
Lesen wir Offb 21,27: "Aber nichts Unreines wird hineinkommen, keiner, der Gräuel verübt und lügt. Nur die, die im Lebensbuch des Lammes eingetragen sind, werden eingelassen." (Einheitsübersetzung).
Hieraus ergibt sich als logische Notwendigkeit das Fegfeuer! Wir sind alle Sünder und wir brauchen alle Gottes Mitleid, um in den Himmel zu kommen. Auch wenn unsere Sünden vergeben sein mögen, ist hierfür doch noch ein Preis zu zahlen; "Ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast." (Lk 12,59 - Einheitsübersetzung). Wenn wir vor Gott stehen wollen, müssen wir in jeder Hinsicht perfekt und rein sein. Und dafür bedarf es einer Läuterung / Reinigung, bevor wir in den Himmel eintreten können.
(Quelle: www.saintjoe.com)
Stimmt es, dass Katholiken gar nicht mehr an das Fegfeuer glauben?
Nein. Der glaube an das Fegfeuer ist ein Dogma des Glaubens, die Kirche wird also auch weiterhin daran fest halten.
Aber vom Fegfeuer steht doch gar nichts in der Bibel, und die Kirche behauptet doch immer, sie würde an den biblischen Wahrheiten festhalten?
Bevor wir darauf eingehen, welche Vorstellung hast du eigentlich vom Fegfeuer?
Nun, es ist sowas wie eine zweite Chance für die, die keine guten Jünger Jesu in dieser Welt waren. Und eben weil sie nicht gut waren, können sie jetzt im Fegfeuer ihre Sünden abarbeiten und dann in den Himmel kommen. Das zeigt doch, dass Katholiken immer noch auf gute Werke vertrauen, um gerettet zu werden. Fegfeuer ist doch sowas wie ein Zwischending zwischen Himmel und Hölle, wo die Menschen für ihre Verfehlungen in dieser Welt bestraft werden, die noch nicht vergeben wurden.
Das ist aber nicht die Lehre und der Glaube der katholischen Kirche. Die Kirche macht eigentlich nur wenige verbindliche Aussagen über das wesen des Fegfeuers. Im Katechismus heißt es, dass alle, die in Gottes Gnade und Freundschaft sterben, aber noch nicht ganz geläutert sind, tatsächlich der ewigen Erretung versichert sein dürfen; aber nach dem Tod erst einmal eine Läuterung durchmachen müssen, um so die Heiligkeit zu erlangen, die nötig ist, um in die Freude des Himmels einzugehen (CCC1030). Das Fegfeuer ist also keine zweite Chance nach diesem Leben, sondern nur für die, die in Gottes Gnade und Freundschaft sterben.
Was heißt denn das, in Gottes gande und Freundschaft zu sterben? Römer 10,9 sagt doch, dass man gerettet wird, wenn man an Jesus Christus glaubt. Da steht aber nichts von einer Läuterung nach dem Tod! Und die ganze Heiligkeit, die wir brauchen, um in den Himmel zu gelangen, finden wir in Christus! Wenn wir Ihm vertrauen, werden wir auch gerettet.
Wenn wir sagen, wir sterben in Gottes Gnade, heißt das nichts anderes, als dass wir an Christus glauben müssen - wie Römer 10,9 sagt. Für Paulus war damit aber noch nicht alles erledigt. Biblische Verse müssen immer im Kontext der gesamten Heiligen Schrift interpretiert werden. Sehen wir uns doch einmal 1 Kor 3,14-15 an: "Hält das stand, was er aufgebaut hat, so empfängt er Lohn. Brennt es nieder, dann muss er den Verlust tragen. Er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durch Feuer hindurch." (Einheitsübersetzung) Fegfeuer heißt also eine Art Läuterung oder ein Brennen wie durch Feuer. Der Mensch wird gerettet, obwohl seine Werke verbrannt werden. Wenn also jemand stirbt, aber immer noch persönliche Fehler hat, kann er noch nicht in den Himmel eintreten, weil er noch nicht völlig gereinigt wurde. Er muss also zunächst eine Läuterung durchmachen, den nichts Unreines kann in den Himmel kommen (siehe auch Off 21,27).
In 1 Kor 3,13, also kurz vor deinem Zitat gerade eben heißt es aber: "Das Werk eines jeden wird offenbar werden; jener Tag wird es sichtbar machen, weil es im Feuer offenbart wird. Das Feuer wird prüfen, was das Werk eines jeden taugt." (Einheitsübersetzung) "Jener Tag" ist aber der Tag des Jüngsten Gerichts, und nicht irgendein Fegfeuer!
Es ist keineswegs offensichtlich, worüber Paulus hier spricht. Es muss keineswegs zwangssweise das Jüngste Gericht sein. Man kann sich durchaus darauf verständigen, dass es ein persönliches Gericht nach dem Tod und ein allgemeines Gericht am Jüngsten Tag, also am Ende aller Tage geben wird.
Es heißt aber doch, dass jener Tag es sichtbar machen wird. Da steht nichts von einer Läuterung. Selbst wenn man hier von einem persönlcihen Gericht ausgeht, heißt das nicht, dass das Dogma vom Fegfeuer richtig wäre.
OK, gehen wir einmal davon aus, hier handelt es sich um das persönliche Gericht. Wenn du dir jetzt die katholische Lehre vom Fegfeuer ansiehst, was davon findest du nicht in diesen Versen?
Es steht hier zum Beispiel nichts davon, dass man für die Toten beten sollte, und darum geht es doch auch bei der Lehre der katholischen Kirche, was das Fegfeuer angeht!
Stimmt - in diesen Versen steht davon nichts. Sehr wohl aber in anderen. Am deutlichsten zeigt sich das in 2 Makk 12,40-45. Judas bringt hier ein Sündopfer dar für Soldaten, die im Kampf gefallen sind und handelt damit heilig und fromm! Besondere Beachtung dürfte Vers 44 finden: "Hätte er nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, wäre es nämlich überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten." Wenn sie also schon in der Hölle sind, hat das Beten kaum mehr Sinn. Wenn sie dagegen bereits im Himmel sind, ebensowenig, denn dann "haben sie es ja schon geschafft". Was heißt das also? Fegfeuer!
Diese Buch zählt aber nciht zu den von Gott inspirierten Büchern und kann hier wohl kaum als Begründung herhalten!
Die Inspiration von diesem Buch können wir gerne an anderer Stelle diskutieren. Nehmen wir einfach aus diesen Versen mit, dass die Juden schon vor Jesu Zeiten die Notwendigkeit einer Läuterung von Sünden nach dem Tod anerkannt haben. Ebenso haben sie geglaubt, dass Gebete und Opfergaben derer, die noch am Leben waren, diesen Läuterungsprozess positiv beeinflussen konnten. Es handelt sich hierbei also keineswegs um eine Erfindung der katholischen Kirche.
Auch wenn sie es nicht erfunden hat, heißt das nicht automatisch, dass es wahr ist. Im Neuen Bund gelten die Vorschriften des Alten Bundes nicht mehr, zumindest ein Großteil davon nicht. Die Notwendigkeit einer Läuterung nach dem Tod könnte eine davon sein.
Stimmt - man kann nicht sagen, dass alles, was vor Jesus galt, auch noch nach Ihm Bedeutung hat. Bei der Vorstellung der Läuterung nach dem Tod im Makkabäer-Buch handelt es sich aber nicht um eine Vorschrift, sondern um einen Glauben. Und der steht nicht auf einer Ebene mit Vorschriften über das Essen usw. Außerdem finden wir im Neuen Testament eine Fortsetzung dieser Idee. In Mat 12,32 lesen wir etwa: "Auch dem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt." (Einheitsübersetzung). Das heißt also, dass es seinige Sünden gibt, die in der zukünftigen Welt vergeben werden! Wenn es tatsächlich keine Läuterung nach dem Tod gibt, macht dieser Vers keinen Sinn.
Jesus hat aber nicht zwischen dieser und der zukünftigen Welt, sondern zwischen der Zeit im Alten und im Neuen Bund gemacht!
Diese Auslegung macht keinen Sinn, da sie nicht in den Kontext dieses Verses passt. Kurz zuvor hat Jesus Dämonen ausgetireben und angekündigt, das Königreich Gottes sei gekommen. Er sagt also, dass das Königreich Gottes schon gegenwärtig ist, es würde also keinen Sinn geben, wenn Er sich auf die Herrschaft des Könireiches beziehen würde, in einer Zeit, die noch kommen sollte.
Selbst wenn dem so wäre, kann das doch einfach heißen, dass wir im Moment unseres Todes geläutert werden und Vergebung erfahren. Was in 1 Kor 3,14-15 steht, könnte auch in einem Moment geschehen. Warum sollten die Seelen nach dem Tod also noch in einem Zwischenzustand esistieren?
Die katholische Kirche schließt keineswegs aus, dass die Läuterung auch in einem Moment geschehen könnte. Es gibt aber sehr wohl Hinweise in der Bibel, dass die Seelen in so einer Art Zwischenzustand leben. Sehen wir uns doch einmal 1 Petr 3,19-20 an: "So ist er auch zu den Geistern gegangen, die im Gefängnis waren, und hat ihnen gepredigt. Diese waren einst ungehorsam, als Gott in den Tagen Noachs geduldig wartete, während die Arche gebaut wurde; in ihr wurden nur wenige, nämlich acht Menschen, durch das Wasser gerettet." (Einheitsübersetzung). Jesus hat also zu Geistern gepredigt, "die im Gefängnis waren". Dieses "Gefängnis" kann nicht der Himmel sein, denn dann müsste ihnen niemand mehr die Gute Nachricht predigen. Die Hölle kann es auch nicht sein, da es dort keine Umkehr und keine Reue mehr gibt. Es muss also hier von etwas anderem die Rede sein.
Selbst wenn hier von etwas anderem als Himmel oder Hölle die Rede ist, beudetet dies nicht gleich Fegfeuer, da die Geister, "die im Gefängnis waren", gestorben sind, bevor ihnen Jesu Tod am Kreuz den Weg zum Himmel geöffnet hat.
Es ist durchaus möglich, dass der Zustand hier (oft als "Limbo der Väter" bezeichnet) etwas anderes als das Fegfeuer ist. Wir können aber wenigstens festhalten, dass die, die gestorben sind, sehr wohl für eine bestimmte Zeit in einem Zustand existieren können, der etwas anderes als Himmel oder Hölle ist.
Menschen, die vor Jesus gestorben sind, waren vielleicht in so einem Zustand zwischen Himmel und Hölle, aber eine Vorstellung vom Fegfeuer ist doch unvereinbar mit der Liebe Gottes! Wenn Gott uns wirklich liebt, warum sollten wir dann im Fegfeuer für unsere Sünden leiden?
Wenn man die Vorstellung vom Fegfeuer richtig begreift, macht sie sogar sehr viel Sinn im Hinblick auf die Liebe Gottes. Gott will, dass wir vollkommen sind (vgl. Mt 5,48). Wenn wir also in dem Augenblick, wo wir sterben, nciht vollkommen sind, werden wir durch das Fegfeuer vollkommen gemacht. Gott liebt uns zu sehr, als uns in einem Zustand zu belassen, der weniger als das ist, zu dem Er uns erschaffen hat. Es geht hier also nicht darum, dass ein wütender Gott seine Geschöpfe bestrafen will. Es geht um einen liebenden Vater, wie wir es auch in Heb 12,10 lesen können: "Jene haben uns für kurze Zeit nach ihrem Gutdünken in Zucht genommen; er aber tut es zu unserem Besten, damit wir Anteil an seiner Heiligkeit gewinnen." (Einheitsübersetzung)
(Quelle: San Diego, Catholic Answers, www.catholic.com)
Lesen wir 1 Kor 3,14-15: "Hält das stand, was er aufgebaut hat, so empfängt er Lohn. Brennt es nieder, dann muss er den Verlust tragen. Er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durch Feuer hindurch." (Einheitsübersetzung).
Das Wort "Fegfeuer" steht nicht in der Bibel, aber an verschiedenen Stellen wird ein "dritter Platz" (neben Himmel und Hölle) beschrieben. Oben genannte Verse zeigen, dass man zur Läuterung eine Art von Leiden durchzustehen hat. Weil die Bibel aber diesen dritten Platz nicht näher beschreibt, hat ihm die Katholische Kirche einen Namen gegeben - um damit eine Diskussion darüber zu ermöglichen. Ebenso hat die Katholische Kirche die Namen der Dreifaltigkeit geschaffen (ebenfalls ein Begriff, der nirgends in der Bibel zu finden ist. Gleichwohl aber ist die Lehre der Dreifaltigkeit in der Bibel - was wohl kaum ein evangelikaler "bibeltreuer" Christ bestreiten würde!), der Menschwerdung ("Fleischwerdung") und vielem mehr. Fegfeuer ist die letzte Reinigung bzw. Läuterung für jemanden, der schon gerettet ist, aber noch nicht gereinigt / geläutert. Durch die Läuterung kann er in den Himmel eintreten - was für einen "unreinen" Menschen nicht möglich ist.
Um einmal ein anderes Bild zu gebrauchen: Wenn mein kleiner Sohn im Supermarkt eine Flasche Orangensaft fallen lässt, vergebe ich ihm bestimmt - seine Hose sowie der Boden ist aber noch immer nass, und ebenso sind die Scherben noch auf dem Boden - und Mamma wird uns was erzählen, wenn wir so nach Hause kommen...
(Quelle: u.a. www.saintjoe.com)
Lesen wir hierzu 1 Petr 4,6: "Denn auch Toten ist das Evangelium dazu verkündet worden, dass sie wie Menschen gerichtet werden im Fleisch, aber wie Gott das Leben haben im Geist." (Einheitsübersetzung).
Es stimmt, Himmel oder Hölle sind die einzigen beiden Orte, wo die menschliche Seele für die Ewigkeit hingelangen kann. Hier aber sagt Petrus, dass Jesus zu den Toten predigte, die nicht im Himmel sein konnten, da da dieser erst noch geöffnet werden musste und die Hölle konnte es ebenso wenig sein, da die, die in der Hölle waren, konnten vom Wort Gottes keinen Nutzen ziehen. Logischerweise muss es also einen dritten Ort geben. Katholiken nennen ihn Fegfeuer. Hier wird unsere Selbstsucht und unsere stolze Natur aus unserer Seele gereinigt, bevor wir in den Himmel gelangen.
(Quelle: www.saintjoe.com)
Sacred Scripture and the constant faith of the Church affirm that heaven and hell, as places, exist. Roman Catholic Christians and other Christians also profess belief in a state of being, not a place, called "purgatory." The term "purgatory" is not found in the Bible; but neither are other such important Christian beliefs such as "Trinity" and "Incarnation."
Purgatory is defined as a state of being, the continuing process of purgation or purification of the soul after human death. It is a state of perfection--begun in baptism and faith-consummated after death, entered into only by those who are saved. In other words, our transformation in Christ (Rom 13:14, "Put on the Lord Jesus Christ"), our perfection in the holiness of the Father (1 Pet 1:16, "Be holy, because I (am) holy") is not ended at our physical death. Purgatory is a sign of God's mercy on those who have honestly sought to know God and to do His will in this life and yet die in some degree of bondage to sin or the effects of sin.
The Church has only two official teachings concerning purgatory:
God is revealed as perfect interior holiness.
We are called to that same holiness.
Who can stand in the face of the holiness of God?
We are deprived of the vision of God because of our sinfulness. But there is a divine purging fire which can heal us.
Jesus implies that our sins can be forgiven in the next world.
Scripture from the Greek Septuagint, the Old Testament of Christ, the Evangelists and Paul, and of the councils of Hippo and Carthage, affirm purgatory.
Experience teaches us that there are people who die so suddenly, they have not had the opportunity to confess their sins, but are not guilty of serious "death dealing" sin and separation from God.
The constant faith of the Church affirms the belief in purgatory.
From the earliest of times, the Fathers of the Church taught the existence of purgatory: Tertullian (Rome, 160 - 220?), Origen (Alexandria, 185 - 254?), Cyprian (Carthage, 200 - 258), Ambrose (Tier, 340 - 397), Augustine (Numidia, 354 - 430), Basil (Caesarea, 329 - 379), Gregory of Nazianzus (in Cappadocia, 329 - 389), John Chrysostom (Antioch, 349 - 407), Gregory the Great (Rome, 540 - 604), and many others.
The teaching Magisterium of the Church also affirms the belief in purgatory.
The word limbo comes from the Latin word limbus which means a border, a hem, or fringe around the edge of a garment.
The term is associated in common parlance to mean some in-between state of being. It is often associated, in a religious context, with some state of being in neither heaven nor hell, therefore on the fringe of either. It has been used to refer to the abode for the dead who were neither capable of committing deadly sin (1 Jn 5:16) which excluded the soul from hell nor were baptized in water and the Holy Spirit (Jn 3:5)which excluded the soul from heaven.
There never has been nor is there any official Roman Catholic doctrinal position or teaching on the existence of or state of limbo.
It must be stated that the term limbo receives a lot of attention in pastoral practice when pastors had to explain the mind of God to distraught parents whose newborn infant has died without being baptized.
(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)
Karl-Leisner-Jugend: Das Leben nach dem Tod aus katholischer Sicht
Kathpedia: Fegefeuer
Katechismus der Katholischen Kirche
kath-info: Das Fegfeuer
Katholisches Apostolat: Fegfeuer
Zeugen der Wahrheit: Das Fegefeuer
Original Catholic Encyclopedia: Purgatory
Catholic Answers: Purgatory
Catholic Answers: The Roots of Purgatory
Prof. Dr. Scott Hahn: Purgatory
Catholics United for the Faith: Purgatory
James Akin: How to Explain Purgatory to Protestants
Bücher zum Thema Fegfeuer: Klicke hier
Catholic Answers Shop
Saint Joseph's Communications: https://www.saintjoe.com/
Tim Staples: God's Perfect Plan: Purgatory and Indulgences Explained
Sie kamen aus dem Feuer (soll wieder aufgelegt werden!)
Dr. Marcellino D'Ambrosio: Heaven, Hell & Purgatory (CD)