"Es kann keinen Widerspruch zwischen Glauben und Werken geben: Der Glaube ist in der Liebe wirksam. Er bewährt sich in den Werken und bezeugt so das freie Geschenk der Rechtfertigung in Christus. Zudem gehören wir durch die Rechtfertigung in Christus nicht mehr uns selbst, sondern wir sind zum Tempel des Heiligen Geistes geworden und sollen Gott mit unserem ganzen Dasein die Ehre geben (vgl. 1 Kor 6, 19) in einem Leben, das dem Geist entspricht. Nichts und niemand kann uns von der Liebe Christi scheiden (vgl. Röm 8, 39), die uns in die Lage versetzt, wahre Früchte des Geistes hervorzubringen.“
Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz, 26.11.2008
(Quelle: www.kath.de)
"Meine Brüder, was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten? Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und ohne das tägliche Brot und einer von euch zu ihnen sagt: Geht in Frieden, wärmt und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen - was nützt das? So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat. Nun könnte einer sagen: Du hast Glauben und ich kann Werke vorweisen; zeig mir deinen Glauben ohne die Werke und ich zeige dir meinen Glauben aufgrund der Werke. Du glaubst: Es gibt nur den einen Gott. Damit hast du Recht; das glauben auch die Dämonen und sie zittern. Willst du also einsehen, du unvernünftiger Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist? Wurde unser Vater Abraham nicht aufgrund seiner Werke als gerecht anerkannt? Denn er hat seinen Sohn Isaak als Opfer auf den Altar gelegt. Du siehst, dass bei ihm der Glaube und die Werke zusammenwirkten und dass erst durch die Werke der Glaube vollendet wurde. So hat sich das Wort der Schrift erfüllt: Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet, und er wurde Freund Gottes genannt. Ihr seht, dass der Mensch aufgrund seiner Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein. " (Jak 2, 14 -24 - Einheitsübersetzung)
"Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren." (Joh 14, 21 - Einheitsübersetzung).
"Denn in Christus Jesus kommt es nicht darauf an, beschnitten oder unbeschnitten zu sein, sondern darauf, den Glauben zu haben, der in der Liebe wirksam ist." (Gal 5,6 - Einheitsübersetzung)
"Unablässig erinnern wir uns vor Gott, unserem Vater, an das Werk eures Glaubens, an die Opferbereitschaft eurer Liebe und an die Standhaftigkeit eurer Hoffnung auf Jesus Christus, unseren Herrn." (1 Thess 1,3 - Einheitsübersetzung).
"Herr, bei dir ist die Huld. Denn du wirst jedem vergelten, wie es seine Taten verdienen." (Psalm 62,13 - Einheitsübersetzung).
"Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt." Mt 7, 21 (Einheitsübersetzung)
"Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr!, und tut nicht, was ich sage?" Lk 6, 46 (Einheitsübersetzung)
Manche Christen sind der Ansicht, wir seien alleine durch den Glauben ("sola fide") gerettet. In dem Moment, wo wir glauben (für manche Christen genügt hierfür ein einfaches Gebet, andere halten zumindest noch an der Taufe als Beginn des Lebens als Christ fest), wäre es unwichtig, welche (guten oder schlechten) Werke wir von nun an vollbringen - wir sind ja schon "gerettet". Gute werke seien höchstens noch als Ausfluss des Glaubens zu sehen. Sie sind ganz in Ordnung, aber nicht unbedingt notwendig.
Katholiken haben hier eine andere Auffassung. Ja, wir werden durch die Gnade Gottes und unseren Glauben gerettet - aber nicht durch den Glauben alleine. Ebenso warnt die Bibel ausdrücklich vor falscher Heilsgewissheit (also der Auffassung, es wäre egal, was wir ab dem Zeitpunkt, wo wir "gerettet" sind, tun).
Für Katholiken heisst "Glaube" aber nicht nur das, was wir verstandesmäßig erfassen (also etwa durch die bloße Aussage: "Ich glaube"). Es umfasst uns als ganze Menschen - mit all unseren Sinnen, mit unserem Verstand, aber auch mit unseren Taten. Am Beginn jeden Glaubens steht immer Gottes Gnade - diese muss aber durch uns beantwortet werden. Durch uns als Menschen im biblischen Sinn (das biblische Menschenbild umfasst den Körper, den spirituellen Teil und die Psyche). Durch unsere Worte wie unsere Taten. Glaube findet also nicht nur im Kopf statt, er findet seinen Ausdruck im Menschen als ganzen.
(Fortsetzung folgt)
Warum eigentlich "oder"?
Dieses "oder" entspricht dialektischem Denken - eine Denkform, die seit der Reformation sehr populär geworden ist. Jesus - und mit Ihm die frühe Kirche - sah das Verhältnis von Glauben und Werken aber nicht als ein "oder" sondern ein "und" - eine untrennbare Einheit!
(Quelle: Prof. Dr. Scott Hahn)
Sehen wir uns Jk 2,24-26 an: "Ihr seht, dass der Mensch aufgrund seiner Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein. Wurde nicht ebenso auch die Dirne Rahab durch ihre Werke als gerecht anerkannt, weil sie die Boten bei sich aufnahm und dann auf einem anderen Weg entkommen ließ? Denn wie der Körper ohne den Geist tot ist, so ist auch der Glaube tot ohne Werke." (Einheitsübersetzung). Es bedarf also auch der Werke, wenn man an Jesus Christus glaubt. Die Lehre von der "sola fide" (allein durch den Glauben) ist also nicht biblisch. Im vorliegenden Fall handelt es sich übrigens um die einzige Stelle in der Bibel, wo die Wörter "Glaube" und "allein" in einem Satz vorkommen - und es steht ein "nicht" davor! Wer Glaubt, muss diesem Glauben also auch Taten folgen lassen - er muss aktiv werden und reiche Frucht bringen. Wenn er nichts Gutes vollbringt, ist unser Glaube schlichtweg tot. Was ist nun mit Gottes Gnade? Durch sie glauben wir überhaupt erst - und sie ermöglicht es uns auch, unseren Glauben auszuleben und ihm Taten folgen zu lassen.
(Quelle: www.saintjoe.com)
Lesen wir Mt 7,21: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt" (Einheitsübersetzung). Wir müssen also den Willen unseres Vaters im Himmel tun. Einfach nur zu sagen, Jesus ist unser Herr, ist nicht genug! Es reicht noch nicht einmal, Wunder iin Seinem Namen zu vollbringen oder das Evangelium zu verkünden. Es ist einfach eine Irrlehre, zu glauben, wir hätten einen festen Platz im Himmel! Wer so etwas glaubt, setzt tatsächlich seine Errettung auf's Spiel!
Nun zu Jn 14,21: "Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren." (Einheitsübersetzung).
Wir müssen also Gottes Gebote halten! Die "einmal gerettet, immer gerettet"-Theologie ist nicht biblisch! Wie wir hier sehen, müssen wir mehr tun als nur Jesus als unseren persönlichen Herrn und Retter zu akzeptieren und das Sündergebet zu beten. Unsere Liebe zu Gott zeigt sich in dem, was wir tun, wie wir handeln, reden usw. Unsere Erlösung ist kein abgeschlossenenes und besiegeltes Geschäft! Ein Christ hat sein Kreuz zu tragen und Gutes zu tun: "Darum, liebe Brüder - ihr wart ja immer gehorsam, nicht nur in meiner Gegenwart, sondern noch viel mehr jetzt in meiner Abwesenheit-: müht euch mit Furcht und Zittern um euer Heil!" (Phil 2,12 - Einheitsübersetzung).
(Quelle: www.saintjoe.com)
Also muss man nicht Buße tun oder glauben? Muss man sich nicht taufen lassen?
Das sind keineswegs nur "eigene Werke" - der Glaube z.B. kann nur durch die Gnade Gottes geschenkt werden, die wir in freier Entscheidung beantworten!
Manche Sprüche klingen erst einmal gut - und sind wohl auch gut gemeint, stehen aber nicht auf der Grundlage der Bibel - und wurden von der Kirche auch nie so gesehen.
(Frei nach Prof. Dr. Scott Hahn)
Sehen wir uns diese Stelle an: "Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft - Gott hat es geschenkt -, nicht aufgrund eurer Werke, damit keiner sich rühmen kann." (Einheitsübersetzung)
Diese Stelle wird oft und gerne gerade von evangelikalen Christinnen und Christen oder Fundamentalisten zitiert.
Ein Großteil der katholischen Antowrt hierzu wird jedoch bereits im Vers 10 gegeben, der - bewusst oder unbewusst - nie mit zitiert wird: "Seine Geschöpfe sind wir, in Christus Jesus dazu geschaffen, in unserem Leben die guten Werke zu tun, die Gott für uns im Voraus bereitet hat." (Einheitsübersetzung)
Und schon löst sich das Argument in Luft auf. Ja, wir sind durch die Gnade Gottes und durch unseren Glauben gerettet - aber nicht durch den Glauben allein (siehe Jak 2,24). Luther musste das Wort "allein" in die Bibel einfügen (bei Röm 3,28), damit es seine Theorie überhaupt erst stützte!
Viele Evangelikale lehren also Eph 2,8-9. Die Katholische Kirche lehrt Eph 2,8-10.
Im übrigen hat die Katholische Kirche 2.000 Jahre lang getreu der biblischen Überlieferung gelehrt, dass wir durch die Gnade Gottes gerettet werden (vgl. Apg 15,11 oder Sektion 1996 des Katechismus der Katholischen Kirche).
Es lohnt sich also immer, zum einen Bibelverse im Kontext zu lesen und zum anderen auch die Position der Katholischen Kirche (so wie sie dies selbst verfasst hat!) nachzulesen, anstatt immer nur das zu wiederholen, was man irgendwo aufgeschnappt hat oder was sich gut anhört - sofern man einen oder zwei Verse der Bibel völlig aus dem Kontext reisst.
(Quelle: www.familylifecenter.net)
Zur Rolle von Werken/Taten und der Abwesenheit des Glaubens beim jüngsten Gericht: Matt 7,16-27, Matt 16,27, Matt 25,31-46, 2 Kor 5,10, 1 Petr 1,17, Off 22,12, Prediger 12,14)
Hl. Paulus: Jedem wird vergolten, wie es seine Taten verdienen: Röm 2,5-13
(Quelle: Dave Armstrong, The Catholic Verses, Sophia Institute Press, Manchester, New Hampshire, 2004)
Falsch. Lesen wir hierzu Mt 16,27: "Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen." (Einheitsübersetzung)
Wir werden also nach dem beurteilt, was wir getan oder nicht getan haben - klarer lässt sich das wohl kaum formulieren! Einfach nur zu glauben und das "Gebet des Sünders" (das übrigens nirgendwo in der Bibel steht!) zu beten, reicht offensichtlich nicht! "Du glaubst: Es gibt nur einen Gott. Damit hast du recht; das glauben auch die Dämonen und sie zittern." (Jk 2,19 - Einheitsübersetzung) - es reicht also nicht aus, einfach nur zu glauben. Wenn wir tatsächlich glauben und Jesus nachfolgen wollen, müssen wir Seinen Willen und damit Gottes Gebote erfüllen!
(Quelle: www.saintjoe.com)
Dieser Vers wird meist völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Zum Verständnis sollte etwa auch Psalm 14,1-5 gelesen werden ("Die Toren sagen in ihrem Herzen: "Es gibt keinen Gott". Sie handeln verwerflich und schnöde; da ist keiner, der Gutes tut. Der Herr blickt vom Himmel herab auf die Menschen, ob noch ein Verständiger da ist, der Gott sucht. Alle sind sie abtrünnig und verdorben, keiner tut Gutes, auch nicht ein Einziger. Haben denn all die Übeltäter keine Einsicht? Sie verschlingen mein Volk. Sie essen das Brot des Herrn, doch seinen Namen rufen sie nicht an. Es trifft sie Furcht und Schrecken; denn Gott steht auf der Seite der Gerechten." (Einheitsübersetzung). Oder Mt 25,21: "Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!" (Einheitsübersetzung).
Offensichtlich gibt es da Menschen, die Gutes tun, sonst würde Jesus ja absichtlich Menschen in die Irre führen. Als María in Mk 14,6 Jesu Füße salbte, sagte Er: "Sie hat ein gutes Werk an mir getan." (Einheitsübersetzung). Wenn wir aber Gutes tun, tun wir das nicht aus uns selbst heraus, sodass wir vor Jesus treten und zu Ihm sagen könnten: "Schau, ich habe etwas Gutes getan!", sondern durch Jesu Wirken in und durch uns tun wir Gutes. Andere Verse über Gutes tun: Mt 5,16, 12,35; Mk 3,4; Lk 6,27.33.
Sehen wir uns noch Lk 1,6 an: "Beide lebten so, wie es in den Augen Gottes recht ist, und hielten sich in allem streng an die Gebote und Vorschriften des Herrn." (Einheitsübersetzung).
Hier geht es darum, dass Zacharias und Elisabet taten, was recht ist. Wenn es also in Röm 3,10-12 heißt, dass es keinen gibt, der gerecht ist und der Gutes tut, so bezieht sich das auf Ps 14,1-4. Hier spricht der Psalmist von zwei Arten von Menschen: die Bösen, die Gottes Volk verschlingen und dann in Vers fünf die Gerechten. Weitere zum Verständnis hilfreiche Bibelverse: Lk 2,25, 5,32, 15,7, 23,50; Röm 5,19; Heb 10,37-38; Gen 6,9, 7,1, 38,26.
(Quelle: www.saintjoe.com)
"Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch." (Einheitsübersetzung).
Lesen wir Gal 5,6: "Denn in Christus Jesus kommt es nicht darauf an, beschnitten oder unbeschnitten zu sein, sondern darauf, den Glauben zu haben, der in der Liebe wirksam ist." (Einheitsübersetzung).
Ein übliches Missverständnis liegt in den "Werken des Gesetzes" (Röm 3,28-31) und Werken des Glaubens aus Liebe und im Dienst für Gott. Werke des Gesetzes waren die erforderlichen Rituale des jüdischen Gesetzes bzw. der jüdischen Tradition, die oft ohne aufrichtige Liebe zu Gott verrichtet wurden. Sie wurden zu einer Art Last oder Pflicht, die man eben tun musst, weil es so gefordert wurde. Wir können immer noch diesen Fehler begehen, indem wir etwa die Heilige Messe besuchen, weil "man das eben so tut", also als eine Art Ritual - ohne den aufrichtigen Wunsch, näher bei Gott zu sein.
(Quelle: www.saintjoe.com)
Lesen wir Phil 2,12-13: "Darum liebe Brüder - ihr wart ja immer gehorsam -, nicht nur in meiner Gegenwart, sondern noch viel mehr jetzt in meiner Abwesenheit -: müht euch mit Furcht und Zittern um euer Heil! Denn Gott ist es, der in euch das Wollen und das Vollbringen bewirkt, noch über euren guten Willen hinaus." (Einheitsübersetzung).
Die Philipper sollten Paulus' Botschaft gehorchen, indem sie sich mit Furcht und Zittern um ihr Heil mühten. Warum sollten wir das heute anders machen, wenn wir doch die wahren Christen des Neuen Testaments sind? Unser Verhalten hat einen wesentlichen Einfluss darauf, wie Gott uns beurteilt. Das sollte doch in jedem von uns eine heilige Furcht wecken, danach zu trachten, in allem den Willen des Vaters zu tun! Weder Paulus noch irgendjemand der anderen Schreiber des Neuen Testaments erzählen uns von einer furchtlosen Versicherung der Erlösung, so wie es viele Prediger heutzutage fälschlicherweise darstellen!
(Quelle: www.saintjoe.com)
Das erste Mal, dass Paulus im Römerbrief das Wort Glaube erwähnt, ist im 1. Kapitel im Vers 5, wo er vom "Gehorsam des Glaubens" spricht.
Das letzte Mal ist es im Kapitel 16 im Vers 26 - und wieder ist es der "Gehorsam des Glaubens"!
Solte uns das nicht zu denken geben?
(Frei nach Prof. Dr. Scott Hahn)
"Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts." (1 Kor 13,2 - Einheitsübersetzung)
Hier steht doch tatsächlich, dass uns all unser Glaube nichts hilft, wenn wir nicht auch Liebe haben! Wenn also der Glaube alleine zu unserer Errettung ausreichen würde, wozu bräuchten wir dann noch die Liebe?
Nein, der Glaube ist ein Gnadengeschenk Gottes, das von uns in freier Entscheidung angenommen und beantwortet wird - der Glaube alleine aber hilft uns nichts.
Und wenn Jakobus sagt, dass Glaube ohne Werke tot sei, so ist es nicht ein "anderer Glaube", eine "andere Rechtfertigung", die er hier meint, sondern andere Werke - er meint nicht das levitische Gesetz (Beschneidung usw.), sondern aus dem Zusammenhang geht klar hervor, dass er von guten Werken der Nächstenliebe spricht.
Ein Glaube ohne diese Werke der Liebe ist wert- und fruchtlos Es kommt darauf an, "den Glauben zu haben, der in der Liebe wirksam ist." (Gal 5,6 - Einheitsübersetzung)!
Kurze Antwort: Das hat die Katholische Kirche in ihrer gesamten Geschichte nie gelehrt. Für uns sind der Glaube und die guten Werke aber eine untrennbare Einheit.
Vielleicht sollten die, die solche Vorurteile haben oder verbreiten, erst einmal den Katechismus lesen, um sich davon zu überzeugen, was wir wirklich glauben!
Die Lehre der Kindstaufe, so wie die Katholische Kirche sie praktiziert, beweist, dass wir keineswegs an eine "Werksgerechtigkeit" glauben, also dass wir nicht denken, man könne sich die Erlösung durch Werke verdienen. Ein Kleinkind verdeutlicht doch wie nichts anderes, dass wir mit leeren Händen vor Gott stehen und sein Gnadengeschenk empfangen!
"Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, um jedem zu vergelten, wie es sein Verhalten verdient, entsprechend der Frucht seiner Taten."
(Einheitsübersetzung)
Auf die Anstrengung, die man hierfür aufwendet und die Motivation, die einen bringt, Werke der Liebe zu tun.
Beides wissen nur wir selbst und Gott.
(In Anlehnung an Prof. Dr. Scott Hahn)
Stell dir vor, du bist mit deinem Sohnemann im Supermarkt und er tollt herum, obwohl du ihm mehrmals gesagt hast, bei dir zu bleiben - und schließlich wirft er dabei ein Glas Orangensaft vom Regal herunter.
Die Scherben und der Saft sind über den ganzen Boden verstreut.
Zuerst schimpfst du ihn vielleicht, aber er entschuldigt sich und du vergibst ihm.
Soweit "Sola Fide".
Das Problem hierbei: die Scherben und der Saft sind immer noch auf dem Boden. Außerdem möchtest dur gerne, dass dein Sohn beim nächsten Mal auf dich hört und nicht hin und herspringt...
Genauso ist es mit Gott: Allein zu sagen, es tut uns leid, ist nicht genug. Allein zu glauben, uns wurde aufgrund unseres Glaubens und des kostbaren Blutes Jesu vergeben und alles ist wieder in Ordnung, ist nicht genug. Wir müssen den angerichteten Schaden soweit als möglich wieder gutmachen und auch in unseren Herzen und in unseren Taten eine Änderung unserer Einstellung zu erreichen suchen!
"Glaube" im katholischen Sinn ist nicht einfach nur die Erklärung, dass man glaubt. Er ist wie eine zip-Datei, in der sehr viel enthalten ist.
Ein Beispiel von Stephen K. Ray: Wenn du im Imbiss um die Ecke ein Hot Dog bestellst, und die Bedienung bringt dir ein tiefgefrorenes Hotdog und wirft es auf deinen Tisch, dann wirst du dich beschweren. Theoretisch aber könnte die Bedienung dir antworten, dass du ja genau das bekommen hast, was du bestellt hast! Warum regt man sich auf? Weil jedem klar ist, dass ein Hot Dog heiß sein muss, dass eine Semmel und Senf dazu gehört, ebenso ein Teller und Besteck.
Ebenso ist es mit dem Glauben aus katholischer Sicht: Dazu gehört nicht einfach nur die formelle Erklärung, dass man glaubt. Er muss sich auch in dem zeigen, was man sagt, tut und denkt sowie in der Art und Weise, wie man Gott anbetet - ob man Jesu Fleisch isst und Sein Blut trinkt, welche Liturgie man hat und in welcher Kirche man Glied ist! Ebenso gehört dazu eine Änderung der inneren Einstellung und das Bekennen von Sünden, die Buße und Wiedergutmacheng!
The Catholic Christian answers this question in three stages or levels corresponding to the three meanings the words "saved" and "salvation" have in the Bible. (These meanings are found in the previous section, "Salvation: A Biblical Portrait." )
Catholic Christians can respond that they have been saved. This acknowledges the first meaning of "saved" and "salvation" in scripture--Jesus Christ, Savior, by whose act of salvation we are objectively saved--He died, rose from the dead, saved them from sin.
Catholic Christians can also respond that they are being saved. This acknowledges the second meaning "saved" and "salvation" have in scripture--the present experience, God's power delivering constantly from the bondage of sin.
Catholic Christians also respond that they will be saved, that they have hope and confidence that God will give them the grace of perseverance; that they will respond to it; and accept his gift of salvation until their death. This acknowledges the third meaning the words "saved" and "salvation" have in scripture--the future deliverance of believers at the Second Coming of Christ.
(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)
There is perhaps no greater confusion among Roman Catholic Christians and Evangelical Protestant and Pentecostal Christians than that held over the controversy of faith versus good works. This controversy best warrants the balance of scriptures necessary in reading the Word of God to understand what God means for us to know.
The Bible is clear that faith holds a first and prominent role in the salvation of every person.
The Bible is equally clear on the saving role of good works in the lives of the faithful.
The Bible makes it clear that there must be a balanced relationship between our faith and its expression in good works.
The Bible indicates that it is wrong to disturb the balance of works expressing a life of faith. Man is not saved by faith alone.
Nor is man saved by works alone.
The Bible declares that salvation is a gift of God alone and constantly reaffirms that faith has a primary role in that salvation.
The constant teaching of the Roman Catholic Church on these Scriptures was clearly restated on January 13, 1547.
The Council also reiterated the relationship of good works to man justified by faith.
(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)
Bibliothek der Kirchenväter: Über gute Werke und Almosen
St. Josef: Wer an Christus glaubt, wird gerecht
Catholic Information Network: Salvation
Bible Answers for Bible Christians: Salvation
Dr. Marcellino D'Ambrosio: Faith vs. Works
Coronum Catholic Apologetic Web Page: The Church Fathers on Faith & Works
Coronum Catholic Apologetic Web Page: Salutary Works Require Grace (Church Fathers)
United States Conference of Catholic Bishops: Faith Works
Steve Ray: Abraham - Father of Faith & Works (CD)