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The Jesus Brothers

kathpedia.com: Dogmatik



 

Dogmatik heißt die wissenschaftliche Darlegung und Begründung der Dogmen und der gesamten von Gott geoffenbarten Wahrheit. Sie ist ein Fach der Theologie.

Sie wird (nach Ludwig Ott, Der Grundriss der Dogmatik) eingeteilt:

Einleitend:


Begriff und Gegenstand der Theologie
Die Theologie als Wissenschaft
Begriff und Methode der Dogmatik
Begriff und Einteilung des Dogmas
Die Entwicklung des Dogmas
Die katholischen Wahrheiten
Die theologischen Meinungen
Die theologischen Gewissheitsgrade
Die theologischen Zensuren

  1. Die Lehre von Gott dem Einen und Dreipersönlichen (Vater, Sohn und Heiliger Geist).
  2. Die Lehre vom Gott dem Schöpfer (der sichtbaren und der unsichtbaren Welt), genannt Schöpfungslehre.
  3. Die Lehre von der Person (Christologie) und dem Werk des Erlöser (Soteriologie) und seiner Mutter Maria (Mariologie).
  4. Die Lehre von Gott dem Heiligmacher (Die Lehre von der Gnade (Gnadenlehre), der Kirche (Ekklesiologie) und der Sakramentenlehre).
  5. Die Lehre von Gott dem Vollender (Die Lehren über die Letzen Dingen, des Einzelnrn und der gesamten Schöpfung, genannt Eschatologie.

Literatur


Ludwig Ott, Grundriss der katholischen Dogmatik Herder Verlag 1981 (10. Auflage; Imprimatur Freiburg im Breisgau, den 2.12.1969 Der Generalvikar Dr. Schlund)
Michael Schmaus, Katholische Dogmatik, Max Hueber Verlag München, Band I, II, III/1, III,2, IV/1, IV/2 (5. Auflage in den 50 Jahren; jeweils mit kirchlicher Druckerlaubnis).
Bernhard Bartmann, Lehrbuch der Dogmatik, Herdersche Verlagsbuchhandlung Freiburg im Breisgau 1921 (Zweite verbesserte und vermehrte Auflage; Imprimatur Friburgi Brisgoviae, die 7 Septembris 1911 ‡ Thomas, Archiepps). Beim gleichen Verlag gab er 1929 eine zweibändiges Dogmatisches Werk mit dem gleichen Titel heraus, das ebenfalls die Kirchliche Druckerlaubnis enthält.

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Dogmatik)



 

Probleme mit den Doktrinen

Vor allem bei evangelikalen Gemeinden hoert man, wenn sie ueber andere evangelikale Gemeinden sprechen, oefter Saetze wie: „Wir stimmen in den wesentlichen Doktrinen ueberein. Nur bei einigen unwesentlichen Doktrinen haben wir andere Auffassungen.“

Diese auf den ersten Blick so vernuenftig und positiv klingende Aussage zieht aber unweigerlich einige Probleme nach sich:

Was ist eigentlich „unwesentlich“?
Steht es vielleicht irgendwo in der Bibel, was „unwesentlich“ ist?
Wenn nicht, wer bestimmt dann, was „unwesentlich“ ist?

Um es kurz zu machen: in der Bibel wird sich dazu kein Hinweis finden. Ganz im Gegenteil: Jesus sagte uns ausdruecklich, der Mensch lebe nicht von Brot allein, sondern von JEDEM Wort Gottes!

Ein anderes Problem:

Es gibt ja nun zigtausend verschiedene christliche Konfessionen. Oft wird hier angefuehrt, die „eine“ und „wahre“ Kirche sei der spirituelle Zusammenhang all dieser Konfessionen und Einzelpersonen. Mal ganz abgesehen davon, dass die Bibel hier anderer Meinung ist (ein Beispiel: Wenn jemand nicht auf uns hoert, wenn wir ihn auf Suenden hinweisen, sollen wir ihn in letzter Konsequenz vor die Gemeinde bringen. Hierfuer bedarf es aber einer koerperlich existierenden Gemeinde. Und einer Gemeinde mit verbindlicher Doktrin – denn was ist, wenn Gemeinde A etwas fuer richtig haelt, Gemeinde B aber nicht?), wie verhaelt es sich dann mit den teilweise ja doch sehr unterschiedlichen Auffassungen hinsichtlich der Bibelauslegung und des christlichen Glaubens an sich? Entweder akzeptiert man also, dass es in der „wahren“ Kirche teilweise voellig gegensaetzliche „Glaubenswahrheiten“ gibt – was aus biblischer Sicht undenkbar ist – oder man muss sich eingestehen, dass es diese spirituelle Kirche, die sich aus diversen unterschiedlichen Einzelkirchen zusammensetzt, nicht gibt. Eine Gemeinde, die Jesus gegruendet hat, muesste also seit apostolischer Zeit ununterbrochen existiert haben. Sie muesste weiterhin koerperlich greifbar sein. Und sie muesste verbindliche Glaubenswahrheiten haben und jemanden, der als Hirte die Kirche leitet.

Wie viele Kirchen kommen hierfuer ueberhaupt in Frage?

 

Müssen wir als Katholiken alles annehmen, was die Kirche lehrt?

Wenn du dich Katholik nennen willst, aber selbst diejenigen kirchlichen Lehren herauspicken willst, die du annimmst bzw. diejenigen, die du ablehnst, gibst du damit auch jeden anderen, der sich Katholik nennt, das Recht, dasselbe zu tun.

Zum Beispiel glaubst du vielleicht, dass Frauen Priesterinnen werden sollten. Im Paragraph 1577 des Katechismus der Katholischen Kirche heißt es aber, dass nur ein getaufter Mann gültig die Weihe empfangen kann. Deshalb ist die Weihe von Frauen auch nicht möglich. Du glaubst das nicht? Nun gut, reiße einfach diese Seite aus deinem Katechismus – du hast gerade den Katechismus deiner Katholischen Kirche daraus gemacht – aber nicht meiner.

Denke aber daran, wenn du irgendwelche Doktrinen rauswerfen kannst, die dir nicht passen, dann kann das auch jeder andere, der sich Katholik nennt. So kann Hans Huber von der Pfarrei St. Josef etwa die Soziallehre der Kirche rausschmeißen – er hat vielleicht keine Lust, die Hungrigen zu ernähren, für die Armen zu sorgen und das ganze andere herzergreifende Zeug. Die Paragraphen 2401 – 2463 müssen also verschwinden. Er hat also gerade den Katechismus seiner Katholischen Kirche gemacht – aber nicht deiner oder meiner.

Du denkst vielleicht, Empfängnisverhütung sei in Ordnung? Paragraph 2370 des Katechismus der Katholischen Kirche verurteilt dies aber ausdrücklich! Was soll’s – weg damit. Anton Schmid aus der Pfarrei St. Rupert mag vielleicht die kirchliche Lehre zum Thema Todesstrafe nicht – also weg mit den Paragraphen 2266 – 2267. Dir gefällt vielleicht nicht, was auf den Seiten 55-60 steht? Weg damit. Er mag nicht, was auf den Seiten 128-140 gelehrt wird? Weg damit.

Siehst du nun, was dann geschieht? Es hat mal jemand gesagt, dass es einen Rückgang der Berufungen zum Priester gibt, aber keinen Rückgang der Berufungen zum Papst! Wenn wir nicht alles glauben, ernennen wir uns alle selbst zum Papst und werfen hier und da eine Doktrin raus. Dann aber ist unser Glaube alles Mögliche – aber nicht mehr katholisch.

(Quelle: Dr. John Martignoni www.biblechristiansociety.com)