Katholisch Leben!

The Jesus Brothers

Gemeinden Christi – eine Kurzanalyse

Hier eine kurze Analyse meiner Erfahrungen bei den Gemeinden Christi –verfasst in brüderlicher Zuneigung und gedacht als konstruktive Anregung zu Veränderungen:

• Egal welch noble Motivationen dahinter stehen mögen, die zentrale Stellung einzelner (bis hin zur Dominanz) ist unbedingt zu vermeiden. Sie ist höchst ungesund für die geistige Entwicklung der Gemeinde und des Betreffenden selbst. Wenn theologische Analysen auf Knopfdruck kommen und unreflektiert wiederholt werden, befindet sich die Gemeinde im Stillstand, nicht in einer nach vorne gerichteten Weiterentwicklung.

• Besonders kleine Gemeinden neigen dazu, den Missionsauftrag Jesu zu vernachlässigen. Eine Gemeinde ist aber kein religiöser Club, sondern soll Kraft geben, die frohe Botschaft weiter zu verkünden! Menschen werden nicht von draußen kommen und an die Türen klopfen, da muss man/frau sich schon einen Ruck geben und das gewohnte Umfeld verlassen!

• Gewollt oder ungewollt – Gemeinden Christi sehen sich in der Regel als die einzig wahre Gemeinde – auch wenn man oft anfügt, dass auch andere Christen seien (aufgrund der eigenen Auslegung bleibt aber meist nur die „Gemeinde Christi“ übrig!). Abgesehen vom theologischen und historischen Irrtum dieser Sichtweise kann sie zur Abschottung von der Welt bis hin zur Sekten-Mentalität führen (womit ich NICHT sagen will, dass Gemeinden Christi Sekten seien!)

• Als Folge davon findet eine Ökumene , also etwa gemeinsame Treffen und Aktionen sowie der Austausch mit anderen Gemeinden oder in überkonfessionellen oder gar interreligiösen Gremien praktisch nicht statt. Zum einen soll die eigene Lehre nicht „verwässert“ werden, zum anderen rührt das wohl aus einer Art Bequemlichkeit – man gefällt sich selbst ganz gut. Warum die eigene heile Welt verlassen? Jesus hat aber nicht zigtausende einzelner Konfessionen, die irgendwie eine spirituelle Kirche bilden, begründet, sondern eine körperliche Kirche. Die Wiederherstellung dieser Einheit ist daher ein Auftrag für alle Christinnen und Christen und darf nicht einfach vernachlässigt oder gar ignoriert werden.

• Theologische Glaubensgrundsätze werden zwar Mantra-artig wiederholt, aber in der Regel nicht hinterfragt. Ein Glaube muss aber stark genug sein, um sich kritischen Rückfragen auszusetzen. Irrtümer jedoch werden auch nicht dadurch richtiger, dass sie immer und immer wieder wiederholt werden.

• Die (teilweise) Abhängigkeit besonders kleinerer Gemeinden von US-amerikanischen Partner-Gemeinden sollte so schnell als möglich aufgegeben werden. Sie führt zu geistiger wie wirtschaftlicher Bequemlichkeit und kann dem Missionsauftrag Jesu Christi im Weg stehen.

• Wer die „Wiederherstellung des Urchristentums“ propagiert, muss sich schon einige Fragen gefallen lassen. Zum einen sollte man sich hierfür mit den historischen Zeugnissen des Urchristentums (etwa der Kirchenväter) befassen, zum anderen kann und darf das Christentum des 1. Jahrhunderts nicht so einfach in das 21. Jahrhundert übertragen werden. Damals ist die Saat gesät worden, die dann langsam aufging und wuchs. Sie künstlich auf ein – in der Form nie da gewesenes – Niveau halten zu wollen, hat mit dem ursprünglichen Kirchenverständnis wenig zu tun!

• Kritik an anderen Konfessionen – insbesondere der Katholischen Kirche – wird manchmal mit unehrenhaften Mitteln geführt. Ich kann mich auf einen gefalteten Flyer erinnern, auf dem außen (sinngemäß) stand: „Was Jesus zum Thema Kindstaufe sagte:“ – und innen dann ein leeres Blatt war. Die Kindstaufe kann sehr wohl historisch und theologisch begründet werden, und wer sie kritisiert, sollte sich doch zumindest mit den Argumenten der Katholischen Kirche (aus erster Quelle!) auseinander setzen. Ein leeres Blatt zu zeigen, ist eigentlich ein Armutszeugnis für einen selbst.

• Ein weiterer Kritikpunkt sind die für alle protestantischen Gemeinden mehr oder weniger geltenden Grundsätze sola scriptura, sola fide und sola gratia (ja, ich sage bewusst protestantisch. Entgegen der abstrusen Geschichts-Verzerrung, die die Grundlage für eine „wahre“ und irgendwie im Untergrund vorhandene und dann im 19. Jahrhundert wieder auftauchende Gemeinde Christi liefern soll, sind auch Gemeinden Christi nur das, was auch alle anderen protestantischen Gemeinden sind: Abspaltungen von der Katholischen Kirche). Wer oben genannte Grundsätze vertritt, sollte sich auch einer theologischen Auseinandersetzung darüber stellen.

• Die eigene Sichtweise und Identität wird oft mit einer „Neutestamentlichen Gemeinde“ wiedergegeben – als ob es zwei Bibeln gäbe. Das Neue Testament ist aber im Alten enthalten – und das Alte kommt mit dem Neuen Testament zur vollen Entfaltung. Ohne dieses Verständnis sowie ohne Berücksichtigung allgemein gültiger Prinzipien für die Bibelauslegung wird man nie zu einem wirklich tragfähigen Verständnis derselben gelangen und einzelne Männer auch weiterhin ganze Gemeinden mit ihrer ganz eigenen Auffassung dominieren können.

• Bei aller Kritik sollten aber auch wir Katholiken eines nicht vergessen: Wir können eine Menge von Gemeinden Christi lernen. So etwa das verbindliche Leben als Christ, die Bereitschaft auch zur persönlichen Mission (wie etwa in großen Gemeinden Christi), das konsequente Betreuen der Gläubigen von der Geburt bis zum Tod, das praktisch gelebte Zeugnis einer christlichen Familie, das persönliche Engagement eines jeden Einzelnen, das traditionell christliche Familienbild und Rollenverständnis der Geschlechter, die – zumindest teilweise vorhandene – Bereitschaft auch zu schmerzlichen Veränderungen und vieles mehr.

Ich möchte sowohl die Glieder der Gemeinden Christi wie auch der Katholischen Kirche aufrufen, aufeinander zuzugehen, sich kennenzulernen und auseinanderzusetzen und so den nächsten Schritt zur endgültigen Einheit zu machen!

München, August 2014

Robert Gollwitzer

Wie sollen wir Katholiken mit Gliedern der Gemeinden Christi umgehen?

Ihnen mit Liebe, Demut und Respekt begegnen. Wir sind keine "besseren" Christen als sie, ganz im Gegenteil: Wir können viel von ihnen lernen - und umgekehrt. Allerdings bedeutet Ökumene - und ein aktives Aufeinander-Zugehen ist beiden Seiten sehr zu empfehlen! -  nicht, dass wir nur die Gemeinsamkeiten betrachten dürfen. Die Welt existiert nicht nur aus rosa Wattebausch. Wenn wir wirklich die von Jesus selbst gewünschte Einheit des Leibes Christi wieder anstreben, müssen wir auch über unsere Unterschiede reden und sie klar auf den Tisch bringen.

Was keine der beiden Seiten jedoch machen darf, ist weitermachen wie bisher - so tun, als ob es "die anderen" nicht gibt und genügsam das eigene beschauliche Leben zelebrieren. In der heutigen Zeit können wir Christinnen und Christen es uns nicht mehr leisten, getrennt und zerstritten zu sein.

Die "Gemeinden Christi" - The "Churches of Christ"

An dieser Stelle moechte ich kurz ueber die Gemeinden Christ (international: “Churches of Christ”) schreiben. Ich war selbst einige Jahre Glied in einer Gemeinde Christi und berichte also auf Basis meiner persoenlichen Erfahrungen. Ueber die Differenzen in Glaubensangelegenheiten zur Katholischen Kirche bitte ich, die jeweiligen Themengebiete dieser Homepage anzuklicken.

Viele Menschen werden noch nicht einmal wissen, wass “Gemeinden Christi” sind. Nun, der Ausdruck selbst wurde dem Neuen Testament entnommen (Roem 16, 16). Damit wollte man sich wohl – nachtraeglich – zur “wahren” Gemeinde Christi machen. Schliesslich steht der Name doch in der Bibel!

Zumeist bekommt man von Gemeinden Christi zu hoeren, sie wuerden sich nicht als einzige Christen sehen. Allerdings arbeiten sie in der Regenl nicht mit anderen christlichen Gemeinden zusammen (aus Furcht, die eigene “wahre” Lehre zu verwaessern). Fragt man nach, was einen denn zum “wahren” Christen macht und was die “wahre” Gemeinde Christi ausmacht, kommt schliesslich aber doch nur eben diese “Gemeinde Christi” heraus.

Die “Gemeinden Christi” gehen ebenso wie die “Disciples of Christ” oder das spaeter von den “Gemeinden Christi” abgespaltene “Boston Movement” (“International Churches of Christ”) auf das von Stone / Campbell begruendete “Restoration Movement” zurueck. Dieses “Restoration Movement” will das neutestamentliche “Urchristentum” wiederherstellen – befreit von all dem, was “menschliche Tradition” spaeter hinzugefuegt hat.

Charakteristisch fuer “Gemeinden Christi” ist die – zumindest behauptete – voellige Autonomie jeder Gemeinde (wenngleich die Gemeinden untereinander auch in engem Verbund stehen und in der Regel finanziell und personell von den wohlhabenderen Gemeinden aus den USA unterstuetzt werden) sowie die Ablehnung der Kindertaufe (im Widerspruch sowie im falschen Bundes-, Kirch- und Taufverstaendnis der Bibel sowie der Kirche seit den Zeiten der Kirchenvaeter!), natuerlich auch die Ablehnung des Papsttums (ebenso im Widerspruch zur Bibel selbst sowie zur gesamten Kirchengeschichte) sowie das Ablehnen von Instrumenten im Gottesdienst (ausgehend von dem Verstaendnis, dass im Alten Testament “tote” Instrumente verwendet wurden, im Himmelreich auch wieder verwendet werden, aber im Neuen Testament nur mit dem Herzen – also rein vocal – gesungen werden darf. Das Problem hierbei ist ein voellig verdrehtes Verstaendnis des Gottesdienstes – bzw. in ihren Worten “der Versammlung” – unter Missachtung dar alttestamentlichen sowie juedischen Wurzeln sowie unter Missachtung der Tatsache, dass die “Versammlung” als Teil der Gemeinschaft der Heiligen die himmlische und in der Offenbarung zu findende Versammlung bereits hier auf Erden widerspiegelt).

Ebenso werden die Gemeinden von Aeltesten oder von einer “Bruederversammlung” geleitet (hier weicht man dann doch vom sonst vertretenen Prinzip der “sola scriptura” ab, das streng genommen solcher Positionen nicht bedarf, a die Bibel die alleinige Autoritaet ist und jeder selbst zur vollen Wahrheit durch die eigenmaechtige Auslegung der Bibel kommt und entwickelt selbst eine Art von “Tradition”). Man beruft sich nur auf die Bibel (“sola scriptura”) – natuerlich in der eigenen Auslegung (auch hier gibt es das Problem, dass etwa muendliche Tradition ausdruecklich im Neuen Testament erwaehnt wird sowie die Kirche – und nicht die Bibel! – als die Saeule der Wahrheit bezeichnet wird).

Charakteristisch fuer die “Gemeinden Christ” – ebenso wie fuer die meisten “bibeltreuen” Christen: das sogenannte “Proof Texting”. Hierfuer nimmt man – wenngleich auch mit den besten Absichten – voellig aus dem Zusammenhang gerissene Bibelverse und versucht so, die eigene Position zu untermauern. Wenn man derartige Abhandlungen liest, finden sich etwa hinter vielen Saetzen Aufzaehlungen verschiedener neutestamentlicher Bibelverse. In Diskussionen mit Christen anderer Gemeinden – besonders Katholiken! – werden so mit Argumenten wie “du sollst niemanden Vater nennen” das Papsttum angegriffen, ohne dabei die Argumente der “Gegenseite” anzuhoeren sowie ohne die Grundregeln jeglicher Bibelauslegung zu beachten: an wen richten sich die jeweiligen Briefe eigentlich und was bedeutet diese Erkenntnis fuer die Auslegung? In welchem geschichtlichen Kontext wurden sie geschrieben? In welchem Kontext stehen sie eigentlich und worum geht es hier aktuell? Wie lautet der Text im Original? Da die Apostel und nicht zuletzt Jesus selbst Juden waren und sich einige Texte direkt an die Juden richten, ist auch ein Verstaendnis um juedische Traditionen, Bibelverstaendnisse, Feste und kulturelle Hintergruende unerlaesslich (das Herrenmahl inklusive der Kreuzigung und Auferstehung ist ohne eines grundlegenden Verstaendnisses des juedischen Pessach-Mahles etwa nicht zu verstehen).

Die zehn Gebote werden abgelehnt, da mit Jesus ja sozusagen ein “neues” Gesetz gekommen ist – Er kam ja, um das Gesetz zu erfuellen. Auch hier ein falsches Verstaendnis biblischer Verse. Nicht umsonst warnt uns eben dieses Neue Testament, Bibelverse eigenmaechtig und nach eigenem Gutduenken auszulegen und verweist uns immer wieder auf das kirchliche Lehramt und die kirchlichen Autoritaeten!

Wie viele andere Gemeinden beschraenkt man sich fast ausschliesslich auf das Neue Testament. Man hat das Gefuehl, als wuerde es zwei Bibeln und zwei Goetter geben. Nicht zuletzt Jesu selbst hat sich immer wieder auf das Alte Testament berufen und bei genauerer Bibelkenntnis erkennt man auch schnell, dass fast jedes neutestamentliche Kapitel seine Urspruenge im Alten Testament hat und teilweise direkt daraus zitiert (fuer weitere Informationen hierzu verweise ich auf die Veroeffentlichungen des meiner Meinung nach groessten zetigenoessischen Theologen: Prof. Dr. Scott Hahn).

Seltsamerweise wird so gut wie nie aus den Schriften der fruehen Kirchenvaeter gelesen – und wenn doch, versucht man deren Schriften so gut wie irgend moeglich fuer die eigenen Theorien auszulegen (was natuerlich nicht gelingen kann). Dies umso unverstaendlicher, als man sich immer darauf beruft, das “Urchristentum” wiederherstellen zu wollen – in voelliger Missachtung der neutestamentlichen Aussagen selbst, dass die Kirche gleich einem Senfkorn wachsen muss (aber immer doch noch diesem Senfkorn entwachsen ist!) und nicht in einem “Urzustand” eingefroren werden darf.

Die “Gemeinden Christi” lehnen alles ab, was sie nicht im Neuen Testament zu finden glauben. Die Verwendung von Weihrauch gehoert etwa dazu, obwohl sich dies sowohl im Alten Testament (z. B. Maleachi 1, 11) wie im Neuen Testament (z. B. Offb 5, 8) findet, also keine “Erfindung” der Katholischen Kirche ist.

Innerhalb der “Gemeinden Christi” gibt es mittlerweile viele verschiedene Stroemungen – von eher liberalen Gemeinden und einzelnen Gliedern, die etwa auch Musik befuerworten bis hin zu ultrakonservativen Gemeinden, die mehr mit der Form als mit dem Inhalt beschaeftig sind und voellig vergessen zu haben scheinen, worum es dem Christentum eigentlich geht.

Charakteristisch fuer viele “Gemeinden Christi” ist auch die Abschottung nach aussen – ebenso im Widerspruch zum biblischen Auftrag. So haben “Gemeinden Christi” auch erhebliche Probleme, neue Glieder zu finden, also zu evangelisieren. Dies geschieht dann meist durch Vortraege, zu denen Menschen von “aussen” eingeladen werden, oder durch amerikanische Missionare, die fuer einige Wochen oder Monate kommen und in besten Absichten aber meist unter voelliger Unkenntnis der deutschen Sprache und Kultur missionieren oder evangelisieren wollen (etwa durch kostenlosen Englischunterricht).

Weltweit gibt es mittlerweile in vielen Laendern “Gemeinden Christi”. Da keine Zaehlungen existieren, kann man nur die Zahlen der Glieder weltweit schaetzen. Vier Millionen duerfte hier in etwa hinkommen.

Ebenso charakteristisch fuer “Gemeinden Christi” ist eine starke antikatholische Haltung. Allerdings gibt man sich selten die Muehe, nachzufragen, was Katholiken wirklich glauben und warum sie es glauben. Umso erstaunter sind die “Gemeinden Christi” aber, wenn einzelne Glieder die Gemeinde verlassen und zur Katholischen Kirche zurueckkehren oder konvertieren. Inzwischen gibt es schon Literatur von solchen “Aussteigern” und auch schon Homepages (siehe unten).

Schliesslich haben die “Gemeinden Christi” ein Problem, das sie mit vielen anderen freikirchlichen Gemeinden teilen (und das letztlich auf das Prinzip “sola scriptura” zurueckzufuehren ist): die laufende Abspaltung in andere Gemeinde aufgrund verschiedener Auffassungen, wie die Bibel nun auszulegen ist und wie eine Gemeinde auszusehen hat) sowie die hohe Fluktuation ihrer Glieder (also das staendige Kommen und Gehen, wobei das Gehen meist ueberwiegt).


Wer nun denkt, ich will nun die “Gemeinden Christi” einfach nur schlecht machen, irrt sich gewaltig. Ich habe hier viel gefunden, von dem sich die Katholische Kirche (als Ganze wie ihre einzelnen Glieder) eine Scheibe abschneiden koennte: ein konsequentes Leben des christlichen Glaubens auch und gerade im Alltag (wenngleich auch hier bei naeherem Hinsehen nicht alles Gold ist, was glaenzt und man oft erschrocken ist, wie einzelne Glieder nach Jahrzehnten gemeinsamen Bibellesens miteinander umgehen koennen!), ein solidarisches Miteinander (wer Hilfe braucht, dem wird bereitwillig und gerne geholfen!), ein aktives und lebendiges Gemeindeleben, die Bereitschaft, fuer die Verbreitung des christlichen Glaubens grosse persoenliche Opfer zu bringen und auch ins Ausland zu gehen, das regelmaessige Bibellesen (gemeinsam wie einzeln, wobei das Lesen dem qualifizierten Studium meist ueberwiegt), die Suche nach der “Wahrheit”, also nach dem, was Gott wirklich von uns will und die Bereitschaft, den christlichen Glauben nicht als eine gelegentliche Sonntagsveranstaltung, sondern als ein lebenslange Bindung und Verpflichtung zu begreifen.

Ich sehe die Glieder der “Gemeinden Christi” weiter als meine Brueder und Schwestern. Dort durfte ich wunderbare Christinnen und Christen kennenlernen und bin dafuer auch zutiefst dankbar.

Gleichwohl kann ich mir die Vorstellung nicht verkneifen, was denn wohl waere, wenn all diese wunderbaren Menschen zurueck zum “Mutterschiff” - zur Katholischen Kirche – finden und all ihre grossartigen Gaben und Erfahrungen mitbringen und damit die ganze Welt mit dem Feuer des Glaubens anzuenden wuerden!

Und so unsinnig das manchen erscheinen mag, genau dazu rufe ich meine Brueder und Schwestern in den “Gemeinden Christi” auf:

Kommt zurueck nach Hause!

Come back home to Rome!

Robert Gollwitzer

 

Das "Urchristentum"

Unsere Kirche will das Urchristentum wiederherstellen – und nicht dem Christentum nachfolgen, das die Katholische Kirche aufgebaut hat!

 

Zu diesem “Restoration Movement” lassen sich viele Gemeinden zaehlen. Die Puritaner etwa oder die Baptisten in ihren fruehen Tagen. Die Gemeinden Christi oder die Disciples of Christ.

Protestanten berufen sich dabei eher auf das erste Jahrhundert, Anglikaner auf die ersten vier Jahrhunderte und Orthodoxe auf die ersten acht Jahrhunderte. Viele der amerikanischen Mega-Churches berufen sich auf die Gemeinde des zweiten Kapitels der Apostelgeschichte. Sie alle wollen jedoch das wahre Evangelium “wiederherstellen” – und zwar gemaess der Periode, auf die sie sich berufen.

Alle jedoch fuehren an, die Kirche haette die wahre und reine Lehre verlassen. Alle wollen Jahrhunderte von “falschen Lehren” loeschen, indem sie sich nur auf die Bibel berufen.

 

Die “wahre Kirche” haette fuer einige Jahre – bzw. Jahrzehnte oder Jahrhunderte, je nach Darstellung – bestanden und waere dann von falschen Lehrern in die Irre gefuehrt worden.

 

Manche fuehren dann an, irgendwo haette die “wahre Kirche” noch einige Anhaenger gehabt. Andere wieder behaupten, dass die gesamte Kirche abgefallen sei und erst zu einem Zeitpunkt in der fernen Zukunft – ueber tausend Jahre spaeter - wieder einige Christen zurueck zum “wahren Glauben” gefunden haetten.

 

Solche wilden Theorien sind aber zutiefst unbiblisch.

 

Gehen wir etwas zurueck in der Zeit. Was sagt die Bibel ueber die Kirche Jesu Christi?

 

Lesen wir etwa Daniel 2:44: “Zur Zeit jener Koenige wird aber der Gott des Himmels ein Reich errichten, das in Ewigkeit nicht untergeht; dieses Reich wird er keinem anderen Volk ueberlassen. Es wird alle jenen Reiche zermalmen und endgueltig vernichten; es selbst aber wird in alle Ewigkeit bestehen.” (Einheitsuebersetzung).

 

Etwas frueher, im selben Kontext, wird das Koenigreich des Messias mit einem Stein verglichen , von dem es heisst, er “wurde zu einem grossen Berg und erfuellte die ganze Erde.” (Daniel 2, 35 – Einheitsuebersetzung).

 

Diese Verse werden allgemein als eine Prophezeiung hinsichtlich der Kirche verstanden.

 

Die Kirche des Neuen Testaments steht ausserdem in voller Harmonie mit der Prophezeiung Daniels. In Mt 13, 31-32 etwa wird das Himmelreich mit einem Senfkorn verglichen, das groesser als alle anderen Gewaechse wird und die Voegel des Himmels in seinen Zweigen nisten laesst. Auch hier ein allgemein anerkannter Hinweis auf die Kirche. Zwar ist diese nicht das Koenigreich / Himmelreich selbst, wohl aber traegt es dieses in sich und wird eines Tages seine Vollendung finden.

 

Ein Koenigreich also, das wachsen und die ganze Welt erobern wuerde! Das passt aber so gar nicht zu oben genannten Theorien vom verschwundenen bzw. versteckten “wahren” Christentum!

 

Wie wir eben schon gehoert haben, sprach Jesus vom Koenigreich als einem Senfkorn, das ueber alles andere hinaus waechst. Ferner verglich er es mit Sauerteig, der unter Mehl gemischt wird, bis das Ganze durchsaeuert ist (Mt 13, 33).  Schliesslich sagte Er, dass er Seine Kirche auf den Felsen (Petrus) bauen werde und die Maechte der Unterwelt sie nicht ueberwaeltigen werden (Mt 16, 18). In 1 Tim 3, 15 nennt Paulus die Kirche “die Saeule und das Fundament der Wahrheit”. “Die Fuersten und Gewalten des himmlichen Bereichs” sollen “durch die Kirche Kenntnis erhalten von der vielfaeltigen Weisheit Gottes” (Eph 3, 10 – Einheitsuebersetzung). In Johannes 17, 20-21 lesen wir, dass alle eins sein sollen, damit die Welt glaubt, dass Jesus von Gott Vater gesandt wurde. Die Einheit der Kirche ist also ein wesentlicher Punkt. Die letzten Worte Jesu vor Seiner Himmelfahrt lesen wir in Apg 1, 8: “ihr werdet meine Zeugen sein (…) bis an die Grenzen der Erde.” (Einheitsuebersetzung). In Mt 28, 20 versichert Jesus den Aposteln: “Ich bin bei Euch alle Tage bis zum Ende der Welt.” (Einheitsuebersetzung).

 

Hoert sich das etwa wie ein Koenigreich an, dessen Bestimmung es ist, zu fallen? Soll  Jesus wirklich Seine Kirche gegruendet und dort Wunder gewirkt haben – und dann ist diese Kirche angeblich ueber tausend Jahre lang “vom Glauben abgefallen”? Evangelikale und Fundamentalisten vertreten zumeist die Ansicht, Jesus habe die Kirche  gebraucht, um ein Buch zu schreiben – und dann habe Er aufgehoert, mit und in der Kirche zu wirken. Sie wuerden es zwar nie  so ausdruecken, aber einschlussweise ist es in ihrer Theologie enthalten.

 

Ja, im Neuen Testament ist von falschen Lehrern die Rede, keineswegs aber in dem Sinne, dass das ganze Schiff damit untergeht. Christus hatte einen Plan fuer Seine Kirche, und kein Feind – komme er nun von aussen oder innen – wuerde diesen Plan und die Kirche als ganze jemals gefaehrden. Diese Warnungen vor falschen Lehrern sprachen im Uebrigen immer eine ganz bestimmte Sorge an, die sich gut aus dem Kontext erkennen laesst.

 

Ja, viele falsche Prediger kamen im Laufe der Kirchengeschichte und viele Menschen fielen vom Glauben ab – aber die Kirche als Ganze marschierte weiter. Und sie marschiert noch immer – seid 2.000 Jahren! Sie hat vieles durchmachen muessen und viele Anfeindungen ertragen, aber sie steht noch immer wie ein Fels in der Brandung – und nichts konnte sie ueberwinden!

 

Manche geben auch an, dass die ersten Christen ja auf die Bibel als solche verzichten mussten, da der biblische Kanon ja noch nicht existierte und selbst danach kaum Bibeln existierten, da die Buchpresse erst im 15. Jahrhundert erfunden wurde.

 

Lesen wir Apg 17, 30-31: “Gott, der ueber die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat, laesst jetzt den Menschen verkuenden, dass ueberall alle umkehren sollen. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird, durch einen Mann, den er dazu bestimmt und vor allen Menschen dadurch ausgewiesen hat, dass er ihn von den Toten auferweckte.” (Einheitsuebersetzung).

 

Unwissenheit ist keine Ausrede mehr. Das Licht ist in die Welt gekommen! Das Koenigreich Gottes ist gekommen! “Und in seinem Namen wird man allen Voelkern, angefangen in Jerusalem, verkuenden, sie sollen umkehren, damit ihre Suenden vergeben werden.” (Lk 24, 47 – Einheitsuebersetzung).

 

Damit diese Botschaft aber verkuendet werden konnte, bedurfte es Botschafter. Ohne dass die Kirche aber gewachsen und derart lebendig gewesen waere, haette sie nie eine solche Verbreitung gefunden und die Frohe Botschaft noch in den entlegensten Teilen der Erde verkuenden koennen! Die Vorstellung, die “wahre Kirche” haette ueber 1.000 Jahre lang nur im Verborgenen existiert, ist also mit der Bibel selbst unvereinbar! Jesus Christus, Sohn Gottes, ist nicht am Kreuz gestorben, um Seine Plaene von einigen unzulaenglichen Menschen zunichte machen zu lassen!

 

Warum gibt es dann soviele unterschiedliche Sichtweisen der Kirchengeschichte?

 

Nun, dies hat sehr viel mit dem Prinzip “sola scriptura” (“allein die Bibel”) zu tun. Menschen haben die Bibel eigenmaechtig interpretiert und sind so zu einem Bild gekommen, wie die “wahre” Kirche ihrer Meinung nach auszusehen hat. Da sie eine derartige Kirche aber nirgendwo ausmachen konnten, entwickelten sie eine Theorie, die angab, die gesamte Kirche sei fuer lange Zeit vom Glauben abgefallen – und zwar so lange, bis die “wahre” Kirche (die den persoenlichen Vorstellungen und persoenlichen Bibelinterpretationen entsprach) “wiederhergestellt” wurde.

 

Eine Theorie allerdings, entwickelt von sogenannten “bibeltreuen” Christen, die jeglicher biblischen Grundlage entbehrte – ganz im Gegenteil sogar den klaren Aussagen der Bibel widersprach.

 

Unter dem Strich ist die einzige Kirche, die seit Jesu Zeiten in apostolischer Nachfolge existierte und somit ihre Urspruenge lueckenlos bis zu den Aposteln zurueckverfolgen kann, die Katholische Kirche.

 

Alle (!) anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften sind – auch wenn sie dies noch so vehement leugnen – Ableger und somit Abspaltungen (von der Bibel klar verurteilt!) der Katholischen Kirche.

 

Die “wahre” Kirche, so wie einige evangelikale, fundamentalistische und protestantische Christen sich das vorstellen, gab es vor dem 16. Jh. nur in ihrer Einbildung.

 

Daran aendert auch die Tatsache nichts, dass man – nachtraeglich! – die Rechtfertigung der eigenen Kirche in das Neue Testament hineininterpretiert oder sich nach diversen Bibelversen nennt (“Gemeinde Christi” usw.). Hier versucht man fast verzweifelt etwas in die Bibel hineinzulesen, was nie dort stand. Auch der Versuch, haeretische Sekten und Splittergruppen aus der Kirchengeschichte mit der eigenen Kirche des 21. Jahrhunderts in Verbindung zu bringen und somit belegen zu wollen, dass die “wahre” Kirche ja immer im Untergrund existierte und von der Katholischen Kirche verfolgt wurde, hoert sich mehr nach einer schlechten Kinovorlage an denn nach historischen Fakten. Die haeretischen Sekten und Splittergruppen mit heutigen evangelikalen, fundamentalistischen und protestantischen Gemeinden vergleichen zu wollen, ist ganz einfach Unsinn.

 

Allein die Schriften der Kirchenvaeter aus dem ersten, zweiten und dritten Jahrundert sind sowohl in Glaube wie in Praxis eindeutig katholisch. Die fruehe Kirche, die manche heute gerne wiederherstellen moechten, glaubte fest an Glaubenswahrheiten wie die Kindertaufe, die koerperliche Gegenwart Christi in der Eucharistie, die herausragende Stellung und das Primat des Bischofs von Rom (kurz: das Papsttum), die Gemeinschaft der Heiligen und das Fegefeuer.

 

Ja, das Neue Testament warnt uns vor falschen Propheten und Irrlehren, es verspricht uns aber auch, dass die Kirche Jesu Christi nie untergehen wird. Die “Wiederherstellungstheorie”, die einschlussweise entweder ein voelliges Abfallen vom Glauben oder ein “Untergrunddasein” der “wahren” Kirche behauptet, ist somit also eine Theorie, die den Wahrheiten der Bibel klar widerspricht.

 

Das Neue Testament hat die Kirche Jesu Christi immer als eine sichtbare Einheit dargestellt – mit einer ebenso sichtbaren Hierarchie.

 

Wer also wirklich “bibeltreu” sein will, sollte an der Kirche festhalten, die Jesus selbst begruendet hat. Die Kirche, die ihre apostolische Nachfolge bis zu den Zeiten der Apostel zurueckverfolgen kann. Die Kirche, in deren Gottesdienst mehr biblische Elemente vorkommen als in jeder anderen Gemeinde. Die Kirche, die in ihrem Gottesdienst die Glaebigen in einem 3-Jahreszyklus durch das gesamte Alte und Neue Testament fuehrt (und somit mehr Bibellesungen in einem Gottesdienst hat als wohl jede andere Gemeinde haben duerfte und die Themenauswahl fuer die wochentlichen Predigten auch nicht dem persoenlichen Geschmack des Predigers ueberlaesst). Die Kirche schliesslich, die sich an die Weisung gehalten hat, die Jesus Seinen Aposteln – und damit ihren Nachfolgern durch apostolische Nachfolge mittels Handauflegung – gegeben hat und in der noch heute in jeder Messe ein Priester die Heilige Wandlung vollzieht und wir somit Jesu Fleisch essen und Sein Blut trinken koennen. Gerade da, wo es am wichtigsten ist, scheinen “bibeltreue” Christen die Bibel nicht woertlich zu nehmen!

 

Ich will hiermit Christinnen und Christen anderer Glaubensrichtungen keineswegs schlecht machen. Allerdings moechte ich sie durchaus auffordern, einmal ueber das eigene Glaubens- und Kirchenverstaendnis nachzudenken.

 

Nur um der Diskussion willen: stellt euch doch einmal vor, die Katholische Kirche hat recht und die Aussagen der Bibel sind tatsaechlich so zu nehmen, wie sie dort stehen und von der Kirche immer so verstanden werden: es gibt nur eine Kirche, denn eine Kirche, die gespalten ist, kann nicht mehr das Licht fuer die Welt sein und hat ihre Kraft verloren. Dieser Kirche steht ein Bischof als erster unter den Bischoefen vor, um das Schiff der Glaubigen in Jesu Namen sicher zu steuern. Diese Kirche hat tatsaechlich die apostolische Sukzession und dort koennen wir wirklich Jesus selbst in Fleisch und Blut zu uns nehmen sowie von den Priestern in Seinem Namen die Vergebung unserer Suenden erhalten!

 

Was waere dann?

 

 

 

(Quelle: u.a. Bruce Sullivan, Christ in His Fullness. A Protestant Minister discovers the fullness of Christ in the Catholic Church. CHResources, Ohio, USA, 2007 – a registered trademark of the Coming Home Network International, Inc.).

 

IT IS NOT ME, IT IS YOU! Reasons why I left the Churches of Christ.

By Gary Cummings


In 1965, while searching for the True Church, I found the Churches of Christ and joined them. They convinced me they were the True Church because they had a Scripture for each of their beliefs. I bought the "5 steps of Salvation" and the "5 Acts of worship" and the "New Testament Pattern 100%.

My first two years in the COC was one of spiritual growth as I was able to study the Bible for the first time at a college level. I dated a COC young woman, and was committed to the the "Restoring New Testament Christianity" vision of the Churches of Christ.

There were some preliminary nicks in the COC edifice for me:
(1) Blatant and covert racism , (2) Approval of the genocide of the American Indians, and (3) approval of the Vietnam War and war in general.

I found the COC no different than the rest of Southern racist society when it came to racial prejudice. The COC history teachers I had (with the exception of a few) taught a propaganda history of the United States. I did become a pacifist in 1967. I was shocked at the approval of the Churches of Christ for the Vietnam War in 1970.My question was "How could they be the True Church if they were for the Vietnam War? " I then found out that many early members of the COC were pacifists, as well as the two main founders of the Disciples of Christ: Stone and Campbell.. I almost left the COC in 1968 over this very issue, and wish that I had done so now.

In 1970 I was a minister of the Church of Christ (Non-Sunday School) in Colorado. I preached a sermon against Christians going to war in general. This split the church. My then COC wife (raised in the NI COC) was upset about this, as well as her parents. I was counseled by the chief elder to stop such preaching. I prayed long and hard about this. In March of 1970, I resigned for the ministry and volunteered to do !-AO Alternative Service. This caused me to be viciously attacked by my wife and COC family. I year later, I quit the Churches of Christ. I had suspicions there were other viable reasons I had for leaving, which I was not aware of at the time.. The second big reason for my leaving was the wholesale ignorance and outright false teaching about the Holy Spirit by the COC: (1) The Holy Spirit was a force or power of God, (2) The Holy Spirit was not God, (3) The Holy Spirit ONLY worked through the text of the Bible, (4) The Holy Spirit did not indwell the heart of the believer at the moment of faith in Jesus, and (5) The gifts of the Holy Spirit (Charismata) had ceased. This is the second BIG nail in the COC coffin which insured I would never go back to the COC.

Since then there have been many other discoveries as to the wisdom of my leaving the COC: The COC is wrong about their own church history that they were founded in 33 AD, the COC is wrong about the doctrine of the Trinity (historically, they did not start as a Trinitarian Church).. The COC is wrong about what the New Testament is (to them , it is the pages of the New Testament, and not a covenant between God and humanity), The COC is wrong in that they believe they are not a denomination. I could write pages about this stinker. The COC is wrong about acapella music being the only approved means of worshiping God in song. The NT if full of imagery of instruments in worship. Even Paul mentioned flutes and harps in one of his epistles. The COC is wrong that the "only approved name" for the Church Jesus started is "The Church of Christ or Churches of Christ". The COC is wrong for their use of selective cherry-picking of Scriptures out of context to prove their identity and truthfulness of their sectarian/cultic assertions.

So, my message to the Churches of Christ is: IT IS YOU AND NOT ME as the reason I left the Churches of Christ. You are an unbiblical church and are noting more than a cult.. Good riddance to you, and may your religious movement decompose in the trashheap of religious history.


Auf der Suche nach der Wahrheit...

Manchmal hoert man in Gemeinden Christi den Satz „Wir suchen ja nur nach der Wahrheit". Hiermit will man angeben, man gehoere keiner bestimmten Denomination an, sondern sei eben einfach Christ auf der Suche nach eben dieser Wahrheit Gottes. So weit, so gut. Das Problem hierbei: ebenso wie Glieder anderer Gemeinden sich hinsichtlich dieser Wahrheit irren koennen, koennen das auch Glieder der Gemeinden Christi. Insofern sollte man sich doch nicht Argumenten von Christen anderer Glaubensrichtungen von vorneherein verschliessen, will man diesem Anspruch wirklich gerecht werden. Wir behaupten nun, die volle Wahrheit sei in der Katholischen Kirche zu finden. Das mag sich nun fuer Glieder der Gemeinden Christi laecherlich anhoeren, aber sollte man diese Behauptung nicht einfach vorurteilsfrei pruefen, will man oben genannten Anspruch gerecht werden?

Nun haben aber gerade die Brueder und Schwestern, die seit langem – vielleicht seit Jahrzehnten – in einer Gemeinde Christi gelebt und gedient haben, zwei Probleme: zum einen ist es schon aus menschlicher Sicht enorm schwierig, Pfade, die man immer wieder gegangen ist, zu verlassen und wenigstens zu versuchen, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Seit Jahrzehnten hat man nun dieselben Argumente gehoert, dieselben Bibelverse als Begruendung fuer die eigenen Thesen zitiert, dieselbe Meinung vertreten. Muss es deshalb aber richtig sein? Und daraus ergibt sich das zweite Problem – nicht weniger verstaendlich aus menschlicher Sicht: es ist unglaublich schwer, in Betracht zu ziehen, dass man sich nicht nur selbst Jahrzehnte lang – und wenn auch nur in einem einzigem Punkt! – geirrt hat, sondern auch anderen eine eventuell falsche Meinung gelehrt hat! So verstaendlich das aber auch sein mag, so unerlaesslich ist es fuer einen aufrichtigen Christen, die Wahrheit zu verkuenden – und nicht seine persoenliche Meinung. Noch dazu ist die Vorstellung, dass ausgerechnet die Katholische Kirche, die man so lange mit schon auswendig gelernten „Argumenten" bekaempft hat, recht haben koennte, fuer die meisten Glieder Christi absolut unvorstellbar.

Ein Beispiel dafuer, dass man sich in beinahe unehrenhafter Weise einer ehrlichen Suche nach der Wahrheit verschliesst: in manchen Gemeinden findet man etwa Faltblaetter, auf deren Titelblatt der Satz steht: „Was die Bibel zum Thema Kindertaufe sagt". Oeffnet man das Faltblatt, findet man eine leere Seite. Das ist aus menschlicher Sicht einfach nicht anstaendig (hier hat man sich noch nicht einmal die Muehe gemacht, nachzufragen, warum Katholiken glauben, was sie glauben) und im Sinne der „Suche nach der Wahrheit" ein Rueckschritt.

Ein anderes Beispiel: als in meiner oertlichen Gemeinde Christi bekannt wurde, dass ich zurueck zur Katholischen Kirche gehen wuerde, fragte mich ein Bruder, ob ich denn wirklich alles glauben wuerde, was die Katholische Kirche so lehrt (als ob es in Ordnung waere, ein paar Dinge zu glauben, andere aber nicht). Meine offene Bejahung dieser Frage fuehrte zu einem voellig unverstaendigen Blick. Wie kann man nur? Auf die Frage nach dem Papstttum und ob ich auch daran glaube, bejahte ich ebenfalls. Daraufhin wurde auf ein Faltblatt der Gemeinde Christi gedeutet und ob ich dieses nicht gelesen haette. Ich hatte Schwierigkeiten, mich zu beherrschen. Nun gestehe ich den Geschwistern dort bestimmt eine aufrichtige Liebe zum Herrn zu. Aber von jemanden, der selbst Jahrzehnte gelehrt und „Argumente" auswendig nur so runter rattern kann, als „Begruendung" seiner Gegenargumente zum Papsttum den Hinweis auf ein Faltblatt zu bekommen, ist schon ein Armutszeugnis (ebenso haette ich auch umfangreiche Literatur hierzu von katholischer Seite nennen koennen, aber es bringt manchmal wenig, argumentieren zu wollen, wenn man das Gefuehl hat, gegen eine Wand zu sprechen.).

Auch hier fehlt mir die offene und unvoreingenommene „Suche nach der Wahrheit". Was glauben Katholiken und warum glauben sie es? Und ich spreche hier nicht von Quellen aus dritter Hand – von dem, was andere ueber Katholiken schreiben. Ich spreche von dem, was die Katholische Kirche selbst und hochoffiziell dazu sagt. Gerade Gliedern der Gemeinden Christi kann ich hierzu nur das umfangreiche Material von Prof. Dr. Scott Hahn (fuer mich der groesste lebende Theologe) oder auch Karl Keating („Catholicism and Fundamentalism") empfehlen.

Ein weiteres Beispiel aus meiner damaligen Gemeinde Christi (sinngemaess): „Katholiken glauben, dass Jesus im Tabernakel wohnt. Deshalb sind sie anstaendig, wenn sie in der Kirche sind und das Licht dort brennt. Sobald sie aber wieder die Kirche verlassen, benehmen sie sich wie sonst auch und tun und lassen, was sie wollen." Das ist nicht nur kompletter Unsinn, es zeugt auch von voelliger Unkenntnis der katholischen Lehre wie der biblischen Grundlagen hierfuer. Natuerlich glauben wir an die leibliche Gegenwart Christi in Brot und Wein, so wie es auch die Bibel sagt – und das Licht soll uns daran erinnern! Genau deshalb verneigen wir uns auch vor dem Tabernakel oder knien davor. Das heisst aber nicht, dass wir „die Sau rauslassen", sobald wir die Kirche verlassen. Ganz im Gegenteil! Gerade weil wir Jesu Fleisch essen und Sein Blut trinken, wollen wir die Frohe Botschaft auch in die Welt tragen!

Katholiken fuehlen sich oft erschlagen, wenn sie mit Gliedern der Gemeinde Christi diskutieren. Letztere liefern reihenweise „Argumente" gegen die eigenen Glaubensueberzeugungen und wissen auch auswendig die biblischen „Belege" hierfuer. Schnell sieht es dann so aus, als ob die dummen Katholiken die Bibel nicht kennen. Umso ueberraschender sind dann Glieder der Gemeinden Christi, wenn sie auf Katholiken treffen, die durchaus ihren Glauben verteidigen und begruenden koennen – und das auswendig gelernte Argumentationsgeruest der Glieder der Gemeinden Christi so schnell ins Wanken bringen. Hierbei sei aber nochmals angemerkt: es darf Katholiken niemals darum gehen, andere in einer Diskussion mit den „schlaueren" Argumenten „niederzumachen". Die Diskussion zu „gewinnen". Glieder der Gemeinden Christi sind unsere Brueder und Schwestern – wenngleich auch in noch unvollkommener Gemeinschaft. Geistiger Hochmut waere eine schlimme Suende. Wir wollen sie nicht rhethorisch „fertig machen", wir wollen ihnen unseren geliebten katholischen Glauben naeher bringen. Den Glauben einer Kirche, von der wir tatsaechlich glauben, dass es die Kirche ist, die Jesus gegruendet hat!

Es gibt auch so einige Katholiken, die zu einer Gemeinde Christi uebertreten und sich hinterher fuer „Spezialisten" halten, wenn es darum geht, die Katholische Kirche anzugreifen. Nicht selten stellt man aber schnell fest, dass diese Geschwister sich leider nie wirklich damit beschaeftigt haben, was die Katholische Kirche glaubt und warum sie es glaubt. Ihr „Wissen" beruht oft nur aus persoenlichen Eindruecken und unfundierten Halbwahrheiten. Auch diesen Geschwistern gilt meine Homepage. Warum nicht einfach mal nachfragen, ob die Katholische Kirche wirklich glaubt, wovon ich glaube, dass sie es tut – und wenn ja, warum sie es glaubt!

In den Gemeinden Christi gibt es viele wunderbare Geschwister, die einen beispielhaften Einsatz zeigen, wenn es darum geht, den christlichen Glauben zu leben, Seine Botschaft zu verkuenden und Seine Kirche aufzubauen. Welch unglaublichen Reichtum sie mitbringen koennten, wenn sie zurueck in die Kirche finden wuerden, die Jesus selbst begruendet hat!

Ja, es ist mir durchaus bewusst, dass es fuer viele Glieder der Gemeinden Christi absolut undenkbar erscheint, ausgerechnet zur Katholischen Kirche zu konvertieren. Gemeinden Christi sind in der Regel eher sehr anti-katholisch eingestellt. Was ich mir jedoch wuenschen wuerde, ist, dass meine Geschwister aus den Gemeinden Christi sich wenigstens einmal offenen Herzens mit dem beschaeftigen wuerden, was Katholiken glauben – und warum sie es glauben. Der Suche nach der Wahrheit willen.

Fuer manch einen bin ich wohl „vom Glauben abgefallen", nun da ich zurueck in der Kirche bin, in der ich auch aufgewachsen bin. Fuer Glieder der Gemeinden Christi ist die Katholische Kirche aber eine falsche Kirche mit falschen Lehren – und will man nicht seine Erloesung verlieren, sollte man schnellstens diese Kirche verlassen. Die Verehrung der heiligen Mutter Gottes, die Kindstaufe, das Papsttum, das Fegefeuer, die katholische Liturgie, die Sakramente, die Beichte – all das sind Dinge, die Glieder der Gemeinden Christi in der Regel zutiefst ablehnen. Alles Erfindungen der Katholischen Kirche und damit Goetzendienst.

Verlaesst ein Glied der Gemeinden Christi die Familie und will zum Katholizismus konvertieren oder zurueckkehren, versuchen manchmal einige alte Geschwister, denjenigen davon abzubringen, indem sie ihn mit Argumenten, die sie irgendwo gelesen haben, davon ueberzeugen wollen, dass der katholische Glaube „unbiblisch" sei. Dreht man aber den Spiess um und weist sie darauf hin, dass so einiges an den eigenen Ueberzeugungen weder den Aussagen der Bibel noch dem „Urchristentum", das man doch wieder errichten moechte entstpricht, blocken die Betroffenen schnell ab. Was nicht sein darf, kann nicht sein. Dann lieber beim alten Bild bleiben: der ehemalige Bruder, der sich verwirren hat lassen und vom „wahren" Glauben abgefallen ist. Kurz: man erwartet vom „Aussteiger", sich mit den eigenen Argumenten auseinanderzusetzen und das mitgebrachte Material zu lesen, ist aber keineswegs bereit, dasselbe zu tun. Diskussionen sind so nicht moeglich und arten schnell in hitzige Wortgefechte aus, die keiner Seite weiterhelfen und nur den Graben vertiefen.

Und doch gibt es eben diese Katholische Kirche – im Gegensatz zu Gemeinden Christi und allen anderen christlichen Gemeinschaften – seit mittlerweile 2.000 Jahren. Auch die Kirchenvaeter (viele berufen sich ja auf das „Urchristentum") hatten zutiefst katholische Ansichten. Es gab Bischoefe und fuer die Kirche verwendete man sogar das griechische Wort „katholikos". Vor allem aber gab es nur eine Kirche (vgl. Eph 4, 3 f.). Erst im Jahr 1.054 gab es eine zweite Kirche: die orthodoxe Kirche des Ostens. Der Protestantismus kam erst 1517 auf. Seltsam, aber wahr: getrennt von der Katholischen Kirche konnte es in protestantischen Kirchen keine Einheit geben. Bis zum heutigen Tage spalten sich immer neue „Kirchen" ab.

 

Bleiben wir doch mal bei der Kirche: die Bibel ist in dieser Hinsicht ja doch recht eindeutig: es gibt einen Leib Christi, somit eine Kirche und einen Glauben. Vor Uneinigkeit und Abspaltungen wird ausdruecklich gewarnt. Damit wird aber auch gesagt, dass andere Kirchen keine Autoritaet und keine Daseinsberechtigung haben, selbst wenn sie mit noch so guten Absichten gegruendet werden! Im Neuen Testament, auf das sich die Gemeinden Christi (wie auch andere freikirchliche Gemeinschaften) immer berufen, ist immer nur von einer Kirche die Rede. Von einer koerperlich greifbaren Kirche, nicht von einem spirituellen Zusammenschluss aller moeglichen christlichen Gemeinschaften. Warum sollte man also andere Kirchen gruenden? Ja, in der Katholischen Kirche gibt es manchmal Probleme und es hat sie immer gegeben – wie wir schon im Neuen Testament nachlesen. Deshalb aber sich abzuspalten, das ist, als haette man Schnupfen und wuerde deshalb seinen Kopf abschneiden.

Gerade in Gemeinden Christi wird die Tatsache, dass es verschiedene Denominationen und keine Einheit gibt, immer als unbiblisch abgelehnt. Dabei vergisst man leider, dass man selbst eine neue Denomination gegruendet und somit das Problem noch vergroessert hat. Selbstverstaendlich geben Gemeinden Christi an, die wahre Gemeinde des Neuen Testaments zu sein – aber das tun all die mittlerweile weit ueber 30.000 Abspaltungen der einen Kirche auch. Und alle berufen sich auf die Bibel. Entweder gibt es nun zigtausend Versionen der Bibel – oder zigtausend haeretische Abspaltungen der einen Kirche, die Jesus begruendet hat.

Natuerlich behaupten die Gemeinden Christi auch, sie waeren die 33 n. Chr. Gegruendete „wahre“ Kirche. Es ist aber zweifelsfrei nachzuweisen, dass die Gemeinden Christi vor 1831 in keiner welch auch immer gearteten Form existiert haben. Sich mit fruehen haeretischen Splittergruppen identifizieren und sich auf diese berufen zu wollen, ist historisch schlichtweg Unsinn. Die damaligen Gruppen haben mit heutigen protestantischen Gemeinden nicht das geringste zu tun. Am 24. April 1981 haben sich zwei kleinere Denominationen, die presbyterianische Splittergruppe von Barton Warren Stone („The New Light Christians“) und die reformierten Baptisten von Campbell in Millersburg, Kentucky, zusammengeschlossen. Lange – sehr lange – nachdem Jesus Seine Kirche gegruendet hat.

Wie loesen die Gemeinden Christi dieses Dilemma?

Sie entwickelten die Theorie der „Restauration“. Jesus hat die Kirche begruendet. Die „Gemeinde Christi“ natuerlich. Zunaechst hielt sich diese Kirche auch an Seine Lehren, bald aber broeckelte das Ganze und fiel schrittweise vom wahren Glauben ab. Verderben und Korruption drangen in die Kirche ein. Falsche Lehren und Praktiken wurden angenommen und schliesslich fiel die Kirche insgesamt vom wahren Glauben ab. Erst dann kam die Katholische Kirche mit ihrem teuflischen Machenschaften auf die Tagesordnung. Als also Alexander Campbell ins Spiel kam, gruendete er nicht eine neue Kirche, sondern stellte die „wahre“ Kirche wieder her.

Klingt doch gut, oder? Hoert sich fast wie ein schlechter Hollywood-Schinken an. Es haette vielleicht auch tatsaechlich so geschehen koennen. Das Problem dabei: Es ist ganz einfach nicht so geschehen und dieses Szenario hoert sich fast nach einer Sekten-Mentalitaet denn nach fundiertem theologischen Wissen an – selbst wenn man davon ausgehen darf, dass die Glieder der Gemeinden Christi nur die besten Absichten haben. Jeder Mensch mit etwas theologischer Vorbildung und/oder gesundem Menschenverstand erkennnt aber schnell die Fragwuerdigkeit derartiger Theorien.

Ich gehoerte leider nicht dazu. Nun gut – leider will ich hier nicht sagen. Um es nochmals deutlich zu machen: ich bin sehr froh ueber meine Zeit in den Gemeinden Christ und ueber die wunderbaren Menschen, die ich dort getroffen habe. Auch ueber die Liebe zur Bibel und zu Jesus sowie das taegliche praktische Umsetzen ebendiesen christlichen Glaubens, von dem wir Katholikinnen und Katholiken uns wirklich etwas abschneiden koennen.

Deshalb sehe ich meine Zeit in den Gemeinden Christi auf keinen Fall als verlorene Zeit, sondern als Bereicherung. Ebenso sehe ich die Menschen dort nicht als „Haeretiker“ oder Menschen, die vom wahren Glauben abgefallen sind, sondern als Geschwister in Jesus Christus – wenngleich auch in unvollkommener Gemeinschaft.

Und es ist mein aufrichtiger Wunsch, dass wir eines Tages wieder zusammen zur einen Kirche finden. Die Geschwister, die ich in den Gemeinden Christi treffen durfte, haben wunderbare Gaben und Talente und ein enormes Feuer fuer Jesus in ihren Herzen. Welch unglaubliches Feuer wir damit in den Herzen der Menschen weltweit entzuenden koennten, wenn diese Geschwister wieder zurueck nach Rom finden wuerden – mitsamt ihren Erfahrungen und grossartigen Gaben, ihrer Liebe zum Herrn, ihrer Opferbereitschaft und ihrem Willen, den christlichen Glauben Tag fuer Tag in die Praxis umzusetzen – und dies ein Leben lang!

(Fortsetzung folgt)

 

(Quelle: u.a. Paul Garcia, We’re just searching for the truth. Journeys of Faith from the Church of Christ to the Catholic Church. Publish America, Baltimore 2005, ISBN 1-4137-5859-2)

 

Thoughts to Ponder

Die von Jesus gegruendete Kirche hat in ungebrochener Linie seit bald 2.000 Jahren existiert. Alle anderen Kirchen haben sich von ihr abgespalten. Sie sind juengeren Ursprungs und haben keinerlei goettliche Autoritaet. Wenn es einen Leib Christi und einen Glauben gibt, dann wurden alle anderen Kirchen und Gemeinschaften vielleicht mit den besten Absichten gegruendet und ebenso mit dem Willen, Gott zu gefallen, gleichwohl haben sie keinerlei Existenzberechtigung. Das mag sich hart anhoeren, ist aber die logische Konsequenz der christlichen Lehre. In Eph 3,10 lesen wir: „So sollen jetzt die Fuersten und Gewalten des himmlischen Bereichs durch die Kirche Kenntnis erhalten von der vielfaeltigen Weisheit Gottes“ (Einheitsuebersetzung). Warum also sollte man andere Kirchen gruenden wollen? Christen haben dies die ganze Zeit ueber verstanden. Ja, es gab immer wieder Haeretiker und Menschen, die Uneinigkeit in die Kirche brachten, aber sie wurden aus der Kirche vertrieben und konnten dann bereuen oder starben im Zustand der Exkommunikation.

Erst im Jahr 1054 entstand eine neue Kirche. Viele Gemeinden im Osten schlugen sich auf die Seite des Patriarchen von Konstantinopel bei einer Meinungsverschiedenheit mit dem Papst und schliesslich geschah das Undenkbare: Sie trennten sich von der Katholischen Kirche und gruendeten ihre eigene Kirche: die orthodoxe Kirche des Ostens. Anschliessend musste man fast fuenfhundert Jahre warten, bis eine dritte und dann eine vierte Kirche entstanden – gegruendet vom Augustinerpater Martin Luther und von John Calvin. So entstand 1517 der Protestantismus. Getrennt von der Katholischen Kirche aber konnten die Protestanten keine Einigkeit finden und so zersplitterten sie sich in abertausende von Einzelkirchen – und dies bis zum heutigen Tage.

Vor dem 16. Jahrhundert gab es keine solchen Denominationen. Es gab eine Katholische Kirche und seit 1054 die relativ wenigen schismatischen Christen des Ostens. Die Gemeinden Christi erkannten sehr wohl, dass diese Zersplitterung in unzaehlige Einzelkirchen falsch ist und riefen zur Einigkeit auf. Mit all dem Gerede vom Ende der Zersplitterung und dem Aufruf zur Einigkeit jedoch haben auch die Gemeinden Christ das Problem nicht geloest, sondern sogar noch zu dessen Verschlimmerung beigetragen. Um die Zersplitterung in verschiedene Denominationen zu beenden, hat Campbell seine eigene Denomination gegruendet. Und wie all die anderen zigtausend Gemeinden, behaupten auch die Gemeinden Christi, im Recht zu sein. Eine weitere rufende Stimme zur protestantischen Verwirrung hinzuzufuegen, loest ueberhaupt nichts. Nun behaupten aber die Gemeinden Christi, die Kirche zu sein, die Jesus im Jahr 33 gegruendet hat. Die Geschichte zeigt jedoch zweifelsfrei, dass die Gemeinden Christi in keiner wie auch immer gearteten Form vor 1831 existierten, als zwei kleinere Denominationen, die presbyterianische Splittergruppe von Barton Warren Stone, die „New Light Christians“ und die „Reformed Baptists“ von Campbell sich am 24.04.1831 in Millersburg, Kentucky, zusammenschlossen.

Wie aber koennen die Gemeinden Christi die wahre Kirche sein, wenn sie 1.800 Jahre zu spaet auf dem Zeitplan der Geschichte auftauchen? Um aus dieser misslichen Lage herauszukommen, entwickelten die Gemeinden Christi die Theorie von der „Restoration“, also der Wiederherstellung. Anhaenger dieser Theorie behaupten, Jesus haette die Gemeinde Christi gegruendet. Zunaechst haette sich Seine Kirche auch noch an Seine Lehre gehalten, aber bald schon fanden Korruption und Verderben Eingang in die Kirche. Die Gemeinde Christi haette falsche Doktrinen und Praktiken angenommen und sei schliesslich vom Glauben abgefallen. An ihre Stelle sei fortan ein teuflisches Machwerk getreten – die Katholische Kirche. Als Alexander Campbell seine Bewegung startete, gruendete er also keine neue Kirche, sondern stellte die alte Gemeinde Christi wieder her.

Hoert sich alles sehr logisch an. Wir interessieren uns aber nicht fuer das, was haette geschehen koennen, sondern das, was tatsaechlich geschehen ist.

Alles scheidet sich nun an der Frage, ob die Kirche vom Glauben abgefallen ist oder nicht. Diese Frage hat tatsaechlich eine enorme Bedeutung. Wenn sie naemlich abgefallen ist, dann sollte der Katholizismus tatsaechlich gemieden werden. Wenn sie aber nicht abgefallen ist – und auch diese Moeglichkeit sollten Nicht-Katholiken bei all ihren Angriffen auf die Katholische Kirche fairerweise in Betracht ziehen – dann haben all die anderen christlichen Gemeinschaften keine Existenzberechtigung und sind gerufen, zurueck zur Katholischen Kirche zu kommen. Das mag sich fuer einige sehr radikal anhoeren, ist aber ganz einfach nur die logische Schlussfolgerung oben genannter Annahme.

Ueberlegt man sich aber, dass Jesus versprochen hat, den HeiligenGeist zurueckzulassen und dass Seine Kirche bis zum Ende aller Zeiten nie untergehen wird, dann muss man zu dem Ergebnis kommen, dass die Katholische Kirche nie vom Glauben abfallen wird – und auch nicht kann!

Alle Kirchenvaeter, all die, die noch von den Aposteln gelehrt wurden, geben ein eindeutiges Zeugnis: es gab von Anfang an nur diese eine Kirche: die Katholische Kirche. Jesus lag also bei Seinem ersten Versuch richtig. Sehen wir uns Gen 49,10 an: „Nie weicht von Juda das Zepter, der Herrscherstab von seinen Fuessen, bis der kommt, dem er gehoert, dem der Gehorsam der Voelker gebuehrt.“ (Einheitsuebersetzung). Der Stamm Juda wird also ganz Israel regieren. Das wurde durch das Haus David wahr, das ja nichts anderes als der Stamm Juda war. Und vom Haus David kam der Messias, der Sein ewiges Koenigreich errichtete. Ein Koenigreich, dass zwar nicht mit der Kirche gleichzusetzen ist, aber doch seinen Ausdruck und Beginn in ihr findet. Gemaess dieser Prophezeiung wird Er ewig herrschen und die Voelker werden ewig Seine Herrschaft anerkennen! Wenn die Kirche aber vom Glauben abgefallen ist, kann dies nicht wahr sein! Wir haben nun also die Wahl: entweder fiel die Kirche nie vom Glauben ab – und damit muessen wir die Wahrheit der Katholischen Kirche akzeptieren – oder annehmen, dass die Heilige Schrift, die Bibel irrt! Lesen wir nun 2 Sam 7,12-14: „Wenn deine Tage erfuellt sind und du dich zu deinen Vaetern legst, werde ich deinen leiblichen Sohn als deinen Nachfolger einsetzen und seinem Koenigtum Bestand verleihen. Er wird fuer meinen Namen ein Haus bauen und ich werde seinem Koenigsthron ewigen Bestand verleihen. Ich will fuer ihn Vater sein und er wird fuer mich Sohn sein.“ (Einheitsuebersetzung)

Davids Sohn war Solomon, der den Tempel baute. Davids Nachkomme, der fuerimmer regieren sollte, war Jesus. Der Jesus, der das wahre Haus Gottes baute – die Kirche (1 Tim 3,15).  In 2 Sam 7,16 lesen wir: „Dein Haus und dein Koenigtum sollen durch mich auf ewig bestehen bleiben; dein Thron soll auf ewig Bestand haben.“ (Einheitsuebersetzung). Jesus wird also fuer immer herrschen und Sein Thron soll auf ewig Bestand haben! Ausser der Katholischen Kirche kann aber keine christliche Gemeinschaft ernsthaft Anspruch auf die Erfuellung dieser Prophezeiung erheben. Alle anderen Kirchen wurden nicht von Jesus selbst gegruendet - und dies erst lange, lange Zeit nach Ihm! Die von Jesus gegruendete Kirche aber „soll auf ewig Bestand haben“. Wie kann also eine Gemeinde, die erst vor 200 Jahren gegruendet wurde, die wahre Gemeinde Christi sein, die Er selbst vor 2.000 Jahren gegruendet hat und die auf ewig Bestand haben soll? Da hilft auch das Konstrukt der „Restoration“ also der „Wiederherstellung“ des Urchristentums nicht – ein Konstrukt, das selbst fuer Laien sehr durchsichtig ist und eher wie eine Verzweiflungstat als eine theologische oder gar historisch fundierte Theorie aussieht. Ein Konstrukt, das ausserdem zwar gutgemeint, aber vom wahren Urchristentum (siehe die Kirchenvaeter!) Welten entfernt ist. Keine andere Kirche kann ernsthaft den Platz der Katholischen Kirche beanspruchen. Sehen wir uns Jesaja an: „Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebaeren und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben. (...) Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fuerst des Friedens Seine Herrschaft ist gross und der Friede hat kein Ende. Seine Herrschft ist gross und der Friede hat kein Ende. Auf dem Thron Davids herrscht er ueber sein Reich; er festigt und stuetzt es durch Recht und Gerechtigkeit, jetzt und fuer alle Zeiten. Der leidenschaftliche Eifer des Herrn der Heere wird das vollbringen“ (Jes 7,14; 9,5-6 – Einheitsuebersetzung).

Der Messias wird also ueber das Haus Davids und das Koenigreich Gottes herrschen. Er wird ueber Seine Kirche herrschen. Jesaja verspricht, dass die Kirche im Laufe der Zeit bestaendig wachsen wird. Das laesst sich aber nicht mit der Theorie vereinbaren, dass die Kirche vom Glauben abfaellt und Jahrhunderte spaeter „wiederhergestellt“ wird. Auch die Tatsache, dass Gott Sein Reich „festigt und stuetzt“ „durch Recht und Gerechtigkeit, jetzt und fuer alle Zeiten“ laesst sich damit nicht vereinbaren. Zwar sind die Kirche und das Reich Gottes nicht identisch, gleichwohl aber vergegenwaertigt die Kirche das Koenigreich Gottes und macht es bereits heute erfahrbar. Wenn wir dem Wort Gottes vertrauen duerfen – und das duerfen wir sehr wohl – dann koennen wir uns darauf verlassen, dass Seine Katholische Kirche – die einzige Kirche, die es seit 2.000 Jahren gibt – immer noch von Gottes leidenschaftlichen Eifer gestuetzt wird und auch bestaendig wachsen wird.

Viele derer, die die Katholische Kirche angreifen, tun dies mit dem Vorwurf, sie habe heidnische Praktiken uebernommen. Die Kirche sei den Roemern ueberlassen worden, die sie dann verdorben haetten.

Dies steht aber in voelligem Gegensatz zu den Aussagen des Profeten Daniel. Daniel wurde vom Koenig Nebukadnezzar gerufen, um einen Traum zu deuten. In diesem Traum gibt es Geschoepfe, die vier Koenigreiche darstellen: Babylon, Persien, Griechenland und Rom. Von letzterem profezeit Daniel: „Zur Zeit jener Koenige wird aber der Gott des Himmels ein Reich errichten, das in Ewigkeit nicht untergeht; dieses Reich wird er keinem anderen Volk ueberlassen. Es wird alle jene Reiche zermalmen und endgueltig vernichten; es selbst aber wird in alle Ewigkeit bestehen.“ (Daniel 2,44 - Einheitsuebersetzung).

Das Reich also, das in den Tagen des roemischen Kaiserreichs von Christus durch Seine Apostel errichtet wird, wird fuer ewig Bestand haben und keineswegs den Roemern ausgeliefert werden – ganz im Gegenteil: alle anderen Reiche werden ihm ausgeliefert werden!

Sehen wir uns noch an, was Jesus zu Petrus in Mt 16,18 gesagt hat: „Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Maechte der Unterwelt werden sie nicht ueberwaeltigen.“ (Einheitsuebersetzung). Jesus bekraeftigt also die Worte der Profeten: die Kirche wird nicht untergehen! Wie sonst koennte eine von Menschen gegruendete Kirche 2.000 Jahre lang Bestand haben? „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,20 – Einheitsuebersetzung). Wie kann eine Kirche vom Glauben abfallen, wenn Jesus selbst bei Ihr ist? Gott hat versprochen, Seine Kirche zu leiten und beschuetzen. Wenn du also ein Christ bist, der Gott in einer anderen Kirche als der Katholischen Kirche anbetet, sollte dir das zu denken geben.

All dies mag sich auf den ersten Blick sehr radikal und fundamentalistisch anhoeren – es ist aber genau das, was wir im geschriebenen und im lebendigen Wort Gottes, also in der Bibel, in Jesus Christus und in Seiner Kirche seit 2.000 Jahren immer wieder bestaetigt bekommen haben! Jesus hat nicht zigtausend verschiedene Kirchen mit verschiedenen Glaubensgrundsaetzen gegruendet, auch nicht eine Kirche, die Jahrtausende im Verborgenen existiert hat und erst recht keine diffuse spirituelle Verbindung von voellig unterschiedlichen Kirchen mit noch unterschiedlicheren Ueberzeugungen – Er hat EINE Kirche gegruendet und seit den Zeiten der Profeten und bekraeftigt von Jesus wissen wir, dass diese Kirche von Gott selbst geleitet und bis ans Ende aller Zeiten bestehen wird. Es gibt nur EINE Kirche, die all diese Voraussetzungen erfuellt: die Katholische Kirche!

Warum aber an einer Kirche festhalten, die Dinge lehrt und praktiziert, die nicht in der Bibel stehen? Die Bibel ist doch das einzige Wort Gottes, das Autortiaet beanspruchen kann! Alles andere sind von Menschen gemachte Lehren und Praktiken! Und so sprechen die Gemeinden Christi, wo die Bibel spricht und schweigen, wenn die Bibel schweigt (siehe hierzu auch die Seite „Sola Scriptura“). Katholiken jedoch sehen das anders. Wir glauben, das Wort Gottes, das zuerst teilweise Moses und den Profeten offenbart wurde, schliesslich in seiner Fuelle den Aposteln an Pfingsten offenbart wurde. Lesen wir Jn 16,13: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit fuehren.“ (Einheitsuebersetzung). Der Heilige Geist kam ueber sie und offenbarte ihnen das Wort Gottes. Katholiken nennen das „Depositum Fidei“. In Judas Vers 3 lesen wir vom „Glauben, der den Heiligen ein fuer allemal anvertraut ist.“ (Einheitsuebersetzung). Katholiken glauben, dass es nach dem Tod des letzten Apostel keine oeffentliche Offenbarung mehr gab. Die Apostel haben unter der Fuehrung vom Hl. Petrus diesen Glauben in der ganzen Welt verbreitet. Und durch den Schutz des Heiligen Geistes waren die Apostel auch unfehlbar. Dies musste auch so sein, damit man sich auf ihre Lehren verlassen konnte. Christus selbst hat die ersten Apostel zu Seinen Bischoefen und Priestern geweiht. Diese wiederum haben aus den ersten maennlichen Konvertiten wuerdige Maenner ausgesucht, um Bischoefe und Priester zu weihen. Diese Bischoefe und Priester sind somit Nachfolger der Apostel. Zunaechst waren es die Apostel, die den Dipositum Fidei, also den Glaubensschatz bewahrten und lehrten und somit das Magisterium, das Lehramt inne hatten. Ihre Nachfolger hatten dann die Verantwortung, dasselbe zu tun und gaben diese Verantwortung durch die apostolische Sukzession im Rahmen der Handauflegung weiter. Somit ist auch die tausendste Generation nach den Aposteln genauso wichtig wie die erste. Und genauso wie Jesus den ersten Aposteln das Charisma der Unfehlbarkeit gab, haben dies deren Nachfolger inne. Einiges dieser Glaubenslehren wurde im Neuen Testament festgehalten, anders nicht. Das Neue Testament behandelt vor allem spezielle Probleme, die in der fruehen Kirche auftraten. Es ist weder das vollstaendige Handbuch des Glaubens noch das alleinige Wort Gottes. Das Wort Gottes ist der gesamte Glaubensschatz, ob nun in der Heiligen Schrift festgehalten oder nicht. Dieser Glaubensschatz wird vom kirchlichen Lehramt bewahrt und unfehlbar gelehrt, das in ungebrochener Linie der Nachfolge der Apostel steht. Die Doktrin der Sola Scriptura ist allerdings eine von Menschen geschaffene Doktrin, die weder von der Bibel selbst gestuetzt wird noch jemals vor Luther von Christen gelehrt wurde. Der Katholischen Kirche wird ja immer vorgeworfen, die Bibel zu verdrehen oder ihr von Menschen gemachte Praktiken oder Lehren hinzuzufuegen. Mit Sola Scriptura und Sola Fide haben Nicht-Katholiken aber genau das selbst gemacht!

In der Bibel lesen wir auch nicht, was eigentlich alles zur Heiligen Schrift dazu gehoert. Das Neue Testament etwa besteht aus 27 unterschiedlichen Schriftstuecken, geschrieben von unterschiedlichen Menschen zu unterschiedlichen Zeiten ueber verschiedene Themen. Dies waren aber nicht die einzigen Briefe, die zu apostolischen Zeiten kursierten. Es gab 50 bis 60 verschiedene Briefe, die von manchen Christen als inspiriert angesehen wurden. Menschen, die der Doktrin Sola Scriptura folgen, geben an, dass diese 27 Briefe zusammen mit dem Alten Testament die gesamte Offenbarung Gottes ausmachen. Da aber etliche Briefe im Umlauf waren, war es notwendig, eine Liste der biblischen Buecher zu machen. Diese Liste nennen wir auch den biblischen „Kanon“. Dieser Kanon findet sich aber nirgendwo in der Heiligen Schrift. Wie also wurde die Entscheidung getroffen, welche Buecher zur Bibel gehoeren, wenn man nicht auf die Bibel selbst zurueckgreifen konnte? Ein wesentlicher Schwachpunkt der Gemeinden Christi – wie vieler anderer Gemeinden. Die Konzile von Rom, Karthago und Hippo setzten den neutestamentlichen Kanon im spaeten vierten Jahrhundert fest. Glieder der Gemeinden Christ wie alle anderen Christen akzeptieren ihr Neues Testament allein aufgrund der Autoritaet der Katholischen Kirche.

 

Vor 1517 glaubte kein Christ an Sola Scriptura. Am naechsten kam dieser Theorie noch John Wycliffe, der um 1300 verkuendete, dass zwar Paepste sich irren koennen, aber keinesfalls die Heilige Schrift. Das heisst also nichts anderes, als dass 1.500 Jahre die Auffassung, dass die Bibel alleine die Autoritaet der Christen sei, dem Christentum voellig fremd war. Tatsechlich wurde diese Doktrin von Martin Luther erfunden – und von allen protestantischen Kirchen seitdem uebernommen. Kirchen, die aber schnell dabei sind, der Katholischen Kirche vorzuwerfen, sie wuerde der Bibel von Menschen gemachte Lehren hinzufuegen!

 

Campbell und Stone uebernahmen Sola Scriptura dann ebenfalls als Grundlage ihrer neuen Kirche. Eine Grundlage, die weder von der Heiligen Schrift, noch der Tradition, noch der Geschichte gestuetzt wurde. Heisst das nun, dass die zugtausend protestantische Kirchen, die heute bestehen, alle luegen? Nein. Sie uebernehmen nur einen falschen Standard, was ihre Autoritaet angeht. Die Autoritaet der Katholischen Kirche wiederum stuetzt sich sowohl auf die Bibel wie die Geschichte.

 

In der Heiligen Schrift lesen wir, dass die Apostel die ersten Priester waren. Sehen wir uns dieses katholische Priestertum etwas genauer an: Priester vergegenwaertigen Christi Opfer in der Eucharistie und erteilen im Namen Jesu Christi und Seiner Kirche die Absolution fuer unsere Suenden. Mit diesen Aposteln feierte Jesus die erste Eucharistie. “Tut dies zu meinem Gedaechtnis!“ sagt er in Lk 22,19. Jesus gewaehrte den Aposteln die Macht, Suenden zu vergeben: „Wem ihr die Suenden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“ (Jn 20,23 – Einheitsuebersetzung). So konnte Paulus im Roemerbrief 15,15-16 auch mit vollem Recht sagen: „Um euch aber einiges in Erinnerung zu rufen, habe ich euch einen teilweise sehr deutlichen Brief geschrieben. Ich tat es kraft der Gnade, die mir von Gott gegeben ist, damit ich als Diener Christi Jesu fuer die Heiden wirke und das Evangelium Gottes wie ein Priester verwalte“ (Einheitsuebersetzung).

 

Die Apostel waren aber nicht nur Priester, sie waren auch Bischoefe. So ist der Hl. Matthias dem Judas auch als Apostel nachgefolgt. Von Judas wiederum sagt der Hl. Petrus: „Sein Gehoeft soll veroeden, niemand soll darin wohnen! Und: Sein Amt soll ein anderer erhalten!“ (Apg 1,20 – Einheitsuebersetzung). Die Apostel wiederum haben treue Juenger als ihre Nachfolger ausgewaehlt. Der Hl. Clemens, der vierte Papst und eine verlaessliche Quelle, da Paulus von ihm als Mitarbeiter spricht, dessen Name im Buch des Lebens steht (Phil 4,3) bekraeftigte dies 97 n. Chr. im Brief an die Korinther.

 

Die Nachfolger der Apostel haben auch die Plicht, den Glaubensschatz der Kirche zu lehren und weiterzugeben. Der Hl. Timotheus war einer der ersten Nachfolger. Der Hl. Paulus beschreibt ihm den Prozess der apostolischen Nachfolge: „Was du vor vielen Zeugen von mir gehoert hast, das vertrau zuverlaessigen Menschen an, die faehig sind, auch andere zu lehren.“ (2 Tim 2,2 – Einheitsuebersetzung). Aehnlich verhaelt es sich mit dem Hl. Titus: „Ich habe dich in Kreta deswegen zurueckgelassen, damit du das, was noch zu tun ist, zu Ende fuehrst und in den einzelnen Staedten Aelteste einsetzt, wie ich dir aufgetragen habe.“ (Tit 1,5 – Einheitsuebersetzung).


(Quelle: Jeffrey Childers in „We’re Just Searching for Truth. Journeys of Faith from the Church of Christ to the Catholic Church.“ PublishAmerica. Baltimore 2005. Go and get it!!).


Vielerorts sind mittlerweile Gemeinden Christi mit ehemals Internationalen Gemeinden Christi verschmolzen oder die Glieder von letzterer zu ersterer gewechselt. Was erst einmal gut klingt, ist auf dem zweiten Blick nicht mehr so positiv: Die Internationalen Gemeinden Christi hatten zweifellos teilweise Sekten-ähnliche Züge. Wenn man dann beobachten konnte, dass Prediger der Internationalen Gemeinden Chrsiti teils beinahe nahtlos (zumindest in zeitlich sehr kurzen Abständen) in den Predigtdienst der traditionellen Gemeinden wechselten und dort auch seelsorgerisch tätig waren und sind, so frage ich mich, warum hier nicht sämtliche Alarm-Glocken schrillten. Mir ist bewusst, dass es vor Ort viele Gespräche miteinander und auch eine gewisse Entwicklung gab, das tut aber dem Ganzen keinen Abbruch: Ich halte es nicht für verantwortungsvoll, wie das ´manchmal gehandhabt wurde und nehme einzelnen Gliedern ihren Sinneswandel auch nicht so ohne weiteres ab. Bestenfalls machen sie sich hier vielleicht selbst etwas vor.
 

One of the absurd statements of Christian fundamentalists is that Christians should not get involved in politics (anyway the end is near, so why even bother?). Politics is nothing else than the organization of the common good, of society. You can and must delegate some of it, but to completely withdraw from politics is just as impossible and irresponsible for a Christan than paying somebody else to love your neighbor. To state that "Jesus never got involved in election campains" is a theologically and rationally absurd argument. The Bible is not a cook book. You cannot expect to find a single verse on everything there. So to think that when Jesus says or does not do something, that automatically means it is right or wrong, is beyond naive and irresponsible. You have to see the Bible and the Church traditian as a whole. There you find the sancitity of life, marriage, relationships with others and in a community, dealing with the weak and those who go astray and many more. To believe this is none of a Christian's business is a teaching of men, but not of God. It is our duty to speak out on politics as well and to stay informed about everything and voice our opinion even if it is politically not correct. Everything Jesus said and did had also politcal consequences. That does not make Him a communist revolutionary, but someone who cares. To think that you vote and then let it be up to the politicians to do their job is the exact opposite of a responsible, well-informed and caring Christian who fulfills the Great Commandment. It is not for nothing that Christian charity organizations like Caritas are very political as well and state their opinion also publicly. They do that BECAUSE they are Christians, not inspite of it.

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CHURCH OF CHRISTISM

by Gary Cummings, M.Div.


The church/ecclesia is contituted of the saved of all ages. In the Old Testament, it was called the "qahal". In the New Testament, it is the "ecclesia" or those called to faith in God through Christ. This is the church, which belongs to Christ through faith. All who have saving faith in Christ belong to Him, regardless of the church to which they belong.

The main error/heresy of the Church of Christ is "Church of Christism". The overall error is that this religious group alone constitutes the Body of Christ, and outside this church, there is no salvation.
The trouble is that there are several morphs of the Church of Christ making the same claim . They damn the other kinds of Church of Christ to Hell.

There are so many sub-errors below the main error of the Churches of Christ. These errors are: baptismal regeneration, the denial of the full deity of Jesus as God, the denial of the Trinity, the denial that the Holy Spirit is God. Clark Raulerson rightly pointed out that the rejection of the indwelling of the Holy Spirit in each believer in Christ is a focal point for so many other errors.

The multitude of other errors are: the gifts of the Holy Spirit ceased with the completion of the New Testament, there is a New Testament Pattern to which all faithful Churches of Christ must see exactly the same and obey or go to Hell, there are 5 steps +1 as a plan of salvation (hear , believe, repent, confess, be baptized, and live a faithful Christian life), that there are only 5 authorized "acts of worship" (pray,sing,give,take the Lord's Supper, and preaching),. The Churches of Christ make Acapella music a "salvation issue", and all who use instruments in worship are damned to Hell, The Churches of Christ do not believe in a literal Kingdom of God on Earth after the return on Jesus. They basically are Amillenial. The faithful just go to heaven, where they stay with Jesus.

The Churches of Christ state that they are not a denomination, but they have a long history of being led by powerful editors of their "Brotherhood" magazines. They have a network of Christian Universities and preacher training schools to produce "sound preachers". Nashville, Searcy, and Abilene have been the three main centers of power in the Churches of Christ.

The Churches of Christ claim there church started on the Day of Pentecost, 33 AD. This is an absolute lie. The Church of Christ started in 1889, and was the creation of Daniel Sommer. Later he was joined by David Lipscomb. In 1906 the US census recognized the Churches of Christ as a new church in America.

So this is the truth about the Churches of Christ. This is Church of Christism. I am sure I missed a couple of things, but think I got the main points out there. If you can add to this, please do so.


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Every now and then the question pops up: Do Muslims and Christians worship the same God? But there's an even more fundamental question that needs to be asked first, and is much more important: Do Catholics and Protestants worship the same Jesus?

The answer, stated simply: No.

Catholics and Protestants — and that includes those Protestants who don't self-identify as Protestants, like Assemblies of God and so forth — all of these do not worship the same Jesus as Catholics do. Now this kind of statement may result in apoplexy in those parts of the Church that have spent a half a century trying to gloss over the enormous differences between authentic Christianity, which is Catholicism, and heretical Christianity, which is Protestantism.

In the resistance to the status quo and the effort to recapture Catholic identity, this battle is a central one. Catholics and Protestants are opposed to each other on an incredible number of issues. As an aside, Protestants are opposed to other Protestants on an incredible number of issues — but that's another "Vortex."

Catholics need to understand this fundamental, decisive issue. There is a Catholic Jesus and a Protestant Jesus, and they are not really related, beyond the most basic things. The Protty Jesus is not really present in the Eucharist, did not establish a formal visible Church, instituted no sacraments to speak of, has given all His authority over to a book, and not really said anything about how that book is to be interpreted.

The Protty Jesus does not care about how you live your life as long as you believe on Him in some emotion-laden display — preferably in public. The Protty Jesus does not care about birth control, quite often has no real opinion on divorce and remarriage, is even sometimes silent on abortion and same-sex "marriage."

The Protty Jesus isn't even completely understood or accepted as truly divine. He rarely preaches a word about redemptive suffering or the need to reform your life and walk away from sin. He is quite often mute on the necessity of the cross. The Protty Jesus has no regard for saints, even those that died for love of Him. He doesn't even have any real regard or respect for His own mother. Protty Jesus has almost no resemblance whatsoever to Catholic Jesus, who is all these things that Protty Jesus is not.

So the question arises why so many in the Church, even leaders, would be so willing to involve themselves in and accommodate for Protty Jesus? The Church is not in the business of making up excuses for heresies. It is in the business of destroying them.

In the Catholic Church, the Eucharist is the source and summit of the Faith. In the Protestant world, the denial of the Real Presence in the Eucharist is the source and summit of their creed. The Church, the original and only one founded and established personally by the Son of God, believes in a eucharistic Jesus. The Protty Jesus has nothing to do with the Eucharist.

How can it ever be said that these two groups worship the same Jesus? Protestant worship is not true worship at all. Protestant worship offers nothing to the Father. Catholic worship offers the Son to the Father, the only pure and perfect thing that can be offered. Catholic worship is the fulfillment of the prophet Malachi, who declared from the Lord, "For from the rising of the sun to its setting, my name is great among the nations and everywhere a pure offering shall be made to my name, says the Lord" (Malachi 1:11).

The Protty Jesus cannot be the fulfilment of this prophecy because there is no manner in which this can be fulfilled. How can Protestantism, which rejects the Eucharist, offer anything by way of worship to God? The only thing pure which can be offered to God is God Himself.

Yet this fundamental understanding of God is completely lost on those who follow and believe in Protty Jesus, including most especially Church of Nice Catholics. Protty Jesus turns people away from the true Jesus. He denies them the truth of the Eucharist. He denies them the sacraments. He denies them authentic teaching. In short, he denies them the normative means for salvation.

Then why are so many Catholic leaders so content to let the façade of Protty Jesus remain unassailed? This is a horror. It has nothing to do with being nice. It has everything to do with the truth. An alternative Christ has been established by Protty-minded clerics and laity in the Church, who care more about getting along with others than they do the authentic faith. It is evil, and as Abp. Fulton Sheen said, you must hate evil in order to become holy.

Consorting with those who would sacrifice the truth of Catholicism on the altar of social acceptance and human respect is a great sin against Almighty God. It must be opposed. But in America at least, the history of appeasement and going along and accommodating error for the sake of dialogue and so forth has proven disastrous. This all flies under the banner of ecumenism but has nothing to do with ecumenism.

Simple straightforward thought here: Either the Catholic Church is established by Almighty God for the salvation of souls, outside of which there is no salvation — or it is not. If you don't believe that, like so many in the Church these days don't believe it, then have some personal integrity and self-respect and leave the Church.

Why would you belong to an organization that claims to be the only path to Heaven, when you reject that claim? Why would you belong to any organization with which you disagree on such a fundamental level? Protestantism, under the leadership of the original heretics like Luther, Calvin and Knox, created their own false Jesus. This false Jesus, this Protty Jesus, has been handed down through the centuries and treated as though it is an authentic Christ. It is not. And the acceptance of this Protty Jesus among Catholics, and/or the refusal to call him out, has done great damage to Catholic identity.

Catholics no longer understand themselves and their own identity because they have accepted another identity. Before something new can be built or constructed, demolition work must be done. First demolish that which stands in the way of the building. Then begin your construction. The failure to understand the great damage that has been brought about by Protty Jesus and the consequent unwillingness to demolish him is the thing standing in the way of of any efforts at evangelization.

How can you preach Catholic Jesus to Catholics who believe in Protty Jesus without deconstructing Protty Jesus first? As long as this spiritual insanity continues — trying to hold in balance two opposing Jesuses — there will be no turnaround, and Catholic parishes and dioceses will continue to shrivel. And the sad reality is as long as they continue to hold two opposing views at the same time, they deserve to shrivel and die on the vine.

(Source: Michael Voris, http://www.churchmilitant.com)


The Blueprint by Mark of Ex-COC Blog
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Speaking where the Bible speaks, and silent where the Bible is silent. (About 20% of Churches of Christ keep the following rules strictly.)
1. In the book and website The Thunderous Silence of God, the author argues that we are to establish whether musical instruments are authorized in worship to God by
1) apostolic command,
2) early church example, or
3) necessary inference from early church example.
This method of establishing authority is based on a mistaken premise: There must be a rulebook in the New Testament for the work, worship and organization of the local congregation.
The practice of establishing authority by command, apostolic example and necessary inference, is a doctrine that descends from the reformed Presbyterians (Alexander Campbell).
Why would one think that there has to be a rulebook for the church? Where did this idea come from? Certainly not from the New Testament. Jesus never worried about rules for worship either in the synagogue or in the coming church that he was establishing. The only teaching we have from Jesus about church life is when Jesus tells people how to draw the line on troublesome people (Matt. 18:15-17). When the woman at the well asked Jesus about where a follower of Jahweh should worship, at this mountain (as her people taught) or in Jerusalem (as the Jews taught), Jesus brushed the question off as of little importance (John 4). If Jesus was interested in congregational work and worship, why did he never ever comment on it? Jesus said quite a bit, none of it about congregational work and worship. Anyone who wants to be the church of Christ should pay attention to that fact.
2. The Reformation was popularized* by Martin Luther, who in the zeitgeist and the Holy Spirit nailed 95 objections to the church door (which was the local bulletin board) in his hometown in Germany (1517 A.D.). Luther objected to the raising of church funds by selling forgiveness--Michelangelo was painting the ceiling of the Sistine Chapel at the time. It was expensivo. The printing press had just been invented by Gutenberg in Holland. One of the first items printed were certificates for the forgiveness of sins (indulgences) that were hawked in Germany by John Tetzel (who probably wore a shiny suit and white shoes and cried on TV--but I digress).
Thomas Olbricht states that Luther's way of interpreting the scriptures was Christocentric: all theology and doctrines had to point to or originate with Christ.
Two years after Martin Luther nailed the 95 theses to the church door, a church salesman started selling indulgences in Zurich, Switzerland, which Ulrich Zwingli opposed, also nailing objections to his church door. Eventually Ulrich Zwingli opposed the Catholic view of the sacraments--believing baptism and the Lord's Supper were symbolic and covenantal (promises between man and God). He banned musical instruments from churches because they obstructed the focus on the preaching, but he encouraged lively singing. He instituted the Lord's Supper with the members sitting at a long table with wooden cups of wine and wooden platters of bread. He died defending Zurich against an attacking army sent by the Roman church.
Ulrich Zwingli was extremely influential in the churches of Scotland and England. One of Zwingli's disciples became a professor in the main seminary in England training ministers in the Church of England. Puritans (who later became the Pilgrims of America, and later the Congregational Church) followed Zwingli's teachings (as well as Calvin's).

The next generation of Reformers was John Calvin. Originally a Renaissance lawyer and the son of a lawyer, he was enamored with logic and philosophy and went about forming as logical a religion as possible. He rebelled against the earn-your-salvation view of the Roman church and emphasized our need to totally depend on God. A great admirer of Augustine (AD 430), he believed we are born so depraved that we are incapable of responding to God's call without God specifically calling each one of us. He viewed God as despotic and authoritarian: God chooses before we are born whom he will call and whom he will not. No-one can call this unfair, Calvin maintained, because, in all justice, everyone deserves to be lost and burn in hell, because we all sinned through our representative Adam. If God chooses some to be forgiven, then that is only because of God's mercy. (The other wings of Christianity: Eastern Orthodoxy and the Coptic Church, do not draw from Augustine, and do not believe in the total hereditary depravity of humans.)
John Calvin ruled Geneva, Switzerland strictly. One of Calvin's first acts was to have Michael Servetus burnt at the stake for not believing that Jesus was co-eternal with the Father. Calvin outlawed any criticism of himself or his trainees in Geneva. Some of his own relatives were hanged for adultery during his rule. People were terrified of Calvin, inspectors going from house to house, people informing on their relatives, to avoid being thought to have condoned sin. They also hated Calvin, naming their dogs after Calvin, and sometimes sicking their dogs on Calvin as he walked down the street. Calvin sheltered Protestants in Geneva when Bloody Mary, oldest daughter of Henry VIII, outlawed Protestantism in England. (Henry VIII knew that England wanted to be free from the Catholic Church, and he knew that he could get rich if he stopped sending money to Rome. His oldest daughter Mary was a staunch Catholic.) These English protestants helped elect the men to the Geneva city council that Calvin wanted, and Calvin and his church became the total ruler of Geneva. When the English protestants returned to England, they became the core of the Puritans, the Congregational Church or "free church", and the Presbyterian Church.
Thomas Olbricht states that Zwingli and Calvin's theology and way of interpreting the scriptures centered around purifying the church.
3. The Presbyterian Church arose in Scotland and northern Ireland out of John Knox's teaching. John Knox was a follower of John Calvin. By the time of Thomas and Alexander Campbell, there had been divisions in the Presbyterian Church over whether the ruler of the city (burgh) was also the ruler of the congregation (as Calvin was both spiritual and political head of Geneva). Thus the Campbells were part of the Anti-burghers (actually the Old Light Seceder Anti-burgher Presbyterian Church).
A dash of John Calvin's authoritarian rule of Geneva, a teaspoon of DesCartes, a tablespoon of Francis Bacon's logic, and a cup from the American Declaration of Independence and Voila! you have the soufflè of the Churches of Christ.
This is what Thomas H. Olbricht, a Church of Christ historian has to say:
"In determining what specific matters were to be adapted, Zwingli spoke of both the commands of Christ and biblical examples. I have not found as yet, however, a statement in which Zwingli brought the two together as a clear hermeneutic principle. Whatever the case, an English contemporary of Bullinger, Edward Dering (1540-1576), a Puritan, offered what may be one of the earliest statements on commands, examples, and inferences, in arguing for the theological importance of inferences. He insisted that conclusions based on Scripture and drawn from "proportion, or deduction, by consequence,. . . is as well the Word of God, as that which is an express commandment or example." This early expression of the tripartite formula is worth noting because this formula rose to the forefront in the middle of the twentieth century as the consensus Churches of Christ hermeneutic. (1995)
4. So what does this have to do with the hard-line Churches of Christ looking for a rulebook? Everything. The lawyer attitude of John Calvin, the ruler of Geneva, opposition to the Catholic Church's monopoly on salvation, and the need to include or exclude people who take communion, all of these ideas went into the attitude of reading the scriptures with a presupposition. Calvin wanted to purify the Church, the church's worship and way of salvation. The presuppositions arose from each person's point of view:

If you were the Catholic Church during the Renaissance you read the New Testament with a presupposition that the church mentioned in the New Testament was the Catholic Church with all of its hierarchy, traditions and decisions. Just as everyone met in Jerusalem and decided what to do about the Gentile Christians (Acts 15), just so everyone must obey the bishops when they are elected and meet in Councils to make decisions. On the other hand if you were Martin Luther and John Knox you saw the harlot of Babylon in the book of Revelation as the Catholic Church itself.
5. The early organization of congregations in the New Testament mirrored exactly the Jewish synagogue. The Jewish synagogue organization had no authority in the "silence" of the Old Testament. There was no unit in the OT like the synagogue. There was the family, the tribe, the nation, the priesthood, the temple, the Sanhedrin, but no synagogue congregation with elders. Yet Jesus and the apostle Paul seemed quite happy to work within the structure of the synagogue as long as they were permitted. They never spoke out against synagogue organization, nor did they ask where the authority for the synagogue came from.
When confronted with this argument, members of the hard line churches of Christ usually say that there were things in the OT that were authorized orally by God to prophets that were never written down. Yet Jesus and all of the OT prophets always appealed to the written scriptures, never to oral tradition for authority.
6. The hard-line Churches of Christ are quite happy to have a God who switches rules without logic, from the OT to the NT. Even though they use logic to figure out the rules; the logic is divested of its intuitive sense. Some are even proud of this counterintuitive paranoia. ("God has a reason that we may not know about.") This presupposition is foreshadowed in Calvin's view of a god who pre-determines who will be saved and lost, and there is nothing you can do about it.
7. The hard-line Churches of Christ also don't seem to find it strange that God would hide his rulebook in a history of the early Church. It does not seem odd to some churches of Christ that the rules for the Israelites were clearly laid out in the Law of Moses, but now in the New Testament we have to carefully sift out the rules from the examples and expediences with the skill of paranoid lawyers. ("To be safe we must not use instrumental music.")
8. If we take away the presuppositions then what do we have? We have Jesus who tells us how to love one another and describes to us the character of God. Then we read a history (in the book of Acts) of how the early church responded to the Word made flesh. That's all. It is not a rule book. It is not a restriction. It is an account of how they responded to God. We may respond differently.
When we make this argument to hard-line CoCers, they are horrified:
1. What would the church do if we quit teaching against denominationalism? (i.e. Who would purify the church?)
2. How would you know you were close to God if you didn't have a rule book?
The answers:

1. We would spend our energy helping the helpless. We would teach people how to love and forgive each other. We would teach people of the wonderful character of God.

2. We would accept by faith the wonderful gift that God has given us: all our past, present and future sins have been nailed to the cross (Heb. 10), we are adopted into the family of God, we are imputed with the righteousness of Christ (Rom. 4, II Cor 5:21), we share his glory and honor (II Thess. 2:14).
The Churches of Christ need to stop trying to find or create the perfect work, worship and organization of the church, and focus on Christ and what Christ asked for.
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The practice of establishing authority by command, apostolic example and necessary inference, is a doctrine that descends from the reformed Presbyterians (Alexander Campbell) and The Scottish School of Common Sense.
See here for Pharisees and Instrumental Music.

*Earlier protesters and reformers of the Roman Catholic Church include the Waldensians of Italy (800 A.D.) and England (1120 A.D.).

Jesus never worried about rules for worship either in the synagogue or in the coming church that he was establishing.

"The New Testament is as perfect a constitution for the worship, discipline, and government of the New Testament Church, and as perfect a rule for the particular duties of its members, as the Old Testament was for the worship, discipline, and government of the Old Testament Church, and the particular duties of its members."
--Thomas Campbell,
"Declaration and Address"

"Using the New Testament as our blueprint we have reestablished in the twentieth century Christ's church. "

--Batsell Barrett Baxter and Carroll Ellis in Neither Catholic, Protestant nor Jew

For a page on Prooftexting click here.

The presuppositions arose from each person's point of view.

There is no authority for the establishment of the Jewish synagogue anywhere in the Bible. The entire Bible is "silent" about the organization of the synagogue.

Why would God hide his rulebook in a history of the early Church?

For more on Contextless Prooftext Sermons click here.

The history of the early church is not a rule book. It is not a restriction. It is an account of how they responded to God. We may respond differently.



Ex Church of Christ Cult Survivors
18. September 2016 · Rockford, Illinois, Vereinigte Staaten

Another open letter to the coc by a fellow Exer, who allowed us to share anonymously.

Dear churches of Christ,


I’m going to frame this in your own beliefs, because there’s nothing else you’ll listen to. Your own Jesus says to judge a tree by its fruit. Your fruit is rotten. You should be uprooted and thrown into the fire.


People have died because they have been broken emotionally and psychologically by the torment your lifestyle has imposed. Families and friends turn on each other, all so that you can feel smugly superior. The only thing the church of Christ resembles in the Bible that you worship is the sects of the Pharisees and Sadducees, the very people who crucified your Jesus. You proudly say you are Pharisees – I’ve heard it dozens of times. Somehow you think you’re more thorough in your legalism and that makes you immune to the hypocrisy that characterized them. Your willful ignorance is astounding.


I want to focus on one thing: parents that should love their children teach them that they are never good enough, never deserving of love or nurturing. Jesus said woe especially to those who harm children, and yet you advocate child abuse – psychological and physical torture and abuse are praised and held up as godly parenting. This destroys so many lives. Parents are encouraged to beat children mercilessly lest they depart from your ways. My mom liked to tell me at a very young age that I was lucky I wasn’t born under the Old Law, or else I’d have been stoned for my defiance. My daily beatings didn’t kill me at least. These lies haunt us through our whole lives, and make us shadows of the people we should be.


My brother and I didn’t know what love was like growing up. Even marital love was lacking. My mom left my dad when he quit going to church, purposely trying to give him ample opportunity to “cheat” after she was hiding so she could have a “scriptural” divorce. I’m not sure how you cheat on someone who has already left you. 


My brother’s death is on your hands. His suicide note mentioned being unable to be good enough, that he was going to have to accept an eternity in hell because he couldn’t measure up, he couldn’t make sense of things, he had no support, he felt alone. Is this the “loving your neighbor” that your Jesus advocated?


I left you, ultimately, because you taught me to be a good Berean, to study and see what the scripture says. You told me time and again not to trust blindly, but to use my mind. Of course, when I did that and came to different conclusions than you, you declared me faithless and evil. You warned me that not many wise would make it to heaven. You told me my intelligence would cause me to burn in hell. The very God that you say created me would burn me for having the nature he gave me. You mourned what you think is my spiritual death and now you treat me as if I really am dead to you.


So be it.


Do you know the most repeated command in the Bible is “do not fear”? Ironic, isn’t it?

I have children of my own who will not know the kind of fear I do. You told me of a God that is love, and then never allowed me to know what love really was. I was raised in fear, but I finally learned of love away from you. My children will not die because they don’t know what love is. They will not suffer abuse at the hands of your twisted value system. They will not learn fear as their primary emotional state.


And if the God you worship means the words in the Bible you worship, then you are the ones who truly need to quiver in fear of the day of judgement for these very reasons. You’ve rejected love, mercy, kindness, and honesty for fear, hatred, revenge, and judgement. The sad thing is, I don’t hold out much hope for you to find love and freedom and renounce your evil ways. But I can always hope.



Why I Left The Church of Christ
Dusty Owens

My admission of having "left the Church of Christ" may come as a complete surprise to many who have known me through the years; to others who have followed my writings on the institutional church, it will not come as a shock. The decision to cast off the shackles of traditions and laws of men came after many years of prayerful study of the sacred scriptures and the history of the development of the first man-made religious entity – the Catholic Church.

Betty, my faithful and loving wife of over 44 years, has been by my side all the while, studying, praying, and affording me a sounding board where I could test newly discovered hypotheses. She has often served as a good balance to my occasional impetuosity. Today, we stand in complete agreement on what I shall set forth in this article. When I state the reasons why I left the Church of Christ, I really am speaking for Betty also.

It is with great emotional difficulty that one declares he left something behind that was once very near and dear to his heart. Especially, when it involves long-time friends and loved ones. No doubt the apostle Paul shed many a tear as he contemplated the meaning of his decision to leave Judaism in order to embrace the liberating Christ:

Brothers, I pray to God that the Jewish people will be saved; that is my heart's desire. I tell you the truth, they have much enthusiasm for God, but they don’t understand! They ignored God's righteousness and tried to establish their own type of righteousness. They did not put themselves under God's kind of righteousness (S.E.B. Rom. 10:1-4).

This is the second time I have had to make this kind of heart-rending determination. I was born to Roman Catholic parents and was raised a Catholic. I was "baptized" as a baby, attended catechism (religious instructions), and was "confirmed" at the age of twelve. Later, Betty submitted to catechism to become a Catholic that we might marry. We remained Catholics until I was 24 years old. By this time we were introduced to the teachings of the Church of Christ. I remember that much of the discussion centered around identifying "The One True Church." As a Catholic, I was conditioned to the "one true church" concept and had no difficulty accepting it. Also, I could see that Jesus and the apostles taught "immersion" as being necessary for the remission of sins. After much study and deliberation we left the Catholic Church and became "members of the Church of Christ."

Four years after our conversion in Wheeling, West Virginia, I gave up a promising career as a country music entertainer and moved to Temple Terrace (Tampa), Florida where I enrolled as a student in Florida Christian College (later changed to Florida College). I wanted to study the Bible in an intense program, and to preach the gospel of Jesus Christ.

I preached for various congregations over the next 30 years. During this time, I arrived at scriptural conclusions that were considered erroneous and dangerous by some of the clergy (preachers and elders) of this sect. We were branded as "unsound in the faith." Those preachers, elders, and churches which were under the influence of Florida College were warned "to have nothing to do with Dusty Owens." Interestingly, I have been invited to entertain (sing) at lectureships, homecomings, etc. many times, but never once asked to present a Bible lesson. I have often been solicited to make a financial contribution to the school, but never asked to contribute to their spiritual well-being.

I did not intend for this article to be a biography, but I felt that the reader ought to know these pertinent points. Please keep in mind that as I discuss why I left the Church of Christ, I hold no animosity or ill-will toward any person. God's child is my brother or sister in Christ. I will state up front that I do hate the system men devised that robs God's people of their rich inheritance, including the blessings of joy, peace, hope and love. And now, why I left the Church of Christ.
Emphasis On "Church"

When members of the Church of Christ claim they are "the one true church," they mean that emphatically. They profess to be the only, therefore the true church, that Jesus will save. They go on to identify it by name, "Church of Christ," and insist that one must be a member of this "Church" in order to be saved. Furthermore, they contend that one must be "a faithful member of the church" to be saved. "Faithful" includes attending every announced assembly ("worship service and Bible study"), and giving to the church liberally of your financial earnings and your time. It also includes doing everything according to "truth," which, of course, is determined by the preachers and elders. If your study of the scriptures does not produce the same conclusions that they have reached, you are in "error," judged "unfaithful," and subject to "marking" and even "disfellowshipping."

Gradually, as I studied the scriptures and the original language of the New Testament (Greek), I could see the errors of these contentions. Basically, there is one error - a faulty premise. When you assume the existence of a "church," everything about the church seems to fall into place.

The truth of the matter is, the concept of "church" originated with man and not with God, and over the centuries man has institutionalized his creation. In other words, in the mind of the theologian, the "church" became an "it" separate from the people themselves. This idea permeates the thinking of those in the Church of Christ.

Actually, the English word "church" does not translate the Greek word ecclesia, and does not belong in any English translation of the Bible. The word ecclesia is used throughout the New Testament, but nearly always has reference to God's people who were "called out of darkness." In that context, the ecclesia is the spiritual body of Christ. Men have perverted this concept into a literal organized, functional, entity, which they call "the church." They have differentiated it into "local" and "universal." Furthermore, they think they see Divine instructions in the scriptures for the "local church," which they insist must be followed to the "letter" or run the risk of being condemned by God. They proclaim that all who do not participate in the "five acts of worship" in the assembly are going to hell and that includes giving enough of your earnings to please God. Attendance and financial support are absolutely necessary to salvation - and, to the guaranteed existence of the Church of Christ.

All of these theories perish under a single blow of truth: God never established a literal organization, a functional entity, called "the church"! Jesus never died to save "the church." Jesus died that "whosoever believeth on Him should not perish, but have everlasting life" (Jn. 3:16). Jesus died to save individuals, not a "church"! In apostolic times, when a person gave in to the persuasion of the gospel, he/she was considered "saved." Christians were never instructed to form, organize, or in any way create a corporate body to function as a "local church." When a person became a Christian, he/she had a direct relationship to God through His Son Jesus Christ. Men have obscured that relationship by imposing the necessity of "church membership" for salvation. When I fully realized this, I was closer to leaving this man-made organization called, "The Church of Christ."

Church of Christ Denomination

Members of the Church of Christ insist that their church is not a denomination. They readily admit that the Lord's people were described by various terms, such as, Christians, saints, firstborn ones, etc., but they cling to one designation - Church of Christ. They maintain that it would be scriptural to use all of the above designations, but in practice they utilize only one. Look for the sign over the door or in front of the building and you will find their name; advertisements in the paper or in the phone book carry their name; many congregations send out advertising brochures which carry their name; and many use letterheads and envelopes that bear their name - Church of Christ. This is to distinguish them from the Church of God, the Baptist Church the Presbyterian Church, the Methodist Church, the Catholic Church, etc. It began to bother me that it was inconsistent and hypocritical to contend that the Church of Christ was not a denomination, when in fact it was - like all the rest.

The first requirement of a denomination is to have a specified name. "It is (1) the act of naming; (2) a name; (3) the name of a class of things; (4) a class or kind ... having a specific name...; (5) a religious sect: as a Protestant denomination." These definitions are from Webster's New World Dictionary. Certainly, on this point, the Church of Christ qualifies as a denomination. Just declaring yourselves "not one" is not sufficient to escape the logical conclusion.

Furthermore, everything that characterizes the denominations of the world (those claiming to follow Christ), are found in the Church of Christ: Corporate body, organization, membership, Church buildings, clergy, worship-services, etc. In fact, I challenge you to name one thing that qualifies a group to be a denomination that is not found in the Church of Christ. You can't name one! The Church of Christ is a denomination.

In fact, the Church of Christ is a sect as well. Members of a sect, by definition, are narrow-minded and bigoted (Webster’s New World Dictionary). Many of the members of the Church of Christ are narrow-minded and bigoted, thinking that only those of their particular brand of Church of Christ-ism will be saved. There are over twenty different sects among those wearing the Church of Christ name and claiming to be the "one true Church." They usually do not fellowship each other. Often, they will not call on a person from another Church of Christ to lead in prayer, lead the congregational singing, or take part in the "services" in some other way. Some preachers will go so far as to insist that a person desiring membership be re-baptized if they come from another type of Church of Christ. I suppose if a group starts their own church, they can establish their own rules and regulations to govern it.

Authoritative Elders and Preachers

Another reason why I left the Church of Christ was because of the doctrine of authoritative Elders. Through the years, I witnessed men who were elected to the position of leadership become carried away with what they considered to be "divine authority." Supposedly, God has invested authority in each "eldership" of each congregation "to rule in the place of Christ." Much of the blame for this false teaching must lie at the feet of preachers. They use Hebrews 13:17 to mold the "elder-ship" into a ruling class that often demands unconditional obedience. "Obey them that have the rule over you, and submit to them for they watch in behalf of your souls..." A careful student of the scriptures, doing a word study of this verse, will discover that the writer was not requiring submissive obedience to a "delegated power from on high," but was encouraging the younger to trust the counsel of the older, wiser, "shepherds of the flock." As Peter would admonish, "Tend the flock of God ... NEITHER AS LORDING IT OVER THE CHARGE allotted to you, but making yourselves ensamples to the flock (1 Pet. 5:2-3).

Obviously, God never intended any man, or group of men, to hold a position "OVER" others, and to exercise special authority by which to "RULE" them. Elders were to SERVE and TEACH others, being EXAMPLES of sonship to God. You can do all this without a dispensation of "divine authority."

According to Jesus, not even the apostles would "exercise authority" over the people of God. "Ye know that the rulers of the Gentiles lord it over them, and their great ones exercise authority over them. NOT SO SHALL IT BE AMONG YOU" (Matt. 20:25-26). This is very significant. If Jesus emphatically withheld "divine authority" from the apostles, surely, He did not delegate it to elders.

Some men are obsessed with the desire for power. They want to control every detail of the group's activities, as well as tell each individual where and when they can "go to church"; how they should dress for the assembly; and what they can do in their work and play. On the other hand, I have seen men put into positions of leadership who were in no way qualified to be there. Some have functioned as mere finance committees.

Also, I have witnessed a one-man rule in congregations where the preacher made all the decisions. Many congregations rely on the preacher to do everything, "because, after all, he is getting paid to do the work." There are preachers who love the lime-light and allow brethren to hold them up on a pedestal. They call all the shots; do most of the teaching and preaching, hold debates, visit the sick, convert the sinner: and everyone insists "we do not have a clergy system." Does this sound inconsistent to you?

Churches of Christ believe in the autonomy or independence of "each local congregation." That is, until it serves a purpose to practice otherwise. There are times when a preacher or elder from one "local church" will call a preacher or elder of another to advise him that it would be wise to cancel a gospel meeting with a suspected "heretic." Often the gossip and slander (no evidence) is enough to accomplish the result that will "black-ball the heretic." If the leaders of the congregation refuse to cancel the meeting, they know that they become suspect with the "brotherhood." The pressure is there to accommodate the further discrediting of the person who is not willing to spout the party line. Is this not an intrusion into the "autonomy" of a congregation?

Strife and Division

Another reason for leaving the Church of Christ is that we witnessed a developing "spirit of division," which, in my opinion, is of the devil. Jesus prayed for unity among His people, which has to be God's will also. In order to thwart God's purpose, Satan works overtime to influence strife and division among the saints. This evil spirit was working in apostolic times:

Now I beseech you, brethren, through the name of our Lord Jesus Christ, that ye all speak the same thing, and that there be NO DIVISIONS among you: but that ye be perfected together in the same mind and in the same judgment (1 Cor. 1:10).

... for ye are yet carnal: for whereas there is among you JEALOUSY and STRIFE, are ye not carnal, and do ye not walk after the manner of men? (3:3).

Notice, that the apostle Paul attributed the divisive spirit of the Corinthians to carnality. Carnality is the opposite of spirituality. It is worldly, and therefore, Satanic. It is ungodly and unrighteous, therefore, sinful!

Paul listed "strife" and "division" with "fornication, uncleanness, lasciviousness, idolatry, sorcery, enmities, ... jealousies, wraths, factions,… parties, envyings, drunkenness, revellings, and such like," stating emphatically, "that they who practice such things SHALL NOT INHERIT THE KINGDOM OF GOD" (Gal. 5: 19-21). Is promoting "strife and division" a serious offense to God? I believe it is. Since my attempts to reform members of the Church of Christ and get them to see the seriousness of this sin, not only fell on deaf ears, but kept me in constant turmoil, I had to leave the Church of Christ. I could no longer be a party to the "strife and division" that they seem to thrive on.

Much of their fighting, wrangling, strife and division come from (1) a self-imposed responsibility to "defend the truth"; and (2) misinterpretation of 2 John 9-11.

Every child of God should be ready to "defend the truth" as far as he understands it. But, what does this mean? Peter supplies the answer: "Always be ready to give an answer of defense to anyone who asks you why you have hope inside you" (1 Pet. 3:15, S.E.B.). When I give an answer to a person who questions my faith and/or practice, it is limited to my own knowledge and understanding of God's will. I should not be so presumptuous as to think that I can always give an answer that will be according to God's truth. If I could, I would be infallible!

Many of the clergy of the Church of Christ go beyond Peter's admonition to "defend the truth," to a position of defending "the doctrine of Christ" as their brand of Church of Christ-ism teaches. Hence, they have the self-imposed responsibility to keep the doctrine OF THE CHURCH pure. "Defending the truth" is really "defending the teachings of the church." Since "the church" was not an idea of God, but an institution of man, God does not require anyone to offer defense for this institution.

When the clergy insists on everyone conforming to their church doctrine, there are bound to be differences of opinion. When this happens, debates and argumentation ensue. If attitudes are not right, if the contestants are carnal, fighting, wrangling, strife and division follow, and Satan wins out over God's people. I have witnessed this happening often just in the Tampa Bay area over the last several years. Many of the congregations here today, owe their existence to the result of strife and division. In my opinion, God is not pleased.

Another contributing factor for the divisions that are rampant among the Churches of Christ, especially the radical right of each of the parties, is the misinterpretation of 2 John 9-11.

Whosoever goeth onward and abideth not in the teaching of Christ, hath not God: he that abideth in the teaching, the same hath both the Father and the Son. If anyone cometh unto you, and bringeth not this teaching, receive him not into your house, and give him no greeting: for he that giveth him greeting partaketh in his evil works.

The interpretation placed upon this passage is that the "teaching of Christ" is generic, meaning it applies to everything Jesus taught. In other words, "teaching of Christ" equals "truth." With this prefabricated "yard-stick" one can measure any "teaching" to see if it conforms with "the teaching of Christ." If it does, he has "both the Father and the Son"; if it does not, that person does not have God. Furthermore, if he comes to your house, you cannot admit him, nor give him greeting. If you do, you come under God's condemnation.

Armed with this interpretation, the leaders of the church, BY THEIR OWN STANDARD, can measure the "soundness" of each individual. What they believe the truth to be on any subject becomes the STANDARD.

For example: Hebrews 10:25 teaches we are not to forsake our own assembling together. Since this was taught by an inspired writer, it must be a "teaching of Christ"; if you disagree, you are not "abiding in the teaching of Christ"; therefore, you do not have God, and I cannot fellowship you. This is only one of many examples I could cite to show how easy it is to cause strife and division. 2 John 9-11 has been invoked on many occasions in the Church of Christ to cause this sinful condition.

What is the meaning of 2 John 9-11? The answer is in the context, which is ironic, for members of the Church of Christ say they insist on leaving passages of scripture in context. The "teaching OF Christ" concerns His deity. Jesus taught that He was God come in the flesh. The apostles believed that (John 1:1,14). Later, a group claiming to be Christians refused to accept the idea that deity could take on sinful flesh. They rejected "the teaching of Christ" on this point. In John's second epistle, he states, "For many deceivers are gone forth in the world, even they that CONFESS NOT THAT JESUS CHRIST COMETH IN THE FI.ESH. This is the deceiver and the antichrist" (v.7) This is the context by which we understand the point John is making in verses 8 through 11. There, the apostle warns of the dangers and consequences of rejecting the teaching of our Lord (i.e., that He was both man and God) in favor of the deceptive doctrine of the "antichrist." Using this passage to club people into submission to a church doctrine is inexcusable. It promotes strife and division which are serious enough to keep one from inheriting the kingdom of God (Gal. 5:21).

As the truth about these things became apparent to me, I became more cognizant of the ways that many of the clergy were misusing this passage to win their arguments with each other, and to force conformity upon the masses. It made me sick at heart. Gradually, I reached a point where I no longer considered them honest and forthright.

Ceremony and Ritualism

If you study the development of Catholicism, you must be impressed with the gradual development of ceremony and ritualism. As a catholic for many years, it was common practice to "attend church" and follow the priest as he "said mass." They call it, "WORSHIP"! The format was almost always the same: a combination of songs, scripture readings, prayers, and preaching. There was a mass for each Sunday printed in your missal to aid you in following the priest. The priest, a full-time professional, was center-stage and obviously the central character in each performance. And, that was really what drew the people to any one congregation. If a priest was personable and exceptionally articulate as he went through the liturgy, the people responded with faithful attendance every Sunday. If a priest was introverted and dull, the people slowly drifted off to join another congregation where the priest was a more exciting performer. Churches competed by making sure that they had a top-notch achiever. Success for the priests was measured by the ability to draw great numbers and by the amount of the offerings that could be solicited from the audience.

It was some time before the ceremony and ritualism in the Church of Christ began to register on me. Maybe it was because I was caught up in the responsibility I felt to "be prepared" each week with two sermons and a Bible class lesson. Maybe it was because we like the comfort zone of our own little rut (do you notice how people tend to sit in their "own" pew every assembly?), and we fight change. Depending on what part of the country you are from, every Sunday's ritual included "the five acts of worship": announcements, two songs, a prayer, a song, another song to "prepare our minds," the Lord's Supper, the collection, the sermon, an invitation song, closing remarks, closing song, and a closing prayer. Finally, it dawned on me - this is ceremony and ritualism. This is another form of what we had in the Catholic Church.

Does it have to be like this? I think that one reason we succumb to ceremony and ritualism is because of the insistence to own and meet in a "church-building." Look at how we arrange the auditorium. We put nearly all the seats in theater style, facing the front (stage?). In a lot of places, there is a spotlight fixed at the location of the preacher or master of ceremonies. This tends to focus all attention on the one who is "performing." The seating arrangement discourages any interaction between the members. In fact, even whispering may illicit a resounding rebuke. After dismissal, a person does get the idea that he/she has "attended a service," instead of "participating" and "serving."

In my opinion, it is significant that in apostolic times, the disciples met in their houses, probably in several, small groups. Jesus promised that even where two or three come together, He will be in their midst. The practice of building a special place for the group did not become the norm until the early Fourth Century. In these smaller, more intimate gatherings, there was no call for formalism, ceremony, or ritualism. The saints came together to visit and to encourage each other in the faith. Sometimes, someone would have a spiritual song or psalm to share, someone else prayed. They often came together to eat the common meal and at times they included the Lord's Supper. There was no set pattern. God has not revealed one. Coming together in this fashion allowed them to really know each other and to discover ways they could minister to each other.

Meeting this way in houses carried other advantages. There were no collections of money for payments on properties, maintenance, and utilities. There were no squabbles over who owned or controlled the building. There were no signs to put up, therefore, no need to "name the group." There was no need for a "church treasury," something completely foreign to the New Testament scriptures. The early Christians were admonished to put money aside AT HOME, in case an opportunity to exercise benevolence came along (1 Cor. 16:1-3). Arguments today over whether women can speak out in the assembly dissipate when the group meets in a private house. There women readily participate and no one objects.

Freedom In Christ

God intended for His children to be free in Christ Jesus. Jesus said, "Ye shall know the truth, and the truth shall make you free" (John 8:32). We learn the extent of this freedom by studying His word (8:31). Paul said, "For freedom did Christ set us free: stand fast therefore, and be not entangled again in a yoke of bondage" (Gal. 5:1). "For ye, brethren, were called for freedom; only use not your freedom for an occasion to the flesh, but through love be servants one to another" (5:13).

One aspect of religion is that it holds people in bondage. God has no religion. Christ did not die for a religion. The apostles did not establish a religion. You can read about the Jew’s religion (Gal. 1:13,14), and the religion of the pagans (Acts 22:17), but you will not read about the religion of Christ. The Jew’s religion held people in bondage through the law of Moses and the traditions of men. Pagans served many gods through a temple system maintained by a priesthood. It kept them in bondage. Any Jew or Gentile who renounced all, turned from sin, and placed his faith in Jesus Christ was liberated.

Writing to the Galatians, Paul expressed surprise and shock that Christians gave up the "grace of Christ" to return "to the weak and beggarly rudiments… to be in bondage over again" (Gal. 1:6; 4:9). What were they doing to bring on these critical comments by the apostle? They were allowing religious leaders to dictate rules and regulations that they said had to be obeyed for salvation. They were told that they had to be circumcised, keep certain days holy, make various sacrifices to God. Paul said that if they gave in to these requirements, they would lose their blessings. "Christ will profit you nothing" (5:2).

The denominations of the world, including the Church of Christ, are man-made institutions. They abound with church laws and regulations, which, if broken, may lead to excommunication, or members being reduced to second-class citizenship. Under these laws, members are returned to bondage. Here are some of the laws imposed by the Church of Christ WHICH GOD DID NOT LEGISLATE: You must assemble with the saints twice on Sunday and on Wednesday night; you must observe the Lord's Supper every Sunday (some say only in the morning); you must sing, but not be accompanied with an instrument; you must give of your earnings to the church treasury every Sunday; only men in proper fellowship may be called upon to pray; proper attire is required of those who "wait on the Lord's table"; women are not allowed to teach adults or preach to the congregation but must remain silent during the assembly; they are expected to sing; no mixed bathing or swimming; no gambling of any kind; consumption of any alcoholic beverage is prohibited; all smoking or chewing is prohibited; no fishing, hunting, or playing sports on Sunday; and the list goes on, but this will suffice to make the point.

Is it any wonder that many of the members of the church are unhappy and frustrated? They are not enjoying their life as a Christian. You can tell it when you visit with them. You can see it in their eyes. The spark of life is gone. Their attitude betrays them. In the sermon on the mountain, Jesus told us what it would take to be blessed (happy). We need to go back to the mountain. We will not find the institutional church there. Paul tells us to rejoice always under any and all circumstances, but it's difficult when you labor under great bondage and wonder if you are obeying all the requirements that men have laid upon you ... and, if you are saved! The answer my friend is not "church"; it is freedom in Christ Jesus!

Conclusion

There are many other reasons why I left the Church of Christ that have not been covered in this treatise, but these are some of the principal ones. I suspect that I have infuriated some who have taken the trouble to read this article thoroughly. I did not mean to antagonize. Hopefully, some of you will gain knowledge and understanding of what it means to be a slave to a system devised by men. May you find the courage to do what God would have you do, because doing it will bring you the peace, love and joy that Jesus died to provide.

What I have said critically about the Church of Christ could be said of any denomination, because the problems discussed are the logical consequences of any institutional church. There is always the temptation to take something simple and plain, and add to it, embellish and modernize it; change it! Also, there is always the quest for power and notoriety, competition for the spotlight, the clash of the super-egos. I witnessed it all in my years with the Church of Christ.

In the early years of our experience, many members of the Church seemed different than those of today. Then, I was impressed with their quest for truth, their open-mindedness, humility, love and concern for others, and their tolerance towards those who did not believe the way they did. I saw the change in that attitude through later years as many seemed to become paranoid with fear, frustration and suspicion. Bitterness and sadness filled the pews. Frank, open discussion on any Bible subject became a thing of the past as there gradually developed a form of catechism; where the teacher asks the same simple, basic questions of the class that he has asked for years (of the same people); where probing and meaningful, though perhaps controversial, questions were no longer encouraged and tolerated, and sometimes even forbidden for fear that it might result in a heated argument. Through the years, I witnessed the emergence of a church doctrine that had to be protected at all cost. I watched members of the Church of Christ develop an attitude that it is better not to speak out on things they disagreed with lest they be "put out of the synagogue." And so, they still sit in their pews, silent as a tombstone, putting in their time, not rocking the boat, protecting their status and reputation as "faithful members of the church."

So are the fruits of institutional church-ism. Its members are the product of the professional preacher and the authoritative eldership. They have taken what God gave through His Son, a simple, direct, unencumbered relationship with Him, and they have fashioned unto themselves their idol, their golden calf: The Church of Christ. Is there any hope for the people? Yes – but will they repent? What must they do?

The answer is similar to Jesus’ response to the rich man. "Give it all away and come, follow me." Lay down your banner, "Church of Christ," which is part of the sin of division, and be content to be known simply as a Christian. Put away your idolatry.

And what agreement hath a temple of God with idols? for we are a temple of the living God: even as God said, I will dwell in them, and walk in them: and I will be their God, and they shall be my people. Wherefore, COME YE OUT FROM AMONG THEM, AND BE YE SEPARATE SAITH THE LORD (2 Cor. 6:16-17).

(Source: theexaminer.org)