Katholisch Leben!

The Jesus Brothers

Wie kann man das "Fegfeuer" am besten umschreiben?

Es ist eine Art Läuterung, durch die man die Heiligkeit erreicht, die notwendig ist, um in die Freude des Himmels einzutreten. diese Freude wiederum wird von denen erfahren, die in Gottes Gnade und Freundschaft sterben, aber noch nicht völlig gereinigt sind (CCC 1030). Diese endgültige und abschließende Reinigung jedoch ist völlig verschieden von der Bestrafung der Verdammten. (CCC 1031).



(Quellen: Theologie im Fernkurs, Grundkurs, Lehrbrief 14, verfasst von Prof. Dr. Bernd Jochen Hilberath, Tübingen. Sehr zu empfehlen!! WEB: http://www.fernkurswuerzburg.de/ - Catholic Answers, San Diego, USA, WEB: www.catholic.com)

Warum diese Läuterung?

Diese Läuterung - oder Reinigung - ist notwendig, da nichts Unreines in den Himmel kommen kann (Offenbarung 21:27). Unsere Todsünden mögen uns vielleicht nach dem Tod vergeben werden, aber es mag immer noch Unreinheiten in uns geben ("lässliche Sünden"). Auch kann es eine zeitliche Bestrafung geben, selbst wenn Sünden schon vergeben wurden.

Warum Fegfeuer?

Warum sollte jemand überhaupt ins Fegfeuer kommen?

Um gereinigt zu werden, denn "nichts Unreines wird hineinkommen" (Offenbarung 21:27; Einheitsübersetzung). Jeder, der noch nicht völlig frei von Sünde ist, ist in gewisser Weise "unrein". Durch Buße hat er vielleicht die Gnade erhalten, um in den Himmel zu kommen. Ihm wurde vergeben und seine Seele ist spirituell lebendig. Er muss aber noch völlig gereinigt werden.

Fundamentalisten sagen nun, alle Forderungen von göttlicher Gerechtigkeit dem Sünder gegenüber wurden in und durch Jesus völlig befriedigt. Jesus hat uns sozusagen zurück gekauft. Ihrer Meinung nach würden die Katholiken behaupten, die Erlösung durch Christus wäre nicht vollständig gewesen.

Es ist völlig richtig, zu sagen, dass Jesus am Kreuz unsere Rettung erfüllt hat. Dies löst aber nicht die Frage, wie man diese Errettung auf uns anwendet. Gemäß der Bibel geschieht dies unter anderem durch den Prozess der Heiligung, durch die ein Christ heilig wird. Und zu diesem Prozess gehört auch das Leiden (siehe Römer 5,3-5). Das Fegfeuer wiederum ist die letzte Stufe dieser Heiligung, die einige von uns erleiden müssen, bevor wir in den Himmel kommen. Die letzte Stufe, in der Christus die reinigende Erlösung durch Seinen Tod am Kreuz auf uns anwendet.

(Quelle: Catholic Answers, San Diego, USA, www.catholic.com)

Ein Widerspruch?

Fundamentalisten würden nun sagen, es gäbe einen Widerspruch zwischen der Tatsache, dass Christus uns am Kreuz erlöst hat und dem Prozess, durch den wir geheiligt werden.

Dem ist aber nicht so. Wenn man als Fundamentalist behauptet, dass das Leiden in der letzten Stufe der Heiligung im Widerspruch zur bereits ausreichenden Erlösung durch Jesus steht, hat man ein Problem damit, das Leiden in den frühen Stufen der Heiligung zu erklären. Das wäre dann ja ebenso ein Widerspruch!

Unser Leiden in der Heiligung nimmt dem Kreuz nichts weg. Das Kreuz bewirkt vielmehr unsere Heiligung und das damit verbundene Leiden.

"Jede Züchtigung scheint zwar für den Augenblick nicht Freude zu bringen, sondern Schmerz; später aber schenkt sie denen, die durch diese Schule gegangen sind, als Frucht den Frieden und die Gerechtigkeit." (Hebräer 12,11; Einheitsübersetzung).

Zwei Gerichte

Nach unserem Tod erleben wir zunächst das individuelle Gericht (Hebräer 9,27). Es wird sofort das Urteil über uns gesprochen - so oder so. Wir wissen dann sofort über unser künftiges Schicksal Bescheid.

Am Ende aller Zeiten gibt es dann noch den "Jüngsten Tag", das allgemeine Gericht, wie uns die Bibel beschreibt (Matthäus 25,31-32). Da werden all unsere Sünden öffentlich gemacht ( Lukas 12,2-5). Schon Augustinus hat uns darauf hingewiesen, dass manche nur in diesem Leben eine zeitliche Strafe trifft, andere nach dem Tod, wieder andere müssen beides ertragen, bevor das Jüngste Gericht anbricht. Zwischen diesem individuellen und dem allgemeinen Gericht wird die Seele also von den noch übrig gebliebenen Konsequenzen der Sünde gereinigt (Lukas 12:59).

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Zechariah 13:8-9

Geld?

Manchmal wird der Katholischen Kirche vorgeworfen, sie wolle nur Kapital aus der Idee vom "Fegfeuer" schlagen.

Wenn ein Katholik um eine Gedenkmesse für einen Verstorbenen bittet, also für jemand im Fegfeuer, ist es üblich, dass man dafür eine kleine Spende gibt ("denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn" Lukas 10,7 - Einheitsübersetzung). Sehen wir uns auch 1. Korinther 9,13-14 an: "Wisst ihr nicht, dass alle, die im Heiligtum Dienst tun, vom Heiligtum leben, und dass alle, die am Altar Dienst tun, vom Altar ihren Anteil erhalten? So hat auch der Herr denen, die das Evangelium verkünden, geboten, vom Evangelium zu leben." Diese Spende ist freiwillig und bewegt sich so um 5 - 10 €. Davon wird niemand reich, und das Geld wird auch dringend gebraucht.

Eine katholische Erfindung?

Man wirft der Katholischen Kirche ja, was das Fegfeuer betrifft, so einiges vor - aber die meisten haben Schwierigkeiten, genau nachzuvollziehen, wann diese Idee eigentlich aufkam.

Die Vorstellung eines "Fegfeuers" entstand erst in der Theologie des frühen Christentums. Lateinische Theologen sahen darin mehr etwas Sühnendes oder Strafendes, wohingegen griechische Theologen mehr an Läuterung und Vervollkommnung dachten.

Im 4. Jahrhundert bat Monika, Mutter von Augustinus, ihren Sohn, ihrer Seele in seinen Messen zu gedenken. Das wäre sinnlos, wenn sie nicht glauben würde, dass es zum Gunsten ihrer Seele sei - wenn sie also entweder schon in der Hölle oder im Himmel wäre.

In den Katakomben hat man außerdem Wandmalereien gefunden, wo die Christen während der Verfolgungen der ersten drei Jahrhunderte Gebete für die Toten aufgezeichnet haben.

Einige der ersten christlichen Schriftstücke außerhalb des Neuen Testaments (wie etwa die Apostelgeschichte von Paulus und Thekla und andere Schriften aus dem 2. Jahrhundert) beziehen sich auf christliche Praktiken wie das Beten für die Toten. Und solche Gebete hätte man nur gesprochen, wenn man auch davon überzeugt gewesen wäre, dass die Christen im Fegfeuer wären -selbst wenn man damals diesen Namen noch nicht verwendete.

Am Ende des 12. Jahrhunderts wurde diese Reinigung dann zwischen Himmel und Hölle - im "Purgatorium" angegeben. Im Mittelalter schließlich entstand eine regelrechte Fegfeuerlehre - wobei hier das Fegfeuer als ein Ort zum Abbüßen von Sünden verstanden wurde.

Die Päpste haben sich für das Purgatorium im Zusammenhang mit der Läuterung ausgesprochen (Konzilien von Lyon 1274 und Florenz 1438 - 1445). Die Begriffe "Purgatorium" und "Feuer wurden dabei aber vermieden, ebenso die Art der zu reinigenden Strafen.

Die Reformation verwarf den Gedanken des Fegfeuers völlig. Kein Mensch könne nach seinem Tode noch irgendetwas bewerkstelligen. Gott vergibt aus reiner Gnade heraus. Im Konzil von Trient jedoch (1545 - 1563) wird wieder auf Florenz Bezug genommen. Der Läuterungsgedanke wird wieder aufgegriffen. Gleichzeitig wird aber auch damit verbundener Aberglaube abgelehnt.

Das Fegfeuer ist doch auch nur so eine katholische Erfindung!

Lesen wir Offb 21,27: "Aber nichts Unreines wird hineinkommen, keiner, der Gräuel verübt und lügt. Nur die, die im Lebensbuch des Lammes eingetragen sind, werden eingelassen." (Einheitsübersetzung).

Hieraus ergibt sich als logische Notwendigkeit das Fegfeuer! Wir sind alle Sünder und wir brauchen alle Gottes Mitleid, um in den Himmel zu kommen. Auch wenn unsere Sünden vergeben sein mögen, ist hierfür doch noch ein Preis zu zahlen; "Ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast." (Lk 12,59 - Einheitsübersetzung). Wenn wir vor Gott stehen wollen, müssen wir in jeder Hinsicht perfekt und rein sein. Und dafür bedarf es einer Läuterung / Reinigung, bevor wir in den Himmel eintreten können.

(Quelle: www.saintjoe.com)

Warum keine Proteste?

Oft geben nicht-katholische Christen Daten an, an denen die Lehre vom Fegfeuer "erfunden" wurde. Und jedesmal fand sich bisher ein geschichtlicher Beweis, dass die Vorstellung davon schon vorher existiert hat. Außerdem - wenn man dies einfach nur erfunden hätte - warum gab es dann in der Kirchengeschichte nie einen Protest dagegen? Die Christen der ersten Jahrhunderte waren schnell dabei, gegen Missbräuche und Veränderungen ihres Glaubens aufzustehen. Sie fragten bei jeder Doktrin erst einmal danach, ob das auch von ihren Vätern geglaubt wurde. Ob die Lehre auch von den Aposteln so weiter gegeben wurde. Der glaube an ein Fegfeuer war mit Sicherheit eine große Veränderung - warum gab es dann keine Proteste dagegen?

Die Christen der ersten Zeit hielten diese Vorstellung offensichtlich nicht für eine Erfindung. Sie waren viel mehr der Überzeugung, dass die mündliche Lehre der Apostel (was die Katholiken "Tradition" nennen) und die Bibel diese Idee bekräftigten.

Oft wird behauptet, die Bibel spreche nur von Himmel und Hölle. Falsch! "So ist er auch zu den Geistern gegangen, die im Gefängnis waren, und hat ihnen gepredigt"(1. Petrus 3,19 - Einheitsübersetzung). Nach Seinem Tod und vor Seiner Auferstehung hat Christus offensichtlich "Geister" besucht und predigte ihnen die gute Nachricht, dass der Himmel nun für sie geöffnet sei. Diese Menschen waren nicht im Himmel, aber sie erlitten auch nicht die Qualen der Hölle. Ob man diesen Zustand nun Limbo oder Fegfeuer oder wie auch immer nennt - es gibt aber offensichtlich einen zeitlich begrenzten "Zwischenzustand".

Vom Fegfeuer steht doch gar nichts in der Bibel!

Lesen wir 1 Kor 3,14-15: "Hält das stand, was er aufgebaut hat, so empfängt er Lohn. Brennt es nieder, dann muss er den Verlust tragen. Er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durch Feuer hindurch." (Einheitsübersetzung).

Das Wort "Fegfeuer" steht nicht in der Bibel, aber an verschiedenen Stellen wird ein "dritter Platz" (neben Himmel und Hölle) beschrieben. Oben genannte Verse zeigen, dass man zur Läuterung eine Art von Leiden durchzustehen hat. Weil die Bibel aber diesen dritten Platz nicht näher beschreibt, hat ihm die Katholische Kirche einen Namen gegeben - um damit eine Diskussion darüber zu ermöglichen. Ebenso hat die Katholische Kirche die Namen der Dreifaltigkeit geschaffen (ebenfalls ein Begriff, der nirgends in der Bibel zu finden ist. Gleichwohl aber ist die Lehre der Dreifaltigkeit in der Bibel - was wohl kaum ein evangelikaler "bibeltreuer" Christ bestreiten würde!), der Menschwerdung ("Fleischwerdung") und vielem mehr. Fegfeuer ist die letzte Reinigung bzw. Läuterung für jemanden, der schon gerettet ist, aber noch nicht gereinigt / geläutert. Durch die Läuterung kann er in den Himmel eintreten - was für einen "unreinen" Menschen nicht möglich ist.

Um einmal ein anderes Bild zu gebrauchen: Wenn mein kleiner Sohn im Supermarkt eine Flasche Orangensaft fallen lässt, vergebe ich ihm bestimmt - seine Hose sowie der Boden ist aber noch immer nass, und ebenso sind die Scherben noch auf dem Boden - und Mamma wird uns was erzählen, wenn wir so nach Hause kommen...

(Quelle: u.a. www.saintjoe.com)

 

Himmel und Hölle sind die einzigen zwei Orte, wohin die menschliche Seele gelangen kann!

Lesen wir hierzu 1 Petr 4,6: "Denn auch Toten ist das Evangelium dazu verkündet worden, dass sie wie Menschen gerichtet werden im Fleisch, aber wie Gott das Leben haben im Geist." (Einheitsübersetzung).

Es stimmt, Himmel oder Hölle sind die einzigen beiden Orte, wo die menschliche Seele für die Ewigkeit hingelangen kann. Hier aber sagt Petrus, dass Jesus zu den Toten predigte, die nicht im Himmel sein konnten, da da dieser erst noch geöffnet werden musste und die Hölle konnte es ebenso wenig sein, da die, die in der Hölle waren, konnten vom Wort Gottes keinen Nutzen ziehen. Logischerweise muss es also einen dritten Ort geben. Katholiken nennen ihn Fegfeuer. Hier wird unsere Selbstsucht und unsere stolze Natur aus unserer Seele gereinigt, bevor wir in den Himmel gelangen.

(Quelle: www.saintjoe.com)

 

Fegfeuer? Nichts davon in der Bibel!

Manche Christen, ja sogar Theologen, geben nun an, es wäre unbestritten, dass es keine biblischen Hinweise für ein Fegfeuer als Ort der Läuterung gäbe. Das ist so nicht richtig. Es gibt weltweit eine ganze Reihe namhafter Theologen (u.a. Prof. Dr. Scott Hahn), die hier offensichtlich nicht derselben Meinung sind. Und schließlich zitiert auch der Katechismus der Katholischen Kirche zu diesem Thema die Bibel! Das Wort "Fegfeuer" findet sich zwar nicht in der Bibel, aber das ist keineswegs ein Beweis dafür, dass es nicht existieren würde. Der Glaube daran war vielmehr immer Bestandteil der kirchlichen Lehre. Wörter wie die Dreifaltigkeit oder die Inkarnation sind auch nicht in der Bibel, und doch werden die damit verbundenen Doktrinen klar von der Bibel gelehrt.

Gehen wir etwas näher auf einige Bibelstellen und Kritikpunkte daran ein:

2. Makkabäer 12,40-45

"...Hätte er nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, wäre es nämlich überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten. Auch hielt er sich den herrlichen Lohn vor Augen, der für die hinterlegt ist, die in Frömmigkeit sterben. Ein heiliger und frommer Gedanke! Darum ließ er die Toten entsühnen, damit sie von der Sünde befreit werden." (Einheitsübersetzung - Hervorhebung hinzugefügt)


Diese Bibelstelle wird oft als ein Hinweis auf das Fegefeuer verwendet. Die Gegner sagen jedoch, hier ist die Rede von der Auferstehung der Toten und nicht von einer Läuterung im Jenseits. Ich denke jedoch, dass man damit zu kurz greift. Wenn die Toten schon in der Hölle wären, würde es keinen Sinn mehr machen, für sie zu beten - sie wären ja bereits verloren. Wenn sie im Gegensatz dazu schon im Himmel wären, wäre ein Beten ebenfalls sinnlos - sie wären ja schon gerettet. Wie kann also die Schlussfolgerung nur lauten? Fegefeuer!

Martin Luther hat unter anderem das Buch der Makkabäer aus dem biblischen Kanon gestrichen. Für einige Christen gehört diese Buch also nicht zur Bibel. Die überwiegende Mehrheit aller Christen jedoch akzeptiert dieses Buch. Warum wurde es nicht berücksichtigt? Nun, es passte wohl einfach nicht zu den eigenen Thesen. Diese Bibelstelle veranschaulicht die Vorstellung vom Fegfeuer so deutlich, dass zur Zeit der Reformation die Makkabäerbücher aus deren Bibeln genommen wurden. Ansonsten hätte man diese Doktrin akzeptieren müssen.

Als Argument wird oft gesagt, die Juden hätten diese Bücher nicht verwendet. Sie seien auf Griechisch geschrieben worden und damit Fälschungen. Dann wäre aber das Neue Testament ebenfalls eine Fälschung - es wurde schließlich auch auf Griechisch verfasst! Im übrigen fand man bei den Schriftrollen von Qumran durchaus Belege dafür, dass diese Bücher gelesen wurden - auf hebräisch!


Matthäus 12,32

"Auch dem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt." (Einheitsübersetzung - Betonung hinzugefügt)

Auch diese Bibelstelle dient vielen als Hinweis auf ein Fegfeuer. Als Gegenargument wird oft verwendet, dass hier nicht die Rede von einem Fegfeuer ist. Was aber soll dieser Hinweis sonst bedeuten, dass Sünden nicht in der zukünftigen Welt vergeben werden, wenn es dort nicht die Möglichkeit einer Läuterung gibt?


Matthäus 5:25-26

"Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und du wirst ins Gefängnis geworfen. Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast." (Einheitsübersetzung - Betonung hinzugefügt)

Ein weiterer Hinweis auf ein Fegfeuer. Gegner bringen hier an, dass hier nicht vom Fegfeuer, sondern von der Hölle die Rede ist. Das kann ich dem aber nicht entnehmen. Ein Mensch, der "seine Strafe ableistet", ist irgendwann auch wieder frei - was in der Hölle nicht der Fall wäre.


1. Korinther 3,10-15

"...das Werk eines jeden wird offenbar werden; jener Tag wird es sichtbar machen, weil es im Feuer offenbart wird. Das Feuer wird prüfen, was das Werk eines jeden taugt. Hält das stand, was er aufgebaut hat, so empfängt er Lohn. Brennt es nieder, dann muss er den Verlust tragen. Er selbst aber wird gerettet werden, so wie durch Feuer hindurch." (Einheitsübersetzung - Betonung hinzugefügt)

Manche Menschen sagen, diese Bibelstelle tauge nicht als Hinweis auf ein Fegfeuer, da es hier im Kontext nicht um ein Reinigungsfeuer geht, sondern um das Feuer des Jüngsten Gerichts. Auch das ist meiner Meinung nach dem Kontext so nicht unbedingt zu entnehmen. "Er selbst aber wird gerettet werden, so wie durch Feuer hindurch" - bei einer "Alles oder Nichts"-Entscheidung im Jüngsten Gericht wäre dies nicht der Fall.

Diese Stelle ist im Zusammenhang mit Matthäus 5,25-26 zu sehen und zu interpretieren.

Was war vor Jesus?

Gebete für die Toten - und die daraus folgende Lehre vom Fegfeuer, waren schon vor Christus Teil der wahren Religion. Dies wurde etwa schon von den Juden zur Zeit der Makkabäer praktiziert und wird auch von Orthodoxen Juden heute noch beibehalten. Elf Monate nach dem Tod eines geliebten Menschen wird hier das "Kaddisch" der Trauernden gebetet, damit der geliebte Mensch gereinigt würde. Es war also nicht die Katholische Kirche, die das "erfunden" hat. Ganz im Gegenteil: jegliche Veränderung an der ursprünglichen Lehre kam von protestantischer Seite, die eine Doktrin ablehnte, die schon immer von Juden und Christen geglaubt wurde.

Was ist nun Dogma?

Wer im Zustand der Gnade stirbt, aber noch nicht völlig geläutert ist, also noch Strafen für Sünden abzuleisten hat, muss nach seinem Tod durch eine Läuterung - also reinigende Strafen - gehen, bevor er Gott anschauen kann. Hierbei kann man den Verstorbenen durch Verdienste der Gläubigen, v.a. durch das Meßopfer helfen. "Feuer" als Begriff ist aber nirgends verbindlich festgelegt. Auch das Fegfeuer als Ort der Reinigung wurde vom Lehramt nicht angesprochen. (Quelle: A.R. van de Walle, Bis zum Anbruch der Morgenröte. Grundriss einer christlichen Eschatologie, Düsseldorf 1983, S. 255).

Kurz zusammen gefasst: der Mensch wird nach seinem Tod von Gott geläutert. Er kann dies aber nicht selbst erreichen, sondern muss es erleiden. Diese Vollendung ist sowohl sehr schmerzhaft als auch sehr erfreulich und glücklich machend.

Das "Fegfeuer" ist nicht so sehr als ein Ort als vielmehr als ein Geschehen zu sehen. Gleichzeitig sollte man sich aber davor hüten, diesen Gedanken als rein "symbolisch" oder "bildhaft" zu verstehen. Seine zeitliche oder sonstige Dimension ist von uns nicht begreifbar.

Wir können nach unserem Tod uns nicht mehr neu entscheiden - wohl aber negative Konsequenzen einstiger Entscheidungen durch unser Leiden beeinflussen.

Vielleicht kann man das Ganze so beschreiben: Nach unserem Tod wird uns äußerst schmerzlich bewusst, wie weit der Unterschied zwischen uns Sündern -all dem, was wir getan, gesagt oder gedacht - oder eben nicht getan haben - und dem perfekten Bild Gottes als vollendete Liebe ist. Diese Erfahrung dürfte sehr weh tun.

Warum sollten wir für die Verstorbenen bitten? Nun, weil wir eine Gemeinschaft sind - im Guten wie im Schlechten. Im Heil wie im Unheil. Wir sind weder im Leben noch im Tod allein. Wir sind also gerufen, für die Verstorbenen zu beten -nicht, um Gott "umzustimmen", sondern um unsere Gemeinschaft mit ihnen auszudrücken. Wir beten nicht nur für sie, wir beten auch mit ihnen.

Wichtig ist auch, sich daran zu erinnern, das Fegfeuer nicht als eine Art "zweite Chance" zu sehen und sich mit diesem Gedanken zufrieden zu geben und zu trösten, sondern als Aufforderung zur Liebe Gottes und unserer Mitmenschen schon im Diesseits.

Abschließend sei nochmals darauf verwiesen, das Fegfeuer nicht im oft missverstandenen Sinn als einen Ort unverstellbarer Qual zu sehen, wo arme Seelen unvorstellbare Schmerzen zu erdulden haben, sondern als einen Prozess der Freude. Eine Freude, die schmerzlich sein mag, sich aber gleichwohl auf das vorbereitet, was ihr bevor steht: Gott gegenüber zu treten -rein und geläutert.

Ein Gespräch

Stimmt es, dass Katholiken gar nicht mehr an das Fegfeuer glauben?

Nein. Der glaube an das Fegfeuer ist ein Dogma des Glaubens, die Kirche wird also auch weiterhin daran fest halten.

Aber vom Fegfeuer steht doch gar nichts in der Bibel, und die Kirche behauptet doch immer, sie würde an den biblischen Wahrheiten festhalten?

Bevor wir darauf eingehen, welche Vorstellung hast du eigentlich vom Fegfeuer?

Nun, es ist sowas wie eine zweite Chance für die, die keine guten Jünger Jesu in dieser Welt waren. Und eben weil sie nicht gut waren, können sie jetzt im Fegfeuer ihre Sünden abarbeiten und dann in den Himmel kommen. Das zeigt doch, dass Katholiken immer noch auf gute Werke vertrauen, um gerettet zu werden. Fegfeuer ist doch sowas wie ein Zwischending zwischen Himmel und Hölle, wo die Menschen für ihre Verfehlungen in dieser Welt bestraft werden, die noch nicht vergeben wurden.

Das ist aber nicht die Lehre und der Glaube der katholischen Kirche. Die Kirche macht eigentlich nur wenige verbindliche Aussagen über das wesen des Fegfeuers. Im Katechismus heißt es, dass alle, die in Gottes Gnade und Freundschaft sterben, aber noch nicht ganz geläutert sind, tatsächlich der ewigen Erretung versichert sein dürfen; aber nach dem Tod erst einmal eine Läuterung durchmachen müssen, um so die Heiligkeit zu erlangen, die nötig ist, um in die Freude des Himmels einzugehen (CCC1030). Das Fegfeuer ist also keine zweite Chance nach diesem Leben, sondern nur für die, die in Gottes Gnade und Freundschaft sterben.

Was heißt denn das, in Gottes gande und Freundschaft zu sterben? Römer 10,9 sagt doch, dass man gerettet wird, wenn man an Jesus Christus glaubt. Da steht aber nichts von einer Läuterung nach dem Tod! Und die ganze Heiligkeit, die wir brauchen, um in den Himmel zu gelangen, finden wir in Christus! Wenn wir Ihm vertrauen, werden wir auch gerettet.

Wenn wir sagen, wir sterben in Gottes Gnade, heißt das nichts anderes, als dass wir an Christus glauben müssen - wie Römer 10,9 sagt. Für Paulus war damit aber noch nicht alles erledigt. Biblische Verse müssen immer im Kontext der gesamten Heiligen Schrift interpretiert werden. Sehen wir uns doch einmal 1 Kor 3,14-15 an: "Hält das stand, was er aufgebaut hat, so empfängt er Lohn. Brennt es nieder, dann muss er den Verlust tragen. Er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durch Feuer hindurch." (Einheitsübersetzung) Fegfeuer heißt also eine Art Läuterung oder ein Brennen wie durch Feuer. Der Mensch wird gerettet, obwohl seine Werke verbrannt werden. Wenn also jemand stirbt, aber immer noch persönliche Fehler hat, kann er noch nicht in den Himmel eintreten, weil er noch nicht völlig gereinigt wurde. Er muss also zunächst eine Läuterung durchmachen, den nichts Unreines kann in den Himmel kommen (siehe auch Off 21,27).

In 1 Kor 3,13, also kurz vor deinem Zitat gerade eben heißt es aber: "Das Werk eines jeden wird offenbar werden; jener Tag wird es sichtbar machen, weil es im Feuer offenbart wird. Das Feuer wird prüfen, was das Werk eines jeden taugt." (Einheitsübersetzung) "Jener Tag" ist aber der Tag des Jüngsten Gerichts, und nicht irgendein Fegfeuer!

Es ist keineswegs offensichtlich, worüber Paulus hier spricht. Es muss keineswegs zwangssweise das Jüngste Gericht sein. Man kann sich durchaus darauf verständigen, dass es ein persönliches Gericht nach dem Tod und ein allgemeines Gericht am Jüngsten Tag, also am Ende aller Tage geben wird.

Es heißt aber doch, dass jener Tag es sichtbar machen wird. Da steht nichts von einer Läuterung. Selbst wenn man hier von einem persönlcihen Gericht ausgeht, heißt das nicht, dass das Dogma vom Fegfeuer richtig wäre.

OK, gehen wir einmal davon aus, hier handelt es sich um das persönliche Gericht. Wenn du dir jetzt die katholische Lehre vom Fegfeuer ansiehst, was davon findest du nicht in diesen Versen?

Es steht hier zum Beispiel nichts davon, dass man für die Toten beten sollte, und darum geht es doch auch bei der Lehre der katholischen Kirche, was das Fegfeuer angeht!

Stimmt - in diesen Versen steht davon nichts. Sehr wohl aber in anderen. Am deutlichsten zeigt sich das in 2 Makk 12,40-45. Judas bringt hier ein Sündopfer dar für Soldaten, die im Kampf gefallen sind und handelt damit heilig und fromm! Besondere Beachtung dürfte Vers 44 finden: "Hätte er nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, wäre es nämlich überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten." Wenn sie also schon in der Hölle sind, hat das Beten kaum mehr Sinn. Wenn sie dagegen bereits im Himmel sind, ebensowenig, denn dann "haben sie es ja schon geschafft". Was heißt das also? Fegfeuer!

Diese Buch zählt aber nciht zu den von Gott inspirierten Büchern und kann hier wohl kaum als Begründung herhalten!

Die Inspiration von diesem Buch können wir gerne an anderer Stelle diskutieren. Nehmen wir einfach aus diesen Versen mit, dass die Juden schon vor Jesu Zeiten die Notwendigkeit einer Läuterung von Sünden nach dem Tod anerkannt haben. Ebenso haben sie geglaubt, dass Gebete und Opfergaben derer, die noch am Leben waren, diesen Läuterungsprozess positiv beeinflussen konnten. Es handelt sich hierbei also keineswegs um eine Erfindung der katholischen Kirche.

Auch wenn sie es nicht erfunden hat, heißt das nicht automatisch, dass es wahr ist. Im Neuen Bund gelten die Vorschriften des Alten Bundes nicht mehr, zumindest ein Großteil davon nicht. Die Notwendigkeit einer Läuterung nach dem Tod könnte eine davon sein.

Stimmt - man kann nicht sagen, dass alles, was vor Jesus galt, auch noch nach Ihm Bedeutung hat. Bei der Vorstellung der Läuterung nach dem Tod im Makkabäer-Buch handelt es sich aber nicht um eine Vorschrift, sondern um einen Glauben. Und der steht nicht auf einer Ebene mit Vorschriften über das Essen usw. Außerdem finden wir im Neuen Testament eine Fortsetzung dieser Idee. In Mat 12,32 lesen wir etwa: "Auch dem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt." (Einheitsübersetzung). Das heißt also, dass es seinige Sünden gibt, die in der zukünftigen Welt vergeben werden! Wenn es tatsächlich keine Läuterung nach dem Tod gibt, macht dieser Vers keinen Sinn.

Jesus hat aber nicht zwischen dieser und der zukünftigen Welt, sondern zwischen der Zeit im Alten und im Neuen Bund gemacht!

Diese Auslegung macht keinen Sinn, da sie nicht in den Kontext dieses Verses passt. Kurz zuvor hat Jesus Dämonen ausgetireben und angekündigt, das Königreich Gottes sei gekommen. Er sagt also, dass das Königreich Gottes schon gegenwärtig ist, es würde also keinen Sinn geben, wenn Er sich auf die Herrschaft des Könireiches beziehen würde, in einer Zeit, die noch kommen sollte.

Selbst wenn dem so wäre, kann das doch einfach heißen, dass wir im Moment unseres Todes geläutert werden und Vergebung erfahren. Was in 1 Kor 3,14-15 steht, könnte auch in einem Moment geschehen. Warum sollten die Seelen nach dem Tod also noch in einem Zwischenzustand esistieren?

Die katholische Kirche schließt keineswegs aus, dass die Läuterung auch in einem Moment geschehen könnte. Es gibt aber sehr wohl Hinweise in der Bibel, dass die Seelen in so einer Art Zwischenzustand leben. Sehen wir uns doch einmal 1 Petr 3,19-20 an: "So ist er auch zu den Geistern gegangen, die im Gefängnis waren, und hat ihnen gepredigt. Diese waren einst ungehorsam, als Gott in den Tagen Noachs geduldig wartete, während die Arche gebaut wurde; in ihr wurden nur wenige, nämlich acht Menschen, durch das Wasser gerettet." (Einheitsübersetzung). Jesus hat also zu Geistern gepredigt, "die im Gefängnis waren". Dieses "Gefängnis" kann nicht der Himmel sein, denn dann müsste ihnen niemand mehr die Gute Nachricht predigen. Die Hölle kann es auch nicht sein, da es dort keine Umkehr und keine Reue mehr gibt. Es muss also hier von etwas anderem die Rede sein.

Selbst wenn hier von etwas anderem als Himmel oder Hölle die Rede ist, beudetet dies nicht gleich Fegfeuer, da die Geister, "die im Gefängnis waren", gestorben sind, bevor ihnen Jesu Tod am Kreuz den Weg zum Himmel geöffnet hat.

Es ist durchaus möglich, dass der Zustand hier (oft als "Limbo der Väter" bezeichnet) etwas anderes als das Fegfeuer ist. Wir können aber wenigstens festhalten, dass die, die gestorben sind, sehr wohl für eine bestimmte Zeit in einem Zustand existieren können, der etwas anderes als Himmel oder Hölle ist.

Menschen, die vor Jesus gestorben sind, waren vielleicht in so einem Zustand zwischen Himmel und Hölle, aber eine Vorstellung vom Fegfeuer ist doch unvereinbar mit der Liebe Gottes! Wenn Gott uns wirklich liebt, warum sollten wir dann im Fegfeuer für unsere Sünden leiden?

Wenn man die Vorstellung vom Fegfeuer richtig begreift, macht sie sogar sehr viel Sinn im Hinblick auf die Liebe Gottes. Gott will, dass wir vollkommen sind (vgl. Mt 5,48). Wenn wir also in dem Augenblick, wo wir sterben, nciht vollkommen sind, werden wir durch das Fegfeuer vollkommen gemacht. Gott liebt uns zu sehr, als uns in einem Zustand zu belassen, der weniger als das ist, zu dem Er uns erschaffen hat. Es geht hier also nicht darum, dass ein wütender Gott seine Geschöpfe bestrafen will. Es geht um einen liebenden Vater, wie wir es auch in Heb 12,10 lesen können: "Jene haben uns für kurze Zeit nach ihrem Gutdünken in Zucht genommen; er aber tut es zu unserem Besten, damit wir Anteil an seiner Heiligkeit gewinnen." (Einheitsübersetzung)

(Quelle: San Diego, Catholic Answers, www.catholic.com)

Vom Fegfeuer ist doch in der Bibel gar nicht die Rede!

Lesen wir Mt 12,32: "Auch dem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt." (Einheitsübersetzung).

Dieser Vers weist darauf hin, dass Sünden auch in der zukünftigen Welt vergeben werden können! Wenn jemand stirbt und in die Hölle kommt, wird ihm keine Sünde erlassen. Im Himmel gibt es nichts zu vergeben, da nichts Unreines hinein gelangt. Die einzig logische Schlussfolgerung ist daher, dass es einen dritten Ort gibt, an dem Sünden vergeben werden. Die Katholische Kirche nennt diesen Ort Fegfeuer.

(Quelle: www.saintjoe.com)

 

Für die Toten zu beten, ist doch reine Zeitverschwendung, da es das Fegfeuer gar nicht gibt!

Lesen wir 2 Makk 12,45: "Darum ließ er die Toten entsühnen, damit sie von der Sünde befreit werden." (Einheitsübersetzung)

Die Juden hielten es keineswegs für eine Zeitverschwendung, für die Toten zu beten. Jesus war ein Jude und in der gesamten Heiligen Schrift verurteilte er nie das Beten für die Toten oder das Sündopfer für sie. Das aber war allgemein üblich. In diesem Vers ist davon die Rede, dass Soldaten Amulette trugen, die eigentlich verboten waren. Sie wurden in der Schlacht getötet und starben so in einem Zustand der Sünde, der eine Sühne für die ergangene Beleidigung Gott gegenüber erforderte. Das aber wiederum bedarf eines dritten Ortes oder Zustandes, in dem die Sühne geleistet werden kann.

(Quelle: www.saintjoe.com)

 

Aber wenn unsere Sünden vergeben sind, warum dann noch Fegefeuer?

Wenn wir uns 2 Sam 12 ansehen, können wir erkennen, dass auch im Alten Testament Gott Sünden vergeben hat (in diesem Fall David), trotzdem aber damit noch nicht alles vorbei war (Gott lässt David's Sohn sterben und noch eine Menge Unheil bricht über David herein).

Auch im Neuen Testament zieht sich die Vorstellung, dass wir perfekt bzw. heilig sein müssen und nichts Unreines in den Himmel kommt, wie ein roter Faden durch die Bücher.

Nehmen wir ein anschauliches Beispiel: Wenn der Nachbarsjunge meine Fensterscheibe einwirft, dann reumütig zu mir kommt und sagt, es täte ihm leid, werde ich ihm als Christ vergeben. Wenn er dann aber umdreht und meint, damit sei die Sache erledigt, hat er sich getäuscht: die Fensterscheibe hätte ich schon gerne ersetzt...

 

Weitere biblische Hinweise für das Fegefeuer bzw. für das “Heilige Feuer?

1) Bereits im Alten Testament wird ein Ort namens “Sheol?erwaehnt, der nicht dasselbe wie die Hoelle ist. Hier finden sich sowohl mehr oder weniger gute und mehr oder weniger schlechte Menschen.

2) In 1 Petr 3, 18-20 ist die Rede von Geistern, die im Gefaengnis waren und zu denen Jesus gepredigt hat.

3) In Offb 20, 4-6 sowie 11 ff wird ebenfalls die Existenz eines dritten Ortes (neben Himmel und Hoelle) angenommen.

4) In 1 Petr 4, 1 findet sich ein interessanter Hinweis: “Wer im Fleisch gelitten hat, fuer den hat die Suende ein Ende.?In Vers 8 heisst es dann “die Liebe deckt viele Suenden zu?(alle Bibelzitate Einheitsuebersetzung). Wohlgemerkt die Liebe ?und nicht alleine Jesu Tod am Kreuz. In den Versen 12-13 lesen wir schliesslich: “Liebe Brueder, lasst euch durch die Feuersglut, die zu eurer Pruefung ueber euch gekommen ist, nicht verwirren, als ob euch etwas Ungewoehnliches zustosse. Stattdessen freut euch, dass ihr Anteil an den Leiden Christi habt; denn so koennt ihr auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit voll Freude jubeln.?/P>

5) Ein eindeutiger Hinweis auch in 1 Kor 3, 13-15. Manche meinen irrtuemlich, hier waere vom juengsten Gericht oder von der Hoelle die Rede. In Vers 15 heisst es aber: “Er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durch Feuer hindurch.?Auch der Hinweis in den Versen 13-14 (“Das Feuer wird pruefen, was das Werk eines jeden taugt. Haelt das stand, was er aufgebaut hat, so empfaengt er Lohn. Brennt es nieder, dann muss er den Verlust tragen.?(Einheitsuebersetzung)) zeigt uns, dass es hier nicht um die Hoelle geht, sondern um ein Feuer, durch das wir geprueft und gerettet werden.

6) In Maleachi 3, 2-3 wird Gott wie folgt beschrieben: “Denn er ist wie das Feuer im Schmelzofen und wie die Lauge im Waschtrog. Er setzt sich, um das Silber zu schmelzen und zu reinigen: Er reinigt die Soehne Levis, er laeutert sie wie Gold und Silber.?(Einheitsuebersetzung).

7) In Hebr 12, 29 heisst es: “denn unser Gott ist verzehrendes Feuer.?(Einheitsueberesetzung)

8) Die Serafim, die hoechsten Engel, sind auch die, die am hellsten “brennen?(nichts anderes meint das hebraeische Wort!). Das heisseste Feuer ist also das, das am naehesten bei Gott ist!

9) Mt 5, 26: “Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.?(Einheitsuebersetzung)

10) 2 Makk 12, 42-45: hier wird fuer die Toten gebetet. Wenn sie aber im Himmel sind, braucht man fuer sie nicht zu beten. Ebenso wenig, wenn sie in der Hoelle sind, denn dann sind sie bereits in der ewigen Verdammnis. Es muss also einen dritten Ort geben.

11) Mt 12, 32: “wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukuenftigen Welt.?(Einheitsuebersetzung). Offensichtlich gibt es also einen Ort in der zukuenftigen Welt, an dem noch vergeben wird!

12) 1 Petr 3, 18-20: "Denn auch Christus ist der Sünden wegen ein einziges Mal gestorben, er, der Gerechte, für die Ungerechten, um euch zu Gott hinzuführen; dem Fleisch nach wurde er getötet, dem Geist nach lebendig gemacht. So ist er auch zu den Geistern gegangen, die im Gefängnis waren, und hat ihnen gepredigt. Diese waren einst ungehorsam, als Gott in den Tagen Noachs geduldig wartete, während die Arche gebaut wurde; in ihr wurden nur wenige, nämlich acht Menschen, durch das Wasser gerettet." (Einheitsübersetzung). Es muss also noch einen dritten Ort ausser Himmel und Hölle geben.


(vgl. Prof. Dr. Scott Hahn, Answering Common Objections (CDs), erhaeltlich bei www.saintjoe.com sowie die Einheitsuebersetzung)

 

Grabrede

Ein Beispiel aus dem wirklichen Leben: die Grabrede für meine Großmutter, gestorben am 15. August 1937:

Andächtige Trauerversammlung!

Selten hat eine Nachricht so viel Trauerteilnahme wachgerufen als die unfassliche Kunde: die junge Frau Gollwitzer ist tot. Sie stand ja noch in der Blüte des Lebens, noch ganz mitten in ihrer Lebensaufgabe als Frau und Mutter. Und der Tod kam so unerwartet und nun stehen wir am offenen Grab dieser braven Frau, der ehrengeachteten Margareta Gollwitzer, Arbeitersfrau von Stein.

Es stehen hier in tiefster Trauer ihre Eltern; es ist für die so hart und bitter, in ihren alten Tagen einem lieben Kinde ins Grab sehen zu müssen. Am 21. Januar 1902 haben sie diesem ihrem Kinde in Hebermühle, Pfarrei Teunz das Leben gegeben und heute haben sie dieses ihr gutes und braves Kind in bitterem Weh zur letzten Ruhe gebettet.

Es steht in namenlosem Weh am offenen Grab der Ehemann, dem sie am 21. Oktober 1923 die Hand zu einem überaus glücklichem Lebensbunde reichte. Er allein weis, was er an seiner treuen, liebevollen, fleissigen und sparsamen Margareta hatte. Gott stärke ihn in seinem tiefen Schmerz, dass er ergeben in Gottes unerforschliche Entschlüsse mannhaft und gläubig bete: Der Herr hat sie mir gegeben, der Herr hat sie mir genommen, wie es dem Herrn gefallen hat, so ist es geschehen, der Name des Herrn sei gebenedeit.

Was soll ich sagen zu der grossen Kinderschar, die weinend am Grabe ihrer so sehr geliebten Mutter stehen? In unermüdlicher Sorge und Arbeit hat die Mutter nur für ihre Kinder gelebt, ihre ganze Liebe ging auf in der Hingabe für das leibliche und seelische Wohl ihrer sieben Kinder. Ihre stets einfachen, aber sauber gekleideten, ihre in der Schule so fleissigen, aufmerksamen, so freundlichen und braven Kinder sind das lebende Zeugnis, dass die gute verstorbene Mitschwester ihre Lebensaufgabe als christliche Mutter treu und gewissenhaft erfüllt hat. Möge Gott ihre treue Muttersorge überreich belohnen, die Kinder aber sollen alle ihre mütterliche Sorge vergelten, indem sie unaufhörlich für ihre liebe Mutter beten und jedes Wort und jede Mahnung der guten Mutter treu in ihren Herzen bewahren und befolgen alle Tage ihres Lebens.

In aufrichtiger Anteilnahme steht an diesem Grabe die grosse Schar der Bekannten, die der guten, freundlichen, zuvorkommenden Mitschwester die letzten Ehren erweisen wollten.

Was soll der Priester, der als Stellvertreter der Kirche an diesem offenen Grabe steht, sagen? Ist eine kinderreiche Mutter nicht ein Segen für die Kirche, ein Segen des Volkes? Dieser Segen wird umso grösser, wenn die Mutter ganz aufgeht in der Sorge, ihre Kinder für Gott und die Ewigkeit zu erziehen. Die verstorbene Mitschwester verdient das Lob einer guten, christlichen Mutter, sie verdient aber auch das Lob einer guten christlichen Frau; sie war eine treue Magd des Herrn, die ihre religiösen Pflichten gewissenhaft erfüllt hat. So ist sie denn auch versehen mit den hl. Sterbesakramenten, wie wir hoffen, eines guten Todes gestorben.

Doch es kommt nicht auf die Leichenrede an, die wir Menschen einem unserer Mitbrüder halten. Wer allein hat die Leichenrede unseres Herrn und Schöpfers und Gott, der Allerheilige und Gerechte, hält sie im Urteilsspruche des Gerichtes. Wir haben die gläubige Hoffnung, dass auch das Urteil Gottes über das Leben unserer lieben Mitschwester gut ausfalle, dass es beginne mit den herrlichen Worten der hl. Schrift: Selig sind die Toten die im Herrn entschlafen sind und dass es ende mit den Heilsworten: Wohlan du gute und getreue Magd, weil du über weniges getreu warst, will ich dich über vieles setzen, geh ein in die Freude deines Herrn.

Wir wissen aber nicht, ob im Urteil der göttlichen Gerechtigkeit nicht auch etwas enthalten sei vom Unreinen, dass nicht in den Himmel eingehen könne und von letzten Hellern, die noch zu bezahlen sind. Wir müssen immer annehmen, dass die abgeschiedene Seele das Läuterungsfeuer des Reinigungsortes zu durchschreiten habe, um würdig zu sein, in der Schar der Engel und Heiligen dem unendlich Reinen und Heiligen Gott ihr Lob- und Danklied zu singenDarum wird die Kirche nie müde, für die abgeschiedene Seele zu beten und zu opfern, damit die Zeit dieser Seelenläuterung nicht allzu lange dauere. Darum wollen auch wir für die abgeschiedene Seele unserer lieben Verstorbenen viel und gerne beten, damit sie bald zur beseligenden Anschauung Gottes gelange. Und so rufen und beten wir in christlicher Liebe: O Herr, gib ihr die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihr, o Herr, lasse sie ruhen in Deinem heiligen Frieden!

Vater unser ---.

“Where is Purgatory in the Bible?” is one of the most popular questions that “Bible Christians” ask Catholics.  And, it’s a question that many Catholics, unfortunately, have a good bit of difficulty answering.  And when Catholics have difficulty answering a question about Purgatory and the Bible, or anything else related to the Catholic Faith and the Bible, it generally does two things:


First, it reinforces the belief of many non-Catholic Christians that the teachings of the Catholic Church are contrary to the Bible - which means they won’t be considering becoming Catholic anytime soon; and, secondly,  it can weaken the faith of the Catholic.  The Catholic might start asking himself, “You know, if Purgatory isn’t in the Bible, then why does the Catholic Church believe it?  Could it really be something some Pope made up like I was told?” And when a Catholic starts having thoughts like that, it’s not going to take very long for them to walk right out of the Church.  


You see, it’s questions like these, that Catholics get from non-Catholics, that are one of the main reasons there are tens of millions of former Catholics now in any number of Protestant denominations here in the U.S.  A question gets asked to a poorly catechized Catholic, one who is not prepared to explain and defend their faith, and when they can’t answer it, it makes them think that the Church doesn’t have a good answer to the question, because they’ve never heard it.  And, if the Church doesn’t have an answer to a question about its doctrine and practices, then how can it be a legitimate church, right?  


Which is actually a very reasonable question to ask.  The problem is, though, the Church does have a good answer to the question, and any question, about its teachings and practices, it’s just that the majority of Catholics haven’t been taught these answers and so don’t know the answers are out there.


So, where IS Purgatory in the Bible?  To answer that question, I want to introduce you to the third of the apologetics strategies I’ve been talking about.  I call this strategy: “But It’s the Principle of the Thing!”  All it is, is learning how to establish Catholic principles from Scripture.  And then use these principles to build your case for the Faith, which is basically what apologetics is all about - building the case for the faith.  


That’s the strategy, now let’s see it in action in answering the question about Purgatory.  First we start with 2 Sam 12:13-18.  2 Sam 12:13-18: “David said to Nathan, ‘I have sinned against the Lord.’  And Nathan said to David, ‘the Lord also has put away your sin; you shall not die.  Nevertheless, because by this deed you have utterly scorned the Lord, the child that is born to you shall die.’  And the Lord struck the child that Uriah’s wife bore to David, and it became sick…On the seventh day the child died.”  


So Catholic scriptural Principle #1 in relation to Purgatory: There is the possibility of punishment due to sin even after one has received forgiveness.  David was forgiven - his sin was “put away” as the Bible tells us; yet, there was punishment due to that sin even after it had been forgiven.  


Now, we turn to the New Testament, Rev 21:27, “But nothing unclean shall enter it…” Scripture is talking here about the New Jerusalem -  Heaven.  So, Catholic scriptural Principle #2 in relation to Purgatory: Nothing unclean, in essence, nothing with the stain of sin, will enter Heaven.  


Next, we look at Heb 12:22-23, which says, “But you have come to Mount Zion and to the city of the living god, the heavenly Jerusalem...and to a judge who is God of all, and to the spirits of just men made perfect…”  The spirits of just men, or you could say the spirits of the just, made perfect.  So, Catholic scriptural Principle #3 in relation to Purgatory: There is a way, a process, through which the spirits of the “just” are “made perfect”.  And pay close attention to this, it very specifically states that it is the “spirits” of the just being made perfect.  


One more.  1 Cor 3:13-15, “…each man’s work will become manifest; for the Day [it’s talking about a person’s judgment day here] will disclose it, because it will be revealed with fire, and the fire will test what sort of work each one has done.  If the work which any man has built on the foundation [Jesus Christ]  survives, he will receive a reward.  If any man’s work is burned up, he will suffer loss, though he himself will be saved, but only as through fire.”  


Where is this place that a man, after he dies, suffers loss, as through fire, but is still saved.  Hell?  No, you suffer loss as through fire in Hell, but once you’re in Hell, you don’t get out...you can’t be saved.  So, is it Heaven?  No, because you don’t suffer loss in Heaven.  Hmmm…must be somewhere else.  Catholic scriptural Principle #4 in relation to Purgatory: There is a place, or a state of being, other than Heaven or Hell.


Okay, let’s put together all of these Catholic principles we just established from Scripture: 1) There is punishment due to sin even after receiving forgiveness, 2) nothing unclean, nothing with the stain of sin, will enter Heaven, 3) there is a way, a process, through which the spirits of the just are made perfect, and 4) there is a place, or a state of being, other than Heaven or Hell, where a person can suffer loss after they die, as through fire, yet still be saved.  All principles backed up by Scripture which, when put together, make a very good case for Purgatory.


So, even though Purgatory is nowhere mentioned directly in the Bible, you can make a very, very good case for Purgatory, straight from the Bible.

(www.biblechristiansociety.com)

Purgatory

Sacred Scripture and the constant faith of the Church affirm that heaven and hell, as places, exist. Roman Catholic Christians and other Christians also profess belief in a state of being, not a place, called "purgatory." The term "purgatory" is not found in the Bible; but neither are other such important Christian beliefs such as "Trinity" and "Incarnation."

Purgatory is defined as a state of being, the continuing process of purgation or purification of the soul after human death. It is a state of perfection--begun in baptism and faith-consummated after death, entered into only by those who are saved. In other words, our transformation in Christ (Rom 13:14, "Put on the Lord Jesus Christ"), our perfection in the holiness of the Father (1 Pet 1:16, "Be holy, because I (am) holy") is not ended at our physical death. Purgatory is a sign of God's mercy on those who have honestly sought to know God and to do His will in this life and yet die in some degree of bondage to sin or the effects of sin.

The Church has only two official teachings concerning purgatory:

    • it exists, and
    • our prayers help the souls in purgatory.

God is revealed as perfect interior holiness.

Is 6:3
"Holy, holy, holy is the Lord of hosts!" they (the Seraphim) cried one to the other.

We are called to that same holiness.

Lv 19:2
"Speak to the whole Israelite community and tell them: Be holy, for I, the Lord your God, am holy."
1 Pet 1:15-16
As he who called you is holy, be holy yourselves in every aspect of your conduct, for it is written, "Be holy because I (am) holy."

Who can stand in the face of the holiness of God?

Ps 15:1
Lord, who may abide in your tent? Who may dwell on your holy mountain?
Ps 66:18
Had I cherished evil in my heart, the Lord would not have heard.
Heb 12:14
Strive for peace with everyone, and for that holiness without which no one will see the Lord.
Eph 5:3
Immorality or any impurity or greed must not even be mentioned among you, as is fitting among holy ones.
Ex 33:18-20
Then Moses said, "Do let me see your glory!" He (Yahweh) answered, "I will make all my beauty pass before you, and in your presence I will pronounce my name, 'Lord'; I who show favors to whom I will, I who grant mercy to whom I will. But my face you cannot see, for no man sees me and still lives."
Rev 21:27
... but nothing unclean will enter it (the City of God), nor any (one) who does abominable things or tells lies. Only those will enter whose names are written in the Lamb's book of life.
Eph 5:25-27
Christ loved the church and handed himself over for her (the Church) to sanctify her, cleansing her by the bath of water with the word, that he might present to himself the church in splendor, without spot or wrinkle or any such thing, that she might be holy and without blemish.

We are deprived of the vision of God because of our sinfulness. But there is a divine purging fire which can heal us.

Heb 12:29
For our God is a consuming fire.
Heb 12:6,10
For whom the Lord loves, he disciplines; he scourges every son he acknowledges. ... but he does so for our benefit, in order that we may share his holiness.
Is 6:5-7
Then I (Isaiah) said, "Woe is me, I am doomed! For I am a man of unclean lips, living among a people of unclean lips; yet my eyes have seen the King, the Lord of hosts!" Then one of the seraphim flew to me, holding an ember which he had taken with tongs from the altar. He touched my mouth with it. "See," he said, "now that this has touched your lips, your wickedness is removed, your sin purged."
1 Cor 3:11-15
For no one can lay a foundation other than the one that is there, namely, Jesus Christ. If anyone builds on this foundation with gold, silver, precious stones, wood, hay, or straw, the work of each will come to light, for the Day will disclose it. It will be revealed with fire, and the fire (itself) will test the quality of each one's work. If the work stands that someone built upon the foundation, that person will receive a wage. But if someone's work is burned up, that one will suffer loss; the person will be saved, but only as through fire.
1 Pet 1:7
The genuineness of your faith, more precious than gold that is perishable even though tested by fire, may prove to be for praise, glory, and honor at the revelation of Jesus Christ.

Jesus implies that our sins can be forgiven in the next world.

Mt 12:32
And whoever speaks a word against the Son of Man will be forgiven; but whoever speaks against the holy Spirit will not be forgiven, either in this age or in the age to come.

Scripture from the Greek Septuagint, the Old Testament of Christ, the Evangelists and Paul, and of the councils of Hippo and Carthage, affirm purgatory.

2 Mc 12:42-46
Turning to supplication, they prayed that the sinful deed might be fully blotted out. The noble Judas warned the soldiers to keep themselves free from sin, for they had seen with their own eyes what had happened because of the sin of those who had fallen. He then took up a collection among all his soldiers, amounting to two thousand silver drachmas, which he sent to Jerusalem to provide for an expiatory sacrifice. In doing this he acted in a very excellent and noble way, inasmuch as he had the resurrection of the dead in view; for if he were not expecting the fallen to rise again, it would have been useless and foolish to pray for them in death. But if he did this with a view to the splendid reward that awaits those who had gone to rest in godliness, it was a holy and pious thought. Thus he made atonement for the dead that they might be freed from this sin.

Experience teaches us that there are people who die so suddenly, they have not had the opportunity to confess their sins, but are not guilty of serious "death dealing" sin and separation from God.

The constant faith of the Church affirms the belief in purgatory.

From the earliest of times, the Fathers of the Church taught the existence of purgatory: Tertullian (Rome, 160 - 220?), Origen (Alexandria, 185 - 254?), Cyprian (Carthage, 200 - 258), Ambrose (Tier, 340 - 397), Augustine (Numidia, 354 - 430), Basil (Caesarea, 329 - 379), Gregory of Nazianzus (in Cappadocia, 329 - 389), John Chrysostom (Antioch, 349 - 407), Gregory the Great (Rome, 540 - 604), and many others.

The teaching Magisterium of the Church also affirms the belief in purgatory.

Council of Lyons II (1274)
We believe ... that the souls, by the purifying compensation are purged after death.
Council of Florence
Repeated the Council of Lyons II.
Council of Trent (1545-1563)
We constantly hold that purgatory exists, and that the souls of the faithful there detained are helped by the prayers of the faithful.
Catechism of the Catholic Church, Section 1031
The Church gives the name Purgatory to this final purification of the elect, which is entirely different from the punishment of the damned. The Church formulated her doctrine of faith on Purgatory especially at the Councils of Florence and Trent. The tradition of the Church, by reference to certain texts of Scripture, speaks of cleansing fire.
As for certain lesser faults, we must believe that, before the Final Judgment, there is a purifying fire. He who is truth says that whoever utters blasphemy against the Holy Spirit will be pardoned neither in this age nor in the age to come. From this sentence we understand that certain offenses can be forgiven in this age, but certain others in the age to come.
Catechism of the Catholic Church, Section 1472
To understand this doctrine and practice of the Church, it is necessary to understand that sin has a double consequence. Grave sin deprives us of communion with God and therefore makes us incapable of eternal life, the privation of which is called the "eternal punishment" of sin. On the other hand every sin, even venial, entails an unhealthy attachment to creatures, which must be purified either here on earth, or after death in the state called Purgatory. This purification frees one from what is called the "temporal punishment" of sin. These two punishments must not be conceived of as a kind of vengeance inflicted by God from without, but as following from the very nature of sin. A conversion which proceeds from a fervent charity can attain the complete purification of the sinner in such a way that no punishment would remain.

Limbo

The word limbo comes from the Latin word limbus which means a border, a hem, or fringe around the edge of a garment.

The term is associated in common parlance to mean some in-between state of being. It is often associated, in a religious context, with some state of being in neither heaven nor hell, therefore on the fringe of either. It has been used to refer to the abode for the dead who were neither capable of committing deadly sin (1 Jn 5:16) which excluded the soul from hell nor were baptized in water and the Holy Spirit (Jn 3:5)which excluded the soul from heaven.

There never has been nor is there any official Roman Catholic doctrinal position or teaching on the existence of or state of limbo.

It must be stated that the term limbo receives a lot of attention in pastoral practice when pastors had to explain the mind of God to distraught parents whose newborn infant has died without being baptized.

Catechism of the Catholic Church, Section 1261
As regards children who have died without Baptism, the Church can only entrust them to the mercy of God, as she does in her funeral rites for them. Indeed, the great mercy of God who desires that all men should be saved, and Jesus' tenderness toward children which caused him to say: "Let the children come to me, do not hinder them," allow us to hope that there is a way of salvation for children who have died without Baptism. All the more urgent is the Church's call not to prevent little children coming to Christ through the gift of holy Baptism.


(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)

 

I have an Evangelical friend at work who claims that the Catholic belief in Purgatory is not scriptural. What should I say to him?

2 Sam 12:13-18, “David said to Nathan, ‘I have sinned against the Lord.’ And Nathan said to David, ‘The Lord also has put away your sin; you shall not die. Nevertheless, because by this deed you have utterly scorned the Lord, the child that is born to you shall die.’ And the Lord struck the child that Uriah’s wife bore to David, and it became sick…On the seventh day the child died.” Catholic Scriptural Principle #1 – there is punishment for sin even after one has received forgiveness.

Rev 21:27, “But nothing unclean shall enter it…” The New Jerusalem – Heaven. Catholic Scriptural Principle #2 – nothing unclean, nothing with the stain of sin, will enter Heaven.

Mt 5:48, “You, therefore, must be perfect as your heavenly Father is perfect.” That’s because of Principle #2 – nothing unclean will get into Heaven.

Heb 12:22-23, “But you have come to Mount Zion and to the city of the living god, the heavenly Jerusalem...and to a judge who is God of all, and to the spirits of just men made perfect…” The spirits of just men, made perfect. Catholic Scriptural Principle #3 – there is a way, a process, through which the spirits of the “just” are “made perfect.”

1 Cor 3:13-15, “…each man’s work will become manifest; for the Day [judgment day] will disclose it, because it will be revealed with fire, and the fire will test what sort of work each one has done. If the work which any man has built on the foundation survives, he will receive a reward. If any man’s work is burned up, he will suffer loss, though he himself will be saved, but only as through fire.” Where is this place that a man, after he dies, suffers loss, as through fire, but is still saved. Hell? No, once you’re in Hell, you don’t get out. Heaven? No, you don’t suffer loss in Heaven.

Mt 12:32, “And whoever says a word against the Son of man will be forgiven; but whoever speaks against the Holy Spirit will not be forgiven, either in this age or in the age to come.” Implies forgiveness in the age to come. Where can you go to be forgiven in the age to come? Heaven? You don’t need forgiveness. Hell? There is no forgiveness. Catholic Scriptural Principle #4 – there is a place, or state of being, other than Heaven or Hell.

Now, let’s summarize these four scriptural principles: There is punishment for sin even after one has received forgiveness. We have to be perfect as the Father is perfect, because nothing unclean will enter Heaven. There is some way, or process, by which the spirits of the just are made perfect. There is a place besides Heaven or Hell where you can suffer loss, yet be saved, but only as through fire; and where you can be forgiven of sins from a previous age. It all adds up to one inevitable conclusion - the Catholic teaching on Purgatory is indeed scriptural.

(Source: Bible Christian Society / John Martignoni. http://www.biblechristiansociety.com/apologetics/two_minute. Used with permission)

Jimmy Akin