Das Sakrament der Firmung gehört zu den Sakramenten der christlichen Initiation. In Lumen Gentium heißt es im Kapitel 11: "Durch das Sakrament der Firmung werden die Getauften vollkommener der Kirche verbunden und mit der besonderen Kraft des Heiligen Geistes ausgestattet; so sind sie noch strenger verpflichtet, den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zugleich zu verbreiten und zu verteidigen." Durch die Firmung bekommt der Christ ein geistiges Siegel, ein Siegel des Heiligen Geistes Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
Wirkungen der Firmung
Im KKK heißt es im Kapitel 1303 über die Wirkung der Firmung: "Darum führt die Firmung zum Wachstum und zur Vertiefung der Taufgnade:
Sie verwurzelt uns tiefer in der Gotteskindschaft, die uns sagen läßt: „Abba, Vater!" (Röm 8,15);
sie vereint uns fester mit Christus;
sie vermehrt in uns die Gaben des Heiligen Geistes;
sie verbindet uns vollkommener mit der Kirche [Vgl. LG 11];
sie schenkt uns eine besondere Kraft des Heiligen Geistes, um in Wort und Tat als wahre Zeugen Christi den Glauben auszubreiten und zu verteidigen, den Namen Christi tapfer zu bekennen und uns nie des Kreuzes zu schämen [Vgl. DS 1319; LG 11; 12].
Wer kann die Firmung empfangen?
Jeder Getaufte, der noch nicht gefirmt ist, kann und soll das Sakrament der Firmung empfangen. Nach CIC muss das "Erreichen des Vernunftgebrauchs" vorliegen, um die Firmung empfangen zu können.
Spender der Firmung
Der ordentliche Spender der Firmung ist ein Bischof. Dieser kann allerdings die Vollmacht an Priester abgeben.
Wer darf Firmpate sein?
Ein Firmpate muss katholisch sein, das 16. Lebensjahr vollendet haben und selbst gefirmt sein und darf nicht aus der Kirche ausgetreten sein. Firmpaten müssen, falls sie verheiratet sind, kirchlich verheiratet sein. Wiederverheiratete Geschiedene können nicht Firmpaten sein. Die Lebensführung eines Firmpaten soll dem katholischen Glauben und den christlichen Werten entsprechen.
Literatur
Raphael Nießner, Die Heilige Firmung, Verlagsbuchhandlung der Benediktiner, Abteilung Katechse, D-93352 Rohr i. NB, Tel. 08783/9600-0 (Mit dem Apostolischem Segen Johannes Paul II. (DIN A 36 Seiten).
Johannes Holdt, Ja zu Gott. Ein Firmkurs in sechs Einheiten, Fe-Medienverlag Kisslegg, dritte, erweiterte Auflage 2008 ISBN 3-928929-58-5
(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Firmung)
Ein Sakrament ist ein von Christus für seine Kirche und für immer eingesetztes, mit den Sinnen erfahrbares, besonderes und wirksames Zeichen einer unsichtbaren Gnadenwirkung.
Das Sakrament ist kein bloßer Symbolismus. In ihm drückt sich durch Worte und Handlungen der Priester (oder sonstigen, legitimen Spender) Jesus Christus selber aus, der das bewirkt, was die Sakramente bezeichnen. In dem Gläubigen, der die Sakramente mit der erforderlichen inneren Haltung empfängt, bringen sie Frucht.
Der Katechismus der Katholischen Kirche schreibt dazu bei der Nummer 774: "Die sieben Sakramente sind die Zeichen und Werkzeuge, durch die der Heilige Geist die Gnade Christi, der das Haupt ist, der Kirche, die sein Leib ist, verbreitet." In diesem Sinne der Verwaltung der Sakramente wird auch die Kirche als ganze als Sakrament bezeichnet, in der Christus das Zeichen und Werkzeug der Einheit zwischen Gott und den Menschen ist.
Die Sakramente sind die heilswirksamen Zeichen des Neuen Bundes zwischen Gott und den Menschen, da Gott sich den Menschen, in seiner unendlichen Liebe, immer wieder neu schenken will. Sie eint die Kirche immer wieder neu.
In der Theologie (Dogmatik) werden die Sakramente in der Sakramentenlehre behandelt. Die wichtigsten Sakramente sind die Taufe und deren Aktualisierung in der Eucharistie. Die anderen Sakramente sind diesen zugeordnet.
Wer handelt im Sakrament
Im Sakrament handelt Jesus Christus. Er schenkt uns Menschen durch die Sakramente seine Gnaden, also das göttliche Leben. Jedes Sakrament ist dabei von den anderen zu unterscheiden und hat eigene Besonderheiten, auch hinsichtlich des Spenders, der Form wie der Materie des Sakraments und der nötigen Intentionen (siehe: Gültigkeit).
Christi Gegenwart
Christus ist in den Sakramenten ganz gegenwärtig; in besonderer Weise in den eucharistischen Gaben. Er ist gegenwärtig in der Person des Ausspenders, denn Christus selbst bringt das Opfer durch den Dienst insbesondere des Priesters dar. Wie er sich am Kreuz dem Vater dargebracht hat, so teilt sich Christus der Kirche, seiner Braut, durch alle Zeiten mit. Spender der Firmung soll, Spender der Weihe kann nur der Bischof sein. Eheleute spenden einander das Sakrament gegenseitig.
Die Taufe kann notfalls jeder spenden, sogar in äußerster Not ein Ungetaufter, falls er nur, etwa auf Bitten des Taufbewerbers, tun will, was die Kirche tut.
Sieben Sakramente
Die 7 Sakramente sind: Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte (Buße), Ehe, Weihe und Krankensalbung. Diese sprechen alle wichtigen Phasen eines Lebensweges an. Es sind sozusagen entsprechend den Stufen des natürlichen Lebens die Stufen des geistlichen Lebens.
"Die Kirche hat im Laufe der Jahrhunderte erkannt, dass es unter ihren liturgischen Feiern sieben Sakramente gibt." (KKK Nr. 1117)
Jedes Sakrament nimmt einen wichtigen Platz ein. Die Eucharistie ist dabei das "Sakrament aller Sakramente", wie der Heilige Thomas von Aquin schreibt, da sie das Erlösungsgeheimnis der Taufe, die Einheit in Christus, realpräsent aktualisiert.
Gruppierungen
- Die Sakramente der Initation (Einweisung) sind: Taufe, Firmung und Eucharistie (in der Osternacht in dieser Reihenfolge). Sie führen ins christliche Leben ein und bilden eine "Startzündung".
- Die Sakramente der Heilung sind: Beichte und Krankensalbung.
- Die Sakramente des Dienstes an der Gemeinschaft: Ehe und Weihe.
- Zum Heil notwendige Sakramente: Die Taufe ist regelmäßig heilsnotwendig, bzw. die Sakramente als solche. Wer erkannt hat, dass Christus der Erlöser ist, ist dazu gerufen, seiner Kirche beizutreten und ihr treu anzuhängen; vgl. Lumen gentium, Nr. 14. (Die Taufe von Kleinkindern ist jedoch aufzuschieben, wenn sicher vorherzusehen ist, dass keine christliche Initiation folgt. Mit Erreichen des Unterscheidungalters gilt normalerweise die Pflicht zur Erwachsenentaufe.)
Ursprung der Sakramente
Die Sakramente wurden von Jesus Christus eingesetzt; (vgl. Konzil von Trient, Dekret über die Sakramente, Kan. 1). Die Mysterien des Lebens Jesu sind die Grundlage für die Spendung der Sakramente durch die Amtsträger. Die Sakramentalität der Kirche Christi ist zugleich eine der wesentlichen Aussagen der Heiligen Schrift insgesamt.
Die gänzliche Enfaltung der Sakramente erhalten sie aus dem Herzen Jesu als ihrer Mitte: Dies beschreibt die Präfation des Heiligsten Herzens vortrefflich: "In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Allmächtiger Vater zu danken und Dich mit der gannzen Schöpfung zu loben durch unsern Herrn Jesus Christus. Am Kreuz erhöht, hat er sich für uns dahingegeben aus unendlicher Liebe und alle an sich gezogen. Aus seiner geöffneten Seite strömen Blut und Wasser, aus seinem durchbohrten Herzen entspringen die Sakramente der Kirche. Das Herz des Erlösers steht weit offen für alle, damit sie freudig daraus schöpfen aus den Quellen des Heiles. Durch ihn rühmen Dich Deine Erlösten und singen mit den Chören der Engel das Lob Deiner Herrlichkeit. Heilig, Heilig, Heilig ...
Wirkung der Sakramente
KKK Nr. 1152: "Die Sakramente der Kirche schaffen den ganzen Reichtum der Zeichen und Symbole des Kosmos und des gesellschaftlichen Lebens nicht ab, sondern läutern und integrieren sie." Sie wollen den Menschen heilen und heiligen. Insofern bereiten die Sakramente uns vor auf das Leben im Himmel. "Die Frucht des sakramentalen Lebens besteht darin, dass der Geist der Gotteskindschaft den Gläubigen Anteil an der göttlichen Natur schenkt, indem er sie mit dem einzigen Sohn, dem Erlöser, lebendig vereint." (KKK Nr. 1128)
Die Sakramente wirken "ex opere operato" (aus sich heraus, bzw. Kraft der vollzogenen Handlung durch Christus). Während die Wirkweise aufgrund des Vollzugs feststeht, gibt es unter den theologischen Schulen eine Kontroverse über die genaue Wirkweise der Sakramente. Nahmen v.a. die Jesuitentheologen an, dass diese Wirkweise rein moralisch zu verstehen ist, vertritt die thomistische Schule eine physische Wirksamkeit der Sakramente. Die zweitere Ansicht dürfte dem Dogma von Trient gerechter werden. Die sakramentalen Wirkungen auf bestimmte Mindestdispositionen von Spender oder Empfänger einzuschränken, das hieße, zu engherzig von der Liebe Gottes zu denken. Die Auswirkung der Teilhabe am sakramentalen Leben der Kirche (auf den moralischen Erfolg im Leben der Christen) ist jedoch abhängig davon, ob der Glaube auch gute Werke hervorbringt, also vom Fortschritt des christlichen Bemühens.
Ziel der Sakramente
Der jüdische siebenarmige Leuchter, erhält durch Christus seine volle BedeutungDie Sakramente sind somit auf die Heiligung des Menschen, den Aufbau des Leibes Christi (Kirche) und auf die Gott geschuldete Verehrung hingeordnet. Sie wollen uns auch lehren in einem geistigen Sinne. Die Sakramente haben insbesondere das Ziel, das Leben der Kirche aus der Eucharistie zu beleben und zu ihr zu führen. In ihr kann der Christ täglich Ostern feiern.
Gültigkeit
Die Gültigkeit der Spendung eines Sakramentes ist an drei Bedingungen gebunden: Form, Materie und Intention.
Die Form ist zum Beispiel bei der Taufe die Taufformel. Wenn zur sakramentalen Handlung (=Materie) ein stoffliches Element (z.B. Wasser bei der Taufe) verwendet wird, nennt man dieses entfernte Materie, das Tun damit (bei der Taufe= Waschung mit Wasser) nähere Materie.
Zudem muss der Spender die Intention haben, das Sakrament zu spenden. Er muss die Absicht haben das zu tun was Gott getan haben will und weil die Kirche sich an den Willen Christus/Gottes halten will, muss er die Absicht haben das zu tun was die Kirche tut.
Unterschied zu Sakramentalien
Sakramentalien sind Zeichen, die nicht "ex opere operato" wirken, sondern kraft der Fürbitte der Kirche. Sie wollen eine gewisse Nachahmung der Sakramente in der alltäglichen Frömmigkeit begünstigen.
(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Sakrament)
In these words, the great Fathers and Doctors of the Church and believers from Apostolic times have seen that sacrament so designated by which the Holy Spirit is confirmed. From this scripture the sacrament was variously known as "confirmation," "signing," "anointing."
The constant faith of the Church attests to the existence and practice of the conferring the Holy Spirit to believers.
The Apostolic Father of the Church, Hermas (Rome, 140?), in his writing, The Shepherd, also elaborated this.
A local church Council (at Illiberitanum, 300) stated the rite of administration of confirmation.
Pope Innocent I (401 - 417) taught the same rite of confirmation.
It is often objected that with the sacrament of Baptism the Christian already has the Holy Spirit. The Christian certainly receives the Holy Spirit in Baptism. But that presence of the Spirit is not in that perfect state or total empowering which Christ promised. The very practice of Christ Himself distinguishes the degrees with which the Holy Spirit is conferred.
On the evening of Resurrection Sunday, Jesus conferred the Holy Spirit upon the Apostles.
Fifty days later, on the Jewish feast of Pentecost, the Apostles received the presence of the Holy Spirit and a greater empowering as promised by Christ (Jn 15:26 and 16:7).
Roman Catholic Christians look to the teaching authority of the Church as the sure guide to belief on matters of faith and morals. The latest teaching Council of the Church was Vatican Council II.
The Church emphasizes that a person becomes a Christian and first receives the Holy Spirit through faith and Baptism.
Paul's teaching implies that the Holy Spirit is normally first given or conferred to individuals through belief and water baptism.
The Apostles in the Acts of the Apostles appear to have understood the difference between the presence of the Holy Spirit in Baptism and in a later empowering. If a person were only baptized and did not receive the fullness of the Holy Spirit, the Apostles would pray and lay their hands on them, begging God to send his Holy Spirit in greater measure.
The Catholic Christian sacrament of Confirmation originates with this practice.
Water Baptism is not the only time or way that the Holy Spirit comes to live in a person; but the New Testament indicates the importance of being baptized into Christ and thus being sealed with the Holy Spirit.
Roman Catholic Christians believe that they are first born again of water and the Holy Spirit when they receive the sacrament of Baptism. Catholic Christians also believe that Baptism only begins the work of mission of the Holy Spirit in the life of the believer.
The person who is truly "born again" and "Spirit-filled" is not necessarily the one who has had an extraordinary experience of the Holy Spirit at some point (though this is a blessing), but the person who lives and "walks" with the Holy Spirit; who has put to death the "works of the flesh" and manifests the "fruits of the Spirit." This is what it means to be a "new creation" in Christ Jesus - "the old things have passed away; behold, new things have come" (2 Cor 5:17)
Much today is heard of being "baptized in the Spirit." The expression comes from Sacred Scripture.
The Roman Catholic Church has never claimed that the work of the Holy Spirit is limited exclusively to Baptism.
Confirmation is the Catholic Church's official prayer for the Holy Spirit to empower a person to spread the gospel, to live a fervent Christian life, and share more fully in the mission and ministry of the Church.
Receiving the Holy Spirit in a new way, usually as the result of earnest, expectant prayer, is what many Christians today call being "baptized in the Holy Spirit."
Being "baptized in the Holy Spirit" is actually a "release" or a "coming to consciousness" of the power of the Holy Spirit who already has been given to the believer through the sacraments of the Church.
(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)
Katechismus: Das Sakrament der Firmung
Katholisch.de: Die Firmung
Erzbistum München und Freising: Firmung
Glaubenslust: Firmung
Glaubenslust: Firm-FAQ's
Online-Portal zur Firmung im Bistum Essen
Informationen der Katholischen Glaubensinformation
Informationen des Referats "Glaubenslehre und Hochschule" des Bistums Augsburg
Kathweb-Lexikon
Bistum Regensburg: Erwachsenenfirmung
Theologie-Systematisch: Die Firmung als Besiegelung der Taufe
Steve Wood: What the Catechism Says About Baptism & Confirmation
Dr. Marcellino D'Ambrosio: Confirmation
Dr. Scott Hahn: Swear to God (DVD)
Sacrament Preparation Program: Baptism, Confirmation, Penance