Katholisch Leben!

The Jesus Brothers

Kirchenaustritt?


The late Archbishop Fulton Sheen said: "There aren?t 100 people in America who truly hate the Catholic Church. But there are millions who hate what they think is the Catholic Church."

 

Es ist je heute schon fast "in", damit zu prahlen, man sei aus der Kirche ausgetreten.

Warum tun dies eigentlich Menschen?

Manche geben als Grund die Kirchensteuer an. Hierzu haben wir bereits eine eigene Seite angelegt. Für andere ist es einfach nur die logische Konsequenz - sie haben mit der Kirche eh nichts am Hut, dann k?nnen sie ja auch gleich austreten - so denken sie zumindest.

Manche tun dies auch, weil sie meinen, die Katholische Kirche sei nicht mehr christlich und würde nicht mehr der Lehre der Bibel und dem Urchristentum entsprechen. Sie sei nur ein gigantischer Machtapparat mit autoritätshörigen abergläubischen Gläubigen. Und hören dabei - im besten Wissen und Gewissen - auf andere, die mit Bibelversen um sich werfen, die sich für Menschen, die sich mit Theologie wenig auskennen, erst einmal logisch anhören. Hierzu ist zu sagen, dass sich leider die wenigsten, die dies vorhaben, die Zeit nehmen, im Katechismus nachzulesen, was denn die Katholische Kirche hierzu zu sagen hat. Die wenigsten lehen nämlich die Katholische Kirche an sich ab - die meisten lehnen das ab, was sie dafür halten! Und leider muss man auch sagen, dass nur wenige der Katholikinnen und Katholiken, die die Katholische Kirche verlassen, tatsächlich eine Vorstellung über deren Glaubenswahrheiten hatten. Da wurde zwar vielleicht das ganze bisherige Leben in der Katholischen Kirche verbracht, aber nur als passiver Konsument. Und nicht selten spielt sich manch einer hinterher als "Experte" für katholische Fragen und Lehren auf!

Viele denken auch nicht an die Konsequenzen dieser Entscheidung. Wer denkt beim Austritt schon an Ereignisse wie die Taufe, die Hochzeit oder die Beerdigung? Für die Taufe muss sich etwa ein Katholik bereit erklären, das Kind in den Glauben einzuführen. Wenn beide Elternteile ausgetreten sind, gibt es hier ein Problem. Ähnliche Schwierigkeiten kann es bei der Hochzeit und Beerdigung geben.

Leider ist aber auch für viele Katholikinnen und Katholiken, die nicht ausgetreten sind, die Kirche nur etwas, an das sie an Ostern oder Weihnachten denken. Oder eben bei Ereignissen wie der Hochzeit, dem Begräbnis oder der Taufe, bei denen die Kirche sozusagen die "Krönung" darstellt. Und weil es sich eben "so gehört". Oder auch als "Retter in der Not", wenn es einem psychisch, finanziell, körperlich oder seelisch schlecht geht. Manch einer mag an der Kirche vielleicht noch deren soziale Aktivitäten in und für die Gesellschaft schätzen. Dass die Kirche auch ein Heilwserkzeug Gottes sein kann, in das man sich voll und ganz mit seinen persönlichen und von Gott geschenkten Gaben einbringen kann und soll, wird meist vergessen. Kirche hat so einiges zu bieten: Heil, Sündenvergebung, Gnade, ewiges Leben - all dies durch die Verkündigung und die Sakramente!

Sollten wir das so einfach wegwerfen?

 

(Siehe auch Katholisch.de: Kirchenaustritt oder www.fernkurs-wuerzburg.de)


Was sagt die Bibel?

"Sie sind aus unserer Mitte gekommen, aber sie gehörten nicht zu uns; denn wenn sie zu uns gehört hätten, wären sie bei uns geblieben."
(1 Joh 2,19 - Einheitsübersetzung)

"Denn es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln"
2 Tm  4,3 - Einheitsübersetzung

"Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde (noch) Glauben vorfinden?"
Lk 18,8 - Einheitsübersetzung

"Lasst euch durch niemand und auf keine Weise täuschen! Denn zuerst muss der Abfall von Gott kommen und der Mensch der Gesetzwidrigkeit erscheinen, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über alles, was Gott oder Heiligtum heißt, so sehr erhebt, dass er sich sogar in den Tempel Gottes setzt und sich als Gott ausgibt."
2 Thess 2,3-4 - Einheitsübersetzung

"Und weil die Missachtung von Gottes Gesetz überhandnimmt, wird die Liebe bei vielen erkalten."
Mt 24,12 - Einheitsübersetzung

Individualismus?

Individualismus, Relativismus und Beliebigkeit hinischtlich des Heilsweges bestimmen die heutige christliche. religiöse oder auch allgemein spirituelle Landschaft. Was richtig oder falsch ist, was einem "gut tut" bestimmt mehr oder weniger jedeR selbst. Passt einem seine Gemeinde nicht, kann man woanders hingehen, wo der Unterhaltungsfaktor - oder auch ganz einfach die Menschlichkeit und die Gemeinschaft - besser sind. Oder man gründet gleich seine eigene Gemeinde, die genau auf das eigene Bild von Gott zugeschnitten ist.

Man hört - berechtigt oder unberechtigt - viele Klagen über die jeweils eigene Gemeinde und deren Verfehlungen. Und vergisst dabei nur allzu leicht, dass das Christentum nicht primär dafür da ist, damit wir uns gut fühlen. Es dreht sich nicht alles um uns, sondern um die Kirche als Ganzes - die Gemeinschaft der Glaubenden. Ebenso sehen Katholiken in Jesus nicht nur ihren "persönlichen Retter", sondern den, der das Heil für die gesamte Menschheit bringt. Für die Gemeinschaft der Glaubenden, als deren Teil wir uns sehen.

Die perfekte Gemeinde gibt es nicht. Wir alle sind Sünder. Wenn du denkst, du hättest die perfekte Gemeinde gefunden und willst dich ihr anschließen, ruinierst du sie in dem Moment, indem du durch das Eingangstor gehst.

Ebenso darf es nicht der Beliebigkeit überlassen werden, was richtig und falsch, moralisch gut oder verwerflich ist ("Relativismus"). Wenn jedeR grundlegende Werte einer Gesellschaft für sich selbst definieren kann, sind wir drauf und dran, diese kaputt zu machen.

Auch private Bibelauslegung ist ganz und gar nicht etwas, was die Bibel empfiehlt. Sie birgt viele Gefahren und man verläuft sich dabei schnell in irrige Vorstellungen - wenn auch mit bestem Wissen und Gewissen. Eine gewisse Autorität sollte hier schon akzeptiert werden.

Kommen wir alle zurück zu dem Gedanken, dass es beim Christentum nicht so sehr um das "ich" geht, sondern um das "du" und das "wir".

 

 

ESV Audio Widget

John 6:56-69

Die Kirche ist doch so reich! Schau dir doch mal die reichhaltigen Kirchenausstattungen an!

Ohne jetzt groß auf derartige Angriffe einzugehen, kann ich nur empfehlen, 1 Kön 6 zu lesen und zu staunen,mit welchen Reichtum damals das Haus Gottes ausgestattet war!

Aber mal ganz ehrlich: die Katholische Kirche hat enorme Unkosten mit der Instandhaltung alter Kirchen bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen, so dass bereits Kirchen verkauft oder vermietet werden müssen. Hier geht nicht nur ein unglaublicher Kulturschatz verloren, sondern ein enorm wichtiges mystisches Element, das sich in alten Gotteshäusern noch finden lässt.

Wennman das Haus Gottes nicht würdevoll gestalten soll, was dann?

 

Ausreden...

Wie oft hat man es schon gehört oder gelesen:

Da sagt der Papst etwas, das dem einen oder anderen nicht gefällt, und schon tritt man aus der Kirche aus. Ähnliches bei Äußerungen von Bischöfen oder einfach nur die letzte Predigt des Ortsgeistlichen. Oder schlichtweg nur persönliche Verletzungen in der eigenen Gemeinde, der ständig beklagte mangelnde Unterhaltungswert und die mangelnden Angebote der Gemeinde, die altmodische Einstellung einiger Kirchenglieder oder der Kirche insgesamt...

Kurz und gut: Wer meint, einen Sündenbock für das eigene Verhalten, die eigene Einstellung und den eigenen mangelnden Glauben finden zu müssen, verhält sich in meinen Augen unehrenhaft. Er weigert sich, Verantwortung für sich sich selbst zu übernehmen und gibt laufend anderen die Schuld.

Die Kirche ist kein Vergnügungspark, keine Unterhaltungsindustrie, sie muss sich nicht laufend dem Zeitgeist oder neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen anpassen und deshalb ihre Glaubenslehre umschreiben. Die Kirche muss auch nicht "politisch korrekt" sein, ihre Haltung dem Zeitgeist anpassen und bestimmte Themen entweder gar nicht mehr erwähnen oder dann doch etwas "umschreiben". Die Kirche sind zunächst einmal wir alle! Wir alle habe eine Berufung, wir alle sind Glieder in diesem Leib Christi - mit unterschiedlichen Talenten und Aufgaben. Die Kirche hat aber auch Priester und Bischöfe, die uns in Liebe leiten und deren Rat und auch Ermahnungen wir folgen sollten. Sie ermahnen uns schließlich nicht, weil sie uns herumkommandieren möchten, sondern aus Liebe - sie wollen nicht, dass uns etwas zusößt! Als Hirten sind sie für ihre Herde und deren Seelenheil verantwortlich!

Menschen, die laufend Ausreden finden und anderen die Schuld geben, gibt es auch in anderen christlichen Gemeinden und Freikirchen. "Churchopping" nennt man das: Passt einem die Nase des Pastors nicht, zieht man in die nächste Kirche weiter - oder gründet eine eigene.

Um es ganz offen zu sagen: So traurig es ist, dass Schafe die Herde verlassen - solche Schafe braucht die Herde auch nicht. Wer meint, woanders wäre das Gras grüner, soll gehen - aber nicht anderen die Schuld für den eigenen mangelnden Glauben geben.

Denn genau das steckt doch dahinter: Wenn ich an Jesus Christus glaube und Seine Kirche liebe, dann wende ich mich auch nicht beleidigt von ihr ab. Das hat sehr viel mit persönlichem Stolz und sehr wenig mit christlicher Demut zu tun.

 

Katholische Kirchen sind doch tot! Ich gehe lieber zu Evangelikalen, da leben die Menschen ihren Glauben wenigstens noch voller Überzeugung!


Gerade Konvertiten, also Menschen, die zum katholischen Glauben übertreten oder nach einer langen Reise durch evangelikale und/oder fundamentalistische Gemeinden wieder zurückgekommen sind, sehen sich oft in einer für sie kaum ertragbaren Situation: Sie kommen aus lebendigen Gemeinden, wo die Herzen der Menschen aus Liebe zum Herrn brennen, haben aber nach langem Studium, vielen Gesprächen, Bibelstudium, Gebeten, dem Lesen und Studieren des Katechismus und der Kirchenväter irgendwann erkannt, dass die Katholische Kirche die Kirche ist, die Jesus gegründet hat. Sie hören damit nicht auf, Evangelikale oder Fundamentalisten zu sein (wobei ich letzteres keineswegs negativ meine!). Im Gegenteil: Sie bringen all das mit, was sie in den “anderen” Gemeinden gelernt haben und können damit katholische Pfarrgemeinden ungemein bereichern! Und das haben sie auch tatsächlich vor: Sie gründen Bibelgruppen, stellen katholische, apologetische Homepages ins Netz, die den katholischen Glauben erklären und gegen Angriffe verteidigen (auch dies ist keinesfalls negativ gemeint – ganz im Gegenteil!), sie betreiben weiterhin aktiv Evangelisation, beten frei, geben öffentlich Zeugnis davon, wie sie zum Glauben – und zur Katholischen Kirche! – gefunden haben, sie verteilen Traktate, organisieren Veranstaltungen, gehen in Gefängnisse, kümmern sich um Obdachlose, bestellen nützliche Bücher und Filme und vieles mehr. Kurz: Sie geben dem Herrn ihr alles und wollen mit den Gaben, die Gott ihnen gegeben hat, eine reiche Ernte einbringen. Sie haben die traditionelle katholische Lehre sowie den Katechismus studiert, Bücher von Scott Hahn gelesen und seine DVDs und CDs angehört und einiges Material aus den USA bestellt (da es in Deutschland nichts Vergleichbares gibt, das Menschen aus solchen Gemeinden anspricht, bzw. generell Menschen hilft, ihren Glauben zu erklären und verteidigen. Apologetik gilt als etwas Vergangenes, das ins Mittelater gehört).

Wenn sie dann in katholische Pfarrgemeinden kommen, finden sie oft Gläubige vor, die sie als “lauwarm” in ihrem Glauben empfinden. Sie finden einen Modernismus vor, der ihnen unerträglich ist. Menschen, die nicht zu erkennen scheinen, welchen Reichtum sie an der Katholischen Kirche haben und dass der Glaube an Gott nicht etwas ist, das man ab und zu am Sonntag erfüllt, indem man in die Messe geht. Sie vermissen Bibelstudium, Hauskreise, Evangelisation und vieles mehr. Kurz: sie empfinden katholische Pfarrgemeinden als “tot”. Ja, es gibt einzelne Gläubige, die privat sehr viel tun, aber in der durchschnittlichen Pfarrgemeinde gibt es ausser Mutter-Kind Gruppen (so wichtig die auch sind!), Meditationsgruppen und ökumenischen Gottesdiensten nichts. “Tote” Kirchen aus ihrer Sicht. Kirchen, in denen sie, die noch innerlich brennen für den Herrn, vertrocknen.

Sie versuchen dann, die Sache in die eigene Hand zu nehmen und organisieren mit ungeheuerem persönlichen Aufwand viele Gruppen und Veranstaltungen, aber angesichts der Passivität, die sie von vielen Mitgläubigen wahrnehmen, sind sie schier am verzweifeln. Manch einer denkt dann schon daran, zurück in evangelikale oder fundamentalistische Gemeinden zu gehen – obwohl sie wissen, dass die Katholische Kirche die Kirche ist, die Jesus gegründet hat. Aber sie nehmen vielleicht durchaus in Kauf, in den “falschen” Kirche bzw. Gemeinde zu sein, aber wenigstens mit Menschen Gemeinschaft zu finden, die noch für den Herrn brennen. Ihnen ist durchaus bewusst, dass es eine “perfekte” Kirche nicht gibt, da wir alle gefallene Geschöpfe sind und dass wir unser Bild davon, wie eine Kirche auszusehen hat, nicht anderen aufzwängen duerfen, aber mit dem, was sie oft in Pfarrgemeinden vorfinden, kommen sie nicht zurecht.

Von ihren katholischen Brüdern und Schwestern werden sie manchmal misstrauisch beäugt. Sie sollen es doch mit diesem “Jesus-Zeug” nicht übertreiben. Bei Ausflügen der Pfarrgemeinde laesst man sie durch die Blume wissen, sie sollen doch daran denken, dass dies keine Evangelisationsveranstaltungen sind. Und ihre Veranstaltungen, Glaubensseminare, ihr öffentliches Eintreten für den Glauben wird nicht selten von ihren katholischen Geschwistern gemieden bis ignoriert.

Waehrend Katholiken in der Regel als Kinder getauft wurden, ist es bei Evangelikalen und Fundamentalisten normalerweise eine bewusste Entscheidung als Erwachsene, die sie dazu gebracht hat, sich taufen zu lassen, ihre Sünden zu bereuen, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben und dem Herrn sowie ihren Mitmenschen mit all ihren Gaben zu dienen. Unabhängig von der theologischen Diskussion über die Kindstaufe wird gerade hier der Unterschied sehr deutlich und regt zum Nachdenken an. Nein, wir sollten nicht aufhören, unsere Kinder zu taufen; wir sollten aber sehr wohl nachdenken, ob hier in der Kindheit und Jugend bei der Glaubensvermittlung nicht Fehler gemacht werden. Die Jugend ist ja heute kaum mehr existent in unseren Kirchen und die wenigen Verbleibenden sind innerlich schon gegangen.

Manchmal wird hier entgegengehalten, wir hätten doch keine tote Gemeinden, da wir ja die Sakramente – und allen voran die Euchariestie! – haben und die lebendigeren Anbetungsformen in evanglikalen Gemeinden dagegen doch den Kürzeren ziehen wuerden. Hier werden einige Dinge durcheinander gebracht. Ja, wir haben die Eucharistie, und das sollten sich all diejenigen gut merken, die daran denken, die Katholische Kirche wieder zu verlassen. Keine evangelikale oder fundamentalistische Gemeinde hat die Eucharistie! Kein evangelikaler Pastor oder fundamentalistischer Prediger kann Sünden vergeben oder von sich behaupten, er stehe in der apostolischen Nachfolge, könne also sein Amt auf Jesus selbst und die ersten Apostel zurueckführen. All diese Gemeinden sind von Menschen gegründet und können dir nicht das Brot des Lebens geben.

Allerdings liegt man falsch, wenn man denkt, diesen Menschen, die voller Verzweiflung wieder daran denken, zu ihren alten Gemeinden zurückzugehen, würde es nur um die lebendigeren Anbetungsformen und die überzeugenderen und leidenschaftlicheren Predigten gehen (hier können katholische Priester allerdings noch enorm aufholen!). Es geht ihnen in der Regel vor allem darum, dort Menschen zu finden, die ebenso wie sie selbst noch innerlich vor Liebe zu Jesus brennen und ihren Glauben als eine 24-Stunden Aufgabe sehen. Anonyme Formen der Anbetung wie in durchschnittlichen Sonntagsgottesdiensten in Großstädten sind für sie unerträglich. Ihr inneres Feuer finden in durchschnittlichen katholischen Pfarrgemeinden schlichtweg keine Nahrung mehr und sie wollen es fruchtbringender einsetzen. Ganz abgesehen davon, dass sie sich manchmal auch sehr unwohl in katholischen Pfarrgemeinden fühlen, da dort das Gefühl der Gemeinschaft und des gemeinsamen Weges und Zieles, das sie kennen, kaum vorhanden ist.

Aber nochmal: wirkliche Narhung bekommt man nicht durch flammende Predigten oder Gebete, sondern durch Jesu Fleisch und Blut in der Eucharistie!

Auch sollten wir nicht vorschnell ueber Menschen urteilen. Selbst wenn uns manche Geschwister im Glauben als “lauwarm” erscheinen, liegt es doch alleine an Gott, zu entscheiden, wer reiche Frucht bringt und wer nicht. Vielleicht wissen wir gar nicht, was diese Menschen in ihrem täglichen Leben tun und wie sie Gott durch ihre Worte, Taten und Gebete ehren. Auch sind wir dazu gerufen, treu zur Kirche, zu Jesus Christus und seiner Lehre zu stehen – unabhängig davon, was andere Gläubige tun oder wie schlimm die äusseren und inneren Umstände sind.

Kaum zu leugnen dürfte aber leider sein, dass viele der Kritikpunkte bzw. der Punkte, an denen Konvertiten oder überzeugte und tiefgläubige Katholiken Anstoß nehmen, durchaus auf Tatsachen beruhen. Der moralische Relativismus, Liberalismus und Modernismus hat in der Katholischen Kirche Einzug gehalten und enormen Schaden angerichtet.

Auch dürfen wir nicht die Regelungen hinsichtlich der Erlösung im Katechismus der Katholischen Kirche (R. Oldenbourg Verlag, München – Libreria Editrice Vaticana 1993, ISBN 3-486-56038-7), 846 – 848 nicht vergessen: Ausserhalb der Kirche gibt es kein Heil! Die Kirche ist der Leib Jesu Christi – durch sie kommt das Heil vom Haupt, das Jesus selbst ist! Sie ist somit heilsnotwendig. Jesus ist dabei sowohl Mittler als auch Weg zum Heil. Dieser Jesus aber wird in Seinem Leib – der Kirche – gegenwärtig. Jesus hat uns die Bedeutung des Glaubens und der Taufe vermittelt – und damit auch die Notwendigkeit der Kirche, deren Glied wir dadurch werden. Wer sich also durchaus bewusst wird, dass die Katholische Kirche die eine, wahre, apostolische Kirche ist, die Jesus Christus gegründet hat, jedoch nicht Glied dieser Kirche werden will oder aus ihr austritt, kann somit nicht gerettet werden! Eine Ausnahme hiervon bilden nur die, die nichts dafür können, das sie nichts von Jesus Christus und Seiner Kirche wissen und gleichzeitig Gott aus ganzem Herzen suchen und den Willen Gottes, den sie durch Gottes Gnade durch den Anruf des Gewissens erkennen auch in ihren Taten zum Ausdruck bringen – also etwa in Werken der Nächstenliebe. Gott kann auch diese Menschen zum Glauben führen. Trotzdem ist und bleibt die Katholische Kirche diejenige, die die frohe Botschaft allen Menschen verkündigen soll!

In “Reconciliatio et Paenitentia” hat Papst Johannes Paul II über die geschrieben, die Gott und damit auch Seine Gnade und die Quelle ihrer Erlösung zurückweisen. Hierdurch scheint sich der Betreffende aus eigenem Willen vom Weg der Vergebung auszuschließen. Er bringt seine Hoffnung zum Ausdruck, dass nur wenige in dieser Haltung der Rebellion und Herausforderung Gottes bis zum Ende bleiben. Gott sei darüberhinaus in Seiner barmherzigen Liebe größer als unsere Herzen, wie uns schon der Hl. Johannes lehre. Er kann alle psychologischen und spirituellen Hindernisse überwinden.

Daran sollten wir uns festhalten, auch wenn es manchmal sehr schwer für uns ist, als gläubige Katholiken, die in ihren Herzen noch das Feuer des Heiligen Geistes brennen sehen und die ganze Welt damit entzünden wollen, in katholischen Pfarrgemeinden zu überleben.

Das wird mit Sicherheit nicht leicht werden und manchen Schmerz verursachen. Aber die Sache wird sich am Ende mit Sicherheit lohnen.

Enden wir mit Joh 6,64-69 (Einheitsübersetzung):

"Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wusste nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist. Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher. Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes."

Muenchen, 29. August 2010

Robert Gollwitzer

(Quelle: u.a. www.catholic.com (Peggy Frye))

Die Erhebung von Hostie und Kelch – ein „Nebenzeichen“?

Es ist schon erschreckend, was heute von manchen Theologen gelehrt wird. Da beklagt man den Umstand, dass frueher die Erhebung von Hostie und Kelch, also die Elevation nach der „Wandlung“ (jawohl, dieses Wort setzt man in Anfuehrungszeichen!) zum zentralen liturgischen Akt sowie zum Hauptzeichen der Messfeier „hochstilisiert“ wurde. Auch seien damit in der Vergangenheit teilweise Ablaesse verbunden worden und so haette sich irrtuemlicherweise die Ansicht durchgesetzt, dass der Anblick der Hostie hinsichtlich der geistlichen Wirkung gleichzusetzen sei mit dem Hoeren der Messe bzw. gar eine Art „Augen-Kommunion“ darstelle. So sei es in der Folge zu einer Verkuemmerung der Hauptzeichen und einer „Auswucherung“ der Nebenzeichen gekommen. Der Uebergang vom gemeinsamen eucharistischen Mahl zur Darstellung der eucharistischen Gaben – etwa der Hostie – in der Monstranz, dem „Allerheiligsten“ (ja, auch das wird in Anfuehrungszeichen geschrieben!) seien Zeichen dieser Fehlentwicklung. Eine Fehlentwicklng, die vom 2. Vatikanischen Konzil „korrigiert“ worden sei.

Nun ist an dieser Ansicht ja durchaus ein Kern Wahrheit. Das 2. Vatikanische Konzil hat viel Positives hervorgebracht – oder zumindest hervorbringen wollen, man war sich aber damals wohl nicht bewusst, zu was die allerbesten Absichten fuehren koennen, wenn man die Zuegel zu locker laesst.

Ja, Jesus ist ueberall gegenwaertig – in der versammelten Gemeinde, im Wort Gottes, in der Person des Priesters – koerperlich gegenwaertig ist er aber nur im Brot und Wein, die zu Seinem Leib und Seinem Blut gewandelt werden. Er gebot uns, Sein Fleisch zu essen und Sein Blut zu trinken – nicht umsonst erregte Er damit unter den Juden so viel Entsetzen!

Selbstverstaendlich ist und bleibt die Eucharistie – und mit ihr das Heben der eucharistischen Gaben (Brot und Wein als Jesu Leib und Blut) der zentrale Teil jeder Messe! Dies als „Auswucherung von Nebenzeichen“ zu bezeichnen, ist ein Schritt, dessen Konsequenzen man im Buch „Father Elijah“ von Michael D. O’Brien oder im Film „Katholiken“ sehen kann.

Wer in eine protestantische oder freikirchliche Gemeinde kommt, wird schon beim Betreten des Raumes merken, dass der zentrale Punkt das Rednerpult ist. Wer nach dem Prinzip „sola scriptura“ lebt, glaubt und Gottesdienst feiert und wer die eucharistischen Gaben nur als symbolisch versteht, fuer den ist die Predigt der zentrale Punkt eines Gottesdienstes.

Wer in eine katholische Kirche kommt, wird sofort sehen, dass der zentrale Punkt der Altar ist. Entsprechend zentral ist die Bedeutung der Eucharistie! An diesen Altar muessen wir zurueck kommen, wenn wir das Schicksal dieser Welt beeinflussen wollen!

Frueher war es etwa auch selbstverstaendlich, dass vor der Heiligen Messe Gelegenheit zur Beichte war (was auch oft und gerne angenommen wurde!) und auch ein Rosenkranz gebetet wurde – und dies nicht nur von einigen alten Frauen. Heute ist dies nur mehr selten der Fall. Der Rosenkranz scheint bei vielen voellig „aus der Mode“ zu sein (und/oder auch nicht mehr in seiner Bedeutung und Schoenheit vermittelt zu werden!) und die Beichte vor der Messe wird entweder nicht mehr angeboten oder nicht mehr wahrgenommen. Um es wieder mit Father Bill Casey zu sagen: Entweder haben wir in solchen Gemeinden eine Menge Glaeubiger, die sich auf die Kanonisation vorbereiten (auf die eigene Heiligsprechung) oder wir haben eine ganze Reihe unwuerdiger Sakramentenempfaenge – gebietet uns die Bibel wie das kirchliche Lehramt doch, den Leib und das Blut Jesu Christi nur wuerdig zu empfangen (also etwa nicht im Zustand der Todsuende)! Dafuer ist die Beichte ein wunderbares Sakrament, um sich auf die Eucharistie vorzubereiten. Ebenso kann hierfuer der Rosenkranz empfohlen werden!

Zur wuerdigen Vorbereitung gehoert auch eine spirituelle Einstimmung im Gebet, in der eucharistischen Anbetung und in der Stille. Wer in die Kirche wie in das eigene Wohnzimmer geht (sowohl was die Kleidung wie die Einstellung angeht) und lautstark mit anderen ueber den Spielfilm am letzten Abend diskutiert, wer zu spaet kommt und zu frueh geht, wer waehrend der Messe mit den Gedanken ganz woanders ist, hat wohl kaum die Bedeutung dieser gemeinsamen Feier verstanden und macht das Haus des Vaters zum Marktplatz.

Eben diese eucharistische Anbetung kann in ihrer Bedeutung kaum zu hoch eingeschaetzt werden. Sie mit „Augen-Kommunion“ zu bezeichnen, ist ein grobes Missverstaendnis der tiefen glaeubigen Einstellung, die dahinter steht. Ja, es gab und gibt Missbraeuche aller Art. Missbraeuche, die abzulehnen sind und abgestellt werden muessen bzw. deren geschichtliche Bedeutung herausgearbeitet werden muss. Darf man dafuer aber die Riten, Zeichen und Sakramente an sich in ihrer Bedeutung und Tragweite schmaelern? Muss man dafuer krampfhaft alles „modernisieren“? Ist ein Schritt zu den Wurzeln nicht vielmehr manchmal auch ein grosser Schritt nach vorne?

Das heisst keineswegs, dass die Schriftlesungen, das gemeinsame Singen und Beten, die Fuerbitten und die gesamte liturgische Gestaltung bedeutungslos waeren. Das Gegenteil ist der Fall! Die Bedeutung der Eucharistie aber herunterzuspielen – gewollt oder ungewollt! – und deren Darstellung in wuerdigen Zeichen und Riten als „Auswucherung von Nebenzeichen“ zu bezeichnen, ist Ausdruck einer Entwicklung, die fuer sich selbst spricht. Was wohl die Kirchenvaeter dazu sagen wuerden?

Kehren wir zu dem zurueck, was die Katholische Kirche seit 2.000 Jahren ausgemacht hat!

Bekennen wir uns zum „Katholischen“ an dieser Kirche und versuchen wir nicht, bessere Protestanten als die Protestanten selbst zu sein!

„Tut dies zu meinem Gedaechtnis“ – schon vergessen?


 

Glaubensorientierung

Sie will zur Verfügung stehen

-  als Ort der Begegnung für Suchende, Fragende, Glaubende
-  für Gespräche über Glaubensfragen
-  für Informationen zu Glaube und Kirche
-  als Ort der Stille und der Meditation inmitten der City

München:

Glaubensorientierung in St. Michael
Maxburgstrasse 1
(Parallel zur Fußgängerzone, Pforte St. Michael)
80333 München
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Fax +49/ 89 / 23 17 06-40
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»Ich habe Fragen zu Glaube und Kirche…«
In offenen Gesprächen lässt sich vieles klären. Die Begegnung mit Menschen, die sich Ihren Fragen stellen, bringt neue Aspekte, kann neuen Mut und Hoffnung geben.

»Christ werden - mein Weg?…«
Nicht wenige Menschen sind bei ihrer Suche nach dem Sinn des Lebens auf den christlichen Glauben aufmerksam geworden. Dies kann den Wunsch wecken, in der katholischen Kirche die Taufe zu empfangen. Zum Gespräch über den Weg zur Taufe stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

»Ich suche spirituelle Orientierung….«
Menschen unserer Zeit suchen nach Orten und Formen einer zeitgemäßen Spiritualität. Vielleicht möchten auch Sie neue Zugänge zur Tiefe und zur Vielfalt christlicher Spiritualität finden. Wir beraten und unterstützen Sie in Ihrem Anliegen.
»Ich bin aus der Kirche ausgetreten, suche jedoch erneut Kontakt ...«
Wir reflektieren zusammen mit Ihnen den Schritt Ihres Kirchenaustritts. Bei uns können Sie wieder in die Kirche eintreten (Wiedereintritt).

»Ich habe schon überlegt, aus der Kirche auszutreten…«
Auch in dieser Situation sind Sie zu einem Gespräch herzlich willkommen.


Wir laden ein ...

Glaubensorientierung
im persönlichen Gespräch. Für Menschen, die Fragen haben zu Glaube und Kirche. Für Menschen, die spirituelle Orientierung suchen.

Christ werden – mein Weg?
Kurse für Frauen und Männer, die diesen Weg gehen und sich auf Taufe, Firmung und Eucharistie vorbereiten wollen (Katechumenat). Gäste, Partner und Partnerinnen, Freunde und Freundinnen sind ebenfalls herzlich willkommen. Kursbeginn auf Anfrage. Zu den Kursangeboten bieten wir auch Einzelbegleitungen an.

Glaubenskurse
Für Getaufte, die ihren Glauben vertiefen wollen, die in die Katholische Kirche aufgenommen werden wollen (Konversion oder Wiedereintritt), oder die nach längerer Distanzierung von der Kirche einen neuen Zugang suchen.
Dauer: 10 Abende in der Gruppe / Beginn jeweils Januar, Mai, Oktober

Spiritualität
Hinführungskurse zu Gebet, Kontemplation und christlicher Meditation. Informationen auf Anfrage.

Erwachsenenfirmung
Vorbereitung auf die Erwachsenenfirmung
Dauer: 6 Abende in der Firmgruppe


Weitere Informationen erhalten Sie im persönlichen Gespräch bei der Anmeldung

 

Goodbye, Young Men (and Women)
Becoming a nation run by atheists.

The stories of how Catholics are abandoning the Faith, especially young Catholics, are so commonplace now that it's almost like reporting on incidents where a man has been bitten by a dog — not much news there, and who cares? Such is the state of affairs in the Church of Nice these days.

The latest numbers (do the bishops ever look at these things to measure the near-complete ineffectiveness of their efforts?) from the folks at CARA (Center for Applied Research in the Apostolate), which is continually researching and tracking Catholics, is that young Catholics as low as 10 years old are leaving the Church because the Church can't prove its beliefs. To them, the teachings are fairy tales compared to the "reality" of science.

Most of these young people aren't leaving because they are bored or have not had a personal encounter with a Jesus rock band. They are leaving because Church leadership has failed to put forth a convincing argument as to the truth of the teachings.

Sorry, but that falls back directly on the leadership, the episcopate, who for decades now have allowed slipshod catechesis in the schools, garbage philosophy in the colleges and nothing but a feel-good emotional vibe coming from the pulpits.

Even the seminaries are producing lots of young men unequipped to go toe to toe intellectually with the culture. The Faith is not proven, at least directly, with empirical evidence; you can't dissect a soul and put it under a microscope. But the Faith is eminently provable from a philosophical standpoint — but too few in the Church these days are equipped to deal in this fashion.

There's practically nobody in the ranks of the clergy who can step into the ring with the cultural heavyweights and slug it out with them. The last real example of this would have been Ven. Abp. Fulton Sheen back in the middle of the last century.

Most of the kids leaving the Church — teenagers we are talking about here, who also say that there is a strong possibility that they are never likely to return — are leaving not for another religion but for no religion. They are claiming allegiance to agnosticism or atheism at increasing rates. And why is this?

Because their intellects have never been presented with truth itself as a concept, something the mind can apprehend. Their field of vision has been so narrowed to just the sensible here-and-now world that if they can't touch it, see it, taste it or hear it, they don't believe.

One of the study’s authors, Dr. Mark Gray, correctly concluded, "It's almost a crisis in faith. In the whole concept of faith, this is a generation that is struggling with faith in ways that we haven't seen in previous generations."

None of this can be considered surprising. Think "Dog bites man" — again. 

How can anyone reasonably expect that after 40 years of hearing horribly explained catechesis and zero philosophy — unless it was bad philosophy — and being taught that we used to swing through the trees by our tails and the Bible is a bunch of weird, made-up stuff — I mean, come on. Garbage in, garbage out.

What is amazing is the absolute lack of response to this by virtually the entire American hierarchy over the same time span. They rattled the faith of Catholics two generations ago. They substituted the faith of Catholics in the last generation with their kumbaya Catholicism. And now they have succeeded in killing the faith of the next generation.

Woe to these men when they go before Our Blessed Lord at their deaths. Why are they not terrified at their destinies? They have not kept watch over their schools, their seminaries, their priests, their teachers — nothing. And now we have continuing proof, an avalanche of non-stop proof what an epic fail the American hierarchy has been.

Every week, practically, something new comes out — some new data point, a new study, a new survey showing the increasing pace of the meltdown — and still, we get things like the ALPHA program in response, like here in the archdiocese of Detroit and scores of other dioceses.

Ah, but mention a word about any of this and you get labeled divisive, or that old familiar standby: "Well, what is being said is true, but I don't like the style or the tone."

We've reached a point in the Church now where Catholics, like so many of their leaders, have simply lost the Faith. It's an epic apostasy from which, in the West, at least, there is no human solution. The next generation, all these middle schoolers and high schoolers, are coming up with no concept of faith. In a few years, they will be running the show. Start getting adjusted to the nation being run by atheists and opponents of faith, much more so than we have already seen. 

When will the bishops and their clergy realize that the only bulwark against evil in this world is the Catholic Church?

(http://www.churchmilitant.com/video/episode/vortex-goodbye-young-men-and-women?mc_cid=1f4e77914c&mc_eid=fe11e644b6)


Why be Catholic?

This article assumes that you already are a Christian, a Messianic Jew, or believer in Yeshua (Jesus), however you wish to call yourself. See the last page of this article for links to articles that may be more relevant to you if you do not believe in Jesus.


Why Be Catholic?


Perhaps you think that the idea of becoming Catholic is the most absurd idea you have ever heard.
Perhaps you think that the Bible alone is sufficient for you to know God's will for your life.
Perhaps you think that God is not interested in 'religion' or institutions but merely wishes to have a personal relationship with you.
Perhaps you think that the only thing really necessary to be saved is to receive Jesus into your heart as Lord and Savior.
Perhaps you are Jewish and think that to become Catholic would amount to a betrayal of your Jewish faith and heritage.
Perhaps you even hold anti-Catholic views and think that Catholicism is a pagan corruption of the pure biblical faith.  
Yet perhaps you feel that there is "something missing" to your faith.  
Perhaps you feel that God has "something more" for you, but you haven't quite figured out yet what this is.


 Looking back through history, from the first to the twenty-first century, from the ancient Mediterranean world to modern America, countless people have thought like you - either mildly curious, indifferent, distrusting or even despising the Catholic Church... until one day they decided to seriously investigate the Church's claims.  Again and again, an inquiry which began out of curiosity or even animosity toward the Church ended as a wondrous love story: the story of a God so passionately in love with us that He offered His only Son to die for us in order that we may have eternal life, and formed his human family, the Catholic (universal) Church for the purpose of sharing with His children His own divine life, most especially in the sacrament of the Eucharist.


In this article, as well as through the other resources available on this website, you can discover how:


God has never said that the Bible alone is enough to know His will, but rather has set up, both in the Old and New Testaments, a visible, hierarchical institution and endowed it with His own divine authority to guide us and lead us into His way of salvation.
God is indeed very interested in 'religion' today, just as He was interested in it when He set up the Tabernacle and Temple worship in ancient Israel. A genuine, honest, humble and well-informed personal relationship with the Father through the Son and in the Holy Spirit should logically and eventually lead you to seek full communion with His Body, the Catholic Church.
To "receive Jesus as Lord and Savior" by faith alone is not enough to be saved; for Jesus imparts his grace, his power, and his life to us chiefly through the Church, her teachings, her liturgy and sacraments, and her communion of saints.
The Catholic faith is the perfect and complete fulfillment of Judaism - yet this does not abolish the particular calling of the people of Israel nor the special vocation of Jews who enter the Church.  As Rosalind Moss, who is Jewish-Catholic, has said, "you can't be more Jewish than to be Catholic!"
The Catholic faith is the most biblical form of Christianity, whereas other denominations have generally compromised important gifts that Jesus has given us.

 

What does it mean to be "Catholic"?


Perhaps you, like many other Christians, consider yourself to be "catholic" with a small "c", in the sense that you are a member of the universal (catholic), invisible community of followers of Christ, but not "Catholic" with a capital "C", in the sense of being a formal member of the Roman Catholic Church.
In a sense, it is true that if you are a baptized believer in Jesus, you are already a member of the Body of Christ, and the Holy Spirit certainly can work through you and your community in furthering the work of the Gospel.  As the Church teaches:
"All who have been justified by faith in Baptism are incorporated into Christ; they therefore have a right to be called Christians, and with good reason are accepted as brothers in the Lord by the children of the Catholic Church."  (CCC 818)

"Furthermore, many elements of sanctification and of truth are found outside the visible confines of the Catholic Church: the written Word of God; the life of grace; faith, hope, and charity, with the other interior gifts of the Holy Spirit, as well as visible elements. Christ's Spirit uses these Churches and ecclesial communities as means of salvation, whose power derives from the fullness of grace and truth that Christ has entrusted to the Catholic Church. All these blessings come from Christ and lead to him, and are in themselves calls to 'Catholic unity.'" (CCC 819)
However, the One Church that Christ has founded truly is the Catholic Church, united and governed by the successor of Peter, the pope.  In it alone can be found "the fullness of the means of salvation":
 
"The sole Church of Christ [is that] which our Savior, after his Resurrection, entrusted to Peter's pastoral care, commissioning him and the other apostles to extend and rule it. . . . This Church, constituted and organized as a society in the present world, subsists in the Catholic Church, which is governed by the successor of Peter and by the bishops in communion with him... For it is through Christ's Catholic Church alone, which is the universal help toward salvation, that the fullness of the means of salvation can be obtained. It was to the apostolic college alone, of which Peter is the head, that we believe that our Lord entrusted all the blessings of the New Covenant, in order to establish on earth the one Body of Christ into which all those should be fully incorporated who belong in any way to the People of God." (CCC 816)
As we will see below, by remaining outside of the Catholic Church you therefore remain only in partial and imperfect communion with the Messiah's Church, and you are missing out on many of the great blessings that God wishes to give you:
"The Church knows that she is joined in many ways to the baptized who are honored by the name of Christian, but do not profess the Catholic faith in its entirety or have not preserved unity or communion under the successor of Peter. Those who believe in Christ and have been properly baptized are put in a certain, although imperfect, communion with the Catholic Church." (CCC 838)
Let us now examine some of these blessings that God wishes to give you.

 

Ten good reasons for becoming Catholic


Jesus has founded one Church* (not a collection of denominations), and it is His will that all would be part of His one Church.
Jesus founded a visible Church* with visible leaders, not an invisible body with no real authority.
Through apostolic succession and apostolic tradition*, the Church hands down the authentic teachings of Christ and his apostles.
Jesus gave to His Church a charism of infallibility* which gives us certainty in important matters of faith and morals and enables us to know with confidence what to believe and how to live.
In the Catholic Church alone can be found the fullness of the means of salvation* and all of the means to grow in holiness and in virtue*.
The Church's Sacred Liturgy* inserts us into the Paschal Mystery and joins us with the heavenly worship of the angels and saints.
The Church mediates to us Christ's sacraments*: the channels of God's grace, God's life and God's love poured out into us.
In the Church you can receive the Eucharist*, the Body and Blood of the Lord and the source and summit of the Christian life.
In the Catholic Church you become fully united with our earthly and heavenly family: the communion of saints*.
Jesus has given us His mother Miriam* (Mary) as mother of the Church and as our own mother who loves us and watches over us.

1. Jesus founded One Church*, not a collection of denominations
 

We know from the Gospel of John how serious was Jesus' desire that his followers be united.  He prayed that all believers "may be one, as You, Father, are in Me, and I in You; that they also may be one in Us, that the world may believe that You sent Me"  (Jn 17:20-21).  When we read the New Testament, we see that Jesus founded only one Church, united under the leadership of Peter and the apostles.  He never established a loose collection of denominations as they exist today, each one differing and disagreeing with the other on important doctrines and moral issues.  The Eastern Orthodox Churches broke away from unity with the pope in 1054.  The protestant denominations further damaged the unity of Christianity when they began to break away from the Catholic Church in the sixteenth century, and they continue to fragment themselves to our own day.  Even the newer "non-denominational" churches, although they avoid labeling themselves under a particular denominational name, really are another form of evangelical denomination.  And the Messianic Jewish movement, while pursuing the noble goal of rediscovering the Jewish roots of Christianity, is plagued by the same lack of unity as the Protestant communities.
The one, universal Church which Jesus has founded and which has preserved its unity now for 2,000 years, all while spreading to all times and places, is the Catholic Church.
By remaining outside of the Catholic Church you are therefore contributing, even if unconsciously and through no fault of your own, to the disunity of the body of Christ. By joining the Catholic Church you join the original Church that Jesus the Messiah founded, and you contribute to the unity of the Church for which He prayed!

2. Jesus founded a visible Church* with visible leaders


Why is there such a lack of unity among Protestant / Evangelical / Messianic communities?  Because of the absence of legitimately ordained authority.  Often it is said that the church is simply the invisible union of all believers, led by the Holy Spirit and whose head is Christ, but left without any ultimate human authority here on earth.  This theory, however, is not biblical and does not work in practice.  In fact, it has caused tremendous confusion and division in the Body of Christ.  
When one looks at the Bible one finds a completely different picture: At the time of the Exodus, God's people were united under the leadership of Moses and seventy elders, who transmitted the Word of God to the people, interpreted it, and settled disputes (Exo 18:13-26, Num 11:16-25). This continued at the time of the Davidic Kingdom, when the nation was united under the king's authority, subject to the words of the Prophets.
 The picture is similar in the New Testament: Jesus gave to His Church a real human leader in the person of Peter. Jesus said that Peter would be the rock on his He would build his Church. He gave him the keys of the kingdom of heaven (Mat 16:17-19), appointed him as chief shepherd of the Church (Jn 21:15-17), and commissioned him to strengthen the other apostles in their faith (Lk 22:31-32).  In addition, Jesus also gave his own authority to the other apostles, telling them "he who hears you, hears me" (Lk 10:16) and empowering them to forgive sins (Jn 20:23). You can read in the book of Acts how Peter and the apostles led the Church in proclaiming the gospel and in making important decisions (Acts 2:1-41, 15:7-12).
By joining the Catholic Church you become a part of the Church modeled after God's people in the Bible and you place yourself under the authority which Jesus himself appointed.

3. Jesus established an apostolic succession and apostolic tradition* which hands down His authentic teachings and those of the apostles


But, you may ask, has this divinely appointed authority been preserved in the Church until our own day? Yes it has, through apostolic succession and apostolic tradition.  After Judas died, Peter and the apostles immediately chose a successor to replace him (Acts 1:15-26).  We also see in the New Testament the apostles ordaining presbyters (Acts 14:23, Tit 1:5), and handing down their own authority to their successors: "what you heard from me entrust to faithful teachers who will be able to teach others also" (2 Tim 2:2).  We also read of a triple structure of authority in the New Testament which includes bishops, presbyters (priests) and deacons (1 Tim 3:1,8, 5:17). From the earliest times, bishops have been considered to be the successors of the apostles, with the bishop of Rome being the successor of Peter, who died in Rome. And so the unity of the Church is safeguarded through the passing down of Christ's teachings by the apostolic succession of the bishop of Rome, the pope, in union with all the other bishops, the successors of the other apostles.
The first and most natural reaction to this claim is often: "why should I submit myself to the authority of these men? History has shown how people can abuse their authority and make errors of judgment!"  It is true than whenever people exercise positions of authority there is a danger of abuse of authority. Yet we are never totally free of human authority in spiritual matters. The moment we attend a church, we begin to submit to the pastor's authority and teachings - which can also stray from truth and charity.  And if we entirely reject authority and accountability, then we become our own authority, with our own fallibility, limitations and blind spots.  In other words, we must chose the authority under which we submit: either it will be the authority that Christ himself appointed, under which he promised that "the Spirit of truth will guide you into all truth" (Jn 16:13) and against which "the gates of Hades will not prevail" (Mat 16:18), or it will be the fallible authority of someone else.  Rejecting the authority of the pope means that every pastor, or even every individual becomes his own 'pope'.  This is not a recipe for unity but for anarchy.  Much better is to accept the authority which Christ has appointed and which faithfully guards Christ's teachings, as He has promised!
By joining the Catholic Church you get to tap into the authentic teachings of Jesus and the apostles as passed down through apostolic tradition!

4. The infallibility* of the Church gives us certainty in what to believe and in how to live


The best reason for submitting to the authority of the Catholic Church is because Jesus has endowed it with a special charism of infallibility which safeguards doctrinal unity and guarantees certainty in her teachings.  If you have been a Protestant, Evangelical Christian or Messianic Jew for a while, you will probably have heard hundreds of different sermons and teachings interpreting the Bible in different ways that sometimes seriously contradict each other.  Perhaps you count yourself among the many believers who feel more confused and less certain about your faith now than a few years ago because of all the different and contradictory teachings, theories, and interpretations of the Bible that you have heard.
Jesus never intended for it to be that way.  Nowhere in the Bible do we see every believer consulting his/her Bible and deciding for himself/herself what to believe without appealing to a higher authority.  Believers in the first four centuries of the Church did not even have a New Testament they could consult (the NT canon was only closed in 393-397 AD).  Their ultimate authority in matters of faith and morals was the authority of the apostles and their successors.  We have just seen how Jesus promised to the apostles that "the gates of Hades will not prevail" against the Church, and that the Holy Spirit would lead them into all truth and "will teach you all things, and bring to your remembrance all things that I said to you" (Jn 14:26).  Indeed, the Church is called in the New Testament the "pillar and foundation of truth" (1 Tim 3:15).
 Though our post-modern society exalts skepticism and uncertainty, it is impossible to build one's life without a solid foundation.  Bible believers do have a foundation in Christ and in the Word of God, but this foundation is often undermined by all the conflicting interpretations of Scripture.  By contrast, it is a wonderful thing to be certain about what to believe and how to live.  The Holy Spirit has faithfully guided the Church for two thousand years so that we can know with confidence how the apostles and the first believers understood and interpreted the Scriptures.  Read for yourself the Catechism of the Catholic Church (or its shorter Compendium) to gain clarity on what the Scriptures really say in light of the Church's tradition about important matters such as God's revelation, creation, the nature of man, the Trinity, the divinity of the Messiah, his expected second coming, the Holy Spirit, the nature of the Church, Mary the mother of Jesus, life after death, the effects of baptism, the Lord's Supper, how we are saved, and much more.
Equally as important is the question of how we are to live, or important moral issues.  Though the Bible is clear on certain moral issues, on others it is not.  Which commandments were preconditioned by time and culture, and which ones are absolute and unchanging?  For example, the Bible forbids the shaving of the corners of one's beard, the printing of tattoos, and the eating of shrimp, and it commands women to cover their heads when praying; yet it has nothing to say against abortion, slavery, artificial insemination or human cloning.  How are we to interpret the Ten Commandments today? Without authoritative tradition, believers remain at the whim of their pastor's interpretation of the Scriptures; or they must rely on their own private judgment, easily prone to error, and they will find it very difficult to clearly know what is right or wrong.  The result can fluctuate between individualistic moral anarchy, where one falls into many sins out of ignorance, and slavish moral legalism, where one abstains from many good things through the fear that they may be sinful.  Much better is to draw from the well of the Church's timeless wisdom, guided by the Holy Spirit, in order to really know what is right and wrong and thus find joyful freedom in living out a holy life.
Of course, the infallibility of the Church does not mean that its leaders will always lead an impeccable life.  The pope, bishops and priests are sinners too, and they are not immune against moral failure, as this has often happened and, sadly, will happen again.  Yet this is another testimony of God's faithfulness and greatness, that He infallibly guides in matters of faith and morals a Church made of fallible sinners like you and me. 
By joining the Catholic Church you can know for sure what to believe and how to live regarding the most important matters of life!

5. The Church conveys to us the fullness of the means of salvation* and of the means to grow in holiness and in virtue*


If you believe in Christ and have been baptized, then you are already on the road to salvation.  However, accepting Christ by faith as Lord and Savior is not enough to be saved, according to the Bible.  Jesus himself said that "not everyone who says to Me, ‘Lord, Lord,’ shall enter the kingdom of heaven, but he who does the will of My Father in heaven" (Mt 7:21), and that only "he who endures to the end shall be saved" (Mt 24:13).  Paul, the great apostle, warned believers to remain in God's goodness, "otherwise you also will be cut off" (Rom 11:22).  He exhorts us to "work out your salvation in fear and trembling" (Phil 2:12) and speaks of disciplining his own body and bringing it under subjection "lest, when I have preached to others, I myself should become disqualified" (1 Cor 9:27). Our works also play an important role towards our salvation, since "God will repay each one according to his works" (Rom 2:5-8, 2 Cor 5:10, 1 Pet 1:17, Rev 20:12-13).
 We are saved entirely by God's grace, with no initial merit on our part (Eph 2:8).  However, we must also work out our salvation in fear and trembling, and "must through many tribulations enter the kingdom of God" (Acts 14:22).  As a believer in Jesus, you already have many of the "tools" that help you to work out your salvation in cooperation with God's grace: through faith in Christ and baptism you have had your former sins washed away and received His forgiveness; by reading the Word of God you learn His will to some degree and follow His guidance; through prayer you receive God's help and strength; through praise He touches you with His joy; through works of charity you grow in his likeness and in His selflessness.  
However, by remaining outside of the Church, you are missing out on many of the "tools" that Jesus has given us to advance our salvation and that of the world, and to help us grow in holiness.  You are continuing on the road to salvation with only "partial equipment" to reach the goal, and thus this goal will be much more difficult to reach.  We have already discussed the importance of authority: detached from the Church's authoritative tradition you are exposed to false teachings which may slow you down and even stop you on your way to salvation.  You are missing out on the Eucharist, Christ's own body and blood and the most intimate union between the Bridegroom and His bride (see below).  You are also deprived of most of the other sacraments which the Lord has given us and which convey to us his power and his grace in a very real way.  You do not fully benefit of the protection and intercession of our mother Mary and of the full communion of the saints in heaven and on earth, since possibly you do not even believe in them - and much more!
By joining the Catholic Church you get to tap into the fullness of the blessings that the Lord has given us for our salvation and sanctification!

6. The Church's Sacred Liturgy* inserts us into the Paschal Mystery and joins us with the heavenly worship of the angels and saints


If you have been going to an Evangelical church or Messianic congregation for a while, you have no doubt gotten accustomed to loosely structured meetings, perhaps charismatic, with much emphasis on lively praise and worship, and extensive preaching from the Bible.  Though there is nothing wrong with this format, it does bear the problem that it is heavily dependant upon the quality of the ministers.  If the worship team is lousy and the preacher boring or irrelevant, there is hardly any point in showing up there.  It may well be more beneficial to stay at home and pray alone or with a few friends. Many believers who have been exposed to evangelical/messianic worship for a while begin to feel a need for worship which is less centered upon man and more centered upon God, with less talking, less activities and programs, less novelty, less hype, but rather more depth, more reverence, more mystery and more awe before our Maker.  In other words, they long for liturgy.  
 Often, when we pray to God in our own words we run out of things to say. This is quite normal, for everyone feels at times spiritually weak, tired, uninspired, or dry.  In this case, you may have picked up a Bible and prayed the psalms out loud, and felt how the inspired words of Scripture, turned into your own prayer, lifted your soul and expressed things that you could not have come up with on your own.  This is the power of the liturgy: the lofty words of prayer uttered by the inspired biblical authors or the spiritual masters and saints, drawn from the rich spiritual treasures of the Church, become your own words. These words unite your mind and heart with the great spiritual figures that preceded us and draw you into the Church's timeless liturgy, united with the heavenly liturgy which transcends time and space. 
Liturgical prayer, of course, has been the traditional and historical way of common prayer in both Judaism and Christianity since the origins of the two faiths. While it is important to always nurture a personal, spontaneous dialogue with the Lord in one's private prayer life, the public prayer of God's people has always been primarily liturgical.
By joining the Catholic Church you become a part of the rich Sacred Tradition of the Church and an active participant in her Sacred Liturgy, the very heart of Christ's Paschal Mystery celebrated in union with all the angels and saints in heaven and on earth!

7. The Church mediates to us Christ's sacraments*: the channels of God's grace, God's life and God's love poured out into us


 The greatest and most powerful gifts that the Lord has given us, and the most amazing testimony of His love are the seven sacraments which He instituted. Through the seven sacraments the Messiah endows us with His very life and love.  One could say that they are like "channels" connecting heaven and earth by which God pours out His grace onto His children.  They fill us with the Holy Spirit; they heal us, cleanse us, feed us, and strengthen us.  Since they impart to us God's life, they are the most effective means by which we are made holy; they are also the most powerful weapons by which we wage spiritual warfare. The sacraments are not just symbols but signs that actually convey God's grace and love.  The seven sacraments are:
Baptism*: the new birth that washes away our sins (Tit 3:5), gives us the Holy Spirit, and baptizes us into Christ's death and resurrection (Rom 6:3-7).
Confirmation*: the fullness of the outpouring of the Holy Spirit which strengthens us and inserts us fully into the Church's mission (Acts 8:14-17).  
The Eucharist*: the greatest of sacraments where the Messiah feeds us with His own Body and Blood, soul and divinity (Mark 14:22-24, Jn 6:53).
Reconciliation (Confession)*: the way to receive forgiveness for sins committed after baptism, entrusted by Jesus to the apostles (Jn 20:22-23).
Anointing of the Sick*: grants us help to endure illness and sometimes heals us, cleanses our soul, and helps us to prepare to meet God (Js 5:14-15).
Matrimony*: In marriage, husband and wife become a living sign of the faithful relationship between Christ and the Church (Eph 5:21-33)
Holy Orders*: Jesus called certain men to a special priestly ministry, in addition to our own role as 'kingdom of priests' (Rom 15:15-16).
Tragically, at the time of the Protestant reformation, large numbers of Christians lost five of these seven sacraments, and this sad situation remains to our own day. These sacraments were lost partly because the reformers lost faith in them, and partly because they rejected the priesthood (Holy Orders) upon which they are dependent, for the sacraments of confirmation, the Eucharist, reconciliation, and the anointing of the sick require a validly ordained priesthood (and apostolic succession) to be validly administered.  Only the sacraments of baptism and matrimony remain among those believers who have not retained apostolic succession. Even worse, an increasing number of Messianic groups who baptize only in the name of Jesus rather than in the name of the Father, of the Son and of the Holy Spirit, do not even have a valid baptism.  The Orthodox churches, by contrast, though they are not in union with the papacy, have retained valid apostolic succession and Holy Orders, and therefore still have seven valid sacraments.
By joining the Catholic Church you get to receive the fullness of Christ's power and love that he gives us through the seven sacraments!

8. In the Church you can receive the great gift of the Eucharist*: the Body and Blood of the Lord and the source and summit of the Christian life.


 The Eucharist is called "the sacraments of sacraments" and is "the source and summit of the Christian life."  It is such a great gift that it is a reason in itself - indeed perhaps the greatest reason - for joining the Catholic Church.  At the Last Supper - a Passover Seder - Jesus said to his disciples after he blessed the bread and the wine: "Take and eat; this is my body... this is my blood of the covenant, which is poured out for many for the forgiveness of sins" (Mt 26:26-28). He then commanded them: "Do this in memory of me" (Luke 22:19). At the first Passover, which initiated the Exodus out of Egypt, God commanded the Israelites to sacrifice a lamb and sprinkle its blood on the doorposts as protection against the angel of death.  Then they ate the lamb as a sign of their covenant with God.  At the Last Supper Jesus revealed himself as the Lamb of God who takes away the sins of the world, seals a new covenant with us and protects us from eternal death.
Now we also must eat the lamb - the body and blood of the new Paschal sacrifice which becomes present before us at every Mass. Jesus himself had previously said: "unless you eat the flesh of the Son of Man and drink his blood, you have no life in you. Whoever eats my flesh and drinks my blood has eternal life... For my flesh is real food and my blood is real drink" (Jn 6:53-55).  This was a shocking statement, and as a result many of his disciples left him (Jn 6:66).  Sadly, this is similar to what happened at the Reformation, when many Christians decided they could no longer accept the words of the Savior.  Since then, a large part of Christianity has tragically been deprived of the Eucharist, God's greatest gift to us, either because they don't have faith in the Real Presence or because they have no valid priesthood, necessary to consecrate the bread and wine so that they become the body and blood of the Lord. And so they remain with a communion service which, though it may remember the Lord's Passion in a beautiful way, merely consists of bread and wine rather than the Lord's true and substantial presence given to them.  As a result, since non-Catholic believers do not accept the full teachings of the Catholic Church, they are not permitted to occasionally go to a Catholic church and receive the Eucharist.  This is because the sacrament is a sign of full communion and full unity between believers (CCC 1400), and sharing the Eucharist together with those who do not fully accept the authority and teachings of the Church would falsely give the impression that there exists a full unity between us, while in reality we have not yet attained this full unity of faith. This is not a rejection of our non-Catholic brothers and sisters in Christ, but rather an invitation to them to learn more about the Catholic faith so that they too may come to full unity with the Church and partake of the Lamb’s banquet!

The loss of the Eucharist to so many believers is particularly sad because the Real Presence of Christ in the Eucharist was uncontested for the first millennium of Christian history.  Paul himself wrote that "whoever eats the bread or drinks the cup of the Lord in an unworthy manner will be guilty of sinning against the body and blood of the Lord" (1 Cor 11:27).  About 50 years later (107 AD), bishop Ignatius of Antioch wrote that "heretics abstain from the Eucharist and from prayer because they do not confess that the Eucharist is the flesh of our Savior Jesus Christ" (Letter to Smyrnaeans 6,2,2). Many other Church Fathers used equally strong language testifying of the Real Presence of Christ in the Eucharist.
By joining the Catholic Church you get to partake of the marriage supper of the Lamb and eat at the Lord's Table at every Mass.  You get to receive God's greatest gift, the Eucharist - the body and blood, soul and divinity of the Lord who loved you and gave himself for you.  This is the most possible intimate union on earth between God and man, a kiss between heaven and earth which nothing else can replace.  When you receive the Eucharist, you receive God's very life of love which supercharges you with His power and His grace.  Is this really something that you want to do without?

9. In the Catholic Church you become fully united with our earthly and heavenly family: the communion of saints*.


 God does not only save us as individuals.  He saves us "in bunches" - as a family, a community, a people, a kingdom.  Many believers have a rather individualistic view of salvation, seeing it as primarily "me and Jesus."  They do ask others here on earth to pray for them, but deny that any help from the saints in heaven is possible or desirable. They see such mediation as a form of spiritism condemned in Deut 18, or a violation of 1 Tim 2:5 which states that there is "one mediator between God and man, the man Christ Jesus."  Jesus is of course our one mediator before God, but this does not mean that we can't participate in this mediation.  Every time you pray for someone, you are actually mediating for him/her before God.  God in fact encourages this type of intercessory mediation (1 Tim 2:1), and we can see in the New Testament that it also continues after death, where the saints who have gone to be with the Lord continue to be with us and help us along the way towards our final goal.  They are a "great cloud of witnesses" (Heb 12:1) that surrounds us, the "spirits of just men made perfect" to whom we come in the heavenly Jerusalem (Heb 12:22-23). Even the rich man who suffers in Hades intercedes for his brothers still alive and asks Abraham to send Lazarus to his father's house to warn them (Luke 16:19-31).  The rich man plays here - in purgatory? - an intercessory role, and Abraham acts as mediator between him, God, and his brothers.  In the book of Revelation we also see elders and angels bringing to God bowls of incense, which are the prayers of the saints on earth (Rev 5:8, 8:3), and the souls of martyrs supplicating God: "how long, O Lord, holy and true, until You judge and avenge our blood on those who dwell on the earth?" (Rev 6:9)
God is interested in the personal salvation of each one of us, but He is just as interested in the communion of love between us, a communion which cannot be broken by death (Rom 8:35-39).  God's family includes all members of His Church, whether on earth, in heaven, or those still being purified in purgatory (1 Cor 3:12-15). The saints who have preceded us are our examples in holiness; there in heaven their love has become complete, and they are in an even better position to help us with their prayers than when they were on earth.  They pray for us from above, we can ask for their help from here below, and we are also called to pray for those who suffer in purgatory.  If you have ever had a loved one pass away, is it not one of the most natural and human reactions to pray for him/her or to ask for his or her help from heaven?
By joining the Catholic Church you take a full part in the eternal, loving communion of saints in heaven, on earth and in purgatory.

10. Jesus has given us His mother Miriam* (Mary) as our own mother who loves us and watches over us


God has given us a mother.  When Jesus, a few moments before his death, saw His mother Mary and his disciple John at the foot of the cross, he said to Mary "behold your Son" and to John "behold your mother" (Jn 19:26).  In His hour of agony, Jesus was doing more than a private family arrangement.  He was making Mary the mother of all humanity.
 When the eternal Son of God became man, he dwelt in the womb of this young Jewish virgin for nine months.  Just as the Ark of the Covenant had previously been a holy vessel containing the true presence of God in the Tabernacle and Temple, God chose Mary to be His holy "Ark of the New Covenant" containing His very presence.  In order to prepare her for such a noble task, he gave her the fullness of His grace and saved her from all sin.  This is why the angel greeted her with the words: "Hail, full of grace" (Luk 1:28).
God's 'business' throughout Scripture is to humble the proud and to exalt the lowly, as Mary herself said: "He has scattered the proud in the imagination of their hearts. He has put down the mighty from their thrones, and exalted the lowly" (Luke 1:51-52). God chose to enter humanity through this most humble young woman. In the Gospels her role is modest and self-effaced.  Her greatness is not revealed through great words or actions, but rather through her quiet faith and obedience to God's Word, and her faithfulness in raising Jesus and in giving herself entirely to His person and work.  Yet with prophetic foresight she also saw that God would give her an exalted place in the story of salvation when she said: "all generations will call me blessed" (Luke 1:48).

We can catch a glimpse of Mary's exalted role in the book of Revelation.  In a heavenly vision, John sees the Ark of the Covenant appear in the heavenly temple (Rev 11:19).  Immediately afterward, he sees "a woman clothed with the sun, with the moon under her feet, and on her head a garland of twelve stars," who "being with child... cried out in labor and in pain to give birth" to "a male Child who was to rule all nations with a rod of iron" (Rev 12:1-2,5).  This child is the Messiah Jesus, and his mother, the woman, is Mary, daughter of Israel and mother of the Church.  She is also the woman whose seed would bruise the head of the serpent, as God promised after the Fall of Adam and Eve (Gen 3:15).  Mary plays a key role in spiritual warfare against the devil: "And the dragon was enraged with the woman, and he went to make war with the rest of her offspring, who keep the commandments of God and have the testimony of Jesus Christ" (Rev 12:17).  Who are "the rest of the woman's offspring"? We are.  Mary is our loving mother, our model, and our advocate.  She prays for us and helps us along the way to heaven.  She does not take Jesus' place but rather leads us to Him.  By following her example of humility, obedience, faithfulness, holiness and love, we will grow in her likeness and in the likeness of Jesus.
By joining the Catholic Church you come into full communion with God's human family whose mother and model is Mary: daughter of Israel, mother of the Messiah, and mother of the Church.

An Eleventh Reason: "Outside the Church there is no Salvation"


Having reviewed ten reasons for entering the Catholic Church, it is worth examining an eleventh reason which logically derives from the first ten: the Church is necessary for salvation (though this statement needs to be understood correctly). Some of the Church Fathers expressed this in rather blunt statements. Cyprian of Carthage, for example, wrote in the third century:
"On him [Peter] [the Lord] builds the Church, and to him he gives the command to feed the sheep… he founded a single chair, and he established by his own authority a source and an intrinsic reason for that unity. . . . If someone [today] does not hold fast to this unity of Peter, can he imagine that he still holds the faith? If he [should] desert the chair of Peter upon whom the Church was built, can he still be confident that he is in the Church?" (St. Cyprian of Carthage, De unit. 4; [A.D. 251])

"He cannot have God for his father, who has not the Church for his mother." (St. Cyprian, De unit. 6: PL 4, 519)

Does this mean that anyone who is not formally Catholic, including believing Christians, cannot be saved? No. As we have seen above, if you are a baptized Christian in good faith, you are already in partial communion with the Catholic Church, and you are tapping into Jesus' saving power which He entrusted to the Church.
Objectively, the one Catholic Church which Jesus founded and to which He has given the fullness of truth and of grace is necessary for salvation: "Hence they could not be saved who, knowing that the Catholic Church was founded as necessary by God through Christ, would refuse either to enter it or to remain in it" (CCC 846). In other words, if someone feels genuinely convicted by the Holy Spirit of the truth of the Catholic Church, but willfully and stubbornly resists the Lord's leading and guidance to enter it, then he may indeed be endangering his own salvation.
Subjectively, however, the Lord is merciful and will not condemn those who are not aware, through no fault of their own, of the salvific nature of Christ's Church - and this includes most non-Catholic believers (already in partial, imperfect communion with the Church) who are not fully aware or do not adequately understand the Catholic Church's claims:
"Those who, through no fault of their own, do not know the Gospel of Christ or his Church, but who nevertheless seek God with a sincere heart, and, moved by grace, try in their actions to do his will as they know it through the dictates of their conscience - those too may achieve eternal salvation." (CCC 847) 
Ultimately, it is Jesus who saves. The main question here is how does he save us? Is faith in Him enough? There is ample scriptural evidence* indicating that faith alone is not enough and that we will also be judged according to our works. Jesus also emphasized the importance of being baptized (Mark 16:16), of "eating his flesh and drinking his blood" (Jn 6:53-54), and of submitting to the authority of his apostles (Mat 16:19, 18:18, Lk 10:16, Jn 20:23) to receive his forgiveness and eternal life. This means that the fullness of Jesus' gifts has been entrusted to his Catholic Church. This does not mean, however, that Catholics are automatically in better standing with God than non-Catholic believers. On the contrary, Catholics who have received the fullness of truth and grace have a greater responsibility to bring forth fruits for the Kingdom: "to whom much is given, much will be required." On the other hand, there are many non-Catholic believers who live remarkable lives of faith, hope and love. God will surely not fail to reward them, provided they "persevere until the end" in seeking the truth, even if, through no fault of their own, they do not formally find their way into the Catholic Church.


God wants everyone to be Catholic?


What conclusion can we draw from all this? That God wants everyone to be Catholic so that they can have access to the fullness of His blessings and grace!  As the Church teaches:
"To reunite all his children, scattered and led astray by sin, the Father willed to call the whole of humanity together into his Son's Church. The Church is the place where humanity must rediscover its unity and salvation. The Church is "the world reconciled." She is that bark which "in the full sail of the Lord's cross, by the breath of the Holy Spirit, navigates safely in this world." According to another image dear to the Church Fathers, she is prefigured by Noah's ark, which alone saves from the flood." (CCC 845)
Such as statement is not likely to be popular in our societies dictated by religious relativism and political correctness. In addition, you may think that the world would be a very boring place if everyone were Catholic.  But this is not true: the fact that God is interested in everyone coming to the fullness of truth and salvation does not mean that He enjoys monotony.  On the contrary, the unity of the Church leaves full room for the great diversity of peoples, cultures, customs and traditions of the world. "The great richness of such diversity is not opposed to the Church's unity" (CCC 814).  Likewise, "the Catholic Church rejects nothing that is true and holy in [other] religions" (NA 2).  And so there is ample room for Evangelical, charismatic and even Jewish spirituality and prayer within the one, holy, catholic and apostolic Church.

So... What's the Catch?


At this point you may be wondering: "If the Catholic Church has so much to offer, then... what's the catch? It seems too good to be true."  You may have some common objections:
I have read some Church history and know that Catholics have done horrible things in the past...
This is true. No one denies that the Church is made of sinners, some of which have been a terrible scandal to the Christian faith.  Pope John Paul II himself has invited the Church to “become more fully conscious of the sinfulness of her children.” She “acknowledges as her own her sinful sons and daughters” and encourages them “to purify themselves, through repentance, of past errors and instances of infidelity, inconsistency and slowness to act” (Memory and Reconciliation: The Church and the Faults of the Past 1.3). Yet the Church has also produced countless extraordinary saints throughout the ages - those who have faithfully lived the Church's life and teachings.  They are the true children of the Church who best reflect the Church's nature to be the sacrament of Christ in the world. Despite the faults and weaknesses of Catholics, the Church remains no less the fount and source of Christ's life and love which He wishes to give you.

The Catholic Church just wants to control peoples' lives...


Quite honestly, 99.9999% percent of Catholics, including the clergy, will never know that you entered the Church. The pope does not get lists of names of the Church's latest "catches."  The Church is not interested in controlling anyone; rather she is interested in the world's salvation, in obedience to the command of her founder to "go and make disciples of all nations," so that people may "share in the communion between the Father and the Son in their Spirit of love" (CCC 850) and turn from sin and death to joy and hope of eternal life.
I know many Catholics who are lukewarm or not even believers. I find much more life and faith in my Evangelical church...
It is true that many non-Catholic believers seem to have a more vibrant faith than many Catholics. These believers deserve praise for their living faith, hope and charity. Equally true is the fact that many Catholics are in dire need of being evangelized and converted back to God. Yet this does not change the fact that by remaining outside of the Church you are missing out on some of Christ's most important gifts which He gave to us, as we have seen above.
I have been to some Catholic churches where the priest is boring. I am not being spiritually fed by his sermons, and I sometimes wonder if he even has any faith at all...
Sadly, it is true that there are priests who are ineffective preachers, who have lost their own personal faith or even actively dissent from the Church's teachings. This is indeed a tragedy, and we must pray for these priests and even evangelize them if necessary. It is also tragic that there are some who are ineffective in teaching and preaching the Word of God. Sometimes it is possible to find another Catholic church in the area with a better priest. If this is not possible, even though such a situation is indeed a serious problem, it is important to know that even a "bad priest" remains empowered by the Church to validly administer the sacraments. And so it is not quite accurate to say that you are not "spiritually fed", since even a "boring priest" has the power to give you absolution from your sins in confession and to give you the Body and Blood of the Lord at Mass. As for teaching and preaching, the important thing is to be well versed in Scripture and in the teachings of the Church as summarized in the Catechism of the Catholic Church (and its Compendium). There are also countless books, and resources available on the internet, such as Catholics for Israel's Online Course, though which you can learn more about Scripture and the Catholic faith

I am Jewish.  I will never betray my Jewish faith and heritage.


"You can't be more Jewish than to be Catholic!"  Explore this website to find answers as to why the Catholic faith fulfills Judaism without abolishing it and how you can be fully Catholic and still live as a faithful Jew. 

If you do begin to consider entering the Catholic Church, what obstacles and difficulties are you liable to encounter on your way "home"?


Becoming Catholic has a cost. You will need much humility, an open mind, possibly the willingness to let go of old prejudices, and a deep and prayerful desire to receive the fullness of what God has for you. You will need to pray much and study diligently. You will need courage, patience and perseverance, both before and after your baptism and/or formal reception into the Church, to "endure until the end." You may encounter a lack of understanding and possibly rejection and persecution from your family, friends, and current faith community.  Or, you may be faced with a lack of encouragement and even apathy coming from Catholics who don't understand your journey of faith and the price that it has cost you. 
The journey to God is paved with difficulties, but it is also surrounded by God's infinite grace and all-encompassing love for you.  He is calling you to a life of self-giving love. He is calling you to Himself.  Will you answer the call?

What should I do now?


If you feel that God may be calling you into the Catholic Church:
Build your relationship with God. Pray daily - speak with Him and ask Him to lead you and guide you into His truth and light.
Study the Catholic faith, either with Catholics for Israel, or through other Catholic resources (see links).
Find a Catholic Church in the area and begin to attend Mass and to learn about Catholic prayer and liturgy.
Get together with faithful Catholics who know and love their faith so that they can help you progress on your journey to God.
Speak with a priest about your desire to become Catholic.  Pay close attention to what he says, and make sure he is faithful to the Church.  If you find that he dissents from any of the Church's teachings as taught in the Catechism, or tells you that you don't really need to become Catholic, leave and find another priest.
May the Lord bless you and keep you on your journey to God!

 

(Quelle: Catholics for Israel: http://www.israelcatholic.com/)

Kirchenrecht


PÄPSTLICHER RAT FÜR DIE GESETZESTEXTE

ACTUS FORMALIS DEFECTIONIS
AB ECCLESIA CATHOLICA

Vatikanstadt, 13. März 2006

Prot. N. 10279/2006

Eminenz,

schon seit längerer Zeit haben Bischöfe, Offiziale und andere Fachleute des Kanonischen Rechtes diesem Päpstlichen Rat Zweifel und Anfragen zur Klärung hinsichtlich des sogenannten actus formalis defectionis ab Ecclesia catholica vorgelegt, auf den in den Canones 1086 § 1, 1117 und 1124 des Codex des Kanonischen Rechtes Bezug genommen wird. In der Tat handelt es sich um einen in der kanonischen Gesetzgebung neuen Begriff, der sich unterscheidet von den anderen, eher „virtuellen“ Modalitäten (die auf dem Verhalten basieren) des „offenkundigen“ oder einfach „öffentlichen“ Glaubensabfalls (vgl. c. 171 § 1, 4°; 194 § 1, 2°, 316 § 1, 694 § 1, 1°; 1071 § 1, 4° und § 2), Umstände, in denen die in der katholischen Kirche Getauften oder in sie Aufgenommenen durch rein kirchliche Gesetze verpflichtet sind (vgl. c. 11).

Das Problem wurde von den zuständigen Dikasterien des Heiligen Stuhls sorgfältig untersucht, um vor allem die theologisch-lehrhaften Inhalte dieses actus formalis defectionis ab Ecclesia catholica genau zu fassen, und danach die Erfordernisse oder juridischen Formalitäten zu präzisieren, die notwendig sind, damit dieser sich als ein wirklicher „formaler Akt“ des Abfalls darstellt.

Nachdem hinsichtlich des ersten Aspekts die Entscheidung der Kongregation für die Glaubenslehre vorlag und die gesamte Frage in der Vollversammlung untersucht wurde, teilt dieser Päpstliche Rat den Präsidenten der Bischofskonferenzen Folgendes mit:

1. Der Abfall von der katholischen Kirche muss, damit er sich gültig als wirklicher actus formalis defectionis ab Ecclesia darstellen kann, auch hinsichtlich der in den zitierten Canones vorgesehenen Ausnahmen, konkretisiert werden in:

    a) einer inneren Entscheidung, die katholische Kirche zu verlassen;
    b) der Ausführung und äußeren Bekundung dieser Entscheidung;
    c) der Annahme dieser Entscheidung von seiten der kirchlichen Autorität.

2. Der Inhalt des Willensaktes muss bestehen im Zerbrechen jener Bande der Gemeinschaft – Glaube, Sakramente, pastorale Leitung –, die es den Gläubigen ermöglichen, in der Kirche das Leben der Gnade zu empfangen. Das bedeutet, dass ein derartiger formaler Akt des Abfalls nicht nur rechtlich-administrativen Charakter hat (das Verlassen der Kirche im meldeamtlichen Sinn mit den entsprechenden zivilrechtlichen Konsequenzen), sondern dass er sich als wirkliche Trennung von den konstitutiven Elementen des Lebens der Kirche darstellt: Er setzt also einen Akt der Apostasie, Häresie oder des Schisma voraus.

3. Der rechtlich-administrative Akt des Abfalls von der Kirche kann aus sich nicht einen formalen Akt des Glaubensabfalls in dem vom CIC verstandenen Sinn konstituieren, weil der Wille zum Verbleiben in der Glaubensgemeinschaft bestehen bleiben könnte.

Andererseits konstituieren formelle oder (noch weniger) materielle Häresie, Schisma und Apostasie nicht schon von selbst einen formalen Akt des Abfalls, wenn sie sich nicht im äußeren Bereich konkretisieren und wenn sie nicht der kirchlichen Autorität gegenüber in der gebotenen Weise bekundet werden.

4. Es muss sich demnach um einen rechtlich gültigen Akt handeln, der  von einer kanonisch rechtsfähigen Person gesetzt wird, in Übereinstimmung mit der kanonischen Norm, die ihn regelt (vgl. cc. 124-126). Dieser Akt muss persönlich, bewusst und frei getätigt werden.

5. Es wird überdies verlangt, dass der Akt von dem Betroffenen schriftlich vor der zuständigen kirchlich katholischen Autorität bekundet wird: vor dem Ordinarius oder dem eigenen Pfarrer, dem allein das Urteil darüber zusteht, ob wirklich ein Willensakt des in Nr. 2 beschriebenen Inhalts vorliegt oder nicht.

Daher wird der actus formalis defectionis ab Ecclesia catholica mit den entsprechenden kirchenrechtlichen Sanktionen (vgl. c. 1364 § 1) nur vom Vorhandensein der beiden Elemente konstituiert, nämlich vom theologischen Profil des inneren Aktes und von seiner Bekundung in der festgelegten Weise.

6. In diesen Fällen sorgt dieselbe kirchliche Autorität dafür, dass der Eintrag im Taufbuch (vgl. c. 535 § 2) erfolgt mit dem ausdrücklichen Vermerk „defectio ab Ecclesia catholica actu formali“.

7. In jedem Fall bleibt klar, dass das sakramentale Band der Zugehörigkeit zum Leib Christi, der die Kirche ist, aufgrund des Taufcharakters ein ontologisches Band ist, das fortdauert und wegen des Aktes oder des Tatsache des Abfalls nicht erlischt.

In der Gewissheit, dass der dortige Episkopat in Anbetracht der Heilsdimension der kirchlichen Gemeinschaft die pastorale Motivation dieser Normen gut verstehen wird, verbleibe ich mit in herzliche Verbundenheit

im Herrn Ihr

Julián Kard. Herranz
Präsident

Bruno Bertagna
Sekretär

Die vorliegende Mitteilung wurde approbiert von Papst Benedikt XVI, der die amtliche Bekanntmachung an alle Präsidenten der Bischofskonferenzen angeordnet hat.

(Quelle: http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/intrptxt/documents/rc_pc_intrptxt_doc_20060313_actus-formalis_ge.html)

Haben wir den Auftrag Jesu vergessen?

Liest man so manchen Pfarrbrief, kann man sich bestenfalls nur wundern - oder man ist schlichtweg geschockt.

Trotzdem es in den meisten Pfarreien noch GemeindereferentInnen, PastoralreferentInnen, Diakone, Ehrenamtliche etc. gibt, ist das dort angebotene Programm bezeichnend.

So werden in der Regel - durchaus sinnvolle und nötige! - Aktivitäten für Mütter mit Kindern, Senioren, Arbeitslose usw. angeboten. Soweit, so gut. Das ist einer der Aufträge für die Kirche und für jeden einzelnen Christen.

Aber sonst?

Möglicherweise gibt es noch einige ökumenische Angebote, aber dann war es das meist.

Katechese bzw. eine Unterweisung im katholischen Glauben, findet in der Regel nur anlässlich bevorstehender Sakramente (Erstkommunion, Heirat, Firmung etc.) statt - und selbst da mangels Personal nur im Schnelldurchgang.

Glaubenskurse für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, am Glauben Interessierte, Bibelstunden, Aktivitäten in Richtung Evangelisation usw. finden - wenn überhaupt - nur sehr spärlich statt. Und so braucht es einen nicht wundern, dass viele Katholiken kaum wissen, was die Katholische Kirche lehrt und warum sie es lehrt - und dann sehr schnell einknicken, wenn ihnen evangelikale Gruppen Bibelverse zitieren, um sie davon zu überzeugen, dass die Katholische Kirche "unbiblisch" ist. Auch beginnt langsam, ein "Auswahlchristentum" um sich zu greifen, ein moralischer Relativismus, der dazu führt, dass sich Gläubige vom katholischen Glauben das heraussuchen, das ihnen zusagt. Der Rest wird mit persönlichen Überzeugungen, Glaubensüberzeugungen anderer christlicher Konfessionen oder einfach nach Belieben aufgefüllt.

Auf Anfrage hin werden klare katholische Grundsätzte und eine klare katholische Lehre schwammig geredet, es werden Hintertürchen angeboten oder das Ganze der persönlichen Gewissensentscheidung überlassen (ohne hierbei hinzuzufügen, dass wir auch in der Pflicht stehen, unser Gewissen weiterzubilden!).

Ein Beispiel:

Obwohl der Katechismus absolut klar zum Thema Homosexualität, Sexualität allgemein sowie Ehe und Familie Stellung nimmt, hört man immer wieder, wie Priester etwa Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen anderslautende Auskünfte geben. Etwa dass heute die Wissenschaft viel weiter sei, dass die Aussagen von Paulus hierzu im Licht der damaligen Zeit zu sehen und nicht auf die heutige Zeit anzuwenden sind usw.

Die betroffenen Gläubigen denken somit, es sei in Ordnung, als Katholik ein homosexuelles Leben zu führen.

Dies ist nicht nur falsch, hier versagen Priester (bzw. kirchliche Angestellte oder auch grundsätzlich Laien) völlig und überzeugen ihre Brüder und Schwestern im Glauben sogar noch, dass es in Ordnung sei, gegen Gottes Gebot zu verstoßen!

Ein anderes Thema: Evangelisation.

Dies hat man offenbar völlig evangelikalen Gruppen überlassen, obwohl es doch einen eindeutigen Auftrag Jesu für jeden Gläubigen (!!) hierfür gibt. Jeder von uns ist gerufen, den christlichen Glauben zu verbreiten und ein Leben in der Nachfolge Jesu Christi zu führen - und das nicht nur an Weihnachten!

Es ist und bleibt die persönliche Verantwortung und Entscheidung derer, die die Katholische Kirche verlassen. Allerdings wird es ihnen oft zumindest leichter gemacht, dies zu tun.

Wie Jesus uns schon gesagt hat: Das Tor zum Himmel ist eng und der Weg dorthin beschwerlich und nur wenige gehen ihn. Die überwiegende Mehrzahl geht den bequemen Weg zum breiten Tor - das allerdings ins Verderben führt.

Kirchensteuer und Kirchenaustritte

Die Kirchensteuer macht acht Prozent vom Lohn aus, hängt also vom Einkommen des jeweiligen Steuerzahlers ab. Die Bistümer finanzieren damit einen Großteil ihres Haushaltes und übernehmen damit unter anderem Aufgaben, die ansonsten der Staat organisieren müsste: Kindergärten, Altenheime, Schulen, Krankenhäuser, Behindertenheime und verschiedene andere soziale Einrichtungen.

Selbst wenn man den religiösen Hintergrund der Kirchensteuer einmal zurückstellt, bringt sie doch zum Ausdruck, dass das Eigentum in einer sozialen Marktwirtschaft sozialpflichtig ist. Dass bei uns nicht jeder für sich selbst lebt, sondern auch Verantwortung für andere und für die Gesellschaft insgesamt bzw. auf globaler Ebene für die gesamte Menschheit hat - ob ihm/ihr dies nun passt oder nicht. Niemand ist eine Insel - jeder ist Teil eines großen Ganzen.

Insofern ist es nicht nachzuvollziehen, dass Menschen wegen der Kirchensteuer aus der Kirche austreten. Wenn sie dies aus mangelndem Glauben tun oder weil sie die Lehre der Kirche nicht mehr akzeptieren können, ist das ihre freie Entscheidung und muss als solche akzeptiert werden. Wenn es ihnen aber nur um diese acht Prozent ihres Einkommens geht, dann ist dies mehr als traurig (vor allem, wenn dann - wie dies leider manchmal der Fall ist - andere Gründe vorgeschoben werden und man der Kirche die Schuld am eigenen Geiz zuschieben will).

In beiden Fällen jedoch ist die Kirche als Folge davon gezwungen, Kürzungen - u.a. in ihren sozialen Einrichtungen - vorzunehmen. Ganz so leicht darf man es Bürgern eines Staates aber nicht machen, sich aus der gesellschaftlichen Verantwortung zu stehlen. Hier ist auch die Politik gefordert.

Die Kirchensteuer ist außerdem keineswegs eine Erfindung der Katholischen Kirche - sie ist schon in der Urkirche als "Dienst an den Tischen" zu finden. Hierbei wurde sichergestellt, dass auch arme Menschen einen Teil des Vermögens Wohlhabender abbekommen. Das Prinzip der Kirchensteuer ist also nichts anderes als eine Art organisierte Form der Nächstenliebe, deren Abschaffung sowohl aus staatskirchenrechtlicher wie theologischer Sicht unsinnig ist.

Eine Anmerkung noch zu denen, die aus der Katholischen Kirche austreten, weil sie die Kirchensteuer nicht mehr zahlen möchten:

Wenn die Steuerbelastung für den Einzelnen zu hoch ist, gibt es durchaus die Möglichkeit eines Gesprächs mit dem Ortspfarrer. Ist es aber wirklich so, dass acht Prozent des Einkommens zu viel sind? Wie viel Geld geben wir für Dinge aus, die wir wirklich nicht brauchen und die sogar schädlich für uns sind? Und da sind uns acht Prozent für die Kirche zu viel? Was für eine Art von Glauben ist das eigentlich? Was für eine Art von gesellschaftlicher Verantwortung zeigt man da vor seinen Kindern, seiner Familie und seinem sozialen Umfeld?

Nicht vergessen werden sollte hier auch, dass nach einem Austritt eine kirchliche Heirat, der Empfang der Sakramente und vieles andere, das man dann doch noch gerne haben möchte, nicht mehr möglich sind.

Manche fordern nun, dass man ähnlich wie in den USA oder anderen Ländern, freiwillige Beiträge der Kirchenglieder annehmen sollte. Schön und gut - nur dass es in den USA nach jahrhundertelanger Übung in christlichen Kreisen üblich ist, freiwillig und regelmäßig von seinem Einkommen und von seiner freien Zeit etwas zum Wohle der jeweiligen Kirche azugeben. Wenn man sich das Engagement und die Konsumenten- bzw. Anspruchshaltung vieler "Karteileichen" unserer Pfarreien ansieht, darf hier doch sehr gezweifelt werden, dass dies so einfach und problemlos bei uns der Fall wäre.

Hand auf's Herz:

Würden SIE monatlich mindestens acht Prozent ihres Einkimmens abgeben (die Bibel spricht übrigens von zehn Prozent, wobei wir uns bewusst sein sollten, dass wir hier an das Bruttoeinkommen denken sollten, da schließlich zuerst Gott und dann der Staat kommen sollte!)? Würden SIE sich monatlich für Ihren Glauben, Ihre Pfarrei und soziale Zwecke einsetzen? Wirklich? Tun Sie das denn jetzt schon? Wenn nicht, warum denn nicht?

Hinter der ganzen Diskussion um die Kirchensteuer und Kirchenaustritte stehen also manchmal - wenn auch nicht immer - ganz banale und wenig christliche bzw. verantwortungsvolle Motive.

(Quelle: u.a. "Der Neue Tag" vom 26./27.09.09)

Dominus Iesus

KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE

ERKLÄRUNG
 "DOMINUS IESUS"
ÜBER DIE EINZIGKEIT UND DIE HEILSUNIVERSALITÄT
JESU CHRISTI UND DER KIRCHE  

 EINLEITUNG 

1.  Bevor der Herr Jesus in den Himmel aufgefahren ist, hat er seinen Jüngern den Auftrag gegeben, der ganzen Welt das Evangelium zu verkünden und alle Völker zu taufen: »Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden« (Mk 16,15-16). »Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt« (Mt 28,18-20; vgl. auch Lk 24,46-48; Joh 17,18; 20,21; Apg 1,8).

Die universale Sendung der Kirche entspringt dem Auftrag Jesu Christi und verwirklicht sich durch die Jahrhunderte, indem das Mysterium Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, sowie das Mysterium der Menschwerdung des Sohnes als Heilsereignis für die ganze Menschheit verkündet wird. Dies sind die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubensbekenntnisses: »Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles erschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt. Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen. Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden. Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden, ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein. Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten, und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt«.1

2.  In allen Jahrhunderten hat die Kirche das Evangelium Jesu in Treue verkündet und bezeugt. Am Ende des zweiten christlichen Jahrtausends ist diese Sendung aber noch weit davon entfernt, vollendet zu sein.2 Deshalb ist heute der Ruf des heiligen Paulus über den missionarischen Auftrag jedes Getauften mehr denn je aktuell: »Wenn ich nämlich das Evangelium verkünde, kann ich mich deswegen nicht rühmen; denn ein Zwang liegt auf mir. Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!« (1 Kor 9,16). Dies erklärt die besondere Aufmerksamkeit, die das Lehramt der Begründung und Unterstützung des kirchlichen Evangelisierungsauftrags gewidmet hat, vor allem in Beziehung zu den religiösen Traditionen der Welt.3

In Anbetracht der Werte, die in diesen Traditionen bezeugt und der Menschheit angeboten werden, heißt es in der Konzilserklärung über die Beziehung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen offen und positiv: »Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet«.4 In Fortführung dieser Linie wird heute beim Auftrag der Kirche zur Verkündigung Jesu Christi, der »der Weg, die Wahrheit und das Leben« (Joh 14,6) ist, auch der interreligiöse Dialog gepflegt, der die missio ad gentes gewiss nicht ersetzt, sondern begleitet, wegen jenes Mysteriums der Einheit, aus dem folgt, »dass alle erlösten Menschen, wenngleich in Verschiedenheit, dennoch an dem einen und selben Geheimnis der Erlösung in Jesus Christus durch den Heiligen Geist teilhaben«.5 Dieser Dialog, der zum Evangelisierungsauftrag der Kirche gehört,6 führt zu einer Haltung des Verständnisses und zu einer Beziehung der gegenseitigen Kenntnis und der wechselseitigen Bereicherung, und zwar im Gehorsam gegenüber der Wahrheit und mit Respekt vor der Freiheit.7

3.  Die Praxis und die theoretische Vertiefung des Dialogs zwischen dem christlichen Glauben und den anderen religiösen Traditionen werfen neue Fragen auf, auf die man einzugehen versucht, indem man neue Wege der Forschung einschlägt, Vorschläge entwickelt und Verhaltensweisen anregt, die eines sorgfältigen Unterscheidungsvermögens bedürfen. Die vorliegende Erklärung möchte den Bischöfen, Theologen und allen katholischen Gläubigen zu dieser Thematik einige unumgängliche lehrmäßige Inhalte in Erinnerung rufen, die der theologischen Forschung helfen sollen, Lösungen zu entwickeln, die mit dem Glaubensgut übereinstimmen und auf die kulturellen Bedürfnisse unserer Zeit antworten.

Die darlegende Sprache der Erklärung entspricht ihrer Zielsetzung. Diese besteht nicht darin, in organischer Weise die Problematik über die Einzigkeit und die Heilsuniversalität Jesu Christi und der Kirche zu behandeln oder Lösungen zu den Fragen vorzulegen, die von den Theologen frei diskutiert werden. Die Erklärung will vielmehr die Lehre des katholischen Glaubens zu dieser Thematik erneut darlegen, zugleich einige wesentliche Probleme erwähnen, die für weitere Vertiefungen offen bleiben, und bestimmte irrige oder zweideutige Positionen zurückweisen. Aus diesem Grund greift die Erklärung auf die Lehre zurück, die in früheren Dokumenten des Lehramts vorgetragen wurde, und beabsichtigt, jene Wahrheiten zu bekräftigen, die zum Glaubensgut der Kirche gehören.

4.  Die immerwährende missionarische Verkündigung der Kirche wird heute durch relativistische Theorien gefährdet, die den religiösen Pluralismus nicht nur de facto, sondern auch de iure (oder prinzipiell) rechtfertigen wollen. In der Folge werden Wahrheiten als überholt betrachtet, wie etwa der endgültige und vollständige Charakter der Offenbarung Jesu Christi, die Natur des christlichen Glaubens im Verhältnis zu der inneren Uberzeugung in den anderen Religionen, die Inspiration der Bücher der Heiligen Schrift, die personale Einheit zwischen dem ewigen Wort und Jesus von Nazaret, die Einheit der Heilsordnung des fleischgewordenen Wortes und des Heiligen Geistes, die Einzigkeit und die Heilsuniversalität Jesu Christi, die universale Heilsmittlerschaft der Kirche, die Untrennbarkeit — wenn auch Unterscheidbarkeit — zwischen dem Reich Gottes, dem Reich Christi und der Kirche, die Subsistenz der einen Kirche Christi in der katholischen Kirche.

Die Wurzeln dieser Auffassungen sind in einigen Voraussetzungen philosophischer wie auch theologischer Natur zu suchen, die dem Verständnis und der Annahme der geoffenbarten Wahrheit entgegenstehen. Einige davon sind: die Überzeugung, dass die göttliche Wahrheit nicht fassbar und nicht aussprechbar ist, nicht einmal durch die christliche Offenbarung; die relativistische Haltung gegenüber der Wahrheit, weswegen das, was für die einen wahr ist, es nicht für andere wäre; der radikale Gegensatz, der zwischen der logischen Denkweise im Abendland und der symbolischen Denkweise im Orient besteht; der Subjektivismus jener, die den Verstand als einzige Quelle der Erkenntnis annehmen und so unfähig werden, »den Blick nach oben zu erheben, um das Wagnis einzugehen, zur Wahrheit des Seins zu gelangen«;8 die Schwierigkeit zu verstehen und anzunehmen, dass es in der Geschichte endgültige und eschatologische Ereignisse gibt; die metaphysische Entleerung des Ereignisses der Menschwerdung des ewigen Logos in der Zeit, die zu einer bloßen Erscheinung Gottes in der Geschichte verkürzt wird; der Eklektizismus jener, die in der theologischen Forschung Ideen übernehmen, die aus unterschiedlichen philosophischen und religiösen Strömungen stammen, ohne sich um deren Logik und systematischen Zusammenhang sowie deren Vereinbarkeit mit der christlichen Wahrheit zu kümmern; schließlich die Tendenz, die Heilige Schrift ohne Rücksicht auf die Überlieferung und das kirchliche Lehramt zu lesen und zu erklären.

Ausgehend von solchen Voraussetzungen, die in unterschiedlichen Nuancierungen zuweilen als Behauptungen, zuweilen als Hypothesen auftreten, werden theologische Vorschläge erarbeitet, in denen die christliche Offenbarung und das Mysterium Jesu Christi und der Kirche ihren Charakter als absolute und universale Heilswahrheit verlieren oder wenigstens mit einem Schatten des Zweifels und der Unsicherheit behaftet werden.

 

I. FÜLLE UND ENDGÜLTIGKEIT DER OFFENBARUNG JESU CHRISTI

5.  Um dieser relativistischen Mentalität, die sich immer mehr ausbreitet, Abhilfe zu schaffen, muss vor allem der endgültige und vollständige Charakter der Offenbarung Jesu Christi bekräftigt werden. Es ist nämlich fest zu glauben, dass im Mysterium Jesu Christi, des fleischgewordenen Sohnes Gottes, der »der Weg, die Wahrheit und das Leben« (Joh 14,6) ist, die Fülle der göttlichen Wahrheit geoffenbart ist: »Niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will« (Mt 11,27). »Niemand hat Gott je gesehen. Der einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht« (Joh 1,18). »Denn in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes. Durch ihn seid auch ihr davon erfüllt« (Kol 2,9-10).

In Treue zum Wort Gottes lehrt das Zweite Vatikanische Konzil: »Die Tiefe der durch diese Offenbarung über Gott und über das Heil des Menschen erschlossenen Wahrheit leuchtet uns auf in Christus, der zugleich der Mittler und die Fülle der ganzen Offenbarung ist«.9 Bekräftigend heißt es weiterhin: »Jesus Christus, das fleischgewordene Wort, als ”Mensch zu den Menschen“ gesandt, ”verkündet die Worte Gottes“ (Joh 3,34) und vollendet das Heilswerk, dessen Durchführung der Vater ihm aufgetragen hat (vgl. Joh 5,36; 17,4). Wer ihn sieht, sieht auch den Vater (vgl. Joh 14,9). Er ist es, der durch sein ganzes Dasein und seine ganze Erscheinung, durch Worte und Werke, durch Zeichen und Wunder, vor allem aber durch seinen Tod und seine herrliche Auferstehung von den Toten, schließlich durch die Sendung des Geistes der Wahrheit die Offenbarung erfüllt und abschließt und durch göttliches Zeugnis bekräftigt... Daher ist die christliche Heilsordnung, nämlich der neue und endgültige Bund, unüberholbar, und es ist keine neue öffentliche Offenbarung mehr zu erwarten vor der Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus in Herrlichkeit (vgl. 1 Tim 6,14 und Tit 2,13)«.10

Die Enzyklika Redemptoris missio bekräftigt, dass die Kirche die Aufgabe hat, das Evangelium als die Fülle der Wahrheit zu verkünden: »In diesem endgültigen Wort seiner Offenbarung hat Gott sich in vollendetster Weise der Welt zu erkennen gegeben: er hat der Menschheit mitgeteilt, wer er ist. Und diese endgültige Selbstoffenbarung Gottes ist der tiefste Grund, weshalb die Kirche ihrer Natur nach missionarisch ist. Sie kann nicht davon absehen, das Evangelium, d.h. die Fülle der Wahrheit, die Gott uns über sich selbst zur Kenntnis gebracht hat, zu verkünden«.11 Nur die Offenbarung Jesu Christi »führt also in unsere Geschichte eine universale und letzte Wahrheit ein, die den Verstand des Menschen dazu herausfordert, niemals stehenzubleiben«.12

6.  Im Gegensatz zum Glauben der Kirche steht deshalb die Meinung, die Offenbarung Jesu Christi sei begrenzt, unvollständig, unvollkommen und komplementär zu jener in den anderen Religionen. Der tiefste Grund dieser Meinung liegt in der Behauptung, dass die Wahrheit über Gott in seiner Globalität und Vollständigkeit von keiner geschichtlichen Religion, also auch nicht vom Christentum und nicht einmal von Jesus Christus, erfasst und kundgetan werden könne.

Diese Auffassung widerspricht radikal den vorausgehenden Glaubensaussagen, gemäß denen in Jesus Christus das Heilsmysterium Gottes ganz und vollständig geoffenbart ist. Die Worte und Werke und das ganze geschichtliche Ereignis Jesu haben nämlich, auch wenn sie als menschliche Wirklichkeiten begrenzt sind, als Quellgrund die göttliche Person des fleischgewordenen Wortes, »wahrhaft Gott und wahrhaft Mensch«,13 und bergen deshalb in sich endgültig und vollständig die Offenbarung der Heilswege Gottes, auch wenn die Tiefe des göttlichen Mysteriums an sich transzendent und unerschöpflich bleibt. Die Wahrheit über Gott wird durch ihre Aussage in menschlicher Sprache nicht beseitigt oder eingegrenzt. Sie bleibt vielmehr einzigartig, ganz und vollständig, denn derjenige, der spricht und handelt, ist der fleischgewordene Sohn Gottes. Aus diesem Grund verlangt der Glaube das Bekenntnis, dass das fleischgewordene Wort in seinem ganzen Mysterium, das von der Menschwerdung bis zur Verherrlichung reicht, der reale Quellgrund, wenn auch in Teilhabe am Vater, und die Erfüllung der ganzen Heilsoffenbarung Gottes an die Menschheit ist,14 und dass der Heilige Geist, der Geist Christi, die Apostel und durch sie die Kirche aller Zeiten diese »ganze Wahrheit« (Joh 16,13) lehrt.

7.  Die der Offenbarung Gottes entsprechende Antwort ist »der ”Gehorsam des Glaubens“ (Röm 1,5; vgl. Röm 16,26; 2 Kor 10,5-6). Darin überantwortet sich der Mensch Gott als ganzer in Freiheit, indem er sich ”dem offenbarenden Gott mit Verstand und Willen voll unterwirft“ und seiner Offenbarung willig zustimmt«.15 Der Glaube ist ein Geschenk der Gnade: »Dieser Glaube kann nicht vollzogen werden ohne die zuvorkommende und helfende Gnade Gottes und ohne den inneren Beistand des Heiligen Geistes, der das Herz bewegen und Gott zuwenden, die Augen des Verstandes öffnen und ”es jedem leicht machen muss, der Wahrheit zuzustimmen und zu glauben“«.16

Der Gehorsam des Glaubens führt zur Annahme der Wahrheit der Offenbarung Christi, die von Gott, der Wahrheit selbst, verbürgt ist:17 »Der Glaube ist eine persönliche Bindung des Menschen an Gott und zugleich, untrennbar davon, freie Zustimmung zu der ganzen von Gott geoffenbarten Wahrheit«.18 Der Glaube, der »ein Geschenk Gottes« und »eine von ihm eingegossene übernatürliche Tugend«19 ist, führt also zu einer doppelten Zustimmung: zu Gott, der offenbart, und zur Wahrheit, die von ihm geoffenbart ist, wegen des Vertrauens, das der offenbarenden Person entgegengebracht wird. Deshalb sollen wir »an niemand anderen glauben als an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist«.20

Deshalb muss mit Festigkeit an der Unterscheidung zwischen dem theologalen Glauben und der inneren Überzeugung in den anderen Religionen festgehalten werden. Der Glaube ist die gnadenhafte Annahme der geoffenbarten Wahrheit, die es gestattet, »in das Innere des Mysteriums einzutreten, dessen Verständnis er in angemessener Weise begünstigt«.21 Die innere Überzeugung in den anderen Religionen ist hingegen jene Gesamtheit an Erfahrungen und Einsichten, welche die menschlichen Schätze der Weisheit und Religiosität ausmachen, die der Mensch auf seiner Suche nach der Wahrheit in seiner Beziehung zum Göttlichen und Absoluten ersonnen und verwirklicht hat.22

Nicht immer wird diese Unterscheidung in der gegenwärtigen Diskussion präsent gehalten. Der theologale Glaube, die Annahme der durch den einen und dreifaltigen Gott geoffenbarten Wahrheit, wird deswegen oft gleichgesetzt mit der inneren Überzeugung in den anderen Religionen, mit religiöser Erfahrung also, die noch auf der Suche nach der absoluten Wahrheit ist und der die Zustimmung zum sich offenbarenden Gott fehlt. Darin liegt einer der Gründe für die Tendenz, die Unterschiede zwischen dem Christentum und den anderen Religionen einzuebnen, ja manchmal aufzuheben.

8.  Es wird auch die Hypothese vom inspirierten Wert der heiligen Schriften anderer Religionen aufgestellt. Gewiss ist anzuerkennen, dass viele Elemente in ihnen faktisch Mittel sind, durch die eine große Zahl von Personen im Laufe der Jahrhunderte ihre religiöse Lebensbeziehung mit Gott nähren und bewahren konnten und noch heute können. Wie bereits erwähnt, hat deshalb das Zweite Vatikanische Konzil gesagt, dass die Lebensweisen, die Vorschriften und die Lehren der anderen Religionen »zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber [die Kirche] für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet«.23

Die Überlieferung der Kirche gebraucht jedoch die Bezeichnung inspirierte Schriften nur für die kanonischen Bücher des Alten und des Neuen Bundes, insofern sie vom Heiligen Geist inspiriert sind.24 Das Zweite Vatikanische Konzil greift in der dogmatischen Konstitution über die göttliche Offenbarung diese Überlieferung auf und lehrt: »Aufgrund apostolischen Glaubens gelten unserer heiligen Mutter, der Kirche, die Bücher des Alten wie des Neuen Testamentes in ihrer Ganzheit mit allen ihren Teilen als heilig und kanonisch, weil sie, unter der Einwirkung des Heiligen Geistes geschrieben (vgl. Joh 20,31; 2 Tim 3,16; 2 Petr 1,19-21; 3,15-16), Gott zum Urheber haben und als solche der Kirche übergeben sind«.25 Diese Bücher »lehren sicher, getreu und ohne Irrtum die Wahrheit, die Gott um unseres Heiles willen in heiligen Schriften aufgezeichnet haben wollte«.26

Weil aber Gott alle Völker in Christus zu sich rufen und ihnen die Fülle seiner Offenbarung und seiner Liebe mitteilen will, hört er nicht auf, sich auf vielfältige Weise gegenwärtig zu machen, »nicht nur dem einzelnen, sondern auch den Völkern im Reichtum ihrer Spiritualität, die in den Religionen ihren vorzüglichen und wesentlichen Ausdruck findet, auch wenn sie ”Lücken, Unzulänglichkeiten und Irrtümer“ enthalten«.27 Die heiligen Bücher anderer Religionen, die faktisch das Leben ihrer Anhänger nähren und leiten, erhalten also vom Mysterium Christi jene Elemente des Guten und der Gnade, die in ihnen vorhanden sind.

 

II. DER FLEISCHGEWORDENE LOGOS 
UND DER HEILIGE GEIST IM HEILSWERK

9.  In der gegenwärtigen theologischen Diskussion wird Jesus von Nazaret oft als eine besondere historische Gestalt angesehen, die begrenzt ist und das Göttliche in einem Maß geoffenbart hat, das nicht exklusiv ist, sondern komplementär zu anderen Offenbarungs- und Heilsgestalten. Das Unendliche, das Absolute, das letzte Mysterium Gottes zeige sich der Menschheit in vielen Weisen und in vielen historischen Gestalten, Jesus von Nazaret sei eine von ihnen. Er sei — so noch konkreter — eines von den vielen Gesichtern, das der Logos im Laufe der Zeit angenommen habe, um der Menschheit das Heil zu vermitteln.

Um einerseits die Universalität des christlichen Heils und andererseits die Tatsache des religiösen Pluralismus zu rechtfertigen, wird darüber hinaus unterschieden zwischen einer Heilsordnung des ewigen Wortes, die auch außerhalb der Kirche und ohne Beziehung zu ihr gelte, und einer Heilsordnung des fleischgewordenen Wortes. Die erstgenannte Heilsordnung sei universaler als die zweite, die sich auf die Christen allein beschränke, auch wenn Gott in ihr in reicherem Maß gegenwärtig sei.

10.  Diese Ansichten sind dem christlichen Glauben gänzlich entgegengesetzt. Es ist nämlich fest zu glauben, dass Jesus von Nazaret, der Sohn Marias, und nur er, der Sohn und das Wort des Vaters ist. Das Wort, das »im Anfang bei Gott war« (Joh 1,2), ist dasselbe, das »Fleisch geworden ist« (Joh 1,14). Jesus ist »der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes« (Mt 16,16); »in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes« (Kol 2,9). Er ist »der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht« (Joh 1,18). »Durch ihn haben wir die Erlösung... Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, um durch ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut« (Kol 1,13.19-20).

Um irrige und verkürzende Interpretationen zurückzuweisen, hat das erste Konzil von Nizäa in Treue zur Heiligen Schrift feierlich den Glauben definiert an »Jesus Christus, den Sohn Gottes, als Einziggeborener aus dem Vater gezeugt, das heißt aus der Substanz des Vaters, Gott aus Gott, Licht aus Licht, wahrer Gott aus wahrem Gott, gezeugt, nicht geschaffen, wesensgleich dem Vater, durch den alles geworden ist, was im Himmel und was auf der Erde ist, der wegen uns Menschen und um unseres Heiles willen herabgestiegen und Fleisch und Mensch geworden ist, gelitten hat und auferstanden ist am dritten Tage, hinaufgestiegen ist in die Himmel und kommt, Lebende und Tote zu richten«.28 In der Nachfolge der Lehre der Väter bekannte auch das Konzil von Chalkedon »unseren Herrn Jesus Christus als ein und denselben Sohn: derselbe ist vollkommen in der Gottheit und derselbe ist vollkommen in der Menschheit; derselbe ist wahrhaft Gott und wahrhaft Mensch...; derselbe ist der Gottheit nach dem Vater wesensgleich und der Menschheit nach uns wesensgleich...; derselbe wurde einerseits der Gottheit nach vor den Zeiten aus dem Vater gezeugt, andererseits der Menschheit nach in den letzten Tagen unsertwegen und um unseres Heiles willen aus Maria, der Jungfrau und Gottesgebärerin, geboren«.29

Das Zweite Vatikanische Konzil bekräftigt, dass Christus, »der neue Adam«, »das Ebenbild des unsichtbaren Gottes« (Kol 1,15), »der vollkommene Mensch ist, der den Söhnen Adams die Gottebenbildlichkeit wiedergab, die von der ersten Sünde her verunstaltet war... Als unschuldiges Lamm hat er freiwillig sein Blut vergossen und uns Leben erworben. In ihm hat Gott uns mit sich und untereinander versöhnt und der Knechtschaft des Teufels und der Sünde entrissen. So kann jeder von uns mit dem Apostel sagen: Der Sohn Gottes hat ”mich geliebt und sich für mich hingegeben“ (Gal 2,20)«.30

In diesem Zusammenhang hat Johannes Paul II. ausdrücklich erklärt: »Es widerspricht dem christlichen Glauben, wenn man eine wie auch immer geartete Trennung zwischen dem Wort und Jesus Christus einführt... Jesus ist das fleischgewordene Wort, eine einzige und unteilbare Person... Christus ist kein anderer als Jesus von Nazaret, und dieser ist das Wort Gottes, das für das Heil aller Mensch geworden ist... Während wir darangehen, die von Gott jedem Volk zugeteilten Gaben aller Art, insbesondere die geistigen Reichtümer, zu entdecken und aufzuwerten, können wir diese Gaben nicht trennen von Jesus Christus, der im Zentrum des göttlichen Heilsplanes steht«.31

Im Gegensatz zum katholischen Glauben steht auch die Trennung zwischen dem Heilswirken des Logos als solchem und dem Heilswirken des Wortes, das Fleisch geworden ist. Mit der Inkarnation werden alle Heilstaten des Wortes Gottes immer in Einheit mit seiner menschlichen Natur vollbracht, die es zum Heil aller Menschen angenommen hat. Das einzige Subjekt, das in beiden Naturen — der göttlichen und der menschlichen — handelt, ist die einzige Person des Wortes.32

Nicht vereinbar mit der Lehre der Kirche ist deshalb die Theorie, die dem Logos als solchem in seiner Gottheit ein Heilswirken zuschreibt, das er — auch nach der Inkarnation — »über« oder »jenseits« seiner Menschheit ausübe.33

11.  In ähnlicher Weise ist auch fest zu glauben, dass es nur eine einzige, vom einen und dreifaltigen Gott gewollte Heilsordnung gibt, deren Quellgrund und Mitte das Mysterium der Fleischwerdung des Wortes ist, des Mittlers der göttlichen Gnade in der Schöpfungs- und in der Erlösungsordnung (vgl. Kol 1,15-20), in dem alles vereint ist (vgl. Eph 1,10), »den Gott für uns zur Weisheit gemacht hat, zur Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung« (1 Kor 1,30). Das Mysterium Christi hat eine innere Einheit, die sich von seiner ewigen Erwählung in Gott bis zur Wiederkunft erstreckt: »In ihm hat er [der Vater] uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott« (Eph 1,4). »Durch ihn sind wir auch als Erben vorherbestimmt und eingesetzt nach dem Plan dessen, der alles so verwirklicht, wie er es in seinem Willen beschließt« (Eph 1,11). »Denn alle, die er im voraus erkannt hat, hat er auch im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene von vielen Brüdern sei. Die aber, die er vorausbestimmt hat, hat er auch berufen, und die er berufen hat, hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht« (Röm 8,29-30).

In Treue zur göttlichen Offenbarung bekräftigt das Lehramt der Kirche, dass Jesus Christus der universale Mittler und Erlöser ist: »Gottes Wort, durch das alles geschaffen ist, ist selbst Fleisch geworden, um in vollkommenem Menschsein alle zu retten und das All zusammenzufassen... Ihn hat der Vater von den Toten auferweckt, erhöht und zu seiner Rechten gesetzt; ihn hat er zum Richter der Lebendigen und Toten bestellt«.34 Diese Heilsmittlerschaft beinhaltet auch die Einzigkeit des Erlösungsopfers Christi, des ewigen Hohenpriesters (vgl. Hebr 6,20; 9,11; 10,12-14).

12.  Von einigen wird auch die Hypothese einer Heilsordnung des Heiligen Geistes vertreten, die einen universaleren Charakter habe als die Heilsordnung des fleischgewordenen, gekreuzigten und auferstandenen Herrn. Auch diese Behauptung widerspricht dem katholischen Glauben, der vielmehr die Inkarnation des Wortes zu unserem Heil als ein trinitarisches Ereignis betrachtet. Im Neuen Testament ist das Mysterium Jesu, des fleischgewordenen Wortes, der Ort der Gegenwart des Heiligen Geistes und das Prinzip seiner Aussendung über die Menschheit, und zwar nicht nur in der messianischen Zeit (vgl. Apg 2,32-36; Joh 7,39; 20,22; 1 Kor 15,45), sondern auch in der Zeit vor seinem Eintreten in die Geschichte (vgl. 1 Kor 10,4; 1 Petr 1,10-12).

Das Zweite Vatikanische Konzil hat diese grundlegende Wahrheit dem Glaubensbewusstsein der Kirche erneut eingeschärft. In der Darlegung des Heilsplanes des Vater für die ganze Menschheit hat das Konzil das Mysterium Christi und das Mysterium des Geistes von Anfang an eng miteinander verbunden.35 Das ganze Werk der Auferbauung der Kirche durch das Haupt Jesus Christus im Laufe der Jahrhunderte wird als ein Werk gesehen, das er in Gemeinschaft mit seinem Geist vollbringt.36

Außerdem erstreckt sich das Heilswirken Jesu Christi mit und durch seinen Geist über die sichtbaren Grenzen der Kirche hinaus auf die ganze Menschheit. Im Hinblick auf das Paschamysterium, in dem Christus schon jetzt mit dem Glaubenden eine Lebensgemeinschaft im Geist bildet und ihm die Hoffnung auf die Auferstehung schenkt, lehrt das Konzil: »Dies gilt nicht nur für die Christgläubigen, sondern für alle Menschen guten Willens, in deren Herzen die Gnade unsichtbar wirkt. Da nämlich Christus für alle gestorben ist und da es in Wahrheit nur eine letzte Berufung des Menschen gibt, die göttliche, müssen wir festhalten, dass der Heilige Geist allen die Möglichkeit anbietet, diesem Paschamysterium in einer Gott bekannten Weise verbunden zu sein«.37

Es ist also klar, dass das Heilsmysterium des fleischgewordenen Wortes mit dem Heilsmysterium des Geistes verbunden ist. Der Geist lässt den heilshaften Einfluss des menschgewordenen Sohnes im Leben aller Menschen Wirklichkeit werden, die von Gott zu einem einzigen Ziel berufen sind, ob sie der Menschwerdung des Wortes vorausgegangen sind oder nach seinem Kommen in die Geschichte leben: sie alle werden vom Geist des Vaters bewegt, den der Menschensohn unbegrenzt gibt (vgl. Joh 3,34).

Deshalb hat das Lehramt der Kirche jüngst mit Festigkeit und Klarheit die Wahrheit in Erinnerung gerufen, dass es nur eine einzige göttliche Heilsordnung gibt: »Die Gegenwart und das Handeln des Geistes berühren nicht nur einzelne Menschen, sondern auch die Gesellschaft und die Geschichte, die Völker, die Kulturen, die Religionen... Der auferstandene Christus wirkt im Herzen der Menschen in der Kraft seines Geistes... Und nochmals: es ist der Geist, der ”die Samen des Wortes“ aussät, die in den Riten und Kulturen da sind und der sie für ihr Heranreifen in Christus bereit macht«.38 Das Lehramt anerkennt die heilsgeschichtliche Funktion des Geistes im ganzen Universum und in der ganzen Geschichte der Menschheit,39 bekräftigt jedoch zugleich: »Es ist derselbe Geist, der bei der Menschwerdung, im Leben, im Tode und bei der Auferstehung Jesu mitgewirkt hat und der in der Kirche wirkt. Er ist nicht eine Alternative zu Christus, er füllt nicht eine Lücke aus zwischen Christus und dem Logos, wie manchmal angenommen wird. Was immer der Geist im Herzen der Menschen und in der Geschichte der Völker, in den Kulturen und Religionen bewirkt, hat die Vorbereitung der Verkündigung zum Ziel und geschieht in bezug auf Christus, das durch das Wirken des Geistes fleischgewordene Wort, ”um ihn zu erwirken, den vollkommenen Menschen, das Heil aller und die Zusammenführung des Universums“«.40

Das Wirken des Geistes geschieht also nicht außerhalb oder neben dem Wirken Christi. Es gibt nur die eine Heilsordnung des einen und dreifaltigen Gottes, die im Mysterium der Inkarnation, des Todes und der Auferstehung des Sohnes Gottes Wirklichkeit wird und die durch die Mitwirkung des Heiligen Geistes vergegenwärtigt und in ihrer Heilsbedeutung auf die ganze Menschheit und das Universum ausgedehnt wird: »Die Menschen können demnach mit Gott nicht in Verbindung kommen, wenn es nicht durch Jesus Christus unter Mitwirkung des Geistes geschieht«.41

 

III. EINZIGKEIT UND UNIVERSALITÄT 
DES HEILSMYSTERIUMS JESU CHRISTI

13.  Gemäß einer wiederholt vertretenen Auffassung wird auch die Einzigkeit und die Heilsuniversalität des Mysteriums Jesu Christi geleugnet. Diese Auffassung hat keinerlei biblische Grundlage. Es gehört nämlich zum beständigen Glaubensgut der Kirche und ist fest zu glauben, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, der Herr und der einzige Erlöser ist, der durch seine Menschwerdung, seinen Tod und seine Auferstehung die Heilsgeschichte, die in ihm ihre Fülle und ihren Mittelpunkt findet, zur Vollendung gebracht hat.

Dies wird klar durch die neutestamentlichen Zeugnisse bestätigt: »Der Vater hat den Sohn gesandt als den Retter der Welt« (1 Joh 4,14). »Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt« (Joh 1,29). Zur Rechtfertigung der im Namen Jesu erfolgten Heilung des Mannes, der von Geburt an gelähmt war (vgl. Apg 3,1-8), verkündet Petrus: »In keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen« (Apg 4,12). Derselbe Apostel bezeugt, dass Jesus Christus »der Herr aller« ist, »der von Gott eingesetzte Richter der Lebenden und der Toten«, weshalb »jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen die Vergebung der Sünden empfängt« (Apg 10,36.42.43).

Paulus schreibt an die Gemeinde von Korinth: »Selbst wenn es im Himmel oder auf der Erde sogenannte Götter gibt — und solche Götter und Herren gibt es viele —, so haben doch wir nur einen Gott, den Vater. Von Ihm stammt alles, und wir leben auf ihn hin. Und einer ist der Herr: Jesus Christus. Durch ihn ist alles, und wir sind durch ihn« (1 Kor 8,5-6). Auch der Apostel Johannes bestätigt: »Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird« (Joh 3,16-17). Im Neuen Testament wird der universale Heilswille Gottes eng an die einzige Mittlerschaft Christi gebunden: »Er [Gott] will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Denn: Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Christus Jesus, der sich als Lösegeld hingegeben hat für alle« (1 Tim 2,4-6).

Die ersten Christen waren sich dieser einzigartigen und universalen, vom Vater durch Jesus Christus im Geist angebotenen Heilsgabe bewusst. Sie wandten sich an Israel und verwiesen auf die Vollendung des Heils, das über das Gesetz hinausgeht. Sie traten auch der damaligen heidnischen Welt entgegen, die durch eine Vielzahl von Heilsgöttern nach der Erlösung strebte. Dieses Glaubensgut hat das Lehramt der Kirche wiederum vorgelegt: »Die Kirche glaubt: Christus, der für alle starb und auferstand (vgl. 2 Kor 5,15), schenkt dem Menschen Licht und Kraft durch seinen Geist, damit er seiner höchsten Berufung nachkommen kann; es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem sie gerettet werden sollen (vgl. Apg 4,12). Sie glaubt ferner, dass in ihrem Herrn und Meister der Schlüssel, der Mittelpunkt und das Ziel der ganzen Menschheitsgeschichte gegeben ist«.42

14.  Es ist deshalb als Wahrheit des katholischen Glaubens fest zu glauben, dass der universale Heilswille des einen und dreifaltigen Gottes ein für allemal im Mysterium der Inkarnation, des Todes und der Auferstehung des Sohnes Gottes angeboten und Wirklichkeit geworden ist.

Unter Beachtung dieses Glaubenssatzes ist die Theologie heute eingeladen, über das Vorhandensein anderer religiöser Erfahrungen und ihrer Bedeutung im Heilsplan Gottes nachzudenken und zu erforschen, ob und wie auch Gestalten und positive Elemente anderer Religionen zum göttlichen Heilsplan gehören können. In diesem Bereich gibt es für die theologische Forschung unter Führung des Lehramtes der Kirche ein weites Arbeitsfeld. Das Zweite Vatikanische Konzil hat nämlich festgestellt, dass »die Einzigkeit der Mittlerschaft des Erlösers im geschöpflichen Bereich eine unterschiedliche Teilnahme an der einzigen Quelle in der Mitwirkung nicht ausschließt, sondern sie erweckt«.43 Es bedarf einer vertieften Anstrengung zu ergründen, was diese teilhabende Mittlerschaft bedeutet, die jedoch immer vom Prinzip der einzigen Mittlerschaft Christi normiert bleiben muss: »Andere Mittlertätigkeiten verschiedener Art und Ordnung, die an seiner Mittlerschaft teilhaben, werden nicht ausgeschlossen, aber sie haben Bedeutung und Wert allein in Verbindung mit der Mittlerschaft Christi und können nicht als gleichrangig und komplementär betrachtet werden«.44 Im Gegensatz zum christlichen und katholischen Glauben stehen jedoch Lösungsvorschläge, die ein Heilswirken Gottes außerhalb der einzigen Mittlerschaft Christi annehmen.

15.  Nicht selten wird der Vorschlag gemacht, in der Theologie Ausdrücke wie »Einzigkeit«, »Universalität« oder »Absolutheit« zu vermeiden, weil dadurch der Eindruck entstünde, die Bedeutung und der Wert des Heilsereignisses Jesu Christi würde gegenüber den anderen Religionen in übertriebener Weise betont. In Wirklichkeit bringen diese Worte nur die Treue zum Offenbarungsgut zum Ausdruck, weil sie sich aus den Glaubensquellen selbst ergeben. Von Anfang an hat die Gemeinschaft der Gläubigen Jesus eine Heilsbedeutung zuerkannt, gemäß der er allein — als menschgewordener, gekreuzigter und auferstandener Sohn Gottes — durch die Sendung, die er vom Vater erhalten hat, und in der Kraft des Heiligen Geistes das Ziel hat, der ganzen Menschheit und jedem Menschen die Offenbarung (vgl. Mt 11,27) und das göttliche Leben (vgl. Joh 1,12; 5,25-26; 17,2) zu schenken.

In diesem Sinn kann und muss man sagen, dass Jesus Christus für das Menschengeschlecht und seine Geschichte eine herausragende und einmalige, nur ihm eigene, ausschließliche, universale und absolute Bedeutung und Wichtigkeit hat. Jesus ist nämlich das Wort Gottes, das für das Heil aller Mensch geworden ist. Das Zweite Vatikanische Konzil greift dieses Glaubensbewusstsein auf und lehrt: »Gottes Wort, durch das alles geschaffen ist, ist selbst Fleisch geworden, um in vollkommenem Menschsein alle zu retten und das All zusammenzufassen. Der Herr ist das Ziel der menschlichen Geschichte, der Punkt auf den hin alle Bestrebungen der Geschichte und der Kultur konvergieren, der Mittelpunkt der Menschheit, die Freude aller Herzen und die Erfüllung ihrer Sehnsüchte. Ihn hat der Vater von den Toten auferweckt, erhöht und zu seiner Rechten gesetzt; ihn hat er zum Richter der Lebendigen und Toten bestellt«.45 »Gerade diese Einzigartigkeit Christi ist es, die ihm eine absolute und universale Bedeutung verleiht, durch die er, obwohl selbst Teil der Geschichte, Mitte und Ziel der Geschichte selbst ist: ”Ich bin das Alpha und das Omega, der erste und der letzte, der Anfang und das Ende“ (Offb 22,13)«.46

 

IV. EINZIGKEIT UND EINHEIT DER KIRCHE

16.  Der Herr Jesus, der einzige Erlöser, hat nicht eine bloße Gemeinschaft von Gläubigen gestiftet. Er hat die Kirche als Heilsmysterium gegründet: Er selbst ist in der Kirche und die Kirche ist in ihm (vgl. Joh 15,1ff.; Gal 3,28; Eph 4,15-16; Apg 9,5); deswegen gehört die Fülle des Heilsmysteriums Christi auch zur Kirche, die untrennbar mit ihrem Herrn verbunden ist. Denn Jesus Christus setzt seine Gegenwart und sein Heilswerk in der Kirche und durch die Kirche fort (vgl. Kol 1,24-27),47 die sein Leib ist (vgl. 1 Kor 12,12-13.27; Kol 1,18).48 Wie das Haupt und die Glieder eines lebendigen Leibes zwar nicht identisch sind, aber auch nicht getrennt werden können, dürfen Christus und die Kirche nicht miteinander verwechselt, aber auch nicht voneinander getrennt werden. Sie bilden zusammen den einzigen »ganzen Christus«.49 Diese Untrennbarkeit kommt im Neuen Testament auch durch die Analogie der Kirche als der Braut Christi zum Ausdruck (vgl. 2 Kor 11,2; Eph 5,25-29; Offb 21,2.9).50

Deshalb muss in Verbindung mit der Einzigkeit und der Universalität der Heilsmittlerschaft Jesu Christi die Einzigkeit der von ihm gestifteten Kirche als Wahrheit des katholischen Glaubens fest geglaubt werden. Wie es nur einen einzigen Christus gibt, so gibt es nur einen einzigen Leib Christi, eine einzige Braut Christi: »die eine alleinige katholische und apostolische Kirche«.51 Die Verheißungen des Herrn, seine Kirche nie zu verlassen (vgl. Mt 16,18; 28,20) und sie mit seinem Geist zu führen (vgl. Joh 16,13), beinhalten darüber hinaus nach katholischem Glauben, dass die Einzigkeit und die Einheit der Kirche sowie alles, was zu ihrer Integrität gehört, niemals zerstört werden.52

Die Gläubigen sind angehalten zu bekennen, dass es eine geschichtliche, in der apostolischen Sukzession verwurzelte Kontinuität53 zwischen der von Christus gestifteten und der katholischen Kirche gibt: »Dies ist die einzige Kirche Christi... Sie zu weiden, hat unser Erlöser nach seiner Auferstehung dem Petrus übertragen (vgl. Joh 21,17), ihm und den übrigen Aposteln hat er ihre Ausbreitung und Leitung anvertraut (vgl. Mt 28,18ff.), für immer hat er sie als ”die Säule und das Fundament der Wahrheit“ (1 Tim 3,15) errichtet. Diese Kirche, in dieser Welt als Gesellschaft verfasst und geordnet, ist verwirklicht [subsistit in] in der katholischen Kirche, die vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird«.54 Mit dem Ausdruck »subsistit in« wollte das Zweite Vatikanische Konzil zwei Lehrsätze miteinander in Einklang bringen: auf der einen Seite, dass die Kirche Christi trotz der Spaltungen der Christen voll nur in der katholischen Kirche weiterbesteht, und auf der anderen Seite, »dass außerhalb ihres sichtbaren Gefüges vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden sind«,55 nämlich in den Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, die nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen.56 Bezüglich dieser Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften ist festzuhalten, dass »deren Wirksamkeit sich von der der katholischen Kirche anvertrauten Fülle der Gnade und Wahrheit herleitet«.57

17.  Es gibt also eine einzige Kirche Christi, die in der katholischen Kirche subsistiert und vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird.58 Die Kirchen, die zwar nicht in vollkommener Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, aber durch engste Bande, wie die apostolische Sukzession und die gültige Eucharistie, mit ihr verbunden bleiben, sind echte Teilkirchen.59 Deshalb ist die Kirche Christi auch in diesen Kirchen gegenwärtig und wirksam, obwohl ihnen die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche fehlt, insofern sie die katholische Lehre vom Primat nicht annehmen, den der Bischof von Rom nach Gottes Willen objektiv innehat und über die ganze Kirche ausübt.60

Die kirchlichen Gemeinschaften hingegen, die den gültigen Episkopat und die ursprüngliche und vollständige Wirklichkeit des eucharistischen Mysteriums nicht bewahrt haben,61 sind nicht Kirchen im eigentlichen Sinn; die in diesen Gemeinschaften Getauften sind aber durch die Taufe Christus eingegliedert und stehen deshalb in einer gewissen, wenn auch nicht vollkommenen Gemeinschaft mit der Kirche.62 Die Taufe zielt nämlich hin auf die volle Entfaltung des Lebens in Christus durch das vollständige Bekenntnis des Glaubens, die Eucharistie und die volle Gemeinschaft in der Kirche.63

»Daher dürfen die Christgläubigen sich nicht vorstellen, die Kirche Christi sei nichts anderes als eine gewisse Summe von Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften — zwar getrennt, aber noch irgendwie eine; und es steht ihnen keineswegs frei anzunehmen, die Kirche Christi bestehe heute in Wahrheit nirgendwo mehr, sondern sei nur als ein Ziel zu betrachten, das alle Kirchen und Gemeinschaften suchen müssen«.64 In Wirklichkeit »existieren die Elemente dieser bereits gegebenen Kirche in ihrer ganzen Fülle in der katholischen Kirche und noch nicht in dieser Fülle in den anderen Gemeinschaften«.65 Deswegen »sind diese getrennten Kirchen und Gemeinschaften trotz der Mängel, die ihnen nach unserem Glauben anhaften, nicht ohne Bedeutung und Gewicht im Geheimnis des Heiles. Denn der Geist Christi hat sich gewürdigt, sie als Mittel des Heiles zu gebrauchen, deren Wirksamkeit sich von der der katholischen Kirche anvertrauten Fülle der Gnade und Wahrheit herleitet«.66

Die fehlende Einheit unter den Christen ist gewiss eine Wunde für die Kirche; doch nicht in dem Sinn, dass ihre Einheit nicht da wäre, sondern »insofern es sie hindert, ihre Universalität in der Geschichte voll zu verwirklichen«.67

 

V. KIRCHE, REICH GOTTES UND REICH CHRISTI

18.  Die Kirche ist gesandt, »das Reich Christi und Gottes anzukündigen und in allen Völkern zu begründen. So stellt sie Keim und Anfang dieses Reiches auf Erden dar«.68 Auf der einen Seite ist die Kirche »Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit«;69 sie ist darum Zeichen und Werkzeug für das Reich, sie ist gerufen, es zu verkünden und zu begründen. Auf der anderen Seite ist die Kirche »das von der Einheit des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes her geeinte Volk«;70 sie ist also »das im Mysterium schon gegenwärtige Reich Christi«71 und bildet deshalb seinen Keim und seinen Anfang. Das Reich Gottes hat eine eschatologische Dimension: es ist eine in der Zeit gegenwärtige Wirklichkeit, aber seine volle Verwirklichung wird erst mit dem Ende bzw. der Erfüllung der Geschichte kommen.72

Von den biblischen Texten und den patristischen Zeugnissen wie auch von den Dokumenten des Lehramts der Kirche kann man für die Ausdrücke Himmelreich, Reich Gottes und Reich Christi keine ganz eindeutigen Bedeutungsinhalte ableiten, auch nicht von ihrer Beziehung zur Kirche, die selbst Mysterium ist und nicht gänzlich mit einem menschlichen Begriff erfasst werden kann. Es sind deswegen verschiedene theologische Erklärungen dieser Themen zulässig. Keine dieser möglichen Erklärungen darf jedoch die innige Verbundenheit zwischen Christus, dem Reich und der Kirche leugnen oder in irgendeiner Weise aushöhlen. In Wirklichkeit kann »das Reich Gottes, wie wir es von der Offenbarung her kennen, weder von Christus noch von der Kirche losgelöst werden... Wenn man das Reich von der Person Jesu trennt, hat man nicht mehr das von ihm geoffenbarte Reich Gottes, man verkehrt schließlich entweder den Sinn des Reiches, das ein rein menschliches oder ideologisches Objekt zu werden droht, oder man verfälscht die Identität Christi, der nicht mehr als der Herr, dem alles unterzuordnen ist, erscheint (vgl. 1 Kor 15,27). Ebenso kann man das Reich nicht von der Kirche loslösen. Gewiss, sie ist nicht selbst Ziel, da sie auf das Reich Gottes hingeordnet ist, dessen Wirklichkeit sie keimhaft und zeichenhaft darstellt und dessen Werkzeug sie ist. Aber bei aller Unterscheidung zwischen Kirche einerseits und Christus und Reich andererseits, bleibt die Kirche doch untrennbar mit beiden verbunden«.73

19.  Die untrennbare Beziehung zwischen Kirche und Reich bekräftigen, heißt aber nicht vergessen, dass das Reich Gottes — auch wenn es in seiner geschichtlichen Phase betrachtet wird — nicht mit der Kirche in ihrer sichtbaren und gesellschaftlichen Wirklichkeit identisch ist. Es ist nämlich nicht richtig, wenn man das Werk Christi und des Geistes »auf ihre [der Kirche] sichtbaren Grenzen einengt«.74 Man muss deshalb auch berücksichtigen, dass »das Reich alle einbezieht: die einzelnen, die Gesellschaft, die ganze Welt. Für das Reich wirken bedeutet Anerkennung und Förderung der göttlichen Dynamik, die in der Geschichte der Menschheit anwesend ist und sie umformt. Das Reich aufbauen bedeutet arbeiten zur Befreiung vom Übel in allen seinen Formen. Das Reich Gottes ist letztlich die Offenbarung und Verwirklichung seiner Heilsabsicht in ganzer Fülle«.75

In der Erörterung der Beziehungen zwischen Reich Gottes, Reich Christi und Kirche ist es indes notwendig, einseitige Akzentuierungen zu vermeiden, was bei jenen Ansichten der Fall ist, »die eindeutig den Akzent auf das Reich legen und sich als ”reich-zentriert“ bezeichnen. Sie wollen das Bild einer Kirche entwerfen, die nicht an sich selbst denkt, die vielmehr ganz damit befasst ist, Zeugnis vom Reich zu geben und ihm zu dienen. Sie ist eine ”Kirche für die anderen“, so sagt man, wie Christus der ”Mensch für die anderen“ ist... Neben positiven Aspekten bieten diese Auffassungen oft negative Seiten. Insbesondere übergehen sie die Person Christi mit Schweigen: das Reich, von dem sie sprechen, gründet sich auf eine ”Theozentrik“, weil — wie sie sagen — Christus von jenen nicht verstanden werden kann, die nicht den christlichen Glauben haben, während verschiedene Völker, Kulturen und Religionen in einer einzigen göttlichen Wirklichkeit, wie immer diese genannt werden mag, sich wiederfinden können. Aus dem gleichen Grund geben sie dem Geheimnis der Schöpfung den Vorzug, das sich in der Verschiedenheit der Kulturen und religiösen Anschauungen widerspiegelt, sagen aber nichts über das Geheimnis der Erlösung. Darüber hinaus erliegt das Reich, wie sie es verstehen, der Gefahr, die Kirche an den Rand zu drängen oder sie unterzubewerten, als Reaktion auf eine vermeintliche ”Ekklesiozentrik“ in der Vergangenheit, und weil sie die Kirche als bloßes Zeichen betrachten, das im übrigen nicht frei ist von Zweideutigkeiten«.76 Solche Auffassungen widersprechen dem katholischen Glauben, weil sie die einzigartige Beziehung leugnen, die zwischen Christus, der Kirche und dem Reich Gottes besteht.

 

VI. DIE KIRCHE UND DIE RELIGIONEN 
IM HINBLICK AUS DAS HEIL

20.  Von dem, was oben in Erinnerung gerufen wurde, ergeben sich auch einige notwendige Punkte für die Richtung, welche die theologische Reflexion einschlagen muss, um die Beziehung der Kirche und der Religionen mit dem Heil zu vertiefen.

Es ist vor allem fest zu glauben, dass die »pilgernde Kirche zum Heile notwendig ist. Der eine Christus ist Mittler und Weg zum Heil, der in seinem Leib, der Kirche, uns gegenwärtig wird; indem er aber selbst mit ausdrücklichen Worten die Notwendigkeit des Glaubens und der Taufe betont hat (vgl. Mk 16,16; Joh 3,5), hat er zugleich die Notwendigkeit der Kirche, in die die Menschen durch die Taufe wie durch eine Türe eintreten, bekräftigt«.77 Diese Lehre darf nicht dem allgemeinen Heilswillen Gottes entgegengesetzt werden (vgl. 1 Tim 2,4); deswegen »muss man diese beiden Wahrheiten zusammen gegenwärtig haben, die tatsächlich gegebene Möglichkeit des Heiles in Christus für alle Menschen und die Notwendigkeit der Kirche für dieses Heil«.78

Die Kirche ist das »allumfassende Heilssakrament«.79 Sie ist immer auf geheimnisvolle Weise mit dem Retter Jesus Christus, ihrem Haupt, verbunden und ihm untergeordnet, und hat deshalb im Plan Gottes eine unumgängliche Beziehung zum Heil eines jeden Menschen.80 Für jene, die nicht formell und sichtbar Glieder der Kirche sind, »ist das Heil in Christus zugänglich kraft der Gnade, die sie zwar nicht förmlich in die Kirche eingliedert — obschon sie geheimnisvoll mit ihr verbunden sind —, aber ihnen in angemessener Weise innerlich und äußerlich Licht bringt. Diese Gnade kommt von Christus, sie ist Frucht seines Opfers und wird vom Heiligen Geist geschenkt«.81 Sie steht in Beziehung zur Kirche, die »ihren Ursprung aus der Sendung des Sohnes und der Sendung des Heiligen Geistes herleitet gemäß dem Plan Gottes des Vaters«.82

21.  Bezüglich der Weise, in der die heilbringende Gnade Gottes, die immer durch Christus im Heiligen Geist geschenkt wird und in geheimnisvoller Beziehung zur Kirche steht, die einzelnen Nichtchristen erreicht, stellt das Zweite Vatikanische Konzil lediglich fest, dass Gott sie schenkt »auf Wegen, die er weiß«.83 Die Theologie ist damit beschäftigt, dieses Thema zu vertiefen. Diese theologische Arbeit ist zu ermutigen, denn sie ist zweifellos nützlich für ein wachsendes Verständnis der Heilspläne Gottes und der Wege ihrer Verwirklichung. Doch aus dem bisher Gesagten über die Mittlerschaft Jesu Christi und über die »besondere und einzigartige Beziehung«84 zwischen der Kirche und dem Reich Gottes unter den Menschen — das im Wesentlichen das Reich des universalen Retters Jesus Christus ist —, geht klar hervor, dass es dem katholischen Glauben widerspräche, die Kirche als einen Heilsweg neben jenen in den anderen Religionen zu betrachten, die komplementär zur Kirche, ja im Grunde ihr gleichwertig wären, insofern sie mit dieser zum eschatologischen Reich Gottes konvergierten.

Gewiss enthalten und bieten die verschiedenen religiösen Traditionen Elemente der Religiosität, die von Gott kommen85 und zu dem gehören, was »der Geist im Herzen der Menschen und in der Geschichte der Völker, in den Kulturen und Religionen bewirkt«.86 Einige Gebete und Riten der anderen Religionen können tatsächlich die Annahme des Evangeliums vorbereiten, insofern sie Gelegenheiten bieten und dazu erziehen, dass die Herzen der Menschen angetrieben werden, sich dem Wirken Gottes zu öffnen.87 Man kann ihnen aber nicht einen göttlichen Ursprung oder eine Heilswirksamkeit ex opere operato zuerkennen, die den christlichen Sakramenten eigen ist.88 Es kann auch nicht geleugnet werden, dass andere Riten, insofern sie von abergläubischen Praktiken oder anderen Irrtümern abhängig sind (vgl. 1 Kor 10,20-21), eher ein Hindernis für das Heil darstellen.89

22.  Mit dem Kommen Jesu Christi, des Retters, hat Gott die Kirche für das Heil aller Menschen eingesetzt (vgl. Apg 17,30-31).90 Diese Glaubenswahrheit nimmt nichts von der Tatsache weg, dass die Kirche die Religionen der Welt mit aufrichtiger Ehrfurcht betrachtet, schließt aber zugleich radikal jene Mentalität des Indifferentismus aus, die »durchdrungen ist von einem religiösen Relativismus, der zur Annahme führt, dass ”eine Religion gleich viel gilt wie die andere“«.91 Wenn es auch wahr ist, dass die Nichtchristen die göttliche Gnade empfangen können, so ist doch gewiss, dass sie sich objektiv in einer schwer defizitären Situation befinden im Vergleich zu jenen, die in der Kirche die Fülle der Heilsmittel besitzen.92 »Alle Söhne der Kirche sollen aber dessen eingedenk sein, dass ihre ausgezeichnete Stellung nicht den eigenen Verdiensten, sondern der besonderen Gnade Christi zuzuschreiben ist; wenn sie ihr im Denken, Reden und Handeln nicht entsprechen, wird ihnen statt Heil strengeres Gericht zuteil«.93 Man versteht also, dass die Kirche in Treue zum Auftrag des Herrn (vgl. Mt 28,19-20) und als Forderung der Liebe zu allen Menschen »unablässig verkündet und verkündigen muss Christus, der ist ”der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6), in dem die Menschen die Fülle des religiösen Lebens finden, in dem Gott alles mit sich versöhnt hat«.94

Auch im interreligiösen Dialog behält die Sendung ad gentes »heute und immer... ihre ungeschmälerte Bedeutung und Notwendigkeit«.95 »Gott will ja, ”dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen“ (1 Tim 2,4). Gott will, dass alle durch die Erkenntnis der Wahrheit das Heil erlangen. Das Heil liegt in der Wahrheit. Wer dem Antrieb des Geistes der Wahrheit gehorcht, ist schon auf dem Weg zum Heil; die Kirche aber, der diese Wahrheit anvertraut worden ist, muss dem Verlangen des Menschen entgegengehen und sie ihm bringen. Weil die Kirche an den allumfassenden Heilsratschluss Gottes glaubt, muss sie missionarisch sein«.96 Deswegen ist der Dialog, der zum Evangelisierungsauftrag gehört, nur eine der Tätigkeiten der Kirche in ihrer Sendung ad gentes.97 Die Parität, die Voraussetzung für den Dialog ist, bezieht sich auf die gleiche personale Würde der Partner, nicht auf die Lehrinhalte und noch weniger auf Jesus Christus, den menschgewordenen Sohn Gottes, im Vergleich zu den Gründern der anderen Religionen. Geführt von der Liebe und von der Achtung vor der Freiheit,98 muss sich die Kirche vorrangig darum bemühen, allen Menschen die Wahrheit, die durch den Herrn endgültig geoffenbart wurde, zu verkünden und sie aufzurufen, dass die Bekehrung zu Jesus Christus und die Zugehörigkeit zur Kirche durch die Taufe und die anderen Sakramente notwendig sind, um in voller Weise an der Gemeinschaft mit Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist teilzuhaben. Die Pflicht und die Dringlichkeit, das Heil und die Bekehrung zum Herrn Jesus Christus zu verkünden, wird durch die Gewissheit des universalen Heilswillens Gottes nicht gelockert, sondern verstärkt.

 

SCHLUSS

23.  Die vorliegende Erklärung, in der einige Glaubenswahrheiten wieder vorgelegt und geklärt werden, will dem Beispiel des Apostels Paulus folgen, der an die Gläubigen in Korinth schreibt: »Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe« (1 Kor 15,3). In Anbetracht einiger problematischer oder auch irriger Ansätze ist die theologische Reflexion aufgerufen, den Glauben der Kirche neu zu bekräftigen und von ihrer Hoffnung überzeugend und eindringlich Rechenschaft zu geben.

Bei der Erörterung des Themas der wahren Religion stellten die Väter des Zweiten Vatikanischen Konzils fest: »Diese einzige wahre Religion, so glauben wir, ist verwirklicht in der katholischen, apostolischen Kirche, die von Jesus dem Herrn den Auftrag erhalten hat, sie unter allen Menschen zu verbreiten. Er sprach ja zu den Aposteln: ”Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe“ (Mt 28,19-20). Alle Menschen sind ihrerseits verpflichtet, die Wahrheit, besonders in dem, was Gott und seine Kirche angeht, zu suchen und die erkannte Wahrheit aufzunehmen und zu bewahren«.99

Die christliche Offenbarung wird in der Geschichte »der wahre Leitstern« 100 für die ganze Menschheit bleiben: »Die Wahrheit, die Christus ist, erscheint nötig als universale Autorität«. 101 Das christliche Mysterium überwindet jede Schranke von Zeit und Raum und verwirklicht die Einheit der Menschheitsfamilie: »Von verschiedenen Orten und Traditionen sind alle in Christus dazu berufen, an der Einheit der Familie der Kinder Gottes teilzuhaben... Jesus reißt die trennenden Wände nieder und vollzieht auf einzigartige und erhabene Weise die Vereinigung durch die Teilhabe an seinem Geheimnis. Diese Einheit ist so tief, dass die Kirche mit dem heiligen Paulus sagen kann: ”Ihr seid also jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes“ (Eph 2,19)«. 102

Papst Johannes Paul II. hat in der dem unterzeichneten Kardinalpräfekten am 16. Juni 2000 gewährten Audienz die vorliegende Erklärung, die in der Vollversammlung der Kongregation für die Glaubenslehre beschlossen worden war, mit sicherem Wissen und kraft seiner apostolischen Autorität bestätigt und bekräftigt und deren Veröffentlichung angeordnet.

Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 6. August 2000, dem Fest der Verklärung des Herrn.

 

Joseph Card. Ratzinger 
Präfekt

 Tarcisio Bertone, S.D.B. 
Erzbischof em. von Vercelli 
Sekretär

 

(1) I. Konzil von Konstantinopel, Konstantinopolitanisches Glaubensbekenntnis: DH 150.

(2) Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 1: AAS 83 (1991) 249.

(3) Vgl. II. Vat. Konzil, Dekret Ad gentes und Erklärung Nostra aetate; Paul VI., Apostolisches Schreiben Evangelii nuntiandi; Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio.

(4) II. Vat. Konzil, Erklärung Nostra aetate, 2.

(5) Päpstlicher rat für den Interreligiösen Dialog und Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Instruktion Dialog und Verkündigung, 29: AAS 84 (1992) 424; vgl. II. Vat. Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, 22.

(6) Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 55: AAS 83 (1991) 302-304.

(7) Vgl. Päpstlicher rat für den Interreligiösen dialog und Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Instruktion Dialog und Verkündigung, 9: AAS 84 (1992) 417f.

(8) Johannes Paul II., Enzyklika Fides et ratio, 5: AAS 91 (1999) 9.

(9) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Dei verbum, 2.

(10) Ebd., 4.

(11) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 5: AAS 83 (1991) 254.

(12) Johannes Paul II., Enzyklika Fides et ratio, 14: AAS 91 (1999) 17.

(13) Konzil von Chalkedon, Glaubensbekenntnis von Chalkedon: DH 301; vgl. Hl. Athanasius von Alexandrien, De Incarnatione, 54, 3: SC 199, 458.

(14) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Dei verbum, 4.

(15) Ebd., 5.

(16) Ebd.

(17) Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, 144.

(18) Ebd., 150.

(19) Ebd., 153.

(20) Ebd., 178.

(21) Johannes Paul II., Enzyklika Fides et ratio, 13: AAS 91 (1999) 15.

(22) Vgl. ebd., 31-32: a.a.O. 29f.

(23) II. Vat. Konzil, Erklärung Nostra aetate, 2; vgl. auch Dekret Ad gentes, 9, wo die Rede ist vom Guten, das sich »in den jeweiligen Riten und Kulturen der Völker« findet; Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 16, wo auf das Gute und Wahre unter den Nichtchristen verwiesen wird, das als Vorbereitung für die Annahme des Evangeliums betrachtet werden kann.

(24) Vgl. Konzil von Trient, Dekret über die Annahme der heiligen Bücher und der Überlieferungen: DH 1501; I. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Dei Filius, cap. 2: DH 3006.


(25) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Dei verbum, 11.

(26) Ebd.

(27) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 55: AAS 83 (1991) 302f.; vgl. auch ebd., 56: a.a.O. 304f.; Paul VI., Apostolisches Schreiben Evangelii nuntiandi, 53: AAS 68 (1976) 41f.

(28) I. Konzil von Nizäa, Nizänisches Glaubensbekenntnis: DH 125.

(29) Konzil von Chalkedon, Glaubensbekenntnis von Chalkedon: DH 301.

(30) II. Vat. Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, 22.

(31) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 6: AAS 83 (1991) 254f.

(32) Vgl. Hl. Leo Der Grosse, Brief Lectis dilectionis tuae an Flavian: DH 294.

(33) Vgl. Hl. Leo Der Grosse, Brief Promisisse me memini an Kaiser Leon I.: DH 318: »Die Gottheit und die Menschheit (wurden) schon bei der Emfängnis der Jungfrau selbst in einer solch großen Einheit verwoben, dass weder die göttlichen Werke ohne den Menschen noch die menschlichen Werke ohne Gott getan wurden«. Vgl. auch ebd.: DH 317.

(34) II. Vat. Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, 45; vgl. auch Konzil von Trient, Dekret über die Ursünde, 3: DH 1513.

(35) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 3f.

(36) Vgl., ebd., 7. Der heilige Irenäus schreibt, dass in der Kirche »die Gemeinschaft mit Christus niedergelegt ist, das heißt der Heilige Geist« (Adversus haereses 3, 24, 1: SC 211, 472).

(37) Vgl. II. Vat. Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, 22.

(38) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 28: AAS 83 (1991) 274. Zu den »Samen des Wortes« vgl. auch Hl. Justin, 2. Apologia 8,1-2; 10,1-3; 13,3-6: E.J. Goodspeed (Hg.), 84, 85, 88-89.

(39) Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 28‑29: AAS 83 (1991) 273-275.

(40) Ebd., 29: a.a.O. 275.

(41) Ebd., 5: a.a.O. 254.

(42) II. Vat. Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, 10. Der heilige Augustinus schreibt: Außerhalb von Christus, »dem universalen Heilsweg..., der dem menschlichen Geschlecht niemals fehlte..., hat niemand das Heil erlangt, erlangt es niemand und wird es niemand je erlangen« (De civitate Dei 10, 32, 2: CCL 47, 312).

(43) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 62.

(44) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 5: AAS 83 (1991) 254.

(45) II. Vat. Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes, 45. Die notwendige und absolute Einzigartigkeit und Universalität Christi in der menschlichen Geschichte wird sehr treffend vom heiligen Irenäus in der Betrachtung des Vorranges Jesu als des Erstgeborenen zum Ausdruck gebracht: »Im Himmel lenkt und leitet das vollkommene Wort als der Erstgeborene aus dem Gedanken des Vaters persönlich alle Dinge; auf der Erde ist er als der Erstgeborene der Jungfrau der Gerechte und Heilige, der Knecht Gottes, Gott wohlgefällig, vollkommen in allem; indem er alle, die ihm folgen, aus dem Reich des Todes rettet, ist er als der Erstgeborene der Toten das Haupt und die Quelle des göttlichen Lebens« (Demonstratio apostolica, 39: SC 406, 138).

(46) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 6: AAS 83 (1991) 255.

(47) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 14.

(48) Vgl. ebd., 7.

(49) Hl. Augustinus, Enarratio in Psalmos, Ps. 90, Sermo 2,1: CCL 39, 1266; Hl. Gregor der Grosse, Moralia in Iob, Praefatio, 6,14: PL 75, 525; Hl. Thomas von Aquin, Summa Theologiae, III, q. 48, a. 2 ad 1.

(50) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 6.

(51) Großes Glaubensbekenntnis der armenischen Kirche: DH 48; vgl. Bonifatius VIII., Bulle Unam sanctam: DH 870‑872; II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 8.

(52) Vgl. II. Vat. Konzil, Dekret Unitatis redintegratio, 4; Johannes Paul II., Enzyklika Ut unum sint, 11: AAS 87 (1995) 927.

(53) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 20; vgl. auch Hl. Irenäus, Adversus haereses, III, 3, 1-3: SC 211, 20-44; Hl. Cyprian, Epist. 33, 1: CCL 3B, 164-165; Hl. Augustinus, Contra advers. legis et prophet., 1, 20, 39: CCL 49, 70.

(54) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 8.

(55) Ebd., 8; vgl. ebd., 15; Dekret Unitatis redintegratio, 3; Johannes Paul II., Enzyklika Ut unum sint, 13: AAS 87 (1995) 928f.

(56) Der authentischen Bedeutung des Konzilstextes widerspricht deshalb die Interpretation jener, die von der Formel »subsistit in« die Meinung ableiten, dass die einzige Kirche Christi auch in anderen christlichen Kirchen verwirklicht sein könnte. »Das Konzil hingegen hatte das Wort ”subsistit“ gerade deshalb gewählt, um klarzustellen, dass nur eine einzige ”Subsistenz“ der wahren Kirche besteht, während es außerhalb ihres sichtbaren Gefüges lediglich ”Elemente des Kircheseins“ gibt, die — da sie Elemente derselben Kirche sind — zur katholischen Kirche tendieren und hinführen« (Kongregation für die Glaubenslehre, Notifikation zu dem Buch »Kirche: Charisma und Macht. Versuch einer militanten Ekklesiologie« von P. Leonardo Boff OFM: AAS 77 [1985] 758f.).

(57) II. Vat. Konzil, Dekret Unitatis redintegratio, 3.

(58) Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Erklärung Mysterium Ecclesiae, 1: AAS 65 (1973) 396-398.

(59) Vgl. II. Vat. Konzil, Dekret Unitatis redintegratio, 14 und 15; Kongregation für die Glaubenslehre, Schreiben Communionis notio, 17: AAS 85 (1993) 848.

(60) Vgl. I. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Pastor aeternus: DH 3053-3064; II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 22.

(61) Vgl. II. Vat. Konzil, Dekret Unitatis redintegratio, 22.

(62) Vgl. ebd., 3.

(63) Vgl. ebd., 22.

(64) Kongregation für die Glaubenslehre, Erklärung Mysterium Ecclesiae, 1: AAS 65 (1973) 398.

(65) Johannes Paul II., Enzyklika Ut unum sint, 14: AAS 87 (1995) 929.

(66) II. Vat. Konzil, Erklärung Unitatis redintegratio, 3.

(67) Kongregation für die Glaubenslehre; Schreiben Communionis notio, 17: AAS 85 (1993) 849; vgl. II. Vat. Konzil, Dekret Unitatis redintegratio, 4.

(68) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 5.

(69) Ebd., 1.

(70) Ebd., 4; vgl. Hl. Cyprian, De Dominica oratione, 23: CCL 3A, 105.

(71) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 3.

(72) Vgl. ebd., 9. Ein an Gott gerichtetes Gebet in der Didaché 9,4 (SC 248, 176) lautet: »Deine Kirche werde von den Enden der Erde zusammengebracht in dein Reich«. In der Didaché 10,5 (SC 248, 180) heißt es: »Gedenke, o Herr, deiner Kirche ... und führe sie zusammen von den vier Winden, die Geheiligte, in dein Reich, das du für sie bereitet hast«.

(73) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 18: AAS 83 (1991) 265f.; vgl. Apostolisches Schreiben Ecclesia in Asia, 17: L'Osservatore Romano, 7. November 1999, VII. Das Reich ist dermaßen untrennbar von Christus, dass es in gewisser Weise mit ihm identisch ist. Vgl. Origenes, In Mt. Hom., 14,7: PG 13, 1197; Tertullian, Adversus Marcionem, IV, 33,8: CCL 1, 634.

(74) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 18: AAS 83 (1991) 266.

(75) Ebd., 15: a.a.O. 263.

(76) Ebd., 17: a.a.O. 264f.

(77) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 14; vgl. Dekret Ad gentes, 7; Dekret Unitatis redintegratio, 3.

(78) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 9: AAS 83 (1991) 258; vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, 846‑847.

(79) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 48.

(80) Vgl. Hl. Cyprian, De catholicae unitate ecclesiae, 6: CCL 3, 253-254; HL. Irenäus, Adversus haereses, III, 24, 1: SC 211, 472-474.

(81) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 10: AAS 83 (1991) 258.

(82) II. Vat. Konzil, Dekret Ad gentes, 2. In dem hier erklärten Sinn muss auch die bekannte Formel »Extra Ecclesiam nullus omnino salvatur« (IV. Konzil im Lateran, Kap. 1. Der katholische Glaube: DH 802) interpretiert werden. Vgl. auch den Brief des Hl. Offiziums an den Erzbischof von Boston: DH 3866-3872.

(83) II. Vat. Konzil, Dekret Ad gentes, 7.

(84) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 18: AAS 83 (1991) 266.

(85) Dies sind die Samen des göttlichen Wortes (»semina Verbi«), die von der Kirche mit Freude und Ehrfurcht anerkannt werden. Vgl. II. Vat. Konzil, Dekret Ad gentes, 11; Erklärung Nostra aetate, 2.

(86) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 29: AAS 83 (1991) 275.

(87) Vgl. ebd.; Katechismus der Katholischen Kirche, 843.

(88) Vgl. Konzil von Trient, Dekret über die Sakramente, Kan. 8 über die Sakramente im Allgemeinen: DH 1608.

(89) Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 55: AAS 83 (1991) 302-304.

(90) Vgl. II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 17; Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 11: AAS 83 (1991) 259f.

(91) Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 36: AAS 83 (1991) 281.

(92) Vgl. Pius XII., Enzyklika Mystici corporis: DH 3821.

(93) II. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 14.

(94) II. Vat. Konzil, Erklärung Nostra aetate, 2.

(95) II. Vat. Konzil, Dekret Ad gentes, 7.

(96) Katechismus der Katholischen Kirche, 851; vgl. auch ebd. 849-856.

(97) Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Redemptoris missio, 55: AAS 83 (1991) 302-304; Apostolisches Schreiben Ecclesia in Asia, 31: L'Osservatore Romano, 7. November 1999, XIII.

(98) Vgl. II. Vat. Konzil, Erklärung Dignitatis humanae, 1.

(99) Ebd.

(100) Johannes Paul II., Enzyklika Fides et ratio, 15: AAS 91 (1999) 17.

(101) Ebd., 92: a.a.O. 77f.

(102) Ebd., 70: a.a.O. 59.


(Quelle: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20000806_dominus-iesus_ge.html)

Lumen Gentium

12. Das heilige Gottesvolk nimmt auch teil an dem prophetischen Amt Christi, in der Verbreitung seines lebendigen Zeugnisses vor allem durch ein Leben in Glauben und Liebe, in der Darbringung des Lobesopfers an Gott als Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen (vgl. Hebr 13,15). Die Gesamtheit der Gläubigen, welche die Salbung von dem Heiligen haben (vgl. 1 Joh 2,20.27), kann im Glauben nicht irren. Und diese ihre besondere Eigenschaft macht sie durch den übernatürlichen Glaubenssinn des ganzen Volkes dann kund, wenn sie "von den Bischöfen bis zu den letzten gläubigen Laien" (22)  ihre allgemeine Übereinstimmung in Sachen des Glaubens und der Sitten äußert. Durch jenen Glaubenssinn nämlich, der vom Geist der Wahrheit geweckt und genährt wird, hält das Gottesvolk unter der Leitung des heiligen Lehramtes, in dessen treuer Gefolgschaft es nicht mehr das Wort von Menschen, sondern wirklich das Wort Gottes empfängt (vgl. 1 Thess 2,13), den einmal den Heiligen übergebenen Glauben (vgl. Jud 3) unverlierbar fest. Durch ihn dringt es mit rechtem Urteil immer tiefer in den Glauben ein und wendet ihn im Leben voller an.

Derselbe Heilige Geist heiligt außerdem nicht nur das Gottesvolk durch die Sakramente und die Dienstleistungen, er führt es nicht nur und bereichert es mit Tugenden, sondern "teilt den Einzelnen, wie er will" (1 Kor 12,11), seine Gaben aus und verteilt unter den Gläubigen jeglichen Standes auch besondere Gnaden. Durch diese macht er sie geeignet und bereit, für die Erneuerung und den vollen Aufbau der Kirche verschiedene Werke und Dienste zu übernehmen gemäß dem Wort: "Jedem wird der Erweis des Geistes zum Nutzen gegeben" (1 Kor 12,7). Solche Gnadengaben, ob sie nun von besonderer Leuchtkraft oder aber schlichter und allgemeiner verbreitet sind, müssen mit Dank und Trost angenommen werden, da sie den Nöten der Kirche besonders angepaßt und nützlich sind. Außerordentliche Gaben soll man aber nicht leichthin erstreben. Man darf auch nicht vermessentlich Früchte für die apostolische Tätigkeit von ihnen erwarten. Das Urteil über ihre Echtheit und ihren geordneten Gebrauch steht bei jenen, die in der Kirche die Leitung haben und denen es in besonderer Weise zukommt, den Geist nicht auszulöschen, sondern alles zu prüfen und das Gute zu behalten (vgl. 1 Thess 5,12.19-21).

13. Zum neuen Gottesvolk werden alle Menschen gerufen. Darum muß dieses Volk eines und ein einziges bleiben und sich über die ganze Welt und durch alle Zeiten hin ausbreiten. So soll sich das Ziel des Willens Gottes erfüllen, der das Menschengeschlecht am Anfang als eines gegründet und beschlossen hat, seine Kinder aus der Zerstreuung wieder zur Einheit zu versammeln (vgl. Joh 11,52). Dazu sandte nämlich Gott seinen Sohn, den er zum Erben des Alls gemacht hat (vgl. Hebr 1,2), daß er Lehrer, König und Priester aller sei, das Haupt des neuen und allumfassenden Volkes der Söhne Gottes. Dazu sandte Gott schließlich den Geist seines Sohnes, den Herrn und Lebensspender, der für die ganze Kirche und die Gläubigen einzeln und insgesamt der Urgrund der Vereinigung und Einheit in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und im Gebet ist (vgl. Apg 2,42).

In allen Völkern der Erde wohnt also dieses eine Gottesvolk, da es aus ihnen allen seine Bürger nimmt, Bürger eines Reiches freilich nicht irdischer, sondern himmlischer Natur. Alle über den Erdkreis hin verstreuten Gläubigen stehen mit den übrigen im Heiligen Geiste in Gemeinschaft, und so weiß "der, welcher zu Rom wohnt, daß die Inder seine Glieder sind" (23). Da aber das Reich Christi nicht von dieser Welt ist (vgl. Joh 18,36), so entzieht die Kirche oder das Gottesvolk mit der Verwirklichung dieses Reiches nichts dem zeitlichen Wohl irgendeines Volkes. Vielmehr fördert und übernimmt es Anlagen, Fähigkeiten und Sitten der Völker, soweit sie gut sind. Bei dieser Übernahme reinigt, kräftigt und hebt es sie aber auch. Sie ist dessen eingedenk, daß sie mit jenem König sammeln muß, dem die Völker zum Erbe gegeben sind (vgl. Ps 2,) und in dessen Stadt sie Gaben und Geschenke herbeibringen (vgl. Ps 71 (72),10; Jes 60,4-7; Offb 21,24). Diese Eigenschaft der Weltweite, die das Gottesvolk auszeichnet, ist Gabe des Herrn selbst. In ihr strebt die katholische Kirche mit Tatkraft und Stetigkeit danach, die ganze Menschheit mit all ihren Gütern unter dem einen Haupt Christus zusammenzufassen in der Einheit seines Geistes (24).

Kraft dieser Katholizität bringen die einzelnen Teile ihre eigenen Gaben den übrigen Teilen und der ganzen Kirche hinzu, so daß das Ganze und die einzelnen Teile zunehmen aus allen, die Gemeinschaft miteinander halten und zur Fülle in Einheit zusammenwirken. So kommt es, daß das Gottesvolk nicht nur aus den verschiedenen Völkern sich sammelt, sondern auch in sich selbst aus verschiedenen Ordnungen gebildet wird. Unter seinen Gliedern herrscht eine Verschiedenheit, sei es in den Ämtern, da manche im heiligen Dienst zum Nutzen ihrer Brüder wirken, sei es in Stand und Lebensordnung, da viele im Ordensstand auf einem engeren Weg nach Heiligkeit trachten und die Brüder durch ihr Beispiel anspornen. Darum gibt es auch in der kirchlichen Gemeinschaft zu Recht Teilkirchen, die sich eigener Überlieferungen erfreuen, unbeschadet des Primats des Stuhles Petri, welcher der gesamten Liebesgemeinschaft vorsteht (25), die rechtmäßigen Verschiedenheiten schützt und zugleich darüber wacht, daß die Besonderheiten der Einheit nicht nur nicht schaden, sondern ihr vielmehr dienen. Daher bestehen schließlich zwischen den verschiedenen Teilen der Kirche die Bande einer innigen Gemeinschaft der geistigen Güter, der apostolischen Arbeiter und der zeitlichen Hilfsmittel. Zu dieser Gütergemeinschaft nämlich sind die Glieder des Gottesvolkes berufen, und auch von den Einzelkirchen gelten die Worte des Apostels: "Dienet einander, jeder mit der Gnadengabe, wie er sie empfangen hat, als gute Verwalter der vielfältigen Gnadengaben Gottes" (1 Petr 4,10).

Zu dieser katholischen Einheit des Gottesvolkes, die den allumfassenden Frieden bezeichnet und fördert, sind alle Menschen berufen. Auf verschiedene Weise gehören ihr zu oder sind ihr zugeordnet die katholischen Gläubigen, die anderen an Christus Glaubenden und schließlich alle Menschen überhaupt, die durch die Gnade Gottes zum Heile berufen sind.

14. Den katholischen Gläubigen wendet die Heilige Synode besonders ihre Aufmerksamkeit zu. Gestützt auf die Heilige Schrift und die Tradition, lehrt sie, daß diese pilgernde Kirche zum Heile notwendig sei. Christus allein ist Mittler und Weg zum Heil, der in seinem Leib, der Kirche, uns gegenwärtig wird; indem er aber selbst mit ausdrücklichen Worten die Notwendigkeit des Glaubens und der Taufe betont hat (vgl. Mk 16,16; Joh 3,5), hat er zugleich die Notwendigkeit der Kirche, in die die Menschen durch die Taufe wie durch eine Türe eintreten, bekräftigt. Darum könnten jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollten. Jene werden der Gemeinschaft der Kirche voll eingegliedert, die, im Besitze des Geistes Christi, ihre ganze Ordnung und alle in ihr eingerichteten Heilsmittel annehmen und in ihrem sichtbaren Verband mit Christus, der sie durch den Papst und die Bischöfe leitet, verbunden sind, und dies durch die Bande des Glaubensbekenntnisses, der Sakramente und der kirchlichen Leitung und Gemeinschaft. Nicht gerettet wird aber, wer, obwohl der Kirche eingegliedert, in der Liebe nicht verharrt und im Schoße der Kirche zwar "dem Leibe", aber nicht "dem Herzen" nach verbleibt (26). Alle Söhne der Kirche sollen aber dessen eingedenk sein, daß ihre ausgezeichnete Stellung nicht den eigenen Verdiensten, sondern der besonderen Gnade Christi zuzuschreiben ist; wenn sie ihr im Denken, Reden und Handeln nicht entsprechen, wird ihnen statt Heil strengeres Gericht zuteil (27).

Die Katechumenen, die, getrieben vom Heiligen Geist, mit ausdrücklicher Willensäußerung um Aufnahme in die Kirche bitten, werden durch eben dieses Begehren mit ihr verbunden. Die Mutter Kirche umfaßt sie schon in liebender Sorge als die Ihrigen.

15. Mit jenen, die durch die Taufe der Ehre des Christennamens teilhaft sind, den vollen Glauben aber nicht bekennen oder die Einheit der Gemeinschaft unter dem Nachfolger Petri nicht wahren, weiß sich die Kirche aus mehrfachem Grunde verbunden28. Viele nämlich halten die Schrift als Glaubens- und Lebensnorm in Ehren, zeigen einen aufrichtigen religiösen Eifer, glauben in Liebe an Gott, den allmächtigen Vater, und an Christus, den Sohn Gottes und Erlöser (29), empfangen das Zeichen der Taufe, wodurch sie mit Christus verbunden werden; ja sie anerkennen und empfangen auch andere Sakramente in ihren eigenen Kirchen oder kirchlichen Gemeinschaften. Mehrere unter ihnen besitzen auch einen Episkopat, feiern die heilige Eucharistie und pflegen die Verehrung der jungfräulichen Gottesmutter (30). Dazu kommt die Gemeinschaft im Gebet und in anderen geistlichen Gütern; ja sogar eine wahre Verbindung im Heiligen Geiste, der in Gaben und Gnaden auch in ihnen mit seiner heiligenden Kraft wirksam ist und manche von ihnen bis zur Vergießung des Blutes gestärkt hat. So erweckt der Geist in allen Jüngern Christi Sehnsucht und Tat, daß alle in der von Christus angeordneten Weise in der einen Herde unter dem einen Hirten in Frieden geeint werden mögen (31). Um dies zu erlangen, betet, hofft und wirkt die Mutter Kirche unaufhörlich, ermahnt sie ihre Söhne zur Läuterung und Erneuerung, damit das Zeichen Christi auf dem Antlitz der Kirche klarer erstrahle.

16. Diejenigen endlich, die das Evangelium noch nicht empfangen haben, sind auf das Gottesvolk auf verschiedene Weise hingeordnet (32). In erster Linie jenes Volk, dem der Bund und die Verheißungen gegeben worden sind und aus dem Christus dem Fleische nach geboren ist (vgl. Röm 9,4-5), dieses seiner Erwählung nach um der Väter willen so teure Volk: die Gaben und Berufung Gottes nämlich sind ohne Reue (vgl. Röm 11,28-29). Der Heilswille umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird. Aber auch den anderen, die in Schatten und Bildern den unbekannten Gott suchen, auch solchen ist Gott nicht ferne, da er allen Leben und Atem und alles gibt (vgl. Apg 17,25-28) und als Erlöser will, daß alle Menschen gerettet werden (vgl. 1 Tim 2,4). Wer nämlich das Evangelium Christi und seine Kirche ohne Schuld nicht kennt, Gott aber aus ehrlichem Herzen sucht, seinen im Anruf des Gewissens erkannten Willen unter dem Einfluß der Gnade in der Tat zu erfüllen trachtet, kann das ewige Heil erlangen (33). Die göttliche Vorsehung verweigert auch denen das zum Heil Notwendige nicht, die ohne Schuld noch nicht zur ausdrücklichen Anerkennung Gottes gekommen sind, jedoch, nicht ohne die göttliche Gnade, ein rechtes Leben zu führen sich bemühen. Was sich nämlich an Gutem und Wahrem bei ihnen findet, wird von der Kirche als Vorbereitung für die Frohbotschaft (34) und als Gabe dessen geschätzt, der jeden Menschen erleuchtet, damit er schließlich das Leben habe. Vom Bösen getäuscht, wurden freilich die Menschen oft eitel in ihren Gedanken, vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge und dienten der Schöpfung mehr als dem Schöpfer (vgl. Röm 1,21.25) oder sind, ohne Gott in dieser Welt lebend und sterbend, der äußersten Verzweiflung ausgesetzt. Daher ist die Kirche eifrig bestrebt, zur Ehre Gottes und zum Nutzen des Heils all dieser Menschen die Missionen zu fördern, eingedenk des Befehls des Herrn, der gesagt hat: "Predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung" (Mk 16,15).

17. Wie nämlich der Sohn vom Vater gesandt ist, so hat er selbst die Apostel gesandt (vgl. Joh 20,21) mit den Worten: "Gehet hin und lehret alle Völker, taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, lehret sie alles halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt" (Mt 28,18-20). Diesen feierlichen Auftrag Christi zur Verkündigung der Heilswahrheit hat die Kirche von den Aposteln erhalten und muß ihn erfüllen bis zu den Grenzen der Erde (vgl. Apg 1,8). Daher macht sie sich die Worte des Apostels zu eigen: "Weh ... mir, wenn ich die Frohbotschaft nicht verkünde!" (1 Kor 9,16.) Unablässig fährt sie darum fort, Verkünder auszusenden, bis die neuen Kirchen voll errichtet sind und auch selbst das Werk der Verkündigung fortsetzen können. Sie wird nämlich vom Heiligen Geiste angetrieben, mitzuwirken, daß der Ratschluß Gottes, der Christus zum Ursprung des Heils für die ganze Welt bestellt hat, tatsächlich ausgeführt werde. In der Verkündigung der Frohbotschaft sucht die Kirche die Hörer zum Glauben und zum Bekenntnis des Glaubens zu bringen, bereitet sie für die Taufe vor, befreit sie aus der Knechtschaft des Irrtums und gliedert sie Christus ein, damit sie durch die Liebe bis zur Fülle in ihn hineinwachsen. Ihre Mühe aber bewirkt, daß aller Same des Guten, der sich in Herz und Geist der Menschen oder in den eigenen Riten und Kulturen der Völker findet, nicht nur nicht untergehe, sondern geheilt, erhoben und vollendet werde zur Ehre Gottes, zur Beschämung des Teufels und zur Seligkeit des Menschen. Jedem Jünger Christi obliegt die Pflicht, nach seinem Teil den Glauben auszusäen (35). Wenn auch jeder die Glaubenden taufen kann, so ist es doch Sache des Priesters, die Auferbauung des Leibes durch das eucharistische Opfer zu vollenden und so die Worte Gottes, die er durch den Propheten gesprochen hat, zu erfüllen: "Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang ist mein Name groß unter den Völkern, und an jedem Ort wird geopfert und meinem Namen eine reine Opfergabe dargebracht" (Mal 1,11) (36). So aber betet und arbeitet die Kirche zugleich, daß die Fülle der ganzen Welt in das Volk Gottes eingehe, in den Leib des Herrn und den Tempel des Heiligen Geistes, und daß in Christus, dem Haupte aller, jegliche Ehre und Herrlichkeit dem Schöpfer und Vater des Alls gegeben werde.


(22) Vgl. Augustinus, De Præd. Sanct. 14, 27: PL 44, 980.

(23) Vgl. Johannes Chrysostomus, In Io. Hom. 65, 1: PG 59, 361.

(24) Vgl. Irenäus, Adv. Hær. III., 16, 6; III., 22, 1-3: PG 7, 925 C - 926 A u. 955 C bis 958 A; Harvey 2, 87 f u. 120-123; ed. Sagnard, Sources Chrét., 290-292 u. 372ff.

(25) Vgl. Ignatius v. A., Ad Rom., Vorrede: ed. Funk I, 252.

(26) Vgl. Augustinus, Bapt. c. Donat. V, 28, 39: PL 43, 197: "Ganz offenbar ist die Redeweise:,in der Kirche drinnen oder draußen' vom Herzen, nicht vom Leibe zu verstehen " Vgl. ebd. III., 19, 26: Sp. 152; V, 18, 24: Sp. 189; In Io. Tr. 61, 2: PL 35, 1800; und anderwärts oft.

(27) Vgl. Lk 12,48: "Von dem aber, dem viel gegeben ist, wird viel verlangt werden " Vgl. auch Mt 5,19-20; 7,21-22; 25,41-46; Jak 2,14.

(28) Vgl. Leo XIII., Apost. Schreiben Præclara gratulationis, 20. Juni 1894: ASS 26 (1893-94) 707.

(29) Vgl. Leo XIII., Enz. Satis cognitum, 29. Juni 1896: ASS 28 (1895-96) 738. Ders., Enz. Caritatis studium, 25. Juli 1898: ASS 31 (1898-99) 11. Pius XII., Radiobotschaft Nell'alba, 24. Dez. 1941: AAS 34 (1942) 21.

(30) Vgl. Pius XI., Enz. Rerum Orientalium, 8. Sept. 1928: AAS 20 (1928) 287. Pius XII., Enz. Orientalis Ecclesiæ, 9. April 1944: AAS 36 (1944) 137.

(31) Vgl. Instruktion des Heiligen Offiziums vom 20. Dez. 1949: AAS 42 (1950) 142.

(32) Vgl. Thomas v. Aquin, Summa Theol. III., q. 8, a. 3, ad 1.

(33) Vgl. Brief des Heiligen Offiziums an den Erzbischof von Boston: Denz. 3869 bis 3872.

(34) Vgl. Eusebius v. Cæs., Præparatio Evangelica 1, 1: PG 21, 28 AB.

(35) Vgl. Benedikt XV., Apost. Schreiben Maximum illud: AAS 11 (1919) 440, bes. S. 451ff. Pius XI., Enz. Rerum Ecclesiæ: AAS 18 (1926) 68-69. Pius XII., Enz. Fidei donum, 21. April 1957: AAS 49 (1957) 236-237.

(36) Vgl. Didache, 14: ed. Funk I, 32. Justin, Dial. 41: PG 6, 564. Irenäus, Adv. Hær. IV, 17, 5: PG 7, 1023; Harvey 2, 199f. Konzil von Trient, sess. 22, cap. 1: Denz. 939 (1742).


(Quelle: Lumen Gentium, http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19641121_lumen-gentium_ge.html)

Bible Verses about Apostasy

2 Peter 2:20-22 ESV
For if, after they have escaped the defilements of the world through the knowledge of our Lord and Savior Jesus Christ, they are again entangled in them and overcome, the last state has become worse for them than the first. For it would have been better for them never to have known the way of righteousness than after knowing it to turn back from the holy commandment delivered to them. What the true proverb says has happened to them: “The dog returns to its own vomit, and the sow, after washing herself, returns to wallow in the mire.”

Luke 8:13 ESV
And the ones on the rock are those who, when they hear the word, receive it with joy. But these have no root; they believe for a while, and in time of testing fall away.

2 Thessalonians 2:3 ESV
Let no one deceive you in any way. For that day will not come, unless the rebellion comes first, and the man of lawlessness is revealed, the son of destruction,

John 6:66 ESV
After this many of his disciples turned back and no longer walked with him.

2 Peter 3:17 ESV
You therefore, beloved, knowing this beforehand, take care that you are not carried away with the error of lawless people and lose your own stability.

Hebrews 6:4-8 ESV
For it is impossible, in the case of those who have once been enlightened, who have tasted the heavenly gift, and have shared in the Holy Spirit, and have tasted the goodness of the word of God and the powers of the age to come, and then have fallen away, to restore them again to repentance, since they are crucifying once again the Son of God to their own harm and holding him up to contempt. For land that has drunk the rain that often falls on it, and produces a crop useful to those for whose sake it is cultivated, receives a blessing from God. But if it bears thorns and thistles, it is worthless and near to being cursed, and its end is to be burned.

1 Timothy 4:1 ESV
Now the Spirit expressly says that in later times some will depart from the faith by devoting themselves to deceitful spirits and teachings of demons,

Matthew 24:12 ESV
And because lawlessness will be increased, the love of many will grow cold.

Matthew 24:10 ESV
And then many will fall away and betray one another and hate one another.

Jude 1:1-25 ESV
Jude, a servant of Jesus Christ and brother of James, To those who are called, beloved in God the Father and kept for Jesus Christ: May mercy, peace, and love be multiplied to you. Beloved, although I was very eager to write to you about our common salvation, I found it necessary to write appealing to you to contend for the faith that was once for all delivered to the saints. For certain people have crept in unnoticed who long ago were designated for this condemnation, ungodly people, who pervert the grace of our God into sensuality and deny our only Master and Lord, Jesus Christ. Now I want to remind you, although you once fully knew it, that Jesus, who saved a people out of the land of Egypt, afterward destroyed those who did not believe. ...

Hebrews 10:26-29 ESV
For if we go on sinning deliberately after receiving the knowledge of the truth, there no longer remains a sacrifice for sins, but a fearful expectation of judgment, and a fury of fire that will consume the adversaries. Anyone who has set aside the law of Moses dies without mercy on the evidence of two or three witnesses. How much worse punishment, do you think, will be deserved by the one who has spurned the Son of God, and has profaned the blood of the covenant by which he was sanctified, and has outraged the Spirit of grace?

2 Timothy 3:1-9 ESV
But understand this, that in the last days there will come times of difficulty. For people will be lovers of self, lovers of money, proud, arrogant, abusive, disobedient to their parents, ungrateful, unholy, heartless, unappeasable, slanderous, without self-control, brutal, not loving good, treacherous, reckless, swollen with conceit, lovers of pleasure rather than lovers of God, having the appearance of godliness, but denying its power. Avoid such people. ...

2 Peter 2:17 ESV
These are waterless springs and mists driven by a storm. For them the gloom of utter darkness has been reserved.

Hebrews 3:12 ESV
Take care, brothers, lest there be in any of you an evil, unbelieving heart, leading you to fall away from the living God.

2 Timothy 4:3 ESV
For the time is coming when people will not endure sound teaching, but having itching ears they will accumulate for themselves teachers to suit their own passions,

2 Peter 2:1 ESV
But false prophets also arose among the people, just as there will be false teachers among you, who will secretly bring in destructive heresies, even denying the Master who bought them, bringing upon themselves swift destruction.

Hebrews 10:39 ESV
But we are not of those who shrink back and are destroyed, but of those who have faith and preserve their souls.

Hebrews 10:25-31 ESV
Not neglecting to meet together, as is the habit of some, but encouraging one another, and all the more as you see the Day drawing near. For if we go on sinning deliberately after receiving the knowledge of the truth, there no longer remains a sacrifice for sins, but a fearful expectation of judgment, and a fury of fire that will consume the adversaries. Anyone who has set aside the law of Moses dies without mercy on the evidence of two or three witnesses. How much worse punishment, do you think, will be deserved by the one who has spurned the Son of God, and has profaned the blood of the covenant by which he was sanctified, and has outraged the Spirit of grace? ...

2 Timothy 4:10 ESV
For Demas, in love with this present world, has deserted me and gone to Thessalonica. Crescens has gone to Galatia, Titus to Dalmatia.

2 Timothy 4:4 ESV
And will turn away from listening to the truth and wander off into myths.

1 Timothy 4:2 ESV
Through the insincerity of liars whose consciences are seared,

John 8:32 ESV
And you will know the truth, and the truth will set you free.”

2 John 1:9-11 ESV
Everyone who goes on ahead and does not abide in the teaching of Christ, does not have God. Whoever abides in the teaching has both the Father and the Son. If anyone comes to you and does not bring this teaching, do not receive him into your house or give him any greeting, for whoever greets him takes part in his wicked works.

1 John 2:19 ESV
They went out from us, but they were not of us; for if they had been of us, they would have continued with us. But they went out, that it might become plain that they all are not of us.

2 Peter 2:1-22 ESV
But false prophets also arose among the people, just as there will be false teachers among you, who will secretly bring in destructive heresies, even denying the Master who bought them, bringing upon themselves swift destruction. And many will follow their sensuality, and because of them the way of truth will be blasphemed. And in their greed they will exploit you with false words. Their condemnation from long ago is not idle, and their destruction is not asleep. For if God did not spare angels when they sinned, but cast them into hell and committed them to chains of gloomy darkness to be kept until the judgment; if he did not spare the ancient world, but preserved Noah, a herald of righteousness, with seven others, when he brought a flood upon the world of the ungodly; ...

Hebrews 1:1-14 ESV
Long ago, at many times and in many ways, God spoke to our fathers by the prophets, but in these last days he has spoken to us by his Son, whom he appointed the heir of all things, through whom also he created the world. He is the radiance of the glory of God and the exact imprint of his nature, and he upholds the universe by the word of his power. After making purification for sins, he sat down at the right hand of the Majesty on high, having become as much superior to angels as the name he has inherited is more excellent than theirs. For to which of the angels did God ever say, “You are my Son, today I have begotten you”? Or again, “I will be to him a father, and he shall be to me a son”? ...

2 Timothy 1:15 ESV
You are aware that all who are in Asia turned away from me, among whom are Phygelus and Hermogenes.

1 Timothy 4:1-3 ESV
Now the Spirit expressly says that in later times some will depart from the faith by devoting themselves to deceitful spirits and teachings of demons, through the insincerity of liars whose consciences are seared, who forbid marriage and require abstinence from foods that God created to be received with thanksgiving by those who believe and know the truth.

2 Thessalonians 2:11 ESV
Therefore God sends them a strong delusion, so that they may believe what is false,

Mark 4:5-17 ESV
Other seed fell on rocky ground, where it did not have much soil, and immediately it sprang up, since it had no depth of soil. And when the sun rose, it was scorched, and since it had no root, it withered away. Other seed fell among thorns, and the thorns grew up and choked it, and it yielded no grain. And other seeds fell into good soil and produced grain, growing up and increasing and yielding thirtyfold and sixtyfold and a hundredfold.” And he said, “He who has ears to hear, let him hear.” ...

Matthew 13:21 ESV
Yet he has no root in himself, but endures for a while, and when tribulation or persecution arises on account of the word, immediately he falls away.

Matthew 13:20 ESV
As for what was sown on rocky ground, this is the one who hears the word and immediately receives it with joy,

Ezekiel 33:18 ESV
When the righteous turns from his righteousness and does injustice, he shall die for it.

Ezekiel 33:13 ESV
Though I say to the righteous that he shall surely live, yet if he trusts in his righteousness and does injustice, none of his righteous deeds shall be remembered, but in his injustice that he has done he shall die.

Ezekiel 33:12 ESV
“And you, son of man, say to your people, The righteousness of the righteous shall not deliver him when he transgresses, and as for the wickedness of the wicked, he shall not fall by it when he turns from his wickedness, and the righteous shall not be able to live by his righteousness when he sins.

Ezekiel 18:26 ESV
When a righteous person turns away from his righteousness and does injustice, he shall die for it; for the injustice that he has done he shall die.

Ezekiel 18:24 ESV
But when a righteous person turns away from his righteousness and does injustice and does the same abominations that the wicked person does, shall he live? None of the righteous deeds that he has done shall be remembered; for the treachery of which he is guilty and the sin he has committed, for them he shall die.

Ezekiel 3:20 ESV
Again, if a righteous person turns from his righteousness and commits injustice, and I lay a stumbling block before him, he shall die. Because you have not warned him, he shall die for his sin, and his righteous deeds that he has done shall not be remembered, but his blood I will require at your hand.

Isaiah 65:11-16 ESV
But you who forsake the Lord, who forget my holy mountain, who set a table for Fortune and fill cups of mixed wine for Destiny, I will destine you to the sword, and all of you shall bow down to the slaughter, because, when I called, you did not answer; when I spoke, you did not listen, but you did what was evil in my eyes and chose what I did not delight in.” Therefore thus says the Lord God: “Behold, my servants shall eat, but you shall be hungry; behold, my servants shall drink, but you shall be thirsty; behold, my servants shall rejoice, but you shall be put to shame; behold, my servants shall sing for gladness of heart, but you shall cry out for pain of heart and shall wail for breaking of spirit. You shall leave your name to my chosen for a curse, and the Lord God will put you to death, but his servants he will call by another name. ...

Jude 1:4-6 ESV
For certain people have crept in unnoticed who long ago were designated for this condemnation, ungodly people, who pervert the grace of our God into sensuality and deny our only Master and Lord, Jesus Christ. Now I want to remind you, although you once fully knew it, that Jesus, who saved a people out of the land of Egypt, afterward destroyed those who did not believe. And the angels who did not stay within their own position of authority, but left their proper dwelling, he has kept in eternal chains under gloomy darkness until the judgment of the great day—

1 Timothy 1:20 ESV
Among whom are Hymenaeus and Alexander, whom I have handed over to Satan that they may learn not to blaspheme.

1 Timothy 1:19 ESV
Holding faith and a good conscience. By rejecting this, some have made shipwreck of their faith,

2 Thessalonians 2:12 ESV
In order that all may be condemned who did not believe the truth but had pleasure in unrighteousness.

1 Corinthians 9:27 ESV
But I discipline my body and keep it under control, lest after preaching to others I myself should be disqualified.

Romans 6:23 ESV
For the wages of sin is death, but the free gift of God is eternal life in Christ Jesus our Lord.

Acts 1:16-18 ESV
“Brothers, the Scripture had to be fulfilled, which the Holy Spirit spoke beforehand by the mouth of David concerning Judas, who became a guide to those who arrested Jesus. For he was numbered among us and was allotted his share in this ministry.” (Now this man acquired a field with the reward of his wickedness, and falling headlong he burst open in the middle and all his bowels gushed out.

John 15:6 ESV
If anyone does not abide in me he is thrown away like a branch and withers; and the branches are gathered, thrown into the fire, and burned.

Jeremiah 17:6 ESV
He is like a shrub in the desert, and shall not see any good come. He shall dwell in the parched places of the wilderness, in an uninhabited salt land.

Jeremiah 17:5 ESV
Thus says the Lord: “Cursed is the man who trusts in man and makes flesh his strength, whose heart turns away from the Lord.

Isaiah 1:28 ESV
But rebels and sinners shall be broken together, and those who forsake the Lord shall be consumed.

1 Chronicles 28:9 ESV
“And you, Solomon my son, know the God of your father and serve him with a whole heart and with a willing mind, for the Lord searches all hearts and understands every plan and thought. If you seek him, he will be found by you, but if you forsake him, he will cast you off forever.

1 Samuel 28:18 ESV
Because you did not obey the voice of the Lord and did not carry out his fierce wrath against Amalek, therefore the Lord has done this thing to you this day.

1 Samuel 28:15 ESV
Then Samuel said to Saul, “Why have you disturbed me by bringing me up?” Saul answered, “I am in great distress, for the Philistines are warring against me, and God has turned away from me and answers me no more, either by prophets or by dreams. Therefore I have summoned you to tell me what I shall do.”

1 Samuel 18:12 ESV
Saul was afraid of David because the Lord was with him but had departed from Saul.

1 Samuel 15:26-29 ESV
And Samuel said to Saul, “I will not return with you. For you have rejected the word of the Lord, and the Lord has rejected you from being king over Israel.” As Samuel turned to go away, Saul seized the skirt of his robe, and it tore. And Samuel said to him, “The Lord has torn the kingdom of Israel from you this day and has given it to a neighbor of yours, who is better than you. And also the Glory of Israel will not lie or have regret, for he is not a man, that he should have regret.”

Numbers 14:1-45 ESV
Then all the congregation raised a loud cry, and the people wept that night. And all the people of Israel grumbled against Moses and Aaron. The whole congregation said to them, “Would that we had died in the land of Egypt! Or would that we had died in this wilderness! Why is the Lord bringing us into this land, to fall by the sword? Our wives and our little ones will become a prey. Would it not be better for us to go back to Egypt?” And they said to one another, “Let us choose a leader and go back to Egypt.” Then Moses and Aaron fell on their faces before all the assembly of the congregation of the people of Israel. ...

Exodus 32:1-35 ESV
When the people saw that Moses delayed to come down from the mountain, the people gathered themselves together to Aaron and said to him, “Up, make us gods who shall go before us. As for this Moses, the man who brought us up out of the land of Egypt, we do not know what has become of him.” So Aaron said to them, “Take off the rings of gold that are in the ears of your wives, your sons, and your daughters, and bring them to me.” So all the people took off the rings of gold that were in their ears and brought them to Aaron. And he received the gold from their hand and fashioned it with a graving tool and made a golden calf. And they said, “These are your gods, O Israel, who brought you up out of the land of Egypt!” When Aaron saw this, he built an altar before it. And Aaron made proclamation and said, “Tomorrow shall be a feast to the Lord.” ...

Revelation 22:14 ESV
Blessed are those who wash their robes, so that they may have the right to the tree of life and that they may enter the city by the gates.

Revelation 21:11 ESV
Having the glory of God, its radiance like a most rare jewel, like a jasper, clear as crystal.

Revelation 21:2 ESV
And I saw the holy city, new Jerusalem, coming down out of heaven from God, prepared as a bride adorned for her husband.

Revelation 16:13 ESV
And I saw, coming out of the mouth of the dragon and out of the mouth of the beast and out of the mouth of the false prophet, three unclean spirits like frogs.

2 Peter 3:3 ESV
Knowing this first of all, that scoffers will come in the last days with scoffing, following their own sinful desires.

2 Peter 2:15 ESV
Forsaking the right way, they have gone astray. They have followed the way of Balaam, the son of Beor, who loved gain from wrongdoing,

James 1:12 ESV
Blessed is the man who remains steadfast under trial, for when he has stood the test he will receive the crown of life, which God has promised to those who love him.

Hebrews 6:4-6 ESV
For it is impossible, in the case of those who have once been enlightened, who have tasted the heavenly gift, and have shared in the Holy Spirit, and have tasted the goodness of the word of God and the powers of the age to come, and then have fallen away, to restore them again to repentance, since they are crucifying once again the Son of God to their own harm and holding him up to contempt.

Hebrews 1:14 ESV
Are they not all ministering spirits sent out to serve for the sake of those who are to inherit salvation?

Titus 3:10 ESV
As for a person who stirs up division, after warning him once and then twice, have nothing more to do with him,

2 Timothy 3:5 ESV
Having the appearance of godliness, but denying its power. Avoid such people.

2 Thessalonians 2:9 ESV
The coming of the lawless one is by the activity of Satan with all power and false signs and wonders,

Ephesians 5:11 ESV
Take no part in the unfruitful works of darkness, but instead expose them.

2 Corinthians 11:13-15 ESV
For such men are false apostles, deceitful workmen, disguising themselves as apostles of Christ. And no wonder, for even Satan disguises himself as an angel of light. So it is no surprise if his servants, also, disguise themselves as servants of righteousness. Their end will correspond to their deeds.

Acts 19:17-19 ESV
And this became known to all the residents of Ephesus, both Jews and Greeks. And fear fell upon them all, and the name of the Lord Jesus was extolled. Also many of those who were now believers came, confessing and divulging their practices. And a number of those who had practiced magic arts brought their books together and burned them in the sight of all. And they counted the value of them and found it came to fifty thousand pieces of silver.

Acts 8:9-13 ESV
But there was a man named Simon, who had previously practiced magic in the city and amazed the people of Samaria, saying that he himself was somebody great. They all paid attention to him, from the least to the greatest, saying, “This man is the power of God that is called Great.” And they paid attention to him because for a long time he had amazed them with his magic. But when they believed Philip as he preached good news about the kingdom of God and the name of Jesus Christ, they were baptized, both men and women. Even Simon himself believed, and after being baptized he continued with Philip. And seeing signs and great miracles performed, he was amazed.

Acts 7:39-43 ESV
Our fathers refused to obey him, but thrust him aside, and in their hearts they turned to Egypt, saying to Aaron, ‘Make for us gods who will go before us. As for this Moses who led us out from the land of Egypt, we do not know what has become of him.’ And they made a calf in those days, and offered a sacrifice to the idol and were rejoicing in the works of their hands. But God turned away and gave them over to worship the host of heaven, as it is written in the book of the prophets: “‘Did you bring to me slain beasts and sacrifices, during the forty years in the wilderness, O house of Israel? You took up the tent of Moloch and the star of your god Rephan, the images that you made to worship; and I will send you into exile beyond Babylon.’

Acts 2:38 ESV
And Peter said to them, “Repent and be baptized every one of you in the name of Jesus Christ for the forgiveness of your sins, and you will receive the gift of the Holy Spirit.

Acts 1:8 ESV
But you will receive power when the Holy Spirit has come upon you, and you will be my witnesses in Jerusalem and in all Judea and Samaria, and to the end of the earth.”

John 14:16 ESV
And I will ask the Father, and he will give you another Helper, to be with you forever,

John 5:39 ESV
You search the Scriptures because you think that in them you have eternal life; and it is they that bear witness about me,

Luke 22:48 ESV
But Jesus said to him, “Judas, would you betray the Son of Man with a kiss?”

Luke 22:47 ESV
While he was still speaking, there came a crowd, and the man called Judas, one of the twelve, was leading them. He drew near to Jesus to kiss him,

Luke 22:3-6 ESV
Then Satan entered into Judas called Iscariot, who was of the number of the twelve. He went away and conferred with the chief priests and officers how he might betray him to them. And they were glad, and agreed to give him money. So he consented and sought an opportunity to betray him to them in the absence of a crowd.

Luke 11:24-26 ESV
“When the unclean spirit has gone out of a person, it passes through waterless places seeking rest, and finding none it says, ‘I will return to my house from which I came.’ And when it comes, it finds the house swept and put in order. Then it goes and brings seven other spirits more evil than itself, and they enter and dwell there. And the last state of that person is worse than the first.”

Mark 14:11 ESV
And when they heard it, they were glad and promised to give him money. And he sought an opportunity to betray him.

Mark 14:10 ESV
Then Judas Iscariot, who was one of the twelve, went to the chief priests in order to betray him to them.

Matthew 27:3-5 ESV
Then when Judas, his betrayer, saw that Jesus was condemned, he changed his mind and brought back the thirty pieces of silver to the chief priests and the elders, saying, “I have sinned by betraying innocent blood.” They said, “What is that to us? See to it yourself.” And throwing down the pieces of silver into the temple, he departed, and he went and hanged himself.

Matthew 26:14-16 ESV
Then one of the twelve, whose name was Judas Iscariot, went to the chief priests and said, “What will you give me if I deliver him over to you?” And they paid him thirty pieces of silver. And from that moment he sought an opportunity to betray him.

Matthew 24:21 ESV
For then there will be great tribulation, such as has not been from the beginning of the world until now, no, and never will be.

Matthew 24:9 ESV
“Then they will deliver you up to tribulation and put you to death, and you will be hated by all nations for my name's sake.

Matthew 23:1-39 ESV
Then Jesus said to the crowds and to his disciples, “The scribes and the Pharisees sit on Moses' seat, so practice and observe whatever they tell you—but not what they do. For they preach, but do not practice. They tie up heavy burdens, hard to bear, and lay them on people's shoulders, but they themselves are not willing to move them with their finger. They do all their deeds to be seen by others. For they make their phylacteries broad and their fringes long, ...

Matthew 18:15-18 ESV
“If your brother sins against you, go and tell him his fault, between you and him alone. If he listens to you, you have gained your brother. But if he does not listen, take one or two others along with you, that every charge may be established by the evidence of two or three witnesses. If he refuses to listen to them, tell it to the church. And if he refuses to listen even to the church, let him be to you as a Gentile and a tax collector. Truly, I say to you, whatever you bind on earth shall be bound in heaven, and whatever you loose on earth shall be loosed in heaven.

Matthew 16:18 ESV
And I tell you, you are Peter, and on this rock I will build my church, and the gates of hell shall not prevail against it.

Zephaniah 1:4-6 ESV
“I will stretch out my hand against Judah and against all the inhabitants of Jerusalem; and I will cut off from this place the remnant of Baal and the name of the idolatrous priests along with the priests, those who bow down on the roofs to the host of the heavens, those who bow down and swear to the Lord and yet swear by Milcom, those who have turned back from following the Lord, who do not seek the Lord or inquire of him.”

Daniel 12:11 ESV
And from the time that the regular burnt offering is taken away and the abomination that makes desolate is set up, there shall be 1,290 days.

Ezekiel 13:18 ESV
And say, Thus says the Lord God: Woe to the women who sew magic bands upon all wrists, and make veils for the heads of persons of every stature, in the hunt for souls! Will you hunt down souls belonging to my people and keep your own souls alive?

2 Chronicles 25:27 ESV
From the time when he turned away from the Lord they made a conspiracy against him in Jerusalem, and he fled to Lachish. But they sent after him to Lachish and put him to death there.

2 Chronicles 25:14 ESV
After Amaziah came from striking down the Edomites, he brought the gods of the men of Seir and set them up as his gods and worshiped them, making offerings to them.

Deuteronomy 18:9-12 ESV
“When you come into the land that the Lord your God is giving you, you shall not learn to follow the abominable practices of those nations. There shall not be found among you anyone who burns his son or his daughter as an offering, anyone who practices divination or tells fortunes or interprets omens, or a sorcerer or a charmer or a medium or a necromancer or one who inquires of the dead, for whoever does these things is an abomination to the Lord. And because of these abominations the Lord your God is driving them out before you.

2 Peter 2:19 ESV
They promise them freedom, but they themselves are slaves of corruption. For whatever overcomes a person, to that he is enslaved.

Titus 2:13 ESV
Waiting for our blessed hope, the appearing of the glory of our great God and Savior Jesus Christ,

Acts 3:19 ESV
Repent therefore, and turn again, that your sins may be blotted out,

Proverbs 3:6 ESV
In all your ways acknowledge him, and he will make straight your paths.

Psalm 103:2-4 ESV
Bless the Lord, O my soul, and forget not all his benefits, who forgives all your iniquity, who heals all your diseases, who redeems your life from the pit, who crowns you with steadfast love and mercy,

Exodus 7:10-12 ESV
So Moses and Aaron went to Pharaoh and did just as the Lord commanded. Aaron cast down his staff before Pharaoh and his servants, and it became a serpent. Then Pharaoh summoned the wise men and the sorcerers, and they, the magicians of Egypt, also did the same by their secret arts. For each man cast down his staff, and they became serpents. But Aaron's staff swallowed up their staffs.

(Source: http://www.openbible.info/topics/apostasy)

Links National

Dekret der Deutschen Bischofskonferenz zum Kirchenaustritt: http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse/2012-145a-Allgemeines-Dekret-Kirchenaustritt_Dekret.pdf

Wikipedia: Kirchenaustritt

Wikipedia: Kirchenwiedereintritt

Gero P. Weishaupt: Kirchenaustritt

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Informationen zur Erwachsenentaufe

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Katholisch werden: http://www.katholisch-werden.de/home/index_home.html

Katholisch.de: Interview

Katholisch.de: Kirchenaustritt

kirchensite: Kirchenaustritt

Katholisch.de: Statistik der Kirchenaustritte

Katholisch.de: Interview Kircheneintritt

kathwahrheit.de: Kircheneintritt

Zur Erwachsenentaufe (Bistum M�nster)

Infos zur Taufe beim Bistum Osnabr�ck

Kirchenschwinden.de

kath.net: Ein 'Austritt' um 30 Euro

kath.net: Kirchenaustritt: Keine Sperre beimArbeitslosengeld

kath.net: Zollitsch: 'Anstieg der Kirchenaustritte beunruhigt mich sehr'

katholisch.de: Mehr Kirchenaustritte durch Abgeltungssteuer?

introibo.net: Kirchenaustritt

Bibliothek der Kirchenv�ter: �ber die Gefallenen

Cursillo

Westf�lische Wilhelms-Universit�t M�nster: Wirtschaftskrise erh�ht Bereitschaft zum Kirchenaustritt. Prof. Dr. Detlef Pollack erkl�rt Mitgliederschwund 

kath.net: Es gab fr�her auch schon einmal mehr Kirchenaustritte

idea.de: Kirchenaustritte steigen drastisch

kath.net: Kirchenrechtler: 'Vatikan hat Kirchenaustrittsdebatte nicht gekl�rt'

kath.net: 'Ethik-Steuer' auf Kirchenaustritte gefordert

jesus.de: Wer aus der Kirche austritt, will Geld sparen

jesus.de: Vatikan dr�ngt: Keine automatische Exkommunikation bei Kirchenaustritt

MEDRUM: Kirchenaustritte bei Katholischer Kirche 2010 stark angestiegen

Jesus.de: Umfrage: F�nf Millionen denken �ber Kirchenaustritt nach

Neue Regeln f�r den Austritt aus der Katholischen Kirche: http://www.gloria.tv/?media=335371

Links International

Resources

kath.net: Benedikt XVI: Omnium in mentem

Kathshop: Glaubenskurs

Michael Barber: How to Talk to Fallen-Away Catholics

Steve Wood: "Have You Been Born Again?" (CD)

Steve Wood: "How I Led Catholics Out of the Church & How You Can Bring Them Back" (CD)

Lorene Hanley Duquin: Top 10 Reasons to Come Back to the Catholic Church (Pamphlet)

Our Sunday Visitor: When Someone You Love Leaves the Church (Pamphlet)

Our Sunday Visitor: How to Forgive the Church (Pamphlet)

Answers in Genesis: Already Gone (DVD & Softcover)

Rust (DVD)


Kirche, Papst und Glaube: Fragen, Irrtümer, Missverständnisse

Michael Müller (Autor)
Broschiert: 224 Seiten
Verlag: MM Verlag; Auflage: 1 (4. Oktober 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3928272977
ISBN-13: 978-3928272971



Search and Rescue: How to Bring Your Family and Friends Into or Back Into the Catholic Church [Taschenbuch]
Patrick Madrid
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Sophia Inst Pr (Juni 2001)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 192883227X
ISBN-13: 978-1928832270



Rechurch: Healing Your Way Back to the People of God (Gebundene Ausgabe)
von Stephen Mansfield (Autor), George Barna (Künstler)
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Tyndale Pub (März 2010)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1414333285
ISBN-13: 978-1414333281



Generation Ex-Christian: Why Young Adults Are Leaving the Faith. . .and How to Bring Them Back [Taschenbuch]
Drew Dyck (Autor)
Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: Moody Pr (Oktober 2010)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0802443559
ISBN-13: 978-0802443557



You Lost Me: Why Young Christians Are Leaving Church . . . and Rethinking Faith [Taschenbuch]
David Kinnaman (Autor)
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Baker Book House (Oktober 2011)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0801014085
ISBN-13: 978-0801014086