Katholisch Leben!

The Jesus Brothers

kathpedia.com: Leiden

Leiden (lat. passio) ist ein Träger der göttlichen Gnade. Die Früchte des Leidens sind Reue und die Umwandlung der Sinne. Sie lehrt den Menschen, sich in Demut zu üben und schützt vor der Sünde und ungeodrneter Liebe zu der Welt.

"Die Sprache des Alten Testamentes kennt keinen Unterschied zwischen Übel (Krankheit) und Leiden. Erst die griechische Sprache macht dort einen Unterschied." ("Savifici doloris" Papst Johannes Paulus II – Pkt. 7). Auch im heutigen Sprachgebrauch wird kein Unterschied gemacht zwischen Schmerzen und Leiden. Es gibt auch Leiden ohne körperliche Schmerzen. Der Mensch leidet, wenn er sich eingeschränkt fühlt, wenn etwas Gutes nicht mehr gebraucht werden kann, oder nicht mehr vorhanden ist.

Geistiges leiden heisst Loslassen, ist der Prozess des Loslassens. Je mehr man loslässt, desto weniger leidet man seelisch, umso näher kommt man zu Gott. Leiden ist die geistige Auseinandersetzung mit dem Allmächtigen.

Das Leiden kam durch die Erbsünde in die Welt. Was wir demnach als Strafe empfinden, ist eine Medizin, eine Hilfe. Durch die Gnade Gottes, und die Erlösung durch Jesus Christus, zeigen sich die heilsame Wirkungen des Leidens.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Leiden)

 

Fragen zum Thema "Leiden"

"How was Christ perfected? Through suffering! How are we perfected? Through suffering! That's why we can call Him brother!"

Prof. Dr. Scott Hahn

"If you don't look good on wood, you shouldn't be a Christian!"

Mike Cumbie

"Jesus Christus did not come to end suffering. And he certainly did not come to explain it all away. He came to fill all suffering with His holy presence. And that's why Mary had to be on the via dolorosa. That's why all sins of the world (...) mysteriously and mystically came down upon Him."

(Fr. Bendict Groeschel in "Living the Call of Peace" - also quoting Paul Claudel)

"Wie kann ich eine goldene Krone tragen, wenn der Herr eine Dornenkrone trägt!"

Elisabeth von Thüringen (1207 - 1231)

 

Manch einer mag denken, als Christen brauchen wir nicht (mehr) zu leiden. Wir beten einfach zu Gott, dass Er das Leiden weg nimmt - und fertig. Und wenn das nicht geschieht, haben wir eben nicht fest genug gebetet, oder wier glauben nicht stark genug - oder vielleicht gibt es gar keinen (allmächtigen) Gott oder Er hat sich völlig aus der Welt zurück gezogen und sie sich selbst überlassen?

Nichts von alledem. Jesus hat uns aufzutragen, uns selbst zu verleugnen, unser Kreuz auf uns zu nehmen und Ihm nachzufolgen. Das hört sich erst mal nicht nach dem großen Spaß an, weist aber bereits hin, dass wir als Christen durchaus auch weiterhin - vielleicht sogar mehr als zuvor (wenn die Menschen Ihn schon verfolgt, verspottet und ans Kreuz geschlagen haben, warum sollte es uns dann besser gehen?)! - Leiden ausgesetzt sein werden. Jesus hat uns nie versprochen, dass es einfach sein würde, Ihm nachzufolgen. Er hat uns nur gesagt, es wäre die Sache auf jeden Fall wert...

Nun ist es leicht, ein Christ zu sein, wenn alles "gut läuft" und die Sonne scheint. Aber sobald die ersten Wolken des Leids aufziehen, können wir uns selbst und unseren Glauben wirklich beweisen. Erst wenn es gelingt, unser Leid voller Freude (!) anzunehmen, in einen größeren Gesamtzusammenhang zu stellen und somit an Jesu Leid teilzunehmen, lernen wir, wahrhaft Jünger Jesu zu sein. Wohl wissend, dass Er das Leid nicht einfach abgeschafft, sondern vielmehr zugelassen hat, aber auch den Leidensweg mit uns zusammen geht und uns hilft, unser Kreuz zu tragen. Im Leiden wachsen wir und nehmen an Jesu Leiden teil.

Die Annahme all dessen, was uns im Leben wiederährt und gleichzeitig die Freude am auferstandenen Herrn und der Lobpreis Gottes noch im tiefsten Leid - das macht einen wahren Christen aus! Eigenes - und vor allem auch fremdes Leid! - voller Freude willkommen zu heißen und auf uns zu laden, heißt in Jesu Fußstapfen zu wandeln.

Wie der Hl. Franziskus noch im Angesicht des Todes und vom körperlichen und seelischen Leiden gezeichnet Bruder Tod willkommen zu heißen und einen Lobpreis Gottes anzustimmen heißt Jesus wahrhaft nachzufolgen.


Suffering is sharing in the fellowship of His suffering--it is a special time of knowing Him. Suffering is a trial of faith--a crucible that leaves purest gold. Suffering is a discipline. 
Suffering reminds me that I need a saviour, a good shepherd in the valley of the shadow of death, a hope for a better eternity. 
Suffering turns off the twinkling lights of this world and makes me seek the true light.---  
(A member of HA Online. Used with permission).
 
 

"Holding on to Hope" Dr. Scott Hahn

Bibelverse, mit denen Evangelikale Probleme haben dürften

Kol 1,24: "Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage. Für den Leib Christ, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt." (Einheitsübersetzung)

Christen glauben, dass Jesu Leiden und Tod am Kreuz ausreichend waren, damit uns unsere Sünden vergeben wurden. Die Sünden der ganzen Welt. Warum sagt aber hier der Hl. Paulus, dass an den Leiden Christi noch etwas fehlt? Die Antwort findet sich allein in der mittlerweile 2.000 Jahre alten katholischen Lehreüber unsere Teilnahme an Jesu Werk der Erlösung.

Wenn es an das Thema Leiden geht, haben viele protestantische Kirchen unbefriedigende Antworten. Wir müssen laut so einigen Evangelikalen nur Jesus als unseren persönlichen Herrn und Retter annehmen, um gerettet zu werden. Leiden sei nur ein Ausdruck des menschlichen Wesens, daswir eben aushalten müssten, ohne dass wir oder andere irgendetwas davon hätten.

Die Katholische Kirche hingegen lehrt, dass jeder durch die Taufe teil hat an Jesu ewigen Priestertum, und unsere Gebete,Werke, ja sogar unser Leiden vollenden Jesu Werk der Erlösung. Das ist wesentlich für die Mitgliedschaft in der Gemeinschaft der Heiligen. Genau darüber schreibt der Hl. Paulus hier.

Er sagt hier ganz deutlich, dass er sich feut in den Leiden, die er für andere erträgt. Der Hl.Paulus würde sich aber an nichts erfreuen und schon gar nicht darüber schreiben, wenn es nicht Jesu Werk der Erlösung voranbringen würde. Das Leiden des Hl. Paulus ist nicht für ihn selbst gedacht, sondern für andere Glieder der Kirche. Seine Freude über die Teilnahme am Werk der Erlösung durch sein Leiden beruht darauf, weil sein Leiden anderen hilft (er empfindet also keine Freude über den Schmerz des Leidens an sich). Erst im Kontext des mystischen Leib Christi macht seine Lehre Sinn.

Der Hl. Paulus erklärt, er ergänze, was an den Leiden Christi noch fehlt. Er tut das aber nicht zum Wohl von Jesus selbst, denn Jesu Leiden waren ausreichend für unsere Erlösung. Er könnte der Macht dieser Leiden nichts hinzufügen. Er sagt uns, dass er dies zum Wohle der Kirche tue, des mystischen Körpers also, dessen Haupt Jesu ist. Der Grund dafür: Gott will, dass wir an Jesu Leiden teilhaben, um das Werk Seiner Erlösung voranzubringen. In und für die Kirche also erlaubt uns Jesus, an Seinem Leiden teil zu haben und unser Leiden mit dem Seinen zu verbinden, um so den Willen des Vaters zu erfüllen. In und durch die Taufe, durch die wir die Gotteskindschaft erhalten und Teil an Jesu Priestertum nehmen, können wir Jesu Werk der Erlösung voran bringen.

Was müssen wir also tun, um wie der Hl.Paulus durch unser Leiden das zu ergänzen, was an Jesu' Leiden noch fehlt - zum Wohle der Kirche? Wir übergeben Gott unser Leiden als ein Opfer des Lobpreises Gottes. Anstatt also nur einfach still vor sich hin zu leiden, lassen wir das Leiden durch unser Gebet sogar zu, um Christi Werk der Erlösung voran zu bringen. Das ist das Leiden, worüber sich der Hl.Paulus freut und genau deshalb ist es auch so wichtig, wie wir mit dem Leiden umgehen. Ein solches Leiden ist nicht nur für die Betroffenen von Vorteil, sondern für alle Glieder im Leib Christi, der Kirche. Es gibt kein schlimmeres Leiden als vergeudetes Leiden.

Allein die Katholische Kirche hat dies 2.000 Jahre lang gelehrt!

(Quelle: http://www.scripturecatholic.com/my_top_ten.html)

 

A Gentle Reign, a Royal Pain- Eucharistic Kingdom and Redemptive Suffering- Dr Scott Hahn

kathpedia.com: Märtyrer

Das Wort Märtyrer kommt von griech. martus=Zeuge.

Im christlichen Sinn sind Märtyrer Menschen, die ein Martyrium erleiden, d.h. die sich eher töten lassen, als ihrem Glauben an Jesus Christus abzuschwören. Als erster der Märtyrer (protomartyr) gilt der Hl. Stephanus, ein Diakon der Urgemeinde, der wegen des Vorwurfs der Blasphemie in Jerusalem gesteinigt wurde.

Unter den Heiligen der Kirche bilden die Märtyrer die eine Gruppe, die Bekenner (confessores) die andere. Die Märtyrer werden traditionell mit einer Palme in der Hand bzw. mit einer Krone auf dem Kopf dargestellt. Ihre Attribute in der Kunst sind meist die Instrumente ihres Martyriums. So wird etwa der Hl. Laurentius meist mit einem Rost dargestellt, die Hl. Katharina von Alexandrien mit einem Rad, der Hl. Paulus mit einem Schwert.

In Seligsprechungsprozessen ist für die Seligsprechung einer als Märtyrer anerkannten Person kein Wunder notwendig, für ihre Heiligsprechung jedoch schon. Auch Menschen, die sich zwar zu Christus bekehrt haben, aber noch ungetauft sind (Katechumenen), werden, falls sie wegen ihres Glaubens getötet werden, von der Kirche als Märtyrer anerkannt. Zudem gilt dieser Tod gleichzeitig als Ersatz für die Taufe, im Sinne der Reinigung von der Erbsünde und von persönlichen Sünden sowie der Hineinnahme in die Kirche Jesu Christi (Bluttaufe).

Das Blut der Märtyrer gilt von alters her als "Samen" der Kirche. Martyrologien, etwa des Hl. Polykarp oder der Hl. Perpetua und Felicitas, waren von den ersten Jahrzehnten der Kirche an ein fester Teil des christlichen Schrifttums und sollten die Hingabe und Opferbereitschaft der Christen stärken. Das Zeugnis jener, die für Jesus Christus zu sterben bereit sind, ist bis heute oft das stärkste Mittel der Mission.

Auch in späteren Jahrhunderten dienten Geschichten der christlichen Märtyrer öfters als literarische Inspiration für unterdrückte Minderheiten. So bildeten im 19. und frühen 20. Jahrhundert in England Romane über die Verfolgung der Christen in der Antike und der Katholiken im England des 16. und 17. Jahrhunderts einen festen Bestandteil der Literatur der damals von der protestantischen Mehrheit oft verachteten und misstrauisch beäugten Katholiken. (siehe etwa: J. H. Newman: Callista, N. Wiseman: Fabiola, R. H. Benson: Come Rack! Come Rope!, By What Authority?)

Im Roman Quo vadis des polnischen Schriftstellers Henryk Sienkiewicz ist wiederum die Parallele zwischen den verfolgten Christen der Antike und den von den protestantischen Preußen und den orthodoxen Russen unterdrückten katholischen Polen unübersehbar.

(Quelle:  http://www.kathpedia.com/index.php/M%C3%A4rtyrer)

 

Heilung

KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE
 

Instruktion über die Gebete um Heilung durch Gott
 

EINLEITUNG

Das Streben nach Glück ist tief im Menschenherz verankert und schon immer von der Sehnsucht begleitet, von Krankheit befreit zu werden und ihren Sinn zu verstehen, wenn man davon betroffen ist. Es handelt sich um ein menschliches Phänomen, das auf die eine oder andere Weise jede Person angeht und in der Kirche ein besonderes Echo findet. Die Krankheit wird von ihr nämlich als ein Mittel der Vereinigung mit Christus und der geistlichen Läuterung verstanden und bildet für jene, die mit der kranken Person zu tun haben, eine Gelegenheit, die Liebe zu üben. Darüber hinaus ist die Krankheit - wie auch andere menschliche Leiden - eine Situation, die besonders zum Gebet einlädt: sowohl um die Kraft, die Krankheit mit gläubigem Sinn und Hingabe an Gottes Willen anzunehmen, wie auch um die Gnade, davon geheilt zu werden.

Das Gebet um die Wiedererlangung der Gesundheit ist in jeder Epoche der Kirche zu finden, natürlich auch in der Gegenwart. Neu ist in gewisser Hinsicht, dass die – manchmal mit liturgischen Feiern verbundenen - Gebetsversammlungen zunehmen, bei denen Gott um Heilung angefleht wird. In verschiedenen, nicht ganz seltenen Fällen wird erklärt, dass tatsächlich Heilungen erfolgt sind. Dadurch entstehen Erwartungen, dass dies bei anderen ähnlichen Treffen wiederum geschieht. In diesem Zusammenhang wird manchmal von einem mutmaßlichen Heilungscharisma gesprochen.

Es stellt sich die Frage, wie solche Versammlungen, bei denen um Heilung gebetet wird, in liturgischer Hinsicht richtig einzuordnen sind, und vor allem, welche Aufgabe die kirchliche Autorität hat, der es zukommt, über die rechte Ordnung der liturgischen Feiern zu wachen und dafür angemessene Normen zu erlassen.

Es schien deshalb angebracht, gemäß Canon 34 des Codex des kanonischen Rechtes eine Instruktion zu veröffentlichen, die vor allem den Ortsordinarien helfen soll, die Gläubigen in dieser Frage besser zu leiten, indem sie fördern, was gut ist, und korrigieren, was vermieden werden soll. Um die disziplinären Bestimmungen richtig einzuordnen und zu verstehen, war ein fundierter lehrmäßiger Rahmen notwendig. Deshalb werden die genannten Bestimmungen durch einen lehrmäßigen Teil über die Heilungsgnaden und die Gebete um diese Gnaden eingeleitet.

 

I. LEHRMÄSSIGE ASPEKTE

1. Krankheit und Heilung: ihr Sinn und Wert in der Heilsökonomie

„Der Mensch ist zur Freude berufen, erfährt aber täglich auf vielfältige Weise Leid und Schmerz“.(1) Wenn der Herr die Erlösung verheißt, spricht er deshalb von der Freude des Herzens über die Befreiung von den Leiden (vgl. Jes 30,29; 35,10; Bar 4,29). Er ist es, „der aus allem Übel erlöst“ (Weish 16,8). Unter den Leiden sind jene, die mit der Krankheit verbunden sind, stets in der Menschheitsgeschichte gegenwärtig; der Mensch trägt in sich die tiefe Sehnsucht, von ihnen und von allem Übel befreit zu werden.

Im Alten Testament erlebt das Volk Israel, „dass die Krankheit auf geheimnisvolle Weise mit der Sünde und dem Bösen zusammenhängt“.(2) Unter den Strafen, die Gott dem untreu gewordenen Volk androht, nehmen die Krankheiten einen weiten Raum ein (vgl. Dtn 28,21-22.27- 29.35). Der Kranke, der von Gott die Heilung erfleht, bekennt, dass er mit Recht wegen seiner Sünden gestraft wurde (vgl. Ps 38; 41; 107,17-21).

Die Krankheit trifft aber auch die Gerechten und der Mensch fragt sich, warum dies so ist. Im Buch Ijob wird diese Frage immer wieder gestellt. „Wenn es auch wahr ist, dass Leiden einen Sinn als Strafe hat, wann immer es an Schuld gebunden ist, so ist es doch nicht wahr, dass jedes Leiden Folge von Schuld sei und den Charakter von Strafe habe. Die Gestalt des gerechten Ijob ist dafür ein besonderer Beweis im Alten Testament. … Und wenn der Herr zustimmt, dass Ijob durch Leiden geprüft wird, so tut er das, um dessen Gerechtigkeit zu beweisen. Das Leiden hat hier den Charakter einer Prüfung“.(3)

Obwohl die Krankheit also eine positive Kehrseite haben kann, insofern sie die Treue des Gerechten unter Beweis stellt oder ein Mittel ist, um die durch die Sünde verletzte Gerechtigkeit wiederherzustellen oder den Sünder zur Besinnung und zur Umkehr zu führen, bleibt sie doch ein Übel. Deshalb kündet der Prophet kommende Zeiten an, in denen es keine Krankheiten und Leiden mehr geben und der Lebensfaden nicht mehr vom Tod abgeschnitten wird (vgl. Jes 35,5-6; 65,19-20).

Im Neuen Testament findet die Frage, warum die Krankheit auch die Gerechten trifft, ihre volle Antwort. Während seiner öffentlichen Tätigkeit begegnet Jesus den Kranken immer wieder. Viele heilt er auf wunderbare Weise. Die Heilungen charakterisieren geradezu seine Tätigkeit: „Jesus zog durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden“ (Mt 9,35; vgl. 4,23). Die Heilungen sind Zeichen seiner messianischen Sendung (vgl. Lk 7,20-23). Sie offenbaren den Sieg des Reiches Gottes über jede Art von Übel und werden Symbol für die Wiederherstellung des ganzen Menschen an Leib und Seele. Sie dienen als Beweis, dass Jesus die Vollmacht hat, Sünden zu vergeben (vgl. Mk 2,1-12), und sind Zeichen der Heilsgüter, wie die Heilung des Gelähmten am Teich Betesda (vgl. Joh 5,2-9.19-21) oder des blind Geborenen (vgl. Joh 9).

Auch die erste Evangelisierung war nach den Zeugnissen des Neuen Testamentes von zahlreichen wunderbaren Heilungen begleitet, die die Macht der Botschaft des Evangeliums bekräftigten. Die ersten christlichen Gemeinschaften konnten sehen, wie sich die Verheißung des auferstande nen Herrn in ihrer Mitte erfüllte: „Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: … die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden“ (Mk 16,17-18). Die Predigt des Philippus in Samaria ging einher mit wunderbaren Heilungen: „Philippus aber kam in die Hauptstadt Samariens hinab und verkündigte dort Christus. Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philippus; sie hörten zu und sahen die Wunder, die er tat. Denn aus vielen Besessenen fuhren unter lautem Geschrei die unreinen Geister aus; auch viele Lahme und Krüppel wurden geheilt“ (Apg 8,5-7). Für den heiligen Paulus sind die Zeichen und Wunder, die in der Kraft des Geistes gewirkt werden, ein Kennzeichen der Verkündigung seines Evangeliums: „Denn ich wage nur von dem zu reden, was Christus, um die Heiden zum Gehorsam zu führen, durch mich in Wort und Tat bewirkt hat, in der Kraft von Zeichen und Wundern, in der Kraft des Geistes Gottes“ (Röm 15,18- 19; vgl. 1 Thess 1,5; 1 Kor 2,4-5). Man darf annehmen, dass es sich bei diesen Zeichen und Wundern, welche die göttliche Macht offenbarten und die Verkündigung unterstützten, zum Großteil um außerordentliche Heilungen handelte. Es waren Wunder, die nicht ausschließlich an die Person des Apostels gebunden waren, sondern sich auch durch die Gläubigen ereigneten: „Warum gibt euch denn Gott den Geist und bewirkt Wundertaten unter euch? Weil ihr das Gesetz befolgt oder weil ihr die Botschaft des Glaubens angenommen habt?“ (Gal 3,5).

Der messianische Sieg über die Krankheit wie über andere menschliche Leiden wird nicht nur Wirklichkeit in ihrer Beseitigung durch außerorden tliche Heilungen, sondern auch im freiwilligen und unschuldigen Leiden Christi, der durch seine Passion jedem Menschen die Möglichkeit gibt, sich mit ihm zu vereinigen. „Schließlich hat ja Christus selbst, der ohne Sünde ist, in Erfüllung der Schriftworte beim Propheten Jesaja (vgl. Jes 53,4f.) in seiner Passion alle erdenklichen Wunden auf sich genommen und alle Schmerzen der Menschen geteilt“.(4) Noch mehr: „Im Kreuz Christi hat sich nicht nur die Erlösung durch das Leiden erfüllt, sondern das menschliche Leiden selbst ist dabei zugleich erlöst worden. … Indem er die Erlösung durch das Leiden bewirkte, hat Christus gleichzeitig das menschliche Leiden auf die Ebene der Erlösung gehoben. Darum kann auch jeder Mensch durch sein Leiden am erlösenden Leiden Christi teilhaben“.(5)

Die Kirche nimmt sich der kranken Menschen in liebevoller Sorge an. Sie würdigt aber auch die Sendung der Kranken, „ihre menschliche und christliche Berufung zu leben und auf neue, noch wertvollere Weise am Wachstum des Reiches teilzunehmen. Sie müssen sich die Worte des Apostels Paulus zum Programm machen, Worte, die Licht schenken, um die gnadenhafte Bedeutung ihrer Situation zu erkennen: ‚Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt? (Kol 1,24). Diese Entdeckung erfüllt den Apostel mit Freude: ‚Jetzt freue ich mich der Leiden, die ich für euch ertrage? (Kol 1,24)“.(6) Diese österliche Freude ist eine Frucht des Heiligen Geistes. Wie der heilige Paulus „können viele Kranke ‚trotz der Bedrängnis? zu Trägern der Freude, ‚die der Heilige Geist gibt? (1 Thess 1,6), und zu Zeugen der Auferstehung Christi werden“.(7)
 

2. Die Sehnsucht nach Heilung und das Gebet um Heilung

Unter der Voraussetzung, den Willen Gottes anzunehmen, ist die Sehnsucht des Kranken nach Heilung gut und zutiefst menschlich, vor allem wenn sie sich im vertrauensvollen Gebet zu Gott ausdrückt. Jesus Sirach ruft dazu auf: „Mein Sohn, bei Krankheit säume nicht, bete zu Gott; denn er macht gesund“ (Sir 38,9). Verschiedene Psalmen sind Bittgebete um Heilung (vgl. Ps 6; 38; 41; 88).

Während der öffentlichen Tätigkeit Jesu wenden sich viele Kranke an ihn – sei es direkt oder durch ihre Freunde oder Verwandten – und bitten um die Wiederherstellung der Gesundheit. Der Herr nimmt diese Bitten an; die Evangelien enthalten keinen einzigen Hinweis, dass er solche Bitten getadelt hätte. Die einzige Klage des Herrn betrifft den gelegentlichen Mangel an Glauben: „Wenn du kannst? Alles kann, wer glaubt“ (Mk 9,23; vgl. Mk 6,5-6; Joh 4,48).

Das Gebet der Gläubigen, die um die eigene Heilung oder die Heilung anderer bitten, ist lobenswert. Auch die Kirche bittet den Herrn in der Liturgie um die Gesundheit der Kranken. Sie hat vor allem ein Sakrament, das „ganz besonders dazu bestimmt ist, die durch Krankheit Geprüften zu stärken: die Krankensalbung“.(8) Die Kirche pflegt dieses Sakrament „durch die Salbung und das Gebet der Priester zu feiern. In diesem Sakrament vertraut sie die Kranken dem Herrn in seinem Leiden und seiner Verherrlichung an, dass er sie aufrichte und rette“.(9) Unmittelbar vorher betet die Kirche bei der Weihe des Krankenöls: „Durch deinen Segen werde das geweihte Öl für alle, die wir damit salben, ein heiliges Zeichen deines Erbarmens, das Krankheit, Schmerz und Bedrängnis vertreibt, heilsam für den Leib, für Seele und Geist“.(10) Auch in den Gebetsformula ren nach der Salbung wird die Heilung des Kranken erfleht.(11) Weil das Sakrament Unterpfand und Verheißung des zukünftigen Reiches ist, ist die Heilung auch Ankündigung der Auferstehung: „Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen“ (Offb 21,4). Zudem enthält das Missale Romanum ein Messformular für die Kranken; dabei wird um geistliche Gnaden und auch um die Heilung der Kranken gebetet.(12)

Im Benediktionale des Rituale Romanum gibt es einen Ordo benedictionis infirmorum, der verschiedene euchologische Texte beinhaltet, in denen um Heilung gebetet wird: im zweiten Formular der Preces,(13) in den vier Orationes benedictionis pro adultis,(14) in den beiden Orationes benedictionis pro pueris,(15) im Gebet des Ritus brevior.(16)

Selbstverständlich schließt das Gebet den Gebrauch sinnvoller natürlicher Mittel zur Bewahrung und Wiedererlangung der Gesundheit nicht aus, sondern ermutigt vielmehr dazu, so wie es die Kinder der Kirche auch antreibt, sich um die Kranken zu sorgen und ihnen im Bemühen, über die Krankheit zu siegen, Hilfe an Leib und Geist zu gewähren. Es liegt nämlich „durchaus im Plan der göttlichen Vorsehung, dass der Mensch gegen jede Art von Krankheit entschieden ankämpft und sich gewissenhaft mit aller Sorgfalt um das hohe Gut der Gesundheit bemüht “.(17)
 

3. Das „Heilungscharisma“ im Neuen Testament

Nicht nur die wunderbaren Heilungen bekräftigen die Macht der Verkündigung des Evangeliums in der apostolischen Zeit. Das Neue Testament berichtet auch davon, dass den Aposteln und anderen ersten Verkündern des Evangeliums von Jesus eine echte Vollmacht zur Krankenheilung übertragen wurde. Nach den Berichten von Matthäus und Lukas gibt der Herr den Zwölf bei ihrer ersten Aussendung „die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen“ (Mt 10,1; vgl. Lk 9,1); und er trägt ihnen auf: „Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus!“ (Mt 10,8). Auch bei der Aussendung der zweiundsiebzig Jünger gibt der Herr den Auftrag: „Heilt die Kranken, die dort sind“ (Lk 10,9). Diese Vollmacht wird ihnen im Zusammenhang mit ihrem missionarischen Auftrag verliehen, also nicht zu ihrer eigenen Ehre, sondern zur Bekräftigung ihrer Sendung.

Die Apostelgeschichte berichtet allgemein von den Wundern, die sich ereigneten: „durch die Apostel geschahen viele Wunder und Zeichen“ (Apg 2,43; vgl. 5,12). Es waren Wunder und Zeichen, also außerordentliche Taten, die die Wahrheit und die Kraft der apostolischen Sendung offenbarten. Neben diesen kurzen allgemeinen Hinweisen ist in der Apostelgeschichte vor allem von den wunderbaren Heilungen die Rede, die durch einzelne Verkünder des Evangeliums gewirkt wurden: durch Stephanus (vgl. Apg 6,8), Philippus (vgl. Apg 8,6-7) und vor allem durch Petrus (vgl. Apg 3,1-10; 5,15; 9,33-34.40-41) und Paulus (vgl. Apg 14,3.8-10; 15,12; 19,11-12; 20,9-10; 28,8-9).

Wie bereits erwähnt, erweitern das Ende des Markusevangeliums wie auch der Galaterbrief den Horizont und beschränken die wunderbaren Heilungen nicht auf die Tätigkeit der Apostel und einige Verkünder des Evangeliums, denen eine herausragende Bedeutung bei der ersten Missionierung zukommt. Unter diesem Gesichtspunkt sind die Hinweise auf die „Heilungscharismen“ (vgl. 1 Kor 12,9.28.30) besonders wichtig. Die Bedeutung des Wortes Charisma ist an sich sehr weit; ein Charisma ist eine „frei geschenkte Gabe“, im genannten Fall geht es um „Gaben, Krankheiten zu heilen“. Diese Gnadengaben werden einem einzelnen zugeteilt (vgl. 1 Kor 12,9), sie werden also nicht verstanden als Heilungen, die ein jeder der Geheilten für sich selbst erlangt hat, sondern als eine Gabe, die einer Person gegeben ist, um Heilungsgnaden für andere zu erwirken. Diese Gabe wird verliehen in dem „einen Geist“, wobei nicht näher bestimmt wird, wie diese Person die Heilungen erwirkt. Man kann davon ausgehen, dass dies durch das Gebet geschieht, vielleicht begleitet durch eine symbolische Geste.

Im Jakobusbrief findet sich ein Hinweis auf eine Handlung der Kirche durch die Ältesten, bei der es um die - auch körperliche - Heilung der Kranken geht. Es handelt sich dabei aber nicht um wunderbare Heilungen, sondern um etwas anderes, das von den „Heilungscharismen“ nach 1 Kor 12,9 zu unterscheiden ist. „Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben“ (Jak 5,14-15). Es geht hier um eine sakramentale Handlung, um die Salbung des Kranken mit Öl und das Gebet über ihn, also nicht nur „für ihn“, so als ob es nichts anderes als ein Gebet um Fürsprache und Hilfe wäre; es handelt sich vielmehr um eine wirkmächtige Handlung über den Kranken.(18) Die Worte „retten“ und „aufrichten“ zeigen, dass es bei dieser Handlung nicht nur und nicht vorrangig um die körperliche Heilung geht, obwohl sie mit eingeschlossen ist. Der erste Ausdruck bezieht sich im Jakobusbrief gewöhnlich auf das geistliche Heil (vgl. 1,21; 2,14; 4,12; 5,20), wird aber im Neuen Testament auch im Sinn von „heilen“ verwendet (vgl. Mt 9,21; Mk 5,28.34; 6,56; 10,52; Lk 8,48). Das zweite Wort hat manchmal die Bedeutung von „auferstehen“ (vgl. Mt 10,8; 11,5; 14,2), meint aber auch das „Aufrichten“ einer Person, die durch eine Krankheit niedergedrückt ist, indem sie wunderbar geheilt wird (vgl. Mt 9,5; Mk 1,31; 9,27; Apg 3,7).
 

4. Die Gebete um Heilung durch Gott in der Tradition

Für die Kirchenväter ist es selbstverständlich, dass die Gläubigen Gott nicht nur um die Gesundheit der Seele, sondern auch des Leibes bitten. Der heilige Augustinus schreibt über die Güter des Lebens, der Gesundheit und des körperlichen Wohlergehens: „Es ist notwendig zu beten, dass man sie bewahrt, wenn man sie hat, und dass sie einem geschenkt werden, wenn man sie nicht hat“.(19) Derselbe Kirchenvater hat uns das Zeugnis der Heilung eines Freundes hinterlassen, die durch die Gebete eines Bischofs, eines Priesters und einiger Diakone in seinem Haus erwirkt wurde.(20)

Dieselbe Ausrichtung ist in den liturgischen Riten des Westens und des Ostens zu finden. Im Messbuch heißt es in einem Schlussgebet: „Dieses Sakrament stärke uns an Leib und Seele“.(21) In der Karfreitagsliturgie erfolgt die Einladung, den allmächtigen Gott zu bitten, „er nehme die Krankheiten hinweg“ und „gebe den Kranken die Gesundheit“.(22) Zu den bedeutsamsten Texten zählt die Weihe des Krankenöls. Hier wird Gott angerufen, dass das Öl durch den Segen geweihtes Öl werde, „das Krankheit, Schmerz und Bedrängnis vertreibt, heilsam für den Leib, für Seele und Geist“.(23)

In den östlichen Riten der Krankensalbung sind die Ausdrücke im Wesentlichen nicht anders. Es sei lediglich an einige wichtige Formeln erinnert. Im byzantinischen Ritus wird während der Salbung des Kranken das Gebet gesprochen: „Heiliger Vater, Arzt von Seele und Leib, du hast deinen eingeborenen Sohn Jesus Christus gesandt, um jede Krankheit zu heilen und uns vom Tod zu erretten, durch die Gnade deines Christus heile auch diesen deinen Knecht vom Gebrechen des Leibes und der Seele, das ihn quält“.(24) Im koptischen Ritus wird der Herr angerufen, das Öl zu weihen, damit alle, die damit gesalbt werden, die Gesundheit der Seele und des Leibes erlangen. Während der Salbung des Kranken verweist der Priester auf Jesus Christus, der in die Welt gesandt wurde, „um alle Krankheiten zu heilen und vom Tod zu erretten“, und bittet Gott, „den Kranken von den Gebrechen des Leibes aufzurichten und ihm den rechten Weg zu weisen“.(25)
 

5. Das „Heilungscharisma“ im Kontext der Gegenwart

Im Laufe der Kirchengeschichte fehlt es nicht an Heiligen, die außerorden tliche Heilungen vollbrachten. Es gab solche Heilungen also nicht nur in der apostolischen Zeit. Das sogenannte „Heilungscharisma“, zu dem hier einige lehrmäßige Klarstellungen erfolgen, ist jedoch nicht unter diese Phänomene einzuordnen. Es geht vielmehr um die Frage der besonderen Gebetstreffen, die organisiert werden, um wunderbare Heilungen unter den kranken Teilnehmern zu erlangen, oder um Heilungsgebete nach der heiligen Kommunion mit demselben Ziel.

Es gibt in der Kirchengeschichte eine Fülle von Zeugnissen über Heilungen, die mit Gebetsstätten (Heiligtümer, Orte in der Nähe von Reliquien der Märtyrer oder anderer Heiliger, usw.) verknüpft sind. Auch aus diesem Grund wurden im Altertum und im Mittelalter die Wallfahrten zu einigen Heiligtümern bekannt und beliebt, etwa jene zum heiligen Martin von Tours oder zum heiligen Jakobus in Santiago de Compostela und vielen anderen. Dasselbe geschieht auch in der Gegenwart, zum Beispiel seit mehr als einem Jahrhundert in Lourdes. Solche Heilungen implizieren kein „Heilungscharisma“, denn sie werden nicht von einer mit diesem Charisma ausgestatteten Person gewirkt. Aber es ist notwendig, bei der lehrmäßigen Beurteilung der genannten Gebetstreffen diesem Phänomen Rechnung zu tragen.

Bei den Gebetstreffen mit dem Ziel, Heilungen zu erlangen – einem Ziel, das in der Planung solcher Treffen vorrangig ist oder darauf wenigstens einen Einfluss hat -, kann man unterscheiden zwischen Versammlungen, bei denen ein wahres oder mutmaßliches „Heilungscharisma“ im Spiel ist, und anderen Treffen, die nicht mit einem solchen Charisma in Beziehung gebracht werden. Bei den erstgenannten Zusammenkünften ist für die Wirksamkeit des Gebetes das Eingreifen einer oder mehrerer Personen oder einer qualifizierten Personengruppe notwendig, wie zum Beispiel der Leiter der Gruppe, die die Versammlungen organisieren. Wenn keine Verbindung mit dem „Heilungscharisma“ gegeben ist, sind die Feiern, die in den liturgischen Büchern vorgesehen sind, selbstverständlich erlaubt und oft auch angebracht, wie etwa die Messe für die Kranken. Werden die liturgischen Normen nicht eingehalten, sind solche Feiern nicht gestattet.

In Heiligtümern gibt es häufig auch andere Feiern, die an sich nicht direkt darauf ausgerichtet sind, von Gott Heilungsgnaden zu erflehen, bei denen aber die Erlangung von Heilungen ein wichtiges Element in der Absicht der Organisatoren und der Teilnehmer darstellt. Aus diesem Grund hält man liturgische Feiern, zum Beispiel die Aussetzung des Allerheiligsten mit eucharistischem Segen, und nicht liturgische Feiern, die der von der Kirche geförderten Volksfrömmigkeit entsprechen, wie etwa das feierliche Rosenkranzgebet. Auch solche Feiern sind erlaubt, wenn dabei ihr authentischer Sinn nicht entstellt wird. Man darf etwa bei der Aussetzung der heiligen Eucharistie das Verlangen, die Heilung von Kranken zu erlangen, nicht so in den Vordergrund rücken, dass das eigentliche Ziel der Aussetzung verloren geht, nämlich „die Gläubigen zum lebendigen Bewusstsein von der wunderbaren Gegenwart Christi zu führen und sie einzuladen, sich mit ihm zu vereinigen. Diese Vereinigung erlangt in der sakramentalen Kommunion ihren Höhepunkt“.(26)

Das „Heilungscharisma“ kann nicht einfach einer bestimmten Kategorie von Gläubigen zugeschrieben werden. Es ist offensichtlich, dass der heilige Paulus in seinen Hinweisen auf die verschiedenen Charismen in 1 Kor 12 die Gabe der „Heilungscharismen“ nicht einer besonderen Gruppe - den Aposteln, den Propheten, den Lehrern, denen, die das Amt der Leitung innehaben, oder anderen – zuordnet. Die Zuteilung der Charismen erfolgt nach einer anderen Logik: „Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will“ (1 Kor 12,11). Folglich wäre es völlig willkürlich, wenn in den Gebetstreffen, bei denen Heilungen erfleht werden, irgendeiner Gruppe von Teilnehmern, etwa den Leitern der Gruppe, ein „Heilungscharisma“ zugeschrieben würde; man muss sich vielmehr dem ganz und gar freien Willen des Heiligen Geistes anvertrauen, der einigen ein besonderes Heilungscharisma schenkt, um die Macht der Gnade des Auferstandenen zu offenbaren. Doch nicht einmal die eindringlichsten Gebete erwirken die Heilung aller Krankheiten. So muss der heilige Paulus vom Herrn lernen: „Meine Gnade genügt dir; denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit“ (2 Kor 12,9). Zudem können die Leiden, die zu tragen sind, einen tiefen Sinn haben, gemäß dem Wort: „Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt“ (Kol 1,24).

 

II. DISZIPLINÄRE BESTIMMUNGEN

Art. 1 – Es ist jedem Gläubigen gestattet, in Gebeten Gott um Heilung zu bitten. Wenn solche Gebete in einer Kirche oder an einem anderen heiligen Ort stattfinden, ist es angemessen, dass ein geweihter Amtsträger sie leitet.

Art. 2 – Heilungsgebete gelten als liturgische Gebete, wenn sie in den liturgischen Büchern enthalten sind, die von der zuständigen kirchlichen Autorität approbiert sind; andernfalls handelt es sich um nicht liturgische Gebete.

Art. 3 – § 1. Liturgische Heilungsgebete werden nach dem vorgeschriebe nen Ritus und mit den liturgischen Gewändern gefeiert, die im Ordo benedictionis infirmorum des Rituale Romanum angegeben sind.(27)

§ 2. Gemäß den Praenotanda(28) desselben Rituale Romanum können die Bischofskonferenzen im Ritus der Krankensegnungen nach vorausge hender Prüfung durch den Heiligen Stuhl die Anpassungen vornehmen, die sie für pastoral angemessen oder eventuell notwendig halten.

Art. 4 - § 1. Der Diözesanbischof(29) hat das Recht, für die eigene Teilkirche gemäß can. 34 CIC Normen für liturgische Heilungsgottesdienste zu erlassen.

§ 2. Jene, die für die Vorbereitung solcher liturgischer Feiern zuständig sind, haben sich bei ihrer Durchführung an die genannten Normen zu halten.

§ 3. Die Erlaubnis für diese Gottesdienste muss ausdrücklich gegeben sein, auch wenn Bischöfe oder Kardinäle sie organisieren oder daran teilnehmen. Wenn ein gerechter und entsprechender Grund vorliegt, hat der Diözesanbischof das Recht, einem anderen Bischof gegenüber ein Verbot auszusprechen.

Art. 5 - § 1. Nicht liturgische Heilungsgebete, die auf Grund ihrer Eigenart von liturgischen Feiern unterschieden werden müssen, sind Zusammenkünfte zum Gebet und zur Lesung des Wortes Gottes, über die der Ortsordinarius gemäß can. 839 § 2 CIC wacht.

§ 2. Es ist sorgfältig zu vermeiden, diese freien, nicht liturgischen Gebete mit liturgischen Gottesdiensten im eigentlichen Sinn zu verwechseln.

§ 3. Es ist darüber hinaus notwendig, darauf zu achten, dass beim Ablauf solcher Feiern - vor allem von Seiten jener, die sie leiten - nicht auf Formen zurückgegriffen wird, die dem Hysterischen, Künstlichen, Theatralischen oder Sensationellen Raum geben.

Art. 6 – Über den Gebrauch der sozialen Kommunikationsmittel, vor allem des Fernsehens, während der liturgischen oder nicht liturgischen Heilungsgebete wacht der Diözesanbischof gemäß can. 823 CIC und den Richtlinien, die von der Kongregation für die Glaubenslehre in der Instruktion vom 30. März 1992(30) erlassen wurden.

Art. 7 - § 1. Unter Beibehaltung der oben angeführten Bestimmungen von Art. 3 und mit Ausnahme der Gottesdienste für die Kranken, die in den liturgischen Büchern vorgesehen sind, dürfen in die Feier der heiligen Eucharistie, der Sakramente und des Stundengebetes keine liturgischen oder nicht liturgischen Heilungsgebete eingefügt werden.

§ 2. Bei den in § 1 erwähnten Feiern besteht die Möglichkeit, in den Fürbitten besondere Gebetsintentionen für die Heilung von Kranken einzufügen, wenn dies vorgesehen ist.

Art. 8 - § 1. Der Dienst des Exorzismus muss gemäß can. 1172 CIC, dem Schreiben der Kongregation für die Glaubenslehre vom 29. September 1985(31) und dem Rituale Romanum(32) unter Weisung des Diözesanbischofs ausgeübt werden.

§ 2. Die im Rituale Romanum enthaltenen Exorzismusgebete müssen von den liturgischen und nicht liturgischen Heilungsgottesdiensten unterschieden bleiben.

§ 3. Es ist streng verboten, solche Exorzismusgebete in der Feier der heiligen Messe, der Sakramente oder des Stundengebetes einzufügen.

Art. 9 – Jene, die liturgische oder nicht liturgische Heilungsgottesdienste leiten, müssen sich bemühen, in der Versammlung ein Klima echter Andacht zu bewahren, und die notwendige Klugheit walten lassen, wenn unter den Anwesenden Heilungen erfolgen; nach Beendigung der Feier sollen sie etwaige Zeugnisse mit Einfachheit und Sorgfalt sammeln und der zuständigen kirchlichen Autorität vorlegen.

Art. 10 – Der Diözesanbischof hat pflichtgemäß einzugreifen, wenn bei liturgischen oder nicht liturgischen Heilungsgottesdiensten Missbräuche vorkommen und ein offensichtliches Ärgernis für die Gemeinschaft der Gläubigen vorliegt oder wenn schwerwiegend gegen die liturgischen oder disziplinären Normen verstoßen wird.

 

Papst Johannes Paul II. hat in einer dem unterzeichneten Präfekten gewährten Audienz die vorliegende Instruktion, die in der Ordentlichen Versammlung dieser Kongregation beschlossen worden war, gebilligt und ihre Veröffentlichung angeordnet.

Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 25. Semptember 2000, dem Fest Kreuzerhöhung.

Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 14. September 2000, dem Fest Kreuzerhöhung.

+ Joseph Kardinal Ratzinger,
Präfekt

+ Tarcisio Bertone S.D.B.,
Erzbischof em. von Vercelli,
Sekretär

(1) JOHANNES PAUL II., Apostolisches Schreiben Christifideles laici, Nr. 53: AAS 81 (1989), 498.

(2) Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1502.

(3) JOHANNES PAUL II., Apostolisches Schreiben Salvifici doloris, Nr. 11: AAS 76 (1984) 212.

(4) Die Feier der Krankensakramente. Die Krankensalbung und die Ordnung der

Krankenpastoral in den katholischen Bistümern des deutschen Sprachgebietes, Zweite Auflage, Freiburg 1994, Praenotanda, Nr. 2; vgl. Rituale Romanum, Ex Decreto Sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum, Auctoritate Pauli PP. VI promulgatum, Ordo Unctionis Infirmorum eorumque Pastoralis Curae, Editio typica, Typis Polyglottis Vaticanis, MCMLXXII, n. 2.

(5) JOHANNES PAUL II., Apostolisches Schreiben Salvifici doloris, Nr. 19: AAS 76 (1984) 225.

(6) JOHANNES PAUL II., Apostolisches Schreiben Christifideles laici, Nr. 53: AAS 81 (1989), 499.

(7) Ebd., Nr. 53: AAS 81 (1989), 499.

(8) Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1511.

(9) Rituale Romanum, Ordo Unctionis Infirmorum eorumque Pastoralis Curae, n. 5.

(10) Rituale Romanum, Ordo Unctionis Infirmorum eorumque Pastoralis Curae, n. 75.

(11) Vgl. Rituale Romanum, Ordo Unctionis Infirmorum eorumque Pastoralis Curae, n. 77.

(12) Vgl. Missale Romanum, Ex Decreto Sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum, Auctoritate Pauli PP. VI promulgatum, Editio typica altera, Typis Polyglottis Vaticanis, MCMLXXV, pp. 838-839.

(13) Vgl. Rituale Romanum, Ex Decreto Sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum, Auctoritate Ioannis Pauli PP. II promulgatum, De Benedictionibus, Editio typica, Typis Polyglottis Vaticanis, MCMLXXXIV, n. 305.

(14) Vgl. ebd., nn. 306-309.

(15) Vgl. ebd., nn. 315-316.

(16) Vgl. ebd., n. 319.

(17) Rituale Romanum, Ordo Unctionis Infirmorum eorumque Pastoralis Curae, n. 3.

(18) Vgl. KONZIL VON TRIENT, sess. XIV, Doctrina de Sacramento Extremae Unctionis, cap. 2: DH 1696.

(19) AUGUSTINUS, Epistulae 130, VI,13 (= PL, 33,499).

(20) Vgl. AUGUSTINUS, De Civitate Dei 22, 8,3 (= PL 41,762- 763).

(21) Die Feier der heiligen Messe, Messbuch für die Bistümer des deutschen Sprachgebietes, Freiburg 1976, Schlussgebet am 26. Sonntag im Jahreskreis; vgl. Missale Romanum, p. 563.

(22) Ebd., Große Fürbitten, 10; vgl. Missale Romanum, p. 256.

(23) Die Feier der Krankensakramente, Anhang III; vgl. Rituale Romanum, Ordo Unctionis Infirmorum eorumque Pastoralis Curae, n. 75.

(24) GOAR J., Euchologion sive Rituale Graecorum, Venetiis 1730 (Graz 1960), 338.

(25) DENZINGER H., Ritus Orientalium in administrandis Sacramentis, vv. I-II, Würzburg 1863 (Graz 1961), v. II, 497f.

(26) Kommunionspendung und Eucharistieverehrung außerhalb der Messe, Studienausgabe, Freiburg 1976, Nr. 82; vgl. Rituale Romanum, Ex Decreto Sacrosancti Concilii Vaticani II instauratum, Auctoritate Pauli PP. VI promulgatum, De Sacra Communione et de Cultu Mysterii Eucharistici Extra Missam, Editio typica, Typis Polyglottis Vaticanis, MCMLXXIII, n. 82.

(27) Vgl. Rituale Romanum, De Benedictionibus, nn. 290-320.

(28) Vgl. ebd., n. 39.

(29) Und jene, die ihm gemäß can. 381 § 2 rechtlich gleichgestellt sind.

(30) Vgl. KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE, Instruktion über einige Aspekte des Gebrauchs der sozialen Kommunikationsmittel bei der Förderung der Glaubenslehre, Libreria Editrice Vaticana, Vatikanstadt 1992.

(31) Vgl. KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE, Epistula Inde ab aliquot annis, Ordinariis locorum missa: in mentem normae vigentes de exorcismis revocantur: AAS 77 (1985) 1169- 1170.

(32) Vgl. Rituale Romanum, Ex Decreto Sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum, Auctoritate Ioannis Pauli PP. II promulgatum, De Exorcismis et Supplicationibus Quibusdam, Editio typica, Typis Polyglottis Vaticanis, MIM, Praenotanda, nn. 13-19.

(Quelle: http://www.doctrinafidei.va/documents/rc_con_cfaith_doc_20001123_istruzione_ge.html)

 

Suicide?

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Robert

 

Papst Johannes Paul II.

APOSTOLISCHES SCHREIBEN SALVIFICI DOLORIS SEINER HEILIGKEIT PAPST JOHANNES PAUL II.

AN DIE BISCHÖFE, PRIESTER, ORDENSLEUTE UND GLÄUBIGEN DER KATHOLISCHEN KIRCHE ÜBER DEN CHRISTLICHEN SINN DES MENSCHLICHEN LEIDENS

Liebe Brüder im Bischofsamt,
liebe Brüder und Schwestern in Christus!

I.

EINLEITUNG

1. Die heilbringende Kraft des Leidens erklärend sagt der Apostel Paulus: »Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben, was an den Leiden Christi noch fehlt«.(l)

Diese Worte stehen gleichsam am Ende des langen Weges, der sich durch die Leiden hin erstreckt, die zur Geschichte des Menschen gehören und vom Wort Gottes erhellt werden. Es kommt ihnen fast die Bedeutung einer endgültigen Entdeckung zu, die von Freude begleitet ist; daher schreibt der Apostel: »Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage«.(2) Die Freude kommt aus der Entdeckung des Sinnes des Leidens. Eine solche Entdeckung ist, obwohl Paulus von Tarsus, der diese Worte schreibt, ganz persönlich davon betroffen ist, zugleich auch gültig für andere. Der Apostel teilt seine eigene Entdeckung mit und freut sich darüber wegen all jener, denen sie helfen kann - so wie sie ihm geholfen hat -, den heilbringenden Sinn des Leidens zu ergründen.

2. Das Thema des Leidens - gerade unter dem Gesichtspunkt seines heilbringenden Sinnes - scheint in einem tiefen Zusammenhang mit dem Jahr der Erlösung als einem außerordentlichen Jubiläumsjahr der Kirche zu stehen. Auch dieser Umstand spricht dafür, daß wir diesem Thema gerade während dieses Jahres unsere besondere Aufmerksamkeit zuwenden. Unabhängig davon ist dies ein universales Thema, das den Menschen jedes Breiten- und Längengrades betrifft: Es geht gleichsam mit ihm zusammen durch diese Welt und muß deshalb immer wieder neu aufgegriffen werden.

Auch wenn Paulus im Brief an die Römer geschrieben hat, daß »die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt«,(3) und dem Menschen die Leiden der Tierwelt bekannt sind und nahegehen, so scheint doch das, was wir mit dem Wort »Leiden« zum Ausdruck bringen, wesentlich die Natur des Menschen zu betreffen. Es ist so tief wie der Mensch selbst, gerade weil es auf seine Weise die dem Menschen eigene Tiefe ausdrückt und sie seinerseits noch übersteigt. Das Leiden scheint zur Transzendenz des Menschen zu gehören: Es ist einer jener Punkte, wo der Mensch gewissermaßen dazu »bestimmt« ist, über sich selbst hinauszugehen, und dazu auf geheimnisvolle Weise aufgerufen wird.

3. Wenn das Thema des Leidens fordert, daß wir uns ihm im Jahr der Erlösung in besonderem Maße stellen, so hat das seinen Grund vor allem darin, daß die Erlösung durch das Kreuz Christi geschehen ist, das heißt, durch sein Leiden. Zugleich denken wir im Jahr der Erlösung an jene Wahrheit, die in der Enzyklika Redemptor hominis so ausgedrückt ist: In Christus »wird jeder Mensch zum Weg der Kirche«.(4) Man kann sagen, der Mensch wird in besonderer Weise zum Weg der Kirche, wenn in sein Leben das Leiden eintritt. Dies geschieht bekanntlich in verschiedenen Augenblicken seines Lebens; es äußert sich auf unterschiedliche Weise und in verschiedenem Ausmaß. Doch in der einen wie der anderen Form ist das Leiden anscheinend fast untrennbar mit der irdischen Existenz des Menschen verbunden.

Wenn also der Mensch während seines irdischen Lebens in der einen oder anderen Weise auf dem Weg des Leidens geht, müßte die Kirche zu allen Zeiten - und vielleicht ganz besonders im Jahr der Erlösung - dem Menschen gerade auf diesem Weg begegnen. Die Kirche, die aus dem Geheimnis der Erlösung im Kreuz Christi geboren wird, muß die Begegnung mit dem Menschen vor allem auf dem Weg seines Leidens suchen. Bei dieser Begegnung wird der Mensch »der Weg der Kirche«; und dieser Weg gehört zu ihren bedeutendsten Wegen.

4. Daraus ergibt sich auch die vorliegende Betrachtung, gerade im Jahr der Erlösung: die Betrachtung über das Leiden. Menschliches Leid bewirkt Mitleid, ruft auch Achtung hervor; auf seine Weise flößt es aber auch Furcht ein. Diese besondere Achtung vor jedem menschlichen Leid soll an den Beginn all dessen gestellt sein, was im folgenden aus dem tiefsten Bedürfnis des Herzens und zugleich aus einem grundlegenden Anspruch des Glaubens gesagt werden soll. Beim Thema des Leidens scheinen sich diese beiden Motive in besonderer Weise einander zu nähern und miteinander zu verbinden: Das Bedürfnis des Herzens gebietet uns, die Furcht zu überwinden, und der Anspruch des Glaubens - wie er zum Beispiel in den am Anfang angeführten Worten des hl. Paulus ausgedrückt wird - gibt uns den Inhalt, in dessen Namen und Kraft wir wagen, an das zu rühren, was in jedem Menschen so sehr unberührbar zu sein scheint: denn der Mensch in seinem Leiden bleibt ein unberührbares Geheimnis.

II.

DIE WELT DES MENSCHLICHEN LEIDENS

5. Auch wenn das Leiden in seiner subjektiven Dimension, als personales Geschehen, eingeschlossen im konkreten, unwiederholbaren Inneren des Menschen, fast unberührbar und nicht übertragbar erscheint, so fordert doch gerade das Leiden - auch in seiner »objektiven Realität« -, in einer ausdrücklichen Problemstellung behandelt, erwogen und verstanden zu werden; es verlangt darum, daß hierzu grundsätzliche Fragen gestellt und Antworten darauf gesucht werden. Wie man sieht, geht es hierbei nicht nur darum, eine Beschreibung des Leidens zu geben. Es gibt noch andere Kriterien, die über den Bereich der Beschreibung hinausgehen und die wir hinzuziehen müssen, wenn wir uns in die Welt des menschlichen Leidens vertiefen wollen.

Es mag sein, daß die Medizin als Wissenschaft und zugleich als Heilkunst auf dem weiten Feld menschlicher Leiden den Bereich am besten erforscht und aufdeckt, der mit größerer Genauigkeit ermittelt und von den Methoden der »Reaktion«, das heißt der Therapie, relativ am besten beherrscht wird. Dies ist jedoch nur ein Bereich. Das Feld menschlicher Leiden ist viel weiter und mannigfaltiger, es hat mehrere Dimensionen. Der Mensch leidet auf verschiedene Weisen, die nicht immer von der Medizin, nicht einmal in ihren fortschrittlichsten Zweigen, berücksichtigt werden. Das Leiden ist etwas noch viel Umfassenderes als die Krankheit; es ist noch vielschichtiger und zugleich noch tiefer im Menschsein selbst verwurzelt. Eine gewisse Vorstellung von diesem Problem gewinnen wir aus der Unterscheidung zwischen körperlichem und moralischem Leiden. Diese Unterscheidung hat zur Grundlage die doppelte Dimension des menschlichen Seins und weist auf das körperliche und geistige Element als das unmittelbare oder direkte Subjekt des Leidens hin. Soweit man bis zu einem gewissen Grad »Leiden« und »Schmerz« als synonyme Worte gebrauchen kann, ist körperliches Leiden dann gegeben, wenn der Leib in irgendeiner Weise »schmerzt«, während das moralische Leiden ein »Schmerz der Seele« ist. Es handelt sich dabei in der Tat um einen Schmerz geistiger Art und nicht bloß um die »psychische« Dimension jenes Schmerzes, der sowohl das moralische wie das körperliche Leiden begleitet. Die Weite und Vielfalt des moralischen Leidens sind gewiß nicht geringer als beim körperlichen Leiden; wohl scheint es weniger klar bestimmt und von der Therapie weniger leicht erreichbar zu sein.

6. Die Heilige Schrift ist ein großes Buch über das Leiden. Wir nennen aus den Büchern des Alten Testamentes nur einige Beispiele von Situationen, die vom Leiden gezeichnet sind, vor allem vom moralischen Leiden: Todesgefahr,(5) Tod der eigenen Kinder(6) und besonders der Tod des erstgeborenen und einzigen Sohnes,(7) ferner Kinderlosigkeit,(8) Heimweh nach dem Vaterland,(9) Verfolgung und Feindseligkeit der Umwelt,(10) Spott und Hohn für den Leidenden,(11) Einsamkeit und Verlassenheit,(12) dann auch Gewissensbisse,(13) die Schwierigkeit zu begreifen, warum es den Frevlern gut geht und die Gerechten leiden,(14) Untreue und Undankbarkeit von seiten der Freunde und Nachbarn(15) und schließlich das Unglück des eigenen Volkes.(16)

Das Alte Testament, das den Menschen als eine leibseelische Einheit behandelt, verbindet die »moralischen« Leiden oft mit dem Schmerz bestimmter Teile des Organismus: der Knochen,(17) der Nieren,(18) der Leber,(19) der Eingeweide,(20) des Herzens.(21) Offensichtlich haben die moralischen Leiden auch ihre »physische« oder körperliche Komponente und wirken sich oft auf den Zustand des gesamten Organismus aus.

7. Wie sich aus den angeführten Beispielen ersehen läßt, finden wir in der Heiligen Schrift eine lange Reihe von Situationen, die für den Menschen auf verschiedene Weise schmerzlich sind. Diese vielfältige Aufzählung erschöpft aber nicht alles, was über dieses Thema das Buch der Geschichte des Menschen - ein Buch, das nicht in Buchstaben geschrieben ist - und noch mehr das Buch der Geschichte der Menschheit - gelesen durch die Geschichte jedes einzelnen Menschen - bereits gesagt hat und beständig wiederholt.

Man kann sagen, der Mensch leidet, wann immer er irgendein Übel erfährt. Im Sprachgebrauch des Alten Testamentes stellt sich die Beziehung zwischen Leiden und Übel als Identität heraus. Jene Sprache besaß nämlich noch kein eigenes Wort, um das »Leiden« zu bezeichnen; darum nannte sie alles, was Leiden war, ein »Übel«.(22) Erst die griechische Sprache und damit das Neue Testament (und die griechischen Übersetzungen des Alten) gebrauchen das »pàscho= ich bin betroffen von..., ich empfinde, ich leide«; und diesem Wort ist es zu verdanken, daß sich das Leiden nun nicht mehr direkt mit dem objektiven Übel gleichsetzen läßt, sondern eine Situation ausdrückt, in welcher der Mensch das Übel erfährt und in dieser Erfahrung zum Träger von Leiden wird. Das Leiden hat ja zugleich aktiven und »passiven« (von »patior« = ich leide) Charakter. Sogar wenn der Mensch sich allein ein Leiden zufügt, wenn er also selbst dessen Urheber ist, bleibt es in seinem metaphysischen Wesen etwas Passives.

Das bedeutet jedoch nicht, daß das Leiden im psychologischen Sinne nicht von einer besonderen »Aktivität« geprägt sei. Dies ist jene vielfältige und subjektiv verschiedene »Aktivität« von Schmerz, Trauer, Enttäuschung, Niedergeschlagenheit oder sogar Verzweiflung, je nach der Stärke und Tiefe des Leidens und indirekt auch nach der Gesamtverfassung der leidenden Person und ihrer besonderen Sensibilität. Im Kern dieser psychologischen Formen des Leidens steht aber immer die Erfahrung eines Übels, dessentwegen der Mensch leidet.

So führt uns also die Wirklichkeit des Leidens zur Frage nach dem Wesen des Übels: Was ist Übel?

Diese Frage ist in gewissen Sinn mit dem Thema des Leidens untrennbar verbunden. Die christliche Antwort darauf unterscheidet sich von jener, die von einigen kulturellen und religiösen Traditionen gegeben wird, die die Existenz als solche für ein Übel halten, von dem man sich befreien müsse. Das Christentum verkündet die wesentliche Gutheit der Existenz und von allem, was existiert; es bekennt die Güte des Schöpfers und verkündet die Gutheit der Geschöpfe. Der Mensch leidet wegen des Übels, das eine gewisse Abwesenheit, Begrenzung oder Entstellung des Guten darstellt. Man könnte sagen, der Mensch leidet wegen eines Gutes, an dem er keinen Anteil hat, von dem er gewissermaßen ausgeschlossen ist oder dessen er sich selbst beraubt hat. Vor allem leidet er dann, wenn er normalerweise an diesem Gut Anteil haben »müßte« und ihn doch nicht hat.

Im christlichen Denken wird also die Wirklichkeit des Leidens durch das Übel erklärt, das in irgendeiner Weise immer auf ein Gut bezogen ist.

8. Das menschliche Leiden stellt in sich fast eine eigene »Welt« dar, die zusammen mit dem Menschen existiert, die in ihm aufscheint und wieder vergeht, manchmal aber auch nicht vergeht, sondern sich in ihm noch verstärkt und vertieft. Diese Welt des Leidens, die auf viele, ja unzählige Menschen verteilt ist, existiert gleichsam in der Zerstreuung. Nicht nur stellt jeder Mensch durch sein persönliches Leiden einen kleinen Teil jener »Welt« dar, sondern jene »Welt« ist in ihm zugleich auch etwas Begrenztes und Einmaliges. Damit verbunden bleibt jedoch jeweils die zwischenmenschliche und soziale Dimension. Die Welt des Leidens besitzt gleichsam eine eigene Geschlossenheit. Die leidenden Menschen gleichen einander durch die Ähnlichkeit ihrer Lage und Schicksalsprüfung oder auch durch das Bedürfnis nach Verständnis und Aufmerksamkeit und vielleicht vor allem durch die fortdauernde Frage nach dem Sinn des Leidens. Obwohl also die Welt des Leidens in der Zerstreuung existiert, enthält sie in sich zugleich eine einzigartige Herausforderung zu Gemeinschaft und Solidarität. Wir wollen versuchen, auch auf diese Herausforderung in der vorliegenden Betrachtung einzugehen.

Beim Gedanken an die Welt des Leidens in ihrer personalen und zugleich gemeinschaftlichen Bedeutung kann man schließlich auch die Tatsache nicht übersehen, daß sich eine solche Welt zu gewissen Zeiten und in einigen Bereichen der menschlichen Existenz sozusagen in besonderer Weise verdichtet. Das geschieht zum Beispiel im Fall von Naturkatastrophen und Seuchen, von großen und überraschenden Unglücken, von verschiedenen sozialen Geißeln: man denke zum Beispiel an eine schlechte Ernte, und - damit oder mit verschiedenen anderen Ursachen verbunden - an die Geißel des Hungers.

Man denke schließlich an den Krieg. Von ihm spreche ich in einer ganz besonderen Weise. Ich spreche von den beiden letzten Weltkriegen, von denen der zweite eine weit größere Ernte an Toten und eine schwerere Last an menschlichen Leiden als der erste mit sich gebracht hat. Die zweite Hälfte unseres Jahrhunderts trägt ihrerseits - in einem Maße gleichsam, das den Irrtümern und Fehltritten unserer heutigen Zivilisation entspricht - eine solch fürchterliche Bedrohung durch einen Atomkrieg in sich, daß wir daran nur in Begriffen einer unvergleichlichen Anhäufung von Leiden denken können, bis hin zur möglichen Selbstzerstörung der Menschheit. Auf diese Weise scheint sich jene Welt des Leidens, die ihr Subjekt letztlich in jedem Menschen hat, in unserer Epoche - vielleicht mehr als zu jeder anderen Zeit - in ein besonderes »Leiden der Welt« zu verwandeln: einer Welt, die noch nie so vom Fortschritt durch das Wirken des Menschen verwandelt worden ist und zugleich sich noch nie so durch die Irrtümer und die Schuld des Menschen in Gefahr befunden hat.

III.

AUF DER SUCHE NACH DEM SINN DES LEIDENS

9. In jedem einzelnen Leiden, das der Mensch erfährt, und zugleich an der Wurzel der gesamten Welt der Leiden taucht unvermeidlich die Frage auf: Warum? Es ist eine Frage nach der Ursache und dem Grund, eine Frage nach dem Zweck (wozu?) und letztlich immer eine Frage nach dem Sinn. Sie begleitet nicht nur das menschliche Leiden, sondern scheint geradezu seinen menschlichen Inhalt zu bestimmen, das nämlich, wodurch das Leiden zum mensch lichen Leiden wird.

Natürlich ist der Schmerz, besonders der körperliche, auch in der Tierwelt weit verbreitet. Doch nur der Mensch weiß im Leiden, daß er leidet, und fragt sich: »warum?«; und er leidet auf eine für ihn als Menschen noch tiefere Weise, wenn er darauf keine befriedigende Antwort findet. Das ist eine schwierige Frage, genauso wie eine andere, die dieser sehr verwandt ist, nämlich jene nach dem Übel. Warum gibt es das Übel in der Welt? Wenn wir die Frage so stellen, stellen wir immer, zumindest in gewissem Maße, auch die Frage nach dem Leiden.

Die eine wie die andere Frage ist schwierig, wenn der Mensch sie dem Menschen stellt, die Menschen sie an die Menschen richten und auch wenn der Mensch sie Gott stellt. Der Mensch richtet diese Frage ja nicht an die Welt, obwohl das Leiden ihm oftmals von ihr her zustößt, sondern er richtet sie an Gott als den Schöpfer und Herrn der Welt. Es ist sehr wohl bekannt, wie es im Bereich dieser Frage nicht nur zu vielfältigen Spannungen und Konflikten in den Beziehungen des Menschen zu Gott kommt, sondern daß man mitunter sogar zur Leugnung Gottes gelangt. Wenn die Existenz der Welt gleichsam den Blick der menschlichen Seele für die Existenz Gottes öffnet, für seine Weisheit, Macht und Herrlichkeit, so scheinen Übel und Leiden dieses Bild zu verdunkeln, zuweilen in radikaler Weise, und dies vor allem im täglichen Drama so vieler schuldloser Leiden und so vieler Schuld, die keine angemessene Strafe findet. Dieser Umstand - vielleicht mehr als jeder andere - zeigt darum, wie wichtig die Frage nacb dem Sinn des Leidens ist und mit welcher Gründlichkeit die Frage selbst sowie jede mögliche Antwort darauf behandelt werden müssen.

10. Der Mensch darf diese Frage an Gott richten mit aller Leidenschaft seines Herzens und aller Betroffenheit seines beunruhigten Verstandes; Gott erwartet diese Frage und hört sie an, wie wir in der Offenbarung des Alten Testamentes sehen können. Im Buch Ijob hat die Frage ihren lebendigsten Ausdruck gefunden.

Die Geschichte dieses gerechten Menschen ist bekannt: Ohne eigene Schuld wird er von unzähligen Leiden heimgesucht. Er verliert sein Hab und Gut, seine Söhne und Töchter, und zuletzt befällt ihn selbst eine schwere Krankheit. In dieser furchtbaren Lage erscheinen in seinem Hause die drei alten Freunde, die ihn - ein jeder mit anderen Worten - davon zu überzeugen suchen, daß er irgendeine schwere Schuld begangen haben muß, da er von so vielfältigem und schrecklichem Leiden heimgesucht worden ist. Das Leiden, so sagen sie, befalle den Menschen ja immer als Strafe für ein Vergehen; es werde von Gott, dem absolut gerechten, geschickt und finde seine Begründung in der Ordnung der Gerechtigkeit. Man möchte sagen, daß die alten Freunde des Ijob ihn nicht nur von der moralischen Berechtigung des Übels überzeugen wollen, sondern in gewissem Sinn versuchen, vor sich selbst den moralischen Sinn des Leidens zu verteidigen. In ihren Augen kann dieses ausschließlich den Sinn einer Strafe für die Sünde haben, einen Sinn also, der allein im Bereich der Gerechtigkeit Gottes liegt: Gott vergilt das Gute mit Gutem und das Böse mit Bösem.

Sie beziehen sich dabei auf die Lehre, die in anderen Schriften des Alten Testamentes enthalten ist, wo gesagt wird, daß die Leiden von Gott als Strafe für die Sünden der Menschen zugefügt werden. Der Gott der Offenbarung ist in einem solchen Maße Gesetzgeber und Richter, wie keine irdische Autorität es sein kann. Der Gott der Offenbarung ist ja vor allem Schöpfer, von dem, zusammen mit der Existenz, die wesentliche Gutheit der Schöpfung kommt. Darum ist auch die bewußte und freiwillige Verletzung dieses Gutes von seiten des Menschen nicht nur eine Übertretung des Gesetzes, sondern zugleich eine Beleidigung des Schöpfers, des obersten Gesetzgebers. Eine solche Übertretung hat den Charakter von Sünde nach der genauen, das heißt, biblischen und theologischen Bedeutung des Wortes. Dem moralischen Übel der Sünde entspricht die Strafe, welche die moralische Ordnung im selben transzendenten Sinne gewährleistet, wie diese Ordnung vom Willen des Schöpfers und obersten Gesetzgebers festgesetzt worden ist. Von hierher leitet sich dann auch eine der grundlegenden Wahrheiten des religiösen Glaubens ab, die sich gleichermaßen auf die Offenbarung stützen kann: Gott ist ein gerechter Richter, der das Gute belohnt und das Böse bestraft. »Du (Herr) bist gerecht in allem, was du getan hast. All deine Taten sind richtig, deine Wege gerade. Alle deine Urteile sind wahr. Du hast gerechte Strafen verhängt, in allem, was du über uns gebracht hast... Ja, nach Wahrheit und Recht hast du all dies unserer Sünden wegen herbeigeführt« .(23)

Ferner offenbart sich in der von Ijobs Freunden vorgetragenen Meinung eine Überzeugung, wie sie sich auch im moralischen Bewußtsein der Menschheit findet: Die objektive moralische Ordnung fordert eine Strafe für die Übertretung, für die Sünde und für das Vergehen. Das Leiden erscheint von diesem Standpunkt her wie ein »gerechtfertigtes Übel«. Die Überzeugung derjenigen, die das Leiden als Strafe für die Sünde erklären, findet ihre Stütze in der Ordnung der Gerechtigkeit, und das entspricht der Überzeugung, die von einem der Freunde Ijobs zum Ausdruck gebracht wird: »Wohin ich schaue: Wer Bosheit pflügt, wer Unheil sät, der erntet es auch«.(24)

11. Ijob hingegen bestreitet die Richtigkeit dieses Prinzips, welches das Leiden mit der Strafe für die Sünde gleichsetzt. Er tut es auf Grund seiner eigenen Erfahrung. Denn er ist sich bewußt, eine solche Bestrafung nicht verdient zu haben; er erläutert vielmehr das Gute, das er in seinem Leben getan hat. Schließlich tadelt Gott selbst die Freunde Ijobs für ihre Anklagen und erkennt an, daß Ijob nicht schuldig ist. Sein Leiden ist das eines Unschuldigen; es muß als ein Geheimnis angenommen werden, das der Mensch mit seinem Verstande letztlich nicht zu durchdringen vermag.

Das Buch Ijob greift die Grundlagen der transzendenten moralischen Ordnung, die auf Gerechtigkeit gegründet ist, nicht an, wie sie in der gesamten Offenbarung des Alten und des Neuen Bundes dargelegt werden. Zugleich aber beweist dieses Buch mit aller Bestimmtheit, daß man die Grundsätze dieser Ordnung nicht in ausschließlicher und oberflächlicher Weise anwenden kann. Wenn es auch wahr ist, daß Leiden einen Sinn als Strafe hat, wann immer es an Schuld gebunden ist, so ist es doch nicht wahr, daß jedes Leiden Folge von Schuld sei und den Charakter von Strafe habe. Die Gestalt des gerechten Ijob ist dafür ein besonderer Beweis im Alten Testament. Hier stellt die Offenbarung, das Wort Gottes selbst, mit allem Freimut das Problem vom Leiden des unschuldigen Menschen: vom Leiden ohne Schuld. Ijob ist nicht bestraft worden; es gab keinen Grund, ihm eine Strafe aufzuerlegen, wenn er auch einer überaus harten Prüfung unterworfen wurde. Aus der Einleitung des Buches geht hervor, daß Gott diese Prüfung wegen der Herausforderung durch Satan zugelassen hat. Dieser hatte nämlich die Gerechtigkeit des Ijob vor dem Herrn bestritten: »Geschieht es ohne Grund, daß Ijob Gott fürchtet? ... Das Tun seiner Hände hast du gesegnet; sein Besitz hat sich weit ausgebreitet im Land. Aber streck nur einmal deine Hand gegen ihn aus und rühr an all das, was sein ist; wahrhaftig, er wird dir ins Angesicht fluchen«.(25) Und wenn der Herr zustimmt, daß Ijob durch Leiden geprüft wird, so tut er das, um dessen Gerechtigkeit zu beweisen. Das Leiden hat hier den Charakter einer Prüfung.

Das Buch Ijob ist nicht das letzte Wort der Offenbarung zu diesem Thema. Es ist in gewisser Weise eine Andeutung der Passion Christi. Aber schon für sich allein genommen ist es ein hinreichender Beweis dafür, daß die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Leidens nicht ohne Einschränkungen mit der allein auf Gerechtigkeit gegründeten moralischen Ordnung verbunden werden darf. Wenn eine solche Antwort auch ihre grundlegende und transzendente Begründung und Gültigkeit hat, so erweist sie sich doch zugleich nicht nur als unbefriedigend in ähnlichen Fällen wie dem Leiden des gerechten Ijob, sondern scheint sogar den Begriff der Gerechtigkeit, den wir in der Offenbarung finden, einzuebnen und zu entleeren.

12. Das Buch Ijob fragt in zugespitzter Weise nach dem »Warum« des Leidens, es zeigt, daß es auch den Unschuldigen trifft, gibt aber noch keine Antwort auf das Problem.

Im Alten Testament finden wir eine Tendenz, die darauf abzielt, die Auffassung zu überwinden, nach der das Leiden einzig als Strafe für die Sünde einen Sinn hat. Dies geschieht, indem zugleich der erzieherische Wert von Strafe und Leiden betont wird. So ist in den von Gott dem auserwählten Volk zugefügten Leiden eine Einladung der göttlichen Barmherzigkeit enthalten, die zurechtweist, um zur Bekehrung zu führen: »Die Strafen sollen unser Volk nicht vernichten, sondern erziehen«.(26)

So rückt die personale Dimension von Strafe in den Vordergrund. In dieser Dimension hat Strafe nicht nur deshalb einen Sinn, weil sie dazu dient, das objektive Übel eines Vergehens mit einem anderen Übel zu vergelten, sondern vor allem, weil sie die Möglichkeit schafft, das Gute in der leidenden Person selbst wiederherzustellen.

Dies ist ein äußerst wichtiger Aspekt des Leidens. Er ist in der gesamten Offenbarung des Alten und besonders des Neuen Bundes tief verwurzelt. Das Leiden soll der Bekehrung dienen, das heißt, der Wiederherstellung des Guten im Menschen, der in diesem Ruf zur Buße die göttliche Barmherzigkeit erkennen kann. Die Buße hat zum Ziel, das Böse zu überwinden, das unter verschiedenen Formen im Menschen steckt, und das Gute in ihm selbst wie auch in den Beziehungen zu den Mitmenschen und vor allem zu Gott zu festigen.

13. Um aber die richtige Antwort auf das »Warum« des Leidens finden zu können, müssen wir auf die Offenbarung der göttlichen Liebe schauen, die tiefste Quelle für den Sinn von allem, was ist. Die Liebe ist auch die reichste Quelle für den Sinn des Leidens, das immer ein Geheimnis bleiben wird: Wir sind uns bewußt, wie unzureichend und unangemessen unsere Erklärungen sind. Christus läßt uns jedoch in das Geheimnis eindringen und das »Warum« des Leidens entdecken in dem Maße, wie wir fähig sind, die Tiefe der göttlichen Liebe zu erfassen.

Um den tiefen Sinn des Leidens zu finden, muß man dem geoffenbarten Wort Gottes folgen und sich zugleich dem menschlichen Subjekt mit seinen vielfältigen Möglichkeiten weit öffnen. Man muß vor allem das Licht der Offenbarung aufnehmen, nicht nur soweit es die transzendente Ordnung der Gerechtigkeit zum Ausdruck bringt, sondern insofern es diese Ordnung mit Liebe erleuchtet, der letzten Quelle für alles, was existiert. Die Liebe ist auch die reichste Quelle für die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Leidens. Diese Antwort ist von Gott dem Menschen im Kreuze Jesu Christi gegeben worden.

IV.

JESUS CHRISTUS:
LEIDEN, VON DER LIEBE ÜBERWUNDEN

14. »Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat«.(27)

Diese Worte, von Christus im Gespräch mit Nikodemus gesprochen, führen uns in die Mitte des erlösenden Wirkens Gottes. Sie bringen auch das Wesen der christlichen Heilslehre zum Ausdruck, das heißt, der Theologie von der Erlösung. Erlösung bedeutet Befreiung vom Bösen und steht deshalb in enger Beziehung zum Problem des Leidens. Nach den Worten an Nikodemus gibt Gott seinen Sohn der »Welt« hin, um den Menschen von dem Bösen zu befreien, das in sich die endgültige und absolute Perspektive des Leidens trägt. Zugleich zeigt schon das Wort »hingeben« ( »er gab seinen Sohn hin«), daß der eingeborene Sohn diese Befreiung durch sein eigenes Leiden vollbringen muß. Darin tut sich die Liebe kund, die unendliche Liebe des eingeborenen Sohnes ebenso wie des Vaters, der diesen seinen Sohn dafür »hingibt«. Das ist die Liebe zum Menschen, die Liebe zur »Welt«: das ist erlösende Liebe.

Wir befinden uns hier - das gilt es, sich bei unserer gemeinsamen Betrachtung über dieses Problem klar vor Augen zu halten - in einer völlig neuen Dimension unseres Themas. Es ist eine andere Dimension als jene, die die Suche nach der Bedeutung des Leidens in den Grenzen der Gerechtigkeit bestimmte und sie darin gleichsam einschloß. Es ist die Dimension der Erlösung, auf die im Alten Testament die Worte des gerechten Ijob - zumindest nach dem Text der Vulgata - bereits hinzudeuten scheinen: »Doch ich weiß: mein Erlöser lebt, ... und (am letzten Tag) werde ich Gott schauen«.(28) Während unsere Betrachtung bisher vor allem und fast ausschließlich das Leiden in seiner vielfältigen irdischen Gestalt (wie die Leiden des gerechten Ijob) ins Auge gefaßt hat, so beziehen sich die soeben aus dem Gespräch Jesu mit Nikodemus angeführten Worte auf das Leiden in seinem grundlegenden und endgültigen Sinn. Gott gibt seinen eingeborenen Sohn hin, damit der Mensch »nicht stirbt«; und die Bedeutung dieses »nicht stirbt« wird genau bestimmt durch die nachfolgenden Worte: »sondern das ewige Leben hat«.

Der Mensch »stirbt«, wenn er »das ewige Leben« verliert. Das Gegenteil des Heils ist also nicht das bloß zeitliche Leiden, ein Leiden welcher Art auch immer, sondern das endgültige Leiden: der Verlust des ewigen Lebens, die Zurückweisung durch Gott, die Verdammnis. Der eingeborene Sohn ist der Menschheit geschenkt worden, um den Menschen vor allem vor diesem endgültigen Übel und vor dem endgültigen Leiden zu bewahren. Er muß daher in seiner Heilssendung das Übel an den transzendentalen Wurzeln fassen, von denen her es sich in der Geschichte des Menschen entfaltet. Diese transzendentalen Wurzeln des Übels werden greifbar in Sünde und Tod: Sie liegen ja dem Verlust des ewigen Lebens zugrunde. Die Sendung des eingeborenen Sohnes besteht im Sieg über Sünde und Tod. Er besiegt die Sünde durch seinen Gehorsam bis zum Tode, und er besiegt den Tod durch seine Auferstehung.

15. Wenn wir sagen, daß Christus mit seiner Sendung das Übel an den Wurzeln faßt, denken wir nicht nur an das endgültige, eschatologische Übel und Leiden (damit der Mensch »nicht stirbt, sondern das ewige Leben hat«), sondern auch - zumindest indirekt - an das Übel und Leiden in ihrer irdischen und geschichtlichen Dimension. Das Übel bleibt nämlich mit Sünde und Tod verbunden. Auch wenn man nur mit großer Vorsicht das Leiden des Menschen als Folge konkreter Sünden bezeichnen darf (das zeigt uns gerade das Beispiel des gerechten Ijob), so kann es doch nicht von der Ursünde getrennt werden, von der Sünde, die im Johannesevangelium »Sünde der Welt«(29) genannt wird, vom sündhaften Hintergrund also der persönlichen Handlungen und der sozialen Vorgänge in der Geschichte des Menschen. Auch wenn es nicht gestattet ist, hier das strenge Kriterium einer direkten Abhängigkeit anzuwenden (wie das die drei Freunde des Ijob taten), so kann man doch nicht auf das Kriterium verzichten, daß den menschlichen Leiden eine mannigfaltige Verwicklung in die Sünde zugrunde liegt.

Ähnlich ist es, wenn es sich um den Tod handelt. Oftmals wird er sogar als Befreiung von den Leiden dieses Lebens erwartet. Zugleich kann man nicht übersehen, daß er gleichsam eine endgültige Synthese des zerstörerischen Wirkens der Leiden im leiblichen Organismus wie in der Psyche darstellt. Doch vor allem bringt der Tod die Auflösung der ganzen leibseelischen Persönlichkeit des Menschen mit sich. Die Seele überlebt und existiert getrennt vom Leib weiter, während der Leib einer allmählichen Zersetzung verfällt, wie Gott, der Herr, es nach der vom Menschen am Beginn seiner irdischen Geschichte begangenen Sünde gesagt hatte: »Staub bist du, zum Staub mußt du zurück«.(30) Wenn also auch der Tod nicht ein Leiden im zeitlichen Sinne des Wortes ist, sondern gewissermaßen außerhalb der Grenzen aller Leiden liegt, hat andererseits das Übel, das dem Menschen im Tod widerfährt, zugleich einen endgültigen und umfassenden Charakter. Durch sein Heilswerk befreit der eingeborene Sohn den Menschen von der Sünde und vom Tod. Vor allem verbannt er aus der Geschichte des Menschen die Herrschaft der Sünde, die sich unter dem Einfluß des bösen Geistes eingewurzelt hat, angefangen von der Ursünde, und schenkt dem Menschen dann die Möglichkeit, in der heiligmachenden Gnade zu leben. In der Folge des Sieges über die Sünde beendet er auch die Herrschaft des Todes, indem er durch seine Auferstehung den Anfang der künftigen Auferstehung der Leiber setzt. Das eine wie das andere sind wesentliche Voraussetzungen des »ewigen Lebens«, das heißt, der endgültigen Glückseligkeit des Menschen in der Vereinigung mit Gott; das will sagen, für die Geretteten ist das Leiden in eschatologischer Sicht vollkommen aufgehoben.

Infolge des Heilswerkes Christi lebt der Mensch auf Erden in der Hoffnung auf das ewige Leben und die ewige Heiligkeit. Und wenn auch der von Christus durch Kreuz und Auferstehung vollbrachte Sieg über Sünde und Tod die irdischen Leiden aus dem Leben des Menschen nicht hinwegnimmt und auch nicht die ganze geschichtliche Dimension des menschlichen Daseins vom Leiden befreit, so wirft er doch auf diese Dimension insgesamt und auf jedes einzelne Leiden ein neues Licht, das Licht der Erlösung. Es ist das Licht des Evangeliums, der Frohen Botschaft. Im Mittelpunkt dieses Lichtes steht die im Gespräch mit Nikodemus ausgesprochene Wahrheit: »Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab«.(31) Diese Wahrheit verwandelt von Grund auf das Bild der Geschichte des Menschen und seiner irdischen Situation: Trotz der Sünde, die sich in dieser Geschichte eingewurzelt hat als Erbsünde, als »Sünde der Welt« und als Summe der persönlichen Sünden, hat Gott Vater den eingeborenen Sohn geliebt, das heißt, er liebt ihn immerwährend; aus dieser alles übersteigenden Liebe »gibt« er darum in der Zeit den Sohn »hin«, damit er die Wurzeln des menschlichen Übels berühre und so auf heilbringende Weise der ganzen Welt des Leidens, an welcher der Mensch teilhat, nahekomme.

16. Bei seinem messianischen Wirken in Israel hat Christus sich fortwährend der Welt des menschlichen Leidens zugewandt. »Er zog umher und tat Gutes«;(32) dieses sein Handeln betraf in erster Linie die Leidenden und solche, die auf Hilfe warteten. Er heilte die Kranken, tröstete die Trauernden, sättigte die Hungernden, befreite die Menschen von Taubheit und Blindheit, vom Aussatz, vom bösen Geist und von verschiedenen körperlichen Gebrechen; dreimal gab er Toten das Leben zurück. Er war empfänglich für jedes menschliche Leiden, für das des Leibes ebenso wie für das der Seele.

Zur gleichen Zeit lehrte er, und im Mittelpunkt seiner Unterweisung stehen die acht Seligpreisungen, die sich an die Menschen richten, welche im irdischen Leben von verschiedenen Leiden heimgesucht werden. Das sind die, »die arm sind vor Gott«, und »die Trauernden«, jene, »die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit«, und die, »die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden«, wenn sie für Christus beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werden...(33) So bei Matthäus; Lukas nennt ausdrücklich noch diejenigen, »die jetzt Hunger« haben.(34)

Christus hat sich der Welt des menschlichen Leidens aber vor allem dadurch genähert, daß er selbst dieses Leiden auf sich genommen hat. Bei seinem öffentlichen Wirken hat er nicht nur Mühe und Anstrengung, das Fehlen einer Wohnung sowie Unverständnis sogar von seiten der ihm Nahestehenden erfahren, sondern noch mehr als das: Er wurde immer unausweichlicher von Feindseligkeit umgeben, und immer deutlicher wurden die Vorbereitungen, um ihn aus dem Wege zu räumen. Christus ist sich dessen bewußt, und oftmals spricht er zu seinen Jüngern von den Leiden und dem Tod, die ihn erwarten: »Wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf; dort wird der Menschensohn den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert; sie werden ihn zum Tod verurteilen und den Heiden übergeben; sie werden ihn verspotten, anspeien, geißeln und töten. Aber nach drei Tagen wird er auferstehen«.(35) Christus geht seinem Leiden und Tod im vollen Bewußtsein der Sendung entgegen, die er gerade auf diese Weise erfüllen muß. Gerade durch sein Leiden soll er bewirken, »daß der Mensch nicht stirbt, sondern das ewige Leben hat«. Durch sein Kreuz soll er an die Wurzeln des Übels rühren, die in die Geschichte und in die Seelen der Menschen eingesenkt sind. Durch sein Kreuz soll er das Heilswerk vollbringen. Dieses Werk hat im Plan der ewigen Liebe einen erlösenden Charakter.

Deshalb weist Christus Petrus streng zurecht, als dieser ihn von den Gedanken an das Leiden und den Tod am Kreuz abbringen will.(36) Und als bei der Festnahme im Garten von Getsemani derselbe Petrus ihn mit dem Schwert zu verteidigen sucht, sagt Christus zu ihm: »Steck dein Schwert in die Scheide... Wie würde dann aber die Schrift erfüllt, nach der es so geschehen muß?«.(37) An anderer Stelle sagt er:»Der Kelch, den mir der Vater gegeben hat - soll ich ihn nicht trinken?«.(38) Diese Antwort zeigt wie die anderen, die sich an verschiedenen Stellen des Evangeliums finden, wie tief Christus von dem Gedanken durchdrungen war, den er bereits im Gespräch mit Nikodemus zum Ausdruck gebracht hatte: »Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat«.(39) Christus geht dem eigenen Leiden entgegen im voIlen Bewußtsein seiner erlösenden Macht, er geht im Gehorsam gegenüber dem Vater; aber vor allem ist er mit dem Vater in der Liebe vereint, mit der er die Welt und den Menschen in der Welt geliebt hat. Darum wird der hl. Paulus von Christus schreiben: »Der Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat«.(40)

17. Die Schrift mußte sich erfüllen. Viele messianische Texte des Alten Testamentes spielen auf die Leiden des kommenden Gesalbten Gottes an. Der ergreifendste von allen ist das sogenannte vierte Lied vom Gottesknecht aus dem Buch Jesaja. Der Prophet, der mit Recht »der fünfte Evangelist« genannt wird, zeigt uns in diesem Lied ein Bild von den Leiden dieses Gottesknechtes mit solch scharfem Realismus, als sähe er sie mit eigenen Augen: den Augen des Leibes und des Geistes. Die Passion Christi wird im Lichte der Verse des Jesaja beinahe noch ausdrucksstärker und ergreifender als in den Beschreibungen der Evangelisten selbst. Da steht vor uns der wahre Schmerzensmann:

»Er hatte keine schöne und edle Gestalt,
so daß wir ihn anschauen mochten...;
er wurde verachtet und von den Menschen gemieden
ein Mann voller Schmerzen,
mit Krankheit vertraut.
Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt,
war er verachtet; wir schätzten ihn nicht.
Aber er hat unsere Krankheit getragen
und unsere Schmerzen auf sich geladen.
Wir meinten, er sei von Gott geschlagen,
von ihm getroffen und gebeugt.
Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen,
wegen unserer Sünden zermalmt.
Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm,
durch seine Wunden sind wir geheilt.
Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe,
jeder ging für sich seinen Weg.
Doch der Herr lud auf ihn die Schuld von uns allen«.(41)

Dieses Lied vom leidenden Gottesknecht enthält eine Beschreibung, in welcher man in gewissem Sinn die Stationen der Passion Christi in ihren verschiedenen Einzelheiten erkennen kann: die Gefangennahme, die Demütigung, die Backenstreiche, das Anspeien, die Mißachtung der Würde des Gefangenen, das ungerechte Urteil und dann die Geißelung, die Dornenkrönung und Verhöhnung, der Kreuzweg, die Kreuzigung, der Todeskampf.

Stärker noch als diese Beschreibung des Leidens berührt uns in den Worten des Propheten die Tiefe des Opfers Christi: Er nimmt, obwohl unschuldig, die Leiden aller Menschen auf sich, weil er die Sünden aller auf sich nimmt. »Der Herr lud auf ihn die Schuld von uns allen«: Alle Sünde des Menschen in ihrer Breite und Tiefe wird zur wahren Ursache der Leiden des Erlösers. Wenn das Leiden am erlittenen Übel »gemessen wird«, dann lassen uns die Worte des Propheten das Ausmaß des Übels und des Leidens begreifen, das Christus auf sich genommen hat. Man kann sagen, daß dies ein »stellvertretendes« Leiden ist; vor allem aber ist es ein »erlösendes« Leiden. Der Schmerzensmann dieser Weissagung ist wahrhaftig »das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt«.(42) In seinem Leiden werden die Sünden gerade darum getilgt, weil allein er als der eingeborene Sohn sie auf sich nehmen, sie annehmen konnte mit jener Liebe zum Vater, die das Übel jeder Sünde überwindet; er macht gewissermaßen dieses Übel im geistigen Raum der Beziehungen zwischen Gott und der Menschheit zunichte und füllt diesen Raum mit dem Guten.

Wir rühren hier an die doppelte Natur eines einzigen personalen Trägers des erlösenden Leidens. Derjenige, der durch Leiden und Kreuzestod die Erlösung vollbringt, ist der eingeborene Sohn, den Gott »hingegeben hat«. Und zugleich leidet dieser Sohn, der wesensgleich ist mit dem Vater, als Mensch. Sein Leiden hat menschliche Dimensionen; es hat aber auch - und dies ist einmalig in der Geschichte der Menschheit - eine solche Tiefe und Intensität, daß sie, auch wenn sie menschlich sind, einzigartig genannt werden können, weil der Mensch, der hier leidet, Gottes eingeborener Sohn in Person ist: »Gott von Gott«. Daher ist nur er - der eingeborene Sohn - fähig, das Ausmaß des in der Sünde des Menschen enthaltenen Übels zu umfassen: in jeder einzelnen Sünde und in der »Gesamtsünde«, je nach den Dimensionen des geschichtlichen Daseins der Menschheit auf Erden.

18. Man kann sagen, daß uns diese Überlegungen direkt nach Getsemani und Golgota führen, wo sich dieses Lied vom leidenden Gottesknecht aus dem Buch Jesaja erfüllt hat. Aber ehe wir dorthin gehen, lesen wir noch die anschließenden Verse des Liedes, die eine prophetische Vorwegnahme der Passion von Getsemani und Golgota enthalten. Der leidende Gottesknecht - und das ist wiederum wesentlich für eine Deutung der Passion Christi - nimmt jene Leiden, von denen die Rede war, vollkommen freiwillig auf sich:

»Er wurde mißhandelt und niedergedrückt,
aber er tat seinen Mund nicht auf.
Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt,
und wie ein Schaf angesicht seiner Scherer,
so tat auch er seinen Mund nicht auf.
Durch Haft und Gericht wurde er dahingerafft,
doch wen kümmerte sein Geschick?
Er wurde vom Land der Lebenden abgeschnitten
und wegen der Verbrechen seines Volkes zu Tode getroffen.
Bei den Ruchlosen gab man ihm sein Grab,
bei den Verbrechern seine Ruhestätte,
obwohl er kein Unrecht getan hat
und kein trügerisches Wort in seinem Mund war«.(43)

Christus leidet freiwillig, und er leidet unschuldig. Er greift in seinem Leiden jene Frage auf, die - von den Menschen immer wieder gestellt - in geradezu radikaler Weise vom Buch Ijob aufgeworfen wird. Doch Christus stellt nicht nur wiederum diese Frage (und das auf noch radikalere Weise, weil er ja nicht nur ein Mensch wie Ijob, sondern der eingeborene Sohn Gottes ist), sondern er gibt auch die höchst mögliche Antwort auf diese Frage. Die Antwort ergibt sich sozusagen aus der Frage selbst. Christus gibt die Antwort auf die Frage nach dem Leiden und nach dem Sinn des Leidens nicht nur in seiner Lehre, in der Frohen Botschaft, sondern vor allem durch sein eigenes Leiden, das mit der Lehre der Frohen Botschaft organisch und untrennbar verbunden ist. Dieses Leiden ist das letzte, zusammenfassende Wort dieser Lehre: »das Wort vom Kreuz«, wie der hl. Paulus einmal sagen wird.(44)

Dieses »Wort vom Kreuz« füllt das Bild der alten Weissagung mit einer endgültigen Wirklichkeit. Viele Orte, viele Reden während der öffentlichen Lehrtätigkeit Christi bezeugen, daß er von Anfang an dieses Leiden als Willen des Vaters für das Heil der Welt annimmt. Den Höhepunkt bildet hierbei jedoch das Gebet im Garten Getsemani. Die Worte: »Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber. Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst«(45) und dann: »Mein Vater, wenn dieser Kelch an mir nicht vorübergehen kann, ohne daß ich ihn trinke, geschehe dein Wille«(46) haben eine mannigfaltige Bedeutung. Sie beweisen die Wahrheit jener Liebe, die der eingeborene Sohn in seinem Gehorsam dem Vater entgegenbringt. Zugleich bezeugen sie die Wahrheit seines Leidens. Die Worte des Gebetes Christi im Garten Getsemani beweisen die Wahrheit der Liebe durch die Wahrheit des Leidens. Die Worte Christi bestätigen in aller Schlichtheit diese menschliche Wahrheit des Leidens bis ins letzte: Leiden bedeutet ein Übel erdulden, und davor erschaudert der Mensch. Er sagt: »Es gehe an mir vorüber«, genauso, wie Christus in Getsemani sprach.

Zugleich bezeugen seine Worte die einzigartige und unvergleichliche Tiefe und Intensität des Leidens, wie sie nur jener Mensch erfahren konnte, der der eingeborene Sohn Gottes ist; sie bezeugen jene Tiefe und Intensität, die uns die oben zitierten Worte des Propheten auf ihre Weise zu begreifen helfen. Sicher nicht bis ins letzte (dazu müßte man das gottmenschliche Geheimnis dieser Person durchdringen können), aber wenigstens so weit, daß wir den Unterschied (und zugleich die Ähnlichkeit) zwischen jedem möglichen Leiden des Menschen und dem des Gottmenschen erkennen. Getsemani ist der Ort, wo eben dieses Leiden in seiner ganzen Wahrheit, wie sie der Prophet über das darin erfahrene Übel ausgedrückt hat, gleichsam endgültig vor den Augen der Seele Christi enthüllt worden ist.

Nach den Worten in Getsemani werden die Worte auf Golgota gesprochen, die diese in der Geschichte der Welt einmalige Tiefe des Übels, das im Leiden erfahren wird, bezeugen. Wenn Christus ruft: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«, sind seine Worte nicht nur Ausdruck jener Verlassenheit, von der im Alten Testament wiederholt die Rede ist, besonders in den Psalmen und hier besonders im Psalm 22, aus welchem die oben zitierten Worte stammen.(47) Man kann sagen, diese Worte über die Verlassenheit kommen aus dem Grund der unauflöslichen Einheit des Sohnes mit dem Vater; sie werden gesprochen, weil der Vater »die Schuld von uns allen auf ihn lud«,(48) und entsprechen dem, was der hl. Paulus später sagen wird: »Er hat den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht«.(49) Zusammen mit dieser schrecklichen Last, unter der er die ganze Bosheit der Abkehr von Gott, die in der Sünde enthalten ist, erfährt, erlebt Christus in der göttlichen Tiefe der Verbundenheit des Sohnes mit dem Vater auf menschlich unaussprechbare Weise dieses Leid, die Trennung vom Vater und seine Zurückweisung, den Bruch mit Gott. Aber eben durch dieses Leiden vollbringt er die Erlösung und kann er sterbend sagen: »Es ist vollbracht«.(50)

Man kann auch sagen, daß sich die Schrift erfüllt hat, daß sich die Worte des genannten Liedes vom leidenden Gottesknecht endgültig erfüllt haben: »Doch der Herr fand Gefallen an seinem zerschlagenen Knecht«.(51) Im Leiden Christi hat das menschliche Leiden seinen Höhepunkt erreicht. Zugleich ist es in eine völlig neue Dimension und Ordnung eingetreten: Es ist mit der Liebe verbunden worden, mit jener Liebe, von der Christus zu Nikodemus sprach, mit jener Liebe, die das Gute schafft, indem sie es sogar aus dem Bösen wirkt, und zwar durch das Leiden, so wie das höchste Gut der Erlösung der Welt vom Kreuz Christi ausgegangen ist und noch ständig von dort ausgeht. Das Kreuz Christi ist zu einer Quelle geworden, aus der Ströme lebendigen Wassers fließen.(52)

In ihm müssen wir auch die Frage nach dem Sinn des Leidens neu stellen und aus ihm die Antwort auf diese Frage bis zur letzten Tiefe ablesen.

V.

TEILHABE AM LEIDEN CHRISTI

19. Das gleiche Lied vom leidenden Gottesknecht im Buch Jesaja führt uns mit den folgenden Versen genau in die Richtung dieser Frage und ihrer Beantwortung:

»Er (der Herr) rettete den, der sein Leben als Sühnopfer hingab.
Er wird Nachkommen sehen und lange leben.
Der Plan des Herrn wird durch ihn gelingen.
Nachdem er so vieles ertrug, erblickt er das Licht.
Er sättigt sich an Erkenntnis.
Mein Knecht, der gerechte, macht die vielen gerecht;
er lädt ihre Schuld auf sich.
Deshalb gebe ich ihm seinen Anteil unter den Großen,
und mit den Mächtigen teilt er die Beute,
weil er sein Leben dem Tod preisgab
und sich unter die Verbrecher rechnen ließ.
Denn er trug die Sünden von vielen
und trat für die Schuldigen ein«.(53)

Man kann sagen, mit der Passion Christi ist jedes menschliche Leiden in eine neue Situation eingetreten. Ijob hat sie gleichsam vorausgeahnt, als er sagte: »Doch ich, ich weiß: mein Erlöser lebt«,(54) und in einer solchen Perspektive sein eigenes Leiden gesehen, das ihm ohne die Erlösung seine volle Bedeutung nicht hätte enthüllen können. Im Kreuz Christi hat sich nicht nur die Erlösung durch das Leiden erfüllt, sondern das menschliche Leiden selbst ist dabei zugleich erlöst worden. Christus hat - frei von jeder eigenen Schuld - »das ganze Übel der Sünde« auf sich genommen. Die Erfahrung dieses Übels bestimmte das unvergleichliche Maß des Leidens Christi, das zum Preis für die Erlösung wurde. Davon spricht das Lied vom leidenden Gottesknecht bei Jesaja. Davon werden zu ihrer Zeit die Zeugen des Neuen Bundes sprechen, der im Blute Christi geschlossen wird. Hier die Worte aus dem ersten Brief des Apostels Petrus: »Ihr wißt, daß ihr aus eurer sinnlosen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, nicht um Silber oder Gold, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel«.(55) Der Apostel Paulus wird in seinem Brief an die Galater sagen: »Er hat sich für unsere Sünden hingegeben, um uns aus der gegenwärtigen bösen Welt zu befreien«,(56) und im Brief an die Korinther: »Denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib«.(57)

Mit diesen und ähnlichen Worten sprechen die Zeugen des Neuen Bundes von der Größe der Erlösung, die durch das Leiden Christi vollbracht wurde. Der Erlöser hat an Stelle des Menschen und für den Menschen gelitten. Jeder Mensch hat auf seine Weise teil an der Erlösung. Jeder ist auch zur Teilhabe an jenem Leiden aufgerufen, durch das die Erlösung vollzogen wurde. Er ist zur Teilhabe an jenem Leiden gerufen, durch das zugleich jedes menschliche Leiden erlöst worden ist. Indem er die Erlösung durch das Leiden bewirkte, hat Christus gleichzeitig das menschliche Leiden auf die Ebene der Erlösung gehoben. Darum kann auch jeder Mensch durch sein Leiden am erlösenden Leiden Christi teilhaben.

20. Die Texte des Neuen Testaments bringen diese Auffassung an vielen SteIlen zum Ausdruck. Im zweiten Brief an die Korinther schreibt der Apostel: »Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum; wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht; wir werden gehetzt und sind doch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht vernichtet. Wohin wir auch kommen, immer tragen wir das Todesleiden Christi an unserem Leib, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird. Denn immer werden wir, obgleich wir leben, um Jesu willen dem Tod ausgeliefert, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar wird... Denn wir wissen, daß der, welcher Jesus, den Herrn, auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken wird«.(58)

Der hl. Paulus spricht hier von den verschiedenen Leiden und insbesondere von jenen, an welchen die ersten Christen »um Jesu willen« teilhatten. Diese Leiden ermöglichen es den Empfängern jenes Briefes, an dem Erlösungswerk teilzuhaben, das durch die Leiden und den Tod des Erlösers vollbracht wurde. Die Sprache des Kreuzes und des Todes wird jedoch durch die Sprache der Auferstehung vervollständigt. Der Mensch findet in der Auferstehung ein völlig neues Licht, das ihm hilft, sich einen Weg durch das tiefe Dunkel der Demütigungen, der Zweifel, der Verzweiflung und der Verfolgung zu bahnen. Deshalb schreibt auch der Apostel im zweiten Korintherbrief: »Wie uns nämlich die Leiden Christi überreich zuteil geworden sind, so wird uns durch Christus auch überreicher Trost zuteil«.(59) An anderer Stelle wendet er sich mit Worten der Ermutigung an die Empfänger des Briefes: »Der Herr richte euer Herz darauf, daß ihr Gott liebt und unbeirrt auf Christus wartet«.(60) Im Brief an die Römer schreibt er: »Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Brüder, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt; das ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst«.(61)

Die Teilnahme am Leiden Christi erlangt in diesen Äußerungen des Apostels gleichsam eine doppelte Dimension. Wenn ein Mensch an den Leiden Christi teilhat, dann deshalb, weil Christus sein Leiden dem Menschen geöffnet hat; weil er in seinem Erlöserleiden gewissermaßen selbst an allen menschlichen Leiden teilhat. Wenn der Mensch im Glauben das Erlöserleiden Christi entdeckt, findet er darin zugleich seine eigenen Leiden; im Glauben sieht er sie nun bereichert durch einen neuen Inhalt und eine neue Bedeutung.

Diese Entdeckung läßt den hl. Paulus im Galaterbrief besonders starke Worte finden: »Ich bin mit Christus gekreuzigt worden; nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat«.(62) Der Glaube läßt den Verfasser dieser Worte jene Liebe erkennen, die Christus ans Kreuz gebracht hat. Und wenn er im Leiden und Sterben so geliebt hat, dann lebt er mit seinem Leiden und Tod in dem, den er so geliebt hat; er lebt im Menschen: in Paulus. Und indem er in ihm lebt - während Paulus, durch den Glauben dessen bewußt, diese Liebe mit Liebe beantwortet -, wird Christus auch in besonderer Weise durch das Kreuz mit dem Menschen, mit Paulus, verbunden. Diese Verbundenheit veranlaßte Paulus im selben Galaterbrief noch zu weiteren, nicht minder starken Worten: »Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt«.(63)

21. Das Kreuz Christi wirft auf solch eindringliche Weise ein heilbringendes Licht auf das Leben und insbesondere auf das Leiden des Menschen, weil dieses Licht im Glauben zusammen mit der Auferstehung zu ihm gelangt: Das Passionsgeheimnis ist vom Ostergeheimnis umfangen. Die Zeugen des Leidens Christi sind zugleich Zeugen seiner Auferstehung. Paulus schreibt: »Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden; sein Tod soll mich prägen. So hoffe ich, auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen«.(64) Der Apostel hat tatsächlich zuerst »die Macht der Auferstehung« Christi auf dem Weg nach Damaskus erlebt; erst in der Folge gelangte er in diesem österlichen Licht zu jener »Gemeinschaft mit seinen Leiden«, von der er zum Beispiel im Galaterbrief spricht. Der Weg des Paulus ist deutlich österlich: Zur Gemeinschaft mit dem Kreuz Christi kommt er durch die Erfahrung des Auferstandenen, durch eine besondere Teilhabe also an der Auferstehung. Darum ist auch in den Aussagen des Apostels zum Thema des Leidens so häufig das Motiv der Herrlichkeit zu finden, die im Kreuz Christi ihren Anfang nimmt.

Die Zeugen von Kreuz und Auferstehung waren überzeugt, daß sie »durch viele Drangsale in das Himmelreich gelangen müssen«.(65) In seinem zweiten Brief an die Thessalonicher sagt es Paulus so: »Wir können... mit Stolz auf euch hinweisen, weil ihr im Glauben standhaft bleibt bei aller Verfolgung und Bedrängnis, die ihr zu ertragen habt. Dies ist ein Anzeichen des gerechten Gerichtes Gottes; ihr sollt ja des Reiches Gottes teilhaftig werden, für das ihr leidet«.(66) So ist also die Teilhabe an den Leiden Christi zugleich ein Leiden um des Himmelreiches willen. Vor dem gerechten Gott und seinem Urteilsspruch werden alle, die an den Leiden Christi teilhaben, dieses Reiches würdig. Durch ihre Leiden erstatten sie gewissermaßen den unendlichen Preis des Leidens und Sterbens Christi zurück, der zum Preis für unsere Erlösung wurde: Um diesen Preis hat sich das Reich Gottes in der Geschichte des Menschen neu gefestigt und ist zur endgültigen Perspektive seines irdischen Daseins geworden. Christus hat uns durch sein Leiden in dieses Reich eingeführt, und durch das Leiden reifen dafür die Menschen, die vom Erlösungsgeheimnis Christi umfangen sind.

22. Mit der Perspektive des Gottesreiches ist die Hoffnung auf jene Herrlichkeit verbunden, die mit dem Kreuz Christi beginnt. Die Auferstehung hat diese Herrlichkeit - die endzeitliche Herrlichkeit - offenbart, die am Kreuz Christi vom unermeßlichen Leiden noch völlig verdunkelt war. Die an den Leiden Christi teilhaben, sind auch berufen, durch ihre eigenen Leiden an der Herrlichkeit teilzuhaben. Paulus spricht das an mehreren Stellen aus. An die Römer schreibt er: »Wir sind... Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden. Ich bin überzeugt, daß die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll«.(67) Im zweiten Korintherbrief lesen wir: »Denn die kleine Last unserer gegenwärtigen Not schafft uns in maßlosem Übermaß ein ewiges Gewicht an Herrlichkeit, uns, die wir nicht auf das Sichtbare starren, sondern nach dem Unsichtbaren ausblicken«.(68) Der Apostel Petrus drückt diese Wahrheit in seinem ersten Brief mit folgenden Worten aus: »Freut euch, daß ihr Anteil an den Leiden Christi habt; denn so könnt ihr auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit voll Freude jubeln«.(69) Das Motiv des Leidens und der Herrlichkeit ist ganz vom Evangelium geprägt; es erklärt sich durch seinen Bezug auf Kreuz und Auferstehung. Die Auferstehung ist vor allem zur Offenbarung der Herrlichkeit geworden, die der Erhöhung Christi durch das Kreuz entspricht. Wenn das Kreuz auch in den Augen der Menschen die Erniedrigung Christi gewesen ist, so war es gleichzeitig in den Augen Gottes seine Erhöhung. Am Kreuz hat Christus seine Sendung voll erfüllt und verwirklicht: Indem er den Willen des Vaters erfüllte, verwirklichte er zugleich sich selbst. In der Schwachheit offenbarte er seine Macht und in der Demütigung seine ganze messianische Größe. Sind nicht alle Worte, die Christus während seines Todeskampfes auf Golgota ausstieß, besonders jene, die sich auf die Urheber der Kreuzigung beziehen, ein Beweis für diese Größe: »Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun«?(70) Denen, die an den Leiden Christi teilhaben, prägen sich diese Worte mit der Kraft eines höchsten Vorbildes ein. Das Leiden ist auch ein Aufruf, die sittliche Größe des Menschen, seine geistige Reife zu bezeugen. Das haben die Märtyrer und Bekenner Christi in den verschiedenen Generationen getan, getreu den Worten: »Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können«.(71)

Die Auferstehung Christi hat »die Herrlichkeit der zukünftigen Zeit« offenbar gemacht und zugleich »den Ruhm des Kreuzes« bestätigt: jene: Herrlichkeit, die im Leiden Christi selbst enthalten ist und die sich oftmals im Leiden des Menschen als Ausdruck seiner geistigen Größe widergespiegelt hat und noch widerspiegelt. Man muß von dieser Herrlichkeit Zeugnis geben, nicht nur für die Märtyrer des Glaubens, sondern auch für zahlreiche andere Menschen, die - manchmal ohne Glauben an Christus - leiden und ihr Leben für die Wahrheit und für eine gerechte Sache hingeben. In den Leiden all dieser Menschen wird die hohe Würde des Menschen in besonderer Weise bestätigt.

23. Das Leiden ist stets eine Prüfung - manchmal eine recht harte Prüfung -, der die Menschheit unterzogen wird. Aus den Paulusbriefen spricht wiederholt zu uns jenes evangelische Paradox von der Schwachheit und der Stärke, das der Apostel ganz besonders an sich selbst erfahren hat und das mit ihm alle jene erleben, die an den Leiden Christi teilhaben. Er schreibt im zweiten Korintherbrief: »Viel lieber also will ich mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt«.(72) Im zweiten Brief an Timotheus lesen wir: »Darum muß ich auch dies alles erdulden; aber ich schäme mich nicht, denn ich weiß, wem ich Glauben geschenkt habe«.(73) Und im Philipperbrief heißt es sogar: »Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt«.(74)

Wer teilhat an den Leiden Christi, hat das Ostergeheimnis des Kreuzes und der Auferstehung vor Augen, bei dem Christus in einer ersten Phase bis zu den letzten Grenzen menschlicher Schwachheit und Ohnmacht herabsteigt; denn er stirbt angenagelt an ein Kreuz. Wenn sich aber in dieser Schwachheit zugleich seine Erhöhung vollzieht, die durch die Kraft der Auferstehung bestätigt wird, bedeutet das, daß die Schwachheit aller menschlichen Leiden von derselben Macht Gottes, die sich im Kreuz Christi offenbart hat, durchdrungen werden kann. In dieser Sicht heißt leiden besonders empfänglich und offen werden fur das Wirken der heilbringenden Kräfte Gottes, die der Menschheit in Christus dargeboten werden. In ihm hat Gott bekräftigt, daß er besonders durch das Leiden handeln will, das Schwachheit und Entäußerung des Menschen ist; gerade in dieser Schwachheit und Entäußerung will er seine Macht offenbaren. So läßt sich auch die Empfehlung des ersten Petrusbriefes erklären: »Wenn er aber leidet, weil er Christ ist, dann soll er sich nicht schämen, sondern Gott verherrlichen, indem er sich zu diesem Namen bekennt«.(75)

Im Römerbrief wird der Apostel Paulus noch ausführlicher über das Thema der »Kraft, die aus der Schwachheit kommt«, sprechen, über diese geistige Abhärtung des Menschen inmitten von Prüfungen und Bedrängnissen, die zur besonderen Berufung derer gehören, die an den Leiden Christi teilhaben. »Wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld, Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung. Die Hoffnung aber läßt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist«.(76) Im Leiden ist somit ein besonderer Ruf zur Tugend enthalten, die der Mensch von sich her üben soll. Es ist die Tugend der Ausdauer im Ertragen all dessen, was stört und weh tut. Wenn der Mensch so handelt, findet er zur Hoffnung, welche in ihm die Uberzeugung aufrechterhält, daß das Leiden ihn nicht überwältigen, ihn nicht seiner Menschenwürde, verbunden mit dem Wissen um den Sinn des Lebens, berauben wird. Eben dieser Sinn offenbart sich ihm zusammen mit dem Wirken der Liebe Gottes, die das höchste Geschenk des Heiligen Geistes ist. Während er an dieser Liebe teilhat, findet sich der Mensch letztlich im Leiden selbst wieder: Er findet »das Leben« wieder, von dem er glaubte, er habe es wegen des Leidens »verloren«.(77)

24. Doch die Erfahrungen des Apostels, der an den Leiden Christi teilhat, gehen noch weiter. Im Kolosserbrief lesen wir die Worte, die gleichsam den letzten Abschnitt seines geistlichen Weges angesichts des Leidens bilden. Paulus schreibt dort: »Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage. Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt«.(78) Und in einem anderen Brief fragt er die Empfänger: »Wißt ihr nicht, daß eure Leiber Glieder Christi sind?«.(79)

Im Ostergeheimnis hat Christus die Verbundenheit mit dem Menschen in der Gemeinschaft der Kirche eingeleitet. Das Geheimnis der Kirche kommt darin zum Ausdruck, daß schon in der Taufe, die mit Christus verbindet, und dann durch sein Opfer - auf sakramentale Weise durch die Eucharistie - die Kirche fortwährend als Leib Christi geistlich auferbaut wird. In diesem Leib will Christus mit allen Menschen verbunden sein, und er ist es ganz besonders mit denen, die leiden. Die angeführten Worte aus dem Kolosserbrief bezeugen den außergewöhnlichen Charakter dieser Verbundenheit. Denn wer in Verbundenheit mit Christus leidet - so wie der Apostel Paulus seine »Bedrängnis« in Verbundenheit mit Christus ertrug -, schöpft nicht nur aus Christus jene Kraft, von der oben die Rede war, sondern er »ergänzt« auch durch sein Leiden, »was an den Leiden Christi noch fehlt«. In diesem biblischen Bild wird in besonderer Weise die Wahrheit vom schöpferischen Charakter des Leidens hervorgehoben. Das Leiden Christi hat das Gut der Erlösung der Welt erwirkt. Dieses Gut ist in sich unerschöpflich und grenzenlos. Kein Mensch vermag ihm etwas hinzuzufügen. Zugleich jedoch hat Christus im Geheimnis der Kirche als seines Leibes gewissermaßen sein Erlöserleiden jedem anderen Leiden des Menschen geöffnet. Insofern der Mensch - an jedem Ort der Welt und in jeder Zeit der Geschichte - an den Leiden Christi teilhat, ergänzt er auf seine Weise jenes Leiden, durch das Christus die Erlösung der Welt vollbracht hat.

Soll das heißen, die von Christus vollbrachte Erlösung sei noch nicht vollständig? Nein. Es bedeutet nur, daß die aus sühnender Liebe erwirkte Erlösung ständig offen bleibt für jede Liebe, die in menschlichem Leiden ihren Ausdruck findet. In dieser Dimension - in der Dimension der Liebe - vollzieht sich die bereits bis ins letzte vollzogene Erlösung gewissermaßen unaufhörlich. Christus hat die Erlösung vollständig und bis ans Ende vollbracht; zugleich aber hat er sie nicht abgeschlossen: In dem Erlöserleiden, durch das sich die Erlösung der Welt vollzog, hat sich Christus von Anfang an jedem menschlichen Leiden geöffnet und öffnet sich ihm noch ständig. Ja, es scheint zum Wesen selbst des erlösenden Leidens Christi zu gehören, daß es fortwährend ergänzt werden will.

Auf diese Weise, mit einer solchen Öffnung für alles menschliche Leiden, hat Christus durch sein eigenes Leiden die Erlösung der Welt vollbracht. Und obgleich die Erlösung durch das Leiden Christi in ihrer ganzen Fülle vollbracht worden ist, lebt sie zugleich und schreitet sie gleichsam fort in der Geschichte des Menschen. Sie lebt und entfaltet sich als Leib Christi, als die Kirche, und in dieser Dimension ergänzt jedes menschliche Leiden das Leiden Christi kraft der Einheit mit ihm in der Liebe. Es ergänzt dieses Leiden, so wie die Kirche das Erlösungswerk Christi ergänzt. Das Geheimnis der Kirche - jenes Leibes, der in sich den gekreuzigten und auferstandenen Leib Christi ergänzt - gibt zugleich den Raum an, in welchem die Leiden der Menschheit die Leiden Christi ergänzen. Allein in dieser Umgebung und in dieser Dimension der Kirche, des Leibes Christi, der sich unablässig in Raum und Zeit entwickelt, kann man daran denken und von dem sprechen, »was an den Leiden Christi noch fehlt«. Auch der Apostel stellt dies klar heraus, wenn er schreibt: »Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt«.

Gerade die Kirche, die unaufhörlich aus den unbegrenzten Quellen der Erlösung schöpft und diese in das Leben der Menschheit einführt, ist die Dimension, in der das erlösende Leiden Christi ständig vom Leiden des Menschen ergänzt werden kann. Darin wird auch die gottmenschliche Natur der Kirche deutlich. Das Leiden scheint in gewisser Weise an den Merkmalen dieser Natur Anteil zu haben. Deshalb besitzt es auch in den Augen der Kirche einen besonderen Wert. Es ist ein Gut, vor dem sich die Kirche voll Verehrung, in der ganzen Tiefe ihres Glaubens an die Erlösung, verneigt. Sie verneigt sich zugleich in der ganzen Tiefe jenes Glaubens, mit dem sie in sich selbst das unaussprechliche Geheimnis des Leibes Christi umfängt.

VI.

DAS EVANGELIUM VOM LEIDEN

25. Die Zeugen des Kreuzes und der Auferstehung Christi haben der Kirche und der Menschheit ein besonderes Evangelium vom Leiden überliefert. Der Erlöser selbst hat dieses Evangelium zuerst mit seinem eigenen Leiden geschrieben, das er aus Liebe auf sich genommen hat, damit der Mensch »nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat«.(80) Dieses Leiden ist zusammen mit dem lebendigen Wort seiner Unterweisung zu einer reichen Quelle für alle jene geworden, die in der ersten Generation seiner Jünger und Bekenner und dann in den Generationen der nachfolgenden Jahrhunderte an den Leiden Jesu teilgenommen haben. Es ist vor allem tröstlich - und entspricht genau der geschichtlichen Wahrheit und der Darstellung der Evangelien - sehen zu können, wie an der Seite Christi, in einer ganz innigen und betonten Nähe zu ihm, immer seine Mutter steht und in beispielhafter Weise mit ihrem ganzen Leben Zeugnis ablegt für dieses besondere Evangelium vom Leiden.

In Maria ballen sich zahlreiche tiefe Leiden in einer solchen Dichte zusammen, daß diese nicht nur ihren unerschütterlichen Glauben beweisen, sondern ebenso einen Beitrag zur Erlösung aller darstellen. Seit jenem geheimnisvollen Zwiegespräch mit dem Engel erblickt sie ja in ihrer Aufgabe als Mutter die »Berufung«, an der Sendung ihres Sohnes in einzigartiger und unwiederholbarer Weise teilzunehmen. Und dies wird ihr sehr schnell von den Ereignissen bestätigt, welche die Geburt Jesu in Betlehem begleiten, dann auch von der ausdrücklichen Ankündigung des greisen Simeon, der von einem Schwert sprach, so scharf, daß es ihre Seele durchbohren werde, und schließlich von den Sorgen und Entbehrungen der eiligen Flucht nach Ägypten, die vom grausamen Beschluß des Herodes veranlaßt wird.

Nach den Ereignissen des verborgenen und des öffentlichen Leben ihres Sohnes, an denen sie zweifellos mit großer Feinfühligkeit teilnahm, erreichte das Leiden Marias dann auf dem Kalvarienberg, vereint mit dem Leiden Jesu, einen Höhepunkt, wie er schon vom rein menschlichen Standpunkt aus in seiner Größe nur sehr schwer vorstellbar ist, der aber auf geheimnisvolle und übernatürliche Weise ganz gewiß fruchtbar wurde für das Heil der Welt. Dieser Gang zum Kalvarienberg, ihr »Stehen« zu Füßen des Kreuzes zusammen mit dem Lieblingsjünger waren eine völlig einzigartige Teilnahme am Erlösertod des Sohnes, so wie die Worte, die sie von seinen Lippen vernehmen konnte, gleichsam die feierliche Übergabe dieses besonderen Evangeliums waren, das sie der ganzen Gemeinschaft der Gläubigen verkündigen sollte.

Indem Maria durch ihre Gegenwart Zeugin des Leidens ihres Sohnes wurde und durch ihr Mitleid daran teilhatte, bot sie einen ganz besonderen Beitrag zum Evangelium vom Leiden, indem sie im voraus das Wort des Paulus verwirklichte, das ich zu Beginn zitiert habe. Sie hat tatsächlich ein ganz besonderes Anrecht darauf, von sich sagen zu können, daß sie an ihrem Leib - wie schon in ihrem Herzen - ergänze, was an den Leiden Christi noch fehlt.

Im Lichte des unvergleichlichen Beispiels Christi, das sich mit einzigartiger Klarheit im Leben seiner Mutter widerspiegelt, wird das Evangelium vom Leiden durch die Erfahrung und das Wort der Apostel zu einer unerschöpflichen Quelle für die immer neuen Generationen, die in der Geschichte der Kirche einander ablösen. Evangelium vom Leiden besagt nicht nur die Gegenwart des Leidens im Evangelium als eines der Themen der Frohen Botschaft, sondern außerdem die Offenbarung der heilbringenden Kraft und Bedeutung des Leidens im messianischen Sendungsauftrag Christi und auch in der Sendung und Berufung der Kirche.

Christus hat seinen Zuhörern die Notwendigkeit des Leidens nicht verborgen. Er sagte ganz klar: »Wer mein Jünger sein will..., nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach«.(81) An seine Jünger richtete er sittliche Forderungen, die sich nur unter »Selbstverleugnung«(82) erfüllen lassen. Der Weg, der zum Himmelreich führt, ist »eng und schmal«; Christus stellt ihn dem »breiten und geräumigen« Weg gegenüber, der jedoch ins Verderben führt.(83) Christus sprach auch mehrmals davon, daß seine Jünger und Bekenner vielfältige Verfolgungen erleiden würden, was bekanntlich nicht bloß in den ersten Jahrhunderten des Lebens der Kirche unter römischer Herrschaft eingetreten ist, sondern in verschiedenen Geschichtsepochen und an verschiedenen Stellen der Erde - auch in unseren Tagen - geschehen ist und noch geschieht.

Hier einige Worte Christi zu diesem Thema: »Man wird euch festnehmen und euch verfolgen. Man wird euch um meines Namens willen den Gerichten der Synagogen übergeben, ins Gefängnis werfen und vor Könige und Statthalter bringen. Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können. Nehmt euch fest vor, nicht im voraus für eure Verteidigung zu sorgen; denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, so daß alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können. Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern, und manche von euch wird man töten. Ihr werdet um meines Namens willen von allen gehaßt werden. Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden. Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen«.(84)

Das Evangelium vom Leiden spricht zunächst an verschiedenen Stellen vom Leiden »für Christus«, »um Christi willen«, und dies mit Jesu eigenen Worten oder auch mit den Worten seiner Apostel. Der Meister verbirgt nicht vor seinen Jüngern und Anhängern die Aussicht auf ein solches Leiden, sondern eröffnet sie ihnen mit allem Freimut, wobei er zugleich auf die übernatürlichen Kräfte hinweist, die ihnen inmitten von Verfolgung und Drangsal »um seines Namens willen« beistehen werden. Diese werden zugleich ein besonderer Erweis der Ahnlichkeit mit Christus und ihrer Verbundenheit mit ihm sein. »Wenn die Welt euch haßt, dann wißt, daß sie mich schon vor euch gehaßt hat... Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum haßt euch die Welt... Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen... Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat«.(85) »Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt«.(86)

Dieses erste Kapitel des Evangeliums vom Leiden, das von den Verfolgungen, von der Drangsal um Christi willen spricht, enthält eine besondere Aufforderung zu Mut und Tapferkeit, die von der Botschaft der Auferstehung getragen ist. Christus hat durch seine Auferstehung die Welt endgültig überwunden; wegen ihrer Beziehung zu Passion und Tod überwand er die Welt zugleich aber auch durch sein Leiden. Ja, das Leiden ist in einzigartiger Weise in jenen Sieg über die Welt einbezogen, der in der Auferstehung offenbar geworden ist. Christus bewahrt an seinem auferstandenen Leib die Wundmale der Kreuzigung an den Händen, den Füßen und an der Seite. Durch die Auferstehung offenbart er die siegreiche Kraft des Leidens und will die Überzeugung von dieser Kraft denen ins Herz senken, die er zu seinen Aposteln auserwählt hat, wie auch denen, die er ständig erwählt und aussendet. Der Apostel Paulus wird sagen: »So werden alle, die in der Gemeinschaft mit Christus Jesus ein frommes Leben führen wollen, verfolgt werden«.(87)

26. Wenn das erste große Kapitel des Evangeliums vom Leiden im Laufe der Generationen von denen geschrieben wird, die um Christi willen Verfolgungen leiden, so spielt sich daneben im Gang der Geschichte ein anderes großes Kapitel dieses Evangeliums ab. Dieses schreiben all jene, die zusammen mit Christus leiden, indem sie ihre persönlichen menschlichen Leiden mit seinem heilbringenden Leiden vereinen. In ihnen erfüllt sich, was die ersten Zeugen der Passion und Auferstehung über die Teilhabe an den Leiden Christi gesagt und geschrieben haben. In ihnen erfüllt sich also das Evangelium vom Leiden; zugleich schreibt jeder von ihnen an diesem Evangelium gewissermaßen weiter: Er schreibt es und verkündet es der Welt, er verkündet es seiner Umgebung und den Menschen seiner Zeit.

Über Jahrhunderte und Generationen hinweg hat sich immer wieder herausgestellt, daß Leiden eine besondere Kraft in sich birgt, die den Menschen innerlich Christus nahebringt, eine besondere Gnade also. Ihr verdanken viele Heilige, wie zum Beispiel der hl. Franziskus, der hl. Ignatius von Loyola u.a., ihre tiefe Umkehr. Frucht einer solchen Umkehr ist nicht nur die Tatsache, daß der Mensch die Heilsbedeutung des Leidens entdeckt, sondern vor allem, daß er im Leiden ein ganz neuer Mensch wird. Er entdeckt gleichsam einen neuen Maßstab für sein ganzes Leben und für seine Berufung. Diese Entdeckung ist eine besondere Bestätigung für die Größe des Geistes, der im Menschen auf unvergleichliche Weise den Leib überragt. Wenn dieser Leib schwerkrank ist und völlig daniederliegt, wenn der Mensch gleichsam unfähig zum Leben und Handeln geworden ist, treten seine innere Reife und geistige Größe um so mehr hervor und bilden eine eindrucksvolle Lehre für die gesunden und normalen Menschen.

Diese innere Reife und geistige Größe im Leiden sind gewiß Frucht einer echten Umkehr und eines besonderen Zusammenwirkens mit der Gnade des gekreuzigten Erlösers. Er selbst ist es, der durch seinen Geist der Wahrheit, den Tröstergeist, mitten in den menschlichen Leiden wirksam ist. Er verändert gleichsam den Kern des geistlichen Lebens, indem er dem leidenden Menschen einen Platz in seiner Nähe zuweist. Er lehrt - als Meister und Seelenführer - den leidenden Bruder und die leidende Schwester diesen wundersamen Austausch, der sich im Herzen des Erlösungsgeheimnisses vollzieht. An sich ist das Leiden eine Erfahrung von Übel. Christus hat daraus jedoch die festeste Grundlage für das endgültig Gute gemacht, das heißt, für das Gut des ewigen Heiles. Mit seinem Leiden am Kreuz hat Christus die Wurzeln des Übels selbst erreicht: die Wurzeln der Sünde und des Todes. Er hat den Urheber des Bösen, den Satan, und seine dauernde Auflehnung gegen den Schöpfer besiegt. Vor dem leidenden Bruder und der leidenden Schwester erschließt Christus die Horizonte des Gottesreiches und breitet sie schrittweise vor ihnen aus: eine zu ihrem Schöpfer bekehrte Welt, eine von der Sünde befreite Welt, die auf der heilbringenden Macht der Liebe aufbaut. Langsam, aber wirksam führt Christus den leidenden Menschen in diese Welt, in dieses Reich des Vaters ein, und dies gleichsam von der Mitte seines Leidens selbst her. Denn das Leiden kann nicht mit Hilfe einer Gnade von außen, sondern nur von innen her verwandelt und verändert werden. Durch sein eigenes heilbringendes Leiden ist Christus ganz in der Mitte eines jeden menschlichen Leidens zugegen und vermag von dorther mit der Macht seines Geistes der Wahrheit, seines Tröstergeistes, zu wirken.

Aber mehr noch: Der göttliche Erlöser will die Seele jedes Leidenden auch durch das Herz seiner heiligsten Mutter erreichen, die von allen als erste und am vollkommensten erlöst worden ist. Gleichsam als Fortführung jener Mutterschaft, die ihm durch den Heiligen Geist das Leben geschenkt hatte, verlieh Christus in seinem Sterben der Jungfrau Maria eine neue Mutterschaft - geistig und allumfassend - über alle Menschen, damit jeder auf seiner Pilgerschaft im Glauben zusammen mit Maria ihm ganz eng verbunden bleibe bis zum Kreuz und jedes Leiden, durch die Kraft dieses Kreuzes erneuert, von einer Schwäche des Menschen zu einer Kraft Gottes werde.

Dieser innere Prozeß vollzieht sich jedoch nicht immer auf die gleiche Weise. Oft ist sein Beginn und erster Verlauf mit Schwierigkeiten verbunden. Schon der Ausgangspunkt ist unterschiedlich, verschieden ist die Bereitschaft, die der Mensch bei seinem Leiden zeigt. Man darf jedoch voraussetzen, daß jeder fast immer mit einem typisch menschlichen Protest und mit der Frage nach dem »Warum« in sein Leiden eintritt. Ein jeder fragt sich nach dem Sinn des Leidens und sucht auf seiner menschlichen Ebene eine Antwort auf diese Frage. Gewiß richtet er diese Frage auch wiederholt an Gott und an Christus. Darüber hinaus kann er nicht übersehen, daß derjenige, an den er seine Frage richtet, auch selbst leidet und ihm vom Kreuz herab, aus der Mitte seines eigenen Leidens her, antworten will. Doch manchmal braucht es Zeit, sogar lange Zeit, bis diese Antwort innerlich wahrgenommen werden kann. Denn Christus antwortet nicht direkt, und er antwortet nicht in abstrakter Weise auf diese Frage des Menschen nach dem Sinn des Leidens. Der Mensch hört seine rettende Antwort erst, wenn er selbst mehr und mehr an den Leiden Christi teilnimmt.

Die Antwort, die er durch diese Teilhabe auf dem Weg der inneren Begegnung mit dem Meister erhält, ist ihrerseits mehr als eine nur abstrakte Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Leidens. Sie ist in der Tat vor allem ein Ruf. Sie ist eine Berufung. Christus erklärt nicht in abstrakter Weise die Gründe des Leidens, sondern sagt vor allem: »Folge mir«! Komm! Nimm mit deinem Leiden teil an dem Werk der Erlösung der Welt, die durch mein Leiden vollbracht wird! Durch mein Kreuz! Während der Mensch sein Kreuz auf sich nimmt und sich dabei geistig mit dem Kreuz Christi vereint, enthüllt sich vor ihm mehr und mehr der heilbringende Sinn seines Leidens. Der Mensch findet diesen Sinn nicht auf seiner menschlichen Ebene, sondern auf der Ebene des Leidens Christi. Zugleich aber steigt der heilbringende Sinn des Leidens von der Ebene Christi auf die Ebene des Menschen herab und wird gleichsam zu seiner persönlichen Antwort. Nun findet der Mensch in seinem Leiden inneren Frieden und sogar geistliche Freude.

27. Von solcher Freude spricht der Apostel im Kolosserbrief: »Jetzt freue ich mich in den Leiden, die ich für euch ertrage«.(88) Quelle der Freude wird die Überwindung des Gefühls von der Nutzlosigkeit des Leidens, eines Gefühls, das mitunter sehr stark im menschlichen Leiden verwurzelt ist. Das Leiden verzehrt nicht nur den Menschen innerlich, sondern macht ihn wohl auch zu einer Last für die anderen. Der Mensch sieht sich dazu verurteilt, von den anderen Hilfe und Beistand zu erhalten, und kommt sich selbst zugleich als unnütz vor Die Entdeckung des heilbringenden Sinnes eines Leidens in Gemeinschaft mit Christus verwandelt dieses niederdrückende Gefühl. Der Glaube an die Teilhabe an den Leiden Christi bringt die innere Gewißheit mit sich, daß der leidende Mensch »ergänzt, was an den Leiden Christi noch fehlt«; daß er in der geistlichen Dimension des Erlösungswerkes wie Christus dem Heil seiner Brüder und Schwestern dient. Damit ist er also nicht nur den anderen nützlich, sondern erfüllt zudem noch einen unersetzlichen Dienst. Im Leib Christi, der vom Kreuz des Erlösers her unaufhörlich wächst, ist gerade das vom Opfergeist Christi durchdrungene Leiden der unersetzliche Mittler und Urheher der für das Heil der Welt unerläßlichen Güter. Mehr als alles andere bahnt es der Gnade den Weg, die die menschlichen Seelen verwandelt. Mehr als alles andere läßt es in der Geschichte der Menschheit die Kräfte der Erlösung gegenwärtig werden. In jenem »kosmischen« Kampf zwischen den geistigen Kräften von Gut und Böse, von dem der Epheserbrief spricht,(89) bilden die mit dem Erlöserleiden Christi verbundenen Leiden des Menschen eine besondere Unterstützung für die Kräfte des Guten, weil sie dem Sieg dieser heilbringenden Kräfte den Weg eröffnen.

Darum sieht die Kirche in allen leidenden Brüdern und Schwestern Christi gleichsam vielfältige Träger seiner übernatürlichen Kraft. Wie oft wenden sich die Hirten gerade an sie und suchen bei ihnen Hilfe und Stütze! Das Evangelium vom Leiden wird ununterbrochen geschrieben und spricht ständig mit den Worten dieses seltsamen Paradoxes: Die Quellen göttlicher Macht entspringen gerade inmitten menschlicher Schwachheit. Wer an den Leiden Christi teilhat, bewahrt in seinen Leiden einen ganz besonderen Teil des unendlichen Schatzes der Erlösung der Welt und kann ihn mit den anderen teilen. Je mehr der Mensch von der Sünde bedroht ist, je drückender die Strukturen der Sünde sind, welche die heutige Welt in sich trägt, umso größer ist die Ausdruckskraft, die das menschliche Leiden besitzt, und um so dringender fühlt die Kirche die Notwendigkeit, sich um des Heiles der Welt willen an die menschlichen Leiden zu wenden.

VII.

DER BARMHERZIGE SAMARITER

28. Zum Evangelium vom Leiden gehört auch in enger Verbindung das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Durch dieses Gleichnis wollte Christus Antwort geben auf die Frage: »Wer ist mein Nächster?«.(90) Denn von den drei Passanten auf der Straße von Jerusalem nach Jericho, wo ein Mann, von Räubern ausgeplündert und niedergeschlagen, halbtot auf der Erde lag, zeigte gerade jener aus Samaria, daß für den Unglücklichen er in Wahrheit der »Nächste« war. »Nächster«, das will zugleich sagen: derjenige, der das Gebot der Nächstenliebe erfüllte. Zwei andere Männer kamen ebenfalls diese Straße entlang; einer war ein Priester, der andere ein Levit; aber »beide sahen ihn und gingen weiter«. Der Samariter hingegen »sah ihn und hatte Mitleid. Er ging zu ihm hin, goß Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn«.(91) Und ehe er abreiste, vertraute er dem Wirt fürsorglich die Pflege des leidenden Mannes an, wobei er sich verpflichtete, die anfallenden Kosten zu bezahlen.

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter gehört zum Evangelium vom Leiden. Es zeigt in der Tat, wie die Beziehung eines jeden von uns zu seinem leidenden Nächsten sein sollte. Es ist uns nicht erlaubt, gleichgültig »weiterzugehen«, sondern wir müssen bei ihm »stehenbleiben«. Ein barmherziger Samariter ist jeder Mensch, der vor dem Leiden eines Mitmenschen, was auch immer es sein mag, innehält. Dieses Innehalten bedeutet nicht Neugier, sondern Bereitschaft. Es öffnet sich gleichsam eine gewisse innere Bereitschaft des Herzens, die auch ihren emotionalen Ausdruck hat. Ein guter Samariter ist jeder Mensch, der für das Leiden des anderen empfänglich ist, der Mensch, der beim Unglück des Nächsten »Mitleid empfindet«. Wenn Christus, der das Innere des Menschen kennt, diese Gefühlsregung hervorhebt, will er damit sagen, daß sie für unser ganzes Verhalten dem Leiden des anderen gegenüber wichtig ist. Wir müssen also in uns jene Empfindsamkeit des Herzens pflegen, wie sie das Mitleid für einen Leidenden bezeugt. Manchmal bleibt dieses Mitleid der einzige oder der wichtigste Ausdruck unserer Liebe zu einem leidenden Menschen und der Solidarität mit ihm.

Doch der barmherzige Samariter im Gleichnis Christi bleibt nicht bei Mitgefühl und Mitleid stehen. Sie werden für ihn Ansporn zu einem Handeln, das dem verletzten Menschen Hilfe bringen soll. Ein barmherziger Samariter ist also letztlich, wer Hilfe im Leiden bringt, wie beschaffen auch immer es sein mag. Wirksame Hilfe, soweit es möglich ist. Dafür setzt er sein Herz ein; doch er spart auch nicht mit materiellen Mitteln. Man kann sagen, er gibt sich selbst, sein eigenes »Ich«, indem er dieses »Ich« dem anderen öffnet. Wir berühren hier einen der Schlüsselpunkte der ganzen christlichen Anthropologie. Der Mensch kann »sich selbst nur durch die aufrichtige Hingabe seiner selbst vollkommen finden«.(92) Ein barmherziger Samariter ist der zu dieser Selbsthingabe fähige Mensch.

29. Dem Gleichnis des Evangeliums zufolge könnte man sagen, daß das Leiden, welches unter so vielen verschiedenen Formen in unserer Menschenwelt vorhanden ist, auch dazu dienen soll, im Menschen die Liebe zu wecken, eben jene uneigennützige Hingabe des eigenen »Ich« zugunsten der anderen, der leidenden Menschen. Die Welt des menschlichen Leidens fordert sozusagen unaufhörlich eine andere Welt: die Welt der menschlichen Liebe; und jene uneigennützige Liebe, die in seinem Herzen und in seinem Handeln erwacht, verdankt der Mensch in gewissem Sinne dem Leiden. Der Mensch als »Nächster« kann im Namen der grundlegenden menschlichen Solidarität und erst recht im Namen der Nächstenliebe nicht gleichgültig am Leiden des anderen vorübergehen. Er muß »innehalten«, »Mitleid haben« und handeln wie der Samariter im Gleichnis des Evangeliums. Das Gleichnis bringt eine zutiefst christliche, zugleich aber ganz allgemein menschliche Wahrheit zum Ausdruck. Nicht ohne Grund wird auch in der Alltagssprache jede Tat zugunsten von leidenden und hilfsbedürftigen Menschen als Werk »eines barmherzigen Samariters« bezeichnet.

Diese Tätigkeit nimmt im Laufe der Jahrhunderte institutionell organisierte Formen an und bildet einen eigenen Arbeitsbereich in verschiedenen Berufszweigen. Wie sehr entsprechen doch die Berufe des Arztes, der Krankenschwester oder ähnliche der Tat des »barmherzigen Samariters«. Im Hinblick auf den darin verborgenen »evangelischen Gehalt« sind wir geneigt, hierbei mehr an eine Berufung als an einen bloßen Beruf zu denken. Die Institutionen, die im Lauf der Generationen einen »Samariter«-Dienst leisteten, haben in unserer Zeit eine noch stärkere Entwicklung und Spezialisierung erfahren. Das beweist ohne Zweifel, daß der heutige Mensch mit immer mehr Aufmerksamkeit und mit geschärftem Blick vor den Leiden des Nächsten innehält und sie immer besser zu verstehen oder sogar zu verhüten sucht. Er besitzt auf diesem Gebiet auch eine immer größere Fähigkeit und Spezialisierung. Wenn wir das alles betrachten, können wir sagen, das Gleichnis vom Samariter im Evangelium ist ein wesentlicher Bestandteil sittlicher Kultur und menschlicher Zivilisation schlechthin geworden. Und wenn wir an all die Menschen denken, die durch ihr Wissen und ihre Fähigkeiten dem leidenden Nächsten vielfältige Dienste leisten, müssen wir ihnen Worte der Anerkennung und Dankbarkeit aussprechen.

Diese Worte schließen alle ein, die ihren Dienst am leidenden Nächsten in uneigennütziger Weise vollbringen, indem sie sich freiwillig zur Hilfeleistung nach Art des »barmherzigen Samariters« zur Verfügung stellen und diesem Anliegen alle Zeit und Kraft widmen, die ihnen neben ihrer beruflichen Arbeit noch zur Verfügung stehen. Eine solche spontane Tätigkeit nach Art des »barmherzigen Samariters« oder karitative Tätigkeit kann ein sozialer Dienst genannt werden; sie läßt sich aber auch als Apostolat bezeichnen, und zwar immer dann, wenn sie Motiven entspringt, die eindeutig auf das Evangelium zurückgehen, und besonders, wenn sie in Verbindung mit der Kirche oder einer anderen christlichen Gemeinschaft geschieht. Die freiwillige Tätigkeit als »barmherziger Samariter« wird in entsprechenden Gruppen oder in zu diesem Zweck geschaffenen Organisationen verwirklicht. In solcher Form zu wirken ist sehr wichtig, besonders wenn es darum geht, größere Aufgaben zu übernehmen, die Zusammenarbeit und den Einsatz technischer Mittel erfordern. Nicht weniger wertvoll ist auch die Tätigkeit des einzelnen, besonders der Personen, die jeweils am besten auf die verschiedenen Arten menschlichen Leidens eingestellt sind, denen nur individuell und persönlich Hilfe gebracht werden kann. Familienhilfe schließlich umfaßt die Taten der Nächstenliebe, die den Angehörigen der eigenen Familie erwiesen werden, wie auch die gegenseitige Hilfe der Familien untereinander.

Es ist kaum möglich, hier sämtliche Arten und die verschiedenen Bereiche von »Samariter«-Tätigkeit aufzuzählen, die es in Kirche und Gesellschaft gibt. Man muß anerkennen, daß sie sehr zahlreich sind, und sich darüber freuen, daß hierdurch die sittlichen Grundwerte, wie die Werte der menschlichen Solidarität und der christlichen Nächstenliebe das Bild des sozialen Lebens und der zwischenmenschlichen Beziehungen formen und sich auf diesem Feld nachdrücklich gegen die verschiedenen Formen des Hasses, der Gewalt, der Grausamkeit, der Verachtung des Menschen oder auch der bloßen Gefühllosigkeit, der Gleichgültigkeit dem Nächsten und seinen Leiden gegenüber wenden.

Außerordentliche Bedeutung kommt hier den richtigen Haltungen zu, die in der Erziehung zum Tragen kommen sollen. Familie und Schule sowie die anderen Erziehungseinrichtungen müssen, schon allein aus humanitären Gründen, beharrlich auf die Weckung und Schärfung jener Feinfühligkeit gegenüber dem Nächsten und seinem Leiden hinwirken, zu deren Symbol die Gestalt des Samariters aus dem Evangelium geworden ist. Dasselbe muß natürlich die Kirche tun, indem sie sich, wenn möglich, noch tiefer mit den Motiven befaßt, die Christus in seinem Gleichnis und im ganzen Evangelium niedergelegt hat. Die Botschaft des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter wie auch des ganzen Evangeliums ist vor allem folgende: Der Mensch muß sich in erster Person dazu aufgerufen fühlen, die Liebe im Bereich des Leidens zu bezeugen. Institutionen sind sehr wichtig und unentbehrlich; doch keine Institution vermag von sich aus das menschliche Herz, das menschliche Mitleid, die menschliche Liebe, die menschliche Initiative zu ersetzen, wenn es darum geht, dem Leiden des anderen zu begegnen. Das gilt für die körperlichen Leiden, aber noch mehr, wenn es sich um die vielfältigen moralischen Leiden handelt; vor allem, wenn die Seele leidet.

30. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter, das, wie gesagt, zweifellos zum Evangelium vom Leiden gehört, durchzieht zusammen mit diesem die Geschichte der Kirche und des Christentums, die Geschichte des Menschen und der Menschheit. Es beweist, daß die Offenbarung Christi von der Heilsbedeutung des Leidens sich in keiner Weise mit einer passiven Haltung gleichsetzen läßt. Ganz im Gegenteil. Das Evangelium ist die Verneinung von Passivität gegenüber dem Leiden. In diesem Bereich ist Christus selbst vor allem aktiv. Auf diese Weise verwirklicht er das messianische Programm seiner Sendung nach den Worten des Propheten: »Der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe«.(93) Christus erfüllt dieses messianische Programm seiner Sendung über alle Maßen: Er zieht umher, »um Gutes zu tun«,(94) und das Gute seiner Werke leuchtet vor allem angesichts menschlicher Leiden auf. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter steht in tiefstem Einklang mit dem Verhalten Christi selbst.

Dieses Gleichnis findet schließlich wegen seines wesentlichen Inhalts Eingang in die ergreifenden Worte über das Weltgericht, die Matthäus in seinem Evangelium anführt: »Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht«.(95) Den Gerechten, die fragen, wann sie ihm denn all das getan hätten, wird der Menschensohn antworten: »Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Bruder getan habt, das habt ihr mir getan«.(96) Der umgekehrte Spruch wird jene treffen, die sich anders verhalten haben: »Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan«.(97)

Man könnte die Aufzählung der Leiden, die menschliches Mitleid und Hilfe gefunden haben oder auch nicht, gewiß noch verlängern. Die beiden Teile der Botschaft Christi vom Weltgericht weisen eindeutig darauf hin, wie wesentlich es für jeden Menschen im Hinblick auf sein ewiges Leben ist, »innezuhalten« - wie der barmherzige Samariter es tat - beim Leiden des Nächsten, »Mitleid« mit ihm zu haben und schließlich ihm zu helfen. Im messianischen Programm Christi, zugleich Programm für das Reich Gottes, ist das Leiden dafür in der Welt, um Liebe zu wecken, um Werke der Nächstenliebe zu veranlassen und die gesamte menschliche Zivilisation in eine »Zivilisation der Liebe« zu verwandeln. In dieser Liebe verwirklicht sich die Heilsbedeutung des Leidens bis ins letzte und erreicht ihre endgültige Dimension. Die Worte Christi über das Weltgericht lassen uns das mit der ganzen Schlichtheit und Klarheit des Evangeliums verstehen.

Diese Worte über die Liebe, über die Werke der Liebe in Verbindung mit dem menschlichen Leiden lassen uns noch einmal am Grunde aller menschlichen Leiden das erlösende Leiden Christi entdecken. Christus sagt: »... das habt ihr mir getan«. Er selber ist es, der in einem jeden die Liebe erfährt; er selber ist es, der die Hilfe empfängt, wenn diese ausnahmslos jedem Leidenden gewährt wird. Er selber ist in diesem Leidenden gegenwärtig; denn sein heilbringendes Leiden wurde ein für allemal jedem menschlichen Leiden geöffnet. Und alle, die leiden, sind ein für allemal dazu berufen, »Anteil an den Leiden Christi zu haben«.(98) So wie alle dazu berufen wurden, durch ihr eigenes Leiden »zu ergänzen, was an den Leiden Christi noch fehlt«.(99) Christus hat zugleich den Menschen gelehrt, durch das Leiden Gutes zu wirken und dem Gutes zu tun, der leidet. In diesem doppelten Aspekt hat er den Sinn des Leidens bis zum letzten enthüllt.

VIII.

SCHLUSS

31. Das ist der wahrhaft übernatürliche und zugleich menschliche Sinn des Leidens. Er ist übernatürlich, weil er im göttlichen Geheimnis der Erlösung der Welt wurzelt, und ist andererseits zutiefst menschlich, weil der Mensch in ihm sich selbst, sein Menschsein, seine Würde, seine Sendung wiederfindet.

Das Leiden gehört gewiß zum Geheimnis des Menschen. Aber vielleicht ist jenes nicht so stark wie er selber von diesem Geheimnis umgeben, das besonders undurchdringlich ist. Das Zweite Vatikanische Konzil hat die Wahrheit zum Ausdruck gebracht, daß »sich nur im Geheimnis des fleischgewordenen Wortes das Geheimnis des Menschen wahrhaft aufklärt... Denn Christus, der neue Adam, macht eben in der Offenbarung des Geheimnisses des Vaters und seiner Liebe dem Menschen den Menschen selbst voll kund und erschließt ihm seine höchste Berufung«.(100) Wenn sich diese Worte auf alles beziehen, was das Geheimnis des Menschen ausmacht, dann gewiß in ganz besonderer Weise auf das menschliche Leiden. Gerade in diesem Punkt ist es besonders notwendig, »den Menschen dem Menschen kundzumachen und ihm seine höchste Berufung zu erschließen«. Es kann auch vorkommen - wie die Erfahrung zeigt -, daß dies besonders dramatisch ist. Wenn es jedoch bis auf den Grund geschieht und dann zum Licht eines menschlichen Lebens wird, ist es auch in besonderer Weise beglückend. »Durch Christus und in Christus also wird das Rätsel von Schmerz und Tod hell«.(101)

Wir beschließen die vorliegende Betrachtung über das Leiden in dem Jahr, in welchem die Kirche das außerordentliche Jubiläumsjahr der Erlösung feiert.

Das Geheimnis der Erlösung der Welt ist auf wunderbare Weise im Leiden verwurzelt, und dieses findet seinerseits in jenem Geheimnis seinen höchsten und sichersten Bezugspunkt.

Wir wollen dieses Jahr der Erlösung in besonderer Verbundenheit mit allen Leidenden leben. Darum sollen unter dem Kreuz auf Kalvaria in geistiger Weise alle Leidenden zusammenkommen, die an Christus glauben, vor allem jene, die gerade wegen ihres Glaubens an den Gekreuzigten und Auferstandenen zu leiden haben: Das Opfer ihrer Leiden soll uns der Erfüllung der Gebete des Heilands für die Einheit aller(102) näherbringen. Dorthin sollen alle Menschen guten Willens kommen; denn am Kreuz hängt der »Erlöser des Menschen«, der Mann der Schmerzen, der die leiblichen und moralischen Leiden der Menschen aller Zeiten auf sich genommen hat, damit sie in der Liebe den heilbringenden Sinn ihres Schmerzes und gültige Antworten auf alle ihre Fragen finden können.

Zusammen mit Maria, der Mutter Christi, die unter dem Kreuz stand,(103) halten wir an allen Kreuzen des heutigen Menschen inne.

Wir rufen alle Heiligen an, die im Laufe der Jahrhunderte auf besondere Weise an den Leiden Christi teilgehabt haben. Wir bitten sie um ihren Beistand.

Und wir bitten euch alle, die ihr leidet, uns zu unterstützen. Gerade euch, die ihr schwach seid, bitten wir, zu einer Kraftquelle für die Kirche und für die Menschheit zu werden. Möge in dem schrecklichen Kampf zwischen den Kräften des Guten und des Bösen, der sich vor uns in der heutigen Welt abspielt, euer Leiden in Einheit mit dem Kreuze Christi siegen!

Euch allen, liebe Brüder und Schwestern, erteile ich von Herzen meinen Apostolischen Segen.

Gegeben zu Rom bei St. Peter, am liturgischen Gedenktag unserer Lieben Frau in Lourdes, dem 11. Februar 1984, im sechsten Jahr meines Pontifikates.

(Quelle: http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/hlthwork/documents/hf_jp-ii_apl_11021984_salvifici-doloris_ge.html)

What is it to Trust God?

How often have you heard someone say about God; "I just have to learn to trust Him more."

I was reminded of the time I was at the top of the CN Tower in Toronto. I may have shared this before, but it is worth sharing again. At the top of the tower is a section of very thick glass about 4 foot square that you can stand on and look straight down to the bottom of the
tower. Now, if it was unsafe to stand on they would certainly have it roped off with something solid so that it would be impossible for anyone to stand on top of it. Everyone who goes up there knows it is safe to stand on. But few actually will. Why? Because although they know it is safe, they really do not really trust it.
 
Unfortunately many Christians are like that to. We say that we believe what God tells us, but we do not in actual fact really trust Him.
 
Here is another antidote of trust. Everyone knows of Niagara Falls in Ontario Canada. It is a very famous spot. Tourists come from all over the world to see it. There was a tight rope walker who was well known for walking and carrying all kinds of objects across the cable that traverses the falls. He would carry objects in a wheel barrel, on his shoulders etc.

When he asked others if they think he could carry someone safely across the cable in the wheel barrel, everyone would say "certainly." But none would let him do it to them.
 
Please read these postings on trusting God.

 
Trusting God

Job 13:15
“Though he slay me, yet will I trust in him: but I will maintain mine own ways before him.” Job 13:15 (King James Version)

How much do we trust God? Do we trust Him in every situation, or only in some? Can we trust Him with our lives? Would we trust Him even if He took our life or the life of someone we love?


Trust can be defined as: a firm belief in another's honesty, ability or integrity.

Trust means that you believe that someone will do exactly what he says he will do, no matter what.

Trust means that doubt about another person never even enters your mind.


Many think that they have a deep trust because they obey God.

But that is not trust; that is obedience. It is easier to obey God than to trust Him. We can blindly obey someone because we think its the right thing to do?  But we trust someone because we believe in Him.


The example of Peter.


He thought that He trusted Christ; but he denied his Lord 3 times in one night. And he wept bitterly because of it. His trust wasn't based upon a true belief; it was based upon emotion.

Again Peter showed his lack of faith, lack of trust in Jesus when he walked upon the water. Matthew 14:22-33 Peter as we know was quick to speak, but more often than not did not back his mouth with action. He was quick to want to go for a walk on the water with Jesus when he saw Jesus out there. But once Peter saw the winds picking up and likely tossing the water, he lost trust in Jesus and began to sink.


Job's trust in God was not based upon emotion.

It was based upon a complete belief in God as the One who knew what was best for him in all situations.  It was based upon a complete belief that whatever God put into his life, God was still to be trusted.

Job uttered these classic words after he had gone through the worst testing that anyone has possibly gone through.
“Though he slay me, yet will I trust in him: but I will maintain mine own ways before him.” Job 13:15 (King James Version)

He said this while everyone else told him to curse God and die!


Trusting God Boils Down To Whether We Believe What He Says Is True Or
Not.

How do we know that we can trust God?

Because what He has said in the past has come to pass. We have seen prophecy fulfilled exactly as God has said it would.  We know that His Word is trustworthy, we can count on Him.

Psalm 9:10 (King James Version): “And they that know thy name will put their trust in thee: for thou, LORD, hast not forsaken them that seek thee.”

Psalm 33:4 (King James Version): "For the word of the LORD is right; and all his works are done in truth."

We see that others have trusted God before us.


Men have gladly laid down their lives, they have faced torture and pain; they have lost their homes and families.

Men like Daniel and the disciples have faced torture and pain.

Hebrews 11:36-38: "And others had trial of cruel mockings and scourgings, yea, moreover of bonds and imprisonment: They were stoned, they were sawn asunder, were tempted, were slain with the sword: they wandered about in sheepskins and goatskins; being destitute, afflicted, tormented; (Of whom the world was not worthy:) they wandered in deserts, and in mountains, and in dens and caves of the earth." (King James Version)

They have lost their homes and families for Him. The early church was persecuted and hunted down because of their faith. In other countries this continues today. They have shown the truth of this by putting their faith into practice, by actions, not just with emotions and talk. We know very little of real persecution for our faith in North America.
What is the one thing that God has said that we find is the hardest to believe? That we will continue to live on after death and be raised from the dead. To really believe this is the supreme test of whether we trust Him or not. We all have to face death, but do we all truly believe that we will live again?  God has said yes, but do we trust Him enough to believe it without doubt?
 
That is where faith comes in.  Do we really trust Him enough to put our lives into His hands? Eternity is not the question. The question is, will we spend eternity with God in heaven, or will we be separated from God and tormented for all eternity in the Lake of Fire?  That is determined by our trust in God and His Word today? Do we trust Him for our salvation?  If you have never placed your trust in the finished work of Jesus Christ on Calvary, we invite you to do so today!
 
Trusting God does not always mean that we will understand what He is doing, or why He is doing it. This is the real hard part! This is where faith and trust have to operate at their highest level!  When all of the sudden everything in our life starts going bad, we begin to wonder where God is at in all of this. We wonder if He has forgotten about us, or if He still cares about us.  When all of our best laid plans go bad, we wonder why God would allow this to happen to us!  We may even get mad at Him.
 
 Sometimes it seems that Christians suffer more than unbelievers. But God doesn't always operate the way that we think. Our parents didn't always do things our way when we were children. But we can't let that keep us from trusting God!  He knows what's best! He knows the future, we don't!  Isaiah 46:10 says; "Declaring the end from the beginning, and from ancient times the things that are not yet done, saying, My counsel shall stand, and I will do all my pleasure:" (King James Version)

Trusting God Is Not Based On Whether He Gives Us Everything That We Ask for!

Selfishness doesn't produce trust. How many people have you known that have said something like this?

"I asked God for something, and He didn't give it to me, therefore I cant trust Him."  This is a very selfish motive. And this will never develop trust in God, only fear.
 
 The Apostle Paul gave us an example of a legitimate request of God.. He asked God to heal him.
2 Cor. 12:7 God said no three times verse 8. Did Paul stop trusting in God because He wouldn't heal him? No. He accepted the fact that God had another plan for him. He also realized that he would be strengthened in weakness to the glory of God. Verses 9-10  Paul accepted the fact that God knew what was best for him.
 
How do we develop a deep trust in God?  How do we get to the place where Job was where he could say, "Though he slay me, yet will I trust in him: but I will maintain mine own ways before him" Job 13:15 (King James Version). He had a relationship with God.  A real relationship. Not just one day a week, but 24 hours a day, 7 days a week. He drew close to God.

Would you put your trust in a stranger?  No, of course not!  God doesn't want to be a stranger to any of us. He desires for us to have a personal relationship with Him. The more we know God, the more we will find Him faithful, and the more we will trust Him. This was Job's secret: He knew God. He had a deep personal relationship with God. Do you know Him? Do you trust Him for your salvation, for your daily needs, for everything?
 
It is hard to trust God at times. I am as guilty as most everyone else at one time or another in not trusting Him. We tend to not trust Him when things go bad. But when things are going great we praise and trust Him whole hearted. Yes, you are right. We must learn to trust Him. And that is achieved by developing a deep personnel relationship with Him.

How do you do that? How do you develop a true deep relationship with anybody? By spending lots of one on one quality time with them. You do that by learning their likes and dislikes, by having fun times with them, by listening to them, by being there at all times when they call upon you, in good times or bad. This we all do when we spend quality time with Him in prayer, meditation, scripture memorization, in just being quiet and listening to His Still Quiet Voice, reading His word and studying it.

Let us all, start anew, to trust Him, and spend lots of quality one on one time with Him. Nothing is more important in this life than God. Nothing, no person, no sport, no job, nothing is more important than God.
 
Are you scared to be alone to the point of falling into temptation? Why not turn off the computer, put down the paper, turn off the t.v. and pick up the Bible Instead? Take now that first step again, for the first time with God onto the glass floor and walk out on it with HIm. Trust Him to walk out on it and to be there with you in all things, in all situations good and bad. Trust Him!


The early church was persecuted and hunted down because of their faith.


In other countries this continues today. They really have to have trust in God. We know very little of real persecution for our faith.


The one thing that God has said that is the hardest to believe?


That we will continue to live on after death. To really believe this is the supreme test of whether we trust Him or not. We all have to face death, but do we all truly believe that we will live again?

God has said yes, but do we trust Him enough to believe it without doubt?

That is where faith comes in. Do we trust Him enough to put our lives in His hands?

Eternity is not the question? The question is will we spend eternity with God in heaven? Or will we be separated from God and tormented for all eternity in the lake of fire? That is determined by our trust in God and His Word today? Do we trust Him for our salvation?

If you have never placed your trust in the finished work of Jesus Christ on Calvary, we invite you to do so today!


Trusting God Does Not Always Mean That We Will Understand What He Is
Doing, Or Why He Is Doing It.

This is the real hard part!

This is where faith and trust have to operate at their highest level! When all of the sudden everything in our life starts going bad, we begin to wonder where God is at! We wonder if He has forgotten about us, or if He still cares about us. When all of our best laid plans go bad, we wonder why God would allow this to happen to us! We may even get mad at God.


Sometimes Christians it seems that we suffer more than unbelievers.


But God doesn't always operate the way that we think. Our parents didn't always do things our way when we were children. But we can't let that keep us from trusting God! He knows best! He knows the future, we don't!

(Isa 46:10) "Declaring the end from the beginning, and from ancient times the things that are not yet done, saying, My counsel shall stand, and I will do all my pleasure" (King James Version)


Trusting God Is Not Based On Whether He Gives Us Everything That We Ask
For.

Selfishness doesn't produce trust.

How many people have you known that have said something like this: "I asked God for something, and he didn't give it to one, therefore I cant trust Him."

This is a very selfish motive. And this will never develop trust in God, only fear.


The example of Paul


The Apostle Paul, who had a very legitimate request of God. He asked God to heal him. God said no. Did Paul stop trusting in God because He wouldn't heal him? No. He accepted the fact that God had another plan for him. He accepted the fact that God knew what was best for Paul.


How do we develop a deep trust in God?


How do we get to the place where Job was where he could say, "Though He slay me, yet I will trust Him?"

He had a relationship with God. A real relationship. Not just one day a week, but 24 hours a day, 7 days a week. He drew close to God. We won't trust a stranger? God doesn't want to be a stranger to any of us. He desires for us to have a personal relationship with Him. The more we know God, the more we will find Him faithful, and the more we will trust Him. This was Job's secret: He knew God.

Do we know Him? Do we trust Him? For our salvation? For our daily needs? For everything?
 
It is hard to trust God at times. I am as guilty as most everyone else at one time or another in not trusting Him. We tend to not trust Him when things go bad, But when things are going great we praise and trust Him whole heartedly. Yes, you are right. We must learn to trust Him. And that is achieved by developing a deep relationship with Him.

How do you do that? How do you develop a true deep relationship with anybody? By spending lots of one on one quality time with them. You do that by learning their likes and dislikes, by having fun times with them, by listening to them, by being there at all times when they call upon you. This we all do when we spend quality time with Him in prayer, meditation, just being quiet and listening to His still quiet voice, reading His word and studying it.

Let us all, start anew, to trust Him, and spend lots of quality one on one time with Him. Nothing is more important in this life than God. Nothing, no person, no sport, no job, nothing is more important than God.

Are you scared to be alone to the point of falling into temptation? Why not turn off the computer and pick up the Bible Instead?

Take now that first step again for the first time with God onto the glass floor and walk on it with HIM.

André


Hope


When I think of the word "Hope", I think of the word :Maybe." Why, because the word hope paints the desire for something wished for, but may not happen. My dictionary defines the word hope as; " to want or wish for something with a feeling of confident expectation." Synonyms for the word hope are expectation, optimism. All of the words give me a slight negative connotation, like "Maybe"
Do you see what I mean? When I think of the word hope, I thing of an expectation of something that may happen, but may not. Which brings me back to the word maybe. Maybe’s synonyms include the words feasibly, perchance, and possibly. All of these words give me the feeling of a 50-50 chance, or a 25-75 chance etc. If I were a betting man, which I am not, those kinds of odds don’t exactly leave me with a feeling confident of expectancy. These odds are like the weather forecast often. The weather report may say there is a 50 or maybe a 45 % chance of rain. Well, if I am planning on going fishing with my nephew, I don’t care for those odds, no more than I would like a 50-50 chance of winning the lottery.
So why do I bring this up? The Bible uses the word hope a lot. In connection with things of the Lord. For example, in Acts 22:6 Paul says to the council and high priest; " I am on trial for the hope and resurrection of the dead." Here Paul is telling these folks that he is placing a high expectation, that Jesus’ promise of the resurrection of the dead will be met.
Upon looking closer, and looking up the word hope in a concordance, it changes my understanding of what the word hope means and gives a more positive outlook when I think of hope. The Greek Dictionary of New Testament describes the word hope as :" to anticipate, usually with pleasure, expectation, or confident faith." The Christian speaker and author Joseph Stowell says the word hope means Therefore I now look at the word hope with a better outlook. In the context of Biblical Scripture it gives me a more sure fire expectation that what is hoped for is a certainty, and not a "maybe."
In our English language another dictionary gives the word the following description. " a feeling that what is wanted will happen; desire accompanied by expectation." Joseph Stowell says that in this description, it does not necessarily mean that the hope, the expectancy is necessarily grounded in reality. For example, and this is a laugh for Canadians. Bob may hope that the Toronto Maple Leaf Hockey team will the Stanley Cup this year. That really is a laugh because they are so far behind in the standings, they would pretty much have to win every game from here to the end, into the playoffs and finally win the last game. GIGGLE ! (pardon me if I stepped on some Leaf fans toes)
In another context I may hope that the weather will be sunny next weekend, so that when my nephew and niece come out to visit, they will be able to play outside some. That is a hope, but not necessarily a reality, for we know that the weather is rather unpredictable, you just never know for sure what is going to happen. Hope here is a desire, not necessarily a real expectation, or a reality.
Turning back to Biblical hope, these hopes are a trusted reality, that we not only desire, but that we may know for sure that a hope in the Bible is a certainty, that it will come to pass. We can know that these hopes will come to pass because the Words in the Bible are inspired and inscribed by God Himself. And since we know that God cannot lie, (Titus 1:2) we can know for a certainty that what God has promised, will come to pass.
Some of these hopes in the Bible which we can be assured of are; we can hope in a new heaven and a new earth, in a heaven beyond which we look forward to and the fact that Jesus said that He would come back again to take the redeemed home with Him before mankind completely destroys himself.
The greatest hope we have is found in the fact of the empty tomb. of , whom promised that the grave would not hold Him. He also promised that He would rise from the grave in three days. These truths have been corroborated by many witness and written of by some who were not necessarily believers in a Messiah. If not for His resurrection, we would have no hope of eternity in heaven with Him. For as the apostle Paul wrote;" Now if Christ be preached that he rose from the dead, how say some among you that there is no resurrection of the dead? But if there is no resurrection of the dead, thenis Christ not risen? And if Christ be not risen; then is our preaching in vain, and your faith is also vain, " 1 Cor. 15:12-26. Please read the entire section.
Take a few minutes if you will and have a closer look at the many promises and even prophecies that are written in this section. For example it was written in ages past that Christ would be raised from the dead. This section also tells us that all power and authority will be given unto Him And it tells us that as His last feat He will defeat death, for death will forever be put to rest. In eternity no one will ever die. What an awesome promise is that?
Knowing that Christ was raised from the dead, it also gives us the hope, the promise as He has said that we to will all be raised from the dead and be with Him in heaven. Now, that is a promise I want to hold on to. If God has promised to redeem us and to raise us with new glorified bodies fit for heaven, do you think that He will? For sure! So we can also hope and trust that, that will happen indeed.
Another word we could use in exchange for the word hope and trust is faith. Faith is putting our trust, our hope in something that we cannot see. For example, at the top of the CN tower in Niagara Falls Ontario, is a section of thick clear glass which is several feet thick. When you go up there you will see that there is no barrier around the glass at all. Therefore it must be deemed to be safe. Yet, some will venture to walk on it, while others will not. Those who walk on it are showing that they have faith that they will be supported to walk on it. When you step out onto the front steps of your house, you are placing faith that these steps will support you.
Here is a statement of faith which I believe we can place our faith on, hope in, trust in, believe in with all of our hearts. Paul wrote ;" Being confident in this very that he which hath begun a good work in you will perform it until the day of Jesus Christ. : Phil. 1:6
What is Paul saying here? He is saying that God has begun the redemptive work of changing us, who are believers. Once we were lost in our sins, walking about daily in sin, with no thought or concern for the things of God. But once you told God that you believe that Jesus paid the penalty for your sins on the cross, God then begins a cleansing process that lasts for your whole life time here on earth. This is a process that will continue until Jesus takes us home to be with Him in heaven. God is working on you daily, changing you, molding you, more and more daily in the very image of His Son .
In this Paul says we can be confident, hoping, trusting that the cleansing work that God has begun in you will continue, and not stop until the fullness of time is come when Jesus will shout and call us home to be with Him. 1 Thess. 4:16-18
That is an awesome promise He has given us. It is something which we can put our hope, trust and faith in. We can know for a certainty that the work which He has begun in us, will be completed one day.
Hebrews says;" Now faith is the substance of things hoped for, the evidence of things not seen." The 11th chapter of Hebrews is a listing of many men and women who gave their hope, their faith, believing that the things which God had promised would come to pass. Even though many did not see with their physical eye these promises come to pass, they still kept the faith, believing that what had He had promised would eventually be brought to pass.
Many of these folks were martyred for what the believed in, dying horrible cruel deaths, because they would not give up believing in faith the promises of God. Please read this chapter carefully and see how strong was their hope, their faith. Hebrews chapter 11 is known as the "Faith" chapter for good reason. Read and see for yourselves why.
Biblical faith seen here gives substance to that which we hope for It is a faith that we can bank on, a faith so strong that we can place our hope in a certain future event so completely that it preoccupies our entire perception of life and radically alters our behavior in the process. Do you have that kind of life altering faith in a hope of things not yet seen?

André (Canada)

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Jonah 2:1-2

No Cake Walk...


Life unfortunately is about struggles and pain. God promised us it would not be a cake walk. However He has also promised us all our pains, struggles etc. will be forever gone in his new kingdom. That is a promise we can take to the bank and count on. So look ahead and not behind to your new life with Him.

andré


Keep on Waiting...


Keep on waiting On the Lord even if it's like waing for a bus at the bus stop. Sometimes it seems like it is never gonna come, but it will.

André

Complaining

I could not help but think of the children of Israel as they wandered in the wilderness. They to complained a great deal. We know that they were punished for that. It is so easy to complain. But if we stop and think about others in this world who are not blessed as we are, and compare our lives with theirs, then we will realize that we have absolutely nothing at all to complain about, and everything to be thankful and grateful for.
 
Ps. 136:3 "O give thanks to the Lord of lords: for his mercy endureth for ever” (King James Version)
 
Yes, we have much to be thankful for.

André

He is always there for you!



Sadly, it is an unfortunate thing that we cannot always rely on other people. I am as guilty as any for not always being reliable at times, though I try to be. But, as scripture says, we have and advocate with Jesus . 1 John 2:1 says; "My little Children, these things I write unto you, so that you may not sin. And if anyone sins, we have an Advocate with the Father. Jesus Christ the righteous."
 
And remember also He also says; "....I will never leave nor forsake thee." Heb. 13:5
 
This is one promise that you can count on eternally. He is always there for you and He will always be there to give you strength in the times of temptations. 2 Cor. 10:13 is that promise. Hang onto it and onto Him when tempted. I have said many times, when we turn to Him in times of temptation, whether in prayer, meditation, scripture reading etc. It is impossible to sin because you are no longer focusing on the temptation, but on Him.
 
God Bless
 
André

You Are Loved of God

We know that lies of oneself hating oneself originate from the father of lies himself. Though he may not be the one exactly putting the thought in your mind everyday, as Satan is not like God, he is not omnipresent, but he does have many minions out there doing his dirty work.
 
Therefore remember the promises of God who is omnipresent and does not lie. He loves you with an immeasurable love. He speaks to you words of encouragement, not lies or negatively.
 
Yes, trust in Him and do not allow the lies of the dark side to intimidate you. You are loved of God and worth millions.
 
Have a great day
 
André

Don't Give up the Fight!

I would like to encourage you all the more to continue and not give up the fight. We can never understand why God allows us to go through tough long fights, and why He just does not clean us up and change us in a snap.
 
We may never know those answers on this side of eternity. But this we do know about Him. He is all knowing, omniscient and His love for us is beyond any standard that we could measure His love for us. He wants us to stand beside Him and He wants us to continually rely on Him for all our needs, emotionally, spiritually and physically. He has told us that He will supply all our needs. We need not question Him but all we need to do is to trust Him at His Word.He never lies and His Word is truthful.
Ps. 33:4; Ps. 119:160; John 17:17; 1 Thes. 2:13

It is hard to trust anyone else and even Him at times, because our inner old man always is fighting the newer man that He is changing us into.
 
Remember to that we have a foe whom wants us to fight against God and to follow him instead of God. Though you and I are both spiritual and physical beings we see only the physical and it is hard at times for us to grasp the idea of the thought that there is a spiritual host out there that is fighting to keep us under the dominion of Satan and his followers. As Ephesians 6:12 says : "For we wrestle not against flesh and blood, but against principalities, against powers, against the rulers of the darkness of this world, against spiritual wickedness in high places." (King James Version)
 
If this is all we had and no one to help us against the fight, we would indeed be hopeless and might as well, as the world says: "party on for tomorrow we die."
 
But, "we have an advocate with the Father, Jesus Christ the righteous." 1 John 2:1 (King James Version)
 
He (Jesus Christ,) is our lawyer whom stands before the Father and pleads our case before the heavenly throne. Though Satan , The accuser of the brethren fights against us, we know that he shall be defeated, and that all his accusations and finger pointing will come to naught. For Christ has never lost a court case for believers, and never will.
    
"And I heard a loud voice saying in heaven, Now is come salvation, and strength, and the kingdom of our God, and the power of his Christ: for the accuser of our brethren is cast down, which accused them before our God day and night." Rev. 12:10 (King James Version)
 
And remember this  also,  Rom 8:1-39 (King James Version):
 
"There is therefore now no condemnation to them which are in Christ Jesus, who walk not after the flesh, but after the Spirit. For the law of the Spirit of life in Christ Jesus hath made me free from the law of sin and death. For what the law could not do, in that it was weak through the flesh, God sending his own Son in the likeness of sinful flesh, and for sin, condemned sin in the flesh: That the righteousness of the law might be fulfilled in us, who walk not after the flesh, but after the Spirit.
For they that are after the flesh do mind the things of the flesh; but they that are after the Spirit the things of the Spirit. For to be carnally minded is death; but to be spiritually minded is life and peace.
Because the carnal mind is enmity against God: for it is not subject to the law of God, neither indeed can be. So then they that are in the flesh cannot please God. But ye are not in the flesh, but in the Spirit, if so be that the Spirit of God dwell in you. Now if any man have not the Spirit of Christ, he is none of his. And if Christ be in you, the body is dead because of sin; but the Spirit is life because of righteousness.
But if the Spirit of him that raised up Jesus from the dead dwell in you, he that raised up Christ from the dead shall also quicken your mortal bodies by his Spirit that dwelleth in you. Therefore, brethren, we are debtors, not to the flesh, to live after the flesh. For if ye live after the flesh, ye shall die: but if ye through the Spirit do mortify the deeds of the body, ye shall live. For as many as are led by the Spirit of God, they are the sons of God. For ye have not received the spirit of bondage again to fear; but ye have received the Spirit of adoption, whereby we cry, Abba, Father.
The Spirit itself beareth witness with our spirit, that we are the children of God: And if children, then heirs; heirs of God, and joint-heirs with Christ; if so be that we suffer with him, that we may be also glorified together. For I reckon that the sufferings of this present time are not worthy to be compared with the glory which shall be revealed in us. For the earnest expectation of the creature waiteth for the manifestation of the sons of God. For the creature was made subject to vanity, not willingly, but by reason of him who hath subjected the same in hope, Because the creature itself also shall be delivered from the bondage of corruption into the glorious liberty of the children of God.
For we know that the whole creation groaneth and travaileth in pain together until now. And not only they, but ourselves also, which have the firstfruits of the Spirit, even we ourselves groan within ourselves, waiting for the adoption, to wit, the redemption of our body. For we are saved by hope: but hope that is seen is not hope: for what a man seeth, why doth he yet hope for? But if we hope for that we see not, then do we with patience wait for it. Likewise the Spirit also helpeth our infirmities: for we know not what we should pray for as we ought: but the Spirit itself maketh intercession for us with groanings which cannot be uttered. And he that searcheth the hearts knoweth what is the mind of the Spirit, because he maketh intercession for the saints according to the will of God. And we know that all things work together for good to them that love God, to them who are the called according to his purpose. For whom he did foreknow, he also did predestinate to be conformed to the image of his Son, that he might be the firstborn among many brethren.
Moreover whom he did predestinate, them he also called: and whom he called, them he also justified: and whom he justified, them he also glorified. What shall we then say to these things? If God be for us, who can be against us? He that spared not his own Son, but delivered him up for us all, how shall he not with him also freely give us all things? Who shall lay any thing to the charge of God's elect? It is God that justifieth. Who is he that condemneth? It is Christ that died, yea rather, that is risen again, who is even at the right hand of God, who also maketh intercession for us. Who shall separate us from the love of Christ? shall tribulation, or distress, or persecution, or famine, or nakedness, or peril, or sword? As it is written, For thy sake we are killed all the day long; we are accounted as sheep for the slaughter.
Nay, in all these things we are more than conquerors through him that loved us. For I am persuaded, that neither death, nor life, nor angels, nor principalities, nor powers, nor things present, nor things to come, Nor height, nor depth, nor any other creature, shall be able to separate us from the love of God, which is in Christ Jesus our Lord."
 
 
Though we may walk this earth with a sinful nature, there is yet within as new creatures being transformed daily that also is at war against Satan and his hoards. And because of our love for God, He will not let anything, anybody come between us and Him. Though we may at this time feel like we are losing the fight, we will win the battle in the end, for Christ Himself shall come with a two edged sword and conquer forever the enemies of our souls and God.
 
So my final word to you tonight is to be as Paul:
 
"Know ye not that they which run in a race run all, but one receiveth the prize? So run, that ye may obtain." 1 Cor. 9:24 (King James Version)
 
And remember to "....we are surrounded by such a great cloud of witnesses, let us throw off everything that hinders and the sin that so easily entangles. And let us run with perseverance the race marked out for us, 2 fixing our eyes on Jesus, the pioneer and perfecter of faith. For the joy set before him he endured the cross, scorning its shame, and sat down at the right hand of the throne of God."  Heb. 12:1-2 (New International Version, ©2011)
 
Go therefore forward this day onwards and run and fight:
 
"But you, man of God, flee from all this, and pursue righteousness, godliness, faith, love, endurance and gentleness. 12 Fight the good fight of the faith. Take hold of the eternal life to which you were called when you made your good confession in the presence of many witnesses." 1 Tim. 6:11-12 (New International Version, ©2011)
 
Then you will be able to say as Paul said: "I have fought a good fight, I have finished my course, I have kept the faith." 2 Tim. 4:7 (King James Version)
 
God bless brother "...lift up your heads; for your redemption draweth nigh." Luke 21:28 (King James Version)
 
And remember: "...that he which hath begun a good work in you will perform it until the day of Jesus Christ." Phil. 1:6 (King James Version)

André

Take Up Your Cross!

The phrase "Taking up your cross" or "This is my cross," is a phrase used loosely amongst many  in today's Christian church. It is a phrase however, that is used out of context of the true meaning of the phrase of the phrased as used by Jesus. Today people apply this phrase to say something like, " Oh, I am a paraplegic. This is my cross that I will have to carry for the rest of my life." This phrase is given to mean many other types of illnesses, deformities, pains etc. "This is the cross that I have to bear."
 
When Jesus said to His disciples to take up your cross, none of them according to scripture were burdened by any ongoing maladies.
 
A Biblical definition of what it is to take up your cross is given in 2 Cor. 4:8-11. I like the New Living Translation to this passage because it paints a clear picture of the suffering a true disciple goes through because of their allegiance to Jesus Christ.
 
8 We are pressed on every side by troubles, but we are not crushed. We are perplexed, but not driven to despair. 9 We are hunted down, but never abandoned by God. We get knocked down, but we are not destroyed. 10 Through suffering, our bodies continue to share in the death of Jesus so that the life of Jesus may also be seen in our bodies.
 11 Yes, we live under constant danger of death because we serve Jesus, so that the life of Jesus will be evident in our dying bodies. (New Living Translation)
 
Rom. 12:1 adds another perspective to define what it is to "Take up your cross." It reads:
 
1 I beseech you therefore, brethren, by the mercies of God, that you present your bodies a living sacrifice, holy, acceptable to God, which is your reasonable service. NKJV
 
Or again using the New Living Translation:
 
1 And so, dear brothers and sisters,[a] I plead with you to give your bodies to God because of all he has done for you. Let them be a living and holy sacrifice—the kind he will find acceptable. This is truly the way to worship him.[b]
 
Let's add to the mix Phil. 2:5-8. , again using the New Living Translation.
 
 5 You must have the same attitude that Christ Jesus had.
 6 Though he was God,[a]
      he did not think of equality with God
      as something to cling to.
 7 Instead, he gave up his divine privileges[b];
      he took the humble position of a slave[c]
      and was born as a human being.
   When he appeared in human form,[d]
    8 he humbled himself in obedience to God
      and died a criminal’s death on a cross.
 
And also Phil. 3:7-11
 
7 But what things were gain to me, these I have counted loss for Christ. 8 Yet indeed I also count all things loss for the excellence of the knowledge of Christ Jesus my Lord, for whom I have suffered the loss of all things, and count them as rubbish, that I may gain Christ 9 and be found in Him, not having my own righteousness, which is from the law, but that which is through faith in Christ, the righteousness which is from God by faith; 10 that I may know Him and the power of His resurrection, and the fellowship of His sufferings, being conformed to His death, 11 if, by any means, I may attain to the resurrection from the dead.  NKJV
 
So, what does all this add up to. This all adds up to being Christ like. As Christ suffered, was persecuted, beaten, whipped, despised, put to death on the cross, we should like wise live our lives reflecting Him. That is, we should try to live as best as we can to be like Him. In so doing, others will see Him in us. Some will desire to seek and find Christ also when they see Christ living in us. Others, sadly will also persecute us and will never find Him.
 
However, as he was abused by those who hated Him, we to should be prepared to receive the same kind of treatment as He received, even to the point  of death. In so doing many are raised into the family of God, and God is glorified.
 
Paul tells us that he to was persecuted, struck down, beaten, whipped etc. for the sake of following after Christ. The life of a Christian is not all apple pie and roses. It is not a life free of sickness, sorrow, afflictions, persecutions, difficulties and distresses.
 
The Christian life is a daily dying through troubles. Just as Jesus suffered, we to also suffer. But this does not  mean that we are vanquished. The way of dying, of taking up the cross daily, is a way of victory in Him.
 
The the world cannot see Jesus physically, they do see Christ through us as we suffer daily for Him, He is manifested and glorified in our bodies. The world thus sees Him through us as we stand fast, not running away, but persevering for Him through all kinds of tribulations.
 
Paul describes our bodies in 2 Cor. 4:7 as earthen vessels, like pottery."
 
"7 But we have this treasure in earthen vessels, that the excellence of the power may be of God and not of us." NKJV
 
This passage is likened to Gideon in Judges chapter 7. In this chapter, God tells Gideon to thin out the number of Israelites in various ways, so that when God sent Gideon and only 300 men to defeat the Midianites, God would be glorified through Gideon and these men.
 
 1Then Jerubbaal, who is Gideon, and all the people that were with him, rose up early, and pitched beside the well of Harod: so that the host of the Midianites were on the north side of them, by the hill of Moreh, in the valley.

 2And the LORD said unto Gideon, The people that are with thee are too many for me to give the Midianites into their hands, lest Israel vaunt themselves against me, saying, Mine own hand hath saved me.

 3Now therefore go to, proclaim in the ears of the people, saying, Whosoever is fearful and afraid, let him return and depart early from mount Gilead. And there returned of the people twenty and two thousand; and there remained ten thousand.

 4And the LORD said unto Gideon, The people are yet too many; bring them down unto the water, and I will try them for thee there: and it shall be, that of whom I say unto thee, This shall go with thee, the same shall go with thee; and of whomsoever I say unto thee, This shall not go with thee, the same shall not go.

 5So he brought down the people unto the water: and the LORD said unto Gideon, Every one that lappeth of the water with his tongue, as a dog lappeth, him shalt thou set by himself; likewise every one that boweth down upon his knees to drink.

 6And the number of them that lapped, putting their hand to their mouth, were three hundred men: but all the rest of the people bowed down upon their knees to drink water.

 7And the LORD said unto Gideon, By the three hundred men that lapped will I save you, and deliver the Midianites into thine hand: and let all the other people go every man unto his place.

 8So the people took victuals in their hand, and their trumpets: and he sent all the rest of Israel every man unto his tent, and retained those three hundred men: and the host of Midian was beneath him in the valley.

 9And it came to pass the same night, that the LORD said unto him, Arise, get thee down unto the host; for I have delivered it into thine hand.

 10But if thou fear to go down, go thou with Phurah thy servant down to the host:

 11And thou shalt hear what they say; and afterward shall thine hands be strengthened to go down unto the host. Then went he down with Phurah his servant unto the outside of the armed men that were in the host.

 12And the Midianites and the Amalekites and all the children of the east lay along in the valley like grasshoppers for multitude; and their camels were without number, as the sand by the sea side for multitude.

 13And when Gideon was come, behold, there was a man that told a dream unto his fellow, and said, Behold, I dreamed a dream, and, lo, a cake of barley bread tumbled into the host of Midian, and came unto a tent, and smote it that it fell, and overturned it, that the tent lay along.

 14And his fellow answered and said, This is nothing else save the sword of Gideon the son of Joash, a man of Israel: for into his hand hath God delivered Midian, and all the host.

 15And it was so, when Gideon heard the telling of the dream, and the interpretation thereof, that he worshipped, and returned into the host of Israel, and said, Arise; for the LORD hath delivered into your hand the host of Midian.

 16And he divided the three hundred men into three companies, and he put a trumpet in every man's hand, with empty pitchers, and lamps within the pitchers.

 17And he said unto them, Look on me, and do likewise: and, behold, when I come to the outside of the camp, it shall be that, as I do, so shall ye do.

 18When I blow with a trumpet, I and all that are with me, then blow ye the trumpets also on every side of all the camp, and say, The sword of the LORD, and of Gideon.

 19So Gideon, and the hundred men that were with him, came unto the outside of the camp in the beginning of the middle watch; and they had but newly set the watch: and they blew the trumpets, and brake the pitchers that were in their hands.

 20And the three companies blew the trumpets, and brake the pitchers, and held the lamps in their left hands, and the trumpets in their right hands to blow withal: and they cried, The sword of the LORD, and of Gideon.

 21And they stood every man in his place round about the camp; and all the host ran, and cried, and fled.

 22And the three hundred blew the trumpets, and the LORD set every man's sword against his fellow, even throughout all the host: and the host fled to Bethshittah in Zererath, and to the border of Abelmeholah, unto Tabbath.

 23And the men of Israel gathered themselves together out of Naphtali, and out of Asher, and out of all Manasseh, and pursued after the Midianites.

 24And Gideon sent messengers throughout all mount Ephraim, saying, come down against the Midianites, and take before them the waters unto Bethbarah and Jordan. Then all the men of Ephraim gathered themselves together, and took the waters unto Bethbarah and Jordan.
(King James Version)
 
The reason why God did this is given in judges 7:2
 
“The people who are with you are too many for Me to give the Midianites into their hands, lest Israel claim glory for itself against Me, saying, ‘My own hand has saved me.’ 3 NKJV
 
God wanted the Israelites to know that he would defeat their enemies by His own power and strength. This would be clarified when they go against the MIdianites who out numbered them greatly. They would know that there would be no way to defeat their enemy on their own. They would know for sure that God had defeated their enemy by Himself, using their earthen vesseled bodies. He would shine through them and defeat the Midiantes.
 
So Gideon it is recorded gave his remaining 300 warriors trumpets, empty pitchers, (representing the people) and lamps which would be contained with the pitchers. Thus when the pitchers were broken, the lights within shined so brightly that the enemy became terrified because they perceived that the host of Israel was far, far greater in number than themselves. The spiritual lesson here is that, just as the pitchers were broken and the light shone out, likewise when we receive the gospel, God can likewise shine through our imperfect human earthen bodily vessels with the gospel message to the world.
 
History books confirm the 0ngoing persecution of Christians from the first century to the present. Many a dictator has vowed to wipe out entirely any all traces of Christianity including the Bible itself. Yet to their discouragement, Christianity only grows and spreads. It is written, I do not know nthe source, "The blood of the martyrs is the seed of the church."
 
As foolish and insane as this sounds, this is how God works. He uses our persections and tragedies as Christians to further His Kingdom, adding daily fellow brothers and sisters into His family.
 
Acts 2:41 (New King James Version)
41 Then those who gladly[a] received his word were baptized; and that day about three thousand souls were added to them.
 
As we take up our crosses daily, being persecuted, ridiculed, beaten and dying for Him,
the life of Jesus is manifested in our broken earthen vessels.
 
In Rom. 12:1-2 Paul pleads, beseeches, entreats, exhorts us to present, to give our bodies whole heartedly to the service of the Lord. He implores us to commit ourselves to Him is such a manner that to the unregenerate eye we are a holy people, undefiled, sacrificing ourselves daily to do the will of God. This is our duty, a portion of what it is to take up our cross daily for Him.
 
1 I beseech you therefore, brethren, by the mercies of God, that you present your bodies a living sacrifice, holy, acceptable to God, which is your reasonable service. 2 And do not be conformed to this world, but be transformed by the renewing of your mind, that you may prove what is that good and acceptable and perfect will of God. (Rom. 12:1-2 NKJV)
 
In essense then what Paul is saying is that since Christ gave Himself for us, dying in our place for our sins, the least we can do is to live for Him. There should be no sacrifices too big to give to Him. As the hymnist Isaac Watts wrote: " Love so amazing, so divine, demands my heart, my life my all."
 
We are to yield our lives to Him, offering our service to Him, pure undefiled, holy.
16 that I might be a minister of Jesus Christ to the Gentiles, ministering the gospel of God, that the offering of the Gentiles might be acceptable, sanctified by the Holy Spirit.
 
We also should be daily offering to Him our praises in song and worship. Heb. 13:15
15 Therefore by Him let us continually offer the sacrifice of praise to God, that is, the fruit of our lips, giving thanks to His name. (NKJ)
And also our possessions. Heb. 13:16
16 But do not forget to do good and to share, for with such sacrifices God is well pleased. NKJV
 
Paul continues to implore us to turn away from the world's system of thought and deed. He writes:
 
2 And do not be conformed to this world, but be transformed by the renewing of your mind, that you may prove what is that good and acceptable and perfect will of God.
NKJV
 
Don't allow this world's ways to squeese and mold you into the same pattern as itself. A Christian should abandon all vices and ways that makes us slaves to it's evil ways.
 
This world's system is a system that has abandoned God, turned it's back on Him. It wants to live without Him to do it's own thing, thinking that if I ignore Him, then all things are permissable. What I think is right, is right for me, the world says. What you think is right for you, is right for you, it says.
 
How ridiculous is that ! It is tantamount to saying that murder is nokay for me, but maybe not okay for you. I recall seeing a film years ago about an athiest speaking these kinds before a crowd. A Christian stood up to challenge that way of thunking in a very dramatic way, that nearly scared this atheist right out of his pants. The Christian picked up a chasir and approached the atheist. he said in essense; " Well, in that case, if I say it is okay for me to break this chair over your head, because if as you say, whatever I think is right to do is okay, then it is  not wrong for me to break this chair over your head."
 
Satan is the god and prince of this world. It is he whom is influencing this world.
4 whose minds the god of this age has blinded, who do not believe, lest the light of the gospel of the glory of Christ, who is the image of God, should shine on them. NKJV
 
All unbelievers are under his authority whether they believe it or not. Just as he seduced Adam and Eve in the garden through the lust of the eyes, the lust of the flesh, and the pride of life,
 
For all that is in the world—the lust of the flesh, the lust of the eyes, and the pride of life—is not of the Father but is of the world. 1 John 2:16 NKJV
 
Satan is still using these same tactics to sway the world to do his bidding. Examine if you will the world's politcs, art, music, religions, amusements, thought patterns and life styles. Do they conform to the ways of God, or are they a way unto itself, ignoring the ways of God?
 
Did Christ die for you so that you can wilfully do your own thing, living as you please, living as the world lives? Should you continue in lusts of pride, flesh and whatever else your eyes see and desire?
 
The love of the world is enmity to God. Rom. 8:7 NKJ
7 Because the carnal mind is enmity against God; for it is not subject to the law of God, nor indeed can be.
 
AS James puts it in James 4:4  NKJ
..... Do you not know that friendship with the world is enmity with God? Whoever therefore wants to be a friend of the world makes himself an enemy of God.
 
John again reminds us; 1 John 2:15-17 NKJV
15 Do not love the world or the things in the world. If anyone loves the world, the love of the Father is not in him. 16 For all that is in the world—the lust of the flesh, the lust of the eyes, and the pride of life—is not of the Father but is of the world. 17 And the world is passing away, and the lust of it; but he who does the will of God abides forever.
 
Therefore as Paul pleads with us, turn away from the ways of the world and be transformed, run towards the ways of God. How? By the renewing of your mind. Rom. 12:2 NKJV We do this by thinking the way God thinks as we read the Bible. In so doing, by soaking our minds like a sponge on the Word of God, He will redirect our ways, He will guide us to do His perfect will, holy pleasing to Him. In this way, as we sacrifice our lives, surrendering our whole heart, mind, body and soul to Him, we take up our crosses daily. We yield our bodies to Him, we are separated from the world and given over to Him and our minds are transformed into His way of thinking and behaving. We give up daily ourselves to Him, carrying the cross of Jesus as a visual portrait of Christ living in us. And if the world hates us, it also hates Him, because they see Christ living in us when we are transformed daily, living our lives for Him.
 
Did Christ die for you so that you can wilfully do your own thing, living as you please, living as the world lives? Should you continue in lusts of pride, flesh and whatever else your eyes see and desire?

The love of the world is enmity to God. Rom. 8:7 As James aptly put it: “…Do you not know that friendship with the world is enmity with God? Whoever therefore wants to be a friend of the world makes himself an enemy of God. “ James 4:4 NKJV John again reminds us: “Do not love the world or the things in the world. If anyone loves the world, the love of the Father is not in Him. For all that is in the world-the lust of the flesh, the lust of the eyes, and the pride of life-is not of the Father but is of the world. And the world is passing away, and the lust of it; but he who does the will of God abides forever.“ 1 John 2:15-17 NKJV

Therefore as Paul pleads with us, turn away from the ways of the world, and be transformed, run towards the ways of God. How? By the renewing of your mind. (Rom. 12:2 NKJV)  We do this by thinking the way God thinks as we read our bibles. In so doing, by soaking our minds like a sponge on the Word of God, He will redirect our ways. He will guide us to do His perfect will, holy pleasing to Him. In this way we sacrifice our lives, surrendering our whole heart, mind, body and soul to Him, we take up our crosses daily. We yield our bodies to Him, we are separated from the world and given over to Him and our minds are transformed into His way of thinking and behaving. We give up daily ourselves to Him carry the cross of Jesus as a visual portrait of Christ living in us. And if the world hates us, it also hates Him, because they see Christ living in us when we are transformed daily, living our lives for Him.

Peter, one of the Lord’s closest friends, was known to have what we would call today; Foot in mouth disease, meaning that in his zeal and desire to do and say the right things, his mouth and actions went ahead of his thinking. He was rash, moving and, saying and doing, before considering first what he was about to say or do.

We see Peter’s “foot and mouth “ in action when after Jesus had just done many miracles, (Mark 8:32; Matt 16:22), Jesus asks His disciples whom do people say that I am? Peter immediately pipes up and says that “You are theMessiah.” (Mark 8:29 New Living T'ranslation; Matt 16:16; Luke 9:20) All fine and well.

But, Peter sticks his foot in his mouth quite deeply when He rebukes Jesus, after Jesus tells His disciples that, He must suffer and die, prophesying His own death on the cross. After all, Jesus was the Messiah. He was the one everyone thought was going to destroy the Roman oppression and set up His kingdom on earth. After all, if He was the miracle worker, surely, it would be a simple matter to overthrow the Romans and take over.

To Peter’s surprise, Jesus then looks first at His disciples then rebukes him saying: “Get behind me Satan!  For you are not mindful of the things of God, but the things of men.” (Mark 8:33 NKJV) Jesus, you must realize, was not calling Peter Satan. Rather He was telling Peter that you are talking like Satan.

 From the beginning of time, Satan has been trying to thwart the ways of God. As you may recall, Satan tried to make Jesus go against the will of God in the wilderness, just like he did to Adam and Eve in the beginning. Likewise, Peter also, unwittingly was suggesting to Jesus that He bypass the ways of God, that he bypass the cross. This is why Jesus said: ”…you are not mindful of the things (ways) of God, but the things of men”.  Man is likewise is against the things and ways of God.

Jesus is saying in essence: "If I do not go to the cross, my disciples, my people, my church cannot be saved.”

Jesus had set His mind from eternity past to go forward to the cross so that many lives may be saved and inherit the kingdom of God with Him. Nothing at all was going to stop Him from fulfilling that quest.

Next Jesus tells His disciples: ”whoever desires to come after me, let him deny himself, and take up his cross, and follow Me.” (Mark 8:34 NKJV). This is now the true context of the saying, “to take up my cross.” It is not because of any maladies that Jesus says this. He is showing His disciples that He must suffer and die to save man. If you want to come after and follow Him, you must resist and deny any desires to do your own thing. You must refuse to do anything that will side-track you from following Him to the cross. To follow Him, may mean possibly to put aside any personal ambitions, comforts, riches, possessions and to perhaps even lose your life as well for Christ. He calls us to a life of self-denial if we are to follow Him, to be His disciples. It is a call to surrender all to Him.

We as Christians are often tempted to save our lives, to compromise, so that we may enjoy our comforts, our luxuries. We want to store away and save up for the future, forgetting that in so doing we are forfeiting opportunities to pour our lives out for Him. We miss opportunities to save our neighbours from the punishment of sins, forever separated from God. We miss out the opportunity to live out our lives for His sake that He may be glorified. In order to save our lives, we have lost our lives.

Jesus goes on to say: “What will it profit a man if he gains the whole world, and loses his own soul? Or what will a man give in exchange for his own soul? “ Mark 8:36-37 NKJV God is able to destroy our souls it says in Matt. 10:28 Yet He will not.

Never-the-less, Jesus gives us a stern warning. You may spend your life gathering greedily for yourself riches and things of the world. Yet Jesus is telling us that God is able to take and destroy both your body and soul in an instant. Mark 8:36,37; Matt. 10:28 What good is all your gathering if you can lose it all in the blink of an eye? You cannot take anything at all to the grave, nor to hell beyond, should that be your eternal destination. Would it not be of more value  to take up your cross, doing His will, following behind in His footsteps daily, helping and using your God given gifts to bring more souls into His kingdom? Would it not be of more value using your wealth and resources, which belong to Him anyway, to feed, to clothe etc. the poor, the destitute, the forgotten, the crippled, the widower etc.? Should we not use our lives to the benefit of God and others rather than greedily collecting and hoarding wealth for ourselves?

As if to punctuate the idea of saving your life by losing it, Jesus takes Peter, James and John up a mountain where He was transfigured revealing partially His glory as He speaks with Elijah and Moses. Mark 9:1-7; Luke 9:27-35 This portrait of whom He really is, along with the appearance of Elijah and Moses, paints for the disciples the truth of His message, that if you take up your cross and follow Him, that if you lose your life for Him, you shall save it. Jesus pictures for them these truths. By following after Him, they would be rewarded with glory just as Elijah and Moses. The appearance of these two giants of the Old Testament, cemented for them the truth that eternal life with Him in glory was real, a certainty, a goal to set their minds on and to pursue to death. And, we to should likewise also run for the prize. 1 Cor. 9;24-27 Note, Paul here in verse 27 also paints a picture of submitting our bodies to follow after Him, taking up the cross daily using it to reach the goal of glory in eternity with Jesus Christ.

Another way to look at what it is to be a disciple of Christ, of one who takes up his cross and denies himself is to be a slave for Him. John McArthur, writes a book called, “ Slave, The Hidden Truth About Your Identity In Christ.” In this book, he well embellishes the idea of what it is to be a slave for Christ. To be a slave is to surrender all your rights to your master. It is to do whatever the master commands of you. In this book John quotes a Scottish author named Alexander McLaren, a contemporary of Charles Spurgeon.

Quote: “ The true position then, for a man is to be God’s slave.. Absolute submission, unconditional obedience, on the slaves part, and the part of the Master complete ownership, the right of life and death, the right of disposing of all goods and chattels,…the right of issuing commands without reason, the right to expect that those commandments shall be swiftly, unhestitantly, punctiliously, and completely performed-these things inhere in our relation to God. Blessed [is] the man who has learned that they do and has accepted them as his highest glory and the security of his most blessed life! For brethren, such submission, absolute and unconditional, the blending and absorption of my own will in His will, is the secret of all that makes manhood glorious and great and happy”…end quote

This is the true mark of what it is to be a Christian, a true disciple of Jesus, one who takes up his cross daily in full submission to Jesus, surrendering your entire self to Him, allowing Him complete authority over every aspect of your life.

Jesus gives us several hard sayings which on the face of it would seem contradictory to His other teachings. But when we dig down and look at the context of what He is teaching, they become transparent, and the meanings become clear. One such saying is found in Matthew 19: 23,24. He says: ”Assuredly I say to you, it is hard for a rich man to enter into the kingdom of heaven. And again I say to you, it is easier for a camel to go through the eye of a needle than for a rich man to enter into the kingdom of heaven.” NKJV

These two verses are in relation to the conversation Jesus had with a rich young ruler. Matt. 19:16-22 This guy had asked Jesus what he needed to do to have eternal life. This man’s theology seems to indicate that he was genuine in wanting to learn how to attain eternal life.  However, he was a Pharisee, and as a Pharisee, he sought God by works, and  by works alone. Jesus tried to draw him to a point where the rich young ruler would see that he was a sinner in need of a Saviour. This poor fellow would not acknowledge that at all. Jesus led him to make a choice between whom he would serve, God or money. Unfortunately he chose money. We know this is true, because we are told that he walked away grieved. He was grieved because he believed that in order to attain eternal life; he would have to give up all his wealth. This is not the case. One can still be rich, and yet still serve God. Jesus drew him to make a choice, whom will you serve? (Joshua 24:15) Are you willing to forsake all to follow Him? Sadly, this rich young ruler was unwilling to forsake all and to commit himself in total obedience to God.

That is why, Jesus said: ”Assuredly, I say unto you, it is hard for a rich man to enter the kingdom of heaven.“ (Matthew 19:23 NKJV) Most rich people cannot bring themselves to separate their allegiance from money to God. They would rather put their faith and trust in their wealth rather than in God. Jesus is saying in essence, “Will you do what you want to do? Will you let me run your life, or are you going to try and run your own life.” Unless you allow Jesus to be your Lord and master, there is no place for you in the kingdom of God.

It is not necessary to give up all your possessions to be a follower of Jesus, but it may become at some point necessary to forsake all, even to the point of death. Nothing at all should have pre-eminence over your life than the Lord. Sadly anyone who is not willing to turn away from possessions, selfishness, false religions and sins, will be able to turn to the Lord and to take up their cross and follow Him.

Another saying which Jesus used to show people that they must prioritize their lives if they want to follow Him, is found in Luke 14:26-27. It says; ”If anyone comes to Me, and does not hate his father and mother, wife and children, brothers and sisters, yes and his own life also, he cannot be My disciple. And whoever does not bear his cross and come after me cannot be My disciple.”

Should we actually hate our families to follow Jesus to be one of His disciples? Would that not violate the commandment to: “Honour your father and your mother”? Exodus 20:12 NKJV, or the edict to “…love your wives.”? Eph. 5:25 NKJV Are we to hate our own lives? Luke 14:26

No, this is not what Jesus is saying at all. He is telling us that without question, our allegiance and priorities are to be firstly to Him. All else is secondary. Self also stands behind Him. Matt. 16:24

Paul also reminds us to discipline and subject our bodies, so that as we run the race, seeking after the prize of eternal life with Him, we will then gain the prize, the crown which is imperishable. 1 Cor. 9:24-27

Jesus uses such harsh language to eliminate any half-hearted followers. He wants a full commitment from us. We are to make Him number one above anything else in our lives. That means that family, friends, material things, money or anything else are to be second in line after Him. To follow Him, to take up our cross, is to deny self, deny family, friends, material possessions and all else if we want to follow Him.

When we decide to build a home, we have plans made up which helps to be able to count the cost of the building the house. Likewise, if we want to take up our cross to follow Him, we are also to stop and count the cost. Jesus said in Luke 14: 28-30: “For which of you intending to build a tower, does not sit down first and count the cost, whether he has enough to finish it-lest after he has laid out the foundation, and is not able to finish, all who see it mock him saying, This man begins to build and was not able to finish.” NKJV

This sadly is an analogy of the Christian landscape in many countries around the world. There are so many professing Christians who have begun to follow Jesus. They have become nominal Christians who have a form of Christianity, never having fully committed themselves, to follow Him. They have never stopped to count the cost of what it truly is to become a Christian. These are some who have bought a “Christian fire life insurance,” to protect themselves, they think, from the wrath of God when judgment day comes. But they have never really made a full commitment to follow Him. They have not denied self, or pleasures and treasures of the world. The one who stops to count the cost is a true disciple who takes up his cross daily, following Jesus and obeying His Word.

In the Sermon on the Mount, Jesus gives us a similar idea of what it is to count the cost of following Him. Read Matt. 7:24-27. This is the parable of two men building a house. One, Jesus said is a wise man because he built his house upon a rock. For, when the storm winds blew hard, the house stood firm without falling. This He said is the wise man that not only hears His Words, but obeys them as well.

Then there is the foolish man who built his house upon the sand. When the storm winds blew hard, the house fell. This is a foolish man who hears the Words of God, but does not obey them. In this parable the man who listens and obeys the Words of God, is the one who enters into the kingdom of God. The foolish however does not. This we can surmise is true because it is in the context of the previous verses 21-22.

Perhaps one who does not take up his cross daily and follow after Him daily may not be destined for eternal punishment. I won’t be dogmatic about that. But can we be sure? The inference given in many other verses may suggest that the foolish man will not enter into eternal glory with Jesus. Will you take the chance?

Count the cost if you will of following or not following Him daily. Go ahead and throw the dice and see if you are a winner one way or the other, depending on how the dice land, and on which side of the fence you stand to follow or not. One way or another, the cost of not taking up your cross daily and following Him in complete surrender to His authority over your life, is not worth the cost. You may not lose your salvation, but you will lose rewards in heaven, if you do not take up your cross daily and follow Him.

Verses 21-23 of Matthew chapter 7 are strong enough for me to look seriously at not taking any chances. Jesus said plainly; “Not everyone who says to Me “ Lord, Lord, shall enter the kingdom of heaven, but he who does the will of My Father in heaven. Many will say to Me in that day, 'Lord, Lord, have we not prophesied in your name, cast out demons in your name, and done many wonders in  your name? And then I will declare to them, “ I never knew you, depart from me, you who practice lawlessness.” NKJV

The lesson here is quite plain and simple, those who do not obey and follow in true genuine righteousness, shall not enter eternity with Him in heaven. That’s a sobering wakeup call to not only cost the cost, but to whole-heartedly take up your cross in sincere submission, surrendering all to Him.

The hypocrites whose only motive is an outward appearance to follow Him, will one day be surprised when He says to them; “Depart from me.”

What will be your decision? Will you build your tower and not count the cost? Will you be the foolish one and build upon the sand? Will you wait until the storm comes and see if your house will stand? Will you be a “Hearer of the Word only” and not a doer also? (James 1:22-25)

The gospel of Jesus calls for a decision, to   follow or not, to take up your cross or not, to obey Him or not, to surrender in full submission to His authority or not.

In conclusion then, unless you are willing to surrender all including your life to Him, you cannot be His disciple. Unless you take up your cross and follow Him daily, you are worthy of him. Matt. 10:38; Luke 14:27 You must forsake all, deny self to the point of dying for Him.

To take up your cross is not bearing diseases. It is not bearing troubles in the family at home or with your car.

To take up your cross is a 100% submission, in obedience to His every Word given in scripture as He places them in your heart and mind through the Holy Spirit. It is to follow Him giving all of yourself, your possessions, your thoughts, your attitudes, your sins, your whole entire being to Him. This is not a one time event, but a daily occurrence, as Paul said in 1 Cor. 15;31 "I affirm by boasting in you which I have in Christ Jesus our Lord, I die daily." NKJV

To take up your cross and to follow him is a life time commitment . You are to give all to Him unconditionally, with no hesitation, holding absolutely nothing back from Him. It is a turning your back on the things and ways of the world, abandoning anything that blocks Him from being your number one priority in life. Do not look back once your hand is on the plow. Luke 9:62 Sign up now for the first day of the rest of your life and surrender all to Him.

The hymn written by Winfield S. Weeden 1847-1908 pictures well the attitude we should have when we Surrender All, as we take up or crosses daily to follow Him.

                                         I Surrender All

1.    All to Jesus I surrender, All to Him I freely give;

I will ever love and trust Him, in His presence daily live.

2.     All to Jesus I surrender, Humbly at His feet I bow;

Worldy pleasures all forsaken, Take me Jesus, take me now.

3.      All to Jesus I surrender, Make me Saviour, wholly Thine;

Let me feel the Holy Spirit-truly know that Thou art mine.

4.     All to Jesus I surrender, Lord I give myself to Thee;

Fill me with Thy love and power, Let Thy blessings fall on me.

Chorus : I surrender all, I surrender all,

                All to Thee, my blessed Saviour,

                I surrender all.

P.S. I was once asked while attending Bible College by the professor” What is the ultimate purpose in life? “ At the time I did not come up with an answer. But now I know. Man’s ultimate purpose in life is to take up his cross and follow Jesus and worship Him as Lord and Master, with all his heart, mind and soul.
 


Andre


New King James Version (NKJV) Copyright © 1982 by Thomas Nelson, Inc.

New Living Translation (NLT) Holy Bible. New Living Translation copyright© 1996, 2004, 2007 by Tyndale House Foundation. Used by permission of Tyndale House Publishers Inc., Carol Stream, Illinois 60188. All rights reserved.

Down Days

Though you may have down days as such even if you were praying, studying etc in His word, hut that is to a deterrence to still be walking in the Spirit and being joyful. In the kids club at church these last few weeks we have been looking at what it is to be joyful. It is not brought on by things of the world, but by staying connected with God and gazing upon Him and not the things of this world or even ourselves. Sure we have our insecurities and imperfections, but that is not what are to be focussing on. I think of Joni Ericson (forget the last name) who is a quadriplegic caused from a dicing accident. She could easily blame God and hate Him for her condition, but the joy that is in her heart because she does not focus on her infirmities, but on Him, is oustanding. We whom have far less infirmities have no less reason to be down on ourselves, but every reason to be joyful and walking around with a smile rather than a frown.
 
God Bless
And have a great week.
 
Andre

My Yoke is Easy (A Response to an Email)




The passage you are referring to is Matthew 11:28-30 "Come unto me, all ye that labour and are heavy laden, and I will give you rest. Take my yoke upon you, and learn of me; for I am meek and lowly in heart: and ye shall find rest unto your souls. For my yoke is easy, and my burden is light." (King James Version)

A yoke in the days of Jesus and earlier, as you likely know, is a wooden frame linking two oxen together, held there with a thong around the neck. (Numbers 19:2; Deut. 21:3) This picture is used to figuratively to describe subjugation. (1 Kings 12:4, 9-11; Isa. 9:4.) The removal of the yoke denotes deliverance. (Gen. 27:40; Jer. 2:20; Matt. 11:29,30) Consider that thought a few moments.

Sin holds us bondage. Jesus came to set the captives free.

Listen to the words of Jesus, Luke 4:18-19: "The Spirit of the Lord is upon me, because he hath anointed me to preach the gospel to the poor; he hath sent me to heal the brokenhearted, to preach deliverance to the captives, and recovering of sight to the blind, to set at liberty them that are bruised, To preach the acceptable year of the Lord." (King James Version)

Again. sin holds us in bondage. We are like the oxen held in the yoke. It is a heavy burden to carry the burden of the yoke. We carry this burden for many years often enough, because we are to stubborn to let Him carry the load. We try oh so hard by ourselves. But we are unable of ourselves to lift that yoke off of our necks.

There is that still voice calling and calling and calling. "Come unto me, all ye that labour and are heavy laden, and I will give you rest. Take my yoke upon you, and learn of me; for I am meek and lowly in heart: and ye shall find rest unto your souls. For my yoke is easy, and my burden is light." Matt. 11:28-30 (King James Version)


He wants to lift that yoke off of your neck. He wants to carry the heavy burden for you. And He will if you but listen to Him, follow His lead, obey His Words. It is not difficult, but we make it difficult upon ourselves when we listen to the other voice. The one whom pricks our minds with lies.

The words and lies of the devil are heavy and carry us down. But, "For this is the love of God, that we keep his commandments: and his commandments are not grievous." 1 John 5:3 (King James Version). His "ways are ways of pleasantness", and His "paths are peace". Prov. 3:17 (King James Version)

The Key to having the burden lifted is to listen to His voice, to "Come unto me" (Matt. 11:28 King James Version)

Come to Him and Learn His ways. His ways are easy, they are light. He offers you rest from your weary load. Christ offers to you freely, with no exception, with no hardship, with no conditions, REST AND COMFORT, if we but take and accept His Lordship over our lives. Come unto Him and take freely. Come as you are, heavy laden, dirty, thirsty. All that is holding you back at this very moment from being delivered once and for all of your heavy burden is you stubbornness to follow the ways of sin. Follow Him and Be SET Free. When there is obedience to Him, the yoke is easy. What makes it hard, is when there is no submission to Him.

To COME to Jesus is to believe by faith what He says Acts 16:31 It is to receive Him John 1:12. It is to eat of the bread that He offers John 6:35. It is to drink the cup that He offers. It is to Look upon Him, and be saved Isa. 45:22. It is to confess that He, Jesus is God 1 John 4:2. It is to Hear Him, who believes His Word and believes in Him who sent Christ who will have everlasting life and not pass into judgement, but from death to life. John 5:24 It is to enter the door and be saved and find the pasture. John 10:9. It is to open the door and hear His voice and dine with Him. Rev. 3:20 It is to touch the hem of His garment and be healed. Matt. 9:20,21. It is to accept His wonderful gift of eternal life John 3:16, Rom 6:23


Where is, or to whom is the object of this wonderful faith, But None Other Than Jesus Christ. He says COME TO ME. There is none other under heaven or earth by which you may be saved and healed and to have your heavy burden lifted.

In order to have this burden lifted, you must first admit that you are burdened with the weight of sin. Only those whom acknowledge that they are burdened with they weight of sin and lost can be saved and have the weight of sin lifted. Faith in Christ is preceded by repentance toward God.

He offers you a free gift. He offers you REST. This gift is unearned, undeserved. This gift comes from realizing and accepting the truth of the gospel message. Rest comes when we realize the debt He paid for our sins. And He does not demand a payment ever again.

Take His Yoke. Enter into submission to Him, to do His will. Turn over control of your life to Him. Rom. 12:1-2 implores us: "I beseech you therefore, brethren, by the mercies of God, that ye present your bodies a living sacrifice, holy, acceptable unto God, which is your reasonable service. And be not conformed to this world: but be ye transformed by the renewing of your mind, that ye may prove what is that good, and acceptable, and perfect, will of God." (King James Version)

Learn From Him. Acknowledge His Lordship in every area of you life. Read His Word, study it and obey it. In this, He trains us to follow after Him, to become more like Him.

Unlike the world today and the Pharisees of His day, their yoke, and the yoke of the world today is heavy, it is burdensome. He is gentle and lowly of heart. When we let Him lead us and humble ourselves before Him, we will ...

Find rest for our souls. Rest is found in obedience to Him, in letting Him take control of our lives, when we serve rather than being served.


When the Pharisees walked the earth, they laid a heavy burden on the people with their man made rules which were longer than the Mississippi River. They themselves would do nothing to lift or carry the burdens of the people. Matt. 11:30 Jesus on the other hand says: "For my yoke is easy, and my burden is light." (King James Version)

This does not mean that we shall never have trouble or heartache. But rather that when we do, He will be there tio help us carry the load. We are together yoked with the One who created us who gives sufficient grace for every need, for every burden. To serve Him is not bondage, but is perfect freedom.

J.H. Jowett said: "The fatal mistake for the believer is to seek to bear lifes load in a single collar. God never intended a man to carry his burden alone. Christ therefore deals only in yokes! A yoke is a neck harness for two, and the Lord Himself pleads to be the One of the two. He wants to share the labor of any galling task. The secret of peace and victory in the Christian life is found in putting off the taxing collar of "Self" and accepting the Masters relaxing "yoke"."


Andre

How to Find Joy

It is said that Christ turns everything on its head." Others have referred to this as the great reversal. Jesus said such things as "the last shall be first," (Matt. 20:16 King James Version) "He that findeth his life shall lose it: and he that loseth his life for my sake shall find it," (Matt. 10:39 King James Version) and "Blessed are the poor." (Matt. 5:3 King James Version).

We've all experienced this great reversal numerous times. The more we try to draw attention to ourselves, the more we humiliate ourselves. The more we try to cling to our rights, the less free we feel. The more we think something will bring  happiness, the less it satisfies.

That's why it shouldn't surprise us that to find joy we need to do such counterintuitive things as put Christ above our wants, give ourselves away to others, and pursue God with all our might instead of our own agenda.
Philippians is just about that. No book of the Bible gives a clearer picture of how we can find joy.
 
Read and study this book again for the first time and discover the joy that you have been missing.

Andre

We Are All Unique to Him

It's always so easy to look at others and wish we were them. Hollywood has helped to portray that desire for many years. Them and Sports heroes. But God has mad us all as individuals. We are all unique to Him in different ways. Like snow flakes, not one of us is exactly the same as another, though we may look on the outside the same. He has a special plan for each and everyone of us that is not the same plan as another. Once we can accept that fact and stop looking up to others, then we can begin to live and enjoy the life that God has planned for us.
 
Andre

Just a Passing Thought...

Just a passing thought.
 
More often than not, when we as Christians and also largely non believers, come to the end of our rope, when we can take no more, when we can se no end in sight, then we and they call upon God.
 
Scripture is full of the many whom tried to go it all on their own without God. He allowed them all to try it on their own, only to come to failure. Then when they finally gave up, they turned to God and He blessed them.
 
Isn't it interesting that professed atheists whom deny even the very existence of God, will on the death bed cry unto God!

Andre

"For when I am weak, then am I strong"


  9And he said unto me, My grace is sufficient for thee: for my strength is made perfect in weakness. Most gladly therefore will I rather glory in my infirmities, that the power of Christ may rest upon me.  10Therefore I take pleasure in infirmities, in reproaches, in necessities, in persecutions, in distresses for Christ's sake: for when I am weak, then am I strong. (2 Corinthians 12:9-10, King James Version)

Let Him Worry!

Staying focused sometimes on the present is sometimes hard. It seems silly for us to worry about what could have been rather to to consider what is. God is allowing now what is. Let Him worry about what might be.  As Jesus said, "So why do you worry about clothing?"  (Matthew 6:28. New King James Version).

This passage 6:25-34 is a reminder that we need not worry about what is not at the moment but what is and what He is doing. Let Him worry about your needs and your life. That is His job!!!!!!!!

Andre

"'Offer it Up': Opportunities to Grow in Holiness" Jeff Cavins

A burden has been lifted (a reply to an email from an online-group member)


Wow. I wish I could have been there. I have and can identify with all you have said. Everything from the hurts, the need to forgive, the need to identify etc. (...).
 
I really like your identifying with Frodo and Sam. I have read the series many many times, and watched the movie several times. Yes, I agree. Sam was the strong one, and in  my estimation the real hero of the story. It was as you say, Sam who could not carry Frodo's burden, but could carry Frodo. He was always there for his friend and would not give up. He represents in a way our Lord, who also never gives up on us. He carries us in His arms and helps us to "carry the load."  He is waiting for you to let go and let Him.
 
You definitely need to tear down the walls you have built around yourself that are keeping you at a distance from others to get close to you. I would guess that there are several who want to get close to you, to be your friend, but he brick wall you have built around yourself is keeping you distant from them.
 
I know what I am saying here as I have had the same situation. Once I realized that I had built this wall around me, I worked at taking it down. It was not easy, it was not fast. But I realized the need to do so. Otherwise you will always find yourself to be forever disintegrated from others, always distant, always discouraged, always feeling hurt.
 
Again, you need to forgive and to release those whom have hurt you in the past. If you do not you will never ever feel at ease. The ones whom hurt you are not suffering, but you do if you do not forgive and release the pain to God.
 
When one spends lots of time dwelling on problems, the problems never go away. Why, because we are human and think like a man. And because we are human we are more prone to err, that is we are prone to coming up with the wrong thoughts, because we are not thinking as God thinks, but as man thinks. And as we think, we are also being influenced by Satan and his fellow angels. It is a no win situation. Allow God to sort out your problems. You cannot do it on your own.
 
When Jesus said: "Cast all your burdens on Me" He meant it because as He said: "My burden is light." (Matt. 11:30. King James Version)

If you try to carry it on your own, it is way to heavy. But if you give it to Him, the weight is lifted off your shoulders. A yoke on the oxen is being pulled by usually one ox. He is pulling and carrying the whole weight himself. But, Jesus says, "give me the load. I will walk beside you, but you do not need to carry the load any longer. I will carry it for you." You only need to let Him walk and carry the load, while you walk beside Him as a true and trusted friend.
 
Your strength in all this is the strength and the power you receive when you LET HIM. And as you say: "Put on the whole armour of God." (Eph. 6:11. King James Version)

Our battle is not with flesh and blood, but against principalities, against the powers of darkness. Eph. 6

You on your own can never ever battle against Satan and his followers. But God can carry and defeat them that hassle you in the spirit. By getting up in the morning and starting your day off with quiet one on one time with God in prayer, scripture reading and meditation, you protect yourself from the wiles and darts of the evil one. Yes, that is what the armour of God is. Use it, use it use it use it, can I say it enough?  Use it. If you walk outside on a wintry day in bare feet, you are not protecting your feet from the cold. Our shoes, our protection is found in God's Word, in prayer, in meditation and quiet time with Him. Arm yourself daily first thing in the morning before you go out to work. If you need to get up an hour or so earlier to do so, then by all means do it.
 
A good practice you can do for yourself is to write on paper all those who have hurt you, all whom you feel like they have turned their backs on you, all your problems etc. Then pray to God to relieve you of all this and then burn the whole thing and pray for Him to remove these from your mind so as to not dwell on them any longer and release it all into His hands.
 
Amen. You shared what you needed to share and God gave you the power to release it and now a burden has been lifted. Praise God.
 
Have a great and Godly Week.
 
You are free from your burdens now, if you Let Him carry your past. You no longer need to look back, but to look forward to Him and the awesome plans He has for you.
 
God Bless
 
Andre

God has not forsaken us! (A reply to an email from an online-group member)


Though I am not personally familiar with these books, I am certainly familiar with Job. Yes, at times it does seem like God has forsaken us, though He tells that, " ...be content with such things as ye have: for he hath said, I will never leave thee, nor forsake thee." Heb. 13:5 (King James Version)

Life all rounds seems like it is out of control. And in reality to my way of thinking it is. The power of the prince of the air, Satan seems to be getting more and more in control of things, yet he does as much as God gives him leash. But we also know this, God is in control and he is letting man to see that his ways are not best when left to his own devices and ways. We, on a personal level have tried to go life on our own way, leaving God out of the picture and living life our own way against His laws. So, as with any action, there is always a consequence. We are suffering from our own actions.
 
However, as dire as that sounds, that is not the end of the story. God is in control, and He will have the last say and His way promises us eternal life with the groanings and moanings of the earth which are suffering the consequences of sin, to come to and end. The end of the book of Revelation describes earth made anew, with sin wiped out, Satan bound so he can no longer influence the world, and where every tear will be wiped away never to be shed ever again.
 
This is where faith comes in. Faith is hard, for certain. We always want something we can see, we can grasp a hold of. But with God, that is not what faith is. Faith is as Michael Card sings:
 
Galatians 3; Romans 3:22
 
"To hear with my heart
To see with my soul
To be guided by a hand I cannot hold
To trust in a way I cannot see
That's what faith must be."
 
We need to let Him, trust Him and wait beyond at times what seems beyond human measure. Unfortunately we live in a McDonald's fast paced, want now world. We want and expect God to deliver what we want right now. That is not the way He is. We cannot of course understand His ways and why He allows to wait and to suffer sometimes so much. Our ways and His ways are far apart. But if we look at what He says in scripture and look at His creation, and stop, look and listen to Him, then we begin to understand in small measure whom He is, why He makes us to wait on His timing.
 
You are fretting over lack of friends. Could it be you have those friends already and do not realize it. God places people in our lives to be there in His place often to be one to whom we listen to His word, to whom we receive comfort, to whom we have a shoulder to cry on, to whom will listen to our cries.
 
Friends do not happen overnight. It takes time to develop a friendship Look how long it took you to become His friend. He was always there for you waiting for you to come along, and in time you did. And as said recently, true friends are hard to find. Friends unfortunately do not measure up to what we would like them to be. Friends will lie and deceive us, whereas God never does. He is always faithful and true.
 
This world without God would never be a world. It cannot of itself become something. Something cannot develop out of nothing unless God speaks it into existence. Anything else, evolution etc. is nothing more than lies from Satan. He will use and has used the same arguments over the centuries to deceive us and to try to make us believe that God is dead. Today he is using the media and books to try and deceive us with the likes of The Da Vinci Codes and The Judas We Never Knew. These are not new lies. They are the same lies he has used since the beginning, but dressed in a different package. If he can make people to believe that the scriptures have even one lie, then everything else is the scriptures cannot be trusted as truth neither.
 
When Adam and Eve were in the Garden, he did not use outward lies to deceive them, he told them half truths, and planted doubt in their minds as to what God said by twisting the words of God around so that it sounded like God actually said something else. And this has always been his main tact to deceive people since the beginning.
 
So, if you are having doubts about God, and what he says, stop and consider where these ideas are coming from. They are not from your own mind, but thoughts planted there by Satan himself to deceive you, so that he can cause you to turn away from God and throw your life away.
 
But, if you truly were once saved, then nothing, nothing at all can ever take your salvation away.
 
"For I am persuaded, that neither death, nor life, nor angels, nor principalities, nor powers, nor things present, nor things to come,
Nor height, nor depth, nor any other creature, shall be able to separate us from the love of God, which is in Christ Jesus our Lord."
Rom. 8:38-39 (King James Version)
 
Though you may have doubts at times, and we all do, you can never, ever lose your salvation. Though you may turn your back on God, He will not turn His back on you. Though you may return to a life of sin, you may lose some rewards prepared for you, you will still never see hell.
 
Be assured my friend, God loves you with an immeasurable amount of love that we can never fathom. Though He may seem at times to have forsaken you, be sure He has not.
 
As the poem "Footprints in the Sand" tells us, it is at those times when we least thought that He was there, that He was lifting us up.

So, my friend and friends, and to me as well, for I also lately have felt discouraged, remember that no matter what, though you may be going through tough times, though you may be discouraged, though you may think that God is turning His back on you and you feel like throwing in the towel, He is always there for you and it is not He who casts doubts and fears and bad thoughts in your mind, but it is the enemy, the prince of the air who wills to destroy you. Face Him, who loves you so much that "... he gave his only begotten Son, that whosoever believeth in him should not perish, but have everlasting life." John 3:16 (King James Version)
 
"Lift up your heads; for your redemption draweth nigh." Luke 21:28 (King James Version)
 
Andre


Suffer for the Cause of Christ

Since time beginning people in power have always and will continue to power trip over those of whom they are in authority over.

It seems to give them satisfaction to belittle others. Jesus as we know was perfect and had no faults, and we know what was done to Him.

Jesus told us to turn the other cheek and so we must as hard as that is to understand and do at times. Last year at the construction site I wanted so badly to punch out my foreman. But I knew that was not the right thing to do. I put up with all kinds of verbal abuse. Still, I held my tongue and clenched my fists to my sides rather than striking him. In the end God will make all things rights, and He will make those who abuse us to pay. Remember Deut. 32:41 & Rom. 12:19 "Vengeance is mine; I will repay, saith the Lord." (Rom 12:19 King James Version)

Christ's people will always be the targets of abuse. People hate the fact that we follow a code of righteousness and not the ways of the world. So the fact that you are being targeted by others is a sign of your faith in Christ. Remember, too, when the disciples and Paul told how they were abused, imprisoned etc. because of their faith, and yet they counted it joy that they could suffer for the cause of Christ.

Scripture tells us that if we are true disciples of Jesus, we can expect persecution, especially in these last days. So hold your head up high, and count it all joy as well, "for your redemption draweth nigh." (Luke 21:28 King James Version)


Andre

 

 

Not Feeling Good Enough?

Your HICK-UP of not feeling good enough is just another lie from the father of lies himself, Satan. If he can cause you to feel unworthy of yourself in any manner, you will be less likely to seek after God's help and in time you may into despair and who knows what. If you are of no value to God, then Satan laughs in your face because then he has caused another of God's children to fall by the wayside. And if you are not following God, you are following Satan, even though perhaps unwittingly.

So when you find yourself thinking bad of yourself, remember to where these thoughts come from. Rebuke him, tell him to get lost and pray to God for that extra measure of strength and security. Be sure, God will then come to your side and lift you up.

 
 
 

Being Sick (Response to an Email)

Being sick certainly is no fun, but then again when we are too ill to be nothing but lazing about, it gives us opportunity to focus on things of God. This gentleman whom came to encourage you was a God send. It is good for you in that sense that you were indeed able to focus on things of God, which in turn turned your mind away from untoward thoughts. This is a good example of why I tell others often, that when temptation comes, grab up your Bible and read scripture, memorize scripture, pray to God and keep doing these things at least until the temptations go away, which they will while your mind is on the things of God.

Have a good and godly week, for what lasting value is a good week, if it was not a godly week.

God bless
 
 
 
 

Lonely

Recently a brother said that he was feeling lonely. In this world, if we lean and expect our needs to be met by family and friends, we will often be disappointed.

Because we are born into the world, and because we are born in the similitude of Adam, we to are also sinners. Therefore, we should not expect others to always be there for us to meet our needs, to be a shoulder to lean on when trials come our way, or when we are feeling lonely. People unfortunately let us down. We cannot rely on people 100 % of the time.

However, there is one whom we can rely on 100 % of the time. Jesus, who is God has given us in His Word promises that He is always present for us not matter what the time day or night, no matter where we are.

These following verses should, I hope encourage you and lift you up. And, should you get to feeling lonely, go back and read and study these verses and ask God to come closer to you. Ask Him to make His presence known to you. May these verses be of great comfort to you.

Read on and be blessed.

Andre

Heb 13:5 "for he hath said, I will never leave thee, nor forsake thee."

Isa 54:10 "For the mountains shall depart, and the hills be removed; but my kindness shall not depart from thee, neither shall the covenant of my peace be removed, saith the Lord that hath mercy on thee."

1 Jn 1:3 "That which we have seen and heard declare we unto you, that ye also may have fellowship with us: and truly our fellowship is with the Father, and with his Son Jesus Christ."

Pro 18:24 "A man that hath friends must shew himself friendly: and there is a friend that sticketh closer than a brother."

Rev 3:20 "Behold, I stand at the door, and knock: if any man hear my voice, and open the door, I will come in to him, and will sup with him, and he with me."

Jas 4:8 "Draw nigh to God, and he will draw nigh to you. Cleanse your hands, ye sinners; and purify your hearts, ye double minded."

Psa 16:8 "I have set the Lord always before me: because he is at my right hand, I shall not be moved."

Exo 33:14 "And he said, My presence shall go with thee, and I will give thee rest."

Jer 31:3 "The Lord hath appeared of old unto me, saying, Yea, I have loved thee with an everlasting love: therefore with lovingkindness have I drawn thee."

Psa 94:14 "For the Lord will not cast off his people, neither will he forsake his inheritance."

Isa 42:6 "I the Lord have called thee in righteousness, and will hold thine hand, and will keep thee (...)"

Psa 37:28 "For the Lord loveth judgment, and forsaketh not his saints; they are preserved for ever: but the seed of the wicked shall be cut off."

Joh 10:10 "I am come that they might have life, and that they might have it more abundantly."

Psa 27:10 "When my father and my mother forsake me, then the Lord will take me up."

Joh 14:18-21 "I will not leave you comfortless: I will come to you. Yet a little while, and the world seeth me no more; but ye see me: because I live, ye shall live also. At that day ye shall know that I am in my Father, and ye in me, and I in you. He that hath my commandments, and keepeth them, he it is that loveth me: and he that loveth me shall be loved of my Father, and I will love him, and will manifest myself to him."

(All Bible verses taken from the King James Version)

You are greatly loved by God. His promises are sure. He will not leave you nor forsake you. Heb. 13:5

Take rest and comfort in these promises my brothers.


André

 

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Psalm 22:4-5

Resources

Benedict J. Groeschel: Arise from Darkness: What to do When Life Doesn't Make Sense

Dr. Alice von Hildebrand and Fr. Benedict Groeschel: Suffering and what to do with it (DVD)

Ten Steps to Overcome Depression

St. Pauls: Depression - Coping Spiritually with the Challenges (CD)

Listen to this mp3-file from the Fathers of Mercy (www.fathersofmercy.com): Homily on Job: Enduring Suffering - Fr. Chuck Zmudzinski, C.P.M., February 8, 2009

Dr. Scott Hahn: Making Sense Out of Suffering (CD)

St. Pauls: Arise and Walk DVD - A Christian Grieving Guide

St: Pauls. Journey to Healing DVD - A Ministry for the Bereaved

St. Pauls: Through the Dark Valley DVD - Healing Steps for Managing Grief

The Power of Suffering on DVD

Dr. Regis Martin: Making Sense Out of Human Suffering (DVD)

Forgiving the Unforgivable (DVD)

Forgiven (Participant's Workbook). ISBN: 9781932589160.

Forgiven (Leader's Guide). ISBN: 9781932589177

Big Question (DVD about Forgiveness)

Homily on Job: Enduring Suffering - audio file of a homily by Fr. Chuck Zmudzinski, C.P.M., February 8, 2009 (Fathers of Mercy)

Audio: Fr. Tony Stephens from the Fathers of Mercy: Meaning of the Cross


Die Nachfolge Christi: Ein kernhafter Auszug aus De imitatione Christi (Taschenbuch)
von Thomas von Kempen (Autor)
Taschenbuch: 175 Seiten
Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 5., Aufl. (Oktober 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3257214871
ISBN-13: 978-3257214871


Video: Dr. Michael Brown debates Dr. Bart Ehrman on the problem of suffering

 

standingfirm

 

kathTube.com: Sinn des Leidens

 

YouTube.com: Kreuzweg

 

YouTube.com - Catholic Priest Preaches on Joy and Depression

kathTube.com - Gebet in schweren Zeiten

kathTube.com - Psalm 139

kathTube.com - Sorgen - Vertrauen

Gloria TV / Kirche in Not: Der Sinn des Leidens

 

YouTube.com: Persecution.com/Undergroundreality.com/ VoiceOfTheMartyrsUSA






Fr. Bill Casey

aish.com: inoculations



You Must Suffer by John Piper

 

Franciscan Brothers Minor

www.catholic.com

AirMaria.com: Sep 24 - Homily: Apostle of Suffering

AirMaria.com: Dec 26 - Homily: You Will Suffer, But Don't Worry

Apostleship of Prayer: Sin and Suffering

Michael Card - Why