderer Ritus für dessen Vollzug vorgesehen ist. Eine solche Regelung bedeutet natürlich nicht, daß der Priester nicht mehr die Macht zur Ausübung des Exorzismus hat, noch daß er ihn nicht mehr vollziehen darf. Dennoch verpflichtet uns dies, festzustellen, daß die Kirche dadurch, daß sie diesem Amt keine spezifische Handlungsweise mehr zuteilt, den Exorzismen nicht mehr die Bedeutung zuerkennt, die sie in den ersten Jahrhunderten gehabt haben. Diese Entwicklung verdient durchaus, in Erwägung gezogen zu werden.

Dennoch dürfen wir daraus nicht schließen, daß im liturgischen Bereich der Glaube nachgelassen oder sich sogar geändert habe. Das Römische Missale vom 1970 gibt weiterhin die Überzeugung der Kirche über das Eingreifen dämonischer Mächte wieder. Wie früher erinnert die Liturgie des ersten Fastensonntags die Gläubigen daran, wie Jesus den Versucher besiegt hat: Die drei synoptischen Berichte über seine Versuchung sind den drei Zyklen A, B, C der Lesungen der Fastenzeit vorbehalten. Das Protoevangelium, in dem der Sieg der Nachkommenschaft der Frau über jene der Schlange angekündigt wird (Gen 3, 15), liest man am 10. Sonntag des Jahreszyklus B und am Samstag der 5. Woche. Am Fest der Aufnahme Mariens und im Comune der allerseligsten Jungfrau wird aus der Apokalypse der Abschnitt 12, 1-6 gelesen, der die Drohung des Drachen gegen die Frau, die gebären sollte, schildert. Die Diskussion Jesu mit dem Pharisäer über Beelzebub (Mk 3, 20-35) findet sich unter den Lesungen des bereits genannten 10. Sonntags des Jahreszyklus B. Das Gleichnis vom Samenkorn und vom Unkraut (Mt 13, 36-46) liest man am Dienstag der 13. Woche. Die Ankündigung der Besiegung des Fürsten dieser Welt (Joh 12, 20-33) wird am 5. Sonntag der Fastenzeit im Jahreszyklus B gelesen und in der Woche ebenso Joh 14, 30. Von den Schriften der Apostel erscheint Eph 2, 1-10 am Montag der 29. Woche; Eph 6, 10-20 im Comune der Heiligen und am Donnerstag der 13. Woche. 1 Joh 3, 7-10 liest man am 4. Januar; das Fest des hl. Markus bietet den ersten Petrusbrief, der den Teufel auf der Suche nach seiner Beute darstellt, die er zu verschlingen beabsichtigt. Diese Zitate, die noch vermehrt werden müßten, um vollständig zu sein, bezeugen, daß die bedeutendsten biblischen Texte über den Teufel stets ein Teil der offiziellen Lesungen der Kirche sind.

Es ist wahr, daß das Ritual für die christliche Initiation der Erwachsenen in diesem Punkt geändert worden ist und den Teufel nicht mehr in gebieterischem Ton beschwört. Doch wendet man sich nun mit derselben Absicht in Form eines Gebetes an Gott (114), was eine weniger pathetische, aber ebenso wirksame Ausdruckweise ist. Es ist deshalb falsch zu behaupten, daß die Exorzismen vom neuen Taufritual abgeschafft worden seien. Der Irrtum ist so offenkundig, da das neue Ritual für das Katechumenat vor den gewöhnlichen, sog. „größeren” Exorzismen sogar noch „kleinere” Exorzismen eingefügt hat, die über die ganze Dauer des Katechumenats verteilt sind und in der Vergangenheit unbekannt waren (115).

Die Exorzismen bleiben also erhalten. Heute wie gestern bitten sie um den Sieg über „Satan”, „den Teufel”, „den Fürsten dieser Welt” und „die Mächte der Finsternis“. Die drei gewöhnlichen „Skrutinien“, bei denen wie früher die Exorzismen stattfinden, haben denselben negativen und positiven Zweck wie ehedem: „von der Sünde und vom Teufel befreien” und zur gleichen Zeit „in Christus bestärken” (116). Die Feier der Kindertaufe bewahrt ebenfalls, was auch immer man darüber sagt, einen Exorzismus (117), was nicht bedeutet, daß die Kirche diese Kinder als vom Satan besessen betrachtet; doch glaubt sie, daß auch sie aller Wirkungen der Erlösung Christi bedürfen. Vor der Taufe trägt nämlich jeder Mensch, das Kind wie der Erwachsene, das Zeichen der Sünde und der Einwirkungen Satans.

Was die Liturgie der privaten Beichte betrifft, so spricht sie heute weniger vom Teufel als früher. Aber die gemeinschaftlichen Bußfeiern haben ein antikes Gebet wieder aufgegriffen, das den Einfluß Satans auf die Sünder erwähnt (118). Im Krankenritual unterstreichen zwar, wie wir bereits erwähnt haben, die Sterbegebete nicht mehr die beunruhigende Gegenwart Satans, doch betet der Priester bei der Spendung der Krankensalbung, daß der Kranke „von der Sünde und von jeglicher Versuchung befreit werden möge” (119). Das heilige Öl wird als ein „Schutz” für Leib, Seele und Geist betrachtet (120). Ohne die Hölle und den Dämon zu nennen, weist „das Gebet „Commendo te” dennoch indirekt auf deren Existenz und Wirken hin, wenn Christus darin gebeten wird, den Sterbenden zu erretten und ihn in die Zahl seiner” Schafe und „seiner” Erwählten aufzunehmen. Diese Ausdrucksweise will offensichtlich beim Kranken und seiner Familie einen Schock vermeiden, verleugnet aber in keiner Weise den Glauben an das Geheimnis des Bösen.

In Kürze: Was die Lehre über die Dämonen betrifft, so ist die Stellung der Kirche klar und fest. Es ist wahr, daß im Lauf der Jahrhunderte die Existenz Satans und der Dämonen niemals zum Gegenstand einer expliziten Aussage ihres Lehramtes gemacht worden ist. Der Grund dafür ist, daß die Frage nie in dieser Form gestellt worden ist. Die Häretiker und die Gläubigen, die sich in gleicher Weise auf die Heilige Schrift stützten, stimmten darin überein, daß sie deren Existenz und deren wichtigste unheilvolle Taten anerkannten. Daher ist es heute, wenn die Wirklichkeit der Dämonen in Zweifel gezogen wird, notwendig — wie wir früher schon gesagt haben —, sich auf den konstanten und universalen Glauben der Kirche und auf dessen wichtigste Quelle, die Lehre Christi, zu beziehen. In der Lehre des Evangeliums und inmitten des gelebten Glaubens ist es nämlich, wo sich die Existenz der Welt der Dämonen als eine dogmatische Tatsache offenbart. Das heutige Unbehagen, das wir eingangs aufgezeigt haben, zieht also nicht nur einen zweitrangigen Bestandteil des christlichen Gedankengutes in Frage, sondern berührt den konstanten Glauben der Kirche, ihre Art, die Erlösung zu verstehen und zuallererst sogar das Bewußtsein Jesu selbst. Deshalb konnte Papst Paul VI., als er kürzlich von dieser „furchtbaren, geheimnisvollen und beängstigenden Wirklichkeit” sprach, mit Autorität feststellen: „Wer sich weigert, deren Existenz anzuerkennen, verläßt den Bereich der biblischen und kirchlichen Lehre; ebenso wer aus ihr ein in sich stehendes Prinzip macht, das nicht wie jegliche Kreatur von Gott seinen Ursprung hat, oder wer sie als eine Pseudo-Realität, als eine begriffliche und phantasievolle Personifizierung der unbekannten Ursachen unserer Übel erklärt” (121). Weder die Exegeten noch die Theologen sollten diese Warnung überhören.

Wir wiederholen daher, daß die Kirche, indem sie auch heute noch die Existenz der Dämonen unterstreicht, weder zu den dualistischen und manichäischen Spekulationen früherer Zeiten zurückzukehren noch einen für die Vernunft annehmbaren Ersatz anzubieten beabsichtigt. Sie will nur dem Evangelium und seinen Forderungen treu bleiben. Sie hat natürlich dem Menschen niemals gestattet, sich seiner Verantwortung zu entledigen, indem er seine eigene Schuld den Dämonen zuschreibt. Die Kirche hat nicht gezögert, gegen eine solche Ausflucht, wo sie sich ergab, aufzutreten und mit dem hl. Johannes Chrysostomus zu sagen: „Es ist nicht der Teufel, sondern die eigene Nachlässigkeil der Menschen die Ursache aller ihrer Versagen und aller Übel, die sie beklagen” (122).

Diesbezüglich zeigt die christliche Lehre mit ihrer entschiedenen Verteidigung der Freiheit und der Größe des Menschen und in der Betonung der Allmacht und der Güte des Schöpfers ein Nachgeben. Sie hat in der Vergangenheit stets verurteilt und wird immer verurteilen, daß man sich allzu leichtfertig als Vorwand auf einen dämonischen Einfluß beruft. Sie hat sowohl den Aberglauben wie die Magie abgelehnt und jegliche Kapitulation in der Lehre gegenüber dem Fanatismus und jeden Verzicht auf die Freiheit gegenüber der Macht verweigert. Mehr noch, wenn man von einem möglichen Eingriff Satans spricht, hat die Kirche stets wie bei den Wundern einer kritischen Überprüfung Raum gegeben. Auf diese Weise fordert sie Behutsamkeit und Umsicht. Denn es ist leicht, Opfer der Einbildung zu werden, sich von ungenauen Berichten verleiten zu lassen, die entweder unbeholfen weitererzählt oder irrig interpretiert weiden. In diesen wie in anderen Fällen ist es notwendig, zu unterscheiden und der Nachforschung und ihren Ergebnissen die ihnen gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.

Trotzdem aber ist die Kirche, treu dem Vorbild Christi, der Auffassung, daß die Ermahnung des Apostels Petrus zur „Nüchternheit” und Wachsamkeit immer aktuell ist (123). In unseren Tagen ist es sicherlich ratsam, sich vor einem neuen „Rausch” zu hüten. Aber auch das Wissen und die Macht der Technik können berauschen. Der Mensch ist heute stolz auf seine Entdeckungen, und oft mit Recht. Ist es jedoch in unserem Fall sicher, daß seine Analysen alle Phänomene geklärt haben, die für die Gegenwart der Dämonen charakteristisch sind und diese anzeigen? Gibt es zu diesem Punkt kein Problem mehr? Haben etwa die hermeneutische Analyse und das Studium der Väter die Schwierigkeiten in allen Texten beseitigt? Nichts ist weniger sicher. Gewiß, in anderen Zeiten herrschte eine gewisse Einfalt in der Furcht, an der Kreuzung unserer Wege eventuell einem Dämonen zu begegnen. Ist man aber heute nicht ebenso einfältig in der Erwartung, daß unsere Methoden bald das letzte Wort über die Tiefenschichten des Bewußtseins geben werden, wo die geheimnisvollen Beziehungen zwischen Seele und Leib, zwischen dem Übernatürlichen, dem Außernatürlichen und Menschlichen, zwischen Vernunft und Offenbarung sich einander durchdringen? Denn diese Fragen sind immer als umfangreich und verwickelt angesehen worden. Auch unsere heutigen Methoden haben wie die unserer Vorfahren Grenzen, die sie nicht zu übersteigen vermögen. Die Bescheidenheit, die auch eine vorzügliche Charaktereigenschaft der Intelligenz ist, muß ihre Rechte wahren und in der Wahrheit bleiben. Denn diese Tugend gestattet es dem Christen —wenn sie auch in besonderer Weise der Zukunft Rechnung trägt —, schon jetzt dem Beitrag der Offenbarung, kurz: dem Glauben, Raum zu geben.

Es ist in der Tat der Glaube, an den uns der Apostel Petrus verweist, wenn er uns einlädt, dem Teufel „fest im Glauben” zu widerstehen. Der Glaube nämlich lehrt uns, daß die Wirklichkeit des Bösen „ein lebendiges, geistiges, verführtes und verführendes Wesen ist” (124). Er vermag uns aber auch Vertrauen zu geben, indem er uns wissen läßt, dass die Macht Satans nicht die ihm von Gott gesetzten Grenzen überschreiten kann. Ebenso versichert er uns, daß der Teufel, wenn er uns zu versuchen imstande ist, uns dennoch niemals unsere Zustimmung abnötigen kann. Vor allem öffnet der Glaube das Herz für das Gebet, in dem er seinen Sieg und seine Krönung findet und uns erwirkt, daß wir in der Kraft Gottes über das Böse triumphieren.

Es ist gewiß, daß die Wirklichkeit der Dämonen, die konkret durch das bezeugt wird, was wir das Geheimnis des Bösen nennen, auch heute noch ein Rätsel bleibt, das das christliche Leben umgibt. Wir wissen nicht viel besser als die Apostel, warum der Herr es zuläßt, noch wie er es in den Dienst seiner Pläne stellt. Es könnte jedoch geschehen, daß in unserer Zivilisation, die so sehr einem weltlichen Horizontalismus huldigt, die unerwarteten heftigen Ausbrüche dieses Geheimnisses ein etwas feinfühligeres Empfinden für deren Verständnis vermitteln. Sie verpflichten den Menschen, in weitere Fernen, mehr in die Höhe und hinter die unmittelbaren Evidenzen zu schauen. Durch die Bedrohung und die Präpotenz des Bösen, die unseren Weg behindern, erlauben sie uns, die Existenz eines Jenseitigen zu erkennen und uns deshalb Christus zuzuwenden, um von ihm die Frohbotschaft von dem uns als Gnade angebotenen Heil zu hören.

* L’Osservatore Romano, Wochenausgabe in deutscher Sprache, Nummer 27, 4. Juli 1975, SS. 6-8 (Erster Teil), Nummer 28, 11. Juli 1975, SS. 8-10 (Zweiter Teil).

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ANMERKUNGEN

1) Die Festigkeit der Kirche gegenüber dem Aberglauben findet ihre Erklärung schon in der Strenge des mosaischen Gesetzes, wenn auch diese formell begründet wurde aus dem Zusammenhang des Aberglaubens mit den Dämonen. So verurteilte Ex 22, 17 ohne weiteres zum Tode jene, die Magie ausübten; Lev 19, 26 und 31 verbot die Magie, die Astrologie, die Geisterbeschwörung sowie die Wahrsagerei, und Lev 20, 27 fügte die Totenbeschwörung hinzu; Dtn 18, 10 ächtete gleichzeitig Wahrsager, Astrologen, Magier, Hexenmeister, Zauberer, Zeichendeuter und solche, die Geister bannen und Tote befragen. Im Europa des hohen Mittelalters überlebten noch viele abergläubische Gebräuche des Heidentums, wie aus den Reden des hl. Caesarius von Arles und des hl. Eloi hervorgeht sowie aus dem Buch De correctione rusticorum von Martin aus Braga, aus den damaligen Aufstellungen abergläubischer Gebräuche (vgl. PL 89, 810-818) und aus den Bußbüchern. Das Erste Konzil von Toledo (Denz.-Sch., Nr. 205), dann jenes von Braga (Denz.-Sch., Nr. 459) verurteilten die Astrologie, wie es auch der hl. Leo d. Gr. im Briefe an Turibius von Astorga (Denz.-Sch., Nr. 483) getan hat. Die 9. Regel des Konzils von Trient verbietet die Betätigung der Chiromantie, der Geisterbeschwörung usw. (Denz.-Sch., Nr. 1859). Die Magie und die Zauberei veranlaßten ihrerseits eine große Zahl päpstlicher Bullen (Innozenz VIII., Leo X., Hadrian VI., Gregor XV., Urban VIII.) und viele Entscheidungen von Landessynoden. Über den Magnetismus und den Spiritismus wird man vor allem auf den Brief des Heiligen Offiziums vom 4. August 1856 zurückgreifen (Denz.-Sch., Nr. 283-285).

2) De diabolo tenlatore, Homilie II, 1, PG, 49, 257-258.

3) Apg 23, 8. Im Zusammenhang mit den jüdischen Glaubenswahrheiten bzw. der Engel und der bösen Geister zwingt nichts, das nicht näher erklärte Wort „Geist” dahin einzuschränken, daß es bloß die Geister der Toten bezeichne; man wendet den Ausdruck auch an für die Geister des Bösen, d. h. für die Dämonen. Dies ist die Auffassung von zwei jüdischen Verfassern (G. F. More, Judaism in the First Centuries of the Christian Era, Bd. I, 1927, S. 68; M. Simon, Les sectes juives au temps de Jesus, Paris 1960, S. 25) und eines Protestanten (R. Meyer, T.W.N.T., VII, S. 54).

4) Als Jesus erklärte: „Glaubet nicht, daß ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzuheben; ich bin nicht gekommen, sie aufzuheben, sondern um sie zur Vollendung zu führen” (Mt 5, 17), brachte er deutlich seine Wertschätzung für die Vergangenheit zum Ausdruck; und die folgenden Verse (19-20) bestätigen diesen Eindruck. Aber seine Verurteilung des Ehebruchs (Mt 5, 31), des Gesetzes der Wiedervergeltung (Mt 5, 38) usw. unterstreichen mehr seine totale Unabhängigkeit als den Wunsch, das Vergangene zu übernehmen und zur Vollendung zu führen. Das gleiche muß man mit mehr Grund von seiner Verurteilung des Festhaltens der Pharisäer an der Überlieferung der Alten sagen (Mk 7, 1-22).

5) Mt 8, 28-34; 12, 22-45. Wenngleich verschiedene Deutungen zugestanden werden, die jeder Synoptiker den Teufelsaustreibüngen gibt, muß man doch deren weite Übereinstimmung zugeben.

6) Mk 1, 12-13.

7) Mt 5, 37; 6, 13. Vgl. Jean Carmignac, Recherches sur le „Notre Pere”, Paris, 1969, S. 305-319. Dies ist übrigens die allgemeine Erklärung der griechischen und einiger abendländischer Väter (Tertullian, hl. Ambrosius, Cassian). Aber der hl. Augustinus und das Libera nos der lateinischen Messe waren nach einer unpersönlichen Deutung ausgerichtet.

8) E. Renaudot, Liturgiarum orientalium collectio, 2. Bd. (ad locum Missae); H. Denzinger, Ratus Orientalium, 1961, 2. Bd., S. 436. Dies scheint auch die Erklärung zu sein, der Paul VI. bei seiner Ansprache in der Generalaudienz vom 15. November 1972 folgte, weil man dort vom Bösen als lebendem und persönlichem Prinzip spricht (L’Osservatore Romano, 16.11.1972).

9) Mt 13, 19.

10) Mt 13, 39.

11) Mt 16, 19 so verstanden von P. Jouon, M. J. Lagrange, A. Medebielle, D. Buzy, M. Meinertz, W. Trilling, Jeremias usw. Es ist darum nicht zu verstehen, daß mancher heute Mt 16, 19 beiseite läßt, um bei 16, 23 zu verweilen.

12) Lk 22, 31.

13) Joh 14, 30.

14) Lk 22, 53; vgl. Lk 22, 3 legt nahe, wie angenommen wird, daß der Evangelist diese „Macht der Finsternis” in unpersönlicher Weise versteht.

15) Joh 16, 11.

16) Eph 2, 1-2; 2 Thess 2, 11: 2 Kor 4, 4.

17) Gal 5, 17; Röm 7, 23-24.

18) Eph 6, 11-16.

19) Eph 4, 27; 1 Kor 7, 5.

20) Röm 16, 20.

21) 2 Kor 4, 4.

22) 2 Thess 2, 1.

23) 2 Kor 4, 4 zitiert von Paul VI. in der bereits erwähnten Ansprache.

24) 1 Kor 10, 19-20; Röm 21-22. Dies ist praktisch die Deutung, die in Lumen gentium, Nr. 16 gegeben wird: „Vom Bösen getäuscht, wurden die Menschen oft eitel in ihren Gedanken, vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge und dienten der Schöpfung mehr als dem Schöpfer”.

25) 2 Kor 11, 3.

26) 2 Thess 2, 3-4, 9-11.

27) Apg 12, 9.

28) Joh 12, 31; 14, 30; 16, 11.

29) Joh 8, 34.

30) Joh 8, 38. 44.

31) Joh 8, 44.

32) Joh 8, 41.

33) ebd.

34) Joh 8, 38. 44.

35) J. Quasten, Initiation aux Pères de l’Église, Bd. I, Paris 1955, S. 279 (= Patrology, Bd. I, S. 246).

36) Adv. Haer., V, XXIV, 3, PG, 7, 1188 A.

37) Ebd. XXI, 2, PC, 7, 1179 C-1180 A.

38) De Civitate Dei, Bd. XI, IX, PL, 41, 323-325.

39) De Genesi ad litteram, Bd. XI, XXIV, 31, PL, 34, 441-442.

40) PL, 76, 694; 705, 722.

41) Hl. Irenaeus, Adv. haer., IV, XI, 3, PG, 7, 113 C.

42) De praescriptionibus, Kap. XL, PL, 2, 54; De jejuniis, Kap. XVI, ebd. 977.

43) „Firmiter credimus et simpliciter confitemur ... unum universorum principium, creator omnium invisibilium et visibilium, spiritualium et corporalium, qui sua omnipotenti virtute simul ab initio temporis, utramque de nihilo condidit creaturam, spritualem et corporalem, angelicam videlicet et mundanam, ac deinde humanam quasi communem ex spiritu et corpore constitutum. Diabolus enim et daemones alii ad Deo quidem natura creati sunt boni, sed ipsi per se facti sunt mali. Homo vero diaboli suggestione peccavit...” (C.OE.D. = Conciliorum Oecumenicorum Decreta, Ausg. I.S.R. Bologna 1973, 3, S. 230; Denz.-Sch., Enchiridion symbolorum, Nr. 800).

44) Das erste in chronologischer Reihenfolge ist das Glaubensbekenntnis der Synode von Lyon (1179-1181), das Valdèz gesprochen hat (Ausg. A. Dondaine, Arch. Fr. Pr., 16, 1946; dann jenes, das Durandus von Huesca vor dem Bischof von Tarragona im Jahre 1208 abgelegt hat (PL, 215, 1510-1513), und endlich jenes von Bernardo Primo im Jahre 1210 (PL, 216, 289-292). Denz.-Sch., Nr. 790-797 vergleicht diese Dokumente.

45) Im Konzil von Braga (560-563) in Portugal (Denz.-Sch., Nr. 451-464).

46) Phil 2, 10.

47) Eph 1, 21.

48) Kol 1, 16.

49) C.OE.D. S. 5 und 24; Denz.-Sch., Nr. 125-150.

50) Denz-Sch., Nr. 188.

51) In Jerusalem (Denz.-Sch., Nr. 41), in Zypern (berichtet von Ephiphanius von Salami na (Denz.-Sch., Nr. 44), in Alexandrien (Denz.-Sch., Nr. 46), in Antiochien (ebd. Nr. 50), in Armenien (ebd. Nr. 48) usw.

52) PE (Prex Eucharistica, Ausg. Hänggi-Pahl, Fribourg 1968), S. 244.

53) PE, S. 232 und 348.

54) PE, S. 327, 332, 382.

55) Adv. Haer., II, XXX, 6, PG, 7, 818 B.

56) PG, 25, 199-200.

57) De fide orthodoxa contra Arianos: in den Werken, die dem hl. Ambrosius zugeschrieben werden (PL, 17, 549) wie auch dem Febadius (PL, 20, 49).

58) De Genesi ad litteram liber imperfectus, 1, 1-2, PL, 34, 221.

59) De fide liber unus, III, 25, PL, 65, 683.

60) Dieses Glaubensbekenntnis, das vom Kaiser Michael Paleologus abgelegt wurde und durch Hardouin und Mansi in den Akten dieses Konzils erhalten ist, kann man bequem in Denz.-Sch. Nr. 851 finden. Die C.OE.D. von Bologna läßt sie aus, ohne hierfür einen Grund anzugeben (beim I. Vatikanischen Konzil appellierte gleichwohl offiziell der Relator der Deputatio fidei diesbezüglich, Mansi, Bd. 52, 11M3 B).

61) Sessio IX: Bulla unionis Coptorum (Bulle der Wiedervereinigung der Kopten), C.OE.D. S. 571: Denz.-Sch., Nr. 1333.

62) Denz-Sch., Nr. 1862 (fehlt in C.OE.D.).

63) Sessio III: Consiitutio „Dei Filius”, 1. Kap.: C.OE.D., S. 805-806; Denz.-Sch., Nr. 3002.

64) Mani, der Gründer der Sekte, lebte im 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Mit Beginn des folgenden Jahrhunderts behauptete sich der Widerstand der Väter gegen den Manichaeismus. Ephiphanius widmete dieser Haeresie einen langen Traktat und widerlegte sie (Haer. 66, PG, 42, ä-172). Der hl. Athanasius spricht hierüber bei gegebener Gelegenheit (Oratio contra gentes, 2, PG, 25, 6 C). Der hl. Basilius schrieb hierüber eine kleine Abhandlung: Quod Deus non sit auctor malorum (PG, 31, 330-354). Didymus von Alexandrien ist Verfasser eines Buches (Contra Manichaeos (PG, 39, 1085-1110). Im Abendland kämpfte Augustinus systematisch nach seiner Bekehrung gegen den Manichaeismus, den er in seiner Jugend angenommen hatte (vgl. PL, 42).

65) Oratio 40. In sanctum Baptisma, Par. 45, PG, 36, 424 A.

66) Die Väter interpretierten in diesem Sinne die Verse 7s 14, 14 und Ez 28,2, in denen die Propheten den Stolz der heidnischen Könige von Babylonien und Tyrus anprangerten.

67) „Sagt mir nicht, daß die Bosheit immer im Teufel existiert habe; anfangs war er davon frei; es handelt sich hier um eine Eigenschaft seines Seins, die erst in der Folge dazu kam” (hl. Joh. Chrysostomus, De diabolo tentatore, Homilie II, 2, PG, 49, 260).

68) Quod Deus non sit auctor malorum (Daß Gott nicht der Urheber der Übel ist), 8, PG, 31, 345 C-D.

69) Oratio 38. In Teophania, 10, PG, 36, 320 C-321 A; Oratio 45. In sanctum Pascha, ebd., 629 B.

70) Vgl. oben Nr. 67.

71) Contra Manichaeos, 16: deutet in diesem Sinne Joh 8, 44 (in veritate non stetit), PG, 39, 1105 C; vgl. Enarratio in epist. B. Iudae, Vers 9, ebd. 1814 C - 1815 B.

72) Adversus Marcionem, II, X, PL, 296-298.

73) Vgl. den Paragraphen, der auf den ersten der canones de Trinitate, folgt.

74) Apologia proph. David, I, 4, PL, 14. 1455 C-D; in Psalmum 118, 10, PL, 15, 1363 D.

75) De Genesi ad litteram, Buch XI, XX-XXL 27-28, PL, 34, 439-440.

76) „Si quis confitetur angelum apostaticum in natura, qua factus est, non a Deo factum fuisse, sed ab se esse, ut de se illi principium habere adsignet, analhema sit.

Si quis confitetur angelum apostaticum in mala natura a Deo factum fuisse et non dixerit eum per voluntatem suam malum concepisse, anathema illi.

Si quis confitetur angelum Satanae mundum fecisse, quod absit, et non indicaverit (judicaverit) omne peccatum per ipsum adinventum fuisse” (De Trinitate VI, 17, 1-3, Ausg. V. Bulhart, CC, S.I., 9, S. 89-90; PL, 62, 280-281).

77) CSEL XXV/2, S. 977-982; PL, 42, 1153-1156.

78) De Genesi ad litteram liber imperfectus, I, 1-2, PL, 34, 221.

79) Denz.-Sch., Nr. 188.

80) Nämlich die 6. Anmerkung der Denkschrift, die der Bischof von Astorga als Berichterstatter an den Papst gesandt hat.

81) „Sexta annotatio indicat eos dicere quod diabolus numquam fuerit bonus, nee natura eius opificium Dei sit, sed eum ex chao et tenebris emersisse: quia scilicet nulluni sui habeat auetorem, sed omnis mali ipse sit principium atque substantia: cum fides vera, quae est catholica, omnium creaturarum sive spiritualium, sive corporalium bonam confiteatur substantiam, et mali nullani esse naturam; quia Deus, qui universitatis est conditor, nihil non bonum fecit. Unde et diabolus bonus esset, si in eo quod factus est, permaneret. Sed quia naturali excellentia male usus est, et in veritate non stetit (Joh 8, 44), non in contrariam transiit substantiam, sed a summo bono, cui debuit adhaerere, deseivit...” (Epist. 15; VI. Kap., PL, 54, 683; vgl. Denz.-Sch., Nr. 286; der kritische Text, den B. Volman OSB herausgegeben hat, weist nur Varianten in den Satzzeichen auf.

82)„Cap. IX: Fides vera, quae est catholica, omnium creaturarum sive spiritualium, sive corporalium bonam confitetur substantiam, et mali nullam esse naturam: quia Deus, qui universitatis est conditor, nihil non bonum fecit. Unde et diabolus bonus esset, si in eo quod factus est permaneret. Sed quia naturali excellentia male usus est, et in veritate non stetit, non in contrariam substantiam transiit, sed a summo bono, cui debuit adhaerere, discessit” (De ecclesiasticis dogmatibus, PL, 58, 995 C-D). Aber die ursprüngliche Rezension dieses Werkes, das im Anhang zu den Werken des hl. Augustinus veröffentlicht ist, weist dieses Kapitel nicht auf (PL, 42, 1213-1222).

83) De fide seu de regula fidei ad Petrum liber unus, PL, 65, 671-706. „Principaliter tene” (III, 25, col. 685 A); „Firmissime ... tene” (IV, 45, col 694 C). „Pars itaque angelorum quae a suo Creatore Deo, quo solo bono beata fuit, voluntaria prorsus aversione discessit ...” (III, 31, col. 687 A); „... nullam que esse mali naturam” (XXI, 62, col. 699 D-700 A).

84) Concilia Gallica, 314-506, CC, SL, 148, Ausg. Ch. Munier, S. 165, 25-26; noch im Anhang des Ordo XXXIV in: M. Ardrieu, Ordines romani, Bd. III, Lovanii 1951, S. 616.

85) PL, 215, 1512 D, A. Doudaine, Arch. Fr. Pe. 16 (1946) 232; Denz.-Sch., Nr. 797.

86) Denz.-Sch., Nr. 457.

87) Vgl. oben Nr. 44.

88) PL, 204, 1235-1272. Vgl. E. Delaruelle. Dict. Hist. et Geogr. Eccl. Bd. XV., col. 754-757.

89) PL, 204, 775-792. Der geschichtliche Zusammenhang des nördlichen Italien ist gut von P. Ilarino da Milano beschrieben. Le eresie medioevali (XI.-XV. Jahrh.) in: Grande Antologia filosofica, Bd. IV, Milano 1954, S. 1599-1689. Das Werk von Bonacursus wird vom gleichen P. Ilarino da Milano studiert: Die „Manifestatio heresis Catarorum quam fecit Bonacursus” entsprechend dem cod. Ottob. lat. 136 der Vat. Bibliothek, Aevum 12 (1933) 281-333.

90) „Sed primo de fide. Contra quam proponit sententiam falsitatis et iniquitatis, dicens Deum omnipotentem sola invisibilia et incorporalia creasse; diabolum vero, quem deum tenebrarum appellat, dicit visibilia et corporalia creasse. Quibus predictis addit hereticus duo esse principia rerum: unum boni, scilicet Deum omnipotentem: alterum mali, scilicet diabolum. Addit etiam duas esse naturas: unam bonam, incorporalium, a Deo omnipotente creatam; alteram malam, corporalium, a diabolo creatam. Hereticus autem qui hoc dicit antiquus Manicheus, nunc vero Carharus appellatur” (Summa contra haereticos, I. Kap., Ausg. Josephi N. Garvin und James A. Corbett, University of Notre-Dame 1958, S. 4).

91) Dieser Traktat, der erstmals durch P. Antoine Dondaine OP entdeckt und herausgegeben wurde, ist kürzlich in zweiter Auflage veröffentlicht worden: Livre des deux principes. Introduction, texte critique. traduction, notes et index, von Christine Thouzellier. S. Chr. 198, Paris 1975.

92) L. c. Par. 1, S. 160-161.

93) ebd., Par. 12, S. 190-191.

94) „Dominus papa summo mane missa celebrata et omnibus episcopis per sedes suas dispositis, in eminentiorem locum cum suis kardinalibus et ministris ascendens, sancte Trinitatis fidem et singulos fidei articulos recitari fecit. Quibus recitatis quesitum est ab universis alta voce: „Creditis haec per omnia?” Responderunt omnes: „Credimus.” Postmodum damnati sunt omnes heretici et retrobate quorundam sententie, Joachim videlicet et Emelrici Parisiensis. Quibus recitatis iterum quesitum est: „An reprobatis sententias Joachim et Emelrici? At illi magis invalescebant damnando: Reprobamus (A new eyewitness Account of the Fourth Lateran Council, veröffentlicht von St. Kuttner und Antonio Garcia y Garcia, in: Traditio 20, 1964, 115-128, vor allem S. 127-128).

95) Sess. VI, Decretum de justificatione, V. Kap., C.OE.D., S. 672; Denz.-Sch., Nr. 1525.

96) Sess. XIII, I. Kap., C.OE.D., S. 693; Denz.-Sch., Nr. 1636-1637.

97) Sess. VI., XIII. Kap., C.OE.D., S. 676; Denz.-Sch., Nr. 1541.

98) Denz.-Sch., Nr. 291; die Formel wird von der V. Sessio, 1. Kap., des Konzils von Trient übernommen werden (C.OE.D., S. 666; Denz.-Sch., Nr. 1511).

99) Sess. XI, Bulla unionis Coplorum, 1347-1349.

100) Sess. VI, I. Kap.: C.OE.D., S. 671; Denz.-Sch., Nr. 1521.

101) Col 1, 13-14, zitiert im gleichen Dekret, III. Kap.: C.OE.D., S. 672, Denz.-Sch., Nr. 1523.

102) Sess. XIV, de poenitentia, I. Kap., C.OE.D., S. 703, Denz.-Sch., Nr. 1668.

103) Dieser Ritus erscheint schon im 3. Jahrhundert in der apostolischen Überlieferung (Ausg. B. Botte, 21. Kap., S. 46-51) und im 4. Jahrhundert in der Liturgie der apostolischen Konstitutionen, VII, 41 (Ausg. F.-X. Funk, Didascalia et Constitutiones Apostolorum, Bd. I, 1905, S. 444-447).

104) Ad gentes, Nr. 3 und 14 (man beachte das Zitat von Kol 1, 13 sowie die Anmerkungen zu Nr. 14).

105) Gaudium et spes, Nr. 37 b.

106) Eph 6, 11-12, hervorgehoben in Lumen gentium, Nr. 43 d.

107) Eph 6, 12, auch hervorgehoben in Lumen gentium, Nr. 35 a.

108) Lumen gentium, Nr. 5 a.

109) Lk 11, 20; vgl. Mt 12, 28.

110) C. Vagaggini OSB, Il senso teologico della liturgia. Saggio di liturgia teologica generale, Roma 1965, 4, XIII. Kap., Le due città, la liturgia e la lotta contro Satana, S. 346-427. Egon von Petersdorff, De daemonibus in liturgia memoratis. [Angelicum XIX (1942, S. 324-339); Dämonologie, I. Dämonen im Weltplan. II. Dämonen am Werk, München 1954-1957.

111) Man lese den Ordo excommunicandi et absolvendi und besonders die Ermahnung: „Quia N. diabolo suadente...”. Pontificale Romanum, 2. Ausg. Ratisbona 1908, S. 392-398.

112) Wir zitieren aus dem Gebet Commendo te ...: „Ignores omne, quod horret in tenebris, quod stridet in flammis, quod cruetat in tormentis. Cedat tibi teterrimus satanas cum satellitibus suis...”.

113) So wurde im Par. IV des Motu Proprio Ministeria quaedam festgesetzt: „Die Ämter, die in der Lateinischen Kirche einzuhalten sind und die den heutigen Bedürfnissen angepaßt wurden, sind zwei, nämlich jene des Lektors und des Akolythen. Die Obliegenheiten, die bisher dem Subdiakon anvertraut wurden, sind nunmehr dem Lektor und dem Akolythen übertragen, und es gibt daher in der Lateinischen Kirche keinen höheren Weihegrad des Subdiakonats mehr. Es steht jedoch nichts im Wege, daß nach dem Urteil der Bischofskonferenz der Akolyth an manchen Orten auch Subdiakon genannt werden darf” (AAS 64, 1972, S. 532). Auf diese Weise ist das Amt des Exorzisten aufgehoben worden, es ist aber nicht vorgesehen, daß die entsprechenden Vollmachten vom Lektor oder vom Akolythen ausgeübt werden können. Das Motu Proprio erklärt nur (S. 531), daß die Bischofskonferenzen für ihr Gebiet die Ämter des Ostiarius, des Exorzisten und des Katecheten erbeten können.

114) Der Übergang zur Gebetsform erfolgt nur nach „Experimenten”, denen ihrerseits Überlegungen und Diskussionen im Consium folgten.

115) Ordo initiationis christianae adultorum, Edit. typ. Roma 1972, Nr. 10i, 109-118, S. 36-41.

116) Ebd., Nr. 25, S. 3; und Nr. 154-157, S. 54.

117) So war es seit der Ausgabe: Ordo baptismi parvulorum, Edit. typ. Roma 1969, S. 27, Nr. 49 und S. 85, Nr. 221. Die einzige Neuerung besteht darin, daß dieser Exorzismus in Gebetsform ist, oratio exorcismi, und daß ihm unmittelbar die unctio praebaptismalis folgt (ebd., Nr. 50); aber diese beiden Riten, der Exorzismus und die Salbung, haben ein jeder die eigene Schlußformel.

118)In dem neuen Ordo Paenitentiae, Edit. typ. Roma 1974, wird man im 2. Anhang das Gebet Deus humani generis benignissime conditor (S. 85-86), vorfinden, welches trotz leichter Abwandlungen identisch ist mit dem Gebet, das den gleichen Anfang hat, des Ordo reconciliationis poenitentium des Gründonnerstags (Pontificale Romanum, Ratisbona 1908, S. 350).

119) Ordo unctionis infirmorum eorumque pastoralis curae, Edit. Typ. Roma 1972, S. 33, Nr. 73.

120) Ebd., S. 34, Nr. 75.

121) „Padre nostro ... liberaci dal male”, Ansprache bei der Generalaudienz am 15. November 1972 (L’Osservatore Romano, 16. November 1972). Der Heilige Vater hatte die gleiche Besorgnis in seiner Homilie am vorhergehenden 29. Juni ausgesprochen („Essere forti nella fede”, L’Osservatore Romano, 30. Juni / 1. Juli 1972, S. 1-2).

122) De diabolo tentatore, Homilie II, PG 49, 259.

123) 1 Petr 5, 8.

124) Paul VI., ebd.

(Quelle: http://www.doctrinafidei.va/documents/rc_con_cfaith_doc_19750626_fede-cristiana-demonologia_ge.html)

 

The Holy See

PONTIFICAL COUNCIL FOR CULTURE
PONTIFICAL COUNCIL FOR INTERRELIGIOUS DIALOGUE

JESUS CHRIST
THE BEARER OF THE WATER OF LIFE

A Christian reflection
on the “New Age”

 

TABLE OF CONTENTS

Foreword

1. What sort of reflection

    1.1. Why now?
    1.2. Communications
    1.3. Cultural background
    1.4. The New Age and Catholic faith
    1.5. A positive challenge

2. New Age spirituality: an overview

    2.1. What is new about New Age?

    2.2. What does the New Age claim to offer?
    2.2.1. Enchantment: There Must be an Angel
    2.2.2. Harmony and Understanding: Good Vibrations
    2.2.3. Health: Golden Living
    2.2.4. Wholeness: A Magical Mystery Tour

    2.3. The fundamental principles of New Age thinking
    2.3.1. A global response in a time of crisis
    2.3.2. The essential matrix of New Age thinking
    2.3.3. Central themes of the New Age
    2.3.4. What does New Age say about...
    2.3.4.1. ...the human person?
    2.3.4.2. ...God?
    2.3.4.3. ...the world?

    2.4. “Inhabitants of myth rather than history”: New Age and culture

    2.5. Why has New Age grown so rapidly and spread so effectively?

3. New Age and Christian faith

    3.1. New Age as spirituality
    3.2. Spiritual narcissism?
    3.3. The Cosmic Christ
    3.4. Christian mysticism and New Age mysticism
    3.5. The God within and theosis

4. New Age and Christian faith in contrast

5. Jesus Christ offers us the water of life

6. Points to note

    6.1. Guidance and sound formation are needed
    6.2. Practical steps

7. Appendix

    7.1. Some brief formulations of New Age ideas
    7.2. A select glossary
    7.3. Key New Age places

8. Resources

    8.1. Documents of the Catholic Church's Magisterium
    8.2. Christian studies

9. General bibliography

    9.1. Some New Age books
    9.2. Historical, descriptive and analytical works 

NOTES

 

FOREWORD

The present study is concerned with the complex phenomenon of “New Age” which is influencing many aspects of contemporary culture.

The study is a provisional report. It is the fruit of the common reflection of the Working Group on New Religious Movements, composed of staff members of different dicasteries of the Holy See: the Pontifical Councils for Culture and for Interreligious Dialogue (which are the principal redactors for this project), the Congregation for the Evangelization of Peoples and the Pontifical Council for Promoting Christian Unity.

These reflections are offered primarily to those engaged in pastoral work so that they might be able to explain how the New Age movement differs from the Christian faith. This study invites readers to take account of the way that New Age religiosity addresses the spiritual hunger of contemporary men and women. It should be recognized that the attraction that New Age religiosity has for some Christians may be due in part to the lack of serious attention in their own communities for themes which are actually part of the Catholic synthesis such as the importance of man' spiritual dimension and its integration with the whole of life, the search for life's meaning, the link between human beings and the rest of creation, the desire for personal and social transformation, and the rejection of a rationalistic and materialistic view of humanity.

The present publication calls attention to the need to know and understand New Age as a cultural current, as well as the need for Catholics to have an understanding of authentic Catholic doctrine and spirituality in order to properly assess New Age themes. The first two chapters present New Age as a multifaceted cultural tendency, proposing an analysis of the basic foundations of the thought conveyed in this context. From Chapter Three onwards some indications are offered for an investigation of New Age in comparison with the Christian message. Some suggestions of a pastoral nature are also made.

Those who wish to go deeper into the study of New Age will find useful references in the appendices. It is hoped that this work will in fact provide a stimulus for further studies adapted to different cultural contexts. Its purpose is also to encourage discernment by those who are looking for sound reference points for a life of greater fulness. It is indeed our conviction that through many of our contemporaries who are searching, we can discover a true thirst for God. As Pope John Paul II said to a group of bishops from the United States: “Pastors must honestly ask whether they have paid sufficient attention to the thirst of the human heart for the true 'living water' which only Christ our Redeemer can give (cf. Jn 4:7-13)”. Like him, we want to rely “on the perennial freshness of the Gospel message and its capacity to transform and renew those who accept it” (AAS 86/4, 330).

 

1. WHAT SORT OF REFLECTION?

The following reflections are meant as a guide for Catholics involved in preaching the Gospel and teaching the faith at any level within the Church. This document does not aim at providing a set of complete answers to the many questions raised by the New Age or other contemporary signs of the perennial human search for happiness, meaning and salvation. It is an invitation to understand the New Age and to engage in a genuine dialogue with those who are influenced by New Age thought. The document guides those involved in pastoral work in their understanding and response to New Age spirituality, both illustrating the points where this spirituality contrasts with the Catholic faith and refuting the positions espoused by New Age thinkers in opposition to Christian faith. What is indeed required of Christians is, first and foremost, a solid grounding in their faith. On this sound base, they can build a life which responds positively to the invitation in the first letter of Saint Peter: “always have your answer ready for people who ask you the reason for the hope that you all have. But give it with courtesy and respect and a clear conscience” (1 P 3, 15 f.).

 

1.1. Why now?

The beginning of the Third Millennium comes not only two thousand years after the birth of Christ, but also at a time when astrologers believe that the Age of Pisces – known to them as the Christian age – is drawing to a close. These reflections are about the New Age, which takes its name from the imminent astrological Age of Aquarius. The New Age is one of many explanations of the significance of this moment in history which are bombarding contemporary (particularly western) culture, and it is hard to see clearly what is and what is not consistent with the Christian message. So this seems to be the right moment to offer a Christian assessment of New Age thinking and the New Age movement as a whole.

It has been said, quite correctly, that many people hover between certainty and uncertainty these days, particularly in questions relating to their identity.(1) Some say that the Christian religion is patriarchal and authoritarian, that political institutions are unable to improve the world, and that formal (allopathic) medicine simply fails to heal people effectively. The fact that what were once central elements in society are now perceived as untrustworthy or lacking in genuine authority has created a climate where people look inwards, into themselves, for meaning and strength. There is also a search for alternative institutions, which people hope will respond to their deepest needs. The unstructured or chaotic life of alternative communities of the 1970s has given way to a search for discipline and structures, which are clearly key elements in the immensely popular “mystical” movements. New Age is attractive mainly because so much of what it offers meets hungers often left unsatisfied by the established institutions.

While much of New Age is a reaction to contemporary culture, there are many ways in which it is that culture's child. The Renaissance and the Reformation have shaped the modern western individual, who is not weighed down by external burdens like merely extrinsic authority and tradition; people feel the need to “belong” to institutions less and less (and yet loneliness is very much a scourge of modern life), and are not inclined to rank “official” judgements above their own. With this cult of humanity, religion is internalised in a way which prepares the ground for a celebration of the sacredness of the self. This is why New Age shares many of the values espoused by enterprise culture and the “prosperity Gospel” (of which more will be said later: section 2.4), and also by the consumer culture, whose influence is clear from the rapidly-growing numbers of people who claim that it is possible to blend Christianity and New Age, by taking what strikes them as the best of both.(2) It is worth remembering that deviations within Christianity have also gone beyond traditional theism in accepting a unilateral turn to self, and this would encourage such a blending of approaches. The important thing to note is that God is reduced in certain New Age practices so as furthering the advancement of the individual.

New Age appeals to people imbued with the values of modern culture. Freedom, authenticity, self-reliance and the like are all held to be sacred. It appeals to those who have problems with patriarchy. It “does not demand any more faith or belief than going to the cinema”,(3) and yet it claims to satisfy people's spiritual appetites. But here is a central question: just what is meant by spirituality in a New Age context? The answer is the key to unlocking some of the differences between the Christian tradition and much of what can be called New Age. Some versions of New Age harness the powers of nature and seek to communicate with another world to discover the fate of individuals, to help individuals tune in to the right frequency to make the most of themselves and their circumstances. In most cases, it is completely fatalistic. Christianity, on the other hand, is an invitation to look outwards and beyond, to the “new Advent”
of the God who calls us to live the dialogue of love.(4)

 

1.2. Communications

The technological revolution in communications over the last few years has brought about a completely new situation. The ease and speed with which people can now communicate is one of the reasons why New Age has come to the attention of people of all ages and backgrounds, and many who follow Christ are not sure what it is all about. The Internet, in particular, has become enormously influential, especially with younger people, who find it a congenial and fascinating way of acquiring information. But it is a volatile vehicle of misinformation on so many aspects of religion: not all that is labelled “Christian” or “Catholic” can be trusted to reflect the teachings of the Catholic Church and, at the same time, there is a remarkable expansion of New Age sources ranging from the serious to the ridiculous. People need, and have a right to, reliable information on the differences between Christianity and New Age.

 

1.3. Cultural background

When one examines many New Age traditions, it soon becomes clear that there is, in fact, little in the New Age that is new. The name seems to have gained currency through Rosicrucianism and Freemasonry, at the time of the French and American Revolutions, but the reality it denotes is a contemporary variant of Western esotericism. This dates back to Gnostic groups which grew up in the early days of Christianity, and gained momentum at the time of the Reformation in Europe. It has grown in parallel with scientific world-views, and acquired a rational justification through the eighteenth and nineteenth centuries. It has involved a progressive rejection of a personal God and a focus on other entities which would often figure as intermediaries between God and humanity in traditional Christianity, with more and more original adaptations of these or additional ones. A powerful trend in modern Western culture which has given space to New Age ideas is the general acceptance of Darwinist evolutionary theory; this, alongside a focus on hidden spiritual powers or forces in nature, has been the backbone of much of what is now recognised as New Age theory.

Basically, New Age has found a remarkable level of acceptance because the world-view on which it was based was already widely accepted. The ground was well prepared by the growth and spread of relativism, along with an antipathy or indifference towards the Christian faith.

Furthermore, there has been a lively discussion about whether and in what sense New Age can be described as a postmodern phenomenon. The existence and fervor of New Age thinking and practice bear witness to the unquenchable longing of the human spirit for transcendence and religious meaning, which is not only a contemporary cultural phenomenon, but was evident in the ancient world, both Christian and pagan.

 

1.4. The New Age and Catholic Faith

Even if it can be admitted that New Age religiosity in some way responds to the legitimate spiritual longing of human nature, it must be acknowledged that its attempts to do so run counter to Christian revelation. In Western culture in particular, the appeal of “alternative” approaches to spirituality is very strong. On the one hand, new forms of psychological affirmation of the individual have be

come very popular among Catholics, even in retreat-houses, seminaries and institutes of formation for religious. At the same time there is increasing nostalgia and curiosity for the wisdom and ritual of long ago, which is one of the reasons for the remarkable growth in the popularity of esotericism and gnosticism. Many people are particularly attracted to what is known – correctly or otherwise – as “Celtic” spirituality,(5) or to the religions of ancient peoples. Books and courses on spirituality and ancient or Eastern religions are a booming business, and they are frequently labelled “New Age” for commercial purposes. But the links with those religions are not always clear. In fact, they are often denied.

An adequate Christian discernment of New Age thought and practice cannot fail to recognize that, like second and third century gnosticism, it represents something of a compendium of positions that the Church has identified as heterodox. John Paul II warns with regard to the “return of ancient gnostic ideas under the guise of the so-called New Age: We cannot delude ourselves that this will lead toward a renewal of religion. It is only a new way of practising gnosticism – that attitude of the spirit that, in the name of a profound knowledge of God, results in distorting His Word and replacing it with purely human words. Gnosticism never completely abandoned the realm of Christianity. Instead, it has always existed side by side with Christianity, sometimes taking the shape of a philosophical movement, but more often assuming the characteristics of a religion or a para-religion in distinct, if not declared, conflict with all that is essentially Christian”.(6) An example of this can be seen in the enneagram, the nine-type tool for character analysis, which when used as a means of spiritual growth introduces an ambiguity in the doctrine and the life of the Christian faith.

 

1.5. A positive challenge

The appeal of New Age religiosity cannot be underestimated. When the understanding of the content of Christian faith is weak, some mistakenly hold that the Christian religion does not inspire a profound spirituality and so they seek elsewhere. As a matter of fact, some say the New Age is already passing us by, and refer to the “next” age.(7) They speak of a crisis that began to manifest itself in the United States of America in the early 1990s, but admit that, especially beyond the English-speaking world, such a “crisis” may come later. But bookshops and radio stations, and the plethora of self-help groups in so many Western towns and cities, all seem to tell a different story. It seems that, at least for the moment, the New Age is still very much alive and part of the current cultural scene.

The success of New Age offers the Church a challenge. People feel the Christian religion no longer offers them – or perhaps never gave them – something they really need. The search which often leads people to the New Age is a genuine yearning: for a deeper spirituality, for something which will touch their hearts, and for a way of making sense of a confusing and often alienating world. There is a positive tone in New Age criticisms of “the materialism of daily life, of philosophy and even of medicine and psychiatry; reductionism, which refuses to take into consideration religious and supernatural experiences; the industrial culture of unrestrained individualism, which teaches egoism and pays no attention to other people, the future and the environment”.(8) Any problems there are with New Age are to be found in what it proposes as alternative answers to life's questions. If the Church is not to be accused of being deaf to people's longings, her members need to do two things: to root themselves ever more firmly in the fundamentals of their faith, and to understand the often-silent cry in people's hearts, which leads them elsewhere if they are not satisfied by the Church. There is also a call in all of this to come closer to Jesus Christ and to be ready to follow Him, since He is the real way to happiness, the truth about God and the fulness of life for every man and woman who is prepared to respond to his love.

 

2. NEW AGE SPIRITUALITY: AN OVERVIEW

Christians in many Western societies, and increasingly also in other parts of the world, frequently come into contact with different aspects of the phenomenon known as New Age. Many of them feel the need to understand how they can best approach something which is at once so alluring, complex, elusive and, at times, disturbing. These reflections are an attempt to help Christians do two things:

    – to identify elements of the developing New Age tradition;
    – to indicate those elements which are inconsistent with the Christian revelation.

This is a pastoral response to a current challenge, which does not even attempt to provide an exhaustive list of New Age phenomena, since that would result in a very bulky tome, and such information is readily available elsewhere. It is essential to try to understand New Age correctly, in order to evaluate it fairly, and avoid creating a caricature. It would be unwise and untrue to say that everything connected with the New Age movement is good, or that everything about it is bad. Nevertheless, given the underlying vision of New Age religiosity, it is on the whole difficult to reconcile it with Christian doctrine and spirituality.

New Age is not a movement in the sense normally intended in the term “New Religious Movement”, and it is not what is normally meant by the terms “cult” and “sect”. Because it is spread across cultures, in phenomena as varied as music, films, seminars, workshops, retreats, therapies, and many more activities and events, it is much more diffuse and informal, though some religious or para-religious groups consciously incorporate New Age elements, and it has been suggested that New Age has been a source of ideas for various religious and para-religious sects.(9) New Age is not a single, uniform movement, but rather a loose network of practitioners whose approach is to think globally but act locally. People who are part of the network do not necessarily know each other and rarely, if ever, meet. In an attempt to avoid the confusion which can arise from using the term “movement”, some refer to New Age as a “milieu”,(10) or an “audience cult”.(11) However, it has also been pointed out that “it is a very coherent current of thought”,(12) a deliberate challenge to modern culture. It is a syncretistic structure incorporating many diverse elements, allowing people to share interests or connections to very different degrees and on varying levels of commitment. Many trends, practices and attitudes which are in some way part of New Age are, indeed, part of a broad and readily identifiable reaction to mainstream culture, so the word “movement” is not entirely out of place. It can be applied to New Age in the same sense as it is to other broad social movements, like the Civil Rights movement or the Peace Movement; like them, it includes a bewildering array of people linked to the movement's main aims, but very diverse in the way they are involved and in their understanding of particular issues.

The expression “New Age religion” is more controversial, so it seems best to avoid it, although New Age is often a response to people's religious questions and needs, and its appeal is to people who are trying to discover or rediscover a spiritual dimension in their life. Avoidance of the term “New Age religion” is not meant in any way to question the genuine character of people's search for meaning and sense in life; it respects the fact that many within the New Age Movement themselves distinguish carefully between “religion” and “spirituality”. Many have rejected organised religion, because in their judgement it has failed to answer their needs, and for precisely this reason they have looked elsewhere to find “spirituality”. Furthermore, at the heart of New Age is the belief that the time for particular religions is over, so to refer to it as a religion would run counter to its own self-understanding. However, it is quite accurate to place New Age in the broader context of esoteric religiousness, whose appeal continues to grow.(13)

There is a problem built into the current text. It is an attempt to understand and evaluate something which is basically an exaltation of the richness of human experience. It is bound to draw the criticism that it can never do justice to a cultural movement whose essence is precisely to break out of what are seen as the constricting limits of rational discourse. But it is meant as an invitation to Christians to take the New Age seriously, and as such asks its readers to enter into a critical dialogue with people approaching the same world from very different perspectives.

The pastoral effectiveness of the Church in the Third Millennium depends to a great extent on the preparation of effective communicators of the Gospel message. What follows is a response to the difficulties expressed by many in dealing with the very complex and elusive phenomenon known as New Age. It is an attempt to understand what New Age is and to recognise the questions to which it claims to offer answers and solutions. There are some excellent books and other resources which survey the whole phenomenon or explain particular aspects in great detail, and reference will be made to some of these in the appendix. However they do not always undertake the necessary discernment in the light of Christian faith. The purpose of this contribution is to help Catholics find a key to understanding the basic principles behind New Age thinking, so that they can then make a Christian evaluation of the elements of New Age they encounter. It is worth saying that many people dislike the term New Age, and some suggest that “alternative spirituality” may be more correct and less limiting. It is also true that many of the phenomena mentioned in this document will probably not bear any particular label, but it is presumed, for the sake of brevity, that readers will recognise a phenomenon or set of phenomena that can justifiably at least be linked with the general cultural movement that is often known as New Age.

 

2.1. What is new about New Age?

For many people, the term New Age clearly refers to a momentous turning-point in history. According to astrologers, we live in the Age of Pisces, which has been dominated by Christianity. But the current age of Pisces is due to be replaced by the New Age of Aquarius early in the third Millennium.(14) The Age of Aquarius has such a high profile in the New Age movement largely because of the influence of theosophy, spiritualism and anthroposophy, and their esoteric antecedents. People who stress the imminent change in the world are often expressing a wish for such a change, not so much in the world itself as in our culture, in the way we relate to the world; this is particularly clear in those who stress the idea of a New Paradigm for living. It is an attractive approach since, in some of its expressions, people do not watch passively, but have an active role in changing culture and bringing about a new spiritual awareness. In other expressions, more power is ascribed to the inevitable progression of natural cycles. In any case, the Age of Aquarius is a vision, not a theory. But New Age is a broad tradition, which incorporates many ideas which have no explicit link with the change from the Age of Pisces to the Age of Aquarius. There are moderate, but quite generalised, visions of a future where there will be a planetary spirituality alongside separate religions, similar planetary political institutions to complement more local ones, global economic entities which are more participatory and democratic, greater emphasis on communication and education, a mixed approach to health combining professional medicine and self-healing, a more androgynous self-understanding and ways of integrating science, mysticism, technology and ecology. Again, this is evidence of a deep desire for a fulfilling and healthy existence for the human race and for the planet. Some of the traditions which flow into New Age are: ancient Egyptian occult practices, Cabbalism, early Christian gnosticism, Sufism, the lore of the Druids, Celtic Christianity, mediaeval alchemy, Renaissance hermeticism, Zen Buddhism, Yoga and so on.(15)

Here is what is “new” about New Age. It is a “syncretism of esoteric and secular elements”.(16) They link into a widely-held perception that the time is ripe for a fundamental change in individuals, in society and in the world. There are various expressions of the need for a shift:

    – from Newtonian mechanistic physics to quantum physics;
    – from modernity's exaltation of reason to an appreciation of feeling, emotion and experience (often described as a switch from 'left brain' rational thinking to 'right brain' intuitive thinking);
    – from a dominance of masculinity and patriarchy to a celebration of femininity, in individuals and in society.

In these contexts the term “paradigm shift” is often used. In some cases it is clearly supposed that this shift is not simply desirable, but inevitable. The rejection of modernity underlying this desire for change is not new, but can be described as “a modern revival of pagan religions with a mixture of influences from both eastern religions and also from modern psychology, philosophy, science, and the counterculture that developed in the 1950s and 1960s”.(17) New Age is a witness to nothing less than a cultural revolution, a complex reaction to the dominant ideas and values in western culture, and yet its idealistic criticism is itself ironically typical of the culture it criticizes.

A word needs to be said on the notion of paradigm shift. It was made popular by Thomas Kuhn, an American historian of science, who saw a paradigm as “the entire constellation of beliefs, values, techniques and so on shared by the members of a given community”.(18) When there is a shift from one paradigm to another, it is a question of wholesale transformation of perspective rather than one of gradual development. It really is a revolution, and Kuhn emphasised that competing paradigms are incommensurable and cannot co-exist. So the idea that a paradigm shift in the area of religion and spirituality is simply a new way of stating traditional beliefs misses the point. What is actually going on is a radical change in world- view, which puts into question not only the content but also the fundamental interpretation of the former vision. Perhaps the clearest example of this, in terms of the relationship between New Age and Christianity, is the total recasting of the life and significance of Jesus Christ. It is impossible to reconcile these two visions.(19)

Science and technology have clearly failed to deliver all they once seemed to promise, so in their search for meaning and liberation people have turned to the spiritual realm. New Age as we now know it came from a search for something more humane and beautiful than the oppressive, alienating experience of life in Western society. Its early exponents were prepared to look far afield in their search, so it has become a very eclectic approach. It may well be one of the signs of a “return to religion”, but it is most certainly not a return to orthodox Christian doctrines and creeds. The first symbols of this “movement” to penetrate Western culture were the remarkable festival at Woodstock in New York State in 1969 and the musical Hair, which set forth the main themes of New Age in the emblematic song “Aquarius”.(20) But these were merely the tip of an iceberg whose dimensions have become clearer only relatively recently. The idealism of the 1960s and 1970s still survives in some quarters; but now, it is no longer predominantly adolescents who are involved. Links with left-wing political ideology have faded, and psychedelic drugs are by no means as prominent as they once were. So much has happened since then that all this no longer seems revolutionary; “spiritual” and “mystical” tendencies formerly restricted to the counterculture are now an established part of mainstream culture, affecting such diverse facets of life as medicine, science, art and religion. Western culture is now imbued with a more general political and ecological awareness, and this whole cultural shift has had an enormous impact on people's life-styles. It is suggested by some that the New Age “movement” is precisely this major change to what is reckoned to be “a significantly better way of life”.(21)

 

2.2. What does the New Age claim to offer?

2.2.1. Enchantment: There Must be an Angel

One of the most common elements in New Age “spirituality” is a fascination with extraordinary manifestations, and in particular with paranormal entities. People recognised as “mediums” claim that their personality is taken over by another entity during trances in a New Age phenomenon known as “channeling”, during which the medium may lose control over his or her body and faculties. Some people who have witnessed these events would willingly acknowledge that the manifestations are indeed spiritual, but are not from God, despite the language of love and light which is almost always used.... It is probably more correct to refer to this as a contemporary form of spiritualism, rather than spirituality in a strict sense. Other friends and counsellors from the spirit world are angels (which have become the centre of a new industry of books and paintings). Those who refer to angels in the New Age do so in an unsystematic way; in fact, distinctions in this area are sometimes described as unhelpful if they are too precise, since “there are many levels of guides, entities, energies, and beings in every octave of the universe... They are all there to pick and choose from in relation to your own attraction/repulsion mechanisms”.(22) These spiritual entities are often invoked 'non-religiously' to help in relaxation aimed at better decision-making and control of one's life and career. Fusion with some spirits who teach through particular people is another New Age experience claimed by people who refer to themselves as 'mystics'. Some nature spirits are described as powerful energies existing in the natural world and also on the “inner planes”: i.e. those which are accessible by the use of rituals, drugs and other techniques for reaching altered states of consciousness. It is clear that, in theory at least, the New Age often recognizes no spiritual authority higher than personal inner experience.

 

2.2.2. Harmony and Understanding: Good Vibrations

Phenomena as diverse as the Findhorn garden and Feng Shui (23) represent a variety of ways which illustrate the importance of being in tune with nature or the cosmos. In New Age there is no distinction between good and evil. Human actions are the fruit of either illumination or ignorance. Hence we cannot condemn anyone, and nobody needs forgiveness. Believing in the existence of evil can create only negativity and fear. The answer to negativity is love. But it is not the sort which has to be translated into deeds; it is more a question of attitudes of mind. Love is energy, a high-frequency vibration, and the secret to happiness and health and success is being able to tune in, to find one's place in the great chain of being. New Age teachers and therapies claim to offer the key to finding the correspondences between all the elements of the universe, so that people may modulate the tone of their lives and be in absolute harmony with each other and with everything around them, although there are different theoretical backgrounds.(24)

 

2.2.3. Health: Golden living

Formal (allopathic) medicine today tends to limit itself to curing particular, isolated ailments, and fails to look at the broader picture of a person's health: this has given rise to a fair amount of understandable dissatisfaction. Alternative therapies have gained enormously in popularity because they claim to look at the whole person and are about healing rather than curing. Holistic health, as it is known, concentrates on the important role that the mind plays in physical healing. The connection between the spiritual and the physical aspects of the person is said to be in the immune system or the Indian chakra system. In a New Age perspective, illness and suffering come from working against nature; when one is in tune with nature, one can expect a much healthier life, and even material prosperity; for some New Age healers, there should actually be no need for us to die. Developing our human potential will put us in touch with our inner divinity, and with those parts of our selves which have been alienated and suppressed. This is revealed above all in Altered States of Consciousness (ASCs), which are induced either by drugs or by various mind-expanding techniques, particularly in the context of “transpersonal psychology”. The shaman is often seen as the specialist of altered states of consciousness, one who is able to mediate between the transpersonal realms of spirits and gods and the world of humans.

There is a remarkable variety of approaches for promoting holistic health, some derived from ancient cultural traditions, whether religious or esoteric, others connected with the psychological theories developed in Esalen during the years 1960-1970. Advertising connected with New Age covers a wide range of practices as acupuncture, biofeedback, chiropractic, kinesiology, homeopathy, iridology, massage and various kinds of “bodywork” (such as orgonomy, Feldenkrais, reflexology, Rolfing, polarity massage, therapeutic touch etc.), meditation and visualisation, nutritional therapies, psychic healing, various kinds of herbal medicine, healing by crystals, metals, music or colours, reincarnation therapies and, finally, twelve-step programmes and self-help groups.(25) The source of healing is said to be within ourselves, something we reach when we are in touch with our inner energy or cosmic energy.

Inasmuch as health includes a prolongation of life, New Age offers an Eastern formula in Western terms. Originally, reincarnation was a part of Hindu cyclical thought, based on the atman or divine kernel of personality (later the concept of jiva), which moved from body to body in a cycle of suffering (samsara), determined by the law of karma, linked to behaviour in past lives. Hope lies in the possibility of being born into a better state, or ultimately in liberation from the need to be reborn. What is different in most Buddhist traditions is that what wanders from body to body is not a soul, but a continuum of consciousness. Present life is embedded in a potentially endless cosmic process which includes even the gods. In the West, since the time of Lessing, reincarnation has been understood far more optimistically as a process of learning and progressive individual fulfilment. Spiritualism, theosophy, anthroposophy and New Age all see reincarnation as participation in cosmic evolution. This post-Christian approach to eschatology is said to answer the unresolved questions of theodicy and dispenses with the notion of hell. When the soul is separated from the body individuals can look back on their whole life up to that point, and when the soul is united to its new body there is a preview of its coming phase of life. People have access to their former lives through dreams and meditation techniques.(26)

 

2.2.4. Wholeness: A Magical Mystery Tour

One of the central concerns of the New Age movement is the search for “wholeness”. There is encouragement to overcome all forms of “dualism”, as such divisions are an unhealthy product of a less enlightened past. Divisions which New Age proponents claim need to be overcome include the real difference between Creator and creation, the real distinction between man and nature, or spirit and matter, which are all considered wrongly as forms of dualism. These dualistic tendencies are often assumed to be ultimately based on the Judaeo-Christian roots of western civilisation, while it would be more accurate to link them to gnosticism, in particular to Manichaeism. The scientific revolution and the spirit of modern rationalism are blamed particularly for the tendency to fragmentation, which treats organic wholes as mechanisms that can be reduced to their smallest components and then explained in terms of the latter, and the tendency to reduce spirit to matter, so that spiritual reality – including the soul – becomes merely a contingent “epiphenomenon” of essentially material processes. In all of these areas, the New Age alternatives are called “holistic”. Holism pervades the New Age movement, from its concern with holistic health to its quest for unitive consciousness, and from ecological awareness to the idea of global “networking”.

 

2.3. The fundamental principles of New Age thinking

2.3.1. A global response in a time of crisis

“Both the Christian tradition and the secular faith in an unlimited process of science had to face a severe break first manifested in the student revolutions around the year 1968”.(27) The wisdom of older generations was suddenly robbed of significance and respect, while the omnipotence of science evaporated, so that the Church now “has to face a serious breakdown in the transmission of her faith to the younger generation”.(28) A general loss of faith in these former pillars of consciousness and social cohesion has been accompanied by the unexpected return of cosmic religiosity, rituals and beliefs which many believed to have been supplanted by Christianity; but this perennial esoteric undercurrent never really went away. The surge in popularity of Asian religion at this point was something new in the Western context, established late in the nineteenth century in the theosophical movement, and it “reflects the growing awareness of a global spirituality, incorporating all existing religious traditions”.(29)

The perennial philosophical question of the one and the many has its modern and contemporary form in the temptation to overcome not only undue division, but even real difference and distinction, and the most common expression of this is holism, an essential ingredient in New Age and one of the principal signs of the times in the last quarter of the twentieth century. An extraordinary amount of energy has gone into the effort to overcome the division into compartments characteristic of mechanistic ideology, but this has led to the sense of obligation to submit to a global network which assumes quasi-transcendental authority. Its clearest implications are a process of conscious transformation and the development of ecology.(30) The new vision which is the goal of conscious transformation has taken time to formulate, and its enactment is resisted by older forms of thought judged to be entrenched in the status quo. What has been successful is the generalisation of ecology as a fascination with nature and resacralisation of the earth, Mother Earth or Gaia, with the missionary zeal characteristic of Green politics. The Earth's executive agent is the human race as a whole, and the harmony and understanding required for responsible governance is increasingly understood to be a global government, with a global ethical framework. The warmth of Mother Earth, whose divinity pervades the whole of creation, is held to bridge the gap between creation and the transcendent Father-God of Judaism and Christianity, and removes the prospect of being judged by such a Being.

In such a vision of a closed universe that contains “God” and other spiritual beings along with ourselves, we recognize here an implicit pantheism. This is a fundamental point which pervades all New Age thought and practice, and conditions in advance any otherwise positive assessment where we might be in favor of one or another aspect of its spirituality. As Christians, we believe on the contrary that “man is essentially a creature and remains so for all eternity, so that an absorption of the human I in the divine I will never be possible”.(31)

 

2.3.2. The essential matrix of New Age thinking

The essential matrix of New Age thinking is to be found in the esoteric-theosophical tradition which was fairly widely accepted in European intellectual circles in the 18th and 19th centuries. It was particularly strong in freemasonry, spiritualism, occultism and theosophy, which shared a kind of esoteric culture. In this world-view, the visible and invisible universes are linked by a series of correspondences, analogies and influences between microcosm and macrocosm, between metals and planets, between planets and the various parts of the human body, between the visible cosmos and the invisible realms of reality. Nature is a living being, shot through with networks of sympathy and antipathy, animated by a light and a secret fire which human beings seek to control. People can contact the upper or lower worlds by means of their imagination (an organ of the soul or spirit), or by using mediators (angels, spirits, devils) or rituals.

People can be initiated into the mysteries of the cosmos, God and the self by means of a spiritual itinerary of transformation. The eventual goal is gnosis, the highest form of knowledge, the equivalent of salvation. It involves a search for the oldest and highest tradition in philosophy (what is inappropriately called philosophia perennis) and religion (primordial theology), a secret (esoteric) doctrine which is the key to all the “exoteric” traditions which are accessible to everyone. Esoteric teachings are handed down from master to disciple in a gradual program of initiation.

19th century esotericism is seen by some as completely secularised. Alchemy, magic, astrology and other elements of traditional esotericism had been thoroughly integrated with aspects of modern culture, including the search for causal laws, evolutionism, psychology and the study of religions. It reached its clearest form in the ideas of Helena Blavatsky, a Russian medium who founded the Theosophical Society with Henry Olcott in New York in 1875. The Society aimed to fuse elements of Eastern and Western traditions in an evolutionary type of spiritualism. It had three main aims:

    1. “To form a nucleus of the Universal Brotherhood of Humanity, without distinction of race, creed, caste or colour.
    2. “To encourage the study of comparative religion, philosophy and science.
    3. “To investigate unexplained laws of Nature and the powers latent in man.

“The significance of these objectives... should be clear. The first objective implicitly rejects the 'irrational bigotry' and 'sectarianism' of traditional Christianity as perceived by spiritualists and theosophists... It is not immediately obvious from the objectives themselves that, for theosophists, 'science' meant the occult sciences and philosophy the occulta philosophia, that the laws of nature were of an occult or psychic nature, and that comparative religion was expected to unveil a 'primordial tradition' ultimately modelled on a Hermeticist philosophia perennis”.(32)

A prominent component of Mrs. Blavatsky's writings was the emancipation of women, which involved an attack on the “male” God of Judaism, of Christianity and of Islam. She urged people to return to the mother-goddess of Hinduism and to the practice of feminine virtues. This continued under the guidance of Annie Besant, who was in the vanguard of the feminist movement. Wicca and “women's spirituality” carry on this struggle against “patriarchal” Christianity today.

Marilyn Ferguson devoted a chapter of The Aquarian Conspiracy to the precursors of the Age of Aquarius, those who had woven the threads of a transforming vision based on the expansion of consciousness and the experience of self-transcendence. Two of those she mentioned were the American psychologist William James and the Swiss psychiatrist Carl Gustav Jung. James defined religion as experience, not dogma, and he taught that human beings can change their mental attitudes in such a way that they are able to become architects of their own destiny. Jung emphasized the transcendent character of consciousness and introduced the idea of the collective unconscious, a kind of store for symbols and memories shared with people from various different ages and cultures. According to Wouter Hanegraaff, both of these men contributed to a “sacralisation of psychology”, something that has become an important element of New Age thought and practice. Jung, indeed, “not only psychologized esotericism but he also sacralized psychology, by filling it with the contents of esoteric speculation. The result was a body of theories which enabled people to talk about God while really meaning their own psyche, and about their own psyche while really meaning the divine. If the psyche is 'mind', and God is 'mind' as well, then to discuss one must mean to discuss the other”.(33) His response to the accusation that he had “psychologised” Christianity was that “psychology is the modern myth and only in terms of the current myth can we understand the faith”.(34) It is certainly true that Jung's psychology sheds light on many aspects of the Christian faith, particularly on the need to face the reality of evil, but his religious convictions are so different at different stages of his life that one is left with a confused image of God. A central element in his thought is the cult of the sun, where God is the vital energy (libido) within a person.(35) As he himself said, “this comparison is no mere play of words”.(36) This is “the god within” to which Jung refers, the essential divinity he believed to be in every human being. The path to the inner universe is through the unconscious. The inner world's correspondence to the outer one is in the collective unconscious.

The tendency to interchange psychology and spirituality was firmly embedded in the Human Potential Movement as it developed towards the end of the 1960s at the Esalen Institute in California. Transpersonal psychology, strongly influenced by Eastern religions and by Jung, offers a contemplative journey where science meets mysticism. The stress laid on bodiliness, the search for ways of expanding consciousness and the cultivation of the myths of the collective unconscious were all encouragements to search for “the God within” oneself. To realise one's potential, one had to go beyond one's ego in order to become the god that one is, deep down. This could be done by choosing the appropriate therapy – meditation, parapsychological experiences, the use of hallucinogenic drugs. These were all ways of achieving “peak experiences”, “mystical” experiences of fusion with God and with the cosmos.

The symbol of Aquarius was borrowed from astrological mythology, but later came to signify the desire for a radically new world. The two centres which were the initial power-houses of the New Age, and to a certain extent still are, were the Garden community at Findhorn in North-East Scotland, and the Centre for the development of human potential at Esalen in Big Sur, California, in the United States of America. What feeds New Age consistently is a growing global consciousness and increasing awareness of a looming ecological crisis.

 

2.3.3. Central themes of the New Age

New Age is not, properly speaking, a religion, but it is interested in what is called “divine”. The essence of New Age is the loose association of the various activities, ideas and people who might validly attract the term. So there is no single articulation of anything like the doctrines of mainstream religions. Despite this, and despite the immense variety within New Age, there are some common points:

    – the cosmos is seen as an organic whole
    – it is animated by an Energy, which is also identified as the divine Soul or Spirit
    – much credence is given to the mediation of various spiritual entities
    – humans are capable of ascending to invisible higher spheres, and of controlling their own lives beyond death
    – there is held to be a “perennial knowledge” which pre-dates and is superior to all religions and cultures
    – people follow enlightened masters...

 

2.3.4. What does New Age say about...

2.3.4.1. ...the human person?

New Age involves a fundamental belief in the perfectibility of the human person by means of a wide variety of techniques and therapies (as opposed to the Christian view of co-operation with divine grace). There is a general accord with Nietzsche's idea that Christianity has prevented the full manifestation of genuine humanity. Perfection, in this context, means achieving self-fulfilment, according to an order of values which we ourselves create and which we achieve by our own strength: hence one can speak of a self- creating self. On this view, there is more difference between humans as they now are and as they will be when they have fully realised their potential, than there is between humans and anthropoids.

It is useful to distinguish between esotericism, a search for knowledge, and magic, or the occult: the latter is a means of obtaining power. Some groups are both esoteric and occult. At the centre of occultism is a will to power based on the dream of becoming divine.

Mind-expanding techniques are meant to reveal to people their divine power; by using this power, people prepare the way for the Age of Enlightenment. This exaltation of humanity overturns the correct relationship between Creator and creature, and one of its extreme forms is Satanism. Satan becomes the symbol of a rebellion against conventions and rules, a symbol that often takes aggressive, selfish and violent forms. Some evangelical groups have expressed concern at the subliminal presence of what they claim is Satanic symbolism in some varieties of rock music, which have a powerful influence on young people. This is all far removed from the message of peace and harmony which is to be found in the New Testament; it is often one of the consequences of the exaltation of humanity when that involves the negation of a transcendent God.

But it is not only something which affects young people; the basic themes of esoteric culture are also present in the realms of politics, education and legislation.(37) It is especially the case with ecology. Deep ecology's emphasis on bio-centrism denies the anthropological vision of the Bible, in which human beings are at the centre of the world, since they are considered to be qualitatively superior to other natural forms. It is very prominent in legislation and education today, despite the fact that it underrates humanity in this way.. The same esoteric cultural matrix can be found in the ideological theory underlying population control policies and experiments in genetic engineering, which seem to express a dream human beings have of creating themselves afresh. How do people hope to do this? By deciphering the genetic code, altering the natural rules of sexuality, defying the limits of death.

In what might be termed a classical New Age account, people are born with a divine spark, in a sense which is reminiscent of ancient gnosticism; this links them into the unity of the Whole. So they are seen as essentially divine, although they participate in this cosmic divinity at different levels of consciousness. We are co- creators, and we create our own reality. Many New Age authors maintain that we choose the circumstances of our lives (even our own illness and health), in a vision where every individual is considered the creative source of the universe. But we need to make a journey in order fully to understand where we fit into the unity of the cosmos. The journey is psychotherapy, and the recognition of universal consciousness is salvation. There is no sin; there is only imperfect knowledge. The identity of every human being is diluted in the universal being and in the process of successive incarnations. People are subject to the determining influences of the stars, but can be opened to the divinity which lives within them, in their continual search (by means of appropriate techniques) for an ever greater harmony between the self and divine cosmic energy. There is no need for Revelation or Salvation which would come to people from outside themselves, but simply a need to experience the salvation hidden within themselves (self-salvation), by mastering psycho- physical techniques which lead to definitive enlightenment.

Some stages on the way to self-redemption are preparatory (meditation, body harmony, releasing self-healing energies). They are the starting-point for processes of spiritualisation, perfection and enlightenment which help people to acquire further self-control and psychic concentration on “transformation” of the individual self into “cosmic consciousness”. The destiny of the human person is a series of successive reincarnations of the soul in different bodies. This is understood not as the cycle of samsara, in the sense of purification as punishment, but as a gradual ascent towards the perfect development of one's potential.

Psychology is used to explain mind expansion as “mystical” experiences. Yoga, zen, transcendental meditation and tantric exercises lead to an experience of self-fulfilment or enlightenment. Peak-experiences (reliving one's birth, travelling to the gates of death, biofeedback, dance and even drugs – anything which can provoke an altered state of consciousness) are believed to lead to unity and enlightenment. Since there is only one Mind, some people can be channels for higher beings. Every part of this single universal being has contact with every other part. The classic approach in New Age is transpersonal psychology, whose main concepts are the Universal Mind, the Higher Self, the collective and personal unconscious and the individual ego. The Higher Self is our real identity, a bridge between God as divine Mind and humanity. Spiritual development is contact with the Higher Self, which overcomes all forms of dualism between subject and object, life and death, psyche and soma, the self and the fragmentary aspects of the self. Our limited personality is like a shadow or a dream created by the real self. The Higher Self contains the memories of earlier (re-)incarnations.

 

2.3.4.2. ...God?

New Age has a marked preference for Eastern or pre-Christian religions, which are reckoned to be uncontaminated by Judaeo-Christian distorsions. Hence great respect is given to ancient agricultural rites and to fertility cults. “Gaia”, Mother Earth, is offered as an alternative to God the Father, whose image is seen to be linked to a patriarchal conception of male domination of women. There is talk of God, but it is not a personal God; the God of which New Age speaks is neither personal nor transcendent. Nor is it the Creator and sustainer of the universe, but an “impersonal energy” immanent in the world, with which it forms a “cosmic unity”: “All is one”. This unity is monistic, pantheistic or, more precisely, panentheistic. God is the “life-principle”, the “spirit or soul of the world”, the sum total of consciousness existing in the world. In a sense, everything is God. God's presence is clearest in the spiritual aspects of reality, so every mind/spirit is, in some sense, God.

When it is consciously received by men and women, “divine energy” is often described as “Christic energy”. There is also talk of Christ, but this does not mean Jesus of Nazareth. “Christ” is a title applied to someone who has arrived at a state of consciousness where he or she perceives him- or herself to be divine and can thus claim to be a “universal Master”. Jesus of Nazareth was not the Christ, but simply one among many historical figures in whom this “Christic” nature is revealed, as is the case with Buddha and others. Every historical realisation of the Christ shows clearly that all human beings are heavenly and divine, and leads them towards this realisation.

The innermost and most personal (“psychic”) level on which this “divine cosmic energy” is “heard” by human beings is also called “Holy Spirit”.

 

2.3.4.3. ...the world?

The move from a mechanistic model of classical physics to the “holistic” one of modern atomic and sub-atomic physics, based on the concept of matter as waves or energy rather than particles, is central to much New Age thinking. The universe is an ocean of energy, which is a single whole or a network of links. The energy animating the single organism which is the universe is “spirit”. There is no alterity between God and the world. The world itself is divine and it undergoes an evolutionary process which leads from inert matter to “higher and perfect consciousness”. The world is uncreated, eternal and self-sufficient The future of the world is based on an inner dynamism which is necessarily positive and leads to the reconciled (divine) unity of all that exists. God and the world, soul and body, intelligence and feeling, heaven and earth are one immense vibration of energy.

James Lovelock's book on the Gaia Hypothesis claims that “the entire range of living matter on earth, from whales to viruses, and from oaks to algae, could be regarded as constituting a single living entity, capable of manipulating the Earth's atmosphere to suit its overall needs and endowed with faculties and powers far beyond those of its constituent parts”.(38) To some, the Gaia hypothesis is “a strange synthesis of individualism and collectivism. It all happens as if New Age, having plucked people out of fragmentary politics, cannot wait to throw them into the great cauldron of the global mind”. The global brain needs institutions with which to rule, in other words, a world government. “To deal with today's problems New Age dreams of a spiritual aristocracy in the style of Plato's Republic, run by secret societies...”.(39) This may be an exaggerated way of stating the case, but there is much evidence that gnostic élitism and global governance coincide on many issues in international politics.

Everything in the universe is interelated; in fact every part is in itself an image of the totality; the whole is in every thing and every thing is in the whole. In the “great chain of being”, all beings are intimately linked and form one family with different grades of evolution. Every human person is a hologram, an image of the whole of creation, in which every thing vibrates on its own frequency. Every human being is a neurone in earth's central nervous system, and all individual entities are in a relationship of complementarity with others. In fact, there is an inner complementarity or androgyny in the whole of creation.(40)

One of the recurring themes in New Age writings and thought is the “new paradigm” which contemporary science has opened up. “Science has given us insights into wholes and systems, stress and transformation. We are learning to read tendencies, to recognise the early signs of another, more promising, paradigm. We create alternative scenarios of the future. We communicate about the failures of old systems, forcing new frameworks for problem-solving in every area”.(41) Thus far, the “paradigm shift” is a radical change of perspective, but nothing more. The question is whether thought and real change are commensurate, and how effective in the external world an inner transformation can be proved to be. One is forced to ask, even without expressing a negative judgement, how scientific a thought-process can be when it involves affirmations like this: “War is unthinkable in a society of autonomous people who have discovered the connectedness of all humanity, who are unafraid of alien ideas and alien cultures, who know that all revolutions begin within and that you cannot impose your brand of enlightenment on anyone else”.(42) It is illogical to conclude from the fact that something is unthinkable that it cannot happen. Such reasoning is really gnostic, in the sense of giving too much power to knowledge and consciousness. This is not to deny the fundamental and crucial role of developing consciousness in scientific discovery and creative development, but simply to caution against imposing upon external reality what is as yet still only in the mind.

 

2.4. “Inhabitants of myth rather than history”(43)?: New Age and culture

“Basically, the appeal of the New Age has to do with the culturally stimulated interest in the self, its value, capacities and problems. Whereas traditionalised religiosity, with its hierarchical organization, is well-suited for the community, detraditionalized spirituality is well-suited for the individual. The New Age is 'of' the self in that it facilitates celebration of what it is to be and to become; and 'for' the self in that by differing from much of the mainstream, it is positioned to handle identity problems generated by conventional forms of life”.(44)

The rejection of tradition in the form of patriarchal, hierarchical social or ecclesial organisation implies the search for an alternative form of society, one that is clearly inspired by the modern notion of the self. Many New Age writings argue that one can do nothing (directly) to change the world, but everything to change oneself; changing individual consciousness is understood to be the (indirect) way to change the world. The most important instrument for social change is personal example. Worldwide recognition of these personal examples will steadily lead to the transformation of the collective mind and such a transformation will be the major achievement of our time. This is clearly part of the holistic paradigm, and a re-statement of the classical philosophical question of the one and the many. It is also linked to Jung's espousal of the theory of correspondence and his rejection of causality. Individuals are fragmentary representations of the planetary hologram; by looking within one not only knows the universe, but also changes it. But the more one looks within, the smaller the political arena becomes. Does this really fit in with the rhetoric of democratic participation in a new planetary order, or is it an unconscious and subtle disempowerment of people, which could leave them open to manipulation? Does the current preoccupation with planetary problems (ecological issues, depletion of resources, over-population, the economic gap between north and south, the huge nuclear arsenal and political instability) enable or disable engagement in other, equally real, political and social questions? The old adage that “charity begins at home” can give a healthy balance to one's approach to these issues. Some observers of New Age detect a sinister authoritarianism behind apparent indifference to politics. David Spangler himself points out that one of the shadows of the New Age is “a subtle surrender to powerlessness and irresponsibility in the name of waiting for the New Age to come rather than being an active creator of wholeness in one's own life”.(45)

Even though it would hardly be correct to suggest that quietism is universal in New Age attitudes, one of the chief criticisms of the New Age Movement is that its privatistic quest for self-fulfilment may actually work against the possibility of a sound religious culture. Three points bring this into focus:

– it is questionable whether New Age demonstrates the intellectual cogency to provide a complete picture of the cosmos in a world view which claims to integrate nature and spiritual reality. The Western universe is seen as a divided one based on monotheism, transcendence, alterity and separateness. A fundamental dualism is detected in such divisions as those between real and ideal, relative and absolute, finite and infinite, human and divine, sacred and profane, past and present, all redolent of Hegel's “unhappy consciousness”. This is portrayed as something tragic. The response from New Age is unity through fusion: it claims to reconcile soul and body, female and male, spirit and matter, human and divine, earth and cosmos, transcendent and immanent, religion and science, differences between religions, Yin and Yang. There is, thus, no more alterity; what is left in human terms is transpersonality. The New Age world is unproblematic: there is nothing left to achieve. But the metaphysical question of the one and the many remains unanswered, perhaps even unasked, in that there is a great deal of regret at the effects of disunity and division, but the response is a description of how things would appear in another vision.

– New Age imports Eastern religious practices piecemeal and re- interprets them to suit Westerners; this involves a rejection of the language of sin and salvation, replacing it with the morally neutral language of addiction and recovery. References to extra-European influences are sometimes merely a “pseudo-Orientalisation” of Western culture. Furthermore, it is hardly a genuine dialogue; in a context where Graeco-Roman and Judaeo-Christian influences are suspect, oriental influences are used precisely because they are alternatives to Western culture. Traditional science and medicine are felt to be inferior to holistic approaches, as are patriarchal and particular structures in politics and religion. All of these will be obstacles to the coming of the Age of Aquarius; once again, it is clear that what is implied when people opt for New Age alternatives is a complete break with the tradition that formed them. Is this as mature and liberated as it is often thought or presumed to be?

– Authentic religious traditions encourage discipline with the eventual goal of acquiring wisdom, equanimity and compassion. New Age echoes society's deep, ineradicable yearning for an integral religious culture, and for something more generic and enlightened than what politicians generally offer, but it is not clear whether the benefits of a vision based on the ever-expanding self are for individuals or for societies. New Age training courses (what used to be known as “Erhard seminar trainings” [EST] etc.) marry counter-cultural values with the mainstream need to succeed, inner satisfaction with outer success; Findhorn's “Spirit of Business” retreat transforms the experience of work while increasing productivity; some New Age devotees are involved not only to become more authentic and spontaneous, but also in order to become more prosperous (through magic etc.). “What makes things even more appealing to the enterprise-minded businessperson is that New Age trainings also resonate with somewhat more humanistic ideas abroad in the world of business. The ideas have to do with the workplace as a 'learning environment', 'bringing life back to work', 'humanizing work', 'fulfilling the manager', 'people come first' or 'unlocking potential'. Presented by New Age trainers, they are likely to appeal to those businesspeople who have already been involved with more (secular) humanistic trainings and who want to take things further: at one and the same time for the sake of personal growth, happiness and enthusiasm, as well as for commercial productivity”.(46) So it is clear that people involved do seek wisdom and equanimity for their own benefit, but how much do the activities in which they are involved enable them to work for the common good? Apart from the question of motivation, all of these phenomena need to be judged by their fruits, and the question to ask is whether they promote self or solidarity, not only with whales, trees or like-minded people, but with the whole of creation – including the whole of humanity. The most pernicious consequences of any philosophy of egoism which is embraced by institutions or by large numbers of people are identified by Cardinal Joseph Ratzinger as a set of “strategies to reduce the number of those who will eat at humanity's table”.(47) This is a key standard by which to evaluate the impact of any philosophy or theory. Christianity always seeks to measure human endeavours by their openness to the Creator and to all other creatures, a respect based firmly on love.

 

2.5. Why has New Age grown so rapidly and spread so effectively?

Whatever questions and criticisms it may attract, New Age is an attempt by people who experience the world as harsh and heartless to bring warmth to that world. As a reaction to modernity, it operates more often than not on the level of feelings, instincts and emotions. Anxiety about an apocalyptic future of economic instability, political uncertainty and climatic change plays a large part in causing people to look for an alternative, resolutely optimistic relationship to the cosmos. There is a search for wholeness and happiness, often on an explicitly spiritual level. But it is significant that New Age has enjoyed enormous success in an era which can be characterised by the almost universal exaltation of diversity. Western culture has taken a step beyond tolerance – in the sense of grudging acceptance or putting up with the idiosyncrasies of a person or a minority group – to a conscious erosion of respect for normality. Normality is presented as a morally loaded concept, linked necessarily with absolute norms. For a growing number of people, absolute beliefs or norms indicate nothing but an inability to tolerate other people's views and convictions. In this atmosphere alternative life-styles and theories have really taken off: it is not only acceptable but positively good to be diverse.(48)

It is essential to bear in mind that people are involved with New Age in very different ways and on many levels. In most cases it is not really a question of “belonging” to a group or movement; nor is there much conscious awareness of the principles on which New Age is built. It seems that, for the most part, people are attracted to particular therapies or practices, without going into their background, and others are simply occasional consumers of products which are labelled “New Age”. People who use aromatherapy or listen to “New Age” music, for example, are usually interested in the effect they have on their health or well-being; it is only a minority who go further into the subject, and try to understand its theoretical (or “mystical”) significance. This fits perfectly into the patterns of consumption in societies where amusement and leisure play such an important part. The “movement” has adapted well to the laws of the market, and it is partly because it is such an attractive economic proposition that New Age has become so widespread. New Age has been seen, in some cultures at least, as the label for a product created by the application of marketing principles to a religious phenomenon.(49) There is always going to be a way of profiting from people's perceived spiritual needs. Like many other things in contemporary economics, New Age is a global phenomenon held together and fed with information by the mass media. It is arguable that this global community was created by means of the mass media, and it is quite clear that popular literature and mass communications ensure that the common notions held by “believers” and sympathisers spread almost everywhere very rapidly. However, there is no way of proving that such a rapid spread of ideas is either by chance or by design, since this is a very loose form of “community”. Like the cybercommunities created by the Internet, it is a domain where relationships between people can be either very impersonal or interpersonal in only a very selective sense.

New Age has become immensely popular as a loose set of beliefs, therapies and practices, which are often selected and combined at will, irrespective of the incompatibilities and inconsistencies this may imply. But this is obviously to be expected in a world- view self-consciously based on “right-brain” intuitive thinking. And that is precisely why it is important to discover and recognise the fundamental characteristics of New Age ideas. What is offered is often described as simply “spiritual”, rather than belonging to any religion, but there are much closer links to particular Eastern religions than many “consumers” realise. This is obviously important in “prayer”-groups to which people choose to belong, but it is also a real question for management in a growing number of companies, whose employees are required to practise meditation and adopt mind-expanding techniques as part of their life at work.(50)

It is worth saying a brief word about concerted promotion of New Age as an ideology, but this is a very complex issue. Some groups have reacted to New Age with sweeping accusations about conspiracies, but the answer would generally be that we are witnessing a spontaneous cultural change whose course is fairly determined by influences beyond human control. However, it is enough to point out that New Age shares with a number of internationally influential groups the goal of superseding or transcending particular religions in order to create space for a universal religion which could unite humanity. Closely related to this is a very concerted effort on the part of many institutions to invent a Global Ethic, an ethical framework which would reflect the global nature of contemporary culture, economics and politics. Further, the politicisation of ecological questions certainly colours the whole question of the Gaia hypothesis or worship of mother earth.

 

3 NEW AGE AND CHRISTIAN SPIRITUALITY

3.1. New Age as spirituality

New Age is often referred to by those who promote it as a “new spirituality”. It seems ironic to call it “new” when so many of its ideas have been taken from ancient religions and cultures. But what really is new is that New Age is a conscious search for an alternative to Western culture and its Judaeo-Christian religious roots. “Spirituality” in this way refers to the inner experience of harmony and unity with the whole of reality, which heals each human person's feelings of imperfection and finiteness. People discover their profound connectedness with the sacred universal force or energy which is the nucleus of all life. When they have made this discovery, men and women can set out on a path to perfection, which will enable them to sort out their personal lives and their relationship to the world, and to take their place in the universal process of becoming and in the New Genesis of a world in constant evolution. The result is a cosmic mysticism (51) based on people's awareness of a universe burgeoning with dynamic energies. Thus cosmic energy, vibration, light, God, love – even the supreme Self – all refer to one and the same reality, the primal source present in every being.

This spirituality consists of two distinct elements, one metaphysical, the other psychological. The metaphysical component comes from New Age's esoteric and theosophical roots, and is basically a new form of gnosis. Access to the divine is by knowledge of hidden mysteries, in each individual's search for “the real behind what is only apparent, the origin beyond time, the transcendent beyond what is merely fleeting, the primordial tradition behind merely ephemeral tradition, the other behind the self, the cosmic divinity beyond the incarnate individual”. Esoteric spirituality “is an investigation of Being beyond the separateness of beings, a sort of nostalgia for lost unity”.(52)

“Here one can see the gnostic matrix of esoteric spirituality. It is evident when the children of Aquarius search for the Transcendent Unity of religions. They tend to pick out of the historical religions only the esoteric nucleus, whose guardians they claim to be. They somehow deny history and will not accept that spirituality can be rooted in time or in any institution. Jesus of Nazareth is not God, but one of the many historical manifestations of the cosmic and universal Christ”.(53)

The psychological component of this kind of spirituality comes from the encounter between esoteric culture and psychology (cf. 2.32). New Age thus becomes an experience of personal psycho- spiritual transformation, seen as analogous to religious experience. For some people this transformation takes the form of a deep mystical experience, after a personal crisis or a lengthy spiritual search. For others it comes from the use of meditation or some sort of therapy, or from paranormal experiences which alter states of consciousness and provide insight into the unity of reality.(54)

 

3.2. Spiritual narcissism?

Several authors see New Age spirituality as a kind of spiritual narcissism or pseudo-mysticism. It is interesting to note that this criticism was put forward even by an important exponent of New Age, David Spangler, who, in his later works, distanced himself from the more esoteric aspects of this current of thought.

He wrote that, in the more popular forms of New Age, “individuals and groups are living out their own fantasies of adventure and power, usually of an occult or millenarian form.... The principal characteristic of this level is attachment to a private world of ego-fulfilment and a consequent (though not always apparent) withdrawal from the world. On this level, the New Age has become populated with strange and exotic beings, masters, adepts, extraterrestrials; it is a place of psychic powers and occult mysteries, of conspiracies and hidden teachings”.(55)

In a later work, David Spangler lists what he sees as the negative elements or “shadows” of the New Age: “alienation from the past in the name of the future; attachment to novelty for its own sake...; indiscriminateness and lack of discernment in the name of wholeness and communion, hence the failure to understand or respect the role of boundaries...; confusion of psychic phenomena with wisdom, of channeling with spirituality, of the New Age perspective with ultimate truth”.(56) But, in the end, Spangler is convinced that selfish, irrational narcissism is limited to just a few new-agers. The positive aspects he stresses are the function of New Age as an image of change and as an incarnation of the sacred, a movement in which most people are “very serious seekers after truth”, working in the interest of life and inner growth.

The commercial aspect of many products and therapies which bear the New Age label is brought out by David Toolan, an American Jesuit who spent several years in the New Age milieu. He observes that new-agers have discovered the inner life and are fascinated by the prospect of being responsible for the world, but that they are also easily overcome by a tendency to individualism and to viewing everything as an object of consumption. In this sense, while it is not Christian, New Age spirituality is not Buddhist either, inasmuch as it does not involve self-denial. The dream of mystical union seems to lead, in practice, to a merely virtual union, which, in the end, leaves people more alone and unsatisfied.

 

3.3. The Cosmic Christ

In the early days of Christianity, believers in Jesus Christ were forced to face up to the gnostic religions. They did not ignore them, but took the challenge positively and applied the terms used of cosmic deities to Christ himself. The clearest example of this is in the famous hymn to Christ in Saint Paul's letter to the Christians at Colossae:

    “He is the image of the unseen God and the first-born of all creation,
    for in him were created all things in heaven and on earth:
    everything visible and everything invisible,
    Thrones, Dominations, Sovereignties, Powers–
    all things were created through him and for him.
    Before anything was created, he existed, and he holds all things in unity.
    Now the Church is his body, he is its head.
    As he is the Beginning, he was first to be born from the dead,
    so that he should be first in every way;
    because God wanted all perfection to be found in him
    and all things to be reconciled through him and for him,
    everything in heaven and everything on earth,
    when he made peace by his death on the cross” (Col 1: 15-20).

For these early Christians, there was no new cosmic age to come; what they were celebrating with this hymn was the Fulfilment of all things which had begun in Christ. “Time is indeed fulfilled by the very fact that God, in the Incarnation, came down into human history. Eternity entered into time: what 'fulfilment' could be greater than this? What other 'fulfilment' would be possible?” (57) Gnostic belief in cosmic powers and some obscure kind of destiny withdraws the possibility of a relationship to a personal God revealed in Christ. For Christians, the real cosmic Christ is the one who is present actively in the various members of his body, which is the Church. They do not look to impersonal cosmic powers, but to the loving care of a personal God; for them cosmic bio-centrism has to be transposed into a set of social relationships (in the Church); and they are not locked into a cyclical pattern of cosmic events, but focus on the historical Jesus, in particular on his crucifixion and resurrection. We find in the Letter to the Colossians and in the New Testament a doctrine of God different from that implicit in New Age thought: the Christian conception of God is one of a Trinity of Persons who has created the human race out of a desire to share the communion of Trinitarian life with creaturely persons. Properly understood, this means that authentic spirituality is not so much our search for God but God's search for us.

Another, completely different, view of the cosmic significance of Christ has become current in New Age circles. “The Cosmic Christ is the divine pattern that connects in the person of Jesus Christ (but by no means is limited to that person). The divine pattern of connectivity was made flesh and set up its tent among us (John 1:14).... The Cosmic Christ... leads a new exodus from the bondage and pessimistic views of a Newtonian, mechanistic universe so ripe with competition, winners and losers, dualisms, anthropocentrism, and the boredom that comes when our exciting universe is pictured as a machine bereft of mystery and mysticism. The Cosmic Christ is local and historical, indeed intimate to human history. The Cosmic Christ might be living next door or even inside one's deepest and truest self”.(58) Although this statement may not satisfy everyone involved in New Age, it does catch the tone very well, and it shows with absolute clarity where the differences between these two views of Christ lie. For New Age the Cosmic Christ is seen as a pattern which can be repeated in many people, places and times; it is the bearer of an enormous paradigm shift; it is ultimately a potential within us.

According to Christian belief, Jesus Christ is not a pattern, but a divine person whose human-divine figure reveals the mystery of the Father's love for every person throughout history (Jn 3:16); he lives in us because he shares his life with us, but it is neither imposed nor automatic. All men and women are invited to share his life, to live “in Christ”.

 

3.4. Christian mysticism and New Age mysticism

For Christians, the spiritual life is a relationship with God which gradually through his grace becomes deeper, and in the process also sheds light on our relationship with our fellow men and women, and with the universe. Spirituality in New Age terms means experiencing states of consciousness dominated by a sense of harmony and fusion with the Whole. So “mysticism” refers not to meeting the transcendent God in the fullness of love, but to the experience engendered by turning in on oneself, an exhilarating sense of being at one with the universe, a sense of letting one's individuality sink into the great ocean of Being.(59)

This fundamental distinction is evident at all levels of comparison between Christian mysticism and New Age mysticism. The New Age way of purification is based on awareness of unease or alienation, which is to be overcome by immersion into the Whole. In order to be converted, a person needs to make use of techniques which lead to the experience of illumination. This transforms a person's consciousness and opens him or her to contact with the divinity, which is understood as the deepest essence of reality.

The techniques and methods offered in this immanentist religious system, which has no concept of God as person, proceed 'from below'. Although they involve a descent into the depths of one's own heart or soul, they constitute an essentially human enterprise on the part of a person who seeks to rise towards divinity by his or her own efforts. It is often an “ascent” on the level of consciousness to what is understood to be a liberating awareness of “the god within”. Not everyone has access to these techniques, whose benefits are restricted to a privileged spiritual 'aristocracy'.

The essential element in Christian faith, however, is God's descent towards his creatures, particularly towards the humblest, those who are weakest and least gifted according to the values of the “world”. There are spiritual techniques which it is useful to learn, but God is able to by-pass them or do without them. A Christian's “method of getting closer to God is not based on any technique in the strict sense of the word. That would contradict the spirit of childhood called for by the Gospel. The heart of genuine Christian mysticism is not technique: it is always a gift of God; and the one who benefits from it knows himself to be unworthy”.(60)

For Christians, conversion is turning back to the Father, through the Son, in docility to the power of the Holy Spirit. The more people progress in their relationship with God – which is always and in every way a free gift – the more acute is the need to be converted from sin, spiritual myopia and self-infatuation, all of which obstruct a trusting self-abandonment to God and openness to other men and women.

All meditation techniques need to be purged of presumption and pretentiousness. Christian prayer is not an exercise in self-contemplation, stillness and self-emptying, but a dialogue of love, one which “implies an attitude of conversion, a flight from 'self' to the 'You' of God”.(61) It leads to an increasingly complete surrender to God's will, whereby we are invited to a deep, genuine solidarity with our brothers and sisters.(62)

 

3.5. The “god within“ and “theosis”

Here is a key point of contrast between New Age and Christianity. So much New Age literature is shot through with the conviction that there is no divine being “out there”, or in any real way distinct from the rest of reality. From Jung's time onwards there has been a stream of people professing belief in “the god within”. Our problem, in a New Age perspective, is our inability to recognise our own divinity, an inability which can be overcome with the help of guidance and the use of a whole variety of techniques for unlocking our hidden (divine) potential. The fundamental idea is that 'God' is deep within ourselves. We are gods, and we discover the unlimited power within us by peeling off layers of inauthenticity.(63) The more this potential is recognised, the more it is realised, and in this sense the New Age has its own idea of theosis, becoming divine or, more precisely, recognising and accepting that we are divine. We are said by some to be living in “an age in which our understanding of God has to be interiorised: from the Almighty God out there to God the dynamic, creative power within the very centre of all being: God as Spirit”.(64)

In the Preface to Book V of Adversus Haereses, Saint Irenaeus refers to “Jesus Christ, who did, through His transcendent love, become what we are, that He might bring us to be even what He is Himself”. Here theosis, the Christian understanding of divinisation, comes about not through our own efforts alone, but with the assistance of God's grace working in and through us. It inevitably involves an initial awareness of incompleteness and even sinfulness, in no way an exaltation of the self. Furthermore, it unfolds as an introduction into the life of the Trinity, a perfect case of distinction at the heart of unity; it is synergy rather than fusion. This all comes about as the result of a personal encounter, an offer of a new kind of life. Life in Christ is not something so personal and private that it is restricted to the realm of consciousness. Nor is it merely a new level of awareness. It involves being transformed in our soul and in our body by participation in the sacramental life of the Church.

 

4 NEW AGE AND CHRISTIAN FAITH IN CONTRAST

It is difficult to separate the individual elements of New Age religiosity – innocent though they may appear – from the overarching framework which permeates the whole thought-world on the New Age movement. The gnostic nature of this movement calls us to judge it in its entirety. From the point of view of Christian faith, it is not possible to isolate some elements of New Age religiosity as acceptable to Christians, while rejecting others. Since the New Age movement makes much of a communication with nature, of cosmic knowledge of a universal good – thereby negating the revealed contents of Christian faith – it cannot be viewed as positive or innocuous. In a cultural environment, marked by religious relativism, it is necessary to signal a warning against the attempt to place New Age religiosity on the same level as Christian faith, making the difference between faith and belief seem relative, thus creating greater confusion for the unwary. In this regard, it is useful to remember the exhortation of St. Paul “to instruct certain people not to teach false doctrine or to concern themselves with myths and endless genealogies, which promote speculations rather than the plan of God that is to be received by faith” (1 Tim 1:3-4). Some practices are incorrectly labeled as New Age simply as a marketing strategy to make them sell better, but are not truly associated with its worldview. This only adds to the confusion. It is therefore necessary to accurately identify those elements which belong to the New Age movement, and which cannot be accepted by those who are faithful to Christ and his Church.

The following questions may be the easiest key to evaluating some of the central elements of New Age thought and practice from a Christian standpoint. “New Age” refers to the ideas which circulate about God, the human being and the world, the people with whom Christians may have conversations on religious matters, the publicity material for meditation groups, therapies and the like, explicit statements on religion and so on. Some of these questions applied to people and ideas not explicitly labelled New Age would reveal further unnamed or unacknowledged links with the whole New Age atmosphere.

 

* Is God a being with whom we have a relationship or something to be used or a force to be harnessed?

The New Age concept of God is rather diffuse, whereas the Christian concept is a very clear one. The New Age god is an impersonal energy, really a particular extension or component of the cosmos; god in this sense is the life-force or soul of the world. Divinity is to be found in every being, in a gradation “from the lowest crystal of the mineral world up to and beyond the Galactic God himself, about Whom we can say nothing at all. This is not a man but a Great Consciousness”.(65) In some “classic” New Age writings, it is clear that human beings are meant to think of themselves as gods: this is more fully developed in some people than in others. God is no longer to be sought beyond the world, but deep within myself.(66) Even when “God” is something outside myself, it is there to be manipulated.

This is very different from the Christian understanding of God as the maker of heaven and earth and the source of all personal life. God is in himself personal, the Father, Son and Holy Spirit, who created the universe in order to share the communion of his life with creaturely persons. “God, who 'dwells in unapprochable light', wants to communicate his own divine life to the men he freely created, in order to adopt them as his sons in his only-begotten Son. By revealing himself God wishes to make them capable of responding to him, and of knowing him, and of loving him far beyond their own natural capacity”.(67)God is not identified with the Life-principle understood as the “Spirit” or “basic energy” of the cosmos, but is that love which is absolutely different from the world, and yet creatively present in everything, and leading human beings to salvation.

* Is there just one Jesus Christ, or are there thousands of Christs?

Jesus Christ is often presented in New Age literature as one among many wise men, or initiates, or avatars, whereas in Christian tradition He is the Son of God. Here are some common points in New Age approaches:

– the personal and individual historical Jesus is distinct from the eternal, impersonal universal Christ;

– Jesus is not considered to be the only Christ;

– the death of Jesus on the cross is either denied or re-interpreted to exclude the idea that He, as Christ, could have suffered;

– extra-biblical documents (like the neo-gnostic gospels) are considered authentic sources for the knowledge of aspects of the life of Jesus which are not to be found in the canon of Scripture. Other revelations about Jesus, made available by entities, spirit guides and ascended masters, or even through the Akasha Chronicles, are basic for New Age christology;

– a kind of esoteric exegesis is applied to biblical texts to purify Christianity of the formal religion which inhibits access to its esoteric essence.(68)

In the Christian Tradition Jesus Christ is the Jesus of Nazareth about which the gospels speak, the son of Mary and the only Son of God, true man and true God, the full revelation of divine truth, unique Saviour of the world: “for our sake he was crucified under Pontius Pilate; he suffered, died and was buried. On the third day he rose again in fulfillment of the Scriptures; he ascended into heaven and is seated at the right hand of the Father”.(69)

* The human being: is there one universal being or are there many individuals?

“The point of New Age techniques is to reproduce mystical states at will, as if it were a matter of laboratory material. Rebirth, biofeedback, sensory isolation, holotropic breathing, hypnosis, mantras, fasting, sleep deprivation and transcendental meditation are attempts to control these states and to experience them continuously”.(70) These practices all create an atmosphere of psychic weakness (and vulnerability). When the object of the exercise is that we should re-invent our selves, there is a real question of who “I” am. “God within us” and holistic union with the whole cosmos underline this question. Isolated individual personalities would be pathological in terms of New Age (in particular transpersonal psychology). But “the real danger is the holistic paradigm. New Age is thinking based on totalitarian unity and that is why it is a danger...”.(71) More moderately: “We are authentic when we 'take charge of' ourselves, when our choice and reactions flow spontaneously from our deepest needs, when our behaviour and expressed feelings reflect our personal wholeness”.(72) The Human Potential Movement is the clearest example of the conviction that humans are divine, or contain a divine spark within themselves.

The Christian approach grows out of the Scriptural teachings about human nature; men and women are created in God's image and likeness (Gen 1.27) and God takes great consideration of them, much to the relieved surprise of the Psalmist (cf. Ps 8). The human person is a mystery fully revealed only in Jesus Christ (cf. GS 22),and in fact becomes authentically human properly in his relationship with Christ through the gift of the Spirit.(73)This is far from the caricature of anthropocentrism ascribed to Christianity and rejected by many New Age authors and practitioners.

* Do we save ourselves or is salvation a free gift from God?

The key is to discover by what or by whom we believe we are saved. Do we save ourselves by our own actions, as is often the case in New Age explanations, or are we saved by God's love? Key words are self-fulfilment and self-realisation, self-redemption. New Age is essentially Pelagian in its understanding of about human nature.(74)

For Christians, salvation depends on a participation in the passion, death and resurrection of Christ, and on a direct personal relationship with God rather than on any technique. The human situation, affected as it is by original sin and by personal sin, can only be rectified by God's action: sin is an offense against God, and only God can reconcile us to himself. In the divine plan of salvation, human beings have been saved by Jesus Christ who, as God and man, is the one mediator of redemption. In Christianity salvation is not an experience of self, a meditative and intuitive dwelling within oneself, but much more the forgiveness of sin, being lifted out of profound ambivalences in oneself and the calming of nature by the gift of communion with a loving God. The way to salvation is not found simply in a self-induced transformation of consciousness, but in a liberation from sin and its consequences which then leads us to struggle against sin in ourselves and in the society around us. It necessarily moves us toward loving solidarity with our neighbour in need.

* Do we invent truth or do we embrace it?

New Age truth is about good vibrations, cosmic correspondences, harmony and ecstasy, in general pleasant experiences. It is a matter of finding one's own truth in accordance with the feel- good factor. Evaluating religion and ethical questions is obviously relative to one's own feelings and experiences.

Jesus Christ is presented in Christian teaching as “The Way, the Truth and the Life” (Jn 14.6). His followers are asked to open their whole lives to him and to his values, in other words to an objective set of requirements which are part of an objective reality ultimately knowable by all. 

* Prayer and meditation: are we talking to ourselves or to God?

The tendency to confuse psychology and spirituality makes it hard not to insist that many of the meditation techniques now used are not prayer. They are often a good preparation for prayer, but no more, even if they lead to a more pleasant state of mind or bodily comfort. The experiences involved are genuinely intense, but to remain at this level is to remain alone, not yet in the presence of the other. The achievement of silence can confront us with emptiness, rather than the silence of contemplating the beloved. It is also true that techniques for going deeper into one's own soul are ultimately an appeal to one's own ability to reach the divine, or even to become divine: if they forget God's search for the human heart they are still not Christian prayer. Even when it is seen as a link with the Universal Energy, “such an easy 'relationship' with God, where God's function is seen as supplying all our needs, shows the selfishness at the heart of this New Age”.(75)

New Age practices are not really prayer, in that they are generally a question of introspection or fusion with cosmic energy, as opposed to the double orientation of Christian prayer, which involves introspection but is essentially also a meeting with God. Far from being a merely human effort, Christian mysticism is essentially a dialogue which “implies an attitude of conversion, a flight from 'self' to the 'you' of God”.(76)“The Christian, even when he is alone and prays in secret, he is conscious that he always prays for the good of the Church in union with Christ, in the Holy Spirit and together with all the saints”.(77)

* Are we tempted to deny sin or do we accept that there is such a thing?

In New Age there is no real concept of sin, but rather one of imperfect knowledge; what is needed is enlightenment, which can be reached through particular psycho-physical techniques. Those who take part in New Age activities will not be told what to believe, what to do or what not to do, but: “There are a thousand ways of exploring inner reality. Go where your intelligence and intuition lead you. Trust yourself”.(78) Authority has shifted from a theistic location to within the self. The most serious problem perceived in New Age thinking is alienation from the whole cosmos, rather than personal failure or sin. The remedy is to become more and more immersed in the whole of being. In some New Age writings and practices, it is clear that one life is not enough, so there have to be reincarnations to allow people to realise their full potential.

In the Christian perspective “only the light of divine Revelation clarifies the reality of sin and particularly of the sin committed at mankind's origins. Without the knowledge Revelation gives of God we cannot recognize sin clearly and are tempted to explain it as merely a development flaw, a psychological weakness, a mistake, or the necessary consequence of an inadequate social structure, etc. Only in the knowledge of God's plan for man can we grasp that sin is an abuse of freedom that God gives to created persons so that they are capable of loving him and loving one another”.(79)Sin is an offense against reason, truth and right conscience; it is a failure in genuine love for God and neighbor caused by a perverse attachment to certain goods. It wounds the nature of man and injures human solidarity...(80)Sin is an offense against God... sin sets itself against God's love for us and turns our hearts away from it... Sin is thus 'love of oneself even to contempt of God'”.(81)

* Are we encouraged to reject or accept suffering and death?

Some New Age writers view suffering as self-imposed, or as bad karma, or at least as a failure to harness one's own resources. Others concentrate on methods of achieving success and wealth (e.g. Deepak Chopra, José Silva et al.). In New Age, reincarnation is often seen as a necessary element in spiritual growth, a stage in progressive spiritual evolution which began before we were born and will continue after we die. In our present lives the experience of the death of other people provokes a healthy crisis.

Both cosmic unity and reincarnation are irreconcilable with the Christian belief that a human person is a distinct being, who lives one life, for which he or she is fully responsible: this understanding of the person puts into question both responsibility and freedom. Christians know that “in the cross of Christ not only is the redemption accomplished through suffering, but also human suffering itself has been redeemed. Christ – without any fault of his own – took on himself 'the total evil of sin'. The experience of this evil determined the incomparable extent of Christ's suffering, which became the price of the redemption... The Redeemer suffered in place of man and for man. Every man has his own share in the redemption, Each one is also called to share in that suffering through which the redemption was accomplished. He is called to share in that suffering through which all human suffering has also been redeemed. In bringing about the redemption through suffering, Christ has also raised human suffering to the level of the redemption. Thus each man in his suffering can also become a sharer in the redemptive suffering of Christ”.(82)

* Is social commitment something shirked or positively sought after?

Much in New Age is unashamedly self-promotion, but some leading figures in the movement claim that it is unfair to judge the whole movement by a minority of selfish, irrational and narcissistic people, or to allow oneself to be dazzled by some of their more bizarre practices, which are a block to seeing in New Age a genuine spiritual search and spirituality.(83) The fusion of individuals into the cosmic self, the relativisation or abolition of difference and opposition in a cosmic harmony, is unacceptable to Christianity. 

Where there is true love, there has to be a different other (person). A genuine Christian searches for unity in the capacity and freedom of the other to say “yes” or “no” to the gift of love. Union is seen in Christianity as communion, unity as community.

* Is our future in the stars or do we help to construct it?

The New Age which is dawning will be peopled by perfect, androgynous beings who are totally in command of the cosmic laws of nature. In this scenario, Christianity has to be eliminated and give way to a global religion and a new world order.

Christians are in a constant state of vigilance, ready for the last days when Christ will come again; their New Age began 2000 years ago, with Christ, who is none other than “Jesus of Nazareth; he is the Word of God made man for the salvation of all”. His Holy Spirit is present and active in the hearts of individuals, in “society and history, peoples, cultures and religions”. In fact, “the Spirit of the Father, bestowed abundantly by the Son, is the animator of all”.(84)We live in the last times.

On the one hand, it is clear that many New Age practices seem to those involved in them not to raise doctrinal questions; but, at the same time, it is undeniable that these practices themselves communicate, even if only indirectly, a mentality which can influence thinking and inspire a very particular vision of reality. Certainly New Age creates its own atmosphere, and it can be hard to distinguish between things which are innocuous and those which really need to be questioned. However, it is well to be aware that the doctrine of the Christ spread in New Age circles is inspired by the theosophical teachings of Helena Blavatsky, Rudolf Steiner's anthroposophy and Alice Bailey's “Arcane School”. Their contemporary followers are not only promoting their ideas now, but also working with New Agers to develop a completely new understanding of reality, a doctrine known by some observers as “New Age truth”.(85)

 

5 JESUS CHRIST OFFERS US THE WATER OF LIFE

The Church's one foundation is Jesus Christ, her Lord. He is at the heart of every Christian action, and every Christian message. So the Church constantly returns to meet her Lord. The Gospels tell of many meetings with Jesus, from the shepherds in Bethlehem to the two thieves crucified with him, from the wise elders who listened to him in the Temple to the disciples walking miserably towards Emmaus. But one episode that speaks really clearly about what he offers us is the story of his encounter with the Samaritan woman by Jacob's well in the fourth chapter of John's Gospel; it has even been described as “a paradigm for our engagement with truth”.(86) The experience of meeting the stranger who offers us the water of life is a key to the way Christians can and should engage in dialogue with anyone who does not know Jesus.

One of the attractive elements of John's account of this meeting is that it takes the woman a while even to glimpse what Jesus means by the water 'of life', or 'living' water (verse 11). Even so, she is fascinated – not only by the stranger himself, but also by his message – and this makes her listen. After her initial shock at realising what Jesus knew about her (“You are right in saying 'I have no husband': for you have had five husbands, and he whom you now have is not your husband; this you said truly”, verses 17- 18), she was quite open to his word: “I see you are a prophet, Sir” (verse 19). The dialogue about the adoration of God begins: “You worship what you do not know; we worship what we know, for salvation is from the Jews” (verse 22). Jesus touched her heart and so prepared her to listen to what He had to say about Himself as the Messiah: “I who am speaking to you – I am he” (verse 26), prepared her to open her heart to the true adoration in Spirit and the self-revelation of Jesus as God's Anointed.

1Helen Bergin o.p., “Living One's Truth”, in The Furrow, January 2000, p. 12.

The woman “put down her water jar and hurried back to the town to tell the people” all about the man (verse 28). The remarkable effect on the woman of her encounter with the stranger made them so curious that they, too, “started walking towards him” (verse 30). They soon accepted the truth of his identity: “Now we no longer believe because of what you told us; we have heard him ourselves and we know that he really is the saviour of the world” (verse 42). They move from hearing about Jesus to knowing him personally, then understanding the universal significance of his identity. This all happens because their minds, their hearts and more are engaged.

The fact that the story takes place by a well is significant. Jesus offers the woman “a spring... welling up to eternal life” (verse 14). The gracious way in which Jesus deals with the woman is a model for pastoral effectiveness, helping others to be truthful without suffering in the challenging process of self-recognition (“he told me every thing I have done“, verse 39). This approach could yield a rich harvest in terms of people who may have been attracted to the water-carrier (Aquarius) but who are genuinely still seeking the truth. They should be invited to listen to Jesus, who offers us not simply something that will quench our thirst today, but the hidden spiritual depths of “living water”. It is important to acknowledge the sincerity of people searching for the truth; there is no question of deceit or of self-deception. It is also important to be patient, as any good educator knows. A person embraced by the truth is suddenly energised by a completely new sense of freedom, especially from past failures and fears, and “the one who strives for self-knowledge, like the woman at the well, will affect others with a desire to know the truth that can free them too”.(87)

An invitation to meet Jesus Christ, the bearer of the water of life, will carry more weight if it is made by someone who has clearly been profoundly affected by his or her own encounter with Jesus, because it is made not by someone who has simply heard about him, but by someone who can be sure “that he really is the saviour of the world” (verse 42). It is a matter of letting people react in their own way, at their own pace, and letting God do the rest.

 

6 POINTS TO NOTE

6.1. Guidance and sound formation are needed

Christ or Aquarius? New Age is almost always linked with “alternatives”, either an alternative vision of reality or an alternative way of improving one's current situation (magic).(88) Alternatives offer people not two possibilities, but only the possibility of choosing one thing in preference to another: in terms of religion, New Age offers an alternative to the Judaeo-Christian heritage. The Age of Aquarius is conceived as one which will replace the predominantly Christian Age of Pisces. New Age thinkers are acutely aware of this; some of them are convinced that the coming change is inevitable, while others are actively committed to assisting its arrival. People who wonder if it is possible to believe in both Christ and Aquarius can only benefit from knowing that this is very much an “either-or” situation. “No servant can be the slave of two masters: he will either hate the first and love the second, or treat the first with respect and the second with scorn” (Lk 16.13). Christians have only to think of the difference between the wise men from the East and King Herod to recognise the powerful effects of choice for or against Christ. It must never be forgotten that many of the movements which have fed the New Age are explicitly anti-Christian. Their stance towards Christianity is not neutral, but neutralising: despite what is often said about openness to all religious standpoints, traditional Christianity is not sincerely regarded as an acceptable alternative. In fact, it is occasionally made abundantly clear that “there is no tolerable place for true Christianity”, and there are even arguments justifying anti-Christian behaviour.(89) This opposition initially was confined to the rarefied realms of those who go beyond a superficial attachment to New Age, but has begun more recently to permeate all levels of the “alternative” culture which has an extraordinarily powerful appeal, above all in sophisticated Western societies. 

Fusion or confusion? New Age traditions consciously and deliberately blur real differences: between creator and creation, between humanity and nature, between religion and psychology, between subjective and objective reality. The idealistic intention is always to overcome the scandal of division, but in New Age theory it is a question of the systematic fusion of elements which have generally been clearly distinguished in Western culture. Is it, perhaps, fair to call it “confusion”? It is not playing with words to say that New Age thrives on confusion. The Christian tradition has always valued the role of reason in justifying faith and in understanding God, the world and the human person.(90) New Age has caught the mood of many in rejecting cold, calculating, inhuman reason. While this is a positive insight, recalling the need for a balance involving all our faculties, it does not justify sidelining a faculty which is essential for a fully human life. Rationality has the advantage of universality: it is freely available to everyone, quite unlike the mysterious and fascinating character of esoteric or gnostic “mystical” religion. Anything which promotes conceptual confusion or secrecy needs to be very carefully scrutinised. It hides rather than reveals the ultimate nature of reality. It corresponds to the post-modern loss of confidence in the bold certainties of former times, which often involves taking refuge in irrationality. The challenge is to show how a healthy partnership between faith and reason enhances human life and encourages respect for creation.

Create your own reality. The widespread New Age conviction that one creates one's own reality is appealing, but illusory. It is crystallised in Jung's theory that the human being is a gateway from the outer world into an inner world of infinite dimensions, where each person is Abraxas, who gives birth to his own world or devours it. The star that shines in this infinite inner world is man's God and goal. The most poignant and problematic consequence of the acceptance of the idea that people create their own reality is the question of suffering and death: people with severe handicaps or incurable diseases feel cheated and demeaned when confronted by the suggestion that they have brought their misfortune upon themselves, or that their inability to change things points to a weakness in their approach to life. This is far from being a purely academic issue: it has profound implications in the Church's pastoral approach to the difficult existential questions everyone faces. Our limitations are a fact of life, and part of being a creature. Death and bereavement present a challenge and an opportunity, because the temptation to take refuge in a westernised reworking of the notion of reincarnation is clear proof of people's fear of death and their desire to live forever. Do we make the most of our opportunities to recall what is promised by God in the resurrection of Jesus Christ? How real is the faith in the resurrection of the body, which Christians proclaim every Sunday in the creed? The New Age idea that we are in some sense also gods is one which is very much in question here. The whole question depends, of course, on one's definition of reality. A sound approach to epistemology and psychology needs to be reinforced – in the appropriate way – at every level of Catholic education, formation and preaching. It is important constantly to focus on effective ways of speaking of transcendence. The fundamental difficulty of all New Age thought is that this transcendence is strictly a self-transcendeence to be achieved within a closed universe.

Pastoral resources. In Chapter 8 an indication is given regarding the principal documents of the Catholic Church in which can be found an evaluation of the ideas of New Age. In the first place comes the address of Pope John Paul II which was quoted in the Foreword. The Pope recognizes in this cultural trend some positive aspects, such as “the search for new meaning in life, a new ecological sensivity and the desire to go beyond a cold, rationalistic religiosity”. But he also calls the attention of the faithful to certain ambiguous elements which are incompatible with the Christian faith: these movements “pay little heed to Revelation”, “they tend to relativize religious doctrine in favor of a vague worldview”, “they often propose a pantheistic concept of God”, “they replace personal responsibility to God for our actions with a sense of duty to the cosmos, thus overturning the true concept of sin and the need for redemption through Christ”.(91)

 

6.2. Practical steps

First of all, it is worth saying once again that not everyone or everything in the broad sweep of New Age is linked to the theories of the movement in the same ways. Likewise, the label itself is often misapplied or extended to phenomena which can be categorised in other ways. The term New Age has even been abused to demonise people and practices. It is essential to see whether phenomena linked to this movement, however loosely, reflect or conflict with a Christian vision of God, the human person and the world. The mere use of the term New Age in itself means little, if anything. The relationship of the person, group, practice or commodity to the central tenets of Christianity is what counts.

*The Catholic Church has its own very effective networks, which could be better used. For example, there is a large number of pastoral centres, cultural centres and centres of spirituality. Ideally, these could also be used to address the confusion about New Age religiosity in a variety of creative ways, such as providing a forum for discussion and study. It must unfortunately be admitted that there are too many cases where Catholic centres of spirituality are actively involved in diffusing New Age religiosity in the Church. This would of course have to be corrected, not only to stop the spread of confusion and error, but also so that they might be effective in promoting true Christian spirituality. Catholic cultural centres, in particular, are not only teaching institutions but spaces for honest dialogue.(92) Some excellent specialist institutions deal with all these questions. These are precious resources, which ought to be shared generously in areas that are less well provided for. 

*Quite a few New Age groups welcome every opportunity to explain their philosophy and activities to others. Encounters with these groups should be approached with care, and should always involve persons who are capable of both explaining Catholic faith and spirituality, and of reflecting critically on New Age thought and practice. It is extremely important to check the credentials of people, groups and institutions claiming to offer guidance and information on New Age. In some cases what has started out as impartial investigation has later become active promotion of, or advocacy on behalf of, “alternative religions”. Some international institutions are actively pursuing campaigns which promote respect for “religious diversity”, and claim religious status for some questionable organisations. This fits in with the New Age vision of moving into an age where the limited character of particular religions gives way to the universality of a new religion or spirituality. Genuine dialogue, on the other hand, will always respect diversity from the outset, and will never seek to blur distinctions in a fusion of all religious traditions.

*Some local New Age groups refer to their meetings as “prayer groups”. Those people who are invited to such groups need to look for the marks of genuine Christian spirituality, and to be wary if there is any sort of initiation ceremony. Such groups take advantage of a person's lack of theological or spiritual formation to lure them gradually into what may in fact be a form of false worship. Christians must be taught about the true object and content of prayer – in the Holy Spirit, through Jesus Christ, to the Father – in order to judge rightly the intention of a “prayer group”. Christian prayer and the God of Jesus Christ will easily be recognised.(93) Many people are convinced that there is no harm in 'borrowing' from the wisdom of the East, but the example of Transcendental Meditation (TM) should make Christians cautious about the prospect of committing themselves unknowingly to another religion (in this case, Hinduism), despite what TM's promoters claim about its religious neutrality. There is no problem with learning how to meditate, but the object or content of the exercise clearly determines whether it relates to the God revealed by Jesus Christ, to some other revelation, or simply to the hidden depths of the self. 

*Christian groups which promote care for the earth as God's creation also need to be given due recognition. The question of respect for creation is one which could also be approached creatively in Catholic schools. A great deal of what is proposed by the more radical elements of the ecological movement is difficult to reconcile with Catholic faith. Care for the environment in general terms is a timely sign of a fresh concern for what God has given us, perhaps a necessary mark of Christian stewardship of creation, but “deep ecology” is often based on pantheistic and occasionally gnostic principles.(94)

*The beginning of the Third Millennium offers a real kairos for evangelisation. People's minds and hearts are already unusually open to reliable information on the Christian understanding of time and salvation history. Emphasising what is lacking in other approaches should not be the main priority. It is more a question of constantly revisiting the sources of our own faith, so that we can offer a good, sound presentation of the Christian message. We can be proud of what we have been given on trust, so we need to resist the pressures of the dominant culture to bury these gifts (cf. Mt 25.24-30). One of the most useful tools available is the Catechism of the Catholic Church. There is also an immense heritage of ways to holiness in the lives of Christian men and women past and present. Where Christianity's rich symbolism, and its artistic, aesthetical and musical traditions are unknown or have been forgotten, there is much work to be done for Christians themselves, and ultimately also for anyone searching for an experience or a greater awareness of God's presence. Dialogue between Christians and people attracted to the New Age will be more successful if it takes into account the appeal of what touches the emotions and symbolic language. If our task is to know, love and serve Jesus Christ, it is of paramount importance to start with a good knowledge of the Scriptures. But, most of all, coming to meet the Lord Jesus in prayer and in the sacraments, which are precisely the moments when our ordinary life is hallowed, is the surest way of making sense of the whole Christian message. 

*Perhaps the simplest, the most obvious and the most urgent measure to be taken, which might also be the most effective, would be to make the most of the riches of the Christian spiritual heritage. The great religious orders have strong traditions of meditation and spirituality, which could be made more available through courses or periods in which their houses might welcome genuine seekers. This is already being done, but more is needed. Helping people in their spiritual search by offering them proven techniques and experiences of real prayer could open a dialogue with them which would reveal the riches of Christian tradition, and perhaps clarify a great deal about New Age in the process.

In a vivid and useful image, one of the New Age movement's own exponents has compared traditional religions to cathedrals, and New Age to a worldwide fair. The New Age Movement is seen as an invitation to Christians to bring the message of the cathedrals to the fair which now covers the whole world. This image offers Christians a positive challenge, since it is always time to take the message of the cathedrals to the people in the fair. Christians need not, indeed, must not wait for an invitation to bring the message of the Good News of Jesus Christ to those who are looking for the answers to their questions, for spiritual food that satisfies, for living water. Following the image proposed, Christians must issue forth from the cathedral, nourished by word and sacrament, to bring the Gospel into every aspect of everyday life – “Go! The Mass is ended!” In Apostolic Letter Novo Millennio Ineunte the Holy Father remarks on the great interest in spirituality found in the secular world of today, and how other religions are responding to this demand in appealing ways. He goes on to issue a challenge to Christians in this regard: “But we who have received the grace of believing in Christ, the revealer of the Father and the Savior of the world, have a duty to show to what depths the relationship with Christ can lead” (n. 33). To those shopping around in the world's fair of religious proposals, the appeal of Christianity will be felt first of all in the witness of the members of the Church, in their trust, calm, patience and cheerfulness, and in their concrete love of neighbour, all the fruit of their faith nourished in authentic personal prayer.

 

7 APPENDIX

7.1. Some brief formulations of New Age ideas

William Bloom's 1992 formulation of New Age quoted in Heelas, p. 225f.:

*All life – all existence – is the manifestation of Spirit, of the Unknowable, of that supreme consciousness known by many different names in many different cultures.

*The purpose and dynamic of all existence is to bring Love, Wisdom, Enlightenment... into full manifestation.

*All religions are the expression of this same inner reality.

*All life, as we perceive it with the five human senses or with scientific instruments, is only the outer veil of an invisible, inner and causal reality.

*Similarly, human beings are twofold creatures – with: (i) an outer temporary personality; and (ii) a multi-dimensional inner being (soul or higher self).

*The outer personality is limited and tends towards love.

*The purpose of the incarnation of the inner being is to bring the vibrations of the outer personality into a resonance of love.

*All souls in incarnation are free to choose their own spiritual path.

*Our spiritual teachers are those whose souls are liberated from the need to incarnate and who express unconditional love, wisdom and enlightenment. Some of these great beings are well- known and have inspired the world religions. Some are unknown and work invisibly.

*All life, in its different forms and states, is interconnected energy – and this includes our deeds, feelings and thoughts. We, therefore, work with Spirit and these energies in co-creating our reality.

*Although held in the dynamic of cosmic love, we are jointly responsible for the state of our selves, of our environment and of all life.

*During this period of time, the evolution of the planet and of humanity has reached a point when we are undergoing a fundamental spiritual change in our individual and mass consciousness. This is why we talk of a New Age. This new consciousness is the result of the increasingly successful incarnation of what some people call the energies of cosmic love. This new consciousness demonstrates itself in an instinctive understanding of the sacredness and, in particular, the interconnectedness of all existence.

*This new consciousness and this new understanding of the dynamic interdependence of all life mean that we are currently in the process of volving a completely new planetary culture.

Heelas (p. 226) Jeremy Tarcher's “complementary formulation”.

1. The world, including the human race, constitutes an expression of a higher, more comprehensive divine nature.

2. Hidden within each human being is a higher divine self, which is a manifestation of the higher, more comprehensive divine nature.

3. This higher nature can be awakened and can become the center of the individual's everyday life.

4. This awakening is the reason for the existence of each individual life.

David Spangler is quoted in Actualité des religions nº 8, septembre 1999, p. 43, on the principal characteristics of the New Age vision, which is:

*holistic (globalising, because there is one single reality-energy);

*ecological (earth-Gaia is our mother; each of us is a neurone of earth's central nervous system);

*androgynous (rainbow and Yin/Yang are both NA symbols, to do with the complementarity of contraries, esp. masculine and feminine);

*mystical (finding the sacred in every thing, the most ordinary things);

*planetary (people must be at one and the same time anchored in their own culture and open to a universal dimension, capable of promoting love, compassion, peace and even the establishment of world government).

 

7.2. A Select Glossary

Age of Aquarius: each astrological age of about 2146 years is named according to one of the signs of the zodiac, but the “great days” go in reverse order, so the current Age of Pisces is about to end, and the Age of Aquarius will be ushered in. Each Age has its own cosmic energies; the energy in Pisces has made it an era of wars and conflicts. But Aquarius is set to be an era of harmony, justice, peace, unity etc. In this aspect, New Age accepts historical inevitability. Some reckon the age of Aries was the time of the Jewish religion, the age of Pisces that of Christianity, Aquarius the age of a universal religion.

Androgyny: is not hermaphroditism, i.e. existence with the physical characteristics of both sexes, but an awareness of the presence in every person of male and female elements; it is said to be a state of balanced inner harmony of the animus and anima. In New Age, it is a state resulting from a new awareness of this double mode of being and existing that is characteristic of every man and every woman. The more it spreads, the more it will assist in the transformation of interpersonal conduct.

Anthroposophy: a theosophical doctrine originally popularised by the Croat Rudolf Steiner (1861-1925), who left the Theosophical Society after being leader of its German branch from 1902 to 1913. It is an esoteric doctrine meant to initiate people into “objective knowledge” in the spiritual-divine sphere. Steiner believed it had helped him explore the laws of evolution of the cosmos and of humanity. Every physical being has a corresponding spiritual being, and earthly life is influenced by astral energies and spiritual essences. The Akasha Chronicle is said to be a “cosmic memory” available to initiates.(95)

Channeling: psychic mediums claim to act as channels for information from other selves, usually disembodied entities living on a higher plane. It links beings as diverse as ascended masters, angels, gods, group entities, nature spirits and the Higher Self.

Christ: in New Age the historical figure of Jesus is but one incarnation of an idea or an energy or set of vibrations. For Alice Bailey, a great day of supplication is needed, when all believers will create such a concentration of spiritual energy that there will be a further incarnation, which will reveal how people can save themselves.... For many people, Jesus is nothing more than a spiritual master who, like Buddha, Moses and Mohammed, amongst others, has been penetrated by the cosmic Christ. The cosmic Christ is also known as christic energy at the basis of each being and the whole of being. Individuals need to be initiated gradually into awareness of this christic characteristic they are all said to have. Christ – in New Age terms – represents the highest state of perfection of the self.(96)

Crystals: are reckoned to vibrate at significant frequencies. Hence they are useful in self-transformation. They are used in various therapies and in meditation, visualisation, 'astral travel' or as lucky charms. From the outside looking in, they have no intrinsic power, but are simply beautiful.

Depth Psychology: the school of psychology founded by C.G. Jung, a former disciple of Freud. Jung recognised that religion and spiritual matters were important for wholeness and health. The interpretation of dreams and the analysis of archetypes were key elements in his method. Archetypes are forms which belong to the inherited structure of the human psyche; they appear in the recurrent motifs or images in dreams, fantasies, myths and fairy tales.

Enneagram: (from the Greek ennéa = nine + gramma = sign) the name refers to a diagram composed of a circle with nine points on its circumference, connected within the circle by a triangle and a hexangle. It was originally used for divination, but has become known as the symbol for a system of personality typology consisting of nine standard character types. It became popular after the publication of Helen Palmer's book The Enneagram,(97) but she recognises her indebtedness to the Russian esoteric thinker and practitioner G.I. Gurdjieff, the Chilean psychologist Claudio Naranjo and author Oscar Ichazo, founder of Arica. The origin of the enneagram remains shrouded in mystery, but some maintain that it comes from Sufi mysticism.

Esotericism: (from the Greek esotéros = that which is within) it generally refers to an ancient and hidden body of knowledge available only to initiated groups, who portray themselves as guardians of the truths hidden from the majority of humankind. The initiation process takes people from a merely external, superficial, knowledge of reality to the inner truth and, in the process, awakens their consciousness at a deeper level. People are invited to undertake this “inner journey” to discover the “divine spark” within them. Salvation, in this context, coincides with a discovery of the Self.

Evolution: in New Age it is much more than a question of living beings evolving towards superior life forms; the physical model is projected on to the spiritual realm, so that an immanent power within human beings would propel them towards superior spiritual life forms. Human beings are said not to have full control over this power, but their good or bad actions can accelerate or retard their progress. The whole of creation, including humanity, is seen to be moving inexorably towards a fusion with the divine. Reincarnation clearly has an important place in this view of a progressive spiritual evolution which is said to begin before birth and continue after death.(98)

Expansion of consciousness: if the cosmos is seen as one continuous chain of being, all levels of existence – mineral, vegetable, animal, human, cosmic and divine beings – are interdependent. Human beings are said to become aware of their place in this holistic vision of global reality by expanding their consciousness well beyond its normal limits. The New Age offers a huge variety of techniques to help people reach a higher level of perceiving reality, a way of overcoming the separation between subjects and between subjects and objects in the knowing process, concluding in total fusion of what normal, inferior, awareness sees as separate or distinct realities. 

Feng-shui: a form of geomancy, in this case an occult Chinese method of deciphering the hidden presence of positive and negative currents in buildings and other places, on the basis of a knowledge of earthly and atmospheric forces. “Just like the human body or the cosmos, sites are places criss-crossed by influxes whose correct balance is the source of health and life”.(99)

Gnosis: in a generic sense, it is a form of knowledge that is not intellectual, but visionary or mystical, thought to be revealed and capable of joining the human being to the divine mystery. In the first centuries of Christianity, the Fathers of the Church struggled against gnosticism, inasmuch as it was at odds with faith. Some see a reborth of gnostic ideas in much New Age thinking, and some authors connected with New Age actually quote early gnosticism. However, the greater emphasis in New Age on monism and even pantheism or panentheism encourages some to use the term neo-gnosticism to distinguish New Age gnosis from ancient gnosticism.

Great White Brotherhood: Mrs. Blavatsky claimed to have contact with the mahatmas, or masters, exalted beings who together constitute the Great White Brotherhood. She saw them as guiding the evolution of the human race and directing the work of the Theosophical Society.

Hermeticism: philosophical and religious practices and speculations linked to the writings in the Corpus Hermeticum, and the Alexandrian texts attributed to the mythical Hermes Trismegistos. When they first became known during the Renaissance, they were thought to reveal pre-Christian doctrines, but later studies showed they dated from the first century of the christian era.(100) Alexandrian hermeticism is a major resource for modern esotericism, and the two have much in common: eclecticism, a refutation of ontological dualism, an affirmation of the positive and symbolic character of the universe, the idea of the fall and later restoration of mankind. Hermetic speculation has strengthened belief in an ancient fundamental tradition or a so-called philosophia perennis falsely considered as common to all religious traditions. The high and ceremonial forms of magic developed from Renaissance Hermeticism. 

Holism: a key concept in the “new paradigm”, claiming to provide a theoretical frame integrating the entire worldview of modern man. In contrast with an experience of increasing fragmentation in science and everyday life, “wholeness” is put forward as a central methodological and ontological concept. Humanity fits into the universe as part of a single living organism, a harmonious network of dynamic relationships. The classic distinction between subject and object, for which Descartes and Newton are typically blamed, is challenged by various scientists who offer a bridge between science and religion. Humanity is part of a universal network (eco-system, family) of nature and world, and must seek harmony with every element of this quasi-transcendent authority. When one understands one's place in nature, in the cosmos which is also divine, one also understands that “wholeness” and “holiness” are one and the same thing. The clearest articulation of the concept of holism is in the “Gaia” hypothesis.(101)

Human Potential Movement: since its beginnings (Esalen, California, in the 1960s), this has grown into a network of groups promoting the release of the innate human capacity for creativity through self-realisation. Various techniques of personal transformation are used more and more by companies in management training programmes, ultimately for very normal economic reasons. Transpersonal Technologies, the Movement for Inner Spiritual Awareness, Organisational Development and Organisational Transformation are all put forward as non-religious, but in reality company employees can find themselves being submitted to an alien 'spirituality' in a situation which raises questions about personal freedom. There are clear links between Eastern spirituality and psychotherapy, while Jungian psychology and the Human Potential Movement have been very influential on Shamanism and “reconstructed” forms of Paganism like Druidry and Wicca. In a general sense, “personal growth” can be understood as the shape “religious salvation” takes in the New Age movement: it is affirmed that deliverance from human suffering and weakness will be reached by developing our human potential, which results in our increasingly getting in touch with our inner divinity.(102)

Initiation: in religious ethnology it is the cognitive and/or experiential journey whereby a person is admitted, either alone or as part of a group, by means of particular rituals to membership of a religious community, a secret society (e.g. Freemasonry) or a mystery association (magical, esoteric-occult, gnostic, theosophical etc.).

Karma: (from the Sanskrit root Kri = action, deed) a key notion in Hinduism, Jainism and Buddhism, but one whose meaning has not always been the same. In the ancient Vedic period it referred to the ritual action, especially sacrifice, by means of which a person gained access to the happiness or blessedness of the afterlife. When Jainism and Buddhism appeared (about 6 centuries before Christ), Karma lost its salvific meaning: the way to liberation was knowledge of the Atman or “self”. In the doctrine of samsara, it was understood as the incessant cycle of human birth and death (Huinduism) or of rebirth (Buddhism).(103) In New Age contexts, the “law of karma” is often seen as the moral equivalent of cosmic evolution. It is no longer to do with evil or suffering – illusions to be experienced as part of a “cosmic game” – but is the universal law of cause and effect, part of the tendency of the interconnected universe towards moral balance.(104)

Monism: the metaphysical belief that differences between beings are illusory. There is only one universal being, of which every thing and every person is a part. Inasmuch as New Age monism includes the idea that reality is fundamentally spiritual, it is a contemporary form of pantheism (sometimes explicitly a rejection of materialism, particularly Marxism). Its claim to resolve all dualism leaves no room for a transcendent God, so everything is God. A further problem arises for Christianity when the question of the origin of evil is raised. C.G. Jung saw evil as the “shadow side” of the God who, in classical theism, is all goodness.

Mysticism: New Age mysticism is turning inwards on oneself rather than communion with God who is “totally other”. It is fusion with the universe, an ultimate annihilation of the individual in the unity of the whole. Experience of Self is taken to be experience of divinity, so one looks within to discover authentic wisdom, creativity and power.

Neopaganism: a title often rejected by many to whom it is applied, it refers to a current that runs parallel to New Age and often interacts with it. In the great wave of reaction against traditional religions, specifically the Judaeo-Christian heritage of the West, many have revisited ancient indigenous, traditional, pagan religions. Whatever preceded Christianity is reckoned to be more genuine to the spirit of the land or the nation, an uncontaminated form of natural religion, in touch with the powers of nature, often matriarchal, magical or Shamanic. Humanity will, it is said, be healthier if it returns to the natural cycle of (agricultural) festivals and to a general affirmation of life. Some “neo-pagan” religions are recent reconstructions whose authentic relationship to original forms can be questioned, particularly in cases where they are dominated by modern ideological components like ecology, feminism or, in a few cases, myths of racial purity.(105)

New Age Music: this is a booming industry. The music concerned is very often packaged as a means of achieving harmony with oneself or the world, and some of it is “Celtic” or druidic. Some New Age composers claim their music is meant to build bridges between the conscious and the unconscious, but this is probably more so when, besides melodies, there is meditative and rhythmic repetition of key phrases. As with many elements of the New Age phenomenon, some music is meant to bring people further into the New Age Movement, but most is simply commercial or artistic.

New Thought: a 19th century religious movement founded in the United States of America. Its origins were in idealism, of which it was a popularised form. God was said to be totally good, and evil merely an illusion; the basic reality was the mind. Since one's mind is what causes the events in one's life, one has to take ultimate responsibility for every aspect of one's situation.

Occultism: occult (hidden) knowledge, and the hidden forces of the mind and of nature, are at the basis of beliefs and practices linked to a presumed secret “perennial philosophy” derived from ancient Greek magic and alchemy, on the one hand, and Jewish mysticism, on the other. They are kept hidden by a code of secrecy imposed on those initiated into the groups and societies that guard the knowledge and techniques involved. In the 19th century, spiritualism and the Theosophical Society introduced new forms of occultism which have, in turn, influenced various currents in the New Age.

Pantheism: (Greek pan = everything and theos = God) the belief that everything is God or, sometimes, that everything is in God and God is in everything (panentheism). Every element of the universe is divine, and the divinity is equally present in everything. There is no space in this view for God as a distinct being in the sense of classical theism.

Parapsychology: treats of such things as extrasensory perception, mental telepathy, telekinesis, psychic healing and communication with spirits via mediums or channeling. Despite fierce criticism from scientists, parapsychology has gone from strength to strength, and fits neatly into the view popular in some areas of the New Age that human beings have extraordinary psychic abilities, but often only in an undeveloped state. 

Planetary Consciousness: this world-view developed in the 1980s to foster loyalty to the community of humanity rather than to nations, tribes or other established social groups. It can be seen as the heir to movements in the early 20th century that promoted a world government. The consciousness of the unity of humanity sits well with the Gaia hypothesis.

Positive Thinking: the conviction that people can change physical reality or external circumstances by altering their mental attitude, by thinking positively and constructively. Sometimes it is a matter of becoming consciously aware of unconsciously held beliefs that determine our life-situation. Positive thinkers are promised health and wholeness, often prosperity and even immortality.

Rebirthing: In the early 1970s Leonard Orr described rebirthing as a process by which a person can identify and isolate aoreas in his or her consciousness that are unresolved and at the source of present problems.

Reincarnation: in a New Age context, reincarnation is linked to the concept of ascendant evolution towards becoming divine. As opposed to Indian religions or those derived from them, New Age views reincarnation as progression of the individual soul towards a more perfect state. What is reincarnated is essentially something immaterial or spiritual; more precisely, it is consciousness, that spark of energy in the person that shares in cosmic or “christic” energy. Death is nothing but the passage of the soul from one body to another.

Rosicrucians: these are Western occult groups involved in alchemy, astrology, Theosophy and kabbalistic interpretations of scripture. The Rosicrucian Fellowship contributed to the revival of astrology in the 20th century, and the Ancient and Mystical Order of the Rosae Crucis (AMORC) linked success with a presumed ability to materialise mental images of health, riches and happiness.

Shamanism: practices and beliefs linked to communication with the spirits of nature and the spirits of dead people through ritualised possession (by the spirits) of a shaman, who serves as a medium. It has been attractive in New Age circles because it stresses harmony with the forces of nature and healing. There is also a romanticised image of indigenous religions and their closeness to the earth and to nature. 

Spiritualism: While there have always been attempts to contact the spirits of the dead, 19th century spiritualism is reckoned to be one of the currents that flow into the New Age. It developed against the background of the ideas of Swedenborg and Mesmer, and became a new kind of religion. Madame Blavatsky was a medium, and so spiritualism had a great influence on the Theosophical Society, although there the emphasis was on contact with entities from the distant past rather than people who had died only recently. Allan Kardec was influential in the spread of spiritualism in Afro-Brasilian religions. There are also spiritualist elements in some New Religious Movements in Japan.

Theosophy: an ancient term, which originally referred to a kind of mysticism. It has been linked to Greek Gnostics and Neoplatonists, to Meister Eckhart, Nicholas of Cusa and Jakob Boehme. The name was given new emphasis by the Theosophical Society, founded by Helena Petrovna Blavatsky and others in 1875. Theosophical mysticism tends to be monistic, stressing the essential unity of the spiritual and material components of the universe. It also looks for the hidden forces that cause matter and spirit to interact, in such a way that human and divine minds eventually meet. Here is where theosophy offers mystical redemption or enlightenment.

Transcendentalism: This was a 19th century movement of writers and thinkers in New England, who shared an idealistic set of beliefs in the essential unity of creation, the innate goodness of the human person, and the superiority of insight over logic and experience for the revelation of the deepest truths. The chief figure is Ralph Waldo Emerson, who moved away from orthodox Christianity, through Unitarianism to a new natural mysticism which integrated concepts from Hinduism with popular American ones like individualism, personal responsibility and the need to succeed.

Wicca: an old English term for witches that has been given to a neo-pagan revival of some elements of ritual magic. It was invented in England in 1939 by Gerald Gardner, who based it on some scholarly texts, according to which medieval European witchcraft was an ancient nature religion persecuted by Christians. Called “the Craft”, it grew rapidly in the 1960s in the United States, where it encountered “women's spirituality”. 

 

7.3. Key New Age places

Esalen: a community founded in Big Sur, California, in 1962 by Michael Murphy and Richard Price, whose main aim was to arrive at a self-realisation of being through nudism and visions, as well as “bland medicines”. It has become one of the most important centres of the Human Potential Movement, and has spread ideas about holistic medicine in the worlds of education, politics and economics. This has been done through courses in comparative religion, mythology, mysticism, meditation, psychotherapy, expansion of consciousness and so on. Along with Findhorn, it is seen as a key place in the growth of Aquarian consciousness. The Esalen Soviet-American Institute co-operated with Soviet officials on the Health Promotion Project.

Findhorn: this holistic farming community started by Peter and Eileen Caddy achieved the growth of enormous plants by unorthodox methods. The founding of the Findhorn community in Scotland in 1965 was an important milestone in the movement which bears the label of the 'New Age'. In fact, Findhorn 'was seen as embodying its principal ideals of transformation'. The quest for a universal consciousness, the goal of harmony with nature, the vision of a transformed world, and the practice of channeling, all of which have become hallmarks of the New Age Movement, were present at Findhorn from its foundation. The success of this community led to its becoming a model for, and/or an inspiration to, other groups, such as Alternatives in London, Esalen in Big Sur, California, and the Open Center and Omega Institute in New York”.(106)

Monte Verità: a utopian community near Ascona in Switzerland. Since the end of the 19th century it was a meeting point for European and American exponents of the counter-culture in the fields of politics, psychology, art and ecology. The Eranos conferences have been held there every year since 1933, gathering some of the great luminaries of the New Age. The yearbooks make clear the intention to create an integrated world religion.(107) It is fascinating to see the list of those who have gathered over the years at Monte Verità.

 

8 RESOURCES

Documents of the Catholic Church's magisterium

John Paul II, Address to the United States Bishops of Iowa, Kansas, Missouri and Nebraska on their “Ad Limina” visit, 28 May 1993.

Congregation for the Doctrine of the Faith, Letter to Bishops on Certain Aspects of Christian Meditation (Orationis Formas), Vatican City (Vatican Polyglot Press) 1989.

International Theological Commission, Some Current Questions Concerning Eschatology, 1992, Nos. 9-10 (on reincarnation).

International Theological Commission, Some Questions on the Theology of Redemption, 1995, I/29 and II/35-36.

Argentine Bishops' Conference Committee for Culture, Frente a una Nueva Era. Desafio a la pastoral en el horizonte de la Nueva Evangelización, 1993.

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Godfried Danneels, Au-delà de la mort: réincarnation et resurrection, Pastoral Letter, Easter 1991.

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Norberto Rivera Carrera, Instrucción Pastoral sobre el New Age, 7 January 1996.

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J. Francis Stafford, Il movimento “New Age”, in L'Osservatore Romano, 30 October 1992.

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Christian studies

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9 GENERAL BIBLIOGRAPHY

9.1. Some New Age books

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London (Tara Press) 1979.

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David Spangler, Revelation: The Birth of a New Age, San Francisco (Rainbow Bridge) 1976.

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9.2. Historical, descriptive and analytical works

Christoph Bochinger, “New Age” und moderne Religion: Religionswissenschaftliche Untersuchungen, Gütersloh (Kaiser) 1994.

Bernard Franck, Lexique du Nouvel-Age, Limoges (Droguet-Ardant) 1993.

Hans Gasper, Joachim Müller and Friederike Valentin, Lexikon der Sekten, Sondergruppen und Weltanschauungen. Fakten, Hintergründe, Klärungen, updated edition, Freiburg-Basel-Vienna (Herder) 2000. See, inter alia, the article “New Age” by Christoph Schorsch, Karl R. Essmann and Medard Kehl, and “Reinkarnation” by Reinhard Hümmel.

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NOTES

(1)Paul Heelas, The New Age Movement. The Celebration of the Self and the Sacralization of Modernity, Oxford (Blackwell) 1996, p. 137.

(2)Cf. P. Heelas, op. cit., p. 164f.

(3)Cf. P. Heelas, op. cit., p. 173.

(4)Cf. John Paul II, Encyclical Letter Dominum et vivificantem (18 May 1986), 53.

(5)Cf. Gilbert Markus o.p., “Celtic Schmeltic”, (1) in Spirituality, vol. 4, November-December 1998, No 21, pp. 379-383 and (2) in Spirituality, vol. 5, January-February 1999, No. 22, pp. 57-61.

(6)John Paul II, Crossing the Threshold of Hope, (Knopf) 1994, 90.

(7)Cf. particularly Massimo Introvigne, New Age & Next Age, Casale Monferrato (Piemme) 2000.

(8)M. Introvigne, op. cit., p. 267.

(9)Cf. Michel Lacroix, L'Ideologia della New Age, Milano (il Saggiatore) 1998, p. 86. The word “sect” is used here not in any pejorative sense, but rather to denote a sociological phenomenon.

(10)Cf. Wouter J. Hanegraaff, New Age Religion and Western Culture. Esotericism in the Mirror of Secular Thought, Leiden-New York-Köln (Brill) 1996, p. 377 and elsewhere.

(11)Cf. Rodney Stark and William Sims Bainbridge, The Future of Religion. Secularisation, Revival and Cult Formation, Berkeley (University of California Press) 1985.

(12)Cf. M. Lacroix, op. cit., p. 8.

(13)The Swiss “Theologie für Laien” course entitled Faszination Esoterik puts this clearly. Cf. “Kursmappe 1 – New Age und Esoterik”, text to accompany slides, p. 9.

(14)The term was already in use in the title of The New Age Magazine, which was being published by the Ancient Accepted Scottish Masonic Rite in the southern jurisdiction of the United States of America as early as 1900 Cf. M. York, “The New Age Movement in Great Britain”, in Syzygy. Journal of Alternative Religion and Culture, 1: 2-3 (1992), Stanford CA, p. 156, note 6. The exact timing and nature of the change to the New Age are interpreted variously by different authors; estimates of timing range from 1967 to 2376.

(15)In late 1977, Marilyn Ferguson sent a questionnaire to 210 “persons engaged in social transformation”, whom she also calls “Aquarian Conspirators”. The following is interesting: “When respondents were asked to name individuals whose ideas had influenced them, either through personal contact or through their writings, those most often named, in order of frequency, were Pierre Teilhard de Chardin, C.G. Jung, Abraham Maslow, Carl Rogers, Aldous Huxley, Robert Assagioli, and J. Krishnamurti. “Others frequently mentioned: Paul Tillich, Hermann Hesse, Alfred North Whitehead, Martin Buber, Ruth Benedict, Margaret Mead, Gregory Bateson, Tarthang Tulku, Alan Watts, Sri Aurobindo, Swami Muktananda, D.T. Suzuki, Thomas Merton, Willis Harman, Kenneth Boulding, Elise Boulding, Erich Fromm, Marshall McLuhan, Buckminster Fuller, Frederic Spiegelberg, Alfred Korzybski, Heinz von Foerster, John Lilly, Werner Erhard, Oscar Ichazo, Maharishi Mahesh Yogi, Joseph Chilton Pearce, Karl Pribram, Gardner Murphy, and Albert Einstein”: The Aquarian Conspiracy. Personal and Social Transformation in Our Time, Los Angeles (Tarcher) 1980, p. 50 (note 1) and p. 434. 

(16)W.J. Hanegraaff, op. cit., p. 520.

(17)Irish Theological Commission, A New Age of the Spirit? A Catholic Response to the New Age Phenomenon, Dublin 1994, chapter 3.

(18)Cf. The Structure of Scientific Revolutions, Chicago (University of Chicago Press), 1970, p. 175.

(19)Cf. Alessandro Olivieri Pennesi, Il Cristo del New Age. Indagine critica, Vatican City (Libreria Editrice Vaticana) 1999, passim, but especially pp. 11-34. See Also section 4 below.

(20)It is worth recalling the lyrics of this song, which quickly imprinted themselves on to the minds of a whole generation in North America and Western Europe: “When the Moon is in the Seventh House, and Jupiter aligns with Mars, then Peace will guide the Planets, and Love will steer the Stars. This is the dawning of the Age of Aquarius... Harmony and understanding, ympathy and trust abounding; no more falsehoods or derision - golden living, dreams of visions, mystic crystal revelation, and the mind's true liberation. Aquarius...”.

(21)P. Heelas, op. cit., p. 1f. The August 1978 journal of the Berkeley Christian Coalition puts it this way: “Just ten years ago the funky drug-based spirituality of the hippies and the mysticism of the Western yogi were restricted to the counterculture. Today, both have found their way into the mainstream of our cultural mentality. Science, the health professions, and the arts, not to mention psychology and religion, are all engaged in a fundamental reconstruction of their basic premises”. Quoted in Marilyn Ferguson, op. cit., p. 370f.

(22)Cf. Chris Griscom, Ecstasy is a New Frequency: Teachings of the Light Institute, New York (Simon & Schuster) 1987, p. 82.

(23)See the Glossary of New Age terms, §7.2 above.

(24)Cf. W.J. Hanegraaff, op. cit., chapter 15 (“The Mirror of Secular Thought”). The system of correspondences is clearly inherited from traditional esotericism, but it has a new meaning for those who (consciously or not) follow Swedenborg. While every natural element in traditional esoteric doctrine had the divine life within it, for Swedenborg nature is a dead reflection of the living spiritual world. This idea is very much at the heart of the post-modern vision of a disenchanted world and various attempts to “re-enchant” it. Blavatsky rejected correspondences, and Jung emphatically relativised causality in favour of the esoteric world-view of correspondences.

(25)W.J. Hanegraaff, op. cit., pp. 54-55.

(26)Cf. Reinhard Hümmel, “Reinkarnation”, in Hans Gasper, Joachim Müller, Friederike Valentin (eds.), Lexikon der Sekten, Sondergruppen und Weltanschauungen. Fakten, Hintergründe, Klärungen, Freiburg-Basel-Wien (Herder) 2000, 886-893.

(27)Michael Fuss, “New Age and Europe – A Challenge for Theology”, in Mission Studies Vol. VIII-2, 16, 1991, p. 192.

(28)Ibid., loc. cit.

(29)Ibid.,p. 193.

(30)Ibid.,p. 199.

(31)Congregation for the Doctrine of Faith, Letter to the Bishops of the Catholic Church on Some Aspects of Christian Meditation (Orationis Formas), 1989, 14.
Cf. Gaudium et Spes, 19; Fides et Ratio, 22.

(32)W.J. Hanegraaff, op. cit., p. 448f. The objectives are quoted from the final (1896) version, earlier versions of which stressed the irrationality of “bigotry” and the urgency of promoting non-sectarian education. Hanegraaff quotes J. Gordon Melton's description of New Age religion as rooted in the “occult-metaphysical” tradition (ibid., p. 455).

(33)W.J. Hanegraaff, op. cit., p. 513.

(34)Thomas M. King s.j., “Jung and Catholic Spirituality”, in America, 3 April 1999, p. 14. The author points out that New Age devotees “quote passages dealing with the I Ching, astrology and Zen, while Catholics quote passages dealing with Christian mystics, the liturgy and the psychological value of the sacrament of reconciliation” (p. 12). He also lists Catholic personalities and spiritual institutions clearly inspired and guided by Jung's psychology.

(35)Cf. W.J. Hanegraaff, op. cit., p. 501f.

(36)Carl Gustav Jung, Wandlungen und Symbole der Libido, quoted in Hanegraaff, op. cit., p. 503.

(37)On this point cf. Michel Schooyans, L'Évangile face au désordre mondial, with a preface by Cardinal Joseph Ratzinger, Paris (Fayard) 1997.

(38)Quoted in the Maranatha Community's The True and the False New Age. Introductory Ecumenical Notes, Manchester (Maranatha) 1993, 8.10 – the original page numbering is not specified.

(39)Michel Lacroix, L'Ideologia della New Age, Milano (il Saggiatore) 1998, p. 84f.

(40)Cf. the section on David Spangler's ideas in Actualité des religions nº 8, septembre 1999, p. 43.

(41)M. Ferguson, op. cit., p. 407.

(42)Ibid.,p. 411.

(43)“To be an American... is precisely to imagine a destiny rather than inherit one. We have always been inhabitants of myth rather than history”: Leslie Fiedler, quoted in M. Ferguson, op. cit., p. 142.

(44)Cf. P. Heelas, op. cit., p. 173f.

(45)David Spangler, The New Age, Issaquah (Mornington Press) 1988, p. 14.

(46)P. Heelas, op. cit., p. 168.

(47)See the Preface to Michel Schooyans, L'Évangile face au désordre mondial,
op. cit. This quotation is translated from the Italian, Il nuovo disordine mondiale, Cinisello Balsamo (San Paolo) 2000, p. 6.

(48)Cf. Our Creative Diversity. Report of the World Commission on Culture and Development, Paris (UNESCO) 1995, which illustrates the importance given to celebrating and promoting diversity.

(49)Cf. Christoph Bochinger, “New Age” und moderne Religion: Religionswissenschaftliche Untersuchungen, Gütersloh (Kaiser) 1994, especially chapter 3.

(50)The shortcomings of techniques which are not yet prayer are discussed below in § 3.4, “Christian mysticism and New Age mysticism”.

(51)Cf. Carlo Maccari, “La 'mistica cosmica' del New Age”, in Religioni e Sette nel Mondo 1996/2.

(52)Jean Vernette, “L'avventura spirituale dei figli dell'Acquario”, in Religioni e Sette nel Mondo 1996/2, p. 42f.

(53)J. Vernette, loc. cit.

(54)Cf. J. Gordon Melton, New Age Encyclopedia, Detroit (Gale Research) 1990, pp. xiii-xiv.

(55)David Spangler, The Rebirth of the Sacred, London (Gateway Books) 1984, p. 78f.

(56)David Spangler, The New Age, op. cit., p. 13f.

(57)John Paul II, Apostolic Letter Tertio Millennio Adveniente (10 November 1994), 9.

(58)Matthew Fox, The Coming of the Cosmic Christ. The Healing of Mother Earth and the Birth of a Global Renaissance, San Francisco (Harper & Row) 1988, p. 135.

(59)Cf. the document issued by the Argentine Bishops' Conference Committee for Culture: Frente a una Nueva Era. Desafío a la pastoral en el horizonte de la Nueva Evangelización, 1993.

(60)Congregation for the Doctrine of the Faith, Orationis Formas, 23.

(61)Ibid.,3. See the sections on meditation and contemplative prayer in the Catechism of the Catholic Church, §§. 2705-2719.

(62)Cf. Congregation for the Doctrine of the Faith, Orationis Formas, 13.

(63)Cf. Brendan Pelphrey, “I said, You are Gods. Orthodox Christian Theosis and Deification in the New Religious Movements” in Spirituality East and West, Easter 2000 (No. 13).

(64)Adrian Smith, God and the Aquarian Age. The new era of the Kingdom, Great Wakering (McCrimmons) 1990, p. 49. 

(65)Cf. Benjamin Creme, The Reappearance of Christ and the Masters of Wisdom, London (Tara Press) 1979, p. 116.

(66)Cf. Jean Vernette, Le New Age, Paris (P.U.F.) 1992 (Collection Encyclopédique Que sais-je?), p. 14.

(67)Catechism of the Catholic Church, 52.

(68)Cf. Alessandro Olivieri Pennesi, Il Cristo del New Age. Indagine Critica, Vatican City (Libreria Editrice Vaticana) 1999, especially pages 13-34. The list of common points is on p. 33.

(69)The Nicene Creed.

(70)Michel Lacroix, L'Ideologia della New Age, Milano (Il Saggiatore) 1998, p. 74.

(71)Ibid., p. 68.

(72)Edwin Schur, The Awareness Trap. Self-Absorption instead of Social Change, New York (McGraw Hill) 1977, p. 68.

(73)Cf. Catechism of the Catholic Church, §§ 355-383.

(74)Cf. Paul Heelas, The New Age Movement. The Celebration of the Self and the Sacralization of Modernity, Oxford (Blackwell) 1996, p. 161.

(75)A Catholic Response to the New Age Phenomenon, Irish Theological Commission 1994, chapter 3.

(76)Congregation for the Doctrine of the Faith, Orationis Formas, 3.

(77)Ibid.,7.

(78)William Bloom, The New Age. An Anthology of Essential Writings, London (Rider) 1991, p. xvi.

(79)Catechism of the Catholic Church, § 387.

(80)Ibid., § 1849.

(81)Ibid., § 1850.

(82)John Paul II, Apostolic Letter on human suffering “Salvifici doloris” (11 February 1984), 19.

(83)Cf. David Spangler, The New Age, op. cit., p. 28.

(84)Cf. John Paul II, Encyclical Letter Redemptoris Missio (7 December 1990), 6, 28, and the Declaration Dominus Jesus (6 August 2000) by the Congregation for the Doctrine of the Faith, 12.

(85)Cf. R. Rhodes, The Counterfeit Christ of the New Age Movement, Grand Rapids (Baker) 1990, p. 129.

(86)Helen Bergin o.p., “Living One's Truth”, in The Furrow, January 2000, p. 12.

(87)Ibid.,p. 15.

(88)Cf. P. Heelas, op. cit., p. 138.

(89)Elliot Miller, A Crash Course in the New Age, Eastbourne (Monarch) 1989, p. 122. For documentation on the vehemently anti-Christian stance of spiritualism, cf. R. Laurence Moore, “Spiritualism”, in Edwin S. Gaustad (ed.), The Rise of Adventism: Religion and Society in Mid-Nineteenth-Century America, New York 1974, pp. 79-103, and also R. Laurence Moore, In Search of White Crows: Spiritualism, Parapsychology, and American Culture, New York (Oxford University Press) 1977.

(90)Cf. John Paul II, Encyclical letter Fides et Ratio (14 September 1998), 36-48.

(91)Cf. John Paul II, Address to the United States Bishops of Iowa, Kansas, Missouri and Nebraska on their “Ad Limina” visit, 28 May 1993. 

(92)Cf. John Paul II, Post-Synodal Apostolic Exhortation Ecclesia in Africa (14 September 1995), 103. The Pontifical Council for Culture has published a handbook listing these centres throughout the world: Catholic Cultural Centres (3rd edition, Vatican City, 2001).

(93)Cf. Congregation for the Doctrine of the Faith, Orationis Formas, and § 3 above.

(94)This is one area where lack of information can allow those responsible for education to be misled by groups whose real agenda is inimical to the Gospel message. It is particularly the case in schools, where a captive curious young audience is an ideal target for ideological merchandising. Cf. the caveat in Massimo Introvigne, New Age & Next Age, Casale Monferrato (Piemme) 2000, p. 277f.

(95)Cf. J. Badewien, Antroposofia, in H. Waldenfels (ed.) Nuovo Dizionario delle Religioni, Cinisello Balsamo (San Paolo) 1993, 41.

(96)Cf. Raúl Berzosa Martinez, Nueva Era y Cristianismo, Madrid (BAC) 1995, 214.

(97)Helen Palmer, The Enneagram, New York (Harper-Row) 1989.

(98)Cf. document of the Argentine Episcopal Committee for Culture, op. cit.

(99)J. Gernet, in J.-P. Vernant et al., Divination et Rationalité, Paris (Seuil) 1974, p. 55.

(100)Cf. Susan Greenwood, “Gender and Power in Magical Practices”, in Steven Sutcliffe and Marion Bowman (eds.), Beyond New Age. Exploring Alternative Spirituality, Edinburgh (Edinburgh University Press) 2000, p. 139.

(101)Cf. M. Fuss, op. cit., 198-199.

(102)For a brief but clear treatment of the Human Potential Movement, see Elizabeth Puttick, “Personal Development: the Spiritualisation and Secularisation of the Human Potential Movement”, in: Steven Sutcliffe and Marion Bowman (eds.), Beyond New Age. Exploring Alternative Spirituality, Edinburgh (Edinburgh University Press) 2000, pp. 201-219.

(103)Cf. C. Maccari, La “New Age” di fronte alla fede cristiana, Leumann-Torino (LDC) 1994, 168.

(104)Cf. W.J. Hanegraaff, op. cit., 283-290.

(105)On this last, very delicate, point, see Eckhard Türk's article “Neonazismus” in Hans Gasper, Joachim Müller, Friederike Valentin (eds.), Lexikon der Sekten, Sondergruppen und Weltanschauungen. Fakten, Hintergründe, Klärungen, Freiburg- Basel-Wien (Herder) 2000, p. 726.

(106)Cf. John Saliba, Christian Responses to the New Age Movement. A Critical Assessment, London, (Geoffrey Chapman) 1999, p.1.

(107)Cf. M. Fuss, op. cit., 195-196.

(Source: http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/interelg/documents/rc_pc_interelg_doc_20030203_new-age_en.html#2.%20NEW%20AGE%20SPIRITUALITY:%20AN%20OVERVIEW)