Katholisch Leben!

The Jesus Brothers

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kathpedia.com: Katechumenat

Schon von Beginn der Kirche an bis in die heutige Zeit werden immer wieder Menschen aller Altersstufen vom Geist Gottes und durch das Leben und Glaubenszeugnis von Christen berührt, sodass in ihnen der Wunsch erwacht, mehr von Jesus Christus und vom Glauben erfahren zu wollen und auch in diese Kirche aufgenommen zu werden. Eine begleiteten Einführung und Ausbildung dafür bezeichnet man als Katechumenat.

 

Geschichte des Katechumenates


Bereits in den ersten Jahrhunderten des Christentums gibt es ein streng strukturiertes Katechumenat. Inhaltlich finden wir Belehrung über die Glaubensinhalte, Einübung in christliche Moral und Praxis im Gebet (Hippolyth "Apostolische Überlieferung", verfasst etwa 215-217; weiters: Katechesen des Heiligen Johannes Chrysostomus, "De catechizandis rudibus" des Heiligen Augustinus).

Bis zum Ende des 5.Jahrhunderts blieb diese Form der Glaubenseinführung in Gebrauch. Heute haben die Inhalte des Katechumenates ins "Rituale" neuen Eingang gefunden. Meist findet Katechumenat in Form von einigen Gesprächen mit dem Priester statt. Mancherortens wird dem Katechumenen (Taufbewerber) auch ein erfahrener Gläubiger zur Begleitung zur Seite gestellt, der ihn in die wichtigsten Glaubensinhalte und in eine Gebetspraxis einführt.

 

Gliederung des Katechumenates


Vorkatechumenat
Katechumenat
Zeit der Reinigung und Weiterbildung
Mystagogie und Empfang der Sakramente

Ziel des Katechumenates


Das Katechumenat versteht sich als Weg der Begleitung von (meist) Erwachsenen hin zum Empfang der Sakramente und der Eingliederung in die Kirche. Der Erwachsene empfängt dann in einer Feier (oft in der Osternacht) die Taufe, Kommunion und Firmung. Neu in die Kirche und Gemeinde aufgenommen, ist er nun aufgerufen, sich weiter in Glaubenswissen und Glaubenserfahrung zu vertiefen und am Leben der Pfarrgemeinde teilzunehmen.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Katechumenat)

 

kathpedia.com: Katechet

Katecheten und Katechetinnen, diejenigen Personen, die im kirchlichen Auftrag katholischen Religionsunterricht (Katechese) erteilen. Sie bedürfen dazu einer „missio canonica“, d. h. einer kirchliche Sendung.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Katechet)

 

kathpedia.com: Katechismus

Ein Katechismus ist eine systematische Zusammenfassung der Glaubens- und Sittenlehre, meistens in dialogischer Form von Frage und Antwort. Er dient im Christentum als Grundlage für die religiöse und sittliche Unterweisung.

 

Geschichte


Ursprünglich wurde mit Katechismus die ganze katechetische Unterweisung benannt (so noch im ClC 1917 can. 1331 f). Ansätze zu bestimmten Formbildungen und knappen Zusammenfassungen der Heilslehre für die Glaubensverkündigung finden wir schon in der Heiligen Schrift (Apg 2, 14-40: 3.11-26: 10.34-43: Anklänge an das Apostolische Glaubensbekenntnis). Die Evangelien kann man im Ganzen einen christlichen Katechismus nennen.

Die ersten katechetischen Urformeln waren das Vater unser und das Apostolische Glaubensbekenntnis. Später kamen andere hinzu, wie die Zehn Gebote, die Aufzählung der Sakramente, Tugend- und Sündenreihen. Eltern und Paten waren verantwortlich dafür, dass die Kinder sie erlernten. Einen Katechismus, als Hilfsbuch der Katechesen, als Zusammenfassung der ganzen Offenbarung, hat erst die Neuzeit geschaffen, zunächst für den Katecheten, so den Catechismus Romanus, dann auch für die Kinder. Die Sprache jedes Katechismus muss an der Heiligen Schrift und am kirchlichen Lehramt ausgerichtet sein.

In der Geschichte des Katechismus sehen wir zwei Bestrebungen am Werk:

- dem Katechismus eine möglichst große Beständigkeit, Autorität und Einheitlichkeit zu geben,
- ihn aber auch besser an Ort und Zeit sowie die kindliche Fassungskraft anzupassen.


Soll der Katechismus mehr die Glaubens- u. Sittenlehre knapp und klar bieten oder mehr auf die Glaubensverkündigung ausgerichtet sein? Die Entwicklung ging dahin, dass wir einen katholischen Welt-Einheits-Katechismus als ein Vorlagenbuch bekamen, das stets neu für die Verkündigung ausgebaut wird. Ein Schritt dahin war schon der Catechismus Catholicus des Kardinals Pietro Gasparri (Rom 1927).

 

Liste von katholischen Katechismen


Römischer Katechismus (Catechismus Romanus – Konzil von Trient) 1566
Kompendium der christlichen Lehre (Pius X. für die Diözesen der Provinz Rom) 1905
Katholischer Katechismus (Kardinal Gasparri) 1927
Kleiner Katechismus der katholischen Religion (Wilhelm Pichler) 1932
Katechismus der Katholischen Kirche (abgekürzt: KKK) auch Weltkatechismus 1992
Kompendium des Katechismus (abgekürzt: KKK-K) 2005

Es gibt auch protestantische Katechismen, etwa den Katechismus von Martin Luther, den Heidelberger Katechismus und den nationaldeutschen Evangelischen Erwachsenen Katechismus.

Der frz. Philosoph Jean Guitton verfasste auf Anregung von Papst Paul VI. 1978 einen neuen Kinderkatechismus, Mon petit catechisme.

 

Katechismusentwicklung in Deutschland


In Deutschland waren Jahrhunderte lang die verschiedenen Katechismen des heiligen Petrus Canisius im Gebrauch, auf die auch der 1925 eingeführte Einheitskatechismus zurückging. Katechismen für den Schulgebrauch der Kinder waren von einzelnen Bischöfen herausgegeben. Eine eigene Kommission (Deutscher Katechetenverein) hat im Auftrage der deutschen Bischöfe den Katechismus vollständig neu gestaltet. In dieser Form wurde er 1955 als „Katholischer Katechismus der Bistümer Deutschlands“ eingeführt (Herder Verlag Freiburg im Breisgau 1955).

Im Jahr 1975 ließen die Deutschen Bischöfe ein Religionsbuch für den Schulgebrauch zu, das heute weithin als Abirrung gilt, mit dem Namen „Zielfelder“. (Das Inhaltsverzeichnis gab das Wort „Problemskizzen“ an. Die erstbebilderte Seite zeigt eine Buddha-Figur, ein Buddhist in einer Badehose am Ganges, ein Priester, der die Heilige Messe in einem Saal am Tisch feiert und eine heidnische Fratzen-Statue).

Erst 1985 gab die Deutsche Bischofskonferenz dann einen Katechismus mit dem Titel „Katholischer Erwachsenenkatechismus. Das Glaubensbekenntnis der Kirche“ (in verschiedenen Verlagen) heraus, (z.B. Butzon & Bercker, Kevelaer ISBN 3-7666-9388-3). Im Jahr 1995 folgte der 2. Band, "Leben aus dem Glauben" (ISBN 3-451-23762-8).

 

Katechismusentwicklung in der Schweiz


In der Nachkonziliaren Krise wurde 1969 vom österreichischen Professor Albert Drexel der im schweizerischen Egg lebte, ein Erwachsenen-Katechsimus unter dem Titel Katholisches Glaubensbuch (2. Auflage; "Unser Katholischer Glaube" 1. Auflage) verfasst.

 

Weitere Katechismen


Martin Ramm FSSP Kleiner Katechismus des katholischen Glaubens. (DIN A 6, Mit kirchlicher Druckerlaubnis)

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Katechismus)

 

Glaubensorientierung

Sie will zur Verfügung stehen

-  als Ort der Begegnung für Suchende, Fragende, Glaubende
-  für Gespräche über Glaubensfragen
-  für Informationen zu Glaube und Kirche
-  als Ort der Stille und der Meditation inmitten der City

München:

Glaubensorientierung in St. Michael
Maxburgstrasse 1
(Parallel zur Fußgängerzone, Pforte St. Michael)
80333 München
Deutschland
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Fax +49/ 89 / 23 17 06-40
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»Ich habe Fragen zu Glaube und Kirche…«
In offenen Gesprächen lässt sich vieles klären. Die Begegnung mit Menschen, die sich Ihren Fragen stellen, bringt neue Aspekte, kann neuen Mut und Hoffnung geben.

»Christ werden - mein Weg?…«
Nicht wenige Menschen sind bei ihrer Suche nach dem Sinn des Lebens auf den christlichen Glauben aufmerksam geworden. Dies kann den Wunsch wecken, in der katholischen Kirche die Taufe zu empfangen. Zum Gespräch über den Weg zur Taufe stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

»Ich suche spirituelle Orientierung….«
Menschen unserer Zeit suchen nach Orten und Formen einer zeitgemäßen Spiritualität. Vielleicht möchten auch Sie neue Zugänge zur Tiefe und zur Vielfalt christlicher Spiritualität finden. Wir beraten und unterstützen Sie in Ihrem Anliegen.
»Ich bin aus der Kirche ausgetreten, suche jedoch erneut Kontakt ...«
Wir reflektieren zusammen mit Ihnen den Schritt Ihres Kirchenaustritts. Bei uns können Sie wieder in die Kirche eintreten (Wiedereintritt).

»Ich habe schon überlegt, aus der Kirche auszutreten…«
Auch in dieser Situation sind Sie zu einem Gespräch herzlich willkommen.


Wir laden ein ...

Glaubensorientierung
im persönlichen Gespräch. Für Menschen, die Fragen haben zu Glaube und Kirche. Für Menschen, die spirituelle Orientierung suchen.

Christ werden – mein Weg?
Kurse für Frauen und Männer, die diesen Weg gehen und sich auf Taufe, Firmung und Eucharistie vorbereiten wollen (Katechumenat). Gäste, Partner und Partnerinnen, Freunde und Freundinnen sind ebenfalls herzlich willkommen. Kursbeginn auf Anfrage. Zu den Kursangeboten bieten wir auch Einzelbegleitungen an.

Glaubenskurse
Für Getaufte, die ihren Glauben vertiefen wollen, die in die Katholische Kirche aufgenommen werden wollen (Konversion oder Wiedereintritt), oder die nach längerer Distanzierung von der Kirche einen neuen Zugang suchen.
Dauer: 10 Abende in der Gruppe / Beginn jeweils Januar, Mai, Oktober

Spiritualität
Hinführungskurse zu Gebet, Kontemplation und christlicher Meditation. Informationen auf Anfrage.

Erwachsenenfirmung
Vorbereitung auf die Erwachsenenfirmung
Dauer: 6 Abende in der Firmgruppe


Weitere Informationen erhalten Sie im persönlichen Gespräch bei der Anmeldung

 

Cursillo

Miteinander den Glauben erfahren – der Cursillo als Möglichkeit der Glaubensvertiefung

Aus eigener guter Erfahrung möchte ich einen Glaubenskurs weiterempfehlen, der sich an alle am katholischen Glauben interessierten Menschen richtet.

Cursillo heißt nichts anderes als „kleiner Kurs“. Es geht dabei um einen 3-tägigen Glaubenskurs, dessen Name zwar aus Spanien kommt – wie der Kurs selbst – der aber schon seit vielen Jahren in allen deutschsprachigen Diözesen und in der ganzen Welt gehalten wird.

In den 3 Tagen des Cursillo, jeweils von Donnerstag abends bis Sonntag abends, bekommen die Teilnehmer einmal eine Gesamtschau, was überhaupt das Wesentliche unseres Glaubens ausmacht. Der Cursillo will uns die Bedeutung der Taufe bewusst machen, zu erlebbarer kirchlicher Gemeinschaft führen und zur Weitergabe des Glaubens motivieren. Deshalb genügt es, einmal im Leben einen Cursillo mitzumachen. Jeder, der Interesse am Christsein hat, kann am Cursillo teilnehmen. Obwohl das katholische Verständnis der Sakramente vermittelt wird, nehmen auch immer wieder evangelische Christen mit großem Gewinn am Cursillo teil. Besonders hilfreich ist der Cursillo auch für Menschen, die Gott suchen, aber bisher nur wenig Beziehung zur Kirche haben.

Der Kurs wird von einem ehrenamtlichen Team aus Laien und einem Priester gehalten. Impulse der Mitarbeiter/innen, die Glaubensinformationen und persönliche Glaubenserfahrungen vermitteln, werden in kleinen Tischgruppen in Gesprächen unter den Teilnehmern vertieft.

Viele Teilnehmer berichten nach dem Kurs, dass sie fanden, was sie seit Jahren gesucht haben: Lebenssinn, tragfähige Beziehungen, aber auch einfach eine Bestärkung in ihrem christlichen Glauben und mehr Freude. Oft fühlen sich die Teilnehmer nach dem Cursillo sicherer, über ihren Glauben zu sprechen und finden neue Möglichkeiten, ihren Glauben an ihrem Platz im Alltag und in der Pfarrgemeinde zu leben.

Ich selbst habe viele wertvolle Impulse für die Gestaltung meines eigenen Glaubenslebens bekommen: Angefangen von neuen Ideen für das persönliche Gebet bis hin zu neuen Kontakten zu Menschen, die ihren Glauben bewusst leben. Inzwischen bin ich als Mitarbeiterin beim Cursillo im Erzbistum Köln tätig. Nähere Informationen gibt es unter www.cursillo.de

Claudia D.

Prüfung des Gewissens und der katholischen Lehre:

Die Zehn Gebote:
Ich bin der Herr, dein Gott.
1. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.
3. Du sollst den Tag des Herrn heiligen.
4. Du sollst Vater und Mutter ehren.
5. Du sollst nicht töten.
6. Du sollst nicht ehebrechen.
7. Du sollst nicht stehlen.
8. Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.
9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.
10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut.

Die zwei größten Gebote:
1. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
2. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Die Weisungen der Kirche:
1. Am Sonntag und an den anderen gebotenen Feiertagen an der Heiligen Messe teilnehmen und keine Arbeiten oder Tätigkeiten verrichten, welche die Heiligung dieser Tage gefährden
2. Wenigstens einmal im Jahr die eigenen Sünden beichten
3. Wenigstens zu Ostern das Sakrament der Eucharistie empfangen
4. Die Fast- und Abstinenztage einhalten
5. Im Rahmen der eigenen Möglichkeiten der Kirche in ihren materiellen Erfordernissen beistehen


Gott:
Es gibt einen Gott in drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Jesus Christus:
Jesus ist eine Person: eine göttliche Person. Er hat zwei Eigenschaften: eine göttliche und eine menschliche.

Die wesentlichen Ereignisse im Leben Christi:
Empfängnis im Leib der Heiligen Jungfrau Maria, Geburt in Bethlehem, Vorstellung im Tempel, Taufe im Fluss Jordan durch den Heiligen Johannes den Täufer, Versuchungen in der Wüste zu Beginn Seines öffentlichen Lebens, Bergpredigt, Verklärung, Letztes Abendmahl, Tragen des Kreuzes zum Kalvarienberg, Tod am Kreuz, Auferstehung und Auffahrt in den Himmel.

Titel der Heiligen Jungfrau Maria:
Die neue Eva, Muttergottes, Mutter der Kirche, Unsere Liebe Frau, Allerheiligste Jungfrau, Königin, Fürsprecherin, Voll der Gnade, Helferin, Mittlerin.

Die vier Kennzeichen der Kirche:
Eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

Die sieben Sakramente:
Taufe, Beichte, Heilige Eucharistie, Firmung, Ehe, Weihe und Krankensalbung.

Was ist ein Sakrament?
Ein Sakrament (lateinisch; deutsch: Geheimnis) ist ein von Christus für seine Kirche und für immer eingesetztes, mit den Sinnen erfahrbares, besonderes und wirksames Zeichen einer unsichtbaren Gnadenwirkung.

Die göttlichen Tugenden:
Glaube, Liebe, Hoffnung.

Die Kardinaltugenden:
Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Mäßigung.

Die Gaben des Heiligen Geistes:
Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht.

Die Früchte des Heiligen Geistes:
„Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Langmut, Sanftmut, Treue, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit, Keuschheit" (Gal 5,22-23 Vg.).

Die Seligpreisungen:
Selig, die arm sind im Geiste; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig, die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.
Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. (Mt 5,3-12)

Die leiblichen Werke der Barmherzigkeit:
Die Hungrigen speisen, den Dürstenden zu trinken geben, die Nackten bekleiden, die Fremden aufnehmen, die Kranken besuchen, die Gefangenen besuchen, die Toten begraben.

Die geistigen Werke der Barmherzigkeit:
Die Unwissenden lehren, den Zweifelnden recht raten, die Betrübten trösten, die Sünder zurechtweisen, die Lästigen geduldig ertragen, denen, die uns beleidigen, gerne verzeihen, für die Lebenden und die Toten beten.

Die drei herausragenden guten Werke:
Beten, Fasten und Almosengeben.

Die evangelischen Räte:
Keuschheit, Armut und Gehorsam.

Die sieben Todsünden und die ihnen gegenüberstehenden Tugenden:
1. Hochmut (Eitelkeit, Übermut) – Demut.
2. Geiz (Habgier) – Großzügigkeit.
3. Wollust (Ausschweifung, Genusssucht, Begehren) – Keuschheit.
4. Zorn (Wut, Rachsucht) – Sanftmut.
5. Völlerei (Gefräßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht) – Mäßigung.
6. Neid (Eifersucht, Missgunst) – Brüderliche Liebe.
7. Faulheit (Feigheit, Ignoranz, Trägheit des Herzens) – Fleiß.

Sünden gegen den Heiligen Geist:
1. Vermessene Hoffnung auf das Heil ohne Verdienste.
2. Verzweiflung am Heil.
3. Zurückweisung der erkannten Wahrheit.
4. Neid auf die Gnadengabe eines anderen.
5. Verstockung in den Sünden.
6. Unbußfertigkeit bis zum Tod.

Sünden, die zum Himmel nach Rache schreien:
1. Absichtlicher Mord.
2. Analverkehr.
3. Unterdrückung der Armen.
4. Arbeitende um ihren Lohn betrügen.


Neun Arten, wie man zum Gehilfen für die Sünden eines Anderen wird:
1. Durch Rat.
2. Durch Anordnung.
3. Durch Zustimmung.
4. Durch Provokation.
5. Durch Lob oder Schmeicheln.
6. Durch Verbergen.
7. Durch Teilnahme.
8. Durch Schweigen.
9. Durch Verteidigung der sündigen Handlung.

Die vier letzten Dinge:
Tod, Gericht, Himmel oder Hölle.

Gebet vor der Beichte:
Komm, Heiliger Geist, erleuchte meinen Geist, damit ich meine Sünden klar erkenne. Bewege mein Herz, damit ich sie aufrichtig bereue, ehrlich beichte und fest dazu entschlossen bin, mein Leben wieder in Ordnung zu bringen. Geist der Weisheit, gewähre mir, die Bösartigkeit der Sünde zu sehen und ebenso meine Undankbarkeit Dir gegenüber, dem all-liebenden Gott. Geist der Tapferkeit und Stärke, hilf mir, jedes notwendige Opfer zu bringen, um in Zukunft die Sünde zu vermeiden.
Amen.

Gewissenserforschung:
Habe ich Gottes Existenz bezweifelt oder sie geleugnet?
Habe ich mich geweigert, an Gottes Offenbarung zu glauben?
Habe ich an Horoskope, Wahrsagerei, Träume, Glückszauber oder Reinkarnation geglaubt?
Habe ich geleugnet, Katholik zu sein?
Habe ich den katholischen Glauben aufgegeben?
War ich verzweifelt oder habe ich nicht an Gottes Mitleid geglaubt?
Habe ich das Gebet über einen längeren Zeitraum hinweg vernachlässigt?
Habe ich nicht täglich gebetet?
Habe ich Gott gelästert oder Gottes Name missbraucht? Habe ich geflucht oder einen Eid oder Schwur gebrochen?
Habe ich durch meine eigene Schuld die Sonntagsmesse verpasst oder an einem Feiertag, an dem der Messbesuch verpflichtend ist?
Bin ich immer ehrfürchtig in Gegenwart des Allerheiligsten Sakramentes?
War ich unaufmerksam während der Messe?
Bin ich zu spät zur Messe gekommen?
Habe ich die Messe zu früh verlassen?
Habe ich am Sonntag unnötige Arbeit verrichtet?
Habe ich meinen Eltern oder meinen legitimen Vorgesetzten nicht gehorcht oder habe ich sie nicht respektiert?
Habe ich meine Pflichten meinem Gatten, meiner Gattin, meinen Kindern oder Eltern gegenüber vernachlässigt?
Habe ich nicht aktiv Interesse an der religiösen Erziehung und Bildung meiner Kinder gezeigt?
Habe ich mich selbst nicht weitergebildet, was die Lehren der Kirche betrifft?
Habe ich in der Arbeit auch jeden Tag vollständig das geleistet, wofür ich bezahlt wurde?
Habe ich Menschen – besonders junge – schockiert durch das, was ich gesagt oder getan habe?
War ich die Ursache dafür, dass irgendjemand den katholischen Glauben aufgegeben hat?
Habe ich meinen Angestellten einen fairen Lohn gezahlt?
War ich ungeduldig, wütend, neidisch, unfreundlich, stolz, eifersüchtig, rachsüchtig oder voll Hass gegenüber anderen oder war ich faul?
Habe ich ein schlechtes Beispiel abgegeben, Drogen genommen, exzessiv Alkohol getrunken oder mich gestritten?
Habe ich jemanden körperlich verletzt oder getötet?
Habe ich jemanden dazu gebracht, abzutreiben oder dazu geraten?
Habe ich an dem großen Übel, das unter dem Namen „Töten aus Mitleid“ oder Euthanasie bekannt ist, teilgenommen oder dies gebilligt?
Habe ich versucht, mich selbst zu töten?
Bin ich absichtlich unreinen Gedanken oder Sehnsüchten nachgegangen?
Habe ich mich nicht bescheiden und anständig gekleidet?
Habe ich unreine oder anzügliche Worte verwendet?
Habe ich unreine Geschichten erzählt oder ihnen zugehört?
Habe ich absichtlich unreine Fernsehsendungen, Sachen im Internet, in Spielen, Bildern oder Filmen angeschaut?
Habe ich absichtlich unreines Material gelesen?
Habe ich selbst unreine Handlungen vollzogen (Masturbation) oder dies mit jemand anderes getan (Ehebruch, Unzucht oder gleichgeschlechtlichen Verkehr)?
Habe ich außerhalb der Kirche geheiratet oder dies jemand anderem geraten?
Habe ich meine ehelichen Rechte missbraucht?
War ich meinen Ehegelübden gegenüber untreu?
Hatte ich Gesellschaft mit dem Ehepartner eines anderen?
Habe ich künstliche Empfängnisverhütung praktiziert oder wurde ich oder mein Gatte/meine Gattin dauerhaft sterilisiert?
Habe ich gestohlen, betrogen oder anderen geholfen zu stehlen oder gestohlene Waren zu behalten?
Habe ich Wiedergutmachung für gestohlene Waren geleistet?
Habe ich meine Verträge erfüllt, mich bestechen lassen oder dies selbst getan, meine Rechnungen bezahlt, unbedacht gespielt oder spekuliert oder meine Familie der Notwendigkeiten des Lebens beraubt?
Habe ich absichtlich gelogen, um andere zu täuschen oder zu verletzen?
Habe ich einen Meineid geleistet?
Habe ich mit einem gut informierten Gewissen gewählt und in einer Art und Weise, die mit den Lehren der Kirche übereinstimmt, besonders bezüglich der Unantastbarkeit des Lebens und allgemein Angelegenheit hinsichtlich des menschlichen Lebens?
War ich nicht wohltätig in Wort und Tat?
Habe ich Geschwätz verbreitet oder die Fehler und Sünden von anderen offenbart?
Habe ich Geheimnisse, die ich für mich behalten sollte, ausgeplaudert?
Habe ich an den Freitagen während der Fastenzeit oder am Aschermittwoch Fleisch gegessen?
Habe ich wie vorgeschrieben am Aschermittwoch und am Karfreitag gefastet?
Habe ich während der Osterzeit keine Kommunion empfangen?
Habe ich meine Sünden nicht wenigstens einmal pro Jahr gebeichtet?
Habe ich die Kommunion im Zustand der Todsünde empfangen?
Bin ich zur Kommunion gegangen, ohne nicht wenigstens eine Stunde vorher nicht gegessen und getrunken zu haben (Wasser und Medizin sind erlaubt)?
Habe ich eine schlechte Beichte abgelegt?
Habe ich bewusst nicht alle Sünden während einer meiner Beichten gestanden?
Habe ich die Kirche nicht unterstützt?

Wie beichtet man?
1. Der Beichtende bekreuzigt sich und spricht: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
2. Der Priester sagt in etwa folgendes: „Gott, der unser Herz erleuchtet, schenke dir wahre Erkenntnis deiner Sünden und seiner Barmherzigkeit“.
3. Der Beichtende antwortet mit „Amen“.
4. Es folgt das ehrliche und persönliche Bekenntnis des Beichtenden, das mit einem Reuegebet wie diesem abgeschlossen wird: „Ich bereue, dass ich Böses getan und Gutes unterlassen habe. Erbarme dich meiner, o Herr“. Der Beichtende wird nun mögliche Fragen beantworten, die der Priester an ihn stellt.
5. Der Priester wird dir Ratschläge mitgeben und eine Buße auferlegen.
6. Schließlich erteilt der Priester dem Beichtenden die Lossprechung (Absolution), sofern folgende Voraussetzungen auf der Seite des Beichtenden vorliegen: Reue über die begangenen Sünden, ehrliches Aussprechen der Schuld im Bekenntnis und der Vorsatz, schuldhaftes Verhalten zu ändern und Schaden wieder gutzumachen.
7. Die Lossprechung erfolgt mit folgenden Worten: „Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
8. Der Beichtende antwortet mit „Amen“.
9. Es folgt nun der Dank und die Entlassung.
10. Nach der Beichte kann der Beichtende etwa wie folgt beten: „Allmächtiger und gnädiger Gott, dessen Mitleid grenzenlos und immerwährend und dessen Güte unendlich ist, ich danke Dir, weil Du so großzügig all meine Sünden vergeben und Deine himmlische Gunst wieder hergestellt hast. Ich bin voll Ehrfurcht vor Deinem göttlichen Mitleid und der unfassbaren Liebe Deines Sohnes, die Ihn dazu gebracht hat, ein so mächtiges Heilmittel für Sünden einzurichten. In Verbindung mit all der Dankbarkeit, die jemals zu Dir von aufrichtig bereuenden Herzen aufgestiegen ist lobpreise ich Deine Güte und Dein Mitleid im Namen aller im Himmel, auf der Erde und im Fegfeuer – für alle Zeit. Amen.

(Quellen: www.fathersofmercy.com, www.kathpedia.com, www.bistum-eichstaett.de, www.vatican.vawww.de.wikipedia.org)

Interview mit Weihbischof Andreas Laun aus Salzburg:

Sehr geehrter Herr Bischof,

herzlichen Dank, dass Sie einem schriftlichen Interview zugestimmt haben. Hier einige Fragen, um deren Beantwortung ich Sie bitte:

Frage: Die Katholische Kirche und mit ihr die gesamte Christenheit ist augenblicklich in einem Zustand wachsender spiritueller Verwirrung. Viele wenden sich ab, andere suchen um Klarheit – um Hirten, die ihre Verantwortung wahrnehmen und nicht der politischen Korrektheit verfallen. Was raten Sie Christinnen und Christen in dieser Zeit?

Bischof Laun: Ich möchte den Menschen sagen: Unser Glaube gilt Jesus Christus und gründet auf Seinen Aposteln, nicht auf anderen Menschen. Konkret: Orientiert euch am Katechismus und damit an der Lehre der Kirche.

F: Gerade auf dem Gebiet der Familie und Sexualität ist momentan alles aus den Fugen. Amoris Laetitia hat hier leider nicht zur Klarheit und Orientierung beigetragen. Menschen, die noch an der traditionellen biblischen Lehre festhalten, werden bestenfalls belächelt. Welche Probleme sehen Sie hier am dringendsten an und welche Lösungsvorschläge bieten Sie den Gläubigen?

B: Orientiert Euch an dem hl. Papst Johannes Paul II. Er hat mit größter Klarheit gelehrt: Familiaris consortio.

F: Gerade gläubige Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen haben es hier sehr schwer. Wenn sie diese – aus welchen Gründen auch immer – nicht ausleben möchten, sondern einen anderen Weg gehen wollen, werden ihnen von der Gesellschaft Steine in den Weg gelegt. Auch in der Kirche finden sie in der Regel keine Unterstützung. Sie werden nicht selten verspottet und beleidigt – oder man ermuntert sie, ihren Neigungen doch freien Lauf zu lassen. Andererseits haben es christliche Ex-Gay Einrichtungen wie Jason International (http://jason-online.webs.com) oder Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com) schwer, überhaupt Zugang zur Kirche zu finden. Ihre Hilfsangebote werden ignoriert und durch schwulenfreundliche Theologen ersetzt. Welche Litur Botschaft haben Sie für solche Menschen?

B: Hs fühlende Menschen sind genauso von Gott geliebt und berufen wie alle Anderen. Ich kenne in den USA die Bewegung „Courage“: Sie bietet ein kath. Programm an! Und es gibt auch therapeutische Angebote bei Wüstensturm (OJC) und bei Prof. Aardweg in Holland! Ich bedauere den Weg oder Irr -Weg der Kirche im deutschen Sprachraum!

F: Die wenigsten Katholikinnen und Katholiken haben überhaupt noch eine Ahnung davon, was die Kirche lehrt und warum. Die Botschaften, die ihnen von Priestern und Theologen vermittelt werden, sind so schwammig, dass jeder damit leben kann und keiner etwas davon hat. Lieben kann ich aber nur etwas, was ich auch kenne. Wohin sollen sich Ihrer Meinung nach Gläubige wenden, wenn sie den vollen Schatz des katholischen Glaubens entdecken möchten?

B: Ohne Vermittlung des Glaubens durch die Eltern und kath. Gruppen kann die Erneuerung kaum gelingen! Die Lehr - Basis sollten der Katechismus sein oder auch meine Religionsbücher „Glaube und Leben“ in 8 Bänden, die ich übrigens in viele andere Sprachen übersetzen lassen will. Angefangen habe ich schon in Ungarn und Kroatien und Slowenien, aber es fehlen mir bisher die Mittel.

F: Angesichts der Tatsache, dass sogar „christliche“ politische Parteien Positionen vertreten, die ein gläubiger Christ nicht annehmen kann und darf (etwa hinsichtlich der Abtreibung) wenden sich viele Christinnen und Christen rechten Parteien wie etwa der „Alternative für Deutschland“ zu. Auch in der Flüchtlingsfrage sind Gläubige der Ansicht, dass man weder den Flüchtlingen noch den Aufnahmeländern hilft, wenn man einfach alle Tore aufmacht (sondern eher, wenn man sie in ihren Heimtatländern unterstützt). Können Sie das verstehen? Verurteilen Sie diese Menschen?

B: Nein, ich verurteile diese Menschen nicht, ich denke wie sie! Ich halte ein radikales Umdenken für nötig: Zum Beispiel: Afrika helfen durch öffnen unserer Märkte, damit sie eine eigene Wirtschaft entwickeln können! Die Haltung Europas bzgl. der Flüchtlinge ist z. T. verlogen: Man schaut zu, wie Tausende ertrinken, statt ihnen gute Schiffe zu schicken, auf diesen die Leute prüfen und dann bereits entscheiden, die es eitergehen kann. Handelte es sich um Europäer wäre ein solcher Weg unbestritten!
Was uns fehlt sind Christen in der Politik, die nicht feige sind. Feigheit ist die Hauptsünde unserer Zeit, hat Otto von Habsburg gesagt. Man lese V. Palko: „Die Löwen kommen“ Er dokumentiert, wie die schlechten Gesetze in Europa überall mit den Stimmen der Christen gemacht wurden!

F: Vor einiger Zeit baten vier Kardinäle Papst Franziskus um Klarheit hinsichtlich Amoris Laetitia. Mittlerweile haben sich dem 23 Gelehrte angeschlossen (https://www.lifesitenews.com/news/23-catholic-scholars-release-letter-supporting-dubia-the-church-is-facing-a). Die amerikanische Zeitung The Remnant (http:// remnantnewspaper.com/web/index.php) hat unter dem Titel „With Burning Concern: We Accuse Pope Francis“ eine detaillierte Auflistung seiner Verfehlungen veröffentlicht. Offenbar besteht weltweit ein Bedürfnis danach, dass der Nachfolger Petri wie einst sein Vorgänger dort für Klarheit sorgt, wo Unklarheit herrscht. Vor allem aber, dass er die katholische Lehre authentisch vertritt. Alleine Menschen zu umarmen, macht ihn zwar zum Liebling der Medien, hilft aber den Gläubigen nicht weiter. Was denken Sie darüber? Können Sie die Sorgen dieser Gläubigen verstehen?

B: Ja, ich denke genauso! Beten wir für ihn und die Kirche! Und bezeugen wir die Wahrheit, weil auch Schweigen Sünde sein kann!

Lieber Herr Bischof Laun, ich danke Ihnen ganz herzlich für dieses Interview.

Es grüßt Sie aus München
Robert Gollwitzer
Dantestr. 25
80637 München
Tel.: +49 (0)89 780 18 960 oder +49 (0)170 129 3016
www.robert-gollwitzer.com

11.12.2016