Als Heiliger wird ein in religiöser Hinsicht vollkommener Mensch bezeichnet. Die Heiligen werden verehrt (cultus duliae). Die Gottesmutter jedoch hochverehrt (cultus hyperduliae) und Gott angebetet (cultus latriae), vgl. Anbetung.
Doppelkonzept
Die Theologie hat ein Doppelkonzept der Heiligkeit: Das Heilige schlechthin ist hierbei Gott, wobei der Jesus Christus durch seine besondere Beziehung zum Vater auch die Heiligkeit in den Menschen bewirken kann.
Heilige im umgangssprachlichen Sinn zeichnen sich also dadurch aus, dass sie bereits eine höhere Stufe der Gnade erreicht haben, die aber prinzipiell für jeden Gläubigen als Glied der Kirche möglich ist. Der Theologe Wolfgang Beinert drückt es kompakt so aus: „Sie die Heiligkeit des Einzelnen wird in der Taufe begründet als seinshafte Qualität und entfaltet sich in der personalen Annahme des göttlichen Rufes durch Übernahme der Gesinnung Jesu in einem moralisch heiligen Leben (vgl. Eph 1,4; 5,1; Phil 2,5; 4,8; Kol 1,22; I Petr 1,15f; 2,9; Tit 1,7-9 u.ä.)
Kategorien
Heilige sind oftmals Märtyrer, Bekenner, Menschen mit einem "engelsgleichen Leben" (ein radikal asketisch-jungfräuliches Leben als ständiger Kampf gegen die Verführungen des Satans), große Lichtgestalten der Christenheit (Kirchenlehrer, Könige, Ordensgründer, Päpste)
Die Heiligen werden als Mittler zu Gott verehrt und als Fürsprecher vor Gottes Thron angerufen. Besonders verehrt wird hierbei die heilige Maria, die Mutter Gottes.
Präfationen von den Heiligen
(Präfationen im Wochentagsmessbuch)
I. Die Glorie der Heiligen und die Gläubigen
In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken. Die Schar der Heiligen verkündet Deine Größe, denn in der Krönung ihrer Verdienste krönst Du das Werk Deiner Gnade. Du schenkst uns in ihrem Leben ein Vorbild, auf ihre Fürsprache gewährst Du uns Hilfe und gibst uns in ihrer Gemeinschaft das verheißene Erbe. Ihr Zeugnis verleiht uns die Kraft, im Kampf gegen das Böse zu siegen und mit ihnen die Krone der Herrlichkeit zu empfangen durch unseren Herrn Jesus Christus. Darum preisen wir Dich mit allen Engeln und Heiligen und singen vereint mit ihnen das Lob Deiner Herrlichkeit: Heilig, Heilig, Heilig ...
II. Die Heiligen und wir
In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Vater im Himmel, zu danken und das Werk Deiner Gnade zu preisen. Denn in den Heiligen schenkst Du der Kirche leuchtende Zeichen Deiner Liebe. Durch das Zeugnis ihres Glaubens verleihst Du uns immer neu die Kraft, nach der Fülle des Heiles zu streben. Durch ihre Fürsprache und ihr heiliges Leben gibst Du uns Hoffnung und Zuversicht. Darum rühmen Dich Himmel und Erde, Engel und Menschen und singen wie aus einem Munde das Lob Deiner Herrlichkeit: Heilig, Heilig, Heilig ...
Literatur
Ferdinand Holböck, Das Allerheiligste und die Heiligen, Eucharistische Heilige aus allen Jahrhunderten der Kirchengeschichte, Christiana Verlag Stein am Rhein / Schweiz 1979 (1. Auflage; Kirchliche Druckerlaubnis, Salzburg, Jacob Mayr Weihbischof und Generalvikar).
Ferdinand Holböck, Heilige Eheleute, Verheiratete Selige und Heilige Christiana Verlag Stein am Rhein 2001 (2. Auflage; Kirchliche Druckerlaubnis Erzbischöfliches Ordinariat Salzburg 21. Juni 1994 (Zl. 780/94-ATHME), ISBN 3-7171-0709-7
Wilhelm Hünermann, Der endlose Chor, Theresia Verlag (Nachdruck; 1200 Seiten; Einblicke ind die wichtigsten Heiligen und Seligen)
Alfred Läpple, Mit den Heiligen durch das Jahr, Das christliche Kalenderbuch der Namenstage und Kirchenfeste, Ludwig Verlag 2000 in der Econ Ullstein List Verlag München. ISBN 3-7787-3860-7
Arnold Angenendt, Heilige und Reliquien. Die Geschichte ihres Kultes vom frühen Christentum bis zur Gegenwart, 2. Aufl. (C.H. Beck) München 1994.
Peter Mann (Hsgr.), Die Heiligen. Alle Biographien zum Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet, Matthias-Grünewald-Verlag Mainz 1975 (Mit kirchlicher Druckerlaubnis: Mainz, den 8. September 1975 Generalvikar Martin Luley).
Georg Popp (Hsgr.), Die Grossen der Kirche, Männer und Frauen der Kirche, die jeder kennen sollte, Arena Verlag Würzburg 1964 (Kirchliche Druckerlaubnis Bischöfliches Ordinariat Würzburg).
Theodor Schnitzler, Die Heiligen im Jahr des Herrn'#, Herder Verlag Freiburg 1979 (3. Auflage; Imprimatur Coloniae die 27. dec. 1978 – Nr. 94658 I.78 Hubert Luthe vicarius episcopalis).
Konrad Kirch/Adolf Rodewyk, Helden des Christentums Bd. 1-3, St. Benno Verlag Leipzig 1957-1958 (Kirchliche Druckerlaubnis Bautzen, Dr. Hötzel Generalvikar).
Hans Hümmeler, Helden und Heilige, Borromäus Verein Bonn 1958 (Imprimatur Coloniae, die 16. m. Martii a. 1954, Jr. Nr.: 967/I/54 Teusch vic. glis.)
Wilhelm Schamoni, Das wahre Gesicht der Heiligen, Wahlband der Buchgemeinde Bonn 1938 (Imprimatur Paderbornae, d. 18. Novmbr. 1937 Nr. 8555 Vicarius Generalis Gietse).
(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Heilige)
Gemeinschaft der Heiligen
Die Heiligenverehrung hängt eng mit dem Begriff der „Gemeinschaft der Heiligen“ zusammen, die alle Christen im Apostolischen Glaubensbekenntnis bezeugen. Unter „Gemeinschaft der Heiligen“ (Communio Sanctorum) versteht man zwei Dinge: Zum einen genießen die Glieder des Leibes Christi Gemeinschaft in den „heiligen Dingen“ wie zum Beispiel dem Glauben, den Sakramenten, der Liturgie. Zum andern haben sie eine reale Gemeinschaft mit Christus und untereinander in der Taufe, so dass das, was ein jeder in und für Christus erduldet oder tut, allen zu gute kommt. Diese Einheit in der Kirche als Leib Christi geht über Zeit und Raum hinaus und endet nicht mit dem Tod.
Die Bibel gibt uns die Zusage, dass die im Herrn verstorbenen im Himmel von Gott Ehre erhalten: „Kostbar ist in den Augen des Herrn das Sterben seiner Frommen“(Ps 116,15). Dies dürfen wir als Aufruf verstehen, sie ebenfalls zu ehren. Und gerade weil sie im Leben ihre Treue zu Gott bewiesen haben können sie uns als Vorbilder und Ratgeber auf unserem Weg zur Vollendung beistehen. In der Verehrung der Heiligen übt die Katholische Kirche eine Tradition aus, die in ihren Anfängen selbst begründt liegt; schon den ersten Christen war diese Einheit eben "heilig" und stets gegenwärtig:
Als zum Beispiel im Jahr 150 n.Chr. Polykarp, der Bischof von Smyrna, den Märtyrertod erlitt, wurde ein Brief über dieses Martyrium an alle Kirchen versandt. Darin heißt es: „Denn ihn (Jesus Christus) beten wir an, weil er der Sohn Gottes ist. Den Märtyrern aber erweisen wir als (den) Schülern und Nachahmern des Herrn gebührende Liebe wegen ihrer unübertrefflichen Zuneigung zu ihrem König und Lehrer.“ (MartPolk 17) Die Gemeinschaft der Heiligen drückt sich hier sehr schön in einer Gemeinschaft der Liebe aus. „Keiner von uns lebt sich selber und keiner stirbt sich selber.“ (Röm. 14,7)
In der Verehrung der Märtyrer und Heiligen verwirklicht sich das, was Paulus in 1. Kor. 12,26f. schreibt: „Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle andern mit ihm. Ihr aber seid der Leib Christi, und jeder einzelne ist ein Glied an ihm.“ Folglich können wir die Heiligen nicht ignorieren, sondern müssen ihnen die “gebührende Liebe“ erweisen.
Tote Heilige?
Offensichtlich gibt es unterschiedliche Vorstellungen über den Zustand der Verstorbenen. Der hl. Paulus schreibt: „Euch aber lasse der Herr wachsen und reich werden in der Liebe zueinander und zu allen, wie auch wir euch lieben, damit euer Herz gefestigt wird und ihr ohne Tadel seid, geheiligt vor Gott, unserem Vater, wenn Jesus, unser Herr, mit allen seinen Heiligen kommt.“ (1.Thess 3,12f; siehe auch Judas 14; Sach 14,5) Diese Stelle bezeugt, daß die Heiligen schon vor der Wiederkunft Christi in Gemeinschaft mit Ihm leben.
Dass die Seelen der vollendeten Gerechten tatsächlich seit der Zeit des Neuen Testaments im Himmel sind bezeugt uns mit aller Deutlichkeit der Hebräerbrief. Dort wir im 12. Kapitel die enge gottesdienstliche Gemeinschaft der Christen mit Gott, mit den Engeln und mit den „Geistern der vollendeten Gerechten“ beschrieben: „Ihr seid [bereits] vielmehr zum Berg Zion hinzugetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, zu Tausenden von Engeln, zu einer festlichen Versammlung und zur Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind; zu Gott dem Richter aller, zu den Geistern der schon vollendeten Gerechten, zum Mittler eines neuen Bundes, Jesus, und zum Blut der Besprengung, das mächtiger ruft als das Blut Abels.“ (Hebräer, 12, 22-24)
Totenbeschwörung?
Es gibt Gruppen, die weniger ein Problem in der Verehrung als vielmehr in der Anrufung der Heiligen sehen. Dabei wird oft das Buch Deuteronomium angeführt, wo es heisst: „Es soll bei dir keinen geben, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, keinen, der Losorakel befragt, Wolken deutet, aus dem Becher weissagt, zaubert, Gebetsbeschwörungen hersagt oder Totengeister befragt, keinen Hellseher, keinen, der Verstorbene um Rat fragt“ (Dtn 18,10f). Ist das Anrufen der Heiligen Totenbeschwörung?
Gott verbietet hier die Beschwörung von Toten im Rahmen von okkulten Praktiken, um Auskünfte aus dem Jenseits zu erhalten. Das Volk Gottes soll so etwas nicht tun, sondern sich ganz auf Gott verlassen und auf die von Ihm gesandten Propheten hören. „Du sollst ganz und gar bei dem Herrn, deinem Gott, bleiben. Denn diese Völker, deren Besitz du übernimmst, hören auf Wolkendeuter und Orakelleser. Für dich aber hat der Herr, dein Gott, es anders bestimmt. Einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott, aus deiner Mitte, unter deinen Brüdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören“ (Dtn 18,13ff).
Es gibt also einen klaren qualitativen Unterschied zwischen der okkulten Handlung und der Anrufung der Heiligen: Im einen will sich der Mensch stolz Zugang zu Informationen verschaffen, die vor ihm verborgen sind. Er umgeht also die von Gott gesetzte Ordnung und handelt gegen dessen Willen. Im anderen nimmt de Mensch demütig Zuflucht zu einer geliebten Person, damit diese bei Gott Fürsprache einlege. Hier spielt sich also alles innerhalb der von Gott gewollten "Gemeinschaft der Heiligen" ab, die sich ja auch schon in diesem Leben einsetzen, miteinander zur christlichen Vollendung zu gelangen. In diesem Kontext ist auch Mt 17,1-9 zu verstehen, wo Jesus selbst auf dem Berg der Verklärung mit den propheten Mose und Elija redet.
„Himmlische Gebetsgemeinschaft“
Von der Bibel erfahren wir, dass die irdische und die himmlische Welt nicht völlig voneinander getrennt sind; so bezeugt sie zum Beispiel die Anteilnahme der Engel an unserem Schicksal, wenn Jesus sagt: „Ich sage euch: Ebenso herrscht auch bei den Engeln Gottes Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt.“ (Lk 15,10)
Ebenso finden sich Bibelstellen, in denen die Fürbitte der Engel bei Gott ausdrücklich beschrieben wird: „Da sagte der Engel des Herrn: Herr der Heere, wie lange versagst du noch Jerusalem und den Städten Judas dein Erbarmen, denen du nun siebzig Jahre grollst? Der Herr antwortete dem Engel, der mit mir redete, in freundlichen Worten, Worten voll Trost.“(Sach 1,12.13)
...oder ähnlich: „ Wenn dann ein Engel ihm [dem Todkranken] zur Seite steht, / ein Mittler, einer von den Tausenden, / dem Menschen zu verkünden, was recht ist, wenn dieser sich erbarmt und spricht: / Erlös ihn, dass er nicht ins Grab absteige, / Lösegeld hab ich für ihn gefunden! [...]“ (Ijob 33,23.24)
Im Buch Tobit finden wir einen weiteren Anhaltspunkt: „Ich bin Raphael, einer von den sieben heiligen Engeln, die das Gebet der Heiligen emportragen und mit ihm vor die Majestät des heiligen Gottes treten.“ (Tob 12,15);
In der Offenbarung des Johannes kehrt dieses Bild zurück: „Und ein anderer Engel kam und trat mit einer goldenen Räucherpfanne an den Altar; ihm wurde viel Weihrauch gegeben, den er auf dem goldenen Altar vor dem Thron verbrennen sollte, um so die Gebete aller Heiligen vor Gott zu bringen. Aus der Hand des Engels stieg der Weihrauch mit den Gebeten der Heiligen zu Gott empor.“ (Offb 8,3-5)
Die Engel und Heiligen im Himmel verbinden sich also mit den Gebeten der irdischen Christen (den in der Taufe geheiligten) und verstärken diese durch ihr eigenes Gebet.
Ebenso finden wir in der Schrift die bereits bei Gott vollendeten Heiligen die für das Gottesvolk beten. So sieht etwa Judas der Makkabäer in einer Vision, wie zwei verstorbene alttestamentliche Heilige fürbittend bei Gott für die Juden eintreten: „Er hatte folgendes gesehen: Ihm war der frühere Hohepriester Onias erschienen, ein edler und gerechter Mann, bescheiden im Umgang, von gütigem Wesen und besonnen im Reden, von Kindheit an in allem aufs Gute bedacht; dieser breitete seine Hände aus und betete für das ganze jüdische Volk. In gleicher Haltung erschien dann ein Mann mit grauem Haar, von herrlicher Gestalt; der Glanz einer wunderbaren, überwältigenden Hoheit ging von ihm aus. Onias begann zu reden und sagte: Das ist der Freund seiner Brüder, der viel für das Volk und die heilige Stadt betet, Jeremia, der Prophet Gottes.“ (2 Makk 15,11-16).
Auch Jeremia selbst geht davon aus, dass Fürbitte der Heiligen für die Juden möglich ist. So schreibt er: "Doch der Herr sprach zu mir: Selbst wenn Mose und Samuel vor mein Angesicht träten, würde sich mein Herz diesem Volk nicht mehr zuneigen. Schaff sie mir aus den Augen, sie sollen gehen." (Jer 15,1).
Auch im Neuen Testament finden wir die Fürbitte der bei Gott Vollendeten: „Als es das Buch empfangen hatte, fielen die vier Lebewesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm nieder; alle trugen Harfen und goldene Schalen voll von Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen.“ (Offb 5,8; 6,9-10) Offenbar sind sich die 24 Ältesten (ein Bild für die vollendeten Gerechten, die überwunden und den Siegeskranz erhalten haben, vgl. Offb 4,4) unserer Gebete bewusst und treten fürbittend für uns ein.
Katholische Christen sind der Auffassung, dass wir engste Gemeinschaft nicht nur mit Gott, Jesus und dem Heiligen Geist haben, sondern auch mit den Heiligen im Himmel. Sowohl die noch kämpfende Kirche auf der Erde als auch die triumphierende Kirche im Himmel gehören zu dem einen ungeteilten Leib Christi. In ihm sind sie eins. Innerhalb dieser engen Gemeinschaft ist es selbstverständlich, dass die Heiligen an unserem Leben Anteil nehmen bzw. wir sie um Fürbitte anrufen.
Ein Mittlerproblem?
Es ist ein häufig genannter Einwand gegen die Anrufung der Heiligen, dass durch sie die alleinige Mittlerschaft Christi (Vgl. 1Tim 2,5) beeinträchtigt würde.
Die Heilige Schrift bezeichnet jedoch sogar die Engel als „Mittler“ (siehe dazu Ijob 33,23). Dehalb scheint dieser Einwand unangebracht.
Zum einen kommt Christus eine einzigartige Stellung als Mittler zu, weil er alleine zugleich Gott und Mensch ist; Er ist die einzige Brücke zwischen beiden, der Gott-Mensch Jesus.
Zum andern ist Christus der Mittler des Neuen Bundes (siehe dazu Hebr 9,15; 12,24) und als solcher einzig, genau wie Mose der Mittler des alten Bundes war (Gal. 3, 19-20).
Jemanden zu bitten für einen zu beten verletzt die Mittlerschaft Christi nicht. In 1Tim 2,1-4 ruft Paulus dazu auf, für einander zu beten und bezeichnet dies als recht und Gott wohlgefällig. Die Katholische Kirche lehrt, dass Gott allein die Quelle allen Segens und aller Gnade ist, der Geber aller guten und vollkommenen Gaben. Sie lehrt, dass aller Einfluss, den die Heiligen besitzen, von Gott kommt und auf ihn zurückzuführen ist. Wie der Mond sein Licht von der Sonne borgt, so „borgen“ sich die Heiligen ihr Licht von der Sonne der Gerechtigkeit, Jesus Christus. Auch die Heiligen bitten den Vater, durch den Sohn, im Heiligen Geist.
In den offiziellen liturgischen Gebeten wird das sehr deutlich: Eine Anrufung der Heiligen wird stets begleitet von einem Gebet um Erhörung zum Vater, das mit den Worten endet: „Durch Christus unseren Herrn“.
Die Heiligen um Fürbitte anzurufen ist gemäß der Lehre der Katholischen Kirche „gut und nützlich“, nicht jedoch verpflichtend oder gar heilsnotwendig.
Warum nicht nur direkt zu Jesus beten?
Natürlich sollte man vor allem direkt zu Jesus beten. Wenn aber mehrere für die selbe Sache beten kann das ein Erweis dafür sein, dass es um eine für die Beter wichtige Angelegenheit geht. Die Fürsprache der Heiligen im Himmel soll dies noch verdeutlichen und zudem die Macht des Gebetes erhöhen.
Gott beantwortet insbesondere das Gebet der Gerechten. Dies bezeugt Jak 5,16-18: "[...]betet füreinander, damit ihr geheiligt werdet. Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten." Die bereits bei Gott Vollendeten sind wahrhaft gerecht und stehen direkt in Gottes Gegenwart, so dass ihre Gebete zu Recht als besonders kraftvoll angesehen werden.
Zeugnisse der Alten Kirche
Unterhalb des Petersdoms sind bei archäologischen Ausgrabungen sehr alte Graffiti-Inschriften gefunden worden, die auf die Zeit zwischen Mitte des 2. und des 3. Jahrhunderts datiert werden können. In einem Buch von Umberto M. Fasola „Spuren auf dem Felsen - Petrus und Paulus in Rom, 1980, S. 136“ heißt es dazu: „Man kann die vier ersten Buchstaben des griechischen Namen Petros und Reste einer an ihn gerichteten Anrufung lesen.“ Ähnlich hat man nach 258 n. Chr. in der Sebastianskatakombe in Rom eine Vielzahl von Graffiti-Inschriften gefunden, in denen sowohl Petrus als auch Paulus angerufen werden.
Die früheste schriftlich fixierte Heiligenanrufung findet man jedoch bei Hippolyt († 235), der sich in seinem Danielkommentar an die drei Gefährten Daniels mit der Bitte wendet: „Gedenket meiner, ich bitte, damit auch ich mit euch dasselbe Los des Martyriums erlange.“ (In Dan II, 30)
Die Erzählung eines christlichen Mädchens, das in seiner Bedrängnis zuerst Gott Vater und Christus um Hilfe bittet, dann aber auch Maria anruft, findet sich bei Gregor von Nazianz (+ 390): „Als jene aber das Böse gewahrte und die Nachstellung erkannte …was tut sie, welche Gegenlist wendet sie an gegen den Urheber der Bosheit? An allem anderen verzweifelnd nimmt sie zu Gott ihre Zuflucht und wählt zum Beschützer gegen das verhasste Begehren ihres Bräutigams …Christus, welcher auch Geistern gebietet und die Versinkenden hält und auf dem Meer wandelt und die Legion Geister in die Tiefe sendet …die Jungfrau Maria fleht sie an, der bedrohten Jungfrau beizustehen.“(Oratio XXIV/PG 35, 1181)
Ambrosius (+397) erklärt: „Die Engel sollen angerufen werden, die uns zum Beistand gegeben sind, angerufen werden sollen die Märtyrer, auf deren Schutz wir sozusagen, wie es uns scheint, einen leiblich verbürgten Anspruch erheben dürfen. Sie können für unsere Sünden bitten, die sich im eigenen Blut gewaschen haben …“(De viduis, IX, 55/PL 16, 264)
Auch der Märtyrer und Bischof Johannes Chrysostomos (+407) bezeugt die altkirchliche Heiligenanrufung. In seiner 1. Homilie zum 1. Thessalonicherbrief schreibt er: „Da wir nun dieses wissen, so lasst uns weder die Fürbitte der Heiligen gering achten, noch auch unsere ganze Hoffnung auf dieselbe bauen: dieses, damit wir uns nicht der Trägheit hingeben und leichtfertig in den Tag hineinleben; jenes damit wir uns nicht eines großen Nutzen verlustig machen. Nein, wir wollen sie anrufen, damit sie für uns beten und uns die hilfreiche Hand reichen mögen; zugleich aber uns selbst der Tugend befleißigen …“ Und in seiner 5. Homilie heißt es: „Damit will ich aber nicht sagen, dass wir die Heiligen nicht anrufen sollen, sondern nur, dass wir nicht gleichgültig werden sollen und uns nicht gehen lassen, dass wir nicht einschlafen und nicht ausschließlich anderen die Sorge um unser Seelenheil überlassen dürfen.“
Diese und ähnliche Zeugnisse sind uns durch die Tradition der Kirche in grosser Zahl überliefert.
Fazit
Die Verehrung und Anrufung von Engeln und Heiligen zwecks Fürbitte bei Gott steht nicht in Widerspruch zur Heiligen Schrift und ist seit den Anfängen des Christentums gut bezeugt. 75% der gesamten Christenheit (Katholiken, Orthodoxe, Ostkirchen, teilweise Anglikaner) bauen auf diese Tradition.
(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Verehrung_und_Anrufung_der_Heiligen)
Das hebräische Wort für heilig ist "kodesh" und bedeutet, dass jemand von Gott für heilige (also besondere) Zwecke von den anderen Menschen getrennt, also beiseite gestellt wird. Menschen werden für geistliche Opfer "beiseite gestellt".
Wie sollen diese Opfer aussehen? Sehen wir uns die Psalmen an (53,7-23, Einheitsübersetzung):
«Höre, mein Volk, ich rede. Israel, ich klage dich an, ich, der ich dein Gott bin. Nicht wegen deiner Opfer rüg ich dich, deine Brandopfer sind mir immer vor Augen. Doch nehme ich von dir Stiere nicht an noch Böcke aus deinen Hürden. Denn mir gehört alles Getier des Waldes, das Wild auf den Bergen zu Tausenden. Ich kenne alle Vögel des Himmels, was sich regt auf dem Feld, ist mein Eigen. Hätte ich Hunger, ich brauchte es dir nicht zu sagen, denn mein ist die Welt und was sie erfüllt. Soll ich denn das Fleisch von Stieren essen und das Blut von Böcken trinken? Bring Gott als Opfer dein Lob und erfülle dem Höchsten deine Gelübde! Rufe mich an am Tag der Not; dann rette ich dich und du wirst mich ehren.» Zum Frevler aber spricht Gott: «Was zählst du meine Gebote auf und nimmst meinen Bund in deinen Mund? Dabei ist Zucht dir verhasst, meine Worte wirfst du hinter dich. Siehst du einen Dieb, so läufst du mit, du machst dich mit Ehebrechern gemein. Dein Mund redet böse Worte und deine Zunge stiftet Betrug an. Von deinem Bruder redest du schändlich, auf den Sohn deiner Mutter häufst du Verleumdung. Das hast du getan und ich soll schweigen? Meinst du, ich bin wie du? Ich halte es dir vor Augen und rüge dich. Begreift es doch, ihr, die ihr Gott vergesst! Sonst zerreiße ich euch und niemand kann euch retten. Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich; wer rechtschaffen lebt, dem zeig ich mein Heil.»
Warum hat Gott überhaupt Tieropfer zugelassen?
Er wusste um die Neigung der Menschen zum Götzendienst. Wenn sie also schon opfern wollten, dann wenigstens zu Seinem Ruhm!
(Quelle: u.a. Prof. Dr. Scott Hahn: First Epistle of Peter (CDs))
Ok, lesen wir hierfür Mt 22,31-32: "Habt ihr im übrigen nicht gelesen, was Gott euch über die Auferstehung der Toten mit den Worten gesagt hat: Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Er ist doch nicht der Gott der Toten, sondern der Gott der Lebenden." (Einheitsübersetzung).
Die Heiligen, die vor uns gegangen sind, sind lebendiger, als wir das heute sind. Wie wir in diesem Vers lesen, ist Gott der Gott der Lebenden und nicht der Toten. Damit werden Abraham, Isaak und Jakob aber zu den Lebenden gerechnet! Dt 18,10-11 verbietet es, Geister aus der Unterwelt (dem Sheol) heraufzubeschwören, um mit ihnen zu sprechen. Das ist aber nicht das, was die Katholische Kirche lehrt oder praktiziert. Was wir tun, ist, Brüder und Schwestern aus der Kirchengemeinschaft - dem Leib Christi -, die das himmlische Ziel schon erreicht haben, zu bitten, für uns zu beten.
(Quelle: www.saintjoe.com)
Das Wort Märtyrer kommt von griech. martus=Zeuge.
Im christlichen Sinn sind Märtyrer Menschen, die ein Martyrium erleiden, d.h. die sich eher töten lassen, als ihrem Glauben an Jesus Christus abzuschwören. Als erster der Märtyrer (protomartyr) gilt der Hl. Stephanus, ein Diakon der Urgemeinde, der wegen des Vorwurfs der Blasphemie in Jerusalem gesteinigt wurde.
Unter den Heiligen der Kirche bilden die Märtyrer die eine Gruppe, die Bekenner (confessores) die andere. Die Märtyrer werden traditionell mit einer Palme in der Hand bzw. mit einer Krone auf dem Kopf dargestellt. Ihre Attribute in der Kunst sind meist die Instrumente ihres Martyriums. So wird etwa der Hl. Laurentius meist mit einem Rost dargestellt, die Hl. Katharina von Alexandrien mit einem Rad, der Hl. Paulus mit einem Schwert.
In Seligsprechungsprozessen ist für die Seligsprechung einer als Märtyrer anerkannten Person kein Wunder notwendig, für ihre Heiligsprechung jedoch schon. Auch Menschen, die sich zwar zu Christus bekehrt haben, aber noch ungetauft sind (Katechumenen), werden, falls sie wegen ihres Glaubens getötet werden, von der Kirche als Märtyrer anerkannt. Zudem gilt dieser Tod gleichzeitig als Ersatz für die Taufe, im Sinne der Reinigung von der Erbsünde und von persönlichen Sünden sowie der Hineinnahme in die Kirche Jesu Christi (Bluttaufe).
Das Blut der Märtyrer gilt von alters her als "Samen" der Kirche. Martyrologien, etwa des Hl. Polykarp oder der Hl. Perpetua und Felicitas, waren von den ersten Jahrzehnten der Kirche an ein fester Teil des christlichen Schrifttums und sollten die Hingabe und Opferbereitschaft der Christen stärken. Das Zeugnis jener, die für Jesus Christus zu sterben bereit sind, ist bis heute oft das stärkste Mittel der Mission.
Auch in späteren Jahrhunderten dienten Geschichten der christlichen Märtyrer öfters als literarische Inspiration für unterdrückte Minderheiten. So bildeten im 19. und frühen 20. Jahrhundert in England Romane über die Verfolgung der Christen in der Antike und der Katholiken im England des 16. und 17. Jahrhunderts einen festen Bestandteil der Literatur der damals von der protestantischen Mehrheit oft verachteten und misstrauisch beäugten Katholiken. (siehe etwa: J. H. Newman: Callista, N. Wiseman: Fabiola, R. H. Benson: Come Rack! Come Rope!, By What Authority?)
Im Roman Quo vadis des polnischen Schriftstellers Henryk Sienkiewicz ist wiederum die Parallele zwischen den verfolgten Christen der Antike und den von den protestantischen Preußen und den orthodoxen Russen unterdrückten katholischen Polen unübersehbar.
(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/M%C3%A4rtyrer)
Paul's letters clarify how the Apostolic Church under the influence of the Holy Spirit spoke of believers as "saints," whether living or dead.
Paul asked the saints to pray for him and to imitate him.
Faithful people in the Post-Apostolic Church in the Apostles Creed defined the confessional response to faith in their creed: "We believe in the communion of saints."
Through Baptism we pass "from death to life; death no longer has dominion over us." Christians must believe that there is no real distinction between the believer in human life and after human life. Saints, living or dead, are indistinguishable before God.
If we can pray for and with saints in this life, we can pray for and with those saints after human life.
And as Paul asked saints to imitate him as he imitates Christ, the Church encourages Catholic Christians to imitate the holiness of the saints as they imitated the holiness of Christ and the Father.
As a hem of a garment, the shadows of saints, and clothes of the saints were used devotionally in the Apostolic Church, so relics and images of the saints are devotionally encouraged by the Church today.
First among saints by the fullness of grace which was hers is the Mother of Jesus, Mary.
(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)
The word in the Bible for "saint" or "saints" is the word (hagios) also translated "sanctified" or "holy ones." The root word hazo, means "to venerate." Hagios means to be separated from sin and therefore consecrated to God.
Hagios is used of God (Lk 1:49; Acts 3:14; Mt 1:18, etc.). It is a word used of men and things (1 Tim 1:9; 1 Pet 2:5,9, etc.)
When Paul uses the word "saint" in the singular, he refers to a state into which God calls men with His grace.
In its plural form, Paul uses the word to refer to all believers. For Paul, the word is not applied only to persons of exceptional holiness, nor to those having died characterized by an exceptional life of saintliness.
It is Paul who calls all his fellow believers "saints," and not just the notably holy ones. Paul also uses the term for both those who are living and for those who are dead.
This practice of Paul corresponds to one of the earliest creedal statements of Christian faith: The Apostles Creed: "I believe in the communion of saints." Communion of saints refers to the bond of unity among all believers, both living and dead, who are or have been committed followers of Jesus Christ. In the eyes of God, in eternity, the distinction between His People who are "living" or who are "dead" is not at all important.
(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)
Our words "holy" and "holiness" come from the Hebrew (qadosh and qodesh) from the Greek (hagios, hagiosyne) and the Latin (sanctitas, sacer, sanctus). Essentially holy means what is divine and pertains to God. It is His most intimate essence in which He radically transcends all that is created; totally Other. Holiness extends to whatever is in relationship with the divine; it includes the idea of separation and opposition to what is profane and common; it expresses the idea of belonging to or being possessed by God.
As Paul writes, in each individual, sanctification takes place through faith and baptism.
Paul continues ... sanctification through faith and baptism makes one belong to God.
(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)
The saints are presented to believers as role models whose lives are worthy to be imitated.
(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)
As part of their belief in the role of the saints as professed in the Apostles Creed, Roman Catholic Christians petition the intercession of the saints.
The apostle Paul frequently asked other fellow believers in Jesus to pray for him.
James asks presbyter believers to pray over other believers.
Prayer appears to be the normal way for believers (saints) on earth to support one another. Probably all of us have asked another Christian, as Paul did--another saint in the Body of Christ--to pray for us when we had a need.
Catholic Christians believe that as we can ask a fellow Christian -a saint- to pray for us, we should be able to ask prayers from the saints already united to the Lord in heaven. If the prayers of certain Christians here on earth seem to possess special power because of their great faith witness or holiness, how much more powerful and effective might not the prayers of those of the communion of saints in heaven who are fully united to God.
How Do Saints Hear Us?
It is frequently asked, and reasonably so, how can the Saints know and hear so many countless intercessory prayers from so many Christians worldwide petitioning them. The question is really one of knowing, not hearing. It is important for us to remember the fullness of revelation regarding our state of being after our human life is completed. Principle among scriptures revealing our future life is the revelation of the essential nature of God Himself. Jesus often spoke of His Father (Abba) and of His Holy Spirit.
The New Testament speaks often of the unity of the Godhead.
John also speaks of our union with the Father and Jesus as a fellowship a word from the Greek koinonia which is translated "community" meaning "in-union-with."
Jesus is most specific about our final relationship with Him. He calls it a one-ness.
The Trinity is a foreshadowing of our eternal life--a oneness with the Father, Jesus and the Holy Spirit. We will share the life of the Godhead; as He knows so shall we know. The Saints already in union, at-one-ness with God share his life and his knowledge.
Paul put it succinctly.
John also had an insight that reflected our destiny.
(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)
The word "canon" comes from the Greek word kanon meaning a standard or measuring rod.
The custom of canonization began in the early church by popular acclamation. Hence the custom of calling all the apostles "Saint."
The Roman Catholic Church since the 10th century has officially applied the standard of holiness of life to certain individuals who lived exemplary Christian lives and through a lengthy process of prayer and study have declared that the individual is in heaven.
Contrary to the belief of some, the Church does not "create" saints, but simply applies the standard of gospel holiness to those God permits the Church to know are in heaven with Him. One principle way for God to affirm the presence of an individual in heaven with Him is through the performance of miracles through the intercession of that person.
Current Canonization Process
On September 12, 1997, through the Vatican Information Service, the Holy See Press Office in Vatican City made public the following note on canonical procedure for causes of beatification and canonization:
1. Canon norms regarding the procedure to be followed for causes of saints are contained in the Apostolic Constitution Divinus Perfectionis Magister, promulgated by John Paul II on January 25, 1983.
2. To begin a cause it is necessary for at least 5 years to have passed since the death of the candidate. This is to allow greater balance and objectivity in evaluating the case and to let the emotions of the moment dissipate.
3. The bishop of the diocese in which the person whose beatification is being requested died is responsible for beginning the investigation. The promoter group: diocese, parish, religious congregation, association, asks the bishop through the postulator for the opening of the investigation. The bishop, once the nulla osta (no impediment) of the Holy See is obtained, forms a diocesan tribunal for this purpose.
Witnesses are called before the tribunal to recount concrete facts on the exercise of Christian virtues considered heroic, that is, the theological virtues: faith, hope and charity, and the cardinal virtues: prudence, justice, temperance and fortitude, and others specific to his/her state in life. In addition, all documents regarding the candidate must be gathered. At this point he/she is entitled to the title of Servant of God.
4. Once the diocesan investigation is finished, the acts and documentation are passed on to the Congregation for the Causes of Saints. The public copy used for further work is put together here. The postulator, resident in Rome, follows the preparation of the summary of the documentation that proves the heroic exercise of virtue, under the direction of a relator of the Congregation. The Positio undergoes an examination (theological) by nine theologians who give their vote. If the majority of the theologians are in favor, the cause is passed on for examination by cardinals and bishops who are members of the congregation. They hold meetings twice a month. If their judgment is favorable, the prefect of the congregation presents the results of the entire course of the cause to the Holy Father, who gives his approval and authorizes the congregation to draft the relative decree. The public reading and promulgation of the decree follows.
5. For the beatification of a confessor a miracle attributed to the Servant of God, verified after his/her death, is necessary. The required miracle must be proven through the appropriate canonical investigation, following a procedure analogous to that for heroic virtues. This one too is concluded with the relative decree. Once the two decrees are promulgated (regarding the heroic virtues and the miracle) the Holy Father decides on beatification, which is the concession of public honor, limited to a particular sphere. With beatification the candidate receives the title of Blessed.
6. For canonization another miracle is needed, attributed to the intercession of the Blessed and having occurred after his/her beatification. The methods for ascertainment of the affirmed miracle are the same as those followed for beatification. Canonization is understood as the concession of public worship in the Universal Church. Pontifical infallibility is involved. With canonization, the Blessed acquires the title of Saint.
Biblical Description of Miracles
Three Greek words are used for the word miracle:
Semeion: a "sign" (used 78 times). Semeion was an event with divine significance. Jesus speaks of His resurrection as a "sign."
Dunamis: a "power" It is sometimes used of ordinary power, but is often translated "miracle". It is often used in combination with semeion and teras. Dunamis emphasizes the source of the event.
A biblical definition can be drawn from a systematic study of the aforementioned words. A miracle is an unusual event ("wonder") that conveys and confirms an unusual (divine) message ("sign") by means of unusual power ("power").
A miracle is called supernatural because the effect is beyond the productive power of nature and implies supernatural agency. Thus St. Thomas Aquinas teaches: "Those effects are rightly to be termed miracles which are wrought by Divine power apart from the order usually observed in nature" (Contra Gentiles, III, cii) ... "and they are apart from the natural order because they are beyond the order or laws of the whole created nature." (Sacra Theologica I:102:4)
In ordinary language: that which is beyond the present knowledge and power of the medical or physical sciences.
(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)
Catholic Christians operate from an Incarnational Principle: they sometimes make use of statues, images, medals, relics, and other objects to call to mind their relationship with the communion of saints of the past. These "religious objects" are used to simply recall to mind the example of a particular saint and to remind us of their nearness to God and their power to intercede for us on earth.
As an affirmation to our faith, and not the reason we believe, we recognize miraculous events concerning the bodies of some saints whose souls have gone to be with the Lord. The physical remains of some saints have been preserved in physical states not in the common natural order. Some saints whose bodies have been preserved without artificial means include: St. Bernadette Soubirous, St. Catherine Laboure, St. John Vianney, Sr. Theresa Margaret, St. Catherine of Sienna, St. Francis Xavier, St. Louise de Marillac, and Blessed John XXIII.
(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)
Christians from the earliest centuries of the Church have expressed their communion with those who have died by praying for the dead.
Inscriptions in the Roman catacombs indicate that the early Christians honored and prayed for their deceased relatives and friends.
It is not uncommon that non-believers see the Roman Catholic devotion to the Saints and the dead in general as falling under the prohibition of necrology as found in the Hebrew Scriptures. These people are not aware of the New Life of the Christian who has been called out of this life. They are not dead, but alive!
The early Christians, in praying for their dead were expressing their belief that departed brothers and sisters underwent a purification after death ("purgatory"). Their prayers were prayers that God would have mercy on them during this time of healing and purification.
Many people who do not share the Catholic Christian faith life have difficulty with the appearance that in their prayers, Catholics appear to pray to the Saints, to Mary, as one prays to God. This "praying to" appears to them to indicate a worship of the Saint as if giving to the Saint or Mary what is due to God alone.
However, earliest Christianity has always defined prayer as conversation, as in conversation with God. Conversation, as any other act of communication ( e.g., talking, conversation, yelling, etc.), requires a sign of the direction of the communication: one talks to someone, communicates with someone, prays to someone, converses with someone, yells at someone, etc. Hence, praying to God, a Saint, the Virgin Mary indicates simply the direction of prayer communication. It is more a matter of grammar and understanding communication than acknowledging the worship of the receiver.
From the earliest of Church Councils (the Council of Rome, 993; defined by the Council of Trent) the distinction was made between worship and honor. Catholics believe that worship is due to God alone. Catholics honor those saints who have gone before us as a sign of faith and victory in living the Christian life.
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Kathpedia: Heilige
Kathpedia: Verehrung und Anrufung der Heiligen
Glaubenslust: Heilige
katholisch.de: Warum feiern Katholiken Namenstag?
kirchensite: Heiligenkalender
Heiligenkalender der katholischen Glaubensinformation
Namenstagskalender von katholisch.de
ZENIT: Benedikt XVI: Heiligkeit ist weder Luxus noch Privileg, sondern Berufung aller Getauften
kathpedia.com: Allerheiligenlitanei
kathpedia.com: Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet
New Advent: Canonization of Saints
New Advent: The Communion of Saints
New Advent: Legends of the Saints
Catholic Answers: Mary & Saints
Vatikan: Heilige & Selige
Prof. Dr. Scott Hahn: Saints, Holy Siblings
Original Catholic Encyclopedia: Saints Index
Is Praying to Mary and the Saints Against the Bible, as Jesus Is Our Sole Mediator?
Catholic Online: Popular Saints
StayCatholic.com: The Early Church Fathers on the Intercession of the Saints
Fr. Benedict Groeschel: They Could Be Saints (DVD)
Fr. Benedict Groeschel: All Saints & All Souls Meditation (DVD)
Fr. Benedict Groeschel: Our Lady of Lourdes & St. Bernadette (DVD)
Karlo Broussard: Intercession of Saints (CD)
Fr. Alban Goodier, S. J.: Saints for Sinnners (CDs)
Fr. Shannon Collins: Wisdom of the Saints (mp3)