Katholisch Leben!

The Jesus Brothers


Alle Unterstützung für aktive Schwule, aber keine für die, die erst gar nicht dorthin wollen?

Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen haben in der Regel ein breites Angebot an Beratungs- und sonstigen Dienstleistungen zur Verfügung – wenn sie diese ausleben. Staatlicherseits dick subventioniert bleibt hier kaum ein Wunsch oder Bedürfnis unbefriedigt.
Will man/frau aber – aus welchen Gründen auch immer – dieses Leben verlassen oder erst gar nicht dorthin kommen, sieht es rabenschwarz aus.

Therapien

Ansprechpartner für psychotherapeutische Unterstützung: Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Auf eine Anfrage hin, ob es denn für Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen Unterstützung gibt – wohlgemerkt nicht (!) automatisch für Menschen, die „heterosexuell“ werden wollen, kam eine sehr standardisierte Antwort: Zunächst wird man darüber belehrt, dass 1973 die amerikanische Psychiatervereinigung APA Homosexualität vom DSM (Liste der psychischen Krankheiten) gestrichen hatte. Als Folge davon wurde das 1991 auch bei uns (hier: der ICD) so gehandhabt. Homosexualität sei keine Krankheit, sondern eine häufige Form menschlichen Zusammenlebens. Sie bedürfe deshalb keiner Therapie.

Abgesehen davon, dass dies keine Antwort auf die ursprüngliche Frage war (es ging nicht um eine „Therapie“ von Homosexualität, sondern um therapeutische Begleitung bei der Suche nach einem alternativen Leben!), wird hier – bewusst oder unbewusst – ein wesentliches Detail verschwiegen.

Die Tatsache, dass Homosexualität aus dem DSM bzw. ICD genommen wurde, beruhte keineswegs auf neuen medizinischen Erkenntnissen. Die lagen damals schlichtweg nicht vor – und tun dies auch heute nicht. Der Grund hierfür war allein politischer Art – ein erheblicher Druck der Schwulenbewegung. Selbst heute also lässt sich die DGPPN instrumentalisieren und verschließt politisch nicht korrekten Forschungen den Weg.

Weiterhin heißt es in der Antwort, die DGPPN lehne „reparative Therapien“ oder „Konversionstherapien“ entschieden ab. Auch hier: dies war nicht Gegenstand der Frage. Außerdem konnte ich keine Organisation und keinen Therapeuten hier in Deutschland ausfindig machen, der eine „Konversationstherapie“ anbietet. Auch hier geht die DGPPN der Schwulenbewegung auf dem Leim. Reparative Therapie und Konversionstherapie werden hier fälschlicherweise in einem Atemzug genannt, beschreiben aber etwas ganz anderes. Während eine Konversionstherapie die sexuelle Orientierung verändern will (es gibt mittlerweile tatsächlich Anzeichen für eine „Fluidität“ menschlicher Sexualität – sie ist also keineswegs in Stein gemeiselt!), konzentriert sich die Reparative Therapie auf einige der Faktoren, die zur Entwicklung gleichgeschlechtlicher Neigungen beitragen, etwa eine Störung der Geschlechts-Identität, unerfüllte legitime Bedürfnisse, ein gestörtes Verhältnis zum gleichgeschlechtlichen Elternteil etc. Dies ist offenbar der DGPPN noch nicht einmal bekannt – sie bedient sich ungeprüft der Meinung von wissenschaftlichen Laien, die ihre eigene Agenda verfolgen. Selbst das Argument, Homosexualität sei eine „häufige“ Form menschlichen Zusammenlebens, ist wissenschaftlich irrelevant. Eine psychische Störung, die häufig auftritt, wird alleine dadurch ja auch noch nicht zum weniger pathologisch. Die Tatsache, dass es viele tun, macht etwas weder in moralischer noch in medizinischer Form „besser“ oder „schlechter“.

Als medizinischen „Beleg“ für die eigene Sichtweise führt die DGPPN an, es gebe keine empirische Evidenz (Nachweis) für günstige Effekte von Konversionsverfahren, wohl könne Patienten dadurch aber Schaden zugefügt werden. Erneut wird hier auf eine Verfahren polarisiert, dass weder bei uns allgemein angewandt noch gefragt wurde. Derart pauschalisierte Aussagen sind nicht wissenschaftlich und schon gar nicht ethisch vertretbar. Jeder Therapeut und jede Therapeutin kann dem Hilfesuchenden potentiell Schaden zufügen. Die Frage ist, ob dann die Therapieform als ganze oder der Therapeut Schuld hierfür trägt. Da die DGPPN sich offensichtlich noch nicht einmal mit den wissenschaftlichen Arbeiten hierzu befasst hat und alternative Therapiemodelle auch im Studium nicht Gegenstand der Lehre sind, kann sie hierzu auch keine gültige Aussage treffen. Würde man die von ihr getroffenen Aussagen auf alle Formen sexuellen Empfindens übertragen und damit alles mehr oder weniger als „normale“ Formen menschlichen Zusammenlebens hinstellen, würde dies zu absurden und unverantwortlichen Ergebnissen führen.

Die Mitarbeiterin der DGPPN (der ich noch nicht einmal böse Absicht unterstellen will!) weist weiterhin darauf hin, dass psychische Erkrankungen unabhängig von der sexuellen Orientierung „anhand der klinisch relevanten Symptome gemäß ICD-10 Kriterien klassifiziert“ werden und dementsprechend von Fachleuten therapiert werden sollen. Dies ist schon aus wissenschaftlicher Sicht ein unsinniges Vorgehen. Hier werden bewusst Faktoren und Ursachen ausgeklammert bzw. voneinander getrennt gesehen, die durchaus etwas miteinander zu tun haben können. Mit anderen Worten: Der Patient bekommt nicht die beste Hilfe, die verfügbar ist, da dies politisch nicht korrekt ist.

Womit wir beim Abschluss-Statement der DGPPN-Kollegin sind: "Direkt oder indirekt erfahrene Diskriminierung kann zur Entstehung psychischer Erkrankungen bei homosexuellen Menschen beitragen." Hier trägt die schwule Propaganda reiche Früchte: alles, was nicht politisch korrekt ist, ist „Diskriminierung“. Hier wird in unglaublicher Art und Weise unterstellt, dass Therapeuten, die oben genannten Ratsuchenden Hilfe anbieten, nicht wissenschaftlich arbeiten, sondern „diskriminieren“. So macht man es sich selbst sehr einfach – man muss sich erst gar nicht mit dem Thema in einer objektiven, wissenschaftlichen Herangehensweise befassen, sondern stellt Andersdenkende als Menschen zweifelhaften moralischen Charakters dar. Das ist nichts anderes als unselige Propaganda.

Die angestrebte Therapie, so die DGPPN, ziele nicht auf die Homosexualität ab, sondern auf die Konflikte, die in Verbindung mit religiösen, gesellschaftlichen und internalisierten Normen entstehen. Mit anderen Worten: der gute alte Leitsatz „Nicht der Homosexuelle hat ein Problem, sondern die Gesellschaft“. Ziel des Therapeuten sei es, dass sich der/die Homosexuelle wieder gut bei dem fühle, was er/sie tut und gegebenenfalls alle Einstellungen überwindet, die dem entgegen stehen. Das ist keine wissenschaftliche Therapie, das ist ideologisch motivierte politische Korrektheit par excellence. Hier fügt die DGPPN ihrerseits möglicherweise denen Schaden zu, die aus persönlichen, religiösen oder anderweitigen Gründen ein Ausleben ihrer Neigungen nicht für gut heißen können. Anstelle ihnen beizustehen und ihre Ansichten zu respektieren, sorgt die DGPPN noch für Schuld- und Schamgefühle und will ihnen Ansichten aufschwatzen, die nicht die ihren sind. Mit welchem Recht?


Die Krankenkassen

Hier hält man sich mit einer klaren Antwort auf die Anfrage bedeckt. Die AOK etwa geht erst gar nicht auf dieses Thema ein, sondern verweist allgemein auf Informationen zur Psychotherapie. Auch hier wird einem Ratsuchenden offenbar nicht weiter geholfen. Soll man vielleicht erst alle Therapeuten in der Gegend abklappern, um einen zu finden, der bereit ist, einem beizustehen?



Die Kirchen

Bei einem Pastor, einem Priester etc. Hilfe zu suchen, ist beinahe ein Glücksspiel. Manch einer wird hier das finden, was er/sie sucht, allerdings ist die Bandbreite der Haltungen, Meinungen, Ansichten und Herangehensweisen hier – selbst innerhalb einer Kirche – enorm. Wenige halten sich an das, was ihre eigene Lehrautorität verkündet. Viele handeln nach eigenem Gutdünken. Wirklich empfehlenswert ist dies für Betroffene nicht. Zu groß ist das Risiko hierbei, an „den Falschen“ zu geraten – mit unkalkulierbaren Konsequenzen.


Angebote im Bereich Lebensberatung und Seelsorge

Hier sieht die Lage etwas besser aus. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind von anerkannten Lehreinrichtungen zertifizierte Lebensberater und Seelsorger in der Regel theoretisch und praktisch sehr gut ausgebildet und erfahren. Natürlich führen diese Einrichtungen keine Therapien durch, eine seelsorgerische Begleitung oder eine Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kann hier sehr hilfreich sein. Zu nennen sind hier etwa christliche Einrichtungen wie Wüstenstrom (www.wuestenstrom.de), das Weisse Kreuz (www.weisses-kreuz.de) oder Organisationen wie Jason International (http://jason-online.webs.com), der Partnerorganisation der internationalen, wohl ältesten Organisation auf diesem Gebiet: Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com).


Fazit

Der Standpunkt der DGPPN soll hier auf keinen Fall verteufelt werden. Selbstverständlich sind psychische Krankheitsbilder von entsprechenden Psychotherapeuten oder Psychiatern zu behandeln. Betroffene sollten hier keinesfalls zögern, Hilfe zu suchen. Nötigenfalls klärt ein Eingangsgespräch, ob der Therapeut/Arzt bereit ist, die Einstellung des Patienten zu akzeptieren und nicht dagegen zu arbeiten. Gleichwohl werden die meisten Betroffenen alleine dadurch nicht die Hilfe finden, die sie brauchen. Abgesehen davon hat nicht jeder von ihnen eine psychische Erkrankung. Deshalb ist ein TNetzwerk von Freunden, Seelsorgern, Lebensberatern, Therapeuten, Ärzten usw. nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Der DGPPN kann man nur wünschen, dass sie nicht das nachplappert, was andere ihr vorplappern, sondern sich als Teil eines Netzwerkes siieht und dieses – wie auch die Ratsuchenden und deren Überzeugungen selbst – respektiert.

Wenn der Bock zum Gärtner wird

Mit Pfarrer Albert Bauernfeind hat das Erzbistum München und Freising nun einen Seelsorger für Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung leben (https://www.erzbistum-muenchen.de/PV-Fuerstenfeld/Page055883.aspx). Der Titel allleine klingt schon merkwürdig - wieso nicht für Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen? Wer weiter liest, bekommt eine Ahnung, warum:

" Auch die Kirche tut sich bis heute schwer damit, Homosexuelle ganz zu akzeptieren. Die sexuelle Handlung definiert die Kirche immer noch als Sünde. Es ist an der Zeit, hier einen Blickwechsel zu vollziehen. Homosexuell lebende Menschen müssen in der Kirche willkommen sein – so wie sie sind! Die Liebe und die Verantwortung füreinander sind die Kriterien für ein gelingendes Leben aus der Perspektive des Evangeliums."

Bei allem Respekt, Herr Pfarrer, aber es gibt einen Grund, warum homosexuelle Handlungen von der Kirche, der Sie als Priester Gehorsam gelobt haben, als Sünde gesehen werden - und das sollten Sie eigentlich wissen. Sie haben als Priester Verantwortung für diese Menschen und sind verpflichtet, ihnen in Glaubensdingen das zu vermitteln, was Lehrmeinung der Kirche ist.

Liebe und Verantwortung füreinander allein sind eben nicht Kriterien für ein gelingendens Leben aus der Perspektive des Evangeliums. Wenn allein ein undifferenziertes Gefühl (das wie alle Gefühle früher oder später verschwindet) Grundlage für die Moralität einer Verbindung ist, würde das - konsequent weiter gedacht - zu absurden Ergebnissen führen.

Liebe im christlichen Sinn ist mehr als ein Vertrag, bei dem nur Eigentumsrechte ausgetauscht werden. Sie ist mehr als nur ein flüchtiges Gefühl. Sie ist ein Bund, der den lebensspendenden Bund widerspiegelt, den Jesus mit Seiner Braut der Kirche eingegangen ist. Zwei Menschen, die ein Fleisch werden – so sehr eins, dass man dem Einen neun Monate später einen Namen geben muss! Drei, die eins sind – ein Hinweis auf die Dreifaltigkeit selbst! Die Ehe ist zur Fortpflanzung und zum Wohle der Ehepartner gedacht. Eines von beiden bewusst auszuschließen heißt den Bund nicht als solchen zu begreifen. Dies mit gleichgeschlechtlichen Verbindungen gleichsetzen zu wollen, bedarf schon ein enormes Maß an spiritueller Verwirrung.


Sucht man diesen Pfarrer auf Google, findet man Erstaunliches: Er wurde 1995 von Friedrich Kardinal Wetter entlassen – er hatte in einem Interview mit dem Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung die offizielle katholische Lehrmeinung zur Sexualität als „unbrauchbar“ bezeichnet (http://www.zeit.de/1996/12/Unbequemer_Pastor).

Weiterhin gehört er zum Münchner Kreis (http://initiative-muenchner-kreis.de/unterstutzer/), der offensichtlich mit der Pfarrer-Initiative Deutschland zusammenhängt (http://www.pfarrer-initiative.org/pfarrerinitiative/). Dort heißt es etwa: „Wir stehen ein für ein ehrliches Wahrnehmen der Lebenssituationen der Menschen und für Glaubwürdigkeit kirchlicher Praxis. Deshalb benennen wir, was wir tun, auch wenn es im Widerspruch zu derzeitigen kirchenamtlichen Weisungen steht.“ (http://www.pfarrer-initiative.org/pfarrerinitiative/werwirsind.aspx).

Weiterhin heißt es in einem Papier:

„In entscheidenden Punkten (Voreheliches Zusammenleben, Empfängnisverhütung, Wiederverheiratete Geschiedene, Homosexualität) ist die derzeitige Lehre auf den Prüfstand zu stellen und weiter zu entwickeln. Es gilt, wie es im Bericht der Bischofskonferenz heißt, „einen Duktus zu finden, der sich vom
Vorurteil der Leibfeindlichkeit und einer lebensfeindlichen Gesetzesethik zu befreien vermag“. Dazu können die Bischöfe auf die jahrzehntelange theologische Arbeit zahlreichen Moraltheologen zurückgreifen. Ebenso sollten die heutigen human-wissenschaftlichen Erkenntnisse vorurteilsfrei zur Kenntnis genommen werden. Der Weg zu einer lebensdienlichen Beziehungsethik wird nur zu gehen sein, wenn von
einer problematischen Berufung auf das Naturrecht Abschied genommen wird.“ (http://www.pfarrer-initiative.de/pfarrerinitiative/2014EheFamilie.pdf). Unterzeichner u.a.: „Pfarrer Albert Bauernfeind, Diözese München“

Wer die katholische Sexuallehre als leib- und lebensfeindlich bezeichnet, hat seine Berufung als Priester verfehlt. Mit dem Zeitgeist oder mit schnell veränderlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gehen, kann und darf nicht Ziel der Kirche sein. Bestimmte Werte – wie etwa die monogame Ehe zwischen Mann und Frau ziehen sich durch alle biblischen Bücher, durch viele Kulturen und über tausende von Jahren – und wurden letztlich von Jesus, dem Sohn Gottes, selbst bekräftigt. Auf die Frage, ob eine Scheidung unter bestimmten Umständen gerechtfertigt sei, antwortete Er nicht einfach mit ja oder nein – Er wiederholte den Standard aus Genesis: Den Bund eines Mannes mit einer Frau.

Wenn Er uns nun verkündet, was richtig ist, muss Er wohl kaum eine lange Liste von Dingen beifügen, was falsch ist.

Wenn aber der Sohn Gottes selbst die Norm bekräftigt, wer sind wir, dass wir uns erlauben, daran zu rütteln?

Die christliche Ehe ist das Beste für alle Beteiligten. Nichts kommt dem gleich. Wir sollten darauf vertrauen, dass unser Schöpfer am besten wusste, was gut für uns ist – und was nicht. Herr Pfarrer Bauernfeind scheint damit aber seine Probleme zu haben.

Kein Wunder, dass er auch von der unsäglichen Vereinigung „Wir sind Kirche“ zitiert wird: http://www.wir-sind-kirche.de/?id=129&id_entry=5970

Mit „Theologie und Homosexualität“ hat er nun auch ein Buch herausgegeben. Kommentar der lesbischen und schwulen Basiskirche Basel hierzu:

„An den Aussagen der offiziellen katholischen Morallehre zur Sexualität scheiden sich die Geister. Albert Bauernfeind will die Verantwortlichen in Kirche und Jugendarbeit und die Jugendlichen selbst anregen, erneut über das Thema nachzudenken und Sexualität als das verstehen zu lernen, was sie ist: Geschenk Gottes und Möglichkeit zur menschlichen Kreativität.“ (http://www.lsbk.ch/2016/01/page/27/)


Diese Aufzählungen lassen sich wohl noch lange fortführen. Zusammenfassend darf wohl daran gezweifelt werden, dass Herr Pfarrer Bauernfeind der geeignete katholische Seelsorger für Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen ist – zumindest nicht aus der Perspektive dessen, was die Katholische Kirche zu diesem Thema lehrt.

Jason International (http://jason-online.webs.com), Partnerorganisation von Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com) existiert seit 2005 – mit einer Ortsgruppe in München. Bisher wurden wir von den großen Kirchen ignoriert. Auch Herr Bauernfeind hat sich noch nicht bei uns gemeldet. Interessant, denn Homosexuals Anonymous ist die weltweit älteste Organisation ihrer Art (seit 1976).

Mit großer Besorgung und nicht zuletzt aufgrund einiger an uns herangetragener Berichte Betroffener (Priester, Ordensangehörige, gläubige und ratsuchende Katholiken) beobachten wir seit langem, wie es den Seelsorgern vor Ort offenbar egal ist, was die Kirche und die Bibel zum Thema gleichgeschlechtlichen Neigungen lehrt. Ganz im Gegenteil – sie werden nun sogar von den Kirchenoberen in verantwortungsvolle Positionen berufen, wo man wohl den Bock zum Gärtner macht.

Ich habe selbst viele Jahre in der schwulen Szene verbracht und weiß, wovon ich rede. Angesichts der vielen Faktoren, die zur Entwicklung dieser Neigungen beigetragen habe (etwa ein problematisches Verhältnis zum gleichgeschlechtlichen Elternteil) und angesichts dessen, was sich in der schwulen Szene abspielt, ist es unverantwortlich, Menschen dabei zu unterstützen, ein solches Leben führen zu wollen. Die jährlichen Zahlen des Robert-Koch-Instituts zeigen den enormen Anteil von Männern, die Sex mit Männern haben, an der Gesamtzahl von Menschen mit ansteckenden Geschlechtskrankheiten wie etwa HIV. Ganz so „normal“ und „natürlich“ ist diese Lebensweise wohl doch nicht.

Wir bieten Gemeinden, Privatmenschen, Geistlichen, Schulen, Familienangehörigen, Freunden, Behörden und wem auch immer unsere Hilfe und Unterstützung an – kostenlos und auf Basis der Bibel.

Gleichzeitig rufen wir die Verantwortlichen in den Kirchen auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen und nicht vor dem Zeitgeist niederzuknien. Dass das nicht funktioniert, zeigt die enorme Zahl der jährlichen Kirchenaustritte.

Gottes Segen

Robert Gollwitzer
Direktor von Homosexuals Anonymous
www.homosexuals-anonymous.com


CHRISTIAN ANTHROPOLOGY AND HOMOSEXUALITY - 13
Moral criteria for evaluating homosexuality

Livio Melina
Professor of Moral Theology at the John Paul II
Institute for Studies on Marriage and Family,
Pontifical Lateran University, Rome

The heated public debate on homosexuality involves different approaches to the topic that are sometimes mixed with one another and not free from confusion based on self-interest. It is rare to find the complex psychological problems which are typical of the homosexually oriented personality distinguished from questions associated with the "gay" culture and the life-styles influenced by it; it is even harder to separate the just requirements of non-discrimination from demands for the full legalization of homosexual unions.

In this situation, the positive achievement of the due respect that should always be shown a person, who can never be identified merely by his sexual orientation or actions, and the discovery of the deep psychological and social influences inherent in homosexuality are confused with other cultural factors, giving rise to a growing uncertainty and virtual eclipse of the ability to determine the objective criteria for moral evaluation. The loss of the authentic normative value of human nature and the consequent subjectivization of the moral sense are associated with an erotization of the surrounding culture and an emphasis on the right to sexual pleasure, which after exalting personal freedom, paradoxically submits the individual to the determinism of his impulses by censuring any moral demand.

In this paper, we will distinguish three aspects of the problem: first we will point out the guiding criteria for an objective moral evaluation of homosexual acts, then we will examine subjective influences, and lastly we will look at certain challenges raised by the "gay" culture.

Moral evaluation of homosexual acts

1. The choice to begin with an evaluation of homosexual acts depends precisely on the moral viewpoint we adopt. To be able to express an evaluation in terms of moral good or evil, the person's free will, by which he determines himself through the choices he makes, must come into play. In fact morality is concerned with what proceeds from personal freedom, that is, those human acts which, "to the extent that they are deliberate choices, .., give moral definition to the very person who performs them, determining his profound spiritual traits" (Veritatis splendor, n. 71).

Homosexual acts are thus taken into moral consideration in so far as they are deliberate choices while the psychological influences on freedom are examined at a later point to the extent that they diminish the person's moral responsibility or are a challenge to it.

Like every human act, homosexual behaviour must also be evaluated first of all on the basis of "objective criteria ... criteria drawn from the nature of the human person and of human action" (Gaudium et spes, n. 51). It is a question of those "principles of the moral order which have their origin in human nature itself and which concern man's full development and sanctification" (Persona humana, n. 4). In fact, "acting is morally good when the choices of freedom are in conformity with man's true good", corresponding to the wise design of God and indicated by his commandments, which are "a path that leads to life" (Veritatis splendor, n. 72).

Now, the moral tradition of the Church, based on the light of Revelation and natural reason, has always stressed unequivocally that "the use of the sexual function has its true meaning and moral rectitude only in legitimate marriage" (Persona humana, n, 5). Human sexuality is included in that primordial and good plan of God the Creator, who called man and woman with their reciprocal complementarity to be an image of his own love and responsible collaborators in the procreation of new individuals. Therefore, objective meanings are inherent in the physical acts related to sexuality and represent as many calls to achieve the person's moral good. The Second Vatican Council, speaking of the norms of conjugal morality, justified their value precisely as being directed to keeping the exercise of sexual acts within "the context of true love", by safeguarding "the total meaning of mutual self-giving and human procreation" (Gaudium et spes, n. 51).

Through the symbolism of the sexual difference which marks their bodily nature, man and woman are called to achieve two closely connected values: 1) the gift of self and the acceptance of the other in an indissoluble union (una caro), and 2) openness to the transmission of life. Only in the context of legitimate marriage are these values proper to sexuality adequately respected and achieved.

If we now consider homosexual activity in the light of these objective criteria and in comparison to the heterosexual marital relationship, its intrinsic contradiction to the above-mentioned meanings is obvious. First, homosexual behaviour lacks that unitive meaning in which "an authentic gift of self" can take place. In fact, only in the conjugal sexual relationship between a man and woman does their reciprocal complementarity, based on their sexual difference, allow them to become the "one flesh" of a communion of persons who together constitute one and the same procreating principle. The gift of self and the acceptance of the other are real, because they are based on the recognition of otherness and on the totality of the act which expresses them. The gift of the body is a real sign of self-giving at the level of the persons. The meeting of one person with another is expressed with respect for the symbolism of the sexed body. It therefore takes place as a true gift of self and as true acceptance of the other, and includes body and soul in a single and intentionally totalizing act.

In the homosexual act, on the other hand, that true reciprocity which makes the gift of self and the acceptance of the other possible cannot take place. By lacking complementarity, each one of the partners remains locked in himself and experiences his contact with the other's body merely as an opportunity for selfish enjoyment. At the same time, homosexual activity also involves the illusion of a false intimacy that is obsessively sought and constantly lacking. The other is not really "other"; he is like the self: in reality, he is only the mirror of the self, which confirms it in its own solitude, exactly when the encounter is sought, This pathological "narcissism" has been identified in the homosexual personality by the studies of many psychologists (L. Ovesey, O. F. Kernberg). Hence great instability and promiscuity prevail in the most widespread model of homosexual life, which is why the view advanced by some of encouraging "stable" and institutionalized unions seems completely unrealistic (J. F. Harvey).

Secondly, it is obvious that the homosexual act also lacks openness to the procreative meaning of human sexuality. In the sexual relationship of husband and wife, their bodily act of mutual self-giving and acceptance is ordered to a further good which transcends both of them: the good of that new life which can be born from their union and to which they are called to dedicate themselves. It is the logic of love itself, which requires this further dimension and transcendence without which the sexual act risks turning in on itself, by concentrating on the search for pleasure alone and literally sterilizing itself.

Through its openness to procreation, the intimate act of the spouses becomes part of time and history, and is woven into the fabric of society. The homosexual act, on the contrary, has no roots in the past and does not extend to any future; it is not grafted onto the community or the succession of generations. It remains locked in an "aesthetic pointillism" (A. Chapelle), in an unreal moment, outside time and social responsibility. To speak of the "spiritual fruitfulness" of homosexuality is unduly to ascribe the positive aspect, which is always involved in true friendship and of which homosexual persons are also capable, to homosexual practices that are also psychologically marked by a frustrating sterility. In fact, psychologists with broad clinical experience state that when an authentic personal friendship forms between male homosexuals, it frequently happens that they are unable to continue having sexual relations (J. Keefe).

Subjective influences

2. Psychological research into homosexuality has led to connecting behaviour in the sexual-genital sphere with deeper impulses linked to the person's psychological and sexual identity. This is of great importance in interpreting the phenomenon and identifying the degree of freedom and hence the subject's moral responsibility. In addition to episodic and occasional homosexuality in which the person's freedom to choose his behaviour is virtually complete, there are other typologies that show a homosexual orientation symptomatic of a more generalized or even compulsive identity problem (J. Keefe). At the root of these inclinations there seem to be gaps in the process of psychosexual identification rather than biological conditioning (E. R. Moberly, G. Van den Aardweg), which lead to the search for an (inadequate) response in the homosexual relationship to a real difficulty resulting from the absence of an identifying relationship with a parental figure of the same sex. Experience and therapeutic programmes demonstrate the possibility in many cases of recovering a basic heterosexual identity or at any rate the capacity for self-control of erotic homosexual inclinations (J. F. Harvey).

Therefore it is important when making a moral evaluation to draw from these psychological studies the distinction between the homosexual condition or inclination and homosexual acts, a distinction which has also been recognized by two documents of the Congregation for the Doctrine of the Faith: Persona humana of 29 December 1975 (n. 8) and Homosexualitatis problema of 1 October 1986 (n. 3). If homosexual acts must be described as intrinsically disordered because they lack an essential and indispensable goal, in so far as the homosexual orientation is not the result of morally negative choices it cannot be defined as a sin for which persons are to be held responsible.

How then should one judge the homosexual condition or homosexual tendency which inclines the person to erotic relations with persons of the same sex? Even while it forcefully denies that this condition can be called a sin, the Letter Homosexualitatis problema describes it as "intrinsically disordered" (n. 3). This definition caused controversy and the Church was accused of unjustly discriminating against homosexuals.

It is actually not a question of making a moral accusation against these individuals, but rather of recognizing that a homosexual orientation, to the extent that it represents a more or less strong inclination to intrinsically evil behaviour from the moral viewpoint, cannot be simplistically described as neutral or good. In fact, from this erroneous reasoning some people then drew the conclusion that for homosexuals whose orientation is truly irreversible, the sexual acts they perform in relationships dictated by love would even be morally acceptable.

It seems to me that a hermeneutical key to understanding the meaning of the assertion about the intrinsic disorder of the homosexual condition can be found in the Council of Trent's definition of concupiscence (Decretum de peccato originali, n. 5: DS 1515): this is not sin in the true and proper sense and is called sin by the Apostle Paul only in-as-much as "ex peccato est et ad peccatum inclinat". As happens in the case of so many other negative conditions (e.g. selfishness, the desire for power, greed, kleptomania, sadism, pyromania, etc.), human freedom can be preceded by disordered inclinations which assume a different form and force in different people. These are not sins in themselves. But they stem from sin: at least, from original sin, if not necessarily from personal sins. Above all, these inclinations tend to lead to sin.

But they stem from sin: at least, from original sin, if not necessarily from personal sins. Above all, these inclinations tend to lead to sin.

In the light of faith, this challenge of a negative influence on freedom should be seen as a sharing in suffering and a test, in solidarity with humanity fallen in Adam. But it can become, in communion Christ's victorious Cross and one's own ascetical struggle, an opportunity for holiness, merit and active co-operation in Redemption.

Awareness of the complexity of the conditioning involved in the homosexual tendency requires great caution in evaluating personal responsibility for homosexual acts. Nevertheless, no matter how great the difficulties may be, it would be a serious lack of respect and consideration for their dignity to deny homosexual persons their basic freedom (Homosexualitatis problema, n. 11). Veritatis splendor has recalled that "together with the commandments, the Lord gives us the possibility of keeping them" and that "keeping God's law in particular situations can be difficult, extremely difficult, but it is never impossible" (n. 102). It will be the task of the Church's attentive pastoral care to offer those of her children who experience such a situation the specific care they need and deserve in the conviction that "only what is true can ultimately be pastoral" (Homosexualitatis problema, nn. 1,15).

The "gay" culture

3. A very different aspect of the question is presented by the so-called "gay" culture. Today this term is highly politicized and does not simply mean a homosexually oriented person but one who publicly adopts a homosexual "lifestyle" and is committed to having it accepted by society as fully legitimate. Justifiable opposition to offences and discrimination, which violate a person's basic rights, cannot be confused with this demand. In fact a systematic plan for the public justification and glorification of homosexuality is taking shape, starting with the attempt to make it fully accepted in the mind of society. It aims, through increasing pressure, at a change in legislation so that homosexual unions may enjoy the same rights as marriage, including that of adoption.

It respect for every person is promoted in society even when he may privately behave according to questionable moral criteria, and if civil law is not required to impose moral values in the sphere of private life, nevertheless the State cannot fail to recognize the promotion and defence of families founded on monogamous heterosexual marriage as an essential part of the common good. A State which relinquished its primary raison d'etre would ultimately deprive itself of that healthy social fabric, generously open to life and to the proper education of the new generations, which makes possible not only a harmonious society but the very continuation of human civilization.

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Taken from:
L'Osservatore Romano
Weekly Edition in English
11 June 1997, p.7

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Caritas und Homosexualität – passt das zusammen?


Caritas – das ist mehr als nur eine Organisation der Katholischen Kirche. Es ist eine ihrer Säulen, ein Ausdruck ihres innersten Wesens. Als solche kann man sich schwer vorstellen, wie das Thema Homosexualität hier überhaupt hinein passt.


Zuerst eine Begriffsdefinition: „Homosexualität“, das sind lang andauernde, im Vergleich zu heterosexuellen Empfindungen überwiegende sexuelle und emotionale Anziehungen zum gleichen Geschlecht. Nachdem das klar gestellt ist, ein weiterer Gesichtspunkt: „Homosexualität“ gibt es eigentlich nicht. Die Wortschöpfung selbst ist relativ jung. Als ein Mann, der selbst viele Jahre in der schwulen Szene gelebt hat und seit 2004 über die christliche Organisation „Homosexuals Anonymous“ (www.homosexuals-anonymous.com) den Weg in die Freiheit gefunden hat, kann ich mich deren Definition nur aus vollem Herzen anschließen: Es gibt Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer! – gleichgeschlechtlich empfinden. Das macht sie aber noch lange nicht zu „Homosexuellen“ (als ob die Sexualität einen Menschen definiert und ihm einen Stempel aufdrücken kann!), sondern zu „Heterosexuellen“ (selbst diese Wortschöpfung ist noch neu) mit gleichgeschlechtlichen Neigungen. Der Unterschied ist und war für mich gewaltig: ich sehe mich nicht mehr länger als einen „Schwulen“ (ein grauenhaftes Wort!) oder „Homosexuellen“ (klingt auch nicht besser!) an, sondern als ganz normalen Mann. Ja, ich habe noch gleichgeschlechtliche Neigungen (wenn auch weitaus weniger häufig und intensiv), trage diese aber nicht wie einen Sticker auf meiner Weste und lasse sie auch nicht mein Leben bestimmen. Ich bin einfach nur ein katholischer Mann.


Als solcher arbeite ich seit 1993 (nach zwei Jahren in einer katholischen Pfarrei) im Caritasverband der Erzdiözese München und Freising. Es macht mir Spaß, dort zu arbeiten und ich fühle mich auch von meinen Kolleginnen und Kollegen angenommen und wertgeschätzt.

Wie aber wird mit diesem Thema im Caritasverband, dem wohl größten privaten Arbeitgeber hier in Deutschland, umgegangen? Was läuft gut, was eher schief und was könnte man wie verbessern?

Manche kirchliche Stellen wählen den Weg des „Dialogs“ mit schwulen und lesbischen Gruppierungen – frei nach dem Motto: Alle sind von uns angenommen, wir sind tolerant und die Kirche ist für jeden offen – egal welcher sexuellen Orientierung.
Hört sich doch gut an, oder?

Nicht aus katholischer Sicht. Selbstverständlich müssen die Dienste des Caritasverbandes für alle offenstehen – ohne wenn und aber. Das heißt aber nicht, dass wir dafür unseren Glauben opfern oder verstecken müssen. „Toleranz“ bedeutet nicht, du glaubst dies (was meinem Glauben völlig widerspricht) und ich glaube das – und wir lassen das so stehen, bewerten es nicht, halten Hände und singen Kumbaya. Toleranz bedeutet zwar, dass ich fremde Überzeugungen gewähren lasse, das heißt aber keineswegs, dass ich dazu nicht meine Meinung sagen oder diese kritisieren darf. „Toleranz“ ist nicht dasselbe wie „Akzeptanz“. Natürlich sind in der Kirche alle willkommen, das heißt aber nicht, dass alle Glieder der Kirche tun und lassen können, was sie wollen und trotzdem Katholikinnen und Katholiken sind. Was für eine Kirche wäre dies! Was Eucharistiefeiern für offen schwul lebende Katholiken betrifft, so sind diese schlichtweg ein Bruch des Kirchenrechts und eine grobe Missachtung der Eucharistie.

Zurück zur Caritas: Was also, wenn eine Kind in der Kita zwei „Mütter“ oder zwei „Väter“ hat? Sollen wir grundsätzlich Bilderbücher für Kinder verfassen, in denen Elternteile desselben Geschlechts abgebildet sind, damit sie sich wiederfinden? Geschlechterneutrale Anmeldeformulare verfassen? Dies sind ebenso hilflose wie schädliche Reaktionen auf ein Thema, mit dem mensch nicht umzugehen weiß.

Wir helfen damit weder den betroffenen Kindern noch deren „Eltern“. Was also tun? Nun, zunächst einmal sind die „Eltern“ solcher Kinder mit demselben Respekt zu behandeln, wie wir alle anderen Menschen behandeln müssen – aber auch nicht mehr. Selbst wenn das manche Schwule und Lesben glauben, so haben sie doch keine Sonderrechte und niemand ist gezwungen, gut zu heißen, was sie tun und wie sie leben. Auch sind die Kinder genauso liebevoll wie alle anderen zu behandeln und vor jeglicher Verletzung zu beschützen. Ansonsten aber müssen wir unserem Glauben treu bleiben, auch wenn andere daran Anstoß nehmen (vor 2.000 Jahren haben auch viele Menschen Anstoß an Jesus genommen, was Ihn aber nicht dazu verleitet hat, auch nur ein Wort Seiner Botschaft zu „relativieren“ oder weg zu lassen, damit andere sich besser fühlen. Auch wenn man Ihn dafür ans Kreuz geschlagen hat). Wir sind nicht verantwortlich für das, was andere denken. Unsere Bücher und sonstigen Schriftstücke haben zu jeder Zeit unseren Glauben in unzweifelhafter und klarer (im Kita-Bereich natürlich auch kindgerechter) Art und Weise zum Ausdruck zu bringen. Würden wir das nicht tun, nur um ja keinen Ärger zu bekommen, würden wir unseren Glauben verleugnen und es gäbe auch keinerlei Grund mehr für unsere Existenz. Dann könnten – und müssten! – wir als christliche Einrichtung schließen. Weltliche Kitas gibt es genug. Das Thema gleichgeschlechtliche Neigungen kann im Bedarfsfall in katholischen Kitas sehr wohl kindgerecht und vor allem treu unserem Glauben behandelt werden. Wer das nicht wünscht, muss seine Kinder nicht in eine katholische Kita geben.

Wie also mit dem Thema allgemein in der Caritas umgehen?

Ich will mich hier auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritasverbandes beschränken, die gleichgeschlechtlich empfinden.

Bisher scheint man nach dem ehemals in der US-amerikanischen Armee praktizierten Grundsatz „Don’t ask – don’t tell“ zu verfahren: frage nicht danach und erwähne es auch deinerseits nicht, wenn du so fühlst. Solange man damit nicht an die Öffentlichkeit geht oder gar eine eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaft eingeht, ist alles gut. Selbst wenn man es hier und da vermutet oder weiß, dass der Kollege mit einem Mann zusammen lebt, wird nicht darüber gesprochen. „Ist ja seine Sache“. „Leben und leben lassen“. „Was ist schon dabei?“ „Die Kirche muss den mittelalterlichen Ballast los werden und mit ihm die verstaubte, „menschenverachtende“ Sexualmoral“.

Solche oder ähnliche Einstellungen dürften wohl unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern überwiegen. Offiziell existiert das Thema eigentlich gar nicht. „Wir sind ja schließlich hier zum Arbeiten! Wen interessiert schon, was die Leute im Bett machen?“
Das würde zutreffen, wenn wir eine weltliche Organisation wären, keinesfalls aber in unserer Eigenschaft als Arm der Katholischen Kirche.

Ich will an dieser Stelle nicht über mögliche Ursachen von gleichgeschlechtlichen Neigungen, ihre „Normalität“, ihre theologische oder politische Bewertung und mögliche Unterstützung für Menschen mit einer derartigen Orientierung eingehen. Hierfür verweise ich auf die christliche Ex-Gay Einrichtung Jason (http://jason-online.webs.com).

Auch möchte ich es nicht bei einer Kritik der bisherigen Umgangsweise mit diesem Thema oder diesen Menschen belassen, sondern als ergebnisorientierter Mensch konkrete Verbesserungsvorschläge machen, die da wären:

- Jeder Diözesan-Caritasverband sollte Möglichkeiten der Unterstützung für gleichgeschlechtlich empfindende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einrichten. Diese wären z.B.: Gesprächsgruppen, Bibelgruppen, Seminare, Exerzitien etc.
- Wir sind, was wir tun. Der Caritasverband sollte verstärkt darauf achten, dass seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch ihr eigenes Lebenszeugnis von Christi Liebe künden – nicht nur die mit gleichgeschlechtlichen Neigungen. Als Konsequenz für ein Verhalten, das grob den Glaubensgrundsätzen der Katholischen Kirche widerspricht, sollte nicht primär die fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses stehen, sondern das Gespräch mit den Betroffenen und die Ausarbeitung von Möglichkeiten der Unterstützung. Eine Kündigung ist immer erst der letzte Schritt, wenn alles andere versagt.
- Auch nach außen hin sollte der Caritasverband klar zu aktuellen und grundsätzlichen Themen Stellung nehmen – in Übereinstimmung mit der katholischen Lehre, wie sie im Katechismus der Katholischen Kirche sowie der Bibel niedergeschrieben ist.
- Vor allem aber sollte der Caritasverband das Gespräch und die Zusammenarbeit mit Organisationen wie Jason, Wüstenstrom usw. suchen!
- Gruppen von gleichgeschlechtlich empfindenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Caritasverbandes können und sollen auch aktiv und offen in die Öffentlichkeit gehen und so Zeugnis davon ablegen, dass mensch sehr wohl ein erfülltes Leben und eine besondere Berufung in der Katholischen Kirche finden kann, ohne als „Schwuler“ oder als „Lesbe“ in der Szene zu leben oder mit einem gleichgeschlechtlichen Partner zusammen zu sein.
- Diese Gruppen können dann auch beratend in anderen Organisationen sowie in der Katholischen Kirche selbst tätig sein. Sie sollten im Übrigen immer die seelsorgerliche Unterstützung und geistliche Begleitung eines geschulten Priesters erfahren.

„Denkt daran: Für Menschen, die Unrecht tun, ist kein Platz in Gottes neuer Welt! Täuscht euch nicht: Menschen, die Unzucht treiben oder Götzen anbeten, die die Ehe brechen oder als Männer mit Knaben oder ihresgleichen verkehren, Diebe, Wucherer, Trinker, Verleumder und Räuber werden nicht in Gottes neue Welt kommen. Manche von euch gehörten früher dazu. Aber ihr seid reingewaschen und Gott hat euch zu seinem heiligen Volk gemacht, zu Menschen, die vor seinem Urteil als gerecht bestehen können. Das ist geschehen, als ihr Jesus Christus, dem Herrn, übereignet worden seid und den Geist unseres Gottes empfangen habt.“
(1 Kor 6,9-11 Gute Nachricht Bibel)

München, 27.02.2015


Robert Gollwitzer

EXCLUSIVE TELL-ALL INTERVIEW—NYC Gay Priest Embezzlement Scandal

Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren?


Immer wieder wird auch von gläubigen Christen die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren befürwortet. Was ist schon dabei? Ist Segnung nicht etwas Gutes?

Ist sie, eben deshalb ist das ein grober Missbrauch von kirchlichen Riten.


„Segen (althochdeutsch segan, auch segon, segin, segen, entlehnt aus lateinisch signum 'Zeichen, Abzeichen, Kennzeichen', ab dem späten 2. Jahrhundert auch Kreuzzeichen) bezeichnet in Religionen ein Gebet oder einen Ritus, wodurch Personen oder Sachen Anteil an göttlicher Kraft oder Gnade bekommen sollen. Der christliche Begriff Segen entspricht dem lateinischen Wort benedictio, abgeleitet von benedicere aus bene „gut“ und dicere „sagen“ (also eigentlich von jemandem gut sprechen, jemand loben, preisen). Durch das Latein der Kirche bedeutet benedicere ab dem 3. Jahrhundert auch „segnen, benedeien, den Segen ausprechen über usw.“

Ziel des Segens ist die Förderung von Glück und Gedeihen oder die Zusicherung von Schutz und Bewahrung. Der Segen erfolgt mit Worten und Gebärden (z. B. Handauflegung, Segensgestus, Ausbreiten der Hände, Kreuzzeichen, Salbung), die die wohltätige Zuwendung eines Gottes zu der gesegneten Person oder der gesegneten Sache symbolisieren (siehe Segenszeichen).“ (Wikipedia)


Wie kann etwas Anteil an göttlicher Kraft oder Gnade bekommen, das durch seine bloße Existenz oder den Vollzug von etwas dem innersten Wesen des christlichen Glaubens widerspricht?

Eine lebenslange und monogame Ehe zwischen Mann und Frau ist ein Bund, bei dem sich der Mann in lebensspendender Art und Weise der Frau hingibt (im Gegensatz zum zivilrechtlichen Vertrag, bei dem Eigentum oder Rechte ausgetauscht werden). In ähnlicher Art und Weise hat sich Jesus Seiner Braut, der Kirche hingegeben. Mann und Frau werden eins – so sehr eins, dass man diesem „eins“ neun Monate später einen Namen geben muss (sozusagen ein Abbild der Dreifaltigkeit). Sinn und Zweck der Ehe ist sowohl das Wohl der Ehegatten als auch die Zeugung von Nachwuchs (also keineswegs nur die Nachkommenschaft allein, wie fälschlicherweise oft angeführt wird. Die Bibel selbst betont den Wert und die Freude an Sexualität, so wie Gott sie versteht!). Nichts anderes als die Ehe zwischen Mann und Frau kommt dem gleich. Etwas, das dem in grober Weise widerspricht, kann auch nicht unter göttlichen Schutz und göttlicher Gnade gestellt werden. Wenn alleine ein diffuses und unbestimmtes Gefühl (zur Erinnerung: Gefühle kommen und gehen; Liebe ist mehr als nur ein Gefühl!) ausreicht, um unter den besonderen Schutz Gottes gestellt zu werden, so erhält man absurde Ergebnisse, wenn man diese Logik weiter verfolgt. Was oder wen kann man nicht alles „lieben“!


Diese traditionelle christliche Ehe ist auch nicht das Produkt einer bestimmten Kultur oder nur zum Lebenserhalt der damaligen Menschen bestimmt. Sie wurde in unterschiedlichsten biblischen Büchern zu unterschiedlichsten Zeiten und Kulturen als wichtig erachtet – und letztlich von Jesus selbst bekräftigt, der eindeutig auf den Standard von Genesis verwies. Ihm kann man wohl kaum unterstellen, er hätte keine Ahnung von „Liebe“ gehabt, so wie wir sie kennen – oder dies nur für eine bestimmte Zeit gesagt. Nichts davon lässt sich aus der Bibel und Kirchengeschichte belegen.


Wenn man das Ganze nun in wohlklingende christliche Phrasen kleidet, sagt man eigentlich mehr über sich selbst aus, als über das, was man dadurch begründen möchte. 


Wenn zwei (oder mehr?) Menschen ein wie auch immer geartetes Gefühl der „Liebe“ haben, so ist es, was es ist: ein Gefühl. Das alleine macht nichts, aber auch gar nichts moralisch gut oder richtig und erst recht nicht akzeptabel aus christlicher Sicht. Wenn alles, was Menschen „lieben“ können, an sich schon eine kirchliche Segnung bekommen dürfte, würde das zu untragbaren Folgerungen führen, wenn diese Argumentation auf andere Konstellationen des Zusammenlebens ausgeweitet wird. Wenn sie denn so „tiefgläubig“ sind, wie oft angeführt wird, sollten sie auch den Geboten der Bibel und der Kirche folgen. Diese wurden schließlich zum Schutz des eigenen Seelenheils erlassen – und nicht, weil uns jemand gerne herum kommandiert.


Wenn „tiefgläubig“ jedoch nur ein abstrakter Ausdruck des intellektuellen Glaubens an Gott ist, so sagt uns die Bibel selbst, dass selbst die Dämonen glauben. Wenn der Glaube sich nicht in Werken zeigt, ist er sinn- und wertlos.


Auf Basis all dessen ist es also grundfalsch, zu behaupten, gleichgeschlechtliche Paare würden „bereits in und mit dem Segen Gottes leben“, alleine weil sie sich „lieben“ und „tiefgläubig“ sind.

Da hilft es dann auch nicht, wenn derartige Irrlehren von „Theologen“ verbreitet werden. Eine irrige Überzeugung ist und bleibt falsch – egal, wie viele Titel der Autor der Irrlehre anführt.

Die Kirche ist keine Demokratie, bei der über Glaubensüberzeugungen abgestimmt wird – und darf dies auch niemals sein. Wohin eine manchmal geforderte „Reformation“ führt, sieht man ja momentan anhand der Evangelischen Kirche. Diese ist spirituell gesehen im freien Fall. Dafür hätte man wirklich keine „Reformation“ gebraucht.


Man hilft Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen nicht, wenn man ihre Verbindungen segnet. Wer Liebe an den falschen Orten und bei den falschen Menschen sucht, sollte auch nicht noch den Stempel der Kirche bekommen, sondern stattdessen eine unterstützende Seelsorge (wie sie etwa seit langem von der Einrichtung Jason http://jason-online.webs.com angeboten und stur von vielen Kirchen und Gemeinden ignoriert wird – teils auf Basis von Vorurteilen, teils aus reiner Unkenntnis).


Leider ist die Kirche teils zu einem „Wohlfühl-Christentum“ verkommen, wo die subjektive Wellness des Einzelnen und nicht das Große Gebot und der Missionsauftrag Jesu im Mittelpunkt steht. Für Wellness mit einem spirituellen Touch braucht aber niemand die christliche Kirche, weshalb sie drauf und dran ist, in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Wenn die Kirche versucht, wie die Welt zu sein, gibt es keinen Grund mehr für ihre Existenz.


Ich finde es peinlich, wenn sogar Priester aberwitzige pseudo-wissenschaftliche Begründungen für ihre Thesen anführen – etwa, dass es „Homosexualität“ ja auch im Tierreich gebe. Es gibt auch Spinnenarten, die nach der Begattung ihre männlichen Partner töten. Ist das alleine deshalb schon richtig, weil es im Tierreich vorkommt und deshalb auch für die moralische Bewertung menschlichen Handels gelten soll? Mit Verlaub, das ist armselig.


„Gott ist Liebe“ - mit diesem Grundsatz wird alles gerechtfertigt, was sich irgendwie Liebe nennt. Was aber wahre Liebe im christlichen Sinne ist, hat uns Jesus selbst vorgelebt. Dies mit gleichgeschlechtlichen (und möglicherweise auch anderen?) Verbindungen zu vergleichen, ist Theologie für Arme.


Wer die Bibel her nimmt, um seine eigenen Überzeugungen zu billigen, missbraucht diese und schafft sich seinen eigenen Glauben – und Gott. Das ist Götzendienst in Reinform.


Die traditionelle christliche Ehe wird im besten Theologen-Deutsch als „Engführung“ bezeichnet – was den Zustand (besonders der deutschen!) Theologie widerspiegelt, über die zu Recht das christliche Ausland verständnislos den Kopf schüttelt.


Wenn dann sogar Priester fordern, die Kirche solle gleichgeschlechtliche Paare segnen, damit diese ihre Verbindung „mit Gottes Liebe recht leben können“, so frage ich mich ernsthaft, wo diese Männer Theologie studiert haben und wer ihnen eine Gemeinde zur Leitung übertragen hat.


Wie es so schön heißt: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint – und darunter dürfte Vieles dieser Schwulen-freundlichen „Theologie“ fallen.


Wir leben in einer Zeit, in der ein Großteil derer, die eigentlich die Kirche leiten sollen, versagen und die Menschen in die Irre führen.


Dies ist aber kein Grund zur Verzweiflung. Christen haben etwas, was vielen anderen fehlt: Hoffnung. In solchen Zeiten ruft Gott auch und gerade einfache Menschen, aufzustehen und für Ihn und Seine Kirche einzutreten. Nichts anderes waren die Apostel – einfache Menschen, die dem Ruf Jesu gefolgt waren.


München den 12.06.2015


Robert Gollwitzer


Jason International

http://jason-online.webs.com

"Only Jesus Can Make Me Whole"

What is the most important thing church leaders can do to help people in their congregations who struggle with same-sex attraction? Jackie Hill Perry shares what helped her out the most and the powerful lesson she learned: “I'm able to craw to Jesus and know that only he can make me whole.”

Posted by The Gospel Coalition on Freitag, 28. August 2015

http://www.mercatornet.com/articles/view/godfather-of-gay-rights/17280

Posted by Pure Passion on Freitag, 4. Dezember 2015

This is by far the most widely read and shared article I've ever written. As you might guess, it can be extremely...

Posted by Matt Moore on Donnerstag, 24. März 2016

Muss die Katholische Kirche die Schöpfungsordnung anders sehen?


Derartiges wird momentan mehr oder weniger offen gefordert.


Da werden wohl klingende Sprüche angeführt, die da etwa lauten: „Homosexualität wird in unserer Gesellschaft immer noch tabuisiert“, „Für viele ist Homosexualität etwas Fremdes“, „Manche fürchten sich davor, sich über eigene gleichgeschlechtliche Gefühle im Klaren zu werden“, „Will man Homosexuelle ansprechen, muss man die kirchliche Sexualmoral erweitern“, „Nur Betrunkene halten sich an der Laterne fest“ (siehe auch http://de.radiovaticana.va/news/2015/06/29/interview_mit_wunibald_m%C3%Bcller/1154747).


Da ist von einer Entwicklung der kirchlichen Lehre die Rede, es heißt „Gott ist die Liebe“, die Kirche müsse „die Spannung, die sich daraus ergibt, aushalten“, es wird die alte Leier angeführt, dass es zu biblischen Zeiten das heutige Verständnis von Homosexualität noch gar nicht gab und letztlich wird auf die Humanwissenschaften verwiesen sowie auf das, was homosexuelle Menschen von sich selbst berichten. Schließlich könnten auch Schwule „treue und fürsorgliche“ Bindungen eingehen.


Wie immer bei solchen „Argumenten“ wird eine durch nichts belegte Prozentzahl gleichgeschlechtlich empfindender Würdenträger in der Katholischen Kirche angeführt.


Solche öffentlichen Äußerungen von Menschen zu hören, die sich selbst als „Theologen“ und „Psychologen“ bezeichnen, sagt eigentlich mehr über die Autoren aus als über die, die sie damit ansprechen.


Man kann wohl kaum behaupten, „Homosexualität“ werde in unserer Gesellschaft tabuisiert. Ganz im Gegenteil: Bereits Kinder bekommen davon zu hören, ob es den Eltern nun passt oder nicht. Für die kirchliche Lehre ist dies im Übrigen auch völlig belanglos.


„Psychologisch“ klingende Sprüche wie einen Hinweis auf die „Homosexualität als etwas Fremdes“   sollen wohl die eigenen unhaltbaren Thesen untermauern, mit kirchlicher Lehre haben sie aber schon gar nichts zu tun.


Beinahe billig klingt der Versuch, mit vermuteten eigenen gleichgeschlechtlichen Neigungen von kirchlichen Amts-und Würdenträgern irgendetwas zu konstruieren. Das ist weder eine qualifizierte Psychologie oder Theologie, das ist einfach nur peinlich und armselig.


„Spannungen“ muss die Kirche nur insofern „aushalten“, dass es in ihren eigenen Reihen viele Theologinnen und Theologen gibt, die alles und allem zu glauben scheinen, nur nicht das, was die Kirche lehrt.


So, Schwule können „treue und fürsorgliche“ Bindungen eingehen? Und wenn schon? Würde man das als moralischen Wert an sich gelten lassen, würde man zu absurden Ergebnissen kommen. Man denke diesen Gedanken nur einmal logisch weiter: Wer oder was könnte da nicht alles eine „treue und fürsorgliche“ Bindung eingehen und auf den Segen der Kirche hoffen? Das ist nicht nur eine armselige Theologie, das ist gar keine Theologie mehr.


Wenn eine Kirche, die den Auftrag hat, als Hirte ihre Schäfchen sicher auf dem rechten Weg zu führen, ihre eigene Moral „erweitert“, um vom Weg abgekommene Gläubige „anzusprechen“, so hat sie jegliche Existenzberechtigung verloren.


Dogmen und kirchliche Lehren leuchten tatsächlich den Weg – und nur Betrunkene gehen einen anderen.


30.06.2015


Robert Gollwitzer

www.homosexuals-anonymous.com

http://jason-online.webs.com

http://www.northridgerochester.com/messages/the-church-and-homosexuality/rethinking-our-responses/If you've ever read any of Matt Moore's articles, you'll enjoy his testimony at the beginning of this video.

Posted by Pure Passion on Sonntag, 5. Juli 2015

„Queer-Gottesdienste“


Seit geraumer Zeit gibt es in München – und in ähnlicher Form wohl auch anderswo - katholische „Queer-Gottesdienste“, also Gottesdienste für „Homosexuelle“. Kirchenrechtliche Anzeigen hierzu verlaufen im Sand.

Mal ganz abgesehen davon, dass es absurd ist, Messen für Menschen einer besonderen sexuellen Orientierung zu feiern (gibt es auch „Hetero-Gottesdienste“ oder „Bi-Gottesdienste“?), ist das ein klarer Bruch des Kirchenrechts – egal, wie sehr man das hinter verschlossener Tür bestreitet und schön redet.

Da wird etwa davon gesprochen, dass niemand von der Seelsorge ausgeschlossen darf – wohl wissend, dass Seelsorge und die Feier der Heiligen Messe inklusiv des Empfangs der Heiligen Kommunion – etwas völlig anderes sind. Seelsorge kann ich jedem anbieten; die Heilige Kommunion darf nur unter bestimmten Bedingungen empfangen werden.


Man dürfe getaufte Christen nicht aufgrund ihrer sexuellen Orientierung vom Heilsdienst der Kirche ausschließen, heißt es weiter. Hierzu gilt dasselbe wie oben. Der Heilsdienst der Kirche beinhaltet im übrigen auch, die „Schafsherde“ der Gläubigen auf dem richtigen Weg zu führen und bei Bedarf korrigierend, unterstützend, aber auch ermahnend einzugreifen. Ein Heilsdienst, der kritiklos jeden tun und lassen lässt, wonach ihm/ihr ist, ist kein Heilsdienst, sondern ein Unheilsdienst.


Weiterhin führt man kirchlicherseits an, bei diesen „Queer-Gottesdiensten“ würde niemand ausgeschlossen, der daran teilnehmen möchte. Das mag für die Feier des Wortgottesdienstes gelten, niemals aber für die Feier der Eucharistie. Hier ist es sogar die Pflicht des Priesters, unter bestimmten Umständen Menschen den Empfang der Heiligen Kommunion zu verweigern.


Hiervon versucht man sich herauszuwinden, indem man behauptet, man hätte ja gar nicht wissen können, wer zur Zielgruppe gehört und wer nicht. Dies ist bestenfalls naiv, schlimmstenfalls vorsätzlich und verantwortungslos.


Wer für seinen Gottesdienst eine Wort aus der schwulen Szene verwendet („Queer“), nimmt auf jeden Fall billigend in Kauf, das Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen daran teilnehmen, die diese auch ausleben. Umso mehr, als es immer wieder Hinweise aus der Bevölkerung hierzu gab. In einem solchen Fall ist es die Pflicht des Priesters – letztlich auch des Ordinariats und des Bischofs, genauer hinzusehen und auf jeden Fall einen falschen Eindruck (Gutheißen eines schwulen Lebens-Stils oder gelebter „Homosexualität“ an sich) oder missbräuchliche Kommunion-Empfänge zu vermeiden. Von Seiten der christlichen Ex-Gay Einrichtung Jason (http://jason-online.webs.com) wurde immer wieder das Angebot gemacht, hier unterstützend und beratend tätig zu werden. Bis zum heutigen Tag wurde dies ignoriert.


Es sollte auch genau darauf geachtet werden, wer denn solche Gottesdienste vorbereitet. Nochmals: Gruppen wie Jason wurden nie dazu eingeladen.


Alles in allem kann nur festgestellt werden, dass hier wirkliche Seelsorge sträflich vernachlässigt und die Missachtung der Heiligen Eucharistie zumindest billigend in Kauf genommen wird.


Ein Trauerspiel, dass im übrigen den Zustand der Katholischen Kirche in Deutschland – besonders zu diesem Thema – widerspiegelt.


München, 11.06.2015


Robert Gollwitzer

Open letter to Cardinal Karl Marx of the Archdiocese Munich and Freising, Germany and also head of the German bishops and advisor to Pope Francis on his latest statements in the magazine America (http://americamagazine.org/issue/cardinal-marx-francis-synod-women-church-and-gay-relationships)



Offener Brief an Seine Eminenz Kardinal Reinhard Marx


Eure Eminenz,


mit Befremden haben wir auf der katholischen Plattform katholisch.de Ihre jüngsten Aussagen zur Kenntnis genommen.


Unter anderem heißt es dort:


„Natürlich habe eine homosexuelle Beziehung für die Kirche nicht denselben Stellenwert wie eine Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau, die auf Nachkommenschaft abziele, betonte Marx. "Aber wenn sie im Glauben leben, wenn sie sich für die Armen einsetzen, wenn sie arbeiten, dann ist es unmöglich zu sagen: Alles was du tust, ist negativ, weil du homosexuell bist." Lebenslange Treue etwa habe für die Kirche einen sehr hohen Stellenwert.“


Sie sprechen hier vom hohen Stellenwert einer „lebenslangen Treue“. Diese kann aber nie losgelöst von einer christlichen Ehe zwischen Mann und Frau gesehen werden. Würde man Treue als isolierten moralischen Wert gutheißen, würde dies zu absurden Ergebnissen führen (man stelle sich nur einmal vor, was dann alles als moralisch wertvoll zu betrachten wäre, solange beide Seiten nur „treu“ sind). Mit Verlaub, Eure Eminenz, dies ist theologisch sowie aus einer Perspektive der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes schlichtweg Unsinn.


Weitere Zitate Ihrerseits:


„Man kann eine Person nicht nur von einer einzigen Perspektive aus betrachten, seiner sexuellen Ausrichtung.“


„Es sei Aufgabe der Kirche, Paaren zu helfen, in der sakramentalen Ehe eine Erfüllung zu sehen und zu finden.“


Sie schneiden hier Punkte an, deren Tragweite Sie sich offenbar gar nicht bewusst sind. Natürlich kann man Menschen nicht nur auf ihre sexuelle Orientierung reduzieren. Sie helfen aber Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen und den Gläubigen insgesamt nicht, indem Sie die kirchliche Lehre bis zur Unkenntlichkeit verwässern oder ihnen eine Art „Hintertürchen“ öffnen, das eine gleichgeschlechtliche Verbindung zwar nicht der sakramentalen Ehezwischen Mann und Frau gleichstellt, aber irgendwie doch gut heißt. Eine Art „Ehe light“ oder „Ehe zweiter Klasse“. Sie helfen ihnen auch nicht, indem Sie es zulassen, dass „Queer-Gottesdienste“ inklusiv einer Eucharistiefeier auch für offen schwul lebende Menschen (nicht umsonst wurde wohl das Szene-Wort „Queer“ verwendet!) zelebriert werden. Dies stellt einen Bruch des katholischen Kirchenrechts und eine Missachtung der Eucharistie dar.


Sie sprechen davon, dass Menschen in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung auch gute Taten vollbringen und arbeiten. Deshalb könne man nicht alles für schlecht halten, weil diese Menschen „homosexuell“ seien. Mit allem Respekt, Eure Eminenz, aber das ist eine Theologie für Arme. Wenn ein Mensch eine gute Tat vollbringt, dann ist er/sie in diesem Moment bestenfalls ein barmherziger Mensch. Das macht ihn/sie aber noch lange nicht zu einem/einer Christ/in. Ebenso wenig kann man mit guten Werken andere Seiten dieses Menschen „aufwiegen“ – sei es nun moralisch oder theologisch/spirituell.


Es geht nicht darum, jemanden als „negativ“ zu bewerten. Dies sprechen Sie ja – wenn auch wohl eher unbewusst – mit der Aussage an, dass die Kirche Paaren helfen soll, in der sakramentalen Ehe eine Erfüllung zu finden. Sind Ihnen die Konsequenzen dieser Aussage wirklich bewusst? Auch gleichgeschlechtliche Paare sind Paare. Wenn auch diesen geholfen werden soll, ihre Erfüllung in einer sakramentalen Ehe zu finden, dann heißt es aber, die Ärmel hochzukrempeln.


Womit wir beim eigentlichen Punkt wären:


Es geht nicht darum, Menschen abzuwerten, sondern denen beizustehen, die vom rechten Weg abgekommen sind und einen Beistand auch selbst wünschen. Hier hat die Kirche – und nicht nur die katholische! – bisher (bis auf wenige Ausnahmen) schrecklich versagt. Das Thema Sexualität – und erst recht gleichgeschlechtliche Neigungen – wird weiterhin kirchlicherseits totgeschwiegen. Hilfsangebote von Selbsthilfe- und Seelsorge-Einrichtungen wie Jason (http://jason-online.webs.com) werden konsequent ignoriert. Gleichzeitig hatte man aber kein Problem damit, offen schwule und lesbische Gruppierungen auf dem katholischen Kirchentag zuzulassen.

Werte Eminenz, eine Reihe von Priestern und Ordensangehörigen sowie katholischen Laien haben bereits den Weg zu uns (und ähnlichen Einrichtungen wie uns) gefunden, unter anderem auch deshalb, weil ihnen offenbar eine gleichwertige Unterstützung innerhalb der Kirche nicht geboten wurde und wird.


Wir fordern Sie dringend dazu auf, Ihrem Amt und Ihrer Verantwortung als Hirte Ihrer Diözese nachzukommen. Auch der Heilige Petrus stand auf und zeigte Weg und Richtung an, wenn in der frühen Kirche Uneinigkeit herrschte. Als in apostolischer Nachfolge stehender Bischof sollten Sie dasselbe tun! Sie werden sich damit bestimmt nicht nur Freunde machen und wenige werden Ihnen Beifall klatschen. Möglicherweise werden Sie auch nicht mehr zu großen Empfängen eingeladen.


Das sollte Sie aber nicht davon abhalten, die Wahrheit zu sagen und den Menschen eine helfende Hand zu reichen. Der Sohn Gottes wurde verspottet und schließlich ans Kreuz geschlagen – warum sollte es Seinen Nachfolgern anders ergehen? Wir können keine Krone aus Diamanten tragen, wenn unser Herr eine Krone aus Dornen (er-)trug.


In einem Interview mit der amerikanischen Zeitung „America“ haben Sie vom „Aggiornamento“ gesprochen und führten aus, man müsse so sprechen, dass es die Menschen verstehen, wenn es um die Vermittlung kirchlicher Doktrin geht. Im Licht oben genannter Ausführungen haben Sie hier aber nur zu noch mehr Unklarheit, Verwirrung und Unverständnis gesorgt. Sie sprachen weiterhin davon, dass man in einer neuen Art und Weise den Sinn dessen finden müsse, was Jesus gesagt hat.


Nun, eben dieser Jesus hat auf die Frage, ob unter bestimmten Voraussetzungen eine Scheidung erlaubt sei, nicht einfach mit ja oder nein geantwortet, sondern bewusst den Standard aus Genesis zitiert. Genesis aber war ohne jeglichen Zweifel klar und deutlich, wenn es um die Definition menschlichen Zusammenlebens ging: Ein Mann und eine Frau, die so sehr ein Fleisch werden, dass man diesem „eins“ neun Monate später einen Namen geben muss. Ein Bund, bei dem der eine sich in lebensspiegelnder Art und Weise dem anderen hingibt – im Gegensatz zum bürgerlichen Vertrag, bei dem Eigentumsrechte ausgetauscht werden. Ein Bund, der sowohl die göttliche Dreifaltigkeit als auch den lebensspendenden Bund Jesu mit Seiner Braut, der Kirche widerspiegelt.


Insofern gibt es auch keine „Homosexualität“. Es gibt Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer – gleichgeschlechtlich empfinden. Dies begründet aber an sich noch keine eigenständige Sexualität, die neben der von Gott geschaffenen steht.


Ein Bund wie der oben beschriebene ist ein Ausdruck von Liebe, wie Gott sie versteht. Liebe ist kein Gefühl, das kommt und geht, sondern eine Willenserklärung zweier Menschen, diesen göttlichen und sakramentalen Bund einzugehen. Alles andere ist nur eine billige Kopie. Insofern ist es unverständlich, wie Sie in oben genanntem Interview von „Liebe“ und „Treue“ einer langjährigen gleichgeschlechtlichen Verbindung sprechen können. Wäre dies alleine schon ein moralischer Wert, wären ebenso absurde Schlussfolgerungen wie bereits eingangs erwähnt die Folge. Wenn es bereits „wertvoll“ ist, dass ich jemanden (oder gar etwas?) ein Leben lang liebe – wo soll dann hier die Grenze gezogen werden?


Nein, Liebe so wie Gott sie versteht, ist hiervon grundverschieden. Die äußeren und inneren Umstände sind hierbei nur insofern zu berücksichtigen, als sie zum einen Einfluss auf die Entwicklung gleichgeschlechtlicher Neigungen gehabt haben mögen sowie für die Bewertung der Sündhaftigkeit des individuellen Verhaltens relevant sind.


Eminenz, ich sage Ihnen all das als jemand, der selbst viele Jahre lang in der schwulen Szene gelebt hat. Ich habe ebenso eine langjährige gleichgeschlechtliche Partnerschaft erlebt wie ein ausschweifendes Sex-Leben. Entgegen dem, was uns oft vorgegaukelt wird, sind gleichgeschlechtliche Verbindungen weit weniger „treu“ und langfristig als heterosexuelle (wenngleich letztere hier aufholen und dies für die Bewertung an sich irrelevant ist), außerdem im Durchschnitt weitaus extremer in ihrem Sexual-Verhalten sind. Ich gehe mal davon aus, dass Sie keine Vorstellung davon haben, was in der Szene alles als „normal“ gilt.


Nicht umsonst gleichen sich die Lebensläufe gleichgeschlechtlich empfindender Menschen oft in tragischer Art und Weise. Hier einfach zu sagen: „Wenn du so empfindest, dann lebe es halt aus – aber bleibe wenigstens bei einem Partner“, ist eine armselige Psychologie, Erziehung und Theologie. Wir schulden unseren Kindern und uns selbst mehr als das. Wenn ich eine Erfahrung in all diesen Jahren machen durfte, dann diese: Sex heilt nicht und die nächstliegende „Lösung“ (also etwa eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft) ist nicht unbedingt die beste, wenn es um die Befriedigung meiner legitimen Bedürfnisse geht. Der „Quick Fix“, also dem Ganzen einfach nachzugeben, betäubt all dies eine Zeitlang und man wird nicht müde, zu betonen wie „toll“ man sich dabei fühlt. Glauben Sie mir, Eminenz, dem ist nicht so. Ein schwules Leben ist nicht“ gay“ („fröhlich“), egal wie oft man sich das einredet.


Sie werden von vielen Seiten hören, wie schädlich das ist, was wir und Gruppen wie wir tun (Seelsorge an Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen) und wie sehr „die Wissenschaft“ vom Gegenteil überzeugt ist. Ohne hier ins Detail zu gehen, darf ich Ihnen sagen, dass eben diese „Wissenschaft“ seit Jahrzehnten die Stimmen der Wissenschaftler ignoriert, die zu anderen – politisch nicht korrekten Lösungen kommen oder die dunklen Seiten eines schwulen Lebens aufzeigen. Seiten, die nicht durch ein „Kondom“ verhindert werden können. Bis heute wurde kein Nachweis über die Entstehung solcher Neigungen erbracht. Gleichzeitig zeigt uns die Epigenetik, dass auch unser jetziges Verhalten und Denken einen relevanten Einfluss auf unsere Gehirnstruktur, die Bildung neuronaler Synapsen sowie die Ausbildung und Neubildung (!) von Genen hat. All dies ist für eine moralische Bewertung jedoch zweitrangig.


Ja, wir müssen Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen mit Liebe und Mitgefühl begegnen. Wahre Liebe muss aber stark genug sein, um jemanden das zu sagen, was er/sie hören muss und nicht etwa dass, was er/sie hören will. Mitgefühl wiederum darf nicht nur auf dem Papier existieren, sondern muss in die Tat umgesetzt werden.


Eminenz, Sie möchten nicht mit dem Zeitgeist gehen, wenn es um die Entwicklung und Definition kirchlicher Doktrin geht. Ob Sie das nun wollen oder nicht – momentan scheinen Sie genau das zu tun.


Wir wenden uns an Sie, wie Paulus sich an Petrus und die Jünger aneinander gewendet haben. Wenn es um das Seelenheil von Menschen und deren Erlösung geht, muss man auch den Mut haben, offen und ohne unnötige Floskeln und Verschleierungen zu sprechen. Genau dies haben wir hiermit getan und so wollen wir es verstanden wissen: Als ein Zeichen brüderlicher Verbundenheit und in Sorge um die, die uns anvertraut wurden.


Möge Gott Sie reich segnen.


München, 28. Januar 2015


Robert Gollwitzer

President of The Jason Foundation (www.the-jason-foundation.org)


(Quellen: http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/kirche_2/150124_interview_marx_america.php, http://americamagazine.org/issue/cardinal-marx-francis-synod-women-church-and-gay-relationships)

Offener Brief an Kardinal Reinhard Marx

Sehr geehrte Eminenz,
wir wenden uns heute in brüderlicher Verbundenheit an Sie mit der Bitte um Unterstützung.

Unsere Einrichtung Jason (http://jason-online.webs.com) ist eine internationale christliche Ex-Gay Einrichtung die an Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com) angeschlossen ist und Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen Hilfe auf Basis eines 14-Schritte Programms im Rahmen von Seelsorge, Selbsthilfegruppen und individueller Beratung bietet. Durch unsere Partnerorganisation Homosexuals Anonymous dürften wir wohl die älteste Einrichtung dieser Art weltweit sein (Gründung: 1976).
Betroffene, die sich an uns wenden, müssen keinerlei Voraussetzungen erfüllen – außer dem Wunsch nach Freiheit. Sie sollten sich aber der Tatsache bewusst sein, dass wir eine christliche Organisation sind und zumindest offen für ein derartiges Programm sein. So finden sich bei uns etwa auch Moslems. Auch mit der jüdischen Organisation JONAH pflegen wir enge freundschaftliche Kontakte.
Wir unterstützen und beraten weiterhin Gemeinden, Behörden, Organisationen jeder Art und Privatpersonen, die Fragen zum Thema gleichgeschlechtliche Neigungen haben. Für all dies verlangen wir nichts.
Gehen wir nun etwas ins Detail:

Seit längerem gibt es offenbar in St. Paul sogenannte „Queer-Gottesdienste“. Diese Entwicklung betrachten wir mit großer Besorgnis. Selbstverständlich sollte die Kirche (welcher Denomination auch immer sie angehört) ein sicherer Hafen für Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen sein. Wo sonst sollten sie hingehen, wenn nicht dorthin? Es macht aber einen großen Unterschied aus, ob sie hier im christlichen Sinne aufgenommen werden – ohne dadurch ihr Tun gutzuheißen – oder ob ihnen die Botschaft vermittelt wird, es wäre absolut in Ordnung, ein schwules Leben zu führen und gleichzeitig Christ zu sein – etwa indem der Altar möglicherweise mit Regenbogenflaggen „geschmückt“ ist, einem eindeutigen Zeichen der Schwulenbewegung, deren Ziele nun wirklich gar nichts mit der christlichen Lehre zu tun haben. Sollte hier gar die Eucharistie gefeiert werden, weisen wir auf das für alle Christinnen und Christen gültige Wort der Bibel hin:

„Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.“
(1. Korinther 11,27 Einheitsübersetzung siehe auch KKK 1415/16; CIC 916)

Wir selbst sind überkonfessionell, die Eucharistiefeier bzw. das Herrenmahl hat aber eine zentrale Bedeutung für alle Christinnen und Christen und so verweisen wir hier auch auf die katholischen Vorschriften:

•    Der Kommunionempfang hat im Stand der Gnade stattzufinden, also nicht etwa im Bewusstsein einer schweren Sünde (CIC 916, siehe auch KKK 1415).
•    Wer jedoch hartnäckig in einer schweren Sünde bleibt, darf die Kommunion nicht empfangen (Vgl. CIC 915).

Priester sind Hirten, die eine besondere Verantwortung haben. Wenn ein Priester, der offensichtlich diese Gottesdienste leitet, aber auf einer „privaten“ Homepage (als ob ein Priester sich als solcher öffentlich äußern kann und dabei „privat“ ist!) Meinungen kundtut, die aus säkularer Sicht strittig und aus christlicher Sicht in Teilen abzulehnen sind, ist das Grund genug, die Kirche als Ganze anzusprechen.
Wir sind selbst Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen – oder Menschen, die solche hatten. Als solche dürfen wir Ihnen versichern, dass Sie uns mit gutgemeinten, aber fehlgeleiteten Botschaften nicht weiter helfen. Ein Christ muss einen anderen genug lieben, um ihm oder ihr auch das zu sagen, was sie oder er hören muss – nicht das, was er oder sie hören will.

Das biblische Modell der lebenslangen und monogamen Ehe zwischen Mann und Frau, die so sehr ein Fleisch werden, dass man diesem Eins-Werden neun Monate später einen Namen geben muss, reflektiert die Dreifaltigkeit und den Bund, den Jesus mit seiner Braut, der Kirche eingegangen ist. Dieser biblische Standard wurde durch alle Bücher der Heiligen Schrift im Laufe von Jahrtausenden und in unterschiedlichsten Kulturen aufrechterhalten – und von Jesus, dem Sohn Gottes, selbst bekräftigt (man kann also kaum behaupten, Er hätte nichts von gleichgeschlechtlichen Neigungen gewusst, so wie wir sie heute kennen). Manchmal wird versucht, diesen Standard aufzuweichen, indem man sagt, wenn zwei Menschen sich lieben, ist das doch auch vor Gott in Ordnung. Er hätte schließlich nur gleichgeschlechtliche Akte verboten. Hierzu ist folgendes zu sagen:

1)    „Liebe“ ist nicht ein diffuses Gefühl. Gefühle kommen und gehen. Liebe ist die Willenserklärung, einen Bund mit jemand einzugehen, der oben genanntem theologischem Modell entspricht. Ein Bund, bei dem der Eine sich ganz dem Anderen in lebensspendender Art und Weise und zum Wohle der Beteiligten hingibt (im Gegensatz zum Vertrag, bei dem Eigentumsrechte ausgetauscht werden). Ein Beispiel: Ein verheirateter Familienvater kann Frau und Kinder verlassen und für immer mit seiner neuen Geliebten zusammenleben und sie zutiefst „lieben“ – es bleibt trotzdem Ehebruch.
2)    Wer diese Tür öffnet, wird sie nicht mehr schließen können. Wenn ein Gefühl der „Liebe“ genug ist, warum es dann auf zwei Menschen beschränken? Warum die Tür etwa nicht auch für zwei sich „liebende“ Geschwister öffnen?
3)    „Liebe“ hat der Vorstellung zu entsprechen, die Gott selbst davon hatte – nicht unserer eigenen. Dies nicht, weil Er der „Boss“ ist und uns gerne herum kommandiert, sondern weil Er uns liebt und am besten weiß, was gut für uns ist. So sind wir der tiefen Überzeugung, dass die traditionell christliche Vorstellung von Liebe, Ehe und Sexualität für alle (!) Beteiligten das Beste ist.
4)    Wenn „Liebe“ unter gleichgeschlechtlichen Paaren genügt, warum sind dann so viele von diesen Beziehungen nicht monogam (sie beschränken sich also nicht zwangsweise auf einen Geschlechtspartner) und warum sind sie im Schnitt weitaus kurzlebiger als heterosexuellen Ehen? Aus einem einfachen Grund: Weil dort etwas gesucht wird, was man hier nicht finden kann – wahre Liebe. Und weil weiterhin – legitime! – Bedürfnisse auf eine Art und Weise befriedigt werden sollen, die sich so nicht befriedigen lassen und möglicherweise auch vergangene Verletzungen betäubt werden, anstatt sie auszugragen und anzugehen.
5)    Es wird ja so gerne zwischen gleichgeschlechtlichen Akten und Neigungen unterschieden. Erstere werde von der Bibel abgelehnt, letzte nicht. Nun, ganz so einfach ist es nicht. Abgesehen davon, dass es wohl kaum eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft ohne Sex geben dürfte, spricht die Bibel sehr wohl auch das an, was im inneren eines Menschen vor sich geht. So werden wir davor gewarnt, andere Menschen mit unangemessener Lust zu betrachten bzw. vor Begierde zu Menschen des eigenen Geschlechts zu entbrennen (was wohl auf mehr als nur sexuelle Handlungen hinweist!). Auch ist der Hinweis, derartige Bibelstellen seien nur im kulturellen, heidnischen Kontext zu sehen, theologisch nicht haltbar. Schließlich verkennt eine derartige Haltung den Sinn und Zweck menschlichen sexuellen Empfindens an sich.
Sehr geehrte Eminenz, vielleicht helfen einige grundsätzliche Informationen zum Thema gleichgeschlechtliche Neigungen weiter:

Wir verwenden bewusst nicht den Begriff „Homosexualität“. Dieser Begriff ist jüngeren Datums und unserer Meinung nach unzulässig. Ja, es gibt Menschen, die gleichgeschlechtliche Neigungen haben (aus welchen Gründen auch immer!), das gibt ihnen dadurch noch keine eigene Identität. Wir wurden im Ebenbild Gottes erschaffen. Im Blich auf Ihn erhalten und erkennen wir unsere Identität, die Vorstellung von dem, was und wer wir sind. Und hier gibt es nur eine einzige Identität: die heterosexuelle (auch dieser Begriff ist jüngeren Datums, sodass es wohl zulässiger wäre, einfach von unserer Identität als Mann und Frau zu sprechen). Wir sehen uns also als (heterosexuelle) Männer und Frauen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen. Diese Sichtweise macht für uns einen großen Unterschied aus.
Ja, „Homosexualität“ wurde in den 70ern von der Liste der psychischen Störungen genommen. Dies jedoch nicht aufgrund neuer wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern allein (!) wegen des seinerzeit herrschenden politischen Drucks.

Heute weiß man, dass sehr viele Faktoren zur Entwicklung menschlicher Sexualität beitragen. Spätestens seit den Erkenntnissen der Epigenetik ist auch klar, dass nicht ein Gen (oder Hormone, Botenstoffe etc.) alleine uns zu irgendwelchen Handlungen oder Empfindungen zwingen, sondern dass die Umwelt sowie eigenes Denken und Tun – und ein Zusammenspiel verschiedenster Gene - darüber entscheiden, welche Gene überhaupt und in welcher Form (ein und das selbe Gen kann unterschiedliche Ausprägungen haben!) ein Gen zum tragen kommt oder „stillgelegt“ wird. Ebenso verändert unser Denken und Tun laufend unsere Hirnstruktur sowie unseren genetischen Code, sodass selbst diese Theorien mittlerweile sehr differenziert betrachtet werden. Bis zum heutigen Tage wurde jedoch kein wissenschaftlicher Beweis für die Existenz eines „schwulen Gens“ erbracht. Selbst wenn so etwas je gefunden würde, müsste es im Licht oben genannter Erkenntnisse gesehen werden. Weiterhin würde damit nicht die moralische Richtigkeit des eigenen Handelns gerechtfertigt und schon gar nicht ein Zwang zum Handeln begründet werden. Was für ein Menschenbild wäre das?
Aus eigener jahrzehntelanger Erfahrung können wir Ihnen jedoch sagen, dass sich die Lebensläufe und die Persönlichkeiten von Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen in vielen Punkten gleichen. So gab es oft Probleme mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil, sodass eine emotionale Bindung und damit die Annahme der eigenen Geschlechts-Identität oft nicht zustande kam. In der Pubertät werden wir dann von dem angezogen, was wir als „anders“ empfinden als wir – in dem Fall also das eigene Geschlecht. Nun einfach zu sagen, der Betroffene sollte doch einfach seine Neigung ausleben, ist eine armselige Psychologie und Theologie.

Uns wird oft vorgeworfen, wir würden versuchen, Menschen „umzupolen“, oder unser Tun würde von Ärztevereinigungen abgelehnt oder als schädlich bewertet. Abgesehen davon, dass es hierfür keine wissenschaftlichen Belege gibt (im Gegensatz zu den häufigen Auswirkungen eines gleichgeschlechtlichen Lebens. Der hohe Anteil von Männern, die Sex mit Männern haben, an der Gesamtzahl ansteckender Geschlechtskrankheiten, wie sie vom Robert-Koch Institut erfasst werden, spricht für sich), ist es schlichtweg nicht richtig. Wie bereits erwähnt bieten wir Selbsthilfegruppen und Seelsorge an – wir betreiben keine Therapie. Jedoch befürworten wir durchaus das Recht eines jeden Menschen nach einer Therapie seiner Wahl.
Womit wir beim nächsten Thema wären: Ein weiterer, oft angebrachter, Kritikpunkt ist ja, dass es keiner „Heilung“ bedarf, wo nichts Krankes vorhanden ist und dass alle Ansätze zur Veränderung schädlich sind. Hierzu ist folgendes zu sagen:

•    Wir sehen gleichgeschlechtliche Neigungen nicht als eine „Krankheit“ wie etwa der Erkältung oder einer psychischen Störung wie einer Psychose. Dies wäre angesichts der vielen Faktoren, die zur Entwicklung der menschlichen Sexualität beitragen, eine unzulässige Vereinfachung. Jedoch wäre es angesichts der Hintergründe und Auswirkungen (siehe oben) genauso unzulässig, sie einfach als „schön und gut“ abzutun. Viele von uns waren selbst jahrelang in der „Schwulen-Szene“. Diese entspricht in keiner Weise dem bewusst schöngefärbten Bild, das in der Öffentlichkeit präsentiert wird. Wüsste die Öffentlichkeit nämlich über so Einiges Bescheid, was dort als normal gilt und akzeptiert wird, würde die öffentliche Meinung hierzu wohl schnell kippen.
•    Die einzelnen Faktoren, die hinter den Neigungen stehen sowie die Bedürfnisse nach Beziehungen, spirituelle und emotionale Bedürfnisse sowie mögliche Verletzungen jeglicher Art aus der Vergangenheit lassen sich jedoch sehr wohl angehen – sei es nun im Rahmen einer Seelsorge, von Selbsthilfegruppen oder einer Therapie.
•    Insofern kann „Heilung“ auch Heilung von Wunden körperlicher, sexueller, emotionaler, verbaler oder spiritueller Art (Erfahrungen in der Kirche, Beziehung zu Gott) sowie einer verzerrten Identität bedeuten.
•    „Veränderung“ kann dementsprechend viele Aspekte oder Bereiche betreffen und es sollte schon dem oder der Einzelnen freigestellt sein, wo er/sie Veränderung möchte.
•    Es gibt mittlerweile Hinweise auf die „Fluidität“ menschlicher Sexualität. Es scheint also keinesfalls immer und zwangsweise so zu sein, dass die sexuellen Neigungen bei der Geburt mitgegeben werden und für alle Zeiten so bleiben. Unsere eigenen Erfahrungen jedenfalls bestätigen dies. Viele von uns sind mittlerweile verheiratet und haben Kinder. Ja, manche haben immer noch gleichgeschlechtliche Neigungen – wenn auch weitaus weniger häufig und intensiv. Wenn diese Menschen jedoch ihre Ehepartner, Kinder und Enkelkinder betrachten, wissen sie, dass es all der Mühen wert war. Und das ist Jesu Botschaft: Er hat uns nie gesagt, dass es leicht sein wird. Er hat uns vielmehr versprochen, dass es sich lohnen wird!
Grundsätzlich möchten wir auch darauf hinweisen, dass Toleranz, Respekt und Meinungsfreiheit für alle gelten muss – nicht nur für Menschen einer bestimmten sexuellen Orientierung oder mit einer bestimmten Meinung.
Abschließend noch einige Worte zur Kirche: Es kommen immer wieder Katholiken jeglicher Art zu uns: Laien, Priester, Ordensangehörige, Mönche etc. Offensichtlich sind sie der Meinung, in der Kirche nicht die geeignete Ansprache zu finden. Auch sind Katholiken immer wieder verstört über die Reaktionen von Priestern oder anderen Geschwistern in der Kirche, wenn sie das Thema gleichgeschlechtliche Neigungen zur Sprache bringen und dann ein weites Spektrum von Antworten bekommen – von völliger Unsicherheit und peinlichem Vermeidens über Verweisen auf zweifelhafte „Hilfsangebote“ bis hin zu Ratschlägen wie „dann lebe es halt aus“.

Wir haben uns immer wieder an kirchliche Organisationen, Bistümer, Orden, Einzelpersonen usw. gewandt und unsere Hilfe angeboten, in der Regel aber wurden wir mit eisigem Schweigen ignoriert. Gleichwohl fanden offen schwule Organisationen und Gruppen, die der katholischen Lehre deutlich entgegenstehen, offenbar problemlos Zugang zum Kirchentag – und wie es aussieht auch in Gemeinden.
Wir wollen hier nochmals ausdrücklich betonen, dass wir Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen mit Liebe begegnen – gehören oder gehörten wir doch selbst dazu. Wir sehen Liebe jedoch im Lichte Jesu Christi. Wir lieben Menschen genug, um ihnen die Wahrheit zu sagen, wie wir sie in der Bibel vorfinden, aber auch, um ihnen eine bedingungslos liebende Hand zu reichen und den gesamten Weg mit ihnen zu gehen. Wir dürfen Ihnen versicherten, Eminenz, dass hierbei noch niemand Schaden genommen hat – ganz im Gegenteil.
Werte Eminenz, wir möchten Sie nochmals ausdrücklich um Unterstützung bitten. Weisen Sie Hilfesuchende auf unsere Organisationen hin (sowie auf andere, die in dieser Richtung tätig sind)! Ermöglichen Sie uns den Zutritt zu Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen! Schieben sie unchristlichen Lehren einen Riegel vor!

Gerne sind wir auch zu einem Gespräch mit Ihnen bereit!
„Muss ich euch daran erinnern, dass die, die Unrecht tun, keinen Anteil am Reich Gottes haben werden, dem Erbe, das Gott für uns bereithält? Macht euch nichts vor: Keiner, der ein unmoralisches Leben führt, Götzen anbetet, die Ehe bricht, homosexuelle Beziehungen hat, stiehlt, geldgierig ist, trinkt, Verleumdungen verbreitet oder andere beraubt, wird an Gottes Reich teilhaben. Auch ihr gehörtet zu denen, die so leben und sich so verhalten – zumindest einige von euch. Aber das ist Vergangenheit. Der Schmutz eurer Verfehlungen ist von euch abgewaschen, ihr gehört jetzt zu Gottes heiligem Volk, ihr seid von aller Schuld freigesprochen, und zwar durch den Namen von Jesus Christus, dem Herrn, und durch den Geist unseres Gottes.“
(1. Korinther 6,9-14 Neue Genfer Übersetzung)

Es grüßt Sie in brüderlicher Verbundenheit
Robert Gollwitzer
Jason – International Christian Ex-Gay Ministry
Homosexuals Anonymous

Robert Gollwitzer
Ridlerstr. 21
80339 München
Tel.: 089/78018960 oder 0170/1293016

Bischofskonferenz und ZdK auf Abwegen?


Die Katholische Kirche in Deutschland ist wieder einmal in den Schlagzeilen.


Die Bischöfe beschlossen gerade eine Neuordnung des kirchlichen Arbeitsrechtes.


Dort heisst es:


„Die erneute standesamtliche Heirat nach einer zivilen Scheidung ist zukünftig grundsätzlich dann als schwerwiegender Loyalitätsverstoß zu werten, wenn dieses Verhalten nach den konkreten Umständen objektiv geeignet ist, ein erhebliches Ärgernis in der Dienstgemeinschaft oder im beruflichen Wirkungskreis zu erregen und die Glaubwürdigkeit der Kirche zu beeinträchtigen. Dasselbe gilt für das Eingehen einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.


Diese Handlungen besitzen damit bei Vorliegen besonderer Umstände und damit nur in Ausnahmefällen Kündigungsrelevanz. Das ist z. B. der Fall, wenn objektive Gründe befürchten lassen, dass eine erneute standesamtliche Ehe oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft sich störend auf die Zusammenarbeit in der Dienstgemeinschaft auswirkt. Bei einer Wiederverheiratung können sich solche Umstände zum Beispiel ergeben aus der beruflichen Stellung des Mitarbeiters, aus der Art und Weise, wie der geschieden wiederverheiratete Partner mit dem Scheitern der Ehe bzw. Wiederheirat in der Öffentlichkeit umgeht oder wie er seine gesetzlichen Verpflichtungen aus seiner ersten Ehe erfüllt. Notwendig ist eine Gesamtbeurteilung.“


Eine erneute Heirat nach zivilrechtlicher Scheidung oder eine „homosexuelle Lebenspartnerschaft“ ist also nur dann schlimm, wenn sie Ärger verursacht oder die Glaubwürdigkeit der Kirche beeinträchtigt.


Wer um Himmels willen hat denn dieses Papier entworfen? Das ist sowohl theologisch als auch  rational betrachtet blanker – und höchst gefährlicher! - Unsinn!


Es grenzt an Scheinheiligkeit, wenn ein Verhalten, das dem katholischen Glauben widerspricht, nur dann sanktioniert werden soll, wenn es Ärger verursacht. Die Glaubwürdigkeit im Übrigen wird nicht nur durch eben dieses Verhalten beeinträchtigt, sondern in viel größerem Maße durch eine Anordnung, die Abfall von der kirchlichen Lehre nur unter bestimmten Voraussetzungen als Loyalitätsverstoß ansieht und nicht durch die Handlungen an sich.


Eine Kirche, deren Mitarbeiter und Mitglieder durch ihr eigenes Lebenszeugnis nicht mehr das widerspiegeln, wofür diese Kirche eigentlich steht, verdient ihren Namen nicht und wird bald in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Wenn die Kirche wie die Welt wird, gibt es keinen Grund mehr für ihre Existenz.


Vorrangige Aufgabe der Bischöfe ist es, Hirten zu sein und ihre Schafe auf dem rechten Weg zu führen. Eine Theologie, die besagt, man könne durchaus von diesem Weg abweichen, solange es nicht an der „Glaubwürdigkeit“ (welche Glaubwürdigkeit ist denn da noch übrig?) rüttelt oder Ärger verursacht, ist hierfür nicht geeignet – noch verdienen die Bischöfe, die dies zu verantworten haben, den Namen „Hirten“.


Nur zur Information: Ich schreibe dies als jemand, der viele Jahre lang ein schwules Leben geführt hat und vor elf Jahren Freiheit durch die internationale christliche Organisation „Homosexuals Anonymous“ (www.homosexuals-anonymous.com) erfahren durfte. So etwas hilft den Menschen, die vom Weg abgekommen sind, wirklich – und wird bis heute von der offiziellen Kirche ignoriert. Im Gegensatz dazu werden immer wieder Meldungen an uns herangetragen, die auf eine große Anzahl gleichgeschlechtlich empfindender – und teils auch handelnder – Priester und Ordensangehöriger schließen lassen. Jedes Hilfsangebot unsererseits an die Kirche wurde jedoch 

bisher ignoriert.


Was mir hier sehr sauer aufstößt, ist der Wink mit dem Zaunpfahl, der hier durch den Hinweis auf die Art und Weise gegeben wird, mit dem mit der Wiederverheiratung (oder der „eingetragenen Lebenspartnerschaft“) in der Öffentlichkeit umgegangen wird. Dies bestätigt eine unselige und lang bekannte Praxis der Katholischen Kirche: Solange es niemand „da draußen“ erfährt, wird es toleriert.


Ich schreibe diese Zeilen aus Liebe zur Katholischen Kirche, denn auch ich bin Katholik (www.katholisch-leben.org). Es macht mich sehr traurig und gleichzeitig auch wütend, zu sehen, wie hier der Kirche Schaden zugeführt und den Gläubigen vorhandene Hilfe verweigert wird.


Nun zum „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“, das eine Erklärung mit dem Titel „Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen – Familie und Kirche in der Welt von heute“ veröffentlicht hat.


Zunächst einmal möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass das ZdK keineswegs alle deutschen Katholiken vertritt, wie es der Name vermuten lässt. Hierfür fehlt die demokratische Legitimation.


Sehen wir uns aber diese Erklärung einmal näher an.


Zunächst einmal ist hier von der Stärkung der Familie die Rede – was im Kontext des nun Folgenden wie blanker Hohn erscheint.


Mit Hinsicht auf die Art des Zusammenlebens, die es neben der traditionellen christlichen Ehe gibt, heißt es dort:


„Zugleich achten wir die Lebensgemeinschaften, in denen für uns wichtige Werte verwirklicht werden: verlässliche Verantwortung füreinander, Treue in der Beziehung, Weggemeinschaft in Verbindlichkeit.“


Eine Lebensgemeinschaft ist also demnach zu achten, wenn abstrakte Werte wie „Treue“ oder „Verantwortung“ verwirklicht werden. Wenn diese Werte jedoch abstrakt, also getrennt von einem zugrunde liegenden Glaubensverständnis, gesehen werden, stellt sich die Frage, auf Basis von was genau denn diese Werte anerkannt und für gut geheißen werden. „Treue“ als respektablen Wert – auch außerhalb der christlichen Ehe – zu sehen, würde zu absurden Ergebnissen führen. Man stelle sich nur einmal vor, wer oder was alles „treu“ - und damit „respektabel“ - zusammenleben könnten nach dieser Logik!


Weiter im Text:


„Unter Familie verstehen wir auch nichteheliche Formen von verbindlich gelebter Partnerschaft und von Generationenverantwortung, die einen großen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten und gerecht zu behandeln sind.“


„Nichteheliche Formen verbindlich gelebter Partnerschaft“ - würde das auch Polygamie, Pädophilie oder was weiß ich sonst noch einschließen? Wenn nicht, auf Basis welcher Argumentation?


Wer so etwas veröffentlicht, hat in meinen Augen nicht die leiseste Ahnung davon, was Ehe und Familie aus christlicher Sicht bedeuten und warum derartige Statements alleine deshalb nicht nur unsinnig, sondern höchst gefährlich sind. In anderen Worten: Sie widersprechen der katholischen Lehre und sind deshalb als häretisch einzustufen.


Es wird noch besser:


„Die kirchliche Lehre muss im Dialog mit den Gläubigen unter Einbeziehung ihrer jeweiligen Lebenswelt weiterentwickelt werden. Als den Menschen, ihren Sorgen und Hoffnungen zugewandte Kirche sind wir beauftragt, uns mit Zuversicht auf die Gegenwartsgesellschaft mit vielfältigen sozial anerkannten Lebensformen einzulassen und selbst zu Brückenbauerinnen und Brückenbauern zwischen Praxis und Lehre zu werden.“


Die kirchliche Lehre muss nur insofern weiterentwickelt werden, als sie den Menschen in ihrem jeweiligen kulturellen, persönlichen und historischen Kontext verständlich vermittelt werden muss. Sie darf jedoch keineswegs von Grundwerten abweichen, die in verschiedensten biblischen Büchern  und damit unterschiedlichsten Kulturen im Laufe von tausenden von Jahren – und letztendlich von Jesus selbst bekräftigt wurden – wie etwa die lebenslange monogame Ehe zwischen Mann und Frau, bei der der Mann sich in lebensspendender Weise der Frau hingibt wie Jesus sich Seiner Braut der Kirche hingegeben hat. Mann und Frau werden ein Fleisch – so sehr eins, dass man diesem Einem neun Monate später einen Namen geben muss – ein Spiegelbild der Dreifaltigkeit selbst.

Nichts anderes als die christliche Ehe entspricht diesem Grundsatz. Sie ist die beste Form des Zusammenlebens für alle Beteiligten.


Wir dürfen uns keineswegs auf „sozial anerkannte Lebensweisen“ (ein fast peinlicher Ausdruck!) einlassen, wenn diese im Widerspruch zur Lehre der Kirche stehen. Dies zu fordern zeugt von Verantwortungslosigkeit den Gläubigen gegenüber.


Schließlich heißt es noch:


„In unserer Kirche unterstützen wir eine hohe pastorale Aufmerksamkeit für Ehe und Familie, die auch in veränderten Seelsorgestrukturen ein überzeugendes personales Angebot vor Ort erfordert.“


Wenn mit diesen „veränderten Seelsorgestrukturen“ gemeint ist, eine Seelsorge zu betreiben, die mehr eine Art „Wellness-Programm mit christlichem Touch“ ist und Menschen, die vom rechten Weg abgekommen sind, dazu verhelfen soll, sich wenigstens gut dabei zu fühlen, lehne ich dies aus tiefsten Herzen ab. Wahre Liebe muss stark genug sein, dem vom Weg Abgekommenen die Wahrheit zu sagen – aber auch eine helfende Hand hin zur Freiheit zu bieten. Wir würden gerne mit dazu beitragen, eine helfende Hand zu sein!


Unter anderem wird dann auch noch eine „Neubewertung der Methoden der künstlichen Empfängnisregelung“ gefordert. Dies ist umso interessanter, als konservative Katholiken immer wieder auf den Zusammenhang etwa von gleichgeschlechtlichem Verhalten und künstlicher Empfängnisregelung hingewiesen haben. Beides scheint einem verdrehten – oder gar nicht vorhandenen -Verständnis kirchlicher Lehre zum Thema Ehe, Familie und Sexualität zu entspringen.


Ebenso wird immer wieder darauf verwiesen, in der Seelsorge weg vom „defizitorientierten“ hin zum „ressourcenorientierten“ Handeln zu kommen. Hört sich gut an – ist aber insofern Unsinn, als beides nicht zu trennen ist. Genau hier setzen Organisationen wie die Ex-Gay Einrichtung Jason (http://jason-online.webs.com) an.


Nun aber kommt der Gipfel.

Folgendes wird gefordert:


„eine Weiterentwicklung von liturgischen Formen, insbesondere Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, neuer Partnerschaften Geschiedener und für wichtige Weichenstellungen im Familienleben“


Dies zeugt in meinen Augen bestenfalls von kompletter Unkenntnis des katholischen Glaubens. Im schlimmsten Fall wird dies bewusst, also in Kenntnis der kirchlichen Lehre, gefordert und ist damit verantwortungslos, da es Menschen verwirren und vom rechten – kirchlichen – Weg abbringen kann.


Liebes ZdK, ihr helft Sündern nicht, indem ihr es ihnen leichter macht zu sündigen. Das ist billige Theologie und billige Seelsorge und entspricht nicht dem kirchlichen Auftrag.


Wenn ihr dann noch fordert, alle Gläubigen sollen in der Kirche eine Heimat finden, so frage ich mich, was denn dann noch von „Gläubigen“ übrig bleibt, wenn sie nicht mehr an das glauben, was die Kirche lehrt – oder was von der Kirche übrig bleibt, wenn sie zulässt und möglicherweise gar fördert, dass sich Sünde in ihren Reihen wie Krebs verbreitet.


Wenn es dann noch im Gutmenschen-Stil heißt „Es geht darum, Menschen mit Wertschätzung zu begegnen, sie in ihrer Beziehungskompetenz zu stärken und ihnen gezielt Unterstützung anbieten zu können.“, kommen mir fast Tränen der Wut und Trauer. „Wertschätzung“, bedeutet, Menschen so zu sehen, wie Gott sie sieht – nicht, wie sie selbst gerne sein möchten. Eine „Beziehungskompetenz“ jenseits der christlichen Ehe gibt es schlichtweg nicht.


Manch einer mag sich durch meine Worte angegriffen fühlen. Das müsst ihr euch aber schon gefallen lassen. Auch ich habe eine Meinung zum Thema Ehe, Familie und Sexualität aus katholischer Sicht.


Andere mögen mich in eine radikale, fundamentalistische Ecke drängen wollen. Diese Art von Propaganda war ja schon immer dann angezeigt, wenn man sich selbst nicht mit rationalen Argumenten auseinandersetzen wollte.


Ich bleibe bei dem, was ich glaube: Dem katholischen Glauben, wie er seit 2.000 Jahren gelehrt und im Katechismus der Katholischen Kirche sowie in der Bibel niedergeschrieben ist und wie er Gott sei Dank noch von vielen Katholikinnen und Katholiken gelebt wird.


München, 11.05.2015


Robert Gollwitzer

www.the-jason-foundation.org

AN EX-GAY COMMUNITY RESPONSE TO: “Genome-wide scan demonstrates significant linkage for male sexual orientation” 17 November 2014 [1]
11-18-2014

Media outlets are flush with the rush to promote yet another inconclusive hypothesis attempting to tie biological factors to the penchant for homosexual behavior. After an unusual 7 year tweaking before release, Dr. Alan Sanders of NorthShore University HealthSystem Research Institute et al, compared the genes of 409 gay twin brothers (the largest twin sampling to date). The team argues that they found linkages to the X Chromosome 8 region and Xq28 but were unable to cite any actual gene. This runs contrary to the conclusions of eight other international twin studies examining the same notion[2] with the exception of Dr. Dean Hamer’s claim to find Chromosome 8 involvement 20 years ago but also failing to find any actual gene.
The inability to find and verify gene involvement makes the entire exercise of identifying linkages fruitless since there can be no linkage between non-existent entities. This leaves wide open the interpretation of what these researchers are seeing within these chromosome bands. Sanders himself describes his results as, “not proof but a pretty good indication.” An indication of what remains to be seen. Meanwhile, the reaction by genetic experts ranges from skeptical to completely dismissive. Dr. Robert Green, medical geneticist at Harvard Medical School called the study, “intriguing but not in any way conclusive” and Dr. Neil Risch, genetics expert at UC San Francisco states the data is too statistically weak to suggest any linkage (with homosexual preference.)[3]
Of bizarre concern is Sander’s use of a deprecated genetic method. Genetic linkages have been replaced with GWA (genome-wide association) methodology in genetic science which gives a higher, but still not guaranteed, association between a given gene and a behavior. Sanders admitted it would have been the preferable approach but it was the only way to try to expound on Hamer’s failed attempt 20 years ago. Ken Kendler, an editor at Psychological Medicine admitted it was a surprise to see Sanders submit a study using the old technique and Sanders admits that one publication turned down his submission outright.[4] Sanders has announced his intention of a GWA study using an even larger sample group.
It is the opinion of most in the ex-gay community that scientific research would be better utilized addressing the knowns of same-sex attraction, such as the high child sexual abuse and childhood trauma histories found in research which is more results oriented by healing traumas that often lead to same-sex attractions and therapies that eliminate unwanted same-sex attraction. This more appropriately achieves the goals of the American Psychological Association’s vow to patient self-determination. Much like the already proven genetic components of depression and anxiety disorders, genetic involvement only contributes to predilection and has no bearing at all on outcomes. Thus, any genetic discovery while interesting is irrelevant to ultimate behavioral self-management and choice.

[1] “Genome-wide scan demonstrates significant linkage for male sexual orientation”
A. R. Sanders, E. R. Martin, G. W. Beecham, S. Guo, K. Dawood, G. Rieger, J. A. Badner, E. S. Gershon, R. S. Krishnappa, A. B. Kolundzija, J. Duan, P. V. Gejman and J. M. Bailey
Department of Psychiatry and Behavioral Sciences, NorthShore University HealthSystem Research Institute, Evanston, IL, USA
[2] "EIGHT MAJOR STUDIES of identical twins in Australia, the U.S., and Scandinavia during the last two decades all arrive at the same conclusion: gays were not born that way."Dr. Neil Whitehead is author of the book, "My Genes Made Me Do It" – a scientific look at sexual orientation (1999/USA; revised 2nd edition, 2010) and over 140 published scientific papers.
[3] “Study Suggests Genetic Link for Male Homosexuality”, November 17th, 2014, Associated Press.
[4] “Study of gay brothers may confirm X chromosome link to homosexuality”, 17 November 2014, AAAS Science Magazine.

John Ozanich, VP The Jason Foundation
SOCE BILL OF RIGHTS
7-4-2014

We observe and declare that any right to life is fundamentally dependent on an equal right to self-determination in order to have any meaning. Free will, reasonably exercised within the boundaries of moral framework and compliant with the clear intent of nature’s design, is the very essence of self-determination and therefore life itself. We therefore resolve to obligate any and all people or organizations whether professional, commercial, secular or religious to honor this fundamental right.
We obligate the medical and legal communities to hold to their professional vows, and legal precedents to honor the rights of those seeking Sexual Orientation Change Efforts (SOCE) as a part of the fundamental right to self-determination. As no person can dictate to another the true content of their heart or mind, there can be no ethical foundation on which to unscrupulously attempt to confound, suppress or interfere with the right of an individual to explore options, make self-determinations or seek change in his or her life.
This same conclusion is held sacred within the medical community sworn oaths and legal findings. To cite only a few:
The Association of American Physicians and Surgeons (AAPS), ‘Model Resolution Concerning The Declaration of Professional Responsibility’ decries any effort by the American Medical Association (AMA) to be used to advance any socio-political agenda. [ to "advocate for social, economic, and political changes…that ameliorate suffering" could be considered a proxy clause whereby the AMA could assume it has the authority to advocate whatever social/political agenda it chooses and claim the full support of the entire profession.”]
The American Psychological Association’s, ‘Ethical Principles of Psychologists And Code of Conduct’ (Effective June 1, 2003, as amended 2010) Principle E: Respect for People’s Rights and Dignity holds psychologists responsible to “respect the dignity and worth of ‘all’ people, and the rights of individuals to privacy, confidentiality and self-determination.”, and to be “aware of and respect cultural, individual and role differences” in order to “try to eliminate the effect on their work of biases based on those factors, and {…} not knowingly participate in or condone activities of others based upon such prejudices.”
The Commission For Reproductive Health, ‘Code of Conduct in Women’s Reproductive Health’, I. Duties to the Patient, cites patient self-rule. “A clinician’s primary aim for the patient must to be informed self-rule (self-determination). And “A clinician must always attempt to understand a patient and insulate a patient from coercive pressure.”
The Clinical Social Workers Association, ‘Clinical Social Work Association Code of Ethics’, states their “core requirements of ethical practice; non-malfeasance, (doing no harm to clients); beneficence, (helping clients), and autonomy (enhancing the self-determination of clients).”

In Cruzan v. Director, Mo. Dept. of Health (1990), the US Supreme Court held that a mentally competent person had a right to make a “deeply personal decision,” id.,at 289 (O’Connor, J., concurring) in their medical treatment.
In Planned Parenthood of Southeastern Pa. v. Casey (1992), the US Supreme Court holding notes, “the individual’s right to make certain unusually important decisions that will affect his own, or his family’s, destiny. The Court has referred to such decisions as implicating ‘basic values,’ as being ‘fundamental’, and as being dignified by history and tradition. The character of the Court’s language in these cases brings to mind the origins of the American heritage of freedom – the abiding interest in individual liberty that makes certain state intrusions on the citizen’s right to decide how he will live his own life intolerable.” Fitzgerald v. Porter Memorial Hospital, (1976).

We thus hold true and obligate others sworn to uphold the right to self-determination that:
I. Every individual has an ethical, medical and legal right to sexual self-determination.
II. Every individual has an ethical, medical and legal right to explore and research their options in order to make informed decisions.
III. Every individual has a right to be fully informed of the true science regarding human sexual fluidity by relevant agency or practitioner.
IV. Every individual has a right to be informed of the known medical and psychological risks associated with their choice by relevant agency or practitioner.
V. Any professional sworn by oath to make no attempt to coerce, suppress or confound the individual cultural, ethical or religious convictions of any client be held to honor their oath.
VI. Any professional or agency attempting to coerce, suppress or confound the individual right to sexual self-determination be held in violation of their oath, in contempt of legal precedence and hostile to the welfare of their client.

We, whose lives these decisions affect, and our supporters demand our right to liberty and a life of our choosing that is in accordance with creation as intended, good health and a virtuous spirit.

SIGNED:

Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com)
Jason - International Christian Ex-Gay Ministry (http://jason-online.webs.com)

Feel free to share: SOCE BILL OF RIGHTS

Offener Brief an die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig

Sehr geehrte Frau Ministerin,


gemäß Ihrer Pressemitteilung vom 12.06.2014 (http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Presse/pressemitteilungen,did=207828.html) haben Sie gemeinsam mit Berliner „Regenbogenfamilien“ die „Regenbogenflagge" gehisst.


Im Zusammenhang hiermit erklärten Sie unter anderem:


"Das Hissen der Regenbogenflagge steht für unser gemeinsames Ziel eines toleranten und weltoffenen Europas ohne Diskriminierung. Überall dort, wo Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt, angefeindet oder gar angegriffen werden, muss gehandelt werden. In Deutschland, in Europa, weltweit. Das ist unsere gemeinsame Verantwortung und Aufgabe.“


Nun hören sich derartige Statements ja erst einmal ganz gut an. Wer hätte schon etwas gegen „Diskriminierung"?


Mein Name ist Robert Gollwitzer. Ich bin Gründer einer internationalen christlichen Ex-Gay Einrichtung namens „Jason“ (http://jason-online.webs.com), die wiederum an Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com) angeschlossen ist.


Selbstverständlich haben auch wir nichts gegen eine Diskriminierung oder Benachteiligung aufgrund der sexuellen Orientierung – auch wir haben oder hatten schließlich einmalgleichgeschlechtliche Neigungen. Die Probleme, die wir mit derartigen Aussagen haben, sind folgende:


1) Diskriminierung ist sowohl gesetzlich wie moralisch (und in unserem Fall auch auf Basis unseres christlichen Glaubens) abzulehnen. Hierbei jedoch einzelne Gruppen besonders hervorzuheben oder gar per Gesetz einen Sonder-Status einzuräumen, macht zum einen keinen Sinn und widerspricht zum anderen der ursprünglichen Intention, da das Ergebnis hiervon – gewollt oder ungewollt – ist, dass einzelne Bevölkerungsteile Sonder-Rechte erhalten, was in sich schon eine Benachteiligung für andere Bevölkerungsteile bedeuten kann.


2) Was ebenfalls sauer aufstößt, ist das „wie“ dieser Abneigung gegenüber Diskriminierung und Benachteiligung. In der Regel läuft dies – im Zuge einer völlig falsch verstandenen „Toleranz“ – doch darauf hinaus, dass nicht nur Menschen nicht diskriminiert oder benachteiligt werden sollen, sondern andere gleichzeitig eine bestimmte Orientierung und ein darauf aufbauendes gelebtes Verhalten akzeptieren sollen – ja, müssen. Gegenpositionen werden regelmäßig in eine radikale Ecke gestellt oder schlichtweg ignoriert. Hiergegen wehren wir uns ausdrücklich, da dies unschwer dazu führen kann, dass wir aufgrund unserer religiösen Überzeugung diskriminiert und benachteiligt werden (etwa, in dem wir mehr oder weniger deutlich zu etwas gezwungen werden, dass unserem Glauben widerspricht) und unsere Meinungsfreiheit hiervon betroffen sein kann.


Weiter in Ihrer Erklärung:


„Eine tolerante und weltoffene Gesellschaft entsteht nicht per Gesetz. Sie entsteht durch das Miteinander von Menschen. Es ist eine Frage der Haltung einer Gesellschaft, die zu einem Klima der Offenheit führen muss. Da ist jede und jeder gefragt."


Nein, gesellschaftliche und besonders moralische Werte und Grundlagen lassen sich nicht per Gesetz erzwingen, da ja auch dieses auf einer keineswegs wertneutralen Basis steht – ja stehen darf (abgesehen davon gibt es so etwas wie „Wert-Neutralität“ gar nicht). Die Frage ist nur, was denn das für Werte sind, die hier hochgehalten werden sollen. Für uns sieht diese „Toleranz“ und dieses „Miteinander“ eher nach einem moralischen Relativismus aus, indem es keine gesellschaftliche Übereinkunft mehr gibt über das, was wahr, richtig, moralisch und natürlich ist, sondern es gleichsam einem undifferenziertem Mischmasch von individuellen Überzeugungen überlassen wird, irgendwie zu irgendwelchen Werten zu kommen. Ein moralischer Relativismus dieser Art muss zwangsweise mittelfristig zur Zerstörung einer Gesellschaft führen, da ja selbst das oben angeführte Gesetz dann auf einer nicht näher definierten Grundlage steht, bei der (beinahe) alles möglich ist. Schlagwörter wie „Toleranz“, „Weltoffenheit“, „Miteinander“ klingen gut, müssen jedoch näher bestimmt werden. Wenn all dies bedeuten soll, dass jeder tun, lassen und denken kann, was er/sie möchte – aber keinesfalls seine (möglicherweise kritische) Meinung gegenüber dem Tun und Lassen eines anderen kundtun darf, so ist das keinesfalls „Toleranz“, es ist nicht „weltoffen“ und trägt schon gar nicht zum „Miteinander“ bei – es ist schlichtweg Gleichmacherei. Ganz im Gegenteil – wenn dies dazu führt, dass Gruppierungen oder Überzeugungen wie die unsere im besten Fall ignoriert und im schlechtesten Fall schlecht gemacht oder gar kriminalisiert werden, dann hat diese „Toleranz“ schnell ein gar nicht tolerantes Ende.


„Mir ist wichtig, dass wir den Kampf für Vielfalt und Toleranz auf der rechtlichen Ebene aber eben auch auf der kulturellen Ebene führen. Denn unsere Gesellschaft ist bunt und vielfältig. Deshalb muss 'Anders' sein endlich normal sein."


Was bedeutet denn ein „Kampf für Vielfalt und Toleranz“? Momentan sieht es doch teilweise so aus, dass Menschen, die etwa einem Ausleben von gleichgeschlechtlichen Neigungen, einer gleichgeschlechtlichen „Ehe“, einer Adoption seitens gleichgeschlechtlicher Paare oder einer alleinigen Teilnahme von schwul/lesbischen Gruppen an Veranstaltungen im Rahmen des Schulunterrichts ablehnend gegenüber stehen, nicht selten als „homophob“ bezeichnet werden. Abgesehen von der Absurdität des Begriffes (wer hat denn schon eine phobische Reaktion im Zusammensein mit Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen?), wird hierbei unterstellt, dass der alleinige Beweggrund für diese ablehnende Haltung ein undifferenzierter „Hass“ gegenüber Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen ist. Eine Auseinandersetzung mit möglicherweise dahinterstehenden rationalen Gründen und Argumenten wird somit – bewusst? – vermieden.


Wir wehren uns weiterhin dagegen, einen Begriff wie „Anders-sein“ gleichsam wie eine Charaktereigenschaft zu verwenden. Fürsorglichkeit, Großzügigkeit, Eifersucht etc. sind Charaktereigenschaften. Sie entspringen der Persönlichkeit eines Menschen, deren Ausdruck sie gleichzeitig sind. Im Gegensatz zu Eigenschaften, die aus dem Inneren eines Menschen kommen, ist „Anders-sein" keine Charaktereigenschaft an sich. Sie drückt vielmehr ein Verhältnis oder einen Vergleich zu bzw. mit anderen Menschen und deren körperlichen und/oder charakterlichen Eigenschaften aus. Auch hier sehen wir das Problem darin, dass hier bestimmten Menschen ein besonderer Status rein aufgrund eines „Anders-sein“ verliehen werden soll. Weiterhin kann dies auch dazu führen, dass diese Menschen das oft proklamierte „Anders-sein“ verinnerlichen und sich eine möglicherweise bereits bestehende Kluft zu ihren Mitmenschen noch vertieft bzw. im Zuge einer selbst-erfüllenden Prophezeiung sie etwas annehmen, was Ihnen zunächst nicht zu eigen war: „Anders-sein“ – im Sinne von „Fremdartig- oder Seltsam-sein".


„Auch Kinder müssen vorurteilsfrei Aufwachsen. Gerade Kinder von Regenbogenfamilien haben es in der Schule oft schwerer, weil ihre Eltern anders leben als die ihrer Klassenkameraden. Sie begegnen Vorurteilen und Ausgrenzung. Gerade in Schulen müssen aber die Grundsteine für Offenheit, Anerkennung und Toleranz gelegt werden."


Kinder von „Regenbogenfamilien“ haben es unserer Überzeugung nach nicht nur in der Schule aufgrund des familiären Hintergrundes schwerer, sondern aufgrund des familiären Hintergrundes selbst. Wir – und mit uns viele Menschen weltweit – sind der festen Überzeugung, dass eine monogame, heterosexuelle, lebenslange Familie auf Basis unserer traditionellen christlichen Familienwerte die beste und gesündeste Umgebung für alle Beteiligten bietet – vor allem aber der Kinder. Als Stütze unserer Behauptung verweisen wir auf unsere Homepages. Wenn Sie nun aber Werte wie „Offenheit, Anerkennung und Toleranz“ anführen, so verweisen wir auf oben genannte Argumente. Selbstverständlich sind diese Werte wichtig. Jedoch ist hierfür erst einmal eine genaue Begriffsdefinition von Nöten. Was bedeuten denn diese Werte eigentlich und welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Ja, Kindern muss nahe gebracht werden, dass Mitmenschen zu respektieren und allgemein anerkannte Menschenrechte wie die Würde des Menschen, dessen körperliche und seelische Unversehrtheit zu gewährleisten sind oder die Meinungsfreiheit garantiert werden muss. Aber noch einmal und ganz ausdrücklich: Was man hierbei nicht machen darf (!), ist, Menschen in Gruppen zu unterteilen oder gar im Zuge der Vermittlung von Werten wie Respekt und Toleranz gleichzeitig die Akzeptanz der eigenen Meinung und/oder des eigenen Lebensstils einfordert. Abgesehen davon sehen wir die Umsetzung dieser Werte gerade in den Schulen als nicht gegeben an, wenn etwa schwul/lesbische Gruppierungen im Rahmen des Schulunterrichts ihre subjektive Meinung kundtun dürfen, Einrichtungen wie die unsere jedoch konsequent ignoriert werden (der Vollständigkeit halber sei hier angeführt, dass es noch weitere Einrichtungen unserer Art gibt, mit denen wir uns solidarisch sehen).


„Die Regenbogenflagge ist weltweit das Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung, sie steht für Vielfalt und Respekt ebenso wie für Engagement gegen Homophobie und Transphobie. Seit den 1990er Jahren wird in Berlin und vielen Städten des Landes an Rathäusern die Regenbogenflagge gehisst."


Auch hier möchten wir entschieden widersprechen. Die lesben- und Schwulenbewegung hat den Regenbogen keinesfalls für sich gepachtet oder gar erfunden.


„Dann sprach Gott zu Noach und seinen Söhnen, die bei ihm waren: Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen und mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh und allen Tieren des Feldes, mit allen Tieren der Erde, die mit euch aus der Arche gekommen sind. Ich habe meinen Bund mit euch geschlossen: Nie wieder sollen alle Wesen aus Fleisch vom Wasser der Flut ausgerottet werden; nie wieder soll eine Flut kommen und die Erde verderben. Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen: Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde. Balle ich Wolken über der Erde zusammen und erscheint der Bogen in den Wolken, dann gedenke ich des Bundes, der besteht zwischen mir und euch und allen Lebewesen, allen Wesen aus Fleisch, und das Wasser wird nie wieder zur Flut werden, die alle Wesen aus Fleisch vernichtet. Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen, allen Wesen aus Fleisch auf der Erde. Und Gott sprach zu Noach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich zwischen mir und allen Wesen aus Fleisch auf der Erde geschlossen habe."

(Genesis 9,8-17. Einheitsübersetzung)


Der Regenbogen ist also ein Bundeszeichen zwischen Gott und den Menschen, insbesondere dem Volk Israel. Als überzeugte Christen halten wir an diesem Bundeszeichen fest.


Die Schwulen und Lesbenbewegung steht auch nicht unbedingt und zwangsweise für Respekt – etwa was ihr Verhältnis uns gegenüber betrifft. Und „Vielfalt“ allein ist ebenfalls kein positiv besetzter Wert, sondern ein neutraler Ausdruck verschiedener Elemente einer Menge.


Was „Homophobie“ oder gar „Transphobie“ betrifft, verweisen wir auf bereits Geschriebenes. Der Begriff „Homophobie“ selbst ist noch relativ neu. Wir weisen derartige Klassifizierungen ausdrücklich zurück. Hier werden Menschen anderer Meinung möglicherweise ihrerseits diskriminiert, da ihnen eine negativ bewertete Charaktereigenschaft unterstellt wird, anstatt ihnen das Recht einer eigenen, rational begründeten Meinung zuzugestehen. Derartiges erinnert an unselige Mittel der Propaganda, keinesfalls aber an „Respekt“ oder „Toleranz“ anderer Meinungen und schon gar nicht eine Auseinandersetzung mit diesen. Denn „Toleranz“ bedeutet nicht, dass jeder seine/ihre Meinung haben kann und keiner darf den anderen kritisieren. Toleranz heißt vielmehr, den Menschen als solchen zu respektieren – und das tut man am ehesten, indem man verschiedene Meinungen und Wertvorstellungen auf den Tisch bringt und offen und wertschätzend darüber redet.


Wir denken zum Beispiel nicht, dass sich das Leid und die inneren Probleme „transsexueller“ Menschen dadurch beheben lassen, dass man ihnen etwas wegschneidet, ihnen Medikamente gibt oder Silikon einsetzt. Mann und Frau unterscheiden sich körperlich in unzähligen Merkmalen. Dies im Zuge von chirurgischen Eingriffen, mit medikamentöser Therapie und schließlich mit Make-up und Kleidung „korrigieren“ zu wollen, ist in unseren Augen eine Verletzung des hippokratischen Eides seitens der behandelnden Ärzte sowie eine sehr verzerrte Sichtweise der geschlechtlichen Identität und letztlich ein Armutszeugnis der Psychotherapie. Wir lieben solche Menschen und wollen ihnen etwas Besseres bieten als das.


Auch sind wir befremdet darüber, dass die „Regenbogenflagge“ an öffentlichen Gebäuden gehisst wird. Wie sind wir nur an einen Punkt gekommen, an dem wir uns von einer gesellschaftlichen Minderheit unsere Überzeugungen und deren Darstellung nach außen derart kritiklos diktieren lassen? Was hat eine Flagge, die eine sexuelle Orientierung kennzeichnet, auf einem öffentlichen Gebäude zu suchen?


Sehr geehrte Ministerin, wir denken, dass Sie die Ministerin aller Bürgerinnen und Bürger dieses Landes sind – unabhängig von deren Überzeugungen. Als solche möchten wir Sie bitten, sich genauso offen und ausdrücklich für unsere Überzeugungen und die Möglichkeit deren Ausdrucks auch in öffentlichen Einrichtungen einzusetzen, wie Sie das für schwul/lesbische Gruppierungen tun.


Mit freundlichen Grüßen


Robert Gollwitzer

Ridlerstr. 21

80339 München


12.06.2014

Open Letter from an Ex-Gay to Pope Francis:

Dear Holy Father,

my name is Robert. I am 46 years old and a Catholic (even though it took me a little detour to come back to the Catholic Church). My past is not as bright and shining as that of others I guess: I used to embrace the “gay” life for many years until the Lord set me free about ten years ago with the help of a Christian ministry called Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com).

The reason I am writing you today is because I love you like I loved my earthly father who passed away 20 years ago and because I believe you can get things going where others stay silent.

I am so thankful and feel so blessed that the Lord brought me to Homosexuals Anonymous. The people there did what actually the Church should do: They loved me enough to help me out of my gay life and (back) into the Church. I now serve the Jason Ministries (http://jason-online.webs.com), an international Christian ex-gay ministry affiliated with Homosexuals Anonymous.

Having received Christian truth, love and care abundantly, I firmly believe that many others could find help as well through our services and the organizations we are working together with – if the Church only let us. Considering the many factors that contribute to the development of long-term and predominant sexual and emotional attractions towards the same sex, we do not help people with same-sex attractions (wrongly called “homosexuals” at times – there is only one sexuality and that is the God-given one!) by staying passive and silent or even encouraging them to embrace a “gay” life. Yes, ministries like ours are being attacked and usually put into a radical corner. But then again – they nailed the Son of God onto the Cross, so why should they treat His followers any differently?

Holy Father, soon the bishop’s synod on family will start. Please give us a chance to make our voice heard and love others with unwanted same-sex attractions with the same unconditional love Jesus has for us.

From what I get to read in the media, you also reach out to “people like us” and you seem to have a heart for us as well. Maybe you even give us a chance to talk to you in person? I am sure you will hear many voices of “gay”-affirming people – wouldn’t it be good to hear the voice of freedom too?

I really hope and pray you will be able to read this letter and it will touch your heart like God touched mine years ago.

With brotherly love,

Robert

Robert Gollwitzer
Ridlerstr. 21
80339 Munich
Germany
Phone: +49 (0)89 78018960
Email: [email protected]
In order to read Uganda's Anti-Homosexuality Act 2014, please click here.

PUBLIC STATEMENT AND REQUEST FOR FORMAL CLARIFICATION BY MOZILLA CORPORATION REGARDING THE RESIGNATION OF CEO BRENDAN EICH


Date: 04/04/14


To:  Mozilla Corporation


    In review of the recent circumstances which resulted in the resignation of Brendan Eich as CEO of Mozilla Corporation significant concerns of a large number of individuals and businesses have been raised.  Those affected include organizations comprised and representative of those individuals who have changed or seek to change their sexual preference, their supporters and supporting businesses, and individuals and businesses supporting Mozilla and supporting or participating Mozilla employees.  Upon review of details reported in the press and statements made both during and after Mr. Eich’s resignation by Mozilla, our organizations have made the following observations and conclusions:


WHEREAS – Mozilla touts an inclusive, safe environment embracing and defending diversity within its organization, it contrarily allowed for a workplace environment so hostile to Mr. Eich as to pressure him into resignation.


WHEREAS – Mozilla touts inclusiveness within its business, it inappropriately uses personal and private opinions, including non-work related activities, as a justification to allow for a hostile workplace environment in support of internal populist politics and to punish employees for their rightful participation in matters of public policy.


WHEREAS – Mozilla defends the notion of diversity, Mozilla Corporate has clearly taken sides against the American public and an unknown number of Mozilla employees on an issue for which other corporations, such as Cisco and Bank of America, have publicly stated they will ensure employee rights to their own opinion and protect their participation on matters of public policy while maintaining a safe and diverse workplace.  Mozilla has clearly failed in this regard.


WHEREAS – Workplace diversity is commonly accepted to refer to important personal traits such as race, religion, origin, physical ability or disability and ethnicity, Mozilla has opted to inappropriately include in their workplace the irrelevant and often fluid private issue of sexual proclivities making for a hostile working environment for those privately struggling with, objecting to certain behaviors or in the process of changing their personal sexual identity.


WHEREAS – the voting majority of the United States and the majority of nations hosting Mozilla operations have made clear their position on the public policy matter of so-called ‘gay’ marriage, Mozilla has taken an opposing position to their host nations and the voting majority of the US, thus a huge segment of their customers and an unknown number of its own employees.  The opinion of the American public in this regard was made clear in the unprecedented public reaction to incidents with Chick-Fil-A and A&E networks for which Mozilla seems determined to form a trio.


WHEREAS – Brendan Eich has been, and will go down in history as, an individual who has made rarely equaled contributions to society through technological advancement, Mozilla as a technology company appears to be making the statement that improving lives through technology is no longer their primary mission as it permits a workplace hostile to the talent making that mission possible.


WHEREAS – Mozilla’s allowance of this workplace hostility and the loss of Brendan Eich over a minor partisan political issue a priority over their purpose and mission – users, customers, investors and dependent businesses of Mozilla products would seem to want to question the reliability of Mozilla and their invested dependence on Mozilla products.


IN CONCLUSION – We, our members, supporters and supporting businesses call for Mozilla to make a clear statement to its employees as to whether this incident is a dog whistle to all pro-marriage, pro-family, pro-life and religious employees and talent to vacate the company or will Mozilla ensure a truly diverse and safe workplace environment for them.


IN CONCLUSION - We, our members, supporters and supporting businesses call for Mozilla to make a public statement to all of its pro-marriage, pro-family, pro-life and religious investors, users, supporters, personal and business customers as to whether Mozilla holds a discriminatory intent toward doing business with them based on their public policy participation or positions on those policies.


SIGNING ORGANIZATIONS:


-SEE BELOW-


SIGNED:


VOICE OF THE VOICELESS CENTER FOR MARRIAGE POLICY

DAVID H. PICKUP, Licensed Marriage & Family

Therapist

A-GATE SPRINGHEAD UK

MISSION AMERICA

Chaplain GORDON JAMERS KLINGENSCHMITT, Ph.D., 'THE PRAY IN JESUS NAME PROJECT’

AFTAH

GABRIELE KUBY, Author

ANDRE VILLENUEVE, Ph.D. John Vianney

Seminary

PARENTS AND FRIENDS OF GAYS AND EX-GAYS (PFOX)

HOMOSEXUALS ANONYMOUS

A-GATE UK

JASON – INTERNATIONAL CHRISTIAN EX-GAY MINISTRY

JONAH INTERNATIONAL

CATHOLICS FOR ISRAEL

HELP4FAMILIES

GAYMARRIAGENOTHANKS UK

PARAKALEO MINISTRY UK

BTS FACHGESELLSCHAFT für PSYCHOLOGIE und SEELSORGEE gGmbH, Germany

THE OVERCOMERS NETWORK

DR. ROBERT GAGNON, Ph.D

RESTORED HOPE NETWORK LUKAS KIENER, M.D., Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH Bärenmatte, Switzerland

AMERICAN FAMILY ASSOCIATION OF PENNSYLVANIA
Subject: FOR IMMEDIATE RELEASE: International Coalition Demands Answers from Mozilla Corporation Over Forced CEO Resignation
 
FOR IMMEDIATE RELEASE
April 14, 2014                                                                     
CONTACT
John Ozanich
[email protected]
Ph: 330-818-5296
Int. Coalition Demands Answers from Mozilla Corp. Over Forced CEO Resignation
Two Dozen Organizations Release Open Letter Seeking Clarification of Diversity Policy
 
Washington, DC -- Following CEO Brendan Eich’s forced resignation from Mozilla Corporation due to a $1,000 contribution in 2008 in support of California’s Proposition 8 referendum supporting traditional marriage, Voice of the Voiceless (VoV) has joined two dozen organizations in signing an open letter, asking for a formal clarification from the technology company’s policy on free speech and diversity for heterosexuals, former homosexuals, and religious individuals who adhere to a traditional Biblical view of marriage. The coalition is also seeking an explanation as to why Mr. Eich was forced to resign due to his sincerely held religious beliefs and support for traditional marriage. The letter can be viewed by clicking here...
 
“Mozilla claims to adhere to an inclusive, safe atmosphere embracing and defending diversity within its organization, yet it contrarily allowed for a workplace environment so hostile to Mr. Eich as to pressure him into resignation,” commented John Ozanich, Advisory Board member of VoV. “Mr. Eich did not make any statements or donations on behalf of Mozilla, but rather, exercised his first amendment rights as a private citizen in his support of Proposition 8. Why is he being punished for living out his faith? Diversity must also embrace free speech and expression, which includes the right to support one’s sincerely held religious beliefs in the public forum.”
 
Mozilla’s actions call into question why some employees that have privately contributed to certain political causes are scrutinized, yet others are not. “Will Mozilla conduct investigation’s into all of its employees’ political and charitable donations, or only examine the contributions of those who give to pro-family and conservative causes? In the spirit of fairness, Mozilla owes an explanation to its employees and customers as to what constitutes diversity and inclusion,” commented Ozanich.
 
“That Mozilla would allow this type of workplace hostility to cause the forced resignation of its co-founder and new CEO should be a concern and call into question the priorities of the corporation, which is placing political correctness over their purpose and mission – and by extension, its employees, users, customers, investors, and dependent businesses of Mozilla products,” commented Ozanich.
 
If your organization wishes to sign the open letter to Mozilla Corporation, please e-mail [email protected].
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Voice of the Voiceless is the only anti-defamation league defending the rights of former homosexuals, individuals with unwanted same-sex attractions, and their families. For more information, visit: www.VoiceoftheVoiceless.info
Sex Ed Programs in Germany
By Robert Gollwitzer (April 18th 2014)

Germany is just one of many countries where you find heated discussions about the nature and need for sex-education programs in school or even kindergarten. Disagreements exist on the question of when the children should learn what and where.
Beginning with the “Sexual Education Atlas”, a book used in school back in 1969 in the newly instituted lesson “sexual education” there were differences between more liberal (Lutheran) circles who were in favor of state-organized sex-education and more conservative (Catholic) ones that opposed it. The problem: You cannot just take your kids out of school during the sex education lessons. If you do, you will get financial penalties. If you continue to do so, you might even go to jail for it. However, there were always parents who tried to get the permission to spare their kids those lessons – due to religious reasons. In 2004 the administrative court of Hamburg decided it is illegal if Muslim children abstain from sex education during biology classes. The judges hold the view that this is not against religious freedom nor against the right of the parents to educate their children. They also said that telling those children the facts would not go against ideological neutrality. In addition to that, so they stated, the State has the duty to prevent the development of “parallel societies”. If you agree on setting the kids free due to religious reasons, this would confirm a state of “being different”, the judges also stated. Muslim organizations even agreed on that.
There were similar verdicts by the Federal Constitutional Court and other constitutional courts in various European states. Finally the European Court of Justice for Human Rights declared in 2011 that school children may not abstain from state-organized sexual education.
One of the problems with that so-called “neutrality” is that it is far away from being neutral. For example if the subject of “homosexuality” is dealt with, it is not uncommon that both teachers and children get their information from gay sources and/or organizations. The existence of ex-gay organizations is usually not even mentioned nor are they ever invited in public schools.
One of the concerns of parents regarding the sex education programs in schools is the premature sexualization of their children. On the other side you have the need for sex education. But how? And who should be in charge of that?
In Baden-Württemberg, one of Germany’s states, there will now be a teaching program on homosexuality, bi-sexuality, trans- and inter-sexuality, even though not binding yet. Even though the government only called that “guiding principles”, the reactions were harsh. One teacher started an online petition against that kind of curriculum “under the ideology of the rainbow”. So far more than 192000 people signed it. In reaction to that two opposing petition were done with 221000 signatures.
You might also sum up that conflict as the age-old conflict between family and state. Which right weighs more: The right of the parents to educate their children – including sex education – or the right of the state expressed in compulsory school attendance.
Then you have the fear of the parents and of the school authorities on the way and the age in which the children are confronted with sex – in other words: an early sexualization fueled by internet and other sort of porn. The school is supposed to be a safe haven against that.
Finally, there is something that rolls over society like nothing else at the moment: Gender Mainstreaming – which does not simply guarantee the individual  and equal rights of men and women (there are other ways to do that), but dissolves the traditional gender roles (the physical and unchangeable sex) into “gender” (a term influenced by personal preferences, society, worldview and politics – and can thus be changed. You can be whatever you want to be – no matter how you were born).
Back in 1968 the idea was that the state should only take over when the parents failed in their sex education duties. The problem here: Who says they failed and according to which criteria? In the following years there were a number of court cases which rejected the view that sex education has nothing to do in schools. Today, Germany is said to have one of the best sex education programs in Europe. Does it really?
The state forces its legal rights on parents if they don’t obey. In September 2013 a Baptist family went up to the European Court of Justice for their children because they felt that naughty things were being addressed in public sex education. The father even accepted a 40-day coercive detention.
You also have parents that tend to delegate the sex education to the schools so they don’t have to deal with it anymore.
Concerns regarding lessons that deal with gender mainstreaming and “homosexuality” (“will our kids become gay then?”) are being brushed aside as utter nonsense. I don’t think so. First, a basic understanding on what a man and woman is all about, a solid definition of those terms, their roles duties in family, society, church, job and politics is crucial for the kids’ adult life. People with a confused understanding of their own identity can and will cause a lot of trouble (especially men). Now what about that statement that these early and detailed confrontations with subjects like “homosexuality”, bisexuality, trans- and intersexuality (which are far away from being neutral, as I already said) might “turn our kids gay”? Gay groups are quick to bring up the argument that don’t “make” somebody gay who is not already like that and nobody comes out in school as being “gay” just because of those lessons. Well, that is a little simplistic – from both sides. The sexual development of children in school is not finished yet. They are still insecure, they have questions and are growing and maturing in their sexual roles. Of course, you can’t just “turn” them “gay” like that. But if you continue to rub under their noses how natural and wonderful a gay life is, some might and will most likely want to know more about it. They might be tempted to “go for it” and try it out – with major consequences for their future lives. I had been in the gay scene for many years myself – and I am absolutely sure that if the parents and the authorities in charge knew about what’s really going on there (which is not exactly that polished version of being “gay” that you usually get to hear in public), they would stop asking gay groups for information right now – and most likely stop those programs altogether. Just one of many aspects: If this kind of life were so “normal” and “natural” and “beautiful”, how come that tiny percentage of the population has such an incredibly high rate among sexually transmitted diseases? That is not being portrayed in the plush world of “Will & Grace” Also the sexual acts that are seen as “normal” in the gay scene are way beyond what you might even imagine. Do you really want to confront your children with the normalcy of that at an early age? Without even giving them a chance to hear the other side – like ex-gay organizations? Where is the neutrality in that?
Nice-sounding terms like “sexual diversity” that are celebrated as good are neither neutral nor do they portray the facts accurately. Yes, there is a sexual diversity, but it is not like it doesn’t matter which way you go – all is good and fine. Each way has its consequences. Plus if you open that door where do you close it? What about pedophiles and zoophiles? Gays would cry out in rage hearing that I guess, but does not logic lead some to the option of opening that “diversity” for other groups too? Yes, you can’t compare them, but based on what would you close the door?
In 2013 the European Parliament rejected a “package to improve sexual health” – on initiative of the conservatives. As consequence there is still no duty for the member states to implement sexual education in schools. A couple of months ago the highest court in Croatia forbade sex education in school. According to the judges of this new member country of the European Union it violates the parents’ basic right of educating their children.
One of the arguments for the need for sex education in schools that gay activists sometimes bring up is the high number of suicides of kids with same-sex attractions who suffer from “homophobia”. This argument sounds good at first (who would object to that?), but is not so good at a second look. First, the factors that contribute to a suicide are many and what exactly lead to it is not always easy to say. Moreover you cannot blame somebody or something for it as a consequence. To use those suicides as a political argument is morally and scientifically inacceptable. There is no one cause for a suicide so tracing it back to “homophobia” is more than simplistic. Besides many people with same-sex attractions also suffer from mental disorders, so it is extremely hard to tell what finally lead them to commit such a tragic act. Yes, school kids need to learn about how to respect, tolerate and love other people. What you cannot do in there is put them in groups and say these people need extra tolerance.
What usually goes along with programs in school that include gay groups is that the kids are not only told to respect other people’s rights, but also that “being gay” is “normal”. This does not go together with the so-called “neutrality” of those lessons. School children are being indoctrinated at an early age to accept a world view they might have not accepted had you confronted them as mature persons.
Sadly though LGBT activists that not so long ago demanded freedom and tolerance to say and do whatever they want for themselves now are not so “tolerant” when it comes to worldviews opposing their own: Several manifestations of concerned Christian parents in Baden-Württemberg against their sex ed curriculum were seriously attacked by left wing activists in March 2014. Parents were shocked both by the hatred of those activists and by the passivity of the local police. Looks like tolerance and freedom go only one way.
Why is that pro-gay education so dangerous? Why not just leave it as is?
Aside from the points already mentioned above there are some other issues to keep in mind.
Changes in society usually come in a political or legal way – for instance through new laws. Laws, however, can be overturned. The changes that go way deeper are the cultural changes – the changes in what people believe in. Changes in their value system. Those changes cannot be overturned so easily.
Such changes we are dealing with when it comes to “homosexuality” (even though that also includes political changes).
Marshall Kirk and Erastes Pill wrote in 1987 in an article of a Guide magazine entitled “The Overhauling of Straight America”:
“The first order of business is desensitization of the American public concerning gays and gay rights. To desensitize the public is to help it view homosexuality with indifference instead of with keen emotion… You can forget trying to persuade the masses that homosexuality is a good thing. But if you only can get them to think that it is just another thing, with a shrug of their shoulders, then your battle for legal and social rights is virtually won.” (Marshall K. Kirk and Erastes Pill, “The Overhauling of Straight America,” Guide magazine, 1987, Mass Resistance website, www.article8.=rg/docs/gay_strategies/overhauling.htm)
A little later in the same article they go into details:
“Any campaign to accomplish that turnaround should do six things: 1. Talk about gays and gayness as loudly and as often as possible; 2. Portray gays as victims, not as aggressive challengers; 3. Give protectors a just cause; 4. Make gays look good; 5. Make the victimizers look bad; 6. Solicit funds.” (Kirk and Pill)
Why make them look like victims? Because then political and society leaders will see the need for new laws and policies – political change. Example: Non-discrimination laws based on sexual orientation.
As to the “make gays look good” part: That works to perfection: Gays are nice people like you and me and those who are against embracing a gay lifestyle are the evil ones. The modern media seems to be completely on the side of gay activists. Needless to mention that only a certain type of gays is being portrayed there- with full purpose as it looks. Real gays as you find them in the gay scene are certainly not helpful if you want to follow that policy.
As to the funding – well, let’s just say gay activists did their job.
So let’s focus now on “talking about gays and gayness as loudly and as often as possible”:
Again a quote from Kirk and Phill:
“The principle behind this advice is simple: Almost any behavior begins to look normal if you are exposed to enough of it at close quarters and among your acquaintances.”
In other words and with two of its best examples: Through popular media and in school. I don’t think there is much need to go deeper into popular media – just turn on your TV and you’ll see for yourself.
How about schools then? The subject of “homosexuality” has made huge progress in schools- from being completely ignored to being completely normal – and mandatory.
It is safe to say we are at war right now – and it looks pretty good for gay activists. They have made major progress with conservatives having largely underestimated the need to oppose or even address that tendency. Sometimes the parents don’t even know what their children are exposed to in school. You find even projects like “Diversity Days” celebrating the normalcy of sexual orientations and acts other than heterosexuality as sustained by traditional Christian values. If you take your kids out of school during those lessons and events, you might face criminal charges.
The other strategy –portraying “homosexuals” as victims works just well too – both in the media and in the schools. One of the argument that gay activists use in schools is that “research proves” something. Example: 30 percent of teenage suicides are committed by gays (see remarks above on that). People tend to believe that without verifying its background. Just present statistics and trust that people will not bother finding out if they are even true or scientifically done –and if so, what they actually say – and what they don’t say.
Facts that you can verify: The emotional, physical, spiritual, emotional and sociological consequences of a gay life. What the gay activists teach our children – directly or via curricula they helped pushing through – is a society where everything changes so nothing really matters anymore.
If we let it happen that traditional Christian family values are being eliminated and replaced by – nothing, by an agenda where (almost) anything and everything goes, this will have huge and long-term consequences for society as a whole. A society where moral relativism reigns has no future and cannot survive as such. We owe our kids more than that. We owe them a solid education that helps them find their role in a society that honors God in everything. The Christian God that our forefathers used to fight and die for. The Christian faith that laid the foundation for Western societies.
If we want the best for our children, we need to act.
Now.


Sources:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sexualkunde (April 18th 2014, 1:27 p.m.)
http://www.lehrer-online.de/homosexualitaet.php?sid=68790679635231580239775937593200 (April 18th 2014, 1:33 p.m.)
http://www.welt.de/politik/deutschland/article123981298/Sexualkunde-die-Grenzen-der-Aufklaerung.html (April 18th 2014, 2:20 p.m.)
http://www.welt.de/politik/deutschland/article124308090/192-000-Stimmen-gegen-neuen-Sexualkunde-Unterricht.html (April 18th 2014, 2:26 p.m.)
http://www.queer.de/detail.php?article_id=20618 (April 18th 2014, 4:59 p.m.)
http://www.intoleranceagainstchristians.eu/case/christian-demonstrations-violently-attacked-by-left-wing-radicals-in-baden-wuerttemberg-and-cologne.html (April 18th 2014, 5:05 p.m.)
Mike Haley in Dallas, J. and Heche, N. (2010) The Complete Christian Guide to Understanding Homosexuality. A Biblical And Compassionate Response to Same-Sex Attraction. Eugene, Oregon: Harvest House Publishers

Will You Still Love Me Now?


Some people look at same-sex attractions only from the sexual side. If you forget the emotional aspect of them, you might get nowhere very fast. You will most likely try “not to do” something and give up with much frustration instead of finding out about that huge desire in you that yearns for love so much it hurts. It might realize that it’s looking for it at the wrong places, but this is all there is for now.


When I enrolled in Homosexual Anonymous’ online-program, I did that with little conviction. I kind of “stumbled” over H.A. and had never heard of such a thing before. Neither did the thought ever cross my mind that the state I was in had something to do with the way I lived my life or that somebody would seek not to live that way. But, be it like it was, I messed up big time and when I found out about this program, I thought why, you did it your way for so long and look at where you ended at. You might just as well give that new thing a try. And so I did.


Go to a weekly church service they suggested. Have you any idea of how long I had not been there? What the heck. I am the kind of person that is very result-oriented, so when I decided to register I thought I will do everything I can from my side to give it a real shot.

Read the Bible on a daily basis they said. I had never read the Bible just like that ever before, so that was kind of weird to me. But what the heck. Let’s go for it. Where to start? Psalms sounded good. And John. Wasn’t that the one Jesus loved? Sounded good enough for me. And to this day I believe that was the best choice I could ever take. Once you’ve been there, the pain expressed in some psalms take on a different meaning for you. You realize this guy had been where I had been. Likewise with John. There are the Gospels – and then there is John. The one who sort of drops out from the rest. The one who talks about love, light, darkness. I craved for that.


Read some useful literature they said. So I read my way through all that ex-gay literature. Don’t get me wrong – that is very useful and important.


And yet I forgot one thing. You might already guess it. I covered my spiritual side and the scientific knowledge of what this is all about – the reason.


Sounded alright for me. I knew now what was the right thing to do and to believe in – and why.


Well, that kind of worked for a while. That was easy, I thought. You just give up the sex stuff and BOOM you’re done. What’s all that fuzz about then?


Then one of my best friends came over from the USA to pay me a visit like many times before. Years ago we had sex with one another, but after we dropped that we stayed (or became) best friends.


To cut it short: We spent awesome days together here in Munich, Germany. I found my soul mate. Somebody who struck a cord that nobody else struck. I dreaded the day he had to leave.


One evening, we were in my apartment (thankfully he stayed at a hotel). He took place at a chair and myself at the couch. I asked him to come over and tried to sound as innocent as I could. He looked me in the eyes and asked “Why?” – and stayed where he was. We both knew why. Had he done it, I’d have probably gone for it. Yet, even though he still embraced the gay life himself, he loved me enough to respect my decision and protect me from myself.


Then came the day he had to fly back to the USA. I took him early in the morning to the train who went to the airport and afterwards went to my job.


The same day I had a business meeting outdoors. It was a cold and rainy November day.

I left the office and went to join the customers.


Almost there, I walked through an empty street and felt the rain on me. What I also felt were there tears streaming down my face.


I went into the doorway of a house nearby and collapsed.


There I was – knowing the truth in my mind, but it somehow hadn’t reached my heart yet. So while I was sobbing like a baby I told the Lord that I cannot stand this any longer and that I needed Him badly. This was eating me up and I did not know what to do. I needed someone in my life that filled that huge void in me. Whoever the Lord sent me, I would accept him.


Nothing happened. I pretended I was alright and kept on going, expecting to crush down anytime soon.


Then one day I got home from work and the phone rang. “Hi, my name is John”. I stood petrified. Without any further explanation I knew this was the one God sent me. And as I later learned, it was the same for John. Sort of the lame helping the blind to walk. John later said sometimes the Lord scans the earth to find two that go together well.


And the Lord continued to bring wonderful people into my life. André, Bill, Christian, Mark R., John O., John J., Doug, Mark E., and more. Men that showed me what a true friendship is all about and that sex actually kills it.


God also helped me mend all those broken relationships during the time where I left nothing but burnt earth behind me.


He showed me that I need not be alone just because I did not have a gay lover.


Many times after I came back to Him I struggled as I knew that my past life was not what brought me to where I wanted to go and yet had no idea of where the present way would lead me. I had to give up everything. That might sound like not a big deal for some, but this was all I had and all the people I knew. That helped me cope with my pain and giving it all up meant jumping off a cliff not knowing if someone would catch me. I had to give up things, behaviors and attitudes that were my security blanket. Once I even felt deep love for a man in my heart. I did not “go for it” and tried my utmost to stay on the right path (which I did, just for the record). I knew I had to give up this “love”, even though it tore me apart. It hurt like nothing before and I was a 100% sure I would not survive that – neither physically nor mentally or emotionally. But I hold on with the little faith that was left in my heart to God. Over and over again I heard very clearly a voice in my heart saying “I know that hurts. Will you still love me now?” And each time I said “Yes, I will still love you. It will kill me I suppose, but I will still love you”.


And God has been faithful. He led me out of this situation to true freedom like He led me out of so many valleys.


How could I ever deny my God that has always been good to me?


I will love Him no matter what.


Rob

Contraception, sex outside of marriage, why non-Catholics cannot receive Communion in the Catholic Church, and same-sex "marriage"


Well, thanks to a federal "judge", the great state of Alabama is about to legalize same-sex "marriage" as of this Monday.  This is being touted as a "good" thing by those in the LGBT crowd and their allies.  Alice has fallen down the rabbit hole...up is down, in is out, evil is good, and good is evil.  We need to keep praying and keep working in the vineyard to turn our society around.  Through Christ, all things are possible...


Continuing with what I started last week - here are the final four of a series of articles I wrote for our diocesan newspaper on Marriage and the Eucharist.  It's basically the written version of my audio on the same topic, with a few modifications.  I draw parallels between the two sacraments and then use those parallels to explain some of the Church's teachings that many folks have trouble with.  In the articles in this issue, I'll be touching on the topics of: contraception, sex outside of marriage, why non-Catholics cannot receive Communion in the Catholic Church, and same-sex "marriage" .  I'm going to reprint the articles exactly as they appeared in the newspaper, so if you think your diocesan paper might be interested in printing them, you can just copy them as is.


Marriage and the Eucharist.  We ended last week with John 6:54, “He who eats My flesh and drinks My blood has eternal life.”  The Eucharist is all about giving us life...eternal life.  By receiving the Eucharist into our bodies we are receiving God’s own life into ourselves.  We are receiving Life itself.  


Listen to what Paul says in Galatians 4:19, “My little children, with whom I am again in travail until Christ be formed in you.”  We need to have Christ formed within us.  Christ, through the Eucharist, is giving us His very life.  Christ, through the Eucharist, is planting the seeds of eternal life in our bodies.  Seeds that will hopefully grow, aided by the Holy Spirit, until Christ is fully formed within us.  Through the Eucharist, through receiving Christ into our bodies, the two have become one.


In the marital embrace, the wife receives her husband’s love and his very life within her. And he is planting the seeds of life that could very well grow until a life is fully formed within her.  The two, husband and wife, have become one.  And the two becoming one is most readily apparent when the marital embrace results in the conception of a new life.  The two have become one have become three.  It is here, in the life-giving and love-giving act of marital intimacy, that the family of man most closely mirrors the family of God...the Trinity.  


Can you see how the Sacrament of Marriage is inextricably linked to the Sacrament of the Eucharist?  How God’s relationship to us is most clearly mirrored in the relationship of husband and wife?  How the Holy Spirit proceeds from the life-giving and love-giving relationship between  the Father and the Son, just as a child proceeds from the life-giving and love-giving relationship between husband and wife?  In the Eucharist, the Holy Spirit in a sense “overshadows” us and we receive Jesus into our bodies.  The Annunciation, was, in some ways, a pre-figuring of the Eucharist.  The Holy Spirit overshadowed Mary and the two became one became three.  


The Bible starts off, in Genesis 2:24, with marriage.  All through the Bible, Old Testament and New, the relationship between God and Israel, and then between God and the Church, is described in marital terms.  And then, in the Book of Revelation, at the end of the Bible, at the end of time, we have the eternal Wedding Feast of the Lamb...the eternal union between Christ and His Bride, the Church, in the New Jerusalem.


Do we approach the Eucharist within a marital framework?  Do we see it as the very intimate act that it is?  Do we allow ourselves to be completely open to receiving Jesus...to receiving His love...to receiving His life?  Do we keep in mind His total self-giving...His being poured out on the cross for us, whenever we receive Christ in the Eucharist?  Are WE offering ourselves totally and completely to Him?  Are we pouring ourselves out for Him?  Are we allowing Him to change our lives?  Are we allowing Him to plant the seeds of eternal life within us?  Are we allowing Jesus to be formed within us?  Or, do we allow the receiving of the Eucharist to become routine?  Just one action of many that we participate in at the Mass?  Do you mentally tell yourself, “Okay, Father’s holding up the host, we’ll be out of here in 15 minutes.”?  


Do we approach relations, and particularly our physical relations, with our spouse within a eucharistic framework?  Do we realize that whenever we “know” our spouse, that we are re-presenting ourselves fully and totally to him or her?  That we are back on our wedding day and are re-presenting ourselves before God?  That we are participating in an act of love that gives life, and that this act is a sign of the life-giving love that God gives to us?  Do we contemplate these things?  Do we raise physical intimacy with our spouse to a sacramental level, instead of a mere physical act?


Now, having drawn some of these parallels, let me ask the question: What if Jesus did not give all of Himself to us?  What if Jesus held back the life-giving aspect of the Eucharist?  In other words, what if we received His body and blood, but Jesus then did something to prevent that Body and Blood from producing life within us?  We received the Body and Blood, but it was somehow prevented from forming Jesus within us?  I think you may have an idea where I’m going here.


The question of contraception.  Society says, no big deal.  Most Catholics say, no big deal.  But, looking at the marital embrace within a eucharistic framework, do you maybe see now why it is such a big deal?  When a man and a woman use contraception, then the man is saying to the woman, “I am giving myself to you, but I am not giving myself completely and totally and without reservation.  I am holding something back.  I do not wish to share the life-giving aspects of this act with you.  I do not want the two to become one”  Or, the wife is saying, “I do not want to receive all of you with no exceptions.  I do not wish to receive you completely and totally and without reservation.  I do not wish to receive the life-giving aspects of this act from you.  I do not want the two to become one.”  


To continue with our parallels between Marriage and the Eucharist, when we receive the Eucharist, when we receive Christ into our bodies, we are receiving the very life of Christ within us.  Galatians 4:19, “My little children, with whom I am again in travail until Christ be formed in you.”  Christ be formed in you.  Through the Eucharist, Jesus is planting the seeds of life - His life - within us.  


When a wife receives her husband in the marital embrace, she is receiving his very life within her.  He is planting the seeds of life within her.  Through contraception, the life-giving aspect of that act is held back.  What if Jesus held back the life-giving aspect of the Eucharist from us?  What if Jesus decided not to give Himself fully to us?  What if Jesus prevented us from receiving life in the Eucharist.  What if Jesus prevented us from having His life conceived within us through our reception of the Eucharist?  What if Jesus, in a spiritual sense, contracepted?  Could anyone ever consider that to be a good thing?  


And what exactly is it that we are holding back from our spouse through contraception?  Is it just one little aspect of who and what we are as human beings?  Could you say, “Well, I’m not going to share this one aspect of me with my spouse, but I’m willing to share all the hundreds and hundreds of other aspects of myself with my spouse.  In other words, I’m willing to share 99.9%, but just not 100%.”  I don’t think so.  


Listen to this passage from Genesis, chapter 1, “Let us make man in our image, after our likeness.”  And in Genesis 5 it says, “When Adam had lived a hundred and thirty years, he became the father of a son in his own likeness, after his image.”  God created man in His image and likeness.  Man participates in this act of creation to produce children in his image and likeness.  Scripture tells us that man is doing something God-like in the act of physical generation.  The act of creating life, is, in my opinion, where man most closely imitates God and most closely cooperates with God.  The act of creating life is where man mirrors God most closely.  Think about it.  God and man, working together to bring new life into the world!  A new body with a new, eternal soul, into this world.  Is this just .1% or some other small percent of who we are?  Is the aspect of our humanity where we participate in the act of creation with God Himself, is that aspect of our humanity just one aspect among hundreds of others?  


No!  When we contracept, when we do not share ourselves fully and completely and openly and without reserve with our spouse, we are not sharing with our spouse one of the two major aspects of who we are as human beings.  We were created to love and to give life.  That is what the marriage act is all about...giving love and creating life.  To withhold either love or life from our spouse, is to withhold a major aspect of who we are as human beings.  


God is love.  And because He is love, He gives life.  His love is procreative...pro-creative.  His love gives life.  When we separate love from life, as when we do when we use contraception, then our love is no longer like God’s love.  It is not pro-creative love.  It is anti-creative love.  It is selfish love.  And when we separate love from life, when our love is no longer pro-creative, but anti-creative, selfish love, we start experiencing serious consequences - not just as individuals, or as married couples, but as a society.  Just look all around you at the hell that has been created by the separation of love and life...astronomical divorce rates, abortion, out-of-wedlock births, test tube babies, human cloning, pornography, homosexual marriage, AIDS and other sexually-transmitted diseases, and on and on it goes.  


When we receive the Eucharist, when we receive Christ into our bodies, we are receiving the very life of Christ within us.  Again, He is planting the seeds of life within us.  When a wife receives her husband, she is receiving his very life within her.  He is planting the seeds of life within her.  Again, what if Jesus decided to contracept in a spiritual sense?  What if Jesus held back the life-giving aspect of the Eucharist from us?  What if Jesus decided not to give Himself fully to us?   What if Jesus held back the very aspect of the Eucharist that the Eucharist was designed to convey...Life!?


That’s what we do when we contracept.  We hold back the life-giving aspect of the marital embrace - the very aspect that the marital embrace was designed, by God, to convey.  Can that ever be a good thing?  God put the two aspects, love and life, together in the physical union between husband and wife.  When we contracept, we are separating what God has put together.  We are separating love from life.  And doesn’t Scripture say, let no man rend asunder what God has joined together?


Why are non-Catholics not allowed to receive Communion in the Catholic Church?  It’s because receiving Communion in the Catholic Church, when you are not a member of the Catholic Church, when you have not committed yourself completely and totally to the Church, is like having sex outside of marriage.


A lot of folks reason that since sex is a gift from God - after all God gave us our sexual desires - then it can’t be wrong to use that gift and act on those desires.  It doesn’t matter if one is married or not.  Especially if it’s two consenting adults.  Well, we’ve shown that God’s way of doing things involves 3 steps: 1) Commitment, the man shall leave his mother and father, 2) Marriage, he shall cleave to his wife, and then 3) The two shall become one.  The physical consummation of the marriage is the sign that there is a lifelong commitment already in place.  It is the sign that these two people have given their very lives to each other.  It is the sign that God has joined these two people together.  


Sex outside of marriage is a lie.  You are speaking a lie with your  body.  You are saying I am committed to you for life with your body, when actually no such commitment exists.  It is a lie, a very serious lie.  You are lying to the person you are committing this act with.  And, even if you are “in love”, it is still a lie.  Why would you want to engage in a lie with someone you are supposedly in love with?  When you put step #3 - the two shall become one - before steps 1 or 2, you are messing with God’s plan for marriage.   And whenever you mess with God’s plan, something unpleasant will eventually result.  


Sex outside of marriage is getting things out of order.  There is no lifelong commitment in place, therefore the sign of that commitment, physical intimacy, should not take place.  To be sexually active outside of marriage is to be consummating a commitment that does not exist.  It is engaging in a lie.


Drawing the parallel, a lot of non-Catholics believe that they should have the right to receive the Eucharist in our Church. They even get offended when they are told that they can’t.    A lot of Catholics believe it’s no big deal if non-Catholics receive the Eucharist.  But allowing non-Catholics to receive the Eucharist is, again, tantamount to approving of sex outside of marriage.  If a person is not a Catholic, then that means that they are not fully united to the Church.  They have not made a total  commitment to the Church. The Eucharist is the sign and source of unity among Christians, and particularly so for Catholic Christians.  It is the sign that the two have become one, and that the many have become one.  If someone is not a Catholic, even though they may believe what Catholics believe about the Eucharist actually being the Body and Blood of Christ, they cannot receive Communion.  They are not fully united to the Church, no lifelong commitment has been made.  No commitment...no consummation...no Eucharist!  


When we receive the Eucharist, we are saying, with our bodies, that we believe what the Catholic Church teaches...in its entirety.  We are saying we believe not only what the Church teaches on the Eucharist, but we are also saying that we believe what it teaches on the priesthood, on the Communion of Saints, on the Sacraments, on Mary, on the Mass, and on and on.  If someone who is not Catholic receives Communion, then they are saying to us, with their bodies, that they believe all that Catholics believe.  That they have made a commitment and they are consummating that commitment.  But, they don’t believe as we do!  And they haven’t made that commitment!  That’s why they’re not Catholic.


Therefore, for them to receive the Eucharist, would be a lie.  They would be lying with their bodies before God and before man.  Just as those who engage in sexual relations outside of marriage are lying with their bodies to each other and to God.  So, if anyone ever asks you why Catholics do not allow non-Catholics to receive Communion, you can simply say that it’s because we don’t believe in sex outside of marriage.  That is why we do not allow non-Catholics to receive Communion in the Catholic Church...we do not want them to engage in a lie.      


And that is why we, as Catholics, cannot receive Communion in Protestant churches.  We would be saying, with our bodies, that we believe as they believe.  But we don’t, so it would be a lie before man and God to receive Communion, or the Lord’s Supper, in a Protestant church.  


So, again, if anyone ever asks you why non-Catholics cannot receive Communion in the Catholic Church, simply ask them if they are in communion with the Catholic Church.  Ask them if they believe all that the Church teaches, on everything, not just on the Eucharist.  If they say no, ask them why it is they want to receive Communion in the Church when they are not actually in communion with the Church?  Ask them why they want to receive the sign of unity, when there is no unity?  Make it clear to them that the act of receiving Communion in our Church is a declaration that they believe as we believe.  And, if they don’t believe as we believe, then, should they receive the Eucharist, they are committing a lie with their bodies and it would be an egregious offense against the Church and against God.  Tell them it is just like sex outside of marriage.  They want 


Finally, one other area where we can use these parallels between the sacraments of Marriage and the Eucharist to help us form an appropriate response, is this idea of same-sex “marriage”, so-called.  A very hot topic these days.  There is not now, never has been, and never will be, such a thing as a same-sex “marriage.”  It doesn’t matter how many judges issue how many licenses and how many wedding ceremonies take place - there will never be such a thing as a marriage between two men or two women.  God is the author of marriage.  He made it.  He defined it.  He joins the two together.  God has defined a marriage as something to unite one man and one woman.  Period.  


One man cannot marry another man and one woman cannot marry another.  Why?  The two cannot become one.  For the two to become one, there has to be a life-giving bridegroom and there has to be a life-receiving bride.  Between two men, there is no one to receive the life of the bridegroom.  Between two women, there is no bridegroom to give his life to the bride.   Consummation is not possible in either situation.  


A union, as such, between two men, would be as if Jesus wanted to give us His life in the Eucharist, but we had no way of receiving it.  It would be as if Jesus died on the Cross, but never

instituted the Eucharist.  A union, as such, between two women, would be as if we all wanted to receive the life-giving force of Christ in the Eucharist, but there was no life-giving force to receive.  It would be as if Jesus instituted the Eucharist, but then never died on the cross for us.  


There can be no such thing as a same-sex marriage, because there is no such thing as “life-giving” love, love that produces life, in a same-sex union.  Two men cannot produce a life between them.  Two women cannot produce a life between them.  It is a physical impossibility.  Therefore, same-sex “marriage” is an impossibility in the eyes of God.


St. Paul tells us in Romans, chapter 1, that the desire of a man for another man, or of a woman for another woman, is unnatural.  But you don’t have to believe in the Bible, or even in God, in order to understand that St. Paul was correct.  All you have to do is look at the body of a man and the body of a woman and you can easily discern that nature has designed a certain complementarity between the bodies of men and women.     


So, just from a simple observation, we can discern that nature designed a complementarity between the bodies of men and women.  We can discern that sex was designed by nature, to 1) be the physical union between a man and a woman, and 2) to perpetuate the survival of the species.  Same sex unions go against nature in both regards.  A man’s body was designed to join to a woman’s.  A woman’s body was designed to receive a man’s.  So, same-sex unions are contra nature.  They are inherently unnatural.  


And, if nature does indeed have a creator, then if same-sex unions are contrary to nature, it is safe to say that they are contrary to nature’s creator.  This is not about being “mean” to two people who are “in love” and it has nothing to do with “homophobia” or anything of the sort.  It actually is an act of charity to oppose what society is trying to impose.  If the Catholic Church is correct and homosexual acts are indeed acts of “grave depravity” and they are indeed “intrinsically disordered” (Catechism, #2357), then the most important thing to consider is the salvation of the souls of those committing these acts that are contrary to nature and contrary to nature’s God.


It is not mean, or somehow homophobic, or anything else of that nature to desire the good for a person and, particularly, to desire the ultimate good for a person - the salvation of someone’s soul.  The best thing a person can do if you know of someone who is struggling with same-sex attraction is to talk to them about God’s love for them...and to give them whatever support you can to help them live a chaste lifestyle.


And, it just so happens that the Diocese of Birmingham has recently seen the establishment of a chapter of Courage, which is an apostolate of the Catholic Church that ministers to persons with same-sex attraction (www.couragerc.org).  If you would like to find out more about the Courage chapter here in the Diocese of Birmingham, you can call the Courage chaplain at: 256-221-8844.  All calls are completely confidential.


Marriage and the Eucharist...the two shall become one.  I hope this series of articles has helped you to see and understand how intimately and intricately these two sacraments are linked together, and that they have helped you to look at marriage from a eucharistic point of view, and to look at the Eucharist from a marital point of view.    


(Send any questions/comments to: [email protected]  If you would like to sign up for John’s free apologetics email newsletter, simply go to: www.biblechristiansociety.com.  You can also order his free CD’s on various apologetics topics at the website, including his CD that covers this topic which is entitled: “Marriage and the Eucharist: The Two Shall Become One.”) 

Hear Me

Is Homosexuality Perverse?

If so, should we call it like that? First, in my view there is no such thing as "homosexuality" (a rather modern term). Some heterosexuals (even that term is rather modern) have same-sex attractions - for whatever reason. That doesn't make them an extra species nor does it give them an extra identity. This needs to be stated clearly - both to people with ssa and to the public in general. You do not get "extra rights" for feeling that way and your whole life should not turn around being like that. So what about it being perverse? Let me take a running start for that: You first need to define that word - "homosexuality" or better: same-sex attractions. Usually you mean by that a long-term and predominant sexual and emotional attraction to members of the same sex. The causes for it are still unknown, but most scientists agree that the development of those attractions is caused by a whole bunch of different factors. Likewise, addressing and dealing with those factors can in turn influence the attractions. So are those attractions - or is "homosexuality" - "perverse"? If we mean by that that they are in some way medically speaking a gender identity disorder and like that are not what we refer to as "normal" or "unnatural", then I have to answer with a clear - yes and no. Yes, this is part of the whole problem but no, seeing people with ssa simply as "sickos" would be not helpful for them and also to simplified. It is more than just a disorder or a disease. Also from a spiritual perspective. It is not for nothing that Jesus separated sexual sins from others as they go against the own body which is the temple of the Lord. So let's just say they are a misguided way of dealing with legitimate needs and past hurts. Same-sex sexual acts and lustful fantasies are wrong from a Christian (and Jewish, and Muslim...) point of view because the go against God's design for human beings. We are created in His image and He should know what is best for us - and what leads us to very negative consequences. So keeping all of that in mind, can and should we call that "perverse"? I get the point of those who do, but calling that "perverse" is inappropriate for the following reasons: Keep in mind the factors that contributed to the development of ssa. Usually that started way back in childhood - so it is not just a "perverse" way of sexual preference that an adult chooses to get an orgasm. Yes, they are "perverse" in the sense that they are not what would be seen as "natural" (in the meaning of "planned by God for the best of mankind"). But no, they are not and should not be called that way as the term is misleading and insulting. Sort of puts shame and worthlessness on the whole package of problems that those people already have. And for this very reason it should not be called that way as it does not help people with ssa - quite on the contrary. They might feel "sick", "disordered", "evil", "scum" - in short: "pervert". Yes, their orientation and their sexual fantasies and/or acts got sort of out of control, but they are not "perverts" because of that. Also it is a misleading term for the public as they will only hear that word without understanding how it is meant. So we might better use other words to describe it. But one thing needs to be said as well: Both people with same-sex attractions, parents of kids who feel that way or parents in general whose children might have to face gay groups or messages at school, the public, authorities, churches and whoever else out there needs to hear a very clear message that there might be very negative physical, emotional, psychological, relational and spiritual consequences of a "gay" life. Ain't nothing "gay" about it. Gays might respond it doesn't have to be that way, but a look at the statistics is enough to prove that it often is - and it is not society who can be blamed for that. It is the "gay" life itself. If we love those people then yes, we need to give them a message of hope and love that there is a way out. Part of that message, however, is tough love. We need to love them enough to tell them the truth. Everything else has little to do with the Christian faith or with sound therapy. Many young people who think about embracing the "gay" life only get to hear the polished version of that life that gay activists spread - that makes them look good and nice and those who object look bad. That's victimizing. That's propaganda at it's best. Our job is to spread the truth while also giving them a helping hand so they know there is a way out. Hope that helps.
Robert

Links

Resources

Making Gay Okay: How Rationalizing Homosexual Behavior Is Changing Everything
Hardcover
by Robert R. Reilly (Author)
Hardcover: 250 pages
Publisher: Ignatius Press (April 15, 2014)
Language: English
ISBN-10: 1586178334
ISBN-13: 978-1586178338
Should Ex-Gay Ministries Get Involved In Politics?

That question raised quite some concern among ex-gays even not so long ago. Some groups (like Homosexuals Anonymous) have completely abstained from taking an active part in politics, others have been out there from the beginning.

So where are we now? Does it even matter?

It does – very much so.

I don’t know if there ever was a time where it might have been understandable to focus only on being a “safe haven” for those seeking help in dealing with unwanted same-sex attraction. If there was, this time is over now. We simply cannot afford staying silent anymore and concentration on therapy, counseling or pastoral care.

I was born and raised in Germany. We got some idea of how wrong and dramatic it can get if you think you are living on an island – separated from the rest of the world – and this world with all that it brings along will leave you in peace then.

“No man is an island, entire of itself; every man is a piece of the continent, a part of the main. If a clod be washed away by the sea, Europe is the less, as well as if a promontory were, as well as if a manor of thy friend's or of thine own were. Any man's death diminishes me because I am involved in mankind; and therefore never send to know for whom the bell tolls; it tolls for thee.” John Donne

We are never separated from the world – and as Christians we must not even think of being so.

“First they came for the Socialists, and I did not speak out-- Because I was not a Socialist.
Then they came for the Trade Unionists, and I did not speak out-- Because I was not a Trade Unionist.
Then they came for the Jews, and I did not speak out-- Because I was not a Jew.
Then they came for me--and there was no one left to speak for me.”
Pastor Martin Niemöller criticizing German intellectuals for being coward during the Nazi area

Ex-gays cannot and must not stay silent – and neither must the Church.

Matthew 28:16-20 King James Version (KJV):
“16 Then the eleven disciples went away into Galilee, into a mountain where Jesus had appointed them.
17 And when they saw him, they worshipped him: but some doubted.
18 And Jesus came and spake unto them, saying, All power is given unto me in heaven and in earth.
19 Go ye therefore, and teach all nations, baptizing them in the name of the Father, and of the Son, and of the Holy Ghost:
20 Teaching them to observe all things whatsoever I have commanded you: and, lo, I am with you always, even unto the end of the world. Amen.“

That includes standing up for what we believe in – whatever the cost may be. If we as Christians don’t have something to shout from the roofs, then I don’t know who has.
I am not talking about founding or supporting a political party, mind you. However, I am talking of being the voice for Jesus, of putting on the armor of faith and stand firm like a rock, of being the light put out there for everyone to shine. These things won’t happen if we hide in supposedly “safe havens”. The world out there needs to hear our voice! We are responsible for one another and we are called to run after each and every sheep that is in danger of getting lost.

When I heard of something like ex-gay ministries for the first time (after I had spent many years embracing a gay life which led me to hitting rock bottom at the end), I was really steaming mad when I started reading all those homepages. Why had nobody ever told me about that? Why did they not stand up for what they believe in so those in need can hear their voice and message? How come we have to go and find out on our own by stumbling over it “by chance”? How come gay activists force their beliefs on the whole world and ex-gays are hiding in secret circles? How come we have no problem cheering on the top of our lungs for soccer or football teams but stay awfully silent when it comes to proclaiming our faith – the faith in Jesus, the Son of God, who gave everything – including His own life – to pull us out of the mud and save our butts – sorry, lives?

If you think you can stay silent and separate from the world, don’t be surprised if it comes breaking into your doors. If you claim to be responsible for those seeking help in dealing with unwanted same-sex attractions, how come you shut up when they pass laws preventing us from doing so? Is it really the love and care for people with unwanted ssa you are worried about – or more your own safety and comfort?

And if you happened to find help in ex-gay ministries, shouldn’t you get your own butt up now and help others – just like every Christian should pass on the love He receives from Christ and his brothers and sisters each day?

I am sick to death with being silent. Now it is time for war. This is a battle cry for everyone to take on his or her spiritual armor and stand firm for the Son of God that became man so men and women can become children of God! How dare we settle with less?

Revelation 3:16 New International Version (NIV):
“16 So, because you are lukewarm—neither hot nor cold—I am about to spit you out of my mouth.”

Robert
The Bible Says Homosexuality is an Abomination, Right?

Well, yes and no. Yes, it says something like that, but no, this is not exactly what we understand by it.

In his book “Light In the Closet. Torah, Homosexuality And the Power to Change” (which I highly recommend by the way. It has been published by Red Heifer Press), Arthur Goldberg goes deeper into the meaning of “to’eivah”, the Hebrew word for “abomination”:

Some editions of the Pentateuch now even use the word “abhorrence” instead of “abomination”.So what about it?

“Abhorrence”might be more like it, as it is less judgmental. Webster’s Deluxe Unabridged Dictionary (2nd ed.) defines “abhorrent” as “contrary to,” or “repugnant to” someone or “inconsistent with” something. Regarding “abomination”, Webster’s defines this term as something “very hateful, detestable, loathsome, odious to the mind, offensive to the senses.” What Is the difference between the two? “Abomination”describes human feelings rather than God’s.

Abomination or abhorrence – there is always a way out: “teshuva” – the return of the penitent who completely expiates his or her sin.

In theTalmud (Nedarim 51a) you find an interesting comment, made in the tradition of authentic Torah interpretation by one of the Sages of the Talmud – Bar Kappara.

Bar Kappara says that the word “to’eivah” derives from the words “to’ei attah bah” (“you are straying through it”. In other words: Those who engage in homosexual behavior are “straying” or have been “led astray” – a view in line with a holistic Torah perspective. In that sense homosexual acts are a deviation from the right path. This view includes that the right path can be regained – a view in accordance with the great medieval commentators.

(For more information, go and get Arthur’s book).

Robert

How Can You Compare Homosexuality with Alcoholism or Pedophilia?


First: There is no thing as “homosexuality”. Some people do have same-sex attractions – for whatever reason! – but, that does not give them an extra identity nor special rights.

Second: If you are so secure and stable in “being gay” or in supporting people who self-identify as such, why do you have a problem with that? Usually people who compare same-sex attractions to alcoholism or pedophilia do not do that to put people down, but to point out the absurdity of certain arguments if you pick up their logic and show the results thereof.

Some examples:

If you argue that it is alright if two consenting adults have sex, why stop at two people of the same sex? Why not two brothers (or sisters)? Why not an adult and a minor if the parents agree? Why limit it to a species? Why does it even have to be a living object? And if you say all these examples are nonsense, based on what do you think so?

If love is all that matters, you could just as well bring up the examples mentioned above. Or enlarge the sum of the elements: Why limit it to two people? Why to people of the same species? And on and on. You think that is discriminating? Based on what? All I try to do is show you where that kind of logic might lead you to. Once the door is open, it will be close to being impossible to shut it again.

Over and over we hear that “being gay” is okay and even “natural” because people are born that way. Aside the fact that so far there is not the slightest prove for that claim, let’s just say – for the sake of the argument – that this is correct. Now many other things are or could be traced back to one or more genes that – along with environmental factors – make it easier for people to act that way. So what? To my knowledge certain forms of criminal behavior or alcoholism can have genetic causes as well. Does that make it “morally acceptable” or even “natural” to become alcoholic or to commit crimes? How about if they find a “pedophile gene” tomorrow? Would that make it alright if adults have sex with children? Would it be “pedophobia” to say no? Fact is that a single gene – or even a combination of genes – is not enough per se to “make you something”. A lot of other factors – like environmental ones – have to contribute to that as well. Other than that epigenetics has taught us meanwhile that along with the environment it is our thinking and acting pattern that can decide whether or not certain genes start “working” and to what degree. It also works the other way around: The way we think and act changes our brain synapses that connect the neurons and transmit signals in the brain – and with them the structure of the brain itself, to a point where even genes are influenced (like whether or not they are being activated or even built – or if new genes come into existence that can be passed on to the next generation then).

Sometimes we are being told that all we do is cause people with unwanted same-sex attractions to have behavioral changes. We do not really “make them straight”. It’s all an attitude in the way they act.

Let’s assume it is like that (and for the record: We do a lot more than that). And let’s pick up the example of an alcoholic to demonstrate how absurd such an argument is: If an alcoholic stops to drink alcohol, he changes his behavior. Is that all? No way. This behavioral change will have major influences on his professional life, his family life, his emotional and spiritual life, his relationships, his physical and mental health and on and on. How much more if you address underlying needs, emotions, hurts, family backgrounds, identity issues, faith questions, etc. like we do it.

So yes, sometimes we use comparisons. Not to “put people with same-sex attractions on the same level as for example alcoholics” (as if being alcoholic were an insult! That would be discriminating as well!), but to demonstrate something. Not so long ago people would have been insulted if someone compared them to “gays”. Understand? We are being called much worse things at times and/or compared or put at the same level with radicals, extremists, maybe even Nazis and what not. And there is no logic explanation to justify that.

So we will keep on using such comparisons at times if it is necessary to clarify things.

Robert

Evangelische Landeskirche – Quo vadis?


Zum Papier „Orientierungslinien zur ethisch-theologischen Urteilsbildung am Beispiel der strittigen Bewertung von Homosexualität in christlicher Perspektive“


Beim eben veröffentlichten Papier der VELKD (siehe hier: http://www.ekd.de/presse/pm112_2014_texte_umgang_homosexualitaet_velkd.html

) drängt sich eine Frage auf: Haben wir hierfür die „Reformation“ gebraucht? Oder anders ausgedrückt: Wer braucht diese VELKD eigentlich noch, die weder Fisch noch Fleisch ist?
Gehen wir etwas näher auf dieses Papier ein:

Es beginnt ja schon in der Überschrift: So wichtig eine „ethisch-theologische Urteilsbildung“ im Zusammenhang mit der (immer zu schulenden!) Gewissensbildung des Einzelnen ist, so unverständlich ist sie für eine Kirche/Gemeinschaft als Ganzes. Zu derart zentralen Fragen kann es nicht einer persönlichen Urteilsbildung überlassen bleiben, wie man/frau dazu steht – das wäre nichts anderes als moralischer Relativismus (jeder bestimmt selbst, was richtig und falsch ist) oder ein „Cafeteria-Christentum“, bei denen man/frau sich seinen Glauben selbst aus Versatzstücken unterschiedlichster Religionen oder persönlicher Vorlieben zusammensetzt.
Was die „strittige Bewertung“ angeht, so ist die vielleicht bei einzelnen Menschen strittig, aber nochmals: Wenn diese Bewertung bei der Kirche/Gemeinschaft als ganzer strittig ist, liegt etwas im Argen. Hier muss jedoch fairerweise hinzugefügt werden, dass einige Katholiken hier – leider - durchaus gleichziehen, wenngleich auch nicht die Katholische Kirche als ganze.

Beginnt man dann die Einleitung von Landesbischof Gerhard Ulrich zu lesen (wohlgemerkt soll dieser Text ja eine „Anleitung zur ethischen Urteilsbildung“sein), stellt sich die durchaus berechtigte Frage, warum ein solcher für die Allgemeinheit angelegter Text nicht auch in klarer, allgemein verständlicher Sprache gehalten ist. Wer in „hochgestochenen“ theologischen Phrasen spricht, ist sich möglicherweise selbst nicht über das Thema im Klaren. Eigentlich habe ich schon bei der Einleitung keine Lust mehr, weiter zu lesen, aber was soll’s.
Im Weiteren ist die Rede von einem „moralischen Apell“, zu dem die „vermeintliche Evidenz moralischer Normen“ führen kann, wenn „die auf die ihr vorausliegenden Gründe nicht mehr kritisch hinterfragt werden können“ (gemeint sind die persönlichen Entscheidungen).
Vereinfacht man diesen unerträglichen Schreibstil, so heißt das in etwa: „Moralische Normen sind nicht so klar und offensichtlich, wie man manchmal meint. Man muss zu deren Beurteilung auch auf die jeweiligen Beweggründe des Einzelnen achten“.

Die jeweiligen Beweggründe und die sonstigen Umstände sind natürlich immer in die moralische Bewertung mit einzubeziehen, daraus aber zu folgern, dass es keine klaren und offensichtlichen Normen mehr geben darf, ist – nochmals – moralischer Relativismus. Eine Religion, in der es keine allgemeine Übereinstimmung mehr gibt über das, was wahr, richtig, moralisch und natürlich ist, ist zum Scheitern verurteilt – ebenso wie jede weltliche Gesellschaft auch.

In der Bibel finden wir beides: Kulturell bzw. zeitlich bedingte Vorschriften (etwa bezüglich Kleidung, Aussehen, Essen), aber auch allgemein gültige Normen, die alle biblischen Bücher hindurch, also in verschiedensten Kulturen und Zeiten wiederholt und damit als allgemeiner Standard bestätigt wurden. Auf die Frage etwa, ob eine Ehescheidung unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt ist, hat Jesus nicht einfach nur mit „ja“ oder „nein“ geantwortet. Er hat ganz bewusst den Standard aus Genesis bekräftigt: die heterosexuelle, monogame und lebenslange Ehe. Wenn Er uns aber derart offensichtlich und deutlich sagt, was richtig ist, muss Er dann noch eine lange Liste dessen anfügen, was falsch ist? Wohl kaum.

Weiter im Text:


„Ethische Fragen stellen sich in konkreten Problemlagen; sie stehen in einem bestimmten kulturellen, gesellschaftspolitischen oder wissenschaftlichen Kontext – beispielsweise der Medizin – und sind daher auf konkrete Herausforderungen bezogen. Da die Lebenswelten, in denen Menschen sich orientieren, entscheiden und handeln müssen, einem dynamischen Veränderungsprozess unterliegen, stellen sich die damit verbundenen ethischen Problemlagen in jeder Zeit in neuer und anderer Weise und fordern jede Zeit her¬aus, ihre eigenen Antworten zu finden. Dem entspricht die Tatsache, dass die Verantwortung für ethische Entscheidungen und ethisches Handeln nicht auf theoretisch-abstrakte oder allgemeine Weise wahrgenommen werden kann, sondern stets nur von individuellen Handlungssubjekten, die in bestimmten Rollenzuständigkeiten und als Partner komplexer Interaktionsgefüge agieren müssen.“


Ja, ethische Fragen stellen sich in konkreten Problemlagen. Genau deshalb ist es wichtig, dass hierfür klare, allgemein gültige und allgemein verständliche Normen vorhanden sind. Ansonsten wird das Christentum zu dem, was es vielerorts bereits ist: Ein lauwarmes Allerlei, das kein Mensch wirklich braucht. Gäbe es bestimmte „theoretisch-abstrakte“ Richtlinien nicht, an was sollten sich die Gläubigen dann orientieren. Bereits die Bibel warnt uns davor, dass unser Herz trügerisch sei. Wollen wir derartig wichtige Entscheidungen wirklich – abweichend von der Bibel! – der Einzelfallentscheidung überlassen?


Genau dieser unklare Mischmasch von dem, was nun gelten soll und was nicht, ist übrigens einer der Gründe, die den Islam für viele spirituell Suchende so attraktiv macht. Hier gibt es klare und nachvollziehbare Regeln.


„Einer bestimmten biblischen Aussage zu einer ethischen Frage lässt sich nicht unmittelbar eine Handlungsdirektive entnehmen.“


Es ist kaum zu glauben, zu was sich das protestantische Prinzip der „Sola Scriptura“ (die Bibel als alleinige Autorität, die von jedem verstanden und angewendet werden kann) entwickelt hat. Selbstverständlich beinhaltet die Bibelinterpretation Aspekte wie den Kontext in der Bibel selbst, den alt- und neutestamentlichen Hintergrund, die damalige historische und kulturelle Situation, die heutige Situation. Dies darf aber keineswegs bedeuten, dass es etwa dem heutigen Stand der Wissenschaft überlassen bleibt, ob und inwiefern eine Bibelstelle, die einen allgemein gültigen Standard wiedergibt, zum Tragen kommt. Anders ausgedrückt: Dann könnten wir die Bibel in den Müll werfen und uns unsere Religion selbst zusammen basteln (und nichts anderes tun ja viele „Gläubige“ heute! Wie sollten sie auch anders, wenn ihnen von denen, denen die Glaubensvermittlung, Glaubensweitergabe und Glaubensbegründung obliegt, so etwas erzählt wird).


„Angesichts dieser unhintergehbaren Vermittlungsleistung ist jede Gegenwart aufs Neue herausgefordert, zu den spezifischen Fragen und Problemen der eigenen Zeit eigenverantwortete Antworten zu finden.“


Dies ist ein grundfalsches und gefährliches Verständnis der Auslegung der Bibel. Hierfür hätten wir wahrlich keine „Reformation“ gebraucht. Ja, jede Generation muss die grundlegenden Aussagen der Heiligen Schrift für die Menschen von heute verständlich machen, was aber nicht heißt, dass hier „eigenverantwortliche Antworten“ gefunden werden sollen, also das, was jeder selbst für richtig hält. Wofür bräuchte man dann noch eine Religion?


„Wie Martin Luther immer wieder betont hat, legt sich die Schrift selbst aus, d. h. die biblischen Texte bringen sich in ihrer Wirksamkeit beim Leser oder Hörer selbst zur Geltung. (…) Dazu gehört, „dass die Schrift in der Begegnung mit einem Interpreten selbst die Initiative ergreift und sich selbst verständlich macht; sie ist Interpretin ihrer selbst und bedarf dessen nicht, dass ein Mensch – wer auch immer – ihr mit seiner Auslegungskunst erst auf die Sprünge hilft“

Und wieder sind wir bei dem tragischen Irrtum der „Sola Scriptura“ (ein Prinzip übrigens, dass nicht biblisch begründet ist – ganz im Gegenteil!). Wenn die Bibel sich selbst verständlich macht, der Heilige Geist also jeden Einzelnen im Verständnis leitet, warum haben wir dann ca. 40.000 verschiedene protestantische „Kirchen“ weltweit, die sich alle als „biblisch“ begreifen, aber teils enorm in ihren Glaubensüberzeugungen voneinander abweichen? Entweder ist der Heilige Geist hier etwas verwirrt (was mit Sicherheit nicht der Fall ist!) oder das Prinzip der „Sola Scriptura“ ist nicht nur grundfalsch, sondern gefährlich. Es gibt nicht einen einzigen Bibelvers, der dieses Prinzip bestätigt!! Ja, die Bibel ist ausreichend, nützlich etc. – aber nicht die Bibel ALLEIN! Die Bibel selbst weist uns immer wieder auf die Ältesten usw. hin, an die wir uns wenden sollen, auch und gerade, wenn es um deren Verständnis geht!


Ähnlich geht es weiter:


„Der Glaube, den die Schrift zu wecken vermag, ist nicht Glaube an „etwas“ in dem Sinne, dass ich eine gegenständliche Aussage für wahr halte, sie mir einleuchtet und ich ihr zustimme.“

Natürlich muss ich u.a. oben genannte Prinzipien zur Auslegung der Heiligen Schrift befolgen, es ist aber durchaus so, dass ich dem glaube, was da steht, sowie dem, der sich hier offenbart. Da der Einzelne hiermit völlig überfordert ist, leitet uns die Kirche im Verständnis dessen, was hier steht und wie es zu verstehen ist. Jesus selbst hat uns versprochen, dass Er uns den Heiligen Geist hinterlassen werde, der bei der Kirche als solcher bleibt und sie leiten und beschützen wird! Wofür sonst bräuchte ich denn dann eine Bibel oder ein allgemeines Glaubensbekenntnis – oder eine organisierte Religion an sich, wenn ich selbst Gott „spielen“ darf? Warum überhaupt noch in einen Gottesdienst gehen oder Glied einer Gemeinde sein, wenn ich das alleine auch ganz gut hinbekomme?


„Die Aussagen der Schrift wecken Glauben, indem sie übersetzt werden in persönliche Selbstdeutungsvollzüge“


Das Drama nimmt seinen Lauf. Jeder soll also für sich persönlich die Aussagen der Schrift deuten – „aufgrund der Selbsterschließungskraft der Schrift“. Was für ein Armutszeugnis für eine Religionsgemeinschaft!


Als „Argumentationshilfe“ wird angeführt, man solle sich schließlich nicht „an“ die Schrift halten, sondern „in“ der Schrift bleiben. Hier stellt sich jedoch die Frage, was das dann heißen soll – jeder legt für sich etwas aus, in dem er/sie dann bleibt. Wenn es noch nicht einmal einen Konsens dessen gibt, „worin“ ich bleiben soll, über was reden wir dann hier eigentlich?

Dieses Papier wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet. Wahrscheinlich ist das auch noch gewollt.


Weiter ist die Rede von der „Gewissensbindung“ des Einzelnen, wobei das Gewissen theologisch und nicht etwa moralisch verstanden wird. Selbstverständlich ist das – moralische wie theologische (also ob man diese beiden trennen könnte!) – Gewissen eine ernstzunehmende und zu respektierende Größe. ABER: Das Gewissen existiert nicht im luftleeren Raum und ist auch nicht den persönlichen Gefühlen, augenblicklichen Meinungen und Überzeugungen unterworfen. Verbunden mit der Anerkennung der Gewissensentscheidung muss für einen Christen immer auch die permanente Schulung dieses Gewissens sein: Was lehrt die Kirche als lebendiger Leib Christi und warum lehrt sie es? Wie sind die Aussagen der Heiligen Schrift zu verstehen? All dies auf Basis einer täglichen spirituellen Struktur im eigenen Leben – verbunden mit Bibelstudium, Gottesdienstbesuch, Gebet, Glaubensverkündung, einem gottgefälligen Leben, Werken der Barmherzigkeit und der Liebe etc. NUR DANN ist eine Gewissensentscheidung als solche als moralische wie theologische Größe zu respektieren!


Wenn ich nun weiter im Text lese, werde ich das Gefühl nicht los, dass hier mit theologischen Phrasen ein ungeheurer Spagat vollzogen werden soll, um aus einem klaren und unwiderlegbaren „nein“ ein „ja“ oder zumindest ein „vielleicht“ zu machen und dem Ganzen damit einen wissenschaftlichen und glaubhaften Anstrich zu geben. Theologie auf ihrem Tiefststand.


Ja, die Kirche muss die „Lebensrealität“ berücksichtigen und ihre Lehre (die Lehre der Bibel!) rational begründen, ja den Glauben an sich rational begründen, sie darf sich ihr aber nie und nimmer „anpassen“! Dies wird zwar bewusst von einer Anpassung an den „Zeitgeist“ getrennt, aber egal wie man das schön redet und weg diskutieren will, letztendlich läuft es doch genau darauf hinaus!


Ach ja, liebe Theologinnen und Theologen: Wenn ich die Wörter: „entfaltet“, „erschließt“ oder „Spannung“ nochmal höre oder lese, fange ich zu schreien an! Wer nicht in der Sprache der Gläubigen reden kann oder will, sollte es besser bleiben lassen!


„Anderseits ist auch zu konstatieren, dass im Zuge der Emanzipation von Minderheiten, der Entwicklung der Toleranzfähigkeit und rechtlicher Gleichstellungsmaßnahmen gerade in den modernen westlichen Gesellschaften die selbstbewusste Ausbildung einer homosexuellen Identität, die die Person als ganze prägt, befördert und schließlich auch legalisiert worden ist.“

Was die Schwulenbewegung in den letzten Jahren unternommen hat, hat mit „Emanzipation“, „Toleranzfähigkeit“ oder „rechtlicher Gleichstellung“ wenig bis gar nichts zu tun. Eine gesellschaftliche Minderheit, die von der Gesellschaft nicht nur verlangt, ihre Ansichten und Handlungsweisen nicht zu kriminalisieren oder diskriminieren, sondern sie (möglicherweise unter Androhung von Konsequenzen) sogar zwingt, diese für gut und richtig zu befinden, ist nicht „tolerant“. Wenn „Emanzipation“ bedeutet, Andersdenkende in eine radikale Ecke zu stellen, um sich erst gar nicht mit deren Argumenten beschäftigen zu müssen, können wir gerne darauf verzichten. „Anti-Diskriminierungsgesetze“, die besondere Bevölkerungsgruppen hervorheben und damit möglicherweise eine „Diskriminierung“ anderen – nicht extra aufgeführten – Bevölkerungsschichten gegenüber verursacht (anstatt auf bestehende und völlig ausreichende Gesetze für alle zurückzugreifen), haben mit „rechtlicher Gleichstellung“ wenig zu tun.


Im Folgenden ist davon die Rede, wie die Wissenschaft davon abgekommen ist, Homosexualität als psychische Störung oder Krankheit zu begreifen. Leider wird mit keinem Wort erwähnt, dass dies nicht aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse erfolgte (die es bis heute nicht gibt!), sondern allein aufgrund des damaligen politischen Drucks schwuler Gruppen. Müssen wir nun befürchten, dass es mit Pädophilie oder ähnlichen Orientierungen einen vergleichbaren Verlauf nimmt? Anzeichen hierfür gibt es ja offenbar.


Wie dem auch sei – für einen christlichen Standpunkt ist dies zweitrangig (ich sage bewusst nicht unwichtig!). Es ist ja nicht so, dass unser Schöpfer weniger Ahnung als wir heute hatte, als er uns bestimmte Standards und Normen gab und uns davor warnte, einen anderen Weg zu gehen. Er tat und tut dies nicht, weil Er uns gerne herum kommandiert, sondern weil Er uns liebt und weiß, wohin es führt, wenn wir diesen anderen Weg gehen. Nicht umsonst lesen wir vom engen Tor, das zum Himmel führt und dem breiten Tor, dass in die andere Richtung geht.

„Mit Blick auf das Phänomen der Homosexualität zielt die in unserer Situation spezifische Frage somit nicht darauf, wie homosexuelles Verhalten zu bewerten ist, sondern wie Menschen, deren sexuelle Identität gleichgeschlechtlich geprägt ist, ihr Leben im Kontext von Gesellschaft und Kirche gestalten können.“


Hier muss ich etwas weiter ausholen: Unter gleichgeschlechtlichen Neigungen versteht man im Allgemeinen eine überwiegend vorherrschende, lang andauernde sexuelle und emotionale Anziehung zu Menschen des eigenen Geschlechts. „Homosexualität“ (eine im Übrigen noch relativ neue Wortschöpfung) als eigenständige Identität gibt es im christlichen Verständnis nicht. Ja, manche Menschen haben gleichgeschlechtliche Neigungen – warum auch immer (und mag einer der Gründe auch „genetischen“ Ursprungs sein!). Das gibt ihnen im christlichen Sinne aber noch keine eigenständige Identität! Sie sind, was sie sind: Männer und Frauen („Heterosexuelle“) mit gleichgeschlechtlichen Neigungen. Gott hat nur eine Form der Identität geschaffen. Wir wurden alle in Seinem Ebenbild geformt – und haben nicht hiervon abweichende „Identitäten“.


Um gleichgeschlechtliche Neigungen zu verstehen und zu bewerten, muss man auf die verschiedensten Faktoren eingehen, die zu ihrer Entwicklung beitragen. Ja, für einen Christen sind sexuelle Akte – ebenso wie Fantasien etc. – die sich außerhalb einer lebenslangen monogamen Ehe zwischen Mann und Frau abspielen, Sünde. Als Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen jedoch sind sie von Gott und der Kirche geliebt. Jedoch ist die Kirche auch gerufen, ihnen bei Bedarf geeignete Unterstützung anzubieten (Stichwort: „Ex-Gay Einrichtungen“) sowie ihre Gaben zu erkennen und für Gottes Ruhm zu nutzen. Wenn mit oben zitierter Aussage gemeint ist, dass sie bleiben sollen, wie sie sind und leben, wie sie wollen und trotzdem in der Gemeinde ihren aktiven Platz finden, so ist dem ausdrücklich zu widersprechen.


„Zieht man die Theologie Martin Luthers als Referenzrahmen heran – und diese ist in lutherischen Kirchen hermeneutisch leitend für das Verständnis der biblischen Texte –, so legt es sich nahe, eine theologische Grundstruktur von Luthers Denken fruchtbar zu machen, die mit Bezug auf ethische Fragestellungen ein weitreichendes Erschließungspotenzial zu entfalten vermag.“


„Sola Scriptura“ – aber trotzdem gilt die Theologie eines einzelnen Menschen als Referenzrahmen für das Verständnis der biblischen Texte? Das ist ein Widerspruch in sich und im Ganzen absurd.


„Insbesondere hinsichtlich der Frage nach einer theologisch verantworteten Beurteilung der Homosexualität beste¬hen binnen- wie zwischenkirchlich faktisch große Spannungen. Wie können die Kirchen mit der Diversität ethischer Urteilsbildungen umgehen?“
„Insbesondere Martin Luther hat immer wieder betont, dass ein Christenmensch nicht aus Gehorsam gegenüber einem moralischen Gesetz handelt, sondern weil er in Christus bestimmt ist durch die Macht des Evangeliums. Dessen Kraft aber erweist sich in der Liebe, die das Gebot als Struktur verantwortlichen Lebens nicht verachtet, sich jedoch in Freiheit dazu verhält. Diese Einsicht kollidiert faktisch jedoch nicht selten mit der – binnenkirchlich wie gesellschaftlich weit verbreiteten – Erwartung, dass die Kirchen ethisch und kulturell favorisierte und traditionell bewährte Leitbilder wahren und pflegen.“


Hmmm…


Da Lutheraner ja so viel wert auf „Sola Scriptura“ legen, sehen wir uns doch einfach mal an, was diese Heilige Schrift dazu sagt:


„Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“ (Joh 15,15. Einheitsübersetzung)

Ein Christ handelt also durchaus aus Gehorsam gegenüber einem moralischen Gesetz! Dieser Gehorsam ist sowohl Ausdruck als auch Folge der Liebe zu Jesus und kann davon nie getrennt werden!


„Hinsichtlich des kirchlichen Umgangs mit ethisch-theologischen Dissensen lassen sich zwei alternative Lösungsmodelle29 unterscheiden. Das erste Modell strebt eine Konsensfindung auf der Basis von Konsenspapieren an. Damit wird faktisch ein Geltungsanspruch erhoben, der diejenigen, die diesem nicht zustimmen können oder wollen, zwangsläufig exkludieren muss. Das alterna¬tive Modell geht von der Überzeugung aus, dass die Einheit bzw. Einmütigkeit der Kirche nicht in Konsensen gründet, sondern im Geist der Liebe.“


Im Grunde sind beide Ansätze falsch. Es liegt nicht im Entscheidungsbereich der Gläubigen, per Konsenspapier zu einer Mehrheitsentscheidung zu kommen oder eine Meinungsverschiedenheit aus einem „Geist der Liebe“ heraus bestehen zu lassen. Es kann nicht angehen, dass der eine meint, das wäre richtig und der andere jenes. Wiederum ein Drama des Protestantismus. Jeder ist so für sich selbst Papst – und Gott. Entweder stimmen wir ab darüber, was zu glauben ist, oder wir lassen es bei unterschiedlichen Meinungen. Wofür bräuchte man da noch eine Kirche oder religiöse Gemeinschaft? Wofür überhaupt den christlichen Glauben?


Gott wusste um unser unbeständiges Wesen und um unser Herz, deshalb gab er uns die Bibel als geschriebenes Wort Gottes und Seine Kirche als den Leib Christi, die uns im Verständnis der Bibel leiten soll.


„Ein Engel des Herrn sagte zu Philippus: Steh auf und zieh nach Süden auf der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt. Sie führt durch eine einsame Gegend. Und er brach auf. Nun war da ein Äthiopier, ein Kämmerer, Hofbeamter der Kandake, der Königin der Äthiopier, der ihren ganzen Schatz verwaltete. Dieser war nach Jerusalem gekommen, um Gott anzubeten, und fuhr jetzt heimwärts. Er saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. Und der Geist sagte zu Philippus: Geh und folge diesem Wagen. Philippus lief hin und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen. Da sagte er: Verstehst du auch, was du liest? Jener antwortete: Wie könnte ich es, wenn mich niemand anleitet? Und er bat den Philippus, einzusteigen und neben ihm Platz zu nehmen.“ (Apg 8,26-31. Einheitsübersetzung)


„Seid überzeugt, dass die Geduld unseres Herrn eure Rettung ist. Das hat euch auch unser geliebter Bruder Paulus mit der ihm geschenkten Weisheit geschrieben; es steht in allen seinen Briefen, in denen er davon spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen und die Unwissenden, die noch nicht gefestigt sind, verdrehen diese Stellen ebenso wie die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben.“ (2 Petr 3,15-16. Einheitsübersetzung)


„Ein biblisches Vorbild für diesen Weg ist im Jerusalemer Apostelkonzil zu finden (vgl. Gal. 2,7ff), das die Heiden- und Judenmission als zwei Weisen anerkennt, den gemeinsamen Auftrag der Verkündigung in unterschiedlichen Gestaltungsformen wahrzunehmen und die damit verbundenen theologischen Dissense – z. B. hinsichtlich der Frage nach der Bedeutung des Beschneidungs- oder des Speisegebotes – in ihrer Spannung auszuhalten.“


Das soll eine „theologische“ Begründung sein? Mit Verlaub, das ist ein Armutszeugnis. Unterschiede bei der Heiden- und Judenmission bzw. der Beschneidung (eine Frage, die letztlich kirchlich geklärt wurde!) als Vergleich für das „Aushalten“ einer „Spannung“ bei „theologischen Dissensen“ zu bemühen (also etwa unterschiedliche Auffassungen zu der Frage: Ist das Ausleben von gleichgeschlechtlichen Neigungen oder gar die Lebensgemeinschaft zweier Männer oder Frauen aus christlicher Sicht vertretbar?), kommt einer theologischen Bankrotterklärung gleich. Wenn wir nicht mehr wissen, welcher Weg der richtige ist, soll eben jeder seinen Weg gehen und alles ist gut. Wir „halten diese Spannung aus“. Um Himmels willen, wohin bewegt sich diese Form des Protestantismus eigentlich noch?

„In der Observanz der Tora gewinnt die Identität Israels als das von Gott erwählte Volk in der Welt konkreten Ausdruck. Die Tora lässt sich daher nicht einfach als allgemein verbindliches „Gesetz“, als Summe einzelner ethischer Forderungen aus diesem Zusammenhang abstrahieren. Die Erfüllung der Tora stellt für Israel vielmehr die nach außen sichtbare Seite seiner Erwählung dar. „Gesetz“ ist daher nicht eine dem Menschen von außen entgegentretende, ihm auferlegte Forderung; die „Werke des Gesetzes“ bezeichnen nicht allgemein verbindliche moralische Handlungen.“


Nein, das Gesetz ist nicht nur eine Summe einzelner Forderungen. Es ist eine befreiende Botschaft, die dem Volk Israel beim Auszug aus der Knechtschaft mitgegeben wurde – aber es ist sehr wohl ein verbindlich zu befolgendes Gesetz! Was wäre die Alternative? Wir sehen das Ganze nur als Ausdruck unserer Erwählung durch Gott – und jeder entscheidet für sich, was gut und richtig ist und wir „halten diese Spannung aus“?


„Welche Handlungen, welches Verhalten sorgt dafür, dass die Gemeinde in ihrem besonderen kulturellen Kontext „scheint als Lichter in der Welt“ (Phil.2,15) und ihre Umwelt erkennt, dass das Licht des Evangeliums in ihr strahlt und sie erleuchtet?“


Welches „Licht des Evangeliums“ soll das denn sein, wenn man sich nicht auf den Inhalt dessen, was man glaubt und als wahr und richtig – und verbindlich! – anerkennt, einigen soll? Da hat dann wohl jeder seine eigene Taschenlampe.


„Die spezifisch christliche Identität sieht Paulus darin begründet, dass die vielen und verschiedenen Glieder der Ekklesia mit der Taufe „in Christus“ einer sind. Der Grund dieser Einheit liegt theologisch in der Rechtfertigung aus Glauben, die für Juden wie Heiden gleichermaßen gilt. Die sozialen und kulturellen Un¬terschiede – wie auch die Unterschiede zwischen den Geschlechtern und den sexuellen Identitäten – sind damit aufgehoben. (vgl. Gal. 3,28; 5,6; 6,15; Röm. 10,12f; 1. Kor. 10,17; 12,12f; Phlm. 16).“


Mitnichten sind Unterschiede in den „sexuellen Identitäten“ aufgehoben – zumindest nicht in der Sichtweise, auf die hier wohl angespielt wird! Wir können nicht mit der Mentalität des schwulen Aktivismus die Heilige Schrift auslegen! Wir können und dürfen nicht unsere eigene Weltsicht in die Bibel „hineinlesen“, sie also so lange zu drehen und zu wenden, bis sie mit unserer Meinung übereinstimmt – anstatt unser Leben und Denken so lange zu drehen und zu wenden, bis es mit den Aussagen der Bibel übereinstimmt!


Im Weiteren wird auf die Rechtfertigung allein durch den Glauben eingegangen. Auch dem widerspricht die Bibel, die man doch als alleinige Richtschnur sieht:


„Ihr seht, dass der Mensch aufgrund seiner Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein.“
(Jak 2,24. Einheitsübersetzung)


„Ethisch leitend sind dementsprechend Normen, „die diese Dominanz der gemeinsamen Identität über das Trennende zum Ausdruck bringen, herstellen und bewahren können““

Wenn das heißen soll, dass es bezüglich gleichgeschlechtlicher Neigungen und dem Umgang damit verschiedene Meinungen geben darf und wir dann eben Normen finden sollen, die eine „gemeinsame Identität“ zum Ausdruck bringen, so muss ich sagen, will ich nicht wissen, welcher Natur diese „gemeinsame Identität“ sein soll. Mit dem christlichen Glauben hat so etwas meiner Meinung nach nichts mehr zu tun.


Als „theologische“ Begründung soll offenbar nicht die Beziehung der Menschen untereinander, sondern die Beziehung des Menschen zu Gott herhalten. Nun ist das eine jedoch nicht ohne das andere zu sehen und eine Beziehung zu Gott nicht im luftleeren Raum steht, sondern die Liebe zu Ihm ihren Ausdruck im befolgen Seiner Gebote finden muss, was uns Jesus ausdrücklich aufgetragen hat! Ein kleiner Junge tut ja auch nicht einfach, was er will, aber zu seinem Papa hat er ein liebevolles Verhältnis. Nein, er tut das, was ihm sein Papa gesagt hat, weil er weiß, das es nicht gut für ihn ist, wenn er das nicht tut – und außerdem seinen Vater weh tut und das Verhältnis der beiden belastet.


Dr. Mareile Lasogga, die Autorin des Papiers, sieht richtigerweise die Einheit der Kirche durch diese Auseinandersetzungen um gleichgeschlechtliche Neigungen gefährdet. Sie bemüht in diesem Zusammenhang „die theologische Begründung der von Paulus immer wieder ausgesproche¬nen Ermahnung, einander respektvoll und geduldig in Spannungen und trotz Spannungen zu ertragen.“ Dies geschieht wohl in der Absicht, die Menschen mit unterschiedlichen Meinungen mit einer biblischen Begründung dazu zu bewegen, sich trotz unterschiedlicher Auffassungen, „trotz Spannungen zu ertragen“. Das ist ein völlig verzerrtes und in der Konsequenz gefährliches und in die Irre führendes Verständnis von Paulus und der Bibel an sich. Ja, wir sollen uns trotz unserer Unzulänglichkeiten ertragen und lieben, wir sollen aber auch einander ermahnen und auf den richtigen Weg (zurück) bringen – und nicht einfach nur „Spannungen aushalten“. Es ist nicht egal, was jemand glaubt, vertritt und letztlich tut. Wenn ich ihn/sie liebe, muss ich auch alles daran setzen, dass er/sie wieder auf dem rechten Weg geht!


Ich kann nur hoffen, dass es noch Menschen innerhalb der Evangelischen Kirche gibt, die an die Wahrheiten der Bibel glauben und ihre Geschwister aus Liebe ermahnen und die Kirche als solche wieder zurück auf den rechten Weg führen!


München, 19.06.2014


Robert Gollwitzer

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