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The Jesus Brothers

kathpedia.com: Jesus Christus

Jesus Christus - Ankündigungen im Alten Testament


Das gesamte Alte Testament ist eine Vorbereitung des jüdischen Volkes auf die Ankunft des "Messias" (griech.: "Christus", dt.: "Gesalbter"). Diese Salbung bedeutet die besondere Weihe einer Person durch Gott im Hinblick auf eine Mission (vgl. Psalm 44,8). Der Messias sollte Israel befreien, die Herrschaft des wahren Gottes bis an die Enden der Welt aufrichten und in Ewigkeit herrschen. Im Laufe der Zeit kündigte Gott, der allein den Menschen die Zukunft offenbaren kann, durch seine Propheten immer mehr Ereignisse aus dem Leben des Messias an; diese Ereignisse wurden in den heiligen Büchern der Juden über Jahrhunderte in Erinnerung gehalten. Das Leben von Jesus entspricht den prophetischen Vorgaben des Alten Testaments.

Jesus selber sagt zu den Schriftgelehrten: "Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; gerade sie legen Zeugnis über mich ab." (Joh 5, 39).


Vorhersagen über die Epoche der Ankunft des Messias


Voraussage Jakobs in Gen 49,10: "Nie weicht von Juda das Zepter, der Herrscherstab von seinen Füssen, bis der kommt, dem er gehört, dem der Gehorsam der Völker gebührt."
Jesus Christus, der Messias, ist ein Nachkomme Judas, wie dies die zwei Stammbäume im Neuen Testament (Mt 1,2-16; Lk 3,23-38) bezeugen. Er kommt in die Welt zu einer Zeit, als das jüdische Volk durch die römische Besetzung seine politische Unabhängigkeit verloren hat.

Der Prophet Maleachi kündigt nach der Zerstörung des ersten Tempels an, dass der Messias zur Zeit des zweiten Tempels auftreten werde: "Seht, ich sende meinen Boten; er soll den Weg für mich bahnen. Dann kommt plötzlich zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes, den ihr herbeiwünscht." (Mal 3, 1).
Der erste, von Salomon erbaute, Tempel wurde 587 v. Chr. durch die Babylonier zerstört; der Tempel wurde ab dem 5.Jh. v. Chr. wieder aufgebaut. Jesus wendete den ersten Teil der Prophetie auf den Heiligen Johannes den Täufer an und liess dadurch erahnen, dass er selbst der vom Boten Angekündigte ist (Mt 11, 10).

Der Prophet Daniel kündet an (Dan 9,24-27), der Messias werde in der siebzigsten Jahrwoche (siebenjährige Periode) sterben, d. h. zwischen 483 und 490 Jahren nach dem Edikt zum Wiederaufbau Jerusalems. Dieses Edikt wurde von Artaxerxes dem Perserkönig im Jahr 454 v.Chr. erlassen. Er starb sehr wahrscheinlich im Jahr 30 als das Paschafest auf den Sabbat fiel, wie es die Evangelien berichten. Man kommt also auf 484 Jahre seit dem Edikt des Artaxerxes, eine Zahl die in die von Daniel vorhergesagte siebzigste Jahrwoche fällt.
Vorhersagen über Familie und Herkunftsort des Messias
Der Prophet Jesaja sagt voraus: "Aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht." (Jes 11,1) Isai, der Enkel von Rut, war der Vater von David. Jesus stammte aus dem Haus David, aus dem der Messias gemäss alter jüdischer Überlieferung hervorgehen sollte. (vgl. Mt 1 und Lk 3).
Jesaja kündigt das grosse Zeichen einer jungfräulichen Geburt an: "Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben." (Jes 7,14) Dieses grosse Wunder wird verwirklicht in Maria, der Mutter von Jesus.
Der Prophet Micha deutet den Geburtsort des Messias an: "Aber du, Betlehem-Efrata, so klein unter den Gauen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll." (Mi 5,1) Die Hohenpriester erinnerten Herodes an diesen Text (Mt 2,6). Jesus wurde in Betlehem geboren, indem Gott den Erlass zur Volkszählung des Kaisers Augustus benützte, um die Prophetie zu erfüllen. (Lk 2,1-7)

 

Vorhersagen über das Öffentliche Leben des Messias


Der Prophet Jesaja kündigt den Auftrag des Vorläufers von Jesus Christus an:
"Eine Stimme ruft: Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste! Baut in der Steppe eine ebene Strasse für unseren Gott!" (Jes 40, 3). Der Heilige Johannes der Täufer hat diese Prophetie erfüllt, indem er in der Wüste Juda die Umkehr predigte. (vgl. Joh 1,23).
Jesaja kündigt die Wunder an, welche der Messias wirken werde:
"Der Herr selbst wird kommen und euch erretten. Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der Tauben sind wieder offen. Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, die Zunge des Stummen jauchzt auf." (Jes 35,4 ff.). Jesus machte all dies in seinem öffentlichen Leben: er machte Blinde sehend (vgl. z.B. Joh 9), Taube hörend (Mk 7,32), Lahme gehend (Mt 9,2 ff.) und Stumme redeten wieder (Mt 12, 22). Er liess dem Heiligen Johannes dem Täufer ausrichten, dass er durch seine Taten diese Prophetie erfüllt hatte (Mt 11,5).
Sacharja prophezeit den Einzug des Retters in Jerusalem:
"Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin." (Sach 9, 9).
Diese Details findet man in den Evangelien wieder: Christus zieht am Palmsonntag in die Stadt ein, auf einem Esel sitzend, gefolgt von seinem Jungen (Mt 21,7); die Juden jubeln ihm zu und nennen ihn König Israels (Joh 12, 13).

 

Vorhersagen über das Leiden und Sterben des Messias


Leiden und Sühnetod des Messias wurden in den Psalmen und prophetischen Schriften vorhergesagt. Noch am Abend seiner Auferstehung tadelt Jesus die Emmausjünger wegen ihrer Langsamkeit, das zu glauben, was die Propheten angekündigt haben; er erklärt ihnen den Sinn der Schriften über den Messias, die er auf sich selber bezieht (Lk 24,26-27).

Das Lied vom "leidenden Gottesknecht". Vier poetische Einschübe im Buch Jesaja stellen einen vollkommenen Diener Gottes vor. Dieser sammelt das Volk Gottes, erleuchtet die Nationen, verkündigt den wahren Glauben, tilgt durch seinen Tod die Sünden des Volkes und wird schliesslich von Gott verherrlicht. Jesus hat die Texte über den leidenden Gottesknecht und seinen stellvertretenden Sühnetod auf sich selber gedeutet, d.h. das "vierte Lied vom Gottesknecht" (Jes 52,13 - 53,12; vgl. Lk 22,37; Mk 10,45), und die erste christliche Verkündigung hat in ihm den perfekten Gottesknecht erkannt, wie er von Jesaja angekündigt worden war (vgl. Apg 8,29-35, vgl. KKK 601 ff.)
Sacharja 11,12: "Sie wogen mir meinen Lohn ab, dreissig Silberstücke." Der Heilige Matthäus berichtet, dass die Hohenpriester Judas 30 Silberstücke abzählten als Belohnung für seinen Verrat.(Mt 26, 15).
Jesaja 53,7: "Er wurde misshandelt und niedergedrückt, aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, so tat auch er seinen Mund nicht auf." Jesus wird sagen: "Niemand entreisst es mir, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin. Ich habe Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen." (Joh 10, 18); und die Evangelisten berichten über sein Schweigen gegenüber der Anklagen und Beleidigungen.
Jesaja 50, 5-7: "Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. Doch Gott, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiss, dass ich nicht in Schande gerate." Der Heilige Matthäus berichtet: "Dann spuckten sie ihm ins Gesicht und schlugen ihn. Andere ohrfeigten ihn." (Mt 26, 67).
Psalm 22,17: "Sie durchbohren mir Hände und Füsse. Man kann all meine Knochen zählen." Und Jesaja sagt vom leidenden Gottesknecht: "Er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen, wegen unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm, durch seine Wunden sind wir geheilt. […] Doch wen kümmerte sein Geschick? Er wurde vom Land der Lebenden abgeschnitten und wegen der Verbrechen seines Volkes zu Tode getroffen." (Jes 53,5;8), und der Heilige Johannes bemerkt, dass Christus die Sühne ist für unsere Sünden, (d. h. dass er durch sein Leiden unsere Schulden beglichen hat) aber nicht nur für unsere Sünden, sondern auch für die der ganzen Welt. (1 Joh 2, 2).
Psalm 21,7-9: "Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, der Leute Spott, vom Volk verachtet. Alle, die mich sehen, verlachen mich, verziehen die Lippen, schütteln den Kopf: Er wälze die Last auf den Herrn, der soll ihn befreien! Der reisse ihn heraus, wenn er an ihm Gefallen hat." Die Evangelien berichten über die Verspottungen, die der gekreuzigte Jesus über sich ergehen lassen musste: "Die Leute, die vorbeikamen, verhöhnten ihn, schüttelten den Kopf und riefen: […] Wenn du Gottes Sohn bist, hilf dir selbst, und steig herab vom Kreuz! […] Er hat auf Gott vertraut: der soll ihn jetzt retten, wenn er an ihm Gefallen hat." (Mt 27, 39-43).
Psalm 22,19: "Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand." Tatsächlich, nachdem die Soldaten Jesus ans Kreuz geschlagen hatten, "nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen. Sie nahmen auch sein Untergewand, das von oben her ganz durchgewebt und ohne Naht war. Sie sagten zueinander: Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll." (Joh 19, 23-24).
Psalm 69,22: "Sie gaben mir Gift zu essen, für den Durst reichten sie mir Essig." Der Heilige Matthäus berichtet: "Und sie gaben ihm Wein zu trinken, der mit Galle vermischt war." (Mt 27, 34), und der Heilige Johannes: "Jesus sagte: Mich dürstet. Ein Gefäss mit Essig stand da. Sie steckten einen Schwamm mit Essig auf einen Ysopzweig und hielten ihn an seinen Mund." (Joh 19, 28-29).
Jesaja 53,9 (Elberfelder): "Bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tod." Der Heilige Matthäus berichtet: "Gegen Abend kam ein reicher Mann aus Arimathäa namens Josef. […] Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. […] Dann legte er ihn in ein neues Grab, das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen." (Mt 27, 57-60).
Sacharja 12,10: "Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben." Der Heilige Johannes erinnert an diese Prophetie, nachdem er berichtet hat, einer der Soldaten habe ihn mit der Lanze in seine Seite gestossen, und sogleich seien Blut und Wasser herausgeflossen. (Joh 19,34).
Vorhersagen über Auferstehung und ewige Herrschaft des Messias
Die Auferstehung des Messias am dritten Tag wird nicht explizit vorhergesagt, aber sie wird durch zahlreiche Texte des Alten Testaments angedeutet (z.B. Ps 138,16; Hos 6,3; Jonas 2,1 (ein Text, den Jesus auf sich selber bezieht: sh. Mt 12,40), Jes 53,10), so dass Paulus sagen kann: "Der Christus ist am dritten Tag auferweckt worden gemäss der Schrift" (1 Kor 15,4).
Daniel berichtet in seinen Visionen: "Da kam mit den Wolken des Himmels einer wie ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten (Gott Vater) und wurde vor ihn geführt. Ihm wurden Herrschaft, Würde und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und Sprachen müssen ihm dienen. Seine Herrschaft ist eine ewige, unvergängliche Herrschaft. Sein Reich geht niemals unter." (Dan 7,13-14).

Jesus Christus als Person der Geschichte
 
Die geschichtliche Existenz von Jesus Christus wird durch christliche, jüdische und heidnische Schriftsteller bezeugt.

 

Heidnische Schriftsteller


Der Schrifsteller Tacitus berichtet im Jahre 116 in den Annalen und Christenverfolgung durch den grausamen Kaiser Nero. Zum Urheber des Christentum schreibt Tacitus: "Der Urheber dieses Namens, Christus, war unter Kaiser Tiberius durch den Landpfleger Pontius Pilatus hingerichtet worden. Für einen Augenblick unterdrückt breitete sich dieser Aberglauben wieder heftig aus, nicht nur in Juda, woher er stammte, sondern sogar in Rom." (Annales XV 44) Anderswo berichtet Tacitus von einer "ingens multitudo" (ungeheuren Menge) von Christen in Rom seit 64, nur dreissig Jahre nach dem Tod von Jesus Christus.

Der Schriftsteller Sueton berichtet im Jahre 120, dass Kaiser Claudius (10 v. Chr.-54 n. Chr.) die Juden, die Anstiften eines Chrestus beständig Unruhe stifteten, aus Rom vertrieb. (Vita Claudii, 25,4). Die repressive Haltung von Claudius wird auch durch die Apostelgeschichte bezeugt: der heilige Paulus trifft im Jahre 52 in Korinth auf einen jüdischen Haushalt, der aus Rom vertrieben worden war (vgl. Apg 18,2).

Auch Plinius der Jüngere (Statthalter von Bithynien und Pontus, Kleinasien) schickt im Jahr 111 dem Kaiser Trajan einen Brief, worin er berichtet, dass die Christen "an einem festgesetzten Tag vor Tagesanbruch zusammenkommen und Christus wie einem Gott ein Loblied singen"; er fügt hinzu, dass sie so zahlreich geworden sind, dass sich die heidnischen Priester beunruhigen. (Epist. 10, 96)

Schließlich schreibt nach dem Jahre 70 der syrische Schriftsteller Mara Bar Seraphion an seinen Sohn über Jesu: "Oder (was hatten) die Juden von der Hinrichtung ihres weisen Königs, da ihnen von jener Zeit an das Reich wegenommen war?... Die Juden wurden umgebracht und aus ihrem Reiche vertrieben, leben allenthalben in der Zerstörung. ... Der weise König ist nicht tot: wegen der neuen Gesetze, die er gegeben hat."

 

Jüdische Schriftsteller


Der bekannteste jüdische Schriftsteller, der über Christus berichtet, ist Josephus Flavius. In seinen Antiquitates, die er im Jahre 93 oder 94 in Rom verfasste, schreibt er: "Zu jener Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann. […] Die Verantwortlichen unseres Volkes hatten ihn vor Pilatus angeklagt, der ihn kreuzigen liess." (Ant. Iud., 5, 1-7). Weiter schreibt er, dass der Hohepriester Ananaus "den Bruder Jesu, der Christus genannt wird, mit Namen Jakobus, und einige andere der Gesetze anklagte und steinigen ließ."

Auch im Talmud wird die Person Jesu gelegentlich erwähnt.

 

Die zwei Naturen in Christus


Die wahre Gottheit Christi


Das Dogma der wahren Gottheit von Jesus Christus besagt, dass die unendliche göttliche Natur mit allen ihren unendlichen Vollkommenheiten auf Grund ewiger Zeugung aus dem Vater besitzt.

Das Bekenntnis von Nicäa verwendet zur Erklärung den Begriff "homoousios (=wesensgleich) tou patri".

 

Die wahre Menschheit Christi


Das Dogma der wahren Menschheit Christi besagt, dass Christus einen wirklichen Leib angeommen hat. Das Konzil von Chalcedon (451) bezeichnet Christus als mit "wahrhaft Gott und wahrhaft Mensch".

 

Vereinigung der beiden Naturen in Christus


Das Dogma von der Vereinigung der beiden Naturen in Christus bedeutet, dass in Christus die göttliche und die menschliche Natur hypostatisch, das heißt in der Einheit der Person verbunden ist. In Christus sind daher zwei Naturen (die menschliche und die göttliche) in einer Person vereint.

 

Jesus Christus, der Erlöser


Begriffsdefinition


Man unterscheidet bei der Erlösung zwischen Erlösung im objektiven und Erlösung im subjektiven Sinn. Beim ersteren handelt es sich um das Werk des Erlösers. Bei Erlösung im subjektiven Sinn geht es um die Verwirklichung der Erlösung beim einzelnen Menschen. Dies bezeichnet man auch als Rechtfertigung.

 

Erlösung als Zweck des Kommens Christi


Der Zweck der Menschwerdung unseres Herrn Jesus Christus besteht darin, dass er gekommen ist, um die Menschen zu erlösen. Dies bekennen wir im Credo, wo wir beten: "Zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden"

 

Die Notwendigkeit der Erlösung


Es ist ein Dogma der Kirche, dass sich der Mensch nicht selbst erlösen kann. Der Grund liegt darin, dass alle Menschen seit der Erbsünde Knechte der Sünde sind. Der Heilige Paulus schreibt im Römerbrief 3,23 f: " Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Ohne es verdient zu haben, werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus."

 

Die Freiheit Gottes bei der Erlösung


Die Erlösung durch Gott geschieht frei und aufgrund Gottes Erbarmens. Der hl. Thomas von Aquin und der hl. Augustinus haben gelehrt, dass Gott die Menschen aufgrund seiner Allmacht auch auf vielerlei andere Arten hätte erlösen können. Daher bestand auch keine absolute Notwendigkeit für die Inkarnation. Allerdings bestand eine bedingte Notwendigkeit für die Inkarnation dahingehend, dass die Beleidigungen Gottes, die durch die schweren Sünden ausgelöst wurden, nur durch einen unendlichen Sühneakt vollkommen aufgewogen werden. Dies war nur durch eine göttliche Person möglich.

 

Verwirklichung der Erlösung durch die drei Ämter Christi


Bei den drei Ämtern Christi handelt es sich um das Lehramt, das Hirtenamt und das Priesteramt. Die drei Ämter werden aus dem 14. Kapitel des Johannes-Evangelium hergeleitet, wo es heißt: "Ich bin der Weg (Hirtenamt)) und die Wahrheit (Lehramt) und das Leben (Priesteramt)."

Die Erhöhung Christi
Die Wiederkunft Christi

siehe auch Parusie

Die Kenntnis über den Zeitpunkt der Wiederkunft Christi ist allein Gott vorbehalten.

 

Literatur


Maria Cäcilia Baij, Das Innenleben Jesu (geoffenbart), Christiana Verlag Stein am Rhein 2002 (7. Auflage; Mit kirchlicher Druckerlaubnis Solothurn 12. August 2002 P. Dr. Roland B. Trauffer OP Generalvikar) ISBN 3-7171-0486-1

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Jesus)

 

Jesus ist Gott

Jes 9:6 - Prophezeiung über Jesus: "er wird ...Mächtiger Gott genannt werden "
Joh: 1:1 - Jesus ist das Wort und das Wort ist Gott
Joh 8:58 - Jesus behauptet, der Große "Ich bin" zu sein (Gott, Ex 3:14)
Joh 10:30-33 - Jesus sagte: "Ich und der Vater sind eins"
Joh 10:38 - Jesus sagte: "Ich bin im Vater und der Vater in mir ist"
Joh 14:9 - Jesus sagte: "Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen"
Joh 20:28 - Jesus akzeptierte es, wenn Thomas nennt ihn "Mein Herr und mein Gott"
Kol 2:9 - "In ihm (Jesus) wohnt die ganze Fülle der Gottheit"
Tit 2:13 - "in der Erwartung…des großen Gottes und unseres Retters Christus Jesus"

(Quelle: Sebastian R. Fama. Copyright © 2001 StayCatholic.com. Übersetzt mit Genehmigung. Übersetzer: Mike Esquibel. Herzlichen Dank, Mike!)

"Priest, Prophet, King" Trailer

In der Bibel lesen wir doch, dass Jesus Brüder gehabt hat!

Sehen wir uns Jn 19,25 an: "Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala." (Einheitsübersetzung).

Hier (und auch in anderen Versen wie etwa Mt 27,56) können wir erkennen, dass die Hl. Jungfrau Maria eine Schwester oder Schwägerin hatte, die ebenfalls Maria hieß. Diese Maria war die Mutter von Jakobus und Joseph - somit die Cousins von Jesus. Im Hebräischen (bzw. Aramäischen) gab es keine Wort für "Cousin", sodass man auch für Cousins das Wort für "Brüder" verwendete. Im Griechischen gibt es für "Cousin" ein Wort, aber die ersten Übersetzer verwendeten eine Art Überleitung, anstatt das Hebräisch/Aramäische direkt zu übersetzen. Dies, weil man die wörtliche Hebräische Bedeutung dieses Textes behalten wollte.

Lesen wir nun Gen 14,14: "Als Abraham hörte, sein Bruder sei gefangen, musterte er seine ausgebildete Mannschaft, dreihundertachtzehn Mann, die alle in seinem Haus geboren waren, und nahm die Verfolgung auf bis nach Dan." (Einheitsübersetzung).

In den meisten Übersetzungen bezieht sich dieser Vers auf Lot als Abrams "Bruder", aber aus Gen 11,27 wissen wir, dass er Abrams Neffe war, der Sohn seines Bruders Haran. Wiederum verwendete man im Hebräischen anstatt "Cousin" oder "Neffe" (diese Wörter gab es nicht) das Wort "Bruder" - und das war allgemein üblich.

Nun zu Mt 27,56: "Zu ihnen gehörten Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus und des Josef, und die Mutter der Söhne des Zebedäus." (Einheitsübersetzung).

Hier sehen wir ganz klar, dass einige der in Mt 13,55-56 erwähnten Brüder von Jesus nicht Seine Brüder, sondern wahrscheinlich Seine Cousins waren. Wie bereits erwähnt, gab es im Aramäischen oder Hebräischen kein Wort für Cousins oder andere nahe Verwandte. Dies ist aber auch nicht ungewöhnlich in der Bibel. In Genesis 14:14 lesen wir von Lot als Abrahams Bruder, aber aus GEnesis 11:27 wissen wir, dass er tatsächlich Abrahams Neffe war. Noch heute finden wir einen Hinweis auf diese Praxis: wenn wir Menschen aus unserer Gemeinde "Brüder" oder "Schwestern" nennen.

(Quelle: www.saintjoe.com)

 

In Mt 1,25 finden wir aber einen Hinweis, dass Josef und Maria nach Jesu Geburt eheliche Beziehungen hatten!

Lesen wir zuerst Mt 1,25: "Er erkannte sie aber nicht, bis sie ihren Sohn gebar. Und er gab ihm den Namen Jeus." (Einheitsübersetzung).

Jetzt zu 2 Sam 6,23: "Michal aber, die Tochter Sauls, bekam bis zu ihrem Tod kein Kind." (Einheitsübersetzung)

2 Sam 6,23 zeigt, dass das Wort "bis" nicht beinhaltet, dass sich etwas nach einem besonderen Zeitpunkt ereignet hat. Michal hatte kein Kind bekommen bis sie starb! Die westliche Art der Interpretation und des Verständnisses des Wortes "bis" kann zu einigen anderen Missverständnissen führen. Das ist eindeutig in Mt 1,25. Maria und Josef hatten keinerlei eheliche Beziehungen nach der Geburt Jesu und deshalb hatten sie auch keine anderen Kinder. Für weitere Erläuterungen der Verwendung des Wortes "bis" siehe auch Gen 8,7 und Dt 34,6.

Sehen wir uns jetzt Mt 28,20 an: "und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." (Einheitsübersetzung)

 Das Wort "bis" in Mt 1,25 beinhaltet keienswegs, dass Maria und Joseph nach Jesu Geburt eheliche Beziehungen hatten. In der Bibel heißt das Wort "bis" vielmehr, dass eine Handlung bis zu einem gewissen Punkt geschah - oder auch nicht. Dieser Vers verdeutlicht dies. Jesus ist natürlich immer bei uns. Es gibt noch viele andere Beispiele in der Bibel, die dies verdeutlichen können. Einige davon finden sich in 2 Sam 6,23 und Dt 34,6. Karl Keating hat ferner in seinem Buch "Catholicism and Fundamentalism" einen Teil der Verwendung des Wortes "bis" gewidmet.

(Quelle: www.saintjoe.com)

 

Jesus wurde doch der "Erstgeborene" genannt, also musste Er auch Geschwister gehabt haben!

Lesen wir hierfür Kol 1,15: "Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung." (Einheitsübersetzung).

Unter dem Mosaischen Gesetz war der Begriff "Erstgeborener" ein legaler Begriff (siehe Ex 6,14), der sich auf das erstgeborene männliche Kind jüdischer Eltern bezog - unabhängig davon, ob es noch weitere Kinder gab. Obwohl also Jesus der erstgeborene Sohn von Maria war, heißt das also keineswegs, dass es da noch weitere Kinder gab. In o.g. Vers sehen wir, dass Jesus der Erstgeborene von Gott dem Vater ist - und der hatte keine anderen Kinder. Wenn also Menschen wegen des Begriffes "Erstgeborener" behaupten, dass Maria andere Kinder hatte, dann muss auch Gott der Vater andere Kinder gehabt haben.

(Quelle: www.saintjoe.com)

 

Ich bleibe dabei: Maria hatte weitere Kinder!

Dann sehen wir uns mal Jn 19,26 an: "Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn!" (Einheitsübersetzung).

Wenn Maria tatsächlich andere Kinder gehabt hätte, wäre es nicht angemessen gewesen, das er sie der Obhut von Johannes übergab. Das wäre dann die Aufgabe der Geschwister gewesen - vor allem wenn man an die damalige jüdische Kultur denkt.

(Quelle: www.saintjoe.com)

 

"It is necessary to enter into a real friendship with Jesus in a personal relationship with him and not to know who...

Posted by Scott Hahn on Sonntag, 25. Oktober 2015

Hatte Jesus Brüder?

Einige Beispiele, wo sich zeigt, dass die "Brüder" von Jesus auch Verwandte oder Jünger sein konnten bzw. aus denen hervorgeht, dass Jesus keine leiblichen Brüder hatte:

  • Maria, Frau von Kleophas und Schwester der Jungrau Maria (Jn 19,25) ist die Mutter von Jakobus und Josef (Mk 15,47; Mt 27,56), die die Brüder von Jesus genannt werden (Mk 6:3).
  • Apg 1,12-15 Apostel, Maria, einige Frauen und Jesus Brüder machen insgesamt 120 Personen aus. Das wären eine Menge "Brüder".
  • Gen 14,14 Lot, Abraham's Neffe (Gen 11,26-28), wird als Abrahams Bruder beschrieben (KJV).
  • Gen 29,15 Laban, Jakob's Onkel, nennt Jakob seinen Bruder (KJV).
  • Jn 19,26-27 Jesus überträgt Johannes die Sorge um Maria, nicht einem seiner Brüder.
  • Zacharias 12,10 sagt voraus, dass Jesus ein Einzelkind sein würde.

(Quelle: http://www.infpage.com/concordance/additional.htm)

 

Ein Freund hat mich gefragt, warum wir Katholiken Kruzifixe in unseren Kirchen haben - glauben wir vielleicht nicht, dass Jesus auferstanden ist? Warum haben wir Ihn immer noch am Kreuz?

Im 1 Kor 1,23 heißt es: „Wir dagegen verkünden Christus als den Gekreuzigten“ (Einheitsübersetzung). Warum predigt Paulus den gekreuzigten Jesus? Weiß er vielleicht nicht, dass Jesus von den Toten auferweckt wurde? Natürlich weiß er das! Aber er weiß auch, dass durch die Kraft des gekreuzigten Christus am Kreuz die Ketten der Sünde und des Todes gesprengt wurden. Wie Paulus in Vers 24 sagt: der gekreuzigte Christus ist „Gottes Kraft und Gottes Weisheit“.

„Denn ich hatte mich entschlossen, bei euch nichts zu wissen außer Jesus Christus, und zwar als den Gekreuzigten.“ (1 Kor 2,2 – Einheitsübersetzung).

Hat Paulus auch hier nicht gewusst, dass Jesus von den Toten auferstanden ist? Natürlich hat er das gewusst. Paulus predigt den gekreuzigten Christus, weil ein leeres Kreuz keine Kraft hat. Das Kreuz jedoch, das den geschlagenen, misshandelten und blutigen Körper Jesu Christi trägt, dieses Kreuz ist „Gottes Kraft“. Deshalb „haben wir Jesus immer noch am Kreuz“, denn auch wir predigen den gekreuzigten Jesus. Das Kruzifix erinnert uns nicht nur an Gottes Kraft, sondern auch an Seine Liebe zu uns – Er, der Seinen einzigen Sohn dem Leiden und dem Tod hingab.

Auch nehmen wir in diesem Leben nicht so sehr an der Herrlichkeit der Auferstehung teil, wie wir dies an Jesu Leiden am Kreuz tun; schließlich müssen wir täglich unser Kreuz auf uns nehmen wenn wir Jesus nachfolgen wollen, wie es in Lk 9,23 steht.

Auch müssen wir mit Christus sterben, um mit Ihm leben zu können, wie es in Roem 6,8 heißt. Wo ist Christus gestorben? Am Kreuz. Das Kruzifix dient dazu, uns an diese Dinge zu erinnern.

Ein anderer Bibelvers, den wir im Gedächtnis behalten sollten, ist Gal 3,1:

„Ihr unvernünftigen Galater, wer hat euch verblendet? Ist euch Jesus Christus nicht deutlich als der Gekreuzigte vor Augen gestellt worden?“ (Einheitsübersetzung)

Hast du das verstanden? Jesus wurde öffentlich, vor ihren Augen, als der Gekreuzigte dargestellt. Hört sich doch irgendwie so an, als ob sie auf ein Kruzifix blickten, oder?

(Quelle: Dr. John Martignoni www.biblechristiansociety.com)

 

kathpedia.com: Ich glaube an Jesus Christus, den Sohn Gottes

Hat Jesus Christus wirklich gelebt? Ist er wahrhaftig der Messias, der Gesandte Gottes, der Retter der Menschen? Wer ist er, ein aussergewöhnlicher Mensch, oder gar menschgewordener Gott? Diese Fragen sind für jeden Menschen von grösster Bedeutung. Denn wenn das Zeugnis des Evangeliums authentisch ist, dann kann Christus - und nur Christus allein - uns die Tür zum ewigen Leben öffnen:

Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. "Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm." (Joh 3, 35-36).

Jesus selber bekräftigt: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater ausser durch mich." (Joh 14, 6).

Der heilige Petrus verkündet am Pfingsttag: "In keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen." (Apg 4,12). Und der heilige Paulus bestätigt, dass Jesus Christus der einzige Mittler ist zwischen Gott und den Menschen. (1Tim 2,5).

Wir können daher dieser Frage nicht gleichgültig gegenüber stehen. Wir müssen die Person Jesus Christus studieren, wie sie uns die Geschichte zu erkennen gibt, um zu erkennen, ob wir seine Lehre glauben müssen, ob wir den Weg gehen müssen, der seiner Lehre gemäss zum ewigen Leben führt.

Wir werden Schritt für Schritt aufzeigen:

dass Jesus Christus gelebt hat.
dass Jesus Christus der Messias ist, der Gesandte Gottes.
dass Jesus Christus Gott ist.

JESUS CHRISTUS HAT GELEBT


Diese Behauptung kann durch historische Dokumente mit Sicherheit bestätigt werden, nämlich durch das Zeugnis heidnischer Autoren und vor allem durch das Evangelium.

Jesus Christus hat nicht in einer mythischen Vorzeit gelebt, die wir schlecht kennen. Er ist ungefähr ein halbes Jahrhundert nach dem Tod von Julius Cäsar geboren, zur Blütezeit des Römischen Reiches (in der Regierungszeit von Cäsar Augustus); er war ein Zeitgenosse Senecas. Viele der in den Evangelien erwähnten Personen kennen wir auch aus anderen Quellen, zum Beispiel jene, die der heilige Lukas zu Beginn seines Evangeliums aufführt: Die Kaiser Augustus und Tiberius, Herodes der Grosse, Pontius Pilatus, die Hohepriester Annas und Kajaphas und der heilige Johannes der Täufer, von dessen Auftrag und Tod Flavius Josephus, der jüdische Historiker, berichtet.

 

Das Zeugnis jüdischer und heidnischer Autoren


"Dieses Ereignis, dass der Sohn Gottes "einer aus uns geworden ist", hat sich in grösster Demut vollzogen, so dass es nicht verwundert, dass die nichtchristliche Geschichtsschreibung, die sich von aufsehen erregenden Ereignissen und prominenteren Persönlichkeiten gefangen nehmen liess, dem Anfang (des Christentums) nur flüchtige, wenn auch bedeutsame Andeutungen gewidmet hat." (Johannes Paul II, Tertio millenio adveniente, 10 November 1994, Nr. 5).

Hinweise auf Christus finden sich in "Jüdische Altertümer", einem vom jüdischen (nicht-christlichen) Historiker Flavius Josephus in den Jahren 93 und 94 in Rom verfassten Werk: "Zu jener Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann. […] Die Verantwortlichen unseres Volkes hatten ihn vor Pilatus angeklagt, der ihn kreuzigen liess." (Ant. Iud., 5, 1-7). In den Augen der Kritiker steht zweifelsfrei fest, dass Flavius Josephus in diesem Textabschnitt ein authentisches Zeugnis für die Existenz von Jesus Christus abgibt.
Zu Beginn des zweiten Jahrhunderts berichten verschiedene römische Autoren über Jesus Christus:
Sueton (69-125) informiert uns, dass Kaiser Claudius (10 v. Chr.-54 n. Chr.) "die Juden aus Rom vertrieb, weil sie auf Anstiftung eines gewissen Chrestus hin häufig Unruhen auslösten" (Vita Claudii, 25,4). Man bemerkt die Veränderung des Namens von Christus, ohne Zweifel wegen der Aussprache von Christen griechischen Ursprungs. Unter den Interpreten ist die Überzeugung verbreitet, dass sich dieser Abschnitt auf Jesus Christus bezieht, der zum Anlass für Streit innerhalb des römischen Judentums geworden war. Die repressive Haltung von Claudius wird übrigens durch die Apostelgeschichte bezeugt: der heilige Paulus trifft im Jahre 52 in Korinth auf einen jüdischen Haushalt, der aus Rom vertrieben worden war (vgl. Apg 18,2). Weniger als zwanzig Jahre nach dem Tod Christi hatte es in Rom also Christen gegeben. Wenn Jesus Christus nicht gelebt hätte, wäre dann eine Legende in so kurzer Zeit ohne Widerspruch akzeptiert worden?
Tacitus berichtet in seinen Annalen, die er gegen 116 verfasste, über die Christen aus Anlass des Brandes von Rom und der Verfolgung durch Nero im Jahre 64. "Den Namen "Christen" haben sie von Christus, der auf Anordnung des Statthalters Pontius Pilatus unter Kaiser Tiberius hingerichtet wurde. Für einen Augenblick unterdrückt breitete sich dieser Aberglauben wieder heftig aus, nicht nur in Juda, woher er stammte, sondern sogar in Rom." (Annalen, XV, 44). Anderswo berichtet Tacitus von einer "ingens multitudo" (ungeheuren Menge) von Christen in Rom seit 64, nur dreissig Jahre nach dem Tod von Jesus Christus.
Plinius der Jüngere, Provinzstatthalter von Bithynien und Pontus (Kleinasien), schickt im Jahr 111 dem Kaiser Trajan einen Bericht über die Christen und fragt an, wie man sich ihnen gegenüber verhalten solle. Plinius offenbart, dass sich eine grosse Anzahl von Personen "an einem bestimmten Tag vor Tagesanbruch" zu versammeln pflege, "um im Wechselgesang einen Hymnus an Christus als einen Gott zu singen"; er fügt hinzu, dass sie so zahlreich geworden sind, dass sich die heidnischen Priester beunruhigen. (Epist. 10, 96)
Später bezweifeln die antichristlichen Polemiker, wie z. B. Celsus am Ende des zweiten Jahrhunderts, nie die Existenz von Jesus Christus, aber sie bemühen sich, ihn als Hochstapler oder Zauberer darzustellen.

Das Zeugnis christlicher Autoren


Wir kennen Jesus Christus in erster Linie durch die vier Evangelien (von griechisch "euanggelion", gute Nachricht), durch die Apostelgeschichte, durch die Briefe des heiligen Paulus, des heiligen Johannes, des heiligen Petrus, des heiligen Jakobus und des heiligen Judas, und durch die Offenbarung des heiligen Johannes. Diese 27 Bücher bilden das Neue Testament. Wir beschränken uns hier auf das Studium der Evangelien: diese reichen bei weitem aus, um zu beweisen, das Jesus gelebt hat; und sie machen uns bekannt mit den Ereignissen aus seinem Leben und mit seiner Lehre:

weil sie unverfälschte historische Berichte sind.
weil sie das Zeugnis ehrenwerter und gut informierter Männer sind.
weil sie untereinander übereinstimmen, trotz Unterschieden in Einzelheiten.

Alter und Glaubwürdigkeit der Evangelien


Antike Texte wurden zu Beginn auf brüchige Papyrusblätter geschrieben, und ab dem 4. Jh. dann auf das resistentere Pergament. Sie sind in der Regel schlecht erhalten und darüber hinaus existieren sie nur in kleinen Mengen, wegen der hohen Herstellungskosten dieser Texte. Aber trotzdem und trotz der Verfolgungen (Diokletian wollte alle christlichen Bücher vernichten) und trotz der Schwierigkeiten in einer zweitausendjährigen Geschichte blieben 5000 griechische Manuskripte aus der Zeit vom 4. bis 7. Jahrhundert bis heute erhalten.(Speziell erwähnen möchten wir den Codex Sinaiticus und den Codex Vaticanus, zwei fast vollständige Manuskripte des Neuen Testaments aus dem 4.Jh. Darüber hinaus haben die Archäologen aus dem trockenen ägyptischen Wüstensand zahlreiche Papyrusfragmente geborgen, einige davon aus dem 2.Jh. (Der Papyrus P52 wird aufs Jahr 130 datiert und enthält einige Verse des hl. Johannes; der Bodmer-Papyrus vom Ende des 2.Jh. enthält das ganze Evangelium nach Johannes.

Als Vergleich: Die heidnischen Autoren der Antike, deren Authentizität niemand bezweifelt, kennen wir in der Regel lediglich durch Abschriften aus dem Mittelalter (Homer: 11.Jh., Cäsar: 10.Jh., Tacitus: 15.Jh.). Wir haben also viel solidere Beweise für die Existenz von Jesus Christus als für die Existenz von Cicero oder Julius Cäsar, die trotzdem niemand bezweifelt!

Dieser Überfluss an antiken Manuskripten ist auf die Notwendigkeit zurückzuführen, dass jede Kirche ein Exemplar der inspirierten Texte haben musste. Ein schlagender Beweis für die Genauigkeit der Evangelienüberlieferung bis in unsere Zeit ist die wesentliche Übereinstimmung der verschiedenen Manuskripte. Die Kritiker bezeugen einstimmig, dass für keinen anderen Text aus der Antike eine solch große Texttreue nachgewiesen werden kann.

 

Wer sind die Autoren der Evangelien? Ist das Zeugnis der Evangelisten glaubwürdig?
Wer sind die Autoren der Evangelien?


Die katholischen Autoren des 2.Jh., deren Schriften uns erhalten sind (Papias und der hl. Irenäus), schreiben das erste Evangelium dem Apostel Matthäus zu, das zweite dem hl. Markus, das dritte dem hl. Lukas und das vierte dem hl. Johannes, dem Apostel. Diese Zuordnung wird durch die kirchliche Tradition beglaubigt und es gibt dafür gute Argumente, aber diese Frage spielt für uns eine untergeordnete Rolle. Es genügt zu wissen, dass die Evangelien von Christen in Palästina geschrieben wurden: die ersten drei vor dem Jahre 70 und das des Heiligen Johannes vor dem Jahr 100. Dies wird heute auf der Basis von linguistischen und historischen Kriterien allgemein akzeptiert.

 

Ist das Zeugnis der Evangelisten glaubwürdig?


Die heiligen Autoren, Augenzeugen des Lebens von Jesus Christus, Apostel oder den Aposteln nahe stehende Mitarbeiter, besassen Informationen aus erster Hand. "Schon viele haben es unternommen, einen Bericht über all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfüllt hat. Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren. Nun habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben. So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest." (Beginn des Lukasevangeliums)
Die Evangelisten wollten diese Tatsachen wirklichkeitsgetreu berichten, denn:
Sie waren tugendhafte Männer und sie selbst bestanden auf der Wahrheit ihres Zeugnisses. (vgl. Joh 21,24)
Sie berichteten Tatsachen, welche sie aus Eigenliebe wohl eher verschwiegen hätten: die Niedrigkeit ihrer Herkunft, ihre Unwissenheit, ihre Schwerfälligkeit beim Begreifen der Lehre Christi, ihre Fehler und Schwächen (z. B. die Verleugnung von Jesus Christus durch den hl. Petrus)
Sie konnten von einer Täuschung nicht profitieren: der Preis ihres Zeugnisses waren Widerspruch und Misstrauen (sh. z. B. 2Kor 4,7-12)
Darüber hinaus muss man festhalten, dass der Eindruck "erlebter Tatsachen" die extrem lebhaften Erzählungen der Evangelien ergeben. Diese sind voll von geographischen und historischen Details deren Genauigkeit jeden bewegt, der ins Heilige Land reist. Man ist weit entfernt von der Verschwommenheit mythologischer Fabeln oder sogar "apokrypher" Berichte über Jesus Christus (d. h. solche die willkürlich einer historischen Person als Autor zugeschrieben werden), die in späterer Zeit erstellt wurden.
Wenn die Evangelisten die Fakten über das Leben von Jesus erfunden hätten, hätte ihr falsches Zeugnis bei den ehrlichsten Jüngern oder bei den Feinden des Christentums Proteste ausgelöst. Ganz im Gegenteil: die vier Evangelien wurden sehr schnell und diskussionslos von allen Lokalkirchen akzeptiert (im Gegensatz zu den apokryphen Schriften).
Die Evangelien stimmen überein trotz Unterschieden, die auf die Rahmenbedingungen ihrer Verfassung zurückzuführen sind
Die Inspiration der Evangelien durch den Heiligen Geist verbietet nicht, dass jeder Evangelist die Tatsachen in seinem eigenen Stil erzählt hat, angepasst an die Zeit und die Lebensumstände seiner Adressaten:

"Die biblischen Verfasser aber haben die vier Evangelien redigiert, indem sie einiges aus dem vielen auswählten, das mündlich oder auch schon schriftlich überliefert war, indem sie anderes zu Überblicken zusammenzogen […] doch immer so, dass ihre Mitteilungen über Jesus wahr und ehrlich waren." (Vatikan II, Dei verbum, 19).

Wenn sie sich in zeitlichen oder örtlichen Details zu widersprechen scheinen (z. B. in der exakten chronologischen Reihenfolge der Erscheinungen des auferstandenen Jesus), so sind diese Divergenzen bedeutungslos.

Die Evangelisten stellen das Leben von Jesus nicht im Sinne einer modernen Biographie dar (wie alle Historiker der Antike war ihr Ziel nicht erschöpfende Präzision in chronologischen oder topographischen Belangen), aber sie überliefern uns zuverlässig, was Jesus, der Sohn Gottes, in seinem Leben unter den Menschen zu deren ewigem Heil wirklich getan und gelehrt hat. (vgl. Dei verbum, 19).

Was die Worte Jesu angeht, so konnte er sie zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten ausgesprochen haben; als guter Pädagoge wiederholte Jesus seine Lehre, damit seine Zuhörer sie sich besser merken konnten; ihre Niederschrift durch verschiedene Autoren und die Übersetzung aus dem Aramäischen ins Griechische erklären die unterschiedlichen Textvarianten, die aber nie das Wesentliche der Lehre berühren.

 

JESUS CHRISTUS IST DER GESANDTE GOTTES


Die Prophetien des Alten Testaments wurden in Jesus Christus erfüllt.


Das gesamte Alte Testament ist eine Vorbereitung des jüdischen Volkes auf die Ankunft des "Messias" (auf Griechisch "Christus", d. h. "Gesalbter" - diese Salbung bedeutet die besondere Weihe einer Person durch Gott im Hinblick auf eine Mission; vgl. Psalm 44,8). Der Messias sollte Israel befreien, die Herrschaft des wahren Gottes bis an die Enden der Welt aufrichten und in Ewigkeit herrschen. Im Laufe der Zeit kündigte Gott, der allein den Menschen die Zukunft offenbaren kann, durch seine Propheten immer mehr Ereignisse aus dem Leben des Messias an; diese Ereignisse wurden in den heiligen Büchern der Juden über Jahrhunderte in Erinnerung gehalten. Das Leben von Jesus entspricht gerade den prophetischen Vorgaben des Alten Testaments:

"Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; gerade sie legen Zeugnis über mich ab, sagt Christus den Schriftgelehrten." (Joh 5, 39). Es stimmt, dass einige dieser alttestamentlichen Prophetien unklar sind. Diese prophetischen Aussagen scheinen zwei Bedeutungsebenen zu haben. Sie beziehen sich vordergründig oft auf aktuelle Ereignisse (z. B. die Befreiung der belagerten Stadt Jerusalem). In einer zweiten Ebene aber, zeichnet sich wie ein Wasserzeichen eine Vision über den zukünftigen Messias ab. Diese Prophetien müssen im Licht der Evangelien gelesen werden, denn dort sind sie erfüllt. So eröffnet sich dem Leser der Zusammenhang zwischen all diesen zerstreuten Teilen. Die unklaren Einzelheiten der Prophetien werden durch die Evangelien beleuchtet und die ganze Geschichte Israels bekommt einen wirklichen Wert als Hinweis auf den Messias.

Betrachten wir die bedeutendsten dieser Prophetien:

 

Epoche der Ankunft des Messias


Jakob hatte vorhergesagt (Gen 49,10): "Nie weicht von Juda das Zepter, der Herrscherstab von seinen Füssen, bis der kommt, dem er gehört, dem der Gehorsam der Völker gebührt."
Jesus Christus selber, der Messias, ist ein Nachkomme Judas, wie die zwei Stammbäume des Heiligen Matthäus (Mt 1,2-16) und des Heiligen Lukas (Lk 3,23-38) aufzeigen. Er kommt in die Welt zu einer Zeit, als das jüdische Volk durch die römische Besetzung jegliche politische Unabhängigkeit verloren hat.

Der Prophet Maleachi kündigt nach der Zerstörung des ersten Tempels an, dass der Messias zur Zeit des zweiten Tempels auftreten werde: "Seht, ich sende meinen Boten; er soll den Weg für mich bahnen. Dann kommt plötzlich zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes, den ihr herbeiwünscht." (Mal 3, 1). Tatsächlich wurde der erste, von Samuel erbaute, Tempel im Jahr 587 v. Chr. durch die Babylonier zerstört; der Tempel wurde ab dem 5.Jh. v. Chr. wieder aufgebaut. Jesus wendete den ersten Teil der Prophetie auf den Heiligen Johannes den Täufer an und liess dadurch erahnen, dass er selbst dieser Bote des Bundes ist (Mt 11, 10).
Der Prophet Daniel kündet an (9, 24-27), der Messias werde in der siebzigsten Jahrwoche (siebenjährige Periode) sterben, d. h. zwischen 483 und 490 Jahren nach dem Edikt zum Wiederaufbau Jerusalems. Dieses Edikt wurde von Artaxerxes dem Perserkönig im Jahr 454 vor dem offiziellen Geburtsjahr Jesu Christi (Jahr 0) erlassen. Tatsächlich wurde Jesus vermutlich um die vier Jahre früher geboren (Im 6. Jh. machte der Mönch Dionysius Exiguus vielleicht einen Fehler in seiner Berechnung.) Er starb sehr wahrscheinlich im Jahr 30 als das Paschafest auf den Sabbat fiel, wie es die Evangelien berichten. Man kommt also auf 484 Jahre seit dem Edikt des Artaxerxes, eine Zahl die in die von Daniel vorhergesagte siebzigste Jahrwoche fällt.
Familie und Herkunftsort des Messias
Der Prophet Jesaja sagt voraus: "Aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht." (Jes 11,1) Jesus stammte aus dem Haus David, aus dem der Messias gemäss alter jüdischer Überlieferung hervorgehen sollte. (vgl. Mt 1 und Lk 3).
Der selbe Jesaja kündigt das grosse Zeichen der jungfräulichen Geburt an: "Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben." (Jes 7,14) Dieses grosse Wunder wird verwirklicht in Maria, der Mutter von Jesus, der wirklich im stärksten Sinne der Immanuel (Gott mit uns) ist.
Der Prophet Micha deutet den Geburtsort des Messias an: "Aber du, Betlehem-Efrata, so klein unter den Gauen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll." (Mi 5,1) Die Hohenpriester erinnerten Herodes an diesen Text (Mt 2,6) Tatsächlich wurde Jesus in Betlehem geboren, indem Gott den Erlass zur Volkszählung des Cäsar-Augustus benützte, um die Prophetie zu erfüllen. (Lk 2,1-7)

Öffentliches Leben des Messias


Der Prophet Jesaja kündigt den Auftrag des Vorläufers von Jesus Christus an:
"Eine Stimme ruft: Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste! Baut in der Steppe eine ebene Strasse für unseren Gott!" (Jes 40, 3). Der Heilige Johannes der Täufer hat diese Prophetie erfüllt, indem er in der Wüste Juda die Umkehr predigte. (vgl. Joh 1,23).
Der selbe Prophet kündigt die Wunder an, welche der Messias wirken werde:
"Der Herr selbst wird kommen und euch erretten. Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der Tauben sind wieder offen. Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, die Zunge des Stummen jauchzt auf." (Jes 35,4 ff.). Jesus machte all dies in seinem öffentlichen Leben: er machte Blinde sehend (vgl. z.B. Joh 9), Taube hörend (Mk 7,32), Lahme gehend (Mt 9,2 ff.) und Stumme redeten wieder (Mt 12, 22). Er liess dem Heiligen Johannes dem Täufer ausrichten, dass er durch seine Taten diese Prophetie erfüllt hatte (Mt 11,5).
Sacharja prophezeit den Einzug des Retters in Jerusalem:
"Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin." (Sach 9, 9).
Diese Details findet man in den Evangelien wieder: Christus zieht am Palmsonntag in die Stadt ein, auf einem Esel sitzend, gefolgt von seinem Jungen (Mt 21,7); die Juden jubeln ihm zu und nennen ihn König Israels (Joh 12, 13).

Leiden und Sterben des Messias


Dass Leiden von Jesus Christus und sein Sühnetod wurden bis in die Details in den Psalmen und prophetischen Schriften vorhergesagt.

Das Lied vom "leidenden Gottesknecht". Vier poetische Einschübe im Buch Jesaja stellen einen vollkommenen Diener Gottes vor. Dieser sammelt das Volk Gottes, erleuchtet die Nationen, verkündigt den wahren Glauben, tilgt durch seinen Tod die Sünden des Volkes und wird schliesslich von Gott verherrlicht. Jesus hat die Texte über den leidenden Gottesknecht und seinen stellvertretenden Sühnetod auf sich selber gedeutet, d.h. das "vierte Lied vom Gottesknecht" (Jes 52,13 - 53,12; vgl. Lk 22,37; Mk 10,45), und die erste christliche Verkündigung hat in ihm den perfekten Gottesknecht erkannt, wie er von Jesaja angekündigt worden war (vgl. Apg 8,29-35, vgl. KKK 601 ff.)
Hier ist er Text:


Jes 52, 13 - 53, 12:
"Seht, mein Knecht hat Erfolg, er wird gross sein und hoch erhaben. Viele haben sich über ihn entsetzt, so entstellt sah er aus, nicht mehr wie ein Mensch, seine Gestalt war nicht mehr die eines Menschen. Jetzt aber setzt er viele Völker in Staunen (...)."

 

"Er hatte keine schöne und edle Gestalt, sodass wir ihn anschauen mochten. Er sah nicht so aus, dass wir Gefallen fanden an ihm. Er wurde verachtet und von den Menschen gemieden, ein Mann voller Schmerzen, mit Krankheit vertraut. Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, war er verachtet; wir schätzten ihn nicht. Aber er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt. Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen, wegen unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm, durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg. Doch der Herr lud auf ihn die Schuld von uns allen. Er wurde misshandelt und niedergedrückt, aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, so tat auch er seinen Mund nicht auf. Durch Haft und Gericht wurde er dahingerafft, doch wen kümmerte sein Geschick? Er wurde vom Land der Lebenden abgeschnitten und wegen der Verbrechen seines Volkes zu Tode getroffen. Bei den Ruchlosen gab man ihm sein Grab, bei den Verbrechern seine Ruhestätte, obwohl er kein Unrecht getan hat und kein trügerisches Wort in seinem Mund war. Doch der Herr fand Gefallen an seinem zerschlagenen (Knecht), er rettete den, der sein Leben als Sühnopfer hingab. Er wird Nachkommen sehen und lange leben. Der Plan des Herrn wird durch ihn gelingen. Nachdem er so vieles ertrug, erblickt er das Licht. Er sättigt sich an Erkenntnis. Mein Knecht, der gerechte, macht die vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich. Deshalb gebe ich ihm seinen Anteil unter den Grossen und mit den Mächtigen teilt er die Beute, weil er sein Leben dem Tod preisgab und sich unter die Verbrecher rechnen liess. Denn er trug die Sünden von vielen und trat für die Schuldigen ein."

 

In den Abschnitten c, e und i wollen wir einige Textpassagen aufgreifen:


Sacharja 11,12: "Sie wogen mir meinen Lohn ab, dreissig Silberstücke." Der Heilige Matthäus berichtet, dass die Hohenpriester Judas 30 Silberstücke abzählten als Belohnung für seinen Verrat.(Mt 26, 15).
Jesaja 53,7: "Er wurde misshandelt und niedergedrückt, aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, so tat auch er seinen Mund nicht auf." Jesus wird sagen: "Niemand entreisst es mir, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin. Ich habe Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen." (Joh 10, 18); und die Evangelisten berichten über sein Schweigen gegenüber der Anklagen und Beleidigungen.
Jesaja 50, 5-7: "Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. Doch Gott, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiss, dass ich nicht in Schande gerate." Der Heilige Matthäus berichtet: "Dann spuckten sie ihm ins Gesicht und schlugen ihn. Andere ohrfeigten ihn." (Mt 26, 67).
Psalm 22,17: "Sie durchbohren mir Hände und Füsse. Man kann all meine Knochen zählen." Und Jesaja sagt vom leidenden Gottesknecht: "Er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen, wegen unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm, durch seine Wunden sind wir geheilt. […] Doch wen kümmerte sein Geschick? Er wurde vom Land der Lebenden abgeschnitten und wegen der Verbrechen seines Volkes zu Tode getroffen." (Jes 53,5;8), und der Heilige Johannes bemerkt, dass Christus die Sühne ist für unsere Sünden, (d. h. dass er durch sein Leiden unsere Schulden beglichen hat) aber nicht nur für unsere Sünden, sondern auch für die der ganzen Welt. (1 Joh 2, 2).
Psalm 21,7-9: "Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, der Leute Spott, vom Volk verachtet. Alle, die mich sehen, verlachen mich, verziehen die Lippen, schütteln den Kopf: Er wälze die Last auf den Herrn, der soll ihn befreien! Der reisse ihn heraus, wenn er an ihm Gefallen hat." Die Evangelien berichten über die Verspottungen, die der gekreuzigte Jesus über sich ergehen lassen musste: "Die Leute, die vorbeikamen, verhöhnten ihn, schüttelten den Kopf und riefen: […] Wenn du Gottes Sohn bist, hilf dir selbst, und steig herab vom Kreuz! […] Er hat auf Gott vertraut: der soll ihn jetzt retten, wenn er an ihm Gefallen hat." (Mt 27, 39-43).
Psalm 22,19: "Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand." Tatsächlich, nachdem die Soldaten Jesus ans Kreuz geschlagen hatten, "nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen. Sie nahmen auch sein Untergewand, das von oben her ganz durchgewebt und ohne Naht war. Sie sagten zueinander: Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll." (Joh 19, 23-24).
Psalm 69,22: "Sie gaben mir Gift zu essen, für den Durst reichten sie mir Essig." Der Heilige Matthäus berichtet: "Und sie gaben ihm Wein zu trinken, der mit Galle vermischt war." (Mt 27, 34), und der Heilige Johannes: "Jesus sagte: Mich dürstet. Ein Gefäss mit Essig stand da. Sie steckten einen Schwamm mit Essig auf einen Ysopzweig und hielten ihn an seinen Mund." (Joh 19, 28-29).
Jesaja 53,9 (Elberfelder): "Bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tod." Der Heilige Matthäus berichtet: "Gegen Abend kam ein reicher Mann aus Arimathäa namens Josef. […] Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. […] Dann legte er ihn in ein neues Grab, das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen." (Mt 27, 57-60).
Sacharja 12,10: "Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben." Der Heilige Johannes erinnert an diese Prophetie, nachdem er berichtet hat, einer der Soldaten habe ihn mit der Lanze in seine Seite gestossen, und sogleich seien Blut und Wasser herausgeflossen. (Joh 19,34).
Alle diese Prophetien, fünf Jahrhunderte vor den Ereignissen niedergeschrieben, wurden von Jesus Christus in seinem Leiden erfüllt, und er war sich dessen bewusst. Sein letztes Wort am Kreuz war: "Es ist vollbracht", was bedeutete, dass alle Prophetien erfüllt sind (Joh 19,30). Noch am Abend seiner Auferstehung tadelt Jesus die Emmausjünger wegen ihrer Langsamkeit, das zu glauben, was die Propheten angekündigt haben; er erklärt ihnen den Sinn der Schriften, die sich auf ihn beziehen (Lk 24,26-27).

 

Auferstehung und ewige Herrschaft des Christus


Die Auferstehung des Messias am dritten Tag ist nicht explizit vorhergesagt, aber sie wird durch zahlreiche Texte des Alten Testaments angedeutet, z. B. durch Psalm 138,16; Hosea 6,3; Jonas 2,1 (ein Text, den Jesus auf sich selber bezieht: sh. Mt 12,40), Jes 53,10 so dass Paulus sagen kann: "Der Christus ist am dritten Tag auferweckt worden gemäss der Schrift" (1 Kor 15,4).

Daniel berichtet in seinen Visionen: "Da kam mit den Wolken des Himmels einer wie ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten (Gott Vater) und wurde vor ihn geführt. Ihm wurden Herrschaft, Würde und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und Sprachen müssen ihm dienen. Seine Herrschaft ist eine ewige, unvergängliche Herrschaft. Sein Reich geht niemals unter." (Dan 7,13-14).

Jesus Christus hat alle Prophetien erfüllt, eine Sache, die man nicht durch menschliche Berechnung erklären kann. Man muss sogar bemerken, dass eine grosse Zahl dieser Prophetien unabhängig waren vom Willen des Christus, z. B.: in Betlehem geboren werden, für dreissig Silberstücke verkauft werden, das Herz durch eine Lanze durchstossen werden. Also ist er tatsächlich der von Gott versprochene Messias, Gemäss den Worten an die Juden: "Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; gerade sie legen Zeugnis über mich ab." (Joh 5,39).

Die Weisheit und Heiligkeit von Jesus Christus beweisen, dass er der Gesandte Gottes ist
Die Feinde von Christus versuchten ihn zu diskreditieren, indem sie ihn als Verrückten behandelten (Mk 3,21) oder als einen von Dämonen Besessenen (Mt 12, 24). Aber sein ganzes Verhalten zeigt eine Weisheit und eine Heiligkeit ohnegleichen.

 

Die Weisheit von Jesus Christus


Sie wurde von den Lehrern im Tempel schon bewundert als Jesus erst 12 Jahre alt war (Lk 2, 47).
Die Menschenmenge war erstaunt über die Worte aus seinem Mund (vgl. Lk 4,22): "Noch nie hat ein Mensch so gesprochen." (Joh 7,46).
Der Heilige Petrus sagt zu Jesus: "Du hast Worte des ewigen Lebens." (Joh 6,68)
Der Christus löst die schwierigsten Probleme: die Ehebrecherin, der Denar des Kaisers, und niemand konnte ihm darauf etwas erwidern (Mt 22, 46).
Die Heiligkeit von Jesus Christus
Jesus hat ausserordentliche Tugenden besessen. Die Lektüre der Evangelien zeigt dies auf. Man bemerkt insbesonders:

Seine Liebe gegenüber Gott seinem Vater: er stirbt, damit die Welt erfährt, dass er seinen Vater liebt (vgl. Joh 14,31). Als sie ihn im Tempel sehen. beziehen die Apostel das prophetische Orakel auf ihn: "Der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt." (Ps 69,10; Joh 2,17)
Seine Nächstenliebe. Sie ist affektiv (er ist berührt tief betroffen als er den Leichenzug in Naïm sieht, er beweint den Tod des Lazarus), wirkungsvoll (er heilt Kranke, tut überall das Gute), schliesst alle ein, Juden und Heiden, und sogar seine Feinde (er nennt Judas smeinen Freund, er heilt das Ohr des durch Petrus verletzten Soldaten; am Kreuz betet er für jene, die ihn gekreuzigt haben). Seine Liebe hat nichts mit Schwäche zu tun: er benennt die Laster, droht den Sündern Konsequenzen an, vertreibt die Händler aus dem Tempel usw. Zuletzt erreicht er den Höhepunkt der Liebe: "Es gibt keine grössere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt." (Joh 15,13). Jesus hat dies gemacht.
Seine Frömmigkeit. Er verbrachte die Nächte oft im Gebet; er war fleissig bei den Zeremonien im Tempel. Noch im schrecklichen Todeskampf auf dem Ölberg verbrachte er drei Stunden im Gebet.
Seine Demut. Von seiner Geburt im Stall von Betlehem bis zu seinem Tod am Kreuz inmitten von Schwerverbrechern, hat Jesus viele Taten der Demut vollbracht. Er versuchte immer, dem Applaus der Menge zu entfliehen, und er empfahl den Geheilten niemandem etwas zu erzählen.
Seine Loslösung von irdischen Dingen war vollkommen. Geboren in einer Armut ohne gleichen, verdiente er sein Brot im Schweisse seines Angesichts. In seinem öffentlichen Leben lebte er von Almosen und "hatte keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen konnte." (Mt 8,20). Er starb vollständig ausgeraubt.
Seine Keuschheit. Sie war so perfekt, dass keiner seiner Gegner gewagt hat eine Anklage zu diesem Thema zu formulieren.
Die Feinde von Jesus mussten seiner Heiligkeit Rechnung tragen. Sie stellten ihm Fallen, sie lauerten ihm pausenlos auf, aber nie konnten sie ihn erwischen, dass er ein Wort ausgesprochen hätte, das man tadeln könnte, nie hat er eine Schuld auf sich geladen. Die Hohenpriester mussten falsche Zeugen zu Hilfe nehmen, um konkrete Anklagepunkte zu formulieren (die übrigens untereinander widersprüchlich waren). Wenn sie ihn wegen Gotteslästerung verurteilten, da er gesagt hatte, er sei der Sohn Gottes, so ist diese Behauptung keine Gotteslästerung sondern die Wahrheit (sh. unten). Judas gibt zu: "Ich habe euch einen unschuldigen Menschen ausgeliefert" (Mt 27,4) und Pilatus erklärt, er sei "unschuldig am Blut dieses (gerechten) Menschen" (Mt 27, 24). Und auch Jesus konnte ohne Furcht sagen widerlegt zu werden: "Wer von euch kann mir eine Sünde nachweisen?" (Joh 8, 46).

Wenn Jesus nicht heilig gewesen wäre, könnten wir sein Zeugnis anzweifeln; man müsste aber immer noch erklären wie er so viele Wunder wirken konnte. Aber da Jesus ein Vorbild an Tugend war, wäre es ein Widerspruch, wenn er uns darin getäuscht hätte, er sei der Messias - er, der nie irgendeine Lüge ausgesprochen hat, sei sie noch so klein.

 

Die Wunder beweisen den göttlichen Auftrag von Jesus Christus


Als Wunder bezeichnet man eine mit den Sinnen erfassbare Tatsache welche die menschlichen Möglichkeiten übersteigt, eine Abweichung von den Naturgesetzen, die ohne das spezielle Eingreifen Gottes nicht möglich ist.

Die Evangelien zeigen, dass Jesus echte Wunder gewirkt hat
Die Wunder von Christus waren:

wirklich Taten die jegliche menschliche Kraft übersteigen und die Naturgesetze ausser Kraft setzen: er verwandelte Wasser in Wein, ging auf dem Wasser des Sees, heilte Krankheiten, die zu jener Zeit unheilbar waren. wie Lepra, Blindheit - und er heilte sie auf eine spezielle Art (nie würde ein Arzt einen Blinden heilen, indem er ihm etwas von seinem Speichel auf die Augen schmiert); er weckte sogar Tote auf - z. B. Lazarus, der schon vier Tage im Grab lag (vgl. Joh 11,43-44)
sehr zahlreich: "Es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte."(Lk 6,19). "Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan." (Joh 20, 30)
mit Vollmacht ausgeführt: um den Sturm zu stillen, rief Jesus: "Schweig, sei still!" (Mk 4,39). Er befahl den Dämonen: "Verlass diesen Mann, du unreiner Geist!" (Mk 5,8); der Tochter des Jaïrus, die tot war: "Mädchen, ich sage dir, steh auf!" (Mk 5,41).
wurden sogar von den Feinden von Jesus festgestellt. "Dieser Mensch tut viele Zeichen, sagen die Hohenpriester. Wenn wir ihn gewähren lassen, werden alle an ihn glauben." (Joh 11,47-48).
Das grösste Wunder Christi, seine Auferstehung von den Toten, ist ein ausgezeichneter Beweis seiner göttlichen Sendung
Jesus hatte seinen Tod am Kreuz vorhergesagt (Mt 26, 2) und auch seine Auferstehung am dritten Tag (Mt 20, 19); die Hohenpriester waren über diese Prophetie unterrichtet (vgl. Mt 27,63), und hatten als Konsequenz daraus Vorsichtsmassnahmen getroffen um deren Verwirklichung zu verhindern (Versiegelung, Wachen vor dem Grab; vgl. Mt 27,66).

Am Ostermorgen, als die Soldaten erschreckt flohen, erklärte der Engel den heiligen Frauen: "Er ist auferstanden, wie er gesagt hat." (Mt 28,6).
Der lebende Jesus zeigt sich den heiligen Frauen, seinen Aposteln und Jüngern, schon am Tag seiner Auferstehung und auch noch während der vierzig folgenden Tage. Die Apostel denken, Jesus sei ein Geist; der Heiland lädt sie dazu ein, ihn zu berühren und er isst in ihrer Gegenwart. Er zeigt sich mehr als fünfhundert Jüngern bevor er in den Himmel auffährt (1 Kor 15,6).

Seit dem Pfingsttag, nachdem er vom Heiligen Geist erfüllt wurde, verkündigt der heilige Petrus die Auferstehung von Christus. Nachdem er den Lahmen an der Tempelpforte geheilt hat, erklärt der Apostelfürst: "Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Dafür sind wir Zeugen." (Apg 3,15).

Die Auferstehung von Jesus Christus ist das grosse Leitmotiv für die Glaubhaftigkeit der Apostel. Der heilige Paulus insbesondere macht daraus die Grundlage seiner Verkündigung. "Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos. […] Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen" (1 Kor 15,14-20). Und unter diesem wichtigen Gesichtspunkt ist die Auferstehung eng verbunden mit der Erlösung. Diese – die Hoffnung auf Erlösung jener, die ihm nachfolgen – ist selbst zu einem wesentlichen Glaubensmerkmal geworden, ohne dass dadurch die äußerlich feststellbare historische Tatsache herabgemindert wird. Sinn und Zusammenhang dieses Satzes verstehe ich nicht

Wenn Christus nicht auferstanden wäre, müsste man erklären, wie die Apostel zu ihrem Glauben gekommen sind, der so stark war, dass sie sich für die Verkündigung der Auferstehung umbringen liessen; und auch, wie die Welt dazu gebracht worden ist, ihrem Wort zu glauben. Dies bewegte den heiligen Augustinus zu sagen: "Von zwei Dingen trifft eines zu. Wenn sie an diese Wunder nicht glauben, welche durch die Apostel Christi gewirkt wurden als Beweis fur die Auferstehung und Himmelfahrt Christi, so genügt uns dieses eine grosse Wunder, dass dies die ganze Welt geglaubt hat ohne ein Wunder." (De civitate Dei, 22,5)

 

JESUS CHRISTUS IST GOTT

 
Christus offenbarte seine Gottheit Schritt für Schritt. Der Schleier wird durch Anspielungen gelüftet, die immer konkreter werden, wie eine Selbstverständlichkeit, die von seiner Person ausgeht. Die Demonstration der Gottheit Jesu trägt die Züge seiner Persönlichkeit: seine Einfachheit und Geradlinigkeit.

Dieser fortschreitende Charakter der Offenbarung war unter anderem notwendig wegen der Eigenheiten des religiösen Umfelds der Juden. Eine klare Bestätigung der Gottheit Jesu zu Beginn seines öffentlichen Wirkens wäre völlig unverständlich gewesen, wenn man bedenkt wie strikt monotheistisch die Israeliten waren. Er offenbart das Mysterium seiner göttlichen Natur vor allem am Ende seines öffentlichen Wirkens und in seinem Leiden:
"Ich und der Vater sind eins." (Joh 10, 30).

 

Jesus Christus wird im wahren Sinne des Wortes "Herr" und "Sohn Gottes" genannt


Noch bevor Christus auf die Welt kommt und seine Lehre verkündigt, hat es Gott gefallen, diese Wahrheit den Menschen bekannt zu machen. Der Erzengel Gabriel, der Maria ankündigt, sie werde die Mutter des Retters werden, sagt ihr:
"Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden." (Lk 1,35). Als sich Christus dreissig Jahre später ans Jordanufer begibt, um sich taufen zu lassen, bestätigt Gott die Worte des Engels:
"Eine Stimme aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe." (Mt 3, 17; vgl. auch Mt 17,5; vgl. Katechismus der Katholischen Kirche KKK 444).

 

Jesus Christus wird "Herr" genannt


In der griechischen Übersetzung der Bücher des Alten Testaments wird der unaussprechliche Name Gottes unter dem er sich dem Moses offenbart mit "Herr" wiedergegeben. "Herr" wird von da an der gebräuchlichste Name, um die Gottheit des Gottes Israels selbst zu bezeichnen. Das Neue Testament benützt diese starke Bedeutung des Titels "Herr" zum einen für Gott Vater, aber auch und das ist die Innovation auch für Jesus, der so als Gott selber anerkannt wird:
"Vielmehr verkündigen wir das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung. Keiner der Machthaber dieser Welt hat sie erkannt; denn hätten sie die Weisheit Gottes erkannt, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt." (1 Kor 2, 7-8).

Jesus bezieht diesen Titel auf verborgene Weise auf sich selber als er mit den Pharisäern über den Sinn von Psalm 110 diskutiert: Jesus fragte die Pharisäer, die bei ihm versammelt waren: "Was denkt ihr über den Messias? Wessen Sohn ist er? Sie antworteten ihm: Der Sohn Davids. Er sagte zu ihnen: Wie kann ihn dann David, vom Geist (Gottes) erleuchtet, "Herr" nennen? Denn er sagt: Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich mir zur Rechten und ich lege dir deine Feinde unter die Füsse. Wenn ihn also David "Herr" nennt, wie kann er dann Davids Sohn sein? Niemand konnte ihm darauf etwas erwidern und von diesem Tag an wagte keiner mehr, ihm eine Frage zu stellen." (Mt 22, 41-46).
Die einzige mögliche Antwort auf das Dilemma ist, das David, erleuchtet durch den Heiligen Geist, erkannt hat, dass er niedriger ist als der Messias, der zwar als Mensch sein zukünftiger Nachkomme ist, aber zugleich auch Gott selber, sein Schöpfer.

Jesus benützt den Titel "Herr" auch explizit, wenn er zu den Aposteln sagt: "Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es." (Joh 13,13; vgl. KKK 446-447).

 

Jesus Christus wird "Sohn Gottes" genannt


Im Alten Testament wird der Titel "Söhne Gottes" (im Plural) manchmal benützt für Engel, für das auserwählte Volk, für die Kinder Israels und ihre Könige. Er bezeichnet also ein Adoptivverhältnis das zwischen Gott und seinen Geschöpfen eine familiäre Vertraulichkeit herstellt. Aber mit der Behauptung der Evangelien, Jesus Christus sei "der Sohn Gottes" (im Singular und mit bestimmtem Artikel im Griechischen) verhält es sich ganz anders.

Als Martha, die Schwester des Lazarus, zu Jesus sagt:
"Ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll," (Joh 11,27) da akzeptiert der göttliche Meister diesen Titel.
Eines Tages fragt Christus die Apostel: "Für wen haltet ihr mich?" Simon Petrus antwortet: "Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!" Jesus sagte zu ihm: "Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel." (Mt 16, 15-17). Hätte Jesus so reagiert, wenn der Ausdruck "Sohn Gottes" im gewöhnlichen Sinne zu verstehen gewesen wäre (ein Sohn unter vielen anderen)? Gewiss nicht, den sonst wäre die Antwort des Petrus eine Banalität gewesen. Der heilige Petrus erkannte den transzendenten Charakter der Gottessohnschaft Jesu, und dieser hat es ihn deutlich sagen lassen. (vgl. KKK 442, 443).
Vor dem Hohen Rat der Juden (Sanhedrin) befragt der Hohepriester Kajaphas Jesus: "Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, sag uns: Bist du der Messias, der Sohn Gottes?" Jesus antwortete: "Du hast es gesagt." Da zerriss der Hohepriester sein Gewand und rief: "Er hat Gott gelästert! […] Was ist eure Meinung?" Und die Priester riefen laut: "Er ist schuldig und muss sterben." (Mt 26, 63-66). In ihren Augen musste Jesus nach dem Gesetz von Moses wie ein Gotteslästerer gesteinigt werden, weil er sich mit Gott gleich gesetzt hatte. Sie hatten also die Reichweite der Behauptung von Christus wohl verstanden: Ich bin der Sohn Gottes. Aber geblendet durch ihre Vorurteile und Leidenschaften wollten sie nicht an Ihn glauben (vgl. KKK 443).
Die Juden wussten sehr wohl, dass Jesus Christus sich Sohn Gottes genannt hatte, so dass sie Pilatus entgegneten, als dieser seine Unschuld beteuerte: "Wir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz muss er sterben, weil er sich als Sohn Gottes ausgegeben hat." (Joh 19, 7). Die Juden sagten ironisch zu Jesus, als er im Todeskampf am Kreuz hing: "Wenn du Gottes Sohn bist, hilf dir selbst, und steig herab vom Kreuz!" (Mt 27, 40)
Manchmal bezeichnet sich Jesus einfach als Sohn, und verwendet im gleichen Atemzug den Begriff Vater für Gott: "Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will." (Mt 11, 27).
Der Sohn steht sogar noch über den Engeln: "Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater." (Mt 24,36)
[Bemerkung: Mit diesem Ausspruch will unser Herr sagen, dass der durch die göttliche Vorsehung festgelegte Zeitpunkt des Gerichts, der auf das Ende der Welt folgt, nicht zu den Dingen gehört, die er den Menschen bekannt machen soll. Dies will auf keinen Fall seine göttliche Natur herabmindern].

Mehr noch: Jesus bezeichnet sich klar als "einzigen Sohn" Gottes. Als er mit Nikodemus spricht, drückt er dies so aus: "Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. […] Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat." (Joh 3, 16-18).

Jesus Christus hat Gott Vater genannt und hat von sich gesagt, er sei ihm gleich


Die ersten und letzten bekannten Worte unseres Herrn Jesus Christus sind eine Bestätigung seiner einzigartigen Beziehung mit Gott seinem Vater. Als er seine Mutter, die Jungfrau Maria und seinen Pflegevater, den heiligen Josef im Tempel wieder sieht, die ihn drei Tage vergeblich und in grosser Angst gesucht haben, sagt er ihnen: "Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?" (Lk 2, 49). Bevor Jesus Christus am Kreuz sein Leben aushaucht, ruft er aus: "Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist." (Lk 23,46). Im Alten Testament ruft das jüdische Volk Gott gelegentlich als Vater an (z.B. in Jesaja 64, 7). Dies im Sinn von "Schöpfer" - aber niemals nennt irgendeine Person Gott "mein Vater", nicht einmal Moses oder Elias.
Als er die Händler aus dem Tempel vertreibt, sagt er: "Macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle!" (Joh 2,16). Beim letzten Abendmahl tröstet er seine Jünger mit den Worten: "Ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben" (Joh 14,16).
Christus schreibt sich die selbe Natur zu wie seinem Vater. "Ich und der Vater sind eins." (Joh 10,30). Dadurch will Jesus seine absolut einzigartige Beziehung zu Gott aufzeigen. Die Juden haben aus diesen Worten den Anspruch Jesu herausgehört, göttlich zu sein... und darum wollen sie ihn steinigen: "Wir steinigen dich nicht wegen eines guten Werkes, sondern wegen Gotteslästerung; denn du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott." (Joh 10, 30-33)
Jesus antwortet Philippus auf seine Bitte, den Aposteln den Vater zu zeigen: "Philippus, Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. […] Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist?" (Joh 14,9-11).
Es stimmt: Jesus lehrt seine Jünger beim Beten "Vater unser" sagen (Mt 6, 9). Aber er sagt dies so: "So sollt ihr beten: Vater unser." Er selbst nimmt sich davon aus und unterscheidet sich zu seinen Jüngern. Nur bei ihnen handelt es sich um ein Adoptivverhältnis, die ihren Grund in der Fleischwerdung von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, hat. (vgl. Röm 8,15). Deshalb unterscheidet Jesus am Tag seiner Auferstehung diese zwei Arten von Vaterschaft als er der heiligen Maria Magdalena einschärft: "Sag meinen Brüdern: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater." (Joh 20,17; vgl. KKK 443).
Jesus sagt: "Der Vater hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren." (Joh 5, 22-23).
Jesus Christus hat sich eine Vollmacht zugeschrieben, die allein Gott zusteht
Jesus Christus bestätigt seine Ewigkeit: "Noch ehe Abraham wurde, bin ich" (Joh 8,58). Christus sagt nicht "ich war" sondern "ich bin" und lässt dabei durchblicken, dass es für ihn keine Vergangenheit gibt, sondern eine ewige Gegenwart. Diese Formulierung erinnert an die Offenbarung des Gottesnamens an Moses beim brennenden Dornbusch: "Ich bin der «Ich-bin-da»" (Ex 3, 14). Auch hier schreien die Juden: Gotteslästerung!
Allein die göttliche Identität der Person Jesus kann einen Ausspruch rechtfertigen wie diesen: "Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich" (Mt 12,30); (vgl. KKK, 590).
Beim letzten Abendmahl ruft Jesus seinen Vater an: "Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war" (Joh 17,5).
Jesus schreibt sich Allmacht zu, wie sie sein Vater hat: "Was nämlich der Vater tut, das tut in gleicher Weise der Sohn. […] Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will." (Joh 5,19ff.) "Ich gebe mein Leben hin, um es wieder zu nehmen. Niemand entreisst es mir […]. Ich habe Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen."(Joh 10,18).
Jesus hat die Macht unsere Körper vom Tod aufzuerwecken und uns das ewige Leben zu schenken: "Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag." (Joh 6,54).
Jesus Christus bezeugt seine Macht Sünden zu vergeben und Menschen zu richten (vgl. KKK, 589, 594, 1441). "Hab Vertrauen, mein Sohn," sagt er dem Gelähmten, "deine Sünden sind dir vergeben!" (Mt 9, 2). Die Pharisäer empören sich über diese Aussage: Wer kann Sünden vergeben, ausser Gott allein? Tatsächlich hatten die Priester unter dem alten Gesetz nicht die Macht eine Beleidigung gegenüber Gott zu vergeben. Christus wird diese Vollmacht den Priestern unter dem neuen Gesetz anvertrauen. Um zu beweisen, dass er die Vollmacht zur Sündenvergebung besitzt, heilt Jesus auf wunderbare Weise diesen unglücklichen Menschen, der seine Glieder nicht bewegen kann. Hätte Jesus wirklich Gott gelästert indem er ihm seine Sünden vergab, hätte Gott ihm niemals die Macht gegeben, ein solches Wunder zu wirken.
Er nahm das Bekenntnis des Thomas an, als dieser acht Tage nach seiner Auferstehung vor ihm auf die Knie ging und sagte: "Mein Herr und mein Gott!" (Joh 20, 28).

SCHLUSSFOLGERUNG ÜBER DIE GOTTHEIT JESU CHRISTI


An die Juden, die nicht an ihn glauben, richtet Christus die folgenden Worte: "Ihr sagt: Du lästerst Gott - weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? Wenn ich nicht die Werke meines Vaters vollbringe, dann glaubt mir nicht. Aber wenn ich sie vollbringe, dann glaubt wenigstens den Werken, wenn ihr mir nicht glaubt. Dann werdet ihr erkennen und einsehen, dass in mir der Vater ist und ich im Vater bin." (Joh 10, 36-38).

Einige Jahre später, zur Zeit der ersten Christen, wird der Heilige Paulus den Glauben der Urkirche übersetzen und erklären, nachdem er darüber ein Gespräch mit Petrus, Johannes und Jakobus geführt hatte (vgl. Gal 2,1-10): "Jesus Christus ist vor aller Schöpfung, in ihm hat alles Bestand." (Kol 1, 17); "Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen" (Kol 1,19); "Sie haben die Väter und dem Fleisch nach entstammt ihnen der Christus, der über allem als Gott steht, er ist gepriesen in Ewigkeit" (Röm 9, 5); "Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäusserte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich." (Phil 2, 6-7).

"Gott hat in seiner Güte und Weisheit beschlossen, sich selbst zu offenbaren […]. In dieser Offenbarung redet der unsichtbare Gott aus überströmender Liebe die Menschen an wie Freunde und verkehrt mit ihnen, um sie in seine Gemeinschaft einzuladen und aufzunehmen. […] Die Tiefe der durch diese Offenbarung über Gott und über das Heil des Menschen erschlossenen Wahrheit leuchtet uns auf in Christus, der zugleich der Mittler und die Fülle der ganzen Offenbarung ist." (Vat. II, Dei verbum, 2).

Christus erklärt: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben" (Joh 14,6). Es ist wichtig, ja notwendig, für unser Heil, dass wir an Jesus Christus glauben und an Den, der ihn zu unserem Heil gesandt hat. "Denn ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen" (Heb 11, 6) und das Schicksal seiner Kinder zu teilen. Nie wurde jemand ohne Glauben gerechtfertigt und niemand, der nicht wenigstens im Glauben standhaft war, wird am Ende das ewige Leben erhalten.

Glaube ist nur möglich dank der Gnade und Hilfe des Heiligen Geistes. Lasst uns diese Gnade durch unser eifriges Gebet erbitten: "Ich glaube; hilf meinem Unglauben!" (Mk 9, 24). Dieses Gebet wird erhört werden, wenn wir es vertrauensvoll, ausdauernd und demütig verrichten: "Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet" (Mt 7, 7).

Die heiligste Jungfrau Maria, die Mutter von Jesus Christus und dadurch Muttergottes und der heilige Josef, sein Pflegevater, sollen uns zu Jesus führen.

 

Quellenangabe


Wir danken den Mönchen der Abtei Saint-Joseph de Clairval für die Erlaubnis, diesen Artikel zu übersetzen. Das Original heisst: Je crois en Jésus Christ, le fils de Dieu.

Die Abtei Saint-Joseph de Clairval verschickt übrigens auf Anfrage einen monatlichen Rundbrief mit Lebensbeschreibungen von Heiligen, den wir gerne empfehlen.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Ich_glaube_an_Jesus_Christus%2C_den_Sohn_Gottes)

 

Predigt zum HOCHFEST KREUZERHÖHUNG 2014


+Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.


Liebe Schwestern und Brüder,

wie oft machen wir das Kreuzzeichen? – so wie jetzt vor dem Beginn der Predigt. „Oft“ werden Sie sagen. „Wie oft?“ könnte ich entgegnen. Hand auf´s Herz; gezählt haben wir es noch nie, aber das Kreuzzeichen bestimmt unser christliches Leben.


Bei der Taufe wird am Beginn der Feier dem Täufling das Kreuz auf die Stirn gezeichnet, und der Taufpriester oder Diakon sagt: „N., mit großer Freude empfängt dich die Kirche, die Gemeinschaft der Glaubenden. In ihrem Namen bezeichne ich dich mit dem Zeichen des Kreuzes. Nach mir werden auch deine Eltern und Paten dieses Zeichen Christi, des Erlösers auf Deine Stirn zeichnen“. 


Und am Ende unseres irdischen Pilgerweges wird noch einmal das Kreuz über uns geschlagen. Nachdem der Sarg ins Grab gesenkt wird, macht der Priester das Kreuzzeichen über dem Sarg und spricht: „Das Zeichen unseres Herrn und Erlösers, das Kreuz Jesu Christi sei aufgerichtet über Deinem Grab. Der Friede sei mit dir!“


Das Kreuz wird aufgerichtet. Wir schauen auf das Kreuz, feiern Kreuzerhöhung. Dieses Fest ist ein sehr wichtiges, ein sehr schönes Fest auch, ein so wichtiges Fest, dass es sogar den gewöhnlichen Sonntag verdrängt; das grün des Jahreskreises verwandelt sich in die rote Farbe des Blutes, der Passion, der Liebe. Und trotzdem hat dieses Fest in der lateinischen Kirche seinen Glanz verloren, wenn man mal von den Kirchen und Klöstern absieht, die dem Heiligen Kreuz geweiht sind. Die Ostkirche hat sich diesen Schatz bewahrt, und so gehört Kreuzerhöhung mit zu den schönsten und höchsten Festen in der Orthodoxen Kirche.


Für mich persönlich ist dieser Tag auch ein besonderer Tag. Am Kreuzerhöhungsfest 2005 wurde ich in Heiligenkreuz zum Priester geweiht. Da in diesem Jahr das Fest auf einen Sonntag fällt, ist es mir erlaubt auch zu predigen. 


Jeder, der am Sonntag Abend zur heiligen Messe in die Neuklosterkirche kommt, weiß, dass sich der Prediger der modernen Medien bedient. Und so habe ich gestern Nachmittag mit einem guten Freund aus Deutschland gechattet, der der Ostkirche sehr nahe steht.


Ich hab ihn gefragt: „Kennst du nicht ein schönes Gebet, in dem vom Kreuz die Rede ist?“ Und ehe ich „Komm Heiliger Geist“ beten konnte, hat er mir Texte geschickt, und ich hab ihm dann gesagt: „Morgen predigst DU! Da hab ich ja schon den Grundstock für meine Predigt!“ 


Sein Kommentar war sinngemäß „Ich predige ja nich, das sind ja liturgische Texte der Ostkirche...“.




Es heißt in diesem Hymnus auf das Kreuz:

Heute wird der in der Erde verborgene Baum des Lebens erhöht,

an den Christus gehängt war.

So wird gefestigt unser Glaube an die Auferstehung.

Hoch erhoben durch des Priesters Hand,

verkündet das Kreuz seine Auffahrt in die Himmel.

Durch sie wird unsere gefallene Natur erhöht

und in die himmlischen Wohnungen versetzt.

Lasset uns danksagen und rufen:

O Herr, der Du auf das Kreuz erhoben warst,

Du hast mit Dir selbst auch uns erhoben.

Würdige der himmlischen Freude, die Dich in Liebe preisen!


Was für ein schöner Text! Kreuzerhöhung!


Vom Baum des Lebens spricht dieser Text, und vom Glauben an die Auferstehung. „Dein Kreuz, o Herr, verehren wir, und deine heilige Auferstehung preisen und rühmen wir – denn siehe: durch das Holz des Kreuzes kam Freude in alle Welt“.


Das Kreuz – Zeichen der Freude, Schlüssel zum Leben? Die Menschen sind auf der Suche nach der Mitte des Lebens, nach dem Sinn des Lebens. Unser „Lebenssinn“ ist Jesus Christus, und zwar als der Gekreuzigte, der Erlöser, der – wie es im Text eben geheißen hat – „die gefallene Natur erhöht und in die himmlischen Wohnungen“ versetzt“.


Ohne Kreuz und ohne den Gekreuzigten geht es nicht. Die lateinische Liturgie bringt das sehr schön zum Ausdruck. Wenn bei der Priesterweihe dem Neugeweihten, nachdem er mit dem Messgewand bekleidet worden ist und ihm vom Bischof die Hände gesalbt wurden, Hostienschale und Kelch überreicht werden, sagt ihm der Bischof: „Nimm hin die Gaben des Volkes für die Feier des Heiligen Opfers! Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes! 


Drei Aufforderungen, Imperative, die nicht nur – so meine ich – dem Priester gesagt werden sollen, sondern drei Aufforderungen, die an uns alle gerichtet sind.


Bedenke, was du tust!

Was tun wir eigentlich? Jetzt feiern wir die Heilige Messe, begehen Christi Kreuzesopfer, das sich in unblutiger Weise auf unserem Altar erneuert. Wir feiern die Memoria Domini, das, was Christus uns aufgetragen hat. Aber diese Feier ist kein Ritual, diese Feier führt zu etwas hin oder soll zu etwas hinführen: „Ite, missa est! heißt es am Ende, und das bedeutet: „Geht hin, jetzt müsst ihr das, was Ihr hier erfahren und empfangen habt, in euren Alltag tragen!“ Euer Glaube muss sich im Alltag bewähren!“


Es ist schön eine Kette mit Kreuz oder einen Rosenkranz um den Hals zu tragen. Aber noch schöner ist es, aus dieser Verbindung zu Christus, dem Gekreuzigten zu leben. „Wir aber rühmen uns im Kreuz unseres Herrn“ sagt Paulus im Galaterbrief (Gal 6).


Daraus erwächst das Zweite: Ahme nach, was du vollziehst!

Im Philipperbrief des hl. Paulus heißt es: „Seid gesinnt wie Christus Jesus, er hat euch geliebt und sich für euch hingegeben“ (Phil 2). Ist unsere Gesinnung immer so, dass sie der Gesinnung Christi entspricht? Wie begegne ich meinen Mitmenschen. Es genügt nicht – wie meine Oma immer gesagt hat – „sich die Knie wund zu rutschen“ und den anderen zu zeigen „wie fromm man doch ist“, sondern es geht darum, aus dem und im Geist Christi zu handeln. Dazu gehört auch, die Menschen so anzunehmen, wie sie sind, mit all ihren Stärken und Schwächen. Das ist nicht immer einfach, weil wir uns von Sympathie und Antipathie bestimmen lassen, von Situationen und dem, was „die anderen“ sagen. Christus ist den Menschen in Liebe begegnet. Versuchen wir es, auch wenn es für uns manchmal Bußgänge sind, oder uns deutlich gezeigt wird, dass wir manchem Kreuz, das wir mit Menschen haben, ausgeliefert sind.


Und daraus folgt dann das Dritte: Stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes!

Wir kennen sie alle, die kleinen und großen Kreuze in unserem Leben, die Kreuze, die wir gern abgeben würden, weil sie uns zu sehr drücken. Schauen wir auf das Kreuz Jesu. Er hat es angenommen und getragen. Er ist unter diesem Kreuz – so sagt es die Tradition – dreimal gefallen. Aber er ist wieder aufgestanden. Meine Oma hat immer gesagt: „Es ist keine Schande zu fallen und wieder aufzustehen. Eine Schande ist es, liegenzubleiben, zu resignieren!“ Er gibt uns die Kraft aufzustehen: „Du hast mit Dir selbst auch uns erhoben“ heißt es im Gebet aus der Ostkirche.


Ich kann nicht Ostern feiern, ohne vorher den Karfreitag durchgestanden zu haben. Sich also vor dem Kreuz zu drücken, gilt nicht! Das Kreuz ist ein Teil in unserem Leben. Wenn wir es annehmen und durchtragen, dürfen wir das Wort aus der Vision Kaiser Konstantins des Großen uns vor Augen halten: „In hoc signo vinces“.


Und so wollen an diesem Tag mit den Worten aus der Orthodoxie beten und bitten : „Rette dein Volk, und segne dein Erbe.... behüte deine Gemeinde durch dein Kreuz.... Der du freiwillig auf das Kreuz Dich erhoben, Christus, Gott, schenke Dein Erbarmen Deiner neuen, nach Dir benannten Gemeinde. Stärke alle, die für sie Verantwortung tragen mit deiner Kraft! Gewähre Sieg über das Böse, Frieden in Deiner Gemeinschaft durch .... das unüberwindliche Siegeszeichen!“


„Dein Kreuz, o Herr, verehren wir, und deine Heilige Auferstehung preisen und rühmen wir; denn siehe: durch das Holz des Kreuzes kam Freude, Erlösung und Hoffnung in die ganze Welt“. Amen. 


Pater Gereon Gschwandtner OCist

15.09.2014

(used with permission)

kathpedia.com: Namen-Jesu Litanei

Die Namen-Jesu-Litanei geht auf den Beginn des 15. Jh. zurück und ist vermutlich von den beiden Predigern und Verehrern des Namens Jesu, dem heiligen Bernhardin von Siena und dem heiligen Johannes von Capestrano, verfasst worden. Die Litanei wurde 1886 von Papst Leo XIII. für den liturgischen Gebrauch approbiert.

 

Deutscher Text


V./ A. Herr, erbarme Dich unser
V./ A. Christus, erbarme Dich unser
V./ A. Herr, erbarme Dich unser
V./ A. Jesus höre uns
V./ A. Jesus erhöre uns


V. Gott Vater im Himmel, A. erbarme Dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt,...
Gott Heiliger Geist,...
Heiligste Dreifaltigkeit, ein Einiger Gott,...

Jesus, Du Sohn des lebendigen Gottes,...
Jesus, Du Abglanz des Vaters,...
Jesus, Du Glanz des ewigen Lichtes,...
Jesus, Du König der Herrlichkeit,...
Jesus, Du Sonne der Gerechtigkeit,...
Jesus, Du Sohn der Jungfrau Maria,...
Jesus, Du liebenswürdiger,...
Jesus, Du Wunderbarer,...
Jesus, Du starker Gott,...
Jesus, Du Vater der Zukunft,...
Jesus, Du Verkünder des großen Ratschlusses,...
Jesus, Du Mächtigster,...
Jesus, Du Geduldigster,...
Jesus, Du Gehorsamster,...
Jesus, sanft und demütig von Herzen,...
Jesus, Du Freund der Keuschheit,...
Jesus, voll Liebe zu uns Menschen,...
Jesus, Du Gott des Friedens,...
Jesus, Du Urheber des Lebens,...
Jesus, Du Vorbild der Tugenden,...
Jesus, voll Eifer für das Heil der Seelen,...
Jesus, unser Gott,...
Jesus, unsere Zuflucht,...
Jesus, Du Vater der Armen,...
Jesus, Du höchstes Gut der Gläubigen,...
Jesus, Du guter Hirt,...
Jesus, Du wahres Licht,...
Jesus, Du ewige Weisheit,...
Jesus, Du unendliche Güte,...
Jesus, unser Weg und unser Leben,...
Jesus, Du Freude der Engel,...
Jesus, Du König der Patriarchen,...
Jesus, Du Meister der Apostel,...
Jesus, Du Lehrer der Evangelisten,...
Jesus, Du Stärke der Märtyrer,...
Jesus, Du Licht der Bekenner,...
Jesus, Du Reinheit der Jungfrauen,...
Jesus, Du Krone aller Heiligen,...

V. Sei uns gnädig,
A. verschone uns, o Jesus!
V. Sei uns gnädig,
A. erhöre uns, o Jesus!
V. Von allem Übel,
A. erlöse uns, o Jesus!

Von aller Sünde,...
Von Deinem Zorne,...
Von den Nachstellungen des Teufels,...
Vom Geiste der Unlauterkeit,...
Vom ewigen Tode,...
Von der Vernachlässigung Deiner Einsprechungen,...
Durch das Geheimnis Deiner heiligen Menschwerdung,...
Durch Deine Geburt,...
Durch Deine Kindheit,...
Durch Dein göttliches Leben,...
Durch Deine Arbeiten und Deine Mühen,...
Durch Deine Todesangst und Dein Leiden,...
Durch Dein Kreuz und Deine Verlassenheit,...
Durch Deine Schmerzen,...
Durch Deinen Tod und Dein Begräbnis,...
Durch Deine Auferstehung,...
Durch Deine Himmelfahrt,...
Durch die Einsetzung des heiligsten Altarssakramentes,...
Durch Deine Freuden,...
Durch Deine Herrlichkeit,...

V. Lamm Gottes, DU nimmst hinweg die Sünden der Welt,
A. verschone uns, o Herr.
V. Lamm Gottes, DU nimmst hinweg die Sünden der Welt,
A. erhöre uns, o Herr.
V. Lamm Gottes, DU nimmst hinweg die Sünden der Welt,
A. erbarme Dich unser.

V. Jesus, A. höre uns! V. Jesus, A. erhöre uns!

V. Lasset uns beten!
Herr Jesus Christus, Du hast gesagt: Bittet, und ihr werdet empfangen, suchet, und ihr werdet finden, klopfet an, und es wird euch aufgetan werden; gib uns doch auf unsere Bitten hin das Feuer Deiner göttlichen Liebe, damit wir Dich von ganzem Herzen in Wort und Tat lieben und von Deinem Lobe niemals ablassen. Der Du lebst und herrschest von Ewigkeit zu Ewigkeit.
A. Amen

 

Lateinischer Text: Litaniae sanctissimi nominis Jesu


V./ A. Kyrie, eléison
V./ A. Christe, eléison
V./ A. Kyne, eléIson
V./ A. ChrIste, audi nos
V./ A. Christe, exáudi nos


V. Pater de caelis Deus, A miserére nobis
Fili, Redémptor mundi, Deus, miserére nobis
Spíritus Sancte, Deus, miserére nobis
Sancta Trínitas, unus Deus, miserére nobis


V. Jesu, Fili Dei vivi, A.miserére nobis
Jesu, splendor Patris,...
Jesu, candor lucis aetérnae,...
Jesu, rex glóriae,...
Jesu, sol iustítiae,...
Jesu, Fili Maríae Virgínis,...
Jesu amábilis,...
Jesu admirábilis,...
Jesu, Deus fortis,...
Jesu, pater futúri sáeculi,...
Jesu, magni consili ángele,...
Jesu potentíssime,...
Jesu patientíssime,...
Jesu obedientissíme,...
Jesu, mitis et húmllis corde,...
Jesu, amátor castitátis,...
Jesu, amátor noster,...
Jesu, Deus pacis,...
Jesu, auctor vitae,...
Jesu, exémplar virtútum,...
Jesu, zelátor animárum,...
Jesu, Deus noster,...
Jesu, refúgium nostrum,...
Jesu, pater páuperum,...
Jesu, thesáure fidélium,...
Jesu, bone pastor,...
Jesu, lux vera,...
Jesu, sapiéntia aetérna,...
Jesu, bónitas infinita,...
Jesu, via et vita nostra,...
Jesu, gáudium Angelórum,...
Jesu, rex Patriarchárum,...
Jesu, magister Apostolórum,...
Jesu, doctor Evangelistárum,...
Jesu, fortitúdo Martyrum,...
Jesu, lumen Confessórum,...
Jesu, púritas Virginum,...
Jesu, coróna Sanctórum ómnium,...


V Propitius esto A. parce nobis, Jesu
V Propitius esto A. exaudi nos, Jesu
Ab omni maIo A. líbera nos, Jesu
Ab omni peccáto,...
Ab ira tua,...
Ab insídiis diáboli,...
A spíritu fornicatiónis,...
A morte perpétua,...
A negléctu inspiratiónum tuárum,...
Per mystérium sanctae incarnatiónis tuae,...
Per nativitátem tuam,...
Per infántiam tuam,...
Per divinssimam vitam tuam,...
Per labóres tuos,...
Per agoníam et passiónem tuam,...
.Per crucem et derelictiónem tuam,...
Per languóres tuos,...
Per mortem et sepultúram tuam,...
Per resurrectiónem tuam,...
Per ascensiónem tuam,...
Per sanctíssimre Eucharistiae institutiónem tuam,...
Per gáudia tua,...
Per glóriam tuam,...


V. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi,
A. parce nobis, Domine
V. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi,
A. exaudi nos, Domine
V. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi,
A. miserére nobis

 

Oratio


V. Oremus
Dómine Jesu Christe, qui dixísti: Pétite, et accipiétis; quáerite, et inveniétis; pulsáte, et aperiétur vobis: quáesumus, da nobis peténtibus divinissimi tui amóris afféctum, ut te toto corde, ore et ópere diligamus, et a tua numquam laude cessémus.

Sancti Nóminis tui, Dómine, timórem páriter et amórem fac nos habére perptuum: quia numquam tua gubernatlióne destítuis, quos in soliditáte tuae dilectiónis instítuis: Qui vivis et regnas in sáecula saeculórum.
A. Amen.

 

Literatur


Rituale Romanum, Pauli V Pontificis Maximi (Auctoriatate Pii Papae XI.), Editio juxta typicam vaticanam.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Namen-Jesu-Litanei)

 

kathpedia.com Kreuzigung

Die Kreuzigung war eine bei den Römern und davor auch schon bei den Griechen beliebte Hinrichtungsart, der auch Jesus Christus zum Opfer fiel.

Erwähnung in der Bibel
Jesus musste den Querbalken seines Kreuzes - nicht, wie oft dargestellt wird, das gesamte Kreuz - die Via Dolorosa nach Golgota tragen. Geschwächt von der Geißelung brach er auf dem Weg mehrere Male zusammen, und musste doch, angetrieben von den Römern, weiter gehen.

Auf Golgota angekommen, wurde Jesus zunächst mit seinen Händen an den Querbalken und später mit beiden Beinen an den sich bereits im Erdboden befindlichen Senkrechtstamm genagelt. Über seinem Kopf wurde eine Tafel mit der Aufschrift INRI angebracht, die auf den zum Tode Verurteilten als Jesus von Nazareth, den König der Juden, hinwies. Mit Jesus wurden auch zwei Verbrecher gekreuzigt, von denen einer seine Verbrechen bereute, und den Jesus mit den Worten tröstete, dass beide noch am selben Tag im Paradies sein würden. Sechs Stunden nach der Kreuzigung starb Jesus am Kreuz. Die christliche Auffassung legt den Todeszeitpunkt auf 15:00 Uhr fest. Für die Kreuzabnahme wird der frühe Abend vermutet, daher die Bezeichnung Maria Vesperbild für die Pieta.


(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Kreuzigung)

Warum musste Jesus für unsere Sünden sterben?

Gott hat uns bereits durch die Profeten gesagt, dass unsere Gerechtigkeit wie ein Haufen schmutziger Lumpen ist. Im Hebräerbrief lesen wir weiterhin, dass es ohne Blutvergießen keine Befreiung bzw. kein Erlass von Sünden geben kann. Der Mensch allein kan Gott nicht gefallen. Hierfür braucht er/sie die Gnade Gottes. Die wiederum kann er/sie nur beommen, wenn er/sie sein/ihr Leben ganz Jesu übergibt.

Gott kann Sünden nicht einfach übergehen und sich davon abwenden. Gott ist gut - Er ist aber auch heilig und gerecht. Darum musste Jesus sterben: um die Schuld zu begleichen, die die Menschheit Gott zu bezahlen hat. Wie es in einem alten Lied heisst: Er zahlte eine Schuld, die nicht die Seine war, sow wie ich wiederum eine Schuld mein eigen nenne, die ich nicht bezahlen kann.

Der Lohn der Sünde ist der Tod. Deshalb hat Gott auch das System des Opfers eingeführt, damit jemand an deiner/meiner Stelle sterben konnte.

Jesus ist das ultimative Opfer.

(Quelle: www.catholic.com)

 

Paradosis: Handing On Divine Revelation

Catholic Christians believe that in Jesus Christ the Lord is summed up the entire Revelation of the most high God.

On Divine Revelation, 7, Vatican II
Therefore [it is] Christ the Lord, in whom the entire Revelation of the most high God is summed up...
2 Cor 1:20
For however many are the promises of God, their Yes is in him (Jesus Christ).
2 Cor 4:5-6
For we do not preach ourselves but Jesus Christ as Lord, and ourselves as your slaves for the sake of Jesus. For God who said, "Let light shine out of darkness," has shone in our hearts to bring to light the knowledge of the glory of God on the face of (Jesus) Christ.

The Revelation of Yahweh to His chosen People was given to the Israelites and transmitted from generation to generation for centuries.

Peter defined the process of handing down the Revelation of Yahweh from father to son. The Greek word for this process of handing on the Word of God is paradosis .

1 Pet 1:18-19
... realizing that you were ransomed from your futile conduct, handed on (patroparadotos) by your ancestors, not with perishable things like silver or gold but with the precious blood of Christ as of a spotless and unblemished lamb

The New Testament authors referred frequently to the process of "handing on" the Word of God to His People.

Lk 1:1-2
Since many have undertaken to compile a narrative of the events that have been fulfilled among us, just as those who were eyewitnesses from the beginning and ministers of the word have handed them down (paredosan) to us.
1 Cor 11:23
For I received from the Lord what I also handed on (paredoka) to you, that the Lord Jesus, on the night he was handed over, took bread ...
1 Cor 15:3-4
For I handed on (paredoka) to you as of first importance what I also received ...
2 Tim 2:2
And what you heard from me through many witnesses entrust (parathou) to faithful people who will have the ability to teach others as well.

It is Paul who makes the distinction of modes in which the Revelation of God to His People can be handed on.

Paul also called the process of handing on the Word of God "tradition." He then terms two ways in which "traditions" are transmitted, by word, orally, and by letter, written.

2 Thess 2:15
Therefore, brothers, stand firm and hold fast to the traditions (paradoseis) that you were taught, either by an oral statement or by a letter of ours.

Therefore, Catholic Christians believe that the Bible--written tradition--is not the only source of Revelation. And, Catholic Christians believe, the Bible does not teach that it is the only source of Revelation.

John 20:30
Now Jesus did many other signs in the presence of (his) disciples that are not written in this book.
John 21:25
There are also many other things that Jesus did, but if these were to be described individually, I do not think the whole world would contain the books that would be written.

The official teaching of the Catholic Church reflects Biblical teaching on the whole of Revelation.

On Divine Revelation, 9, 10, Vatican II
Sacred Tradition and sacred Scripture, then, are bound closely together, and communicate one with the other ... Sacred Tradition and sacred Scripture make up a single sacred deposit of the Word of God, which is entrusted to the Church.

Catholic Christians believe that the Bible affirms that God's way of revealing himself to His People is to choose certain people for these tasks:

    • in the Hebrew Scriptures these people were the patriarchs, prophets, judges, and kings;
    • in the New Testament, these people are apostles, prophets, teachers, and faithful people.

Paul defines the New Testament people chosen to hand on the Revelation of the Word of God.

2 Tim 2:2
And what you heard from me through many witnesses entrust to faithful people who will have the ability to teach others as well.

Paul also continues to describe who the "faithful people" are who are to hand on the Revelation of God.

The first category of "faithful people" is episcopos, bishop.

1 Tim 3:1-2
This saying is trustworthy: whoever aspires to the office of bishop (episcopes) desires a noble task. Therefore, a bishop (episcopon) must be irreproachable, married only once, temperate, self-controlled, decent, hospitable, able to teach.
Tit 1:7-9
For a bishop (episcopon) as God's steward must be blameless, ... holding fast to the true message as taught so that he will be able both to exhort with sound doctrine and to refute opponents.

The second category of "faithful people" is presbyteros, a presbyter, priest, elder.

Tit 1:5-6
Appoint presbyters (presbyterois) in every town, as I directed you, on condition that a man be blameless, married only once, with believing children who are not accused of licentiousness or rebellious.
1 Tim 5:17
Presbyters who preside well deserve double honor, especially those who toil in preaching and teaching.

The third category of "faithful people" is diakonos, deacon.

1 Tim 4:6,13,16
If you will give these instructions to the brothers, you will be a good minister (diakonos) of Christ Jesus, nourished on the words of the faith and of the sound teaching you have followed. ... Until I arrive, attend to the reading, exhortation, and teaching. ... Attend to yourself and to your teaching; persevere in both tasks, for by doing so you will save both yourself and those who listen to you.
1 Tim 3:8-9
Similarly, deacons (diakonous) must be dignified, not deceitful, not addicted to drink, not greedy for sordid gain, holding fast to the mystery of the faith with a clear conscience.

The Bible testifies that the Apostolic Church exercised this teaching authority ("holding fast to the true message ... to refute opponents" (Tit 1:9)) beyond the words and deeds of Jesus Christ.

The Acts of the Apostles records that there were different truths being taught regarding keeping the Mosaic Law. One group represented by Judaizers taught that Gentile Christians must come to the Christian life through keeping the Mosaic Law; the second group represented by Paul taught that Gentile Christians did not need to keep the Mosaic Law. There was also no Scripture regarding the truth of the issue. So they appealed to the authority of the Holy Spirit in council. The Catholic Church has followed this model ever since.

(Quelle: http://romanticcatholic.com/ - used with permission)

 

Christ is the Answer!

It is not too difficult to any well read individual or learned person to know that this earth is in one big mess. Though many may deny all is well, the truth is it's awful out there.

Every time you read the newspaper or hear the news on the radio or t.v., the majority of the news is bad. We have terrorists around the world wanting to destroy the ways of the free western societies. we have children and teenagers shooting their fellow students. Our own governments are turning their backs on the very people that have elected them into office. They do their own thing, no longer serving & protecting the populace. It is not hard to see that the world is topsy turvy. What once was wrong is right, and what once was right is wrong. Even mothers, brothers, sisters, brothers etc. are killing their own.

So why should we be surprised as it says in Luke 21:26 "Men's hearts failing them for fear, and for looking after those things which are coming on the earth: for the powers of heaven shall be shaken."  KJV

In the context of this verse Jesus is foretelling how the heavens will shake just before His coming to judge the earth and men will be fearful and frightened to the point that they will be so scared that they will be having heart attacks and many will die. These are men and women who continue to reject God and His ways, during the coming tribulation.
 
Likewise many today are rejecting God, rejecting the gospel message of Christ's saving grace because of the cross. And thus many are in great fear of all the trouble that is going on in the world.
 
Those who have placed their hope in banks are watching their wealth and riches collapse before the very eyes. Many were losing their jobs as the economy of the world is falling like a dominos castle. Families are arguing and fighting because there is no income because of the lost jobs.
 
People are losing the desire to live because they have placed their hopes in the gods of this world. The Baals among us include money, possessions, heroes and movie stars. None of these things have the answers they are seeking so that they may have hope, peace and joy.
 
Consequently many are becoming so depressed and discouraged to the point that they are listening to the tauntings of Satan as he whispers in their ears that it is time to throw in the towel, time to quit life, give up and jump.
 
Many are doing just that. They are jumping off of tall buildings and bridges. They are committing suicide in mass numbers, and sadly taking many others with them.
 
Their focus has been on themselves and the gods of this age, where there is no hope, no promise of eternity in heaven with a God who loves them. This tragicly, is a sad reality.
 
If the gods of this age were the only answer, the only hope to this darkened world, I too would likely give up, party on for tomorrow we die.
 
But there is an answer which unfortunately too many have turned their backs on because they do not want to believe in the only answer that truly does give then hope and trust.
 
Who are what is the answer? It is Jesus Christ! It is God, the author and maker of our lives! How do I know this? Because many years ago I put my hope and trust in Him. And He has answered my prayers. He has given me hope and trust. He has led me to the rock of ages, to the life giving waters which only through Him can nourish my thirst.
 
Some may ask, how can I to receive this hope and trust. It is very simple. By reading the Holy Bible, believing that maybe this book has the answers for this worlds troubles. By reading it for the first time with an open mind, you to can see the truth and also receive Christ’s salvation, hope and trust. But you need to read and keep reading, believing that what it says is true. The Bible contains God's Word. He is the author of the Bible written by man through the power and inspiration of the Holy Spirit.
 
“All scripture is given by inspiration of God, and is profitable for doctrine, for reproof, for correction, for instruction in righteousness” 2 Tim. 3:16 KJV
 
When we follow, and obey His Word, then we too are inspired and are given the power to obey His commandments and lead the life He wishes us to live, and by so doing we have hope and trust in this life and we also trust that He will take us to live with Him eternal in a world that is not ME centered, but God centered.
 
I recently read and studied through Psalm 119.In so doing I noticed that this Psalm is has a pattern of 8 lines per verse in each of its 22 sections. And each section stresses a title or description of God's word. Meaning that each section talks about His laws, His testimonies, His ways, precepts, statutes, commandments, ordinances, judgements etc. Do you see the pattern here? There are all one and the same. They are His guide book for us to live a righteous and Holy life that we may be happy now here on earth and into the eternal future which He has in store for us, if we but trust and obey.
 
If we turn from our own ways and follow His ways, then He promises us a world that is God centered, full of hope and trust in Him.
 
Unfortunately this me centered world is on the way to it's final end when those who focus on themselves rather than on Him will meet the one whom they worship and not the one that they think they will see one day. Satan is waiting with open arms for these ME centered people. But as for me, I will follow the Lord.
 
See for your self what scripture says. Psalm 119 verses 1-8 read (KJV):
 
„1Blessed are the undefiled in the way, who walk in the law of the LORD.
 2Blessed are they that keep his testimonies, and that seek him with the whole heart.
 3They also do no iniquity: they walk in his ways.
 4Thou hast commanded us to keep thy precepts diligently.
 5O that my ways were directed to keep thy statutes!
 6Then shall I not be ashamed, when I have respect unto all thy commandments.
 7I will praise thee with uprightness of heart, when I shall have learned thy righteous judgments.
 8I will keep thy statutes: O forsake me not utterly.“


This is only the first 8 lines read the rest. Be encouraged and obey.
 
 

This hymn which I love and sing often is a great reminder of the need and joy we receive when we Trust and Obey,

Stanza 1:

When we walk with the Lord
In the light of His word,
What a glory He sheds on our way!
While we do His good will,
He abides with us still,
And with all who will trust and obey.


Refrain:

Trust and obey, for there's no other way
To be happy in Jesus, but to trust and obey.


Stanza 2:

Not a burden we bear,
Not a sorrow we share,
But our toil He doth richly repay;
Not a grief or a loss,
Not a frown or a cross,
But is blest if we trust and obey.


(Refrain)


Stanza 3:

But we never can prove
The delights of His love
Until all on the altar we lay;
For the favor He shows,
For the joy He bestows,
Are for them who will trust and obey.


(Refrain)



Stanza 4:

Then in fellowship sweet
We will sit at His feet,
Or we'll walk by His side in the way;
What He says we will do,
Where He sends we will go;
Never fear, only trust and obey.


(Refrain)


Go forth my friends and have a good and Godly week, for what lasting value is a good week if it is also not a Godly week.

andré

(Trust and Obey: Text: John H. Sammis, 1846-1919, Music: Daniel B. Towner, 1850-1919)

What if Jesus Had Never Been Born?


Gal 4:4-7
4But when the fullness of the time had come, God sent forth His Son, born of a woman, born under the law, 5to redeem those who were under the law, that we might receive the adoption as sons. 6And because you are sons, God has sent forth the Spirit of His Son into your hearts, crying out, "Abba, Father!" 7Therefore you are no longer a slave but a son, and if a son, then an heir of God through Christ.
NKJV

Many of us have seen the movie shown every year called “It’s A Wonderful Life” with Jimmy Stewart. His character’s name was George Bailey. In this movie, George, as a young boy, dreams of seeing the world. But this dream never came true. Instead he inherited the family business. In this show his uncle misplaces $8,000. After a frantic search, George is heard saying; “I wish I had never been born.” His reasoning was that, he would be better off dead than alive.


As the movie continues, George is given the opportunity to see what it would be like if he had never been born. In the Book of Job Chapter 3, Job also wishes the same thing after he loses all, family, possessions etc. Then he becomes afflicted with boils. He wishes like George, that he could just die, that it would be better if he had died at birth, never been born. Many of us at one time or another have had these same thoughts after times of affliction and troubles.

But think a few minutes how many people’s lives you have touched. How many people have you made smile or laugh? How many look forward to seeing you? You should be thankful that God has given you life, and thankful that He has given you the opportunity to touch so many lives.

Now, consider this. No one in history has ever impacted the world, as has Jesus Christ. What if Jesus had never been born? What would the world, your life be like, If Jesus Had Never Been Born?

Consider the following:

As an infant, despite being born in poverty and obscurity, He alarmed kings.

As a man, having never been to school, never practiced medicine, wrote a prescription, healed more people than all the doctors of His time.

Although He had never earned a degree, nor founded any institution, has/ had, more students than all colleges and universities throughout time.

Without ever having learned in any college or university, without having won a gold medal is the most written about person ever. More is written worldwide about this one man than any other throughout history. Gal 4:4-7

John 21:25
"Jesus did many other things as well. If every one of them were written down, I suppose that even the whole world would not have room for the books that would be written."
NIV ©1984 by Biblica

He was altogether unique. He was both man & God. AS a man he grew tired. And He said; “I will give you rest.” Matt 11:28 King James Bible

As I man he became hungry, yet Jesus said; “I am the bread of Life.” John 6:35 KJV

As a man He became thirsty, as God, Jesus said; “Jesus answered her, "If you knew the gift of God and who it is that asks you for a drink, you would have asked him and he would have given you living water."
John 4:10 NIV ©1984 by Biblica

As a man He prayed, yet as God He answered prayers.

As a man, Jesus was tempted. Yet as God He never sinned. “For we do not have a high priest who is unable to sympathize with our weaknesses, but we have one who has been tempted in every way, just as we are--yet was without sin.”
Heb. 4:15 NIV ©1984 by Biblica

When Jesus came to earth, He gave one great statement which none other could claim, not Mohammed, not Buddha, none. He said; “I Am the Way, the Truth, and the Life, no one comes to the father except through Me.” John 14:6 NIV


What If Jesus Had Never Been Born?


1.We Would Have No Intimate Knowledge Of God!!!!!

A) We would not know God as our Faithful Heavenly Father and Companion
(Emmanuel God With Us)
“Behold, a virgin shall be with child, and shall bring forth a Son, and they shall call His name Emmanuel, which being interpreted is, God with Us.” Matt 1:23 King James Bible
Isaiah prophesied this some 700 years earlier. Is. 7:14

B) We would not know Him as our Heavenly Father.
“For as many as are led by the Spirit of God, they are the sons of God. For ye have not received the spirit of bondage again to fear; but ye have received the Spirit of adoption, whereby we cry, Abba, Father.“ Rom. 8:14,15 King James Bible

“After this manner therefore pray ye: Our father which art in Heaven, Hallowed be thy name.” Matt 6:9 King James Bible

God the Father is more than just our father. He is also priest, protector, provider, and our physician.

If Jesus had not been born, we would never have that intimate knowledge of Him as God our father. Give thanks that in the “But when the fulness of the time was come, God sent forth his Son, made of a woman, made under the law, To redeem them that were under the law, that we might receive the adoption of sons.” Gal 4:4-5 King James Bible


C) We Would Not Have A Redeemer, The Forgiver of Sins

One of the strongest verses in Scripture telling us this is 1 John 1:9 “If we confess our sins, he is faithful and just to forgive us our sins and to cleanse us from all unrighteousness.” King James Bible

You and I know others who will not forgive us of sins, of wrongs done against the. They will hold a grudge, sometimes for a very long time. But God is not like that. He is ready and willing to forgive you of sins now, immediately. And to cleanse you of your sins.
If He had not been born, there would be no cross; no need for it, for His whole purpose was to go to the cross, to die for your sins.



2. If Jesus Had Not Been Born, There Would Be No God To Identify With Us!

Many times, I am sure you, and myself included, ponder and wonder if God really understands how we feel. How could He understand how I feel if He had never been flesh and blood like me.

But the fact is, He did come to earth and came in the world in the natural way, born of a woman, as a baby, and grew up just as you and I have. He can, and does identify with us. He understands what it is to be tempted. John 4:1-10; Heb 2:18;4:15

Like us, Jesus had a real physical body. He hungered, was thirsty, tired, and had emotions as like us He laughed and He wept. The shortest verse in the scripture is “Jesus wept.” John 11:35 (King James Bible) and, of course He felt pain. Look at the cross and read what He endured for you and I.

Do you think He understands your limitations? Sure He understands there are certain things you can and cannot do. He knows that you have limitations. But with Him, nothing is impossible. What you cannot endure, He can, and He can help you to endure temptations. 1 Cor. 10:13 “No temptation has seized you except what is common to man. And God is faithful; he will not let you be tempted beyond what you can bear. But when you are tempted, he will also provide a way out so that you can stand up under it.” NIV ©1984 by Biblica

Therefore, because Jesus was born, He is able to identify with us in our frustrations, limitations and temptations. We need to just stand steadfast and trust in Him to help us through trying times.


3 There Would be No Victory Over Satan

If Jesus were not born, what power or victory would you ever have over the devil? Absolutely none. 1 John 3:8 tells us; “He who sins is of the devil, for the devil has been sinning from the beginning. To this end the Son of God was revealed, that he might destroy the works of the devil.” World English Bible

Aren’t you glad Jesus was born, because if not we would be absolutely powerless against the devil and be forever at his mercy. We would have no hope of heaven, no hope of salvation.


4 There Would Be No Hope Of His Second Coming

If there were no second coming of Jesus Christ, there would be no Christian hope, no salvation. No heaven. For we would be then condemned to our sins and doomed for hell.

1 Cor 15:12-32
“Now if Christ be preached that he rose from the dead, how say some among you that there is no resurrection of the dead? But if there be no resurrection of the dead, then is Christ not risen: And if Christ be not risen, then is our preaching vain, and your faith is also vain. Yea, and we are found false witnesses of God; because we have testified of God that he raised up Christ: whom he raised not up, if so be that the dead rise not. For if the dead rise not, then is not Christ raised: And if Christ be not raised, your faith is vain; ye are yet in your sins. Then they also which are fallen asleep in Christ are perished. If in this life only we have hope in Christ, we are of all men most miserable. But now is Christ risen from the dead, and become the firstfruits of them that slept.
For since by man came death, by man came also the resurrection of the dead. For as in Adam all die, even so in Christ shall all be made alive.
But every man in his own order: Christ the firstfruits; afterward they that are Christ's at his coming. Then cometh the end, when he shall have delivered up the kingdom to God, even the Father; when he shall have put down all rule and all authority and power. For he must reign, till he hath put all enemies under his feet. The last enemy that shall be destroyed is death. For he hath put all things under his feet. But when he saith all things are put under him, it is manifest that he is excepted, which did put all things under him. And when all things shall be subdued unto him, then shall the Son also himself be subject unto him that put all things under him, that God may be all in all. Else what shall they do which are baptized for the dead, if the dead rise not at all? why are they then baptized for the dead? And why stand we in jeopardy every hour? I protest by your rejoicing which I have in Christ Jesus our Lord, I die daily. If after the manner of men I have fought with beasts at Ephesus, what advantageth it me, if the dead rise not?
"
(King James Version)


Conclusion:

I thank God that Jesus was indeed born of the flesh and came and dwelt among us. John 1:14 Christ gave us intimate knowledge of God, He can identify with us in our hurts and temptations. There is Victory because of Him over Satan. And He is coming back again to take us to be home with Him. Many may scoff and ridicule us of our faith in Him, but we shall be victorious in the end and shall live eternally with Him, because, He was indeed born of the flesh.


André

I had a friend ask me why Catholics have Crucifixes in our churches...don't we believe Jesus has risen? Why do we keep Him on the cross?

First of all, you would want to check out 1st Corinthians, chapter 1, verse 23. Paul says, "...but we preach Christ crucified..." Why does Paul preach Christ crucified? Doesn't he know Jesus has been raised from the dead? Of course he does! But, he knows that it is through the power of the crucified Christ on the cross that the bonds of sin and death are broken. As Paul says in verse 24, Christ crucified is the "power of God".

1 Cor 2:2, "For I decided to know nothing among you except Jesus Christ and Him crucified." Again, didn't Paul know that Jesus had risen from the dead? Of course, he did.

Paul preaches Christ crucified because an empty cross has no power. The cross that bears the beaten, battered, and bloodied body of Jesus Christ, however, that cross is the "power of God". This is why, we "keep Jesus on the cross," because we, too, preach Christ crucified. The Crucifix reminds us not only of God's power, but also His love for us - giving His only begotten Son up for suffering and death.

Also, here in this life we do not share so much in the glory of the Resurrection, as we do in the suffering of Jesus on the cross; after all, we must take up our cross daily if we are to follow Jesus, as it says in Lk 9:23.

And, we must die with Christ in order to live with Him as Romans 6:8 tells us. Where did Christ die? On the cross. The Crucifix serves to remind us of these things.

One other passage to keep in mind is Galatians 3:1, "O foolish Galatians! Who has bewitched you, before whose eyes Jesus Christ was publicly portrayed as crucified?" Did you catch that? Jesus was publicly portrayed, before their "eyes", as being crucified. Sounds kind of like they may have been looking at a Crucifix, doesn't it?

(Source: Bible Christian Society / John Martignoni. http://www.biblechristiansociety.com/apologetics/two_minute#1. Used with permission)

If

If you were a Facebook member, and if you received a message to accept Jesus as your friend, would you?

If you received Him as a friend and you had the opportunity to say Like Him, would you share Him with your friends?

If He shared some awesome messages on Facebook with you, that could save lives, would you tell your other Facebook friends?

If Jesus asked you to tell your Facebook friends about Him, would you be to ashamed to do so?

If Jesus came to your door today, would you let Him in?

If Jesus walked into your door, would you let Him be your friend?

If Jesus shared a life altering message with you, that could save lives, would you tell your friends?

If you had the opportunity to tell others about Him, would you be too ashamed to do so?

If Jesus allows you a glimpse of Heaven, would He be ashamed of you?

If Jesus opened the door for you to see the Father, would He be your friend?

If Jesus asked the Father to be your friend, would He be ashamed of you?

André

 

 

Irrtümer...

Hl. Kongregation für die Glaubenslehre

 

Erklärung zum Schutz des Glaubens
an die Geheimnisse der Menschwerdung und der heiligsten Dreifaltigkeit gegenüber
einigen Irrtümern der letzten Zeit*

 

1. Das Geheimnis des menschgewordenen Sohnes Gottes und das Geheimnis der heiligsten Dreifaltigkeit, die beide zum Kern der Offenbarung gehören, müssen mit ihrer unverdorbenen Wahrheit das Leben der Christen erleuchten. Da aber diese Geheimnisse in letzter Zeit durch Irrtümer erheblich angetastet wurden, hat die Kongregation für die Glaubenslehre beschlossen, den überlieferten Glauben an diese Geheimnisse in Erinnerung zu rufen und zu verteidigen.

2. Der katholische Glaube an den Sohn Gottes, der Mensch geworden ist.

Jesus Christus hat während seines Erdenlebens auf verschiedene Weise, durch Wort und Tat, das anbetungswürdige Geheimnis seiner Person zu erkennen gegeben. Nachdem er „gehorsam bis zum Tod“ (1) geworden war, wurde er durch göttliche Kraft in der glorreichen Auferstehung erhöht, wie es dem Sohn, „durch den alles“ (2) vom Vater erschaffen ist, zukam. Von ihm hat der hl. Johannes in feierlicher Weise verkündet: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort... Und das Wort ist Fleisch geworden“ (3).

Die Kirche hat das Geheimnis des menschgewordenen Gottessohnes unverletzt gehütet und „im Laufe der Zeiten und der Jahrhunderte“ (4) in einer immer weiter entfalteten Sprache zu glauben vorgelegt. Im Konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis, das bis zum heutigen Tag bei der Eucharistiefeier gesprochen wird, bekennt sie „Jesus Christus, Gottes eingeborenen und vom Vater vor aller Zeit gezeugten Sohn, ... wahrer Gott vom wahren Gott, ... eines Wesens mit dem Vater, ... der für uns Menschen und um unseres Heiles willen ... Mensch geworden ist“ (5). Das Konzil von Chalkedon erklärte verbindlich zu bekennen, daß der Sohn Gottes seiner Gottheit nach vor aller Zeit vom Vater gezeugt und seiner Menschheit nach in der Zeit aus der Jungfrau Maria gezeugt sei (6). Außerdem bezeichnet dieses Konzil den einen und selben Christus, den Sohn Gottes, als Person oder Hypostase; mit dem Ausdruck Natur aber bezeichnet es seine Gottheit wie seine Menschheit. Mit Hilfe dieser Bezeichnungen lehrte das Konzil, daß in der einen Person unseres Erlösers sich seine beiden Naturen, die göttliche und die menschliche, unvermischt, unveränderlich, ungeteilt und untrennbar vereinen (7). In ähnlicher Weise lehrte das 4. Laterankonzil, es sei zu glauben und zu bekennen, daß der eingeborene Sohn Gottes: dem Vater gleichewig, wahrer Mensch geworden ist und daß er eine Person in zwei Naturen ist (8). Das ist der katholische Glaube, den das Zweite Vatikanische Konzil, das sich an die beständige Überlieferung der ganzen Kirche anschließt, an mehreren Stellen deutlich zum Ausdruck gebracht hat (9).

3. Neuere Irrtümer hinsichtlich des Glaubens an den menschgewordenen Sohn Gottes.

Zu diesem Glauben stehen in offenem Widerspruch Meinungen, nach welchen es uns nicht geoffenbart und nicht bekannt sei, daß der Sohn Gottes von Ewigkeit her im Geheimnis der Gottheit, unterschieden vom Vater und vom Heiligen Geist, existiere; desgleichen Ansichten, nach denen der Begriff von der einen Person Jesu Christi, ihrer göttlichen Natur nach vor der Zeit von Gott gezeugt und ihrer menschlichen Natur nach in der Zeit aus der Jungfrau Maria gezeugt, aufzugeben sei; und schließlich eine Behauptung, nach der die Menschheit Jesu nicht in die ewige Person des Gottessohnes aufgenommen existiere, sondern vielmehr in sich selbst als menschliche Person, so daß das Geheimnis Jesu Christi darin bestehe, daß der sich offenbarende Gott in höchster Weise in der menschlichen Person Jesu gegenwärtig sei.

Wer so denkt, ist vom wahren Glauben an Christus weit entfernt, auch wenn er erklärt, die einzigartige Gegenwart Gottes in Jesus bewirke, daß er den höchsten Gipfel der göttlichen Offenbarung darstelle; er hat den wahren Glauben an die Gottheit Christi auch dann nicht voll erreicht, wenn er hinzufügt, Jesus könne deshalb Gott genannt werden, weil, wie sie sagen, in seiner menschlichen Person Gott in höchster Weise gegenwärtig sei.

4. Der katholische Glaube an die heiligste Dreifaltigkeit und besonders an den Heiligen Geist.

Wenn man das Geheimnis der göttlichen und ewigen Person Christi, des Gottessohnes, aufgibt, macht man auch die Wahrheit von der heiligsten Dreifaltigkeit zunichte und, mit ihr, die Wahrheit vom Heiligen Geist, der vom Vater und vom Sohn, oder aus dem Vater durch den Sohn, von Ewigkeit an ausgeht (10). Im Hinblick auf die neueren Irrtümer muß daher einiges über den Glauben an die heiligste Dreifaltigkeit und vor allem über den Heiligen Geist wieder in Erinnerung gebracht werden.

Der zweite Korintherbrief endet mit der wunderbaren Formel: „Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen“ (11). Der Taufbefehl, der uns im Matthäusevangelium berichtet wird, nennt den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist als die drei, die zum Geheimnis Gottes gehören und in deren Namen die neuen Gläubigen Wiedergeboren werden sollen (12). Im Evangelium des hl. Johannes schließlich sagt Jesus von der Ankunft des Heiligen Geistes: „Wenn aber der Beistand kommen wird. Welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, wird er von mir Zeugnis geben“ (13).

Gestützt auf die Hinweise der göttlichen Offenbarung, hat das Lehramt der Kirche, dem allein die „Aufgabe, das geschriebene oder überlieferte Wort Gottes verbindlich zu erklären“ (14), anvertraut ist, im Konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis den „Heiligen Geist“ bekannt als den „Herrn und Lebensspender, ... der mit dem Vater und dem Sohn in gleicher Weise angebetet und verherrlicht wird” (15). Ebenso lehrte das 4. Laterankonzil, man müsse glauben und bekennen, daß „es nur einen wahren Gott gibt, ... Vater und Sohn und Heiliger Geist: drei Personen, aber eine Wesenheit, ... der Vater, der von keinem, der Sohn, der einzig vom Vater, und der Heilige Geist, der von beiden zugleich ausgeht, ohne Anfangs immer; und ohne Ende“ (16).

5. Neue Irrtümer über die heiligste Dreifaltigkeit und besonders über den Heiligen Geist.

Vom Glauben weicht daher die Meinung ab, der zufolge uns die Offenbarung im Ungewissen lasse über die Ewigkeit der Dreifaltigkeit und besonders über die ewige Existenz des Heiligen Geistes als einer Person in Gott, die vom Vater und vom Sohn unterschieden ist. Es ist wohl wahr, daß uns das Geheimnis der heiligsten Dreifaltigkeit in der Heilsordnung geoffenbart wurde, vor allem in Christus, der vom Vater in die Welt gesandt worden ist und der zusammen mit dem Vater den lebenspendenden Geist in das Volk Gottes entsendet. Durch diese Offenbarung aber ist den Gläubigen eine gewisse Kenntnis auch des innersten Lebens Gottes geschenkt worden, in welchem „der zeugende Vater, der Sohn, der geboren wird, und der ausgehende Heilige Geist von gleichem Wesen und gleichem Rang“ sind, „von gleicher Allmacht und gleicher Ewigkeit“ (17).

6. Die Geheimnisse der Menschwerdung und der Dreifaltigkeit müssen treu bewahrt und erklärt werden.

Was in den genannten Konzilsdokumenten ausgeführt wird über den einen und selben Christus, den Sohn Gottes, der seiner göttlichen Natur nach vor der Zeit gezeugt und seiner menschlichen Natur nach in der Zeit gezeugt ist, und ebenso über die ewigen Personen der heiligsten Dreifaltigkeit, gehört zur unveränderlichen Wahrheit des katholischen Glaubens.

Das tut dem keinen Abbruch, daß die Kirche es als ihre Pflicht ansieht, keine Anstrengungen zu unterlassen, in Anbetracht auch der neuen Denkweise des Menschen, die oben genannten Geheimnisse immer wieder einer Betrachtung aus dem Glauben und theologischer Forschung zu unterziehen und in geeigneter Weise weiter zu erklären. Während man sich aber dieser unerläßlichen Forschungsaufgabe widmet, muß man sorgfältig darauf achten, daß diesen tiefen Geheimnissen niemals der Sinn genommen wird, den „die Kirche erkannt hat und erkennt“ (18).

Die unverdorbene Wahrheit dieser Geheimnisse ist für die ganze christliche Offenbarung von allergrößter Bedeutung; denn sie gehören dermaßen zu ihrem Kern, daß auch der übrige Schatz der Offenbarung verfälscht wird, wenn sie selbst angetastet werden. Von nicht geringerer Bedeutung ist die Wahrheit eben dieser Geheimnisse für das christliche Wirken, weil nichts die Liebe Gottes, auf die das ganze christliche Leben eine Antwort sein soll, so deutlich zeigt wie die Menschwerdung des Sohnes Gottes, unseres Erlösers (19), und weil die Menschen durch Christus, das Fleisch gewordene Wort, im Heiligen Geist den Zugang zum Vater haben und der göttlichen Natur teilhaftig werden (20).

7. In Bezug auf die Wahrheiten, welche die vorliegende Erklärung verteidigt, sind die Hirten der Kirche verpflichtet, die Einheit im Bekenntnis des Glaubens von ihrem Volk und vor allem von jenen zu verlangen, die aufgrund eines Auftrages seitens des kirchlichen Lehramtes ein theologisches Fach lehren oder das Wort Gottes verkünden. Diese Pflicht der Bischöfe gehört zu dem ihnen von Gott übertragenen Amt, zusammen mit dem Nachfolger des hl. Petrus das „Glaubensgut rein und unversehrt zu erhalten“ und „unablässig das Evangelium zu verkünden“ (21). Sie dürfen es aufgrund dieser Pflicht ihres Amtes auch keinesfalls zulassen, daß die Diener des Wortes Gottes von der gesunden Lehre abweichet, sie verderben oder unvollständig weitergeben (22). Denn das Volk, das der Sorge, der Bischöfe anvertraut ist und „für das sie selbst Gott gegenüber Rechenschaft ablegen müssen“ (23), „besitzt das heilige, unaufgebbare Recht, das Wort Gottes zu empfangen, und zwar das ganze Wort Gottes, das die Kirche unablässig tiefer erkennt“ (24).

Die Christen aber – und vor allem die Theologen, angesichts ihres wichtigen Amtes und notwendigen Dienstes in der Kirche – müssen sich treu zu den Geheimnissen bekennen, an die diese Erklärung erinnert. Ebenso sollen sich durch den Antrieb und die Erleuchtung des Heiligen Geistes sowie unter Leitung ihrer Hirten und des Hirten der universalen Kirche die Söhne der Kirche an die gesamte Glaubenslehre halten (25), „so daß im Festhalten am überlieferten Glauben, in seiner Verwirklichung und seinem Bekenntnis völlige Übereinstimmung besteht zwischen Bischöfen und Gläubigen” (26).

 Papst Paul VI. hat in einer dem unterzeichneten Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre am 21. Februar 1972 gewährten Audienz diese Erklärung zum Schutz des Glaubens an die Geheimnisse der Menschwerdung und der heiligsten Dreifaltigkeit vor einigen Irrtümern der letzten Zeit gebilligt, bestätigt und ihre Veröffentlichung angeordnet.

 

Gegeben zu Rom, am Sitz der Glaubenskongregation, 21. Februar 1972, dem Fest des hl. Petrus Damiani.

 

FRANJO Kardinal SEPER
Präfekt

 

+ PAUL PHILIPPE
Titularerzbischöf von Heracleopolis
Sekretär

 

ANMERKUNGEN

1) Vgl. Phil 2, 6-8.

2) 1 Kor 8, 6.

3) Jo 1. 14 (vgl. 1, 18).

4) Vgl. Conc. Vat. I, Const. dogm. Dei Filius, c. 4; Conc. Oec. Decr., Herder 1962, S. 785; Denz.-Sch. 3020.

5) Missale Romanum, ed. typica Typis Polyglottis Vaticanis, 1970, S. 389; Denz.-Sch. 150.

6) Vgl. Conc. Chalc., (Definitio); Conc. Oec. Decr., S. 62; Denz.-Sch. 301.

7) Vgl. ebd.; Denz.-Sch. 302.

8) Vgl. Conc. Lat. IV, Const. Firmiter credimus; Conc. Oec. Decr., S. 206; Denz.-Sch., 800 f.

9) Vgl. Conc. Vat. II, Const. dogm. Lumen gentium, Nr. 3, 7, 52, 53; Const. dogm. Dei Verbum, Nr. 2, 3; Const. past. Gaudium et spes, Nr. 22; Decr. Unitatis redintegratio, Nr. 12, Decr. Christus Dominus, Nr. 1; Decr. Ad gentes, Nr. 3; vgl. auch Paul VI., Sollemnis professio fidei, Nr. 11, A.A.S. 60 (1968), 437.

10) Vgl. Conc. Flor., Bulla Laetentur caeli; Conc. Oec. Decr., S. 501 f; Denz.-Sch. 1300.

11) 2 Kor 13, 13.

12) Siehe Mt 28, 19.

13) Jo 15, 26.

14) Conc. Vat. II, Const. dogm. Dei Verbum, Nr. 10.

15) Missale Romanum, loc. cit.; Denz.-Sch. 150.

16) Siehe Conc. Lat. IV, Const. Firmiter credimus; Conc. Oec. Decr., S. 206; Denz.-Sch. 800.

17) Siehe ebd.

18) Conc. Vat. I, Const. dogm. Dei Filius, c. 4, can. 3; Conc. Oec. Decr., S. 787; Denz.-Sch. 3043. Siehe auch Johannes XXIII., Attoc. in S. Conc. Vat. II inauguratione, A.A.S. 54 (1962), 792, und Conc. Vat. II, Const. past. Gaudium et spes, Nr. 62. Vgl. auch Paul VI., Sollemnis professio fidei, Nr. 4, A.A.S. 60 (1968), 434.

19) Vgl. 1 Jo 4, 9 f.

20) Vgl. Conc. Vat. II, Const. dogm, Dei Verbum, Nr. 2; vgl. Eph 2, 18; 2 Petr 1, 4.

21) Vgl. Paul VI., Adhortatio apostolica Quinque anni, in A.A.S. 68 (1971), 99.

22) Vgl. 2 Tim 4, 1-5. Siehe Paul VI., ebd., S. 103 f. Vgl. auch Bischofssynode 1967, Bericht der Bischofssynode zur weiteren Prüfung gefährlicher Meinungen und des Atheismus, II, 3: De pastorali ratione agendi in exercitio magisterii, Vatikan 1967, S. 10 f. (OR 30./31.10.1967, S. 3).

23) Paul VI., ebd., S. 103.

24) Ebd. S. 100.

25) Vgl. Conc. Vat. II, Const. dogm. Lumen gentium, Nr. 12, 25; Bischofssynode 1967: Bericht zur weiteren Prüfung…, II, 4: De theologorum opera et responsabilitate..., S. 11 (OR 30./31.10.1967, S. 3).

26) Conc. Vat. II, Const. dogm. Dei Verbum, Nr. 10.

 

 

* L’Osservatore Romano, Wochenausgabe in deutscher Sprache, Nummer 11, 17. März 1972, Seite 2.

 
(Quelle: http://www.doctrinafidei.va/documents/rc_con_cfaith_doc_19720221_mysterium-filii-dei_ge.html)

 

Who Do You Say I AM – Fr. Lou Guardiola

The Bible clearly says that Jesus had brothers and sisters, but the Catholic Church teaches that Mary was a perpetual virgin...how can you reconcile those seemingly different positions?

Mk 6:3 says, "Is not this the carpenter, the son of Mary and brother of James and Joses, and Judas and Simon, and are not His sisters here with us?" We need to realize a few things here about these "brothers and sisters": #1, there was no word for cousin, or for nephew or niece, or for aunt or uncle in ancient Hebrew or Aramaic - the words that the Jews used in all those instances were "brother" or "sister". An example of this can be seen in Gen 14:14, where Lot, who was Abraham's nephew, is called his brother.

Another point to consider. If Jesus had had any brothers, if Mary had had any other sons, would the last thing that Jesus did on earth be to grievously offend his surviving brothers? In Jn 19:26-27, right before Jesus dies, it says that Jesus entrusted the care of His mother to the beloved disciple, John. If Mary had had any other sons, it would have been an incredible slap in the face to them that the Apostle John was entrusted with the care of their mother!

Also, we see from Mt. 27:55-56, that the James and Joses mentioned in Mark 6 as the "brothers" of Jesus, are actually the sons of another Mary. And, one other passage to consider is Acts 1:14-15, "[The Apostles] with one accord devoted themselves to prayer, together with the women and Mary the mother of Jesus and with His brothers...the company of persons was in all about a hundred and twenty." A company of 120 persons composed of the Apostles, Mary, the women, and the "brothers" of Jesus. Let's see there were 11 Apostles at the time. Jesus' mother makes 12. The women, probably the same three women mentioned in Matthew 27, but let's say it was maybe a dozen or two, just for argument's sake. So that puts us up to 30 or 40 or so. So that leaves the number of Jesus' brothers at about 80 or 90! Do you think Mary had 80 or 90 children? She would have been in perpetual labor! No, Scripture does not contradict the teaching of the Catholic Church about the "brothers" of Jesus, when Scripture is properly interpreted in context.

(Source: Bible Christian Society / John Martignoni. http://www.biblechristiansociety.com/apologetics/two_minute#1. Used with permission)

Dominus Iesus

KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE

ERKLÄRUNG
 "DOMINUS IESUS"
ÜBER DIE EINZIGKEIT UND DIE HEILSUNIVERSALITÄT
JESU CHRISTI UND DER KIRCHE  

 EINLEITUNG 

1.  Bevor der Herr Jesus in den Himmel aufgefahren ist, hat er seinen Jüngern den Auftrag gegeben, der ganzen Welt das Evangelium zu verkünden und alle Völker zu taufen: »Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden« (Mk 16,15-16). »Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt« (Mt 28,18-20; vgl. auch Lk 24,46-48; Joh 17,18; 20,21; Apg 1,8).

Die universale Sendung der Kirche entspringt dem Auftrag Jesu Christi und verwirklicht sich durch die Jahrhunderte, indem das Mysterium Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, sowie das Mysterium der Menschwerdung des Sohnes als Heilsereignis für die ganze Menschheit verkündet wird. Dies sind die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubensbekenntnisses: »Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles erschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt. Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen. Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden. Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden, ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein. Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten, und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt«.1

2.  In allen Jahrhunderten hat die Kirche das Evangelium Jesu in Treue verkündet und bezeugt. Am Ende des zweiten christlichen Jahrtausends ist diese Sendung aber noch weit davon entfernt, vollendet zu sein.2 Deshalb ist heute der Ruf des heiligen Paulus über den missionarischen Auftrag jedes Getauften mehr denn je aktuell: »Wenn ich nämlich das Evangelium verkünde, kann ich mich deswegen nicht rühmen; denn ein Zwang liegt auf mir. Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!« (1 Kor 9,16). Dies erklärt die besondere Aufmerksamkeit, die das Lehramt der Begründung und Unterstützung des kirchlichen Evangelisierungsauftrags gewidmet hat, vor allem in Beziehung zu den religiösen Traditionen der Welt.3

In Anbetracht der Werte, die in diesen Traditionen bezeugt und der Menschheit angeboten werden, heißt es in der Konzilserklärung über die Beziehung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen offen und positiv: »Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet«.4 In Fortführung dieser Linie wird heute beim Auftrag der Kirche zur Verkündigung Jesu Christi, der »der Weg, die Wahrheit und das Leben« (Joh 14,6) ist, auch der interreligiöse Dialog gepflegt, der die missio ad gentes gewiss nicht ersetzt, sondern begleitet, wegen jenes Mysteriums der Einheit, aus dem folgt, »dass alle erlösten Menschen, wenngleich in Verschiedenheit, dennoch an dem einen und selben Geheimnis der Erlösung in Jesus Christus durch den Heiligen Geist teilhaben«.5 Dieser Dialog, der zum Evangelisierungsauftrag der Kirche gehört,6 führt zu einer Haltung des Verständnisses und zu einer Beziehung der gegenseitigen Kenntnis und der wechselseitigen Bereicherung, und zwar im Gehorsam gegenüber der Wahrheit und mit Respekt vor der Freiheit.7

3.  Die Praxis und die theoretische Vertiefung des Dialogs zwischen dem christlichen Glauben und den anderen religiösen Traditionen werfen neue Fragen auf, auf die man einzugehen versucht, indem man neue Wege der Forschung einschlägt, Vorschläge entwickelt und Verhaltensweisen anregt, die eines sorgfältigen Unterscheidungsvermögens bedürfen. Die vorliegende Erklärung möchte den Bischöfen, Theologen und allen katholischen Gläubigen zu dieser Thematik einige unumgängliche lehrmäßige Inhalte in Erinnerung rufen, die der theologischen Forschung helfen sollen, Lösungen zu entwickeln, die mit dem Glaubensgut übereinstimmen und auf die kulturellen Bedürfnisse unserer Zeit antworten.

Die darlegende Sprache der Erklärung entspricht ihrer Zielsetzung. Diese besteht nicht darin, in organischer Weise die Problematik über die Einzigkeit und die Heilsuniversalität Jesu Christi und der Kirche zu behandeln oder Lösungen zu den Fragen vorzulegen, die von den Theologen frei diskutiert werden. Die Erklärung will vielmehr die Lehre des katholischen Glaubens zu dieser Thematik erneut darlegen, zugleich einige wesentliche Probleme erwähnen, die für weitere Vertiefungen offen bleiben, und bestimmte irrige oder zweideutige Positionen zurückweisen. Aus diesem Grund greift die Erklärung auf die Lehre zurück, die in früheren Dokumenten des Lehramts vorgetragen wurde, und beabsichtigt, jene Wahrheiten zu bekräftigen, die zum Glaubensgut der Kirche gehören.

4.  Die immerwährende missionarische Verkündigung der Kirche wird heute durch relativistische Theorien gefährdet, die den religiösen Pluralismus nicht nur de facto, sondern auch de iure (oder prinzipiell) rechtfertigen wollen. In der Folge werden Wahrheiten als überholt betrachtet, wie etwa der endgültige und vollständige Charakter der Offenbarung Jesu Christi, die Natur des christlichen Glaubens im Verhältnis zu der inneren Uberzeugung in den anderen Religionen, die Inspiration der Bücher der Heiligen Schrift, die personale Einheit zwischen dem ewigen Wort und Jesus von Nazaret, die Einheit der Heilsordnung des fleischgewordenen Wortes und des Heiligen Geistes, die Einzigkeit und die Heilsuniversalität Jesu Christi, die universale Heilsmittlerschaft der Kirche, die Untrennbarkeit — wenn auch Unterscheidbarkeit — zwischen dem Reich Gottes, dem Reich Christi und der Kirche, die Subsistenz der einen Kirche Christi in der katholischen Kirche.

Die Wurzeln dieser Auffassungen sind in einigen Voraussetzungen philosophischer wie auch theologischer Natur zu suchen, die dem Verständnis und der Annahme der geoffenbarten Wahrheit entgegenstehen. Einige davon sind: die Überzeugung, dass die göttliche Wahrheit nicht fassbar und nicht aussprechbar ist, nicht einmal durch die christliche Offenbarung; die relativistische Haltung gegenüber der Wahrheit, weswegen das, was für die einen wahr ist, es nicht für andere wäre; der radikale Gegensatz, der zwischen der logischen Denkweise im Abendland und der symbolischen Denkweise im Orient besteht; der Subjektivismus jener, die den Verstand als einzige Quelle der Erkenntnis annehmen und so unfähig werden, »den Blick nach oben zu erheben, um das Wagnis einzugehen, zur Wahrheit des Seins zu gelangen«;8 die Schwierigkeit zu verstehen und anzunehmen, dass es in der Geschichte endgültige und eschatologische Ereignisse gibt; die metaphysische Entleerung des Ereignisses der Menschwerdung des ewigen Logos in der Zeit, die zu einer bloßen Erscheinung Gottes in der Geschichte verkürzt wird; der Eklektizismus jener, die in der theologischen Forschung Ideen übernehmen, die aus unterschiedlichen philosophischen und religiösen Strömungen stammen, ohne sich um deren Logik und systematischen Zusammenhang sowie deren Vereinbarkeit mit der christlichen Wahrheit zu kümmern; schließlich die Tendenz, die Heilige Schrift ohne Rücksicht auf die Überlieferung und das kirchliche Lehramt zu lesen und zu erklären.

Ausgehend von solchen Voraussetzungen, die in unterschiedlichen Nuancierungen zuweilen als Behauptungen, zuweilen als Hypothesen auftreten, werden theologische Vorschläge erarbeitet, in denen die christliche Offenbarung und das Mysterium Jesu Christi und der Kirche ihren Charakter als absolute und universale Heilswahrheit verlieren oder wenigstens mit einem Schatten des Zweifels und der Unsicherheit behaftet werden.

 

I. FÜLLE UND ENDGÜLTIGKEIT DER OFFENBARUNG JESU CHRISTI

5.  Um dieser relativistischen Mentalität, die sich immer mehr ausbreitet, Abhilfe zu schaffen, muss vor allem der endgültige und vollständige Charakter der Offenbarung Jesu Christi bekräftigt werden. Es ist nämlich fest zu glauben, dass im Mysterium Jesu Christi, des fleischgewordenen Sohnes Gottes, der »der Weg, die Wahrheit und das Leben« (Joh 14,6) ist, die Fülle der göttlichen Wahrheit geoffenbart ist: »Niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will« (Mt 11,27). »Niemand hat Gott je gesehen. Der einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht« (Joh 1,18). »Denn in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes. Durch ihn seid auch ihr davon erfüllt« (Kol 2,9-10).

In Treue zum Wort Gottes lehrt das Zweite Vatikanische Konzil: »Die Tiefe der durch diese Offenbarung über Gott und über das Heil des Menschen erschlossenen Wahrheit leuchtet uns auf in Christus, der zugleich der Mittler und die Fülle der ganzen Offenbarung ist«.9 Bekräftigend heißt es weiterhin: »Jesus Christus, das fleischgewordene Wort, als ”Mensch zu den Menschen“ gesandt, ”verkündet die Worte Gottes“ (Joh 3,34) und vollendet das Heilswerk, dessen Durchführung der Vater ihm aufgetragen hat (vgl. Joh 5,36; 17,4). Wer ihn sieht, sieht auch den Vater (vgl. Joh 14,9). Er ist es, der durch sein ganzes Dasein und seine ganze Erscheinung, durch Worte und Werke, durch Zeichen und Wunder, vor allem aber durch seinen Tod und seine herrliche Auferstehung von den Toten, schließlich durch die Sendung des Geistes der Wahrheit die Offenbarung erfüllt und abschließt und durch göttliches Zeugnis bekräftigt... Daher ist die christliche Heilsordnung, nämlich der neue und endgültige Bund, unüberholbar, und es ist keine neue öffentliche Offenbarung mehr zu erwarten vor der Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus in Herrlichkeit (vgl. 1 Tim 6,14 und Tit 2,13)«.10

Die Enzyklika Redemptoris missio bekräftigt, dass die Kirche die Aufgabe hat, das Evangelium als die Fülle der Wahrheit zu verkünden: »In diesem endgültigen Wort seiner Offenbarung hat Gott sich in vollendetster Weise der Welt zu erkennen gegeben: er hat der Menschheit mitgeteilt, wer er ist. Und diese endgültige Selbstoffenbarung Gottes ist der tiefste Grund, weshalb die Kirche ihrer Natur nach missionarisch ist. Sie kann nicht davon absehen, das Evangelium, d.h. die Fülle der Wahrheit, die Gott uns über sich selbst zur Kenntnis gebracht hat, zu verkünden«.11 Nur die Offenbarung Jesu Christi »führt also in unsere Geschichte eine universale und letzte Wahrheit ein, die den Verstand des Menschen dazu herausfordert, niemals stehenzubleiben«.12

6.  Im Gegensatz zum Glauben der Kirche steht deshalb die Meinung, die Offenbarung Jesu Christi sei begrenzt, unvollständig, unvollkommen und komplementär zu jener in den anderen Religionen. Der tiefste Grund dieser Meinung liegt in der Behauptung, dass die Wahrheit über Gott in seiner Globalität und Vollständigkeit von keiner geschichtlichen Religion, also auch nicht vom Christentum und nicht einmal von Jesus Christus, erfasst und kundgetan werden könne.

Diese Auffassung widerspricht radikal den vorausgehenden Glaubensaussagen, gemäß denen in Jesus Christus das Heilsmysterium Gottes ganz und vollständig geoffenbart ist. Die Worte und Werke und das ganze geschichtliche Ereignis Jesu haben nämlich, auch wenn sie als menschliche Wirklichkeiten begrenzt sind, als Quellgrund die göttliche Person des fleischgewordenen Wortes, »wahrhaft Gott und wahrhaft Mensch«,13 und bergen deshalb in sich endgültig und vollständig die Offenbarung der Heilswege Gottes, auch wenn die Tiefe des göttlichen Mysteriums an sich transzendent und unerschöpflich bleibt. Die Wahrheit über Gott wird durch ihre Aussage in menschlicher Sprache nicht beseitigt oder eingegrenzt. Sie bleibt vielmehr einzigartig, ganz und vollständig, denn derjenige, der spricht und handelt, ist der fleischgewordene Sohn Gottes. Aus diesem Grund verlangt der Glaube das Bekenntnis, dass das fleischgewordene Wort in seinem ganzen Mysterium, das von der Menschwerdung bis zur Verherrlichung reicht, der reale Quellgrund, wenn auch in Teilhabe am Vater, und die Erfüllung der ganzen Heilsoffenbarung Gottes an die Menschheit ist,14 und dass der Heilige Geist, der Geist Christi, die Apostel und durch sie die Kirche aller Zeiten diese »ganze Wahrheit« (Joh 16,13) lehrt.

7.  Die der Offenbarung Gottes entsprechende Antwort ist »der ”Gehorsam des Glaubens“ (Röm 1,5; vgl. Röm 16,26; 2 Kor 10,5-6). Darin überantwortet sich der Mensch Gott als ganzer in Freiheit, indem er sich ”dem offenbarenden Gott mit Verstand und Willen voll unterwirft“ und seiner Offenbarung willig zustimmt«.15 Der Glaube ist ein Geschenk der Gnade: »Dieser Glaube kann nicht vollzogen werden ohne die zuvorkommende und helfende Gnade Gottes und ohne den inneren Beistand des Heiligen Geistes, der das Herz bewegen und Gott zuwenden, die Augen des Verstandes öffnen und ”es jedem leicht machen muss, der Wahrheit zuzustimmen und zu glauben“«.16

Der Gehorsam des Glaubens führt zur Annahme der Wahrheit der Offenbarung Christi, die von Gott, der Wahrheit selbst, verbürgt ist:17 »Der Glaube ist eine persönliche Bindung des Menschen an Gott und zugleich, untrennbar davon, freie Zustimmung zu der ganzen von Gott geoffenbarten Wahrheit«.18 Der Glaube, der »ein Geschenk Gottes« und »eine von ihm eingegossene übernatürliche Tugend«19 ist, führt also zu einer doppelten Zustimmung: zu Gott, der offenbart, und zur Wahrheit, die von ihm geoffenbart ist, wegen des Vertrauens, das der offenbarenden Person entgegengebracht wird. Deshalb sollen wir »an niemand anderen glauben als an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist«.20

Deshalb muss mit Festigkeit an der Unterscheidung zwischen dem theologalen Glauben und der inneren Überzeugung in den anderen Religionen festgehalten werden. Der Glaube ist die gnadenhafte Annahme der geoffenbarten Wahrheit, die es gestattet, »in das Innere des Mysteriums einzutreten, dessen Verständnis er in angemessener Weise begünstigt«.21 Die innere Überzeugung in den anderen Religionen ist hingegen jene Gesamtheit an Erfahrungen und Einsichten, welche die menschlichen Schätze der Weisheit und Religiosität ausmachen, die der Mensch auf seiner Suche nach der Wahrheit in seiner Beziehung zum Göttlichen und Absoluten ersonnen und verwirklicht hat.22

Nicht immer wird diese Unterscheidung in der gegenwärtigen Diskussion präsent gehalten. Der theologale Glaube, die Annahme der durch den einen und dreifaltigen Gott geoffenbarten Wahrheit, wird deswegen oft gleichgesetzt mit der inneren Überzeugung in den anderen Religionen, mit religiöser Erfahrung also, die noch auf der Suche nach der absoluten Wahrheit ist und der die Zustimmung zum sich offenbarenden Gott fehlt. Darin liegt einer der Gründe für die Tendenz, die Unterschiede zwischen dem Christentum und den anderen Religionen einzuebnen, ja manchmal aufzuheben.

8.  Es wird auch die Hypothese vom inspirierten Wert der heiligen Schriften anderer Religionen aufgestellt. Gewiss ist anzuerkennen, dass viele Elemente in ihnen faktisch Mittel sind, durch die eine große Zahl von Personen im Laufe der Jahrhunderte ihre religiöse Lebensbeziehung mit Gott nähren und bewahren konnten und noch heute können. Wie bereits erwähnt, hat deshalb das Zweite Vatikanische Konzil gesagt, dass die Lebensweisen, die Vorschriften und die Lehren der anderen Religionen »zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber [die Kirche] für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet«.23

Die Überlieferung der Kirche gebraucht jedoch die Bezeichnung inspirierte Schriften nur für die kanonischen Bücher des Alten und des Neuen Bundes, insofern sie vom Heiligen Geist inspiriert sind.24 Das Zweite Vatikanische Konzil greift in der dogmatischen Konstitution über die göttliche Offenbarung diese Überlieferung auf und lehrt: »Aufgrund apostolischen Glaubens gelten unserer heiligen Mutter, der Kirche, die Bücher des Alten wie des Neuen Testamentes in ihrer Ganzheit mit allen ihren Teilen als heilig und kanonisch, weil sie, unter der Einwirkung des Heiligen Geistes geschrieben (vgl. Joh 20,31; 2 Tim 3,16; 2 Petr 1,19-21; 3,15-16), Gott zum Urheber haben und als solche der Kirche übergeben sind«.25 Diese Bücher »lehren sicher, getreu und ohne Irrtum die Wahrheit, die Gott um unseres Heiles willen in heiligen Schriften aufgezeichnet haben wollte«.26

Weil aber Gott alle Völker in Christus zu sich rufen und ihnen die Fülle seiner Offenbarung und seiner Liebe mitteilen will, hört er nicht auf, sich auf vielfältige Weise gegenwärtig zu machen, »nicht nur dem einzelnen, sondern auch den Völkern im Reichtum ihrer Spiritualität, die in den Religionen ihren vorzüglichen und wesentlichen Ausdruck findet, auch wenn sie ”Lücken, Unzulänglichkeiten und Irrtümer“ enthalten«.27 Die heiligen Bücher anderer Religionen, die faktisch das Leben ihrer Anhänger nähren und leiten, erhalten also vom Mysterium Christi jene Elemente des Guten und der Gnade, die in ihnen vorhanden sind.

 

II. DER FLEISCHGEWORDENE LOGOS 
UND DER HEILIGE GEIST IM HEILSWERK

9.  In der gegenwärtigen theologischen Diskussion wird Jesus von Nazaret oft als eine besondere historische Gestalt angesehen, die begrenzt ist und das Göttliche in einem Maß geoffenbart hat, das nicht exklusiv ist, sondern komplementär zu anderen Offenbarungs- und Heilsgestalten. Das Unendliche, das Absolute, das letzte Mysterium Gottes zeige sich der Menschheit in vielen Weisen und in vielen historischen Gestalten, Jesus von Nazaret sei eine von ihnen. Er sei — so noch konkreter — eines von den vielen Gesichtern, das der Logos im Laufe der Zeit angenommen habe, um der Menschheit das Heil zu vermitteln.

Um einerseits die Universalität des christlichen Heils und andererseits die Tatsache des religiösen Pluralismus zu rechtfertigen, wird darüber hinaus unterschieden zwischen einer Heilsordnung des ewigen Wortes, die auch außerhalb der Kirche und ohne Beziehung zu ihr gelte, und einer Heilsordnung des fleischgewordenen Wortes. Die erstgenannte Heilsordnung sei universaler als die zweite, die sich auf die Christen allein beschränke, auch wenn Gott in ihr in reicherem Maß gegenwärtig sei.

10.  Diese Ansichten sind dem christlichen Glauben gänzlich entgegengesetzt. Es ist nämlich fest zu glauben, dass Jesus von Nazaret, der Sohn Marias, und nur er, der Sohn und das Wort des Vaters ist. Das Wort, das »im Anfang bei Gott war« (Joh 1,2), ist dasselbe, das »Fleisch geworden ist« (Joh 1,14). Jesus ist »der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes« (Mt 16,16); »in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes« (Kol 2,9). Er ist »der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht« (Joh 1,18). »Durch ihn haben wir die Erlösung... Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, um durch ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut« (Kol 1,13.19-20).

Um irrige und verkürzende Interpretationen zurückzuweisen, hat das erste Konzil von Nizäa in Treue zur Heiligen Schrift feierlich den Glauben definiert an »Jesus Christus, den Sohn Gottes, als Einziggeborener aus dem Vater gezeugt, das heißt aus der Substanz des Vaters, Gott aus Gott, Licht aus Licht, wahrer Gott aus wahrem Gott, gezeugt, nicht geschaffen, wesensgleich dem Vater, durch den alles geworden ist, was im Himmel und was auf der Erde ist, der wegen uns Menschen und um unseres Heiles willen herabgestiegen und Fleisch und Mensch geworden ist, gelitten hat und auferstanden ist am dritten Tage, hinaufgestiegen ist in die Himmel und kommt, Lebende und Tote zu richten«.28 In der Nachfolge der Lehre der Väter bekannte auch das Konzil von Chalkedon »unseren Herrn Jesus Christus als ein und denselben Sohn: derselbe ist vollkommen in der Gottheit und derselbe ist vollkommen in der Menschheit; derselbe ist wahrhaft Gott und wahrhaft Mensch...; derselbe ist der Gottheit nach dem Vater wesensgleich und der Menschheit nach uns wesensgleich...; derselbe wurde einerseits der Gottheit nach vor den Zeiten aus dem Vater gezeugt, andererseits der Menschheit nach in den letzten Tagen unsertwegen und um unseres Heiles willen aus Maria, der Jungfrau und Gottesgebärerin, geboren«.29

Das Zweite Vatikanische Konzil bekräftigt, dass Christus, »der neue Adam«, »das Ebenbild des unsichtbaren Gottes« (Kol 1,15), »der vollkommene Mensch ist, der den Söhnen Adams die Gottebenbildlichkeit wiedergab, die von der ersten Sünde her verunstaltet war... Als unschuldiges Lamm hat er freiwillig sein Blut vergossen und uns Leben erworben. In ihm hat Gott uns mit sich und untereinander versöhnt und der Knechtschaft des Teufels und der Sünde entrissen. So kann jeder von uns mit dem Apostel sagen: Der Sohn Gottes hat ”mich geliebt und sich für mich hingegeben“ (Gal 2,20)«.30

In diesem Zusammenhang hat Johannes Paul II. ausdrücklich erklärt: »Es widerspricht dem christlichen Glauben, wenn man eine wie auch immer geartete Trennung zwischen dem Wort und Jesus Christus einführt... Jesus ist das fleischgewordene Wort, eine einzige und unteilbare Person... Christus ist kein anderer als Jesus von Nazaret, und dieser ist das Wort Gottes, das für das Heil aller Mensch geworden ist... Während wir darangehen, die von Gott jedem Volk zugeteilten Gaben aller Art, insbesondere die geistigen Reichtümer, zu entdecken und aufzuwerten, können wir diese Gaben nicht trennen von Jesus Christus, der im Zentrum des göttlichen Heilsplanes steht«.31

Im Gegensatz zum katholischen Glauben steht auch die Trennung zwischen dem Heilswirken des Logos als solchem und dem Heilswirken des Wortes, das Fleisch geworden ist. Mit der Inkarnation werden alle Heilstaten des Wortes Gottes immer in Einheit mit seiner menschlichen Natur vollbracht, die es zum Heil aller Menschen angenommen hat. Das einzige Subjekt, das in beiden Naturen — der göttlichen und der menschlichen — handelt, ist die einzige Person des Wortes.32

Nicht vereinbar mit der Lehre der Kirche ist deshalb die Theorie, die dem Logos als solchem in seiner Gottheit ein Heilswirken zuschreibt, das er — auch nach der Inkarnation — »über« oder »jenseits« seiner Menschheit ausübe.33

11.  In ähnlicher Weise ist auch fest zu glauben, dass es nur eine einzige, vom einen und dreifaltigen Gott gewollte Heilsordnung gibt, deren Quellgrund und Mitte das Mysterium der Fleischwerdung des Wortes ist, des Mittlers der göttlichen Gnade in der Schöpfungs- und in der Erlösungsordnung (vgl. Kol 1,15-20), in dem alles vereint ist (vgl. Eph 1,10), »den Gott für uns zur Weisheit gemacht hat, zur Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung« (1 Kor 1,30). Das Mysterium Christi hat eine innere Einheit, die sich von seiner ewigen Erwählung in Gott bis zur Wiederkunft erstreckt: »In ihm hat er [der Vater] uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott« (Eph 1,4). »Durch ihn sind wir auch als Erben vorherbestimmt und eingesetzt nach dem Plan dessen, der alles so verwirklicht, wie er es in seinem Willen beschließt« (Eph 1,11). »Denn alle, die er im voraus erkannt hat, hat er auch im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene von vielen Brüdern sei. Die aber, die er vorausbestimmt hat, hat er auch berufen, und die er berufen hat, hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht« (Röm 8,29-30).

In Treue zur göttlichen Offenbarung bekräftigt das Lehramt der Kirche, dass Jesus Christus der universale Mittler und Erlöser ist: »Gottes Wort, durch das alles geschaffen ist, ist selbst Fleisch geworden, um in vollkommenem Menschsein alle zu retten und das All zusammenzufassen... Ihn hat der Vater von den Toten auferweckt, erhöht und zu seiner Rechten gesetzt; ihn hat er zum Richter der Lebendigen und Toten bestellt«.34 Diese Heilsmittlerschaft beinhaltet auch die Einzigkeit des Erlösungsopfers Christi, des ewigen Hohenpriesters (vgl. Hebr 6,20; 9,11; 10,12-14).

12.  Von einigen wird auch die Hypothese einer Heilsordnung des Heiligen Geistes vertreten, die einen universaleren Charakter habe als die Heilsordnung des fleischgewordenen, gekreuzigten und auferstandenen Herrn. Auch diese Behauptung widerspricht dem katholischen Glauben, der vielmehr die Inkarnation des Wortes zu unserem Heil als ein trinitarisches Ereignis betrachtet. Im Neuen Testament ist das Mysterium Jesu, des fleischgewordenen Wortes, der Ort der Gegenwart des Heiligen Geistes und das Prinzip seiner Aussendung über die Menschheit, und zwar nicht nur in der messianischen Zeit (vgl. Apg 2,32-36; Joh 7,39; 20,22; 1 Kor 15,45), sondern auch in der Zeit vor seinem Eintreten in die Geschichte (vgl. 1 Kor 10,4; 1 Petr 1,10-12).

Das Zweite Vatikanische Konzil hat diese grundlegende Wahrheit dem Glaubensbewusstsein der Kirche erneut eingeschärft. In der Darlegung des Heilsplanes des Vater für die ganze Menschheit hat das Konzil das Mysterium Christi und das Mysterium des Geistes von Anfang an eng miteinander verbunden.35 Das ganze Werk der Auferbauung der Kirche durch das Haupt Jesus Christus im Laufe der Jahrhunderte wird als ein Werk gesehen, das er in Gemeinschaft mit seinem Geist vollbringt.36

Außerdem erstreckt sich das Heilswirken Jesu Christi mit und durch seinen Geist über die sichtbaren Grenzen der Kirche hinaus auf die ganze Menschheit. Im Hinblick auf das Paschamysterium, in dem Christus schon jetzt mit dem Glaubenden eine Lebensgemeinschaft im Geist bildet und ihm die Hoffnung auf die Auferstehung schenkt, lehrt das Konzil: »Dies gilt nicht nur für die Christgläubigen, sondern für alle Menschen guten Willens, in deren Herzen die Gnade unsichtbar wirkt. Da nämlich Christus für alle gestorben ist und da es in Wahrheit nur eine letzte Berufung des Menschen gibt, die göttliche, müssen wir festhalten, dass der Heilige Geist allen die Möglichkeit anbietet, diesem Paschamysterium in einer Gott bekannten Weise verbunden zu sein«.37

Es ist also klar, dass das Heilsmysterium des fleischgewordenen Wortes mit dem Heilsmysterium des Geistes verbunden ist. Der Geist lässt den heilshaften Einfluss des menschgewordenen Sohnes im Leben aller Menschen Wirklichkeit werden, die von Gott zu einem einzigen Ziel berufen sind, ob sie der Menschwerdung des Wortes vorausgegangen sind oder nach seinem Kommen in die Geschichte leben: sie alle werden vom Geist des Vaters bewegt, den der Menschensohn unbegrenzt gibt (vgl. Joh 3,34).

Deshalb hat das Lehramt der Kirche jüngst mit Festigkeit und Klarheit die Wahrheit in Erinnerung gerufen, dass es nur eine einzige göttliche Heilsordnung gibt: »Die Gegenwart und das Handeln des Geistes berühren nicht nur einzelne Menschen, sondern auch die Gesellschaft und die Geschichte, die Völker, die Kulturen, die Religionen... Der auferstandene Christus wirkt im Herzen der Menschen in der Kraft seines Geistes... Und nochmals: es ist der Geist, der ”die Samen des Wortes“ aussät, die in den Riten und Kulturen da sind und der sie für ihr Heranreifen in Christus bereit macht«.38 Das Lehramt anerkennt die heilsgeschichtliche Funktion des Geistes im ganzen Universum und in der ganzen Geschichte der Menschheit,39 bekräftigt jedoch zugleich: »Es ist derselbe Geist, der bei der Menschwerdung, im Leben, im Tode und bei der Auferstehung Jesu mitgewirkt hat und der in der Kirche wirkt. Er ist nicht eine Alternative zu Christus, er füllt nicht eine Lücke aus zwischen Christus und dem Logos, wie manchmal angenommen wird. Was immer der Geist im Herzen der Menschen und in der Geschichte der Völker, in den Kulturen und Religionen bewirkt, hat die Vorbereitung der Verkündigung zum Ziel und geschieht in bezug auf Christus, das durch das Wirken des Geistes fleischgewordene Wort, ”um ihn zu erwirken, den vollkommenen Menschen, das Heil aller und die Zusammenführung des Universums“«.40

Das Wirken des Geistes geschieht also nicht außerhalb oder neben dem Wirken Christi. Es gibt nur die eine Heilsordnung des einen und dreifaltigen Gottes, die im Mysterium der Inkarnation, des Todes und der Auferstehung des Sohnes Gottes Wirklichkeit wird und die durch die Mitwirkung des Heiligen Geistes vergegenwärtigt und in ihrer Heilsbedeutung auf die ganze Menschheit und das Universum ausgedehnt wird: »Die Menschen können demnach mit Gott nicht in Verbindung kommen, wenn es nicht durch Jesus Christus unter Mitwirkung des Geistes geschieht«.41

 

III. EINZIGKEIT UND UNIVERSALITÄT 
DES HEILSMYSTERIUMS JESU CHRISTI

13.  Gemäß einer wiederholt vertretenen Auffassung wird auch die Einzigkeit und die Heilsuniversalität des Mysteriums Jesu Christi geleugnet. Diese Auffassung hat keinerlei biblische Grundlage. Es gehört nämlich zum beständigen Glaubensgut der Kirche und ist fest zu glauben, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, der Herr und der einzige Erlöser ist, der durch seine Menschwerdung, seinen Tod und seine Auferstehung die Heilsgeschichte, die in ihm ihre Fülle und ihren Mittelpunkt findet, zur Vollendung gebracht hat.

Dies wird klar durch die neutestamentlichen Zeugnisse bestätigt: »Der Vater hat den Sohn gesandt als den Retter der Welt« (1 Joh 4,14). »Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt« (Joh 1,29). Zur Rechtfertigung der im Namen Jesu erfolgten Heilung des Mannes, der von Geburt an gelähmt war (vgl. Apg 3,1-8), verkündet Petrus: »In keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen« (Apg 4,12). Derselbe Apostel bezeugt, dass Jesus Christus »der Herr aller« ist, »der von Gott eingesetzte Richter der Lebenden und der Toten«, weshalb »jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen die Vergebung der Sünden empfängt« (Apg 10,36.42.43).

Paulus schreibt an die Gemeinde von Korinth: »Selbst wenn es im Himmel oder auf der Erde sogenannte Götter gibt — und solche Götter und Herren gibt es viele —, so haben doch wir nur einen Gott, den Vater. Von Ihm stammt alles, und wir leben auf ihn hin. Und einer ist der Herr: Jesus Christus. Durch ihn ist alles, und wir sind durch ihn« (1 Kor 8,5-6). Auch der Apostel Johannes bestätigt: »Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird« (Joh 3,16-17). Im Neuen Testament wird der universale Heilswille Gottes eng an die einzige Mittlerschaft Christi gebunden: »Er [Gott] will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Denn: Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Christus Jesus, der sich als Lösegeld hingegeben hat für alle« (1 Tim 2,4-6).

Die ersten Christen waren sich dieser einzigartigen und universalen, vom Vater durch Jesus Christus im Geist angebotenen Heilsgabe bewusst. Sie wandten sich an Israel und verwiesen auf die Vollendung des Heils, das über das Gesetz hinausgeht. Sie traten auch der damaligen heidnischen Welt entgegen, die durch eine Vielzahl von Heilsgöttern nach der Erlösung strebte. Dieses Glaubensgut hat das Lehramt der Kirche wiederum vorgelegt: »Die Kirche glaubt: Christus, der für alle starb und auferstand (vgl. 2 Kor 5,15), schenkt dem Menschen Licht und Kraft durch seinen Geist, damit er seiner höchsten Berufung nachkommen kann; es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem sie gerettet werden sollen (vgl. Apg 4,12). Sie glaubt ferner, dass in ihrem Herrn und Meister der Schlüssel, der Mittelpunkt und das Ziel der ganzen Menschheitsgeschichte gegeben ist«.42

14.  Es ist deshalb als Wahrheit des katholischen Glaubens fest zu glauben, dass der universale Heilswille des einen und dreifaltigen Gottes ein für allemal im Mysterium der Inkarnation, des Todes und der Auferstehung des Sohnes Gottes angeboten und Wirklichkeit geworden ist.

Unter Beachtung dieses Glaubenssatzes ist die Theologie heute eingeladen, über das Vorhandensein anderer religiöser Erfahrungen und ihrer Bedeutung im Heilsplan Gottes nachzudenken und zu erforschen, ob und wie auch Gestalten und positive Elemente anderer Religionen zum göttlichen Heilsplan gehören können. In diesem Bereich gibt es für die theologische Forschung unter Führung des Lehramtes der Kirche ein weites Arbeitsfeld. Das Zweite Vatikanische Konzil hat nämlich festgestellt, dass »die Einzigkeit der Mittlerschaft des Erlösers im geschöpflichen Bereich eine unterschiedliche Teilnahme an der einzigen Quelle in der Mitwirkung nicht ausschließt, sondern sie erweckt«.43 Es bedarf einer vertieften Anstrengung zu ergründen, was diese teilhabende Mittlerschaft bedeutet, die jedoch immer vom Prinzip der einzigen Mittlerschaft Christi normiert bleiben muss: »Andere Mittlertätigkeiten verschiedener Art und Ordnung, die an seiner Mittlerschaft teilhaben, werden nicht ausgeschlossen, aber sie haben Bedeutung und Wert allein in Verbindung mit der Mittlerschaft Christi und können nicht als gleichrangig und komplementär betrachtet werden«.44 Im Gegensatz zum christlichen und katholischen Glauben stehen jedoch Lösungsvorschläge, die ein Heilswirken Gottes außerhalb der einzigen Mittlerschaft Christi annehmen.

15.  Nicht selten wird der Vorschlag gemacht, in der Theologie Ausdrücke wie »Einzigkeit«, »Universalität« oder »Absolutheit« zu vermeiden, weil dadurch der Eindruck entstünde, die Bedeutung und der Wert des Heilsereignisses Jesu Christi würde gegenüber den anderen Religionen in übertriebener Weise betont. In Wirklichkeit bringen diese Worte nur die Treue zum Offenbarungsgut zum Ausdruck, weil sie sich aus den Glaubensquellen selbst ergeben. Von Anfang an hat die Gemeinschaft der Gläubigen Jesus eine Heilsbedeutung zuerkannt, gemäß der er allein — als menschgewordener, gekreuzigter und auferstandener Sohn Gottes — durch die Sendung, die er vom Vater erhalten hat, und in der Kraft des Heiligen Geistes das Ziel hat, der ganzen Menschheit und jedem Menschen die Offenbarung (vgl. Mt 11,27) und das göttliche Leben (vgl. Joh 1,12; 5,25-26; 17,2) zu schenken.

In diesem Sinn kann und muss man sagen, dass Jesus Christus für das Menschengeschlecht und seine Geschichte eine herausragende und einmalige, nur ihm eigene, ausschließliche, universale und absolute Bedeutung und Wichtigkeit hat. Jesus ist nämlich das Wort Gottes, das für das Heil aller Mensch geworden ist. Das Zweite Vatikanische Konzil greift dieses Glaubensbewusstsein auf und lehrt: »Gottes Wort, durch das alles geschaffen ist, ist selbst Fleisch geworden, um in vollkommenem Menschsein alle zu retten und das All zusammenzufassen. Der Herr ist das Ziel der menschlichen Geschichte, der Punkt auf den hin alle Bestrebungen der Geschichte und der Kultur konvergieren, der Mittelpunkt der Menschheit, die Freude aller Herzen und die Erfüllung ihrer Sehnsüchte. Ihn hat der Vater von den Toten auferweckt, erhöht und zu seiner Rechten gesetzt; ihn hat er zum Richter der Lebendigen und Toten bestellt«.45 »Gerade diese Einzigartigkeit Christi ist es, die ihm eine absolute und universale Bedeutung verleiht, durch die er, obwohl selbst Teil der Geschichte, Mitte und Ziel der Geschichte selbst ist: ”Ich bin das Alpha und das Omega, der erste und der letzte, der Anfang und das Ende“ (Offb 22,13)«.46

 

IV. EINZIGKEIT UND EINHEIT DER KIRCHE

16.  Der Herr Jesus, der einzige Erlöser, hat nicht eine bloße Gemeinschaft von Gläubigen gestiftet. Er hat die Kirche als Heilsmysterium gegründet: Er selbst ist in der Kirche und die Kirche ist in ihm (vgl. Joh 15,1ff.; Gal 3,28; Eph 4,15-16; Apg 9,5); deswegen gehört die Fülle des Heilsmysteriums Christi auch zur Kirche, die untrennbar mit ihrem Herrn verbunden ist. Denn Jesus Christus setzt seine Gegenwart und sein Heilswerk in der Kirche und durch die Kirche fort (vgl. Kol 1,24-27),47 die sein Leib ist (vgl. 1 Kor 12,12-13.27; Kol 1,18).48 Wie das Haupt und die Glieder eines lebendigen Leibes zwar nicht identisch sind, aber auch nicht getrennt werden können, dürfen Christus und die Kirche nicht miteinander verwechselt, aber auch nicht voneinander getrennt werden. Sie bilden zusammen den einzigen »ganzen Christus«.49 Diese Untrennbarkeit kommt im Neuen Testament auch durch die Analogie der Kirche als der Braut Christi zum Ausdruck (vgl. 2 Kor 11,2; Eph 5,25-29; Offb 21,2.9).50

Deshalb muss in Verbindung mit der Einzigkeit und der Universalität der Heilsmittlerschaft Jesu Christi die Einzigkeit der von ihm gestifteten Kirche als Wahrheit des katholischen Glaubens fest geglaubt werden. Wie es nur einen einzigen Christus gibt, so gibt es nur einen einzigen Leib Christi, eine einzige Braut Christi: »die eine alleinige katholische und apostolische Kirche«.51 Die Verheißungen des Herrn, seine Kirche nie zu verlassen (vgl. Mt 16,18; 28,20) und sie mit seinem Geist zu führen (vgl. Joh 16,13), beinhalten darüber hinaus nach katholischem Glauben, dass die Einzigkeit und die Einheit der Kirche sowie alles, was zu ihrer Integrität gehört, niemals zerstört werden.52

Die Gläubigen sind angehalten zu bekennen, dass es eine geschichtliche, in der apostolischen Sukzession verwurzelte Kontinuität53 zwischen der von Christus gestifteten und der katholischen Kirche gibt: »Dies ist die einzige Kirche Christi... Sie zu weiden, hat unser Erlöser nach seiner Auferstehung dem Petrus übertragen (vgl. Joh 21,17), ihm und den übrigen Aposteln hat er ihre Ausbreitung und Leitung anvertraut (vgl. Mt 28,18ff.), für immer hat er sie als ”die Säule und das Fundament der Wahrheit“ (1 Tim 3,15) errichtet. Diese Kirche, in dieser Welt als Gesellschaft verfasst und geordnet, ist verwirklicht [subsistit in] in der katholischen Kirche, die vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird«.54 Mit dem Ausdruck »subsistit in« wollte das Zweite Vatikanische Konzil zwei Lehrsätze miteinander in Einklang bringen: auf der einen Seite, dass die Kirche Christi trotz der Spaltungen der Christen voll nur in der katholischen Kirche weiterbesteht, und auf der anderen Seite, »dass außerhalb ihres sichtbaren Gefüges vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden sind«,55 nämlich in den Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, die nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen.56 Bezüglich dieser Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften ist festzuhalten, dass »deren Wirksamkeit sich von der der katholischen Kirche anvertrauten Fülle der Gnade und Wahrheit herleitet«.57

17.  Es gibt also eine einzige Kirche Christi, die in der katholischen Kirche subsistiert und vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird.58 Die Kirchen, die zwar nicht in vollkommener Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, aber durch engste Bande, wie die apostolische Sukzession und die gültige Eucharistie, mit ihr verbunden bleiben, sind echte Teilkirchen.59 Deshalb ist die Kirche Christi auch in diesen Kirchen gegenwärtig und wirksam, obwohl ihnen die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche fehlt, insofern sie die katholische Lehre vom Primat nicht annehmen, den der Bischof von Rom nach Gottes Willen objektiv innehat und über die ganze Kirche ausübt.60

Die kirchlichen Gemeinschaften hingegen, die den gültigen Episkopat und die ursprüngliche und vollständige Wirklichkeit des eucharistischen Mysteriums nicht bewahrt haben,61 sind nicht Kirchen im eigentlichen Sinn; die in diesen Gemeinschaften Getauften sind aber durch die Taufe Christus eingegliedert und stehen deshalb in einer gewissen, wenn auch nicht vollkommenen Gemeinschaft mit der Kirche.62 Die Taufe zielt nämlich hin auf die volle Entfaltung des Lebens in Christus durch das vollständige Bekenntnis des Glaubens, die Eucharistie und die volle Gemeinschaft in der Kirche.63

»Daher dürfen die Christgläubigen sich nicht vorstellen, die Kirche Christi sei nichts anderes als eine gewisse Summe von Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften — zwar getrennt, aber noch irgendwie eine; und es steht ihnen keineswegs frei anzunehmen, die Kirche Christi bestehe heute in Wahrheit nirgendwo mehr, sondern sei nur als ein Ziel zu betrachten, das alle Kirchen und Gemeinschaften suchen müssen«.64 In Wirklichkeit »existieren die Elemente dieser bereits gegebenen Kirche in ihrer ganzen Fülle in der katholischen Kirche und noch nicht in dieser Fülle in den anderen Gemeinschaften«.65 Deswegen »sind diese getrennten Kirchen und Gemeinschaften trotz der Mängel, die ihnen nach unserem Glauben anhaften, nicht ohne Bedeutung und Gewicht im Geheimnis des Heiles. Denn der Geist Christi hat sich gewürdigt, sie als Mittel des Heiles zu gebrauchen, deren Wirksamkeit sich von der der katholischen Kirche anvertrauten Fülle der Gnade und Wahrheit herleitet«.66

Die fehlende Einheit unter den Christen ist gewiss eine Wunde für die Kirche; doch nicht in dem Sinn, dass ihre Einheit nicht da wäre, sondern »insofern es sie hindert, ihre Universalität in der Geschichte voll zu verwirklichen«.67

 

V. KIRCHE, REICH GOTTES UND REICH CHRISTI

18.  Die Kirche ist gesandt, »das Reich Christi und Gottes anzukündigen und in allen Völkern zu begründen. So stellt sie Keim und Anfang dieses Reiches auf Erden dar«.68 Auf der einen Seite ist die Kirche »Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit«;69 sie ist darum Zeichen und Werkzeug für das Reich, sie ist gerufen, es zu verkünden und zu begründen. Auf der anderen Seite ist die Kirche »das von der Einheit des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes her geeinte Volk«;70 sie ist also »das im Mysterium schon gegenwärtige Reich Christi«71 und bildet deshalb seinen Keim und seinen Anfang. Das Reich Gottes hat eine eschatologische Dimension: es ist eine in der Zeit gegenwärtige Wirklichkeit, aber seine volle Verwirklichung wird erst mit dem Ende bzw. der Erfüllung der Geschichte kommen.72

Von den biblischen Texten und den patristischen Zeugnissen wie auch von den Dokumenten des Lehramts der Kirche kann man für die Ausdrücke Himmelreich, Reich Gottes und Reich Christi keine ganz eindeutigen Bedeutungsinhalte ableiten, auch nicht von ihrer Beziehung zur Kirche, die selbst Mysterium ist und nicht gänzlich mit einem menschlichen Begriff erfasst werden kann. Es sind deswegen verschiedene theologische Erklärungen dieser Themen zulässig. Keine dieser möglichen Erklärungen darf jedoch die innige Verbundenheit zwischen Christus, dem Reich und der Kirche leugnen oder in irgendeiner Weise aushöhlen. In Wirklichkeit kann »das Reich Gottes, wie wir es von der Offenbarung her kennen, weder von Christus noch von der Kirche losgelöst werden... Wenn man das Reich von der Person Jesu trennt, hat man nicht mehr das von ihm geoffenbarte Reich Gottes, man verkehrt schließlich entweder den Sinn des Reiches, das ein rein menschliches oder ideologisches Objekt zu werden droht, oder man verfälscht die Identität Christi, der nicht mehr als der Herr, dem alles unterzuordnen ist, erscheint (vgl. 1 Kor 15,27). Ebenso kann man das Reich nicht von der Kirche loslösen. Gewiss, sie ist nicht selbst Ziel, da sie auf das Reich Gottes hingeordnet ist, dessen Wirklichkeit sie keimhaft und zeichenhaft darstellt und dessen Werkzeug sie ist. Aber bei aller Unterscheidung zwischen Kirche einerseits und Christus und Reich andererseits, bleibt die Kirche doch untrennbar mit beiden verbunden«.73

19.  Die untrennbare Beziehung zwischen Kirche und Reich bekräftigen, heißt aber nicht vergessen, dass das Reich Gottes — auch wenn es in seiner geschichtlichen Phase betrachtet wird — nicht mit der Kirche in ihrer sichtbaren und gesellschaftlichen Wirklichkeit identisch ist. Es ist nämlich nicht richtig, wenn man das Werk Christi und des Geistes »auf ihre [der Kirche] sichtbaren Grenzen einengt«.74 Man muss deshalb auch berücksichtigen, dass »das Reich alle einbezieht: die einzelnen, die Gesellschaft, die ganze Welt. Für das Reich wirken bedeutet Anerkennung und Förderung der göttlichen Dynamik, die in der Geschichte der Menschheit anwesend ist und sie umformt. Das Reich aufbauen bedeutet arbeiten zur Befreiung vom Übel in allen seinen Formen. Das Reich Gottes ist letztlich die Offenbarung und Verwirklichung seiner Heilsabsicht in ganzer Fülle«.75

In der Erörterung der Beziehungen zwischen Reich Gottes, Reich Christi und Kirche ist es indes notwendig, einseitige Akzentuierungen zu vermeiden, was bei jenen Ansichten der Fall ist, »die eindeutig den Akzent auf das Reich legen und sich als ”reich-zentriert“ bezeichnen. Sie wollen das Bild einer Kirche entwerfen, die nicht an sich selbst denkt, die vielmehr ganz damit befasst ist, Zeugnis vom Reich zu geben und ihm zu dienen. Sie ist eine ”Kirche für die anderen“, so sagt man, wie Christus der ”Mensch für die anderen“ ist... Neben positiven Aspekten bieten diese Auffassungen oft negative Seiten. Insbesondere übergehen sie die Person Christi mit Schweigen: das Reich, von dem sie sprechen, gründet sich auf eine ”Theozentrik“, weil — wie sie sagen — Christus von jenen nicht verstanden werden kann, die nicht den christlichen Glauben haben, während verschiedene Völker, Kulturen und Religionen in einer einzigen göttlichen Wirklichkeit, wie immer diese genannt werden mag, sich wiederfinden können. Aus dem gleichen Grund geben sie dem Geheimnis der Schöpfung den Vorzug, das sich in der Verschiedenheit der Kulturen und religiösen Anschauungen widerspiegelt, sagen aber nichts über das Geheimnis der Erlösung. Darüber hinaus erliegt das Reich, wie sie es verstehen, der Gefahr, die Kirche an den Rand zu drängen oder sie unterzubewerten, als Reaktion auf eine vermeintliche ”Ekklesiozentrik“ in der Vergangenheit, und weil sie die Kirche als bloßes Zeichen betrachten, das im übrigen nicht frei ist von Zweideutigkeiten«.76 Solche Auffassungen widersprechen dem katholischen Glauben, weil sie die einzigartige Beziehung leugnen, die zwischen Christus, der Kirche und dem Reich Gottes besteht.

 

VI. DIE KIRCHE UND DIE RELIGIONEN 
IM HINBLICK AUS DAS HEIL

20.  Von dem, was oben in Erinnerung gerufen wurde, ergeben sich auch einige notwendige Punkte für die Richtung, welche die theologische Reflexion einschlagen muss, um die Beziehung der Kirche und der Religionen mit dem Heil zu vertiefen.

Es ist vor allem fest zu glauben, dass die »pilgernde Kirche zum Heile notwendig ist. Der eine Christus ist Mittler und Weg zum Heil, der in seinem Leib, der Kirche, uns gegenwärtig wird; indem er aber selbst mit ausdrücklichen Worten die Notwendigkeit des Glaubens und der Taufe betont hat (vgl. Mk 16,16; Joh 3,5), hat er zugleich die Notwendigkeit der Kirche, in die die Menschen durch die Taufe wie durch eine Türe eintreten, bekräftigt«.77 Diese Lehre darf nicht dem allgemeinen Heilswillen Gottes entgegengesetzt werden (vgl. 1 Tim 2,4); deswegen »muss man diese beiden Wahrheiten zusammen gegenwärtig haben, die tatsächlich gegebene Möglichkeit des Heiles in Christus für alle Menschen und die Notwendigkeit der Kirche für dieses Heil«.78

Die Kirche ist das »allumfassende Heilssakrament«.79 Sie ist immer auf geheimnisvolle Weise mit dem Retter Jesus Christus, ihrem Haupt, verbunden und ihm untergeordnet, und hat deshalb im Plan Gottes eine unumgängliche Beziehung zum Heil eines jeden Menschen.80 Für jene, die nicht formell und sichtbar Glieder der Kirche sind, »ist das Heil in Christus zugänglich kraft der Gnade, die sie zwar nicht förmlich in die Kirche eingliedert — obschon sie geheimnisvoll mit ihr verbunden sind —, aber ihnen in angemessener Weise innerlich und äußerlich Licht bringt. Diese Gnade kommt von Christus, sie ist Frucht seines Opfers und wird vom Heiligen Geist geschenkt«.81 Sie steht in Beziehung zur Kirche, die »ihren Ursprung aus der Sendung des Sohnes und der Sendung des Heiligen Geistes herleitet gemäß dem Plan Gottes des Vaters«.82

21.  Bezüglich der Weise, in der die heilbringende Gnade Gottes, die immer durch Christus im Heiligen Geist geschenkt wird und in geheimnisvoller Beziehung zur Kirche steht, die einzelnen Nichtchristen erreicht, stellt das Zweite Vatikanische Konzil lediglich fest, dass Gott sie schenkt »auf Wegen, die er weiß«.83 Die Theologie ist damit beschäftigt, dieses Thema zu vertiefen. Diese theologische Arbeit ist zu ermutigen, denn sie ist zweifellos nützlich für ein wachsendes Verständnis der Heilspläne Gottes und der Wege ihrer Verwirklichung. Doch aus dem bisher Gesagten über die Mittlerschaft Jesu Christi und über die »besondere und einzigartige Beziehung«84 zwischen der Kirche und dem Reich Gottes unter den Menschen — das im Wesentlichen das Reich des universalen Retters Jesus Christus ist —, geht klar hervor, dass es dem katholischen Glauben widerspräche, die Kirche als einen Heilsweg neben jenen in den anderen Religionen zu betrachten, die komplementär zur Kirche, ja im Grunde ihr gleichwertig wären, insofern sie mit dieser zum eschatologischen Reich Gottes konvergierten.

Gewiss enthalten und bieten die verschiedenen religiösen Traditionen Elemente der Religiosität, die von Gott kommen85 und zu dem gehören, was »der Geist im Herzen der Menschen und in der Geschichte der Völker, in den Kulturen und Religionen bewirkt«.86 Einige Gebete und Riten der anderen Religionen können tatsächlich die Annahme des Evangeliums vorbereiten, insofern sie Gelegenheiten bieten und dazu erziehen, dass die Herzen der Menschen angetrieben werden, sich dem Wirken Gottes zu öffnen.87 Man kann ihnen aber nicht einen göttlichen Ursprung oder eine Heilswirksamkeit ex opere operato zuerkennen, die den christlichen Sakramenten eigen ist.88 Es kann auch nicht geleugnet werden, dass andere Riten, insofern sie von abergläubischen Praktiken oder anderen Irrtümern abhängig sind (vgl. 1 Kor 10,20-21), eher ein Hindernis für das Heil darstellen.89

22.  Mit dem Kommen Jesu Christi, des Retters, hat Gott die Kirche für das Heil aller Menschen eingesetzt (vgl. Apg 17,30-31).90 Diese Glaubenswahrheit nimmt nichts von der Tatsache weg, dass die Kirche die Religionen der Welt mit aufrichtiger Ehrfurcht betrachtet, schließt aber zugleich radikal jene Mentalität des Indifferentismus aus, die »durchdrungen ist von einem religiösen Relativismus, der zur Annahme führt, dass ”eine Religion gleich viel gilt wie die andere“«.91 Wenn es auch wahr ist, dass die Nichtchristen die göttliche Gnade empfangen können, so ist doch gewiss, dass sie sich objektiv in einer schwer defizitären Situation befinden im Vergleich zu jenen, die in der Kirche die Fülle der Heilsmittel besitzen.92 »Alle Söhne der Kirche sollen aber dessen eingedenk sein, dass ihre ausgezeichnete Stellung nicht den eigenen Verdiensten, sondern der besonderen Gnade Christi zuzuschreiben ist; wenn sie ihr im Denken, Reden und Handeln nicht entsprechen, wird ihnen statt Heil strengeres Gericht zuteil«.93 Man versteht also, dass die Kirche in Treue zum Auftrag des Herrn (vgl. Mt 28,19-20) und als Forderung der Liebe zu allen Menschen »unablässig verkündet und verkündigen muss Christus, der ist ”der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6), in dem die Menschen die Fülle des religiösen Lebens finden, in dem Gott alles mit sich versöhnt hat«.94

Auch im interreligiösen Dialog behält die Sendung ad gentes »heute und immer... ihre ungeschmälerte Bedeutung und Notwendigkeit«.95 »Gott will ja, ”dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen“ (1 Tim 2,4). Gott will, dass alle durch die Erkenntnis der Wahrheit das Heil erlangen. Das Heil liegt in der Wahrheit. Wer dem Antrieb des Geistes der Wahrheit gehorcht, ist schon auf dem Weg zum Heil; die Kirche aber, der diese Wahrheit anvertraut worden ist, muss dem Verlangen des Menschen entgegengehen und sie ihm bringen. Weil die Kirche an den allumfassenden Heilsratschluss Gottes glaubt, muss sie missionarisch sein«.96 Deswegen ist der Dialog, der zum Evangelisierungsauftrag gehört, nur eine der Tätigkeiten der Kirche in ihrer Sendung ad gentes.97 Die Parität, die Voraussetzung für den Dialog ist, bezieht sich auf die gleiche personale Würde der Partner, nicht auf die Lehrinhalte und noch weniger auf Jesus Christus, den menschgewordenen Sohn Gottes, im Vergleich zu den Gründern der anderen Religionen. Geführt von der Liebe und von der Achtung vor der Freiheit,98 muss sich die Kirche vorrangig darum bemühen, allen Menschen die Wahrheit, die durch den Herrn endgültig geoffenbart wurde, zu verkünden und sie aufzurufen, dass die Bekehrung zu Jesus Christus und die Zugehörigkeit zur Kirche durch die Taufe und die anderen Sakramente notwendig sind, um in voller Weise an der Gemeinschaft mit Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist teilzuhaben. Die Pflicht und die Dringlichkeit, das Heil und die Bekehrung zum Herrn Jesus Christus zu verkünden, wird durch die Gewissheit des universalen Heilswillens Gottes nicht gelockert, sondern verstärkt.

 

SCHLUSS

23.  Die vorliegende Erklärung, in der einige Glaubenswahrheiten wieder vorgelegt und geklärt werden, will dem Beispiel des Apostels Paulus folgen, der an die Gläubigen in Korinth schreibt: »Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe« (1 Kor 15,3). In Anbetracht einiger problematischer oder auch irriger Ansätze ist die theologische Reflexion aufgerufen, den Glauben der Kirche neu zu bekräftigen und von ihrer Hoffnung überzeugend und eindringlich Rechenschaft zu geben.

Bei der Erörterung des Themas der wahren Religion stellten die Väter des Zweiten Vatikanischen Konzils fest: »Diese einzige wahre Religion, so glauben wir, ist verwirklicht in der katholischen, apostolischen Kirche, die von Jesus dem Herrn den Auftrag erhalten hat, sie unter allen Menschen zu verbreiten. Er sprach ja zu den Aposteln: ”Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe“ (Mt 28,19-20). Alle Menschen sind ihrerseits verpflichtet, die Wahrheit, besonders in dem, was Gott und seine Kirche angeht, zu suchen und die erkannte Wahrheit aufzunehmen und zu bewahren«.99

Die christliche Offenbarung wird in der Geschichte »der wahre Leitstern« 100 für die ganze Menschheit bleiben: »Die Wahrheit, die Christus ist, erscheint nötig als universale Autorität«. 101 Das christliche Mysterium überwindet jede Schranke von Zeit und Raum und verwirklicht die Einheit der Menschheitsfamilie: »Von verschiedenen Orten und Traditionen sind alle in Christus dazu berufen, an der Einheit der Familie der Kinder Gottes teilzuhaben... Jesus reißt die trennenden Wände nieder und vollzieht auf einzigartige und erhabene Weise die Vereinigung durch die Teilhabe an seinem Geheimnis. Diese Einheit ist so tief, dass die Kirche mit dem heiligen Paulus sagen kann: ”Ihr seid also jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes“ (Eph 2,19)«. 102

Papst Johannes Paul II. hat in der dem unterzeichneten Kardinalpräfekten am 16. Juni 2000 gewährten Audienz die vorliegende Erklärung, die in der Vollversammlung der Kongregation für die Glaubenslehre beschlossen worden war, mit sicherem Wissen und kraft seiner apostolischen Autorität bestätigt und bekräftigt und deren Veröffentlichung angeordnet.

Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 6. August 2000, dem Fest der Verklärung des Herrn.

 

 

 Joseph Card. Ratzinger 
Präfekt

 Tarcisio Bertone, S.D.B. 
Erzbischof em. von Vercelli 
Sekretär

 

 

(1) I. Konzil von Konstantinopel, Konstantinopolitanisches Glaubensbekenntnis: DH 150.

(2) Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 1: AAS 83 (1991) 249.

(3) Vgl. II. Vat. Konzil, Dekret Ad gentes und Erklärung Nostra aetate; Paul VI., Apostolisches Schreiben Evangelii nuntiandi; Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio.

(4) II. Vat. Konzil, Erklärung Nostra aetate, 2.

(5) Päpstlicher rat für den Interreligiösen Dialog und Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Instruktion Dialog und Verkündigung, 29: AAS 84 (1992) 424; vgl. II. Vat. Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, 22.

(6) Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 55: AAS 83 (1991) 302-304.

(7) Vgl. Päpstlicher rat für den Interreligiösen dialog und Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Instruktion Dialog und Verkündigung, 9: AAS 84 (1992) 417f.

(8) Johannes Paul II., Enzyklika Fides et ratio, 5: AAS 91 (1999) 9.

(9) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Dei verbum, 2.

(10) Ebd., 4.

(11) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 5: AAS 83 (1991) 254.

(12) Johannes Paul II., Enzyklika Fides et ratio, 14: AAS 91 (1999) 17.

(13) Konzil von Chalkedon, Glaubensbekenntnis von Chalkedon: DH 301; vgl. Hl. Athanasius von Alexandrien, De Incarnatione, 54, 3: SC 199, 458.

(14) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Dei verbum, 4.

(15) Ebd., 5.

(16) Ebd.

(17) Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, 144.

(18) Ebd., 150.

(19) Ebd., 153.

(20) Ebd., 178.

(21) Johannes Paul II., Enzyklika Fides et ratio, 13: AAS 91 (1999) 15.

(22) Vgl. ebd., 31-32: a.a.O. 29f.

(23) II. Vat. Konzil, Erklärung Nostra aetate, 2; vgl. auch Dekret Ad gentes, 9, wo die Rede ist vom Guten, das sich »in den jeweiligen Riten und Kulturen der Völker« findet; Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 16, wo auf das Gute und Wahre unter den Nichtchristen verwiesen wird, das als Vorbereitung für die Annahme des Evangeliums betrachtet werden kann.

(24) Vgl. Konzil von Trient, Dekret über die Annahme der heiligen Bücher und der Überlieferungen: DH 1501; I. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Dei Filius, cap. 2: DH 3006.

(25) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Dei verbum, 11.

(26) Ebd.

(27) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 55: AAS 83 (1991) 302f.; vgl. auch ebd., 56: a.a.O. 304f.; Paul VI., Apostolisches Schreiben Evangelii nuntiandi, 53: AAS 68 (1976) 41f.

(28) I. Konzil von Nizäa, Nizänisches Glaubensbekenntnis: DH 125.

(29) Konzil von Chalkedon, Glaubensbekenntnis von Chalkedon: DH 301.

(30) II. Vat. Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, 22.

(31) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 6: AAS 83 (1991) 254f.

(32) Vgl. Hl. Leo Der Grosse, Brief Lectis dilectionis tuae an Flavian: DH 294.

(33) Vgl. Hl. Leo Der Grosse, Brief Promisisse me memini an Kaiser Leon I.: DH 318: »Die Gottheit und die Menschheit (wurden) schon bei der Emfängnis der Jungfrau selbst in einer solch großen Einheit verwoben, dass weder die göttlichen Werke ohne den Menschen noch die menschlichen Werke ohne Gott getan wurden«. Vgl. auch ebd.: DH 317.

(34) II. Vat. Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, 45; vgl. auch Konzil von Trient, Dekret über die Ursünde, 3: DH 1513.

(35) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 3f.

(36) Vgl., ebd., 7. Der heilige Irenäus schreibt, dass in der Kirche »die Gemeinschaft mit Christus niedergelegt ist, das heißt der Heilige Geist« (Adversus haereses 3, 24, 1: SC 211, 472).

(37) Vgl. II. Vat. Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, 22.

(38) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 28: AAS 83 (1991) 274. Zu den »Samen des Wortes« vgl. auch Hl. Justin, 2. Apologia 8,1-2; 10,1-3; 13,3-6: E.J. Goodspeed (Hg.), 84, 85, 88-89.

(39) Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 28‑29: AAS 83 (1991) 273-275.

(40) Ebd., 29: a.a.O. 275.

(41) Ebd., 5: a.a.O. 254.

(42) II. Vat. Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, 10. Der heilige Augustinus schreibt: Außerhalb von Christus, »dem universalen Heilsweg..., der dem menschlichen Geschlecht niemals fehlte..., hat niemand das Heil erlangt, erlangt es niemand und wird es niemand je erlangen« (De civitate Dei 10, 32, 2: CCL 47, 312).

(43) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 62.

(44) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 5: AAS 83 (1991) 254.

(45) II. Vat. Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, 45. Die notwendige und absolute Einzigartigkeit und Universalität Christi in der menschlichen Geschichte wird sehr treffend vom heiligen Irenäus in der Betrachtung des Vorranges Jesu als des Erstgeborenen zum Ausdruck gebracht: »Im Himmel lenkt und leitet das vollkommene Wort als der Erstgeborene aus dem Gedanken des Vaters persönlich alle Dinge; auf der Erde ist er als der Erstgeborene der Jungfrau der Gerechte und Heilige, der Knecht Gottes, Gott wohlgefällig, vollkommen in allem; indem er alle, die ihm folgen, aus dem Reich des Todes rettet, ist er als der Erstgeborene der Toten das Haupt und die Quelle des göttlichen Lebens« (Demonstratio apostolica, 39: SC 406, 138).

(46) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 6: AAS 83 (1991) 255.

(47) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 14.

(48) Vgl. ebd., 7.

(49) Hl. Augustinus, Enarratio in Psalmos, Ps. 90, Sermo 2,1: CCL 39, 1266; Hl. Gregor der Grosse, Moralia in Iob, Praefatio, 6,14: PL 75, 525; Hl. Thomas von Aquin, Summa Theologiae, III, q. 48, a. 2 ad 1.

(50) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 6.

(51) Großes Glaubensbekenntnis der armenischen Kirche: DH 48; vgl. Bonifatius VIII., Bulle Unam sanctam: DH 870‑872; II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 8.

(52) Vgl. II. Vat. Konzil, Dekret Unitatis redintegratio, 4; Johannes Paul II., Enzyklika Ut unum sint, 11: AAS 87 (1995) 927.

(53) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 20; vgl. auch Hl. Irenäus, Adversus haereses, III, 3, 1-3: SC 211, 20-44; Hl. Cyprian, Epist. 33, 1: CCL 3B, 164-165; Hl. Augustinus, Contra advers. legis et prophet., 1, 20, 39: CCL 49, 70.

(54) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 8.

(55) Ebd., 8; vgl. ebd., 15; Dekret Unitatis redintegratio, 3; Johannes Paul II., Enzyklika Ut unum sint, 13: AAS 87 (1995) 928f.

(56) Der authentischen Bedeutung des Konzilstextes widerspricht deshalb die Interpretation jener, die von der Formel »subsistit in« die Meinung ableiten, dass die einzige Kirche Christi auch in anderen christlichen Kirchen verwirklicht sein könnte. »Das Konzil hingegen hatte das Wort ”subsistit“ gerade deshalb gewählt, um klarzustellen, dass nur eine einzige ”Subsistenz“ der wahren Kirche besteht, während es außerhalb ihres sichtbaren Gefüges lediglich ”Elemente des Kircheseins“ gibt, die — da sie Elemente derselben Kirche sind — zur katholischen Kirche tendieren und hinführen« (Kongregation für die Glaubenslehre, Notifikation zu dem Buch »Kirche: Charisma und Macht. Versuch einer militanten Ekklesiologie« von P. Leonardo Boff OFM: AAS 77 [1985] 758f.).

(57) II. Vat. Konzil, Dekret Unitatis redintegratio, 3.

(58) Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Erklärung Mysterium Ecclesiae, 1: AAS 65 (1973) 396-398.

(59) Vgl. II. Vat. Konzil, Dekret Unitatis redintegratio, 14 und 15; Kongregation für die Glaubenslehre, Schreiben Communionis notio, 17: AAS 85 (1993) 848.

(60) Vgl. I. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Pastor aeternus: DH 3053-3064; II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 22.

(61) Vgl. II. Vat. Konzil, Dekret Unitatis redintegratio, 22.

(62) Vgl. ebd., 3.

(63) Vgl. ebd., 22.

(64) Kongregation für die Glaubenslehre, Erklärung Mysterium Ecclesiae, 1: AAS 65 (1973) 398.

(65) Johannes Paul II., Enzyklika Ut unum sint, 14: AAS 87 (1995) 929.

(66) II. Vat. Konzil, Erklärung Unitatis redintegratio, 3.

(67) Kongregation für die Glaubenslehre; Schreiben Communionis notio, 17: AAS 85 (1993) 849; vgl. II. Vat. Konzil, Dekret Unitatis redintegratio, 4.

(68) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 5.

(69) Ebd., 1.

(70) Ebd., 4; vgl. Hl. Cyprian, De Dominica oratione, 23: CCL 3A, 105.

(71) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 3.

(72) Vgl. ebd., 9. Ein an Gott gerichtetes Gebet in der Didaché 9,4 (SC 248, 176) lautet: »Deine Kirche werde von den Enden der Erde zusammengebracht in dein Reich«. In der Didaché 10,5 (SC 248, 180) heißt es: »Gedenke, o Herr, deiner Kirche ... und führe sie zusammen von den vier Winden, die Geheiligte, in dein Reich, das du für sie bereitet hast«.

(73) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 18: AAS 83 (1991) 265f.; vgl. Apostolisches Schreiben Ecclesia in Asia, 17: L'Osservatore Romano, 7. November 1999, VII. Das Reich ist dermaßen untrennbar von Christus, dass es in gewisser Weise mit ihm identisch ist. Vgl. Origenes, In Mt. Hom., 14,7: PG 13, 1197; Tertullian, Adversus Marcionem, IV, 33,8: CCL 1, 634.

(74) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 18: AAS 83 (1991) 266.

(75) Ebd., 15: a.a.O. 263.

(76) Ebd., 17: a.a.O. 264f.

(77) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 14; vgl. Dekret Ad gentes, 7; Dekret Unitatis redintegratio, 3.

(78) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 9: AAS 83 (1991) 258; vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, 846‑847.

(79) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 48.

(80) Vgl. Hl. Cyprian, De catholicae unitate ecclesiae, 6: CCL 3, 253-254; HL. Irenäus, Adversus haereses, III, 24, 1: SC 211, 472-474.

(81) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 10: AAS 83 (1991) 258.

(82) II. Vat. Konzil, Dekret Ad gentes, 2. In dem hier erklärten Sinn muss auch die bekannte Formel »Extra Ecclesiam nullus omnino salvatur« (IV. Konzil im Lateran, Kap. 1. Der katholische Glaube: DH 802) interpretiert werden. Vgl. auch den Brief des Hl. Offiziums an den Erzbischof von Boston: DH 3866-3872.

(83) II. Vat. Konzil, Dekret Ad gentes, 7.

(84) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 18: AAS 83 (1991) 266.

(85) Dies sind die Samen des göttlichen Wortes (»semina Verbi«), die von der Kirche mit Freude und Ehrfurcht anerkannt werden. Vgl. II. Vat. Konzil, Dekret Ad gentes, 11; Erklärung Nostra aetate, 2.

(86) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 29: AAS 83 (1991) 275.

(87) Vgl. ebd.; Katechismus der Katholischen Kirche, 843.

(88) Vgl. Konzil von Trient, Dekret über die Sakramente, Kan. 8 über die Sakramente im Allgemeinen: DH 1608.

(89) Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 55: AAS 83 (1991) 302-304.

(90) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 17; Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 11: AAS 83 (1991) 259f.

(91) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 36: AAS 83 (1991) 281.

(92) Vgl. Pius XII., Enzyklika Mystici corporis: DH 3821.

(93) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 14.

(94) II. Vat. Konzil, Erklärung Nostra aetate, 2.

(95) II. Vat. Konzil, Dekret Ad gentes, 7.

(96) Katechismus der Katholischen Kirche, 851; vgl. auch ebd. 849-856.

(97) Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 55: AAS 83 (1991) 302-304; Apostolisches Schreiben Ecclesia in Asia, 31: L'Osservatore Romano, 7. November 1999, XIII.

(98) Vgl. II. Vat. Konzil, Erklärung Dignitatis humanae, 1.

(99) Ebd.

(100) Johannes Paul II., Enzyklika Fides et ratio, 15: AAS 91 (1999) 17.

(101) Ebd., 92: a.a.O. 77f.

(102) Ebd., 70: a.a.O. 59.

(Quelle: http://www.doctrinafidei.va/documents/rc_con_cfaith_doc_20000806_dominus-iesus_ge.html)

 

SELECT QUESTIONS ON CHRISTOLOGY

INTERNATIONAL THEOLOGICAL COMMISSION

SELECT QUESTIONS ON CHRISTOLOGY*

(1979)

 

In our time, the question of Jesus Christ has come to be raised with new sharpness at the levels of both piety and theology. Many new elements are being contributed by biblical studies and by historical research on the great Christological councils. With fresh insistence, men and women in our time pose the questions raised long ago: "Who is this man?" (cf. Lk 7:49) "Where did he get all this? What kind of wisdom is he endowed with? How is it that such miraculous deeds are accomplished by his hands?" (Mk 6:2). Obviously, no answers to these questions will do if merely confined to the domain of the history of religions.

In the course of these recent inquiries, valuable avenues have been opened up. But tensions have developed as well, not only among experts in theology but also between some of these and the teaching office of the Church.

This situation has induced the International Theological Commission to take part in this extensive exchange of ideas in the hope that it will be able to contribute some appropriate clarifications. As it will soon appear, the International Theological Commission has not undertaken the ambitious project of presenting a complete Christology. It has deemed it wiser to bring its attention to bear on some points of particular importance, or on points whose difficulty has been brought to light by contemporary discussions.

I. HOW TO GAIN ACCESS TO THE KNOWLEDGE OF THE PERSON AND WORK OF JESUS CHRIST

A. Historical Inquiries

1. Jesus Christ, the object referent of the Church’s Faith, is neither a myth nor any sort of abstract notion. He is a man who lived in a concrete milieu and who died after having lived his own life within the unfolding of a historical process. It follows that historical research concerning Jesus Christ is demanded by the Christian Faith itself. That such research is fraught with difficulties is a fact we know full well from the twists and turns it has taken in the course of time.

1.1. The New Testament does not intend to convey mere historical information concerning Jesus. It seeks above all to hand down the witness that ecclesial faith bears concerning Jesus and to present him in the fullness of his significance as "Christ" (Messiah) and as "Lord" (Kyrios, God). This witness is an expression of faith and seeks to elicit faith. A "biography" of Jesus in the modern sense of this word cannot be produced, if it were taken to entail a precise and detailed account. However, the same applies to various personages in antiquity and in the Middle Ages. Besides, we should not draw from this fact excessively pessimistic conclusions as to the possibility of coming to know the historical life of Jesus. Today’s biblical scholarship shows well why we should not.

1.2. More often than not in the last few centuries, historical research on Jesus has been directed against the Christological dogma. And yet this antidogmatic sentiment is not a necessary precondition for the appropriate application of the historical-critical method. Within the boundaries proper to exegetical research, it is certainly legitimate to reconstruct a purely historical image of Jesus, or to put it more realistically, to bring to light and test the historicity of certain facts relative to the historical existence of Jesus.

However, some have undertaken to reconstruct images of Jesus by discarding the witness of the early communities. These scholars believed that, by following this course, they would attain to a historical view both complete and precise. Implicitly and explicitly, however, these researchers are ruled by philosophical prejudices of greater or lesser scope, prejudices that stipulate what modernity expects the ideal man to be. Others are controlled by psychological suspicions concerning the consciousness of Jesus.

1.3. Today’s Christologies must be careful not to lapse into these errors. The danger is particularly great for the so-called Christologies from below according to the extent to which they aim to depend on a purely historical kind of research. There is no doubt as to anyone’s right to take into account the most recent exegetical inquiries, but we also need to be cautious, lest we should in turn fall victim to the prejudices mentioned above.

B. Unity of the Earthly Jesus and the Glorified Christ

The great value of scholarly inquiries on the Jesus of history is beyond doubt. Inquiries of this sort are particularly important for fundamental theology and in exchanges with nonbelievers. All the same, a truly Christian knowledge of Jesus cannot rest content with these limited perspectives. Our knowledge of the Person and work of Jesus Christ is inadequate as long as we dissociate the Jesus of history from the Christ as proclaimed. We cannot secure a full knowledge of Jesus unless we take into account the living Faith of the Christian community, which sustains this vision of the facts. This applies whether we seek historical knowledge of Jesus, or inquire into the origins of the New Testament, or engage in Christological reflection.

2.1. The New Testament texts are themselves intent upon fostering an ever deeper knowledge and acceptance of faith. Hence, they do not envisage Jesus Christ in keeping with the perspective proper to the literary genre of pure history or biography—retrospectively, as it were. The universal and eschatological significance credited to the message and Person of Jesus Christ requires that a mere historical evocation should be transcended just as much as purely functional interpretations. Besides, the modern notion of history, advocated by some in opposition to the Faith and according to which history is the bare and objective presentation of a reality now past, differs from history as antiquity understood it to be.

2.2. The substantive and radical unity between the Jesus of history and the glorified Christ pertains to the very essence of the Gospel message. Should Christological inquiry limit itself to the Jesus "of history", it would be incompatible with the essence and structure of the New Testament, even before being disavowed from without by a religious authority.

2.3. Theology can grasp the meaning and import of the Resurrection of Jesus only in the light of the event of his death. Likewise, theology cannot understand the meaning of Jesus’ death except in the light of his life, deeds, and message. The totality and coherence of the saving event that is Jesus Christ imply his life, death, and Resurrection.

2.4. The original and primitive synthesis of the earthly Jesus with the risen Christ surfaces in various "confessional formulas" and "homologies", which mention at the same time and with the same particular insistence, both the death and the Resurrection of Jesus. Together with Romans l:3ff., we can quote, among other texts, 1 Corinthians 15:3—4: "I handed on to you first of all what I myself received: that Christ died for our sins in accordance with the Scriptures." These texts posit an authentic connection between the story of a man and the significance of Jesus Christ, which endures forever. In a nutshell, they set forth "the history of the essence" of Jesus Christ. This synthesis continues to be an example and a model for any genuine Christology to follow.

2.5. This Christological synthesis does not only presuppose the confession of faith of the Christian community in its dimension as historical fact; it also shows that, by her presence in the various periods of history, the Church continues to be the place where the true knowledge of the Person and work of Jesus Christ is to be found. Apart from the assistance provided by the mediation of ecclesial faith, the knowledge of Jesus Christ is no more possible today than in New Testament times. Outside the ecclesial context, there is no Archimedean lever, even though, ontologically, our Lord always preserves vis-a-vis the Church the priority of his position and his primacy.

2.6. Within this broader framework, a return to the earthly Jesus is beneficial and indispensable today in the field of dogmatic theology. The untold riches of Jesus’ humanity need be brought to light more effectively than was done by the Christologies of the past. As Pope John Paul II has said in his encyclical Redemptor hominis, 8-10, Jesus Christ illustrates and illuminates to the highest possible degree the ultimate measure and the concrete essence of man. Looked upon from this perspective, Jesus’ brotherhood and solidarity with us by no means detract from his divinity. It will appear in what follows that the Christological dogma, authentically understood, precludes all pseudo-opposition between the humanity and divinity of Jesus.

2.7. The Holy Spirit, who disclosed Jesus as the Christ, imparts to the faithful the very life of the triune God. He evokes and quickens the faith in Jesus as Son of God, raised to glory and present within human history.

This is what the Catholic Faith affirms. This is also the faith of all Christians to the extent to which these, in going beyond the New Testament, faithfully preserve the Christological dogmas of the Fathers of the Church, proclaiming them, teaching them, and bearing witness to them in the depth of their lives.

II. THE CHRISTOLOGICAL FAITH OF THE FIRST COUNCILS

A. From the New Testament to the Council of Nicaea

1. The theologians who in our time raise doubts about the divinity of Christ often argue that this dogma cannot have emerged from genuine biblical revelation; its origins are traceable to Hellenism. Deeper historical inquiries show, on the contrary, that the thought pattern of the Greeks was totally alien to this dogma and that they rejected it with the utmost vigor. To the faith of Christians who proclaimed the divinity of Christ, Hellenism opposed its own dogma of the divine transcendence, which it regarded as irreconcilable with the contingency inherent to the human history of Jesus of Nazareth. Greek philosophers experienced the particular difficulty entailed in accepting the notion of a divine incarnation. In the name of their teaching on the godhead, Platonist philosophers regarded this notion as unthinkable. The Stoics, in turn, could not manage to reconcile the Christological dogma with their cosmological doctrine.

2. It was in order to respond to these difficulties that, more or less openly, many Christian theologians borrowed from Hellenism the notion of a secondary god (deuteros theos), or of an intermediate god, or even of a demiurge. Obviously, this was tantamount to clearing the way to the threat of subordinationism. This subordinationism was already latent in some of the Apologists and in Origen. Arius made a formal heresy of it. He maintained that the Son occupies an intermediate position between the Father and the creatures. The Arian heresy offers a good illustration of how the dogma of Christ’s divinity would have looked had it truly emerged from the philosophy of Hellenism and not from God’s own revelation. At the Council of Nicaea in a.d. 325, the Church defined that the Son is consubstantial (homoousios) with the Father. In so doing, the Church both repudiated the Arian compromise with Hellenism and deeply altered the shape of Greek, especially Platonist and neo-Platonist, metaphysics. In a manner of speaking, it demythicized Hellenism and effected a Christian purification of it. In the act of dismissing the notion of an intermediate being, the Church recognized only two modes of being: uncreated (nonmade) and created.

To be sure, "homoousios", the term used by the Council of Nicaea, is a philosophical and nonbiblical term. It is evident all the same that, ultimately, the Fathers of the Council only intended to express the authentic meaning of the New Testament assertions concerning Christ, and to do this in a way that would be univocal and free from all ambiguity.

In issuing this definition of Christ’s divinity, the Church found support also in the experience of salvation and in man’s divinization in Christ. In turn, the dogmatic definition impressed its own determination and mark on the experience of salvation. There was, then, an in-depth interaction between lived experience and the process whereby theological clarification was achieved.

3. The theological reflections of the Fathers of the Church did not ignore the special problem connected with the divine preexistence of Christ. Note in particular Hippolytus of Rome, Marcellus of Ancyra, and Photinus. Their attempts are bent on presenting the preexistence of Christ not at the level of ontological reality but at that of intentionality: Christ had preexisted in the sense of having been foreseen (kata prognosin).

These presentations of the preexistence of Christ were judged inadequate by the Catholic Church and condemned. Thus the Church gave expression to her own belief in an ontological preexistence of Christ, for which it found support in the Father s eternal generation of the Word. The Church also referred to the clear-cut New Testament affirmations concerning the active role played by the Word of God in the creation of the world. Obviously, someone who does not yet exist, or is only intended to exist, cannot play any such role.

B. The Council of Chalcedon

4. The whole Christological theology of the Church Fathers is concerned with the metaphysical and salvific identity of Christ. It undertakes to answer these questions: "What is Jesus?" "Who is Jesus?" "How does Jesus save us?" We can, therefore, look upon the theology as an understanding on the move, and as a theological and dynamic articulation of the mystery of God s perfect transcendence and immanence in Christ. For this quest for meaning is conditioned by the convergence of two sets of data: on the one hand, the Old Testament Faith proclaims that God is wholly transcendent; on the other, there is the Christ event, which is thought of as God s own personal and eschatological intervention in the world. The immanence here in question is a superior one, qualitatively different from the indwelling of God’s Spirit in the prophets. The affirmation of transcendence is nonnegotiable. It is postulated by the affirmation of the full and authentic divinity of the Christ. It is likewise indispensable if we are to go beyond so-called reductive Christologies: Ebionism, Adoptionism, Arianism. It also makes it possible to refute the thesis, monophysite in inspiration, that posits an admixture of God and man in Jesus, the result being that the immutability and impassibility of God are undone. On the other hand, the idea of immanence, bound up as it is with the belief in the Incarnation of the Word, makes it possible to affirm against the docetism of the Gnostics the real and authentic humanity of Christ.

5. During the controversies between the schools of Antioch and Alexandria, it was difficult to perceive how transcendence, that is, the distinction between the two natures, could be reconciled with immanence, that is, the hypostatic union. In a.d. 451 the Council of Chalcedon (DS 301-2) undertook to show how the two viewpoints could be reconciled by having recourse to two expressions at the same time: "without confusion" (asygchytos) and "without division" (adiairetos). We can see there the apophatic equivalent of the formula that affirms "the two natures and the one hypostasis" of Christ. "Without confusion" obviously refers to the two natures and asserts that the humanity of Jesus is an authentic one. In keeping with the wishes of the anti-Arians, this formula bears witness at the same time to God’s transcendence, for God is said to remain God, while man remains man. It excludes any intermediate state between divinity and humanity. "Without division" proclaims the very deep and irreversible union of God and man in the person of the world. God’s full immanence in the world is asserted as well. It is on this immanence that Christian salvation and man’s divinization are grounded.

In these assertions the conciliar Fathers attained a new level in their perception of transcendence, for the transcendence they asserted is not only "theological" but "Christological". No longer are we told only that God infinitely transcends man but that the Christ, both God and man, infinitely transcends the whole human kind and all history. According to the Council’s Fathers, the absolute and universal character of the Christian Faith resides in this second mode of transcendence, which is both eschatological and ontological.

6. What, then, does the Council of Chalcedon represent in the history of Christology? The dogmatic definition of Chalcedon does not pretend to offer an exhaustive answer to the question "How can God and man coexist in Christ?" It is precisely in this coexistence that the mystery of the Incarnation resides. No definition can exhaust the richness of this mystery by means of affirmative utterances. It behooves rather to proceed by way of negation and mark off a place from which we may not depart. Within this place of truth, the Council locates the "one" and the "other", which seemingly exclude each other: transcendence and immanence, God and man. Both these aspects must be asserted unrestrictedly, while excluding anything that would smack of juxtaposition or admixture. In Christ, then, transcendence and immanence are perfectly conjoined.

In view of the cognitional categories and methods employed, one can take the view that the New Testament has undergone a measure of Hellenization. Yet, on the other hand, the definition of Chalcedon radically transcends Greek thought, for it lets coexist two viewpoints that Greek philosophy had always regarded as irreconcilable: divine transcendence, the very soul of the Platonic system, and divine immanence, which is the spirit of the Stoic theory.

C. The Third Council of Constantinople

7. In order to establish a correct Christological doctrine, we must not limit ourselves to taking into account the development of ideas that resulted in the Council of Chalcedon. In addition, we must pay attention to the last Christological councils, and especially to the Third Council of Constantinople in a.d. 681 (DS 556ff.).

In the definition of this Council, the Church demonstrated her ability to clarify the Christological problem better than she had already done at the Council of Chalcedon. By the same token, she showed her readiness to reexamine the Christological questions because of the new difficulties that had surfaced in the meantime. She wanted to deepen still further a knowledge she had acquired by pondering what Sacred Scripture had to say concerning Jesus Christ.

The Lateran Council in a.d. 649 (DS 502ff.) had condemned monothelism and thereby paved the way for the Third Ecumenical Council of Constantinople. In the year a.d. 649, thanks largely to Saint Maximus the Confessor, the Church set forth more clearly the essential role that the human will of Christ had played in the work of our salvation. By the same token, she had also underlined the relation between this free human will and the hypostasis of the Word. For in this Council the Church declares that our salvation had been willed by a Divine Person through a human will. So interpreted in the light of the Lateran Council, the definition of the Third Council of Constantinople is rooted in the doctrine of the Fathers of the Church and of the Council of Chalcedon. But, on the other hand, it also helps us in a very special way to respond to the exigencies of our time in the matter of Christology These exigencies tend to afford a better perception of the place occupied in the salvation of mankind by the humanity of Christ and by the various "mysteries" of his life on earth, such as his baptism, his temptations, and the "agony" of Gethsemane.

III. THE MEANING OF THE CHRISTOLOGICAL DOGMA TODAY

A. Christology and Anthropology in the Perspectives of Modern Culture

1. In a sense, Christology must take on and integrate the vision that contemporary man acquires of himself and of his own history through the reinterpretation that the Church makes available to the believer. In this fashion, we can remedy the imperfections that Christology derives from an excessively narrow use of what is referred to as "nature". We can also link to Christ, who brings all things under his headship (Eph 1:10), what contemporary culture legitimately contributes to a more precise perception of the human condition.

2. The confrontation of Christology with contemporary culture contributes to the new and deeper knowledge that man acquires today about himself. On the other hand, Christology probes into the truth of that knowledge; when necessary, it submits it to a criterion of its own, as is the case, for instance, in the spheres of politics and religion. This applies particularly to the latter. Religion is either negated and totally repudiated by atheism, or it is interpreted as a means of attaining to the ultimate depths of all things, without reference to a transcendent and personal God. As a result, religion risks assuming the appearance of pure "alienation" from humanness, while Christ loses his identity and uniqueness. In both cases, the result, logically, is this: the human condition loses its dignity, and Christ sheds his primacy and greatness. There is no remedy for this situation unless anthropology be renewed in the light of the mystery of Christ.

3. Paul’s doctrine of the two Adams (cf. 1 Cor 15:21; Rom 5:12-19) is the Christological principle in terms of which the confrontation with human culture is to go forward and gain clarity, as well as the criterion in terms of which the merits of contemporary inquiries in the field of anthropology are to be assessed. Given the parallelism between the two Adams, Christ, who is the second and last Adam, cannot be understood without taking into account the first Adam, that is, our human condition. The first Adam, on the other hand, is perceived in the truth and wholeness of his humanity only if he makes himself accessible to Christ who saves and divinizes us by his life, death, and Resurrection.

B. The Genuine Meaning of Today’s Difficulties

4. Many of our contemporaries experience difficulties when the dogma of the Council of Chalcedon is presented to them. Terms such as "nature" and "person", which the Fathers of the Council use, undoubtedly retain the same meaning in today’s parlance, but the realities they denote are referred to in the various philosophical terminologies by different concepts. For many, the phrase "human nature" no longer denotes a shared and immutable essence; it evokes only a pattern or a summary of the phenomena that, in most cases, we happen to observe in people. Very often, the concept of person is defined in psychological terms to the detriment of the ontological aspect of personhood.

Today many voice even severer difficulties with regard to the soteriological aspects of the Christological dogmas. They recoil from any notion of salvation that would inject heteronomy into existence as project [the plan of life]. They take exception to what they regard as the purely individualistic character of Christian salvation. The promise of a blessedness to come seems to them a Utopia that distracts people away from their genuine obligations, which, in their view, are all confined to this world. They want to know what it is that mankind had to be redeemed from and to whom the ransom had to be paid. They grow indignant at the contention that God could have exacted the blood of an innocent person, a notion in which they sense a streak of sadism. They argue against what is known as "vicarious satisfaction" (that is, through a mediator) by saying that this mode of satisfaction is ethically impossible. If it is true that every conscience is autonomous, they argue, no conscience can be freed by another. Finally, some of our contemporaries lament the fact that they cannot find in the life of the Church and of the faithful the lived expression of the mystery of liberation that is proclaimed.

C. Permanent Significance of the Christological Faith as to Intent and Content

5. In spite of all these difficulties, the Christological doctrine of the Church and the dogma defined at the Council of Chalcedon most especially retain a definitive value. It is no doubt permissible, and it may indeed be opportune, to seek a deeper understanding of that dogma, but it can never be allowable to reject it. Historically speaking, it is a mistake to say that, at Chalcedon, the Fathers of the Council bent the Christian dogma to suit Hellenistic ideas. On the other hand, the contemporary difficulties mentioned above show that some of our contemporaries are profoundly ignorant as to the authentic meaning of the Christological dogma. Nor do they entertain a correct view of the truth of the God who creates the visible and invisible world.

In order to attain to faith in Christ and in the salvation that he brings, we need to accept a number of truths that account for the Christ and his salvation. The living God is love (1 Jn 4:8), and through love he created all things. At the dawn of time, this living God—Father, Son, and sanctifying Spirit—created man in his own image and conferred upon him the dignity of a person endowed with reason in the middle of the world. In the fullness of time, the triune God crowned his own work in Christ Jesus. He made Christ the mediator of the peace and Covenant he was offering to the whole world for the benefit of all human beings and for all time to come. Jesus Christ is the perfect human being: he lives entirely from and for God the Father. At the same time, he lives entirely with human beings, and for their salvation, that is, for their fulfillment. He is, therefore, the example and the sacrament of the new humanity.

The life of Christ affords us a fresh understanding of God and of man as well. Just as "the God of Christians" is new and specific, so too "the man of Christians’’ is new and original, when compared with all the other conceptions of man. God’s condescension (Tit 3:4) and, if the word be allowed, his "humanity", establish a solidarity between God and humans through the Incarnation, which is a deed of love. They also make possible a new man who finds his glory in service, not in domination.

Christ’s existence is for the benefit of people (pro-existentia). For their sakes, he takes on the form of a servant (cf. Phil 2:7); for them he dies and rises to a true life (cf. Rom 4:24). This life of Christ, lived as it is for the sake of others, helps us to perceive that, for man, genuine autonomy consists neither in superiority nor in opposition. A man animated by a spirit of superiority (supra-existentia) seeks to stand out in front and dominate others. When controlled by a spirit of opposition (contra-existentia), man treats others unjustly and seeks to manipulate them.

A conception of human life derived from the life of Christ comes at first as a shock. This is indeed the reason why it demands conversion of everyone, and not only once at the beginning but continuously and through perseverance until the end. Such conversion as this can emerge only from a freedom renewed by love.

D. The Need to Actualize Christological Doctrine and Preaching

6. As history takes its course, and cultural changes occur, the teachings of the Council of Chalcedon and Constantinople III must always be actualized in the consciousness and preaching of the Church, under the guidance of the Holy Spirit. This indispensable actualization is an obligation binding both upon the theologians and upon the apostolic solicitude of shepherds and faithful.

6.1. The task of theologians is, first of all, to construct a synthesis in which are underlined all the aspects and all the values of the mystery of Christ. Into their synthesis theologians need draw the authentic findings of biblical exegesis, and of the research on the history of salvation. Moreover, they will have to give appropriate consideration to the manner in which the religions of the various peoples manifest a concern for salvation, and to the way in which people generally attempt to secure authentic liberation. Just as much must they be mindful of the teachings of saints and doctors.

A synthesis of this kind cannot but enrich the formula of Chalcedon through more soteriological perspectives. It will thus convey its full meaning to the phrase "Christ died for us."

Theologians must also devote their full attention to perenially difficult questions; for example, the questions relative to the consciousness and knowledge of Christ and to the manner of conceiving the absolute and universal value of the redemption effected by Christ for all and once for all.

6.2. Let us now turn to the whole Church, God’s messianic people. This Church is entrusted with the task of letting all human beings, and all nations, share in the mystery of Christ. To be sure, this mystery is the same for all, and yet it must be set forth so that all should be able to assimilate it and celebrate it in their own lives and cultures. This task is all the more imperative in view of the fact that, in our time, the Church is increasingly conscious of the originality and value of the various cultures. It is through their cultures that people express, through symbols, gestures, notions, and specific languages, the meaning they credit to life. This brings with it certain consequences. The mystery has been revealed to the holy people whom God chose; Christians have believed it, professed it, celebrated it. This is a fact that cannot be duplicated in history. And yet, to an extent, this mystery opens itself up to new ways of expressing it, ways yet to be discovered. Thus, in every nation and age, disciples will give their faith to Christ the Lord and become one Body with him.

The Mystical Body of Christ comprises a large diversity of members. To all it gives the same peace in unity but without overlooking the traits that make them distinctive. The Spirit "maintains everything in unity, and knows every tongue" (Introit of the ancient Roman Liturgy for Pentecost; cf. Wis 1). From this Spirit all nations and all human beings have received their own particular riches and charisms. Because of these, God’s universal family grows richer, since with the same voice and heart, and yet also in their own different tongues, God’s children call upon their heavenly Father through Jesus the Christ.

IV. CHRISTOLOGY AND SOTERIOLOGY

A. "For the Sake of Our Salvation"

1. God the Father "did not spare his own Son but handed him over for the sake of us all" (Rom 8:32). Our Lord became man "for our sake and for the sake of our salvation." "God so loved the world that he gave his only Son, that whoever believes in him may not die but may have eternal life" (Jn 3:16). If so, the Person of Jesus Christ cannot be separated from the deed of redemption. The benefits of salvation are inseparable from the divinity of Jesus Christ. The Son of God is the only one who can authentically rescue us from the sin of the world, from eternal death, and from the enslavement to the law, in keeping with the Father’s will and with the cooperation of the Holy Spirit.

Some theological speculations have failed adequately to preserve this intimate connection between Christology and soteriology Today, it is always imperative to seek ways better to express the reciprocity of these two aspects of the saving event, which is itself undivided.

In this study, we want to limit ourselves to the consideration of two problems. Our first inquiry is historical in nature and is located within the time when Jesus lived on earth. It revolves around the question "What did Jesus think concerning his own death?" Precisely because of the value we intend to attach to the answer, the question must be envisaged in terms of historical research, and of all the critical exigencies binding upon such research (cf. below, no. 2). Needless to say, this research must be complemented by taking into account the Paschal understanding of redemption (cf. below, no. 3). To repeat, the International Theological Commission does not intend to expound and explicate a complete Christology. Among other things, it overlooks the problem of Jesus’ human consciousness. Here it seeks only to set forth the foundation of the mystery of the Christ, in keeping with both the earthly life of Jesus and his Resurrection.

Our second inquiry unfolds at a different level (cf. below, no. 4). It will show how rich in soteriological teachings is the diversity of terminology by which the New Testament refers to the deed of redemption. We will attempt to systematize these teachings and set forth their whole theological meaning. Needless to say, this inquiry must be conducted in confrontation with the texts of Holy Scripture themselves.

B. During His Earthly Life Jesus Is Oriented toward the Salvation of Mankind

2.1. Jesus was perfectly aware that, in his words and actions, in his existence and Person, the Kingdom and the reign of God were at once a present realization, an expectation, and a coming (cf. Lk 10:23ff.; 11:20). Accordingly, he presented himself as the eschatological Savior and gave a direct, albeit implicit, explanation of his own mission. He was ushering in the eschatological salvation, since he was coming after the last of the prophets, John the Baptist. He was bringing God and his reign to presence, and the time of promise to fulfillment (Lk 16:16; Mk 1:15a).

2.2. If, for Jesus, the Passion was a failure and a shipwreck, if he felt abandoned by God and lost hope in his own mission, his death could not be construed then, and cannot be construed now, as the definitive act in the economy of salvation. A death undergone in a purely passive manner could not be a "Christological" saving event. It must be the consequence, the willed consequence, of the obedience and love of Jesus making a gift of himself. It must be taken up in a complex act, at once active and passive (Gal 1:4; 2:20). The moral ideal of his life and, in a general way, the manner of his conduct show that Jesus was oriented in the direction of his own death and prepared to undergo the same. He was thus actualizing the exigencies he himself had set forth for the benefit of his disciples (cf. Lk 14:27; Mk 8:34-35; Mt 10:28, 29, 31).

2.3. At the moment of his death, Jesus expresses his will to serve and give his life (cf. Mk 10:45). This is the result and prolongation of the attitude that marks his whole life (Lk 22:27). Both his life and his death grow out of a fundamental attitude that is the will to live and die for God and for others. This is what has been called an existence-for-others, or a proexistence. Because of this orientation on his part, Jesus was by his very "essence" ordained to be the eschatological Savior who effects "our" salvation (cf. 1 Cor 15:3; Lk 22:19-20b), the salvation of "Israel" (Jn 11:30) as well as of the Gentiles (Jn 11:5Iff.). This salvation is meant for the multitude (Mk 14:24; 10:45), for all people (2 Gor 5:14ff; 1 Tim 2:6), for the "world" (Jn 6:51c).

2.4. How are we to interpret this fundamental disposition, as it becomes manifest in Jesus during his life, to exist, namely, for others, to offer and give himself totally to the point of undergoing death? In essence, this disposition is a lucid readiness on his part to conform to God’s will. Obviously, the unfolding of the events through which he lived would inevitably add more vitality and concreteness to this orientation. And so, it was with hope and confidence that Jesus, as eschatological mediator of salvation and as the envoy of God’s Kingdom, waited for the reign that affirms itself and becomes established with finality (cf. Mk 14:25 and parallels).

Although Jesus was entirely open to God’s will, he had the capacity to perceive questions that emerged. Would God bestow full and total success to the proclamation of the Kingdom? Would Israel prove incapable of clinging to the eschatological salvation? Was it necessary for him to be baptized with the baptism of death (cf. Mk 10:38ff; Lk 12:50) and to drink the cup of suffering (cf. Mk 14:36)? Would the Father want to establish his reign, if Jesus should meet with failure, with death, nay, with the cruel death of martyrdom? Would the Father, in the end, ensure the saving efficacy of what Jesus would have suffered by "dying for others"?

Jesus gathered affirmative answers to these questions from his awareness of being the eschatological mediator of salvation, the reign of God come to presence. Hence, he was able to arrive in all confidence at the solution to the problems that arose. This confidence on his part may be asserted and understood in terms of what Jesus says and does at the Last Supper (Lk 22:19ff. and parallels). He is prepared to go to his death, and yet he awaits and announces his Resurrection and exaltation (Mk 14:25); he reasserts the promise and presence of the eschatological salvation.

2.5. How did Jesus understand and express his own fundamental disposition to exist for others, his own readiness to serve and abide by a dedication to others that presided over his conduct and even his death? It was not necessary for Jesus to do this in keeping with the mental categories and patterns provided by Israel’s tradition of sacrificial cult. Had he done this, we would have, as it were, a personalizing internalization on his part of "the vicarious and expiatory death of the martyr for the sake of others". Specifically, we would have the Passion of the "Servant of Yahweh" (cf. Is 53).

In fact, it was possible for Jesus to interpret and live (cf. below, no. 3.4) these concepts by impressing upon them a deeper meaning and transforming them. There would thus have been in his soul an expression of the "disposition to exist for others". Be that as it may, Jesus’ orientation toward the salvation of mankind can in no way be interpreted so as to entail equivocation and ambiguity. That orientation is meaningless unless it includes personal knowledge and awareness and a resolute disposition on the part of the subject who offers himself (cf. below, no. 3.3).

C. The Eschatological Redeemer

3.1. God raised Jesus from the dead and exalted him, and thereby confirmed that Jesus is the Savior of the believers once for all and definitively He thus certified him as "Lord and Christ" (Acts 2:36), the Son of Man who comes to judge the world (cf. Mk 14:62). He showed Jesus to be "Son of God in power" (Rom 1:4). Believers discovered a new enlightenment in Jesus’ Resurrection and exaltation. These showed them that in Jesus’ death salvation had become a reality. Before Easter, it would not yet have been possible to express these truths in this fashion and in perfectly unambiguous words.

3.2. In the foregoing remarks two elements deserve very special consideration.

a. Jesus was aware that he was the definitive Savior of the Last Times (cf. above, no. 2.1) and that he was announcing and bringing to presence the reign of God (cf. above, nos. 2.2 and 2.3).

b. Jesus’ Resurrection and exaltation (above, no. 3.1) showed that his death was a constitutive element of the salvation being brought in by the reign and the power of God (cf. Lk 22:20 and parallels). In 1 Corinthians 11:24, the death of Jesus is set forth as a constitutive element of the New Covenant about to be realized in a definitive and eschatological manner.

These two elements entitle us to conclude that the death of Jesus is endowed with salvific efficacy.

3.3. If Ave speak in a strict sense and just at a purely notional level, it is not easy to describe as "expiatory substitution" or as "vicarious expiation" the action by which God irrevocably effects salvation through the life and death of the eschatological Savior, as well as through the Resurrection that makes him Savior in a definitive and irreversible manner.

We can, however, so interpret God’s action if the death and deeds of Jesus stand connected to an existential and fundamental disposition on his part, which includes personal knowledge (cf. above, no. 2.5) and the will to take on himself as a proxy the sufferings (cf. Gal 3:13) and the sin of the human kind (cf. Jn 1:29; 2 Cor 5:21).

3.4. If Jesus could realize, thanks to a gratuitous gift, the effects of this vicarious expiation, this was only because he accepted to be "given by the Father", and he himself gave his own self to the Father who accepted him at the Resurrection. What we have here is a ministry of "existence-for-others" in the death of the preexistent Son (Gal 1:4; 2:20).

This is certainly the reason why, when the mystery of salvation is envisaged in this fashion, and we speak of a "vicarious expiation", we must bear in mind a twofold analogy.

The voluntary "oblation" of the martyr, and especially the oblation of the Servant of Yahweh (Is 53), differs totally from the immolation of animals, as "images from shadows" (cf. Heb 10:1).

There is even greater need to emphasize the "oblation" of the eternal Son and to insist even more decisively on the analogy between the two situations. For as the eternal Son "enters the world", he comes to do "God’s will" (cf. Jn 10:7). It was "through the eternal Spirit" that he "offered himself up unblemished to God" (Heb 9:14). (This situation is appropriately called a sacrifice by the Council of Trent, for example [DS 1753], but there the term must be restored to its original meaning.)

3.5. The death of Jesus has been a "vicarious expiation" with definitive efficacy because the gesture of the Father surrendering and giving his Son (cf. Rom 4:25; 8:32; cf. Jn 3:16; 1 Jn 4:9) is taken up in exemplary fashion and in reality, as the Christ gives himself with perfect love in self-surrender and dedication to others (cf. also Eph 5:2, 25; cf. 1 Tim 2:6; Tit 2:14).

What was traditionally called "vicarious expiation" must be understood, transformed, and raised to the height of a "trinitarian event".

D. Unity and Diversity of Soteriological Reflection in the Church

4. The origins and the core of the whole soteriology are to be found already in the early Church before Paul. This soteriology rests on the words and consciousness of Jesus himself Jesus knows that he is to die for all, for our sins; in this perspective he lives out his entire earthly life, he suffers, and he rises from the dead.

We can list five main elements: (1) the Christ gives himself; (2) he takes our place in the mystery of salvation; (3) he frees us "from the wrath to come" and from all evil powers; (4) in so doing, he fulfills the salvific will of the Father; and (5) he wants to insert us into the life of the Trinity through participation in the grace of the Holy Spirit.

It is the task of later theology to show how these elements fit together.

Thomas Aquinas underlines five ways in which the work of redemption takes effect: merit, satisfaction, redemption, sacrifice, and efficient cause. Other ways can no doubt be added.

Both in the New Testament and in the different periods of the history of theology, some facets of soteriology are underlined more sharply than others. However, all the aspects must be regarded as approaches to the Paschal mystery; as much as possible, they must be elaborated into synthetic views.

5. During the patristic age both in the East and in the West, "exchange" is the dominant aspect in soteriological reflection. In the Incarnation and Passion, an exchange takes place between the divine and the human nature in general. More precisely, the state of sin is exchanged for the state of divine sonship.

The Fathers did, however, refine and circumscribe the notion of exchange, as they took into account the eminent dignity of Christ. Christ took on the characteristic affections (pathe) of sinful human nature only in an external way (schetikos). He did not himself become "sin" (2 Cor 5:21) except in the sense of becoming a "sacrificial oblation for sin".

6. Anselm proposed another theory, the theory that has prevailed until very recent times. The Redeemer does not take the sinner’s place in the strict sense but performs a unique deed that, in God’s eyes, makes compensation for the debt mankind has incurred because of their sins. He accepts a death to which he was not subject, and because of the hypostatic union that death has infinite value.

This death of the Son realizes the design of salvation of the whole Trinity. In this "satisfaction theory" the expression "died for us" means above all that Christ accepted death "for our sakes", not "in our stead".

Thomas Aquinas retains the substance of this conception of the mystery of salvation and blends with it elements derived from patristic theology. He stresses that Christ is the head of the Church, and that the grace that he possesses as head is passed on to all the members of the Church because of the organic conjunction that obtains within the Mystical Body

7. Some recent authors seek to reinstate the notion of "exchange" (commercium) on which Anselm’s theology had laid no stress. Two lines of inquiry have been opened up by them.

a. Some put forward the concept of solidarity, a concept that is open to several interpretations. Interpreted strictly, solidarity sets forth the manner in which the suffering Christ, in his own way, takes on the experience of the estrangement from God that sinners live through. Speaking in broader terms, these theologians refer only to the sole determination of the Son to disclose, both through his life and through his death, the Father’s unconditional forgiveness.

b. Through the concept of substitution, the stress falls on the fact that Christ truly takes on the condition of sinners. This is not to say that God punished or condemned Christ in our stead, a theory erroneously advanced by many authors, Reformed theologians in particular. Other theologians recoil from these views and emphasize only that the Christ was subjected to "the curse of the law" (cf Gal 3:13), that is, to God’s aversion to sin, or to "the wrath of God", as it is called, this being but an aspect of God’s love and "jealousy" for his covenanted people, whenever it fails to be loyal.

8. The interpretation of redemption as substitution may be grounded exegetically and dogmatically. Contrary to the claim heard here and there, this interpretation is not fraught with internal contradiction.

The freedom of creatures is not wholly autonomous: it is always in need of an assistance from God. Once freedom has turned away from God, it cannot make its way back to him by its own resources alone. On the other hand, man was created in order to be integrated into the Christ and thereby share in the life of the Trinity. No matter how great be the sinner’s estrangement from God, it is not as deep as the sense of distance that the Son experiences vis-a-vis the Father in the kenotic emptying of himself (Phil 2:7), and in the anguish of "abandonment" (Mt 27:46). We are dealing here with that aspect of the distinction among the Persons of the Blessed Trinity that relates specifically to the economy of the redemption. It goes without saying that, within the Trinity, the three Persons are perfectly united in the identity of the same nature, and in an infinite love.

9. Both the objective expiation of sin and the participation in the divine life of grace must be regarded as inseparable aspects of the deed of salvation. Needless to say, man’s acceptance of grace must be an act of freedom, an authentically recovered freedom. The whole Tradition of the Church, grounded on Sacred Scripture, teaches that, if the deed of salvation is to be realized and explained, it must be linked to two mysteries. Jesus is truly God, and yet he is in total solidarity with us, for he has taken on man’s nature integrally.

10. As we consider redemption in its totality, we may not ignore "the spiritual participation" of the Virgin Mary in the sacrifice of Christ. From the moment she acquiesced to the Incarnation, her consent persisted without change. As Lumen gentium 61 shows so well, Mary’s consent represents faith in the eternal Covenant as it attains to the level of supreme perfection.

Nor should we overlook the intimate connection between the Cross and the Eucharist, two complementary aspects of the same deed of salvation. On the one hand, Jesus takes man’s sin onto his own flesh; on the other, he gives his own flesh to man. The eucharistic celebration establishes a necessary connection between the sacrifice of Christ and the oblation that the Church makes of herself. Thus the Church comes to be embodied in the eternal oblation in which the Son offers his own self to the Father and is brought to its perfection in the Holy Spirit.

V. CHRISTOLOGICAL DIMENSIONS IN NEED OF RENEWED EMPHASIS

1. Biblical and classic Christology includes extremely important perspectives that, for some reason or other, are not being shown today the attention they deserve. We would like to underline here two of these aspects by way of a corollary to the presentation of the International Theological Commission. The first concerns the pneumatological dimension of Christology; the second, the cosmic dimension. Our presentation will be a limited one. Within the framework of a conclusive report, a systematic presentation would be out of place.

As far as pneumatology is concerned, we will limit ourselves to a biblical inquiry, which, needless to say, paves the way to further inquiries and already discloses the richness of the theme.

The cosmic influence of Christ draws attention to the ultimate dimension of Christology. Here we are dealing not only with Christ’s action on all creatures "in the heavens, on the earth, and under the earth" (cf. Phil 2:10) but also with his governance with regard to the cosmos as a whole and to the whole of history.

A. The Anointing of Christ by the Holy Spirit

2. The Holy Spirit cooperates uninterruptedly in the redemptive deed of Christ. "He covers the Virgin Mary with his shadow, which is why her offspring is holy and will be called the Son of God" (Lk 1:35). When Jesus is baptized at the Jordan (Lk 3:22), he receives "the anointing" in order to carry out his mission as Messiah (Acts 10:38; Lk 4:18), while a voice from heaven declares him to be the Son on whom the Father’s favor rests (Mk 1:10 and parallels). From that moment on, Christ is in a special way "guided by the Holy Spirit" (Lk 4:1) to commence and bring to fruition his ministry as "servant". By the finger of God (Lk 11:20), he casts out devils; he announces that "the reign of God is at hand" (Mk 1:15) and that it is to be brought to consummation by the Holy Spirit (Roman Missal; cf. Heb 2:14). Finally, through his Spirit, God the Father raises Jesus from the dead and fills mankind with him. Mankind thus puts on the form of humanity proper to the glorified Son of God (cf. Rom 1:3—4; Acts 13:32—33), after having known the form of humanity proper to the servant. The glorified humanity of Christ was also empowered to bestow the Holy Spirit on all human beings (Acts 2:22). The new and eschatological Adam can thus be called "a life-giving spirit" (1 Cor 15:45; cf. 2 Cor 3:17). And so, in a very real sense, the Mystical Body of Christ is animated by the Spirit of Christ forever.

B. The Lordship of Christ over the Cosmos

3.1. In Saint Paul and in the body of Pauline literature, the risen Christ is often referred to as the one "under whose feet [the Father] placed all things". This expression occurs in a variety of applications. It appears in these very terms in 1 Corinthians 15:27, Ephesians 1:22, and Hebrews 2:8; in equivalent terms in Ephesians 3:10, Colossians 1:18, and Philippians 3:21.

3.2. Regardless of its provenance (perhaps Gen 1:26 through Ps 8:7), this expression refers first of all to the glorified humanity of the Christ and not to his divinity alone. For it is to the incarnate Son that it pertains to "have all things placed under his feet", since it is he who has destroyed the power to enslave held by sin and death. Since, through his Resurrection, Christ has gained control over the corruptibility immanent in the first Adam and has thus become in his own flesh "a spiritual body" par excellence, he inaugurates the rule of incorruptibility. This is why he is "the second and last Adam" (1 Cor 15:46-49), to whom "everything has been made subject" (1 Cor 15:27) and who can "subject everything to himself" (Phil 3:21).

3.3. The fact that the power of death has been abolished by Christ implies not only for mankind but also for the cosmos a renewal that is one and the same, and which at the end of time will yield its manifest effects. Matthew speaks of this as a "new creation" (palingenesis; Mt 19:28), and Paul discerns there that which every creature is awaiting (Rom 8:19), while the book of Revelation (21:1), using the terminology of the Old Testament (Is 65:17; 66:22) does not hesitate to speak of "new heavens" and of a "new earth".

3.4. An unduly narrow anthropology that disdains, or at least overlooks, that essential aspect that is man’s relation to the world can induce us to underestimate the value of the New Testament affirmation of Christ’s lordship over the cosmos. And yet affirmations such as this have a con­siderable importance for our time. Because the natural sciences have made such progress, it seems as if we now perceive more clearly than at any time in the past how important the world is, what impact it makes on man’s existence, and what questions it raises within that existence itself.

3.5. More often than not, the major objection against the cosmic aspect of Christ’s lordship in his Resurrection and Second Coming is bound up with a certain conception of what Christology is. For, if it is true that the humanity of Christ should never be confused with his divinity, it is equally true that we should not separate the one from the other. In fact, these two errors have one and the same result. Whether the humanity of Christ be absorbed into his divinity or isolated from it, in either case the acknowledgment of the cosmic lordship that the Son of God receives in his glorified humanity is slighted just as much. The divinity of the Word is alone credited with what now pertains (as the New Testament texts quoted above testify) to his humanity, insofar as it is the humanity of Jesus Christ who was made Lord, and as Lord was given "the name above every other name" (Phil 2:9).

3.6. Besides, since the cosmic lordship of Christ pertains to the one who is "the firstborn of many brothers" (Rom 8:29), it pertains to his lordship that it should become ours as well in him. In fact, some of this spiritual "identity" that Christ gives us already exists (cf. 1 Cor 3:21—23). True, it will become fully manifest only at the Second Coming, and yet already now it truly confers on us the capacity to be free vis-a-vis all the powers of this world (Col 2:15), so much so that we can love Christ through all the changes in the world, our own death included (cf. Rom 8:38-39; 1 Jn 3:2; Rom 14:8-9).

3.7. This cosmic lordship of Christ should not, however, conceal from us a lordship of another kind that he does and must exercise with regard to human history and society, especially by means of justice, the signs of which are practically indispensable, if the Kingdom of God is to be proclaimed at all. Yet this lordship of Christ himself over man’s history cannot achieve its summit except within the lordship he exercises over the cosmic world as such. For history remains practically captive to the play of the world and death, as long as, before the final Coming, the amazing primacy of Christ cannot yet attain an unrestricted actualization of itself for the good of all mankind.

 

* This document was approved by the Commission "in forma specifica".

(Source: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/cti_documents/rc_cti_1979_cristologia_en.html)

 

My King

Funny thing, if I remember correctly there once used to be a rabbi who did not have any business plan for church mega-growth. No publicity department. No homepage. No emails. No money. Even those He chose as followers were - theologically speaking - illiterates. A handful of dudes, and one even was a bum.

What was He thinking?

When He preached, He used words that drove people away from Him. He couldn't care less. He even asked the remaining rest if they wanted to leave, too. No political correctness here.

Again: What was He thinking?

He could have used other means. He could have been the kind of leader that people back then (and today?) were waiting for. The mighty warlord. The knight in shining armour. The one that kicks some .... and throws those Romans out.

Yes, He could have. He had all the power to do that - and more than that. And what did He do? He dealt with the lowest of the lowest and humbled Himself to their level. He loved people in a way unknown before. With a love that asked for nothing and gave everything. With a love that puts us to shame even today.

He did not fulfill people's expectations. He did not give them what they wanted. He gave them what they truly needed. And to do so, He gave His utmost: He sacrificed Himself and gave His life so we can live. He came down on earth to become man so men could become sons of God. Dying on the cross like a criminal, He even prayed for those who helped nailing Him up there.

And what's worst: He even asked everything of His disciples. They were told to give - no: to sacrifice! - everything they have. To sell all of their possessions, give their money to the poor and follow Him without even looking back. They were even told to give their own lives!

I guess He would still be sort of out of place in some of the churches today.

If I remember correctly, His name was Jesus.

Anybody by chance remember Him?

He is the ruler of my life. He is the one I love and follow.

He is my king.

My saviour.


Rob

What a Friend We Have in Jesus!

I am well fond of re-iterating this saying:

A friend is a friend to a friend indeed
when a friend is a friend to a friend in need.

As I pondered this thought tonight, I was reminded of the hymn What a friend We have in Jesus.

What better friend have we than Jesus. Many a so called friend will turn on you when things do not go their way, or when things become too difficult, when those in power become too overwhelming. Many of these so called friends will turn tail and run, and turn you in, and report you to authorities without just cause. Very few are there that will give their lives to save yours, to protect you against any and all evil and or dangers.

Few there are who will give their lives to save and protect. Even them who they do not know.

Only Jesus, stands among and beyond those who are above and beyond, the closeness of what it is to be known as a true and close friend. Only Jesus will give His life for the unworthy, the unjust, the selfish, the greedy, the thief, the sexual immoral, the liars, etc.

Would you?

What A Friend We Have In Jesus Hymn

What a friend we have in Jesus,
all our sins and griefs to bear!
What a privilege to carry
everything to God in prayer!
O what peace we often forfeit,
O what needless pain we bear,
all because we do not carry
everything to God in prayer.

Have we trials and temptations?
Is there trouble anywhere?
We should never be discouraged;
take it to the Lord in prayer.
Can we find a friend so faithful
who will all our sorrows share?
Jesus knows our every weakness;
take it to the Lord in prayer.

Are we weak and heavy laden,
cumbered with a load of care?
Precious Savior, still our refuge;
take it to the Lord in prayer.
Do thy friends despise, forsake thee?
Take it to the Lord in prayer!
In his arms he'll take and shield thee;
thou wilt find a solace there.

(Text: Joseph M. Scriven, 1820-1886. Music: Charles C. Converse, 1832-1918)

Will you, my friends, though not as close a friend am I to you as our Lord and Saviour, lean upon Him, trust in His everlasting arms. Will you not allow Him to carry all your burdens, cares and worries upon His His own shoulders.

Will you not allow:

Him to be a Friend indeed
to a friend in need.

He is that friend whom is closer and more true to His Word than any other whom you have ever known.

He has promised that He will never forsake nor leave you. That means, that no matter what ever your situation, no matter what ever you are going through, no matter whatever your ups or downs, no matter whatever your stature in life, He is always there as a friend, the very closest friend that you will ever have, be there to help you through and be your strength, your strong shoulder, your all in all.

If you are drowning in sorrow, in pain, in strife or whatever, He is there, He will be your shoulder to cry on, you help in trouble. He has given His life for you to see you through any and all trials and tribulations.

None is a greater friend than Jesus, nor will there ever be. Trust in Him to be your friend through each and every situation, whether good or bad, whether through joys or sorrow.

Whom are you trusting to be your true and trustful friend?

Whom is Jesus to you?

What a friend we have in Jesus!

André

 

Loyalty

There is a true story about a Japanese dog called an Akita. An Akita is the equivalent of the North American Husky. I once owned one for s a short time and am familiar with the breed.
For those of you who own a dog, and or whom have owned a dog in the past, and or are lovers of dogs, you will appreciate this short story I am about to relay. For this story is about loyalty. All dog owners can attest how loyal a dog is to its master, especially to those whom own a one man dog, or perhaps a great loyal family dog.

The dog in this story is called Hachi, short for Hachiko. If you were to sneeze and blurt out hachoo, you would have a very close verbal sounding of how Hachiko would be pronounced in the Japanese language. If you were to add “schiko” to the end of the sneeze, then you would have learned a new Japanese word. For, Hachiko, so it is said according to the "Hollywoodized" version of the true story, means the number eight which again, according to the movie is the number 8, a lucky number to the Japanese culture.

I digress.

Hachi appeared one day before a man it is said, and decided to attach himself to this man. That is to say, that, Hachi wanted to allow this man to be his master, his friend. The man took this young pup, which appeared to be lost into his home and trained and raised him as you or I would raise a dog.

The story goes on to say that this man would take the train to work every day. And the man apparently had trained the dog to follow him to the train station. Hachi would then return home on his own, and then when he heard the whistle of the train towards the days end as it approached the train station, Hachi would run back to the train station an await for his master to emerge from the train station.

After several years had passed, Hachi's master died one day and of course never returned back to the train station. Hachi of course returned to the train station that day, but of course his master never emerged from the train station. It is said according to the true story that Hachi waited at the train station for nine years waiting for his master to return.
Of course he never did return, and Hachi died after nine years at the same spot where he awaited his master's return for all those years.

This story teaches us what loyalty really is. One who is loyal to another hangs in there through thick and thin, through good times and bad. A loyal person does not lie, steal or cheat from another. A loyal person is one whose love is unconditional.

There are very few who have lived whose love and loyalty to others has surpassed that of a dog, especially one like Hachi. There is One; however who lives and not only matches the love and loyalty of Hachi, but also surpasses the love and loyalty of Hachi. 
He loves us so much, that He willingly gave His life to the point of dying on the cross for us. His love for us, as is written in scripture is so great that: "For God so loved the world that He gave His only begotten Son, that whoever believes in Him should not perish but have everlasting life." John 3:16 (New King James Version) And ultimately God has promised that all whom believe on the work that He did by dying on the cross for our sins would eventually not only be saved from the wrath to come to unbelievers, but would also be added to the family of God, and live with Him eternally.

Recently I have been reading through a book written by Dr. Henry Morris called the Genesis Record which I studied and read through in Bible college years ago. In this book Henry |Morris reminds us that throughout the years, over the centuries, God has gone out of His way to not only forgive us of our sins, but also to redirect and lead us down the right paths, back to Him.
He extends His grace to us much us so, that where-as He rightfully could have killed Cain when Cain killed his brother Abel, He, rather graciously offered Cain the opportunity to tell the truth and repent, which Cain never really did. And after that, God let Cain to roam the lands freely, placing a mark of a sort in which anyone whom would attempt to kill Cain, would be dealt seven times more the punishment for killing Cain. Gen. 4:15

God extended this same grace to the original man and woman when He sewed animal skins together to cover not only their shame and nakedness, but also to cover their sins.  Gen. 3:21

Throughout the centuries God has graciously extended His love towards us and shown how loyal He is towards us, in that, He time after time extends grace rather than punishment, willing, again that none should perish.

Listen to the slight paraphrase of Rom. 5:8-11. But God demonstrates His love towards us, in that while we were yet still sinners, Christ died for us. And "being now justified by his blood, we shall be saved from wrath through him. For if, when we were enemies, we were reconciled to God by the death of his Son, much more, being reconciled, we shall be saved by his life. And not only so, but we also joy in God through our Lord Jesus Christ, by whom we have now received the atonement." (Rom 5:9-11 King James Version)

The apostle John reminds us that; "And He Himself is the propitiation for our sins, and not for ours only but also for the whole world." (1 John 2:2 New King James Version)

And:

"In this is love, not that we loved God, but that He loved us and sent His Son to be the propitiation for our sins." (1 John 4:10 New King James Version)

Propitiation is a Biblical term translated from the Greek word "hilasmos." Which signifies what Christ became for sinners? He became sin for us when all of our sins were placed upon Him. Because of this, it is like what God did with Adam and Eve when he covered them with sheep's skin. Jesus likewise covered our sins with His blood.

Jesus commanded us that, when we as believers gather together to honour what he has done for us, we are to break the bread and to drink of the cup in remembrance of what He has done for us, by dying for our sins on the cross so long ago.For without the shedding of blood there is no forgiveness, no remission of sins. Heb. 9:22

If an animal had not been killed and used to cover for the sins of Adam and Eve, their sins would never have been forgiven.

If Jesus had never died on the cross, shedding His blood for our sins, then, we likewise could never have had our sins forgiven. For the punishment for sins: "the wages of sin is death, but the gift of God is eternal life in Christ Jesus our Lord." (Rom. 6:23 New King James Version)

If Jesus had not been loyal and obeyed the Father by going straight towards the cross, what chances would there be of any of us ever being saved? There would be none because; without the shedding of blood, there is no pardon, no forgiveness of sins.

So, are you not glad that Jesus was loyal to the Father, obeying Him to the point of dying on the cross.

We to as followers of Jesus should also likewise be loyal to our master, as Hachi was to his master, as Jesus was to the Father.
 
When we gather together, therefore as fellow believers, let us obey the command to break the bread and drink of the cup in remembrance of His great love and sacrifice for us by the shedding of His blood on the cross.

Let us as Hachi was to his master, like Jesus to the Father, in loyalty and in love "Trust and Obey" and be loyal to our Lord and Savior Jesus Christ to the end of our days, looking forward to the day when He shall call us home to be with Him in heaven and wherever there beyond to wherever he leads us.

As a side note, Hachiko was born in 1923 in Odate Japan. He died at the train station awaiting his master's return in 1934. Today there is a bronze statue at the spot where Hachi waited every day for his master's return. That is loyalty.




Hymn Trust and Obey
(John H. Sammis)

Refrain:
Trust and obey, for there's no other way
To be happy in Jesus, but to trust and obey.

When we walk with the Lord in the light of His Word,
What a glory He sheds on our way!
While we do His good will, He abides with us still,
And with all who will trust and obey.

Refrain

Not a shadow can rise, not a cloud in the skies,
But His smile quickly drives it away;
Not a doubt or a fear, not a sigh or a tear,
Can abide while we trust and obey.

Refrain

Not a burden we bear, not a sorrow we share,
But our toil He doth richly repay;
Not a grief or a loss, not a frown or a cross,
But is blessed if we trust and obey.

Refrain
But we never can prove the delights of His love
Until all on the altar we lay;
For the favor He shows, for the joy He bestows,
Are for them who will trust and obey.

Refrain

Then in fellowship sweet we will sit at His feet.
Or we'll walk by His side in the way.
What He says we will do, where He sends we will go;
Never fear, only trust and obey.

Refrain

"O Lord of hosts, Blessed is the man who trusts in You!" (Psalm 84:12 New King James Version)
 
 
André

What is this about the “brothers” of Jesus in the Bible? Did Mary have other children besides Jesus?

No. The Church teaches that Mary was a perpetual virgin. Yet, as you mention, the Bible does indeed mention the “brothers” of Jesus. Mark 6:3, “Is not this the carpenter, the son of Mary and the brother of James and Joses and Judas and Simon...”

The “brothers” of Jesus are clearly mentioned, and named, in the Bible. So, Mary must have had other children and the Catholic Church is wrong when it dogmatically teaches that she was a perpetual virgin, right? Well, not so fast.

First of all, let’s look at Matthew 27:55-56. Here we see named some of the women who were at the Crucifixion. “There were also many women there, looking on from afar...among whom were Mary Magdalene, and Mary the mother of James and Joses...” It seems that the James and Joses identified in Mark 6:3 as the “brothers” of Jesus, indeed had a mother named Mary, but it was not the same Mary who was the mother of Jesus.

Furthermore, let’s look at Galatians 1:19. Paul is talking about when he went to Jerusalem to consult with the chief of the Apostles, Peter, and while there, “I saw none of the other apostles except James the Lord’s brother.”

So, we have James, the “brother” of Jesus as mentioned in Mark 6:3, and James, the “Lord’s brother,” as mentioned in Gal 1:19. And this time James, the Lord’s brother, is identified as an apostle. So, if I’m a Bible-only believer - in other words, if the Bible is my sole rule of faith when it comes to all things related to the Christian Faith - then I have to admit that the James in Mark 6:3 and the James in Gal 1:19 are the same James; after all, how many brothers named “James” would Jesus have?

But there’s a problem for those who would say this James is the son of Mary, the mother of Jesus. You see, this James is clearly identified as an apostle. Yet, of the two apostles named James that we find in the list of the twelve apostles (e.g., Matthew 10:1-4), one of them had a father named Zebedee and the other had a father named Alphaeus - neither one of them had a father named Joseph! Which means, neither one of them was Jesus’ sibling. Neither one of them had the same mother as Jesus. So, the James mentioned in Mark 6:3 and Gal 1:19 as a “brother” of Jesus, is a brother in a broader sense of the word, he was not a brother in the sense of having the same parents.

Now, Catholic tradition (small “t” tradition), often identifies the James in Galatians 1:19 as someone who was not one of the twelve apostles. However, someone who goes by the Bible alone and who does not put any stock in “tradition” cannot use the argument from tradition, because they only accept the Bible as the authority in matters Christian. So, using the Bible alone, one cannot argue that the James in Gal 1:19 is a “third” James who had at some point been named an apostle because the Bible nowhere mentions such a thing.

So, when we look at the “brothers” of Jesus in the broader context of Scripture, rather than just focusing on Mark 6:3, we see that the argument against the perpetual virginity of Mary has no foundation in the Bible.

(Source: Bible Christian Society / John Martignoni. http://www.biblechristiansociety.com/apologetics/two_minute. Used with permission)

Links

Links International

Resources - Links

Jesus von Nazareth. Von der Taufe im Jordan bis zur Verklärung. Papst Benedikt XVI. Herder-Verlag.

Shrine of Saint Jude Thaddeus

United States Conference of Catholic Bishops: Jesus Decoded (DVD)

Ignatius Press: Jesus: The Word Became Flesh (DVD)

"Thy Kingdom Come" (DVD)

Jesus in the Holy Land (DVD)

Stephen Ray: Jesus - The Word Became Flesh (DVD)

Bob Fishman: It is Written - Finding Jesus and Mary in the Old Testament (CDs)

Prof. Dr. Scott Hahn: Finding Christ in the Old Testament (CDs)

The Fathers of Mercy: Jesus Christ

Rev. Murphy O'Connor, OP: The Historical Jesus - Fact and Fiction (CDs)




Jesus von Nazareth: Archäologen auf den Spuren des Erlösers (Gebundene Ausgabe)
von Michael Hesemann (Autor)
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Sankt Ulrich Verlag; Auflage: 1 (12. Oktober 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3867440921
ISBN-13: 978-3867440929