Katholisch Leben!

The Jesus Brothers

Zitat

"Ich glaube an die Sonne, auch wenn sie nicht scheint. Ich glaube an die Liebe, auch wenn ich sie nicht spüre. Ich glaube an Gott, auch wenn ich ihn nicht sehe."

Jüdische Inschrift im Warschauer Ghetto

Apostolisches Glaubensbekenntis

1Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,

2und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn,
unseren Herrn,
3empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
4gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
5hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
6aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters,
7von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

8Ich glaube an den Heiligen Geist,
9die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
10Vergebung der Sünden,
11Auferstehung der Toten
12und das ewige Leben.

Amen.


1Credo in deum patrem omnipotentem,
creatorem coeli et terrae;

2Et in Iesum Christum,
filium eius unicum,
dominum nostrum,
3qui conceptus est de Spiritu sancto,
natus ex Maria virgine,
4passus sub Pontio Pilato,
crucifixus, mortuus et sepultus,
5descendit ad inferna,
tertia die resurrexit a mortuis,
6ascendit ad coelos,
sedet ad dexteram dei patris omnipotentis,
7inde venturus est iudicare vivos et mortuos;

8Credo in Spiritum sanctum,
9sanctam ecclesiam catholicam,
sanctorum communionem,
10remissionem peccatorum,
11carnis resurrectionem,
12et vitam aeternam.

Amen.

 

(Quelle: www.kathpedia.com)

 

Vater unser

Deutsch:

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern,
und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

(Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.)

Amen.


Latein:

Pater noster, qui es in caelis,
sanctificetur nomen tuum.
Adveniat regnum tuum.
Fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie.
Et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris.
Et ne nos inducas in tentationem,
sed libera nos a malo.

(Quia tuum est regnum et potestas
et gloria in saecula.)

Amen.


Aramäisch:

Abwun d’bwaschmaja
Nethkadasch schmach
Tete malkuthach
Nehwe tzevjanach aikana d’bwaschmaja af b’arha
Hawvlan lachma d’sunkana jaomana
Waschboklan chauben (wachtahen) aikana daf chnan schvoken l’chaijaben
Wele tachlan l’nesjuna ela patzan min bischa

(Metol dilachie malkutha wahaila wateschbuchta l’ahlam almin.)

Amen.

 

(Quelle: www.kathpedia.com)

 

Glaube

Manche Christen sind der Ansicht, wir seien alleine durch den Glauben ("sola fide") gerettet. In dem Moment, wo wir glauben (für manche Christen genübt hierfür ein einfaches Gebet, andere halten zumindest noch an der Taufe als Beginn des Lebens als Christ fest), wäre es unwichtig, welche (guten oder schlechten) Werke wir von nun an vollbringen - wir sind ja schon "gerettet". Gute werke seien höchstens noch als Ausfluss des Glaubens zu sehen. Sie sind ganz in Ordnung, aber nicht unbedingt notwendig.

Katholiken haben hier eine andere Auffassung. Ja, wir werden durch die Gnade Gottes und unseren Glauben gerettet - aber nicht durch den Glauben alleine. Ebenso warnt die Bibel ausdrücklich vor falscher Heilsgewissheit (also der Auffassung, es wäre egal, was wir ab dem Zeitpunkt, wo wir "gerettet" sind, tun).

Für Katholiken heißt "Glaube" aber nicht nur das, was wir verstandesmäßig erfassen (also etwa durch die bloße Aussage: "Ich glaube"). Es umfasst uns als ganze Menschen - mit all unseren Sinnen, mit unserem Verstand, aber auch mit unseren Taten. Am Beginn jeden Glaubens steht immer Gottes Gnade - diese muss aber durch uns beantwortet werden. Durch uns als Menschen im biblischen Sinn (das biblische Menschenbild umfasst den Körper, den spirituellen Teil und die Psyche). Durch unsere Worte wie unsere Taten. Glaube findet also nicht nur im Kopf statt, er findet seinen Ausdruck im Menschen als ganzen.

(Fortsetzung folgt)

 

Katholischer Erwachsenenkatechismus

"Der Glaube ist die Antwort des Menschen auf die Selbstoffenbarung Gottes. Er ist kein vages, inhaltsloses Gefühl. Er hat einen Inhalt."

"Die Antwort des Glaubens ist nur möglich, wenn Gott dem, Menschen zuvorkommt und ihm das Licht seiner Wahrheit aufstrahlen läßt, wenn er ihn sehend macht und ihm die "Augen des Herzens" erleuchtet (vgl. Eph 1,18). So ist der Glaube Geschenk der erleuchtenden Gnade Gottes."

"Trotzdem bleibt der Glaube frieer und verantwortlicher Akt des Menschen. Er wird weder allein mit dem Verstand noch allein mit dem Willen oder dem Gefühl gegeben."

"So ist der Glaube letztlich Begegnung, Gemeinschaft und Freundschaft mit Gott."


 Catholic Answers Quick Questions


Glaube - freie Tat des Menschen oder Gnade Gottes?

Kann der Glaube zugleich Geschenk Gottes und freie Tat des Menschen sein? Zeigen Sie an einigen Beispielen auf, wie man sich in der Geschichte der Kirche mit dieser Frage auseinandergesetzt hat. Legen sie dar, wir man heutigen Menschen einen Zugang zu der Einsicht, dass Gnade und Freiheit einander nicht ausschließen, eröffnen kann.



Robert Gollwitzer, Ridlerstr. 21, 80339 München



Gliederung


A. Gott ermöglicht und schenkt uns Freiheit.

B. 1. Definitionen

1.1 Was bedeutet Glaube eigentlich?

1.2. Was bedeutet Gnade?

2. Kann der Glaube zugleich Geschenk Gottes und freie Tat des Menschen sein?

2.1 Das Verhältnis von Glaube als Tat Gottes und Glaube als Tat des Menschen in der Geschichte

2.1.1 In der Bibel

2.1.2 In den ersten christlichen Jahrhunderten und bei den älteren Kirchenvätern

2.1.2.1 Augustinus

2.1.2.2 Pelagius

2.1.3 Im Mittelalter

2.1.4 In der Reformationszeit

2.1.5 Der Gnadenstreit im 16./17. Jahrhundert

2.1.6 Die Situation heute

2.2 Wie eröffnet man heutigen Menschen einen Zugang zu der Einsicht, dass Gnade und Freiheit einander nicht ausschließen?

2.2.1 Besserer Zugang durch Verstehen des theologischen Hintergrundes

2.2.2 Besserer Zugang durch eigenes Beispiel

2.2.3 Besserer Zugang durch menschliche Erfahrung

2.2.4 Maria voll der Gnade

C. Gottes Liebe als ultimativer Zugang



A. Gott ermöglicht und schenkt uns Freiheit.

Christen glauben, dass alles, was sie sind, tun und können, von Gott geschenkte Gaben sind, die es ihnen erst ermöglichen, seine Liebe, sein Angebot zur Vergebung und seinen an uns in der Taufe ergangenen Ruf in Freiheit zu beantworten. Lieben kann schließlich nur der, der seinerseits zuerst geliebt wurde. Gottes Liebe und Annahme versetzt die Menschen erst in die Lage, sich frei entscheiden und den eigenen Weg wählen zu können. Eine Freiheit aber, die – sofern sie sich nicht auf der Annahme genau dieser Liebe Gottes als Antwort auf seinen Ruf gründet – schnell zur Überforderung, zur Getriebenheit werden kann.

Gerade weil Gott die Menschen liebt, schenkt und ermöglicht er ihnen diese Freiheit – als Teil der Menschenwürde. Nur aufgrund dieser Freiheit können sie ihrerseits ihren Weg wählen, andere Menschen lieben und ihnen vergeben – und Gottes Liebe so beantworten. Menschen lieben und vergeben nicht, weil sie so nette Menschen sind, sondern weil sie beides selbst als Geschenk erfahren haben. Ohne dieses Geschenk wäre es dem Menschen gar nicht möglich, sich voll Vertrauen und Gehorsam Gott zuzuwenden. Seine Beziehung zu Gott ist wegen der Sünde gebrochen. Gott alleine kann nun den ersten Schritt tun und uns seine Liebe, seine Gnade in Jesus und seinen Heilswillen anbieten. Im Laufe der Geschichte gab es hierzu aber immer wieder Diskussionen und selbst heute herrscht oft noch Unklarheit und Unverständnis. Göttliche Gnade und menschliche Freiheit sind aber nicht eine Frage von entweder oder sondern eine Einheit. Nicht „oder“ sondern „und“ führt zum Ziel.


B. 1. Definitionen

1.1 Was bedeutet Glaube eigentlich?

„“Ich glaube“ heißt: Der Glaube ist die freie, verantwortliche und unübertragbare Entscheidung des einzelnen Menschen. Zu ihr darf niemand gegen seinen Willen und gegen sein Gewissen gezwungen werden.“ 1

Im Hebräerbrief 11,1 liest man: „Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.“ Und in Vers 8: „Aufgrund des Glaubens gehorchte Abraham dem Ruf, wegzuziehen in ein Land, das er zum Erbe erhalten sollte“ 2 - ein Hinweis, dass zum Glauben auch eigene Initiative – in diesem Fall der Gehorsam gehört. Abraham setzte seine ganze Hoffnung auf Gott3 - und wird so zum Vater aller, die an Gott glauben. Ein Glaube, der von Jesus vollendet wurde: Glaube wird im NT so zur Nachfolge Jesu.

Durch den Glauben verdanken sich die Menschen ganz Gott, vertrauen auf seine Liebe, die sie in Jesus erfahren, auf seine Wirkmächtigkeit4 und führen ein Leben in Jesu Nachfolge – vermittelt durch das Wort und geleitet von den Glaubenswahrheiten. Glaube heißt auch Hoffnung – Hoffnung auf Vollendung der Geschichte und endgültige Gemeinschaft mit Gott. Schließlich ist auch Gemeinschaft mit und in der Kirche, der Welt und vertrauensvolle Gemeinschaft mit Gott im Gebet ein Bestandteil des Glaubens. Glaube ist die Antwort des Menschen auf Gottes in der Taufe gespendete Geschenk der Gnade.5 Er ist mehr als das Fürwahrhalten der Bibel oder von Glaubenswahrheiten. Ebenso wenig nur ein Akt des Willens, eine Gehorsamspflicht oder ein Gefühl. Er ist ein Dialog, in dem Gott schenkt und ruft und der Mensch in Freiheit annimmt und antwortet. Ein Sich-Einlassen auf Gott.6 Ein Weg, der zur Umkehr ruft und zum Loslassen all dessen auffordert, was man als Sicherheit betrachtet, voller Vertrauen auf Gott. Christen wissen sich von Gott geliebt, und können so auch andere lieben. Im hebräischen Wort für Glaube (“aman“: „fest, beständig“) findet man genau dies: Festhalten an Gott, auf festem Grund stehen.7 Schließlich macht der Glaube auch neue Menschen aus uns.8

Gott ermöglicht es durch seine Gnade erst, zu glauben. Trotzdem ist der Glaube auch eine freie Tat des Menschen, die über das hinausgeht, was man mit Empfindungen oder Verstand begreifen kann. Er betrifft den ganzen Menschen, und so muss auch der ganze Mensch antworten. Letztlich ist er auch ein „Vorgeschmack“ von dem, was kommt.9


1.2. Was bedeutet Gnade?

„Was hast du, was du nicht empfangen hättest? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich, als ob du es nicht empfangen hättest“?10

Um das Jahr 700 wurde zum ersten Mal das lateinische Wort „gratia“ von irischen Mönchen mit einem bisher nicht ausschließlich religiös verwendeten Wort übersetzt: „Gnade“ („huldvoll-helfendes sich Neigen“). Damit bezeichnete man einen Vorteil, den man jemand anderes gewährt und der weitaus größer ist als das, was eigentlich zu geben war.11

Wenn man von Gnade spricht, spricht man vor allem vom Heiligen Geist, von „Erlösung“ und von Jesus, der zu uns Menschen auf die Erde kam, damit wir uns Kinder Gottes nennen können und uns das Heil brachte. Außerdem vom „Charisma“ (Gnadengabe, Geistesgabe, Geisteswirkung)12 und von Maria. Gnade verwandelt den Menschen in seinem Innersten und heiligt ihn. Sie kann ungeschaffene Gnade sein (Gottes Liebe), geschaffene Gnade (bereitet den Menschen vor) und als Unterteilung der geschaffenen Gnade die heiligmachende Gnade und die Aktgnade oder helfende Gnade (bestimmt einzelne Akte des Erkennens und Wollens). Gott hat es dem Menschen überlassen, diese Gnade bzw. Erlösung anzunehmen. Eine Entscheidung, die einen Weg eröffnet, der unter anderem von Umkehr und Gehorsam bestimmt wird. Eine „Mitwirkung“ des Menschen ist also unerlässlich.13 Manche meinten nun, die erlösende Gnade Jesu gelte nur wenigen Menschen. Wer in den Himmel oder in die Hölle komme, sei schon bei der Geburt festgelegt (Prädestination). Andere vertraten die Ansicht, dass es zwar nicht auf die Mitwirkung ankommt, wohl aber auf eine Entscheidung, die der Mensch selbst treffen müsse14. Eine freie Annahme, die aber nicht durch die Religion oder gar durch Menschen vermittelt werde.

Die katholische Position: Ursache der Erlösung ist nur das Werk Gottes. Deren Annahme aber erfordert ein „Mitwirken“, eine Beteiligung des Menschen. Wenn sich der Mensch Gott gegenüber öffnet, so sind hier alle Ebenen des Menschseins beteiligt – sein Herz, seine Seele, sein Geist, aber auch sein Körper, indem er Gottes Geboten folgt oder die Sakramente empfängt. Die Gnade und das Heil ist etwas, das Gott uns schenkt, das wir uns also nicht verdient haben oder unsererseits erreichen können. Die Gläubigen sind gerufen, die Gottesherrschaft in kindlicher Haltung als Geschenk anzunehmen.15 Für diesen Schatz16 sollen sie alles eintauschen und die Gute Nachricht weiter geben – in Wort und Tat.

Gnade ist also heilig machend, sie ist ferner unverdient und wird uns von Gott geschenkt17. Sie wird angenommen durch die Taufe, die Gemeinschaft der Gläubigen in der Kirche, Umkehr, Buße, das Halten der Gebote, Gottes- wie Nächstenliebe sowie das Gebet.

Durch das Beispiel von und in Gemeinschaft mit Menschen, die an Jesus glauben und diesen Glauben in Wort und Tat leben, durch die Verkündigung des Wortes und schließlich durch Christus selbst erfahren wir Erlösung durch Jesus und können uns für ihn entscheiden. Das Wort, die Erlösungsbotschaft und das Beispiel müssen ihrerseits eine Anziehungskraft haben (und haben diese auch durch den Heiligen Geist), die den menschlichen Willen zur Entscheidung erst in Gang setzt.18 Eine Ergriffenheit, die uns innerlich verwandelt und sich in tätiger Nächstenliebe und ein Leben in der Nachfolge Jesu Christi ausdrückt.


2. Kann der Glaube zugleich Geschenk Gottes und freie Tat des Menschen sein?

„Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.“19

2.1 Das Verhältnis von Glaube als Tat Gottes und Glaube als Tat des Menschen in der Geschichte

2.1.1 In der Bibel

Glaube ist sowohl Geschenk Gottes als auch Tat des in Freiheit entscheidenden Menschen. Hierin sah man kein Problem und keinen Widerspruch. Paulus weist zunächst auf die Gnade Gottes hin.20. Andere Stellen zeigen die Bedeutung der menschlichen Freiheit auf.21

2.1.2 In den ersten christlichen Jahrhunderten und bei den älteren Kirchenvätern

Auch hier sah man keinen Konflikt zwischen beiden Positionen. Die Kirchenväter betonten besonders die Freiheit des menschlichen Willens, um gnostische Theorien zurück zu weisen, die die Welt als Spielball eines Kampfes zwischen guten und bösen Mächten sahen, dem der Mensch völlig willenlos ausgeliefert sei.

2.1.2.1 Augustinus

Augustinus vertritt nun die Ansicht, dass der Mensch aus eigener Kraft – ohne Gottes Gnade – nichts Gutes tun oder denken kann (im Gegensatz zu Pelagius, der glaubt, dass der Mensch aus eigener Kraft den Willen Gottes tun kann). Er argumentiert sogar, nur wenige Menschen seien zum Glauben und zur ewigen Seligkeit bestimmt – eine Ansicht, die die Kirche zurückgewiesen hat. Nach Augustinus gehören drei Punkte zum Glauben: die verstandesmäßige Erfassung („Ich glaube an Gott“), die Annahme durch den Willen („Ich vertraue Gott“) und aus beidem folgend Glaube als ein Weg der Nachfolge, den man mit und zu Gott geht.

2.1.2.2 Pelagius

Etwa zu Ende des 4. Jh. lehrte Pelagius im Widerspruch zu Augustinus (354-430): er legte großen Wert auf die Freiheit menschlichen Willens. In diesem Willen könne man sich üben und so Jesus nachfolgen. Jesus hätte den Menschen durch sein eigenes Beispiel gezeigt, wie man leben solle. Dementsprechend brauche man Kinder auch nicht zur Vergebung der Sünden zu taufen, da sie ja noch nicht durch das schlechte Beispiel anderer sündigen hätten können. Ebenso wenig könnten sie Jesu Beispiel folgen. Gott habe uns durch seine Barmherzigkeit das Beispiel Christi geschenkt, und dem sei Folge zu leisten. Augustinus erwiderte, dass Menschen ohne die Gnade und Liebe Gottes nichts tun oder denken können. Sie seien im Grunde böse. Allein durch die Gnade Gottes wären sie imstande, dieses Schlechte in ihnen zu besiegen und ein Leben zu führen, wie Gott es von ihnen verlangt. Die Schüler des Pelagius wiederum meinten daraufhin, dann würde ja niemand mehr sündigen können, da es dann ja im Verantwortungsbereich der Gnade Gottes liege, ob wir Gutes oder Böses tun. Augustinus vertrat schließlich die Ansicht, dass es nur wenige Menschen gäbe, die von Gott zum Glauben und zur Seligkeit vorherbestimmt seien – ohne Rücksicht auf die menschliche Freiheit. Dies hat die Kirche zurück gewiesen. Augustinus’ Lehre von der inneren Gnade, die es den Menschen erst ermöglicht, irgendetwas zu tun oder zu denken, wurde jedoch bestätigt.

Das Konzil von Orange (529) kommt schließlich zu dem Entschluss, dass es der inneren Erleuchtung des Heiligen Geistes bedürfe, um die Predigt des Evangeliums gläubig aufzunehmen. Nicht geklärt wurde aber das Verhältnis von Gnade und Freiheit im Glauben. Nachfolger von Pelagius („Semipelagianer“) waren später v.a. im Mönchtum Südfrankreichs zu finden. Diese Tendenzen wurden auf der zweiten Synode in Orange (529) verurteilt.


2.1.3 Im Mittelalter

Im Mittelalter entdeckte man die Schriften des griechischen Philosophen Aristoteles (384 – 322 vC.) wieder. Thomas von Aquin (1225 – 1274) will Gnade und Freiheit miteinander verbinden. Der Glaube sei zwar eine freie Tat des Menschen, diese werde aber erst durch ein Gnadengeschenk Gottes, die übernatürliche Erhebung der Seele, auf die Ebene der „übernatürlichen Ordnung“ des ewigen Lebens, möglich. Diese Ordnung wurde von Gott durch die Auferweckung Christi begründet. Der Glaube bleibt weiterhin eine freie Tat des Menschen – ermöglicht wird diese Tat aber erst durch die übernatürliche Erhebung der Seele. Und die ist ein Gnadengeschenk Gottes. Später im Mittelalter – und wohl auch bedingt durch einen Vertrauensverlust der Menschen Gott gegenüber im Zuge von Tragödien wie der Pest - wurde wieder mehr Wert auf das eigene Tun gelegt. Durch fromme Werke wollte man sich Gottes Gnade versichern. Die Menschen glaubten, sie könnten Gottes Gnade nur in dem erfahren, was sie tun und so verließ man sich auf Ablässe und Wallfahrten. Man wollte „sicher“ gehen, die Gnade und das Heil zu erreichen.

2.1.4 In der Reformationszeit

Martin Luther vertrag die Theorie der „Sola Gratia“ (vgl. auch „Sola Fide“ – allein durch den Glauben wird man gerechtfertigt): Gnade wird geschenkt, und zwar durch einen Glauben, der alles an sich geschehen lässt. Werke sind ein reiner Ausfluss des Glaubens bzw. dessen Früchte. Röm 3,28 bewegte ihn zu dieser Erkenntnis, die im Widerspruch zum Kontext22 wie zu anderen Stellen steht.23 Der menschliche Wille bleibt hier völlig passiv und lässt Gottes vergebende Sünderliebe an sich geschehen. Im Licht der damaligen Zeit war diese Theorie aber eine Art Befreiung von der Angst, nicht genügen zu können.

Das Konzil von Trient bestätigte wieder das Miteinander vom Glauben als Geschenk Gottes und freier Tat des Menschen – eine reine Passivität der Gläubigen lehnte man ab. Der Glaube umfasst dementsprechend auch die Werke der Liebe, die ihn praktisch ausdrücken.24 Der Mensch habe eine Mitwirkungspflicht bei der Gnade. Tut er dies nicht, bleibe er im Unheil. In einem gab das Konzil von Trient aber Luther recht: Heil für den Menschen sowie dessen Mitwirkung gibt es allein durch Gottes zuvorkommende Gnade.25 Grundsätzlich aber wand man sich mit dem „Rechtfertigungsdekret“ klar gegen die Reformation.


2.1.5 Der Gnadenstreit im 16./17. Jahrhundert

Ein Problem damals war die Frage, ob man eigentlich noch von der Allmacht Gottes reden kann, wenn es letztlich von der freien Annahme des Menschen abhängt, ob sein Heil auch wirksam wird. Wie also ist das Verhältnis von Vorbestimmung – der Erwählung und Berufung eines jeden Menschen – und der menschlichen Freiheit? Theologen der Dominikaner sowie der Jesuiten gerieten hier in eine heftige Auseinandersetzung. Der Papst entschied sich für keine der beiden Seiten und verbot nur die Verketzerung.


2.1.6 Die Situation heute

Man bewegt sich wieder aufeinander zu – im Bewusstsein der geschichtlichen Hintergründe damals (sowie wohl auch der persönlichen Situation Luthers) und aufbauend auf den Gemeinsamkeiten, die lange Zeit vernachlässigt wurden. Beide Seiten gestehen falsche Interpretationen der Absicht der jeweils anderen Seite ein und verstehen, wohl auch aneinander vorbei geredet zu haben.26 Luther wollte die Menschen (und sich selbst) von der Angst befreien, die sie von der Liebe Gottes trennte. Die Angst, ob man denn genug getan hätte, um eine Heilsgewissheit zu haben. Steht jedoch die Gnade Gottes befreiend am Anfang menschlichen Tuns, wäre diese Sorge vom Tisch allerdings auf Kosten der menschlichen Freiheit. Differenzen gibt es noch hinsichtlich des lutherischen Prinzips des „Solus Deus“ (Gott alleine steht im Mittelpunkt) oder etwa betreffend der Frage, ob die Kirche nur passiv die Heilsgnade Gottes empfängt oder sie auch daran mitwirken und sie weiter geben darf.

Die heutige kath. Position ist, dass durch die Sünde die Beziehung zu Gott gebrochen ist und der Mensch von sich aus nicht den ersten Schritt machen könne. Hierfür bedarf es des Gnadengeschenks Gottes.

In Deutschland waren es Theologen wie Karl Rahner oder Hans Urs von Balthasar, in Frankreich etwa Henri de Lubac, die die moderne Gnadenlehre geprägt haben.


2.2 Wie eröffnet man heutigen Menschen einen Zugang zu der Einsicht, dass Gnade und Freiheit einander nicht ausschließen?

2.2.1 Besserer Zugang durch Verstehen des theologischen Hintergrundes

„Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen.“ (Dtn 3,19)

Durch die Gnade Gottes können die Menschen selbstlos für andere da sein, anderen verzeihen und selbst Verzeihung suchen und damit bereits jetzt das Reich Gottes Realität werden lassen und Erfüllung in der Liebe Gottes finden. Der Geist Gottes gibt Gaben – oder „Früchte“ – die erst dazu befähigen, zu lieben und dieser Liebe Ausdruck zu verleihen.27 Durch Gottes Gnade sind die Gläubigen frei. Freiheit aber befreit nicht von Verantwortung – durch Gottes Gnade jedoch kann diese Freiheit erst wahrgenommen werden. Die Menschen können nun auch anderen dieses Geschenk gönnen28, auf die Verurteilung anderer verzichten29 und im Gehorsam keine lästige Erfüllung von Pflichten, sondern eine Tat der selbstlosen Liebe sehen. Gnade ist das Wort und der Geist Gottes, das in den Menschen wirkt30, zur Nachfolge Christi ruft und befreit. Gott schenkt sich selbst und gibt durch dieses Gnadengeschenk all das, was man braucht, um ihn und die Mitmenschen in Liebe annehmen und gleichzeitig den Glauben verkünden und verteidigen zu können31. Vor deren Existenz, hat er seine Kinder schon in Liebe auserwählt und ihnen so die Möglichkeit verschafft, uns sich als solche zu bezeichnen32.

Berufung als persönlicher Anruf Gottes gilt letztlich dem Dienst an und für Gott in der Welt, in der wir leben33 - im Dialog und in der Gemeinschaft mit anderen und mit Gott. Eine Berufung zur Erfüllung des Willens Gottes in totaler Hingabe des Menschen. Eine Berufung, bei der Gott das, wozu er ruft, auch selbst schenkt und mit dem Beschenkten ist.34 Der letzte Grund dieser Freiheit kann aber nur in etwas Absolutem – außerhalb des Menschen zu suchenden – zu finden sein. So verweist gerade diese menschliche Freiheit auf Gott. Die Tatsache, dass Gott die Menschen als unverwechselbare Individuen geschaffen hat, versetzt diese erst in die Lage zur Selbstbestimmung. Diese Selbstbestimmung bedeutet im Rahmen der Gewissensentscheidung auch eine Entscheidung über die eigene Identität. Der Mensch kann frei entscheiden, auf das Gewissen zu hören und somit zu bestimmen, wer oder was er sein will und ob bzw. wie er dem Ruf Gottes Folge leisten will. Diese Freiheit des Gewissens wurde auch vom 2. Vatikanischen Konzil ausdrücklich bestätigt (GS 16, 17 und 50). Auch hier also eine enge Beziehung zwischen der Freiheit des Menschen und der Gnade Gottes (hier vorläufig vertreten vom Ur-Gewissen).

Das Gewissen ist das „Herz“ des Menschen, seine „Mitte“. Hier begegnet er sich selbst und seiner Eigenverantwortlichkeit. Gott hat nicht nur Gaben gegeben, sondern damit auch Auf-Gaben verbunden. Gaben, die – im Verbund mit anderen Menschen, mit Werten/Normen und schließlich auch mit Gott - weiterentwickelt und genährt werden müssen. Nur so wird man in die Lage versetzt, sich verantwortungsvoll und frei entscheiden zu können.

Gottes Gnade lässt sich auch durch die Eucharistie vermitteln: Im griechischen Wort „eucharistein“ findet man sowohl Gottes Geschenk der Gnade in Christus und das durch ihn kommende Heil, als auch das Annehmen dieses Geschenks durch den Menschen. Gottes Gnade und das freie Annehmen derselben stehen also einander nicht widersprüchlich gegenüber, sondern stellen einen Dialog dar, bei dem der Mensch Gott begegnet. Ein Dialog, der durch den in der Taufe empfangenen Geist Christi und das daraus resultierende Leben in seiner Nachfolge erst ermöglicht wird.


2.2.2 Besserer Zugang durch eigenes Beispiel

Das Verständnis um die Beziehung von Gnade und Freiheit kann auch durch das eigene Beispiel vermittelt werden. Indem man einerseits Zeugnis ablegt von seinem tiefen Glauben, seiner Spiritualität und Demut vor dem Herrn und dem Nächsten und andererseits diesen Glauben und die Annahme der Liebe Gottes durch die freie Entscheidung – ohne Zwang und Furcht - im täglichen Leben zum Ausdruck bringt. So kann man anderen zeigen, dass Gottes Gnade kein Joch ist, sondern erst zur Freiheit befähigt. Dass man vom einen nichts wegnehmen muss, wenn man das andere mehren will.


2.2.3 Besserer Zugang durch menschliche Erfahrung

Viele Dinge lassen sich durch die eigene Erfahrung leichter erschließen. Vertrauen oder Liebe etwa sind etwas, wozu jeder seinen Teil beitragen muss. Jeder muss sich öffnen und dem anderen hingeben. Bei beiden gibt es einen aktiven wie einen passiven Part – einen Part des Gebens und des Nehmens. Liebe ist ein Geschenk – und nicht etwas, was man sich irgendwie verdienen kann. Sie will aber auch erlangt werden – und dafür hat man durchaus etwas zu tun. Auch der Glaube ist nicht etwas, was wir uns mit unseren guten Werken „verdienen“ oder „erarbeiten“ können. Er wird letztlich durch die Gnade Gottes erst ermöglicht, ist also ein Geschenk. Ein Geschenk allerdings, das angenommen und gelebt werden will – etwa durch tätige Nächstenliebe, in vertrauensvoller Hingabe an Gott im Gebet oder im Rahmen des Empfangs der Sakramente.35

Die Liebe der Eltern zu ihren Kindern ist z.B. etwas, das erst einmal unverdient geschenkt wird. Es liegt aber dann im weiteren Verlauf des Lebens auch an den Kindern, diese Liebe anzunehmen und zu erwidern – um ihrerseits im Alter unter Umständen die Versorgung und Pflege der Eltern zu übernehmen. Auch hier ist die Liebe ein wechselseitiges Geben und Nehmen, wird aber letztendlich erst durch die Eltern, die uns in die Welt gesetzt und zuerst geliebt haben, ermöglicht.

Wenn ein Mann etwa seine Ehefrau liebt und ihr vertraut, muss sie sich gleichzeitig öffnen und die Liebe auch annehmen und erwidern – wieder ein gegenseitiges Geben und Nehmen also. Beide Partner sind sich bewusst, dass die Liebe des jeweils anderen ein Geschenk ist und nichts, was sie durch eigene Leistung erreicht haben.

Die Freiheit, die Gott uns schenkt, bedeutet eine Verpflichtung für uns („Mitwirkung in der Gnade“ versus „Heilsgewissheit“)36: Wir können uns in Freiheit von Gott abwenden oder uns ihm zuwenden – und das jederzeit. Da das Reich Gottes bereits jetzt angebrochen ist und Jesus der endzeitliche Richter ist, treffen die Menschen jedoch mit ihrem Ja oder Nein zu ihm bereits jetzt eine endgerichtliche Entscheidung.37 Jetzt sollen die Gläubigen Gottes Gnade wie ein Kind annehmen - im Bewusstsein, dass sie mit leeren Händen und völlig hilflos vor Gott stehen und sein Geschenk so annehmen.38

2.2.4 Maria voll der Gnade

Im NT wird Maria als „voll der Gnade“ beschrieben.39 Sie wurde von Gott erwählt und hat diesen Ruf glaubend beantwortet40 - ein Vorbild für Gläubige heute. Damit verwirklicht sie auch die an Israel gegebene Verheißung. Die Antwort Marias ist aber nicht ihre eigene Leistung, sondern wurde durch die Gnade Gottes erst ermöglicht. Durch diese Antwort ermöglicht sie das Kommen der Gnade selbst, musste also genau deshalb „voll der Gnade“ sein.41 Sie ist gleichsam die Erfüllung der Hl. Schrift.42 An Maria zeigt sich, dass es eine Unterscheidung von Gnade oder Freiheit nicht gibt.


C. Gottes Liebe als ultimativer Zugang

„Gottes Liebe ist vollständig, bedingungslos, absolut und hört nie auf. Der Zustand der Gnade – Gottes Einstellung uns gegenüber – ist ewig. Wir sind diejenigen, die sich verändern. Manchmal gelingt es uns, zu glauben, dass uns Gott bedingungslos, absolut und für immer liebt. Das ist Gnade! Und manchmal gelingt es uns nicht, zu glauben, dass Gott uns liebt, weil wir hart zu uns selbst sind und Schuld, Furcht und Lasten mit uns tragen. Biblisch gesehen ist das die größte Sünde: Nicht an die gute Nachricht zu glauben, nicht die bedingungslose Liebe Gottes anzunehmen. Wenn wir nicht mehr glauben, dass Gott uns liebt, können wir auch uns selbst nicht mehr lieben. Wir müssen Gott erlauben, uns ohne Unterlass zu erfüllen. Dann finden wir auch in unseren eigenen Leben die Kraft, Liebe weiterzugeben.“43

Gott will von seinen Kindern nicht (nur) gute Taten, sondern unbedingtes Vertrauen. Ein Vertrauen, das sich der eigenen Bedürftigkeit bewusst ist und die ganze Hoffnung auf ihn setzt. Dann können sie seinem Beispiel folgen und Sünder und Menschen am Rande der Gesellschaft mit dergleichen Selbstlosigkeit lieben.

Seine Zuwendung befreit die Menschen zu einer neuen Begegnung mit ihm und anderen, zu neuer Erkenntnis und Erfahrung.


Literaturliste

Deutsche Bischofskonferenz, Katholischer Erwachsenen-Katechismus, Bd. I, Don Bosco, München 4. Aufl. 1989

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, Katholische Bibelanstalt, Stuttgart, 1980

Gisbert Grishake, Gnade – Geschenk der Freiheit. Eine Hinführung, Topos Plus 2004

Richard Rohr, Radical Grace. Daily Meditations, St. Anthony Messenger Press, Cincinatti, Ohio 1995

Theologie im Fernkurs, Kath. Akademie Domschule, Der christliche Glaube: Grundkurs, Würzburg 1986


1 Deutsche Bischofskonferenz, Katholischer Erwachsenen-Katechismus, Bd. I, München (Don Bosco), 4. Aufl. 1989, S. 43-44 (vgl. hierzu auch Gal 3,26 f)

2 Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, Katholische Bibelanstalt, Stuttgart, 1980

3 Vgl. Röm 4,12; Gen 12,1-3; Gen 15,6; Hebr 11,8-14; Röm 4,18

4 Vgl. Lk 17,6; Mk 11,23; Mt 17,20; 21,21

5 Vgl. Apg 2,38; 22,16; Röm 6,1-4; 1 Kor 6,11; 12,13; Gal 3,26-27; Eph 5,25-27; Kol 2,11-12; Titus 3,5; 1 Petr 3,18-22 (vgl. auch www.karl-leisner-jugend.de: Erläuterungen zur evangelikalen Kritik an der katholischen Kirche. 09.09.2007 sowie www.catholic.com: Baptismal Grace 06.09.2007)

6 Vgl. Mk 5,25-34; Mt 8,10; Mk 11,22 f

7 Vgl. Jes 7,9

8 Vgl. Galater 6,15; 2 Kor 5,17

9 Vgl. 1 Kor 13,12

10 Vgl. 1 Kor 4,7 – vgl. auch Joh 1,12 und Joh 1,16

11 Vgl. auch Gnade – Geschenk der Freiheit. Eine Hinführung von Gisbert Greshake, Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2004, S. 10-11

12 Vgl. Mt 25,14-30 und 1 Kor 12

13 vgl. auch 2 Petr 2,20-22

14 vgl. evangelikale Christen heute

15 Vgl. Mk 10,15 par.; Lk 15,11,32; 18,9-14)

16 Vgl. Mt 13,44

17 Vgl. Röm 6,23

18 Vgl. Phil 3,12

19 Vgl. Joh 6,44; siehe auch: Röm 5,20 u. 6,1-2; Joh 10,29; aber: 15,16

20 Röm 9,16 – vgl. auch 2 Kor 3,4-6

21 Dtn 30,19 – vgl. auch Joh 9,41 und 15,24; Joh 3,18

22 Vgl. Röm 2,6 bzw. die Beschneidung in 2,17-29

23 Vgl. Jak 2,17

24 Vgl. Gal 5,6; Jak 2,17

25 Vgl. D 1551

26 Vgl. „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre des Lutherischen Weltbundes und der Katholischen Kirche“

27 Galaterbrief 5,22

28 Vgl. Mt 20,1-6

29 Vgl. Lk 7,36-50

30 Vgl. 1 Thess 2,13

31 Vgl. Röm 12,4-8

32 vgl. Eph 1,4-6

33 Vgl. Eph 4,7-16: Röm 12

34 Vgl. 1 Sam 3; Jer 1,4-10; Mk 1,16-20; Joh 1,35-51

35 Vgl. etwa Joh 2,25

36 Vgl. Phil 2,12

37 Vgl. Mk 10,23.25; Lk 12,15.16-20

38 Vgl. Mk 10,15; Mt 6,33; Lk 12,31

39 Vgl. Lk 1,28

40 Vgl. Lk 1,38

41 Vgl. Das von Papst Pius IX im Jahr 1854 verkündete Dogma von der unbefleckten Empfängnis – siehe DS 2803, NR 479

42 Vgl. Jes 7,14

43 Richard Rohr, Radical Grace. Daily Meditations, St. Anthony Messenger Press, Cincinatti, Ohio 1995, (eigene Übersetzung)

 

Was sagt kathpedia.com?

Glaube, Definition


Grundlage der modernen Definition was Glaube ist, ist für viele die Feststellung Immanuel Kants, dass dem Menschen die Wirklichkeit-an-sich immer unerkannt bleiben muß.
Wir können nur die Wirklichkeit-für-uns erkennen.

Der Mensch weiß nicht... :

Was war,
was geschieht und ist,
was wird.
...Es sei denn, er macht sich zutreffende Vorstellungen von der Realität = Wirklichkeit + Möglichkeiten.
Dass seine Vorstellungen die Realität treffen, kann der Mensch immer und ohne Ausnahme nur für wahr halten.
So betrachtet, glaubt ausnahmslos jeder Mensch - auch wenn er an GOTT nicht glaubt. Er glaubt z.B. an die Wissenschaft oder an den Fortschritt.

Es gilt daher:

Glauben : Für-wahr-halten mit einem bestimmten Grad von Gewißheit. Zukunft und nicht selbsterlebte Vergangenheit können nur geglaubt werden.
Wissen  : Für-wahr-halten mit einem hohen Grad an Gewißheit - entstehend durch wiederholte Bestätigung einer Vorstellung anhand der Wirklichkeit.
Glauben an: Einer Person vertrauen, dass sie zutreffende Vorstellungen von der Realität besitzt und lehren will.

Daraus ergibt sich die Definition von Glauben im christlichen Sinn:

GOTT vertrauen, dass ER den Menschen die zutreffenden Vorstellungen von der geistigen Realität offenbart: An GOTT glauben.
Das was GOTT dem Menschen offenbart, für wahr halten: GOTT glauben.
Sein Leben nach dem richten, was man für wahr hält: Den Glauben leben - der Lebensentwurf.
[bearbeiten]Glaube, christlich
Glauben nennt man ein Verhalten des innerlichen Erkennens und des äusserlichen Bekennens eines allmächtigen Wesens, nämlich GOTT.

Der Glaube gehört zu den drei göttliche Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe.

Der Glaube ist zugleich ein frei erweckbarer Willensakt und eine Gottesgabe. Er ist die unverzichtbare Basis für Hoffnung und Liebe.

Wir können den Glauben zunächst

als bleibende Tugend und
als Akt fassen:
Für beide gilt der thomistische Grundsatz:
Facultates, habitus et actus specificantur ab objecto formali:
Die Tugenden, sowohl die erworbenen als auch die eingegossenen genauso wie die sieben Gaben des HEILIGEN GEISTES werden von ihrem Formalobjekt spezifiziert, erhalten von ihm ihre eigentümliche Eigenart.

Weil der Glaube, von dem hier die Rede ist, aber auf die übernatürliche Offenbarung bzw. auf GOTT den Urheber der übernatürlichen Offenbarung selbst zielt, ist er eine eingegossene, übernatürliche Tugend, er gehört zu den drei göttlichen Tugenden.

Vat.I: „Dieser Glaube aber, der der Anfang des menschlichen Heils ist, ist nach dem Bekenntnis der katholischen Kirche eine übernatürliche Tugend, durch die wir mit Unterstützung und Hilfe der Gnade GOTTES glauben, dass das von IHM Offenbarte wahr ist, nicht etwa wegen der vom natürlichen Licht der Vernunft durchschauten inneren Wahrheit der Dinge, sondern wegen der Autorität des offenbarenden GOTTES selbst, der weder sich täuschen noch andere täuschen kann.“ (DH 3008).
Ähnlich schon der hl. Thomas in der klassisch gewordenen Definition aus der Secunda Secundae (q.2 a.9): „Ipsum autem credere est actus intellectus assentientis veritati divinae ex imperio voluntatis a DEO motae per gratiam:
Glauben an sich aber ist ein Akt des Verstandes, in welchem dieser auf Geheiß des von GOTT durch die Gnade bewegten Willens der göttlichen Wahrheit beistimmt“

Kurz: Der Glaube ist

als Autoritätsglaube zu qualifizieren: d.h. ein Zustimmen des Verstandes zu einer Wahrheit auf Grund der Bezeugung eines Wissenden, obwohl die Einsicht nicht vollvorhanden ist
Der Glaube ist als eine übernatürliche Tugend zu qualifizieren, durch die wir die von GOTT geoffenbarten Wahrheiten wegen (kausal) des offenbarenden GOTTES für wahr halten.
Über den Akt des Glaubens lehrt die Kirche:

Er ist ein Akt des Intellektes (actus intellectus), kein blinder Gefühlsakt oder eine Verwirklichung religiösen Instinktes (Pascendi dominici gregis). Er wird aber vom Willen befohlen (ex imperio voluntatis) und ist ein freier Akt. Dass der Glaube primär eine Akt des Intellektes ist, kommt wieder von seinem Objekt her: hat doch die Offenbarung primär eine intellektuelle Funktion bzw. ist sie ein Sprechen und Lehren!
Der Assens des Glaubens ist übernatürlich (a DEO motae per gratiam): Es ist ein Dogma, dass die Gnade schon von Anfang an und während des ganzen Glaubensprozesses mittätig sein muss, wenn es sich um den heilbringenden, verdienstlichen Glauben handeln soll: Die Gnade initiiert das Urteil der Glaubwürdigkeit, ja Glaubensnotwendigkeit eines bestimmten Satzes, sie initiiert den Ent-schluss des Willens zuzustimmen und auch den eigentlichen formellen Akt der Zustimmung. Aus sich sind Verstand und Wille allein zum Glaubens physisch unfähig: GOTT kommt auch hier die erste Initiative zu! Vaticanum I: „Wenn auch die Zustimmung zum Glauben keineswegs eine blinde Regung des Herzens ist, so kann dennoch niemand ‚der Verkündigung des Evangeliums zustimmen, wie es nötig ist, um das Heil zu erlangen, ohne die Erleuchtung und Einhauchung des HEILIGEN GEISTES... Deshalb ist der Glaube selbst in sich ... ein Geschenk GOTTES, und SEIN Akt ist ein das Heil betreffendes Werk, durch das der Mensch GOTT selbst freien Gehorsam leistet ...“
Dennoch darf man aufgrund dieses Primats der Übernatur nicht annehmen, der Glaube sei keine freie Zustimmung: Die Gnade tut ja nichts weniger als die Freiheit des Menschen aufzuheben: vielmehr erhebt sie diese, um ihr eine wirk- und heilsmächtige Zustimmung erst zu ermöglichen. Die Freiheit des Glaubensaktes kann sogar als Dogma betrachtet werden:

Bereits das Trienterkonzil stellt gegen die Reformatoren fest: „Die Vorbereitung zur Gerechtigkeit geschieht auf folgende Weise: geweckt und unterstützt von der göttlichen Gnade nehmen sie den Glauben im Hören auf und erheben sich frei zu GOTT, gläubig für wahr haltend, was von GOTT geoffenbart und verheißen ist, besonders, dass der sündige Mensch von GOTT gerechtfertigt werde durch die Gnade ....“ Vatikanum I: „Wer sagt, die Zustimmung zum christlichen Glauben sei nicht frei, sondern werde durch Beweise der menschlichen Vernunft notwendig hervorgebracht: der sei mit dem Anathem belegt“ (DH 3035).

Der Glaubensassens ist weiter sicher, irrtumslos und unveränderlich. Diese Sicherheit kommt von dem Motiv her, das ihr zugrunde liegt: die Autorität des SICH offenbarenden GOTTES.

Der jüdisch-christliche Glaube, Grundlage der katholischen Kirche, wird im Magnificat der Muttergottes sichtbar.

 

Wirkung des Glaubens an GOTT


Welche Wirkung der Glaube entfaltet, macht der Apostel Paulus im Brief an die Hebräer, Kapitel 11,1-17ff. deutlich :

Zitat:

Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.
Aufgrund dieses Glaubens haben die Alten ein ruhmvolles Zeugnis erhalten.
Aufgrund des Glaubens erkennen wir, dass die Welt durch GOTTES Wort erschaffen worden und dass so aus Unsichtbarem das Sichtbare entstanden ist.
...
Ohne Glauben aber ist es unmöglich, GOTT zu gefallen; denn wer zu GOTT kommen will, muss glauben, dass ER ist und dass ER denen, die IHN suchen, ihren Lohn geben wird.
Aufgrund des Glaubens wurde Noach das offenbart, was noch nicht sichtbar war, und er baute in frommem Gehorsam eine Arche zur Rettung seiner Familie; durch seinen Glauben sprach er der Welt das Urteil und wurde Erbe der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt.
...
Aufgrund des Glaubens gehorchte Abraham dem Ruf, wegzuziehen in ein Land, das er zum Erbe erhalten sollte; und er zog weg, ohne zu wissen, wohin er kommen würde.
Aufgrund des Glaubens hielt er sich als Fremder im verheißenen Land wie in einem fremden Land auf und wohnte mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung, in Zelten;
denn er erwartete die Stadt mit den festen Grundmauern, die GOTT selbst geplant und gebaut hat.
Aufgrund des Glaubens empfing selbst Sara die Kraft, trotz ihres Alters noch Mutter zu werden; denn sie hielt DEN für treu, DER die Verheißung gegeben hatte.
So stammen denn auch von einem einzigen Menschen, dessen Kraft bereits erstorben war, viele ab: zahlreich wie die Sterne am Himmel und der Sand am Meeresstrand, den man nicht zählen kann.
Voll Glauben sind diese alle gestorben, ohne das Verheißene erlangt zu haben; nur von fern haben sie es geschaut und gegrüßt und haben bekannt, dass sie Fremde und Gäste auf Erden sind.
Mit diesen Worten geben sie zu erkennen, dass sie eine Heimat suchen.
Hätten sie dabei an die Heimat gedacht, aus der sie weggezogen waren, so wäre ihnen Zeit geblieben zurückzukehren;
nun aber streben sie nach einer besseren Heimat, nämlich der himmlischen. Darum schämt sich GOTT ihrer nicht, ER schämt sich nicht, ihr GOTT genannt zu werden; denn ER hat für sie eine Stadt vorbereitet.
Zitat Ende


Zusammenfassung


Da Offenbarung die Selbstmitteilung GOTTES bedeutet, kann unter Glauben verstanden werden, dass der Gläubige sich im HEILIGEN GEIST in die Liebe des VATERS zum eigenen SOHN hin aufgenommen weiß. Dies ist in der Tat eine übernatürliche Aussage, da dies keinesfalls an der Welt abgelesen werden kann, sondern in GOTTES Wort und den Sakramenten dem Menschen zugesagt ist. Diese Gemeinschaft mit GOTT ist unüberbietbar, nur im Glauben erkennbar und daher nicht aus der Geschaffenen Vernunft heraus ableitbar.

Der Glaube des katholischen Christen wird im Glaubensbekenntnis deutlich und vom Lehramt der Kirche definiert. Die Kirche verweist auf die Formeln der katholischen Lehre.

 

Zitate


La foi qui n'agit point, est-ce une foi sincère ?
Jean Racine (Athalie, I, 1, Joad)

"Der Demut der Menschwerdung Gottes muss die Demut unseres Glaubens entsprechen, der Hochmut und Besserwisserei ablegt und sich beugt, wenn er in die Gemeinschaft des Leibes Christi eintritt und Teil von ihm wird; dieser Glaube, der mit der Kirche lebt und nur so in die konkrete, die leibliche Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott eintritt." (Quelle: http://www.triff-den-papst.de/papst-benedikt-xvi/papst-news/artikel/hl-vater-in-der-augustinus-stadt-pavia.html)

Jahr des Glaubens


Ein Jahr des Glaubens wurde nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil begangen, da der Glaube auf der Kippe stand. Es wurde vom 29. Juni 1967 - 30. Juni 1968 [1] begangen. Am Ende dieses Jahres gab Papst Paul VI. ein Motu proprio mit dem sogennanten "Credo des Gottesvolkes" heraus.

 

Literatur


Tadeuz Dajczer, In der Schule der Heiligen Familie, Eine Kraftquelle des Glaubens, Mediatrix-Verlag (Mit Druckerlaubnis vom Bistum Mainz, Dr. Werner Guballa Generalvikar GV/Ri 2. Jänner 1998 und des Erzbischöflichen Ordinariates Wien vom 11. September 2000, Zl . 1118/00 Generalvikar Mag. Franz Schuster; ISBN 3854061609).

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Glaube)


 

Glaube & Gehorsam

Das erste Mal, dass Paulus im Römerbrief das Wort Glaube erwähnt, ist im 1. Kapitel im Vers 5, wo er vom "Gehorsam des Glaubens" spricht.

Das letzte Mal ist es im Kapitel 16 im Vers 26 - und wieder ist es der "Gehorsam des Glaubens"!

Solte uns das nicht zu denken geben?

(Frei nach Prof. Dr. Scott Hahn)

 

Faith in the 7th Century

Saint Isaac the Syrian, a 7th century monk:
 
Those whose hearts are set firm on the hope of faith lack for nothing, whatever it may be. Having nothing yet they possess all, as it is written: "Whatever you ask for in prayer, with faith, you will receive" and "The Lord is near. Have no anxiety at all" (Mt 21, 22; Phil 4:5-6).

The intellect is always looking for a way that will let it keep hold of what it has gained. But faith says: "Unless the Lord build the house, they labor in vain who build it" (127[126]:1). It is never the case that someone who prays in faith lives merely by intellectual knowledge. That kind of knowledge praises fearfulness. A wise man has said: "He is blessed who is afraid in his heart." But what does faith say? "Whoever is afraid in his heart starts to sink." And again: "You did not receive a spirit of slavery to fall back into fear but you received a spirit of adoption" giving you the freedom of faith and hope in God (cf. Rom 8: 15-24).
Doubt always follows fear... fear and doubt manifest themselves in a seeking after causes and scrutinizing of facts, for the mind never finds its satisfaction. The soul is often exposed to unexpected events, difficulties, stumbling-blocks without number that place it in peril. But neither the mind nor the various styles of wisdom can give it any help whatsoever. Faith, on the other hand, is never overcome by any of these difficulties... Do you see the weakness of knowledge and the strength of faith?... Faith says: "Nothing is impossible to one who has faith. For all things are possible to God" (Mk 9: 23; 10:27). O ineffable riches! O sea bearing such wealth on its waves, in the wondrous treasures with which it overflows through the power of faith!

—St. Isaac the Syrian, Ascetical Discourses

(source: Michael D. O'Brien, http://www.studiobrien.com/)

Glaube & Vernunft

Zeigen Sie auf, welche grundsätzliche Bedeutung der Vernunft bei der Erkenntnis der Glaubenswahrheiten zukommt und wie die Rolle der Vernunft im Wandel der Geschichte jeweils gesehen wurde. Inwiefern ist die heutige Theologie bemüht, sowohl Notwendigkeit wie Grenzen eines von der Vernunft geleiteten Zugangs zum Glauben wahrzunehmen?


 

Gliederung


A. Glaube muss vernunftgemäß sein, da der Mensch ein mit Vernunft ausgestattetes Geschöpf ist


B. 1. Begriffserklärungen

    1. Was bedeutet “Glaube”?

    2. Was versteht man unter “Vernunft”?

    3. Was ist “Theologie”?

  1. Die Bedeutung der Vernunft bei der Erkenntnis der Glaubenswahrheiten

  2. Die Rolle der Vernunft im Wandel der Geschichte

    1. Mittelalter

    2. Aufklärung

    3. Reaktionen der Kirche

    4. Erneuerungsbestrebungen

    5. Das II. Vatikanische Konzil

  1. Heutige Theologie

5.1 Notwendigkeit eines von der Vernunft geleiteten Zugangs zum Glauben

5.1.1 Glaubensbegründung

5.2 Grenzen eines von der Vernunft geleiteten Zugangs zum Glauben


C. Glaube und Vernunft – eine untrennbare Einheit


 

A. Glaube muss vernunftgemäß sein, da der Mensch ein mit Vernunft ausgestattetes Geschöpf ist

Christlicher Glaube muss den Menschen als ganzen ansprechen. Als solcher muss er vernünftig sein, da er sich auf Gott bezieht und Gott die ultimative Vernunft ist. Ein Glaube, der nicht vernünftig ist, wird zum Aberglauben oder gleitet in Fundamentalismus, Radikalität und Intoleranz ab. Ein Glaube, der kindlich bleibt und unabhängig von Vernunft alles glaubt, was ihm vorgegeben wird, bereitet den Nährboden fuer Sekten, Aberglauben und Götzendienst, nicht aber das Fundament für den erwachsenen Glauben eines Menschen, der aus seiner Freiheit heraus das Gnadengeschenk Gottes – den Glauben – annimmt und durch sein Lebens- und Glaubenszeugnis in Freiheit beantwortet. Glaube muss vernünftig sein, um ihn sich selbst gegenueber zu begründen, um anderen, Hindernisse zum Glauben aus dem Weg räumen zu helfen und um den Glauben gegen Angriffe verteidigen zu koennen. Manche haben nun Angst, dass durch den Aufweis, dass der christliche Glaube vernunftgemäß ist, dieser zu “intellektuell” oder zu “kopfgesteuert” würde. Wer die Vernunftgemäßheit des Glaubens anerkennt, sieht den Glauben jedoch als etwas, das den Menschen als ganzen anspricht – sein Denken, Fühlen und Empfinden – und nicht nur einen Teil.

 

B. 1.1 Was bedeutet “Glaube”?

“Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.”1 Glaube kann man sich nicht selbst ausdenken. Er hat als Fundament das Heilswort Jesu und ist der Tradition verpflichtet. Glaube kommt vom Hören des Wortes Gottes. Er schafft Heil und ist damit für alle Menschen und zu allen Zeiten Glaube. Wer glaubt, antwortet auf die in Jesus Christus ergangene Selbstoffenbarung Gottes. “Aufgrund des Glaubens erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort erschaffen worden und dass so aus Unsichtbarem das Sichtbare entstanden ist.”2 Wir glauben aufgrund der Autorität Gottes. Durch die Führung des Heiligen Geistes können die äußeren Beweise Seiner Offenbarung wahrgenommen und verstanden werden. Glaube und Vernunft bilden so eine Einheit. Glaube ist also nicht allein eine Herzensangelegenheit, sondern kann auch verstandesmäßig erfasst werden. Manchmal jedoch erkennt die menschliche Vernunft etwas nicht. Hier sorgt der Glaube dafür, dass man versteht, was wiederum auch den eigenen Glauben verstärkt. Der Glaube öffnet “die Augen des Herzens”3 fuer die göttliche Offenbarung.


1.2 Was versteht man unter “Vernunft”?

“Mit Vernunft als philosophischem Fachbegriff wird die Fähigkeit des menschlichen Geistes bezeichnet, von einzelnen Beobachtungen und Erfahrungen auf universelle Zusammenhänge in der Welt zu schließen, deren Bedeutung zu erkennen und danach zu handeln – insbesondere auch im Hinblick auf die eigene Lebenssituation.”4 Dies kennzeichnet die subjektive Vernunft von Menschen. Die objektive Vernunft ist die metaphysische oder kosmologische Vernunft. Vernunft ist die Basis für Erkenntnis, da sie Wissen ermöglicht. Vernünftiges Handeln ist Fundament einer normgebenden Ethik. Aristoteles spricht hier vom rechten Maß, Kant vom kategorischen Imperativ. Im religiösen Bereich ist Vernunft das “Denken Gottes”, worauf der Mensch keinen Einfluss hat (zu erkennen etwa in der Schöpfung). Die Vernunft gebraucht den Verstand durch das logische, notwendige und Irrtümer vermeidende Denken. Der Mensch kann durch die Vernunft die Wirklichkeit erkennen. Durch die Sünde allerdings ist der Blick des Menschen verdunkelt worden und ebenso seine Fähigkeit, die Welt nach Gottes Willen zu gestalten. So wurden die zehn Gebote dem Menschen auch geoffenbart, obwohl er sie prinzipiell bereits erkennen konnte.


1.3 Was ist “Theologie”?

Das Wort Theologie (“Rede von Gott”) besteht aus den griechischen Wörtern theos (Gott) und logos (Wort, Rede, Kunde, Wissenschaft).5 Voraussetzung ist, dass Gott sich offenbart. Durch Offenbarung und Glaube ensteht die Kommunikation zwischen Gott und dem Menschen. Theologie bedenkt nun diese Kommunikation. Der Anteil des Menschen ist der Glaube. Theologie kann auch definiert werden als die Kunde vom Glauben an den sich offenbarenden Gott. Dies umfasst sowohl das Sich-Einlassen auf Gott wie den Inhalt des Glaubens. Da Theologie auch eine Wissenschaft ist, erarbeitet und betrachtet sie den Glauben systematisch und methodisch. Als Funktion der Vernunft vermittelt sie zwischen dem Glaubensinhalt, also der Offenbarung, und dem Akt des Glaubens, dem Glaubensbekenntnis. Sie steht zwischen Glaube und Vernunft, zwischen Tradition und Fortschritt. Das Wort Gottes lässt sich jedoch weder aus Vernunftgründen ableiten, noch mittels menschlicher Vernunft zwingend beweisen oder nachvollziehbar machen. Der Glaubende allein entscheidet in Freiheit und Liebe und kommt so zu der Erkenntnis, dass ihm das Wort Gottes Heil bringt. Die Gefahr hierbei ist, dass der Glaube irrational wird. Hier hat die Theologie Argumente gegen den Glauben vernünftig zu widerlegen. Da das Ziel des Menschen letztlich die Liebe zu Gott ist, muss sie auch zur Liebe Gottes motivieren.


2. Die Bedeutung der Vernunft bei der Erkenntnis der Glaubenswahrheiten

Bereits im Schöpfungsglauben lässt sich die Vernünftigkeit des Glaubens an Gott nachvollziehen. Menschen haben in der Regel eine tiefe Existenzangst, die sich nicht nur als etwas naturgegebenes erklären laesst. Es kann sich hier nur um die Angst handeln, Gott zu verlieren. Der Mensch kann davon nur frei werden, wenn die Ursache seines Daseins im personalen Schöpfergott liegt. Waere Gott nur ein Geist, wäre der Mensch mit seiner Existenzangst voellig auf sich alleine gestellt.


3. Die Rolle der Vernunft im Wandel der Geschichte

3.1 Mittelalter

Die Rollenverteilung zwischen Vernunft und Glaube: beide sind voneinander abhängig, doch galt: Fundament des Glaubens war Schrift, Tradition und kirchliches Lehramt. In Beziehung zur irdischen Welt war die Vernunft selbstaendig, allerdings nicht ohne Grenzen (etwa Autoritäten). Als etwas, das von Gott kommt, musste sie sich Gottes Ordnung unterwerfen, so auch der Offenbarung. Die Vernunft wurde als Vorzimmer des Glaubens gesehen. Die Theologie war wesentliche Unterstützung fuer den Glauben. Gottes unendliche Wirklichkeit umgab alles. Menschliche Vernunft ermöglichte das Erkennen der weltlichen Ordnung, weil sie von Gott stammte. Die Vernunft konnte bis an die Grenzen der weltlichen Ordnung gelangen. Hier aber trifft sie auf die göttliche Offenbarung, durch die Mensch zur wahren Erkenntnis gelangt.


3.2 Aufklärung

Die Reformation des 16. Jh. zerbrach die Einheit der Kirche und der Theologie. Die Menschen schufen mittels der Vernunft ihr eigenes Weltbild. Die Welt alleine war alles. Der Mensch sollte aus seiner Unmündigkeit befreit werden, die existierte, weil er nicht seinen eigenen Verstand ohne die Führung durch Autoritäten gebrauchte. Die Vernunft wird nun zur Über-Instanz für alles, einschließlich des Glaubens. Für eine Offenbarung war kein Platz mehr. Gott war nicht mehr etwas von dieser Welt jenseitiges, sondern etwas diese Welt bedingendes. Im 19. Jh. schließlich erklärte man Ihn als überflüssig. Der Mensch allein sollte das Denken bestimmen. Theologie, galt als menschliches Wunschbild, das auf etwas von dieser Welt jenseitiges projeziert wurde (vgl. Ludwig Feuerbach). Die Aufklärung sah die Vernunft als Tätigkeit des Verstandes an, der mit wissenschaftlichen Methoden arbeitete. Der Mensch war nun für sich selbst veranwortlich und Religion sinnlos. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Religionen mit einer solchen Situation umgehen können: Festhalten am Althergebrachten, völlige Anpassung an den Zeitgeist oder eine Mischung aus Moderne und Tradition.6


3.3 Reaktionen der Kirche

Auf dem Konzil von Trient versuchte sie, ihre Position zu sichern und zu verteidigen. Während des Barock kam es dann zu gegenreformatorischen Tendenzen. Noch war die Kirche aber ungefährdet. Dann kam es im 18. Jh. zur Französischen Revolution: Staat und Kirche wurden getrennt. Die Säkularisierung griff schnell um sich. Die Kirche wehrte sich vehement. Man wollte eine Mauer zwischen sich und allem Neuen errichten. Dieser Abschottung im Denken entsprach eine Verfestigung der kirchlichen Institutionen. Die Theologie war dem Lehramt untergeordnet. Ihre Aufgabe war die Apologetik: die Verteidigung des Glaubens und das Verständlichmachen kirchlicher Dokumente. Sie sollte nicht eigenmächtig forschen, sondern sich an der Scholastik orientieren (im 19. Jh. “Neuscholastik”). Das Bestreben der ursprünglichen christl. Theologie war aber, Glaube und Vernunft in eine fruchtbare Verbindung zu bringen. Dies brachte den Erfolg in der weltweiten Mission. Dies wurde nun zunichte gemacht. Für die Kirche waren Offenbarung und Vernunft offenbar zwei verschiedende Paar Schuhe, Tradition und Fortschritt Gegensätze.


3.4 Erneuerungsbestrebungen

Die Gefahr war nun, sich wieder auf Tradition oder Moderne zu konzentrieren. So etwa beim Modernismus, der vergaß, dass Glaube, Dogma und Kirche göttlichen Ursprungs waren und sich zu sehr auf die Gotteserfahrung konzentrierte, die allen Menschen zugänglich war. Der Neuthomismus (Joseph Marechal, Pierre Rousselot) wollte wieder eine Verbindung zwischen dem Denken des hl. Thomas und der modernen Theologie herstellen. Theologen wie Romano Guardini oder Vertreter der “Theologie Nouvelle” wiesen auf die Verbindung des heutigen Glaubens zum Denken der Kirchenväter hin. Auch neuere Entwicklungen sollten hier aber berücksichtigt werden. Es kam zur “anthropologischen Wende der Theologie”, einer Erneuerungsbewegung, die sich auf den modernen Menschen konzentrierte. Die Philosophie wie die Theologie wandten sich der Realität des Glaubens zu und nahmen auch geschichtliche Erfahrungen der Zeitgenossen auf. Schließlich setzte man sich auch mit dem Atheismus auseinander. Ende des 19. Jh. dann die Unterscheidung in Natur- und Geisteswissenschaften.7


3.5 Das II. Vatikanische Konzil

Sollte man nun bei den traditionellen Positionen bleiben oder auf die Fragen der Aufklärung eingehen? Ein neuer Kurs wurde zum einen von der Entscheidung des Papstes für eine Zeitgemäßheit des Glaubens (Aggiornamento) wie von der Konzilserfahrung der Bischöfe bestimmt, die die Kirche als wahrhaft “katholisch” (universal) erfahren durften. Das II. Vatik. Konzil wollte Glauben und Vernunft bzw. Glauben und modernes Denken einander näher bringen. Es bildeten sich neue Pole: Traditionsverbundenheit und Hinwendung zur Welt.


4. Heutige Theologie

Glauben und die Offenbarung sollten den Menschen in der Kirche vermittelt werden, die hierfür offen sind. Dies durch die Heilige Schrift, die Überlieferung, das Lehramt und den Glaubenssinn der Gläubigen. Viele wollten zeigen, dass der Mensch schon immer auf Gott hin orientiert ist (“transzendentale Theologie”). Andere stimmen Kant zu: Gott steht jenseits von Vernunft, weil die Vernunft nicht vor Ihm bestehen kann (“dialektische Theologie”). Wieder andere wollten zu Erfahrungen naturwissenschaftlicher Art auch die inneren Erfahrungen zählen (“phänomenologische Theologie”: Romano Guardini, Urs von Balthasar). Letzterer vertrat nicht die neue anthropologische Theologie und konzentrierte sich auch nicht auf ein von der Vernunft getragenes Verständnis des Menschen, sondern auf die Offenbarung Gottes in Jesus. Der Neuthomist Josef Marechal zeigte auf, dass der Mensch schon immer auf Gott hingeordnet ist. Bei Karl Rahner kommen Offenbarung und menschliches Denken in eine Verbindung. Hans Küng steht für eine Christologie von unten. Die Theologie der Befreiung wiederum konzentrierte sich auf das Verhältnis von Theologie und gesellschaftlichem Handeln.


5.1 Notwendigkeit eines von der Vernunft geleiteten Zugangs zum Glauben

Da der Mensch aber ein vernunftbegabtes Wesen ist, muss die Offenbarung ihn auch als solches ansprechen und mit der Vernunft betrachtet werden können. Da die menschliche Vernunft aber geschichtlich ist, hat die Theologie darauf einzugehen. Die Frage hierbei ist das Verhältnis zwischen Offenbarung und geschichtlicher Wirklichkeit: Ablehnung der geschichtlichen Wirklichkeit (Neuscholastik) oder völlige Anpassung des Offenbarungsglaubens an die gegenwärtige Realität? Der einzelne Mensch ist hier sowohl als Individuum wie in einen geschichtlichen Zusammehang eingebunden zu betrachten. Eine Verbindung zwischen christlicher Offenbarung und menschlicher Vernunft machte der protestantische Theologe Paul Tillich mit seiner “Methode der Korrelation”. Die Vernunft finde erst mittels der Offenbarung zu sich selber sowie den Sinn der Geschichte. Andere Theologen wiederum vertreten eine “personalistische Theologie”: Gott trifft in der Geschichte auf den Menschen. Ein weiterer Gedankengang: die Vorstellung einer Universalgeschichte, die sich sinnvoll entwickelt.

Johannes Paul II betonte in “Fides et ratio”: “Glaube und Vernunft (Fides et ratio) sind wie die beiden Flügel, mit denen sich der menschliche Geist zur Betrachtung der Wahrheit erhebt.”8 Die Vernunft sei angebracht, wenn sie dazu beiträgt, das Leben der Menschen zu erleichtern und würdiger zu gestalten. Jedoch gibt es eine Wahrheit, die den Menschen übersteigt. Die Philosophie habe sich zu sehr auf den Menschen konzentriert (Agnostizismus und Relativismus). Das Suchen nach der Wahrheit verlor sich in einem allgemeinem Skeptizismus und indifferenten Pluralismus.

Das Verhältnis von Glaube und Vernunft zeigt sich in der Heiligen Schrift v.a. in den Weisheitsbüchern.9 Der Glaube zeigt dem Menschen, dass sie Gott in all dem, was sie hier erforschen, erkennen können.10 Der Mensch kann mit seiner Vernunft den Weg erkennen, zu Ende gehen kann er ihn aber nur im Glauben an Gott. Wer Vernunft und Glaube trennt, riskiert, weder sich selbst, die Welt oder Gott zu erkennen. Vernunft und Glaube konkurrieren nicht miteinander.11 In Gott findet alles seinen Ursprung, der Mensch forscht mit seiner Vernunft nach der Wahrheit.12 Das menschliche Erkennen kennt jedoch kein Stehenbleiben. Der eigene Hochmut darf nicht meinen, das bisher Erreichte sei ein Produkt persönlicher Anstrengung. Die Vernunft muss begreifen, dass Gott über den Dingen steht (vgl. Spr 1,7). Wahre Bedeutung erhält die Vernunft erst durch den Glauben (Spr 20,24), der die Vernunft befreit. Die “Augen des Verstandes” können durch die Schöpfung Gott erkennen (vgl. Röm 1, 20). Der Sündenfall aber machte das Denken der Menschen “nichtig” und entstellte es (vgl. Röm 1, 21-22). Jesu Menschwerdung befreite die Vernunft. Sein Tod am Kreuz machte jeden Versuch, den Heilsplan Gottes durch menschliche Logik erklären zu wollen, unsinnig (1 Kor 1, 20). Tief im Herz des Menschen findet sich die Sehnsucht nach Gott. “Allmächtiger, ewiger Gott, du hast eine so tiefe Sehnsucht nach dir ins Herz des Menschen gesenkt, dass sie erst Frieden haben, wenn sie dich finden”.13 Eine derart tiefe Verwurzelung lässt es jedoch als undenkbar erscheinen, dass diese Suche nutzlos sei. Die Einheit der natürlichen und der geoffenbarten Wahrheit zeigt sich in Jesus Christus.14 Er ist sowohl das ewige wie das fleischgewordene Wort (vgl. Joh 1, 14.18).15 Die menschliche Vernunft sucht etwas, “ohne es zu kennen” (Apg 17, 23, vgl. Joh 1, 14-16).

Die Kirchenväter (z.B. der hl. Augustinus) verbanden die Vernunft mit der Offenbarung in den Köpfen und Herzen der Menschen. Anselm von Canterbury war der Ansicht, dass der Glaube nicht mit der Wahrheitssuche der Vernunft konkurriere. Es sei ja nicht Aufgabe der Vernunft, Glaubensinhalte zu bewerten, sondern einen Sinn zu finden und ein Verständnis für Glaubensinhalte zu erleichtern. Der Verstand müsse suchen, was er liebt. Der hl. Thomas von Aquin betonte die Harmonie zwischen Glaube und Vernunft, da beide von Gott kommen. Der Glaube setze die Vernunft voraus und vollende sie. Mit den ersten Universitäten musste sich die Theologie mit der Wissenschaft auseinandersetzen. Der hl. Albertus Magnus und der hl. Thomas anerkannten, dass die Philosophie und die neuen Wissenschaften autonom waren. Im späten Mittelalter kam es dann zu einer Trennung von Glaube und Vernunft. Extrem rationalistische Auffassungen kamen auf, und die Philosophie wurde völlig autonom vom Glauben. Das Misstrauen gegenüber der Vernunft wuchs. Letztlich stand die Philosophie in Gegensatz zur christlichen Offenbarung (Höhepunkt im 19. Jh). Auf der anderen Seite: Formen des atheistischen Humanismus, die den Glauben als schädlich für die Vernunft hielten. Der Positivismus griff um sich, der sich streng von christlichen Weltanschauungen, Metaphysik und Moral distanzierte. Aus der Krise des Rationalismus entstand dann der Nihilismus. Vernunft diente nicht mehr der Suche nach der Wahrheit und dem Sinn des Lebens, sondern dem Genuss und der Macht.

Die Vernunft, die sich von der Offenbarung trennt, riskiert, das Ziel aus den Augen zu verlieren. Der Glaube jedoch, der die Vernunft hinter sich lässt, betont nur Emotionen und Erfahrungen und ist kein universales Angebot mehr. Nur weil die Vernunft schwächer ist, wird der Glaube deshalb noch lange nicht stärker und überzeugender, sondern wird zum Mythos oder Aberglauben. Das Lehramt hat die Aufgabe, einzugreifen, wenn irrige Theorien die Reinheit des Glaubens verwirren (Fideismus, radikaler Traditionalismus, weil sie der menschlichen Vernunft zu sehr misstrauten; Rationalismus und Ontologismus, weil sie der menschlichen Vernunft etwas zutrauten, was nur im Lichte des Glaubens erkannt werden kann).16


5.1.1 Glaubensbegründung17

“Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt” (1 Pet 3, 15)18 Nicht immer brauchen Menschen eine Begründung für ihren Glauben. Es gibt jedoch Momente, die eine Glaubensbegründung notwendig machen: in der Pubertät etwa oder als Erwachsener inmitten einer glaubensfeindlichen Umgebung. Angesichts weltweiter fundamentalistischer und radikaler religiöser Strömungen ist die Selbstreflexion und Begründung des Glaubens unerlässlich.

Das Fundament des Glaubens ist Gottes Treue und väterliche Liebe, der Weg Jesu Christi und das Erfülltsein vom Heiligen Geist. Es ist die Vernunft selbst – und kann damit auch begründet werden. Bei der Glaubensbegründung geht es darum, wie der Glaube konkret aussieht. Christlicher Glaube sagt, dass sich in seiner konkreten Gestalt die Wahrheit Gottes zeigt - eine Einheit von Glaube und Vernunft. Diese Wahrheit hat den Höhepunkt ihrer Offenbarung in Jesus Christus. Sie beinhaltet die Wahrheit von Welt und Mensch. Wenn christlicher Glaube vernunftgemäß sein will, muss er dies an der Vernünftigkeit des Welt- und Selbstverständnisses messen lassen, das sich in Gottes Offenbarung in Jesus Christus zeigt. Ein Beispiel: das trinitarische Gottesbild. In der Heiligen Schrift wird Gott zuerst als Schpöpfergott gesehen. So kann es auch nur eine Wahrheit geben, in der sich die Erfahrung der Glaubenden und das Denken treffen muessen. Da aber alle Menschen letztlich Gott als Ursprung haben, kann es auch nur eine Vernunft geben.

Die ersten Ansätze von Glaubenbegründung gab es in nachapostolischer Zeit. Die Christen bedienten sich u.a. der Philosophie, um ihren Glauben vernünftig zu begründen und für andere verständlich zu machen (Apologetik). Anselm von Canterbury stützte seine Begründung allein auf die Vernunft. Diese Vernunftgemäßheit des Glaubens ist letztlich auf den Schöpfungsglauben zurück zu führen. Der Mensch ist Ebenbild Gottes und als solches vernunftbegabt.

Die Glaubensbegründung muss Bezug nehmen auf die gesamte Offenbarung. Der Glaube darf nicht den Vorstellungen der Glaubenskritik angepasst werden. Glaubensbegründung muss vernünftig sein. Wer ständig nur die Differenz zur Vernunft betont, wird schnell elitär und selbstgenügsam. Er erklärt alles im Zusammenhang mit dem Glauben als vernünftig (Fanatismus und Dogmatismus bzw. “doppelten Wahrheit”). Philosophie und Wissenschaft können eine Hilfe für den Glauben und Zeugnis rechter Vernunft sein, wenn sie der Erkenntnis der Wahrheit gegenüber offen sind. Glaubensbegründung kann nicht ohne Glauben oder am Glauben vorbei geschehen. Ebenso wenig kann sie vernünftige Erkenntis erwecken, die zum Glauben zwingt. Letztlich ist es die ultimative Vernünftigkeit, Gott zu vertrauen und Ihm wider alle menschlichen Stimmen zu gehorchen. Dieser Glaube ermöglicht erst Erkennen und Verstehen. Glaube kann nur das als wahr erkennen, das auch die Vernunft als wahr erkennen kann.

Ein Nachdenken über den Glauben in der antiken Philosophie wurde zunächst misstrauisch beäugt.19 (vgl. 2 Petr 3, 16). Der Glaube orientierte sich an den einfachen Aposteln.20 Im Mittelalter kam es zur Unterscheidung von der profanen Welt und dem heiligen Jenseits. Die Autonomie menschlichen Denkens und menschlicher Vernunft wuchs. Es entstand die abendländische Philosophie.

Ältere Formen der Religionskritik bestreiten argumentativ und mit Vernunftgründen religioese Aussagen. Diese Gründe können logisch sein oder auf Erfahrungen zurück gehen. Andere bedienten sich der Psychologie oder meinten, die Gottesfurcht wäre aus sozialen Absichten künstlich geschaffen worden oder Götter wären Menschen der Vergangenheit, die nach ihrem Tod besonders geehrt werden sollten. Die Glaubensbegründung wies hier die Vernünftigkeit des Glaubens nach.

“Gottesbeweise” sind Glaubensbegründungen als argumentative Verteidigung religiöser Aussagen. Anselm von Canterbury entwickelte den ontologischen Gottesbeweis, in dem er Gott als “etwas, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann” bezeichnet und aufweist, dass daraus Seine Existenz folgen muss. Bekannter ist der kosmologische Gottesbeweis. Er beginnt bei der Erfahrung der Welt und geht von hier aus weiter bis zu einer letzten Ursache göttlichen Ursprungs (Thomas von Aquin). Gottesbeweise der Neuzeit: z.B. Pascals Wette: Aus Vernunftgründen sei es ratsam, auf Gott zu setzen. All diese Gottesbeweise setzen gewisse Grundannahmen voraus, die rational sind und damit auch vermittelt werden können. Ein Gottesbeweis ist aber auch ein Akt des Glaubens, der vernünftig ist.

Im 17. und 18. Jh. musste die Religionskritik zeigen, warum Religion existiert, wie sie entstanden ist und warum sie sich derart ausgebreitet hat. Man war sich bewusst, dass der Glaube einen wahren Kern hat. Wenn der Gläubige aber von Gott spreche, spreche er aber nur von sich selbst (Feuerbach, Karl Marx). Die neueste Art der Religionskritik: die “analytische Religionskritik” (Glaube ist sinnlos). Dies wird nun von der Theologie zurück gegeben. Die Tatsache, dass Gott existiert, sei Bedingung für jede andere Aussage und mache es jemandem unmöglich, wahre Aussagen über die Wirklichkeit zu treffen, der Gott leugnet. Die Theologie fragte sich nun aber: wie konnte es zum Atheismus kommen, wenn die eigenen Argumente doch so schlüssig und die des Atheismus so falsch schienen? Die Glaubensbegründung kommt letztlich zum Schluss: wenn der Atheist vom Menschen redet, meine er doch eigentlich Gott.21

5.2 Grenzen des von der Vernunft geleiteten Zugangs zum Glauben

Gott kann nicht mit menschlicher Vernunft erkannt werden. Er ist frei, souverän und teilt sich den Menschen mit. Gottes Offenbarung kann erkannt, beschrieben und vermittelt werden, entzieht sich jedoch menschlicher Verfügung. Sie kann sehr wohl ausgelegt, aber nicht korrigiert, erweitert oder verkürzt werden. Es liegt am Menschen, ob er den Anruf des sich offenbarenden Gottes beantwortet. Diese Entscheidung entzieht sich wissenschaftlichem Denken. Auch hinsichtlich der Glaubensbegründung und Apologetik gibt es Grenzen, nämlich da, wo diese um ihrer selbst willen geschehen, das Ziel also nicht ist, den christlichen Glauben zu vermitteln und zu verteidigen, sondern um jeden Preis und in aggressiver Art und Weise eine Debatte zu gewinnen und den “Gegner” zu besiegen und sich selbst “immun" gegenüber Angriffen zu machen.


C. Glaube und Vernunft – eine untrennbare Einheit

Glaube kommt nicht ohne Vernunft aus – so wie jede Vernunft letztlich nur ihre Vollendung findet, wenn sie sich selbst und menschliche Beschränkungen überschreitet und sich der ultimativen Vernunft – Gott – öffnet. Hierbei gilt es, Extreme zu vermeiden: sowohl die bloße Fokussierung auf den Glauben wie die Vergötzung menschlicher Vernunft. Der Mensch ist ein vernünftiges Wesen und als solches hat er den Glauben sich und anderen vernünftig zu begruenden. Ein Glaube, der dies vernachlässigt, wäre kein Glaube mehr, der den ganzen Menschen anspricht. Im Christentum bilden Schöpfungs- und Erlösungsglaube eine Einheit. Deshalb gibt es keinen Widerspruch zwischen Glaube und Vernunft. Bischof Gerhard Ludwig Müller erklärte, dass Menschen vernunftbegabte Wesen seien und Gott nicht vor der Vernunft verstecken müssen. Gott, das allumgreifende LOGOS habe sie schließlich geschaffen und kann sie überhaupt erst zu Erfahrung und Erkenntnis bringen. Eine Vernunft ohne Bezug zu Gott könne nicht einmal selbst denken. Die Welt brauche eine Vernunft, die dem Göttlichen gegenueber nicht gleichgültig sei. Der Glaube habe vielmehr von der Vernunft und die Vernunft vom Glauben zu lernen. Die Vernunft könne auch eine ordnende und reinigende Funktion haben. Sie sei jedoch nicht der Religion zur Seite gestellt, sondern habe ihren Ursprung in Gott.22

 


Literaturverzeichnis / Quellenangaben


AK LB 2 “Glaubensbegründung”. Hg. v. Theologie im Fernkurs, Würzburg, Auflage 2004

AK LB 3 “Theologie und Glaube”. Hg. v. Theologie im Fernkurs, Würzburg, Auflage 2004

Apostolisches Schreiben Lumen Ecclesiae (20. November 1974), II, II, 45, 2.

Hl. Augustinus, serm. 43,7,9

Bekenntnisse, X, 23, 33: CCL 27, 173.

Papst Benedikt XVI. am 16.10.2008 zu Teilnehmern eines Internationalen Kongresses, den die Päpstliche Lateran-Universitaet in Zusammenarbeit mit der Päpstlichen Akademie für die Wissenschaften und der Weltkonferenz der universitären Einrichtungen anlässlich des zehnten Jahrestages der Veröffentlichung der Enzyklika Fides et ratio organisiert hatte. Quelle: www.triff-den-papst.de, 18.10.2008

Die Bibel. Einheitsübersetzung. Altes und Neues Testament. Stuttgart (Katholische Bibelanstalt GmbH) 1980

Deutsche Bischofskonferenz, Katholischer Erwachsenen-Katechismus, Zweiter Band. Bonn (Herder) 1995

Michael Fiedrowicz, Theologie der Kirchenväter. Freiburg (Herder) 2007

Scott Hahn, Reasons to Believe. New York (Doubleday), 1. Auflage 2007

Johannes Paul II, Fides et Ratio, www.vatican.va, 06.08.08

Katechismus der Katholischen Kirche. München (R. Oldenburg Verlag) 1993, 286, 156 ff.

http://www.kath.net/detail.php?id=18899, 13.08.2008, http://www.kath.net/detail.php?id=16466&&print=yes, 24.08.2008

Missale Romanum

Joseph Ratzinger, Theologie und Kirchenpolitik, in: Internationale katholische Zeitschrift “Communio” 9 (1980); wieder abgedruckt in: L.S. Schulz (Hg.), Wem nützt die Wissenschaft. Dtv 1981, und: Joseph Kardinal Ratzinger, Kirche, Ökumene und Politik. Neue Versuche der Ekklesiologie, Einsiedeln 1987, S. 142.

Stromata, I, 20, 100, 1: SC 30, 124.

Tertullian, Marc. 2-4

II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung Dei Verbum, 4.

Franz Werfels, Das Lied von Bernadette. DVD. Frankfurt am Main (Twentieth Century Fox Film Corporation), 1943 (Neuauflage 2006)

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Vernunft, 22.09.2008

http://www.zenit.org/phprint.php


 

Fußnoten:

1 Heb 11, 1. Die Bibel. Einheitsübersetzung. Altes und Neues Testament. Stuttgart (Katholische Bibelanstalt GmbH) 1980

2 Hebr 11,3.

3 Eph 1,18

4 Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Vernunft, 22.09.2008

5 vgl. AK LB 3 “Theologie und Glaube”. Hg. v. Theologie im Fernkurs, Würzburg, Auflage 2004

6 vgl. Peter L. Berger

7 vgl. Wilhelm Dilthey

8 Johannes Paul II, Fides et Ratio, www.vatican.va, 06.08.08 (vgl. Ex 33, 18; Ps 27 [26], 8-9; Ps 63 [62], 2-3; Joh 14, 8; 1 Joh 3, 2)

9 etwa in Sir 14,20-27

10 vgl. Spr. 16, 9

11 vgl. Spr 25, 2

12 vgl. Ps 139,17-18

13 “Ut te simper desiderando quaererent et inviendo quiescerent”: Missale Romanum. Karfreitagsliturgie

14 vgl. Eph 4, 21; Kol 1, 15-20

15 Vgl. II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung Dei Verbum, 4.

16 Diese Debatte wurde auf dem I. Vatikanischen Konzil in der Konstitution Dei Filius festgehalten

17 vgl. AK LB 2 “Glaubensbegründung”. Hg. v. Theologie im Fernkurs, Würzburg, Auflage 2004

18 Die Bibel. Einheitsübersetzung. Altes und Neues Testament. Stuttgart (Katholische Bibelanstalt GmbH) 1980

19 vgl. Kol 2, 8

20 vgl. Michael Fiedrowicz, Theologie der Kirchenväter. Freiburg (Herder) 2007

21 vgl. Karl Rahner

22 http://www.zenit.org/phprint.php

 

The Blind Man’s Faith and Our Faith – Fr. Tony Stephens

Cursillo

Miteinander den Glauben erfahren – der Cursillo als Möglichkeit der Glaubensvertiefung

Aus eigener guter Erfahrung möchte ich einen Glaubenskurs weiterempfehlen, der sich an alle am katholischen Glauben interessierten Menschen richtet.

Cursillo heißt nichts anderes als „kleiner Kurs“. Es geht dabei um einen 3-tägigen Glaubenskurs, dessen Name zwar aus Spanien kommt – wie der Kurs selbst – der aber schon seit vielen Jahren in allen deutschsprachigen Diözesen und in der ganzen Welt gehalten wird.

In den 3 Tagen des Cursillo, jeweils von Donnerstag abends bis Sonntag abends, bekommen die Teilnehmer einmal eine Gesamtschau, was überhaupt das Wesentliche unseres Glaubens ausmacht. Der Cursillo will uns die Bedeutung der Taufe bewusst machen, zu erlebbarer kirchlicher Gemeinschaft führen und zur Weitergabe des Glaubens motivieren. Deshalb genügt es, einmal im Leben einen Cursillo mitzumachen. Jeder, der Interesse am Christsein hat, kann am Cursillo teilnehmen. Obwohl das katholische Verständnis der Sakramente vermittelt wird, nehmen auch immer wieder evangelische Christen mit großem Gewinn am Cursillo teil. Besonders hilfreich ist der Cursillo auch für Menschen, die Gott suchen, aber bisher nur wenig Beziehung zur Kirche haben.

Der Kurs wird von einem ehrenamtlichen Team aus Laien und einem Priester gehalten. Impulse der Mitarbeiter/innen, die Glaubensinformationen und persönliche Glaubenserfahrungen vermitteln, werden in kleinen Tischgruppen in Gesprächen unter den Teilnehmern vertieft.

Viele Teilnehmer berichten nach dem Kurs, dass sie fanden, was sie seit Jahren gesucht haben: Lebenssinn, tragfähige Beziehungen, aber auch einfach eine Bestärkung in ihrem christlichen Glauben und mehr Freude. Oft fühlen sich die Teilnehmer nach dem Cursillo sicherer, über ihren Glauben zu sprechen und finden neue Möglichkeiten, ihren Glauben an ihrem Platz im Alltag und in der Pfarrgemeinde zu leben.

Ich selbst habe viele wertvolle Impulse für die Gestaltung meines eigenen Glaubenslebens bekommen: Angefangen von neuen Ideen für das persönliche Gebet bis hin zu neuen Kontakten zu Menschen, die ihren Glauben bewusst leben. Inzwischen bin ich als Mitarbeiterin beim Cursillo im Erzbistum Köln tätig. Nähere Informationen gibt es unter www.cursillo.de

Claudia D.

A Boy Named Tommy

Subject: A boy named Tommy, his story and the letter than follows

Subject:  A boy named Tommy: John Powell, a professor at Loyola University in Chicago , writes about a student in his Theology of Faith class named Tommy: It is a true story and is not enhanced for publicity purposes. 
      
Some twelve years ago, I stood watching my university students file into the classroom for our first session in the Theology of Faith. 

     That was the day I first saw Tommy.  My eyes and my mind both blinked.  He was combing his long flaxen hair, which hung six inches below his shoulders.  It was the first time I had ever seen a boy with hair that long.  I guess it was just coming into fashion then.  I know in my mind that it isn't what's on your head but what's in it that counts; but on that day I was unprepared and my emotions flipped.  I immediately filed Tommy under 'S' for strange... Very strange. 
 
     Tommy turned out to be the 'atheist in residence' in my Theology of Faith course.  He constantly objected to, smirked at, or whined about the possibility of an unconditionally loving Father/God.  We lived with each other in relative peace for one semester, although I admit he was for me at times a serious pain in the back pew. 


         When he came up at the end of the course to turn in his final exam, he asked in a cynical tone, 'Do you think I'll ever find God?' 
 
     I decided instantly on a little shock therapy. 'No!' I said very emphatically. 
 
    'Why not,' he responded, 'I thought that was the product you were pushing.' 
 
      I let him get five steps from the classroom door and then called out, 'Tommy!  I don't think you'll ever find Him, but I am absolutely certain that He will find you!'  He shrugged a little and left my class and my life. 
 
     I felt slightly disappointed at the thought that he had missed my clever line -- He will find you!  At least I thought it was clever 
     Later I heard that Tommy had graduated, and I was duly grateful. 
 
      Then a sad report came.  I heard that Tommy had terminal cancer.  Before I could search him out, he came to see me.  When he walked into my office, his body was very badly wasted and the long hair had all fallen out as a result of chemotherapy.  But his eyes were bright and his voice was firm, for the first time, I believe.  'Tommy, I've thought about you so often; I hear you are sick,' I blurted out. 
 
       'Oh, yes, very sick.  I have cancer in both lungs.  It's a matter of weeks.'
 
  'Can you talk about it, Tom?' I asked. 
 
     'Sure, what would you like to know?' he replied 
 
     'What's it like to be only twenty-four and dying? 


               'Well, it could be worse.
 
     'Like what?
 
     'Well, like being fifty and having no values or ideals, like being fifty and thinking that booze, seducing women, and making money are the real biggies in life.. 
 
     I began to look through my mental file cabinet under 'S' where I had filed Tommy as strange.  (It seems as though everybody I try to reject by classification, God sends back into my life to educate me.) 
 
     'But what I really came to see you about,' Tom said, 'is something you said to me on the last day of class.'  (He remembered!)  He continued, 'I asked you if you thought I would ever find God and you said, 'No!' which surprised me   Then you said, 'But He will find you.'  I thought about that a lot, even though my search for God was hardly intense at that time. 
     (My clever line.  He thought about that a lot!) 
     'But when the doctors removed a lump from my groin and told me that it was malignant, that's when I got serious about locating God..  And when the malignancy spread into my vital organs, I really began banging bloody fists against the bronze doors of heaven.  But God did not come out.  In fact, nothing happened.  Did you ever try anything for a long time with great effort and with no success?  You get psychologically glutted, fed up with trying.  And then you quit 
 
  'Well, one day I woke up, and instead of throwing a few more futile appeals over that high brick wall to a God who may be or may not be there, I just quit.  I decided that I didn't really care about God, about an after life, or anything like that.  I decided to spend what time I had left doing something more profitable.  I thought about you and your class and I remembered something else you had said: 'The essential sadness is to go through life without loving.  But it would be almost equally sad to go through life and leave this world without ever telling those you loved that you had loved them.'' 

 
     'So, I began with the hardest one, my Dad.  He was reading the newspaper when I approached him.  'Dad. 
 
     'Yes, what?' he asked without lowering the newspaper. 
 
     'Dad, I would like to talk with you.' 
 
     Well, talk.
 
              'I mean . It's really important.'
 
     The newspaper came down three slow inches. 'What is it?' 


     'Dad, I love you, I just wanted you to know that.'  Tom smiled at me and said it with obvious satisfaction, as though he felt a warm and secret joy flowing inside of him.  'The newspaper fluttered to the floor.  Then my father did two things I could never remember him ever doing before.  He cried and he hugged me.  We talked all night, even though he had to go to work the next morning.  It felt so good to be close to my father, to see his tears, to feel his hug, to hear him say that he loved me.' 
 
     'It was easier with my mother and little brother.  They cried with me, too, and we hugged each other, and started saying real nice things to each other.  We shared the things we had been keeping secret for so many years. 
 
   'I was only sorry about one thing --- that I had waited so long.  Here I was, just beginning to open up to all the people I had actually been close to. 
 
     'Then, one day I turned around and God was there.  He didn't come to me when I pleaded with Him.  I guess I was like an animal trainer holding out a hoop, 'C'mon, jump through.  C'mon, I'll give you three days, three weeks.'' 


     'Apparently God does things in His own way and at His own hour.  But the important thing is that He was there.  He found me!  You were right.  He found me even after I stopped looking for Him.' 
 
     'Tommy,' I practically gasped, 'I think you are saying something very important and much more universal than you realize.  To me, at least, you are saying that the surest way to find God is not to make Him a private possession, a problem solver, or an instant consolation in time of need, but rather by opening to love.  You know, the Apostle John said that.  He said: 'God is love, and anyone who lives in love is living with God and God is living in him.'  Tom, could I ask you a favor?  You know, when I had you in class you were a real pain.  But (laughingly) you can make it all up to me now.  Would you come into my present Theology of Faith course and tell them what you have just told me?  If I told them the same thing it wouldn't be half as effective as if you were to tell it.& nbsp;
 
   'Oooh.. I was ready for you, but I don't know if I'm ready for your class.' 
     'Tom, think about it.  If and when you are ready, give me a call.' 
 
  In a few days Tom called, said he was ready for the class, that he wanted to do that for God and for me.  So we scheduled a date. 
 
     However, he never made it.  He had another appointment, far more important than the one with me and my class.  Of course, his life was not really ended by his death, only changed.  He made the great step from faith into vision.  He found a life far more beautiful than the eye of man has ever seen or the ear of man has ever heard or the mind of man has ever imagined. 

  Before he died, we talked one last time. 

 
    'I'm not going to make it to your class,' he said. 

     I know, Tom.'
     'Will you tell them for me?  Will you ... tell the whole world for me?' 
     I will, Tom.  I'll tell them.  I'll do my best.' 

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     So, to all of you who have been kind enough to read this simple story about God's love, thank you for listening.  And to you, Tommy, somewhere in the sunlit, verdant hills of heaven --- I told them, Tommy, as best I could.  


    If this story means anything to you, please pass it on to a friend or two.
 
     With thanks, Rev. John Powell, Professor, Loyola University, Chicago 

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When I received the above letter all I could think about was a similar story I made of shared with you, my friends before...but in case I didn't...it goes as follows.

Dr. Swan

In 1968 army surgeon, Kenneth Swan, arrived in Vietnam and received his first case; 19-year old soldier who had lost his eyesight and both legs to a grenade. Dr. Swan fought for seven grueling hours to put the young soldier back together. To his surprise, the next day Swan was criticized by some of his colleagues; they felt the soldier would have been better off dead. For 20 years those words haunted Dr. Swan, and he wondered if he had done the right thing. He got his answer when, after two years of searching army records and other, he found the soldier , in his forties, living a full life as a husband and father who had attended college, learned to scuba dive, trained others with debilitating injuries, and had a loving relationship with the Lord.
When God asks us to do something, we rarely, if ever, know all the details. We can either choose to do God's will and trust Him for the outcome, or back away and miss the blessing simply because we don't know the details. God knows the beginning from the end, and you can trust that even when it doesn't make sense to you. it's all a part of God's glorious plan.

Commit every particle of your being ..down to the smallest details of your life, eagerly and with perfect trust to the unfailing andlmost sure providence of God.

Your life maybe the only Bible some people will ever read.  

Hope


When I think of the word "Hope", I think of the word :Maybe." Why, because the word hope paints the desire for something wished for, but may not happen. My dictionary defines the word hope as; " to want or wish for something with a feeling of confident expectation." Synonyms for the word hope are expectation, optimism. All of the words give me a slight negative connotation, like "Maybe"
Do you see what I mean? When I think of the word hope, I thing of an expectation of something that may happen, but may not. Which brings me back to the word maybe. Maybe’s synonyms include the words feasibly, perchance, and possibly. All of these words give me the feeling of a 50-50 chance, or a 25-75 chance etc. If I were a betting man, which I am not, those kinds of odds don’t exactly leave me with a feeling confident of expectancy. These odds are like the weather forecast often. The weather report may say there is a 50 or maybe a 45 % chance of rain. Well, if I am planning on going fishing with my nephew, I don’t care for those odds, no more than I would like a 50-50 chance of winning the lottery.
So why do I bring this up? The Bible uses the word hope a lot. In connection with things of the Lord. For example, in Acts 22:6 Paul says to the council and high priest; " I am on trial for the hope and resurrection of the dead." Here Paul is telling these folks that he is placing a high expectation, that Jesus’ promise of the resurrection of the dead will be met.
Upon looking closer, and looking up the word hope in a concordance, it changes my understanding of what the word hope means and gives a more positive outlook when I think of hope. The Greek Dictionary of New Testament describes the word hope as :" to anticipate, usually with pleasure, expectation, or confident faith." The Christian speaker and author Joseph Stowell says the word hope means Therefore I now look at the word hope with a better outlook. In the context of Biblical Scripture it gives me a more sure fire expectation that what is hoped for is a certainty, and not a "maybe."
In our English language another dictionary gives the word the following description. " a feeling that what is wanted will happen; desire accompanied by expectation." Joseph Stowell says that in this description, it does not necessarily mean that the hope, the expectancy is necessarily grounded in reality. For example, and this is a laugh for Canadians. Bob may hope that the Toronto Maple Leaf Hockey team will the Stanley Cup this year. That really is a laugh because they are so far behind in the standings, they would pretty much have to win every game from here to the end, into the playoffs and finally win the last game. GIGGLE ! (pardon me if I stepped on some Leaf fans toes)
In another context I may hope that the weather will be sunny next weekend, so that when my nephew and niece come out to visit, they will be able to play outside some. That is a hope, but not necessarily a reality, for we know that the weather is rather unpredictable, you just never know for sure what is going to happen. Hope here is a desire, not necessarily a real expectation, or a reality.
Turning back to Biblical hope, these hopes are a trusted reality, that we not only desire, but that we may know for sure that a hope in the Bible is a certainty, that it will come to pass. We can know that these hopes will come to pass because the Words in the Bible are inspired and inscribed by God Himself. And since we know that God cannot lie, (Titus 1:2) we can know for a certainty that what God has promised, will come to pass.
Some of these hopes in the Bible which we can be assured of are; we can hope in a new heaven and a new earth, in a heaven beyond which we look forward to and the fact that Jesus said that He would come back again to take the redeemed home with Him before mankind completely destroys himself.
The greatest hope we have is found in the fact of the empty tomb. of , whom promised that the grave would not hold Him. He also promised that He would rise from the grave in three days. These truths have been corroborated by many witness and written of by some who were not necessarily believers in a Messiah. If not for His resurrection, we would have no hope of eternity in heaven with Him. For as the apostle Paul wrote;" Now if Christ be preached that he rose from the dead, how say some among you that there is no resurrection of the dead? But if there is no resurrection of the dead, thenis Christ not risen? And if Christ be not risen; then is our preaching in vain, and your faith is also vain, " 1 Cor. 15:12-26. Please read the entire section.
Take a few minutes if you will and have a closer look at the many promises and even prophecies that are written in this section. For example it was written in ages past that Christ would be raised from the dead. This section also tells us that all power and authority will be given unto Him And it tells us that as His last feat He will defeat death, for death will forever be put to rest. In eternity no one will ever die. What an awesome promise is that?
Knowing that Christ was raised from the dead, it also gives us the hope, the promise as He has said that we to will all be raised from the dead and be with Him in heaven. Now, that is a promise I want to hold on to. If God has promised to redeem us and to raise us with new glorified bodies fit for heaven, do you think that He will? For sure! So we can also hope and trust that, that will happen indeed.
Another word we could use in exchange for the word hope and trust is faith. Faith is putting our trust, our hope in something that we cannot see. For example, at the top of the CN tower in Niagara Falls Ontario, is a section of thick clear glass which is several feet thick. When you go up there you will see that there is no barrier around the glass at all. Therefore it must be deemed to be safe. Yet, some will venture to walk on it, while others will not. Those who walk on it are showing that they have faith that they will be supported to walk on it. When you step out onto the front steps of your house, you are placing faith that these steps will support you.
Here is a statement of faith which I believe we can place our faith on, hope in, trust in, believe in with all of our hearts. Paul wrote ;" Being confident in this very that he which hath begun a good work in you will perform it until the day of Jesus Christ. : Phil. 1:6
What is Paul saying here? He is saying that God has begun the redemptive work of changing us, who are believers. Once we were lost in our sins, walking about daily in sin, with no thought or concern for the things of God. But once you told God that you believe that Jesus paid the penalty for your sins on the cross, God then begins a cleansing process that lasts for your whole life time here on earth. This is a process that will continue until Jesus takes us home to be with Him in heaven. God is working on you daily, changing you, molding you, more and more daily in the very image of His Son .
In this Paul says we can be confident, hoping, trusting that the cleansing work that God has begun in you will continue, and not stop until the fullness of time is come when Jesus will shout and call us home to be with Him. 1 Thess. 4:16-18
That is an awesome promise He has given us. It is something which we can put our hope, trust and faith in. We can know for a certainty that the work which He has begun in us, will be completed one day.
Hebrews says;" Now faith is the substance of things hoped for, the evidence of things not seen." The 11th chapter of Hebrews is a listing of many men and women who gave their hope, their faith, believing that the things which God had promised would come to pass. Even though many did not see with their physical eye these promises come to pass, they still kept the faith, believing that what had He had promised would eventually be brought to pass.
Many of these folks were martyred for what the believed in, dying horrible cruel deaths, because they would not give up believing in faith the promises of God. Please read this chapter carefully and see how strong was their hope, their faith. Hebrews chapter 11 is known as the "Faith" chapter for good reason. Read and see for yourselves why.
Biblical faith seen here gives substance to that which we hope for It is a faith that we can bank on, a faith so strong that we can place our hope in a certain future event so completely that it preoccupies our entire perception of life and radically alters our behavior in the process. Do you have that kind of life altering faith in a hope of things not yet seen?

André (Canada)

What is Faith?

The Israelites Escape Egypt - The last Plague

Last week you looked at the plagues that God inflicted on Egypt to demonstrate His power and show them that He is God.

What were the Plagues God sent to the people of Egypt?

   -Turned the water (Nile River) into blood
   -sent swarms of frogs, lice and flies
   -all the Egyptians cattle, horses, sheep, camels and donkeys died
   -The Egyptians plagued with Boils
   -and then a hail storm
   -a swarm of locuts who would eat the crops ( vegetables)
  -  and three days of darkness

This week we will look at the last Plague.

In all of the plagues thus far, were the people required to do anything to keep safe from the plagues?
No, they were not.
God sent the plagues only to the Egyptians\
Up to this point the people of Israel were protected from the plagues and the Israelites were not required to do anything     or to have any faith that God would take care of them.
All they had to do was sit back and watch.
They watched and saw the awesome power of God at work.

It was now time for the Israelites to show that they had faith in God to free them from the bondage of slavery.


What is Faith?

Faith is trust something that you can not see with your eyes.

It is to believe that someone or God can or will do something that is normally unusual, or nor expected.

In the past I illustrated faith when I told you about people who would not walk on the glass floor at the top of the C.N. Tower, and how a guy could walk across a cable with a wheel barrel across Niagara Falls.

Today God asked them to do something very unusual.

And they were expected to obey and do it in faith, expecting God to free them from the bondage of slavery in a very spectacular way.

God told them through Moses to kill an innocent lamb, one that was in perfect shape physically.

They were to paint the spilled blood from the lamb on both sides of the door at the front of the homes and also on top of the door as well.

God was going to send His Holy Spirit to pass over all the homes of all the Egyptians and all the Israelites.

And he was was going to kill all the first born of every family home that did not have the blood of the lamb pinted around the doors of their homes.

The innocent lamb was a symbol of the first born in the Israeli homes.

This sacrifice was a symbol which the people of Israel understood.

An innocent life had to be taken to spare them from death.

They did not undertsand at the time that this was also a symbol looking far ahead into time when Jesus would be offered as a sacrificial lamb to save the world from the punishment of their sins.

Romans 6:23 tells us the wages of sin is death, but the gift of God is eternal life.

Or has John 3:16 says; "For God so loved the world that He gave His one and only Son, that whosoever believeth in Him should not perish but have everlasting life." (King James Version)


The people had lived in the land of Egypt for 400 years and they must have been very failiar with the gods of Egypt.

Did you know that the Egyptians had a god for almost everything? They had a god for the water, a gof for the cattle, a good for the sun, moon and stars and on and on.

God showed the people of Egypt that there is no God like Himself.

Their god had no power, they were useless.

Through the plaugues God demonstrated His power to the people of Israel.

He showed them that He was powerful enough to free them from the bondage of slavery from the Egyptians.

When it came time for the people of Israel to step out in faith, they were ready.

With this last plague it seemed like the pharoh and the people of Egypt finally got the message.

They finally believed that the God of Israel was the real God and that He was more powerful than their own gods.

At this point they were anxious for the people of Israel to leave because they feared that God would kill them all if they did not leave.

That evening before the Plague began, God instructed the people again through Moses to bake a loaf of unleaven bread.

Unleaven bread simply means a bread that does not rise. It is flat bread.

They were instructed from that time onward to eat unleaven bread every year and to celebrate celebrate the feast of the Passover every year as a reminder of how He, God had freed them and delivered the people of Israel out of the bondage of slavery from Egypt.

Just like God was watching over the people of Israel that night, God is always watching over you to.

He is always watching over you, to protect you from harm.

And just as he promised to free them from the bondage of slavery, God also promises us, that He will and wants to free us from the bondage of sin.

Jesus is always watching over you and He wants to help you to keep away from sin.

To be in bondage to sin is like this.


Call a Volunteer.


As I wrap a single thread once around the wrists with gloves on say:

Everyone of us has lied at one time or another, and most of us tell lies often.

Many people think it is okay if they tell just one lie.

They think that there is no harm in that.

No one gets hurts.

It's no big deal.



Tell volunteer to break the thread.


They think that if I only do it once, I will have no problem stopping and never telling another lie.

It's the same thing with kids who think that having one cigarette or one beer is okay.

They can stop and never do it again.

Then later on, they get together with friends who offer them another cigarette or another bottle of booze.

Again, just like lying, it's no big deal.

I can quit whenever I want.


Continue wrapping thread around the wrist several times
Ask volunteer to try break the thread.
It gets harder doesn't it.


Once again, you get together with friends and again they offer you cigarettes or booze, but you say, no, I really shouldn't.

But they keep coaxing you and finally you give in and you have another cigarette or another beer.


Continue wrapping the thread


And it happens again and again and each time you think you can stop whwenever you want, but each time you find that it is harder and harder to resist.


Every sin is like that!


Just like the thread, the more I wrap around (        ) wrists, the harder and harder it gets to break it.

Sin is just like that.

The first time you do it, it is no big deal.

The next time does not seem so bad, no one is getting hurt, so why not, do it again.

Soon you find that you are doing the same sins over and over again, and like the thread wrapped around (   ) wrists, it gets too hard to quit.

You just can quit it on your own

So what's the solution? How do you quit?

The answer is Jesus.

When a sin becomes a habit, you need to turn to jesus and pray and ask him to help you get free of that sin.

He will come and help you to be free of that certain sin if you are serious about wanting to quit, and if you are serious about wanting Him to help you.

On your own, you'll never be able to quit.

But with God, all thyings are possible and he will set you Free1!!!!


CUT THE THREAD


Just like God wanted to free the Israelites from the bondage of slavery in Egypt,
  God also wants yo set you free from the bondage of sin, if you will let Him.

Will You Let Him?

What are some sins that have you in Bondage?

Worries, fears, lying, stealing, cheating - all these things can keep you in bondage. All these things and any other sin can keep you from being free

They keep us from being happy.

They keep us from praising and worshipping and spending time with God.

They make us sad.

They also separate us from the love of God


So Again, who and what can set you from from your sins?

God can set you from from your sins.


What's the best way to not get involved in any sin?

Answer, to always obey God and do what is right.

If you alway obey Him, and do what is right, you will not have to worry about
getting involved in sins and becoming a slave to it.

When you obey and do what is right, God will lead you to a happy life and then in the final victory over sin, He will take you to heaven to be with Him Forever.

Praise God !!!


Everyone sitting quiet


Think now for a few moments of some sins that you might be a slave to like lying, cheating, worrying etc.

God wants to set you free from those sins right now, today.

So close your eyes and pray for a minute asking first that He will forgive you of those sins and then ask Him to help you to break free and to be free forever from those sins.

When God sets you free you will have joy in your heart that you never knew.
It helps us to be more happy and to love Him more.

God we thank you that you love us so much that you sent Jesus to set us free from the burdens of our sins.
We give you our lives today and ask that you would work in our hearts to set us free.
We love you and thank you because the freedom you give us lasts forever.

In Jesus name.

Amen

André

Faith

Yes the Lord is in the business of teaching and leading us to places and situations which we could never imagine we would be in. Faith is said to be something that is unseen. The book of Hebrews contains many Old Testament Jews stories of how they waited in faith for His promises which they never did or could see. Yet they did not loose faith. We, too, are in the same boat, told to wait and place faith in Him in things we cannot see, things we cannot hold. It is tough, but if our faith is real, He in turn will one day, maybe not in this side of the rapture, but one day He will reward us for our faith. Faith is a tough lesson, but one worth waiting and trusting in.

Andre

Links National

Karl-Leisner-Jugend: Glauben und Wissen

Karl-Leisner-Jugend: Glaubenskurs

Katholisch.de: Unser Glaube

Kathpedia: Glaube

kirchensite: Glauben

Katechismus der Katholischen Kirche: Wir glauben

kath-info: Was heisst glauben?

Kath.de: Glauben und Wissen

kirchensite: Glauben an der Grenze

Zenit: Bischof Gerhard Ludwig Müller: Die Rationalität des Glaubens

kath.net: Kardinal Meisner: ‚Der Glaube reißt den Menschen über sich selbst hinaus’

Cursillo

 

Links International

Vatikan: Fides et Ratio

Apostolisches Schreiben in Form eines Motu proprio Porta fidei von Papst Benedikt XVI. mit dem das Jahr des Glaubens ausgerufen wird: http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/motu_proprio/documents/hf_ben-xvi_motu-proprio_20111011_porta-fidei_ge.html

Year of Faith: http://www.annusfidei.va/content/novaevangelizatio/en.html

Catechism of the Catholic Church: We Believe

Original Catholic Encyclopedia: Faith

New Advent: Faith

Catholic Information Network: Salvation

Bible Answers for Bible Christians: Salvation

Zenit: Faith Isn't Mere Sentiment

Michael D. O'Brien

 

Resources

Katechismus der Katholischen Kirche

Catechism of the Catholic Church


Gloria von Thurn und Taxis
Kardinal Joachim Meisner
Die Fürstin und der Kardinal
20,50 EURO
Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2008
Format: 13,9 x 21,4 cm, ca. 192 Seiten, Gebunden mit SU und Leseband

Alle Bücher und CDS können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung CHRIST-MEDIA (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch nur Inlandportokosten.

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]

 


Kathshop: Glaubenskurs

 

Saint Joseph Communications: Our Catholic Faith (DVD)

Champions of Faith (DVD)




Wie kann ich Fortschritte im Glauben machen?

 

Sinn und Glück im Glauben

 

Über den Glauben

Den Glauben neu entdecken

 

Benedict XVI: Faith is our home in this world

Scott Hahn: Catechism and the Year of Faith

Year of Faith

h2onews: Gospel for Sunday 28 October 2012

Benedict XVI: faith matures in the Church

How to Deepen our Faith

AirMaria.com: Jan 18 - Homily: Saving Faith

Pope Benedict on the Creed

Jimmy Akin: Do Faith and Medicine Go Together?

Pope Francis: To have faith is to receive God's message