Dogmatik heißt die wissenschaftliche Darlegung und Begründung der Dogmen und der gesamten von Gott geoffenbarten Wahrheit. Sie ist ein Fach der Theologie.
Sie wird (nach Ludwig Ott, Der Grundriss der Dogmatik) eingeteilt:
Einleitend:
Begriff und Gegenstand der Theologie
Die Theologie als Wissenschaft
Begriff und Methode der Dogmatik
Begriff und Einteilung des Dogmas
Die Entwicklung des Dogmas
Die katholischen Wahrheiten
Die theologischen Meinungen
Die theologischen Gewissheitsgrade
Die theologischen Zensuren
Literatur
Ludwig Ott, Grundriss der katholischen Dogmatik Herder Verlag 1981 (10. Auflage; Imprimatur Freiburg im Breisgau, den 2.12.1969 Der Generalvikar Dr. Schlund)
Michael Schmaus, Katholische Dogmatik, Max Hueber Verlag München, Band I, II, III/1, III,2, IV/1, IV/2 (5. Auflage in den 50 Jahren; jeweils mit kirchlicher Druckerlaubnis).
Bernhard Bartmann, Lehrbuch der Dogmatik, Herdersche Verlagsbuchhandlung Freiburg im Breisgau 1921 (Zweite verbesserte und vermehrte Auflage; Imprimatur Friburgi Brisgoviae, die 7 Septembris 1911 ‡ Thomas, Archiepps). Beim gleichen Verlag gab er 1929 eine zweibändiges Dogmatisches Werk mit dem gleichen Titel heraus, das ebenfalls die Kirchliche Druckerlaubnis enthält.
(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Dogmatik)
Vor allem bei evangelikalen Gemeinden hoert man, wenn sie ueber andere evangelikale Gemeinden sprechen, oefter Saetze wie: „Wir stimmen in den wesentlichen Doktrinen ueberein. Nur bei einigen unwesentlichen Doktrinen haben wir andere Auffassungen.“
Diese auf den ersten Blick so vernuenftig und positiv klingende Aussage zieht aber unweigerlich einige Probleme nach sich:
Was ist eigentlich „unwesentlich“?
Steht es vielleicht irgendwo in der Bibel, was „unwesentlich“ ist?
Wenn nicht, wer bestimmt dann, was „unwesentlich“ ist?
Um es kurz zu machen: in der Bibel wird sich dazu kein Hinweis finden. Ganz im Gegenteil: Jesus sagte uns ausdruecklich, der Mensch lebe nicht von Brot allein, sondern von JEDEM Wort Gottes!
Ein anderes Problem:
Es gibt ja nun zigtausend verschiedene christliche Konfessionen. Oft wird hier angefuehrt, die „eine“ und „wahre“ Kirche sei der spirituelle Zusammenhang all dieser Konfessionen und Einzelpersonen. Mal ganz abgesehen davon, dass die Bibel hier anderer Meinung ist (ein Beispiel: Wenn jemand nicht auf uns hoert, wenn wir ihn auf Suenden hinweisen, sollen wir ihn in letzter Konsequenz vor die Gemeinde bringen. Hierfuer bedarf es aber einer koerperlich existierenden Gemeinde. Und einer Gemeinde mit verbindlicher Doktrin – denn was ist, wenn Gemeinde A etwas fuer richtig haelt, Gemeinde B aber nicht?), wie verhaelt es sich dann mit den teilweise ja doch sehr unterschiedlichen Auffassungen hinsichtlich der Bibelauslegung und des christlichen Glaubens an sich? Entweder akzeptiert man also, dass es in der „wahren“ Kirche teilweise voellig gegensaetzliche „Glaubenswahrheiten“ gibt – was aus biblischer Sicht undenkbar ist – oder man muss sich eingestehen, dass es diese spirituelle Kirche, die sich aus diversen unterschiedlichen Einzelkirchen zusammensetzt, nicht gibt. Eine Gemeinde, die Jesus gegruendet hat, muesste also seit apostolischer Zeit ununterbrochen existiert haben. Sie muesste weiterhin koerperlich greifbar sein. Und sie muesste verbindliche Glaubenswahrheiten haben und jemanden, der als Hirte die Kirche leitet.
Wie viele Kirchen kommen hierfuer ueberhaupt in Frage?
Ludwig Ott, Grundriss der katholischen Dogmatik, Nova & Vetera, 2005
Ludwig Ott, James C. Bastible, Fundamentals of Catholic Dogma, Tan Books and Publishers