Katholisch Leben: The Jesus Brothers!

Aufbruch und Erneuerung

YouTube.com: Ray Vander Laan: RUN!

 

Aufbruch



Aufbruch - das ist etwas, das uns alle betrifft.

Die Kirche ist die Gemeinschaft der Gläubigen - und nur als solche ist sie lebendig. JedeR von uns ist gerufen, sich zu beteiligen.

Gott hat jedem von uns Gaben gegeben, die wir auch zu Seinem Ruhme nützen sollten. Eine dieser Gaben: Kreativität. Es ist leicht, über die Kirche zu schimpfen, zu jammern und Fehler an ihr zu entdecken. Warum aber nicht einfach seine Kreativität benutzen und sich neue Mittel und Wege ausdenken, um die Kirche wieder für die Gläubigen lebendiger zu gestalten, um Menschen, die die Kirche verlassen haben, zurück zu holen oder um Menschen anderern christlicher Gemeinschaften für die Katholische Kirche zu begeistern? Oder gar Menschen, die bisher mit dem Christentum noch nichts am Hut hatten, durch das eigene Beispiel daran zu interessieren?

Da muss man allerdings erst einmal bei sich selbst anfangen: Lebe ich wirklich meinen Glauben? Was weiß ich über die Lehren der Katholischen Kirche? Bin ich wirklich in der Lage, meinen Glauben auch gegen Angriffe zu verteidigen? Mit Missverständnissen oder Unkenntnis aufzuräumen? Anhand der Bibel oder Zeugnisse von den Kirchenvätern die Glaubenswahrheiten der Kirche zu belegen?

Wie ist es um mein eigenes Leben bestellt? Menschen, die noch nie etwas mit dem Christentum zu tun hatten, sollten an meinem eigenen Beispiel - an der Art und Weise, wie ich rede, wie ich mit anderen Menschen umgehen, was ich tue - vor allem auch für andere - erkennen, was es mit Jesus auf sich hat. Jesus durch mich erkennen.

Dafür muss man natürlich erstmal die eigene Bequemlichkeit überwinden. Selbst den Hintern hoch bekommen und etwas angehen. Aktiv werden.

Eines Tages werden wir vor Gott stehen und uns für unser Leben zu verantworten haben. Dafür, wie wir mit unseren Gaben umgegangen sind.

Was, wenn dieser Tag schon morgen wäre? Wären wir wirklich bereit?

Angesichts der heutigen Situation (schwindende Zahl der Gläubigen, Erstarken von anderen Religionen, mangelnder Konsens über das Wahre und Gute, Relativismus usw.) ist ein Aufbruch in allen Bereichen der Gesellschaft - aber auch in allen Ebenen der Kirche gefragt.

Wer immer nur das tut, was er schon immer getan hat, wird auch immer nur das bekommen, was er schon immer bekommen hat. Alle müssen wir umdenken und anders handeln - ob wir nun Laien, Ordensleute, Priester, Nonnen oder "ganz normale" Gläubige sind. Ohne dabei jedoch auch nur einen Zentimeter von unseren Glaubenswahrheiten abzurücken (auch wenn dies heute so oft gefordert wird: Man müsse "mit der Zeit gehen", "nicht so ignorant und rückständig" sein, nicht "altmodisch" oder "rückständig" werden).

Das Leben ist ein großes Abenteuer. Verschlafen wir es nicht!





Katholisch Leben?

Die beiden Wörter "Katholisch" und "Leben" wurden bewusst gewählt.

Eine Entscheidung zum katholischen Glauben ist zum einen eine Entscheidung für Christus und damit eine Entscheidung zum Leben. Dabei ist "Katholisch" nicht nur ein Anhängsel, sondern ein Ausdruck bewusster Willensentscheidung zum Festhalten an den Glaubenswahrheiten der Katholischen Kirche - und damit verbunden die Verteidigung dieses Glaubens in der Öffentlichkeit.

Andererseits soll damit ausgedrückt werden, dass dieser Glaube auch gelebt werden will - in allen Bereichen unseres Lebens. Wir schöpfen aus der vollen Gnade Gottes, aus der Liebe, die wir von Ihm erhalten, und geben diese weiter an unsere Mitmenschen. Damit erfüllen wir Seinen Auftrag, Gott und unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst.

 

Bedeutet "Aufbruch" automatisch "etwas Neues schaffen"?

Nein! Das ist ein großer Fehler in der heutigen Kirche, dass man ständig meint, wenn etwas nicht so läuft, wie man sich das gerade vorstellt (Stichworte: Priestermangel, Rückgang der Kirchengänger, Kirchenaustritte), müsse man alles bisherige über den Haufen werfen und etwas radikal neues an dessen Stelle errichten - inklusive traditionell katholischer Lehrern, Glaubensüberzeugungen und Bibelinterpretationen (ein charakteristisches Merkmal: kaum ein Bibelvers wird mehr Jesus selbst zugeschrieben - sie werden als "nachösterliche Einschübe betrachtet -, man sieht die Bibel im Licht "moderner Wissenschaft & Psychotherapie", man sagt, die Bibel sei zwar von Gott inspiriert, aber von Menschen geschrieben - und was auch immer einem nicht passt, ist eben im Kontext des damaligen Lebens des damaligen Schreibers zu sehen, das Vorhandensein ewig gültiger Werte und Wahrheiten wird geleugnet, man propagiert schon fast einen individuellen, maßgeschneiderten Glauben, der vieles erlaubt und ermöglicht usw.).

Aber warum eigentlich? Es kann natürlich durchaus sinnvoll sein, vorurteilsfrei neue Konzepte und Ideen auf ihre Vereinbarkeit und Produktivität im Rahmen der Kirche zu prüfen. Manchmal ist es aber auch durchaus angebracht, sich auf "alte", traditionelle Werte und Glaubensüberzeugungen rückzubesinnen! Man ist deshalb keineswegs "rückständig" oder "engstirnig", sondern geht eher "zurück zu den Wurzeln" und denkt nach, was denn das Wesen des Christentums ist, was uns von der Welt da draussen unterscheidet (es ist ein Irrglaube, zu denken, wenn wir wie die Welt werden, kommen mehr Menschen in die Kirche! Das mag sogar eine Zeitlang funktionieren, aber wenn die Kirche wie die Welt ist, werden die Menschen schnell überlegen, warum sie eine Kirche überhaupt noch brauchen!).

Nein, nicht alles war gut in der "guten alten Zeit". Einiges aber durchaus - etwa der Respekt vor kirchlichen Autoritätspersonen und damit verbunden der Respekt vor der kirchlichen Lehre, die durch diese Autoritätspersonen vermittelt wurde. Und sie taten dies keineswegs, weil sie uns gerne herum kommandierten, sondern weil sie uns liebten und wie gute Hirten ihre Herde in die richtige Richtung führen und vor Schlimmerem bewahren wollten.

Ein Don Camillo mag heute eher von Nöten sein als ein namen- und gesichtsloses "Caféteria-Christentum", bei dem sich jedeR aussuchen kann, was ihm bzw. ihr gefällt und was nicht. Dessen Lehre so "wischiwaschi" ist, dass sich kaum jemand davon angegriffen - oder auch nur angesprochen fühlt und die praktisch alles irgendwie in die "richtige" Richtung interpretiert. Das mag zwar gut gemeint sein - aber nicht umsonst warnt uns die Bibel ausdrüclich vor derartigen Irrlehren!

Einen Trost haben wir jedoch als Katholikinnen und Katholiken: die Kirche als ganze kann nicht irren, da sie einen Beistand hat, der sie nie verlassen wird: den Heiligen Geist.

 

 

"Up to Date"?

Muss die Kirche "up to date" sein? Sollte sie "mit der Zeit gehen", um überhaupt noch Menschen anzusprechen? Bleiben so viele Menschen der Kirche fern, weil sie oft noch Traditionen wie vor hunderten von Jahren verfolgt? Sollte der Papst eine Publicity-Firma anheuern, um öffentlichkeitswirksamer zu werden? Warumnicht schnell eine Pressekonferenz mit dem Papst einberufen als die Fragen schriftlich stellen?

Ähnliches hörte man anlässlich des Papstbesuches in den USA im April 2008.

Kritisiert wurde auch, dass es doch unglaublich sei, dass nur Priester die Kommunion verteilen durften und Menschen, die sich offen für Abtreibung einsetzten, der Kommunion fern bleiben sollten.

Ist das wirklich so "unglaublich"?

Muss die Kirche "mit der Zeit gehen"? Nun, in gewisser Weise ja. Die Kirche ist etwas lebendiges und wachsendes und als solches kann man sie nicht in einem Zustand "einfrieren" (wie es etwa manche versuchen, die unbedingt ein "Urchristentum" wiederherstellen möchten). Das heißt aber keineswegs, dass Änderungen in der Kirche in der selben Geschwindigkeit abzulaufen haben wie in der Welt - oder dass die Kirche wie die Welt aussehen sollte, um attraktiver zu sein. Würde sie das tun, wäre sie bald überflüssig - wofür sollte man dann überhaupt noch eine Kirche brauchen?

Kirche muss immer (!) anders als die Welt sein. Erliegt man der Versuchung, die Kirche mit allzu modernen Elementen zu versetzen (Rockbands in der Kirche, Banalisierung der Liturgie, Volksfestcharakter des Gottesdienstes), hat man ihr Wesen und ihre Sendung missverstanden. Um hier Klarheit zu schaffen: Ich liebe christliche Rockmusik und christliche Veranstaltungen jeder Art - aber die Kirche ist das Haus Gottes und ein Gottesdienst ist etwas aneres als eine Veranstaltung mit einem christlichen Touch. Wesentliche Charakterzüge der Katholischen Kirche waren und sind schon seit jeher auch die tiefe Spiritualität, die würdevolle Feierlichkeit und die Mystik. Warum werden denn gerade Klöster wieder für Christen jegliche Denomination - und soger Ungläubige - so attraktiv? Waum sieht man auch und gerade junge Menschen und Familien in tridentinischen Messen? Warum haben Wallfahrtsorte wie Altötting so einen Zulauf?

Nein, die Kirche darf nicht wie die Welt werden und auch nicht den Forderungen der Welt nachgeben. Vielleicht würden dann kurzfristig mehr Menschen kommen - die würden aber schnell wieder weg sein, wenn sie feststellen, dass das, was sie hier sucen, dort niht mehr zu finden ist.

Manchmal möchte man auch Jouralistinnen und Journalisten daran erinnern, dass der Papst nicht dasselbe wie ein Rockstar oder ein Politiker ist. Er ist der, der auf dem Stuhl Petri sitzt und sozusagen Jesu "Premierminister" hier auf Erden ist! Und als solcher hat er zum einen doch etwas mehr Respekt verdient, zum anderen unterliegt er als solcher nicht den Gesetzen moderner Öffentlichkeitsarbeit. Er hat die oberste Lehramtsautorität - und als solche macht es doch sehr wohl Sinn, gut zu überlegen, zu beten und sich mit anderen zu besprechen, bevor man unüberlegt und vorschnell zwecks besserer Publicity drauf los plappert.

Jesu sagte, Sein Königreich sei nicht von dieser Welt. Und so ist auch das unsere nicht von dieser Welt - wenngleich seit Seinem Tod das Königreich jetzt schon begonnen hat - und eines Tages vollendet werden wird.

Sein Denken ist nicht unser Denken. Für Christinnen und Christen zählen andere Werte als für gewinnorientierte Unternehmen. Und wenn jemand nicht in die Kirche geht und seinen/ihren Glauben nicht praktisch in Gemeinschaft mit anderen Gläubigen lebt, soll er/sie doch bitte nicht das manglende Unterhaltungsangebot der Kirche oder die "altmodische" Liturgie als Ausrede hernehmen.

Wie wir in der Bibel schon lesen: Das Tor zum Himmel ist eng und der Weg dorthin steil und beschwerlich und nur wenige gelangen dorthin. Das andere Tor hingegen ist weit und der Weg dorthin breit und leicht zu gehen...

Was die Eucharistie bzw. die Kommunion betrifft: Diese sollte nur mit reinem Herzen empfangen werden. Dementsprechend ist bei garvierenden Sünden eine vorherige Umkehr, Buße und Beichte unerlässlich. Wer den Herrn Jess Christus in sich aufnimmt, kann dies nicht tun, wenn er gleichzeitig ein "Doppelleben" führt und sich im Alltag wenig um Gottes Gebote kümmert. Hinsichtlich der Sakramentenspendung durch die Priester ist dies ein wichtges und wertvolles Zeichen: das Mysterium der Eucharistie, in der unser Herr Jesus Christus tatsächlich gegenwärtig wird, wurde ursprünglich von den Aposteln - und seither in apostolischer Sukzession von ihren Nachfolgern, also den Priestern und Bischöfen gefeiert. Die Bedeutung dieses Sakraments geht leider heute mehr und mehr unter und es wurde höchste Zeit, dass der Heilige Vater uns wieder daran erinnert hat, dass dies der zentrale Moment der Messe ist und die Gegenwart Jesu Christi nichts profanes darstellt, sondern ihr vielmehr in tiefer Anbetung begegnet werden sollte!

 

Wir sind das Licht der Welt!

Reden wir ueber Glaubensverkuendigung. Ueber unsere geliebte Katholische Kirche und unseren katholischen Glauben. In 1 Petr 3, 15-16 lesen wir: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfuellt; aber antwortet bescheiden und ehrfuerchtig, denn ihr habt ein reines Gewissen.“ (Einheitsuebersetzung).

Tun wir das? Begreifen wir tatsaechlich die Notwendigkeit des Ganzen?

Die groesste Kirche in den USA ist – noch – die Katholische Kirche. Die zweitgroesste  christliche Gruppierung sind Ex-Katholiken, also Katholiken, die die Kirche verlassen haben. Bei uns duerfte die Tendenz nicht viel besser aussehen.

Bereits Erzbischof Fulton Sheen hat seinerzeit darauf hingewiesen, dass viele Menschen zwar angeben, gegen die Katholische Kirche zu sein, aber nur wenige tasaechlich aus tiefstem Herzen gegen diese Kirche sind. Die meisten haben etwas gegen das, was sie fuer die Katholische Kirche halten.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, die Tatsache, dass viele Menschen die Katholische Kirche verlassen, hat letztere – und damit meine ich jeden einzelnen Glaeubigen! – mit verschuldet. Viele Menschen suchen eine enge Beziehung zu Jesus Christus und eine lebendige, familiaere Gemeinde. Eine Gemeinde aber auch, die aus dem geschriebenen Wort – der Bibel – ihre Kraft findet. Nun wissen wir als Katholiken, dass das ueberlieferte Wort – die Tradition und das kirchliche Lehramt – ebenso biblische Saeulen der Kirche sind, aber leider ist der Vorwurf vieler Nicht-Katholiken, die Katholiken wuerden die Bibel und ihren eigenen Glauben nicht kennen, nur allzu oft richtig. Die wenigsten Katholiken sind in der Lage, sich und anderen gegenueber ihren Glauben zu begruenden. Und letztlich kann ich aber nur lieben, was ich kenne. Wenn nun etwa evangelikale Christen zwei, drei aus dem Zusammenhang gerissene Bibelverse (wenn auch mit den besten Absichten!) zitieren, werde ich schnell aus dem Konzept gebracht (etwa der Vorwurf, wir duerfen doch niemand Vater nennen, oder wir wuerden Maria und die Heiligen anbeten, oder die Katholische Kirche haette vieles erfunden und sei vom „Urchristentum“, vom „wahren“ Glauben also, abgefallen). Hinzu kommt die sehr familiaere Atmosphaere in evangelikalen Gemeinden, die man in katholischen Gemeinden oft vergeblich sucht.

Waehrend viele evangelikale oder fundamentalistische Christen fuer ihren Glauben brennen und sich nicht schaemen, diesen immer und ueberall zu verkuenden, findet man aehnliches bei Katholiken nur selten. Tatsaechlich aber hat jede und jeder einzelne Katholik von Gott Gaben und Talente erhalten, um diese zum Ruhm des Herrn und fuer Seinen Leib - die Kirche – einzusetzen. Jeder unter uns ist gerufen, unseren katholischen Glauben in Wort und Tat zu verkuenden und fuer den Herrn zu brennen! Wir sind das Licht der Welt und duerfen dieses Licht nicht unter den Scheffel stellen!

Dazu gehoert aber auch, dass ich lerne, mit Argumenten umzugehen, die sich gegen die Katholische Kirche richten. Dass ich lerne, unseren Glauben zu erklaeren – immer unter dem Vorsatz der Liebe und Demut. Wir sind nicht gerufen, auf andere herabzusehen oder diese argumentativ „niederzumachen“, sondern die frohe Botschaft zu verkuenden!

Ein anderer Ausdruck der Tatsache, dass wir unseren katholischen Glauben weder kennen noch richtig zu lieben scheinen, ist das, was man gemeinhin als „Auswahlchristentum“ bezeichnet: man sucht sich das aus dem eigenen Glauben heraus, das einem gefaellt und mischt es mit Elementen aus anderen christlichen Konfessionen, anderen Religionen – oder einfach mit den persoenlichen Vorlieben und Vorstellungen. „Moralischer Relativismus“ hat das der Papst auch genannt – jeder definiert fuer sich selbst, was gut, wahr und richtig ist. Der Untergang jeder Gesellschaft.

Das kirchliche Lehramt (Bischoefe, Papst) sowie der Katechismus wird selbst von vielen Theologinnen und Theologen kaum mehr beachtet. Viel mehr zaehlt das, was man selbst fuer richtig haelt. So wird dann auch die Bibel ausgelegt. Man dreht und wendet es so lange, bis es passt – wenngleich auch meist mit den besten Absichten.

All dies ist aber nicht das, was den katholischen Glauben ausmacht. Als jemand, der einige Jahre in freikirchlichen Gemeinden verbracht hat und immer noch viele Freunde dort hat, kann ich nur sagen, dass Menschen, die (zurueck) zur Katholischen Kirche kommen, nicht selten hoechst erstaunt darueber sind, dass viele Katholiken weder ihren eigenen Glauben noch die Bibel, das Lehramt und die Tradition zu kennen scheinen oder sich daran halten, noch danach brennen, anderen die frohe Botschaft in Wort und Tat zu verkuenden. Viele der Menschen, die (zurueck) zur Katholischen Kirche finden, merken, dass es die Kirche, die sie so lieben gelernt haben und fuer die sie innerlich brennen, kaum mehr zu existieren scheint.

So wird in nicht wenigen Gemeinden und Gremien bzw. Arbeitsgemeinschaften die Notwendigkeit einer zeitgemaessen und kreativen Glaubensverkuendigung und Glaubensbegruendung nicht gesehen. Mangels Personal beschraenkt man sich lieber auf „oekumenische“ Aktivitaeten und kuerzt dafuer charakteristisch katholische, als sich um den eigenen Glauben zu kuemmern (der durch viele dieser wohlgemeinten oekumenischen Aktivitaeten immer mehr verwaessert). Und dann wundert man sich, warum einem die Leute davon laufen und neue erst gar nicht kommen. Warum sollten sie auch? Viele sehen von aussen, was hier geschieht und denken sich, warum sollte ich etwas beitreten, das ich woanders besser haben kann!

Beweisen wir ihnen das Gegenteil! Kehren wir zurueck zu unseren katholischen Wurzeln!

Brennen wir fuer unseren katholischen Glauben!

Be the Sign of Contradiction!

Die Katholische Kirche geht duesteren Zeiten entgegen.

Manch einer mag jetzt entnervt aufstoehnen: „Schon wieder so eine Schwarzmalerei!“

Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Jeder, der „Father Elijah“ von Michael D. O’Brien gelesen oder den Film „Katholiken“ gesehen hat, weiss, worauf ich hinaus will. Dem Rest kann ich nur empfehlen, dieses wahrhaft profetische Buch zu lesen und den Film anzusehen.

Ich will einmal versuchen, das Ganze aus der Perspektive eines Konvertiten zu erlaeutern, also eines Menschen, der zunaechst in evangelikalen oder fundamentalistischen (und das meine ich hier keineswegs negativ!) Gemeinden war und dann zum Reichtum und zur Fuelle der Katholischen Kirche (zurueck) gefunden hat:

Charakteristisch fuer viele, die diesen Schritt gegangen sind oder dabei sind, ihn zu tun, ist, dass sie erschrocken und enttaeuscht ueber den Zustand dieser Kirche und ihrer Glaeubigen sind. Sie haben viel aufgegeben, haben voller Freude und innerem Feuer den katholischen Glauen studiert, kennen den Katechismus besser als so mancher Theologe oder Priester – und muessen dann feststellen, dass es diese Kirche nicht (mehr) gibt!

Sie hat sich zwar noch an einigen wenigen Orten und in einigen wenigen Menschen gehalten (siehe „Father Elijah“!), im Grossen und Ganzen aber scheint all das, was seit 2.000 Jahren das „katholische“ ausgemacht hat, in der Katholischen Kirche nicht mehr willkommen zu sein.

Kuerzlich kontaktierte mich ein Bruder, den ich noch aus meiner Vergangenheit in anderen christlichen Gemeinden kannte. Er ist seit geraumer Zeit mit Feuereifer dabei, den katholischen Glauben zu studieren. Dafuer bestellt er sich Buecher (u.a. aus den USA!), liest und studiert den Katechismus und selbstverstaendlich die Bibel. Ebenso macht er sich im Internet schlau und bestellt sich katholische Medien. Vorbildlich in jeder Hinsicht – und ein Vorbild auch fuer jeden Katholiken. Nur wer seinen Glauben kennt, kann ihn auch wirklich lieben!

Nun war er in einer der Stellen, die die Katholische Kirche in seinem Bistum fuer Konvertiten eingerichtet hat. Er wollte dort Kurse machen und sich mit den Geistlichen vor Ort unterhalten. Irgendwann wandte er sich entnervt an mich und meinte, er sei es leid, die Theologen dort an die Aussagen des Katechismus zu erinnern und ihnen den eigenen katholischen Glauben zu erklaeren.

Nun mag ich keineswegs die Aufrichtigkeit der Menschen in solchen Einrichtungen bezweifeln. Allerdings weiss ich aus eigener Erfahrung, dass sie oft nicht die Sprache der Menschen sprechen, die sie eigentlich erreichen wollen/sollen. Ausserdem vertreten sie teilweise auch – wenn auch im besten Wissen und Gewissen! - das, was ich einmal vorsichtig mit „unselige Theologie“ umschreiben moechte.

Einige Charakteristika dieser „neuen Theologie“ sowie des „neuen Geistes“ der unsere geliebte Kirche zu durchstroemen scheint:

Die Bibelverse, auf die sich die Katholische Kirche seit 2.000 Jahren zur Begruendung ihrer Glaubenswahrheiten gestuetzt hat und dies im Katechismus immer noch tut (ebenso wie dies internationale Theologen zumeist noch tun!), werden – gerade von deutschen Theologen! – von heute auf morgen „ueber den Haufen geworfen“. „Nachoesterliche Einschuebe“ werden sie genannt, die zwar noch goettlich inspiriert sind, aber nicht von Jesus selbst gesagt wurden. Ebenso wird alles „im Licht der damaligen Zeit“ gesehen (womit sich fast alles relativieren laesst) oder als rein „symbolisch“ betrachtet.


Eine blinde Wissenschaftsglaeubigkeit. Die Menschen damals haetten ja nicht die Erkenntnisse gehabt, die wir heute haben. Wir wissen ja heute alles so viel besser, insofern muessen wir die Bibel, die vom Schoepfer des Universums inspiriert wurde, neu schreiben – oder zumindest neu „auslegen“. Sind wir schlauer als Gott selbst? Nein, ich glaube weiter meinem Vater im Himmel – im Vertrauen darauf, dass das, was Er uns geboten hat, nicht aus dem Grunde geschehen ist, weil Er uns gerne herumkommandiert, sondern weil Er uns liebt und weiss, was geschieht, wenn wir unser Gesicht von Ihm abwenden.


Eine geradezu naive Unterschaetzung des Okkulten. Da wird Harry Potter als harmloser Kinderspass abgetan, das Horoskop gelesen, Halloween gefeiert, Geisterfilme im Fernsehen angesehen, Rockmusik mit unzweideutigen Texten und Inhalten gehoert – und man glaubt, all das waere nicht so schlimm. Auf der anderen Seite gelten die wenigen uebrig gebliebenen Exorzisten als Relikte aus einer laengst vergangenen Zeit – wenn nicht gar alsgefaehrliche Kriminelle. Ebenso wird die Suende in kaum einer Predigt mehr erwaehnt (man will ja die Leute nicht verschrecken!), der Teufel und die Hoelle entweder ganz geleugnet oder schoengeredet. Der einzige, der zu all dem wirklich lachen kann, ist genau dieser Teufel selbst! Der Meister der Luegen, der es auch und gerade heute noch schafft, die Glaeubigen aufs Glatteis zu fuehren. Du glaubst nicht daran, dass es einen Teufel und die Hoelle gibt? Nun, du wirst es vielleicht glauben, wenn du dort bist! Wir sehen hinter jeden Baum den Teufel? Das waere nicht so sehr das Problem – solange er dort bleiben wuerde (angelehnt an F. Bill Casey)!


Ein falsches Verstaendnis von Oekumene. So wichtig es auch ist, die Spaltung der christlichen Kirche zu ueberwinden und sich auch mit anderen Religionen an einen Tisch zu setzen, so sehr vermisse ich hier die Grundvoraussetzung von Oekumene: sie kann nur dort funktionieren, wo jeder zunaechst in seinem eigenen Glauben fest verwurzelt steht. Wer selbst nicht weiss, wer er ist, woher er kommt und wohin er gehoert, kann keine fruchtbare Oekumene vorwaerts bringen! Mit einer wenn auch wohlgemeinten „wischi-waschi“-Einstellung, die weder Fisch noch Fleisch ist, ist niemandem geholfen. Dies deckt sich mit dem ueberall zu findenden moralischen Relativismus (es gibt keinen Konsens mehr darueber, was richtig, wahr und moralisch ist. Jeder definiert es fuer sich selbst) und dem Auswahlchristentum oder auch „Cafeteria-Christentum“ (man sucht sich das, was einem in den verschiedenen christlichen Konfessionen gefaellt, zusammen, fuegt ein wenig Zen-Buddhismus, Hinduismus oder Schamanentum & Esoterik hinzu und wuerzt es mit den eigenen Moralvorstellungen. Jeder wird so sein eigener Gott und alle sind wir „gluecklich“.


Das Ruetteln an traditionellen christlichen Familienwerten sowie am biblischen Bild von Mann und Frau. „Feministische Theologie“ ist hier nur eines der Schlagwoerter. Da meinen sogar weibliche Ordensfrauen, dass der einzige Grund, warum sie nicht Priester werden duerften, die Tatsache sei, das sie kein Y-Chromosom haetten. Das ist ein Bild des Jammers. Mann und Frau sind in der Bibel schon immer gleich viel wert gewesen – jedoch hatten sie von Anfang an verschiedene Rollen. Sie waren unterschiedlich – und dieser Unterschied ist etwas Gutes! Moderne Gleichmacherei ruettelt an den Grundfesten des biblischen Menschenbildes. Der Mann als der, der die Familie leiten sollte – und ihr gleichzeitig dienen sollte, wie Christus seiner Braut (der Kirche) gedient hat, wird als ein antiquiertes Rollenverstaendnis abgelehnt. Maenner und Frauen wissen nicht mehr, wer sie sind und was ihre Aufgaben sind („Gender Mainstreaming“). Selbst Homosexualitaet wird voellig neu bewertet – als ob Gene oder psychologische Hintergruende ein Kriterium fuer moralische oder glaubensmaessige Akzeptanz waeren. Scheidung wird nicht mehr so eng gesehen (der Bund der Ehe als ein Spiegelbild des Bundes zwischen Gott und den Menschen und als eindeutig von Gott angeordnete lebenslange, monogame Verbindung wird hier eigenmaechtig umgekrempelt), ebenso vieles andere, was die muendliche und schriftliche Ueberlieferung (Bibel und kirchliches Lehramt) 2.000 Jahre lang eindeutig gelehrt haben.


Die gnadenlose Unterwerfung unter den Zeitgeist. Die Kirche soll ihre altmodischen Moralvorstellungen ueberdenken und „mit der Zeit gehen“. Das Problem hierbei: Wenn die Kirche immer mehr wie die Welt wird, warum sollte dann irgend jemand ueberhaupt noch die Kirche brauchen?


Am Amt des Papstes als desjenigen, der die Schluessel des Himmelreiches uebertragen bekommen hat, der zusammen mit den Bischoefen das kirchliche Lehramt und die kirchliche Autoritaet innehat, wird immer mehr geruettelt und gesaegt (siehe „Father Elijah“!).


Moderne Theologie: Hier hat das kirchliche Lehramt wohl Jahrzehnte lang die Zuegel zu locker gehalten. Was hier von Theologen mit kirchlichem Lehrauftrag teilweise – wiederum sehr wohl mit den besten Absichten! – gelehrt wird, ist manchmal schon grenzwertig. Da gehoert es schon fast zum guten Ton, den Papst sowie die Stellungnahmen der Bischoefe zu kritisieren. Da werden theologische Buecher verfasst und Artikel geschrieben, die in einer derart abgehobenen Sprache verfasst sind, dass weder der Leser geneigt ist, dem zu folgen noch der Schreiber offenbar eine klare Vorstellung davon hat, was er damit eigentlich sagen will. Und mit der Uebereinstimmung mit dem Katechismus nimmt man es da nicht mehr so genau. Von der Treue zu Rom ganz zu schweigen. Ein charakteristischer Satz hierfuer, der durchaus auch von Geistlichen stammen kann: „Offiziell muss ich Ihnen jetzt dies und das sagen, privat aber sage ich ihnen...“. Als wenn ein Priester privat sein kann, wenn ihn jemand um Rat fragt.


Das teilweise sehr aggressive Vorgehen gegen die, die fuer das eigentlich „katholische“ in der Katholischen Kirche stehen.

Manch einer mag sich nun ueber mich aufregen und mich als radikal, rueckstaendig und engstirnig halten. Damit kann ich gut leben. Ich liebe die Katholische Kirche mit meinem ganzen Herzen und mit meiner ganzen Seele. Und ich liebe das „katholische“ an dieser Kirche. Mir ist ein Don Camillo oder ein Padre Pio tausend Mal lieber als alles, was moderne Theologie zu bieten hat.

Zurueck zu „Father Elijah“: ich habe kuerzlich mit Michael D O’Brien gechattet. Er meinte schliesslich, ich solle weiterhin das „sign of contradiction“ bleiben – das Zeichen des Widerspruchs. Wer „Father Elijah“ gelesen hat, weiss, was das heisst.

Er weiss auch, wie dieser Roman endet...

 

Aufbruch – fuer wen und wohin?

Diese Homepage ist nicht einfach nur eine Homepage, sie ist ein Statement. Sie richtet sich an all die aufrechten Katholikinnen und Katholiken, die es nicht hinnehmen wollen, dass moderne Theologie teilweise eine Richtung einschlaegt, die mit traditionell katholischer Lehre und dem Zeugnis der Bibel wenig bis gar nichts zu tun hat. All diese aufrechten Menschen sind gerufen, aufzubrechen und Zeugnis von ihrem Glauben zu geben – in Liebe und Demut, aber auch mutig und ohne ein Blatt vor dem Mund zu nehmen.

Brechen wir auf und verteidigen wir unseren katholischen Glauben!

YouTube.com: Fr. Bill Casey: NUT'S

Who are We?

Are we Catholic Americans or American Catholics?

Which one is the noun?

(Frei nach Prof. Dr. Scott Hahn in "Evangelizing the Baptized" , erhältlich bei www.saintjoe.com)

 

Links International

Zenit: Denver Prelate Warns Against Double Life

LifeSiteNews.com: Australian Cardinal Challenges World Youth Day Pilgrims to 'Get Off the Fence'

FultonSheen.com

Bishop Fulton J. Sheen

Michael D. O'Brien

Michael D. O'Brien: Sign of Contradiction and the new world order


Vatican:

RESPONSES OF HIS HOLINESS BENEDICT XVI TO THE QUESTIONS POSED BY THE BISHOPS

National Shrine of the Immaculate Conception in Washington, D.C. Wednesday, 16 April 2008

1. The Holy Father is asked to give his assessment of the challenge of increasing secularism in public life and relativism in intellectual life, and his advice on how to confront these challenges pastorally and evangelize more effectively.

2. The Holy Father is asked about “a certain quiet attrition” by which Catholics are abandoning the practice of the faith, sometimes by an explicit decision, but often by distancing themselves quietly and gradually from attendance at Mass and identification with the Church.

3. The Holy Father is asked to comment on the decline in vocations despite the growing numbers of the Catholic population, and on the reasons for hope offered by the personal qualities and the thirst for holiness which characterize the candidates who do come forward.



The Fr. Richard Rohr Phenomenon by Bryce Andrew Sibley




Resources

Fr. William Casey: Preparing for the Spiritual Battle (CD's)

Fr. William Casey: Our Final Hope (CD's)

Fr. William Casey: Finding Peace of Soul (DVD's)

Fr. William Casey: Humility, Confidence, & Vigilance Against Evil (CD's)

Fr. William Casey: Spiritual Revival (DVD's)

Fr William Casey: Mission for Truth (CD)

Archbishop Fulton Sheen: Life is Worth Living (CD's)

Prof. Dr. Scott Hahn: Stand up for Your Faith! (CD's)

Katholiken (DVD)

Listen to a talk by Dr. Marcellino D'Ambrosio here.

 

YouTube.com: It's Friday; Sunday's Coming!

 

kathTube.com - "Schluss mit katholischer Feigheit!"

 

Gloria TV: Höhlen wir die Kirche von innen aus!

 

Gloria TV - Fr. Bill Casey

GodTube.com - Come Let us Worship the Lord

kathTube.com - For We Do Not Wrestle Against Flesh And Blood

Gloria TV - Ist ein 'Sofa-Christentum' gemeint?

Gloria TV: Nicht schlapp machen!

 

kathTube.com: Bischof Andreas Laun: Das Neue der christlichen Botschaft

 

Gloria TV: Was braucht es, bis die Kirche vom Schlaf erwacht?

 

Gloria TV: Lasset uns wachen und beten!

 

kathTube.com: Diskussionskultur- Abaelard und Bernhard, Vorbilder Kirchlicher Streitkultur. Klartext WB Dr. Andreas Laun 25.11.09

Gloria TV: Umbruch vom Volks- zum Bekenntniskatholizismus

 

YouTube.com - Bishop Fulton Sheen: His Last Words

 

Gloria TV - Was ist da los?

 

Gloria TV: Alternativen zur Pfarrei

Gloria TV - Nicht leuchten, sondern brennen!

 

Gloria TV - eine Revolution!

 

www.realcatholictv.net

CitizenLink.com: Christian Nation

 

YouTube.com: Fr. Bill Casey: Superficial Preaching



www.jesseromero.com