Katholisch Leben!

The Jesus Brothers

Eucharistie

 

Was hat Jesus eigentlich gemeint, als Er von Seinem Fleisch bzw. Seinem Leib, der für uns hingegeben wird und Seinem Blut sprach, das wir essen und trinken müssen, um ewiges Leben zu erhalten? Viele Christen haben mit diesen Begriffen so ihre Probleme. Jesus sprach davon unter anderem in der Nacht vor Seiner Kreuzigung und gab diesen Worten damit eine Bedeutung für alle Ewigkeit. Er war sich bewusst, dass man diese Worte immer wieder wiederholen würde - bis ans Ende aller Tage und in der ganzen Welt. Man darf also davon ausgehen, dass Er sehr genau wusste, was Er hier tat und sagte. Er sagte NICHT, dieses Brot enthält Meinen Leib oder dieses Brot steht stellvertretend für Meinen Leib. Er sagte, dies IST Mein Leib!

Eine Passage in der Bibel, die unbedingt in Zusammenhang mit der Eucharistie gelesen werden sollte (was leider selten getan wird!), ist Johannes 6,26-59. Jesus erwähnt hier sechs Mal, dass wir Sein Fleisch essen müssten. Vier Mal wird ein griechisches Wort verwendet, dass so etwas wie "kauen" bedeutet, also sehr klar und anschaulich ist. Weder in der gesamten Bibel, noch der Septuaginta noch in den alten weltlichen Schriften der damaligen Zeit wird dieses Wort jemals symbolisch verwendet.

Was geschieht im 6. Kapitel des Johannesevangeliums? Wie ist dies zu verstehen? Was tut Jesus hier, was sagt Er und wie dürfen wir dies verstehen?

Hier ernährte Er 5.000 Menschen mit nur wenig Nahrung - und zwar genau ein Jahr vor Seiner Kreuzigung. Und ebenso wie bei Seiner Kreuzigung fand dies um die Zeit des Pessachfestes statt. Ein Jahr später würden sich die Apostel, mit denen Jesus das letzte Abendmahl feiern würde, mit Sicherheit an die damalige Begebenheit erinnern.

Hier ist zunächst davon die Rede, dass wir etwas tun müssen ("das Werk Gottes"), und zwar an Jesus glauben. Die Juden fragen Ihn dann, welche Zeichen Er denn tun würde, damit sie Ihm glauben. Ihre Väter htten etwa das Manna, das Brot vom Himmel gegessen. Jesus antwortet: "Ich bin das Brot des Lebens"!

Wie war das nun zu verstehen? Jesus fährt fort: "Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch" und weiter: "Wer mein Feisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben". Vielleicht haben einige unter den Zuhörern nicht ganz verstanden, was Er mit seinem "Fleisch" meinte und so sagt Jesus: "Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt." Es ist also das körperliche Fleisch - also sein Körper selbst damit gemeint, der später ans Kreuz geschlagen werden sollte. Er ermahnt Seine Jünger, sein Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken - was wohl kaum Zweifel offen lässt.

Dieses Fleisch ist also nicht im übertragenen oder symbolischen Sinne zu verstehen. Es war auch nicht nur sprirtuell gemeint. Diese Fleisch sollte am Kreuz sterben! Jesu' Worte sind nur schwer zu verstehen, wenn man sie nicht im Kontext liest. Diese Worte in Johannes Kapitel 6 sind deshalb unbedingt im Zusammenhang mit dem Abendmahl zu lesen!

Die Bedeutung ist hier so klar und offensichtlich, dass protestantische Theologen allerdings erhebliche Schwierigkeiten haben, dies anders darzustellen oder zu erklären versuchen. Manche behaupten, dieser Teil sei eine spätere Einfügung. Man zweifelt also eher an der Echtheit der Bibelverse, als die offensichtliche - und seit jeher von der Katholischen Kirche vertretenen - Auffassung zu vertreten.

Und wie reagieren viele der Jünger? Sie wenden sich ab von Ihm.

Hier drängt sich förmlich ein Vergleich zur heutigen Zeit auf: zu Beginn des sechsten Kapitels vollbringt Jesus das Wunder der Brotvermehrung. Von dieser leiblichen Speise ausgehend erklärt Er den Jüngern, welche Bedeutung es mit Seinem Fleisch und Blut auf sich hat, das nie wieder hungrig macht und ewiges Leben verspricht.

Viele Jünger aber fragen sich, wer so etwas anhören könne. Sie wenden sich ab, wie sich auch heute viele Christen von dieser Auffassung abwenden. Und man möchte sie fragen, wie Jesus die Zwölf gefragt hat: "Wollt auch ihr weggehen?" Und an dieser Stelle spricht E auch zum ersten Mal von Judas, der Ihn verraten sollte.

Die Katholische Kirche hat zu allen Zeiten an dieser Auffassung vom wörtlich zu verstehenden Fleisch und Blut Christi festgehalten (wobei in der Eucharistie eine "Wesensverwandlung" ("Transsubstantiation") stattfindet. Wir beißen also nicht in ein Stück Fleisch, sondern das Wesen und damit die Bedeutung der Hostie und des Weines ändern sich durch das Sakrament der Eucharistie in der Heiligen Wandlung und werden Leib und Blut Christi. Jesus ist wirklich anwesend und wir nehmen Ihn - und damit Seine helfende Gnade - direkt in uns auf). Deshalb ist die Eucharistie auch der zentrale Teil jedes Gottesdienstes (und nicht die Predigt wie in manchen evangelikalen Gemeinden).

Wir sollten wieder zur wahren Anbetung und zum wahren Herrenmahl zurück kehren. Jesus lobte einmal den Glauben einer Frau, die keine Jüdin war, aber trotzdem meinte, dass auch Hunde die Brotkrumen fressen dürfen, die vom Tisch fallen. Es muss also wieder wahres Brot - das Brot des Lebens - auf dem Tisch stehen, damit Krumen abfallen können. Wieviele Gemeinden gibt es aber, die dieses wahre Brot anbieten?

Wir müssen wieder zurück zum Altar des Herrn , denn hier entscheidet sich unsere Zukunft.

 

Was macht eigentlich eine Hostie in der Katholischen Kirche so anders vom Abendmahl anderer christlicher Gemeinden?

Nun, wie wir schon gesehen, haben, glauben Katholiken, dass Jesus tatsächlich in dieser Hostie gegenwärtig ist. Hierzu lohnt es sich, 1 Kor. 11,23-32 zu lesen, wo es heißt "Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und Blut des Herrn." (Betonung hinzugefügt). Wir sollten also vor dem Empfang der Hostie in uns gehen und uns selbst prüfen ("Denn wer davon isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt). Viele Katholiken vergessen heute leider auch die Bedeutung des Bußsakraments als eines Sakraments der Versöhnung mit Gott. Es kann durchaus angezeigt sein, vor dem Gottesdienst zur Beichte zu gehen! Manchmal kommt man in Kirchen und es ist viel Geplapper und Gelächter los. An sich nicht schlecht ud sehr wichtig für den Zusammenhalt einer Gemeinde. Wenn wir aber zum Gottesdienst gehen und die Hostie - und damit Jesus selbst - in uns aufnehmen, sollten wir uns entsprechend vorbereiten, in uns gehen und beten. Ebenso nach dem Empfang: Jesus ist dann in uns!! Wäre es da nicht angebracht, mit den schönsten Worten des Lobpreises zu beten, die uns einfallen?

Wie könnte man sich auch "schuldig am Leib und am Blut des Herrn" machen, wenn man hier nur eine symbolische Gedenkfeier vollzieht, wie es viele christliche Gemeinden machen? Natürlich feiern wir die Eucharistie auch in Erinnerung an das letzte Abendmahl. Eucharistie ist aber weitaus mehr als nur das. Wir müssen uns bewusst werden, was wir hier vor uns haben: den Leib und das Blut Jesu! Paulus spricht sogar vom Gericht, dass wir uns zuziehen, wenn wir uns dessen nicht bewusst sind! Wo in der Bibel steht eigentlich, dass es sich beim Abendmahl NUR um eine Gedenkfeier handelt, wie es so viele christliche Gemeinden sehen?

In der Eucharistie wird also die Hostie verwandelt in den Leib Christi - und zwar nicht durch einen Zaubertrick des Priesters, sondern durch ein Wunder Gottes. Die äußere Erscheinungsform der Hostie und des Weines bleibt die selbe - nur deren Wesen ändert sich.

Die geweihten Bestandteile der Eucharistie werden deshalb von Katholiken mit dem höchsten Respekt behandelt, ist doch Jesus selbst in ihnen gegenwärtig! Es mag für Christen anderer Gemeinden nichts Verwerfliches sein, nicht verbrauchte Hostien oder nicht verbrauchtes Brot wegzuwerfen - für Katholiken ist dies undenkbar. Für uns ist dies Gott selbst und Gott werfen wir nicht weg.

Um eines hier klar zu stellen: Katholiken sprechen dem Abendmahl anderer christlicher Gemeinden keineswegs jede Heilsvermittlung ab und sie glauben nicht, dass diese schlechte Christen wären, weil sie das Abendmahl anders feiern. Wir denken aber schon, dass die Eucharistie ("Danksagung") der zentrale Aspekt jedes Gottesdienstes ist und dass Jesus selbst hier gegenwärtig ist!

Und genau diese Tatsache - Jesu Gegenwart in der Eucharistie - macht die Kirche selbst, also das Gebäude, zu etwas ganz besonderem. Ein Kirchengebäude ist nicht nur ein Haus mit einem Turm darauf, in dem man sich eben trifft. Es ist das Haus, in dem Jesus selbst gegenwärtig ist! Für manch andere Christen mag Jesus bzw. der Heilige Geist überall gegenwärtig sein, wo sie Gottesdienst feiern. Für Katholiken ist die körperliche Anwesenheit Jesu in der Eucharistie wesentlich. Das kann zwar prinzipiell überall der Fall sein, aber dann wird auch dieser Ort durch die Feier der Eucharistie heilig!

Viele Christen anderer Gemeinden verstehen das Grundprinzip der Eucharistie nicht. Manch einer mag es für eine Erfindung der Katholischen Kirche halten. Ein weiteres Machtinstrument der Priesterschaft eben, um die Gläubigen klein und abhängig zu halten. Wer dies sagt, sollte einmal die Dokumente der Kirchenväter, also der ersten Christen lesen. Diese Dokumente lassen sich bis auf die apostolische Zeit zurück verfolgen. Nie hat man die Eucharistie als etwas anderes gesehen als die Katholische Kirche sie heute sieht. Tatsächlich hat man 1.500 (!!) Jahre lang in der gleichen Art und Weise Gott angebetet und die Eucharistie vollzogen - bis es zur Reformation kam, die sich ihrerseits wieder in unzählige andere Gemeinden verzeweigte mit fast ebenso vielen unterschiedlichen Überzeugungen. Jeder der Kirchenväter sah in der Eucharistie die körperliche, tatsächliche Gegenwart Jesu Christi - und zwar im Brot (also in der Hostie) und im Wein.

Bischof Ignatius etwa sprach sich vehement gegen Häretiker aus, die nicht glaubten, dass in der Eucharistie das Fleisch unseres Herrn gegenwärtig sei. Und ebenso wie Johannes im 6. Kapitel Jesu Aussagen hierüber berichtet, setzte auch Ignatius den Leib Christi der Eucharistie mit dem Leib am Kreuz gleich.

Auch Irenäus dachte nicht anders über die Eucharistie. Für ihn war die Gegenwart Jesu in der Eucharistie gar ein Beweis für dessen Auferstehung!

 

Manche Christen sind der festen Überzeugung, dass es  wärend der gesamten Kirchengeschichte immer wieder Christen gab, die "wahre" Christen waren (im Gegensatz zur Katholischen Kirche selbstverständlich). Die genauso dachten, handelten und glaubten, wie dies evangelikale Christen heute tun. Das hört sich ja erst einmal ganz gut an. Wenn man aber die ersten Jahrhunderte der Kirchengeschichte ansieht, findet man in den überlieferten Dokumenten der damaligen Zeit absolut gar nichts, dass auch nur im entferntesten heutigen evangelikalen Überzeugungen hinsichtlich des Abendmahls entspricht.

Selbst 1.000 Jahre nach Jesu Tod und Auferstehung gab es keinerlei andere Überzeugungen in der Kirche, was die Eucharistie betraf. Derartige Gedanken kamen erst durch die Reformation und die Aufklärung zum tragen. Besonders die Aufklärung lehnte ja alles ab, was nicht mit dem menschlichenVerstand zu erfassen war. Dementsprechend fremd ist ihr das Mysterium der Eucharistie (und wahrscheinlich auch der Dreifaltigkeit, der Auferstehung von den Toten, des Himmels...). Wo hört dieser Skeptizimus auf?

Im Jahr 1215 hat die Katholische Kirche dann im 2. Lat. Konzil dann nochmals klar definiert, was man seit Jesu Zeiten über die Eucharistie dachte. Ein Glaube, der in der gesamten Kirche anzutreffen war.

Diese Konzile waren keinesfalls eine weitere Erfindung der Katholischen Kirche. Das erste Konzil ist bereits im Neuen Testament erfasst worden (Apostelgeschichte, Kapitel 15). In einem Konzil werden auch keine neuen Glaubenswahrheiten definiert, sondern Jesu Lehre bekräftigt. Eine Lehre, die meist zuvor bezweifelt und angegriffen wurde.

 

Viele Menschen sehen es heute nicht so "dramatisch", wenn man andere Auffassungen zur Eucharistie bzw. zum Herrenmahl hat. Was ist schon dabei, wenn man auch als Katholik am Abendmahl anderer Gemeinden teilnimmt?

Nun, Ökumene soll und muss unbedingt vorwärts gebracht werden - mit dem Ziel, irgendwann wieder eine Kirche zu werden. Das bedeutet aber nicht, dass man hier zu schnell vorgehen darf. Es bringt wenig, eine Eiheit zu fingieren, wo keine vorhanden ist. Vielen Katholiken ist die wahre Bedeutung der Eucharistie leider auch nicht bewusst, geschweige denn die unterschiedlichen Auffassungen der verschiedenen Gemeinden. Was gut gemeint ist, bringt nicht unbedingt immer gute Resultate. Es ist keineswegs so bedeutungslos, wenn man nicht anerkennt, dass Jesus in der Eucharistie gegenwärtig ist. Dies ist zumeist nur der erste Schritt hin zum Ablehnen auch anderer biblischer Wahrheiten, etwa der tatsächliche körperliche Tod Jesu, seine Auferstehung oder gar die Tatsache, dass es Ihn wirklich gegeben hat.

Viel von dieser Mentalität hat mit einer Art von Rationalismus zu tun. Oft hört man etwa die Frage, wie Jesus denn Seinen eigenen Körper beim letzten Abendmahl in Seinen Händen halten konnte.

Schon bei den Kirchenvätern kann man hierzu nachlesen, dass dieses Mysterium zwar für uns nicht zu verstehen, gleichwohl aber wahr sei. Dass Jesus alles möglich machen kann, zeigte Er wie oben schon erwähnt zum Beispiel bei der Speisung der 5.000 (wobei auch dies von manchen Menschen verleugnet oder nur symbolisch gesehen wird).

Für Katholiken ist Jesus wie gesagt in der Eucharistie gegenwärtig. Andere Christen - etwa Evangelikale - denken hier nicht so. Hier wird der Mensch fast nur vom Intellekt her gesehen. Dementsprechend ist hier zumeist die Predigt der zentrale Teil des Gottesdienstes - eine Predigt, die fast eine Stunde dauern kann, selten aber unter 20 Minuten liegt (man stelle sich vor, ein katholischer Priester würde so lange predigen...). Evangelikale ernähren die Seele der Menschen zumeist über die Predigt. Diese soll die Seele stärken. Für Katholiken aber wird die Seele in der Messe durch die Eucharistie, also durch Jesus selbst, gestärkt. Durch das wahre Brot, das unseren Hunger stillt und uns ewiges Leben gibt.

Manch einer - auch Katholiken! - ist nun der Überzeugung, im Sinne der Ökumene müsse man den Eucharistiebegriff etwas weiter fassen. Jesus sei ja in der gesamten Gemeinde gegenwärtig, nicht nur in Brot und Wein. Er ist in der Gemeinde selbst anwesend, ebenso im Wort Gottes, im Lobpreis usw.

Das ist zwar im Grunde richtig, aber es gibt hier einen wesentlichen Unterschied, und es kann an dieser Stelle nur davor gewarnt werden, diesen aufzuweichen: wirklich anwesend in Fleisch und Blut ist er NUR in Brot und Wein - und NICHT in der Gemeinde, im Wort usw. Letzteres zu behaupten, würde der Lehre der katholischen Kirche wie den Zeugnissen der Bibel widersprechen.

 

 

(Fortsetzung folgt)

 

(vergleiche auch: "Born Fundamentalist. Born Again Catholic", David B. Currie, Ignatius Press San Francisco, 1996)


Eucharistie - II

Gemäß der Lehre der katholischen Kirche ist Jesus in der heiligen Eucharistie tatsächlich gegenwärtig. Nicht nur symbolisch, sondern wirklich. In der heiligen Wandlung werden aus Brot und Wein der Leib und das Blut Jesu Christi ("Transsubstantiation"). Die Substanz, also das Wesen ändert sich - die äußerliche Erscheinung bleibt jedoch dieselbe. Ein Mysterium, dass wir verstandesmäßig nicht erfassen können und nur im Glauben annehmen können.

Vor allem seit der Reformation gibt es hier erhebliche Unterschiede in der Art und Weise, wie das "Herrenmahl" (auch "Abendmahl" oder bei den Katholiken "Eucharistie" genannt) zu sehen ist. Martin Luther's Aufassung hierzu war allerdings weitaus näher an der Glaubenslehre der katholischen Kirche als die vieler christlichen Gemeinden heute. Im Gegensatz zu der heute oft vertretenen Auffassung, dass das Herrenmahl nur symbolisch auszulegen ist, glaubte Luther durchaus an die tatsächliche Gegenwart Christi im Herrenmahl - wenn auch nicht im Sinne der Transsubstantiation. Jesu Leib und Blut waren für ihn sozusagen gleichzeitig mit dem Brot und dem Wein anwesend (Konsubstantiation). Hierin ist seine Überzeugung der von orthodoxen Christinnen und Christen des Ostens ähnlich.

Wo findet sich das Herrenmahl in der Bibel? Nun, etwa in Luk 22,19-20; cf. Matt 26,26-28; Mark 14,22-24. Keine dieser Stellen gibt aber auch nur den geringsten Anlass zur Annahme, das Herrenmahl sei nur symbolisch oder metaphorisch zu sehen.

(Fortsetzung folgt)

 

(Quelle: Dave Armstrong, "The Catholic Verses", Sophia Insitute Press, Manchester, New Hampshire, 2004).

 

Scott Hahn- Where is the Eucharistic Sacrifice in the Bible?

John 6 comes up in a lot of conversations about the Eucharist. Using that passage is helpful to a point. To use it...

Posted by The Coming Home Network International on Dienstag, 3. November 2015

Warum nur Priester?

Warum dürfen bei den Katholiken nur Priester die Eucharistiefeier vollziehen? In der Bibel ist doch davon nicht die Rede! Dort heißt es doch, dass alle das Brot gebrochen haben?

Nun, Jesus hat beim letzten Abendmahl den Aposteln aufgetragen, dieses von nun an zu Seinem Gedächtnis zu tun: Sein Blut trinken und Sein Fleisch essen. Wohlgemerkt den Aposteln - keineswegs allen, die Ihm damals nachfolgten. Katholiken glauben daran, dass es Männer in apostolischer Nachfolge sein sollten, die dies heute tun. Mit anderen Worten: die Nachfolger der damaligen Apostel. Und dies sind per Weihe entweder Bischöfe oder Priester. Dieses tiefe Geheimnis der Eucharistie kann nur von ihnen aufgeschlossen werden. Es waren schließlich die Apostel, die dies damals vollzogen hatten, die das Brot gemeinsam gebrochen und den Wein getrunken haben.

Um es nochmals ganz klar zu sagen: nirgends in der Bibel steht, dass alle das Brot gebrochen haben. Es ist immer nur die Rede davon, dass Christus oder die Apostel dies getan haben. Wer hier anderer Auffassung ist, möchte doch bitte die betreffenden Stellen genau lesen.

Die Tatsache, dass nur ein Priester oder Bischof die Eucharistiefeier volllziehen kann, ist ferner als Dogma definiert und wird sich demnach auch nicht ändern. 

Die Spendung der Hostien bzw. des Weines kann aber auch von Laien oder Diakonen vorgenommen werden.

Außerdem sollte bedacht werden, dass die Eucharistie auch das Sakrament der Einheit ist und somit nur durch einen Priester gefeiert werden kann, der gültig geweiht ist und somit im Namen und in der Person Jesu sprechen kann: "Das ist mein Leib" - "Das ist mein Blut". Es gibt aber in diesem Zusammenhang durchaus auch noch weitere Dienste: der Diakon, der Lektor, der Akolyth, der Kantor usw. Der Priester feiert also keineswegs nur alleine die Eucharistie, sondern gemeinsam mit der Gemeinde, was man etwa auch im eucharistischen Hochgebet sehen kann, wo es heißt: "Darum, gütiger Vater, feiern wir, deine Diener und dein heiliges Volk, das Gedächtnis deines Sohnes..." (Erstes Hochgebet)-

In der Eucharistie feiern wir bereits das, was wir in Vollendung beim himmlischen Hochzeitsmahl feiern werden. Somit bezeichnet und bewirkt die Eucharistie nicht nur die Einheit der Gläubigen mit Christus, sondern auch die Einheit der Gläubigen in der Kirche - dem Leib Christi. In der Eucharistie werden wir zu diesem Leib zusammen gefügt (siehe auch 1 Kor 10,17). Auch die Kirchenväter haben hiervon schon berichtet. Ausgehend von der Tatsache, dass das Brot aus vielen Körnern besteht, und der Wein aus vielen Beeren sahen sie ein Sinnbild der durch die Kommunion erlangten Vereinigung der Gläubigen zum Leib Christi. Wie schon der hl. Augustinus sieht auch heute noch die Lehre der Kirche die Eucharistie als "Zeichen der Einheit" und "Bund der Liebe". Auch der hl. Thomas von Aquin nennt die Eucharistie das "Sakrament der kirchlichen Einheit".

Aus der Lehre, dass die Eucharistie das Sakrament der Einheit ist, folgert außerdem, dass die Feier der Eucharistie eine Angelegenheit der gesamten Gemeinde ist.

(siehe auch "Katholischer Erwachsenen-Katechismus" - Erster Band)

 

Wo in der Bibel steht, dass nur Priester die Eucharistie vollziehen dürfen?

"In jenen Tagen waren wieder einmal viele Menschen um Jesus versammelt. Da sie nichts zu essen hatten, rief er die Jünger zu sich und sagte: Ich habe Mitleid mit diesen Menschen; sie sind schon drei Tage bei mir und haben nichts mehr zu essen. Wenn ich sie hungrig nach Hause schicke, werden sie unterwegs zusammenbrechen; denn einige von ihnen sind von weither gekommen. Seine Jünger antworteten ihm: Woher soll man in dieser unbewohnten Gegend Brot bekommen, um sie alle satt zu machen? Er fragte sie: Wie viele Brote habt ihr? Sie antworteten: Sieben. Da forderte er die Leute auf, sich auf den Boden zu setzen. Dann nahm er die sieben Brote, sprach das Dankgebet, brach die Brote und gab sie seinen Jüngern zum Verteilen; und die Jünger teilten sie an die Leute aus." (Mk 8,1-6 - Einheitsübersetzung)

Jesus brach das Brot und gab es Seinen Jüngern zum Verteilen und die Jünger teilten das Brot an die Leute aus. Warum ist das in der Bibel beschrieben? Wir dürfen nicht vergessen, dass kein einziger Satz in der Heiligen Schrift ohne Bedeutung ist. Jesus hätte genauso gut das Brot einfach weiterreichen können, oder irgendjemand aus den anwesenden Menschen bitten können, es zu verteilen. Nein, Er beauftragte Seine Jünger!

Die Bischöfe und Priester heute sind die Nachfolger dieser Jünger. So wie die Jünger damals das Brot verteilten, tuen die Bischöfe und Priester es heute: sie brechen das Brot, sagen Dank und verteilen es an die Leute!

Aber in Jn 6,63 heisst es doch: "Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben.". Das bedeutet doch, dass die Eucharistie symbolisch zu verstehen ist!

Nirgendwo in der Bibel wird "Geist" mit "symbolisch gleichgesetzt!

Außerdem: Wenn wir uns das ganze 6. Kapitel ansehen, spricht Jesus unter anderem davon, dass man Sein Fleisch essen und Sein Fleisch trinken müsse, um das ewige Leben zu haben. Einige wenden sichdaraufhin ab und verlassen Ihn. Das würde nicht den geringsten Sinn geben, wenn man diese Worte nur symbolisch versteht. Noch dazu hat Jesus nichts gesagt, um die Jünger, die sich deshalb von Ihm abwendeten, aufzuhalten. Und das hätte man doch erwartet, wenn Er nur symbolisch sprach - schließlich hat Er in ähnlichen Situationen immer erklärt, wie Er etwas meinte. Hier brauchte es einer Erklärung nicht, da Seine Worte klar und deutlich waren.
Interessant auch: In Jn 6,66 (!!) lesen wir: "Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher." (Einheitsübersetzung). Sollte uns das nicht zu denken geben?

(Quelle: John Martignoni: Bible Answers to Fundamentalist Questions (CD), www.catholic.com)

Muss man es wörtlich nehmen, wenn Jesus von Brot und Wein als Seinem Fleisch und Seinem Blut spricht?

In gewisser Weise ja, wie die Reaktion Seiner Jünger in Joh 6 zweifelsfrei zeigt. Allerdings ist es die Substanz der Hostie und des Weines in der Heiligen Messe, die sich verwandelt (und dies ist tatsächlich wörtlich zu nehmen!), nicht aber die Hostie und der Wein an sich ("Transsubstantiation"). Die äußere Erscheinung von Brot und Wein bleiben erhalten. Brot und Wein werden also in sakramentaler Art und Weise verwandelt. Wir nehmen aber wirklich Jesu Fleisch und Blut in uns auf - und dies nicht nur symbolisch.

Jesus wird im Neuen Testament oft als der "Bräutigam" der Kirche dargestellt - und ebenso wie im Bund der Ehe sich die Ehepartner einander selbst hingeben und eins werden will sich Jesus selbst uns hingeben und mit uns vereinen. Und ebenso wie dies in der Ehe eine lebensspendende Kraft ist, ist es das auch in der Heiligen Eucharistie!

Jesus ist einmal gestorben. Es ist also nicht notwendig, weitere Opfer (wie etwa in der Messe) zu feiern!

Lesen wir Maleachi 1,11: "Denn vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang steht mein Name groß da bei den Völkern und an jedem Ort wird meinem Namen ein Rauchopfer dargebracht und eine reine Opfergabe; ja, mein Name steht groß da beiden Völkern, spricht der Herr der Heere." (Einheitsübersetzung).

Hier wird also eine reine Opfergabe dargebracht - und zwar vom Morgen bis in die Nacht hinein.  Diese reine Opfergabe ist offensichtlich Jesus! Aber Er ist doch gar nicht vom Morgen vis in die Nacht hinein gestorben- ist diese Prophezeiung also falsch? Ist sie nicht in Erfüllung gegangen? Doch! In der Messe der Katholischen Kirche wird dieses Opfer tagtäglich gegenwärtig (NICHT wiederholt!). Man geht davon aus, dass etwa 300.000 Mal täglich der Kelch erhoben wird. Macht etwa 4 Kelche pro Sekunde - die Prophezeiung ist also wahr geworden!

(Quelle: www.saintjoe.com)

 

Es kann doch nicht sein, dass das Fleisch und Blut Jesu Christi wörtlich zu nehmen ist! Das würde doch gegen das Gebot in Levitikus verstoßen, dass es verbietet, dies zu essen und trinken! Außerdem ist das doch Kannibalismus!



Genau das ist auch der Fall: Für die Juden waren die Aussagen Jesu, man solle Sein Fleisch essen und Sein Blut trinken, deshalb so anstößig, weil sie damit gegen das Gebot in Levitikus verstoßen hätten und von ihrem Volk getrennt worden wären. Die Juden aber, die es doch taten, wurden vom alten Gebot getrennt und gingen einen Bund mit Gott ein, der alles bisherige übertraf! (Um eines klarzustellen: das heisst NICHT, dass Gottes Bund mit den Juden abgeschafft und durch einen anderen ersetzt wurde. Gottes Bund mit den Juden besteht weiter fort!). Sie wurden in einer Art und Weise mit Gott vereinigt, die sie bisher noch nicht kannten!

Außerdem ist das in keinster Weise Kannibalismus: Wenn wir Jesu Fleisch und Blut zu uns nehmen, so nehmen wir nicht das Fleisch und das Blut eines Toten, sondern eines Lebendigen zu uns - etwas, das uns mit Leben erfüllt! Auch nehmen wir nicht die menschlichen Substanzen zu uns, sondern etwas, das seine äußere Gestalt behält, aber sein Wesen verändert ("Transsubstantation").

Oft wird an dieser Stelle noch darauf hingewiesen, dass im Folgetext etwa in Joh 6 ja die Rede davon sein, dass das Fleisch zu nichts nütze sei, der Geist aber lebendig macht. Dies bezieht sich aber auf Jesus Christus auf die Verbindung von Geist und Fleisch (im Gegensatz zum Fleisch alleine). Die Reaktion der Jünger, die sich angewidert abwandten, würde ja sonst auch keinen Sinn ergeben, auch nicht Jesu Weigerung, irgendetwas davon zurückzunehmen oder als "symbolisch" zu erklären, damit Ihm nicht noch mehr Jnger davonliefen!

(Quelle: u.a. Prof. Dr. Scott Hahn: "Evangelizing the Baptized". CDs von www.saintjoe.com)


Dr. Scott Hahn talks about the Early Church and the Eucharist

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Auf dem Altar wird unsere Zukunft entschieden!

"Da sagte er zu ihnen: Jeder Schriftgelehrte also, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes hervorholt." (Mt 13,52 - Einheitsübersetzung).

Gelehrte sollen also Neues und Altes hervorholen...

Wie sieht es mit dem Alten aus? Wird dies tatsächlich in jeder nichtkatholischen Gemeinde hervorgeholt?

Ein Beispiel:

"Denn vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang steht mein Name groß da bei den Völkern und an jedem Ort wird meinem Namen ein Rauchopfer dargebracht und eine reine Opfergabe; ja, mein Name steht groß da bei den Völkern, spricht der Herr der Heere." (Maleachi 1,11 - Einheitsübersetzung)

"Aus der Hand des Engels stieg der Weihrauch mit den Gebeten der Heiligen zu Gott empor." (Off 8,4 - Einheitsübersetzung)

In beiden Fällen ist von Weihrauch ("Rauchopfer") die Rede. Wo also ist der Weihrauch in deiner Gemeinde?

 

Kommen wir zur Eucharistie:

"Jesus brach auf und zug von dort in das Gebiet von Tyrus. Er ging in ein Haus, wollte aber, dass niemand davon erfuhr; doch es konnte nicht verborgen bleiben. Eine Frau, deren Tochter von einem unreinen Geist besessen war, hörte von ihm; sie kam sogleich herbei und fiel ihm zu Füßen. Die Frau, von Geburt Syrophönizierin, war eine Heidin. Sie bat ihn, aus ihrer Tochter den Dämon auszutreiben. Da sagte er zu ihr: lasst erst die Kinder satt werden; denn es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen. Sie erwiderte ihm: Ja, du hast recht, Herr! Aber auch für die Hunde unter dem Tisch fällt etwas von dem Brot ab, das die Kinder essen. Er antwortete ihr: Weil du das gesagt hast, sage ich dir: geh nach Hause, der Dämon hat deine Tochter verlassen. Und als sie nach Hause kam, fand sie das Kind auf dem Bett liegen und sah, dass der Dämon es verlassen hatte." (Mk 7,24-30 - Einheitsübersetzung)

Vom Tisch fallen also Brotkrumen ab - aber um diese Brotkrumen zu bekommen, muss erst einmal Brot auf dem Tisch sein! Und wieviele Kirchen kennst du, bei denen wirklich Brot auf dem Tisch liegt?

Jesus hatte bestimmte Vorstellungen, wie der Gottesdienst und die Liturgie ablaufen sollte - und die Kirchenväter geben uns hierzu ein ausführliches Zeugnis.

Denkst du nicht, dass die Art und Weise, wie die Menschen Gott anbeten, auch Auswirkungen auf die Gesellschaft hat, in der sie leben? Wenn ja, meinst du dann nicht, wir sollten zu der Art von Gottesdienst und Liturgie zurückkehren, die ursprünglich geplant war?

Die katholische Messe entspricht im Wesentlichen genau dem Aufbau der Messe des Urchristentums. Und sie hat "Brot auf dem Tisch" - den Leib und das Blut Christi! Sie hat die apostolische Sukzession, das heisst die ungebrochene Nachfolge seit Jesu Zeiten. Und wie die Apostel damals das Brot brachen, brechen heute deren Nachfolger, die Priester und Bischöfe, das Brot!

1.500 Jahre lang haben Christen in genau derselben Weise (nichts anderes heisst "katholisch"!) die Eucharistie gefeiert, bis neue Ideen aufkamen.

Sollten wir dann nicht zur alten Form der Liturgie zurückkehren, um unsere Gesellschaft zu retten?

(Quelle: www.saintjoe.com - "The Michael Cumbie Story" - DVD)

 

Die Gegenwart Christi in der Kirche

Jesus Christus ist körperlich alleine in der Eucharistie gegenwärtig, wenn in der Heiligen Wandlung aus Brot und Wein Sein Leib und Blut werden.

Es gibt aber daneben noch andere Formen Seiner Gegenwart:

Gegenwärtig ist er [zunächst wie erwähnt] im Opfer der Messe sowohl in der Person dessen, der den priesterlichen Dienst vollzieht ..., wie vor allem unter den eucharistischen Gestalten.

Gegenwärtig ist er mit seiner Kraft in den Sakramenten, so dass, wenn immer einer tauft, Christus selbser tauft.

Gegenwärtig ist er in seinem Wort, da er selbst spricht, wenn die heiligen Schriften in der Kirche gelesen werden.

Gegenwärtig ist er schließlich, wenn die Kirche betet und singt, er, der versprochen hat: "Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen." (Mt 18,20).

(Quelle: http://www.fernkurswuerzburg.de/, Zweites Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution, Artikel 7)

 

Warum fasten Katholiken eine Stunde vor der Messe? Das ist doch auch so eine Erfindung der Katholischen Kirche, von der nichts in der Bibel steht!

Tatsächlich?

Dann sehen wir uns die Bibel doch einam an:

"Als die Schriftgelehrten, die zur Partei der Pharisäer gehörten, sahen, dass er mit Zöllnern und Sündern aß, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann er zusammen mit Zöllnern und Sündern essen? Jesus hörte es und sagte zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten. Da die Jünger des Johannes und die Pharisäer zu fasten pflegten, kamen Leute zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten. Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten."
(Mk 2,16-20 - Einheitsübersetzung)

Der "Bräutigam" - also Jesus Christus - ist uns "genommen". Er ist gestorben und auferstanden. Als Mensch ist Er nicht mehr unter uns. Allerdings können wir Ihn in jeder Messe während der Eucharistie in uns aufnehmen. Deswegen fasten wir hier - aus Ehrerbietung vor der Bibel und dem auferstandenen Christus!

(Quelle: u.a. Prof. Dr. Scott Hahn)

Up to Date?

Muss die Kirche "up to date" sein? Sollte sie "mit der Zeit gehen", um überhaupt noch Menschen anzusprechen? Bleiben so viele Menschen der Kirche fern, weil sie oft noch Traditionen wie vor hunderten von Jahren verfolgt? Sollte der Papst eine Publicity-Firma anheuern, um öffentlichkeitswirksamer zu werden? Warumnicht schnell eine Pressekonferenz mit dem Papst einberufen als die Fragen schriftlich stellen?

Ähnliches hörte man anlässlich des Papstbesuches in den USA im April 2008.

Kritisiert wurde auch, dass es doch unglaublich sei, dass nur Priester die Kommunion verteilen durften und Menschen, die sich offen für Abtreibung einsetzten, der Kommunion fern bleiben sollten.

Ist das wirklich so "unglaublich"?

Muss die Kirche "mit der Zeit gehen"? Nun, in gewisser Weise ja. Die Kirche ist etwas lebendiges und wachsendes und als solches kann man sie nicht in einem Zustand "einfrieren" (wie es etwa manche versuchen, die unbedingt ein "Urchristentum" wiederherstellen möchten). Das heißt aber keineswegs, dass Änderungen in der Kirche in der selben Geschwindigkeit abzulaufen haben wie in der Welt - oder dass die Kirche wie die Welt aussehen sollte, um attraktiver zu sein. Würde sie das tun, wäre sie bald überflüssig - wofür sollte man dann überhaupt noch eine Kirche brauchen?

Kirche muss immer (!) anders als die Welt sein. Erliegt man der Versuchung, die Kirche mit allzu modernen Elementen zu versetzen (Rockbands in der Kirche, Banalisierung der Liturgie, Volksfestcharakter des Gottesdienstes), hat man ihr Wesen und ihre Sendung missverstanden. Um hier Klarheit zu schaffen: Ich liebe christliche Rockmusik und christliche Veranstaltungen jeder Art - aber die Kirche ist das Haus Gottes und ein Gottesdienst ist etwas aneres als eine Veranstaltung mit einem christlichen Touch. Wesentliche Charakterzüge der Katholischen Kirche waren und sind schon seit jeher auch die tiefe Spiritualität, die würdevolle Feierlichkeit und die Mystik. Warum werden denn gerade Klöster wieder für Christen jegliche Denomination - und soger Ungläubige - so attraktiv? Waum sieht man auch und gerade junge Menschen und Familien in tridentinischen Messen? Warum haben Wallfahrtsorte wie Altötting so einen Zulauf?

Nein, die Kirche darf nicht wie die Welt werden und auch nicht den Forderungen der Welt nachgeben. Vielleicht würden dann kurzfristig mehr Menschen kommen - die würden aber schnell wieder weg sein, wenn sie feststellen, dass das, was sie hier sucen, dort niht mehr zu finden ist.

Manchmal möchte man auch Jouralistinnen und Journalisten daran erinnern, dass der Papst nicht dasselbe wie ein Rockstar oder ein Politiker ist. Er ist der, der auf dem Stuhl Petri sitzt und sozusagen Jesu "Premierminister" hier auf Erden ist! Und als solcher hat er zum einen doch etwas mehr Respekt verdient, zum anderen unterliegt er als solcher nicht den Gesetzen moderner Öffentlichkeitsarbeit. Er hat die oberste Lehramtsautorität - und als solche macht es doch sehr wohl Sinn, gut zu überlegen, zu beten und sich mit anderen zu besprechen, bevor man unüberlegt und vorschnell zwecks besserer Publicity drauf los plappert.

Jesu sagte, Sein Königreich sei nicht von dieser Welt. Und so ist auch das unsere nicht von dieser Welt - wenngleich seit Seinem Tod das Königreich jetzt schon begonnen hat - und eines Tages vollendet werden wird.

Sein Denken ist nicht unser Denken. Für Christinnen und Christen zählen andere Werte als für gewinnorientierte Unternehmen. Und wenn jemand nicht in die Kirche geht und seinen/ihren Glauben nicht praktisch in Gemeinschaft mit anderen Gläubigen lebt, soll er/sie doch bitte nicht das manglende Unterhaltungsangebot der Kirche oder die "altmodische" Liturgie als Ausrede hernehmen.

Wie wir in der Bibel schon lesen: Das Tor zum Himmel ist eng und der Weg dorthin steil und beschwerlich und nur wenige gelangen dorthin. Das andere Tor hingegen ist weit und der Weg dorthin breit und leicht zu gehen...

Was die Eucharistie bzw. die Kommunion betrifft: Diese sollte nur mit reinem Herzen empfangen werden. Dementsprechend ist bei garvierenden Sünden eine vorherige Umkehr, Buße und Beichte unerlässlich. Wer den Herrn Jess Christus in sich aufnimmt, kann dies nicht tun, wenn er gleichzeitig ein "Doppelleben" führt und sich im Alltag wenig um Gottes Gebote kümmert. Hinsichtlich der Sakramentenspendung durch die Priester ist dies ein wichtges und wertvolles Zeichen: das Mysterium der Eucharistie, in der unser Herr Jesus Christus tatsächlich gegenwärtig wird, wurde ursprünglich von den Aposteln - und seither in apostolischer Sukzession von ihren Nachfolgern, also den Priestern und Bischöfen gefeiert. Die Bedeutung dieses Sakraments geht leider heute mehr und mehr unter und es wurde höchste Zeit, dass der Heilige Vater uns wieder daran erinnert hat, dass dies der zentrale Moment der Messe ist und die Gegenwart Jesu Christi nichts profanes darstellt, sondern ihr vielmehr in tiefer Anbetung begegnet werden sollte!

 

Liturgie

Ebenso wie das Königreich Gottes ist die Liturgie etwas vorläufiges; etwas, das zwar schon begonnen hat und die himmlische Vollendung wiederspiegelt, aber selbst noch nicht vollendet ist.

Wenn wir die Offenbarung lesen (etwa 21,1-5; 4-5 und 19,1-10) können wir erkennen, dass Vorgänge und Gesänge aus der irdischen Liturgie Aufnahme in der Endzeit gefunden haben. Im kirchlichen Gottesdienst beginnt also schon das, was einmal vollendet werden soll. Am Ende der Präfationen sagen wir z.B.: "Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, den Trohnen und Mächten und mit all den Scharen des himmlischen Heeres den  Hochgesang deiner göttlichen Herrlichkeit" (Präfation für Sonntage I).

Manche Christinnen und Christen lehnen etwa Instrumente im Gottesdienst ab, weil die zwar im Alten Testament und in der Offenbarung erwähnt werden, ihrer Meinung nach aber nicht Bestandteil der neutestamentlichen Versammlung sind (hier soll nur die gesamte Gemeinde aus vollem Herzen singen). So gut dies auch gemeint ist, entspricht es mit dem eben genannten Hintergrund der Vorwegnahme von etwas, das bereits begonnen hat, nicht dem biblischen Bild.

Besonders in der Eucharistie erkennen wir das Vorbild des himmlischen Hochzeitsmahls. Im katholischen Gottesdienst zeigt sich dies etwa im Wort zur Kommunion: "Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind" (vgl.  Offb 19,9). Wenn wir Eucharistie feiern, erleben wir somit nicht nur die Verheißung der kommenden Gemeinschaft sowohl mit Gott als auch unseren Mitmenschen, sondern sie ist dann bereits gegenwärtig.

(Quelle: u.a. http://www.fernkurswuerzburg.de/)

Was sagt das Kirchenrecht zum Thema Ökumene und Sakramentenempfang?

Im  CIC, can. 844 § 2 lesen wir: "Sooft eine Notwendigkeit es erfordert oder ein wirklicher geistlicher Nutzen dazu rät und sofern die Gefahrdes Irrtums oder des Indifferentismus (Gleichgültigkeit) vermieden wird, ist es Gläubigen, denen es physisch oder moralisch unmöglich ist, einen katholischen Spender aufzusuchen, erlaubt, die Sakramente der Buße, der Eucharistie und der Krankensalbung von nichtkatholischen Spendern zu empfangen, in deren Kirche die genannten Sakramente gültig gespendet werden."

Jesus hat doch nur symbolisch gesprochen, was die Eucharistie angeht!

Lesen wir hierfür Jes 55,11: "so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe." (Einheitsübersetzung).

Jesus sprach: "dies ist mein Leib" - und so geschah es. Als Gott bei der Schöpfung sprach "es werde Licht", wurde Licht. Als Jesus Lazarus gebot, heraus zu kommen, wurde Lazarus von den Toten auferweckt und kam heraus. Die Macht von Gottes Worten kann und wird genau das bewirken, wozu sie beabsichtigt waren.

Schauen wir uns 1 Kor 10,16-17 an: "Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot." (Einheitsübersetzung).

Paulus sagt uns hier klar und deutlich, dass das Brot und der Kelch den Leib und das Blut Christi enthalten. Er sagt nicht, der Kelch des Segens ist ein Symbol für den Leib und das Blut Christi. Die Eucharistie ist das heiligste und gesegnetste Sakrament der Katholischen Kirche. Ein Sakrament ist ein äußeres Zeichen, das von Christus eingestzt wurde, um Gnade zu spenden (man kann es auch mit Prof. Dr. Scott Hahn sagen: Sakrament kommt vom Lateinischen und meint "Eid" - den Eid, den Gott im Rahmen des Bundes mit und für die Menschen geschworen hat). Wir erhalten Gnade im Überfluss wenn wir die Eucharistie voller Demut und mit der entsprechenden Vorbereitung und inneren Einstellung bzw. Würde empfangen.

Nun zu 1 Kor 11,27: "Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn." (Einheitsübersetzung).

Wenn man schuldig gesprochen wird, jemanden ermordet zu haben, so ist dies sicherlich eine ernstere Sache als wenn man nur das Bild oder eine Statue des Betreffenden nimmt und diese zerstört. Man muss also schon denjenigen selbst zu Tode bringen um dieses Verbrechens schuldig gesprochen zu werden. Genauso ist es mit der Eucharistie: Man kann sich nicht schuldig am Leib und am Blut des Herrn machen, wenn man das Ganze nur symbolisch sieht!

1 Kor 11,23-25: "Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!" (Einheitsübersetzung).

Paulus lehrt hier der Kirche von Korinth, was Jesus ihm eingegeben hatte. Wiederum zitiert Paulus hier Jesus mit den Worten "Das ist mein Leib". Jesus gab den Aposteln und ihren Nachfolgern die Autorität, zu tun, was Er getan hatte. "Tut dies zu meinem Gedächtnis!" - und das ist wörtlich zu nehmen, so wie Jesus Brot und Wein in Sein Fleisch und Sein Blut verwandelt hat. "Gedächtnis" heißt hier nicht nur, sich dieses Ereignisses zu erinnern. Die Juden zu Jesu Zeit hätten dies im Kontext verwendet, um damit auszudrücken, dass man eine Realität gegenwärtig macht. Und genau dies geschieht in jeder Messe!

Jn 6,54-56: "Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm." (Einheitsübersetzung).

In Jn Jn 54,58 benützt Jesus vier Mal das griechische Wort "trogo" (essen). Trogo heisst wörtlichso etwas wie kauen. Manche Menschen sagen nun, Jesus sprach symbolisch und beziehen sich hierbei auf Jn 6,63 ("Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben." Einheitsübersetzung) - gleichzeitig nehmen sie aber Jesus in Jn 3,3 wörtlich, als Er nur einmal von "von neuem geboren wird" ("weidergeboren") spricht. Sieh dir Jn 4,24 ("Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten." Einheitsübersetzung) mit Blick auf Jn 6,63 an, um zu erkennen, dass Gott Geist ist - und nicht nur symbolisch. Wenn Jesus symbolisch reden würde, müsste Er die, die sich von Ihm abwenden, zurück rufen (siehe Jn 6,66). Denen war allerdings sehr wohl bewusst, dass Er nicht symbolisch sprach.

Jn 6,53: "Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch." (Einheitsübersetzung).

Die Menschen fingen an, sich zu fragen, sie das denn gehen soll, dass dieser Mann ihnen sein Fleisch zu essen geben will. Jesus aber änderte Seine Lehre nicht. Er verstärkte Seine Erklärung sogar noch.Nachdem Er das gesagt hatte, verließen Ihn viele Menschen, sogar einige Seiner Jünger. In der Bibel heisst es, dass einige Ihm nie wieder gefolgt sind. Sind sie nun weg gegangen, weil Jesus nur über ein Symbol sprach? Wohl kaum. Sie wussten sehr wohl, was Er meinte. Und genau weil sie Seine Botschaft nicht annehmen oder glauben konnten (wie viele heute!), haben sie sich von Ihm abgewendet.

Mt 26,26-28: "Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dan brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte: Nehmt und esst; das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden." (Einheitsübersetzung).

Jesus erfüllt, was Er in Jn 6 vorhergesagt hat - dass Er ihnen Fleisch zu essen geben würde. Ebenso wie damals, als Er die 4.000 und 5.000 gespeist hat, segnete Er dasBrot und gab es den Aposteln. Genauso wie das Brot vermehrt wurde in der Speisung der roßen Volksmenge, so verändert und vermehrt es sich, um alle von uns heute zu speisen.

Lk 24,30-31: "Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr." (Einheitsübersetzung).

Zwei Jünger gingen die Straße nach Emmaus entlang und trafen Jesus, erkannten Ihn aber nicht. Er sprach mit ihnen, las aus der Schrift und wurde schließlich erkannt, als er das Brot nahm, den Lobpreis sprach, das Brot brach und ihnen gab. Hier gingen ihnen die Augen auf. Die beiden Jünger waren zwar nicht beim letzten Abendmahl dabei, die Kraft der Eucharistie wurde ihnen - wie allen wahren Jüngern - aber bekannt gemacht.

(Quelle: www.saintjoe.com)

 

Trotzdem: Die Eucharistie ist nur ein Symbol!

Lesen wir 1 Kor 11,29-30: "Denn wer davon isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt. Deswegen sind unter euch viele schwach und krank und nicht wenige sind schon entschlafen." (Einheitsübersetzung).

Man kann sich nicht das Gericht zuziehen, wenn man nur ein Symbol isst. Hier ist von Brot und Wein als Leib und Blut des Herrn die Rede. Vom Brot und Wein zu sich zu nehmen, ohne den Leib und das Blut Christi zu erkennen, ist eine ernsthafte Beleidigung Gottes!

(Quelle: www.saintjoe.com)

 

Jesus ist ein für allemal gestorben. Die Eucharistie ist nur ein Symbol!

Lesen wir Offb 5,6: "Und ich sah: Zwischen dem Thron und den vier Lebewesen und mitten unter den Ältesten stand ein Lamm; es sah aus wie geschlachtet und hatte sieben Hörner und sieben Augen; die Augen sind die sieben Geister Gottes, die über die ganze Erde ausgesandt sind." (Einheitsübersetzung).

Jesus steht im Himmel am Altar als der Hohe Priester und opfert sich selbst für die Welt. Wir vergesen, dass wir hier auf Erden nur eine kurze Zeit sind, im Himmel aber gibt es keine zeitlichen Beschränkungen. Egal ob etwas heute oder vor 2.000 Jahren geschieht, für Jesus geschieht es zur selben Zeit. Jesus ist das Lamm Gottes, das sich selbst ein für allemal und für alle Zeiten geopfert hat (ein immerwährendes Opfer für den Vater). Ein Opfer, an dem wir in jeder Messe teilhaben.

Nun zu Heb 8,1.3: "Die Hauptsache dessen aber, was wir sagen wollen, ist: Wir haben einen Hohenpriester, der sich zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel gesetzt hat. (...) Denn jerder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen; deshalb muss auch unser Hoherpriester etwas haben, was er darbringen kann." (Einheitsübersetzung).

Jesus ist vor 2.000 Jahren nur einmal am Kreuz gestorben - Sein Tod jedoch geht über die Grenzen der Zeit hinaus. Was Er damals getan hat, erläste jeden - angefangen von Adam bis zum Ende aller Zeiten. Jesus ist der Hohepriester im Himmel - aber was könnte Er opfern? Er opfert sich selbst immerwahrend dem Vater. Deshalb steht Er in der Offb 5,6 am himmlischen Altar  und sieht dabei aus, als wenn er geschlachtet worden wäre.

(Quelle: www.saintjoe.com)

 

Kirchenväter

Nur ein gültig geweihter Priester hat die Autorität, das Brot und den Wein in den Leib und das Blut Christi zu verwandeln. Es gibt keinen Hinweis im Neuen Testament, dass Menschen die Eucharistie ohne einen Priester gefeiert hätten. Schon sehr früh lesen wir in den Schriften der Kirchenväter vom Unterschied im Priestertum (königliches bzw. dienendes Priestertum: ministerial and royal priesthood). Ignatius von Antiochien hat schon 107 A.D. geschrieben, dass es ohne den Bischof keine gültige Eucharistie gäbe!

Das Wort "Opfer" wird oft im Neuen Testament benutzt, um die Eucharistie zu beschreiben, besonders on 1 Kor 10 und Heb 9 (Paulus bezieht sich sogar auf das Opfer des Neuen Testamentes in Heb 9,23, indem er den Plural verwendet, was sich wiederum auf die sakramentale Vergegenwärtigung des Todes Christi in den Messfeiern rund um den Globus bezieht).

John Salza

 

Warum Brot und Wein getrennt?

Ist dir jemals aufgefallen, dass Brot und Wein immer getrennt in der Heiligen Wandlung vorkommen? Warum wandelt der Priester nicht gleich beides zusammen? (Übrigens ist das auch in den meisten anderen christlichen Gemeinden so!).

Ganz einfach: Brot und Wein sind Leib und Blut Christi. Den Leib und das Blut zu trennen, bedeutet den Tod. In anderen Worten: hiermit wird das Opfer Jesu Christi vergegenwärtigt! Brot und Wein zusammen zu legen, wäre eine ungültige Messe.

(Frei nach Fr. Bill Casey)

 

Eucharistie und die "persönliche Beziehung zu Jesus"

Wurdest du auch schon einmal gefragt, ob du eine "persönliche Beziehung zu Jesus Christus hast"? Bei solchen Fragen bin ich froh, katholisch zu sein.

Abgesehen davon, dass die Kirche in den letzten 2.000 Jahren den Glauben nie als etwas persönliches gesehen hat, sondern immer in Zusammenhang mit dem Leib Christi, der Gemeinschaft der Glaubenden in der Kirche (keiner erhält seine Gaben für sich alleine, sondern soll sie zum Wohl der Kirche verwenden!) - als Katholiken haben wir die Eucharistie!

In der Eucharistie kommt Jesus Christus selbst zu uns - wir nehmen Ihn in uns auf!

Wie persönlich kann man noch werden?

(Frei nach Fr. Bill Casey)

 

Eucharistie hat doch auch einen Versöhnungcharakter - Jesus lädt uns alle an Seinen Tisch. Warum nicht auch wiederverheiratete Geschiedene, praktizierende Homosexuelle usw. zulassen? Menschen, die die kirchliche Norm nicht für plausibel halten?

Zu Anfang an sei eines klar gestellt: mir ist durchaus die gute Absicht und lautere Motivation bewusst, die hinter solchen Fragen steckt.

Nur: christliche Liebe muss auch stark genug sein, um dem anderen zu sagen, wo er falsch liegt. Ja, im biblischen Sinn ist der Ausschluss aus der eucharistischen Gemeinschaft der letzte der Schritte, den eine Gemeinde gehen sollte - und auch nur dann, wenn alles andere vergeblich war. Nur - wenn jemand vehement und radikal kirchliche bzw. biblische Wahrheiten leugnet, haben wir sogar die Pflicht, uns von ihm zu trennen. Nichts anderes sagt uns auch die Bibel. Sünde ist wie eine Krankheit, die sich rasch im Körper (der Kirche als Leib Christi) ausbreitet. Eine Kirche muss auch als solche erkennbar sein. Wenn eine Kirche wie die Welt da draussen aussieht, warum sollten Menschen dann noch zu uns kommen? Wenn jeder für sich selbst entscheiden kann, was "plausibel", wahr, richtig, moralisch gut, biblisch ist - wenn also der Relativismus regiert - dann führt das jede Gesellschaft sehr schnell nach ganz unten.

Wer zum Tisch des Herrn geht, sollte dies mit reinem Herzen und tiefer Ehrfurcht tun. Er nimmt ja dann Jesus selbst in sich auf! Vergessen wir nicht, dass unser Körper (und damit unser Geist, unser Verstand und unser Herz) ein Tempel Gottes ist, den wir zum Ruhme Gottes rein zu halten haben. Dies war früher auch ein Grund dafür, dass die Menschen vor dem Empfang der Eucharistie beichten gingen (was heute leider kaum mehr jemand tut).

Nein, wer durch sein Leben und seine Einstellung radikal Jesu Lehre leugnet, kann auch nicht an Seinem Tisch sitzen. Ja, Jesu vergibt und auch die, die jetzt ausgeschlossen sind, haben jederzeit die Möglichkeit, zu bereuen und umzukehren. Man hilft aber niemandem weiter, wenn man mit dem Argument "Jesus liebt alle und verzeiht allen" alles erlaubt und gestattet.

Ja, Gott liebt uns so, wie wir sind. Aber Er liebt uns viel zu sehr, um uns so zu lassen.

 

Brotreste...

Sehen wir uns eine neutestamentliche Geschichte aus Mt 15,21-28 (Einheitsübersetzung):

"Von dort zug sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie (von ihrer Sorge), denn sie schreit hinter uns her. Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! Er erwiderte: es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie; Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt."

Damit aber Brotreste vom Tisch fallen können, muss erstmal Brot auf dem Tisch sein! Welche Kirche legt nun so viel Wert auf die wahre Bedeutung von Brot und Wein? Richtig: die Katholische. Wir müssen zurück zum Altar und zur Liturgie unserer Väter gehen - denn am Altar wird unsere Zukunft entschieden.

Wir sind nicht gerufen, politisch-soziale Revolutionen zu starten, sondern Seelen zu retten. Und wir werden weiter das tun, was Jesus uns aufgetragen hat: Sein Opfer in jeder Messe vergegenwärtigen, Seinen Leib essen und Sein Blut trinken und damit Ihn selbst in uns aufnehmen.

Das Hauptziel von Ökumene ist deshalb, Menschen wieder in den Leib Christi einzugleidern und aus all den versprengten Schafen wieder eine Herde, eine Kirche, zu machen. So wie es nur einen Leib Christi gibt, kann es nur eine Kirche geben.

Nichts anderes würde Christus von uns wollen.

 

Coming Home

Manch Evangelikaler kommt nach langer Überlegung, viel Lesen, viel Beten, Bibelstudien, Treffen mit Katholiken usw. zu der Überzeugung, dass die Katholische Kirche die Kirche ist, die Jesus gegründet hat und konvertiert. Er wird Teil genau dieser Katholischen Kirche, was er sich vielleicht zuvor nie hätte vorstellen können.

Um Katholiken mal ein Bild davon zu geben, was er hinter sich lässt: Evangelikale Gemeinden sind zumeist sehr warmherzige und liebevolle Gemeinschaften, vergleichbar etwa mit Familien, wo einer den anderen hilft. Es gibt viele verschiedene Programme und Angebote dort, Bibelstunden, gemeinsame Freizeiten, Hilfe in seelischer und materieller Not, Hilfe bei der Erziehung der Kinder - und vor allem eine meist großartige Gemeinschaft, wo er sich wirklich wohl gefühlt hat. Wo die Menschen noch das Feuer des Glaubens in ihren Herzen trugen und andere damit anstecken wollten.

Wie auch immer - ihm wird klar, dass es nur eine Kirche geben kann und er tritt über.

Und nun kommt er vielleicht in eine dieser beinahe klinisch toten katholischen Großstadtgemeinden. Man geht - wenn überhaupt - alleine in die Messe und auch wieder alleine hinaus. So etwas wie Gemeinschaft scheint es gar nicht zu geben. Der Pfarrer ist mangels ehren- und hauptamtlicher Mitarbeiter und aufgrund wachsender Gemeindegrößen (zusammengelegte Pfarreien) hoffnungslos überfordert. Die angebotenen Veranstaltungen beschränken sich auf ein Minimum und stillen nicht einmal annähernd den Durst, denn der "Neue" hat. Er will brennen für den Herrn, er sucht die Gemeinschaft, die er kennt und er will mit im Weinstock Gottes arbeiten!

Aber da gibt es wenig zu tun, was ihn anspricht. Die sonntäglichen Predigten erscheinen ihm lauwarm und nichtssagend. Sakramente wie die Beichte scheinen kaum angeboten und noch viel weniger angenommen zu werden.

Er beginnt sich langsam zu fragen, ob diese Katholiken eigentlich wissen, was sie an ihrem Glauben haben.

Irgendjemand sagt ihm dann, wenigstens haben die Katholiken etwas, was Evangelikale nicht haben: die Eucharistie. Sie essen tatsächlich das Fleisch des Herrn und trinken Sein Blut!

Zweifellos. Ein unschlagbares Argument.

Er öffnet die Bibel:

"So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt. Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit." (Jn 6,50-58 - Einheitsübersetzung).

Und er kommt nicht umhin, sich zu fragen, ob seinen neuen Geschwistern wirklich bewusst ist, dass sie hier Jesus selbst in sich aufnehmen! Er sieht, wie einige bereits nach der Kommunion noch während des Singesn die Kirche verlassen (Prof. Dr. Scott Hahn hat dies einmal den "Judas Shuffle" genannt). Ihm fällt die Geschichte ein, die er bei Fr. Ben Cameron von den "Fathers of Mercy" gehört hat: da hat es einen Priester auch gestört, dass seine Schäfchen immer so früh die Messe verlassen. Schließlich hat er an die Innenseite der Kirchentüre ein Schild angebracht, dass man beim Hinausgehen zwangsweise lesen musste: "Judas war der Erste, der die Messe zu früh verließ!".

Und trotzdem - nichts gleicht dieser katholischen Messe. Nichts ist wie die Eucharistie.  

Kein Wunder, dass die Juden diese Worte Jesu so abstoßend empfanden: In Levitikus heißt es, dass man von seinem Volk und vom Alten Bund mit Gott abgetrennt wird, wenn man das Fleisch isst und das Blut trinkt.

Das aber ist genau das, was Gott uns damit sagen will:

Wir haben den Bund mit Gott immer wieder gebrochen. Selbst die Israeliten hatten nicht die Kraft, sich über die Sünde zu erheben. Durch Jesus haben wir einen Neuen Bund - aber dafür müssen wir mit dem Alten Bund brechen, indem wir Jesu' Fleisch essen und Sein Blut trinken!

Wir müssen sozusagen Vater und Mutter verlassen, um mit unserem nuen Bräutigam einen Neuen Bund einzugehen!

Unser altes Selbst muss sterben, damit wir in Jesus neu leben können!

Als die Jünger bei Jesu' Worten meinten, das wäre unerträglich - das kann doch niemand anhören, wie hat Jesus da reagiert? Hat Er gesagt: "Halt, kommt zurück - ich habe das doch nicht wörtlich gemeint! Ihr müsst das symbolisch verstehen! NEIN - im Gegenteil! Manche meinen nun, da Jesus ja daraufhin sagte, der Geist mache lebendig und das Fleisch sei zu nichts nutze, wäre die Eucharistie nur symbolisch zu verstehen. Das heißt aber, sie haben den ganzen Sinn dieses 6. Kapitels bei Johannes nicht verstanden. Die Jünger haben ihn sehr wohl verstanden und wussten, dass Jesus es genau so meinte, wie Er es gesagt hatte - und genau deshalb wandten sich so viele von Ihm ab!

In seiner alten evangelikalen Gemeinde gab es regelmäßig den "altar call", den "Ruf zum Altar", wo Menschen aufgefordert werden, nach vorne zu kommen, sich für Jesus als ihren persönlichen Herrn und Retter zu entscheiden, für sich beten oder sich segnen zu lassen, ihre Sorgen mitzuteilen usw. An sich eine gute Sache. Das Problem. Für einen "altar call" bruacht man überhaupt erst einen Altar! Und ein Altar ist da, um etwas zu opfern! So wie sich Jesus als lebendiges Ofper hingibt und in der Eucharistie dieses Opfer gegenwärtig (NICHT wiederholt!) wird, so geben wir uns selbst hin, wenn wir die Eucharistie empfangen!

All dies fällt ihm wieder ein, und es wird ihm klar, das es die richtige Entscheidung war, zur einen Kirche zurück zu kehren. Zu der Kirche, die getreu Jesu versprechen 2.000 Jahre allen Verleumdungen und Angriffen widerstanden hat und immer noch da steht. Zu der Kirche, die Jesus selbst gegründet hat und in der seitdem in apostolischer Nachfolge Seine Lehre weitergegeben wird, Sein Fleisch gegessen und Sein Blut getrunken wird.

(Quelle: u.a. Prof. Dr. Scott Hahn, "Evangelizing the Baptized", erhältlich bei www.saintjoe.com sowie Material der Fathers of Mercy, www.fathersofmercy.com)

 

Worin unterscheidet sich die Katholische Kirche eigentlich von anderen christlichen Kongregationen?

Vor allem durch die Eucharistie.

Ohne die Eucharistie wären wir nur eine von vielen christlichen Kongregationen.

Ja, Jesus ist spirituell überall gegenwärtig. Aber Seine einzigartige körperliche Gegenwart kann nur in der Eucharistie gefunden werden. Hier kommt es zur Wesensverwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu Christi. Nichts kommt dem gleich, und gerade deshalb ist es so gefährlich, wenn sogar katholische Theologen diese Glaubenswahrheit verwässern wollen - selbst wenn dies in der guten Absicht geschieht, offener für die Ökumene zu sein.

Sehen wir uns das Alte Testament an: Das Volk Israel wurde in Ägypten aufgerufen, ein Lamm zu opfern, das Blut an den Türpfosten zu streichen und das geopferte Lamm zu essen. So ging der Todesengel an ihren Häusern vorbei und tötete nicht - wie bei anderen Häusern - die Erstgeborenen.

Hätten Sie aber das Lamm nicht gegessen, wären ihre Erstgeborenen getötet worden!

(Quelle: Fr. Bill Casey: "Mission for Truth - The Quest in an Age of Compromise")

 

Aber in Joh 6, 63 heisst es doch: "Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben." Also hat Jesus doch symbolisch gesrochen, als er von Seinem Fleisch und Seinem

Ganz abgesehen davon, dass all das im Kontext zuvor gesagte bei dieser Interpretation keinen Sinn geben würde, lohnt sich hier doch ein zweiter Blick:

Zuvor sagte Jesus immer "mein Fleisch" und "mein Blut". Nun heisst es auf einmal "das Fleisch". Warum? Weil "mein Fleisch" und "das Fleisch" nicht dasselbe sind?

In Joh 8,15 lesen wir: "Ihr urteilt, wie Menschen urteilen, ich urteile über keinen." (Einheitsübersetzung). Und tatsächlich: Sehen wir uns Gal 5,16-21 an: "Darum sage ich: Lasst euch vom Geist leiten, dann werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen. Denn das Begehren des Fleisches richtet sich gegen den Geist, das Begehren des Geistes aber gegen das Fleisch; beide stehen sich als Feinde gegenüber, sodass ihr nicht imstande seid, das zu tun, was ihr wollt. Wenn ihr euch aber vom Geist führen lasst, dann steht ihr nicht unter dem Gesetz. Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage und Ähnliches mehr. Ich wiederhole, was ich euch schon früher gesagt habe: Wer so etwas tut, wird das Reich Gottes nicht erben." (Einheitsübersetzung).

Jesus wählt bewusst andere Wörter, wenn Er von Seinem Fleisch und vom Fleisch allgemin spricht. Nicht anders hat es die Kirche in ihrer 2.000-jährigen Geschichte gesehen!

Teilweise werden im Griechischen für das Essen Seines (!) Fleisches auch Wörter verwendet, die so etwas wie "beißen" oder "kauen" bedeuten, also ein klarer Hinweis darauf, dass hier von wirklichem Fleisch die Rede ist, wenn Jesus von Seinem Fleisch spricht!

 

Eucharistie für Apologeten

Die Basis der Apologetik ist die Liebe Gottes und Seine Wahrheit. Wir sind nicht gerufen, Debatten zu gewinnen, sondern Seelen zu retten, also zu missionieren. Unsere Aufgabe ist es, den katholischen Glauben zu erklären, verständlich zu machen und gegen Angriffe zu verteidigen. In unseren Gesprächen und Diskussionen mit anderen sollte sich unsere Liebe zu Gott und zum Nächsten auch widerspiegeln!

Wir sollten auch nicht vergessen, Gemeinsamkeiten mit anderen Christen zu betonen sowie ihre Aufrichtigkeit hervorzuheben.

Für einen Apologeten sollte es auch selbstverständlich zu sein, täglich in der Bibel zu lessen, nützliche Literatur zu lesen bzw. Filme zu sehen oder CD’s anzuhören und natürlich auch sich fortzubilden und mit anderen zu treffen. Eine regelmäßige Teilnahme an der heiligen Messe sowie der Empfang der Sakramente ist ebenso wesentliche Voraussetzung für Apologetik.

Bei Diskussionen mit Nicht-Katholiken sollte man darauf achten, dass diese nicht die gesamte Zeit für sich allein beanspruchen sowie nicht alle Fragen stellen. Teilt die Zeit gerecht auf, sodass jeder zu Wort kommt. Stelle auch du einige Fragen, die deinen Gesprächspartner herausfordern!

Achte auch darauf, dass man sich bei Diskussionen auf die wesentlichen Punkte konzentriert. Setze Grenzen, wenn jemand dir tausend verschiedene Fragen stellt und von dir erwartet, dass du sie in zehn Minuten beantwortest! Konzentriere dich besser auf wenige wichtige Punkte und stelle sicher, dass du genügend Zeit für die Antworten hast.

Beachte auch, dass du keineswegs verpflichtet bist, bei den Themen zu bleiben, die andere ausgewählt haben – vor allem dann nicht, wenn du nicht mit ihnen vertraut bist. Es waere z.B. gut, mit der Eucharistie anzufangen, da dieses Thema Katholiken von sämtlichen protestantischen Glaubensgemeinschaften trennt.

Du solltest auch nicht die Interpretation von Bibelversen seitens Nicht-Katholiken akzeptieren, wenn diese der katholischen Glaubenslehre widerspricht. Lese den Vers im Kontext und lese auch die Querverweise im Kontext – also etwa den alttestamentlichen Hintergrund neutestamentlicher Aussagen. Nicht-Katholiken verdrehen manchmal einzelne Bibelverse und reissen sie aus dem Zusammenhang, damit sie der Lehre ihrer Kongregation entsprechen.

Ein wesentlicher Punkt für katholische Apologeten: Zeige deinen Gesprächspartnern, dass es die Katholische Kirche war, die ihnen die Bibel gegeben hat – sie ist nicht einfach nach Jesu Tod vom Himmel gefallen! Weise ebenso darauf hin, dass die Christenheit 350 Jahre lang ohne Bibel auskommen musste, bevor der Kanon der biblischen Schriften festgelegt wurde.

Zeige Nicht-Katholiken auch den geschichtlichen Hintergrund ihrer christlichen Kongregation auf. Protestantische Ideen kamen erst 1.500 Jahre nachdem Christus Seine Kirche begründet hat auf! Gerade viele der evangelikalen Gemeinschaften gibt es erst seit jüngster Zeit, und doch maßen sich viele ihrer Mitglieder an, die Bibelverse eigenmächtig und ohne grundlegende Ausbildung besser auslegen zu koennen als etwa die Kirchenväter, die noch von den Aposteln selbst unterrichtet wurden. Oder sie nehmen fuer sich in Anspruch, Glaubenswahrheiten ueber den Haufen zu werfen, die die Kirche 2.000 Jahre lang vertreten hat!

Alle (!) Kirchenvaeter waren katholisch und hatten katholische Ueberzeugungen!

Natuerlich sollten katholische Apologeten auch den Katechismus ausgezeichnet beherrschen. Dies aber nicht nur intellektuell – also mit dem Verstand – sondern mit ihrem ganzem Herzen, voll Leidenschaft und demütiger Liebe!

Die katholische Lehre solltest du klar und verständlich erlaeutern. Versuche nicht erst, Doktrinen und Dogmen zu erklaeren, die du nicht verstehst. Wenn dich jemand etwas fragt, worauf du keine Antwort hast, sage dies offen und bitte um Geduld und Zeit, damit du dich mit dem Thema beschäftigen und eventuell deinen Seelsorger befragen kannst.

Wenn eine Diskussion mit Nicht-Katholiken ansteht, solltest du diese mit einem Gebet beginnen und beenden. Zur Vorbereitung ist der Rosenkranz ein ausgezeichnetes Hilfsmittel. Achte während der Diskussion darauf, ruhig zu bleiben, auch wenn es hitzig wird. Wenn dein Gesprächspartner ausfallend, beleidigend oder unsachlich wird, beende die Diskussion in einem ruhigen Ton und erkläre deinem Gegenueber auch, warum du dies tust. Bestehe vor allem auch darauf, dass deine Gesprächspartner die Muttergottes oder die Eucharistie nicht in beleidigender oder unangemessener Art und Weise angreifen. Sollte dies geschehen, beende die Diskussion und erkläre, du würdest sie gerne wieder aufnehmen, wenn man bestimmte Grundregeln beachtet.

Manche Katholiken haben auch Angst davor, den katholischen Glauben zu erklären und zu verteidigen, weil sie meinen, sie wären ja keine Experten. Das macht überhaupt nichts. Erfülle deine Aufgabe, so gut du es kannst – niemand verlangt mehr von dir. Das aber solltest du auch tun! Wenn du auch nur ein Missverständnis aus dem Weg räumen kannst, hast du schon eine ganze Menge erreicht! Meist sind deine Gesprächspartner nämlich nicht darauf gefasst, dass ein Katholik in ruhigem, freundlichen und demütigen Ton seinen Glauben begründen und verteidigen kann und noch dazu die Bibel hierfür verwendet!


Tipps für das Bibellesen

Wesentlich ist natürlich zuerst, eine gute Übersetzung zu verwenden. Für Katholiken gibt es die hervorragende “Einheitsübersetzung”. Deine Bibel sollte auch leicht zu lesen sein, also nicht zu kleine Buchstaben haben. Hilfreich gerade für Apologeten ist es auch, eine Bibel mit einem weichen Umschlag sowie mit Einmerkzeichen für die Bücher des Alten und Neuen Testaments zu verwenden. Als Apologet sollte man nicht minutenlang mit dem Suchen von Bibelstellen verbringen, sondern diese schnell bei der Hand haben. Deine Bibel sollte auch Kolumnen wie in einer Zeitung haben. Die sind weitaus leichter zu lesen. Die Kreuzverweise und Fußnoten sollten jeweils auf derselben Seite wie der dazugehörende Text sein, was erheblich Zeit erspart. Auch das Stichwortverzeichnis am Ende der Bibel ist wichtig.

Was du auf jeden Fall vermeiden solltest, sind unsinnige Diskussionen über Übersetzungen. Katholische Überzeugungen kannst du sehr wohl mit jeder Bibel verteidigen und erläutern. Vermeiden solltest du aber die Übersetzung, die die Zeugen Jehovas verwenden.

Verliere dich auch nicht in Diskussionen ueber die griechischen oder hebräischen Bedeutungen von Wörtern. Haarspaltereien ueber die genaue Bedeutung von einzelnen Woertern ist eine Taktik, die Protestanten oder Evangelikale manchmal verwenden. Antworte ihnen, dass bei der Übersetzung heutiger Bibeln die besten griechischen und hebräischen Sprachwissenschaftler und Übersetzer beteiligt waren, man sich also sehr wohl darauf verlassen kann – vor allem wenn man selbst diese Sprachen nicht oder nur schlecht beherrscht. Unterschiede zwischen den christlichen Konfessionen bestehen jedenfalls nicht aufgrund verschiedener Bibelübersetzungen (ausgenommen vielleicht Martin Luther, der – um seine These von der Errettung allein aufgrund des Glaubens zu stuetzen – sich frei fühlte, das Wort “allein” in die Übersetzung einzufuegen). Differenzen gibt es also praktisch nie wegen der Übersetzung der einzelnen Wörter, sondern vielmehr darüber, was sie denn genau bedeuten. Kreuzverweise, die Kirchengeschichte, der Kontext (bei neutestamentlichen Bibelstellen vor allem der alttestamentliche Hintergrund, den meist nur wenige kennen!) und letztlich die Vernunft (also der gesunde – und von Gott gegebene! – Menschenverstand) sind grundlegende Voraussetzungen für ein richtiges Bibelverständnis. Wichtig ist auch, dass die Bibel nie allein für den Privatgebauch gedacht war, sondern immer im Kontext der Kirche gesehen wurde. Deshalb sollte man sich beim Auslegen von Bibelversen vom kirchlichen Lehramt auch anleiten lassen.

Bei manchen Menschen ist die Bibel auch ein teures “Prachtstück”, das im Wohnzimmerschrank vor sich hin verstaubt. Eine Bibel ist jedoch dazu da, benutzt zu werden. Mach dir Notizen, markiere wichtige Stellen! Wenn du auswendig lernst – und das solltest du! – lerne ein gesamtes Kapitel auswendig, nicht nur einen einzelnen Vers!


Die Eucharistie

Im Gegensatz zu praktisch allen der weit über 30.000 christlichen Konfessionen glauben Katholiken, dass sie in der Eucharistie tatsächlich den Leib und das Blut Jesu Christi zu sich nehmen. Genau deshalb ist dieses Thema für jeden Apologeten von großer Bedeutung. Wir sollten die Eucharistie erklären und verdeutlichen können – und wir sollten sie gut erklären können.

Die Bibelverse, die man hierfür kennen sollte:

Das gesamte Kapitel 6 des Johannes-Evangeliums
Mk 14, 22-24
1 Kor 10, 14-17
1 Kor 11, 23-29
Mt 26, 26-28
Lk 22, 17-20
Lk 24, 30-35

Das gesamte Kapitel 6 des Johannes-Evangeliums ist von enormer Bedeutung hierbei. Zuerst jedoch sollte man Jn 4, 31-34 und Mt 16, 5-12 lesen. Hier spricht Jesus von Essen im übertragenen und symbolischen Sinn. Die Jünger aber denken, Er würde von wirklichem Essen reden. Jesus aber zeigt ihnen unmissverständlich, dass er im übertragenen Sinn spricht.

Lies jetzt Jn 6, 51. Jesus sagt hier, wir müssen Sein Fleisch essen, um zu leben. In Jn 6, 52 nehmen Ihn die Juden wörtlich (!). In den Versen 53-56 wiederholt Jesus immer wieder, dass wir Sein Fleisch essen und Sein Blut trinken muessen, um zu leben. Er ist absolut klar in Seiner Wortwahl und lässt nicht den geringsten Zweifel aufkommen. Besonders in Vers 55 sehen wir, dass Er hier nicht symbolisch spricht.

Protestanten zitieren manchmal Jn 6, 35: “Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.” (Einheitsübersetzung). Wenn also Jesu sich das “Brot des Lebens” nenne, sage Er damit nur, er wuerde uns geistig ernähren, wenn wir an Ihn glauben – so wie Brot uns körperlich ernährt. Nach dieser Meinung “essen” oder “trinken” wir Jesus, indem wir zu Ihm kommen und an Ihn glauben.

Dass dem nicht so ist, zeigt sich in dern folgenden Versen 48-58 (wie immer wird hier also der Fehler begangen, einzelne Verse aus dem Kontext zu reissen und nach eigenem Gutdünken auszulegen): Hier sagt uns Jesus unmissverständlich, was Er damit meint, wenn Er sich als “Brot” bezeichnet. Dieses Brot ist nun keineswegs nur ein Symbol für eine geistige Nahrung. In Vers 51 sagt Er ganz klar, dieses Brot “ist mein Fleisch” und “wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.” (Einheitsübersetzung)

Andere Protestanten vertreten die Ansicht, dass Jesus in Jn 6, 60-70 erkläre, er hätte in den vorausgehenden Versen nur symbolisch gesprochen. Sie halten sich dabei vor allem an Vers 63, wo es heisst: “Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben.” (Einheitsübersetzung).

Hier gibt es einiges zu beachten:

Jesu Rede über die Eucharistie ENDET mit dem Vers 58 (siehe auch Vers 59). Was in den Versen 60-70 steht, geschieht SPÄTER und hat mit dem Glauben und nicht mit der Eucharistie zu tun.

Ausserdem wird hier die falsche Schlussfolgerung gezogen, dass das Wort “Geist” gleichzusetzen mit “symbolisch” sei. Dies ist aber in der gesamten Bibel nicht der Fall. Das Geistige ist ebenso wirklich und real wie das Materielle!

Im Vers 63 vergleicht Jesus den natürlichen Menschen – also den aus Fleisch und Blut (“das Fleisch”) – mit dem geistigen Menschen, der vom Glauben erfüllt ist. Was Jesus mit “das Fleisch” meint, kann man sehr gut in 1 Kor 2, 14-3, 4 nachlesen. Wenn Er jedoch von der Eucharistie spricht, verwendet Er den Ausdruck “mein Fleisch”. “Das Fleisch” verwendet Er, wenn Er vom fleischlichen Menschen spricht, der nur das glaubt, was er mit seinen Sinnen oder seinem Verstand wahrnehmen kann. Kein Christ aber vertritt die Auffassung, das Fleisch Jesu “nützt nichts”! Durch Sein Fleisch wurden wir erlöst!

Nach diesem Vers 63 verlassen einige ungläubige Jünger Jesus. Das haetten sie aber nicht getan, wenn Jesus sie beruhigt haette und ihnen klar gemacht haette, dass Er nur symbolisch sprach. Bemerkenswert auch, dass dies die einzige Stelle ist, wo Ihn Jünger verliessen, weil sie Seine Lehre als nicht annehmbar sahen. Von den zwölf Aposteln jedoch wies nur Judas die Eucharistie zurück (Jn 6, 70-71).

In anderen biblischen Versen wird ebenso klar Stellung bezogen: “Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.” (1 Kor 11, 27 – Einheitsübersetzung).

Jesus sprach aramäisch. In dieser Sprache bedeutete die Tatsache, dass jemand das Fleisch von jemandem isst oder sein Blut trinkt, dass er diese Person verfolgt und angreift. Dies zeigt sich etwa in Ps 27, 2; Jesaja 9, 18-20; Jesaja 49, 26; Micha 3, 3; 2 Sam 23, 15-17 und Offb 17, 6.16. Wenn Jesus also nur symbolisch sprach, als Er davon redete, dass man Sein Fleisch essen und Sein Blut trinken, würde das bedeuten, dass jemand, der Ihn verfolgt, ewiges Leben haben wird. Und das wird Er wohl kaum gemeint haben!

Gehen wir nun auf das Brot und den Wein ein, die Jesus beim letzten Abendmahl verwendet. Sie sind ja nicht gerade normale oder natürliche Symbole für Fleisch und Blut. Er sagt uns aber ganz eindeutig, dass es Sein Leib und Blut ist (vgl. Mt 26, 26-28; Mk 14, 22-24; Lk 22, 17-20; 1 Kor 11, 23-25). Haette Er hier symbolisch gesprochen, wuerden diese Symbole hier klar erklaert werden – und dem ist nicht so! Er hat es also absolut wörtlich gemeint!

Manche Nicht-Katholiken führen hier auch an, dass Katholiken Kannibalismus vertreten, wenn Sie die Eucharistie wörtlich nehmen – und das würde das biblische Verbot des Bluttrinkens verletzen. Dasselbe Missverständnis legen die Jünger an den Tag, die In Jn 6 Jesus ablehnen, als Er sagt, wir sollen Sein Fleisch essen und Sein Blut trinken. Diejenigen jedoch, die an Ihn glaubten, wurden dafür mit dem letzten Abendmahl belohnt. Jesus zeigte ihnen, dass sie Seinen Leib und Sein Blut im Sakrament der heiligen Eucharistie empfangen würden, nicht in der kannibalistischen Art und Weise, wie es die Ungläubigen aufgefasst haben.

Bemerkenswert auch, dass alle der frühen Kirchenväter an die Eucharistie glaubten, also an die wirkliche Gegenwart Jesu in Brot und Wein. 1.500 Jahre – bis zur Reformation – glaubte dies die gesamte Christenheit! Diese Doktrin wurde sogar von Martin Luther bestätigt. Bemerkenswert ebenso, dass die Kirchen, die sich vor der Reformation abgespalten haben (also die orthodoxe, die koptische und die armenische Kirche) immer noch an die wirkliche Gegenwart Jesu in Brot und Wein glauben, so wie es die Katholische Kirche lehrt!

Kurz: die überwiegende Mehrheit der heutigen Christen glaubt an die wirkliche Gegenwart Jesu in Brot und Wein!

An dieser Stelle sollte auch an all die eucharistischen Wunder erinnert werden, die Gott uns zur Bekräftigung dieser Lehre geschenkt hat.

Einige dieser Kirchenväter, die die Eucharistie bestätigten, sind etwa der hl. Ignatius von Antiochien, der hl. Justinian der Märtyrer, der hl. Irenäus, der hl. Cyril von Jerusalem..


(Quelle: u.a. “Beginning Apologetics 1 – How to Explain and Defend the Catholic Faith”, Father Frank Chacon and Jim Burnham, San Juan Catholic Seminars, www.catholicapologetics.com, erhältlich auch bei www.familylifecenter.net)

 

Contraception, sex outside of marriage, why non-Catholics cannot receive Communion in the Catholic Church, and same-sex "marriage"


Well, thanks to a federal "judge", the great state of Alabama is about to legalize same-sex "marriage" as of this Monday.  This is being touted as a "good" thing by those in the LGBT crowd and their allies.  Alice has fallen down the rabbit hole...up is down, in is out, evil is good, and good is evil.  We need to keep praying and keep working in the vineyard to turn our society around.  Through Christ, all things are possible...


Continuing with what I started last week - here are the final four of a series of articles I wrote for our diocesan newspaper on Marriage and the Eucharist.  It's basically the written version of my audio on the same topic, with a few modifications.  I draw parallels between the two sacraments and then use those parallels to explain some of the Church's teachings that many folks have trouble with.  In the articles in this issue, I'll be touching on the topics of: contraception, sex outside of marriage, why non-Catholics cannot receive Communion in the Catholic Church, and same-sex "marriage" .  I'm going to reprint the articles exactly as they appeared in the newspaper, so if you think your diocesan paper might be interested in printing them, you can just copy them as is.


Marriage and the Eucharist.  We ended last week with John 6:54, “He who eats My flesh and drinks My blood has eternal life.”  The Eucharist is all about giving us life...eternal life.  By receiving the Eucharist into our bodies we are receiving God’s own life into ourselves.  We are receiving Life itself.  


Listen to what Paul says in Galatians 4:19, “My little children, with whom I am again in travail until Christ be formed in you.”  We need to have Christ formed within us.  Christ, through the Eucharist, is giving us His very life.  Christ, through the Eucharist, is planting the seeds of eternal life in our bodies.  Seeds that will hopefully grow, aided by the Holy Spirit, until Christ is fully formed within us.  Through the Eucharist, through receiving Christ into our bodies, the two have become one.


In the marital embrace, the wife receives her husband’s love and his very life within her. And he is planting the seeds of life that could very well grow until a life is fully formed within her.  The two, husband and wife, have become one.  And the two becoming one is most readily apparent when the marital embrace results in the conception of a new life.  The two have become one have become three.  It is here, in the life-giving and love-giving act of marital intimacy, that the family of man most closely mirrors the family of God...the Trinity.  


Can you see how the Sacrament of Marriage is inextricably linked to the Sacrament of the Eucharist?  How God’s relationship to us is most clearly mirrored in the relationship of husband and wife?  How the Holy Spirit proceeds from the life-giving and love-giving relationship between  the Father and the Son, just as a child proceeds from the life-giving and love-giving relationship between husband and wife?  In the Eucharist, the Holy Spirit in a sense “overshadows” us and we receive Jesus into our bodies.  The Annunciation, was, in some ways, a pre-figuring of the Eucharist.  The Holy Spirit overshadowed Mary and the two became one became three.  


The Bible starts off, in Genesis 2:24, with marriage.  All through the Bible, Old Testament and New, the relationship between God and Israel, and then between God and the Church, is described in marital terms.  And then, in the Book of Revelation, at the end of the Bible, at the end of time, we have the eternal Wedding Feast of the Lamb...the eternal union between Christ and His Bride, the Church, in the New Jerusalem.


Do we approach the Eucharist within a marital framework?  Do we see it as the very intimate act that it is?  Do we allow ourselves to be completely open to receiving Jesus...to receiving His love...to receiving His life?  Do we keep in mind His total self-giving...His being poured out on the cross for us, whenever we receive Christ in the Eucharist?  Are WE offering ourselves totally and completely to Him?  Are we pouring ourselves out for Him?  Are we allowing Him to change our lives?  Are we allowing Him to plant the seeds of eternal life within us?  Are we allowing Jesus to be formed within us?  Or, do we allow the receiving of the Eucharist to become routine?  Just one action of many that we participate in at the Mass?  Do you mentally tell yourself, “Okay, Father’s holding up the host, we’ll be out of here in 15 minutes.”?  


Do we approach relations, and particularly our physical relations, with our spouse within a eucharistic framework?  Do we realize that whenever we “know” our spouse, that we are re-presenting ourselves fully and totally to him or her?  That we are back on our wedding day and are re-presenting ourselves before God?  That we are participating in an act of love that gives life, and that this act is a sign of the life-giving love that God gives to us?  Do we contemplate these things?  Do we raise physical intimacy with our spouse to a sacramental level, instead of a mere physical act?


Now, having drawn some of these parallels, let me ask the question: What if Jesus did not give all of Himself to us?  What if Jesus held back the life-giving aspect of the Eucharist?  In other words, what if we received His body and blood, but Jesus then did something to prevent that Body and Blood from producing life within us?  We received the Body and Blood, but it was somehow prevented from forming Jesus within us?  I think you may have an idea where I’m going here.


The question of contraception.  Society says, no big deal.  Most Catholics say, no big deal.  But, looking at the marital embrace within a eucharistic framework, do you maybe see now why it is such a big deal?  When a man and a woman use contraception, then the man is saying to the woman, “I am giving myself to you, but I am not giving myself completely and totally and without reservation.  I am holding something back.  I do not wish to share the life-giving aspects of this act with you.  I do not want the two to become one”  Or, the wife is saying, “I do not want to receive all of you with no exceptions.  I do not wish to receive you completely and totally and without reservation.  I do not wish to receive the life-giving aspects of this act from you.  I do not want the two to become one.”  


To continue with our parallels between Marriage and the Eucharist, when we receive the Eucharist, when we receive Christ into our bodies, we are receiving the very life of Christ within us.  Galatians 4:19, “My little children, with whom I am again in travail until Christ be formed in you.”  Christ be formed in you.  Through the Eucharist, Jesus is planting the seeds of life - His life - within us.  


When a wife receives her husband in the marital embrace, she is receiving his very life within her.  He is planting the seeds of life within her.  Through contraception, the life-giving aspect of that act is held back.  What if Jesus held back the life-giving aspect of the Eucharist from us?  What if Jesus decided not to give Himself fully to us?  What if Jesus prevented us from receiving life in the Eucharist.  What if Jesus prevented us from having His life conceived within us through our reception of the Eucharist?  What if Jesus, in a spiritual sense, contracepted?  Could anyone ever consider that to be a good thing?  


And what exactly is it that we are holding back from our spouse through contraception?  Is it just one little aspect of who and what we are as human beings?  Could you say, “Well, I’m not going to share this one aspect of me with my spouse, but I’m willing to share all the hundreds and hundreds of other aspects of myself with my spouse.  In other words, I’m willing to share 99.9%, but just not 100%.”  I don’t think so.  


Listen to this passage from Genesis, chapter 1, “Let us make man in our image, after our likeness.”  And in Genesis 5 it says, “When Adam had lived a hundred and thirty years, he became the father of a son in his own likeness, after his image.”  God created man in His image and likeness.  Man participates in this act of creation to produce children in his image and likeness.  Scripture tells us that man is doing something God-like in the act of physical generation.  The act of creating life, is, in my opinion, where man most closely imitates God and most closely cooperates with God.  The act of creating life is where man mirrors God most closely.  Think about it.  God and man, working together to bring new life into the world!  A new body with a new, eternal soul, into this world.  Is this just .1% or some other small percent of who we are?  Is the aspect of our humanity where we participate in the act of creation with God Himself, is that aspect of our humanity just one aspect among hundreds of others?  


No!  When we contracept, when we do not share ourselves fully and completely and openly and without reserve with our spouse, we are not sharing with our spouse one of the two major aspects of who we are as human beings.  We were created to love and to give life.  That is what the marriage act is all about...giving love and creating life.  To withhold either love or life from our spouse, is to withhold a major aspect of who we are as human beings.  


God is love.  And because He is love, He gives life.  His love is procreative...pro-creative.  His love gives life.  When we separate love from life, as when we do when we use contraception, then our love is no longer like God’s love.  It is not pro-creative love.  It is anti-creative love.  It is selfish love.  And when we separate love from life, when our love is no longer pro-creative, but anti-creative, selfish love, we start experiencing serious consequences - not just as individuals, or as married couples, but as a society.  Just look all around you at the hell that has been created by the separation of love and life...astronomical divorce rates, abortion, out-of-wedlock births, test tube babies, human cloning, pornography, homosexual marriage, AIDS and other sexually-transmitted diseases, and on and on it goes.  


When we receive the Eucharist, when we receive Christ into our bodies, we are receiving the very life of Christ within us.  Again, He is planting the seeds of life within us.  When a wife receives her husband, she is receiving his very life within her.  He is planting the seeds of life within her.  Again, what if Jesus decided to contracept in a spiritual sense?  What if Jesus held back the life-giving aspect of the Eucharist from us?  What if Jesus decided not to give Himself fully to us?   What if Jesus held back the very aspect of the Eucharist that the Eucharist was designed to convey...Life!?


That’s what we do when we contracept.  We hold back the life-giving aspect of the marital embrace - the very aspect that the marital embrace was designed, by God, to convey.  Can that ever be a good thing?  God put the two aspects, love and life, together in the physical union between husband and wife.  When we contracept, we are separating what God has put together.  We are separating love from life.  And doesn’t Scripture say, let no man rend asunder what God has joined together?


Why are non-Catholics not allowed to receive Communion in the Catholic Church?  It’s because receiving Communion in the Catholic Church, when you are not a member of the Catholic Church, when you have not committed yourself completely and totally to the Church, is like having sex outside of marriage.


A lot of folks reason that since sex is a gift from God - after all God gave us our sexual desires - then it can’t be wrong to use that gift and act on those desires.  It doesn’t matter if one is married or not.  Especially if it’s two consenting adults.  Well, we’ve shown that God’s way of doing things involves 3 steps: 1) Commitment, the man shall leave his mother and father, 2) Marriage, he shall cleave to his wife, and then 3) The two shall become one.  The physical consummation of the marriage is the sign that there is a lifelong commitment already in place.  It is the sign that these two people have given their very lives to each other.  It is the sign that God has joined these two people together.  


Sex outside of marriage is a lie.  You are speaking a lie with your  body.  You are saying I am committed to you for life with your body, when actually no such commitment exists.  It is a lie, a very serious lie.  You are lying to the person you are committing this act with.  And, even if you are “in love”, it is still a lie.  Why would you want to engage in a lie with someone you are supposedly in love with?  When you put step #3 - the two shall become one - before steps 1 or 2, you are messing with God’s plan for marriage.   And whenever you mess with God’s plan, something unpleasant will eventually result.  


Sex outside of marriage is getting things out of order.  There is no lifelong commitment in place, therefore the sign of that commitment, physical intimacy, should not take place.  To be sexually active outside of marriage is to be consummating a commitment that does not exist.  It is engaging in a lie.


Drawing the parallel, a lot of non-Catholics believe that they should have the right to receive the Eucharist in our Church. They even get offended when they are told that they can’t.    A lot of Catholics believe it’s no big deal if non-Catholics receive the Eucharist.  But allowing non-Catholics to receive the Eucharist is, again, tantamount to approving of sex outside of marriage.  If a person is not a Catholic, then that means that they are not fully united to the Church.  They have not made a total  commitment to the Church. The Eucharist is the sign and source of unity among Christians, and particularly so for Catholic Christians.  It is the sign that the two have become one, and that the many have become one.  If someone is not a Catholic, even though they may believe what Catholics believe about the Eucharist actually being the Body and Blood of Christ, they cannot receive Communion.  They are not fully united to the Church, no lifelong commitment has been made.  No commitment...no consummation...no Eucharist!  


When we receive the Eucharist, we are saying, with our bodies, that we believe what the Catholic Church teaches...in its entirety.  We are saying we believe not only what the Church teaches on the Eucharist, but we are also saying that we believe what it teaches on the priesthood, on the Communion of Saints, on the Sacraments, on Mary, on the Mass, and on and on.  If someone who is not Catholic receives Communion, then they are saying to us, with their bodies, that they believe all that Catholics believe.  That they have made a commitment and they are consummating that commitment.  But, they don’t believe as we do!  And they haven’t made that commitment!  That’s why they’re not Catholic.


Therefore, for them to receive the Eucharist, would be a lie.  They would be lying with their bodies before God and before man.  Just as those who engage in sexual relations outside of marriage are lying with their bodies to each other and to God.  So, if anyone ever asks you why Catholics do not allow non-Catholics to receive Communion, you can simply say that it’s because we don’t believe in sex outside of marriage.  That is why we do not allow non-Catholics to receive Communion in the Catholic Church...we do not want them to engage in a lie.      


And that is why we, as Catholics, cannot receive Communion in Protestant churches.  We would be saying, with our bodies, that we believe as they believe.  But we don’t, so it would be a lie before man and God to receive Communion, or the Lord’s Supper, in a Protestant church.  


So, again, if anyone ever asks you why non-Catholics cannot receive Communion in the Catholic Church, simply ask them if they are in communion with the Catholic Church.  Ask them if they believe all that the Church teaches, on everything, not just on the Eucharist.  If they say no, ask them why it is they want to receive Communion in the Church when they are not actually in communion with the Church?  Ask them why they want to receive the sign of unity, when there is no unity?  Make it clear to them that the act of receiving Communion in our Church is a declaration that they believe as we believe.  And, if they don’t believe as we believe, then, should they receive the Eucharist, they are committing a lie with their bodies and it would be an egregious offense against the Church and against God.  Tell them it is just like sex outside of marriage.  They want 


Finally, one other area where we can use these parallels between the sacraments of Marriage and the Eucharist to help us form an appropriate response, is this idea of same-sex “marriage”, so-called.  A very hot topic these days.  There is not now, never has been, and never will be, such a thing as a same-sex “marriage.”  It doesn’t matter how many judges issue how many licenses and how many wedding ceremonies take place - there will never be such a thing as a marriage between two men or two women.  God is the author of marriage.  He made it.  He defined it.  He joins the two together.  God has defined a marriage as something to unite one man and one woman.  Period.  


One man cannot marry another man and one woman cannot marry another.  Why?  The two cannot become one.  For the two to become one, there has to be a life-giving bridegroom and there has to be a life-receiving bride.  Between two men, there is no one to receive the life of the bridegroom.  Between two women, there is no bridegroom to give his life to the bride.   Consummation is not possible in either situation.  


A union, as such, between two men, would be as if Jesus wanted to give us His life in the Eucharist, but we had no way of receiving it.  It would be as if Jesus died on the Cross, but never

instituted the Eucharist.  A union, as such, between two women, would be as if we all wanted to receive the life-giving force of Christ in the Eucharist, but there was no life-giving force to receive.  It would be as if Jesus instituted the Eucharist, but then never died on the cross for us.  


There can be no such thing as a same-sex marriage, because there is no such thing as “life-giving” love, love that produces life, in a same-sex union.  Two men cannot produce a life between them.  Two women cannot produce a life between them.  It is a physical impossibility.  Therefore, same-sex “marriage” is an impossibility in the eyes of God.


St. Paul tells us in Romans, chapter 1, that the desire of a man for another man, or of a woman for another woman, is unnatural.  But you don’t have to believe in the Bible, or even in God, in order to understand that St. Paul was correct.  All you have to do is look at the body of a man and the body of a woman and you can easily discern that nature has designed a certain complementarity between the bodies of men and women.     


So, just from a simple observation, we can discern that nature designed a complementarity between the bodies of men and women.  We can discern that sex was designed by nature, to 1) be the physical union between a man and a woman, and 2) to perpetuate the survival of the species.  Same sex unions go against nature in both regards.  A man’s body was designed to join to a woman’s.  A woman’s body was designed to receive a man’s.  So, same-sex unions are contra nature.  They are inherently unnatural.  


And, if nature does indeed have a creator, then if same-sex unions are contrary to nature, it is safe to say that they are contrary to nature’s creator.  This is not about being “mean” to two people who are “in love” and it has nothing to do with “homophobia” or anything of the sort.  It actually is an act of charity to oppose what society is trying to impose.  If the Catholic Church is correct and homosexual acts are indeed acts of “grave depravity” and they are indeed “intrinsically disordered” (Catechism, #2357), then the most important thing to consider is the salvation of the souls of those committing these acts that are contrary to nature and contrary to nature’s God.


It is not mean, or somehow homophobic, or anything else of that nature to desire the good for a person and, particularly, to desire the ultimate good for a person - the salvation of someone’s soul.  The best thing a person can do if you know of someone who is struggling with same-sex attraction is to talk to them about God’s love for them...and to give them whatever support you can to help them live a chaste lifestyle.


And, it just so happens that the Diocese of Birmingham has recently seen the establishment of a chapter of Courage, which is an apostolate of the Catholic Church that ministers to persons with same-sex attraction (www.couragerc.org).  If you would like to find out more about the Courage chapter here in the Diocese of Birmingham, you can call the Courage chaplain at: 256-221-8844.  All calls are completely confidential.


Marriage and the Eucharist...the two shall become one.  I hope this series of articles has helped you to see and understand how intimately and intricately these two sacraments are linked together, and that they have helped you to look at marriage from a eucharistic point of view, and to look at the Eucharist from a marital point of view.    


(Send any questions/comments to: jmartignoni@bhmdiocese.org.  If you would like to sign up for John’s free apologetics email newsletter, simply go to: www.biblechristiansociety.com.  You can also order his free CD’s on various apologetics topics at the website, including his CD that covers this topic which is entitled: “Marriage and the Eucharist: The Two Shall Become One.”) 

kathpedia.com: Sakrament

Ein Sakrament ist ein von Christus für seine Kirche und für immer eingesetztes, mit den Sinnen erfahrbares, besonderes und wirksames Zeichen einer unsichtbaren Gnadenwirkung.

Das Sakrament ist kein bloßer Symbolismus. In ihm drückt sich durch Worte und Handlungen der Priester (oder sonstigen, legitimen Spender) Jesus Christus selber aus, der das bewirkt, was die Sakramente bezeichnen. In dem Gläubigen, der die Sakramente mit der erforderlichen inneren Haltung empfängt, bringen sie Frucht.

Der Katechismus der Katholischen Kirche schreibt dazu bei der Nummer 774: "Die sieben Sakramente sind die Zeichen und Werkzeuge, durch die der Heilige Geist die Gnade Christi, der das Haupt ist, der Kirche, die sein Leib ist, verbreitet." In diesem Sinne der Verwaltung der Sakramente wird auch die Kirche als ganze als Sakrament bezeichnet, in der Christus das Zeichen und Werkzeug der Einheit zwischen Gott und den Menschen ist.

Die Sakramente sind die heilswirksamen Zeichen des Neuen Bundes zwischen Gott und den Menschen, da Gott sich den Menschen, in seiner unendlichen Liebe, immer wieder neu schenken will. Sie eint die Kirche immer wieder neu.


In der Theologie (Dogmatik) werden die Sakramente in der Sakramentenlehre behandelt. Die wichtigsten Sakramente sind die Taufe und deren Aktualisierung in der Eucharistie. Die anderen Sakramente sind diesen zugeordnet.

 

Wer handelt im Sakrament


Im Sakrament handelt Jesus Christus. Er schenkt uns Menschen durch die Sakramente seine Gnaden, also das göttliche Leben. Jedes Sakrament ist dabei von den anderen zu unterscheiden und hat eigene Besonderheiten, auch hinsichtlich des Spenders, der Form wie der Materie des Sakraments und der nötigen Intentionen (siehe: Gültigkeit).

 

Christi Gegenwart


Christus ist in den Sakramenten ganz gegenwärtig; in besonderer Weise in den eucharistischen Gaben. Er ist gegenwärtig in der Person des Ausspenders, denn Christus selbst bringt das Opfer durch den Dienst insbesondere des Priesters dar. Wie er sich am Kreuz dem Vater dargebracht hat, so teilt sich Christus der Kirche, seiner Braut, durch alle Zeiten mit. Spender der Firmung soll, Spender der Weihe kann nur der Bischof sein. Eheleute spenden einander das Sakrament gegenseitig.

Die Taufe kann notfalls jeder spenden, sogar in äußerster Not ein Ungetaufter, falls er nur, etwa auf Bitten des Taufbewerbers, tun will, was die Kirche tut.

 

Sieben Sakramente


 
Die 7 Sakramente sind: Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte (Buße), Ehe, Weihe und Krankensalbung. Diese sprechen alle wichtigen Phasen eines Lebensweges an. Es sind sozusagen entsprechend den Stufen des natürlichen Lebens die Stufen des geistlichen Lebens.

"Die Kirche hat im Laufe der Jahrhunderte erkannt, dass es unter ihren liturgischen Feiern sieben Sakramente gibt." (KKK Nr. 1117)

Jedes Sakrament nimmt einen wichtigen Platz ein. Die Eucharistie ist dabei das "Sakrament aller Sakramente", wie der Heilige Thomas von Aquin schreibt, da sie das Erlösungsgeheimnis der Taufe, die Einheit in Christus, realpräsent aktualisiert.

 

Gruppierungen


- Die Sakramente der Initation (Einweisung) sind: Taufe, Firmung und Eucharistie (in der Osternacht in dieser Reihenfolge). Sie führen ins christliche Leben ein und bilden eine "Startzündung".
- Die Sakramente der Heilung sind: Beichte und Krankensalbung.
- Die Sakramente des Dienstes an der Gemeinschaft: Ehe und Weihe.
- Zum Heil notwendige Sakramente: Die Taufe ist regelmäßig heilsnotwendig, bzw. die Sakramente als solche. Wer erkannt hat, dass Christus der Erlöser ist, ist dazu gerufen, seiner Kirche beizutreten und ihr treu anzuhängen; vgl. Lumen gentium, Nr. 14. (Die Taufe von Kleinkindern ist jedoch aufzuschieben, wenn sicher vorherzusehen ist, dass keine christliche Initiation folgt. Mit Erreichen des Unterscheidungalters gilt normalerweise die Pflicht zur Erwachsenentaufe.)

Ursprung der Sakramente


Die Sakramente wurden von Jesus Christus eingesetzt; (vgl. Konzil von Trient, Dekret über die Sakramente, Kan. 1). Die Mysterien des Lebens Jesu sind die Grundlage für die Spendung der Sakramente durch die Amtsträger. Die Sakramentalität der Kirche Christi ist zugleich eine der wesentlichen Aussagen der Heiligen Schrift insgesamt.

Die gänzliche Enfaltung der Sakramente erhalten sie aus dem Herzen Jesu als ihrer Mitte: Dies beschreibt die Präfation des Heiligsten Herzens vortrefflich: "In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Allmächtiger Vater zu danken und Dich mit der gannzen Schöpfung zu loben durch unsern Herrn Jesus Christus. Am Kreuz erhöht, hat er sich für uns dahingegeben aus unendlicher Liebe und alle an sich gezogen. Aus seiner geöffneten Seite strömen Blut und Wasser, aus seinem durchbohrten Herzen entspringen die Sakramente der Kirche. Das Herz des Erlösers steht weit offen für alle, damit sie freudig daraus schöpfen aus den Quellen des Heiles. Durch ihn rühmen Dich Deine Erlösten und singen mit den Chören der Engel das Lob Deiner Herrlichkeit. Heilig, Heilig, Heilig ...

 

Wirkung der Sakramente


KKK Nr. 1152: "Die Sakramente der Kirche schaffen den ganzen Reichtum der Zeichen und Symbole des Kosmos und des gesellschaftlichen Lebens nicht ab, sondern läutern und integrieren sie." Sie wollen den Menschen heilen und heiligen. Insofern bereiten die Sakramente uns vor auf das Leben im Himmel. "Die Frucht des sakramentalen Lebens besteht darin, dass der Geist der Gotteskindschaft den Gläubigen Anteil an der göttlichen Natur schenkt, indem er sie mit dem einzigen Sohn, dem Erlöser, lebendig vereint." (KKK Nr. 1128)

Die Sakramente wirken "ex opere operato" (aus sich heraus, bzw. Kraft der vollzogenen Handlung durch Christus). Während die Wirkweise aufgrund des Vollzugs feststeht, gibt es unter den theologischen Schulen eine Kontroverse über die genaue Wirkweise der Sakramente. Nahmen v.a. die Jesuitentheologen an, dass diese Wirkweise rein moralisch zu verstehen ist, vertritt die thomistische Schule eine physische Wirksamkeit der Sakramente. Die zweitere Ansicht dürfte dem Dogma von Trient gerechter werden. Die sakramentalen Wirkungen auf bestimmte Mindestdispositionen von Spender oder Empfänger einzuschränken, das hieße, zu engherzig von der Liebe Gottes zu denken. Die Auswirkung der Teilhabe am sakramentalen Leben der Kirche (auf den moralischen Erfolg im Leben der Christen) ist jedoch abhängig davon, ob der Glaube auch gute Werke hervorbringt, also vom Fortschritt des christlichen Bemühens.

 

Ziel der Sakramente


 
Der jüdische siebenarmige Leuchter, erhält durch Christus seine volle BedeutungDie Sakramente sind somit auf die Heiligung des Menschen, den Aufbau des Leibes Christi (Kirche) und auf die Gott geschuldete Verehrung hingeordnet. Sie wollen uns auch lehren in einem geistigen Sinne. Die Sakramente haben insbesondere das Ziel, das Leben der Kirche aus der Eucharistie zu beleben und zu ihr zu führen. In ihr kann der Christ täglich Ostern feiern.

 

Gültigkeit


Die Gültigkeit der Spendung eines Sakramentes ist an drei Bedingungen gebunden: Form, Materie und Intention.

Die Form ist zum Beispiel bei der Taufe die Taufformel. Wenn zur sakramentalen Handlung (=Materie) ein stoffliches Element (z.B. Wasser bei der Taufe) verwendet wird, nennt man dieses entfernte Materie, das Tun damit (bei der Taufe= Waschung mit Wasser) nähere Materie.

Zudem muss der Spender die Intention haben, das Sakrament zu spenden. Er muss die Absicht haben das zu tun was Gott getan haben will und weil die Kirche sich an den Willen Christus/Gottes halten will, muss er die Absicht haben das zu tun was die Kirche tut.

 

Unterschied zu Sakramentalien


Sakramentalien sind Zeichen, die nicht "ex opere operato" wirken, sondern kraft der Fürbitte der Kirche. Sie wollen eine gewisse Nachahmung der Sakramente in der alltäglichen Frömmigkeit begünstigen.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Sakrament)

 

Wer war der erste Mensch, der die Eucharistie empfangen hat?

Die Muttergottes Maria.

Sie war die erste, die den Leib und das Blut Christi in sich "aufnahm", indem sie Ihn in sich trug.

 

www.gemeinsam-anbeten.de

Wie kann ich eine Gebetszeit gestalten?


Ich gehe in eine Kirche, in der ich vor dem Tabernakel beten kann. In der Gestalt des eucharistischen Brotes ist Jesus gegenwärtig.
Der Vater ist immer da, wo der Sohn ist und beide schenken denen, die zu ihnen kommen, den Heiligen Geist.

Mit einer Kniebeuge und dem Kreuzzeichen trete ich vor Jesus hin und bekräftige meinen Glauben oder gebe meiner Hoffnung Ausdruck, dass ich Ihm nun begegnen darf.
Ich nehme eine Gebetshaltung ein, in der ich etwa 20 Minuten gut und aufmerksam verweilen kann. Meine äußere Körperhaltung bringt meine innere Haltung der Anbetung zum Ausdruck und hilft mir, mich hier und jetzt zu sammeln.

Es kann hilfreich sein, sich zunächst selbst ganz bewusst wahrzunehmen. Dafür achte ich auf meine Füße und spüre, wie sie den Boden berühren und mit den Fußsohlen fest aufliegen.
Mein Gesäß ruht auf der Sitzfläche und ich merke, wie mein Körpergewicht nach unten drückt. Diesem Gefühl gebe ich nach und verwurzele mich durch die Bank hindurch im Boden. Ich spüre, wie ich im Rücken gerade aufgerichtet bin und mein Kopf fest auf der Wirbelsäule ruht. Meine Hände liegen auf den Oberschenkeln oder gefaltet im Schoß. Ich nehme meinen Atem wahr, wie er langsam ein- und ausströmt. Jetzt bin ich ganz da und werde ruhig in der Gegenwart Gottes.
Wenn ich stehe oder knie ändere ich diese Wahrnehmungsübung entsprechend ab.

Dann eröffne ich meine Gebetszeit bewußt mit einem freien oder vorfomulierten Gebet.

Ein solches Gebet kann sein:


Niklaus von der Flüe


Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.

Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich hinführt zu dir.

Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir, und gib mich ganz zu eigen dir.

Psalm 63

Gott, du mein Gott, dich suche ich, nach dir dürstet meine Seele.

Nach dir schmachtet mein Leib. Wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser.

So schaue ich dich in deinem Heiligtum. Und sehe deine Macht und deine Herrlichkeit.

Ja, deine Liebe ist besser als das Leben. Meine Lippen sollen dich rühmen!
 


Danach verweile ich still vor dem Tabernakel in dem Bewusstsein, dass Jesus da ist, für mich da ist und mich anschaut.
Wenn meine Gedanken unruhig werden, versuche ich sie liebevoll wieder auf die Gegenwart Jesu hinzulenken.
Ich kann leise den Namen Jesus sprechen, oder Jesus, erbarme dich meiner sagen.
Ich kann auch andere kurze Anreden wählen, mit denen ich mich an Gott oder an Jesus wenden möchte. Die Gebetsimpulse können mir helfen, mein Herz auf Gott hin auszurichten und für Sein Wirken in mir zu öffnen.
Mehr braucht es nicht in dieser Zeit.
Nach etwa zwanzig bis dreißig Minuten beende ich das Gebet mit einer Verneigung und den Worten

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,*
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen


Oder: Gelobt sei Jesus Christus in Ewigkeit. Amen

Nun spüre ich noch kurz nach, wie ich mich jetzt innerlich fühle, ob sich in mir eine kleine Veränderung ergeben hat. Bin ich ruhiger geworden, stellt sich eine leise Freude ein, oder empfinde ich meine Unruhe und Suche jetzt erst richtig? Ich brauche meine Gebetszeit nicht zu beurteilen, nicht als gut oder schlecht bezeichnen. Auch Jesus beurteilt mich nicht. Es ist Seine Freude, bei den Menschen zu sein (vgl. Spr. 8,31) - auch bei mir, so wie ich jetzt da bin.

Beim Verlassen der Kirche bekreuzige ich mich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes mit Weihwasser. Das erinnert mich daran, dass ich durch meine Taufe zu Gott gehöre und nichts mich von Ihm trennen kann. Wenn ich jetzt auch die Kirche verlasse, bleibt Gott doch in meinem Herzen gegenwärtig und ich gehe meinen Weg mit Ihm.

Falls Sie die Gebetsanleitung ausdrucken möchten, besteht die Möglichkeit auf der Archivseite


(Quelle: http://www.gemeinsam-anbeten.de/gebetsanleitung.html

Diese Gebetsanleitung unterliegt dem Copyright, bitte beachten Sie deshalb die gesetzlichen Bestimmungen.

(used with permission)

 

Die Erhebung von Hostie und Kelch - ein "Nebenzeichen"?

Es ist schon erschreckend, was heute von manchen Theologen gelehrt wird. Da beklagt man den Umstand, dass frueher die Erhebung von Hostie und Kelch, also die Elevation nach der „Wandlung“ (jawohl, dieses Wort setzt man in Anfuehrungszeichen!) zum zentralen liturgischen Akt sowie zum Hauptzeichen der Messfeier „hochstilisiert“ wurde. Auch seien damit in der Vergangenheit teilweise Ablaesse verbunden worden und so haette sich irrtuemlicherweise die Ansicht durchgesetzt, dass der Anblick der Hostie hinsichtlich der geistlichen Wirkung gleichzusetzen sei mit dem Hoeren der Messe bzw. gar eine Art „Augen-Kommunion“ darstelle. So sei es in der Folge zu einer Verkuemmerung der Hauptzeichen und einer „Auswucherung“ der Nebenzeichen gekommen. Der Uebergang vom gemeinsamen eucharistischen Mahl zur Darstellung der eucharistischen Gaben – etwa der Hostie – in der Monstranz, dem „Allerheiligsten“ (ja, auch das wird in Anfuehrungszeichen geschrieben!) seien Zeichen dieser Fehlentwicklung. Eine Fehlentwicklng, die vom 2. Vatikanischen Konzil „korrigiert“ worden sei.

Nun ist an dieser Ansicht ja durchaus ein Kern Wahrheit. Das 2. Vatikanische Konzil hat viel Positives hervorgebracht – oder zumindest hervorbringen wollen, man war sich aber damals wohl nicht bewusst, zu was die allerbesten Absichten fuehren koennen, wenn man die Zuegel zu locker laesst.

Ja, Jesus ist ueberall gegenwaertig – in der versammelten Gemeinde, im Wort Gottes, in der Person des Priesters – koerperlich gegenwaertig ist er aber nur im Brot und Wein, die zu Seinem Leib und Seinem Blut gewandelt werden. Er gebot uns, Sein Fleisch zu essen und Sein Blut zu trinken – nicht umsonst erregte Er damit unter den Juden so viel Entsetzen!

Selbstverstaendlich ist und bleibt die Eucharistie – und mit ihr das Heben der eucharistischen Gaben (Brot und Wein als Jesu Leib und Blut) der zentrale Teil jeder Messe! Dies als „Auswucherung von Nebenzeichen“ zu bezeichnen, ist ein Schritt, dessen Konsequenzen man im Buch „Father Elijah“ von Michael D. O’Brien oder im Film „Katholiken“ sehen kann.

Wer in eine protestantische oder freikirchliche Gemeinde kommt, wird schon beim Betreten des Raumes merken, dass der zentrale Punkt das Rednerpult ist. Wer nach dem Prinzip „sola scriptura“ lebt, glaubt und Gottesdienst feiert und wer die eucharistischen Gaben nur als symbolisch versteht, fuer den ist die Predigt der zentrale Punkt eines Gottesdienstes.

Wer in eine katholische Kirche kommt, wird sofort sehen, dass der zentrale Punkt der Altar ist. Entsprechend zentral ist die Bedeutung der Eucharistie! An diesen Altar muessen wir zurueck kommen, wenn wir das Schicksal dieser Welt beeinflussen wollen!

Frueher war es etwa auch selbstverstaendlich, dass vor der Heiligen Messe Gelegenheit zur Beichte war (was auch oft und gerne angenommen wurde!) und auch ein Rosenkranz gebetet wurde – und dies nicht nur von einigen alten Frauen. Heute ist dies nur mehr selten der Fall. Der Rosenkranz scheint bei vielen voellig „aus der Mode“ zu sein (und/oder auch nicht mehr in seiner Bedeutung und Schoenheit vermittelt zu werden!) und die Beichte vor der Messe wird entweder nicht mehr angeboten oder nicht mehr wahrgenommen. Um es wieder mit Father Bill Casey zu sagen: Entweder haben wir in solchen Gemeinden eine Menge Glaeubiger, die sich auf die Kanonisation vorbereiten (auf die eigene Heiligsprechung) oder wir haben eine ganze Reihe unwuerdiger Sakramentenempfaenge – gebietet uns die Bibel wie das kirchliche Lehramt doch, den Leib und das Blut Jesu Christi nur wuerdig zu empfangen (also etwa nicht im Zustand der Todsuende)! Dafuer ist die Beichte ein wunderbares Sakrament, um sich auf die Eucharistie vorzubereiten. Ebenso kann hierfuer der Rosenkranz empfohlen werden!

Zur wuerdigen Vorbereitung gehoert auch eine spirituelle Einstimmung im Gebet, in der eucharistischen Anbetung und in der Stille. Wer in die Kirche wie in das eigene Wohnzimmer geht (sowohl was die Kleidung wie die Einstellung angeht) und lautstark mit anderen ueber den Spielfilm am letzten Abend diskutiert, wer zu spaet kommt und zu frueh geht, wer waehrend der Messe mit den Gedanken ganz woanders ist, hat wohl kaum die Bedeutung dieser gemeinsamen Feier verstanden und macht das Haus des Vaters zum Marktplatz.

Eben diese eucharistische Anbetung kann in ihrer Bedeutung kaum zu hoch eingeschaetzt werden. Sie mit „Augen-Kommunion“ zu bezeichnen, ist ein grobes Missverstaendnis der tiefen glaeubigen Einstellung, die dahinter steht. Ja, es gab und gibt Missbraeuche aller Art. Missbraeuche, die abzulehnen sind und abgestellt werden muessen bzw. deren geschichtliche Bedeutung herausgearbeitet werden muss. Darf man dafuer aber die Riten, Zeichen und Sakramente an sich in ihrer Bedeutung und Tragweite schmaelern? Muss man dafuer krampfhaft alles „modernisieren“? Ist ein Schritt zu den Wurzeln nicht vielmehr manchmal auch ein grosser Schritt nach vorne?

Das heisst keineswegs, dass die Schriftlesungen, das gemeinsame Singen und Beten, die Fuerbitten und die gesamte liturgische Gestaltung bedeutungslos waeren. Das Gegenteil ist der Fall! Die Bedeutung der Eucharistie aber herunterzuspielen – gewollt oder ungewollt! – und deren Darstellung in wuerdigen Zeichen und Riten als „Auswucherung von Nebenzeichen“ zu bezeichnen, ist Ausdruck einer Entwicklung, die fuer sich selbst spricht. Was wohl die Kirchenvaeter dazu sagen wuerden?

Kehren wir zu dem zurueck, was die Katholische Kirche seit 2.000 Jahren ausgemacht hat!

Bekennen wir uns zum „Katholischen“ an dieser Kirche und versuchen wir nicht, bessere Protestanten als die Protestanten selbst zu sein!

„Tut dies zu meinem Gedaechtnis“ – schon vergessen?

 

Das Brot ist doch nur ein Symbol- Jesus sprach nur symbolisch.

Sehen wir uns hierfuer Joh 6,48-51 an: „Ich bin das Brot des Lebens. Eure Vaeter haben in der Wueste das Manna gegessen und sind gestorben. So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) fuer das Leben der Welt.“ (Einheitsuebersetzung).

Jesus erinnert die Juden hier an ihre Vorfahren, die vom Manna aus der Wueste ernaehrt wurden. Vom Manna, das zu Mose Zeiten vom Himmel fiel. Diese Menschen aber haben wirkliches Brot gegessen, nicht nur symbolische Brote. Jesus sagt ihnen nun, dass sie nicht nur neues Brot essen werden, sondern sein Fleisch. In Vers 51 sagt Jesus: „Das Brot, das ich geben werde...“ – er spricht also von etwas, das in der Zukunft stattfinden wird. Wenn Er diese Prophezeiung nicht erfuellt haette, waere Er ein falscher Profet.

(Quelle: www.saintjoe.com)

 

Was das Herrenmahl ursprünglich ausmachte, war doch das gemeinsame Sättigungsmahl und nicht die Wandlung und Danksagung! Das sieht man doch in 1 Kor 11, 17 ff.!

Sehen wir uns diese Verse an:

"Wenn ich schon Anweisungen gebe: Das kann ich nicht loben, dass ihr nicht mehr zu eurem Nutzen, sondern zu eurem Schaden zusammenkommt. Zunächst höre ich, dass es Spaltungen unter euch gibt, wenn ihr als Gemeinde zusammenkommt; zum Teil glaube ich das auch. Denn es muss Parteiungen geben unter euch; nur so wird sichtbar, wer unter euch treu und zuverlässig ist. Was ihr bei euren Zusammenkünften tut, ist keine Feier des Herrenmahls mehr; denn jeder verzehrt sogleich seine eigenen Speisen, und dann hungert der eine, während der andere schon betrunken ist. Könnt ihr denn nicht zu Hause essen und trinken? Oder verachtet ihr die Kirche Gottes? Wollt ihr jene demütigen, die nichts haben? Was soll ich dazu sagen? Soll ich euch etwa loben? In diesem Fall kann ich euch nicht loben. Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn. Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. Denn wer davon isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt. Deswegen sind unter euch viele schwach und krank und nicht wenige sind schon entschlafen. Gingen wir mit uns selbst ins Gericht, dann würden wir nicht gerichtet. Doch wenn wir jetzt vom Herrn gerichtet werden, dann ist es eine Zurechtweisung, damit wir nicht zusammen mit der Welt verdammt werden. Wenn ihr also zum Mahl zusammenkommt, meine Brüder, wartet aufeinander! Wer Hunger hat, soll zu Hause essen; sonst wird euch die Zusammenkunft zum Gericht. Weitere Anordnungen werde ich treffen, wenn ich komme.
(1 Kor 11, 17-33 - Einheitsübersetzung)

Es stimmte, dass es früher auch ein Sättigungsmahl gegeben hat. Wie wir aber bereits hier lesen können, wurden die Gläubigen gebeten, doch zu Hause zu essen und zu trinken, weul es hier wohl zu Missbräuchen des Herrenmahls gekommen ist. Das gemeinsame Mahl ist auch etwas, was man in katholischen Pfarreien im Sinne der Diakonia und der Kommunio (also des Füreinander Daseins und der Gemeinschaft) durchaus wieder einführen sollte. Gleichwohl gibt es schon seit sehr langer Zeit eine Trennung zwischen diesem Sättigungsmahl und der Eucharistie mit Wandlung und Danksagung. Es wäre völlig falsch, zu meinen, das gemeinsame Mahl an sich wäre schon alles und man bräuchte keine Eucharistie mehr. Es würde also reichen, wenn man zusammen kocht und isst.

Das tut es aber nicht. Wir sollen vom Brot essen und vom Wein trinken - vom Leib und Blut Jesu Christi! Damit ist nicht nur ein gemeinsames Essen gemeint, wenngleich hier sehr wohl auf eine Form der Gemeinschaft hingewiesen wird. Wir sollen etwa aus dem Kelch trinken - und nicht aus falsch verstandenen Hygienegründen jeder für sich Traubensaaft aus kleinen Plastikbechern. Ebenso werden wir gewarnt, dass wir uns das Gericht zuziehen, wenn wir dies unwürdig tun und nicht bedenken, dass es der Leib des Herrn ist, den wir in uns aufnehmen. All dies würde bei einem bloßen Gemeinschaftsessen keinen Sinn ergeben.

Sehen wir uns Joh 6, 51-58 an:

"Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt. Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank. 56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit." (Einheitsübersetzung).

Wie reagieren die Jünger darauf?

Lesen wir die Verse 60-68:

"Viele seiner Jünger, die ihm zuhörten, sagten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören? Jesus erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoß? Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war? Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben. Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wusste nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist. Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher. Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens." (Einheitsübersetzung)

Diese Reaktion würde kaum Sinn machen, wenn es hier nur um ein gemeinsames Essen gehen würde. Ebenso zeigen Jesu Worte und die Reaktion der Jünger eindeutig, dass Jesus hier nicht symbolisch gesprochen hat. Wir als Katholiken sollten deshalb nicht versuchen, protestantischer als Protestanten zu werden! Die Katholische Kirche seit den ersten Kirchenvätern, die noch von den Aposteln selbst gelehrt wurden, hatte hierzu immer eine klare und einheitliche Meinung.

Aus gutem Grund.

(Quelle für etliche der Antworten hier: u.a. www.saintjoe.com)

 

Unser alter Priester, bei dem wir in jeder Messe Brot und Wein bekommen haben, ist in Rente gegangen. Beim neuen Priester ist der Regelfall, dass wir nur die Hostie in der Kommunion erhalten. Steht in der Bibel nicht, dass wir beides empfangen sollen

Bevor wir ins Detail gehen, hier eine kurze zusammenfassende Antwort:

Es ist nicht verboten, sowohl Brot als auch Wein bei der Kommunion zu empfangen, also die Hostie entgegenzunehmen und vom Wein zu trinken. Seit dem II. Vatikanischen Konzil ermutigt man Gläubige sogar dazu. Gleichwohl wird es weiterhin die Praxis sein, dass man alleine die Hostie empfängt. Dies hat sich im Laufe der Zeit durch kirchliche Tradition entwickelt aus Ehrfurcht vor den eucharistischen Gestalten. Der Wein ist nämlich weitaus schwerer zu verteilen und die Gefahr, etwas zu verschütten, ist höher. Und Tradition ist keineswegs eine Erfindung der Katholischen Kirche, die den Boden der Bibel verlässt, sondern ausdrücklich von der Bibel selbst als gleichwertig und notwendig angesehen.

Der hl. Cyrill von Jerusalem (gest. 386) meinte seinerzeit:

"Habe wohl acht, damit von den eucharistischen Gestalten nichts verloren gehe. Denn sage mir, wenn dir jemand Goldkörner gäbe, würdest du sie nicht mit größter Behutsamkeit halten und besorgt sein, dass keines davon verloren geht und du keinen Schaden leidest? Um wie viel mehr musst du auf der Hut sein, auch nicht ein Brosämlein zu verlieren von dem, was unvergleichlich wertvoller ist als Gold und Edelstein." (Mystagog. Kat 5,21)

Eindeutig als Häresie verurteilt wurde jedoch von der Katholischen Kirche die Irrlehre, dass Jesus Christus nicht vollständig empfangen würde, wenn man etwa nur die Hostie zu sich nimmt. Er ist voll und ganz in jeder der eucharistischen Gestalten gegenwärtig, da Er nicht geteilt werden kann. Wenn man also die Kommunion alleine in der Form der Hostie oder alleine in der Form des Weines empfängt, nimmt man sowohl den Leib als auch das Blut Christi in sich auf. Egal, wie klein der Teil auch ist, den man empfängt - wenn es z.B. auch nur eine kleine Hostie ist - man empfängt immer den ganzen Jesus Christus. Wenn man beides zu sich nimmt, spiegelt das vielleicht eher das letzte Abendmahl wieder, es gibt jedoch hierfür keine sakramentale Notwendigkeit.

Die traditionelle Praxis der Katholischen Kirche war es immer, die Eucharistie in nur einer Gestalt - der Hostie - zu geben. Alleine der Priester trinkt aus dem Kelch. So wird es auch heute noch in den meisten Pfarreien gehandhabt.

Fundamentalisten meinen nun, wir würden damit gegen die Bibel handeln. Sie zitieren etwa Jn 6,54: "Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben" (Einheitsübersetzung - Fettdruck hinzugefügt). Oder 1 Kor 11,27: "Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn." (Einheitsübersetzung - Fettdruck hinzugefügt). Nach ihrer Argumentation geben unsere Priester, die nur die Hostien verteilen, den Gläubigen nur die halbe Kommunion.

Das Problem hierbei liegt aber darin, dass Protestanten (und vielleicht auch einige Katholiken?) nicht an die tatsächliche Gegenwart Jesu Christi in der Eucharistie glauben. Katholiken glauben, dass Brot und Wein in der Heiligen Messe tatsächlich zu Leib und Blut Christi werden. Fundamentalisten glauben, dass das Brot und der Wein, das sie im Gottesdienst verwenden, auch Brot und Wein bleiben (wobei der Wein oft durch Traubensaft ersetzt wird).
Für sie ist das Letzte Abendmahl nur ein Abendmahl. Für uns ist es weitaus mehr als das - es macht den Kreuzestod Jesu Christi gegenwätig. Gleichzeitig ist die Eucharistie ein heiliges Mahl, das auf dem Paschamahl der Juden basiert, die damit den Bund mit Gott feierten.

Außerdem glauben wir nicht, dass das Brot nur zu Christi Leib wird und der Wein nur Sein Blut. Wir benützen die Begriffe Leib und Blut - den einen dafür, was vorher das Brot war und den anderen dafür, was vorher der Wein war - weil die heiligen Elemente ihre äußere Erscheinung behalten. Die ihnen zugrunde liegende Wirklichkeit jedoch hat sich geändert. Die "Substanz" hat sich geändert. Was nach der Heiligen Wandlung auf dem Altar ist, sieht wie Brot und Wein aus, tatsächlich aber ist weder Brot noch Wein da, weil deren Substanz geändert wurde. Man könnte also sagen, alles, was hier noch da ist, ist Christus - in einer Verkleidung.

Jesus Christus wurde glorifiziert - und so wurden auch Sein Leib und Blut glorifiziert. Eines kann vom anderen nicht getrennt werden. Eine der wichtigsten Mysterien der Eucharistie (ein Mysterium ist eine Wahrheit, die wir nicht vollständig mit unserem begrenzten menschlichen Verstand verstehen können) ist die Tatsache, dass jeder Partikel der Hostie und jeder Tropfen im Kelch den ganzen Christus enthält. Es ist keineswegs so, dass Jesu Leib in der Gestalt des Brotes und Sein Blut in der Gestalt des Weines erscheint, sondern die Hostie enthält vielmehr sowohl Seinen Körper als auch Sein Blut, also Seine ganze menschliche Natur und Seine Göttlichkeit. Dasselbe gilt für den Kelch.

Das alles ist bestimmt sehr verwirrend und widerspricht unseren Erfahrungen, aber wir haben es hier mit einer Heiligen Wandlung - und mit Gott - zu tun. Gott aber ist nicht teilbar. Man kann nicht einen Teil von Ihm hierhin und einen Teil dorthin legen. Er kann an Tausenden von Orten gleichzeitig sein- und Er kann auch bei der Heiligen Kommunion auf deiner Zunge wie auf der Zunge deines Nachbarn sein. Er ist aber bei jedem voll und ganz und nicht nur zu einem kleinen Teil.

Was heisst das nun in der Praxis?

Es bedeutet zum Beispiel, dass der, der die Heilige Kommunion nur in einer Gestalt empfängt, genauso den ganzen Herrn in sich aufnimmt wie etwa der, der einen größeren Teil empfängt. Man bekommt also nicht mehr von Christus, wenn man eine größere Hostie erhät und man erhält auch nicht mehr von Ihm, wenn man zusätzlich aus dem Kelch trinkt. Man erhält Jesus Christus in Seiner Fülle, auch wenn man nur einen kleinen Partikel aus der Hand des Priesters empfängt. Katholiken mässen also keineswegs die Heilige Kommunion in beiden Gestalten empfangen.

Zurück zur Bibel:

Jn 6,54, von Fundamentalisten oft und gerne zitiert, stellt kein Problem dar, da Christus auch sagte: "Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit" (Jn 6,58 - Einheitsübersetzung). Hier bringt Er also klar zum Ausdruck, dass auch der Empfang von Brot alleine ausreichend ist. Dieselben Worte werden in Jn 6,51 verwendet. Auch hier wird Sein Blut nicht erwähnt.

Als Jesus zu den Aposteln sprach und sagte: "Trinkt alle daraus" (Mt 26,27 - Einheitsübersetzung), sprach Er nicht zu Laien. Er sprach zu den ersten Priestern, die in der Messe immer die Heilige Kommunion in beiden Gestalten empfangen müssen.


Warum? Weil die Heilige Kommunion für einen Priester zwei Bedeutungen hat: Zum einen die sakramentale Aufnahme von Jesus Christus, wie es auch bei uns in der Heiligen Kommunion der Fall ist. Der Priester jedoch erfüllt auch sakramentale Pflichten und wenn Er die Heilige Kommunion unter beiden Gestalten empfängt, vervollständigt er das Gegenwärtigmachen des Kreuzestodes Jesu Christi. Durch seine Handlungen während der Messe muss der Priester das Blutvergießen darstellen - indem er Blut aus dem Kelch trinkt. Fundamentalisten glauben nicht an die Messe als ein Opfer (sie glauben überhaupt nicht an die Messe) und so bedeutet ihnen dieser doppelte Aspekt nichts.

Sehen wir uns 1 Kor 11,27 an: "Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn."(Einheitsübersetzung - Fettdruck hinzugefügt).

Hier legt der Heilige Paulus großen Wert darauf, dass man die Heilige Kommunion in der richtigen Verfassung empfängt. Keinesfalls darf man dies im Zustand einer Todsünde tun. Man darf die Heilige Kommunion in keiner der beiden Gestalten empfangen, wenn man spirituell tot ist. Wenn man unwürdig isst oder trinkt, ist man "schuldig am Leib und am Blut des Herrn." Der ganze Christus ist also in jeder der beiden Gestalten gegenwärtig. Wenn man unwürdig die Hostie empfängt, versündigt man sich sowohl gegen den Leib als auch das Blut, was beinhaltet, dass beide in der Gestalt des Brotes gegenwärtig sein müssen. Gleiches gilt für den Wein.


Lesen wir nun, was "Redemptionis sacramentum", eine Instruktion, die im Auftrag von Papst Johannes Paul II. von der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung nach gemeinsamer Beratung mit der Kongregation für die Glaubenslehre ausgearbeitet worden ist und am 19.03.2004 vom Papst approbiert wurde, der ihre Veröffentlichung und sofortige Befolgung durch alle, die es betrifft, angeordnet hat:

"Um den Gläubigen die Fälle der Zeichenhaftigkeit im eucharistischen Gastmahl klarer bewusst zu machen, werden in den Fällen, die in den liturgischen Büchern erwähnt sind, auch die christgläubigen Laien zur Kommunion unter beiden Gestalten zugelassen, wobei eine entsprechende Katechese über die dogmatischen Grundsätze, die vom Ökumenischen Konzil von Trient festgelegt wurden, vorausgehen und beständig weitergeführt werden muss. Damit den christgläubigen Laien die heilige Kommunion unter beiden Gestalten gespendet werden kann, sind die Umstände entsprechend zu berücksichtigen, über die in erster Linie die
Diözesanbischöfe zu urteilen haben. Diese Art der Kommunionspendung ist gänzlich auszuschließen, wenn auch nur die geringste Gefahr der Profanierung der heiligen Gestalten besteht. Für eine eingehendere Regelung haben die Bischofskonferenzen Normen zu erlassen, die vom Apostolischen Stuhl durch die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung rekognosziert werden müssen, vor allem im Hinblick auf "die Art, den Gläubigen die heilige Kommunion unter beiden Gestalten auszuteilen, sowie die Ausweitung dieser Befugnis". Der Kelch soll den christgläubigen Laien nicht gereicht werden, wo die Zahl der Kommunikanten so groß ist, dass es schwierig wird, die für die Eucharistie notwendige Menge an Wein abzuschätzen und die Gefahr besteht, dass "am Ende der Feier eine Menge des Blutes Christi übrigbleibt, die über das rechte Maß hinausgeht, das konsumiert werden kann"; ebenso nicht, wo der Zugang zum Kelch nur schwer geregelt werden kann oder wo eine entsprechende Menge an Wein erforderlich wird, deren sichere Herkunft und Qualität nur schwer festgestellt werden kann, oder wo keine angemessene Zahl an geistlichen Amtsträgern oder außerordentlichen Spendern der heiligen Kommunion mit geeigneter Ausbildung vorhanden ist, oder wo ein beträchtlicher Teil des Volkes aus verschiedenen Gründen beharrlich nicht zum Kelch hinzutreten will, so dass das Zeichen der Einheit in gewisser Weise verloren geht. Die Normen des Römischen Messbuches kennen die Regelung, dass in den Fällen, in denen die Kommunion unter beiden Gestalten ausgeteilt wird, "das Blut Christi direkt aus dem Kelch oder durch Eintauchen der Hostie oder mit einem Röhrchen oder mit einem Löffel getrunken werden kann". Was die Kommunionspendung durch die christgläubigen Laien betrifft, können die Bischöfe die Kommunion mit einem Röhrchen oder einem Löffel ausschließen, wo dies nicht örtlicher Brauch ist, wobei aber immer die Möglichkeit der Kommunionspendung durch Eintauchen der Hostie bestehen bleibt. Wenn diese Form zur Anwendung kommt, sollen allerdings Hostien verwendet werden, die nicht zu dünn und nicht zu klein sind, und der Kommunikant darf das Sakrament vom Priester nur mit dem Mund empfangen. Es ist dem Kommunikanten nicht erlaubt, selbst die Hostie in den Kelch einzutauchen oder die eingetauchte Hostie mit der Hand zu empfangen. Die Hostie, die eingetaucht wird, muss aus gültiger Materie bereitet und konsekriert sein; streng verboten ist die Verwendung von nicht konsekriertem Brot oder anderer Materie. Wenn ein einziger Kelch zur Spendung der Kommunion unter beiden Gestalten an konzelebrierende Priester oder Christgläubige nicht ausreicht, steht dem nichts entgegen, dass der zelebrierende Priester mehrere Kelche verwendet. Es ist nämlich daran zu erinnern, dass alle Priester, die die heilige Messe zelebrieren, zur Kommunion unter beiden Gestalten verpflichtet sind. Der Zeichenhaftigkeit wegen ist es zu begrüßen, dass ein größerer Kelch zusammen mit anderen kleineren Kelchen verwendet wird. Es ist jedoch gänzlich zu vermeiden, dass das Blut Christi nach der Wandlung aus einem Gefäß in ein anderes gegossen wird, damit nichts passiert, was diesem so großen Mysterium unangemessen ist. Um das Blut des Herrn aufzunehmen, dürfen niemals Flaschen, Krüge oder andere Gefäße verwendet werden, die den festgesetzten Normen nicht voll entsprechen."
(100-106)


Lesen wir auch, was die Konstitution über die heilige Liturgie des II. Vatikanischen Konzils in "Sacrosanctum Concilium" vom 04.12.1963 zu sagen hat:

"Mit Nachdruck wird jene vollkommenere Teilnahme an der Messe empfohlen, bei der die Gläubigen nach der Kommunion des Priesters aus derselben Opferfeier den Herrenleib entgegennehmen. Unbeschadet der durch das Konzil von Trient festgelegten dogmatischen Prinzipien kann in Fällen, die vom Apostolischen Stuhl zu umschreiben sind, nach Ermessen der Bischöfe sowohl Klerikern und Ordensleuten wie auch Laien die Kommunion unter beiden Gestalten gewährt werden, so etwa den Neugeweihten in der Messe ihrer heiligen Weihe, den Ordensleuten in der Messe bei ihrer Ordensprofess und den Neugetauften in der Messe, die auf die Taufe folgt." (55)


Nun zum Katechismus der Katholischen Kirche:

"Christus ist unter jeder der beiden Gestalten sakramental gegenwärtig. Deshalb kann auch dann die ganze Gnadenfrucht der Eucharistie empfangen werden, wenn nur unter der Gestalt des Brotes kommuniziert wird. Zu Recht ist aus pastoralen Gründen im lateinischen Ritus diese Art zu kommunizieren am gebräuchlichsten. Doch ihre volle Zeichenhaftigkeit gewinnt die Kommunion, wenn sie unter beiden Gestalten gereicht wird. In dieser Form wird das Zeichen des eucharistischen Mahles auf vollkommenere Art zum Ausdruck gebracht (IMGR 240). In den ostkirchlichen Riten ist dies die Übliche Art zu kommunizieren." (1390)


Sehen wir uns noch den Katholischen Erwachsenen-Katechismus an:

"Bis zum 12. Jahrhundert war die Kommunion unter beiden Gestalten üblich; sie kam erst im 13./14. Jahrhundert allmählich außer Übung. Als die Böhmischen Brüder und die Reformatoren die Kommunion unter beiden Gestalten auf ein direktes göttliches Gebot zurückführten und sie als heilsnotwendig erklärten, wiesen die Konzilien von Konstanz und Trient diese Meinung zurück mit der Begründung, Jesus Christus sei unter jeder der beiden Gestalten ganz gegenwärtig (vgl. DS 1198-1200; 1725-34; NR 561; 588-595). Das II. Vatikanische Konzil hat jedoch unbeschadet dieser dogmatischen Lehre die Kommunion unter beiden Gestalten grundsätzlich wieder ermöglicht (vgl. SC 55). Sie ist bei besonderen Anlässen gestattet (Erwachsenentaufe und Firmung, Brautmesse, Eucharistiefeier bei einer Weihe, Wegzehrung, Exerzitien u.a.). Bei der Kommunion unter beiden Gestalten kommt das Zeichen des eucharistischen Mahles und seiner Beziehung zum eschatologischen Mahl im Reiche Gottes besser zum Vorschein; zugleich wird klarer ausgedrückt, dass der Neue Bund im Blut Jesu Christi geschlossen wurde."

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Kommunion unter beiden Gestalten durchaus erlaubt ist - etwa bei besonderen Anlässen (natürlich aber auch bei jeder anderen Messe). Allerdings sind hierbei doch einige Punkte zu beachten, damit die Kommunion nicht zu etwas Profanem wird. Eindeutig als Häresie zu verurteilen ist jedoch die Meinung, gemäß biblischem Gebot sei die Kommunion unter beiden Gestalten Pflicht und alles andere gegen die Bibel und gegen das, was Jesus gesagt hat. Der Grund hierfür ist, dass Jesus in den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig ist - aber nicht in der Form, dass Sein Leib ausschließich in dem zu finden ist, was zuvor das Brot war und Sein Blut in dem, was zuvor der Wein war. Jesus ist in beiden Gestalten jeweils voll gegenwärtig. Er kann nicht getrennt werden. Die wirkliche Präsenz Jesu Christi umfasst also die Präsenz in jeder der beiden Gestalten, sodass also auch die Kommunion nur mit der Hostie das Gebot Jesu erfüllt.


Quellen:

Karl Keating, Setting the Record Straight. What Catholics Really Believe. Ignatius Press, San Francisco1992. ISBN 0-89870-553-3.
P. Martin Ramm FSSP, Zum Altare Gottes will ich gehen. Die Messe in ihren Riten erklärt. Thalwil, Schweiz, 3. Auflage, 2007. Tel.: 0041-(0)44-7723933, p.ramm@fssp.ch
Pater Walter Huber FSSP
Katechismus der Katholischen Kirche. Oldenbourg-Verlag, München 1993. ISBN 3-486-56038-7
Deutsche Bischofskonferenz, Katholischer Erwachsenen-Katechismus. Erster Band. Das Glaubensbekenntnis der Kirche. Don Bosco Verlag, Munches. 4. Auflage 1989. ISBN 3-7698-0528-3


Was könnten Gründe sein, dass die Kommunion nicht unter beiden Gestalten ausgeteilt wird?

1) Die Kommunion unter beiden Gestalten erfordert tiefste Verehrung und einen ebenso tiefen Glauben. Ohne an dieser Stelle näher darauf einzugehen, kann es angezeigt sein, darauf zu verzichten, die Kommunion unter beiden Gestalten zu verteilen, wenn dies nicht gewährleistet ist.

2) Die Tradition sowie der Ortsbischof. Die Autorität beider ist zu beachten. Es kann zum Beispiel sein, dass in einer Diözese die Kommunion unter beiden Gestalten nur zu bestimmten Gelegenheiten gewünscht wird. Dies ist dann auch zu respektieren.

Katechismus der Katholischen Kirche

"1390 Christus ist unter jeder der beiden Gestalten sakramental gegenwärtig. Deshalb kann auch dann die ganze Gnadenfrucht der Eucharistie empfangen werden, wenn nur unter der Gestalt des Brotes kommuniziert wird. Zu Recht ist aus pastoralen Gründen im lateinischen Ritus diese Art zu kommunizieren am gebräuchlichsten. Doch „ihre volle Zeichenhaftigkeit gewinnt die Kommunion, wenn sie unter beiden Gestalten gereicht wird. In dieser Form wird das Zeichen des eucharistischen Mahles auf vollkommenere Art zum Ausdruck gebracht" (IGMR 240). In den ostkirchlichen Riten ist dies die übliche Art zu kommunizieren."

(Quelle: http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P48.HTM)

Kommunion unter beiden Gestalten? - Redemptionis Sacramentum

"100. Um den Gläubigen die Fülle der Zeichenhaftigkeit im eucharistischen Gastmahl klarer bewußt zu machen, werden in den Fällen, die in den liturgischen Büchern erwähnt sind, auch die christgläubigen Laien zur Kommunion unter beiden Gestalten zugelassen, wobei eine entsprechende Katechese über die dogmatischen Grundsätze, die vom Ökumenischen Konzil von Trient festgelegt wurden, vorausgehen und beständig weitergeführt werden muß.[186]"

KONGREGATION FÜR DEN GOTTESDIENST UND DIE SAKRAMENTENORDNUNG - INSTRUKTION Redemptionis sacramentum

(Quelle: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/ccdds/documents/rc_con_ccdds_doc_20040423_redemptionis-sacramentum_ge.html#Kapitel%20IV)

Why do Protestants not believe John 6 when it says that Jesus' flesh is real food and that His blood is real drink?

I don't know! In Matthew 26, Mark 14, and Luke 22, Jesus says of the bread, "This is my body." He says of the wine, "This is my blood." Not "this is symbolic of," or "this represents," He says "this IS." In John 6, He repeats Himself, like He does nowhere else in Scripture, to emphasize the fact that He expects us to eat His flesh and drink His blood and that His flesh is real food and that His blood is real drink.

Anyone who says He is speaking symbolically, and not literally, simply is refusing to look at all of the facts. Fact #1: The Jews took him literally, verse 52. Fact #2: His disciples took him literally, verse 60. Fact #3, the Apostles took him literally, verses 67-69. If everyone who heard him speak at the time took Him literally, then my question is: Why does anyone today, 2000 years after the fact, take him symbolically?

Also, in verse 51, Jesus says that the bread which He will give for the life of the world is His flesh. When did He give His flesh for the life of the world? On the cross. Was that symbolic? If you think Jesus is speaking symbolically here when He says that we must eat His flesh and drink His blood, then you must also conclude that Jesus' death on the cross was symbolic...it wasn't really Jesus hanging up there...it was symbolic flesh and symbolic blood.

Jesus is clearly talking about the flesh that He gave for the life of the world...He did that on the cross. Those who believe He is talking symbolically here in John 6, have a real problem when it comes to John 6:51. Did Jesus give His real flesh and blood for the life of the world, or was it only His symbolic flesh and blood?

(Source: Bible Christian Society / John Martignoni. http://www.biblechristiansociety.com/apologetics/two_minute#1. Used with permission)

Communion at Protestant or Evangelical Services?

I am active in many groups/teams that are made up of various faith based beliefs. Activities include faith based programs and services such as KAIROS prison ministry. At some of these a communion service is offered. I have been told that communion by someone other then an ordained priest, from the lineage of Peter, is not communion and there is no problem. It is just a symbol and not a real communion. What is the ruling on taking communion at these services?

In some of the various Protestant and Evangelical congregations, their belief regarding communion is very close to what Catholics believe. However, only a priest ordained by a bishop who has authentic apostolic authority can effect the change of bread and wine into the real body, blood, soul, and divinity of Christ. Which means that these congregations, even though they believe they are receiving the Real Presence, are not actually doing so. They are receiving a piece of bread and some wine.

In most of the Protestant, Evangelical, and non-denominational congregations, however, not only do they not have a validly ordained priest, but they also do not even believe in the Real Presence. Their communion service is meant to be merely a symbol.

So, either way you look at it, it is essentially correct to say that in the Protestant, Evangelical, non-denominational, and other such communities, communion, or the Lord’s Supper, is merely a symbol. The question is, does that make it okay for Catholics to receive? The answer is: No, it does not.

In the Catholic Church, we believe the reception of Communion is the sign and symbol of union - union between Christ and those who receive Him, and union between all those who receive Christ in this sacrament.

In a marriage, the physical union of husband and wife is the sign and the symbol of union between the two. If there is no union - no lifelong commitment - then the sign of union should not take place. Which means sex outside of marriage is a lie - you are saying with your bodies that a union exists, that a commitment has been made, when no such union actually exists.

Just so, it is a lie for someone who is not Catholic to receive Communion in the Catholic Church, when there is first no union with the Catholic Church. When you receive Communion in the Catholic Church, you are saying with your body that you are in union with the Church and that you believe as we believe. And not just in regard to the Real Presence, but also in regard to the Pope, to Mary, to the other Sacraments, to the Communion of Saints, the priesthood, salvation, and so on. If there is no union, there should be no Communion.

The same holds when you receive communion in a non-Catholic faith tradition. You are saying, with your body, that you believe as they believe. You are telling everyone present that there is essentially no difference between what they believe about communion and what you, as a Catholic, believe about Communion. You are telling a lie with your body. That is why Catholics should not receive communion, or the Lord’s Supper, outside the bounds of the Catholic Church.

(Source: Bible Christian Society / John Martignoni. http://www.biblechristiansociety.com/apologetics/two_minute. Used with permission)

The Eucharist: The Lord's Supper

Roman Catholic Christians share with most Christians the faith that Jesus Christ, on the night he was betrayed, ate a final or last supper with his Apostles. This final meal was also the celebration of the Jewish Passover or Feast of the Unleavened Bread which commemorated the passing over of the Jews from the death in slavery to the Egyptians to life in the Promised Land.

Christians differ in the meaning this Last Supper has to them and the Church today. Catholic Christians together with other historical Christian Churches (e.g., Eastern Orthodox and Byzantine Christians, Lutherans, Anglicans and some Episcopalians, etc.) believe the literal words of Jesus - that the bread and wine are truly his body and blood. Other later Christian Churches profess a mere symbolic meaning to the words of Jesus.

The faith of the Catholic Church is based on both a fundamental principle of hermeneutics and the constant faith of the Church from Apostolic times.

The Catholic Church teaches that the first principle of hermeneutics--the science of the translation and interpretation of the Bible--is the literal meaning of the text.

Spiritus Paraclitus Benedict XV, September 15, 1920
As Jerome insisted, all biblical interpretation rests upon the literal sense ...
Divino Afflante Spiritus, Pius XII, September 30, 1943
... discern and define that sense of the biblical words which is called literal ... so that the mind of the author may be made clear. ... the exegete must be principally concerned with the literal sense of the Scriptures.
The definition of the literal sense:
The sense which the human author directly intended and which his words convey.

The first writer of the New Testament was the apostle Paul. His Letter to the Corinthians was written as early as 56 AD, earlier than the first Gospel, Mark's, written about 64 AD. Paul was also not an eyewitness to what he wrote but testifies to his source.

1 Cor 11:23-29
For I received from the Lord what I also handed on to you, that the Lord Jesus, on the night he was handed over, took bread, and, after he had given thanks, broke it and said, "This is my body that is for you. Do this in remembrance of me." In the same way also the cup, after supper, saying, "This cup is the new covenant in my blood. Do this, as often as you drink it, in remembrance of me." For as often as you eat this bread and drink the cup, you proclaim the death of the Lord until he comes. Therefore whoever eats the bread or drinks the cup of the Lord unworthily will have to answer for the body and blood of the Lord. A person should examine himself, and so eat the bread and drink the cup. For anyone who eats and drinks without discerning the body, eats and drinks judgment on himself.

The next New Testament text in chronological order would have been Mark's Gospel. Written about 64 AD, in Rome, Mark, not an eyewitness, probably heard the account of the Last Supper he recorded from the Apostle Peter.

Mk 14:22-24
While they were eating, he took bread, said the blessing, broke it, and gave it to them, and said, "Take it; this is my body." Then he took a cup, gave thanks, and gave it to them, and they all drank from it. He said to them, "This is my blood of the covenant, which will be shed for many."

The third account of the Last Supper could be Matthew's. Matthew, the tax collector Levi, was an eyewitness to the meal. He was one of the twelve Apostles. Matthew probably wrote his Gospel in the 70's.

Mt 26:26-28
While they were eating, Jesus took bread, said the blessing, broke it, and giving it to his disciples said, "Take and eat; this is my body." Then he took a cup, gave thanks, and gave it to them, saying, "Drink from it, all of you, for this is my blood of the covenant, which will be shed on behalf of many for the forgiveness of sins."

Luke's account of the Last Supper, written from the standpoint of a Gentile convert and a non-eyewitness, probably heard the details of the Last Supper from Paul. Luke was a traveling companion of Paul. Luke also wrote in the 70's.

Lk 22:15-20
He (Jesus) said to them, "I have eagerly desired to eat this Passover with you before I suffer, for, I tell you, I shall not eat it (again) until there is fulfillment in the kingdom of God." Then he took a cup, gave thanks, and said, "Take this and share it among yourselves; for I tell you (that) from this time on I shall not drink of the fruit of the vine until the kingdom of God comes." Then he took the bread, said the blessing, broke it, and gave it to them, saying, "This is my body, which will be given for you; do this in memory of me." And likewise the cup after they had eaten, saying, "This cup is the new covenant in my blood, which will be shed for you."

The beloved disciple, John, the last of the New Testament writers, wrote his Gospel in the 90's. John was an eyewitness to the events of the Last Supper (Jn 6:30-68).

Jn 6:53-56
Jesus said to them, "Amen, amen, I say to you, unless you eat the flesh of the Son of Man and drink his blood, you do not have life within you. Whoever eats my flesh and drinks my blood has eternal life, and I will raise him on the last day. For my flesh is true food, and my blood is true drink. Whoever eats my flesh and drinks my blood remains in me and I in him."

Hence Catholic Christian belief in the real presence of Jesus Christ in the Eucharist rests upon the literal meaning of the words of the Last Supper as recorded by the Evangelists and Paul.

The uniformity of expression across the first four authors affirms the literalness. Belief in the real presence demands faith--the basis of new life as called for by Christ throughout scripture. But faith in signs conferring what they signify is the basis also for the Incarnation--appearances belying true meaning. The true significance of the real presence is sealed in John's gospel. Five times in different expressions, Jesus confirmed the reality of what he means.

Jn 6:51
I am the living bread that came down from heaven; whoever eats this bread will live forever; and the bread that I will give is my flesh for the life of the world.
Jn 6:53
Amen, amen, I say to you, unless you eat the flesh of the Son of Man and drink his blood, you do not have life within you.
Jn 6:54
Whoever eats my flesh and drinks my blood has eternal life.
Jn 6:55
For my flesh is true food, and my blood is true drink.
Jn 6:56
Whoever eats my flesh and drinks my blood remains in me and I in him.

The best way a person can make a clear literal point is repetition of the same message in different ways. Jesus did this. Those around him clearly understood what he was saying--cannibalism and the drinking of blood--both forbidden by Mosaic Law.

Jn 6:60,66
Then many of his disciples who were listening said, "This saying is hard; who can accept it?" ... As a result of this, many (of) his disciples returned to their former way of life and no longer accompanied him.

Had these disciples mistaken the meaning of Jesus' words, Jesus would surely have known and corrected them. He didn't. They had clearly understood his meaning--Jesus' flesh was to be really eaten; his blood to be really drunk.

Non believers often respond that even at the Last Supper, the apostles did not sense that they had flesh in their hands and blood in their cup. But Jesus is God. The creative literalness of the words: "This is my body; this is my blood" must be believed. God cannot lie. And God can turn bread into flesh and wine into blood without the appearances of bread and wine changing.

Medieval philosophers and theologians called this expression of Divine Truth and Creative Power "transubstantiation". Yes, God can change the substance of any created matter while the appearances remain unchanged. And this demands faith.

Paul confirms elsewhere in his letters the reality of the real presence.

1 Cor 10:16
The cup of blessing that we bless, is it not a participation in the blood of Christ? The bread that we break, is it not a participation in the body of Christ?

The persuasion of the Church from Apostolic times about the objective reality of these words of Christ is clear from many documents.

Irenaeus (Asia Minor, 140 - 202), Tertullian (Rome, 160 - 220), Cyprian (Carthage, 200 - 258) are just a few of the earliest who attest to the objective reality of the words of Christ.

In the Church in Alexandria, Athanasius (293 - 373) and Cyril (376 - 444) equally attest to the literal meaning of the words of Christ at the Last Supper.

In the Church in Palestine, Cyril (Jerusalem, 315 - 387) and Epiphanius (Salamis, 367 - 403) also affirm in their teaching the same reality.

Unanimity is found across the universal church until the 11th century. Berengar (Tours, France, 1000 - 1088) was one of the first to deny the real presence by arguing that Christ is not physically present, but only symbolically.

The Council of Rome (a local council), 1079, taught against Berengar that the Eucharist is truly the body and blood of Christ.

By the 16th century, some Reformers (excluding Luther) also taught that Christ's presence in the Eucharist was only figurative or metaphorical. Since there were other opinions being taught as truth (figurative presence and metaphorical presence) a teaching authority (see Chapter 5) had to be appealed to discern error from the truth. The way of the Church was to follow the model of Acts 15.

The Council of Trent (1545 - 1563) defined the real presence of Christ in the Eucharist, and the Eucharist as both the continuing sacrifice of Christ and a real sacrament. The institution of the Eucharist as sacrament was contained in the words "Do this in remembrance of me."

The Mass: Synagogue Service and Last Supper

Roman Catholic Christians celebrate the Eucharist in the liturgical act called the Mass. The word Mass comes from the Latin missa ("sent"). It was taken from the formula for dismissing the congregation: Ite missa est ("Go, the Eucharist has been sent forth") referring to the ancient custom of sending consecrated bread from the bishop's Mass to the sick and to the other churches.

The Mass contains two parts: the liturgy of the Word and the Liturgy of the Eucharist. The Liturgy of the Word is a copy of the Jewish synagogue service of the first century: readings from Scripture followed by responses from the congregation often from the Book of Psalms. The Liturgy of the Eucharist is a reenactment of the Last Supper. A celebrant does what Christ did: take bread and wine and say the same words Christ said and then share the now consecrated bread and wine with the congregation.

Roman Catholics believe that the bread and wine become the real Body and Blood of Jesus Christ and remain such until the elements are entirely consumed. The Body and Blood not consumed at one Eucharist are reserved for the next celebration of the Eucharist and venerated as the Body and Blood of Jesus.

Remembrance: One Sacrifice--Calvary--Continued

Roman Catholic Christians take the word of God seriously and seek to remember Christ in the Last Supper "as often as" possible. And in doing this proclaim the death of the Lord until he comes.

1 Cor 11:24-26
"This is my body that is for you. Do this in remembrance of me." In the same way also the cup, after supper, saying, "This cup is the new covenant in my blood. Do this, as often as you drink it, in remembrance of me." For as often as you eat this bread and drink the cup, you proclaim the death of the Lord until he comes.
Lk 22:19
"This is my body, which will be given for you; do this in memory of me."

Catholic Christians also believe that there is only one sacrifice, Jesus', but following the command "as often as" to proclaim the death of the Lord, the sacrifice of Christ is made physically present to every Christian in all places in every age. The Eucharist makes the atemporal aphysical actions of Christ's redeeming action truly present to us always and everywhere. This is incarnational.

Following the word of God, Catholics also know that Christ is not and cannot be resacrificed. This has never been the teaching of the Catholic Church.

Heb 10:12
But this one (Jesus) offered one sacrifice for sins ...
Heb 7:27
He has no need, as did the high priests, to offer sacrifice day after day, first for his own sins and then for those of the people; he did that once for all when he offered himself.
Heb 9:25-28
Not that he might offer himself repeatedly ... But now once for all he has appeared at the end of the ages to take away sin by his sacrifice. ... Christ, offered once to take away the sins of many ...

The constant faith of the Church from the Apostolic Fathers attests to the fact that the Mass was the one Sacrifice of Calvary made present to the faithful.

Cyprian (Carthage, 200-258), Letters, No 63:9 (To Caecilian)
In which portion we find that the cup which the Lord offered was mixed, and that that was wine He called His Blood. Whence it appears that the blood of Christ is not offered if there be no wine in the cup, nor the Lord's sacrifice celebrated with a legitimate consecration unless our oblation and sacrifice respond to His passion.

The 1994 Catechism of the Catholic Church makes this statement explicitly.

Catechism Section 1085
In the Liturgy of the Church, it is principally his own Paschal mystery that Christ signifies and makes present. During his earthly life Jesus announced his Paschal mystery by his teachings and anticipated it by his actions. When his Hour comes, he lives out the unique event of history which does not pass away: Jesus dies, is buried, rises from the dead, and is seated at the right hand of the Father "once for all." His Paschal mystery is a real event that occurred in our history, but it is unique: all other historical events happen once, and then they pass away, swallowed up in the past. The Paschal mystery of Christ, by contrast, cannot remain only in the past, because by his death he destroyed death, and all that Christ is -- all that he did and suffered for all people -- participates in the divine eternity, and so transcends all times while being made present in them all. The event of the Cross and Resurrection abides and draws everything toward life.
Catechism Section 1104
Christian liturgy not only recalls the events that saved us but actualizes them, makes them present. The Paschal mystery of Christ is celebrated, not repeated. It is the celebrations that are repeated, and in each celebration there is an outpouring of the Holy Spirit that makes the unique mystery present.

(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)

 

Transubstantiation

The Roman Catholic Church through history approached her faith life with the clarification of language. That is, she translated the essentials of revealed faith into the vocabulary of living language.

    • To the revealed Word that there is "Father, Son and Holy Spirit" the Church labeled the belief "Trinity."
    • To the revealed Word that the "Son of God became man" the Church labeled the belief "Incarnation."
    • To the revealed Word that the "blood of Christ spilled on Calvary saved us" the Church labeled the belief "Redemption."
    • To the revealed Word that "my flesh is true food, my blood is true drink" the Church labeled the belief "Transubstantiation."

Transubstantiation reflects Roman Catholic faith in the literalness of the words of the Bible.

Jesus (omnipotent God) said: "This is my body; this is my blood." And again Jesus said: "I am the bread of life;" "My flesh is true food; my blood is true drink;" "He who eats my flesh and drinks my blood ...;" etc.

Roman Catholics take Jesus at His word: the bread is his body; the wine is his blood.

From the Apostles at the Last Supper until today, the bread and wine of Eucharist looks and feels and tastes like bread and wine in the eating and drinking.

Similar to all of God's Word, faith is essential. Faith in what? In the words of Jesus even though the bread does not look, feel, taste like flesh; even though the wine does not look, feel, taste like blood.

Medieval philosophers and theologians sought simply to label this simple biblical faith: Jesus said that bread is his body and wine is his blood even though it did not appear to change into visible flesh and blood.

Transubstantiation means the substance part of the bread and wine elements changes; but the accidental parts--sight, taste, smell, touch--do not. Catholics believe that since Jesus said it and He is God, he can do it. They believe! "Transubstantiation" merely labels it.

In everyday life, it is not at all uncommon to believe in things man cannot perceive by the senses: wind, electricity, love, peace, etc. All the more when Jesus says it.

(Quelle: http://romanticcatholic.com/apologetics.html - used with permission)

 

Redemptionis sacramentum

KONGREGATION FÜR DEN GOTTESDIENST UND DIE SAKRAMENTENORDNUNG

INSTRUKTION

Redemptionis sacramentum

über einige Dinge bezüglich der heiligsten Eucharistie, die einzuhalten und zu vermeiden sind

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

    1-13
Kapitel I

Die Regelung der heiligen Liturgie
    

14-18
1. Der Diözesanbischof, Hoherpriester seiner Herde     19-25
2. Die Bischofskonferenz     26-28
3. Die Priester     29-33
4. Die Diakone

    34-35
Kapitel II

Die Teilnahme der christgläubigen Laien an der Feier der Eucharistie
    
1. Die tätige und bewußte Teilnahme     36-42
2. Die Aufgaben der christgläubigen Laien bei der Feier der heiligen Messe

    43-47
Kapitel III

Die rechte Feier der heiligen Messe
    
1. Die Materie der heiligsten Eucharistie     48-50
2. Das eucharistische Hochgebet     51-56
3. Die übrigen Teile der Messe     57-74
4. Die Verbindung verschiedener Riten mit der Meßfeier

    75-79
Kapitel IV

Die heilige Kommunion
    
1. Die Disposition für den Empfang der heiligen Kommunion     80-87
2. Die Spendung der heiligen Kommunion     88-96
3. Die Kommunion der Priester     97-99
4. Die Kommunion unter beiden Gestalten

    100-107
Kapitel V

Einige weitere Aspekte in Bezug auf die Eucharistie
    
1. Der Ort für die Feier der heiligen Messe     108-109
2. Verschiedene Elemente bezüglich der heiligen Messe     110-116
3. Die heiligen Gefäße     117-120
4. Die liturgischen Gewänder

    121-128
Kapitel VI

Die Aufbewahrung der heiligsten Eucharistie und ihre Verehrung außerhalb der Messe
    
1. Die Aufbewahrung der heiligsten Eucharistie     129-133
2. Einige Formen der Verehrung der heiligsten Eucharistie außerhalb der Messe     134-141
3. Eucharistische Prozessionen und Kongresse

    142-145
Kapitel VII

Die außerordentlichen Aufgaben der gläubigen Laien
    

146-153
1. Der außerordentliche Spender der heiligen Kommunion     154-160
2. Die Predigt     161
3. Besondere Feiern, die bei Abwesenheit des Priesters stattfinden     162-167
4. Die aus dem Klerikerstand Entlassenen

    168
Kapitel VIII

Die Abhilfen
    

169-171
1. Graviora delicta     172
2. Die schwerwiegenden Angelegenheiten     173
3. Die anderen Mißbräuche     174-175
4. Der Diözesanbischof     176-180
5. Der Apostolische Stuhl     181-182
6. Beschwerden über Mißbräuche in der Liturgie

    183-184

Schluß
    185-186

Vorwort

1. Das Sakrament der Erlösung[1] wird von der Mutter Kirche in der heiligsten Eucharistie mit festem Glauben anerkannt, freudig angenommen, gefeiert und anbetend verehrt. Dabei verkündet die Kirche den Tod Jesu Christi und preist seine Auferstehung, bis er kommt in Herrlichkeit,[2] um als Herr und unbesiegbarer Gebieter, als ewiger Priester und König der ganzen Welt das Reich der Wahrheit und des Lebens dem allmächtigen Vater in seiner unendlichen Majestät zu übergeben.[3]

2. Die Lehre der Kirche über die heiligste Eucharistie, die das Heilsgut der Kirche in seiner ganzen Fülle, Christus selbst, unser Osterlamm,[4] enthält, die Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens ist[5] und deren ursächlicher Einfluß sich am Ursprung der Kirche selbst zeigt,[6] ist im Laufe der Jahrhunderte in den Schriften der Konzilien und der Päpste mit großer Sorgfalt und hoher Autorität dargelegt worden. Vor kurzem hat Papst Johannes Paul II. in der Enzyklika «Ecclesia de Eucharistia» einige grundlegende Aspekte zu diesem Thema für die kirchliche Situation unserer Zeit von neuem vorgelegt.[7]

Damit die Kirche dieses so große Mysterium auch heute in der Feier der heiligen Liturgie gebührend schütze, hat der Papst der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung aufgetragen,[8] nach gemeinsamer Beratung mit der Kongregation für die Glaubenslehre diese Instruktion zu verfassen, in der einige Fragen bezüglich der Ordnung des Sakramentes der Eucharistie behandelt werden. Was in dieser Instruktion dargelegt wird, ist deshalb in Zusammenhang mit der Enzyklika «Ecclesia de Eucharistia» zu lesen.

Es wird jedoch nicht beabsichtigt, eine Zusammenfassung aller Normen über die heiligste Eucharistie vorzulegen. Um den tiefen Sinn der liturgischen Normen zu bekräftigen,[9] sollen in dieser Instruktion vielmehr einige geltende Regelungen, die bereits verlautbart und festgesetzt sind, aufgegriffen und andere Bestimmungen getroffen werden, welche die geltenden Normen erklären und vervollständigen, sie den Bischöfen, aber auch den Priestern, den Diakonen und allen christgläubigen Laien vorlegen, damit sie jeder gemäß seinem Amt und den eigenen Möglichkeiten umsetze.

3. Die Normen, die in dieser Instruktion enthalten sind, gelten für die Liturgie des römischen Ritus und mit den entsprechenden Anpassungen auch für die Liturgie in den übrigen rechtlich anerkannten Riten der lateinischen Kirche.

4. «Ohne Zweifel war die Liturgiereform des Konzils von großem Gewinn für eine bewußtere, tätigere und fruchtbarere Teilnahme der Gläubigen am heiligen Opfer des Altares».[10] Dennoch «fehlt es nicht an Schatten».[11] So kann man nicht verschweigen, daß es Mißbräuche, auch sehr schwerwiegender Art, gegen das Wesen der Liturgie und der Sakramente sowie gegen die Tradition und die Autorität der Kirche gibt, die den liturgischen Feiern heute in dem einen oder anderen kirchlichen Umfeld nicht selten schaden. An einigen Orten sind mißbräuchliche Praktiken in der Liturgie zur Gewohnheit geworden. Es ist klar, daß dies nicht zugelassen werden kann und aufhören muß.

5. Die Befolgung der von der Autorität der Kirche erlassenen Normen verlangt, daß Denken und Wort, äußere Handlung und Gesinnung des Herzens damit übereinstimmen. Eine bloß äußerliche Beachtung der Normen widerspräche offensichtlich dem Wesen der heiligen Liturgie, in der Christus, der Herr, seine Kirche versammeln will, damit sie mit ihm «ein Leib und ein Geist»[12] werde. Deshalb muß die äußere Handlung vom Glauben und von der Liebe erleuchtet sein, die uns mit Christus und untereinander verbinden und die Liebe zu den Armen und Notleidenden wecken. Die Worte und Riten der Liturgie sind zudem treuer, durch die Jahrhunderte gereifter Ausdruck der Gesinnung Christi, und sie lehren uns, so gesinnt zu sein wie er.[13] Indem wir unseren Geist diesen Worten angleichen, erheben wir unsere Herzen zum Herrn. Was in der vorliegenden Instruktion gesagt wird, möchte zu jener Übereinstimmung unserer Gesinnung mit der Gesinnung Christi hinführen, die in den Worten und Riten der Liturgie zum Ausdruck kommt.

6. Die Mißbräuche tragen «zur Verdunkelung des rechten Glaubens und der katholischen Lehre über dieses wunderbare Sakrament» bei.[14] So wird auch erschwert, daß «die Gläubigen in gewisser Weise die Erfahrung der beiden Emmausjünger machen können: “Da gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten ihn.”»[15] Weil die Kraft und Gottheit[16] des Herrn und der Glanz seiner Güte besonders im Sakrament der Eucharistie offenbar werden, ist es geziemend, daß alle Gläubigen den Sinn für die anbetungswürdige Majestät Gottes nähren und pflegen, den sie durch das heilbringende Leiden des eingeborenen Sohnes empfangen haben.[17]

7. Die Mißbräuche haben ihre Wurzel nicht selten in einem falschen Begriff von Freiheit. Gott hat uns in Christus aber nicht jene illusorische Freiheit gewährt, in der wir machen, was wir wollen, sondern die Freiheit, in der wir tun können, was würdig und recht ist.[18] Dies gilt gewiß nicht nur für jene Vorschriften, die unmittelbar von Gott kommen, sondern auch für die Gesetze, die von der Kirche promulgiert worden sind, wenn man das Wesen einer jeden Norm entsprechend berücksichtigt. Daher müssen sich alle nach den Anordnungen der rechtmäßigen kirchlichen Autorität richten.

8. Man muß auch mit großer Traurigkeit feststellen, daß «ökumenische Initiativen, die zwar gut gemeint sind, [...] zu eucharistischen Praktiken verleiten, die der Disziplin widersprechen, mit der die Kirche ihren Glauben zum Ausdruck bringt». Die Eucharistie ist jedoch «ein zu großes Gut, um Zweideutigkeiten und Verkürzungen zu dulden». Daher ist es angebracht, einige Dinge zu korrigieren und genauer festzulegen, damit auch in diesem Bereich «das Mysterium der Eucharistie weiterhin in seinem vollen Glanz erstrahle».[19]

9. Sehr oft beruhen die Mißbräuche auf Unkenntnis, denn meistens werden jene Dinge abgelehnt, deren tieferen Sinn man nicht erfaßt und um deren Alter man nicht weiß. Denn unter dem «Anhauch und Antrieb» der Heiligen Schrift sind «liturgische Gebete, Orationen und Gesänge geschaffen worden, und aus ihr empfangen Handlungen und Zeichen ihren Sinn».[20] Was die sichtbaren Zeichen betrifft, «welche die heilige Liturgie gebraucht, um die unsichtbaren göttlichen Dinge zu bezeichnen», so sind sie «von Christus oder der Kirche ausgewählt».[21] Die Strukturen und Formen der heiligen Feiern – gemäß der Tradition jedes einzelnen Ritus im Osten und im Westen – stimmen mit der Gesamtkirche schließlich auch in all dem überein, was die aus apostolischer und beständiger Tradition allgemein angenommenen Bräuche betrifft,[22] welche die Kirche den künftigen Generationen treu und sorgsam weitergeben muß. All das wird von den liturgischen Normen weise behütet und bewahrt.

10. Die Kirche selbst hat keine Vollmacht über das, was von Christus festgesetzt worden ist und den unveränderlichen Teil der Liturgie bildet.[23] Wenn nämlich das Band zerrissen würde, das die Sakramente mit Christus verbindet, der sie eingesetzt hat, und mit den Ereignissen, auf denen die Kirche gegründet ist,[24] wäre dies in keiner Weise zum Nutzen der Gläubigen, sondern würde ihnen schweren Schaden zufügen. Die heilige Liturgie ist nämlich engstens mit den Grundsätzen der Lehre verbunden.[25] Folglich führt der Gebrauch von nicht approbierten Texten und Riten dazu, daß das notwendige Band zwischen der lex orandi und der lex credendi geschwächt wird oder verloren geht.[26]

11. Das Mysterium der Eucharistie ist zu groß, «als daß sich irgend jemand erlauben könnte, nach persönlichem Gutdünken damit umzugehen, ohne seinen sakralen Charakter und seine universale Dimension zu achten».[27] Wer daher gegenteilig handelt und eigenen Neigungen folgt – und sei er auch Priester -, greift die substantielle Einheit des römischen Ritus an, die entschieden bewahrt werden muß.[28] Er vollzieht Handlungen, die dem Hunger und Durst nach dem lebendigen Gott, den das Volk unserer Zeit verspürt, in keiner Weise entsprechen. Er verrichtet keinen authentischen pastoralen Dienst und trägt nicht zur rechten liturgischen Erneuerung bei, sondern beraubt vielmehr die Christgläubigen ihres Glaubensgutes und ihres geistlichen Erbes. Willkürliche Handlungen dienen nämlich nicht der wirksamen Erneuerung,[29] sondern verletzen das den Christgläubigen zustehende Recht auf eine liturgische Handlung, die Ausdruck des Lebens der Kirche gemäß ihrer Tradition und Disziplin ist. Sie tragen Elemente der Verunstaltung und Zwietracht in die Feier der Eucharistie hinein, die in hervorragender Weise und aufgrund ihres Wesens darauf ausgerichtet ist, die Gemeinschaft mit dem göttlichen Leben und die Einheit des Gottesvolkes zu bezeichnen und wunderbar zu bewirken.[30] Folgen solcher willkürlicher Handlungen sind Unsicherheit in der Lehre, Zweifel und Ärgernis im Volk Gottes und fast unvermeidlich heftige Gegenreaktionen. In unserer Zeit, in der das christliche Leben oft wegen des Klimas der «Säkularisierung» sehr schwer ist, verwirren und betrüben alle diese Dinge viele Christen in beträchtlichem Maß.[31]

12. Alle Christgläubigen haben das Recht auf eine wahre Liturgie und besonders auf eine Feier der heiligen Messe, wie sie die Kirche gewollt und festgesetzt hat, wie es also in den liturgischen Büchern und durch andere Gesetze und Normen vorgeschrieben ist. In gleicher Weise hat das katholische Volk das Recht, daß das Opfer der heiligen Messe unversehrt und in voller Übereinstimmung mit den Äußerungen des Lehramtes der Kirche gefeiert wird. Schließlich ist es ein Recht der katholischen Gemeinschaft, daß die Feier der heiligsten Eucharistie so vollzogen wird, daß sie wirklich als Sakrament der Einheit erscheint und jede Art von Mängeln und Gesten gänzlich gemieden werden, die Spaltungen und Parteiungen in der Kirche hervorrufen könnten.[32]

13. Alle Normen und Hinweise, die in dieser Instruktion dargelegt werden, stehen in verschiedener Weise mit der Aufgabe der Kirche in Beziehung, auf die rechte und würdige Feier dieses so großen Mysteriums zu achten. Von den verschiedenen Stufen, auf denen die einzelnen Normen mit dem obersten Gesetz des ganzen kirchlichen Rechts verbunden sind, nämlich mit der Sorge um das Heil der Seelen, handelt das letzte Kapitel dieser Instruktion.[33]


Kapitel I

Die Regelung der heiligen Liturgie

14. «Die Regelung der heiligen Liturgie hängt einzig von der Autorität der Kirche ab; und zwar liegt diese beim Apostolischen Stuhl und nach Maßgabe des Rechts beim Bischof».[34]

15. Der Papst, «Stellvertreter Christi und Hirte der Gesamtkirche hier auf Erden, [...] verfügt [...] kraft seines Amtes in der Kirche über höchste, volle, unmittelbare und universale ordentliche Gewalt, die er immer frei ausüben kann»,[35] und zwar auch im Kontakt mit den Hirten und den Herden.

16. Sache des Apostolischen Stuhles ist es, die heilige Liturgie der ganzen Kirche zu ordnen, die liturgischen Bücher herauszugeben und ihre Übersetzungen in die Volkssprachen zu rekognoszieren sowie darüber zu wachen, daß die liturgischen Ordnungen, besonders jene, durch welche die Feier des hochheiligen Meßopfers geregelt ist, überall getreu eingehalten werden.[36]

17. Die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung «behandelt das, was, unbeschadet der Kompetenz der Kongregation für die Glaubenslehre, dem Apostolischen Stuhl im Hinblick auf die Regelung und die Förderung der heiligen Liturgie, vor allem der Sakramente obliegt. Sie fördert und schützt die Ordnung der Sakramente, besonders was ihre gültige und erlaubte Feier betrifft». Schließlich «achtet sie aufmerksam darauf, daß die liturgischen Regelungen genau eingehalten werden, daß Mißbräuchen zuvorgekommen wird und solche, wo man sie aufdeckt, abgeschafft werden».[37] Gemäß der Tradition der ganzen Kirche ist dabei die Sorge für die Feier der heiligen Messe und für die Verehrung, die der heiligsten Eucharistie auch außerhalb der Messe erwiesen wird, vorrangig.

18. Die Christgläubigen haben das Recht, daß die kirchliche Autorität die heilige Liturgie vollständig und wirksam regelt, damit die Liturgie niemals als «Privatbesitz von irgend jemandem, weder des Zelebranten noch der Gemeinde, in der die Mysterien gefeiert werden»,[38] betrachtet werde.

1. Der Diözesanbischof, Hoherpriester seiner Herde

19. Der Diözesanbischof, erster Ausspender der Mysterien Gottes, ist in der ihm anvertrauten Ortskirche Leiter, Förderer und Wächter des gesamten liturgischen Lebens.[39] Denn «der Bischof ist, mit der Fülle des Weihesakramentes ausgezeichnet, “Verwalter der Gnade des höchsten Priestertums”[40], vorzüglich in der Eucharistie, die er selbst darbringt oder darbringen läßt[41] und aus der die Kirche immerfort lebt und wächst».[42]

20. In besonderer Weise offenbart sich die Kirche jedes Mal, wenn die Messe gefeiert wird, und zwar vor allem in der Kathedralkirche, «bei der vollen und tätigen Teilnahme des ganzen heiligen Volkes Gottes, [...] in einem Gebet und an einem Altar, dem der Bischof vorsteht», der von seinem Presbyterium, den Diakonen und den übrigen Dienern umgeben ist.[43] Außerdem wird «jede rechtmäßige Feier der Eucharistie [...] vom Bischof geleitet, dem das Amt übertragen ist, den Gottesdienst der christlichen Religion der göttlichen Majestät darzubringen und gemäß den Geboten des Herrn und den Gesetzen der Kirche, die durch seine besondere Entscheidung für die Diözese näher bestimmt werden, zu leiten».[44]

21. «Dem Diözesanbischof steht es zu, in der ihm anvertrauten Kirche innerhalb der Grenzen seiner Zuständigkeit Normen für den Bereich der Liturgie zu erlassen, an die alle gebunden sind».[45] Zugleich soll der Bischof immer darauf achten, daß die von den Normen der liturgischen Bücher vorgesehene Freiheit, die Feier auf kluge Weise dem Kirchengebäude, der Versammlung der Gläubigen und den pastoralen Umständen anzupassen, nicht beeinträchtigt wird, so daß der ganze heilige Ritus wirklich dem Empfinden der Menschen entspricht.[46]

22. Der Bischof leitet die ihm anvertraute Ortskirche.[47] Seine Aufgabe ist es zu regeln, zu führen, zu inspirieren, manchmal auch zu mahnen.[48] So erfüllt er das heilige Amt, das er durch die Bischofsweihe[49] zur Auferbauung seiner Herde in der Wahrheit und in der Heiligkeit empfangen hat.[50] Er soll den eigentlichen Sinn der liturgischen Riten und Texte aufzeigen und in den Priestern, Diakonen und christgläubigen Laien den Geist der heiligen Liturgie nähren,[51] damit alle zu einer tätigen und fruchtbaren Feier der Eucharistie geführt werden.[52] Zugleich soll er dafür sorgen, daß der gesamte Leib der Kirche in der Diözese, im Land und in der ganzen Welt in der Eintracht und in der Einheit der Liebe wachse.[53]

23. Die Gläubigen «müssen dem Bischof anhangen wie die Kirche Jesus Christus und wie Jesus Christus dem Vater, damit alles durch die Einheit zusammenstimme und überströme zum Ruhm Gottes».[54] Alle, auch die Mitglieder der Institute des geweihten Lebens und der Gesellschaften des apostolischen Lebens und aller Vereinigungen oder kirchlichen Bewegungen jedweder Art, sind bezüglich der liturgischen Ordnung in allem der Autorität des Diözesanbischofs unterworfen,[55] unbeschadet der legitim zuerkannten Rechte. Dem Diözesanbischof kommt daher das Recht und die Pflicht zu, die Kirchen und Oratorien seines Gebietes hinsichtlich der liturgischen Ordnung zu beaufsichtigen und zu überwachen, auch jene, die von Mitgliedern der oben genannten Institute errichtet sind oder geleitet werden, wenn sie von den Christgläubigen ständig besucht werden.[56]

24. Das christliche Volk hat seinerseits das Recht, daß der Diözesanbischof darauf achtet, daß sich kein Mißbrauch in die kirchliche Ordnung einschleicht, vor allem in Bezug auf den Dienst am Wort, die Feier der Sakramente und Sakramentalien sowie die Verehrung Gottes und der Heiligen.[57]

25. Die vom Bischof eingesetzten Kommissionen, Räte oder Ausschüsse zur «Förderung der Liturgie sowie der sakralen Musik und Kunst in seiner Diözese» müssen nach der Gesinnung und den Anweisungen des Bischofs handeln und sich auf seine Autorität und Zustimmung stützen, damit sie in angemessener Weise ihre Aufgabe erfüllen[58] und der wirksamen Leitung des Bischofs in seiner Diözese dienen. Wie schon längst notwendig ist, sollen die Bischöfe alle Gremien dieser Art, die übrigen Einrichtungen und alle Initiativen in der Liturgie dahingehend untersuchen, ob ihre bisherige Tätigkeit fruchtbar gewesen ist,[59] und sorgfältig beurteilen, welche Korrekturen oder Verbesserungen in ihrer Zusammensetzung und Arbeitsweise vorzunehmen sind,[60] damit sie zu neuer Kraft kommen. Es soll immer bedacht werden, daß man die Experten aus jenen Personen auswählen muß, deren Festigkeit im katholischen Glauben und deren theologische und kulturelle Bildung anerkannt sind.

2. Die Bischofskonferenz

26. Das gilt auch für jene Kommissionen, die für diesen Bereich zuständig sind und nach dem Wunsch des Konzils[61] von der Bischofskonferenz errichtet wurden. Deren Mitglieder müssen Bischöfe sein, die klar von den Experten, die Hilfsdienste leisten, zu unterscheiden sind. Wo die Zahl der Mitglieder einer Bischofskonferenz nicht ausreicht, damit ohne Schwierigkeit eine Liturgische Kommission gewählt oder errichtet werden kann, soll ein Rat oder Kreis von Experten ernannt werden, der immer unter Vorsitz eines Bischofs soweit wie möglich dieselbe Aufgabe wahrnimmt, jedoch nicht den Namen «Liturgische Kommission» tragen soll.

27. Der Apostolische Stuhl hat seit dem Jahr 1970[62] das Aufhören aller Experimente bezüglich der Feier der heiligen Messe angemahnt und dies im Jahr 1988 von neuem bekräftigt.[63] Daher haben die einzelnen Bischöfe und Bischofskonferenzen keine Befugnis, Experimente bezüglich liturgischer Texte und anderer Dinge, die in den liturgischen Büchern vorgeschrieben sind, zu gestatten. Damit solche Experimente in Zukunft durchgeführt werden können, ist die Erlaubnis der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung erforderlich, die schriftlich gegeben und von den Bischofskonferenzen beantragt werden muß. Diese Erlaubnis wird jedoch nur aus einem schwerwiegenden Grund gewährt. Was die Bemühungen um Inkulturation im Bereich der Liturgie betrifft, sind die erlassenen besonderen Normen streng und zur Gänze einzuhalten.[64]

28. Alle Normen im Bereich der Liturgie, die eine Bischofskonferenz nach Maßgabe des Rechts für ihr Gebiet beschlossen hat, sind der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung für die Rekognoszierung vorzulegen, ohne die sie keinen verbindlichen Charakter haben.[65]

3. Die Priester

29. Die Priester, die als tüchtige, sorgsame und notwendige Mitarbeiter des bischöflichen Standes[66] zum Dienst am Volk Gottes gerufen sind, bilden zusammen mit ihrem Bischof ein Presbyterium,[67] auch wenn ihnen unterschiedliche Aufgaben übertragen sind. «In den einzelnen örtlichen Gemeinden der Gläubigen machen sie den Bischof, mit dem sie in vertrauensvoller und hochherziger Gesinnung verbunden sind, gewissermaßen gegenwärtig; sie übernehmen zu ihrem Teil seine Aufgaben und seine Sorge und stellen sich täglich in ihren Dienst. [...] Um dieser Teilhabe an Priestertum und Sendung willen sollen die Priester den Bischof wahrhaft als ihren Vater anerkennen und ihm ehrfürchtig gehorchen».[68] «Auf das Wohl der Kinder Gottes immer bedacht, sollen sie darüber hinaus bestrebt sein, ihren Anteil beizutragen zur Hirtenarbeit in der ganzen Diözese, ja in der ganzen Kirche».[69]

30. Groß ist die Verantwortung vor allem der Priester, «denen es zukommt, der Eucharistiefeier in persona Christi vorzustehen. Sie sichern ein Zeugnis und einen Gemeinschaftsdienst nicht nur für die unmittelbar an der Feier teilnehmende Gemeinde, sondern auch für die Gesamtkirche, die mit der Eucharistie immer in Beziehung steht. Leider ist zu beklagen, daß es – vor allem seit den Jahren der Liturgiereform nach dem II. Vatikanischen Konzil – infolge einer falsch verstandenen Auffassung von Kreativität und Anpassung nicht an Mißbräuchen gefehlt hat, die Leiden für viele verursacht haben».[70]

31. In Übereinstimmung mit dem, was sie im Ritus der heiligen Weihe gelobt haben und jedes Jahr während der Chrisammesse erneuern, sollen die Priester «die Mysterien Christi, besonders im Opfer der Eucharistie und im Sakrament der Versöhnung, gemäß der kirchlichen Überlieferung zum Lobe Gottes und zum Heil des christlichen Volkes in gläubiger Ehrfurcht»[71] feiern. Sie dürfen dem eigenen Dienst nicht seine tiefgehende Bedeutung nehmen, indem sie die liturgische Feier durch Änderungen, Kürzungen oder Hinzufügungen willkürlich entstellen.[72] Der heilige Ambrosius hat gesagt: «Nicht in sich, [...] sondern in uns wird die Kirche verwundet. Sorgen wir daher dafür, daß unsere Sünde nicht zur Wunde für die Kirche wird».[73] Die Kirche Gottes soll also durch die Priester, die sich so feierlich dem Dienst geweiht haben, nicht verwundet werden. Die Priester sollen vielmehr unter der Autorität des Bischofs treu darauf achten, daß solche Entstellungen auch nicht durch andere vorgenommen werden.

32. «Der Pfarrer hat Sorge dafür zu tragen, daß die heiligste Eucharistie zum Mittelpunkt der pfarrlichen Gemeinschaft der Gläubigen wird; er hat sich darum zu bemühen, die Gläubigen durch eine ehrfürchtige Feier der Sakramente zu weiden, in besonderer Weise aber darum, daß sie häufig die Sakramente der heiligsten Eucharistie und der Buße empfangen; ebenso hat er darauf bedacht zu sein, daß sie auch in den Familien zur Verrichtung des Gebetes geführt werden sowie bewußt und tätig an der heiligen Liturgie teilnehmen, die der Pfarrer unter der Autorität des Diözesanbischofs in seiner Pfarrei leiten und überwachen muß, damit sich kein Mißbrauch einschleicht».[74] Obwohl es angemessen ist, daß er sich zur besseren Vorbereitung der liturgischen Feiern, vor allem der heiligen Messe, von verschiedenen Christgläubigen helfen läßt, darf er ihnen jedoch in keiner Weise jene Vorrechte in der Sache abtreten, die seinem Amt eigen sind.

33. Schließlich sollen alle Priester «die Wissenschaft und die Kunst der Liturgie in rechter Weise pflegen, damit durch ihren liturgischen Dienst von den ihnen anvertrauten Gemeinden Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, immer vollkommeneres Lob werde».[75] Sie sollen vor allem von jenem Bewundern und Staunen durchdrungen sein, das durch die Feier des österlichen Mysteriums in der Eucharistie in den Herzen der Gläubigen geweckt wird.[76]

4. Die Diakone

34. Die Diakone, «denen die Hände nicht zum Priestertum, sondern zum Dienst aufgelegt werden»,[77] müssen Männer guten Rufes sein[78] und mit Gottes Hilfe so handeln, daß sie wahrhaft als Jünger Christi erkannt werden,[79] «der nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen»,[80] und der inmitten seiner Jünger gewesen ist «wie einer, der bedient».[81] Von der Gabe des Heiligen Geistes durch Handauflegung gestärkt, sollen sie dem Volk Gottes in Gemeinschaft mit dem Bischof und seinem Presbyterium dienen.[82] Sie sollen deshalb den Bischof wie einen Vater achten und ihm und den Priestern «im Dienst des Wortes, im Dienst am Altar und im Dienst der Liebe» beistehen.[83]

35. Sie sollen nie davon ablassen, «am Geheimnis des Glaubens, wie der Apostel sagt, mit reinem Gewissen festzuhalten[84] und diesen Glauben gemäß dem Evangelium und der Überlieferung der Kirche in Wort und Tat zu verkünden».[85] Aus ganzem Herzen sollen sie der heiligen Liturgie als Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens treu und demütig dienen, damit «alle, durch Glauben und Taufe Kinder Gottes geworden, sich versammeln, inmitten der Kirche Gott loben, am Opfer teilnehmen und das Herrenmahl essen».[86] Daher sollen alle Diakone, soweit sie betroffen sind, sich dafür einsetzen, daß die heilige Liturgie entsprechend den pflichtgemäß approbierten liturgischen Büchern gefeiert wird.

Kapitel II

Die Teilnahme der christgläubigen Laien an der Feier der Eucharistie

1. Die tätige und bewusste Teilnahme

36. Als Handlung Christi und der Kirche ist die Meßfeier der Mittelpunkt des ganzen christlichen Lebens, und zwar für die Gesamtkirche wie auch für die Teilkirche und für die einzelnen Gläubigen,[87] die «“in verschiedener Weise, entsprechend der Verschiedenheit von Stand, Aufgabe und tätiger Teilnahme”[88] daran beteiligt sind. Auf diese Weise drückt das christliche Volk, “ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde”,[89] seine ihm entsprechende und hierarchische Ordnung aus».[90] «Das gemeinsame Priestertum der Gläubigen aber und das amtliche oder hierarchische Priestertum unterscheiden sich zwar dem Wesen und nicht bloß dem Grade nach, sind jedoch einander zugeordnet: das eine wie das andere nämlich nimmt auf je besondere Weise an dem einen Priestertum Christi teil».[91]

37. Alle Christgläubigen, die durch die Taufe von ihren Sünden befreit und in die Kirche eingegliedert worden sind, werden durch das ihnen eingeprägte Siegel zum Kult der christlichen Religion bestellt,[92] damit sie sich kraft ihres königlichen Priestertums,[93] beharrlich im Gebet und im Lob Gottes,[94] als lebendiges und heiliges Opfer darbringen, das Gott gefällt und sich in allen ihren Taten bewährt,[95] und damit sie überall auf der Erde von Christus Zeugnis ablegen und jedem Rede und Antwort stehen, der nach der Hoffnung auf das ewige Leben fragt, die sie erfüllt.[96] Daher kann die Teilnahme der gläubigen Laien an der Feier der Eucharistie und der anderen Riten der Kirche auch nicht auf eine bloß passive Anwesenheit reduziert werden, sondern ist als wahre Ausübung des Glaubens und der Taufwürde zu betrachten.

38. Die beständige Lehre der Kirche über das Wesen der Eucharistie, die nicht nur ein Gastmahl, sondern auch und vor allem ein Opfer ist, muß mit Recht zu den grundlegenden Kriterien für eine volle Teilnahme aller Gläubigen an diesem so großen Sakrament gezählt werden.[97] «Bisweilen wird ein stark verkürzendes Verständnis des eucharistischen Mysteriums sichtbar. Es wird seines Opfercharakters beraubt und in einer Weise vollzogen, als ob es den Sinn und den Wert einer brüderlichen Mahlgemeinschaft nicht übersteigen würde».[98]

39. Um die tätige Teilnahme zu fördern und zum Ausdruck zu bringen, hat die jüngste Reform der liturgischen Bücher gemäß dem Willen des Konzils den Akklamationen des Volkes, den Antworten, dem Psalmengesang, den Antiphonen, den Liedern sowie den Handlungen und Gesten und den Körperhaltungen Aufmerksamkeit geschenkt, für die Einhaltung des heiligen Schweigens zu gegebener Zeit Sorge getragen und in den Rubriken auch die Teile, die das Volk betreffen, in Betracht gezogen.[99] Außerdem wird für eine angemessene Gestaltung nach dem Grundsatz, daß jede Feier gemäß den durch die liturgischen Normen festgesetzten Befugnissen den Bedürfnissen, dem Fassungsvermögen, der geistigen Vorbereitung und der Wesensart der Teilnehmer entsprechen soll, ein weiter Raum gewährt. In der Auswahl der Gesänge, der Melodien, der Orationen und der biblischen Lesungen, in der Homilie, die zu halten ist, in der Vorbereitung der Fürbitten, in den Hinweisen, die manchmal zu verlesen sind, und im Schmuck der Kirche entsprechend den verschiedenen Zeiten gibt es vielfältige Möglichkeiten, in jede Feier eine gewisse Abwechslung einzufügen, die dazu beiträgt, den Reichtum der liturgischen Tradition deutlicher in Erscheinung treten zu lassen und der Feier mit Sorgfalt unter Beachtung der pastoralen Erfordernisse eine besondere Note zu verleihen, so daß die innere Teilnahme gefördert wird. Es muß jedoch daran erinnert werden, daß die Wirksamkeit der liturgischen Handlungen nicht in der ständigen Änderung der Riten liegt, sondern in der tieferen Besinnung auf das Wort Gottes und das Mysterium, das gefeiert wird.[100]

40. Obwohl die Feier der Liturgie zweifellos das Kennzeichen der tätigen Teilnahme aller Christgläubigen hat, folgt daraus jedoch nicht, daß alle über die Gesten und Körperhaltungen hinaus gleichsam aus Notwendigkeit tatsächlich etwas tun müßten, so als ob jeder zwingend irgendeine besondere liturgische Aufgabe verrichten müßte. In der katechetischen Ausbildung ist gewissenhaft dafür zu sorgen, daß oberflächliche Auffassungen und Gewohnheiten korrigiert werden, die sich in den letzten Jahren mancherorts eingeschlichen haben, und daß bei allen Christgläubigen immer wieder neu der Sinn für das echte Staunen vor der Größe jenes Glaubensmysterium geweckt wird, das die Eucharistie ist, in deren Feier die Kirche immerfort «von der alten in die neue Wirklichkeit» übergeht.[101] Denn in der Feier der Eucharistie wie auch im ganzen christlichen Leben, das aus ihr Kraft schöpft und zu ihr hinstrebt, wirft sich die Kirche, wie der heilige Apostel Thomas, anbetend vor dem Herrn nieder, der gekreuzigt wurde, gestorben ist, begraben wurde und auferstanden ist, und ruft «in der Fülle seines göttlichen Glanzes [...] in alle Ewigkeit aus: “Mein Herr und mein Gott!”».[102]

41. Um den inneren Sinn für die liturgische Teilnahme zu wecken, zu fördern und zu nähren, sind die eifrige, ausgedehnte Feier des Stundengebetes, der Gebrauch der Sakramentalien und die Übungen der christlichen Volksfrömmigkeit sehr nützlich. Die Übungen dieser Art, «die, obwohl sie nicht streng zur heiligen Liturgie gehören, gleichwohl von besonderer Bedeutung und Würde sind», müssen in einer gewissen Verbindung mit der liturgischen Ordnung gesehen werden, besonders wenn sie vom Lehramt empfohlen und bestätigt wurden,[103] wie dies besonders beim Gebet des Rosenkranzes der Fall ist.[104] Da diese Formen der Frömmigkeit das christliche Volk zur Mitfeier der Sakramente, vor allem der Eucharistie, «wie auch zur Betrachtung der Mysterien unserer Erlösung und zur Nachahmung der leuchtenden Beispiele der Heiligen im Himmel» führen, «machen sie uns daher nicht ohne heilsamen Nutzen des liturgischen Kultes teilhaftig».[105]

42. Man muß verstehen, daß die Kirche nicht aus menschlichem Willen zusammenkommt, sondern von Gott im Heiligen Geist zusammengerufen wird und im Glauben auf eine ungeschuldete Berufung antwortet (ekklesia ist nämlich eng verbunden mit klesis – Berufung).[106] Das eucharistische Opfer darf ferner nicht als «Konzelebration» des Priesters mit dem anwesenden Volk im strengen Sinn betrachtet werden.[107] Im Gegenteil, die von den Priestern gefeierte Eucharistie ist eine Gabe, «die auf radikale Weise die Vollmacht der Gemeinde überragt. [...] Die Gemeinde, die zur Feier der Eucharistie zusammenkommt, bedarf unbedingt eines geweihten Priesters, der ihr vorsteht, um wirklich eucharistische Versammlung sein zu können. Die Gemeinde kann sich aber nicht selbst einen geweihten Amtsträger geben».[108] Es bedarf dringend des gemeinsamen Willens, daß in dieser Sache jede Zweideutigkeit vermieden und für die Schwierigkeiten der letzten Jahre eine Abhilfe geschaffen wird. Daher sollen Ausdrücke wie «zelebrierende Gemeinde» oder «zelebrierende Versammlung» - oder in anderen modernen Sprachen «celebrating assembly», «asamblea celebrante», «assemblée célébrante», «assemblea celebrante» - und ähnliche Redewendungen nur behutsam gebraucht werden.

2. Die Aufgaben der christgläubigen Laien bei der Feier der heiligen Messe

43. Es ist richtig und lobenswert, daß einige gläubige Laien gemäß der Tradition zum Wohl der Gemeinde und der ganzen Kirche Gottes gewisse Aufgaben bei der Feier der heiligen Liturgie übernehmen.[109] Es ist angebracht, daß mehrere Gläubige die verschiedenen Aufgaben oder die verschiedenen Teile derselben Aufgabe unter sich aufteilen und verrichten.[110]

44. Neben den Diensten des rechtmäßig beauftragten Akolythen und Lektors[111] gibt es unter den genannten besonderen Aufgaben jene des Akolythen[112] und des Lektors[113] mit einer zeitlich begrenzten Beauftragung und, damit verbunden, andere Dienste, die im Römischen Meßbuch beschrieben sind,[114] sowie die Aufgaben, die Hostien vorzubereiten, die liturgischen Tücher zu reinigen und ähnliche Dinge. Alle, «sowohl Amtsträger als auch christgläubige Laien, sollen in der Ausübung ihres Amtes oder ihrer Aufgabe nur das und all das tun, was ihnen zukommt»,[115] und bei der liturgischen Feier wie auch bei ihrer Vorbereitung dafür sorgen, daß die Liturgie der Kirche würdig und schön vollzogen wird.

45. Man muß die Gefahr vermeiden, das komplementäre Verhältnis zwischen dem Tun der Kleriker und dem der Laien in der Weise zu verdunkeln, daß die Rolle der Laien einer gewissen «Klerikalisierung» unterzogen wird, wie man zu sagen pflegt, während die geistlichen Amtsträger ungebührend Aufgaben übernehmen, die dem Leben und Tun der christgläubigen Laien eigen sind.[116]

46. Der christgläubige Laie, der zu einem Hilfsdienst bei den liturgischen Feiern gerufen wird, soll in angemessener Weise vorbereitet sein und sich durch christliches Leben, Glauben, Sitten und Treue zum Lehramt der Kirche auszeichnen. Es ist gut, wenn er entsprechend dem Alter, den Verhältnissen, der Lebensweise und der religiösen Bildung eine liturgische Unterweisung erhalten hat.[117] Man soll niemanden annehmen, dessen Beauftragung bei den Gläubigen Verwunderung erregen könnte.[118]

47. Es ist sehr zu begrüßen, wenn der bekannte Brauch erhalten bleibt, daß Kinder oder Jugendliche anwesend sind, die gewöhnlich Ministranten genannt werden und nach Art des Akolythen am Altar dienen. Sie sollen eine ihrem Fassungsvermögen angemessene Katechese über ihre Aufgabe erhalten.[119] Man darf nicht vergessen, daß aus der Zahl dieser Kinder im Laufe der Jahrhunderte eine große Schar geistlicher Amtsträger hervorgegangen ist.[120] Um die pastorale Sorge für die Ministranten wirksamer zu gestalten, sollen für sie Vereinigungen errichtet und gefördert werden, bei denen auch die Eltern teilnehmen und mithelfen können. Wenn solche Vereinigungen einen internationalen Charakter haben, obliegt es der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, sie zu errichten oder ihre Statuten zu überprüfen und zu approbieren.[121] Nach dem Urteil des Diözesanbischofs und unter Beachtung der festgesetzten Normen können zu diesem Altardienst Mädchen oder Frauen zugelassen werden.[122]


Kapitel III

Die rechte Feier der heiligen Messe

1. Die Materie der heiligsten Eucharistie

48. Das Brot, das für die Feier des hochheiligen eucharistischen Opfers verwendet wird, muß ungesäuert, aus reinem Weizenmehl bereitet und noch frisch sein, so daß keine Gefahr der Verderbnis besteht.[123] Daraus folgt, daß Brot, das aus einer anderen Substanz, wenn auch aus Getreide, bereitet ist, oder Brot, dem eine vom Weizen verschiedene Materie in so großer Menge beigemischt ist, daß es gemäß dem allgemeinen Empfinden nicht mehr als Weizenbrot bezeichnet werden kann, keine gültige Materie für den Vollzug des eucharistischen Opfers und Sakramentes darstellt.[124] Es ist ein schwerer Mißbrauch, bei der Zubereitung des für die Eucharistie bestimmten Brotes andere Substanzen, wie zum Beispiel Früchte, Zucker oder Honig, beizufügen. Es ist klar, daß die Hostien von Personen herzustellen sind, die sich nicht nur durch Rechtschaffenheit auszeichnen, sondern auch in der Zubereitung der Hostien erfahren und mit geeigneten Werkzeugen ausgerüstet sind.[125]

49. Es ist der Zeichenhaftigkeit angemessen, daß einige Teile des eucharistischen Brotes, die aus der Brechung hervorgehen, wenigstens einigen Gläubigen bei der Kommunion ausgeteilt werden. «Die kleinen Hostien sind jedoch keineswegs ausgeschlossen, falls die Zahl der Kommunikanten oder andere seelsorgliche Überlegungen sie erforderlich machen».[126] Ja, für gewöhnlich sollen weitgehend kleine Hostien verwendet werden, die keiner weiteren Brechung bedürfen.

50. Der Wein, der für die Feier des hochheiligen eucharistischen Opfers verwendet wird, muß naturrein, aus Weintrauben gewonnen und echt sein, er darf nicht verdorben und nicht mit anderen Substanzen vermischt sein.[127] Bei der Meßfeier muß ihm ein wenig Wasser beigemischt werden. Es ist sorgfältig darauf zu achten, daß der für die Eucharistie bestimmte Wein in einwandfreiem Zustand aufbewahrt und nicht zu Essig wird.[128] Es ist streng verboten, Wein zu benützen, über dessen Echtheit und Herkunft Zweifel bestehen: Denn bezüglich der notwendigen Bedingungen für die Gültigkeit der Sakramente fordert die Kirche Gewißheit. Es darf kein Vorwand zugunsten anderer Getränke jedweder Art zugelassen werden, die keine gültige Materie darstellen.

2. Das eucharistische Hochgebet

51. Nur jene eucharistischen Hochgebete dürfen verwendet werden, die im Römischen Meßbuch stehen oder rechtmäßig vom Apostolischen Stuhl approbiert worden sind, und zwar gemäß den Möglichkeiten und Grenzen, die der Apostolische Stuhl festgelegt hat. «Man kann es nicht hinnehmen, daß einige Priester sich das Recht anmaßen, eucharistische Hochgebete zusammenzustellen»[129] oder die von der Kirche approbierten Texte zu ändern oder andere von Privatpersonen verfaßte Hochgebete zu verwenden.[130]

52. Das Sprechen des eucharistischen Hochgebetes, das von seinem Wesen her gleichsam den Höhepunkt der ganzen Feier bildet, ist dem Priester kraft seiner Weihe eigen. Daher ist es ein Mißbrauch, wenn einige Teile des eucharistischen Hochgebetes von einem Diakon, einem dienenden Laien, einem einzelnen oder allen Gläubigen zusammen vorgetragen werden. Das eucharistische Hochgebet muß zur Gänze vom Priester allein gesprochen werden.[131]

53. Während der zelebrierende Priester das eucharistische Hochgebet spricht, «soll gleichzeitig nichts anderes gebetet oder gesungen werden; auch Orgel und andere Musikinstrumente sollen schweigen»,[132] außer zu den pflichtgemäß approbierten Akklamationen des Volkes, über die weiter unten gesprochen wird.

54. Das Volk nimmt dennoch immer aktiv und nie rein passiv teil: Es soll sich mit dem Priester vereinen «im Glauben und in Stille wie auch durch die im Laufe des eucharistischen Hochgebetes festgesetzten Einschübe, das sind die Antworten im Eröffnungsdialog der Präfation, das Sanctus, die Akklamation nach der Wandlung und die Akklamation des Amen nach der Schlußdoxologie sowie andere von der Bischofskonferenz approbierte und vom Heiligen Stuhl rekognoszierte Akklamationen».[133]

55. An einigen Orten hat sich der Mißbrauch verbreitet, daß der Priester bei der Feier der heiligen Messe die Hostie während der Wandlung bricht. Dieser Mißbrauch widerspricht der Tradition der Kirche. Er ist zu verwerfen und dringend zu korrigieren.

56. Die Erwähnung des Namens des Papstes und des Diözesanbischofs im eucharistischen Hochgebet darf nicht weggelassen werden, damit eine ganz alte Tradition bewahrt und die kirchliche Gemeinschaft zum Ausdruck gebracht wird. Denn «die kirchliche Gemeinschaft der eucharistischen Versammlung ist Gemeinschaft mit dem eigenen Bischof und mit dem Papst».[134]

3. Die übrigen Teile der Messe

57. Die Versammlung der Christgläubigen hat das Recht, daß vor allem bei der sonntäglichen Feier in der Regel eine geeignete und echte sakrale Musik und immer ein Altar, Paramente und sakrale Tücher da sind, die entsprechend den Normen in Würde, Schönheit und Sauberkeit erstrahlen sollen.

58. Alle Christgläubigen haben gleichermaßen das Recht, daß die Feier der Eucharistie in allen ihren Teilen gewissenhaft vorbereitet wird, so daß in ihr das Wort Gottes würdig und kraftvoll verkündet und ausgelegt, die Befugnis zur Auswahl der liturgischen Texte und Riten gemäß den Normen sorgfältig wahrgenommen und ihr Glaube durch die Texte der Gesänge bei der Feier der Liturgie gebührend geschützt und genährt wird.

59. Aufhören muß die verwerfliche Gewohnheit, daß Priester, Diakone oder Christgläubige hier und da Texte der heiligen Liturgie, die ihnen zum Vortragen anvertraut sind, nach eigenem Gutdünken ändern oder entstellen. Wenn sie dies tun, nehmen sie der Feier der Liturgie ihre Festigkeit und verfälschen nicht selten den authentischen Sinn der Liturgie.

60. In der Meßfeier sind Wortgottesdienst und Eucharistiefeier eng miteinander verbunden, sie bilden eine einzige Kulthandlung. Deswegen ist es nicht erlaubt, die beiden Teile voneinander zu trennen oder sie zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten zu feiern.[135] Es ist auch nicht gestattet, daß einzelne Teile der heiligen Messe zu unterschiedlichen Zeitpunkten ein und desselben Tages vollzogen werden.

61. Bei der Auswahl der biblischen Lesungen, die in der Meßfeier vorzutragen sind, müssen die Normen befolgt werden, die sich in den liturgischen Büchern finden,[136] damit «den Gläubigen der Tisch des Gotteswortes reicher bereitet» und «die Schatzkammer der Bibel weiter aufgetan»[137] werde.

62. Es ist nicht erlaubt, die vorgeschriebenen biblischen Lesungen aus eigenem Gutdünken wegzulassen oder zu ersetzen oder gar «die Lesungen und den Antwortpsalm, die das Wort Gottes enthalten, mit anderen nichtbiblischen Texten»[138] auszutauschen.

63. Die Lesung des Evangeliums, die «den Höhepunkt des Wortgottesdienstes bildet»,[139] ist gemäß der Tradition der Kirche in der Feier der heiligen Liturgie dem geweihten Amtsträger vorbehalten.[140] Daher ist es einem Laien, auch einem Ordenschristen, nicht gestattet, das Evangelium während der Feier der heiligen Messe zu verkünden, auch nicht in den anderen Fällen, in denen die Normen es nicht ausdrücklich erlauben.[141]

64. Die Homilie, die während der Feier der heiligen Messe gehalten wird und Teil der Liturgie selbst ist,[142] «wird in der Regel vom zelebrierenden Priester gehalten oder von ihm einem konzelebrierenden Priester oder manchmal, wenn dies angebracht erscheint, auch einem Diakon übertragen, niemals aber einem Laien.[143] In besonderen Fällen kann die Homilie aus einem gerechten Grund auch von einem Bischof oder einem Priester gehalten werden, der an der Feier teilnimmt, ohne konzelebrieren zu können».[144]

65. Es muß daran erinnert werden, daß jedwede frühere Norm, die nichtgeweihten Gläubigen die Homilie innerhalb der Meßfeier gestattet hatte, aufgrund der Vorschrift von can. 767 § 1 als aufgehoben anzusehen ist.[145] Diese Praxis ist verworfen und kann deshalb nicht aufgrund irgendeiner Gewohnheit gestattet werden.

66. Das Verbot der Zulassung von Laien zur Predigt innerhalb der Meßfeier gilt auch für die Alumnen der Seminare, für Studenten der theologischen Disziplinen und für jene, die als sogenannte «Pastoralassistenten» eingesetzt sind, sowie für jedwede Art, Gruppe, Gemeinschaft oder Vereinigung von Laien.[146]

67. Man muß besonders dafür Sorge tragen, daß die Homilie streng auf die Heilsmysterien Bezug nimmt, während des liturgischen Jahres die Geheimnisse des Glaubens und die Grundsätze des christlichen Lebens aus den biblischen Lesungen und den liturgischen Texten darlegt und die Texte des Ordinarium und des Proprium der Messe oder eines anderen Ritus der Kirche erklärt.[147] Es ist klar, daß alle Auslegungen der Heiligen Schrift auf Christus als dem höchsten Angelpunkt der Heilsökonomie bezogen werden müssen; dabei soll aber auch der besondere Kontext der liturgischen Feier beachtet werden. In der Homilie ist dafür Sorge zu tragen, daß das Licht Christi auf die Ereignisse des Lebens strahle. Dies soll aber in der Weise geschehen, daß der authentische und wahre Sinn des Wortes Gottes nicht entleert wird, indem zum Beispiel nur über Themen des politischen oder weltlichen Lebens gesprochen oder aus Kenntnissen wie aus einer Quelle geschöpft wird, die von pseudoreligiösen Bewegungen unserer Zeit herkommen.[148]

68. Der Diözesanbischof soll gewissenhaft über die Homilie wachen,[149] auch indem er unter den geistlichen Amtsträgern Normen, Hinweise und Arbeitshilfen verbreitet und Zusammenkünfte und andere Initiativen fördert, damit sie oft Gelegenheit haben, sich näher mit der Eigenart der Homilie zu befassen und Hilfe für ihre Vorbereitung finden.

69. Bei der heiligen Messe sowie bei anderen Feiern der heiligen Liturgie darf kein Glaubensbekenntnis zugelassen werden, das nicht in den rechtmäßig approbierten liturgischen Büchern enthalten ist.

70. Die Opfergaben, welche die Christgläubigen in der heiligen Messe für die eucharistische Liturgie darzubringen pflegen, beschränken sich nicht zwingend auf Brot und Wein zur Feier der Eucharistie, sondern können auch andere Gaben umfassen, die von den Gläubigen in Form von Geld oder anderen nützlichen Gütern aus Liebe zu den Armen gegeben werden. Die äußeren Gaben müssen aber immer sichtbarer Ausdruck jener wahren Hingabe sein, die der Herr von uns erwartet, nämlich eines reumütigen Herzens und der Liebe zu Gott und dem Nächsten; dadurch werden wir dem Opfer Christi gleichgestaltet, der sich selbst für uns hingegeben hat. In der Eucharistie leuchtet nämlich in höchstem Maß jenes Mysterium der Liebe auf, das Jesus Christus während des Letzten Abendmahles offenbarte, als er den Jüngern die Füße gewachsen hat. Um die Würde der heiligen Liturgie zu wahren, sollen die äußeren Opfergaben jedoch auf geeignete Weise dargebracht werden. Geld wie auch andere Gaben für die Armen sind an einem geeigneten Ort, nicht aber am Altar, niederzugelegen.[150] Mit Ausnahme des Geldes und gegebenenfalls - wegen des Zeichencharakters – eines kleinen Teiles der anderen Gaben, ist es vorzuziehen, wenn solche Opfergaben außerhalb der Meßfeier gegeben werden.

71. Der Brauch des römischen Ritus, sich kurz vor der heiligen Kommunion den Friedensgruß zu geben, soll bewahrt werden, wie er im Ordo der Messe festgesetzt ist. Gemäß der Tradition des römischen Ritus hat dieser Brauch nicht den Charakter der Versöhnung oder der Sündenvergebung, er ist vielmehr Ausdruck des Friedens, der Gemeinschaft und der Liebe vor dem Empfang der heiligsten Eucharistie.[151] Dagegen hat der Bußakt, der am Beginn der Messe zu vollziehen ist, besonders in seiner ersten Form, den Charakter der brüderlichen Versöhnung.

72. Es ist angebracht, «daß jeder in schlichter Weise nur seinen Nachbarn den Friedensgruß gibt». «Der Priester kann den Friedensgruß den Dienern geben, bleibt aber immer innerhalb des Presbyteriums, um die Feier nicht zu stören. Dies soll er auch beachten, wenn er aus einem gerechten Grund einigen wenigen Gläubigen den Friedensgruß entbieten will». «Die Art des Friedensgrußes soll von den Bischofskonferenzen», deren Beschluß vom Apostolischen Stuhl rekognosziert werden muß, «entsprechend der Eigenart und den Bräuchen der Völker bestimmt werden».[152]

73. In der Feier der heiligen Messe beginnt die Brechung des eucharistischen Brotes, die nur vom zelebrierenden Priester und gegebenenfalls unter Mithilfe eines Diakons oder eines Konzelebranten, nicht aber eines Laien zu vollziehen ist, nach dem Ende des Friedensgrußes, während das Agnus Dei vorgetragen wird. Die Geste des Brotbrechens wurde nämlich «von Christus beim Letzten Abendmahl vollzogen, gab seit apostolischer Zeit der ganzen Eucharistiefeier den Namen und zeigt, daß die vielen Gläubigen in der Kommunion aus dem einen Brot des Lebens, das Christus ist, der für das Heil der Welt gestorben und auferstanden ist, zu einem Leib werden (1 Kor 10, 17)».[153] Deshalb muß der Ritus mit großer Ehrfurcht vollzogen werden.[154] Er soll aber kurz sein. Dringend zu korrigieren ist der mancherorts verbreitete Mißbrauch, diesen Ritus ohne Notwendigkeit auszudehnen, auch unter Mitwirkung von Laien im Widerspruch zu den Normen, und ihm eine übertriebene Bedeutung beizumessen.[155]

74. Falls es nötig ist, daß von einem Laien in der Kirche vor den versammelten Christgläubigen Unterweisungen oder ein Zeugnis über das christliche Leben gegeben werden, ist allgemein vorzuziehen, daß dies außerhalb der Messe geschieht. Aus schwerwiegenden Gründen ist es aber erlaubt, solche Unterweisungen oder Zeugnisse zu geben, nachdem der Priester das Schlußgebet gesprochen hat. Dieser Brauch darf jedoch nicht zur Gewohnheit werden. Im Übrigen sollen diese Unterweisungen und Zeugnisse keine Merkmale aufweisen, die zu Verwechslungen mit der Homilie führen könnten,[156] und es ist nicht gestattet, ihretwegen die Homilie ganz zu unterlassen.

4. Die Verbindung verschiedener Riten mit der Messfeier

75. Wegen des theologischen Sinns, welcher der Eucharistiefeier oder einem bestimmten Ritus eigen ist, verordnen oder erlauben die liturgischen Bücher bisweilen, die Feier der heiligen Messe mit einem anderen Ritus, vor allem der Sakramente, zu verbinden.[157] In anderen Fällen läßt die Kirche eine solche Verbindung jedoch nicht zu, besonders wo es sich um Umstände handelt, die einen eher oberflächlichen und unnützen Charakter haben.

76. Außerdem ist es nach ältester Tradition der römischen Kirche nicht erlaubt, das Bußsakrament mit der heiligen Messe so zu verbinden, daß sie zu einer einzigen liturgischen Handlung werden. Dies hindert aber nicht daran, daß die Priester mit Ausnahme jener, die die heilige Messe zelebrieren oder konzelebrieren, die Beichten der Gläubigen hören, die dies wünschen, auch wenn am gleichen Ort die Messe gefeiert wird, um so den Bedürfnissen dieser Gläubigen entgegenzukommen.[158] Dies soll aber in passender Weise geschehen.

77. Die Feier der heiligen Messe darf in keiner Weise in den Kontext eines gemeinsamen Mahles eingefügt oder mit einem solchen Mahl in Beziehung gebracht werden. Von einer schweren Notlage abgesehen, darf die Messe nicht an einem Eßtisch[159] oder in einem Speisesaal oder an einem Ort, an dem die Mahlzeiten eingenommen werden, und auch nicht in einem Raum, in dem sich Speisen befinden, gefeiert werden. Diejenigen, die an einer Messe teilnehmen, dürfen während der Feier nicht an Tischen sitzen. Wenn die Messe aufgrund einer schweren Notlage am gleichen Ort gefeiert werden muß, wo nachher die Mahlzeit eingenommen wird, soll zwischen dem Abschluß der Messe und dem Beginn des Mahles ein deutlicher zeitlicher Abstand eingeschoben werden; während der Meßfeier darf die gewöhnliche Speise für die Gläubigen nicht sichtbar sein.

78. Es ist nicht erlaubt, die Meßfeier mit politischen oder weltlichen Ereignissen oder mit Umständen in Verbindung zu bringen, die dem Lehramt der katholischen Kirche nicht voll entsprechen. Damit die authentische Bedeutung der Eucharistie nicht entleert wird, muß gänzlich vermieden werden, daß die Meßfeier aus bloßer Prunksucht begangen oder im Stil anderer Zeremonien, auch profaner Art, vollzogen wird.

79. Schließlich ist der Mißbrauch streng zu verurteilen, in die Feier der heiligen Messe Elemente einzufügen, die entgegen den Vorschriften der liturgischen Bücher Riten anderer Religionen entnommen sind.

Kapitel IV

Die heilige Kommunion

1. Die Disposition für den Empfang der heiligen Kommunion

80. Die Eucharistie soll den Gläubigen gereicht werden auch «als Gegenmittel, durch das wir von der täglichen Schuld befreit und vor Todsünden bewahrt werden»,[160] wie in verschiedenen Teilen der Messe hervorgehoben wird. Der an den Anfang der Messe gesetzte Bußakt hat zum Ziel, alle darauf vorzubereiten, die heiligen Mysterien in rechter Weise zu feiern;[161] er hat jedoch «nicht die Wirkung des Bußsakramentes»[162] und kann nicht als Ersatz für das Bußsakrament im Hinblick auf die Vergebung schwerer Sünden betrachtet werden. Die Seelsorger müssen bei der katechetischen Unterweisung sorgfältig darauf achten, daß den Gläubigen die christliche Lehre zu dieser Frage vermittelt wird.

81. Nach kirchlicher Gewohnheit ist es darüber hinaus notwendig, daß sich jeder sehr gründlich prüfe,[163] damit keiner, der sich einer schweren Sünde bewußt ist, ohne vorherige sakramentale Beichte die Messe feiert oder den Leib des Herrn empfängt, außer es liegt ein schwerwiegender Grund vor und es besteht keine Gelegenheit zur Beichte; in diesem Fall muß er sich der Verpflichtung bewußt sein, einen Akt der vollkommenen Reue zu erwecken, der den Vorsatz mit ein schließt, sobald wie möglich zu beichten.[164]

82. Außerdem hat die Kirche «Normen erlassen, die den häufigen und fruchtbaren Zutritt der Gläubigen zum Tisch des Herrn fördern und die objektiven Bedingungen festlegen, unter denen von der Spendung der Kommunion abgesehen werden muß».[165]

83. Es ist sicherlich am besten, wenn alle, die an der Feier der heiligen Messe teilnehmen und die notwendigen Bedingungen erfüllen, die heilige Kommunion empfangen. Es kommt aber bisweilen vor, daß die Christgläubigen massenweise und ohne Unterscheidung zum heiligen Tisch hinzutreten. Es ist Aufgabe der Hirten, diesen Mißbrauch mit Klugheit und Festigkeit zu korrigieren.

84. Wenn die heilige Messe für eine große Menge gefeiert wird, beispielsweise in Großstädten, muß man darauf achten, daß nicht aus Unwissenheit auch Nichtkatholiken oder sogar Nichtchristen zur heiligen Kommunion hinzutreten, ohne daß dem Lehramt der Kirche in Bezug auf Lehre und Disziplin Rechnung getragen wird. Es obliegt den Hirten, die Anwesenden zu gegebener Zeit darauf hinzuweisen, daß Wahrheit und Ordnung streng zu beachten sind.

85. Katholische Spender spenden die Sakramente erlaubt nur katholischen Gläubigen; ebenso empfangen diese die Sakramente erlaubt nur von katholischen Spendern; zu beachten sind aber die Bestimmungen von can. 844 §§ 2, 3 und 4 sowie von can. 861 § 2.[166] Die Bedingungen, die von can. 844 § 4 festgesetzt sind und die in keiner Weise aufgehoben werden können,[167] können ferner nicht voneinander getrennt werden; deshalb ist es notwendig, daß sie immer alle zugleich verlangt werden.

86. Die Gläubigen sollen dringend dazu angehalten werden, außerhalb der Messe, vor allem zu den festgesetzten Zeiten, zum Bußsakrament hinzutreten, so daß sie es mit Ruhe und wirklichem Nutzen empfangen können und nicht von der tätigen Teilnahme an der Messe abgehalten werden. Jene, die täglich oder sehr oft kommunizieren, sollen angeleitet werden, ihren Möglichkeiten entsprechend in angemessenen Zeitabständen das Bußsakrament zu empfangen.[168]

87. Der Erstkommunion der Kinder muß immer eine sakramentale Beichte und Lossprechung vorausgehen.[169] Außerdem soll die Erstkommunion immer von einem Priester gereicht werden, und zwar nie außerhalb der Meßfeier. Von Ausnahmefällen abgesehen, ist es wenig passend, die Erstkommunion bei der Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag zu spenden. Man soll vielmehr einen anderen Tag wählen, wie etwa den 2. - 6. Sonntag in der Osterzeit oder das Hochfest des Leibes und Blutes Christi oder einen Sonntag im Jahreskreis, denn der Sonntag wird mit Recht als Tag der Eucharistie betrachtet.[170] Zum Empfang der heiligen Eucharistie sollen keine Kinder hinzutreten, «die den Vernunftgebrauch noch nicht erlangt haben» oder nach dem Urteil des Pfarrers «nicht ausreichend darauf vorbereitet sind».[171] Wenn es aber vorkommt, daß ein Kind in einer Ausnahmesituation bezüglich seines Alters für den Empfang des Sakramentes als reif erachtet wird, soll ihm die Erstkommunion nicht verwehrt werden, wenn es nur hinreichend vorbereitet ist.

2. Die Spendung der heiligen Kommunion

88. Die Gläubigen sollen die sakramentale eucharistische Kommunion gewöhnlich während der Messe und zu dem im Ritus der Feier vorgeschriebenen Zeitpunkt empfangen, also direkt nach der Kommunion des zelebrierenden Priesters.[172] Es obliegt dem zelebrierenden Priester, eventuell unter Mithilfe anderer Priester oder Diakone, die Kommunion auszuteilen; er darf die Messe nicht fortsetzen, bevor die Kommunion der Gläubigen beendet ist. Nur dort, wo eine Notlage es erfordert, können außerordentliche Spender dem zelebrierenden Priester nach Maßgabe des Rechts helfen.[173]

89. Damit «die Kommunion auch dem Zeichen nach klarer als Teilnahme am Opfer erscheint, das gefeiert wird»,[174] ist es wünschenswert, daß die Gläubigen sie in Hostien empfangen, die in derselben Messe konsekriert wurden.[175]

90. «Die Gläubigen empfangen die Kommunion kniend oder stehend, wie es die Bischofskonferenz festgelegt hat», deren Beschluß vom Apostolischen Stuhl rekognosziert werden muß. «Wenn sie stehend kommunizieren, wird empfohlen, daß sie vor dem Empfang des Sakramentes eine angemessene Ehrerbietung erweisen, die von denselben Normen festzulegen ist».[176]

91. Bezüglich der Austeilung der heiligen Kommunion ist daran zu erinnern, daß «die geistlichen Amtsträger [...] die Sakramente denen nicht verweigern» dürfen, «die zu gelegener Zeit darum bitten, in rechter Weise disponiert und rechtlich an ihrem Empfang nicht gehindert sind».[177] Jeder getaufte Katholik, der rechtlich nicht gehindert ist, muß deshalb zur heiligen Kommunion zugelassen werden. Es ist also nicht gestattet, einem Christgläubigen die heilige Kommunion beispielsweise nur deshalb zu verweigern, weil er die Eucharistie kniend oder stehend empfangen möchte.

92. Obwohl jeder Gläubige immer das Recht hat, nach seiner Wahl die heilige Kommunion mit dem Mund zu empfangen,[178] soll in den Gebieten, wo es die Bischofskonferenz erlaubt und der Apostolische Stuhl rekognosziert hat, auch demjenigen die heilige Hostie ausgeteilt werden, der das Sakrament mit der Hand empfangen möchte. Man soll aber sorgfältig darauf achten, daß der Kommunikant die Hostie sofort vor dem Spender konsumiert, damit niemand mit den eucharistischen Gestalten in der Hand weggeht. Wenn eine Gefahr der Profanierung besteht, darf die heilige Kommunion den Gläubigen nicht auf die Hand gegeben werden.[179]

93. Es ist notwendig, die kleine Patene für die Kommunion der Gläubigen beizuhalten, um die Gefahr zu vermeiden, daß die heilige Hostie oder einzelne Fragmente auf den Boden fallen.[180]

94. Es ist den Gläubigen nicht gestattet, die heilige Hostie oder den heiligen Kelch «selbst zu nehmen und noch weniger von Hand zu Hand unter sich weiterzugeben».[181] Außerdem ist in diesem Zusammenhang der Mißbrauch zu beseitigen, daß die Brautleute bei der Trauungsmesse sich gegenseitig die heilige Kommunion spenden.

95. Ein christgläubiger Laie, der «die heiligste Eucharistie schon empfangen hat, darf sie am selben Tag nur innerhalb einer Feier der Eucharistie, an der er teilnimmt, ein zweites Mal empfangen, unbeschadet der Vorschrift des can. 921 § 2».[182]

96. Zu verwerfen ist der Brauch, daß entgegen den Vorschriften der liturgischen Bücher während oder vor der Meßfeier nicht konsekrierte Hostien oder andere eßbare oder nicht eßbare Dinge nach Art der Kommunion ausgeteilt werden. Dieser Brauch entspricht nicht der Tradition des römischen Ritus und bringt die Gefahr mit sich, bei den Christgläubigen Verwirrung zu stiften bezüglich der Lehre der Kirche über die Eucharistie. Wenn an einigen Orten aufgrund einer Konzession die besondere Gewohnheit besteht, Brot zu segnen und nach der Messe auszuteilen, soll dieser Brauch durch eine gute Katechese sorgfältig erklärt werden. Es dürfen aber keine anderen ähnlichen Praktiken eingeführt und für den genannten Brauch auf keinen Fall nicht konsekrierte Hostien verwendet werden.

3. Die Kommunion der Priester

97. Sooft der Priester die heilige Messe zelebriert, muß er am Altar zu dem vom Meßbuch festgesetzten Zeitpunkt kommunizieren, die Konzelebranten aber, bevor sie zur Kommunionausteilung gehen. Niemals darf der zelebrierende oder konzelebrierende Priester bis zum Ende der Kommunion des Volkes warten, bevor er selbst kommuniziert.[183]

98. Die Kommunion der konzelebrierenden Priester hat gemäß den in den liturgischen Büchern vorgeschriebenen Normen zu erfolgen, wobei immer Hostien zu verwenden sind, die in derselben Messe konsekriert wurden,[184] und alle Konzelebranten die Kommunion stets unter beiden Gestalten empfangen müssen. Wenn ein Priester oder ein Diakon den Konzelebranten die heilige Hostie oder den Kelch reicht, ist darauf zu achten, daß er nichts sagt, also nicht die Worte ausspricht: «Der Leib Christi» oder «Das Blut Christi».

99. Die Kommunion unter beiden Gestalten ist «den Priestern, die selbst das Meßopfer nicht zelebrieren oder konzelebrieren können»,[185] immer gestattet.

4. Die Kommunion unter beiden Gestalten

100. Um den Gläubigen die Fülle der Zeichenhaftigkeit im eucharistischen Gastmahl klarer bewußt zu machen, werden in den Fällen, die in den liturgischen Büchern erwähnt sind, auch die christgläubigen Laien zur Kommunion unter beiden Gestalten zugelassen, wobei eine entsprechende Katechese über die dogmatischen Grundsätze, die vom Ökumenischen Konzil von Trient festgelegt wurden, vorausgehen und beständig weitergeführt werden muß.[186]

101. Damit den christgläubigen Laien die heilige Kommunion unter beiden Gestalten gespendet werden kann, sind die Umstände entsprechend zu berücksichtigen, über die in erster Linie die Diözesanbischöfe zu urteilen haben. Diese Art der Kommunionspendung ist gänzlich auszuschließen, wenn auch nur die geringste Gefahr der Profanierung der heiligen Gestalten besteht.[187] Für eine eingehendere Regelung haben die Bischofskonferenzen Normen zu erlassen, die vom Apostolischen Stuhl durch die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung rekognosziert werden müssen, vor allem im Hinblick auf «die Art, den Gläubigen die heilige Kommunion unter beiden Gestalten auszuteilen, sowie die Ausweitung dieser Befugnis».[188]

102. Der Kelch soll den christgläubigen Laien nicht gereicht werden, wo die Zahl der Kommunikanten so groß ist,[189] daß es schwierig wird, die für die Eucharistie notwendige Menge an Wein abzuschätzen und die Gefahr besteht, daß «am Ende der Feier eine Menge des Blutes Christi übrigbleibt, die über das rechte Maß hinausgeht, das konsumiert werden kann»;[190] ebenso nicht, wo der Zugang zum Kelch nur schwer geregelt werden kann oder wo eine entsprechende Menge an Wein erforderlich wird, deren sichere Herkunft und Qualität nur schwer festgestellt werden kann, oder wo keine angemessene Zahl an geistlichen Amtsträgern oder außerordentlichen Spendern der heiligen Kommunion mit geeigneter Ausbildung vorhanden ist, oder wo ein beträchtlicher Teil des Volkes aus verschiedenen Gründen beharrlich nicht zum Kelch hinzutreten will, so daß das Zeichen der Einheit in gewisser Weise verloren geht.

103. Die Normen des Römischen Meßbuches kennen die Regelung, daß in den Fällen, in denen die Kommunion unter beiden Gestalten ausgeteilt wird, «das Blut Christi direkt aus dem Kelch oder durch Eintauchen der Hostie oder mit einem Röhrchen oder mit einem Löffel getrunken werden kann».[191] Was die Kommunionspendung für die christgläubigen Laien betrifft, können die Bischöfe die Kommunion mit einem Röhrchen oder einem Löffel ausschließen, wo dies nicht örtlicher Brauch ist, wobei aber immer die Möglichkeit der Kommunionspendung durch Eintauchen der Hostie bestehen bleibt. Wenn diese Form zur Anwendung kommt, sollen allerdings Hostien verwendet werden, die nicht zu dünn und nicht zu klein sind, und der Kommunikant darf das Sakrament vom Priester nur mit dem Mund empfangen.[192]

104. Es ist dem Kommunikanten nicht erlaubt, selbst die Hostie in den Kelch einzutauchen oder die eingetauchte Hostie mit der Hand zu empfangen. Die Hostie, die eingetaucht wird, muß aus gültiger Materie bereitet und konsekriert sein; streng verboten ist die Verwendung von nicht konsekriertem Brot oder anderer Materie.

105. Wenn ein einziger Kelch zur Spendung der Kommunion unter beiden Gestalten an konzelebrierende Priester oder Christgläubige nicht ausreicht, steht dem nichts entgegen, daß der zelebrierende Priester mehrere Kelche verwendet.[193] Es ist nämlich daran zu erinnern, daß alle Priester, die die heilige Messe zelebrieren, zur Kommunion unter beiden Gestalten verpflichtet sind. Der Zeichenhaftigkeit wegen ist es zu begrüßen, daß ein größerer Kelch zusammen mit anderen kleineren Kelchen verwendet wird.

106. Es ist jedoch gänzlich zu vermeiden, daß das Blut Christi nach der Wandlung aus einem Gefäß in ein anderes gegossen wird, damit nichts passiert, was diesem so großen Mysterium unangemessen ist. Um das Blut des Herrn aufzunehmen, dürfen niemals Flaschen, Krüge oder andere Gefäße verwendet werden, die den festgesetzten Normen nicht voll entsprechen.

107. «Wer die eucharistischen Gestalten wegwirft oder in sakrilegischer Absicht entwendet oder zurückbehält, zieht sich» gemäß der von den Canones festgesetzten Norm «die dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation als Tatstrafe zu; ein Kleriker kann außerdem mit einer weiteren Strafe belegt werden, die Entlassung aus dem Klerikerstand nicht ausgenommen».[194] Jedwede Handlung, durch welche die heiligen Gestalten mutwillig und schwerwiegend entehrt werden, muß diesem Fall zugerechnet werden. Wenn daher jemand gegen die genannten Normen handelt, indem er zum Beispiel die heiligen Gestalten in das Sacrarium oder an einen unwürdigen Ort oder auf den Boden wirft, zieht er sich die festgesetzten Strafen zu.[195] Darüber hinaus sollen alle daran denken, daß nach Abschluß der Spendung der heiligen Kommunion innerhalb der Meßfeier die Vorschriften des Römischen Meßbuches zu befolgen sind; was eventuell vom Blut Christi noch übrig ist, muß vom Priester oder, gemäß den Normen, von einem anderen Diener sofort gänzlich konsumiert werden; die konsekrierten Hostien, die übriggeblieben sind, müssen entweder am Altar vom Priester konsumiert oder an den für die Aufbewahrung der Eucharistie bestimmten Ort gebracht werden.[196]

Kapitel V

Einige weitere Aspekte in Bezug auf die Eucharistie

1. Der Ort für die Feier der heiligen Messe

108. «Die Feier der Eucharistie ist an einem geheiligten Ort zu vollziehen, wenn nicht in einem besonderen Fall zwingende Umstände etwas anderes erfordern; in diesem Fall muß die Feier an einem geziemenden Ort stattfinden».[197] Ob solche zwingende Umstände gegeben sind, wird in der Regel der Diözesanbischof von Fall zu Fall für seine Diözese beurteilen.

109. Es ist einem Priester niemals erlaubt, die Eucharistie in einem Tempel oder geheiligten Ort einer nichtchristlichen Religion zu feiern.

2. Verschiedene Elemente bezüglich der heiligen Messe

110. «Immer dessen eingedenk, daß sich im Mysterium des eucharistischen Opfers das Werk der Erlösung fortwährend vollzieht, haben die Priester häufig zu zelebrieren; ja die tägliche Zelebration wird eindringlich empfohlen, die, auch wenn eine Teilnahme von Gläubigen nicht möglich ist, eine Handlung Christi und der Kirche ist, durch deren Vollzug die Priester ihre vornehmste Aufgabe erfüllen».[198]

111. Ein Priester ist zur Zelebration oder Konzelebration der Eucharistie «zuzulassen, auch wenn er dem Rektor der Kirche nicht bekannt ist, sofern er ein Empfehlungsschreiben» des Apostolischen Stuhles oder seines Ordinarius oder seines Oberen vorlegt, das höchstens vor einem Jahr ausgestellt wurde, «oder wenn vernünftigerweise anzunehmen ist, daß er bezüglich der Zelebration keinem Hindernis unterliegt».[199] Die Bischöfe haben dafür Sorge zu tragen, daß gegenteilige Gewohnheiten beseitigt werden.

112. Die Messe wird in lateinischer Sprache oder in einer anderen Sprache gefeiert, sofern nur die liturgischen Texte verwendet werden, die nach Maßgabe des Rechts approbiert worden sind. Abgesehen von den Meßfeiern, die an den von der kirchlichen Autorität festgelegten Zeiten in der Volkssprache zu vollziehen sind, ist es den Priestern immer und überall erlaubt, in Latein zu feiern.[200]

113. Wenn mehrere Priester bei der Messe konzelebrieren, soll für den Vortrag des eucharistischen Hochgebetes eine Sprache verwendet werden, die allen konzelebrierenden Priestern und dem versammelten Volk bekannt ist. Wo es vorkommt, daß einige Priester dabei sind, die die Zelebrationssprache nicht kennen, so daß sie die ihnen zukommenden Teile des eucharistischen Hochgebetes nicht geziemend vortragen können, sollen sie nicht konzelebrieren, sondern gemäß den Normen in Chorkleidung an der Feier teilnehmen.[201]

114. «Es ist normal, daß sich zu den Sonntagsmessen der Pfarrgemeinde als “eucharistischer Gemeinschaft” die in ihr vorhandenen Gruppen, Bewegungen, Vereinigungen und auch kleine Ordensgemeinschaften einfinden».[202] Auch wenn es erlaubt ist, die Messe nach Maßgabe des Rechts für bestimmte Gruppen zu feiern,[203] sind diese Gruppen dennoch nicht von der treuen Befolgung der liturgischen Normen ausgenommen.

115. Zu verwerfen ist der Mißbrauch, daß die Feier der heiligen Messe für das Volk entgegen den Normen des Römischen Meßbuches und der gesunden Tradition des römischen Ritus unter dem Vorwand, das «eucharistische Fasten» zu fördern, in willkürlicher Weise unterlassen wird.

116. Die Messen dürfen nicht gegen die Maßgabe des Rechts vermehrt werden; bezüglich des Meßstipendiums müssen alle Vorschriften befolgt werden, die von Rechts wegen einzuhalten sind.[204]

3. Die sakralen Gefäße

117. Die sakralen Gefäße, die zur Aufnahme des Leibes und Blutes des Herrn bestimmt sind, müssen streng gemäß der Norm der Tradition und der liturgischen Bücher hergestellt werden.[205] Den Bischofskonferenzen ist die Befugnis gegeben, darüber zu entscheiden, ob es angebracht ist, daß die sakralen Gefäße auch aus anderen festen Materialien angefertigt werden. Diese Entscheidung bedarf der Rekognoszierung durch den Apostolischen Stuhl. Es wird jedoch streng erfordert, daß diese Materialien gemäß dem allgemeinen Empfinden des jeweiligen Gebietes wirklich edel sind,[206] so daß durch ihre Verwendung dem Herrn Ehre erwiesen und gegenüber den Gläubigen jede Gefahr vermieden wird, die Lehre über die wirkliche Gegenwart Christi in den eucharistischen Gestalten abzuschwächen. Daher ist jedweder Brauch zu verwerfen, zur Meßfeier gewöhnliche Gefäße, Gefäße mit schlechter Qualität, Gefäße ohne jeden künstlerischen Wert, einfache Körbe oder andere Gefäße aus Glas, Ton, Lehm oder anderen leicht zerbrechlichen Materialien zu verwenden. Dies gilt auch für Metalle und andere Materialien, die leicht unbrauchbar werden.[207]

118. Bevor die sakralen Gefäße in Gebrauch kommen, müssen sie gemäß den in den liturgischen Büchern vorgeschriebenen Riten von einem Priester gesegnet werden.[208] Sehr zu begrüßen ist die Segnung durch den Diözesanbischof, der beurteilen wird, ob sich die Gefäße für den Gebrauch eignen, zu dem sie bestimmt sind.

119. Nach der Kommunionausteilung kehrt der Priester zum Altar zurück, reinigt am Altar oder am Kredenztisch über dem Kelch die Patene oder die Hostienschale, reinigt dann den Kelch gemäß den Vorschriften des Meßbuches und trocknet ihn mit dem Kelchtüchlein. Wenn ein Diakon anwesend ist, kehrt er mit dem Priester zum Altar zurück und reinigt die Gefäße. Es ist aber erlaubt, daß der Priester oder der Diakon die zu reinigenden Gefäße, vor allem wenn es viele sind, auf dem Altar oder dem Kredenztisch, angemessen bedeckt, auf einem Korporale stehen läßt und sofort nach der Messe, nachdem das Volk entlassen wurde, reinigt. Auch der rechtmäßig beauftragte Akolyth hilft dem Priester oder dem Diakon beim Reinigen und Zusammenstellen der sakralen Gefäße am Altar oder am Kredenztisch. Wenn kein Diakon anwesend ist, bringt der rechtmäßig beauftragte Akolyth die sakralen Gefäße zum Kredenztisch, wo er sie auf gewohnte Weise reinigt, trocknet und zusammenstellt.[209]

120. Die Hirten sollen dafür Sorge tragen, daß die Altartücher, besonders jene, auf die die heiligen Gestalten gelegt werden, immer sauber bleiben und gemäß überliefertem Brauch häufig gewaschen werden. Es ist zu begrüßen, daß das Wasser der ersten Reinigung, die mit der Hand vorzunehmen ist, in das Sacrarium der Kirche oder an einen geziemenden Ort auf die Erde gegossen wird. Danach kann auf gewohnte Weise eine weitere Säuberung vorgenommen werden.

4. Die liturgischen Gewänder

121. «Die verschiedenen Farben der sakralen Gewänder sollen den besonderen Charakter der jeweils gefeierten Glaubensmysterien und den Weg des christlichen Lebens im Verlauf des liturgischen Jahres auch äußerlich wirksam verdeutlichen».[210] Die Verschiedenheit «der Dienste wird in der Feier der Eucharistie äußerlich durch verschiedene sakrale Gewänder verdeutlicht». Diese sakralen Gewänder «sollen zugleich den festlichen Charakter der heiligen Handlung hervorheben».[211]

122. «Die Albe ist mit einem Zingulum an die Hüften zu binden, es sei denn, sie ist so angefertigt, daß sie auch ohne Zingulum am Körper sitzt. Bevor die Albe angezogen wird, soll man, falls sie das gewöhnliche Gewand am Hals nicht bedeckt, ein Schultertuch verwenden».[212]

123. «Zur Messe und zu anderen heiligen Handlungen, die unmittelbar mit der Messe verbunden sind, ist das Meßgewand (Kasel), das über Albe und Stola zu tragen ist, das dem zelebrierenden Priester eigene Gewand, sofern nichts anderes vorgesehen ist».[213] Der Priester, der das Meßgewand den Rubriken entsprechend anzieht, soll es auch nicht unterlassen, die Stola zu tragen. Alle Ordinarien haben darauf zu achten, daß jede gegenteilige Gewohnheit beseitigt wird.

124. Im Römischen Meßbuch wird die Befugnis gegeben, daß die konzelebrierenden Priester mit Ausnahme des Hauptzelebranten, der immer das Meßgewand in der vorgeschriebenen Farbe tragen soll, aus einem gerechten Grund, wie zum Beispiel eine größere Zahl von Konzelebranten oder das Fehlen von Paramenten, das Meßgewand weglassen und «über der Albe die Stola tragen».[214] Wo man eine Situation dieser Art voraussehen kann, soll man ihr jedoch soweit wie möglich zuvorkommen. Außer dem Hauptzelebranten können die Konzelebranten zur Not auch ein weißes Meßgewand anziehen. Im Übrigen sind die Normen der liturgischen Bücher einzuhalten.

125. Das dem Diakon eigene Gewand ist die Dalmatik, die über Albe und Stola zu tragen ist. Damit eine schöne Tradition der Kirche bewahrt wird, ist es zu begrüßen, daß von der Befugnis, die Dalmatik wegzulassen, kein Gebrauch gemacht wird.[215]

126. Zu verwerfen ist der Mißbrauch, daß geistliche Amtsträger entgegen den Vorschriften der liturgischen Bücher die heilige Messe, auch wenn nur ein Amtsträger daran teilnimmt, ohne sakrale Gewänder feiern oder nur die Stola über der monastischen Kukulle oder dem allgemeinen Ordensgewand oder der gewöhnlichen Kleidung tragen.[216] Die Ordinarien haben dafür Sorge zu tragen, daß Mißbräuche dieser Art so schnell wie möglich korrigiert werden und in allen Kirchen und Oratorien ihres Jurisdiktionsbereiches eine angemessene Anzahl liturgischer Gewänder, die gemäß den Normen hergestellt sind, vorhanden ist.

127. In den liturgischen Büchern wird die besondere Befugnis gegeben, an den höchsten Feiertagen besonders festliche und prunkvolle sakrale Gewänder zu verwenden, auch wenn sie nicht der Tagesfarbe entsprechen.[217] Diese Befugnis, die sich auf Gewänder bezieht, welche vor vielen Jahren hergestellt wurden und zum Gut der Kirche gehören, das bewahrt werden muß, wird aber in unangebrachter Weise auf neue Gewohnheiten ausgeweitet, so daß die überlieferten Bräuche abgelegt werden, Formen und Farben nach eigenem Geschmack zur Anwendung kommen und der Sinn dieser Norm zum Schaden der Tradition entstellt wird. Wenn es angebracht ist, können an einem Festtag goldene oder silberne sakrale Gewänder jene mit einer anderen Farbe ersetzen, nicht aber solche, die violett oder schwarz sind.

128. Die heilige Messe und andere liturgische Feiern, die eine Handlung Christi und des hierarchisch verfaßten Gottesvolkes sind, sollen so gestaltet sein, daß die geistlichen Amtsträger und die gläubigen Laien deutlich gemäß ihrem jeweiligen Stand daran teilnehmen können. Es ist daher vorzuziehen, daß «die Priester, die an der Eucharistiefeier teilnehmen und nicht aus einem gerechten Grund entschuldigt sind, gewöhnlich die ihrem Weihegrad entsprechende Aufgabe wahrnehmen und folglich, mit sakralen Gewändern bekleidet, als Konzelebranten teilnehmen. Andernfalls sollen sie die eigene Chorkleidung oder den Chorrock über dem Talar tragen».[218] Von begründeten Ausnahmen abgesehen, ist es nicht angebracht, daß sie äußerlich wie gläubige Laien an der Messe teilnehmen.

Kapitel VI

Die Aufbewahrung der heiligsten Eucharistie und ihre Verehrung außerhalb der Messe

1. Die Aufbewahrung der heiligsten Eucharistie

129. «Die Feier der Eucharistie im Meßopfer ist in Wahrheit Ursprung und Ziel der Verehrung, die dem Altarsakrament außerhalb der Messe erwiesen wird. Die eucharistischen Gestalten werden nach der Messe vor allem deshalb aufbewahrt, damit die Gläubigen, die der Messe nicht beiwohnen können, besonders die Kranken und die Betagten, durch die sakramentale Kommunion mit Christus und seinem Opfer, das in der Messe dargebracht wird, vereinigt werden».[219] Diese Aufbewahrung gestattet außerdem auch den Brauch, dieses so große Sakrament zu verehren und ihm jenen Kult der Anbetung zu erweisen, der Gott gebührt. Daher sollen bestimmte Formen der Anbetung nicht nur privater, sondern auch öffentlicher und gemeinschaftlicher Art, die von der Kirche eingeführt oder approbiert worden sind, sehr gefördert werden.[220]

130. «Entsprechend den Gegebenheiten des Kirchenraumes und den rechtmäßigen örtlichen Gewohnheiten soll das heiligste Sakrament in einem Tabernakel aufbewahrt werden, und zwar an einem ehrenvollen, hervorragenden, gut sichtbaren und kunstvoll ausgestatteten Platz der Kirche», der auch wegen der Ruhe am Ort, wegen des Raumes vor dem Tabernakel und wegen der vorhandenen Kniebänke oder Sitze und Knieschemel «zum Gebet geeignet»[221] ist. Ferner sollen alle Vorschriften der liturgischen Bücher und die Normen des Rechts sorgfältig beachtet werden,[222] besonders um die Gefahr der Profanierung zu vermeiden. [223]

131. Über die Vorschriften von can. 934 § 1 hinaus ist es verboten, das heiligste Sakrament an einem Ort aufzubewahren, der nicht der sicheren Autorität des Diözesanbischofs unterstellt ist oder wo die Gefahr der Profanierung besteht. Ist dies der Fall, muß der Diözesanbischof die bereits gewährte Befugnis zur Aufbewahrung der Eucharistie sofort widerrufen.[224]

132. Niemand darf die heiligste Eucharistie entgegen der Rechtsnorm nach Hause oder an einen anderen Ort mitnehmen. Außerdem muß man sich vor Augen halten, daß das Entwenden oder Zurückbehalten zu sakrilegischem Zweck oder das Wegwerfen der konsekrierten Gestalten zu den graviora delicta gehören; es ist der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehalten, davon loszusprechen.[225]

133. Ein Priester oder ein Diakon oder ein außerordentlicher Spender, der bei Abwesenheit oder Verhinderung des ordentlichen Amtsträgers die heiligste Eucharistie zu einem Kranken für die Kommunionspendung bringt, soll von dem Ort, an dem das Sakrament aufbewahrt wird, auf möglichst direktem Weg zur Wohnung des Kranken gehen und von allen profanen Aufgaben absehen, damit jede Gefahr der Profanierung vermieden und dem Leib Christi die größtmögliche Ehrfurcht erwiesen wird. Außerdem ist immer der Ritus der Krankenkommunion zu befolgen, wie er im Römischen Rituale vorgeschrieben wird.[226]

2. Einige Formen der Verehrung der heiligsten Eucharistie außerhalb der Messe

134. «Der Kult, welcher der Eucharistie außerhalb der Messe erwiesen wird, hat einen unschätzbaren Wert im Leben der Kirche. Dieser Kult ist eng mit der Feier des eucharistischen Opfers verbunden».[227] Die öffentliche und private Verehrung der heiligsten Eucharistie auch außerhalb der Messe soll deshalb mit Nachdruck gefördert werden, damit von den Gläubigen der Kult der Anbetung Christus erwiesen wird, der wahrhaft und wirklich gegenwärtig ist,[228] der der «Hohepriester der künftigen Güter»[229] und der Erlöser der ganzen Welt ist. «Es obliegt den Hirten, zur Pflege des eucharistischen Kultes zu ermutigen, auch durch ihr persönliches Zeugnis, insbesondere zur Aussetzung des Allerheiligsten sowie zum anbetenden Verweilen vor Christus, der unter den eucharistischen Gestalten gegenwärtig ist».[230]

135. Die Gläubigen «sollen [...] es nicht unterlassen, das heiligste Sakrament [...] tagsüber zu besuchen; ein solcher Besuch ist ein Beweis der Dankbarkeit und ein Zeichen der Liebe wie der schuldigen Verehrung gegenüber Christus dem Herrn, der hier gegenwärtig ist».[231] Die Betrachtung Jesu, der im heiligsten Sakrament zugegen ist, vereinigt den Gläubigen nämlich, weil es sich um eine Begierdekommunion handelt, mit Christus, wie aus dem Beispiel so vieler Heiliger aufleuchtet.[232] «Wenn kein schwerwiegender Grund dem entgegensteht, ist eine Kirche, in der die heiligste Eucharistie aufbewahrt wird, täglich wenigstens einige Stunden für die Gläubigen offenzuhalten, damit sie vor dem heiligsten Sakrament dem Gebet obliegen können».[233]

136. Der Ordinarius soll die kürzere oder längere oder ständige eucharistische Anbetung, zu der das Volk zusammenkommt, nachdrücklich empfehlen. In den letzten Jahren findet nämlich an so «vielen Orten [...] die Anbetung des heiligsten Sakramentes täglich einen weiten Raum und wird so zu einer unerschöpflichen Quelle der Heiligkeit», obwohl es auch Orte gibt, «an denen der Kult der eucharistischen Anbetung fast völlig aufgegeben wurde».[234]

137. Die Aussetzung der heiligsten Eucharistie soll immer gemäß den Vorschriften der liturgischen Bücher erfolgen.[235] Vor dem aufbewahrten oder ausgesetzten Allerheiligsten soll auch das Rosenkranzgebet nicht ausgeschlossen werden, das wunderbar ist «in seiner Schlichtheit und seiner Tiefe».[236] Vor allem wenn eine Aussetzung erfolgt, soll jedoch die Besonderheit dieses Gebetes als Betrachtung der Mysterien des Lebens Christi, des Erlösers, und des Heilsplanes des allmächtigen Vaters, besonders unter Heranziehung von Lesungen aus der Heiligen Schrift, ins Licht gestellt werden.[237]

138. Das heiligste Sakrament darf jedoch niemals, auch nicht für ganz kurze Zeit, ohne hinreichende Gebetswache ausgesetzt bleiben. Es sollen deshalb gemäß den festgesetzten Zeiten immer einige Christgläubige, wenigstens abwechselnd, anwesend sein.

139. Wo der Diözesanbischof geistliche Amtsträger oder andere Personen hat, die dazu beauftragt werden können, ist es das Recht der Gläubigen, das heiligste Sakrament der Eucharistie häufig zur Anbetung zu besuchen und wenigstens einige Male im Laufe eines jeden Jahres an einer Anbetung vor der ausgesetzten heiligsten Eucharistie teilzunehmen.

140. Es ist sehr zu empfehlen, daß der Diözesanbischof in den Städten oder wenigstens in den größeren Gemeinden ein Kirchengebäude zur ewigen Anbetung bestimmt, in dem aber häufig, wenn möglich auch täglich die heilige Messe gefeiert wird; die Aussetzung ist während der Meßfeier unbedingt zu unterbrechen.[238] Es ist angemessen, daß bei der Messe, die der Anbetungszeit unmittelbar vorausgeht, die Hostie für die Aussetzung konsekriert und nach der Kommunion in die Monstranz über dem Altar gesetzt wird.[239]

141. Der Diözesanbischof soll das Recht der Christgläubigen anerkennen und nach Möglichkeit fördern, Bruderschaften oder Vereinigungen zur - auch ständigen - Anbetung zu bilden. Sooft Vereinigungen dieser Art internationalen Charakter haben, obliegt es der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, sie zu errichten oder ihre Statuten zu approbieren.[240]

3. Eucharistische Prozessionen und Kongresse

142. «Dem Diözesanbischof kommt es zu, Ordnungen für die Prozessionen zu erlassen; durch diese ist für die Teilnahme an ihnen und ihre würdige Durchführung Vorsorge zu treffen»[241] und die Anbetung der Gläubigen zu fördern.

143. «Wo es nach dem Urteil des Diözesanbischofs möglich ist, soll zum öffentlichen Zeugnis der Verehrung gegenüber der heiligsten Eucharistie, vor allem am Hochfest Fronleichnam, eine Prozession stattfinden, die durch die öffentlichen Straßen führt»,[242] weil «die andächtige Teilnahme der Gläubigen an der eucharistischen Prozession am Hochfest des Leibes und Blutes Christi [...] eine Gnade des Herrn» ist, «welche die teilnehmenden Gläubigen jedes Jahr mit Freude erfüllt».[243]

144. Obwohl dies an einigen Orten nicht möglich ist, soll die Tradition der Abhaltung eucharistischer Prozessionen dennoch nicht aufhören. Es sollen vielmehr neue Möglichkeiten gesucht werden, sie gemäß den heutigen Umständen durchzuführen, wie zum Beispiel an Wallfahrtsorten, auf Grundstücken, die der Kirche gehören, oder, mit Zustimmung der zivilen Autorität, in öffentlichen Gärten.

145. Sehr geschätzt werden soll der pastorale Nutzen eucharistischer Kongresse, die «wahrhafte Zeichen des Glaubens und der Liebe»[244] sein müssen. Sie sollen gemäß den Vorschriften sorgfältig vorbereitet und durchgeführt werden,[245] damit die Christgläubigen die heiligen Mysterien des Leibes und Blutes des Sohnes Gottes würdig verehren und die Frucht der Erlösung immerfort in sich verspüren.[246]

Kapitel VII

Die außerordentlichen Aufgaben der gläubigen Laien

146. Das amtliche Priestertum kann in keiner Weise ersetzt werden. Wenn nämlich eine Gemeinschaft keinen Priester hat, fehlt ihr der Dienst der sakramentalen Funktion Christi, des Hauptes und Hirten, der wesentlich zum Leben der Gemeinschaft gehört.[247] Denn «Zelebrant, der in persona Christi das Sakrament der Eucharistie zu vollziehen vermag, ist nur der gültig geweihte Priester».[248]

147. Wo es aber eine Notlage der Kirche erfordert, können, falls geistliche Amtsträger fehlen, christgläubige Laien nach Maßgabe des Rechts gewisse liturgische Aufgaben erfüllen.[249] Diese Gläubigen werden gerufen und beauftragt, bestimmte Aufgaben von größerer oder kleinerer Bedeutung, gestärkt durch die Gnade des Herrn, zu verrichten. Schon viele christgläubige Laien haben diesen Dienst hingebungsvoll erfüllt und erfüllen ihn weiterhin, vor allem in den Missionsgebieten, dort wo die Kirche noch wenig verwurzelt ist oder wo sie sich in Situationen der Verfolgung befindet,[250] aber auch in anderen Gebieten, die vom Mangel an Priestern und Diakonen betroffen sind.

148. Von besonderer Bedeutung ist die Einrichtung der Katechisten, die mit großem Einsatz einen einzigartigen und unbedingt notwendigen Beitrag zur Ausbreitung des Glaubens und der Kirche geleistet haben und leisten.[251]

149. In einigen Diözesen antiker Evangelisierung sind in jüngster Zeit christgläubige Laien zu sogenannten «Pastoralassistenten» beauftragt worden, unter denen sehr viele zweifellos dem Wohl der Kirche dienen, indem sie die pastorale Tätigkeit des Bischofs, der Priester und der Diakone unterstützen. Man soll sich jedoch davor hüten, das Profil dieser Aufgabe zu sehr der Gestalt des pastoralen Dienstes der Kleriker anzugleichen. Es ist deshalb dafür Sorge zu tragen, daß die «Pastoralassistenten» sich nicht die Aufgaben aneignen, die zum eigentlichen Dienst der geistlichen Amtsträger gehören.

150. Die Tätigkeit des Pastoralassistenten soll darauf ausgerichtet sein, den Dienst der Priester und der Diakone zu unterstützen, Berufungen zum Priestertum und zum Diakonat zu wecken und die christgläubigen Laien nach Maßgabe des Rechts in jeder Gemeinschaft auf die vielfältigen liturgischen Aufgaben gemäß der Vielfalt der Charismen gewissenhaft vorzubereiten.

151. Nur im Fall einer echten Notlage darf in der Feier der Liturgie auf die Hilfe außerordentlicher Diener zurückgegriffen werden. Diese Hilfe ist nämlich nicht vorgesehen, um eine vollere Teilnahme der Laien zu gewähren, sondern sie ist von ihrem Wesen her eine ergänzende und vorläufige Hilfe.[252] Wo man also wegen einer Notlage auf die Aufgaben außerordentlicher Diener zurückgreift, soll man die besonderen, beharrlichen Bitten vermehren, daß der Herr bald einen Priester zum Dienst in der Gemeinde sende und reichlich Berufungen zu den heiligen Weihen wecke.[253]

152. Diese nur ergänzenden Aufgaben dürfen aber nicht zum Anlaß einer Verfälschung des priesterlichen Dienstamtes werden, so daß die Priester die heilige Messe für das ihnen anvertraute Volk, den Einsatz für die Kranken und die Sorge, Kinder zu taufen, den Eheschließungen zu assistieren und christliche Beerdigungen zu halten, vernachlässigen; diese Aufgaben kommen nämlich in erster Linie den Priestern zu, denen die Diakone helfen. Daher darf es nicht geschehen, daß die Priester in den Pfarreien unterschiedslos die Aufgaben im pastoralen Dienst mit Diakonen oder Laien austauschen und so die Eigentümlichkeit jedes einzelnen durcheinanderbringen.

153. Außerdem ist es den Laien nicht erlaubt, Aufgaben oder Gewänder des Diakons oder des Priesters oder andere diesen ähnliche Gewänder zu übernehmen.

1. Der außerordentliche Spender der heiligen Kommunion

154. «Zelebrant, der in persona Christi das Sakrament der Eucharistie zu vollziehen vermag, ist», wie schon erwähnt, «nur der gültig geweihte Priester».[254] Daher kommt die Bezeichnung «Diener der Eucharistie» im eigentlichen Sinn nur dem Priester zu. Aufgrund der heiligen Weihe sind Bischof, Priester und Diakon die ordentlichen Spender der heiligen Kommunion,[255] denen es deshalb zukommt, bei der Feier der heiligen Messe den christgläubigen Laien die Kommunion auszuteilen. So soll ihr Dienstamt in der Kirche richtig und voll zum Ausdruck gebracht werden und das sakramentale Zeichen seine Erfüllung finden.

155. Über die ordentlichen Amtsträger hinaus gibt es den rechtmäßig beauftragten Akolythen, der kraft seiner Beauftragung außerordentlicher Spender der heiligen Kommunion auch außerhalb der Meßfeier ist. Wenn es ferner echte Notsituationen erfordern, kann nach Maßgabe des Rechts[256] vom Diözesanbischof auch ein anderer christgläubiger Laie ad actum oder ad tempus als außerordentlicher Spender beauftragt werden; dazu ist die für diesen Fall vorgesehene Segensformel anzuwenden. Dieser Akt der Beauftragung hat aber nicht notwendig eine liturgische Gestalt, und wenn er eine solche hat, darf er in keiner Weise der heiligen Weihe angeglichen werden. Nur in besonderen, unvorhergesehenen Fällen kann eine Erlaubnis ad actum vom Priester gewährt werden, der der Eucharistiefeier vorsteht.[257]

156. Diese Aufgabe ist streng im Sinn ihrer Bezeichnung zu verstehen, es geht also um außerordentliche Spender der heiligen Kommunion, nicht aber um «besondere Spender der heiligen Kommunion» oder um «außerordentliche Diener der Eucharistie» oder um «besondere Diener der Eucharistie»; durch solche Bezeichnungen wird ihre Bedeutung in ungebührlicher und falscher Weise ausgeweitet.

157. Wenn gewöhnlich eine Anzahl geistlicher Amtsträger anwesend ist, die auch für die Austeilung der heiligen Kommunion ausreicht, können keine außerordentlichen Spender der heiligen Kommunion beauftragt werden. In Situationen dieser Art dürfen jene, die zu einem solchen Dienst beauftragt worden sind, ihn nicht ausüben. Zu verwerfen ist das Verhalten jener Priester, die an der Zelebration teilnehmen, sich aber nicht an der Kommunionausteilung beteiligen und diese Aufgabe den Laien überlassen.[258]

158. Der außerordentliche Spender der heiligen Kommunion darf die Kommunion nur dann austeilen, wenn Priester oder Diakon fehlen, wenn der Priester durch Krankheit, wegen fortgeschrittenen Alters oder aus einem anderen ernsten Grund verhindert ist, oder wenn die Gläubigen, die zur Kommunion hinzutreten, so zahlreich sind, daß sich die Meßfeier allzusehr in die Länge ziehen würde.[259] Dies muß aber so verstanden werden, daß eine gemäß den örtlichen Gewohnheiten und Bräuchen kurze Verlängerung ein völlig unzureichender Grund ist.

159. Einem außerordentlichen Spender der heiligen Kommunion ist es niemals erlaubt, jemand anderen zur Spendung der Eucharistie zu beauftragen, wie zum Beispiel einen Elternteil, den Ehepartner oder das Kind eines Kranken, der kommunizieren möchte.

160. Der Diözesanbischof soll die Praxis der letzten Jahre in dieser Sache von neuem überdenken und gegebenenfalls korrigieren oder genauer festlegen. Wo aus einer echten Notlage heraus viele solche außerordentliche Spender beauftragt werden, hat der Diözesanbischof besondere Normen zu erlassen, mit denen er unter Berücksichtigung der Tradition der Kirche über die Ausübung dieser Aufgabe nach Maßgabe des Rechts Anordnungen trifft.

2. Die Predigt

161. Wie schon gesagt, ist die Homilie innerhalb der Messe wegen ihrer Bedeutung und Eigenart dem Priester oder Diakon vorbehalten.[260] Was andere Formen der Predigt betrifft, können christgläubige Laien, wenn es aufgrund einer Notlage in bestimmten Umständen erforderlich oder in besonderen Fällen nützlich ist, nach Maßgabe des Rechts zur Predigt in einer Kirche oder in einem Oratorium außerhalb der Messe zugelassen werden.[261] Dies darf aber nur geschehen aufgrund eines Mangels an geistlichen Amtsträgern in bestimmten Gebieten und um diese ersatzweise zu vertreten; man kann aber nicht einen absoluten Ausnahmefall zur Regel machen und man darf dies nicht als authentische Förderung der Laien verstehen.[262] Zudem sollen alle bedenken, daß die Befugnis, dies zu erlauben, und zwar immer ad actum, den Ortsordinarien zukommt, nicht aber anderen, auch nicht den Priestern oder den Diakonen.

3. Besondere Feiern, die bei Abwesenheit des Priesters stattfinden

162. An dem Tag, der «Sonntag» genannt wird, kommt die Kirche in Treue zusammen, um vor allem durch die Meßfeier der Auferstehung des Herrn und des ganzen Ostermysteriums zu gedenken.[263] Tatsächlich wird «die christliche Gemeinde [...] nur auferbaut, wenn sie Wurzel und Angelpunkt in der Feier der heiligsten Eucharistie hat».[264] Das christliche Volk hat darum das Recht, daß am Sonntag, an gebotenen Feiertagen und an anderen höheren Festtagen sowie nach Möglichkeit auch täglich zu seinem Nutzen die Eucharistie gefeiert wird. Wo am Sonntag in einer Pfarrkirche oder in einer anderen Gemeinde von Christgläubigen die Meßfeier nur schwer möglich ist, soll der Diözesanbischof zusammen mit seinem Presbyterium über geeignete Abhilfen nachdenken.[265] Die wichtigsten Lösungen werden darin bestehen, daß andere Priester zu diesem Zweck herbeigerufen werden oder die Gläubigen eine in der Nachbarschaft gelegene Kirche aufsuchen, um dort an der Feier der Eucharistie teilzunehmen.[266]

163. Alle Priester, denen das Priestertum und die Eucharistie «für» die anderen anvertraut wurde,[267] sollen daran denken, daß es ihre Pflicht ist, allen Gläubigen die Möglichkeit zu bieten, dem Gebot der Teilnahme an der Sonntagsmesse nachzukommen.[268] Die gläubigen Laien haben ihrerseits das Recht, daß kein Priester, außer es ist wirklich nicht möglich, sich jemals weigert, die Messe für das Volk zu feiern oder sie von einem anderen feiern zu lassen, wenn das Gebot, am Sonntag und an den anderen festgesetzten Tagen an der Messe teilzunehmen, anders nicht erfüllt werden kann.

164. «Wenn wegen Fehlens eines geistlichen Amtsträgers oder aus einem anderen schwerwiegenden Grund die Teilnahme an einer Eucharistiefeier unmöglich ist»,[269] hat das christliche Volk das Recht, daß der Diözesanbischof nach Möglichkeit für die Abhaltung einer bestimmten Feier für diese Gemeinde am Sonntag unter seiner Autorität und gemäß den Vorschriften der Kirche sorgt. Sonntägliche Feiern dieser Art sind aber immer als ganz und gar außerordentlich zu betrachten. Daher sollen alle, sowohl die Diakone wie auch die christgläubigen Laien, denen vom Diözesanbischof eine Aufgabe in solchen Feiern zugewiesen wird, dafür Sorge tragen, «daß in der Gemeinde ein wahrer “Hunger” nach der Eucharistie lebendig bleibt. Dieser “Hunger” soll dazu führen, keine Gelegenheit zur Meßfeier zu versäumen und auch die gelegentliche Anwesenheit eines Priesters zu nützen, der vom Kirchenrecht nicht an der Meßfeier gehindert ist».[270]

165. Jede Verwechslung von Versammlungen dieser Art mit der Eucharistiefeier ist sorgfältig zu vermeiden.[271] Die Diözesanbischöfe sollen daher klug prüfen, ob bei solchen Zusammenkünften die heilige Kommunion ausgeteilt werden soll. Es ist angemessen, daß die Sache zum Zweck einer eingehenderen Regelung von der Bischofskonferenz behandelt wird, um zu einer Regelung in der Praxis zu kommen, die vom Apostolischen Stuhl durch die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung rekognosziert werden muß. Außerdem wird es bei Fehlen eines Priesters und eines Diakons vorzuziehen sein, daß die verschiedenen Teile unter mehreren Gläubigen aufgeteilt werden und nicht ein einziger gläubiger Laie die ganze Feier leitet. In keinem Fall ist es angebracht, von einem gläubigen Laien zu sagen, daß er der Feier «vorsteht».

166. Ebenso soll der Diözesanbischof, der allein für die Sache zuständig ist, nicht leichtfertig erlauben, daß Feiern dieser Art, vor allem wenn in ihnen auch die heilige Kommunion ausgeteilt wird, an Wochentagen stattfinden, besonders an Orten, wo die Messe am vorausgehenden Sonntag gefeiert werden konnte oder am nachfolgenden Sonntag gefeiert werden kann. Die Priester werden dringend gebeten, nach Möglichkeit täglich die heilige Messe in einer der ihnen anvertrauten Kirchen für das Volk zu feiern.

167. «Es ist auch nicht gestattet, die sonntägliche heilige Messe durch ökumenische Wortgottesdienste, durch gemeinsame Gebetstreffen mit Christen, die den [...] kirchlichen Gemeinschaften angehören, oder durch die Teilnahme an ihren liturgischen Feiern zu ersetzen».[272] Falls der Diözesanbischof in einer drängenden Notlage die Teilnahme von Katholiken ad actum erlaubt, müssen die Hirten dafür Sorge tragen, daß bei den katholischen Gläubigen keine Verwirrung bezüglich der Notwendigkeit entsteht, auch unter solchen Umständen zu einer anderen Tageszeit an einer Messe teilzunehmen, wie es geboten ist.[273]

4. Die aus dem Klerikerstand Entlassenen

168. Einem «Kleriker, der nach Maßgabe des Rechts den klerikalen Stand verliert, [...] ist verboten, die Weihegewalt auszuüben».[274] Daher ist es ihm, mit Ausnahme nur des im Recht festgelegten Falles,[275] unter keinem Vorwand erlaubt, Sakramente zu feiern, und den Christgläubigen ist es nicht gestattet, wegen einer Zelebration auf ihn zurückzukommen, wenn kein gerechter Grund vorliegt, der dies gemäß der Norm von can. 1335 erlaubt.[276] Außerdem dürfen diese Männer weder die Homilie halten[277] noch irgendein Amt oder irgendeine Aufgabe in der Feier der heiligen Liturgie übernehmen, damit unter den Christgläubigen keine Verwirrung entsteht und die Wahrheit nicht verdunkelt wird.

Kapitel VIII

Die Abhilfen

169. Wo in der Feier der heiligen Liturgie ein Mißbrauch begangen wird, handelt es sich um eine wirkliche Verfälschung der katholischen Liturgie. Schon der heilige Thomas hat geschrieben: «In das Laster der Falschheit fällt, wer seitens der Kirche Gott Verehrung erweist entgegen der von der Kirche kraft göttlicher Autorität festgesetzten und in der Kirche üblichen Art».[278]

170. Um solchen Mißbräuchen abzuhelfen, ist «die dringendste Aufgabe [...] die biblische und liturgische Bildung des Volkes Gottes, der Hirten und der Gläubigen»,[279] so daß der Glaube und die Ordnung der Kirche bezüglich der heiligen Liturgie richtig dargestellt und verstanden werden. Wo die Mißbräuche dennoch weiterbestehen, muß zum Schutz des geistlichen Gutes und der Rechte der Kirche nach Maßgabe des Rechts unter Anwendung aller rechtmäßigen Mittel vorgegangen werden.

171. Unter den verschiedenen Mißbräuchen ragen jene hervor, die objektiv graviora delicta bzw. schwerwiegende Angelegenheiten darstellen, sowie andere Missbräuche, die ebenso gewissenhaft zu vermeiden und zu korrigieren sind. In Anbetracht aller Aspekte, die vor allem in Kapitel I dieser Instruktion behandelt werden, sind folgende Dinge sorgfältig zu beachten.

1. Graviora Delicta

172. Die graviora delicta gegen die Heiligkeit des hochheiligen Opfers und Sakramentes der Eucharistie sind gemäß den «Normen über die graviora delicta, die der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehalten sind»,[280] zu behandeln. Diese sind:

a) Das Entwenden oder Zurückbehalten der eucharistischen Gestalten in sakrilegischer Absicht oder das Wegwerfen derselben;[281]

b) Der Versuch oder die Vortäuschung der liturgischen Handlung des eucharistischen Opfers;[282]

c) Die verbotene Konzelebration des eucharistischen Opfers zusammen mit Dienern kirchlicher Gemeinschaften, die nicht in der apostolischen Sukzession stehen und die sakramentale Würde der Priesterweihe nicht anerkennen;[283]

d) Die Konsekration der einen Gestalt ohne die andere in der Eucharistiefeier in sakrilegischer Absicht oder auch von beiden Gestalten außerhalb der Eucharistiefeier.[284]

2. Die schwerwiegenden Angelegenheiten

173. Auch wenn das Urteil über die Schwere einer Sache gemäß der allgemeinen Lehre der Kirche und der von ihr festgesetzten Normen zu treffen ist, sind zu den schwerwiegenden Angelegenheiten objektiv immer jene zu rechnen, die die Gültigkeit und die Würde der heiligsten Eucharistie in Gefahr bringen, die also gegen die Regelungen verstoßen, die oben in den Nummern 48-52, 56, 76-77, 79, 91-92, 94, 96, 101-102, 104, 106, 109, 111, 115, 117, 126, 131-133, 138, 153 und 168 erläutert worden sind. Außerdem sind die anderen Vorschriften des Kodex des kanonischen Rechtes zu beachten, besonders die Vorschriften der Canones 1364, 1369, 1373, 1376, 1380, 1384, 1385, 1386 und 1398.

3. Die anderen Missbräuche

174. Darüber hinaus sind jene Handlungen, die gegen andere Normen verstoßen, die an anderen Stellen dieser Instruktion oder in den vom Recht festgesetzten Normen behandelt werden, nicht als geringfügig einzustufen, sondern zu den anderen Mißbräuchen zu rechnen, die gewissenhaft vermieden und korrigiert werden müssen.

175. Es ist klar, daß diese Instruktion nicht auf alle Verstöße gegen die Kirche und ihre Ordnung eingeht, die in den Canones, in den liturgischen Gesetzen und in den anderen Normen der Kirche in Übereinstimmung mit den Äußerungen des Lehramtes und der gesunden Tradition festgelegt sind. Wo irgendein Vergehen begangen wird, muß es nach Maßgabe des Rechts korrigiert werden.

4. Der Diözesanbischof

176. Da der Diözesanbischof «der vornehmliche Ausspender der Mysterien Gottes ist, hat er ständig darauf hinzuarbeiten, daß die seiner Sorge anvertrauten Gläubigen durch die Feier der Sakramente in der Gnade wachsen und so das österliche Mysterium erkennen und leben».[285] Ihm kommt es zu, «innerhalb der Grenzen seiner Zuständigkeit Normen für den Bereich der Liturgie zu erlassen, an die alle gebunden sind».[286]

177. «Da er die Einheit der Gesamtkirche wahren muß, ist der Bischof gehalten, die gemeinsame Ordnung der ganzen Kirche zu fördern und deshalb auf die Befolgung aller kirchlichen Gesetze zu drängen. Er hat darauf zu achten, daß sich kein Mißbrauch in die kirchliche Ordnung einschleicht, vor allem in Bezug auf den Dienst am Wort, die Feier der Sakramente und Sakramentalien, die Verehrung Gottes und der Heiligen».[287]

178. Sooft daher der Ordinarius des Ortes oder eines Ordensinstituts oder einer Gesellschaft des apostolischen Lebens auch nur von der Wahrscheinlichkeit einer Straftat oder eines Mißbrauchs bezüglich der heiligsten Eucharistie erfährt, muß er entweder selbst oder durch einen anderen geeigneten Kleriker behutsam den Tatbestand, die Umstände und die Anrechenbarkeit untersuchen.

179. Die Straftaten gegen den Glauben und die bei der Feier der Eucharistie und der anderen Sakramente begangenen graviora delicta sind unverzüglich der Kongregation für die Glaubenslehre zur Kenntnis zu bringen, die sie «untersucht und, wo nötig, nach Maßgabe des allgemeinen oder des Eigenrechts zur Feststellung oder Verhängung der kanonischen Strafen schreitet».[288]

180. Andernfalls soll der Ordinarius nach Maßgabe der heiligen Canones vorgehen, gegebenenfalls die kanonischen Strafen anwenden und sich besonders die Vorschrift von can. 1326 vor Augen halten. Handelt es sich um schwerwiegende Angelegenheiten, soll er die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung benachrichtigen.

5. Der Apostolische Stuhl

181. Sooft die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung auch nur von der Wahrscheinlichkeit einer Straftat oder eines Mißbrauchs bezüglich der heiligsten Eucharistie erfährt, benachrichtigt sie den Ordinarius, damit er die Sache untersuche. Wo es um eine schwerwiegende Angelegenheit geht, soll der Ordinarius demselben Dikasterium so bald wie möglich ein Exemplar der Akten bezüglich der Untersuchung und gegebenenfalls der verhängten Strafe übermitteln.

182. Um des Wohls der Gesamtkirche willen, an dessen Sorge der Bischof kraft der heiligen Weihe teilhat, darf er es bei schwierigeren Fällen nicht unterlassen, die Sache nach vorausgehender Beratung mit der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung zu behandeln. Diese Kongregation wird ihrerseits, kraft der ihr vom Papst zugewiesenen Befugnis, dem Ordinarius in einer dem Fall entsprechenden Weise beistehen, ihm die notwendigen Dispensen gewähren[289] oder Anweisungen und Vorschriften mitteilen, denen er gewissenhaft nachzukommen hat.

6. Beschwerden über Missbräuche in der Liturgie

183. Alle haben entsprechend den Möglichkeiten in ganz besonderer Weise dafür zu sorgen, daß das heiligste Sakrament der Eucharistie vor jeder Art von Ehrfurchtslosigkeit und Mißachtung bewahrt wird und alle Mißbräuche vollständig korrigiert werden. Dies ist für alle und für jeden einzelnen eine sehr wichtige Aufgabe, und alle sind ungeachtet der Person zur Verwirklichung dieser Aufgabe gehalten.

184. Jeder Katholik, ob Priester, Diakon oder christgläubiger Laie, hat das Recht, über einen liturgischen Mißbrauch beim Diözesanbischof oder beim zuständigen Ordinarius, der ihm rechtlich gleichgestellt ist, oder beim Apostolischen Stuhl aufgrund des Primats des Papstes Klage einzureichen.[290] Es ist aber angemessen, daß die Beschwerde oder Klage nach Möglichkeit zuerst dem Diözesanbischof vorgelegt wird. Dies soll immer im Geist der Wahrheit und der Liebe geschehen.

Schluss

185. «Den Keimen der Entzweiung unter den Menschen, die – wie die tägliche Erfahrung zeigt – aufgrund der Sünde tief in die Menschheit eingegraben sind, stellt sich die schöpferische Kraft der Einheit des Leibes Christi entgegen. Die Eucharistie, die die Kirche auferbaut, schafft gerade dadurch Gemeinschaft unter den Menschen».[291] Die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung hat den Wunsch, daß auch durch die sorgfältige Anwendung der Vorschriften, die in dieser Instruktion in Erinnerung gerufen werden, die menschliche Schwachheit das Wirken des heiligsten Sakramentes der Eucharistie weniger behindere und nach der Beseitigung jeden Mißbrauchs und dem Aufhören jeder verwerflichen Gewohnheit die heilshafte Gegenwart Christi im Sakrament seines Leibes und Blutes aufgrund der Fürsprache der seligen Jungfrau Maria, der «eucharistischen Frau»,[292] allen Menschen erstrahle.

186. Alle Christgläubigen sollen nach Möglichkeit voll, bewußt und aktiv an der heiligsten Eucharistie teilnehmen[293] und sie aus ganzem Herzen in Frömmigkeit und Lebensführung verehren. Bei der Ausübung des heiligen Dienstes sollen sich die Bischöfe, die Priester und die Diakone im Gewissen über die Wahrhaftigkeit und die Treue der Handlungen befragen, die sie im Namen Christi und der Kirche in der Feier der heiligen Liturgie vollziehen. Jeder geistliche Amtsträger prüfe sich auch ernsthaft, ob er die Rechte der christgläubigen Laien beachtet hat, die sich selbst und ihre Kinder ihm mit Zuversicht anvertrauen in der Überzeugung, daß jene Aufgaben, welche die Kirche im Auftrag Christi in der Feier der heiligen Liturgie erfüllen möchte, von allen in rechter Weise für die Gläubigen erfüllt werden.[294] Jeder soll immer daran denken, daß er Diener der heiligen Liturgie ist.[295]

Etwaige entgegenstehende Anordnungen sind widerrufen.

Diese Instruktion, die im Auftrag von Papst Johannes Paul II. von der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung nach gemeinsamer Beratung mit der Kongregation für die Glaubenslehre ausgearbeitet worden ist, wurde am 19. März 2004, dem Hochfest des heiligen Josef, vom Papst approbiert, der ihre Veröffentlichung und sofortige Befolgung durch alle, die es betrifft, angeordnet hat.

Rom, am Sitz der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, am 25. März 2004, dem Hochfest der Verkündigung des Herrn.

Francis Kard. Arinze
Präfekt

Domenico Sorrentino
Erzbischof Sekretär

[1] Vgl. Missale Romanum, ex decreto sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum, auctoritate Pauli Pp. VI promulgatum, Ioannis Pauli Pp. II cura recognitum, editio typica tertia (20. April 2000), Typis Vaticanis 2002, Missa votiva de Dei misericordia, oratio super oblata, 1159.

[2] Vgl. 1 Kor 11, 26; Missale Romanum, Prex Eucharistica, acclamatio post consecrationem, 576; Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia (17. April 2003), Nrn. 5, 11, 14, 18: AAS 95 (2003) 436, 440-441, 442, 445.

[3] Vgl. Jes 10, 33; 51, 22; Missale Romanum, In sollemnitate Domini nostri Iesu Christi, universorum Regis, Praefatio, 499.

[4] Vgl. 1 Kor 5, 7; II. Vat. Ökum. Konzil, Dekr. über Dienst und Leben der Priester Presbyterorum ordinis (7. Dezember 1965), Nr. 5; Papst Johannes Paul II., Apost. Schreiben Ecclesia in Europa (28. Juni 2003), Nr. 75: AAS 95 (2003) 649-719, hier 693.

[5] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen gentium (21. November 1964), Nr. 11.

[6] Vgl. Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 21: AAS 95 (2003) 447.

[7] Vgl. ebd.: AAS 95 (2003) 433-475.

[8] Vgl. ebd., Nr. 52: AAS 95 (2003) 468.

[9] Vgl. ebd.

[10] Ebd., Nr. 10: AAS 95 (2003) 439.

[11] Ebd.; vgl. Papst Johannes Paul II., Apost. Schreiben Vicesimus quintus annus (4. Dezember 1988), Nrn. 12-13: AAS 81 (1989) 909-910; vgl. auch II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium (4. Dezember 1963), Nr. 48.

[12] Missale Romanum, Prex Eucharistica III, 588; vgl. 1 Kor 12, 12-13; Eph 4, 4.

[13] Vgl. Phil 2, 5.

[14] Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 10: AAS 95 (2003) 439.

[15] Ebd., Nr. 6: AAS 95 (2003), 437; vgl. Lk 24, 31.

[16] Vgl. Röm 1, 20.

[17] Vgl. Missale Romanum, Praefatio I de Passione Domini, 528.

[18] Vgl. Papst Johannes Paul II., Enzykl. Veritatis splendor (6. August 1993), Nr. 35: AAS 85 (1993) 1161-1162; Homilie in Camden Yards (9. Oktober 1995), Nr. 7: Insegnamenti di Giovanni Paolo II, XVII, 2 (1995), Libreria Editrice Vaticana 1998, 788.

[19] Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 10: AAS 95 (2003) 439.

[20] II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 24; vgl. Kongr. für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Instr. Varietates legitimae (25. Januar 1994), Nrn. 19 u. 23: AAS 87 (1995) 295-296, 297.

[21] II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 33.

[22] Vgl. hl. Irenäus, Adversus Haereses, III, 2: SCh., 211, 24-31; hl. Augustinus, Epistula ad Ianuarium, 54, I: PL 33, 200: «Illa autem quae non scripta, sed tradita custodimus, quae quidem toto terrarum orbe servantur, datur intellegi vel ab ipsis Apostolis, vel plenariis conciliis, quorum est in Ecclesia saluberrima auctoritas, commendata atque statuta retineri»; Papst Johannes Paul II., Enzykl. Redemptoris missio (7. Dezember 1990), Nrn. 53-54: AAS 83 (1991) 300-302; Kongr. für die Glaubenslehre, Schreiben an die Bischöfe der katholischen Kirche über einige Aspekte der Kirche als Communio Communionis notio (28. Mai 1992), Nrn. 7-10: AAS 85 (1993) 842-844; Kongr. für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Instr. Varietates legitimae, Nr. 26: AAS 87 (1995) 298-299.

[23] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 21.

[24] Vgl. Papst Pius XII., Apost. Konst. Sacramentum Ordinis (30. November 1947): AAS 40 (1948) 5; Kongr. für die Glaubenslehre, Erklärung Inter insigniores (15. Oktober 1976), Teil IV: AAS 69 (1977) 107-108; Kongr. für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Instr. Varietates legitimae, Nr. 25: AAS 87 (1995) 298.

[25] Vgl. Papst Pius XII., Enzykl. Mediator Dei (20. November 1947): AAS 39 (1947) 540.

[26] Vgl. Hl. Kongr. für die Sakramente und den Gottesdienst, Instr. Inaestimabile donum (3. April 1980): AAS 72 (1980) 333.

[27] Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 52: AAS 95 (2003) 468.

[28] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nrn. 4, 38; Dekr. über die katholischen Ostkirchen Orientalium Ecclesiarum (21. November 1964), Nrn. 1, 2, 6; Papst Paul VI., Apost. Konst. Missale Romanum: AAS 61 (1969) 217-222; Missale Romanum: Institutio Generalis, Nr. 399; Kongr. für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Instr. Liturgiam authenticam (28. März 2001), Nr. 4: AAS 93 (2001) 685-726, hier 686.

[29] Vgl. Papst Johannes Paul II., Apost. Schreiben Ecclesia in Europa, Nr. 72: AAS 95 (2003) 692.

[30] Vgl. Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 23: AAS 95 (2003) 448-449; Hl. Kongr. für die Riten, Instr. Eucharisticum mysterium (25. Mai 1967), Nr. 6: AAS 59 (1967) 545.

[31] Vgl. Hl. Kongr. für die Sakramente und den Gottesdienst, Instr. Inaestimabile donum: AAS 72 (1980) 332-333.

[32] Vgl. 1 Kor 11, 17-34; Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 52: AAS 95 (2003) 467-468.

[33] Vgl. Codex Iuris Canonici (25. Januar 1983), can. 1752.

[34] II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 22 § 1; vgl. Codex Iuris Canonici, can. 838 § 1.

[35] Codex Iuris Canonici, can. 331; vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen gentium, Nr. 22.

[36] Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 838 § 2.

[37]Papst Johannes Paul II., Apost. Konst. Pastor bonus (28. Juni 1988): AAS 80 (1988) 841-924; hier Artt. 62, 63 und 66: 876-877.

[38]Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 52: AAS 95 (2003) 468.

[39] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Dekr. über die Hirtenaufgabe der Bischöfe Christus Dominus (28. Oktober 1965), Nr. 15; vgl. auch Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 41; Codex Iuris Canonici, can. 387.

[40] Gebet zur Bischofsweihe im byzantinischen Ritus: Euchologion to mega, Rom 1873, 139.

[41] Vgl. hl. Ignatius von Antiochien, Brief an die Gemeinde von Smyrna, Nr. 8, 1: ed. F.X. Funk, I, 282.

[42] II. Vat. Ökum. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen gentium, Nr. 26; vgl. Hl. Kongr. für die Riten, Instr. Eucharisticum mysterium, Nr. 7: AAS 59 (1967) 545; vgl. auch Papst Johannes Paul II., Apost. Schreiben Pastores gregis (16. Oktober 2003), Nrn. 32-41: L'Osservatore Romano (17. Oktober 2003) 6-8.

[43] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 41; vgl. hl. Ignatius von Antiochien, Brief an die Gemeinde von Magnesia, Nr. 7; An die Gemeinde von Philadelphia, Nr. 4; An die Gemeinde von Smyrna, Nr. 8: ed. F.X. Funk, I, 236, 266, 281; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 22; vgl. auch Codex Iuris Canonici, can. 389.

[44] II. Vat. Ökum. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen gentium, Nr. 26.

[45] Codex Iuris Canonici, can. 838 § 4.

[46] Vgl. Cons. ad esequ. Const. Lit., Dubium: Notitiae 1 (1965) 254.

[47] Vgl. Apg 20, 28; II. Vat. Ökum. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen gentium, Nrn. 21 u. 27; Dekr. über die Hirtenaufgabe der Bischöfe in der Kirche Christus Dominus, Nr. 3.

[48] Vgl. Hl. Kongr. für den Gottesdienst, Instr. Liturgicae instaurationes (5. September 1970): AAS 62 (1970) 694.

[49] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen gentium, Nr. 21; Dekr. über die Hirtenaufgabe der Bischöfe in der Kirche Christus Dominus, Nr. 3.

[50] Vgl. Caeremoniale Episcoporum ex decreto sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum, auctoritate Ioannis Pauli Pp. II promulgatum, editio typica (14. September 1984), Typis Polyglottis Vaticanis 1985, Nr. 10.

[51] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 387.

[52] Vgl. ebd., Nr. 22.

[53] Vgl. Hl. Kongr. für den Gottesdienst, Instr. Liturgicae instaurationes: AAS 62 (1970) 694.

[54] II. Vat. Ökum. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen gentium, Nr. 27; vgl. 2 Kor 4, 15.

[55] Vgl. Codex Iuris Canonici, cann. 397 § 1; 678 § 1.

[56] Vgl. ebd., can. 683 § 1.

[57] Vgl. ebd., can. 392.

[58] Vgl. Papst Johannes Paul II., Apost. Schreiben Vicesimus quintus annus, Nr. 21: AAS 81 (1989) 917; II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nrn. 45-46; Papst Pius XII., Enzykl. Mediator Dei: AAS 39 (1947) 562.

[59] Vgl. Papst Johannes Paul II., Apost. Schreiben Vicesimus quintus annus, Nr. 20: AAS 81 (1989) 916.

[60] Vgl. ebd.

[61] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 44; Kongr. für die Bischöfe, Ep. Praesidibus Episcoporum Conferentiarum missa nomine quoque Congr. pro Gentium Evangelizatione (21. Juni 1999), Nr. 9: AAS 91 (1999) 999.

[62] Vgl. Kongr. für den Gottesdienst, Instr. Liturgicae Instaurationes, Nr. 12: AAS 62 (1970) 692-704, hier 703.

[63] Vgl. Kongr. für den Gottesdienst, Declaratio circa Preces eucharisticae et experimenta liturgica (21. März 1988): Notitiae 24 (1988) 234-236.

[64] Vgl. Kongr. für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Instr. Varietates legitimae: AAS 87 (1995) 288-314.

[65] Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 838 § 3; Hl. Kongr. für die Riten, Instr. Inter Oecumenici (26. September 1964), Nr. 31: AAS 56 (1964) 883; Kongr. für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Instr. Liturgiam authenticam, Nrn. 79-80: AAS 93 (2001) 711-713.

[66] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Dekr. über Dienst und Leben der Priester Presbyterorum ordinis (7. Dezember 1965), Nr. 7; Pontificale Romanum, ed. 1962: Ordo consecrationis sacerdotalis, in Praefatione; Pontificale Romanum ex decreto sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II renovatum, auctoritate Pauli Pp. VI editum, Ioannis Pauli Pp. II cura recognitum: De Ordinatione Episcopi, presbyterorum et diaconorum, editio typica altera (29. Juni 1989), Typis Polyglottis Vaticanis 1990, cap. II, De Ordin. presbyterorum, Praenotanda, Nr. 101.

[67] Vgl. hl. Ignatius von Antiochien, Ad Philad., Nr. 4: ed. F.X. Funk, I, 266; hl. Papst Cornelius I., zitiert vom hl. Cyprian, Epist. 48, 2: ed. G. Hartel, III, 2, 610.

[68] II. Vat. Ökum. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen gentium, Nr. 28.

[69] Ebd.

[70] Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia die Eucharistia, Nr. 52; vgl. Nr. 29: AAS 95 (2003) 467-468; 452-453.

[71] Pontificale Romanum, De Ordinatione Episcopi, presbyterorum et diaconorum, editio typica altera: De Ordinatione presbyterorum, Nr. 124; vgl. Missale Romanum, Feria V in Hebdomada Sancta: Ad Missam chrismatis, Renovatio promissionum sacerdotalium, 292.

[72] Vgl. Ökum. Konzil v. Trient, Sessio VII (3. März 1547), Dekr. über die Sakramente, can. 13: DS 1613; II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 22; Papst Pius XII., Enzykl. Mediator Dei: AAS 39 (1947) 544, 546-547, 562; Codex Iuris Canonici, can. 846 § 1; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 24.

[73] Hl. Ambrosius, De Virginitate, Nr. 48: PL 16, 278.

[74] Codex Iuris Canonici, can. 528 § 2.

[75] II. Vat. Ökum. Konzil, Dekr. über Dienst und Leben der Priester Presbyterorum ordinis, Nr. 5.

[76] Vgl. Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 5: AAS 95 (2003) 436.

[77] II. Vat. Ökum. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen gentium, Nr. 29; vgl. Constitutiones Ecclesiae Aegypticae, III, 2: ed. F.X. Funk, Didascalia, II, 103; Statuta Ecclesiae Ant., 37-41: ed. D. Mansi 3, 954.

[78] Vgl. Apg 6,3.

[79] Vgl. Joh 13, 35.

[80] Mt 20,28.

[81] Lk 22,27.

[82] Vgl. Caeremoniale Episcoporum, Nrn. 9, 23; Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen gentium, Nr. 29.

[83] Vgl. Pontificale Romanum, De Ordinatione Episcopi, presbyterorum et diaconorum, editio typica altera, cap. III, De Ordin. diaconorum, Nr. 199.

[84] Vgl. 1 Tim 3,9.

[85] Pontificale Romanum, De Ordinatione Episcopi, presbyterorum et diaconorum, editio typica altera, cap. III, De Ordin. diaconorum, Nr. 200.

[86] II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 10.

[87] Vgl. ebd., Nr. 41; II. Vat. Ökum. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen gentium, Nr. 11; Dekr. über Dienst und Leben der Priester Presbyterorum ordinis, Nrn. 2, 5, 6; Dekr. über den Hirtendienst der Bischöfe in der Kirche Christus Dominus, Nr. 30; Dekr. über den Ökumenismus Unitatis redintegratio (21. November 1964), Nr. 15; Hl. Kongr. für die Riten, Instr. Eucharisticum mysterium, Nrn. 3 u. 6: AAS 59 (1967) 542, 544-545; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 16.

[88] II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 26; vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 91.

[89] 1 Petr 2, 9; vgl. 2, 4-5.

[90] Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 91; vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 14.

[91] II. Vat. Ökum. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen gentium, Nr. 10.

[92] Vgl. hl. Thomas von Aquin, Summa Theol., III, q. 63, a. 2.

[93] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen gentium, Nr. 10; vgl. Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 28: AAS 95 (2003) 452.

[94] Vgl. Apg 2, 42-47.

[95] Vgl. Röm 12, 1.

[96] Vgl. 1 Petr 3, 15; 2, 4-10.

[97] Vgl. Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nrn. 12-18: AAS 95 (2003) 441-445; Ders., Schreiben Dominicae Cenae (24. Februar 1980), Nr. 9: AAS 72 (1980) 129-133.

[98] Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 10: AAS 95 (2003) 439.

[99] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nrn. 30-31.

[100] Vgl. Hl. Kongr. für den Gottesdienst, Instr. Liturgicae instaurationes, Nr. 1: AAS 62 (1970) 695.

[101] Vgl. Missale Romanum, Feria secunda post Dominica V in Quadragesima, Collecta, 258.

[102] Papst Johannes Paul II., Apost. Schreiben Novo Millennio ineunte (6. Januar 2001), Nr. 21: AAS 93 (2001) 280; vgl. Joh 20, 28.

[103] Vgl. Papst Pius XII., Enzykl. Mediator Dei: AAS 39 (1947) 586; vgl. auch II. Vat. Ökum. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen gentium, Nr. 67; Papst Paul VI., Apost. Schreiben Marialis cultus (11. Februar 1974), Nr. 24: AAS 66 (1974) 113-168, hier 134; Kongr. für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Direktorium über die Volksfrömmigkeit und die Liturgie (17. Dezember 2001).

[104] Vgl. Papst Johannes Paul II., Apost. Schreiben Rosarium Virginis Mariae (16. Oktober 2002): AAS 95 (2003) 5-36.

[105] Papst Pius XII., Enzykl. Mediator Dei: AAS 39 (1947) 586-587.

[106] Vgl. Kongr. für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Instr. Varietates legitimae, Nr. 22: AAS 87 (1995) 297.

[107] Vgl. Papst Pius XII., Enzyklika Mediator Dei: AAS 39 (1947) 553.

[108] Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 29: AAS 95 (2003) 453; vgl. IV. Ökum. Laterankonzil (11.-30. November 1215), Kap. 1: DS 802; Ökum. Konzil v. Trient, Sessio XXIII (15. Juli 1563), Lehre und Kanones über das Sakrament der Weihe, Kap. 4: DS 1767-1770; Papst Pius XII., Enzykl. Mediator Dei: AAS 39 (1947) 553.

[109] Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 230 § 2; vgl. auch Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 97.

[110] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 109.

[111] Vgl. Papst Paul VI., Motu proprio Ministeria quaedam (15. August 1972), Nrn. VI-XII: Pontificale Romanum ex decreto sacrosancti oecumenici Concilii Vaticani II instauratum, auctoritate Pauli Pp. VI prumulgatum, De institutione lectorum et acolythorum, de admissione inter candidatos ad diaconatum et presbyteratum, de sacro caelibatu amplectendo, editio typica (3. Dezember 1973), Typis Polyglottis Vaticanis 1973, 10: AAS 64 (1972) 529-534, hier 532-533; Codex Iuris Canonici, can. 230 § 1; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nrn. 98-99, 187-193.

[112] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nrn. 187-190, 193; Codex Iuris Canonici, can. 230 §§ 2-3.

[113] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 24; Hl. Kongr. für die Sakramente und den Gottesdienst, Instr. Inaestimabile donum, Nrn. 2 u. 18: AAS 72 (1980) 334, 338; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nrn. 101, 194-198; Codex Iuris Canonici, can. 230 § 2-3.

[114] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nrn. 100-107.

[115] Ebd., Nr. 91; vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 28.

[116] Vgl. Papst Johannes Paul II., Ansprache an die Bischofskonferenz der Antillen (7. Mai 2002), Nr. 2: AAS 94 (2002) 575-577; Nachsynodales Apost. Schreiben Christifideles laici (30. Dezember 1988), Nr. 23: AAS 81 (1989) 393-521, hier 429-431; Kongr. für den Klerus und andere, Instr. Ecclesiae de mysterio (15. August 1997), Theologische Prinzipien, Nr. 4: AAS 89 (1997) 860-861.

[117] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 19.

[118] Vgl. Hl. Kongr. für den Gottesdienst, Instr. Immensae caritatis (29. Januar 1973): AAS 65 (1973) 266.

[119] Vgl. Hl. Kongr. für die Riten, Instr. De Musica sacra (3. September 1958), Nr. 93c: AAS 50 (1958) 656.

[120] Vgl. Päpstl. Rat für die Auslegung der Gesetzestexte, Responsio ad propositum dubium (11. Juli 1992): AAS 86 (1994) 541-542; Kongr. für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Litterae ad Praesides Conferentiarum Episcoporum de servitio liturgico laicorum (15. März 1994): Notitiae 30 (1994) 333-335, 347-348.

[121] Vgl. Papst Johannes Paul II., Apost. Konst. Pastor bonus, Art. 65: AAS 80 (1988) 877.

[122] Vgl. Päpstl. Rat für die Auslegung der Gesetzestexte, Responsio ad propositum dubium (11. Juli 1992): AAS 86 (1994) 541-542; Kongr. für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Litterae ad Praesides Conferentiarum Episcoporum de servitio liturgico laicorum (15. März 1994): Notitiae 30 (1994) 333-335, 347-348; Litterae ad quemdam Episcopum (27. Juli 2001): Notitiae 38 (2002) 46-54.

[123] Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 924 § 2; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 320.

[124] Vgl. Hl. Kongr. für die Sakramentenordnung, Instr. Dominus Salvator noster (26. März 1929), Nr. 1: AAS 21 (1929) 631-642, hier 632.

[125] Vgl. ebd., Nr. II: AAS 21 (1929) 635.

[126] Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 321.

[127] Vgl. Lk 22, 18; Codex Iuris Canonici, can. 924 §§ 1, 3; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 322.

[128] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 323.

[129] Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Vicesimus quintus annus, Nr. 13: AAS 81 (1989) 910.

[130] Vgl. Hl. Kongr. für die Sakramente und den Gottesdienst, Instr. Inaestimabile donum, Nr. 5: AAS 72 (1980) 335.

[131] Vgl. Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 28: AAS 95 (2003) 452; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 147; Hl. Kongr. für den Gottesdienst, Instr. Liturgicae Instaurationes, Nr. 4: AAS 62 (1970) 698; Hl. Kongr. für die Sakramente und den Gottesdienst, Instr. Inaestimabile donum, Nr. 4: AAS 72 (1980) 334.

[132] Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 32.

[133] Ebd., Nr. 147; vgl. Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 28: AAS 95 (2003) 452; vgl. auch Kongr. für die Sakramente und den Gottesdienst, Instr. Inaestimabile donum, Nr. 4: AAS 72 (1980) 334-335.

[134] Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 39: AAS 95 (2003) 459.

[135] Vgl. Hl. Kongr. für den Gottesdienst, Instr. Liturgicae instaurationes, Nr. 2b: AAS 62 (1970) 696.

[136] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nrn. 356-362.

[137] II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 51.

[138] Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 57; vgl. Papst Johannes Paul II., Apost. Schreiben Vicesimus quintus annus, Nr. 13: AAS 81 (1989) 910; Kongr. für die Glaubenslehre, Erklärung über die Einzigkeit und die Heilsuniversalität Jesu Christi und der Kirche Dominus Iesus (6. August 2000): AAS 92 (2000) 742-765.

[139] Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 60.

[140] Vgl. ebd., Nrn. 59-60.

[141] Vgl. z.B. Rituale Romanum, ex decreto sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II renovatum, auctoritate Pauli Pp. VI editum Ioannis Pauli Pp. II cura recognitum: Ordo celebrandi Matrimonium, editio typica altera (19. März 1990), Typis Polyglottis Vaticanis 1991, Nr. 125; Rituale Romanum, ex decreto sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum, auctoritate Pauli Pp. VI promulgatum: Ordo Unctionis infirmorum eorumque pastoralis curae, editio typica (7. Dezember 1972), Typis Polyglottis Vaticanis 1972, Nr. 72.

[142] Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 767 § 1.

[143] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 66; vgl. auch Codex Iuris Canonici, can. 6 §§ 1, 2; can. 767 § 1; zu beachten sind diesbezüglich auch die Vorschriften in: Kongr. für den Klerus und andere, Instr. Ecclesiae de mysterio, Praktische Verfügungen, Art. 3 § 1: AAS 89 (1997) 865.

[144] Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 66; vgl. auch Codex Iuris Canonici, can. 767 § 1.

[145] Vgl. Kongr. für den Klerus und andere, Instr. Ecclesiae de mysterio, Praktische Verfügungen, Art. 3 § 1: AAS 89 (1997) 865; vgl. auch Codex Iuris Canonici, can. 6 §§ 1, 2; Päpstl. Kommission für die authentische Auslegung des Kodex des kanonischen Rechtes, Responsio ad propositum dubium (20. Juni 1987): AAS 79 (1987) 1249.

[146] Vgl. Kongr. für den Klerus und andere, Instr. Ecclesiae de mysterio, Praktische Verfügungen, Art. 3 § 1: AAS 89 (1997) 864-865.

[147] Vgl. Ökum. Konzil v. Trient, Sessio XXII (17. September 1562), Über das heilige Meßopfer, Kap. 8: DS 1749; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 65.

[148] Vgl. Papst Johannes Paul II., Ansprache an einige Bischöfe der USA anläßlich des «Ad limina»-Besuches (28. Mai 1993), Nr. 2: AAS 86 (1994) 330.

[149] Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 386 § 1.

[150] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 73.

[151] Vgl. ebd., Nr. 154.

[152] Ebd., Nrn. 82, 154.

[153] Ebd., Nr. 83.

[154] Vgl. Hl. Kongr. für den Gottesdienst, Instr. Liturgicae instaurationes, Nr. 5: AAS 62 (1970) 699.

[155] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nrn. 83, 240, 321.

[156] Vgl. Kongr. für den Klerus und andere, Instr. Ecclesiae de mysterio, Praktische Verfügungen, Art. 3 § 2: AAS 89 (1997) 865.

[157] Vgl. v.a. Institutio generalis de Liturgia Horarum, Nrn. 93-98; Rituale Romanum, ex decreto sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum, auctoritate Ioannis Pauli Pp. II promulgatum: De Benedictionibus, editio typica (31. Mai 1984), Typis Polyglottis Vaticanis 1984, Praenotanda, Nr. 28; Ordo coronandi imaginem beatae Mariae Virginis, editio typica (25. März 1981), Typis Polyglottis Vaticanis 1981, Nrn. 10 u. 14, S. 10-11; Hl. Kongr. für den Gottesdienst, Instr. über die Messen mit Sondergruppen Actio pastoralis (15. Mai 1969): AAS 61 (1969) 806-811; Direktorium über die Messen mit Kindern Pueros baptizatos (1. November 1973): AAS 66 (1974) 30-46; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 21.

[158] Vgl. Papst Johannes Paul II., Motu proprio Misericordia Dei (7. April 2002), Nr. 2: AAS 94 (2002) 455; vgl. Kongr. für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Responsa ad dubia proposita: Notitiae 37 (2001) 259-260.

[159] Vgl. Hl. Kongr. für den Gottesdienst, Instr. Liturgicae Instaurationes, Nr. 9: AAS 62 (1970) 702.

[160] Ökum. Konzil v. Trient, Sessio XIII (11. Oktober 1551), Dekr. über das Sakrament der Eucharistie, Kap. 2: DS 1638; vgl. Sessio XXII (17. September 1562), Über das Meßopfer, Kap. 1-2: DS 1740, 1743; Hl. Kongr. für die Riten, Instr. Eucharisticum mysterium, Nr. 35: AAS 59 (1967) 560.

[161] Vgl. Missale Romanum, Ordo Missae, Nr. 4, 505.

[162] Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 51.

[163] Vgl. 1 Kor 11, 28.

[164] Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 916; Ökum. Konzil v. Trient, Sessio XIII (11. Oktober 1551), Dekr. über das Sakrament der Eucharistie, Kap. 7: DS 1646-1647; Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 36: AAS 95 (2003) 457-458; Hl. Kongr. für die Riten, Instr. Eucharisticum mysterium, Nr. 35: AAS 59 (1967) 561.

[165] Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 42: AAS 95 (2003) 461.

[166] Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 844 § 1; Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nrn. 45-46: AAS 95 (2003) 463-464; vgl. auch Päpstl. Rat zur Förderung der Einheit der Christen, Direktorium zur Ausführung der Prinzipien und Normen über den Ökumenismus (25. März 1993), Nrn. 130-131: AAS 85 (1993) 1039-1119, hier 1089.

[167] Vgl. Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 46: AAS 95 (2003) 463-464.

[168] Vgl. Hl. Kongr. für die Riten, Instr. Eucharisticum mysterium, Nr. 35: AAS 59 (1967) 561.

[169] Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 914; Hl. Kongr. für die Sakramentenordnung, Erklärung Sanctus Pontifex (24. Mai 1973): AAS 65 (1973) 410; Hl. Kongr. für die Sakramente und den Gottesdienst und Hl. Kongr. für den Klerus, Litt. ad Praesides Conf. Episcoporum In quibusdam (31. Mai 1977): Enchiridion Documentorum Instaurationis Liturgicae, II, Rom 1988, 142-144; Hl. Kongr. für die Sakramente und den Gottesdienst und Hl. Kongr. für den Klerus, Responsum ad propositum dubium (20. Mai 1977): AAS 69 (1977) 427.

[170] Vgl. Papst Johannes Paul II., Apostol. Schreiben Dies Domini (31. Mai 1998), Nrn. 31-34: AAS 90 (1998) 713-766, hier 731-734.

[171] Codex Iuris Canonici, can. 914.

[172] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 55.

[173] Vgl. Hl. Kongr. für die Riten, Instr. Eucharisticum mysterium, Nr. 31: AAS 59 (1967) 558; Päpstl. Kommission für die authentische Auslegung des Codex Iuris Canonici, Responsio ad propositum dubium (1. Juni 1988): AAS 80 (1988) 1373.

[174] Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 85.

[175] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 55; Hl. Kongr. für die Riten, Instr. Eucharisticum mysterium, Nr. 31: AAS 59 (1967) 558; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nrn. 85, 157, 243.

[176] Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 160.

[177] Codex Iuris Canonici, can. 843 § 1; vgl. can. 915.

[178] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 161.

[179] Kongr. für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Dubium: Notitiae 35 (1999) 160-161.

[180] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 118.

[181] Ebd., Nr. 160.

[182] Codex Iuris Canonici, can. 917; vgl. Päpstl. Kommission für die authentische Auslegung des Codex Iuris Canonici, Responsio ad propositum dubium (11. Juli 1984): AAS 76 (1984) 746.

[183] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 55; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nrn. 158-160; 243-244; 246.

[184] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nrn. 237-249; vgl. auch Nrn. 85, 157.

[185] Ebd., Nr. 283a.

[186] Vgl. Ökum. Konzil v. Trient, Sessio XXI (16. Juli 1562), Dekr. über die Kommunion, Kap. 1-3: DS 1725-1729; II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 55; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nrn. 282-283.

[187] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 283.

[188] Ebd.

[189] Vgl. Hl. Kongr. für den Gottesdienst, Instr. Sacramentali Communione (29. Juni 1970): AAS 62 (1970) 665; Instr. Liturgicae Instaurationes, Nr. 6a: AAS 62 (1970) 699.

[190] Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 285a.

[191] Ebd., Nr. 245.

[192] Vgl. ebd., Nrn. 285b u. 287.

[193] Vgl. ebd., Nrn. 207 u. 285a.

[194] Codex Iuris Canonici, can. 1367.

[195] Vgl. Päpstl. Rat für die Auslegung der Gesetzestexte, Responsio ad propositum dubium (3. Juli 1999): AAS 91 (1999) 918.

[196] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nrn. 163, 284.

[197] Codex Iuris Canonici, can. 932 § 1; vgl. Hl. Kongr. für den Gottesdienst, Instr. Liturgicae Instaurationes, Nr. 9: AAS 62 (1970) 701.

[198] Codex Iuris Canonici, can. 904; vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen gentium, Nr. 3; Dekr. über Dienst und Leben der Priester Presbyterorum ordinis, Nr. 13; vgl. auch Ökum. Konzil v. Trient, Sessio XXII (17. September 1562), Dekr. über das Meßopfer, Kap. 6: DS 1747; Papst Paul VI., Enzykl. Mysterium fidei (3. September 1965): AAS 57 (1965) 753-774, hier 761-762; vgl. Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 11: AAS 95 (2003) 440-441, Hl. Kongr. für die Riten, Instr. Eucharisticum mysterium, Nr. 44: AAS 59 (1967) 564; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 19.

[199] Codex Iuris Canonici, can. 903; vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 200.

[200] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 36 § 1; Codex Iuris Canonici, can. 928.

[201] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 114.

[202] Papst Johannes Paul II., Apost. Schreiben Dies Domini, Nr. 36: AAS 90 (1998) 735; vgl. auch Hl. Kongr. für die Riten, Instr. Eucharisticum mysterium, Nr. 27: AAS 59 (1967) 556.

[203] Vgl. Papst Johannes Paul II., Apost. Schreiben Dies Domini, v.a. Nr. 36: AAS 90 (1998) 735-736, Hl. Kongr. für den Gottesdienst, Instr. Actio pastoralis: AAS 61 (1969) 806-811.

[204] Vgl. Codex Iuris Canonici, cann. 905, 945-958; Kongr. für den Klerus, Dekr. Mos iugiter (22. Februar 1991): AAS 83 (1991) 443-446.

[205] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nrn. 327-333.

[206] Vgl. ebd., Nr. 332.

[207] Vgl. ebd., Nr. 332; Hl. Kongr. für die Sakramente und den Gottesdienst, Instr. Inaestimabile donum, Nr. 16: AAS 72 (1980) 338.

[208] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 333; Appendix IV: Ordo benedictionis calicis et patenae intra Missam adhibendus, 1255-1257; Pontificale Romanum ex decreto sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum, auctoritate Pauli Pp. VI promulgatum, Ordo Dedicationis ecclesiae et altaris, editio typica (29. Mai 1977), Typis Polyglottis Vaticanis 1977, Kap. VII, 125-132.

[209] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nrn. 163, 183, 192.

[210] Ebd., Nr. 345.

[211] Ebd., Nr. 335.

[212] Ebd., Nr. 336.

[213] Ebd., Nr. 337.

[214] Ebd., Nr. 209.

[215] Vgl. ebd., Nr. 338.

[216] Vgl. Hl. Kongr. für den Gottesdienst, Instr. Liturgicae Instaurationes, Nr. 8c: AAS 62 (1970) 701.

[217] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 346g.

[218] Ebd., Nr. 114; vgl. Nrn. 16-17.

[219] Hl. Kongr. für den Gottesdienst, Dekr. Eucharistiae sacramentum (21. Juni 1973): AAS 65 (1973) 610.

[220] Vgl. ebd.

[221] Hl. Kongr. für die Riten, Instr. Eucharisticum mysterium, Nr. 54: AAS 59 (1967) 568; Instr. Inter Oecumenici (26. September 1964), Nr. 95: AAS 56 (1964) 877-900, hier 898; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 314.

[222] Vgl. Papst Johannes Paul II., Schreiben Dominicae Cenae, Nr. 3: AAS 72 (1980) 117-119; Hl. Kongr. für die Riten, Instr. Eucharisticum mysterium, Nr. 53: AAS 59 (1967) 568; Codex Iuris Canonici, can. 938 § 2; Rituale Romanum, De sacra Communione et de cultu Mysterii eucharistici extra Missam, Praenotanda, Nr. 9; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nrn. 314-317.

[223] Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 938 §§ 3-5.

[224] Vgl. Hl. Kongr. für die Sakramentenordnung, Instr. Nullo umquam (26. Mai 1938), Nr. 10d: AAS 30 (1938) 198-207, hier 206.

[225] Vgl. Papst Johannes Paul II., Motu proprio Sacramentorum sanctitatis tutela (30. April 2001): AAS 93 (2001) 737-739; Kongr. für die Glaubenslehre, Ep. ad totius Catholicae Ecclesiae Episcopos aliosque Ordinarios et Hierarchas quorum interest: de delictis gravioribus eidem Congregationi pro Doctrina Fidei reservatis: AAS 93 (2001) 786.

[226] Vgl. Rituale Romanum, De sacra Communione et de cultu Mysterii eucharistici extra Missam, Nrn. 26-78.

[227] Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 25: AAS 95 (2003) 449-450.

[228] Vgl. Ökum. Konzil v. Trient, Sessio XIII (11. Oktober 1551), Dekr. über die heilige Eucharistie, Kap. 5: DS 1643; Papst Pius XII., Enzykl. Mediator Dei: AAS 39 (1947) 569; Papst Paul VI., Enzykl. Mysterium fidei (3. September 1965): AAS 57 (1965) 751-774, hier 769-770; Hl. Kongr. für die Riten, Instr. Eucharisticum mysterium, Nr. 3f: AAS 59 (1967) 543; Hl. Kongr. für die Sakramente und den Gottesdienst, Instr. Inaestimabile donum, Nr. 20: AAS 72 (1980) 339; Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 25: AAS 95 (2003) 449-450.

[229] Hebr 9, 11; vgl. Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 3: AAS 95 (2003) 435.

[230] Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 25: AAS 95 (2003) 450.

[231] Papst Paul VI., Enzykl. Mysterium fidei: AAS 57 (1965) 771.

[232] Vgl. Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 25: AAS 95 (2003) 449-450.

[233] Codex Iuris Canonici, can. 937.

[234] Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 10: AAS 95 (2003) 439.

[235] Vgl. Rituale Romanum, De sacra Communione et de cultu Mysterii eucharistici extra Missam, Nrn. 82-100; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 317; Codex Iuris Canonici, can. 941 § 2.

[236] Papst Johannes Paul II., Apost. Schreiben Rosarium Virginis Mariae (16. Oktober 2002): AAS 95 (2003) 5-36, hier Nr. 2, S. 6.

[237] Vgl. Kongr. für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Litterae Congregationis (15. Januar 1997): Notitiae 34 (1998) 506-510; Apost. Poenitentierie, Litterae ad quemdam sacerdotem (8. März 1996): Notitiae 34 (1998) 511.

[238] Vgl. Hl. Kongr. für die Riten, Instr. Eucharisticum mysterium, Nr. 61: AAS 59 (1967) 571; Rituale Romanum, De sacra Communione et de cultu Mysterii eucharistici extra Missam, Nr. 83; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 317; Codex Iuris Canonici, can. 941 § 2.

[239] Vgl. Rituale Romanum, De sacra Communione et de cultu Mysterii eucharistici extra Missam, Nr. 94.

[240] Vgl. Papst Johannes Paul II., Apost. Konst. Pastor bonus, Art. 65: AAS 80 (1988) 877.

[241] Codex Iuris Canonici, can. 944 § 2; vgl. Rituale Romanum, De sacra Communione et de cultu Mysterii eucharistici extra Missam, Praenotanda, Nr. 102; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 317.

[242] Codex Iuris Canonici, can. 944 § 1; vgl. Rituale Romanum, De sacra Communione et de cultu Mysterii eucharistici extra Missam, Praenotanda, Nrn. 101-102; Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 317.

[243] Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 10: AAS 95 (2003) 439.

[244] Rituale Romanum, De sacra Communione et de cultu Mysterii eucharistici extra Missam, Praenotanda, Nr. 109.

[245] Vgl. ebd., Nrn. 109-112.

[246] Vgl. Missale Romanum, In sollemnitate sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi, Collecta, 489.

[247] Vgl. Kongr. für den Klerus und andere, Instr. Ecclesiae de mysterio, Theologische Prinzipien, Nr. 3: AAS 89 (1997) 859.

[248] Codex Iuris Canonici, can. 900 § 1; vgl. IV. Ökum. Laterankonzil (11.-30. November 1215), Kap. 1: DS 802, Papst Klemens VI., Ep. ad Mekhitar, Catholicon Armeniorum Super quibusdam (29. September 1351): DS 1084; Ökum. Konzil v. Trient, Sessio XXIII (15. Juli 1563), Lehre und Kanones über das Sakrament der Weihe, Kap. 4: DS 1767-1770; Papst Pius XII., Enzykl. Mediator Dei: AAS 39 (1947) 553.

[249] Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 230 § 3; Papst Johannes Paul II., Ansprache beim Symposium «über die Mitarbeit der Laien am pastoralen Dienst der Priester » (22. April 1994), Nr. 2: L'Osservatore Romano (23. April 1994); Kongr. für den Klerus und andere, Instr. Ecclesiae de mysterio, Vorwort: AAS 89 (1997) 852-856.

[250] Vgl. Papst Johannes Paul II., Enzykl. Redemptoris missio, Nrn. 53-54: AAS 83 (1991) 300-302; Kongr. für den Klerus und andere, Instr. Ecclesiae de mysterio, Vorwort: AAS 89 (1997) 852-856.

[251] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Dekr. über die Missionstätigkeit der Kirche Ad gentes (7. Dezember 1965), Nr. 17; Papst Johannes Paul II., Enzykl. Redemptoris missio, Nr. 73: AAS 83 (1991) 321.

[252] Vgl. Kongr. für den Klerus und andere, Instr. Ecclesiae de mysterio, Praktische Verfügungen, Art. 8 § 2: AAS 89 (1997) 872.

[253] Vgl. Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 32: AAS 95 (2003) 455.

[254] Codex Iuris Canonici, can. 900 § 1.

[255] Vgl. ebd., can 910 § 1; vgl. auch Papst Johannes Paul II., Schreiben Dominicae Cenae, Nr. 11: AAS 72 (1980) 142; Kongr. für den Klerus und andere, Instr. Ecclesiae de mysterio, Praktische Verfügungen, Art. 8 § 1: AAS 89 (1997) 870-871.

[256] Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 230 § 3.

[257] Vgl. Hl. Kongr. für die Disziplin der Sakramente, Instr. Immensae caritatis, Vorwort: AAS 65 (1973) 264; Papst Paul VI., Motu proprio Ministeria quaedam (15. August 1972): AAS 64 (1972) 532; Missale Romanum, Appendix III: Ritus ad deputandum ministrum sacrae Communionis ad actum distribuendae, S. 1253; Kongr. für den Klerus und andere, Instr. Ecclesiae de mysterio, Praktische Verfügungen, Art. 8 § 1: AAS 89 (1997) 871.

[258] Vgl. Hl. Kongr. für die Sakramente und den Gottesdienst, Instr. Inaestimabile donum, Nr. 10: AAS 72 (1980) 336; Päpstl. Kommission für die authentische Auslegung des Codex Iuris Canonici, Responsio ad propositum dubium (11. Juli 1984): AAS 76 (1984) 746.

[259] Vgl. Hl. Kongr. für die Disziplin der Sakramente, Instr. Immensae caritatis, Nr. 1: AAS 65 (1973) 264-271, hier 265-266; Päpstl. Kommission für die authentische Auslegung des Codex Iuris Canonici, Responsio ad propositum dubium (1. Juni 1988): AAS 80 (1988) 1373; Kongr. für den Klerus und andere, Instr. Ecclesiae de mysterio, Praktische Verfügungen, Art. 8 § 2: AAS 89 (1997) 871.

[260] Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 767 § 1.

[261] Vgl. ebd., can. 766.

[262] Vgl. Kongr. für den Klerus und andere, Instr. Ecclesiae de mysterio, Praktische Verfügungen, Art. 2 §§ 3-4: AAS 89 (1997) 865.

[263] Vgl. Papst Johannes Paul II., Apost. Schreiben Dies Domini, v.a. Nrn. 31-51: AAS 90 (1998) 713-766, hier 731-746; Papst Johannes Paul II., Apost. Schreiben Novo Millennio ineunte (6. Januar 2001), Nrn. 35-36: AAS 93 (2001) 290-292; Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 41: AAS 95 (2003) 460-461.

[264] II. Vat. Ökum. Konzil, Dekr. über Dienst und Leben der Priester Presbyterorum ordinis, Nr. 6; vgl. Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nrn. 22, 33: AAS 95 (2003) 448, 455-456.

[265] Vgl. Hl. Kongr. für die Riten, Instr. Eucharisticum mysterium, Nr. 26: AAS 59 (1967) 555-556; Kongr. für den Gottesdienst, Direktorium «Sonntäglicher Gemeindegottesdienst ohne Priester» Christi Ecclesia (2. Juni 1988), Nrn. 5 u. 25: Notitiae 24 (1988) 366-378, hier 367, 372.

[266] Vgl. Kongr. für den Gottesdienst, Direktorium «Sonntäglicher Gemeindegottesdienst ohne Priester» Christi Ecclesia, Nr. 18: Notitiae 24 (1988) 370.

[267] Vgl. Papst Johannes Paul II., Schreiben Dominicae Cenae, Nr. 2: AAS 72 (1980) 116.

[268] Vgl. Papst Johannes Paul II., Apost. Schreiben Dies Domini, Nr. 49: AAS 90 (1998) 744; Ders., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 41: AAS 95 (2003) 460-461; Codex Iuris Canonici, cann. 1246-1247.

[269] Codex Iuris Canonici, can. 1248 § 2; vgl. Kongr. für den Gottesdienst, Direktorium «Sonntäglicher Gemeindegottesdienst ohne Priester» Christi Ecclesia, Nrn. 1-2: Notitiae 24 (1988) 366.

[270] Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 33: AAS 95 (2003) 455-456.

[271] Vgl. Kongr. für den Gottesdienst, Direktorium «Sonntäglicher Gemeindegottesdienst ohne Priester» Christi Ecclesia, Nr. 22: Notitiae 24 (1988) 371.

[272] Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 30: AAS 95 (2003) 453-454; vgl. auch Päpstl. Rat zur Förderung der Einheit der Christen, Direktorium zur Ausführung der Prinzipien und Normen über den Ökumenismus, Nr. 115: AAS 85 (1993) 1039-1119, hier 1085.

[273] Vgl. Päpstl. Rat zur Förderung der Einheit der Christen, Direktorium zur Ausführung der Prinzipien und Normen über den Ökumenismus, Nr. 115: AAS 85 (1993) 1085.

[274] Codex Iuris Canonici, can. 292; vgl. Päpstl. Rat für die Auslegung der Gesetzestexte, Declaratio de recta interpretatione can. 1335, secundae partis, C.I.C. (15. Mai 1997), Nr. 3: AAS 90 (1998) 64.

[275] Vgl. Codex Iuris Canonici, cann. 976; 986 § 2.

[276] Vgl. Päpstl. Rat für die Auslegung der Gesetzestexte, Declaratio de recta interpretatione can. 1335, secundae partis, C.I.C. (15. Mai 1997), Nrn. 1-2: AAS 90 (1998) 63-64.

[277] In Bezug auf Priester, die eine Dispens vom Zölibat erhalten haben, vgl. Hl. Kongr. für die Glaubenslehre, Normae de dispensatione a sacerdotali caelibatu ad instantiam partis Normae substantiales (14. Oktober 1980), Art. 5; vgl. auch Kongr. für den Klerus und andere, Instr. Ecclesiae de mysterio, Praktische Verfügungen, Art. 3 § 5: AAS 89 (1997) 865.

[278] Hl. Thomas von Aquin, Summa Theol. II, 2, q. 93, a. 1.

[279] Papst Johannes Paul II., Apost. Schreiben Vicesimus quintus annus, Nr. 15: AAS 81 (1989) 911; vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nrn. 15-19.

[280] Papst Johannes Paul II., Motu proprio Sacramentorum sanctitatis tutela: AAS 93 (2001) 737-739; Kongr. für die Glaubenslehre, Ep. ad totius Catholicae Ecclesiae Episcopos aliosque Ordinarios et Hierarchas quorum interest: de delictis gravioribus eidem Congregationi pro Doctrina Fidei reservatis: AAS 93 (2001) 786.

[281] Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 1367; Päpstl. Rat für die Auslegung der Gesetzestexte, Responsio ad propositum dubium (3. Juli 1999): AAS 91 (1999) 918; Kongr. für die Glaubenslehre, Ep. ad totius Catholicae Ecclesiae Episcopos aliosque Ordinarios et Hierarchas quorum interest: de delictis gravioribus eidem Congregationi pro Doctrina Fidei reservatis: AAS 93 (2001) 786.

[282] Vgl. Codex Iuris Canonici, cann. 1378 § 2 1°, 1379; Kongr. für die Glaubenslehre, Ep. ad totius Catholicae Ecclesiae Episcopos aliosque Ordinarios et Hierarchas quorum interest: de delictis gravioribus eidem Congregationi pro Doctrina Fidei reservatis: AAS 93 (2001) 786.

[283] Vgl. Codex Iuris Canonici, cann. 908, 1365; Kongr. für die Glaubenslehre, Ep. ad totius Catholicae Ecclesiae Episcopos aliosque Ordinarios et Hierarchas quorum interest: de delictis gravioribus eidem Congregationi pro Doctrina Fidei reservatis: AAS 93 (2001) 786.

[284] Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 927; Kongr. für die Glaubenslehre, Ep. ad totius Catholicae Ecclesiae Episcopos aliosque Ordinarios et Hierarchas quorum interest: de delictis gravioribus eidem Congregationi pro Doctrina Fidei reservatis: AAS 93 (2001) 786.

[285] Codex Iuris Canonici, can. 387.

[286] Ebd., can. 838 § 4.

[287] Ebd., can. 392.

[288] Papst Johannes Paul II., Apost. Konst. Pastor bonus, Art. 52: AAS 80 (1988) 874.

[289] Vgl. ebd., Nr. 63: AAS 80 (1988) 876.

[290] Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 1417 § 1.

[291] Papst Johannes Paul II., Enzykl. Ecclesia de Eucharistia, Nr. 24: AAS 95 (2003) 449.

[292] Vgl. ebd., Nrn. 53-58: AAS 95 (2003) 469-472.

[293] Vgl. II. Vat. Ökum. Konzil, Konst. über die hl. Liturgie Sacrosanctum Concilium, Nr. 14; vgl. auch Nrn. 11, 41 u. 48.

[294] Vgl. hl. Thomas von Aquin, Summa Theol., III, q. 64, a. 9 ad primum.

[295] Vgl. Missale Romanum, Institutio Generalis, Nr. 24.

(Quelle: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/ccdds/documents/rc_con_ccdds_doc_20040423_redemptionis-sacramentum_ge.html)

ENZYKLIKA ECCLESIA DE EUCHARISTIA


ENZYKLIKA ECCLESIA DE EUCHARISTIA
VON PAPST JOHANNES PAUL II. AN DIE BISCHÖFE AN DIE PRIESTER UND DIAKONE AN DIE ORDENSLEUTE
UND AN ALLE CHRISTGLÄUBIGEN ÜBER DIE EUCHARISTIE IN IHREM VERHÄLTNIS ZUR KIRCHE

 
LIBRERIA EDITRICE VATICANA

VATIKANSTADT

 
EINLEITUNG

1. Die Kirche lebt von der Eucharistie. Diese Wahrheit drückt nicht nur eine alltägliche Glaubenserfahrung aus, sondern enthält zusammenfassend den Kern des Mysteriums der Kirche. Mit Freude erfährt sie auf vielfältige Weise die beständige Erfüllung der Verheißung: "Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt" (Mt 28, 20); indessen erfreut sie sich der Gegenwart des Herrn in einzigartiger Dichte in der heiligen Eucharistie durch die Verwandlung des Brotes und des Weines in den Leib und das Blut Christi. Seitdem die Kirche, das Volk des Neuen Bundes, am Pfingsttag ihren Pilgerweg zur himmlischen Heimat begonnen hat, prägt das Allerheiligste Sakrament unaufhörlich ihre Tage und erfüllt sie mit vertrauensvoller Hoffnung.
Mit Recht hat das Zweite Vatikanische Konzil gelehrt, daß das eucharistische Opfer "Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens" 1 ist. "Die Heiligste Eucharistie enthält ja das Heilsgut der Kirche in seiner ganzen Fülle, Christus selbst, unser Osterlamm und das lebendige Brot. Durch sein Fleisch, das durch den Heiligen Geist lebt und Leben schafft, spendet er den Menschen das Leben" .2 Deshalb ist der Blick der Kirche fortwährend auf den im Sakrament des Altares gegenwärtigen Herrn gerichtet, in welchem sie den vollen Ausdruck seiner unendlichen Liebe entdeckt.

2. Während des Großen Jubiläums des Jahres 2000 durfte ich die Eucharistie im Abendmahlssaal zu Jerusalem feiern; da, wo sie gemäß der Überlieferung zum erstenmal von Christus selbst vollzogen wurde. Der Abendmahlssaal ist der Ort der Einsetzung diesen heiligsten Sakramentes. Dort nahm Christus das Brot in seine Hände, brach es und gab es seinen Jüngern mit den Worten: "Nehmet und esset alle davon: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird" (vgl. Mt 26, 26; Lk 22, 19; 1 Kor 11, 24). Dann nahm er den Kelch mit Wein in seine Hände und sagte zu ihnen: "Nehmet und trinket alle daraus: Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden" (vgl. Mk 14, 24; Lk 22, 20; 1 Kor 11, 25). Ich bin dem Herrn Jesus dankbar, daß ich an eben diesem Ort seinem Auftrag gehorchend dies wiederholen durfte: "Tut dies zu meinem Gedächtnis" (Lk 22, 19), jene Worte, die er vor 2000 Jahren ausgesprochen hat.
Haben die am Letzten Abendmahl teilnehmenden Apostel den Sinn jener Worte verstanden, die aus dem Munde Christi kamen? Vielleicht nicht. Diese Worte sollten sich erst am Ende des Triduum sacrum ganz klären, d.h. jenes Zeitraums vom Donnerstagabend bis zum Sonntagmorgen. In diese Tage ist das mysterium paschale eingeschrieben, ebenso das mysterium eucharisticum.

3. Aus dem Ostermysterium geht die Kirche hervor. Genau deshalb steht die Eucharistie als Sakrament des Ostergeheimnisses par excellence im Mittelpunkt des kirchlichen Lebens. Das sieht man bereits an den ersten Bildern der Kirche, die uns die Apostelgeschichte bietet: "Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten" (Apg 2, 42). Im "Brechen des Brotes" ist die Eucharistie angesprochen. Nach zweitausend Jahren fahren wir noch immer fort, dieses ursprüngliche Bild der Kirche zu vollziehen. Und während wir das in der Eucharistiefeier tun, richten sich die Augen der Seele auf das österliche Triduum: auf das, was sich während des Abschiedsmahls am Abend des Gründonnerstags ereignete, und darauf, was danach geschah. Die Einsetzung der Eucharistie nimmt in der Tat auf sakramentale Weise die Ereignisse vorweg, die sich, beginnend mit der Todesangst von Gethsemane, kurz darauf ereignen sollten. Wiederum sehen wir Christus, wie er den Abendmahlssaal verläßt, um mit seinen Jüngern den Bach Kedron zu überqueren und zum Garten am Ölberg zu gelangen. In diesem Garten sind noch heute einige uralte Olivenbäume. Vielleicht waren sie Zeugen all dessen, was sich an jenem Abend in ihrem Schatten zugetragen hat, als Christus im Gebet Todesangst überfiel und sein Schweiß wie Blut zur Erde tropfte (vgl. Lk 22, 44). Das Blut, das er kurz zuvor der Kirche als Trank des Heiles im Sakrament der Eucharistie hinterlassen hatte, begann vergossen zu werden. Bald sollte sich das Vergießen seines Blutes auf Golgotha vollenden, um so das Werkzeug unserer Erlösung zu werden: "Christus [...] ist gekommen als Hoherpriester der künftigen Güter; [...] er ist ein für allemal in das Heiligtum hineingegangen, nicht mit dem Blut von Böcken und jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut, und so hat er eine ewige Erlösung bewirkt" (Hebr 9, 11-12).

4. Die Stunde unserer Erlösung. Obgleich hart geprüft, flieht Christus nicht vor seiner ,,Stunde": "Was soll ich sagen: Vater, rette mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen!" (Joh 12, 27). Er sehnt sich danach, daß die Jünger bei ihm bleiben, jedoch muß er Einsamkeit und Verlassenheit erfahren: "Konntet ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wachen? Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet" (Mt 26, 40-41). Nur Johannes wird mit Maria und den frommen Frauen unter dem Kreuz bleiben. Die Todesangst in Gethsemane hat die Todesangst des Kreuzes am Karfreitag eingeleitet. Die heilige Stunde, die Stunde der Erlösung der Welt. Wenn die Eucharistie am Grab Jesu in Jerusalem gefeiert wird, kehrt man beinahe greifbar zu seiner ,Stunde' zurück, der Stunde des Kreuzes und der Verherrlichung. An diesen Ort und in diese Stunde versetzt sich in spiritueller Weise jeder Priester, der die heilige Messe feiert, gemeinsam mit der christlichen Gemeinde, die daran teilnimmt.
"Gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten" . Die Worte des Glaubensbekenntnisses hallen wieder in den Worten der Betrachtung und der Verkündigung: "Ecce lignum crucis in quo salus mundi pependit. Venite adoremus" . Diese Einladung richtet die Kirche in der Nachmittagsstunde des Karfreitags an alle Menschen. Sie nimmt ihren Gesang während der Osterzeit wieder auf, um zu verkünden: "Surrexit Dominus de sepulcro qui pro nobis pependit in ligno. Alleluia" .

5. "Mysterium fidei! – Geheimnis des Glaubens!" . Auf diese vom Priester gesprochenen oder gesungenen Worte antworten die Mitfeiernden: "Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit" .
In diesen oder ähnlichen Worten offenbart die Kirche, indem sie Christus im Geheimnis seiner Passion zeigt, auch ihr eigenes Geheimnis: Ecclesia de Eucharistia. Bevor die Kirche mit der pfingstlichen Gabe des Heiligen Geistes ans Licht tritt und sich auf den Weg in die Welt macht, ist ein entscheidender Moment ihrer Formung sicherlich die Einsetzung der Eucharistie im Abendmahlssaal. Ihr Fundament und ihre Quelle ist das gesamte Triduum paschale. Dieses aber ist in der eucharistischen Gabe gleichsam gesammelt, vorweggenommen und für immer "konzentriert" . In dieser Gabe übereignete Christus der Kirche die immerwährende Vergegenwärtigung des Ostermysteriums. Mit ihr stiftete er eine geheimnisvolle "Gleichzeitigkeit" zwischen jenem Triduum und seinem Lauf durch die Jahrhunderte.
Dieser Gedanke ruft in uns Gefühle großen und dankbaren Staunens hervor. Im Ostergeschehen und in der Eucharistie, die dieses durch die Jahrhunderte hindurch gegenwärtig macht, liegt ein wirklich gewaltiges "Fassungsvermögen" , in dem die ganze Geschichte als Adressat der Erlösungsgnade enthalten ist. Dieses Staunen muß stets die in der Feier der Eucharistie versammelte Kirche ergreifen. In besonderer Weise jedoch muß es den Spender der Eucharistie begleiten. In der Tat ist er es, dem es dank der ihm verliehenen Vollmacht im Sakrament der Priesterweihe zukommt, die Konsekration zu vollziehen. Ihm ist es vorbehalten, mit der Vollmacht, die ihm von Christus aus dem Abendmahlssaal zuteil wird, zu sprechen: "Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird... Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch vergossen wird..." . Der Priester spricht diese Worte aus oder besser er stellt seinen Mund und seine Stimme Jenem zur Verfügung, der diese Worte im Abendmahlssaal gesprochen hat, und der gewollt hat, daß sie von Generation zu Generation von all denen wiederholt werden, die in der Kirche durch die Weihe an seinem Priestertum teilhaben.

6. Dieses "Staunen" über die Eucharistie wünsche ich mit der vorliegenden Enzyklika wiederzuerwecken, in Fortsetzung jenes Erbes des Jubiläums, das ich der Kirche mit dem Apostolischen Schreiben Novo millennio ineunte und mit seiner marianischen Krönung Rosarium Virginis Mariae übereignen wollte. Das Antlitz Christi zu betrachten und es mit Maria zu betrachten, ist das "Programm" , auf das ich die Kirche in der Morgenröte des Dritten Jahrtausends hingewiesen habe, indem ich sie einlade, mit Enthusiasmus für die Neuevangelisierung auf das Meer der Geschichte hinauszufahren. Christus zu betrachten bedeutet, ihn erkennen zu können, wo immer er sich zeigt, in den vielfältigen Formen seiner Gegenwart, vor allem aber im lebendigen Sakrament seines Leibes und seines Blutes. Die Kirche lebt vom eucharistischen Christus. Von ihm wird sie genährt, von ihm wird sie erleuchtet. Die Eucharistie ist Geheimnis des Glaubens und zugleich "Geheimnis des Lichtes" .3 Jedesmal, wenn die Kirche sie feiert, können die Gläubigen in gewisser Weise die Erfahrung der beiden Emmausjünger erleben: "Da gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten ihn" (Lk 24, 31).

7. Seit Beginn meines Dienstes als Nachfolger Petri habe ich dem Gründonnerstag, dem Tag der Eucharistie und des Priestertums, mit meinem Brief an alle Priester der Welt stets ein Zeichen besonderer Aufmerksamkeit vorbehalten. In diesem Jahr, dem fünfundzwanzigsten meines Pontifikates, möchte ich die gesamte Kirche in noch umfassenderer Weise an dieser eucharistischen Betrachtung beteiligen. Dabei möchte ich dem Herrn auch für das Geschenk der Eucharistie und des Priestertums danken: "Geschenk und Geheimnis" .4 In der Ausrufung des Rosenkranzjahres wollte ich eben dieses fünfundzwanzigste Jahr meines Pontifikates unter das Zeichen der Betrachtung Christi in der Schule Mariens stellen. Von daher möchte ich diesen Gründonnerstag 2003 nicht verstreichen lassen, ohne vor dem "eucharistischen Antlitz" Christi zu verharren und mit neuer Kraft die Kirche auf die zentrale Bedeutung der Eucharistie hinzuweisen. Aus ihr lebt die Kirche. Von diesem "lebendigen Brot" nährt sie sich. Wie sollte man da nicht das Bedürfnis spüren, alle aufzufordern, diese Erfahrung stets aufs Neue zu machen?

8. Wenn ich an die Eucharistie denke und dabei auf mein Leben als Priester, Bischof und Nachfolger Petri blicke, erinnere ich mich spontan an die vielen Momente und an die Orte, an denen es mir gegeben war, sie zu feiern. Ich erinnere mich an die Pfarrkirche von Niegowic, wo ich meine erste pastorale Aufgabe hatte, an die Kollegiatskirche St. Florian in Krakau, an die Kathedrale auf dem Wawel, die Peterskirche und die vielen Basiliken und Kirchen Roms und in der ganzen Welt. Ich konnte die heilige Messe in Kapellen an Gebirgspfaden zelebrieren, an Seeufern, an Meeresküsten; ich habe sie an Altären gefeiert, die in Stadien errichtet waren, auf den Plätzen der Städte... Diese so vielfältige Szenerie meiner Eucharistiefeiern läßt mich deutlich ihren universalen und sozusagen kosmischen Charakter erfahren. Ja, kosmisch! Denn auch dann, wenn man sie auf dem kleinen Altar einer Dorfkirche feiert, wird die Eucharistie immer, in einem gewissen Sinne, auf dem Altar der Welt zelebriert. Sie verbindet Himmel und Erde. Sie umfaßt und erfüllt alles Geschaffene. Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, um dem, der alles aus dem Nichts geschaffen hat, alles Geschaffene in einem höchsten Akt des Lobes zurückzuerstatten. Und so erstattet er, der ewige Hohepriester, indem er mittels des Blutes seines Kreuzes in das ewige Heiligtum eintritt, dem Schöpfer und Vater die ganze erlöste Schöpfung zurück. Dies tut er durch das priesterliche Amt in der Kirche zur Ehre der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Wahrhaftig ist dies das mysterium fidei, das sich in der Eucharistie vergegenwärtigt: die Welt, die aus den Händen Gottes des Schöpfers hervorgegangen ist, kehrt zu ihm als eine durch Christus erlöste zurück.

9. Die Eucharistie, heilbringende Gegenwart Jesu in der Gemeinschaft der Gläubigen und ihre geistliche Nahrung, ist das allerwertvollste Gut, das die Kirche auf ihrem Pilgerweg durch die Geschichte haben kann. So erklärt sich die sorgsame Aufmerksamkeit, die sie dem eucharistischen Geheimnis stets entgegengebracht hat; eine Aufmerksamkeit, die sich in verbindlicher Form in den Werken der Konzilien und der Päpste zeigt. Wie könnte man nicht die lehramtlichen Darlegungen in den Dekreten über die Heiligste Eucharistie und über das hochheilige Opfer der Messe bewundern, die das Konzil von Trient promulgiert hat? Diese Seiten haben durch die nachfolgenden Jahrhunderte hindurch sowohl die Theologie als auch die Katechese geleitet, und noch immer sind sie dogmatischer Bezugspunkt für die fortwährende Erneuerung und für das Wachstum des Volkes Gottes im Glauben und in der Liebe zur heiligen Eucharistie. Aus uns näheren Zeiten sind drei Enzykliken zu nennen: die Enzyklika Mirae Caritatis (28. Mai 1902) 5 von Papst Leo XIII., die Enzyklika Mediator Dei (20. November 1947) 6 von Pius XII. und die Enzyklika Mysterium Fidei (3. September 1965) 7 von Papst Paul VI.
Das Zweite Vatikanische Konzil, obgleich es kein spezifisches Dokument über das eucharistische Geheimnis herausgebracht hat, erhellt dessen verschiedene Aspekte jedenfalls in der inneren Abfolge seiner Dokumente, in besonderer Weise in der dogmatischen Konstitution Lumen gentium und in der Konstitution über die heilige Liturgie Sacrosanctum Concilium.
Ich selbst habe in den ersten Jahren meines apostolischen Dienstes auf dem Lehrstuhl Petri mit dem Apostolischen Schreiben Dominicae Cenae (24. Februar 1980) 8 einige Aspekte des eucharistischen Geheimnisses und seines Einflusses im Leben derer, die seine Ausspender sind, behandelt. Heute nehme ich den Faden dieser Erörterung mit einem von Ergriffenheit und Dankbarkeit noch mehr erfüllten Herzen wieder auf, indem ich gleichsam die Worte des Psalmisten widerhallen lasse: "Wie kann ich dem Herrn all das vergelten, was er mir Gutes getan hat. Ich will den Kelch des Heils erheben und anrufen den Namen des Herrn" (Ps 116, 12-13).

10. Dieser Verkündigungsdienst seitens des Lehramtes hat im inneren Wachstum der christlichen Gemeinschaft seine Antwort gefunden. Ohne Zweifel war die Liturgiereform des Konzils von großem Gewinn für eine bewußtere, aktivere und fruchtbarere Teilnahme der Gläubigen am heiligen Opfer des Altares. Des weiteren findet die Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes an vielen Orten einen weiten Raum im täglichen Leben und wird so zur unerschöpflichen Quelle der Heiligkeit. Die andächtige Teilnahme der Gläubigen an der eucharistischen Prozession des Fronleichnamfestes ist eine Gnade des Herrn, die jedes Jahr diejenigen mit Freude erfüllt, die an ihr teilnehmen. Man könnte noch andere positive Zeichen des Glaubens und der Liebe zur Eucharistie erwähnen.
Leider fehlt neben diesem Licht nicht der Schatten. In der Tat gibt es Orte, an denen eine beinahe völlige Vernachlässigung des Kultes der eucharistischen Anbetung feststellbar ist. Überdies gibt es in dem einen oder anderen Bereich der Kirche Mißbräuche, die dazu beitragen, den rechten Glauben und die katholische Lehre über dieses wunderbare Sakrament zu verdunkeln. Zuweilen kommt ein sehr bedeutungsminderndes Verständnis der Eucharistie zum Vorschein. Einmal seines Opfercharakters beraubt, wird das eucharistische Geheimnis so vollzogen, als ob es nicht den Sinn und den Wert eines Treffens zum brüderlichen Mahl übersteigen würde. Darüber hinaus ist gelegentlich die Notwendigkeit des Amtspriestertums, das in der apostolischen Sukzession gründet, verdunkelt, und die Sakramentalität der Eucharistie wird allein auf die Wirksamkeit in der Verkündigung reduziert. Von da her frönen hier und da ökumenische Initiativen, obgleich edel in ihren Intentionen, eucharistischen Praktiken, welche der Disziplin, mit der die Kirche ihren Glauben ausdrückt, widersprechen. Wie sollte man nicht über all dies tiefen Schmerz zum Ausdruck bringen? Die Eucharistie ist ein zu großes Gut, um Zweideutigkeiten und Minimalisierungen zu dulden.
Ich vertraue darauf, daß diese Enzyklika wirksam dazu beitragen kann, die Schatten inakzeptabler Lehren und Praktiken zu vertreiben, damit die Eucharistie weiterhin erstrahlen möge im ganzen Glanz ihres Geheimnisses.


I. KAPITEL
GEHEIMNIS DES GLAUBENS

11. "Jesus, der Herr, in der Nacht, da er ausgeliefert wurde" (1 Kor 11, 23), hat das eucharistische Opfer seines Leibes und seines Blutes gestiftet. Die Worte des heiligen Apostels Paulus führen uns zu den dramatischen Umständen zurück, in denen die Eucharistie entstanden ist. In sie ist das Ereignis des Leidens und des Todes des Herrn unauslöschlich eingeschrieben. Sie ist nicht nur ein In-Erinnerung-rufen, sondern die sakramentale Wieder-Vergegenwärtigung dieses Geschehens. Sie ist das Kreuzesopfer, das durch die Jahrhunderte fortdauert.9 Gut drücken die Worte, mit denen das gläubige Volk im lateinischen Ritus auf den Ruf des Priesters "Geheimnis des Glaubens" antwortet, diese Wahrheit aus: "Deinen Tod, o Herr, verkünden wir!" .
Die Kirche hat die Eucharistie von Christus, ihrem Herrn, nicht als irgendeine Gabe erhalten, kostbar unter vielen anderen, sondern als die Gabe schlechthin, da es die Gabe seiner selbst ist, seiner Person in seiner heiligen Menschheit, und auch seines Erlösungswerkes. Dieses beschränkt sich nicht auf die Vergangenheit, denn "alles, was Christus ist, und alles, was er für alle Menschen getan und gelitten hat, nimmt an der Ewigkeit Gottes teil, steht somit über allen Zeiten und wird ihnen gegenwärtig" .10
Wenn die Kirche die heilige Eucharistie, das Gedenken des Todes und der Auferstehung ihres Herrn, feiert, wird dieses zentrale Geheimnis des Heils wirklich gegenwärtig gesetzt und es "vollzieht sich das Werk unserer Erlösung" .11 Dieses Opfer ist für die Erlösung des Menschengeschlechtes so entscheidend, daß Jesus Christus es erfüllt hat und erst dann zum Vater zurückgekehrt ist, nachdem er uns das Mittel hinterlassen hat, daran teilzunehmen, als ob wir dabei anwesend gewesen wären. Jeder Gläubige kann so daran teilhaben und daraus in unerschöpflichem Maße die Früchte erlangen. Das ist der Glaube, aus dem die christlichen Generationen im Laufe der Jahrhunderte gelebt haben. Diesen Glauben hat das Lehramt der Kirche unaufhörlich mit freudiger Dankbarkeit für das unschätzbare Geschenk bekräftigt.12 Ich möchte noch einmal an diese Wahrheit erinnern und mich mit euch, meine vielgeliebten Brüder und Schwestern, in Anbetung vor dieses Geheimnis begeben: das große Geheimnis, das Geheimnis der Barmherzigkeit. Was hätte Jesus noch mehr für uns tun können? Wahrhaftig, in der Eucharistie zeigt er uns eine Liebe, die bis "zur Vollendung" (vgl. Joh 13, 1) geht, eine Liebe, die kein Maß kennt.

12. Dieser Aspekt universaler Liebe des eucharistischen Sakramentes gründet in den Worten des Heilands selbst. Als er es einsetzte, beschränkte er sich nicht darauf zu sagen "Das ist mein Leib" , "Das ist mein Blut" , sondern fügte hinzu "hingegeben für euch... vergossen für euch" (Lk 22, 19-20). Er bestätigte nicht nur, daß das, was er ihnen zum Essen und zum Trinken gab, sein Leib und sein Blut war, sondern er drückte darüber hinaus den Opfercharakter aus und läßt damit sein Opfer, das einige Stunden später am Kreuz für das Heil aller dargebracht werden sollte, auf sakramentale Weise gegenwärtig werden. "Die Messe ist zugleich und untrennbar das Opfergedächtnis, in welchem das Kreuzesopfer für immer fortlebt, und das heilige Mahl der Kommunion mit dem Leib und dem Blut des Herrn" .13
Die Kirche lebt unaufhörlich vom Erlösungsopfer, und ihm nähert sie sich nicht durch ein glaubensvolles Gedenken, sondern auch in einem aktuellen Kontakt, denn dieses Opfer kehrt als gegenwärtiges wieder. Es dauert auf sakramentale Weise in jeder Gemeinschaft fort, die es durch die Hände des geweihten Priesters darbringt. Auf diese Weise wendet die Eucharistie den Menschen von heute jene Versöhnung zu, die Christus ein für alle Mal der Menschheit zu jeder Zeit erlangt hat. In der Tat: "Das Opfer Christi und das Opfer der Eucharistie sind ein einziges Opfer" .14 Das sagte wirkungsvoll bereits der heilige Johannes Chrysostomus: "Wir opfern immer das gleiche Lamm, und nicht heute das eine und morgen ein anderes, sondern immer dasselbe. Aus diesem Grund ist das Opfer immer nur eines. [...] Auch heute bringen wir jenes Opferlamm dar, das damals geopfert worden ist und das sich niemals verzehren wird" .15
Die Messe macht das Opfer des Kreuzes gegenwärtig, sie fügt ihm nichts hinzu und vervielfältigt es auch nicht.16 Das, was sich wiederholt, ist die gedenkende Feier, seine "gedenkende Darstellung" (memorialis demonstratio),17 durch die das einzige und endgültige Erlösungsopfer Christi in der Zeit gegenwärtig wird. Die Natur des Opfers des eucharistischen Geheimnisses kann deswegen nicht als etwas in sich selbst Stehendes verstanden werden, unabhängig vom Kreuz oder nur mit einem indirekten Bezug zum Opfer von Golgotha.

13. Kraft ihrer innigen Beziehung mit dem Opfer von Golgotha, ist die Eucharistie Opfer im eigentlichen Sinne, und nicht nur in einem allgemeinen Sinne, als ob es sich um ein bloßes Sichhingeben Christi als geistliche Speise an die Gläubigen handelte. Das Geschenk seiner Liebe und seines Gehorsams bis zur Vollendung des Lebens (vgl. Joh 10, 17-18) ist in erster Linie eine Gabe an seinen Vater. Natürlich ist es Gabe zu unserem Wohle, ja für die ganze Menschheit (vgl. Mt 26, 28; Mk 14, 24; Lk 22, 20; Joh 10, 15), aber dennoch vor allem Gabe an den Vater: "ein Opfer, das der Vater angenommen hat, indem er für die Ganzhingabe seines Sohnes, der ,gehorsam wurde bis zum Tod' (Phil 2, 8), die ihm als Vater eigene Gabe zurückschenkte, d.h. ein neues, ewiges Leben in der Auferstehung" .18
Indem Christus der Kirche sein Opfer geschenkt hat, wollte er sich auch das geistliche Opfer der Kirche zu eigen machen, die berufen ist, mit dem Opfer Christi auch sich selbst darzubringen. Das lehrt uns das Zweite Vatikanische Konzil mit Bezug auf alle Gläubigen: "In der Teilnahme am eucharistischen Opfer, der Quelle und dem Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens, bringen sie das göttliche Opferlamm Gott dar und sich selbst mit ihm" .19

14. Das Pascha Christi umfaßt mit dem Leiden und dem Tod auch seine Auferstehung. Daran erinnert der Ruf des Volkes nach der Konsekration: "Deine Auferstehung preisen wir" . Tatsächlich läßt das eucharistische Opfer nicht nur das Geheimnis vom Leiden und Tod des Erlösers gegenwärtig werden, sondern auch das Geheimnis der Auferstehung, in der das Opfer seine Krönung findet. Insofern er der Lebende und Auferstandene ist, kann Christus sich in der Eucharistie zum "Brot des Lebens" (Joh 6, 35.48), zum "lebendigen Brot" (Joh 6, 51) machen. Der heilige Ambrosius prägte dies den Neugetauften als Anwendung des Auferstehungsgeschehens für ihr eigenes Leben ein: "Wenn heute Christus dein ist, so steht er für dich jeden Tag von den Toten auf" .20 Der heilige Cyrill von Alexandrien unterstreicht einmal, daß die Teilnahme an den heiligen Geheimnissen "ein wahres Bekenntnis und eine wahre Erinnerung sind, daß der Herr gestorben ist und zum Leben zurückgekehrt ist für uns und für unser Wohl" .21

15. Die sakramentale Vergegenwärtigung des Opfers Christi in der heiligen Messe, die gekrönt ist von seiner Auferstehung, beinhaltet eine ganz besondere Gegenwart, die – um die Worte Pauls VI. aufzugreifen – ",wirklich' genannt wird, nicht im ausschließlichen Sinne, als ob die anderen nicht ,wirkliche' wären, sondern hervorhebend, weil sie substantiell ist, denn sie bringt die Gegenwart des ganzen und vollständigen Christus, des Gottmenschen, mit sich" .22 Damit wird die immer gültige Lehre des Konzils von Trient wieder vorgelegt: "Durch die Konsekration des Brotes und Weines geschieht eine Verwandlung der ganzen Substanz des Brotes in die Substanz des Leibes unseres Herrn, und der ganzen Substanz des Weines in die Substanz seines Blutes. Diese Wandlung wurde von der heiligen katholischen Kirche treffend und im eigentlichen Sinne Wesensverwandlung genannt" .23 Wahrhaftig ist die Eucharistie "mysterium fidei" , ein Geheimnis, das unser Denken übersteigt, und das nur im Glauben erfaßt werden kann, wie die Katechesen der Kirchenväter bezüglich dieses göttlichen Sakramentes oft in Erinnerung rufen: "Schau nicht – mahnt der heilige Cyrill von Jerusalem – in Brot und Wein die bloßen und natürlichen Elemente an, denn der Herr hat ausdrücklich gesagt, daß sie sein Leib und sein Blut sind: Der Glaube versichert es dir, auch wenn die Sinne dir anderes einreden" .24
"Adoro te devote, latens Deitas" , fahren wir fort mit dem Doctor Angelicus zu singen. Angesichts dieses Geheimnisses der Liebe, erfährt die menschliche Vernunft ihre ganze Begrenztheit. Man versteht, wie diese Wahrheit im Laufe der Jahrhunderte die Theologie zu leidenschaftlichen Anstrengungen des Begreifenwollens angeregt hat.
Diese Anstrengungen sind löblich, da sie um so nützlicher und durchdringender sind, je mehr sie den kritischen Einsatz des Denkens mit dem "Glaubensleben" der Kirche verbinden, das sich besonders im "sicheren Charisma der Wahrheit" des Lehramtes und im "innerlichen Verständnis geistlicher Wahrheiten" ,25 das vor allem die Heiligen erlangen, findet. Es bleibt die Grenze, auf die Papst Paul VI. hinweist: "Jede theologische Erklärung, die sich um das Verständnis dieses Geheimnisses bemüht, muß, um mit unserem Glauben übereinstimmen zu können, daran festhalten, daß Brot und Wein der Substanz nach, unabhängig von unserem Denken, nach der Konsekration zu bestehen aufgehört haben, so daß nunmehr der anbetungswürdige Leib und das anbetungswürdige Blut unseres Herrn vor uns gegenwärtig sind unter den sakramentalen Gestalten von Brot und Wein" .26

16. In Fülle verwirklicht sich die heilbringende Wirkung des Opfers, wenn wir in der Kommunion beim Empfang des Leibes und Blutes des Herrn daran teilhaben. Das eucharistische Opfer ist in sich auf die innige Gemeinschaft von uns Gläubigen mit Christus mittels der Kommunion ausgerichtet: Wir empfangen Ihn selbst, der sich für uns geopfert hat, seinen Leib, den er für uns hingegeben hat am Kreuz, sein Blut, das er "vergossen hat für viele zur Vergebung der Sünden" (Mt 26, 28). Erinnern wir uns an seine Worte: "Wie mich der lebendige Vater gesandt hat, und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich ißt, durch mich leben" (Joh 6, 57). Es ist Jesus selbst, der uns versichert, daß eine derartige Vereinigung, die von ihm in Analogie zu jener des Lebens der Dreifaltigkeit dargestellt wird, sich wahrhaftig verwirklicht. Die Eucharistie ist ein wahres Mahl, in dem sich Christus als Nahrung darbietet. Als Jesus zum ersten Mal diese Speise verkündet hat, blieben die Zuhörer erstaunt und verwirrt, so daß sich der Meister gezwungen sah, die objektive Wahrheit seiner Worte zu unterstreichen: "Amen, Amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht eßt und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch" (Joh 6, 53). Es handelt sich nicht um eine metaphorische Nahrung: "Mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank" (Joh 6, 55).

17. Durch die Teilhabe an seinem Leib und an seinem Blut teilt Christus uns auch seinen Geist mit. Der heilige Ephräm schreibt: "Er nannte das Brot seinen lebendigen Leib, er erfüllte es mit sich selbst und mit seinem Geist. [...] Und der, der es mit Glauben ißt, ißt Feuer und Geist. [...] Nehmt davon, eßt alle davon und eßt mit ihm den Heiligen Geist. In der Tat ist es wirklich mein Leib und der, der ihn ißt, wird ewig leben" .27 Die Kirche erbittet diese göttliche Gabe, Wurzel jeder anderen Gabe, in der eucharistischen Epiklese: "Wir rufen dich an, wir bitten dich und wir flehen dich an: Sende deinen Heiligen Geist über uns alle und über diese Gaben. [...] damit alle, die daran teilhaben, Reinigung der Seele, Vergebung der Sünden, Gemeinschaft des Heiligen Geistes erlangen mögen" .28 Und im Römischen Meßbuch betet der Zelebrant: "Stärke uns durch den Leib und das Blut deines Sohnes und erfülle uns mit seinem Heiligen Geist, damit wir ein Leib und ein Geist werden in Christus" .29 So läßt Christus durch die Gabe seines Leibes und seines Blutes in uns die Gabe seines Geistes wachsen, der schon in der Taufe ausgegossen und im Sakrament der Firmung als "Siegel" geschenkt wurde.

18. Die Akklamation des Volkes nach der heiligen Wandlung endet passenderweise mit dem Bekenntnis der eschatologischen Perspektive, die Wesensmerkmal der Eucharistiefeier ist (vgl. 1 Kor 11, 26): "... bis du kommst in Herrlichkeit" . Die Eucharistie bedeutet Spannung auf das Ziel hin, Vorgeschmack der von Christus versprochenen vollkommenen Freude (vgl. Joh 15, 11); in gewisser Weise ist sie Vorwegnahme des Paradieses, "Unterpfand der künftigen Herrlichkeit" .30 Alles in der Eucharistie drückt die vertrauensvolle Erwartung aus, daß "wir voll Zuversicht das Kommen unseres Erlösers Jesus Christus erwarten" .31 Wer sich von Christus in der Eucharistie nährt, muß nicht das Jenseits erwarten, um das ewige Leben zu erlangen: er besitzt es schon auf Erden, als Erstlingsgabe der künftigen Fülle, die sich auf den Menschen in seiner Ganzheit beziehen wird. In der Eucharistie empfangen wir tatsächlich auch die Garantie der leiblichen Auferstehung am Ende der Welt: "Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag" (Joh 6, 54). Diese Garantie der künftigen Auferstehung kommt aus der Tatsache, daß das Fleisch des Menschensohnes, das uns zur Speise gereicht wird, sein Leib im herrlichen Zustand des Auferstandenen ist. Mit der Eucharistie nehmen wir sozusagen das ,Geheimnis' der Auferstehung in uns auf. Deshalb definiert der heilige Ignatius von Antiochien zu Recht das eucharistische Brot als "Medizin der Unsterblichkeit, Gegengift gegen den Tod" .32

19. Die eschatologische Spannung, welche die Eucharistie wachruft, drückt die Gemeinschaft mit der himmlischen Kirche aus und stärkt sie. Es ist kein Zufall, daß in den orientalischen Anaphoren und in den eucharistischen Hochgebeten des lateinischen Ritus mit Andacht Maria, der allzeit jungfräulichen Mutter unseres Herrn und Gottes Jesus Christus, der Engel, der heiligen Apostel, der ruhmreichen Märtyrer und aller Heiligen gedacht wird. Dies ist ein Aspekt der Eucharistie, der es verdient, hervorgehoben zu werden: Während wir das Opfer des Lammes feiern, vereinen wir uns mit der himmlischen Liturgie und gesellen uns zu jener gewaltigen Schar, die ruft: "Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm!" (Offb 7, 10). Die Eucharistie ist wahrhaftig ein Aufbrechen des Himmels, der sich über der Erde öffnet. Sie ist ein Strahl der Herrlichkeit des himmlischen Jerusalems, der die Wolken unserer Geschichte durchdringt und unseren Weg mit seinem Licht bescheint.

20. Eine bedeutungsvolle Konsequenz der eschatologischen Spannung innerhalb der Eucharistie besteht darin, daß sie unserem Weg durch die Geschichte einen Impuls gibt, indem sie in die tägliche Hingabe eines jeden an die Erfüllung der eigenen Pflichten den Samen lebendiger Hoffnung hineinlegt. Wenn die christliche Sichtweise der Dinge tatsächlich dazu führt, auf "den neuen Himmel" und "die neue Erde" zu blicken (vgl. Ap 21, 1), so schwächt dies nicht unseren Verantwortungssinn für die gegenwärtige Welt, sondern regt diesen vielmehr an.33 Es drängt mich, dies mit Nachdruck am Beginn des neuen Jahrtausends zu bekräftigen, damit die Christen sich mehr denn je verpflichtet fühlen, die Aufgaben ihrer irdischen Bürgerschaft nicht zu vernachlässigen. Es ist ihre Aufgabe, mit dem Licht des Evangeliums zum Aufbau einer Welt nach dem Maßstab des Menschen und im vollkommenen Einklang mit dem Plan Gottes beizutragen.
Viele Probleme verdunkeln den Horizont unserer Zeit. Es mag genügen, an die Dringlichkeit zu denken, für den Frieden zu arbeiten, tragfähige Voraussetzungen der Gerechtigkeit und Solidarität in die Beziehungen zwischen den Völkern einzubringen und das menschliche Leben von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende zu verteidigen. Und was soll man von den tausend Widersprüchen einer "globalisierten" Welt halten, in der die Schwächsten, die Kleinsten und die Ärmsten scheinbar wenig zu erhoffen haben? Gerade in dieser Welt muß die christliche Hoffnung aufstrahlen! Auch deshalb wollte der Herr in der Eucharistie bei uns bleiben und hat in seine heilige Gegenwart beim Opfermahl die Zusage einer durch seine Liebe erneuerten Menschheit eingeschrieben. Da, wo die synoptischen Evangelien von der Einsetzung der Eucharistie berichten, bietet das Johannesevangelium bedeutungsvollerweise den Bericht der "Fußwaschung" , in der sich Jesus zum Herrn der Gemeinschaft und des Dienstes macht (vgl. Joh 13, 1-20), um so die tiefe Bedeutung der Einsetzung zu erhellen. Der heilige Apostel Paulus wertet seinerseits die Teilnahme der christlichen Gemeinde am Herrenmahl als ,unwürdig', wenn Spaltungen bestehen und sich die Gemeinde gegenüber den Armen gleichgültig verhält (vgl. 1 Kor 11, 17-22.27-34).34
Den Tod des Herrn verkünden, "bis er kommt" (1 Kor 11, 26), bringt für alle Christen, die an der Eucharistie teilnehmen, die Verpflichtung mit sich, das Leben zu ,verwandeln', damit es in gewisser Weise ganz "eucharistisch" werde. Genau diese Frucht der Verwandlung der Existenz und die Verpflichtung, die Welt evangeliumsgemäß umzugestalten, lassen die eschatologische Spannung der Eucharistiefeier und des ganzen christlichen Lebens aufscheinen: "Komm, Herr Jesus!" (Offb 22, 20).


II. KAPITEL
DIE EUCHARISTIE BAUT DIE KIRCHE AUF

21. Das Zweite Vatikanische Konzil hat daran erinnert, daß die Feier der Eucharistie die Mitte des Wachstumsprozesses der Kirche ist. Nach der Aussage: "Die Kirche, das heißt das im Mysterium schon gegenwärtige Reich Gottes, wächst durch die Kraft Gottes sichtbar in der Welt" ,35 fügt das Konzil – so als ob es auf die Frage "Wie wächst sie?" antworten wollte – hinzu: "Sooft das Kreuzesopfer, in dem Christus, unser Osterlamm, dahingegeben wurde (1 Kor 5, 7), auf dem Altar gefeiert wird, vollzieht sich das Werk unserer Erlösung. Zugleich wird durch das Sakrament des eucharistischen Brotes die Einheit der Gläubigen, die einen Leib in Christus bilden, dargestellt und verwirklicht (1 Kor 10, 17)" .36
Ein ursächlicher Einfluß der Eucharistie zeigt sich an den direkten Ursprüngen der Kirche. Die Evangelisten beschreiben genau, daß es die Zwölf, die Apostel, gewesen sind, die mit Jesus zum Letzten Abendmahl zusammenkamen (vgl. Mt 26, 20; Mk 14, 17; Lk 22, 14). Dies ist ein Detail von bemerkenswerter Bedeutung, denn die Apostel "bildeten die Keime des neuen Israel und zugleich den Ursprung der heiligen Hierarchie" .37 Indem er ihnen seinen Leib und sein Blut zur Speise reichte, bezog Christus sie auf geheimnisvolle Weise in das Opfer ein, das wenige Stunden später auf Kalvaria vollbracht werden sollte. In Analogie zum Bundesschluß des Sinai, der durch das Opfer und die Besprengung mit Blut besiegelt wurde,38 legen die Handlungen und Worte Jesu beim Letzten Abendmahl das Fundament für die neue messianische Gemeinschaft, das Volk des Neuen Bundes.
Als die Apostel die Einladung Jesu im Abendmahlssaal angenommen haben: "Nehmet und esset... Trinket alle daraus..." (Mt 26, 26-27), sind sie zum erstenmal in sakramentale Gemeinschaft mit Ihm getreten. Von diesem Moment an bis zum Ende der Zeiten wird die Kirche durch die sakramentale Gemeinschaft mit dem Sohn Gottes, der für uns geopfert wurde, auferbaut: "Tut dies zu meinem Gedächtnis... Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis" (1 Kor 11, 24-25; vgl. Lk 22,19).

22. Die in der Taufe verwirklichte Eingliederung in Christus erneuert und festigt sich kontinuierlich durch die Teilnahme am eucharistischen Opfer, vor allem durch die volle Teilnahme daran, die durch die sakramentale Kommunion erlangt wird. Wir können sagen, daß nicht nur jeder einzelne von uns Christus empfängt, sondern auch, daß Christus jeden einzelnen von uns empfängt. Er schließt seine Freundschaft mit uns: "Ihr seid meine Freunde" (Joh 15, 14). Dank seiner haben wir sogar das Leben: "So wird jeder, der mich ißt, durch mich leben" (Joh 6, 57). In der eucharistischen Kommunion verwirklicht sich in höchster Weise das "Innewohnen" des einen im anderen, Christi und des Jüngers: "Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch" (Joh 15, 4).
Durch die Vereinigung mit Christus wird das Volk des Neuen Bundes – weit davon entfernt, sich in sich selbst zu verschließen – zum "Sakrament" für die Menschheit39 zum Zeichen und Werkzeug des von Christus gewirkten Heils, zum Licht der Welt und zum Salz der Erde (vgl. Mt 5, 13-16) für die Erlösung aller.40 Die Mission der Kirche steht in Kontinuität mit der Sendung Christi: "Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch" (Joh 20, 21). Deshalb gewinnt die Kirche aus der immerwährenden Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers in der Eucharistie und aus der Gemeinschaft mit dem Leib und dem Blut Christi die notwendige geistliche Kraft, um ihre Sendung zu erfüllen. So stellt sich die Eucharistie als Quelle und zugleich als Höhepunkt der ganzen Evangelisation dar, da ihr Ziel die Gemeinschaft der Menschen mit Christus und in ihm mit dem Vater und mit dem Heiligen Geist ist.41

23. Mit der eucharistischen Kommunion wird die Kirche zugleich in ihrer Einheit als Leib Christi gefestigt. Der heilige Paulus bezieht sich auf diese einheitsstiftende Wirkung der Teilnahme am eucharistischen Mahl, wenn er an die Korinther schreibt: "Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot" (1 Kor 10, 16-17). Der tiefsinnige Kommentar des heiligen Chrysostomus trifft den Punkt: "Was ist denn das Brot wirklich? Es ist der Leib Christi. Was werden die, welche ihn empfangen? Sie werden Leib Christi; aber nicht viele Leiber, sondern ein einziger Leib. In der Tat ist das Brot ganz eins, obgleich es aus vielen Körnern besteht, die sich in ihm befinden, auch wenn man sie nicht sieht und ihre Verschiedenheit zugunsten ihrer gegenseitigen vollkommenen Verschmelzung verschwindet. Ebenso sind auch wir auf die gleiche Weise untereinander geeint und alle miteinander mit Christus" .42 Die Argumentation ist überzeugend: Unsere Vereinigung mit Christus, die Geschenk und Gnade für jeden einzelnen ist, vollzieht sich so, daß wir in ihm auch in der Einheit seines Leibes, der die Kirche ist, zusammengefügt sind. Die Eucharistie festigt die Eingliederung in Christus, die in der Taufe durch die Gabe des Geistes hergestellt worden ist (vgl. 1 Kor 12, 13.27).
Das miteinander verbundene und untrennbare Handeln des Sohnes und des Heiligen Geistes, das der Kirche, ihrer Gründung und ihrem Fortbestehen zugrunde liegt, ist in der Eucharistie wirksam. Dessen ist sich der Verfasser der Liturgie des hl. Jakobus wohl bewußt: In der Epiklese der Anaphora wird Gott Vater gebeten, daß er den Heiligen Geist auf die Gläubigen und über die Gaben herabkommen lasse, damit der Leib und das Blut Christi "all denen, die daran teilhaben, [...] zur Heiligung der Seelen und der Leiber diene [...]" .43 Die Kirche wird vom göttlichen Parakleten gefestigt durch die Heiligung der Gläubigen in der Eucharistie.

24. Die Gabe Christi und seines Geistes, die wir in der eucharistischen Kommunion empfangen, sättigt mit überreicher Fülle die im menschlichen Herzen wohnenden sehnsüchtigen Wünsche nach brüderlicher Einheit. Zugleich hebt sie die Erfahrung der Brüderlichkeit, die der gemeinsamen Teilnahme am selben eucharistischen Tisch innewohnt, auf Ebenen weit über jener einer bloß menschlichen Gemeinschaftserfahrung herauf. Mittels der Kommunion am Leib Christi dringt die Kirche immer tiefer zu ihrem Seinsgrund vor, "in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit" 44 zu sein.
Den Keimen der Entzweiung unter den Menschen, die, wie die tägliche Erfahrung zeigt, aufgrund der Sünde tief in die Menschheit eingegraben sind, stellt sich die fruchtbare Kraft der Einheit des Leibes Christi entgegen. Die Eucharistie, die die Kirche erbaut, schafft gerade dadurch Gemeinschaft unter den Menschen.

25. Der Kult, welcher der Eucharistie außerhalb der Messe erwiesen wird, hat einen unschätzbaren Wert für das Leben der Kirche. Dieser Kult ist eng mit der Feier des eucharistischen Opfers verbunden. Die Gegenwart Christi unter den heiligen Gestalten, die nach der Messe aufbewahrt werden – eine Gegenwart, die so lange andauert, wie die Gestalten von Brot und Wein Bestand haben 45 – kommt von der Feier des Opfers her und strebt auf die sakramentale wie die geistliche Kommunion zu.46 Es obliegt den Hirten, auch im persönlichen Zeugnis dazu zu ermutigen, den eucharistischen Kult, insbesondere die Aussetzung des Allerheiligsten Sakramentes, sowie das anbetende Verweilen vor dem unter den eucharistischen Gestalten gegenwärtigen Christus zu pflegen.47
Es ist schön, bei ihm zu verweilen und, wie der Lieblingsjünger an seine Brust gelehnt (vgl. Joh 13, 25), von der unbegrenzten Liebe seines Herzens berührt zu werden. Wenn das Christentum in unserer Zeit sich vor allem durch die "Kunst des Gebetes" 48 auszeichnen soll, wie könnte man dann nicht ein erneuertes Bedürfnis verspüren, ausgiebig vor Christus, der im Allerheiligsten Sakrament gegenwärtig ist, im geistlichen Zwiegespräch und in einer Haltung der Liebe zu verharren? So viele Male, meine lieben Brüder und Schwestern, habe ich diese Erfahrung gemacht, und daraus Kraft, Trost und Stärkung bezogen!
Von dieser Übung, die immer wieder vom Lehramt gelobt und empfohlen wurde,49 geben uns zahlreiche Heilige ein Beispiel. In besonderer Weise zeichnete sich darin der heilige Alfons von Liguori aus, der schrieb: "Unter allen Frömmigkeitsformen ist die Anbetung des eucharistischen Christus die erste nach den Sakramenten; sie ist Gott die liebste und uns die nützlichste" .50 Die Eucharistie ist ein unermeßlicher Schatz: Nicht nur ihre Feier, sondern auch das Verweilen vor ihr außerhalb der Messe gestattet den Gläubigen, an der Quelle der Gnade selbst zu schöpfen. Eine christliche Gemeinschaft, die das Antlitz Christi noch mehr in jenem Geist betrachten möchte, den ich in den Apostolischen Schreiben Novo millennio ineunte und Rosarium Virginis Mariae empfohlen habe, kann nicht darauf verzichten, diesen Aspekt des eucharistischen Kultes zu entwickeln, in dem sich die Früchte der Gemeinschaft am Leib und am Blut des Herrn verlängern und vervielfachen.

III. KAPITEL
DIE APOSTOLIZITÄT DER EUCHARISTIE UND DER KIRCHE

26. Wenn, wie ich oben erwähnt habe, die Eucharistie die Kirche auferbaut, und die Kirche die Eucharistie vollzieht, so folgt daraus, daß die Verbindung zwischen der einen und der anderen sehr eng ist. Diese Wahrheit erlaubt es uns, all das, was wir über die Kirche aussagen, wenn wir sie im nizäno-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis als "die eine, heilige, katholische und apostolische" bekennen, auf das eucharistische Geheimnis anzuwenden. Eine und katholisch ist auch die Eucharistie. Sie ist ebenfalls heilig, ja sie ist sogar das Allerheiligste Sakrament. Aber vor allem auf ihre Apostolizität wollen wir nun unsere Aufmerksamkeit richten.

27. Der Katechismus der Katholischen Kirche erklärt, wie die Kirche apostolisch beziehungsweise auf die Apostel gegründet ist, in einem dreifachen Sinn. Erstens "ist und bleibt sie ,,auf das Fundament der Apostel" (Eph 2, 20) gebaut, auf die von Christus selbst erwählten und ausgesandten Zeugen" .51 Die Apostel dienen auch als Fundament der Eucharistie, nicht weil das Sakrament nicht auf Christus selbst zurückginge, sondern weil es von Jesus den Aposteln anvertraut worden ist und von ihnen und ihren Nachfolgern bis zu uns weitergereicht worden ist. In Kontinuität mit dem Handeln der Apostel, die dem Auftrag des Herrn gehorchten, feiert die Kirche die Eucharistie durch die Jahrhunderte hindurch.
Der zweite vom Katechismus angegebene Sinn der Apostolizität der Kirche besagt: "Sie bewahrt mit dem Beistand des in ihr wohnenden Geistes die Lehre, das Glaubensvermächtnis sowie die gesunden Grundsätze der Apostel und gibt sie weiter" .52 Auch in diesem zweiten Sinn ist die Eucharistie apostolisch, weil sie gemäß dem Glauben der Apostel gefeiert wird. Das kirchliche Lehramt hat zu verschiedenen Anlässen in der zweitausendjährigen Geschichte des Volkes des Neuen Bundes die eucharistische Lehre präzisiert; auch all das, was die genaue Terminologie betrifft, um eben den apostolischen Glauben an dieses erhabene Geheimnis zu schützen. Dieser Glaube bleibt unverändert, und es ist lebensnotwendig für die Kirche, daß dieser fortbesteht.

28. Schließlich ist die Kirche in dem Sinne apostolisch, daß "sie bis zur Wiederkunft Christi weiterhin von den Aposteln belehrt, geheiligt und geleitet wird – und zwar durch jene, die ihnen in ihrem Hirtenamt nachfolgen: das Bischofskollegium, dem die Priester zur Seite stehen, in Einheit mit dem Nachfolger des Petrus, dem obersten Hirten der Kirche" .53 Das Zurückgehen auf die Apostel in der pastoralen Sendung schließt notwendigerweise das Weihesakrament, d.h. die ununterbrochene, auf die Anfänge zurückgehende Reihe gültiger Bischofsweihen, ein.54 Diese Sukzession ist wesentlich, weil auf ihr die Kirche im eigentlichen und vollen Sinne gründet.
Die Eucharistie drückt auch diesen Sinn der Apostolizität aus. Wie das Zweite Vatikanische Konzil lehrt, kommt es in der Tat den Gläubigen zu, "kraft ihres königlichen Priestertums an der eucharistischen Darbringung mitzuwirken" ,55 aber es ist der geweihte Priester, der "in der Person Christi das eucharistische Opfer vollzieht und es im Namen des ganzen Volkes Gott darbringt" .56 Deshalb ist im Missale Romanum vorgeschrieben, daß es nur dem Priester zusteht, das Eucharistische Hochgebet zu sprechen, während das Volk sich im Glauben und im Schweigen damit verbindet.57

29. Der vom Zweiten Vatikanischen Konzil wiederholt gebrauchte Ausdruck, gemäß dem "der Amtspriester das eucharistische Opfer in der Person Christi vollzieht" ,58 war bereits in früheren päpstlichen Lehräußerungen gebraucht worden.59 Wie ich bei anderer Gelegenheit zu klären Anlaß hatte, "bedeutet in persona Christi mehr als nur ,,im Namen" oder ,,in Stellvertretung" Jesu Christi. In persona, d.h. in der spezifischen, sakramentalen Identifizierung mit dem ewigen Hohenpriester, der Urheber und hauptsächliches Subjekt dieses seines eigenen Opfers ist, bei dem er in Wahrheit von niemandem ersetzt werden kann" .60 Das Amt der Priester, die das Weihesakrament empfangen haben, macht in der von Christus gewählten Heilsordnung deutlich, daß die von ihnen zelebrierte Eucharistie eine Gabe ist, die auf radikale Weise die Vollmacht der Gemeinde überragt. Das Weihepriestertum ist unersetzlich, um gültig die eucharistische Konsekration an das Kreuzesopfer und an das Letzte Abendmahl zu binden.
Die Gemeinde, die zur Feier der Eucharistie zusammenkommt, benötigt unbedingt einen geweihten Priester, der ihr vorsteht, um wirklich eucharistische Versammlung sein zu können. Auf der anderen Seite ist die Gemeinde nicht in der Lage, sich selbst den geweihten Amtsträger zu geben. Dieser ist eine Gabe, die sie durch die auf die Apostel zurückgehende Sukzession der Bischöfe empfängt. Es ist der Bischof, der mittels des Weihesakramentes einen neuen Priester einsetzt und ihm die Vollmacht überträgt, die Eucharistie zu konsekrieren. Daher kann "das eucharistische Geheimnis in keiner Gemeinde gefeiert werden, es sei denn durch die Hände eines geweihten Priesters, wie das Vierte Laterankonzil ausdrücklich gelehrt hat" .61

30. Sowohl diese Lehre der Katholischen Kirche über das priesterliche Amt in seiner Beziehung zur Eucharistie als auch jene über das eucharistische Opfer sind in den letzten Jahrzehnten Gegenstand des fruchtbaren Dialogs im Bereich der ökumenischen Aktivitäten gewesen. In dieser Hinsicht müssen wir der Allerheiligsten Dreifaltigkeit für bedeutsame Fortschritte und Annäherungen danken, die uns auf eine Zukunft in voller Glaubensgemeinschaft hoffen lassen. Zur Zeit bleibt die Beobachtung, die vom Konzil bezüglich der im Abendland des 16. Jahrhunderts und danach entstandenen und von der Katholischen Kirche getrennten kirchlichen Gemeinschaften gemacht wurde, vollkommen zutreffend: "Obgleich bei den von uns getrennten kirchlichen Gemeinschaften die aus der Taufe hervorgehende volle Einheit mit uns fehlt und obgleich sie nach unserem Glauben vor allem wegen des Fehlens des Weihesakramentes die ursprüngliche und vollständige Wirklichkeit (substantia) des eucharistischen Mysteriums nicht gewahrt haben, bekennen sie doch bei der Gedächtnisfeier des Todes und der Auferstehung des Herrn im Heiligen Abendmahl, daß hier lebendige Gemeinschaft mit Christus bezeichnet werde, und sie erwarten seine glorreiche Wiederkunft" .62
Deshalb müssen die katholischen Gläubigen, wenn sie auch die religiösen Überzeugungen ihrer getrennten Brüder respektieren, sich von der Teilnahme an einer Kommunion fernhalten, die in ihren Feiern ausgeteilt wird, um nicht einer Zweideutigkeit über die Natur der Eucharistie Vorschub zu leisten und es demzufolge zu unterlassen, die Wahrheit klar zu bezeugen. Dies würde zu einer Verzögerung des Weges zur vollen sichtbaren Einheit führen. Ebensowenig kann man daran denken, die sonntägliche heilige Messe durch ökumenische Wortgottesdienste oder durch gemeinsame Gebetstreffen mit Christen ersetzen, die den oben genannten kirchlichen Gemeinschaften angehören, oder durch die Teilnahme an ihren liturgischen Feiern. Solche Feiern und Treffen, die bei geeigneten Anlässen in sich selbst lobenswert sind, bereiten auf die ersehnte volle, auch eucharistische Gemeinschaft vor, aber sie können sie nicht ersetzen.
Desweiteren stellt die Tatsache, daß die Vollmacht, die Eucharistie zu konsekrieren, ausschließlich den Bischöfen und Priestern anvertraut ist, keine Herabsetzung des übrigen Gottesvolkes dar, da in der Gemeinschaft des einzigen Leibes Christi, der die Kirche ist, dieses Gut zum Vorteil aller gereicht.

31. Wenn die Eucharistie Mitte und Höhepunkt des Lebens der Kirche ist, so ist sie es in gleicher Weise für das priesterliche Amt. Deshalb bekräftige ich mit Dankbarkeit gegenüber unserem Herrn Jesus Christus, daß die Eucharistie "der wesentliche und zentrale Seinsgrund für das Sakrament des Priestertums ist, das ja im Augenblick der Einsetzung der Eucharistie und zusammen mit ihr gestiftet worden ist" .63
Die pastoralen Aktivitäten des Priesters sind vielfältig. Wenn man desweiteren an die sozialen und kulturellen Bedingungen der gegenwärtigen Welt denkt, ist es leicht zu verstehen, wie sehr den Priestern die Gefahr der Zerstreuung in eine große Zahl verschiedener Aufgaben droht. Das Zweite Vatikanische Konzil hat in der Hirtenliebe jene Grundhaltung hervorgehoben, die ihrem Leben und ihren Aktivitäten Einheit gibt. Sie – so fügt das Konzil an – "erwächst am stärksten aus dem eucharistischen Opfer. Es bildet daher Mitte und Wurzel des ganzen priesterlichen Lebens" .64 Man versteht so, wie wichtig es für das geistliche Leben des Priesters und darüber hinaus für das Wohl der Kirche wie auch der Welt ist, daß er die konziliare Empfehlung verwirklicht, täglich die Eucharistie zu feiern; "sie ist auch dann, wenn keine Gläubigen dabei sein können, ein Akt Christi und der Kirche" .65 Auf diese Weise ist der Priester in der Lage, in seinem Tagesablauf jede Zerstreutheit zu besiegen, indem er im eucharistischen Opfer, der wahren Mitte seines Lebens und seines Amtes, die notwendige geistliche Energie findet, um sich den verschiedenen seelsorglichen Aufgaben zu stellen. Seine Tage werden so wahrhaftig eucharistisch werden.
Der Eucharistie als der Mitte des Lebens und des Amtes der Priester kommt auch eine zentrale Stellung in der Pastoral zur Förderung von Priesterberufungen zu. Vor allem findet das Gebet um Berufungen in der Eucharistie die höchste Einheit mit dem Gebet Christi des Ewigen Hohenpriesters. Zudem stellt die emsige Sorge um den Dienst der Eucharistie von seiten der Priester, verbunden mit der Förderung bewußter, aktiver und fruchtbringender Teilnahme der Gläubigen an der Eucharistie, ein wirksames Beispiel und einen Ansporn für junge Menschen dar, großmütig dem Ruf Gottes zu antworten. Er bedient sich oft des Beispiels der eifrigen Hirtenliebe eines Priesters, um im Herzen des Jugendlichen den Keim der Berufung zum Priestertum auszusäen und zu entfalten.

32. All das macht deutlich, wie schmerzlich und jenseits der Normalität die Situation einer christlichen Gemeinschaft ist, die sich zwar durch Zahl und Vielfalt der Gläubigen als Pfarrei darstellt, der aber ein Priester fehlt, der sie führt. In der Tat ist die Pfarrei eine Gemeinschaft Getaufter, die ihre Identität vor allem durch die Feier des eucharistischen Opfers ausdrücken und bekräftigen. Aber das erfordert die Anwesenheit eines Priesters, dem es allein zukommt, in persona Christi die Eucharistie darzubringen. Wenn in einer Gemeinde ein Priester fehlt, ist es recht, in irgendeiner Weise nach Abhilfe zu suchen, damit die sonntäglichen Feiern fortgesetzt werden können. Hier üben sowohl Ordensleute als auch Laien, die ihre Brüder und Schwestern im Gebet anleiten, in lobenswerter Weise das gemeinsame Priestertum aller Gläubigen aus, das auf der Taufgnade basiert. Aber solche Lösungen müssen als bloß vorläufig betrachtet werden, solange die Gemeinde auf einen Priester wartet.
Die sakramentale Unvollständigkeit derartiger Feiern muß die ganze Gemeinde vor allem drängen, mit größerem Eifer zu beten, daß der Herr Arbeiter in seine Ernte sendet (vgl. Mt 9, 38). Ferner muß sie dadurch angespornt werden, all die anderen konstitutiven Elemente einer angemessenen Berufungspastoral in die Tat umzusetzen, ohne der Versuchung zu erliegen, nach Lösungen zu suchen, die eine Minderung der moralischen Kriterien und der Ausbildungsansprüche an Priesteramtskandidaten bedeuteten.

33. Wenn nichtgeweihten Gläubigen aufgrund des Priestermangels eine Beteiligung an der Seelsorge einer Pfarrei anvertraut worden ist, sollten sich diese, wie das Zweite Vatikanische Konzil lehrt, darüber bewußt sein, "daß die christliche Gemeinde nur auferbaut wird, wenn sie Wurzel und Angelpunkt in der Feier der Eucharistie hat" .66 Es wird daher vor allem ihre Sorge sein, in der Gemeinde einen wahren ,Hunger' nach der Eucharistie lebendig zu halten, der dazu führt, keine Gelegenheit zur Feier der Messe zu versäumen und auch von der gelegentlichen Anwesenheit eines Priesters, der vom Kirchenrecht her nicht an der Zelebration gehindert ist, Nutzen zu ziehen.


IV. KAPITEL
DIE EUCHARISTIE
UND DIE KIRCHLICHE GEMEINSCHAFT

34. Die außerordentliche Versammlung der Bischofssynode 1985 fand in der "Communio-Ekklesiologie" die zentrale und grundlegende Idee der Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils.67 Die hier auf Erden pilgernde Kirche ist aufgerufen, sowohl die Gemeinschaft mit dem Dreifaltigen Gott als auch die Gemeinschaft unter den Gläubigen zu bewahren und zu fördern. Zu diesem Zweck besitzt sie das Wort und die Sakramente, vor allem die Eucharistie, aus der sie "immerfort lebt und wächst" 68 und in der sie sich zur gleichen Zeit selbst ausdrückt. Nicht zufällig ist der Begriff Kommunion eine der spezifischen Bezeichnungen dieses erhabenen Sakramentes geworden.
Die Eucharistie erscheint demnach als Höhepunkt aller Sakramente, indem sie die Gemeinschaft mit Gott dem Vater mittels der Identifikation mit dem Eingeborenen Sohn durch das Werk des Heiligen Geistes zur Vollendung bringt. Mit dem Scharfsinn des Glaubens drückte diese Wahrheit ein bedeutender Schriftsteller der byzantinischen Tradition aus: in der Eucharistie "ist – vor jedem anderen Sakrament – das Geheimnis [der Gemeinschaft] so vollkommen, daß es zum Gipfel aller Güter führt: hier liegt das höchste Ziel jeder menschlichen Sehnsucht, weil wir hier Gott folgen, und Gott sich mit uns in der vollkommensten Einheit verbindet" .69 Genau deshalb ist es angemessen, in der Seele das dauernde Verlangen nach dem eucharistischen Sakrament zu pflegen. Hier ist die Praxis der "geistlichen Kommunion" entstanden, die sich seit Jahrhunderten in der Kirche erfolgreich durchgesetzt hat und von heiligen Lehrmeistern des geistlichen Lebens empfohlen wird. Die heilige Theresa von Jesus schrieb: "Wenn ihr nicht kommuniziert und an der Messe teilnehmt, kommuniziert geistlich. Diese Übung birgt viele Vorteile... So wird in euch viel von der Liebe unseres Herrn eingeprägt" .70

35. Die Feier der Eucharistie aber kann nicht der Ausgangspunkt der Gemeinschaft sein, sie setzt diese vielmehr als existent voraus, um sie zu stärken und zur Vollkommenheit zu führen. Das Sakrament drückt ein solches Band der Gemeinschaft sowohl in der unsichtbaren Dimension, die uns in Christus durch das Wirken des Heiligen Geistes mit dem Vater und untereinander verbindet, als auch in der sichtbaren Dimension aus, welche die Gemeinschaft in der Lehre der Apostel, in den Sakramenten und in der hierarchischen Ordnung beinhaltet. Die innige Beziehung, die zwischen den unsichtbaren Elementen und den sichtbaren Elementen der kirchlichen Gemeinschaft besteht, ist ein Konstitutivum der Kirche als Sakrament des Heiles.71 Nur in diesem Zusammenhang gibt es eine gültige Feier der Eucharistie und eine wahrhafte Teilnahme an ihr. Daher ergibt sich als eine grundsätzliche Anforderung an die Eucharistie, daß sie in der Communio gefeiert werde, und zwar konkret in der Unversehrtheit ihrer Bande.

36. Die unsichtbare Gemeinschaft, die ihrer Natur nach immer im Wachstum begriffen ist, setzt das Leben der Gnade voraus, durch das man "Anteil an der göttlichen Natur" (2 Petr 1, 4) erhält, ebenso wie die Praxis der Tugenden des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. Nur so hat man wahrhaftig Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Der Glaube genügt nicht; es ist vielmehr nötig, die heiligmachende Gnade und die Liebe zu bewahren und mit dem "Leib" und dem "Herzen" 72 im Schoß der Kirche zu bleiben. Es ist daher erforderlich, um es mit den Worten des heiligen Paulus zu sagen, "den Glauben zu haben, der in der Liebe wirksam ist" (Gal 5, 6).
Die Unversehrtheit der unsichtbaren Bande ist eine Gewissenspflicht des Christen, der in voller Weise an der Eucharistie teilhaben will, um den Leib und das Blut Christi zu kommunizieren. "Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken" (1 Kor 11, 28). Der heilige Johannes Chrysostomus ermahnte mit der Kraft seiner Redegewandtheit die Gläubigen: "Auch ich erhebe die Stimme, flehe, bitte und beschwöre euch, nicht zu diesem heiligem Tisch mit einem befleckten und verdorbenen Gewissen hinzutreten. Eine solche Annäherung wird man tatsächlich nie Kommunion nennen können, auch wenn wir tausendmal den Leib des Herrn berühren, sondern Verdammnis, Pein und Vermehrung der Strafen" .73
Auf dieser Linie hält der Katechismus der Katholischen Kirche zu Recht fest: "Wer sich einer schweren Sünde bewußt ist, muß das Sakrament der Buße empfangen, bevor er die Kommunion empfängt" .74 Ich wünsche daher, daß in der Kirche immer die Norm in Kraft ist und in Kraft bleiben wird, mit der das Konzil von Trient die ernste Mahnung des Apostels Paulus (vgl. 1 Kor 11, 28) konkretisiert, indem es festhält, daß "dem würdigen Empfang der Eucharistie die Beichte vorausgehen muß, wenn einer sich einer Todsünde bewußt ist" .75

37. Die Eucharistie und die Buße sind zwei eng miteinander verbundene Sakramente. Wenn die Eucharistie das Erlösungsopfer des Kreuzes gegenwärtig setzt und es auf sakramentale Weise fortdauern läßt, folgt aus ihr ein fortwährender Anspruch zur Bekehrung und zu einer persönlichen Antwort auf die Ermahnung, die der heilige Paulus an die Christen von Korinth richtete: "Wir bitten an Christi statt: Laßt euch mit Gott versöhnen" (2 Kor 5, 20). Wenn also der Christ auf seinem Gewissen die Last einer schweren Sünde trägt, so wird sein Bußgang über das Sakrament der Versöhnung ein verpflichtender Weg sein, um zur vollen Teilnahme am eucharistischen Opfer zu gelangen.
Das Urteil über den Gnadenstand kommt offensichtlich nur dem Betroffenen zu, wobei es sich hier um eine Gewissensfrage handelt. In den Fällen allerdings eines äußeren Verhaltens in schwerwiegendem, offenem und beharrlichem Widerspruch zur moralischen Norm kann die Kirche in ihrer pastoralen Sorge um die rechte Gemeinschaftsordnung und aus Achtung vor dem Sakrament nicht umhin, sich in die Pflicht genommen zu fühlen. Auf diese Situation offensichtlicher moralischer Indisponiertheit bezieht sich die Norm des Codex des Kanonischen Rechtes über die Nichtzulassung zur eucharistischen Kommunion all derer, "die hartnäckig in einer offenkundig schweren Sünde verharren" .76

38. Die kirchliche Gemeinschaft, woran ich bereits erinnert habe, ist auch sichtbar, und drückt sich in den Banden aus, die das Konzil auflistet, wenn es lehrt: "Jene werden der Gemeinschaft der Kirche voll eingegliedert, die, im Besitze des Geistes Christi, ihre ganze Ordnung und alle in ihr eingerichteten Heilsmittel annehmen und in ihrem sichtbaren Verband mit Christus, der sie durch den Papst und die Bischöfe leitet, verbunden sind, und dies durch die Bande des Glaubensbekenntnisses, der Sakramente und der kirchlichen Leitung und Gemeinschaft" .77
Da die Eucharistie die höchste sakramentale Darstellung der Gemeinschaft in der Kirche ist, verlangt sie, im Kontext der Unversehrtheit auch der äußeren Bande der Gemeinschaft gefeiert zu werden. In besonderer Weise ist sie "die Vollendung des geistlichen Lebens und das Ziel aller Sakramente" ; 78 daher ist es erforderlich, daß die Bande der Gemeinschaft in den Sakramenten wirklich bestehen, besonders in der Taufe und in der Priesterweihe. Es ist nicht möglich, einer Person, die nicht getauft ist, oder die die unverkürzte Glaubenswahrheit über das eucharistische Geheimnis zurückweist, die Kommunion zu reichen. Christus ist die Wahrheit und legt Zeugnis von der Wahrheit ab (vgl. Joh 14,6; 18,37); das Sakrament seines Leibes und seines Blutes duldet keine falschen Vorspiegelungen.

39. Darüber hinaus muß wegen des eigenen Charakters der kirchlichen Gemeinschaft und des Verhältnisses, welches das Sakrament der Eucharistie zu ihr hat, daran erinnert werden, daß "das eucharistische Opfer, wenngleich es immer in einer einzelnen Gemeinschaft gefeiert wird, niemals Feier nur dieser Gemeinde ist: Diese empfängt ja mit der eucharistischen Gegenwart des Herrn zugleich die ganze Heilsgabe und erweist sich so in ihrer bleibenden sichtbaren Einzelgestalt als Abbild und wahre Präsenz der einen heiligen, katholischen und apostolischen Kirche" .79 Daraus folgt, daß eine wahrhaft eucharistische Gemeinschaft sich nicht in sich selbst zurückziehen kann, als ob sie sich selbst genügen könnte, sondern sich in Einklang mit jeder anderen katholischen Gemeinschaft halten muß.
Die Eucharistiegemeinschaft der eucharistischen Versammlung ist Gemeinschaft mit dem eigenen Bischof und mit dem Römischen Pontifex, dem Bischof von Rom. Der Bischof ist schließlich das sichtbare Prinzip und das Fundament der Einheit in seiner Teilkirche.80 Es wäre daher äußerst unangebracht, wenn das Sakrament der Einheit in der Kirche schlechthin ohne eine wahre Gemeinschaft mit dem Bischof gefeiert würde. Der heilige Ignatius von Antiochien schrieb: "Jene Eucharistie wird als sicher erachtet, die unter dem Bischof oder dem, den er damit betraut hat, verwirklicht wird" .81 Da zudem "der Bischof von Rom als Nachfolger Petri das immerwährende, sichtbare Prinzip und Fundament für die Einheit der Vielheit von Bischöfen und Gläubigen" 82 darstellt, ist die Gemeinschaft mit ihm eine innere Notwendigkeit der Feier des eucharistischen Opfers. Diese große Wahrheit wird auf vielfache Weise in der Liturgie zum Ausdruck gebracht: "Jede Eucharistiefeier wird in Einheit nicht nur mit dem eigenen Bischof, sondern auch mit dem Papst, mit der Gemeinschaft der Bischöfe, mit dem gesamten Klerus und mit dem ganzen Volk vollzogen wird. In jeder gültigen Eucharistiefeier kommt diese universale Gemeinschaft mit Petrus und mit der ganzen Kirche zum Ausdruck, oder sie wird objektiv verlangt, wie bei den von Rom getrennten christlichen Kirchen" .83

40. Die Eucharistie schafft Gemeinschaft und erzieht zur Gemeinschaft. Der heilige Paulus schrieb an die Gläubigen von Korinth, um ihnen aufzuzeigen, wie sehr die Spaltungen, die unter ihnen während der eucharistischen Feiern zu Tage traten, im Widerspruch zu dem standen, was sie feierten: das Mahl des Herrn. Folgerichtig lud der Apostel sie ein, über das wahre Wesen der Eucharistie nachzudenken, um sie dazu zu bringen, zur brüderlichen Gemeinschaft zurückzukehren (vgl. 1 Kor 11, 17-34). Wirkungsvoll machte sich der heilige Augustinus diesen Anspruch zu eigen, als er an das Wort des Apostels erinnerte "Ihr seid der Leib Christi und seine Glieder" (1 Kor 12, 27) und dazu bemerkte: "Wenn ihr der Leib Christi und seine Glieder seid, so ist auf dem Tisch des Herrn das niedergelegt, was euer Geheimnis ist; ja, ihr empfangt das, was euer Geheimnis ist" .84 Und aus dieser Feststellung schloß er: "Christus, der Herr, [...] heiligte an seinem Tisch das Geheimnis unseres Friedens und unserer Einheit. Wer das Geheimnis der Einheit empfängt, aber nicht das Band des Friedens bewahrt, empfängt das Geheimnis nicht zu seinem Nutzen, sondern einen Beweis gegen sich selbst" .85

41. In dieser einzigartigen Wirksamkeit bei der Förderung der Gemeinschaft, die der Eucharistie zu eigen ist, liegt einer der Gründe für die Bedeutung der Sonntagsmesse. Über sie und über weitere Gründe, die sie für das Leben der Kirche und der einzelnen Gläubigen grundlegend machen, habe ich mich im Apostolischen Schreiben über die Heiligung des Sonntags Dies Domini 86 geäußert. Hier erinnerte ich u. a. daran, daß es für die Gläubigen, ausgenommen bei Verhinderung aus schwerwiegendem Grunde, die Verpflichtung besteht, an der Messe teilzunehmen. Daher ist den Hirten die entsprechende Pflicht auferlegt, allen tatsächlich die Möglichkeit zu bieten, diesem Gebot nachzukommen.87 Im Apostolischen Schreiben Novo millenio ineunte, in dem ich vor noch nicht langer Zeit den pastoralen Weg der Kirche zu Beginn des Dritten Jahrtausends abgesteckt habe, wollte ich die besondere Bedeutung der sonntäglichen Eucharistie betonen, indem ich deren gemeinschaftsbildende Wirksamkeit hervorhob: "Sie ist – so schrieb ich – der vorzügliche Ort, wo die Gemeinschaft ständig verkündet und gepflegt wird. Gerade durch die Teilnahme an der Eucharistie wird der Tag des Herrn auch der Tag der Kirche, die auf diese Weise ihre Rolle als Sakrament der Einheit wirksam spielen kann" .88

42. Die Bewahrung und Förderung der kirchlichen Gemeinschaft ist Aufgabe eines jeden Gläubigen, der in der Eucharistie, dem Sakrament der Einheit der Kirche, einen Bereich vorfindet, in dem es sich besonders zu bemühen gilt. Konkreter fällt diese Aufgabe mit besonderer Verantwortung den Hirten der Kirche zu, entsprechend ihrer Stellung und gemäß dem jeweiligen kirchlichen Amt. Daher hat die Kirche Normen erlassen, die insgesamt darauf abzielen, den häufigen und fruchtbaren Zutritt der Gläubigen zum Tisch des Herrn anzuregen und die objektiven Bedingungen festzulegen, unter denen von der Spendung der Kommunion abgesehen werden muß. Das sorgsame Bemühen um die treue Beachtung dieser Normen wird ein wirksamer Ausdruck der Liebe zur Eucharistie und zur Kirche sein.

43. In der Betrachtung der Eucharistie als Sakrament der kirchlichen Gemeinschaft gibt es ein Thema, das wegen seiner Bedeutung nicht vernachlässigt werden darf: Ich nehme hier auf ihre Beziehung zum ökumenischen Engagement Bezug. Wir alle müssen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit dafür danken, daß in diesen letzten Jahrzehnten viele Gläubige in allen Teilen der Welt vom brennenden Verlangen nach der Einheit unter allen Christen beseelt worden sind. Das Zweite Vatikanische Konzil erkennt darin – am Beginn des Dekrets über die Ökumene – eine besondere Gabe Gottes.89 Diese war eine wirksame Gnade, die sowohl uns, die Söhne und Töchter der Katholischen Kirche, als auch unsere Brüder und Schwestern in den anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften auf den Weg der Ökumene geführt hat.
Das Hinstreben zum Ziel der Einheit drängt uns, den Blick auf die Eucharistie zu richten, die das höchste Sakrament der Einheit des Volkes Gottes ist, da es eben dafür den angemessenen Ausdruck und die unüberbietbare Quelle darstellt.90 In der Feier des eucharistischen Opfers erhebt die Kirche ihr Flehen zu Gott, dem Vater des Erbarmens, damit er seinen Kindern die Fülle des Heiligen Geistes gebe, um so ein Leib und ein Geist zu werden in Christus.91 Wenn die Kirche dieses Gebet dem Vater des Lichtes, von dem jedes gute Geschenk und jede vollkommene Gabe kommt (vgl. Jak 1, 17), darbringt, glaubt sie an seine Wirksamkeit, da sie ja in Einheit mit Christus, dem Haupt und dem Bräutigam, betet, der sich das Flehen der Braut zu eigen macht und es mit dem seines Erlösungsopfers verbindet.

44. Gerade weil die Einheit der Kirche, welche die Eucharistie durch das Opfer und den Empfang des Leibes und Blutes des Herrn vollzieht, unter dem unabdingbaren Anspruch der vollen Gemeinschaft steht, die durch die Bande des Glaubensbekenntnisses, der Sakramente und des kirchlichen Leitungsamtes gesichert wird, ist es nicht möglich, die eucharistische Liturgie gemeinsam zu feiern bevor diese Bande nicht völlig wiederhergestellt sind. Eine derartige Konzelebration wäre kein sinnvoller Weg und könnte sich vielmehr als ein Hindernis für das Erreichen der vollen Gemeinschaft erweisen, da sie den Sinn für die Entfernung vom Ziel verschleiert und Zweideutiges über die eine oder andere Glaubenswahrheit einführt oder dafür Vorschub leistet. Der Weg zur vollen Einheit kann nicht anders beschritten werden als in der Wahrheit. Zu diesem Thema läßt das Verbot des Kirchenrechts keinen Raum für Unklarheiten,92 und zwar im Gehorsam gegenüber den vom Zweiten Vatikanischen Konzil proklamierten moralischen Normen.93
Ich möchte auf jeden Fall bestätigen, was ich in der Enzyklika Ut unum sint ausgeführt habe, nachdem ich die Unmöglichkeit der gegenseitigen eucharistischen Teilnahme festgestellt habe: "Doch haben wir den sehnlichen Wunsch, gemeinsam die Eucharistie des Herrn zu feiern, und dieser Wunsch wird schon zu einem gemeinsamen Lob, zu ein und demselben Bittgebet. Gemeinsam wenden wir uns an den Vater und tun das zunehmend "mit nur einem Herzen"" .94

45. Wenn auch beim Nichtvorhandensein der vollen Gemeinschaft die Konzelebration in keinem Fall statthaft ist, so trifft diese Zurückhaltung nicht zu hinsichtlich der Spendung der Eucharistie unter besonderen Umständen und gegenüber einzelnen Personen, die zu Kirchen oder kirchlichen Gemeinschaften gehören, welche nicht in der vollen Gemeinschaft mit der Katholischen Kirche stehen. In diesem Fall besteht die Zielsetzung in der Tat darin, einem schwerwiegenden geistlichen Bedürfnis im Hinblick auf das ewige Heil einzelner Gläubiger zu entsprechen, nicht aber darin, eine Interkommunion zu praktizieren, die unmöglich bleibt, solange die sichtbaren Bande der kirchlichen Gemeinschaft nicht vollständig geknüpft sind.
In diesem Sinne hat sich das Zweite Vatikanische Konzil verhalten, indem es die zu befolgende Praxis gegenüber den Orientalen bestimmte, welche, in gutem Glauben getrennt von der Katholischen Kirche lebend, spontan um den Empfang der Eucharistie aus der Hand eines katholischen geweihten Amtsträgers bitten und in rechter Weise darauf vorbereitet sind.95 Diese Vorgehensweise ist des weiteren von den beiden Codices bestätigt worden, in denen mit den entsprechenden Anpassungen auch der Fall der anderen, nicht orientalischen Christen berücksichtigt wird, die nicht in der vollen Gemeinschaft mit der Katholischen Kirche stehen.96

46. In der Enzyklika Ut unum sint habe ich selbst meine Wertschätzung für diese Norm zum Ausdruck gebracht, die es erlaubt, mit angemessenem Urteilsvermögen für das Heil der Seelen Sorge zu tragen: "Ein Grund zur Freude ist in diesem Zusammenhang, daran zu erinnern, daß die katholischen Priester in bestimmten Einzelfällen die Sakramente der Eucharistie, der Buße und der Krankensalbung anderen Christen spenden können, die zwar noch nicht in voller Gemeinschaft mit der Katholischen Kirche stehen, aber sehnlich den Empfang der Sakramente wünschen, von sich aus darum bitten und den Glauben bezeugen, den die katholische Kirche in diesen Sakramenten bekennt. Umgekehrt können sich in bestimmten Fällen und unter besonderen Umständen auch die Katholiken zum Empfang derselben Sakramente an die Geistlichen jener Kirchen wenden, in denen sie gültig gespendet werden" .97
Es tut Not, diese Bedingungen, die unumgänglich sind, genau zu beachten, obgleich es sich um begrenzte Einzelfälle handelt. Denn die Ablehnung einer oder mehrerer Glaubenswahrheiten hinsichtlich dieser Sakramente und, unter diesen, die Leugnung jener Wahrheit, welche das zu ihrer Gültigkeit unabdingbare Erfordernis des Weihepriestertums betrifft, macht den Bittsteller indisponiert für den Empfang bzw. für die rechtmäßige Spendung der Sakramente. Und auch umgekehrt wird ein katholischer Gläubiger die heilige Kommunion in einer Gemeinschaft, in der das gültige Weihesakrament nicht vorhanden ist, nicht empfangen können.98
Die getreue Einhaltung der Gesamtheit der zu dieser Materie festgelegten Normen99 ist Ausdruck und gleichzeitig Garantie der Liebe, sowohl gegenüber Jesus Christus im Allerheiligsten Sakrament, als auch gegenüber den Brüdern einer anderen christlichen Konfession, denen wir das Zeugnis der Wahrheit schulden, sowie auch gegenüber dem Grund selbst der Förderung der Einheit.


V. KAPITEL
DIE ZIERDE DER EUCHARISTIEFEIER

47. Wer in den synoptischen Evangelien den Bericht über die Einsetzung der Eucharistie liest, ist ergriffen von der Schlichtheit und auch von der "Gewichtigkeit" , mit der Jesus beim Letzten Abendmahl das große Sakrament stiftet. Eine Episode dient gewissermaßen als Vorgeschichte der Erzählung: Dies ist die Salbung von Bethanien. Eine Frau, die der Evangelist Johannes mit Maria, der Schwester des Lazarus, gleichsetzt, gießt aus einem Gefäß kostbares Duftöl auf Jesu Haupt und provoziert damit unter den Jüngern – besonders bei Judas (vgl. Mt 26, 8; Mk 14, 4; Joh 12, 4) – eine Reaktion des Protestes, so als ob eine solche Geste angesichts der Bedürfnisse der Armen eine intolerable "Verschwendung" bedeutete. Die Bewertung Jesu aber ist sehr wohl eine andere. Ohne Abstriche von der Verpflichtung zur Liebe gegenüber den Bedürftigen zu machen, denen sich die Jünger immer werden widmen müssen – "Die Armen habt ihr immer bei euch" (Mt 26, 11; Mk 14, 7; vgl. Joh 12, 8) – blickt er auf das unmittelbar bevorstehende Ereignis seines Todes und seiner Bestattung und schätzt die Salbung, die ihm gleichsam als Vorwegnahme jener Ehre zuteil wird, der sein Leib wegen seiner unlösbaren Gebundenheit an das Geheimnis seiner Person immerfort, auch nach dem Tod, würdig ist.
Die Erzählung geht in den synoptischen Evangelien mit dem Auftrag weiter, den Jesus den Jüngern zur sorgfältigen Vorbereitung des "großen Saales" gibt, die notwendig ist für den Verzehr des Paschamahles (vgl. Mk 14, 15; Lk 22, 12), und mit dem Bericht der Einsetzung der Eucharistie. Indem die Erzählung wenigstens teilweise das Bild der jüdischen Riten des Paschamahles bis zum Gesang des Hallel (vgl. Mt 26, 30; Mk 14, 26) erahnen läßt, bietet sie in knapper und doch feierlicher Form, wenn auch in den Varianten der verschiedenen Überlieferungen, die von Christus über Brot und Wein gesprochenen Worte, welche er als den konkreten Ausdruck seines dahingegebenen Leibes und seines vergossenen Blutes gebraucht. Die Evangelisten erinnern an all diese Einzelheiten im Licht einer bereits in der Urkirche gefestigten Praxis des "Brotbrechens" . Aber ganz sicher trägt das Ereignis des Gründonnerstags, ausgehend von der gelebten Geschichte Jesu, sichtbar die Wesenszüge einer liturgischen "Sensibilität" , die ihre Ausformung der Tradition alttestamentarischer Elemente verdankt und die dazu bereit ist, im Einklang mit dem neuen Inhalt des Pascha in der christlichen Zelebration neu gestaltet zu werden.

48. Wie die Frau der Salbung von Bethanien, hat die Kirche sich nicht davor gefürchtet zu "verschwenden" , wenn sie das Beste ihrer Mittel einsetzt, um ihr anbetendes Staunen angesichts des unermeßlichen Geschenks der Eucharistie zu zeigen. Nicht weniger als die ersten Jünger, die beauftragt waren, den "großen Saal" herzurichten, fühlte sich die Kirche durch die Jahrhunderte und in der Aufeinanderfolge der Kulturen dazu gedrängt, die Eucharistie in einem Rahmen zu feiern, die eines so großen Geheimnisses würdig ist. Im Einklang mit den Worten und Gesten Jesu ist die christliche Liturgie, das rituelle Erbe des Judentums entfaltend, entstanden. Und was könnte schließlich genügen, um in angemessener Weise den Empfang der Gabe auszudrücken, die der göttliche Bräutigam unaufhörlich aus sich selbst der Braut-Kirche darbietet, indem er das ein für alle Mal am Kreuz dargebrachte Opfer in die Reichweite jeder einzelnen Generation der Gläubigen stellt und sich zur Nahrung aller Gläubigen macht? Wenn auch die Logik des "Festmahls" Familiarität nahelegt, so ist die Kirche doch nie der Versuchung erlegen, diese "Vertrautheit" mit ihrem Bräutigam zu banalisieren und zu vergessen, daß er auch ihr Herr ist, und daß das "Festmahl" für immer ein Opfermahl bleibt, das von dem auf Golgotha vergossenen Blut geprägt ist. Das eucharistische Mahl ist wahrhaftig ein "heiliges" Mahl, in dem die Schlichtheit der Zeichen die Tiefe der Heiligkeit Gottes verbirgt: "O Sacrum convivium, in quo Christus sumitur!" . Das Brot, das auf unseren Altären gebrochen und für unser Sosein als Wanderer auf den Straßen dieser Welt hingegeben wird, ist "panis angelorum" , Brot der Engel, dem wir uns nur mit der Demut des Hauptmanns im Evangelium nähern können: "O Herr, ich bin nicht würdig, daß du eingehest unter mein Dach" (Mt 8, 8; Lk 7,

6).

49. Ganz in diesem erhabenen Sinn des Mysteriums versteht man, wie der Glaube der Kirche an das eucharistische Geheimnis in der Geschichte nicht nur durch den Anspruch einer inneren Haltung der Verehrung zum Ausdruck gekommen ist, sondern auch durch eine Reihe äußerer Ausdrucksformen, um die Größe des gefeierten Ereignisses herauszustellen und zu unterstreichen. Daraus entsteht eine Entwicklung, die Schritt für Schritt dazu geführt hat, ein spezielles Regelwerk für die eucharistische Liturgie zu umreißen, unter Achtung der verschiedenen legitimer Weise bestehenden kirchlichen Traditionen. Auf dieser Basis hat sich auch ein reiches künstlerisches Erbe entwickelt. Die Architektur, die Bildhauerei, die Malerei, die Musik haben sich am christlichen Mysterium ausgerichtet und haben in der Eucharistie direkt oder indirekt ein Motiv großer Inspiration gefunden.
So war es zum Beispiel für die Architektur, die den Übergang von den anfänglichen Orten der Eucharistie, die sich in den Häusern ( "domus" ) christlicher Familien befanden, zu den stattlichen Basiliken der ersten Jahrhunderte sah – sobald es der historische Kontext erlaubte –, zu den imposanten Kathedralen des Mittelalters bis zu den großen oder kleinen Kirchen, die nach und nach die vom Christentum erreichten Landstriche übersät haben. Die Formen der Altäre und der Tabernakel haben sich in der Weite der liturgischen Räume fortentwickelt, wobei sie nicht nur jedesmal künstlerischen Eingebungen, sondern auch den Vorgaben eines genauen Verstehens des Mysteriums gefolgt sind. Dasselbe kann über die sakrale Musik gesagt werden: es genügt, an die inspirierten gregorianischen Melodien und an die vielen und oft großen Komponisten, die sich von den liturgischen Texten der heiligen Messe herausfordern ließen. Und offenbart sich etwa nicht im Bereich der Geräte und Paramente, die für die Eucharistiefeier verwendet werden, eine enorme Zahl an künstlerischen Werken, angefangen bei den Arbeiten eines guten Handwerkers bis hin zu wahren Kunstwerken?
Man kann also sagen, daß die Eucharistie, so wie sie der Kirche und der Frömmigkeit eine Form gab, auch die "Kultur" besonders auf ästhetischem Gebiet stark geprägt hat.

50. In diesem Bemühen um die Anbetung des Mysteriums in ritueller und ästhetischer Hinsicht haben die Christen des Westens und des Ostens gewissermaßen "gewetteifert" . Wie sollte man dem Herrn nicht besonders für den Beitrag danken, welcher der christlichen Kunst durch die großen Werke der Architektur und der Malerei der griechisch-byzantinischen Tradition oder des gesamten slawischen Raumes und Kulturkreises geschenkt wurde? Im Osten hat die sakrale Kunst einen einzigartig starken Sinn für das Mysterium bewahrt, indem sie die Künstler drängt, ihren Eifer im Schaffen des Schönen nicht nur als Ausdruck ihres Genies zu verstehen, sondern auch als echten Dienst am Glauben. Sie haben es verstanden, weit über die bloße technische Fertigkeit hinauszugehen und sich folgsam dem Hauch des Geistes Gottes zu öffnen.
Die Glanzpunkte der Architektur und der Mosaike im christlichen Westen und Osten sind ein allgemeines Erbe der Glaubenden und tragen in sich das Zeichen – und ich möchte sagen, das Unterpfand – der ersehnten Fülle der Gemeinschaft im Glauben und in der Feier. Wie auf dem berühmten Bild der Dreifaltigkeit von Rublëv verlangt und setzt dies eine zutiefst "eucharistische" Kirche voraus, in welcher die Teilhabe am Geheimnis Christi im gebrochenen Brot gleichermaßen in die unbegreifliche Einheit der drei göttlichen Personen eingesenkt ist, um so aus der Kirche selbst eine "Ikone" der Dreifaltigkeit zu machen.
Diese Sicht einer Kunst, die darauf ausgerichtet ist, in allen ihren Elementen den Sinn der Eucharistie gemäß der Lehre der Kirche auszudrücken, macht es notwendig, den Regeln für den Bau und die Einrichtung der sakralen Gebäude volle Aufmerksamkeit zu schenken. Wie die Geschichte zeigt, hat die Kirche den Künstlern stets einen großen kreativen Freiraum gelassen. Dies habe ich selbst in meinem Brief an die Künstler unterstrichen.100 Die sakrale Kunst muß sich jedoch durch die Fähigkeit auszeichnen, das Mysterium adäquat zum Ausdruck zu bringen, und zwar so wie es in der Fülle des Glaubens der Kirche verstanden wird und gemäß den entsprechenden pastoralen Hinweisen, die von der zuständigen Autorität gegeben werden. Diese Ausführungen gelten sowohl für die bildenden Künste als auch für die Kirchenmusik.

51. Was in den Gebieten der frühen Christianisierung im Bereich der sakralen Kunst und der liturgischen Ordnung stattgefunden hat, beginnt sich auch auf den Kontinenten des jungen Christentums zu entwickeln. Hier hat gerade das Zweite Vatikanische Konzil im Hinblick auf den Bedarf nach einer ebenso gesunden wie erforderlichen "Inkulturation" Orientierung gegeben. Während meiner zahlreichen Pastoralbesuche hatte ich die Gelegenheit, in allen Teilen der Welt zu beobachten, zu welch großer Lebendigkeit die Feier der Eucharistie in Berührung mit den Ausdrucksformen, dem Stil und den Empfindungen unterschiedlicher Kulturen fähig ist. Durch die Anpassung an die sich verändernden Bedingungen von Zeit und Raum bietet die Eucharistie nicht nur den Einzelnen, sondern den Völkern selbst Nahrung und formt christlich inspirierte Kulturen.

Dennoch ist es notwendig, diese wichtige Aufgabe der Anpassung immer im Bewußtsein des unaussprechlichen Mysteriums vorzunehmen, an dem Maß zu nehmen jede Generation aufgerufen ist. Der "Schatz" ist viel zu groß und zu kostbar, um das Risiko seiner Verarmung eingehen zu können, oder um ihn voreilig durch Experimente und Gebräuche zu beeinträchtigen, welche ohne eine genaue Prüfung durch die zuständigen kirchlichen Autoritäten eingeführt worden sind. Die zentrale Stellung des eucharistischen Geheimnisses verlangt es überdies, daß diese Prüfung in enger Verbindung mit dem Heiligen Stuhl geschieht. Wie ich im Nachsynodalen Apostolischen Schreiben Ecclesia in Asia ausführte, "ist eine solche Zusammenarbeit von wesentlicher Bedeutung, weil die Liturgie durch ihre Feier den einzigen von allen bekannten Glauben zum Ausdruck bringt, und da sie Erbe der ganzen Kirche ist, kann sie nicht durch von der Gesamtkirche isolierte Ortskirchen bestimmt werden" .101

52. Aus dem bisher Gesagten wird die große Verantwortung der Priester in der Eucharistiefeier verständlich, denen es zukommt, ihr in persona Christi vorzustehen. Damit stellen sie ein Zeugnis und einen Dienst der Gemeinschaft sicher, nicht nur gegenüber der unmittelbar an der Feier teilnehmenden Gemeinde, sondern auch für die Gesamtkirche, die in der und durch die Eucharistie immer zugegen ist. Leider müssen wir beklagen, daß es vor allem seit den Jahren der nachkonziliaren Liturgiereform infolge einer falsch verstandenen Auffassung von Kreativität und Anpassung an Mißbräuchen nicht gefehlt hat, die für viele ein Grund des Leidens sind. Insbesondere in einigen Regionen hat eine gewiße Reaktion auf den "Formalismus" manch einen dazu verleitet, die von der großen liturgischen Tradition der Kirche und die von ihrem Lehramt gewählten "Formen" für nicht verpflichtend zu erachten und nicht autorisierte und oft völlig unpassende Neuerungen einzuführen.
Ich sehe mich daher in der Pflicht, einen deutlichen Appell auszusprechen, daß in der Eucharistiefeier die liturgischen Normen mit großer Treue beachtet werden. Sie sind ein konkreter Ausdruck der authentischen Kirchlichkeit der Eucharistie; das ist ihr tiefster Sinn. Die Liturgie ist niemals Privatbesitz irgendjemands, weder des Zelebranten, noch der Gemeinschaft, in der die heiligen Geheimnisse gefeiert werden. Der heilige Apostel Paulus mußte sich wegen der schwerwiegenden Mängel in ihrer Eucharistiefeier mit scharfen Worten an die Gemeinde von Korinth wenden, da diese zu Spaltungen (skísmata) und Fraktionsbildungen (hairéseis) (vgl. 1 Kor 11, 1734) geführt hatten. Auch in unseren Zeiten müßte der Gehorsam gegenüber den liturgischen Normen wiederentdeckt und als Spiegel und Zeugnis der einen und universalen Kirche, die in jeder Eucharistiefeier gegenwärtig gesetzt wird, geschätzt werden. Der Priester, der die heilige Messe treu gemäß den liturgischen Normen zelebriert, und die Gemeinde, die diesen annimmt, zeigen so schweigend und doch beredt ihre Liebe zur Kirche. Um eben diesen tiefen Sinn der liturgischen Normen zu bekräftigen, habe ich die zuständigen Dikasterien der Römischen Kurie beauftragt, ein spezifischeres Dokument, das Verweise rechtlicher Natur enthalten wird, zu diesem Thema von so großer Bedeutung vorzubereiten. Niemand darf das unseren Händen anvertraute Mysterium unterbewerten: Es ist zu groß, als daß sich irgend jemand erlauben könnte, nach persönlichem Gutdünken damit umzugehen, ohne seinen sakralen Charakter und die ihm eigene universale Dimension zu respektieren.


VI. KAPITEL
IN DER SCHULE MARIENS
DIE EUCHARISTIE UND MARIA

53. Wenn wir die innige Beziehung, die die Kirche mit der Eucharistie verbindet, in ihrem ganzen Reichtum wiederentdecken wollen, dürfen wir Maria, Mutter und Modell der Kirche, nicht vergessen. Im Apostolischen Schreiben Rosarium Virginis Mariae, in dem ich auf die Allerseligste Jungfrau als Lehrmeisterin in der Betrachtung des Antlitzes Christi hinwies, habe ich auch die Einsetzung der Eucharistie unter die lichtreichen Rosenkranzgeheimnisse eingereiht.102 Schließlich kann Maria uns zu diesem Allerheiligsten Sakrament führen, da sie zu ihm eine tiefe Beziehung hat.
Auf den ersten Blick schweigt das Evangelium zu diesem Thema. Im Bericht über die Einsetzung am Abend des Gründonnerstags ist von Maria nicht die Rede. Dagegen weiß man, daß sie unter den Aposteln zugegen war, "einmütig im Gebet" (vgl. Apg 1, 14), in der ersten Gemeinde, die nach der Himmelfahrt in Erwartung der Ausgießung des Heiligen Geistes versammelt war. Ihre Anwesenheit durfte gewiß in der Eucharistiefeier unter den Gläubigen der ersten christlichen Generation, die beharrlich am "Brechen des Brotes" (Apg 2, 42) teilnahmen, nicht fehlen.
Aber jenseits ihrer Teilnahme am eucharistischen Mahl kann die Beziehung Marias zur Eucharistie indirekt, ausgehend von ihrem inneren Verhalten abgeleitet werden. In ihrem ganzen Leben ist Maria eine von der Eucharistie geprägte Frau. Die Kirche, die auf Maria wie auf ihr Urbild blickt, ist berufen, sie auch in ihrer Beziehung zu diesem heiligsten Geheimnis nachzuahmen.

54. Mysterium fidei! Wenn die Eucharistie ein Geheimnis des Glaubens ist, das unseren Intellekt weit überragt, um uns so zu einer noch reineren Hingabe an das Wort Gottes zu verpflichten, kann es niemand anderen als Maria geben, um Stütze und Führung in solcher Haltung zu sein. Unser Wiederholen der Geste Christi beim Letzten Abendmahl als Erfüllung seines Auftrags "Tut dies zu meinem Gedächtnis" wird gleichzeitig zur Annahme der Einladung Marias, ihm ohne Zögern zu gehorchen: "Was er euch sagt, das tut" (Joh 2, 5). Mit der mütterlichen Sorge, die sie bei der Hochzeit zu Kana an den Tag legte, scheint Maria uns zu sagen: "Schwankt nicht, vertraut dem Wort meines Sohnes. Er, der fähig war, Wasser in Wein zu wandeln, ist gleichermaßen fähig, aus dem Brot und dem Wein seinen Leib und sein Blut zu machen und so den Gläubigen das lebendige Gedächtnis seines Paschas zu übergeben, um sich auf diese Weise zum ,,Brot des Lebens" zu machen" .

55. In gewissem Sinne hat Maria ihren eucharistischen Glauben bereits vor der Einsetzung der Eucharistie ausgeübt, und zwar aufgrund der Tatsache selbst, daß sie ihren jungfräulichen Schoß für die Inkarnation des Wortes Gottes dargeboten hat. Indem sie auf die Passion und die Auferstehung verweist, steht die Eucharistie in Kontinuität zur Inkarnation. Maria empfing bei der Verkündigung den göttlichen Sohn in der auch physischen Wahrheit des Leibes und Blutes, um so in sich das vorwegzunehmen, was sich in gewissem Maße auf sakramentale Weise in jedem Gläubigen ereignet, der unter den Zeichen von Brot und Wein den Leib und das Blut des Herrn empfängt.
Es besteht daher eine tiefe Analogie zwischen dem fiat, das Maria auf das Wort des Engels antwortete, und dem Amen, das jeder Gläubige ausspricht, wenn er den Leib des Herrn empfängt. Maria war gerufen zu glauben, daß der, den Sie empfing "durch das Wirken des Heiligen Geistes der Sohn Gottes" (vgl. Lk 1, 30-35) sei. In Kontinuität zum Glauben der Jungfrau wird im eucharistischen Geheimnis von uns der Glaube daran gefordert, daß dieser selbe Jesus, der Sohn Gottes und der Sohn Mariens, sich gegenwärtig macht mit seinem ganzen gott-menschlichen Sein unter den Zeichen des Brotes und des Weines.
"Selig die, die geglaubt hat" (Lk 1, 45): Im Geheimnis der Fleischwerdung hat Maria auch den eucharistischen Glauben der Kirche vorweggenommen. Beim Besuch Marias bei Elisabeth trägt sie das fleischgewordene Wort in ihrem Schoß und macht sich in gewisser Weise zum ,,Tabernakel" – dem ersten ,,Tabernakel" der Geschichte –, in dem der Sohn Gottes, noch unsichtbar für die Augen der Menschen, der Anbetung Elisabeths dargeboten wird und sein Licht gleichsam ,,ausstrahlt" durch die Augen und die Stimme Mariens. Ist der entzückte Blick Mariens im Moment, als sie das Antlitz des neugeborenen Christus betrachtet und ihn in ihre Arme drückt, etwa nicht das unerreichbare Modell der Liebe, von der wir uns jedes Mal inspirieren lassen müssen, wenn wir die Eucharistie in der heiligen Kommunion empfangen?

56. Maria machte sich durch ihr ganzes Leben an der Seite Christi, und nicht nur auf Golgotha, den Opfercharakter der Eucharistie zu eigen. Als sie das Jesuskind zum Jerusalemer Tempel brachte, "um ihn dem Herrn darzustellen" (Lk 2, 22), war vom alten Simeon die Ankündigung zu hören, daß dieses Kind "ein Zeichen des Widerspruchs" sein werde, und daß ein ,,Schwert" auch ihre Seele durchdringen sollte (vgl. Lk 2, 34-35). So war das Drama des gekreuzigten Sohnes vorherverkündet, und in gewisser Weise wurde das "stabat Mater" der Jungfrau zu Füßen des Kreuzes vorausgebildet. Indem sie sich Tag für Tag auf Golgotha vorbereitet, lebt Maria eine Art "vorweggenommener Eucharistie" , man würde sagen, eine "geistliche Kommunion" der Sehnsucht und des Opfers, das seine Vollendung in der Einheit mit dem Sohn in der Passion haben wird, und das sich dann, in der nachösterlichen Zeit, in ihrer Teilnahme an der von den Aposteln geleiteten Eucharistiefeier als ,Gedächtnis' der Passion ausdrücken wird.
Wie soll man sich die Gefühle Marias vorstellen, als sie aus dem Mund Petri, Johannes', Jakobus' und der anderen Apostel die Worte des Letzten Abendmahles vernimmt: "Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird" (Lk 22, 19)? Dieser Leib, als Opfer dahingegeben und unter sakramentalen Zeichen erneut dargestellt, war ja derselbe Leib, der in ihrem Schoß empfangen wurde! Der Empfang der Eucharistie mußte für Maria in etwa bedeuten, wiederum in ihrem Schoß jenes Herz aufzunehmen, das im Gleichklang mit dem ihren geschlagen hat, und das wieder zu erleben, was sie als erste Person unter dem Kreuz erfahren hatte.

57. "Tut dies zu meinem Gedächtnis" (Lk 22, 19). Beim ,,Gedächtnis" von Golgotha ist all das gegenwärtig, was Christus in seiner Passion und in seinem Tod vollbracht hat. Daher fehlt auch das nicht, was Christus zu unseren Gunsten an seiner Mutter vollbracht hat. In der Tat vertraut er ihr den Lieblingsjünger an und, in ihm, überantwortet er ihr auch jeden von uns: "Siehe da, dein Sohn!" . Gleichermaßen sagt er zu jedem von uns: "Siehe da, deine Mutter!" (vgl. Joh 19, 26-27).
In der Eucharistie das Gedächtnis des Todes Christi zu leben schließt auch ein, immer wieder dieses Geschenk zu empfangen. Das bedeutet, diejenige, die uns jedesmal als Mutter gegeben wird, nach dem Beispiel des Johannes zu uns zu nehmen. Es bedeutet zur gleichen Zeit, daß wir uns dem Anspruch stellen, Christus gleichförmig zu werden, uns daher in die Schule der Mutter zu begeben und uns von ihr begleiten zu lassen. Maria ist mit der Kirche und als Mutter der Kirche in jeder unserer Eucharistiefeiern präsent. Wenn Kirche und Eucharistie ein untrennbares Wortpaar sind, so muß man dies gleichfalls von Maria und der Eucharistie sagen. Auch deshalb kennen die Kirchen des Westens und des Ostens einhellig seit dem Altertum das Gedenken Mariens in der Eucharistiefeiern.

58. In der Eucharistie vereint sich die Kirche völlig mit Christus und seinem Opfer und macht sich den Geist Mariens zu eigen. Dies ist eine Wahrheit, die sich vertiefen läßt, wenn wir das Magnificat in eucharistischer Sicht erneut lesen. Wie der Gesang Mariens ist die Eucharistie vor allem Lob und Danksagung. Als Maria ausruft: "Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott meinen Retter" , trägt sie Jesus in ihrem Schoß. Sie lobt den Vater "wegen" Jesus, aber sie lobt ihn auch "in" Jesus und "mit" Jesus. Das genau ist wirkliches "eucharistisches Verhalten" .
Gleichzeitig gedenkt Maria der wunderbaren Taten Gottes in der Heilsgeschichte, gemäß der an die Väter ergangenen Verheißung (vgl. Lk 1, 55), und verkündet das Wunder, das sie alle überragt, die heilbringende Inkarnation. Im Magnificat ist schließlich die eschatologische Spannung der Eucharistie gegenwärtig. Jedes Mal, wenn sich uns der Sohn Gottes in der "Armut" der sakramentalen Zeichen von Brot und Wein zeigt, wird in die Welt der Keim jener neuen Geschichte gelegt, in der die "Mächtigen vom Thron" gestürzt und "die Niedrigen erhöht werden" (vgl. Lk 1, 52). Maria besingt diesen "neuen Himmel" und die "neue Erde" , die in der Eucharistie ihre Vorwegnahme und in einem gewissen Sinn ihr programmatisches "Bild" finden. Wenn das Magnificat die Spiritualität Mariens ausdrückt, so kann uns nichts mehr als diese Spiritualität helfen, das eucharistische Geheimnis zu leben. Die Eucharistie ist uns gegeben, damit unser Leben ähnlich dem Mariens ganz und gar ein Magnificat sei!

SCHLUSS

59. "Ave, verum corpus natum de Maria Virgine!" . Vor wenigen Jahren habe ich den fünfzigsten Jahrestag meines Priestertums gefeiert. Ich erfahre heute die Gnade, der Kirche diese Enzyklika über die Eucharistie zu schenken, am Gründonnerstag, der in das fünfundzwanzigste Jahr meines petrinischen Amtes fällt. Ich tue dies mit einem Herzen voller Dankbarkeit. Seit mehr als einem halben Jahrhundert, seit dem 2. November 1946, an dem ich meine Primiz in der Krypta des Heiligen Leonhard in der Kathedrale auf dem Wawel in Krakau zelebriert habe, sind meine Augen jeden Tag auf die weiße Hostie gerichtet, in der Zeit und Raum in gewisser Weise "zusammenfallen" und in der das Drama von Golgotha lebendig gegenwärtig wird sowie seine geheimnisvolle "Gegenwärtigkeit" enthüllt. Jeden Tag hat mein Glaube im konsekrierten Brot und im konsekrierten Wein den göttlichen Wanderer erkennen können, der sich eines Tages an die Seite der zwei Jünger von Emmaus gesellte, um ihnen die Augen für das Licht und das Herz für die Hoffnung zu öffnen (vgl. Lk 24, 13-35).
Erlaubt mir, meine lieben Brüder und Schwestern, mein Glaubenszeugnis über die heiligste Eucharistie mit innerer Begeisterung, in Begleitung und zur Stärkung eures Glaubens abzulegen. "Ave, verum corpus natum de Maria Virgine, vere passum, immolatum, in cruce pro homine!''. Hier ist der Schatz der Kirche, das Herz der Welt, das Unterpfand des Ziels, das jeder Mensch, sei es auch unbewußt, erstrebt. Ein großes Geheimnis, das uns überragt und sicherlich das Verstehensvermögen unseres Geistes auf die harte Probe stellt, über den Augenschein hinauszugehen. Hier täuschen sich unsere Sinne – "visus, tactus, gustus in te fallitur" , sagt der Hymnus Adoro te devote – , aber der Glaube allein, verwurzelt im Wort Christi, das uns durch die Apostel anvertraut ist, genügt uns. Erlaubt mir, zu Christus – gleich Petrus am Ende der Eucharistierede im Johannesevangelium – im Namen der ganzen Kirche und im Namen eines jeden von euch zu wiederholen: "Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens" (Joh 6, 68).

60. In der Morgenröte dieses Dritten Jahrtausends fühlen wir uns angespornt, mit erneutem Schwung im Leben als Christen voranzuschreiten. Schon im Apostolischen Schreiben Novo millennio ineunte habe ich ausgeführt: "Es geht nicht darum, ein ,neues Programm' zu erfinden. Das Programm liegt schon vor: Seit jeher besteht es, zusammengestellt vom Evangelium und von der lebendigen Tradition. Es findet letztlich in Christus selbst seine Mitte. Ihn gilt es kennenzulernen, zu lieben und nachzuahmen, um in ihm das Leben des Dreifaltigen Gottes zu leben und mit ihm der Geschichte eine neue Gestalt zu geben, bis sie sich im himmlischen Jerusalem erfüllt" .103 Die Ausführung dieses Programms eines erneuerten Schwungs für das christliche Leben geschieht durch die Eucharistie.
Jedes Streben nach Heiligkeit, jede auf die Verwirklichung der Sendung der Kirche ausgerichtete Aktion, jede Ausführung pastoraler Pläne muß die notwendigen Kräfte aus dem eucharistischen Geheimnis beziehen und auf dieses hingeordnet sein als auf ihren Höhepunkt. In der Eucharistie finden wir Jesus, ist für uns sein Erlösungsopfer präsent, begegnen wir seiner Auferstehung, erhalten wir die Gabe des Heiligen Geistes, haben wir die Anbetung, den Gehorsam und die Liebe zum Vater. Wenn wir die Eucharistie vernachlässigten, wie könnten wir unserer Erbärmlichkeit abhelfen?

61. Das eucharistische Geheimnis – Opfer, Gegenwart, Mahl – duldet weder Reduzierungen noch Instrumentalisierungen. Es muß in seiner Ganzheit gelebt werden, sei es im Ereignis der Feier, sei es im innigen Zwiegespräch mit Jesus, den man gerade in der hl. Kommunion empfangen hat, sei es im betenden Verweilen bei der eucharistischen Anbetung außerhalb der heiligen Messe. Die Kirche wird also fest auferbaut und es drückt sich das aus, was sie wahrhaftig ist: die eine, heilige, katholische und apostolische; Volk, Heiligtum und Familie Gottes; Leib und Braut Christi, beseelt vom Heiligen Geist; universales Heilssakrament und hierarchisch gegliederte Gemeinschaft.

Der Weg der Kirche in diesen ersten Jahren des Dritten Jahrtausends ist auch der Weg eines erneuerten ökumenischen Engagements. Die letzten Jahrzehnte des Zweiten Jahrtausends, die im Großen Jubiläum gipfelten, haben uns in diese Richtung geführt, indem sie alle Getauften anspornten, dem Gebet Jesu "ut unum sint" (Joh 17, 11) zu entsprechen. Es ist ein langer Weg voller Hindernisse, die menschliches Können übersteigen; aber wir haben die heilige Eucharistie und vor ihr dürfen wir in der Tiefe des Herzens die gleichen Worte vernehmen, die der Prophet Elija gehört hat, so als ob sie an uns gerichtet wären: "Steh auf und iß, sonst ist der Weg zu weit für dich" (1 Kön 19, 7). Der eucharistische Schatz, den uns der Herr zur Verfügung gestellt hat, beflügelt uns auf das Ziel des vollen Teilens dieses Schatzes mit allen Brüdern und Schwestern hin, mit denen uns die gemeinsame Taufe verbindet. Um einen solchen Schatz nicht zu vergeuden, ist es jedoch notwendig, die Anforderungen zu respektieren, die aus seinem Sein als Sakrament der Gemeinschaft im Glauben und in der Apostolischen Sukzession herrühren.
Indem wir der Eucharistie ganz und gar die Bedeutung beimessen, die ihr zukommt, und indem wir mit aller Sorge darauf bedacht sind, keine ihrer Dimensionen oder Ansprüche abzumindern, zeigen wir uns wahrhaftig der Größe dieser Gabe bewußt. Dazu lädt uns eine ununterbrochene Überlieferung ein, die seit den ersten Jahrhunderten die Wachsamkeit der christlichen Gemeinde in Bezug auf die Obhut dieses "Schatzes" bezeugt. Gedrängt von der Liebe sorgt sich die Kirche darum, den Glauben an das Geheimnis der Eucharistie und die diesbezügliche Lehre den nachfolgenden christlichen Generationen weiterzugeben, ohne davon irgendein Fragment aufzugeben. Es besteht keinerlei Gefahr, in der Sorge um dieses Geheimnis zu übertreiben, weil "in diesem Sakrament das ganze Mysterium unseres Heiles zusammengefaßt ist" .104

62. Begeben wir uns, meine lieben Brüder und Schwestern, in die Schule der Heiligen, der großen Verkünder der wahren eucharistischen Frömmigkeit. In ihnen erlangt die Theologie der Eucharistie den vollen Glanz des Erlebten, sie "steckt uns an" und sie "erwärmt" uns sozusagen. Hören wir vor allem auf die Seligste Jungfrau Maria, in der das eucharistische Geheimnis mehr als in jedem anderen Menschen als Geheimnis des Lichtes erscheint. Im Blick auf sie erkennen wir die verwandelnde Kraft, die der Eucharistie eignet. In ihr sehen wir die in der Liebe erneuerte Welt. Wenn wir Maria als die mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommene betrachten, sehen wir das Aufbrechen des "neuen Himmels" und der "neuen Erde" , die sich bei der zweiten Ankunft Christi vor unseren Augen öffnen werden. Die Eucharistie ist hier auf Erden ihr Unterpfand und in mancher Hinsicht ihre Vorwegnahme: "Veni, Domine Iesu!" (Offb 22, 20).
Im demütigen Zeichen von Brot und Wein, wesensverwandelt in seinen Leib und in sein Blut, geht Christus als unsere Kraft und unsere Wegzehrung mit uns und macht uns für alle zu Zeugen der Hoffnung. Wenn angesichts dieses Geheimnisses die Vernunft ihre Grenzen erfährt, erahnt das von der Gnade des Heiligen Geistes erleuchtete Herz, wie man sich ihm nähert und sich in Anbetung und grenzenloser Liebe darin versenkt.
Machen wir uns die Empfindungen des heiligen Thomas von Aquin zu eigen, dieses vortrefflichen Theologen und gleicherweise leidenschaftlichen Sängers des eucharistischen Christus. Lassen wir zu, daß auch unser Geist sich in der Hoffnung auf die Anschauung des Zieles öffne, nach welchem sich das Herz sehnt, das, wie es beschaffen ist, nach Freude und Frieden dürstet:

"Bone pastor, panis vere,
Iesu, nostri miserere...
Guter Hirt, Du wahre Speise,
Jesus, gnädig dich erweise!
Nähre uns auf deinen Auen,
laß uns deine Wonnen schauen
in des Lebens ewigem Reich!
Du der alles weiß und leitet,
uns im Tal des Todes weidet,
laß an deinem Tisch uns weilen,
deine Herrlichkeit uns teilen.
Deinen Seligen mach uns gleich!" .
Allen erteile ich meinen Segen!
Aus dem Vatikan, 17. April 2003, Gründonnerstag, im 25. Jahr meines Pontifikats, im Jahr des Rosenkranzes.

 
INHALT

Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

3

I. Kapitel

Geheimnis des Glaubens . . . . . . . . . . . . . . . . .

15

II. Kapitel

Die Eucharistie baut die Kirche auf . . . . . . . . .

29

III. Kapitel

Die Apostolizität der Eucharistie und der Kirche

37

IV. Kapitel

Die Eucharistie und die kirchliche Gemeinschaft. .

47

V. Kapitel

Die Zierde der Eucharistiefeier . . . . . . . . . . . . .

63

VI. Kapitel

In der Schule Mariens Die Eucharistie und

Maria . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

72

Schluß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

79

 

VATIKANISCHE DRUCKEREI

 

1Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium, 11.

2Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dekret über Dienst und Leben der Priester Presbyterorum Ordinis, 5.

3Vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Rosarium Virginis Mariae (16. Oktober 2002), 21.

4Das ist der Titel, den ich einem autobiographischen Zeugnis aus Anlaß meines fünfzigjährigen Priesterjubiläums geben wollte.

5Leonis XIII Acta, XXII ( 1903), 115-136.

6AAS 39 (1947), 521-595.

7AAS 57 (1965), 753-774.

8AAS 72 (1980), 113-148.

9Vgl. Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium, 47: Salvator noster [...] Sacrificium Eucharisticum Corporis et Sanguinis sui instituit, quo Sacrificium Crucis saecula, donec veniret, perpetuaret.

10Katechismus der Katholischen Kirche, 1085.

11Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium, 3.

12Vgl. Paul VI., Das Credo des Gottesvolkes (30. Juni 1968), 24: AAS 60 (1968) 442; Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Dominicae Cenae (24. Februar 1980), 12: AAS 72 (1980), 142.

13Katechismus der Katholischen Kirche, 1382

14Katechismus der Katholischen Kirche, 1367

15Heiliger Johannes Chrysostomus, In Epistolam ad Hebraeos homiliae, 17, 3: PG 63, 131.

16 "Denn die Opfergabe ist ein und dieselbe; derselbe, der sich damals am Kreuze opferte, opfert sich jetzt durch den Dienst des Priesters; allein die Weise des Opferns ist verschieden" : Konzil von Trient, Sess. XXII, Doctrina de ss. Missae sacrificio, cap. 2: DH 1743.

17Vgl. Pius XII., Enzyklika Mediator Dei (20. November 1947): AAS 39 (1947), 548.

18Johannes Paul II, Enyzklika Redemptor hominis (15. März 1979), 20: AAS 71 (1979) 310.

19Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium, 11.

20Heiliger Ambrosius, De sacramentis, V, 4, 26: O. Falller (Hrsg.), CSEL 73, 70.

21Heiliger Cyrill von Alexandrien, In Ioannis Evangelium, XII, 20: PG 74, 726; P.E. Pusey (Hrsg.), III, 145.

22Paul VI., Enzyklika Mysterium fidei (3. September 1965): AAS 57 (1965) 764.

23Konzil von Trient, Sess. XIII, Decretum de ss. Eucharistia, cap. 4: DH 1642.

24Heiliger Cyrill von Jerusalem, Mystagogische Katechesen, IV, 6: A. Piédagnel (Hrsg.), SCh 126, 138.

25Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung Dei Verbum, 8.

26Paul VI., Das Credo des Gottesvolkes (30. Juni 1968) 24: AAS 60 (1968) 442-443.

27Heiliger Ephräm, Sermo IV in Hebdomadam Sanctam: E. Beck (Hrsg.), CSCO 413 / Syr. 182, 55.

28Anaphora.

29Drittes Eucharistisches Hochgebet.

30Breviarium Romanum, Antiphon zum Magnifikat in der 2. Vesper des Fronleichnamsfestes.

31 Missale Romanum, Embolismus nach dem Pater Noster.

32Heiliger Ignatius von Antiochien, Epistula ad Ephesios, 20, 2: J. A. Fischer (Hrsg.), 160 (PG 5, 661).

33Vgl. Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et Spes 39.

34 "Willst du den Leib des Herrn ehren? Vernachlässige ihn nicht, wenn er unbekleidet ist. Ehre ihn nicht hier im Heiligtum mit Seidenstoffen, um ihn dann draußen zu vernachlässigen, wo er Kälte und Nacktheit erleidet. Jener, der gesagt hat: "Dies ist mein Leib", ist der gleiche, der gesagt hat: "Ihr habt mich hungrig gesehen und mir nichts zu essen gegeben", und "Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan" [...] Was nützt es, wenn der eucharistische Tisch überreich mit goldenen Kelchen bedeckt ist, während er Hunger leidet? Beginne damit, den Hungrigen zu sättigen, dann verziere den Altar mit dem, was übrigbleibt" : Hl. Johannes Chrysostomus, Homilie über das Matthäusevangelium 50, 34: PG 58, 508-509; vgl. Papst Johannes Paul II., Enzyklika Sollicitudo rei socialis (30. Dezember 1987), 31: AAS 80 (1988), 553-556.

35Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium, 3.

36Ibid.

37Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dekret über die Missionstätigkeit der Kirche Ad gentes, 5.

38 "Da nahm Mose das Blut, besprengte damit das Volk und sagte: Das ist das Blut des Bundes, den der Herr aufgrund all dieser Worte mit euch geschlossen hat" (Ex 24,8).

39Vgl. Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium, 1.

40Vgl. ibid., 9.

41Vgl. Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dekret über Dienst und Leben der Priester Presbyterorum Ordinis, 5. Das gleiche Dekret sagt in Nr. 6: "Die christliche Gemeinde wird aber nur auferbaut, wenn sie Wurzel und Angelpunkt in der Feier der Eucharistie hat" .

42In Epistolam I ad Corinthos homiliae, 24, 2: PG 61, 200. Vgl. Didaché, IX, 4: F.X. Funk, I, 22; Heiliger Cyprian, Ep. LXIII, 13: PL 4, 384.

43PO 26, 206.

44Ökum. II. Vatikanisches Konzil. Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium, 1.

45Vgl. Konzil von Trient, Sess. XIII, Decretum de ss. Eucharistia, can. 4: DH 1654.

46Vgl. Rituale Romanum: De sacra communione et de cultu mysterii eucharistici extra Missam, 36 (n. 80).

47Vgl. ibid. 38-39 (nn. 86-90).

48Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Novo millenio ineunte (6. Januar 2001), 32: AAS 93 (2001), 288.

49 "Außerdem sollen sie [die Gläubigen] es nicht unterlassen, das Allerheiligste Sakrament, das an einem bevorzugten Ort und mit größter Ehrfurcht den liturgischen Gesetzen entsprechend in den Kirchen aufzubewahren ist, tagsüber zu besuchen. Ein solcher Besuch ist ein Beweis der Dankbarkeit und ein Zeichen der Liebe wie der schuldigen Verehrung gegenüber Christus dem Herrn, der hier gegenwärtig ist" : Paul VI., Enzyklika Mysterium fidei (3. September 1965): AAS 57 (1965), 771.

50 Visite al SS. Sacramento ed a Maria Santissima, Introduzione: Opere ascetiche, Avellino 2000, p. 295.

51N. 857.

52Ibid.

53Ibid.

54Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Brief Sacerdotium ministeriale, 6. August 1983, III. 2: AAS 75 (1983) 1005.

55Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium, 10.

56Ibid.

57Vgl. Missale Romanum, Institutio generalis: Editio typica tertia, Typis Vaticanis 2002, 48 (n. 147).

58Vgl. Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium, 10 und 28; Dekret über Dienst und Leben der Priester Presbyterorum Ordinis, 2.

59 "Der Diener des Altares handelt in der Person Christi als Haupt, der im Namen aller Glieder darbringt" . Pius XII., Enzyklika Mediator Dei (20. November 1947): AAS 39 (1947), 556; vgl. Pius X., Apost. Lehrschreiben Haerent animo (4. August 1908): Pii X Acta, IV, 16; Pius XI., Enzyklika Ad catholici sacerdotii (20. Dezember 1935): AAS 28 (1936), 20.

60Apostolisches Schreiben Dominicae Cenae (24. Februar 1980), 8: AAS 72 (1980), 128-129.

61Kongregation für die Glaubenslehre, Brief Sacerdotium ministeriale (6. August 1983), III. 4: AAS 75 (1983), 1106; vgl. Conc. Ecum. Lateranense IV, Kap. 1, Konst. Über den Katholischen Glauben Firmiter credimus: DH 802.

62Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dekret über den Ökumenismus Unitatis Redintegratio, 22.

63Apostol. Schreiben Dominicae Cenae (24. Februar 1980), 2: AAS 72 (1980), 115.

64Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dekret über Dienst und Leben der Priester Presbyterorum Ordinis, 14.

65Ibid., 13; vgl. Codex des Kanonischen Rechtes, can. 904; Gesetzbuch der Katholischen Ostkirchen, can. 378.

66Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dekret über Dienst und Leben der Priester Presbyterorum Ordinis, 6.

67Vgl. Bischofssynode, Zweite Außerordentliche Generalversammlung (1985), Relazione finale, II. C. 1: L'Osservatore Romano, 10. Dezember 1985, 7.

68Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium, 26.

69Nicolas Cabsilas, La vita in Cristo, IV, 10: SCh 355, 270.

70Weg der Vollkommenheit, c. 35.

71Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium, 14.

72Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Brief Communionis notio, 28. Mai 1992, 4: AAS 85 (1993) 839-840.

73Predigt zu Jesaja 6, 3: PG 56, 139.

74N. 1385; vgl. Codex des Kanonischen Rechtes, can. 916; Gesetzbuch der katholischen Ostkirchen, can. 711.

75Johannes Paul II., Ansprache an die Mitglieder der Heiligen Pönitentiarie und an die Beichtväter der römischen Patriarchalbasiliken (30. Januar 1981): AAS 73 (1981) 203. Vgl. Konzil von Trient, Sess. XIII. Decretum de ss. Eucharistia, cap.7 et can 11: DH 1647, 1661.

76Vgl. Codex des Kanonischen Rechtes, can. 915; Gesetzbuch der Katholischen Ostkirchen, can. 712.

77Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium, 14.

78Heiliger Thomas von Aquin, Summa theologiae, III, q. 73, a. 3c.

79Kongregation für die Glaubenslehre, Schreiben an die Bischöfe der katholischen Kirche über einige Aspekte der Kirche als Communio Communionis notio (28. Mai 1992), 11: AAS 85 (1993), 844.

80Vgl. Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 23.

81Heiliger Ignatius von Antiochien, Epistola ad Smyrnaeos, 8, 1: J. A. Fischer (Hrsg.), 210.

82Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 23.

83Kongregation für die Glaubenslehre, Schreiben an die Bischöfe der katholischen Kirche über einige Aspekte der Kirche als Communio Communionis notio (28. Mai 1992), 14: AAS 85 (1993), 847.

84Sermo 272: PL 38, 1247.

85Ibid., 1248.

86Vgl. nn. 31-51: AAS 90 (1998) 731-746.

87Vgl. ibid., nn. 48-49: AAS 90 (1998) 744.

88N. 36: AAS 93 (2001) 291-292.

89Vgl. Dekret über den Ökumenismus Unitatis redintegratio, 1.

90Vgl. Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium, 11.

91 "Nos autem omnes, qui de uno pane et calice participamus, iunge ad invicem in unius Spiritus Sancti communionem" (Byzantinische Anaphora des Basilius von Caesarea: A. Hänggi I. Pahl [Hrsg.], Prex Eucharistica: Textus e variis liturgiis antiquioribus selecti, Fribourg 1968, 239).

92Vgl. Codex des Kanonischen Rechtes, can. 908; Gesetzbuch der Katholischen Ostkirchen, can. 702; Päpstlicher Rat zur Förderung der Einheit der Christen, Direktorium für die Ökumene, 25. März 1993, 122-125, 129-131: AAS 85 (1993), 1086-1089; Kongregation für die Glaubenslehre, Brief Ad exsequendam, 18. Mai 2001; AAS (2001), 786.

93 "Wenn eine Communicatio in sacris die Einheit der Kirche verletzt oder wenn sie eine formale Bejahung einer Irrlehre, die Gefahr eines Glaubensabfalls, eines Ärgernisses oder religiöser Gleichgültigkeit in sich birgt, dann ist sie durch göttliches Gesetz verboten" : Dekret Orientalium Ecclesiarum, 26.

94Johannes Paul II., Enzyklika Ut unum sint, 25. Mai 1995, 45: AAS 87 (1995) 948.

95Vgl. Ökum. II., Vatikanisches Konzil, Dekret Orientalium Ecclesiarum, 27.

96Vgl. Codex des Kanonischen Rechtes, can. 844 §§ 3-4; Gesetzbuch der Katholischen Ostkirchen, can. 671 §§ 3-4.

97Johannes Paul II., Enzyklika Ut unum sint, 25. Mai 1995, 46: AAS 87 (1995) 948.

98Vgl. Ökum. II. Vatikanisches Konzil, Dekret über den Ökumenismus Unitatis redintegratio, 22.

99Vgl. Codex des Kanonischen Rechtes, can. 844; Gesetzbuch der Katholischen Ostkirchen, can. 671.

100Vgl. AAS 91 (1999), 1155-1172.

101Nr. 22: AAS 92 (2000), 485; vgl. OR (dt.), 30. Jahrgang (2000), Nr. 10, 13.

102Vgl. Nr. 21: AAS 95 (2003), 20.

103Nr. 29: AAS 93 (2001) 285.

104Heiliger Thomas von Aquin, Summa theologiae, III, q. 83, a. 4 c.


(Quelle: http://www.clerus.org/clerus/dati/2003-04/17-999999/EucaTED.html)

DIENER DER EUCHARISTIE

HL. KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE

SACERDOTIUM MINISTERIALE

SCHREIBEN AN DIE BISCHÖFE DER KATHOLISCHEN KIRCHE
ÜBER EINIGE FRAGEN BEZÜGLICH DES DIENERS DER EUCHARISTIE

 

I. Einführung

1. Bezüglich Aufgabe und Dienst der Priester hat das Zweite Vatikanische Konzil die Lehre bestätigt, daß das hierarchisch gegliederte Priesteramt sich nicht nur dem Rang, sondern dem Wesen nach vom allgemeinen Priestertum der Gläubigen unterscheidet, und hat damit zur Glaubensgewißheit erklärt, daß allein Bischöfen und Priestern die Vollmacht zukommt, das eucharistische Geheimnis zu vollziehen. Denn obwohl alle Gläubigen am einmaligen und einzigartigen Priestertum Christi teilhaben und bei der Darbringung der Eucharistie mitwirken, ist allein der zum heiligen Dienst bestellte Priester kraft des Weihesakramentes bevollmächtigt, das eucharistische Opfer "in persona Christi" zu vollziehen und es im Namen des ganzen christlichen Volkes darzubringen.(1)

2. In den letzten Jahren wurden jedoch mehr und mehr Ansichten verbreitet und zuweilen auch schon in die Praxis übertragen, die die oben erwähnte Lehre leugnen und so das kirchliche Leben in seinem Innersten verletzen. Diese Ansichten, die unter verschiedenen Formen und mit unterschiedlichen Begründungen vorgetragen werden, finden bei den Gläubigen mehr und mehr Anklang zum Teil, weil behauptet wird, solche Meinungen stützten sich auf wissenschaftliche Fundamente, zum Teil auch unter dem Vorwand, nur so könne den pastoralen Notwendigkeiten in den christlichen Gemeinden und deren sakramentalem Leben entsprochen werden.

3. Es ist daher der Glaubenskongregation ein dringliches Anliegen, den Oberhirten in brüderlichem Geist beizustehen. Sie möchte hier einige wesentliche Gesichtspunkte der kirchlichen Lehre bezüglich des Dieners der Eucharistie in Erinnerung rufen, so wie sie uns durch die lebendige Tradition übermittelt wurden und wie sie auch in früheren Dokumenten des Lehramts zum Ausdruck kamen.(2) Sie setzt die vom Zweiten Vatikanischen Konzil gebotene umfassende Darstellung des priesterlichen Dienstes voraus, hält es aber in der gegenwärtigen Situation für dringend geboten, das Besondere und Wesentliche der priesterlichen Aufgabe noch deutlicher herauszustellen.

 

II. Irrige Meinungen

1. Von den Vertretern der neuen Meinungen wird behauptet, daß jede christliche Gemeinde schon aufgrund der Tatsache, daß sie sich im Namen Christi versammelt und somit den Vorzug der ungeteilten Gegenwart Christi genießt (vgl. Mt 18, 20), mit allen Vollmachten ausgestattet sei, die der Herr seiner Kirche zuteilen wollte. Es wird ferner erklärt, die Kirche sei in dem Sinn apostolisch zu nennen, daß alle, die in der Taufe wiedergeboren, in die Kirche eingegliedert wurden und am Priestertum, Prophetenamt und Königtum Christi teilnehmen, auch als wirkliche Nachfolger der Apostel zu gelten haben. Da die gesamte Kirche zunächst in den Aposteln vorgebildet war, sei daraus zu folgern, daß auch die Einsetzungsworte der Eucharistie, die zunächst an die Apostel gerichtet waren, für alle bestimmt seien.

2. Der Dienst der Bischöfe und Priester sei infolgedessen für eine geregelte Ordnung der Kirche zwar notwendig, doch unterscheide er sich vom allgemeinen Priestertum der Gläubigen nicht durch das, was die Teilhabe am Priestertum Christi im strengen Sinn betrifft, sondern allein hinsichtlich dessen Vollzug. Deshalb sei die sogenannte Aufgabe der Gemeindeleitung ‒ die den Auftrag zur Predigt und zum Vorsitz der liturgischen Versammlung einschließt ‒ nichts anderes als eine Beauftragung, um die rechte Ordnung in der Gemeinde aufrechtzuerhalten, die deshalb aber nicht sakralisiert werden dürfe. Die Beauftragung zu solchem Dienst füge keine neue und im eigentlichen Sinn »priesterliche« Fähigkeit hinzu ‒ der Ausdruck »Priester« wird in diesem Zusammenhang meist vermieden ‒ noch präge sie ein besonderes Kennzeichen ein, wodurch der Betroffene ontologisch betrachtet für sein Amt in einen neuen Zustand erhoben wird. Die Beauftragung bedeute letztlich nichts anderes, als daß nun vor der Gemeinde die von Anfang an im Sakrament der Taufe grundgelegte Fähigkeit zur Geltung komme.

3. Infolge der Apostolizität der einzelnen Ortsgemeinden, in denen Christus nicht weniger gegenwärtig ist als in der bischöflichen Struktur, könne jede Gemeinde, sei sie auch noch so klein, die ihr ursprünglich übertragene Vollmacht in Anspruch nehmen, wann immer sie über längere Zeit jenes wesentliche Element entbehren müßte, das die Eucharistie darstellt. Es komme ihr also das Recht zu, ihren eigenen Vorsteher und Leiter zu ernennen und ihm alle Fähigkeiten zu übertragen, die zur Leitung der Gemeinde notwendig sind einschließlich des Vorsitzes bei der Eucharistie und der Vollmacht zu deren Konsekration. Gott selbst ‒ so wird behauptet ‒  könne unter derartigen Umständen auch ohne Sakrament die Amtsvollmachten nicht verweigern, die er im Normalfall allein durch das Weihesakrament gewährt.

Zu dieser Schlußfolgerung trägt auch die Tatsache bei, daß die Feier der Eucharistie oft lediglich als ein Akt der Ortsgemeinde verstanden wird, die sich versammelt, um im Brechen des Brotes des letzten Abendmahles zu gedenken. Sie beinhalte daher mehr ein brüderliches Mahl, in dem die Gemeinde sich zusammenfindet und sich so zum Ausdruck bringt, als daß sie eine sakramentale Erneuerung des Opfers Christi darstellt, dessen erlösende Kraft sich auf alle Menschen erstreckt, auf Anwesende und Ferne, auf Lebende und Tote.

4. Auf der anderen Seite haben in manchen Gegenden die irrigen Ansichten über die Notwendigkeit geweihter Priester zur Feier der Eucharistie einige dazu verleitet, im Rahmen der Glaubensverkündigung die Sakramente der Eucharistie und Priesterweihe in ihrem Wert mehr und mehr zu schmälern.

 

III. Die Lehre der Kirche

1. Auch wenn die oben genannten Meinungen in oft abgestuften und unterschiedlichen Formen vorgetragen werden, so münden sie doch alle in die eine Schlußfolgerung ein: die Vollmacht, das Sakrament der Eucharistie zu vollziehen, sei nicht notwendigerweise mit dem Weihesakrament verbunden. Es liegt auf der Hand, daß eine solche Schlußfolgerung in keiner Weise mit dem überlieferten Glauben in Einklang gebracht werden kann, denn auf diese Weise wird nicht nur die den Priestern anvertraute Amtsvollmacht verworfen, sondern die gesamte apostolische Struktur der Kirche verletzt und die Heilsökonomie der Sakramente zerstört.

2. Nach der Lehre der Kirche wird die Teilnahme am Wort des Herrn und an dem von ihm geschenkten göttlichen Leben von Anfang an in dem einen, einzigen Leib gewährt, den sich der Herr selbst die Zeiten hindurch auferbaut. Dieser Leib, das heißt die Kirche Christi, wird von ihm selbst beständig durch die Gaben der Dienste und Ämter geordnet; »er wird durch Gelenke und Bänder versorgt und zusammengehalten und wächst so durch Gottes Wirken« (Kol 2, 19).(3) Diese Struktur der Ämter wird in der Tradition der Kirche mittels der dreifachen Gewalt entfaltet, die den Aposteln und deren Nachfolgern anvertraut wurde, nämlich der Gewalt zu heiligen, zu lehren und die Kirche im Namen Christi zu leiten.

 Die Apostolizität der Kirche ist nicht so zu verstehen, daß alle Gläubigen Apostel wären,(4) auch nicht in kollektiver Form. Keiner Gemeinde kommt die Vollmacht zu, ein apostolisches Amt zu verleihen, denn dies wird grundsätzlich vom Herrn selbst zugeteilt. Wenn also die Kirche in den Glaubensbekenntnissen apostolisch genannt wird, so kommt damit zum Ausdruck, daß ihr Lehramt in Übereinstimmung mit der Glaubenslehre der Apostel steht und daß darüber hinaus eine wirkliche Fortführung des Auftrags der Apostel durch die Struktur der Nachfolge zur Geltung kommt, kraft derer die den Aposteln übertragene Sendung bis ans Ende der Zeiten fortdauern soll.(5) Die derart strukturierte Nachfolge der Apostel, die die Apostolizität der ganzen Kirche begründet, gehört zur lebendigen Tradition, die für die Kirche von Anfang an zur prägenden Gestalt wurde und es weiterhin sein wird. Deshalb führen alle Versuche vom rechten Weg ab, die dieser lebendigen Tradition einzelne Teile der Hl. Schrift entgegenstellen, um daraus das Recht auf andere Strukturen abzuleiten.

3. Die katholische Kirche, die in Jahrhunderten gewachsen ist und aufgrund des Lebens, das ihr vom Herrn durch die Ausgießung des Hl. Geistes geschenkt wurde, immer weiterwächst, hat stets ihre apostolische Struktur bewahrt getreu der Tradition der Apostel, die in ihr lebt und fortdauert. Wenn sie den Erwählten unter Anrufung des Hl. Geistes die Hände auflegt, so ist sie sich dessen bewußt, in der Kraft des Herrn zu handeln, der die Bischöfe als Nachfolger der Apostel in besonderer Weise an seiner dreifachen Sendung als Priester, Prophet und König teilhaben läßt. Ihrerseits übertragen die Bischöfe ihr Dienstamt in unterschiedlicher Abstufung an verschiedene Personen in der Kirche.(6) Wenn daher auch alle Getauften sich vor Gott der gleichen Würde erfreuen, so wollte der göttliche Lehrmeister doch die christliche Gemeinde hierarchisch gegliedert wissen. Deshalb bestehen von den Anfängen an in ihr besondere apostolische Ämter, die aus dem Weihesakrament hervorgehen.

 4. Unter jenen Aufgaben, die Christus ausschließlich den Aposteln und deren Nachfolgern übertragen hat, ragt in besonderer Weise die Vollmacht heraus, die Eucharistie zu feiern. Allein den Bischöfen, ebenso den Priestern, denen die Bischöfe selbst Anteil an ihrem Amt gegeben haben, ist daher die Vollmacht vorbehalten, im eucharistischen Geheimnis neu zu vollziehen, was Christus beim Letzten Abendmahl getan hat.(7)

Damit jene ihre Aufgaben ‒ speziell den wichtigen Dienst, das eucharistische Geheimnis zu vollziehen ‒ recht erfüllen können, bezeichnet Christus der Herr all jene, die er zum Bischofs- oder Priesteramt beruft, kraft des Weihesakraments mit einem besonderen Zeichen, das auch in den feierlichen Dokumenten des Lehramts "Character" genannt wird.(8) Er selbst nimmt sie nämlich dadurch in eine solche Gleichgestaltung mit sich hinein, daß sie beim Sprechen der Wandlungsworte nicht im Auftrag der Gemeinde, sondern "in persona Christi" handeln, was mehr bedeutet als "im Namen" oder "in Stellvertretung" Jesu Christi, ... nämlich »die spezifische sakramentale Identifizierung mit dem "ewigen Hohenpriester", der Urheber und hauptsächliches Subjekt dieses seines eigenen Opfers ist, bei dem er in Wahrheit von niemandem ersetzt werden kann«.(9)

Es gehört also zum Wesen der Kirche selbst, daß die Vollmacht zum Vollzug der Eucharistie allein den Bischöfen und Priestern anvertraut wird, die durch den Empfang des Weihesakraments zu deren Dienern bestellt wurden. Aus diesem Grund erklärt auch die Kirche, daß das eucharistische Geheimnis in keiner Gemeinde gefeiert werden kann, es sei denn durch die Hände eines geweihten Priesters, wie das Vierte Laterankonzil ausdrücklich gelehrt hat.(10)

Die einzelnen Gläubigen oder Gemeinden, die aufgrund von Verfolgungen oder durch den Mangel an Priestern über kürzere oder längere Zeit der Eucharistiefeier entbehren müssen, gehen deshalb der Gnade des Erlösers keineswegs verlustig. Wenn sie, zutiefst vom Wunsch nach dem Sakrament geleitet und im Gebet mit der ganzen Kirche vereint, den Herrn anrufen und ihre Herzen zu ihm erheben, haben sie in der Kraft des Hl. Geistes Gemeinschaft mit der Kirche, die der lebendige Leib Christi ist, und mit dem Herrn selbst. Durch ihr Verlangen nach dem Sakrament mit der Kirche vereint, sind sie, wenn auch äußerlich von ihr getrennt, zuinnerst und wirklich ganz mit der Kirche verbunden und empfangen daher die Früchte des Sakraments; das Verhalten jener aber, die unrechtmäßig für sich das Recht zur Feier der Eucharistie in Anspruch nehmen, führt schließlich dahin, daß sich ihre Gemeinschaft in sich selbst verschließt.(11) Solches Wissen befreit jedoch die Bischöfe, Priester und alle Glieder der Kirche nicht von der schweren Pflicht, darum zu beten, daß des »Herr der Ernte« je nach den Bedürfnissen der Menschen und der Zeit Arbeiter sende (vgl. Mt 9. 37 ff.) noch mindert es die Verpflichtung, sich mit allen Kräften dafür einzusetzen, daß der einladende Ruf des Herrn zum priesterlichen Dienst in Demut und Großmut des Herzens gehört und angenommen werde.

 

IV. Einladung zur Wachsamkeit

Die Hl. Kongregation für die Glaubenslehre ist von dem Wunsch geleitet, den Bischöfen der Kirche eine Hilfe anzubieten, wenn sie auf diese Schwerpunkte der Lehre aufmerksam macht. Sie möchte den Bischöfen helfen, damit sie ihrer Aufgabe gemäß die Herde des Herrn mit der Speise der Wahrheit stärken, den Schatz des Glaubens behüten und die volle Einheit der Kirche bewahren. Es ist notwendig, daß wir ‒ stark im Glauben ‒ den Irrtümern widerstehen, auch wenn sie unter frommem Anschein sich darbieten, allein von der Absicht geleitet, die Wahrheit in Liebe zu tun (vgl. Eph 4, 15), um so die Irrenden in der Liebe des Herrn umfangen zu können. Die Gläubigen nämlich, die den Versuch unternehmen, die Eucharistie außerhalb des geheiligten Bandes der apostolischen Nachfolge, die durch das Weihesakrament begründet ist, zu feiern, schließen sich damit von der Teilhabe an dem einen Leib des Herrn aus und tragen daher nicht zur Stärkung und zum Aufbau der Gemeinde, sondern zu deren Zerstörung bei.

Den Bischöfen kommt folglich die Aufgabe zu, darüber zu wachen, daß die genannten Irrtümer nicht weiter in Katechese und theologischer Lehre um sich greifen oder gar in den Alltag christlichen Lebens übertragen werden. Bei Vorfällen dieser Art kommt ihnen die heilige Pflicht zu, solche Irrtümer öffentlich zurückzuweisen, weil sie unvereinbar sind mit der Feier des eucharistischen Opfers und die kirchliche Gemeinschaft zutiefst verletzen. Die gleichen Maßnahmen sind angezeigt gegen jene, die die wesentliche Bedeutung, die dem Weihe- und Altarssakrament für die Kirche zukommt, schmälern. Denn auch uns gilt das Wort: »Verkünde das Wort, tritt dafür ein zu gelegener und ungelegener Zeit; weise zurecht, tadle, ermahne in unermüdlicher und geduldiger Belehrung ... Du aber sei in allem nüchtern, ertrage das Leiden, verkünde das Evangelium, erfülle treu deinen Dienst!« (2 Tim 4, 2-5).

Die gemeinsame Sorge findet so unter den gegebenen Umständen eine konkrete Anwendung, indem die ungeteilte Kirche, die zwar in verschiedene Ortskirchen gegliedert ist, dennoch auf ein einziges Ziel hinarbeitet(12) und so den ihr von Gott durch die Apostel anvertrauten Schatz des Glaubens zu behüten vermag.

Die Treue zum Willen Christi und die Würde der Christen erfordern nämlich, daß der überlieferte Glaube derselbe bleibt und so die Gläubigen Frieden finden läßt in ihrem Glauben (vgl. Röm 15, 13).

Dieses Schreiben, dem ein Beschluß der Ordentlichen Sitzung dieser Kongregation zugrundeliegt, hat Papst Johannes Paul II. im Rahmen einer dem unterzeichneten Kardinal Präfekten gewährten Audienz approbiert und seine Veröffentlichung angeordnet.

 

Gegeben am 6. August 1983, dem Fest der Verklärung des Herrn, am Sitz der Hl. Kongregation für die Glaubenslehre in Rom.

Joseph Kardinal Ratzinger
Präfekt

 

+ Fr. Hieronymus Hamer, O. P
Tit. Erzbischof von Lorium
 Sekretär

 

(1) II. Vat. Konzil, Dogm. Konst. Lumen Gentium, Nr. 10, 17, 26, 28; Konst. Sacrosanctum Concilium, Nr. 7; Dekret Christus Dominus, Nr. 15; Dekret Presbyterorum Ordinis, Nr. 2 u. 3. Vgl. auch Paul VI., Enzyklika Mysterium fidei, vom 3.9.1965; AAS 57 (1965), S. 761.

(2) Vgl. Pius XII., Enzyklika Mediator Dei, vom 20.11.1947; AAS 39 (1947), S. 553; Paul VI., Apost. Schreiben Quinque iam anni, vom 8.12.1970; AAS 63 (1971), S. 99; Dokumente der Bischofssynode 1971: De sacerdotio ministeriali. 1. Teil; AAS 63 (1971), S. 903-908; Kongregation für die Glaubenslehre, Erklärung Mysterium Ecclesiae, vom 24.6.1973, Nr. 6; AAS 65 (1973), S. 405-407; Erklärung De duobus operibus Professoris Ioannis Küng, vom 15.2.1975; AAS 67 (1975), S. 204; Erklärung Inter insigniores, vom 15.10.1976, Nr. 5; AAS 69 (1977), S. 108-113; Johannes Paul II., Schreiben Novo incipiente nostro an alle Priester der Kirche, vom 8.4.1979, Nr. 2-4; AAS 71 (1979), S. 395-400; Schreiben Dominicae Cenae an alle Bischöfe der Kirche, vom 24.2.1980, Nr. 1-11; AAS 72 (1980), S. 115-134.

(3) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogm. Konst. Lumen Gentium, Nr. 7, 18, 19, 20; Dekret Christus Dominus, Nr. 1 u. 3; Dekret Presbyterorum Ordinis, Nr. 2.

(4) Vgl. Konzil von Trient, Doctrina de sacramento ordinis, Kap. 4; DS 1761.

(5) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogm. Konst. Lumen Gentium, Nr. 20.

(6) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogm. Konst. Lumen Gentium, Nr. 28.

(7) Dies bestätigt der in der Kirche geübte Brauch, die Bischöfe und Priester »sacerdotes sacri cultus« zu nennen, besonders deshalb, weil nur diesen die Vollmacht zuerkannt wurde, das eucharistische Geheimnis zu vollziehen.

(8) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogm. Konst.Lumen Gentium, Nr. 21; Dekret  Presbyterorum Ordinis, Nr. 2.

(9) Papst Johannes Paul II., Schreiben Dominicae Cenae, Nr. 8; AAS 72 (1980), S. 128-129.

(10) IV. Laterankonzil, Const. de fide catholica Firmiter credimus: »Una vero est fidelium universalis Ecclesia, extra quam nullus omnino salvatur, in qua idem ipse sacerdos est sacrificium Iesus Christus, cuius corpus et sanguis in sacramento altaris sub speciebus panis et vini veraciter continentur, transsubstantiatis pane in corpus et vino in sanguinem potestate divina: ut ad perficiendum mysterium unitatis accipiamus ipsi de suo, quod accepit ipse de nostro. Et hoc utique sacramentum nemo potest conficere, nisi sacerdos, qui rite fuerit ordinatus, secundum claves Ecclesiae, quas ipse concessit Apostolis eorumque successoribus Iesus Christus« (DS 802).

(11) Vgl. Johannes Paul II., Schreiben Novo incipiente nostro, Nr. 10; AAS 71 (1979), S. 411-415. Bezüglich der Wirksamkeit des Wunsches nach dem Sakrament vgl. Konzil von Trient, Dekret De iustificatione, Kap. 4; DS 1524; Dekret De sacramentis, can. 4; DS 1604; II. Vat. Konzil, Dogm. Konst. Lumen Gentium, Nr. 14; S. Officium, Epist. ad archiep. Bostoniensem, vom 8.8.1949; DS 3870 u. 3872.

(12) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogm. Konst. Lumen Gentium, Nr. 23.

(Quelle: http://www.doctrinafidei.va/documents/rc_con_cfaith_doc_19830806_sacerdotium-ministeriale_ge.html)

 

The Root and the Vine

Did you know that it is a sin, to drink the cup of communion, with unconfessed sin?  I am guilty, I admit of having done so.
 
But consider the hazard of living a double life. You appear to be living for Christ, yet you are still living the life of a habitual sinner.
 
Consider the story of Ananias and his wife who brought their offering of money to the new church, but lied about the amount that they had collected and thus they died for their lies.
 
Are we no less guilty when we drink the cup of communion and yet still live the double life, or drink with unconfessed sin?
 
Is God mocked? The answer lies in scripture. Look that up in your concordance.
 
So, what are you going to do this week when you accept the cup of communion, or perhaps, as some churches do, only once a month. But still, is it an less sinful?
 
What are you going to do?

(André from Canada - a non-Catholic Christian)

The Breaking of Bread and the Resurrection



It is sad that the term “Breaking of Bread” is so uncommon in our world today. But to us Christians, it is a vital link to our fellowship and worship of our Lord and Saviour Jesus Christ.

You might find it interesting that about three fourths of the oriental population during the time that Jesus walked the earth, survived almost entirely on bread.

How important is bread Scripturally? How important, how vital is it tour our spirituality as Christians while we walk the dust of this earth.

As you may recall, when Satan tempted Jesus to turn the stones into bread, Jesus replied:

“It is written, ‘Man shall not live by bread alone, but by every word that proceeds from the mouth of God.’”. Matt.4:4 NKJV

 

You see, food of course is necessary for our physical bodies, but more importantly, we need to be fed daily, consistently on the Word of God to be fed spiritually in order to keep a close relationship, and fellowship with Him.

 

Bread was also a serious point of contention between the Pharisees and Jesus one day, when the approached Him trying to entrap Him over the issue of the disciple not washing their hands before eating bread. Matt. 15:2 The Pharisees were stewing over insignificant issues over ceremonial laws of man. Jesus, however rebuked them, telling them that though they honoured God with their lips, their hearts were far from Him. Their relationship with God was nothing more than a faced, an outward showing to appear to be religious. But they were no more religious than the pigs in the stall. They were not feeding on the true Word of God. They were feeding instead in the thousands of their own man made laws.

 

Bread is also the “Staff of Life.” It is one of the basics of our daily food intake. Jesus tells us that He is the “Bread from Heaven.” John 6:32 (King James Version) He is the Bread of Life. John 6:35 He tells us:

           "I am the bread of Life

           He who comes to Me

           Shall never hunger

           And he who believes in Me

           Shall never thirst.” John 6:35 NKJV

Those who come to Him will never hunger spiritually. He will fulfil their every spiritual need.

 

And of course the breaking of bread is important as it is a memorial to His death and resurrection. The breaking of bread should be the core of the gathering of the saints to worship Him. He commanded us in fact to do so until His second coming, when he will share the bread and the wine with us as Christians. Luke 22:16-18; 1 Cor. 11:26

 

The bread of course represents His body which was offered on the cross and the wine represents His shed blood for the payment of our sins. 1 Cor. 11:23-27

The Breaking of Bread is also a remembrance of the Passover feast of Moses, a remembrance of the great deliverance out of Egypt when Israel crossed the Red Sea. Before God took them out, He told them to bake and eat unleaven bread. Leaven, raised bread, is a symbol of sin in the Bible. The people being taken out of Egypt are a symbol of God`s people being taken out of the world of sin, into His Kingdom.

 

As we look forward to Easter, we need to realize that the resurrection of Christ verified everything he claimed about himself. His resurrection verified that he died and was risen again to pay for the sins of the world. His resurrection authenticated His claim that He is the Son of God, the Saviour who would come into the world and conquer sin, death and the grave, and to bring immortality and eternal life to all who believe in the work that He did on the cross.

 

The resurrection is importantly tied o the breaking of bread because, if he was not whom he said He was, the he would not have risen from the dead. He would have been a martyr for a lost cause. He may have been a good man, but still a sinner and not a Saviour, and certainly not the incarnated Son Of God.

 

And if He had not risen, we would have no need to remember Him and no need to break bread and share the wine in remembrance of Him.

 

With His resurrection, we have the guarantee of eternal salvation and life with him eternally in our exalted glorified bodies, where sickness, death, disease, broken bodies etc. will be no more.

 

With His resurrection, we have all the answers to life’s problems, because Christ answered the problem of sin and death on the cross.

 

We worship a risen Saviour not a dead man.

 

Therefore when we celebrate the breaking of bread, consider thoughtfully what an honour it is to share and to remember what He has done for us by going to the cross and rising up again to life, giving us the promise of eternal life.

 

Remember and share when we break the bread and share the cup, His agony and resurrection.

 

We worship and give thanks to a risen Saviour when we come together and Break Bread and Drink from the cup.

 

Give Thanks!

 

Amen

 
Andre (a non-Catholic Christian)


Except otherwise mentioned:

 "Scripture taken from the New King James Version. Copyright © 1982 by Thomas Nelson,
   Inc. Used by permission. All rights reserved."

The Bread that Comes Down From Heaven – Fr. Norbert Wood, O.Praem.

Chilean Miners

October 13, 2010, stands today as a day which may well be remembered for a long time.

That was the day when the last of the 33 Chilean miners was rescued from the depths of the earth.

These miners were trapped for 69 days, 2,300 feet below the earth’s surface in a chamber the size of a living room. A partial collapse of the mine blocked the mine’s exit on August 5,2010.

What most of the secular media did not report, was that God was at work in the hearts of not only many of these miners, but also in the hearts of the miner’s families and many others on the surface.

Scientists and engineers worked hard for many days to design an escape hole and capsule to retrieve each man. It took 50 minutes to rescue each man.

A newspaper is reported to have a headline which read “FREED FROM HELL TO HOPE”.

Each time the steel cage surfaced to the earth’s surface, it was as if each miner was given NEW LIFE, was DELIVERED and was REBORN.

Is this not also the mission, the reason why JESUS came from heaven above and died on the cross below and then rose again to heaven above, "for the Son of man is come to seek and to save that which was lost" (Luke 19:10. King James Version)?

Did He not come to give each one who believes in the work that He did on the cross, NEW LIFE, SALVATION, DELIVERENCE and REBIRTH?

We do not know in our infinite minds how many eons ago, when God planned in eternity past to send His Son JESUS CHRIST to earth to seek and save that which lost thou. By the shedding of His Blood upon a barbarian Roman Cross some 2,000 years ago. For it was God who saved us and called us with a holy calling….2 Timothy 1: 9-10

Who but God could have devised a plan such as this to give NEW LIFE, SALVATION, DELIVERENCE and REBIRTH to sinners, to a lost human race?

To the average unsaved human mind it is foolishness. As the apostle Paul wrote, “For the preaching of the cross is to them that perish foolishness; but unto us which are saved it is the power of God." 1 Cor 1:18 (King James Version)

After the last man was rescued people began to openly express their gratitude to God for the salvation, the rescuing of all was the name given to the place above were the 33 men.

One Jose Henriquez, who was one of the 3 evangelical Christians among the trapped miners, sent word above to have an evangelistic minister to minister to their families above.

Camp Hope (Esperanza) in Spanish, was the name given to the place above where the rescue workers and the families above had gathered together in the hope of rescuing these miners.

What an appropriate name this was, where people gathered to rescue the men below, but also where God in His providence gave hope to the people above who heard the Gospel message and of which many were saved, both above and below.

In an effort to have the Word of God given to the men trapped below, 33 New Testament Bibles and 2 Entire Bibles were sent down to these men, along with MP3 files of sermons from Adrian Rogers in Spanish, as well as Christian music and audio versions of the “Jesus Film”.

The pastor above sent a note of encouragement to Jose Henriquez on October 11 to remember the promises of the Lord, to have hope and confidence, and to also convey to the other 32 miners the message that this same God who has guided them is the one and same God who is going to guide them in the rescue. This helped to dissipate any anxiety with prayer and confidence in God.

Christian Maureria, the National Director of Campus for Christ in Chile had t-shirts sent to the miners with the words “GRACIAS SENOR” (Thank You Lord) printed on the t-shirts.

On the back of the t-shirts was a reference to Ps 95:4 which reads : “In his hand are the deep places of the earth: the strength of the hills is his also.” (King James Version)

Several of the miners were televised emerging from the raised capsule wearing these t-shirts, so that the whole world could see that these miners gave thanks to God for this rescue. God received the glory.

This could have been a tragic event, yet God had a plan, to rescue these miners, to save the souls of many, not just in Chile, but from around the world.

God has from the beginning of time till now, been in the business of giving NEW LIFE, SALVATION, DELIVERENCE and REBIRTH through one and only one way, and that is through the shed blood of JESUS CHRIST.

There is no other way to escape the depths of hell and get a passport to heaven, except by the blood of JESUS CHRIST.

No one can enter by the backs of parents or grandparents, or, by simply attending church.

Salvation comes to each individual on an individual basis when each accepts the shed blood of JESUS Christ as the only method to pay for the penalty of ones sins.

One must be born again JESUS said in John 3:3 to see the Kingdom of God.

JESUS said “I am the way, the truth, and the life: no man cometh unto the Father, but by me”. John 14:6 (King James Version)

Just as these Chilean miners had but one choice to be saved by entering the tiny capsule which would raise each one individually to the surface, each one of us also has but one choice to be saved.

And that is as the apostle Paul wrote in Romans 10:9 “That if thou shalt confess with thy mouth the Lord Jesus, and shalt believe in thine heart that God hath raised him from the dead, thou shalt be saved” (King James Version). For with the heart one believes unto righteousness and with the mouth confession is made unto salvation.

"For whosoever shall call upon the name of the Lord shall be saved"! Rom 10:13 (King James Version)

JESUS likewise referred to the time when God sent the fiery serpent to the Israeli camp as a judgement against the people because of their complaining. The only way to be saved from death was to look up at the bronze serpent. Numbers 21: 5-9

Jesus said; “And as Moses lifted up the serpent in the wilderness, even so must the Son of man be lifted up". John 3:14 (King James Version)

It is because of the shed blood of Jesus that we have the promise of NEW LIFE, SALVATION, DELIVERENCE and REBIRTH.

Therefore let us give thanks today as we gather together at the Lord’s supper, and remember that just as the Chilean miners had but one choice to be saved, we also have but one choice to be saved, that by only by the blood of Jesus Christ.

Andre (a non-Catholic Christian)

 

 

 

The Importance of Bread in Lord’s Supper/ Through Semitic Eyes

The last time I spoke, I spoke on the importance of the wine to the Christian, particularly in regards to the Lord’s Supper.

Today I want to have a look at the importance of the bread in the Lord’s Supper, looking at it through Semitic (Jewish) eyes.

This study is quite extensive, and will me a long time to go through it.

So I will be introducing this subject briefly today, looking back to earlier times, back in a sense to the beginning in Genesis.

Genesis after all is the Book of Beginnings.

If we were to go back in time just a little bit to the days when Jesus walked the earth, we would see that grain was the most important commodity to mid-eastern culture.

For without it, there would be no bread, and without bread, there was no life. For bread was the major source of food for the people of the day.
In those days, there were no super markets like we have today where you can buy all kinds of food from all over the world.

Whatever was available in the area was what you ate. There was no driving to the local A & P or anywhere else to get food.

If you could not grow your own grain, you were at the mercy of local famers to get your daily ration of grain to satisfy the needs of your family. And to do that you often had to walk many miles just to get enough grain for one days feeding.

A quote from The Syrian Christ by Abraham Rihbany published in 1916 shows how much bread was revered by the mid-eastern mind.

Quote

As the son of a Syrian family I was brought up to think of bread as possessing a mystic sacred significance. I would never step on a piece of bread fallen in the road, but would pick it up press it to my lips for reverence, and place it in a wall or some other place where it would not be trodden upon. What always seemed to me to be one of the noblest traditions of my people was the reverence to the “aish” (bread; literally “the life giver). While breaking bread together we would not rise up to salute an arriving guest, whatever the social rank. Whether spoken or not, our excuse for not rising and engaging in cordial (near eastern) salutation before the meal was ended, was our reverence for the food (hir-metal-aish). We could however, and always did invite the newcomer most urgently to partake of the repast. The ‘aish’ was something more than matter. Inasmuch as it sustained life, it was God’s own life made tangible for his child man, to feed upon. The most High Himself fed our hunger. Does not the Psalmist say, “Thou openest thine hand, and satisfiest the desire of every living thing” (Ps 145:16. King James Version)?


In ancient times the Semite would thank God for everything they did. Everything they did was done in the name of God.

They thanked God when the seed was planted. They thanked God when they harvested the crop, when the grain was ground, the dough was kneaded and baked into bread.
Perhaps this is why Jesus taught His disciples to pray; “Our Father which art in heaven, Hallowed be thy name. Thy kingdom come, Thy will be done in earth, as it is in heaven. Give us this day our daily bread(Mt 6:9-11. King James Version [emphasis added])

Normally throughout Scripture the word “bread” is used to refer to food in general.

Looking back to the idea that the grain, “bread” held such value as the main source of food, we need to also realize that when Jesus said, ”I am the bread of life” (John 6:35. King James Version).

He was referring of course, to Himself as the main source of l ife, not only for our physical needs, but more importantly that He was referring to Himself as the source of our lives spiritually.

To understand this more in the mindset of the Semite mind, we need as I said earlier to go way back in the books of Genesis and Exodus.

God ordained Moses to build the first tabernacle, temples, Holy feasts, sacrifices etc.

All these served to point forward to what was to come in Jesus Christ who is the temple, the true sacrifice, the true Bread of Life.

All the events that God led Israel through would find their true fulfillment in the life of Christ.

For example during Israel’s 40 year sojourn through the wilderness, God supplied the people with a food called “manna” meaning in the Hebrew tongue, “What is it.”? Exodus 16: 15 ( Scripture taken from the New King James Version. Copyright © 1982 by Thomas Nelson, Inc. Used by permission. All rights reserved)

It was “bread from heaven” (John 6:32. King James Version), supplied by God.

Let us read John 6:32-40 in your Bibles.

“Then Jesus said unto them, Verily, verily, I say unto you, Moses gave you not that bread from heaven; but my Father giveth you the true bread from heaven. For the bread of God is he which cometh down from heaven, and giveth life unto the world. Then said they unto him, Lord, evermore give us this bread. And Jesus said unto them, I am the bread of life: he that cometh to me shall never hunger; and he that believeth on me shall never thirst. But I said unto you, That ye also have seen me, and believe not. All that the Father giveth me shall come to me; and him that cometh to me I will in no wise cast out. For I came down from heaven, not to do mine own will, but the will of him that sent me. And this is the Father's will which hath sent me, that of all which he hath given me I should lose nothing, but should raise it up again at the last day. And this is the will of him that sent me, that every one which seeth the Son, and believeth on him, may have everlasting life: and I will raise him up at the last day.” (King James Version)

Did you see that?

The manna from heaven, was not the true “bread of life”.

Though this food was a miracle in itself, it was a miracle pointing to the true “bread of life”.

The true “bread of life” is Jesus Christ provided by God the Father.

Now, in what way is, was Jesus the true “bread of life”?

Follow along with me as we read the words of Jesus in John 6:53-58

“Then Jesus said unto them, Verily, verily, I say unto you, Except ye eat the flesh of the Son of man, and drink his blood, ye have no life in you. Whoso eateth my flesh, and drinketh my blood, hath eternal life; and I will raise him up at the last day. For my flesh is meat indeed, and my blood is drink indeed. He that eateth my flesh, and drinketh my blood, dwelleth in me, and I in him. As the living Father hath sent me, and I live by the Father: so he that eateth me, even he shall live by me. This is that bread which came down from heaven: not as your fathers did eat manna, and are dead: he that eateth of this bread shall live for ever.” (King James Version)

These were terribly gruesome and awful words as understood by those around Jesus when He spoke these words.

The people thought that Jesus was rather insane to suggest that to have eternal life you must eat His flesh and drink His blood.

Many of His followers left Him that day, but his main core of followers stayed with Him because they believed that Jesus had the words of life.

Is the flesh and blood of Jesus the actual food from heaven?

If not then, where does one find the true food from heaven and how does one gain eternal life?

All scriptural truth is found in none other than in Jesus Himself.

Is He Jesus the true manna, the true bread that comes from heaven?

To understand this more clearly we look at John 4:31-38 where Jesus has had an encounter with a Samaritan woman.

His disciples had gone to fetch some food and upon returning;

John 4:31-38

“In the mean while his disciples prayed him, saying, Master, eat. But he said unto them, I have meat to eat that ye know not of. Therefore said the disciples one to another, Hath any man brought him ought to eat? Jesus saith unto them, My meat is to do the will of him that sent me, and to finish his work. Say not ye, There are yet four months, and then cometh harvest? behold, I say unto you, Lift up your eyes, and look on the fields; for they are white already to harvest. And he that reapeth receiveth wages, and gathereth fruit unto life eternal: that both he that soweth and he that reapeth may rejoice together. And herein is that saying true, One soweth, and another reapeth. I sent you to reap that whereon ye bestowed no labour: other men laboured, and ye are entered into their labours.” (King James Version)


Jesus in this passage tells us that His meat, His food is to do the will of the Father and to finish His Work.

If we look back to the role of the High Priest in the Old Testament, we find that the High Priest had a mitre on his head with the words in Hebrew saying,” Holiness unto the Lord.”

Meaning “Separated unto Yaweh.”

The people of Israel were also commanded to wear the Words of God on their foreheads and on their arms.

This symbolized that The Word Of God was to be constantly on their minds.

When we have the Words of God etched in our minds, it produces the works of God through the labors with our hands and feet.

Jesus of course had the Words of God in His mind and was continuously doing the will of God.

It is only when we receive and stay focussed, hungering towards the things of God, that we produce the works and fruit of the Spirit.

As followers of Christ, 1 Cor. 2:16 tells us we also have the mind of Christ.
We must not just have the mind of Christ but we must also like Jesus hunger after God, living our lives for Him.

Jesus strived for, hungered for, and had a passion to live and do the will of the Father.

Should we do no less?

In so doing then, the Father fulfills that hunger.

In so doing the Father fulfills that hunger blessing us with the fruits of the Spirit such as joy, peace, mercy etc.

Christ’s hunger for righteousness was fulfilled by the Father.

Are you also hungering for righteousness?

There is a work prepared for each one who walks in obedience to the will of the Father.

“For by grace are ye saved through faith; and that not of yourselves: it is the gift of God: Not of works, lest any man should boast. For we are his workmanship, created in Christ Jesus unto good works, which God hath before ordained that we should walk in them.”
(Eph 2:8-10. King James Version)


So then, what is the true Bread?

The true Bread is the Word, The will and the work of God the Father,
which is found in and through no other than Jesus Christ.

Jesus said, “Then said I, Lo, I come (in the volume of the book it is written of me,) to do thy will, O God” (Heb 10:7. King James Version)

"Jesus saith unto them, My meat is to do the will of him that sent me, and to finish his work.” (John 4:34. King James Version)

“He went away again the second time, and prayed, saying, O my Father, if this cup may not pass away from me, except I drink it, thy will be done.” (Mt 26:42. King James Version)

The work of Jesus was fulfilled and completed when He went to the cross doing the will of the Fathere

His Bread, His meat was brought in perfect obedience when he hung on the cross.

Let us remember then whenever we participate in the Lord’s Supper that Jesus fulfilled the will of the Father on the cross.
It is through Him and because of Him that we have and can enjoy till His coming and beyond the true Bread of Life.

Andre

(a non-Catholic Christian)

 

 

“Consuming the Word: The New Testament and the Eucharist in the Early Church”, Dr. Hahn

Was bedeutet Eucharistie?

Transsubstantiation and the Real Presence