Katholisch Leben!

The Jesus Brothers

Wer etwas "Gutes" tut, also anderen Menschen in irgendeiner Form hilft oder helfen will, sollte im Kopf immer folgende Checkliste haben:

1. Subsidiarität: Ich helfe Menschen nur dort, wo sie sich nicht selbst helfen können und wenn möglich befähige ich sie, dies zu tun.
2. Ich höre immer wieder in mich hinein: Warum tue ich das eigentlich? Wirklich nur für die anderen oder weil ich damit - bewusst oder unbewusst - ein eigenes Gefühl oder Bedürfnis befriedigen will? Beispiele: Emotionale oder soziale Bedürfnisse, Geltungsbedürfnisse, Bedürfnis danach, gebraucht zu werden, gerne im Mittelpunkt stehen oder kommandieren, Helfer-Syndrom etc. Am besten in Supervision.
3. Ich sorge dafür, dass ich auch fachlich qualifiziert bin.
4. Ich achte auf meine eigene körperliche, psychische und spirtuelle Gesundheit.
5. Ich gebe meinen Glauben und meine Überzeugungen dabei nicht ab.
6. Ich werte Kritik nicht automatisch als persönlichen Angriff.
7. Ich tue dies uneigennützig und bedingungslos. So darf ich meine Hilfe nicht nur auf Menschen einer Religion beschränken. Auch muss ich damit rechnen, dass sich der Hilfeempfänger nicht zwangsweise danbkbar zeigt.
8. Ich sage den Hilfeempfängern, was sie hören müssen und nicht nur, was sie hören wollen. Ebenso verfahre ich mit meinen Taten.
9. Ich liebe andere, weil Gott mich zuerst geliebt hat.
10. Wenn ich etwas Gutes tue, rede ich nicht darüber. Ich gebe nicht damit an und halte mich nicht für etwas Besonderes deswegen.

Steinreiche Kirche?

Oft hört man ja, die Kirche sei steinreich. Selbst wenn die Kirchensteuer abgeschafft würde, könnte sie von dem, was sie hat, noch lange leben und vor allem anderen davon abgeben.


Ist die Kirche steinreich?


Nicht leicht zu beantworten. Große Erzbistümer wie München und Freising haben tatsächlich enorme Kirchensteuer-Einnahmen. Auch hat "die Kirche" (wenn man dazu auch alle Stiftungen, Orden etc. zählt) ein gewaltiges Vermögen, aufgeteilt auf Liegenschaften, Beteiligungen und vieles mehr.


Auch Kirchengebäude zählen hierzu. Natürlich sind manche Kirchengebäude bzw. die Grundstücke, auf denen sie stehen - wenn man sie mal rein betriebswirtschaftlich sieht - enorm viel wert, zumal in Großstädten in Innenstadtlage. Davon hat die Kirche aber zunächst wenig, da sie vor allem in deren baulichen Unterhalt investieren muss. Gleichwohl sind auch diese Liegenschaften von nicht zu unterschätzendem Wert - daran gibt es nichts zu rütteln. Auch wenn manchmal beteuert wird, man wolle sie nicht verkaufen, so kann heute noch niemand mit Sicherheit sagen, ob und wenn ja welche Gebäude an wen verkauft, verpachtet oder sonstwie überlassen werden. Es wäre nicht das erste Mal, dass Kirchengebäude säkularisiert werden.


Wo liegt das Problem hierbei? Gerade weil ich die Kirche als Gemeinschaft von Gläubigen über alles liebe, sehe ich die momentane Entwicklung mit großer Sorge. Ich bin der Überzeugung, dass die Kirche (als Verwaltungseinheit wie als Gemeinschaft der Gläubigen) weit weg vom Ideal der "Kirche der Armen" ist. Der Armen im Geiste (die sich ihres Bedürfnisses nach Erlösung bewusst sind) und der materiell Armen. Ja, die Kirche hat soziale Einrichtungen, das heißt aber nicht zwangsweise, dass sie auch eine Kirche der Armen ist. Sieht man sich so einige kirchliche Einrichtungen, Würdenträger oder auch jeden Einzelnen von uns an, mag ich daran zweifeln. Es ist nicht so, dass wir nichts für "die Armen" tun - wir kennen sie einfach nicht. Wir haben keinen Kontakt zu denen, die der Erlösung und der Liebe am meisten bedürfen. Oft begnügen wir uns damit, Geld oder Kleidung an gemeinnützige Organisationen zu spenden. Auch Gemeinden verweisen auf soziale Einrichtungen. Ich kann aber nicht jemand anderes zahlen, um meinen Nächsten zu lieben. Ja, finanzielle Spenden an Wohlfahrtsorganisationen sind wichtig, noch wichtiger aber ist es, Gemeinschaft mit denen zu haben, mit denen auch Jesus Gemeinschaft hatte. Um einmal radikal zu fragen: Wann haben wir das letzte Mal mit einer Prostituierte zusammen als Christen gegessen? Bei welchem Pfarrgemeindefest waren auch Obdachlose dabei? Was haben wir für Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen getan? Wie haben wir den christlichen Glauben offen und mutig vertreten? Haben wir das Gebot Jesu, hinauszugehen (!), Menschen zu taufen und zu Jüngern Jesu zu machen befolgt?


Wir dürfen es nicht zulassen, dass "Kirche" zu einer Verwaltungseinheit wird, die kaum mehr den Sinn und Zweck ihres Daseins erkennen lässt. Wir dürfen es nicht zulassen, dass der christliche Glaube zu etwas verwässert wird, mit dem jeder leben kann und der doch niemand etwas bringt. Vor allem dürfen wir es nicht zulassen, dass die, die uns am nötigsten haben, unsere bedingungslose Hilfe nicht erhalten.


An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen, heißt es in der Bibel. Was sind unsere Früchte?


"Seht, wie sie einander lieben" sagte man über die ersten Nachfolger Jesu.


Wird man auch uns daran erkennen, wie wir einander - und andere! - in Wort und Tat lieben?

Sammlungen für wohltätige Organisationen in Gottesdiensten

Zu bestimmten oder unbestimmten Terminen („Caritas-Sonntag“) gibt es Sammlungen für gemeinnützige und mildtätige Organisationen während des Gottesdienstes , wobei die Erträge etwa im Schlüssel 60/40 aufgeteilt werden (60% für die Organisation, 40% für die Gemeinde) – manchmal aber auch zu 100% dem gemeinnützigen Zweck zukommen.

An sich also eine gute Sache, oder?

Ja und nein. Es ist selbstverständlich gut und notwendig, dass Sammlungen für die gute Arbeit, die diese Organisationen durchführen, gemacht werden. Allein das „wie“ und auch mögliche Konsequenzen hiervon machen mir Sorgen.

So kommt es durchaus vor, dass – wohl mit den besten Absichten – an Stelle der Predigt ein Vortrag eines Mitarbeiters bzw. einer Mitarbeiterin einer solchen Organisation tritt. Hier soll die Gemeinde über das informiert werden, was mit dem gespendeten Geld dort geschieht. Hört sich ganz gut an – ist aber grundfalsch. Zum einen ist die Liturgie einer Hl. Messe nie und nimmer der geeignete Rahmen, um für Spendenzwecke zu werben. Erst recht darf dies nicht an Stelle einer Predigt treten. Die Predigt eines geweihten Mannes (Priester oder Diakon), der „in persona Christi“, also durch die apostolischen Nachfolge in Person Jesu Christ selbst spricht ist niemals zu ersetzen durch Spendenaktionen – so gut sie auch sein mögen. Umso mehr, als dieser Vortrag dann – gewollt oder ungewollt – bereits Züge einer Laien-Predigt enthält, die aber nur unter sehr begrenzten Voraussetzungen überhaupt in einer katholischen Messe erlaubt ist (eben weil dieser Mensch dann „in persona ecclesia“ – also für die Kirche, und nicht in Person Jesu Christi spricht. In anderen Worten: er/sie gibt seine eigene Meinung wieder, was nicht Sinn und Zweck einer Predigt ist).

Ist es denn überhaupt sinnvoll, solche Sammlungen durchzuführen?

Selbstverständlich –unter bestimmten Voraussetzungen. Man mag in diesem Zusammenhang noch so oft betonen, dass uns dies nicht von unserer Christenpflicht der Nächstenliebe entbindet, genau dies kann aber ein ungewünschter Nebeneffekt sein. Die „Experten“ von dieser oder jener Organisation können das doch so viel besser als ich, also gebe ich denen mein Geld und gut ist es. Ist es eben nicht. Ich kann nicht jemanden bezahlen, um meinen Nächsten zu lieben. Derartige Sammlungen dürfen niemals eigene Aktivitäten der Pfarrgemeinde und der Einzelnen ersetzen. Shane Claiborne von „The Simple Way“ (USA) hat einmal darauf hingewiesen, dass es nicht so sehr das Problem ist, dass wir nichts für die Armen tun – wir kennen sie einfach nicht. Wir geben unser Geld oder unsere Sachspenden an irgendwelche Organisationen – so gut und „professionell“ die auch sein mögen – und arme und bedürftige Menschen bekommen von dort Hilfe. Wir kommen mit ihnen also gar nicht in Kontakt, was aber ein wesentliches Merkmal des Christentums ist!

Wie viel sinnvoller wäre es also, an den betreffenden Sonntagen vor dem Kirchengebäude vor und nach der Messe einen Stand aufzubauen, an dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Organisation die Gemeinde-Glieder informieren. Darauf kann im Gottesdienst dann hingewiesen werden. Gleichzeitig sollten sich Gremien oder Einzelpersonen innerhalb der Gemeinde kundig machen, welche Art von Not es innerhalb des Gebietes der Pfarrei gibt (also etwa Obdachlosenunterkünfte, Altenheime, Flüchtlingsheime, Gefängnisse usw.). Hier können dann konkret und dauerhaft – durchaus auch in Zusammenarbeit mit o.g. Organisationen! – Hilfsmaßnahmen organisiert werden, bei denen die Gemeinde-Glieder eingebunden werden und über die die Gemeinde regelmäßig auf dem Laufenden gehalten wird.

Na, wie wäre es damit?

Robert

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Posted by Cukierski Family Apostolate on Donnerstag, 29. Oktober 2015


Hilfe in Notlagen? Aber klar doch, aber bestenfalls Hilfe zur Selbsthilfe nach dem Subsidiaritätsprinzip! Manchmal kommt mir schon die Galle hoch, wenn Menschen einen Job haben, der nicht zum Leben reicht, den Rest mit Grundsicherung aufgefüllt bekommen und dann meinen, sie "dürften" nicht mehr verdienen, da ihnen sonst die Sozialhilfe gekürzt werde. Na und? So soll es doch sein? Oder Menschen, die die eidesstattliche Versicherung abgeben und dann meinen, sie "dürften" nicht mehr wie einen Betrag X verdienen, da ihnen das sonst gekürzt werde. Na und? Dann gehen eure Gläubiger wenigstens nicht ganz lehr aus! Sollten Schulden nicht bezahlt werden?

Weiter im Text: Menschen, die Schulden bei anderen machen, die sie lange kennen und bei denen sie wissen, dass ein gewisses Vertrauens- und Freundschaftsverhältnis da ist. Wohl wissend, dass sie diese Schulden nie zurück zahlen können - und vielleicht auch gar nicht wollen. In den Urlaub fahren kann man aber schon.

Suppenküche? Manna? Münchner Tafel? Kleiderkammer? Möbellager? Ist ja schön, dass Lebensmittel und gebrauchte Sachen wiederverwendet werden. Nur unterstützt man damit die Unselbständigkeit der Notleidenden (warum sollten sie den Hintern bewegen, wenn sie alles umsonst bekommen?) und hindert den Staat davon, seiner Verantwortung den Notleidenden nachzukommen (es gibt ja genügend Ehrenamtliche, die das machen).

Wenn man dann aus welchen Gründen auch immer berechtigterweise Hartz IV oder Grundsicherung bezieht, wäre es da nicht angemessen, sich ehrenamtlich zu betätigen, um zumindest eine Gegenleistung für die Gesellschaft zu erbringen? Außerdem sieht es in jedem Lebenslauf besser aus, wenn man nachweisen kann, man hätte sich ehrenamtlich betätigt, als wenn da nur steht, er/sie hat Geld vom Staat bekommen und nichts dafür getan. Ganz abgesehen davon bekommt man so den Fuß in die Tür so mancher Firma.

Obdachlose? Natürlich muss man hier das individuelle Schicksal betrachten und ihnen wieder auf die Füße helfen. Mein Mitleid hält sich aber in Grenzen, wenn die Betreffenden das nicht wollen. Niemand muss obdachlos sein. Wer will, bekommt von der Stadtverwaltung eine Unterkunft, Verpflegung, Sozialberatung etc. zugewiesen. Wer trotzdem obdachlos ist, ist dies, weil er/sie das will (!) - und dagegen ist kein Kraut gewachsen.

Mag sein, dass ich nun einigen auf den politisch korrekten Schlips getreten bin. Sei's drum. Das musste mal gesagt werden.


Gebetsanliegen von Papst Franziskus im April

Papst Franziskus tritt in diesem Monat für die Seinen, für die Kleinen ein.

Posted by Radio Vatikan on Dienstag, 5. April 2016

Du glaubst, dass das Leben auf dem Land idyllisch ist? Dann kennst du diese Fakten noch nicht. Jetzt mitdiskutieren über Deine #StadtLandZukunft auf www.stadt-land-zukunft.de/diskussion

Posted by Caritas Deutschland on Sonntag, 19. April 2015
Kirche der Armen? Kirche für die in Not geratenen? Den Eindruck habe ich nicht immer. Gestern war ich auf einem Empfang, der Bewusstsein für die Situation der Flüchtlinge schaffen und Spenden organisieren sollte. An Prominenz war alles vertreten: Kardinal, kirchliche Vorstände, Politiker, potentielle Spender – alles, was Rang und Namen hat. Oder denkt, es hätte ihn. Dementsprechend war alles organisiert: Catering, Sektempfang etc. Und die Flüchtlinge? Ach ja, es waren Bilder von ihnen aufgehängt. Außerdem spielte anfangs eine afrikanische Trommler-Gruppe mit Tänzern. Das ergab eine mehr als peinliche Situation: Die (teils) reichen und berühmten, (zumeist) weißen Anwesenden sehen (mehr oder weniger „bewusst“) interessiert den Afrikanern zu, wie sie ihre „Volkstänze“ aufführen. Mich erinnerte das an unselige Kolonial-Zeiten, selbst wenn es bestimmt nicht so gemeint war.
Später wurden noch einige Flüchtlinge (sehr kurz) interviewt. Damit hat man wohl seine Schuldigkeit getan. Das angebotene Buffet erinnerte auch an die Heimatländer der Flüchtlinge und schließlich wurden noch kleine Kreuze aus einem vor Lampedusa gestrandeten Boot überreicht.
Was daran auszusetzen ist? Nun, das alles war bestimmt gut gemeint und wurde mit den besten Absichten organisiert – ging aber meiner Ansicht nach voll daneben. Hier offenbart sich das Drama der Kirche: Es ist nicht so, dass wir uns überhaupt nicht um in Not geratene Menschen kümmern – wir kennen sie einfach nicht. Wir liefern unser Geld oder unsere Sachspenden bei Sammelstellen ab, wo es dann weiter verteilt wird. Wir gehen auf Veranstaltungen, wo wir Flüchtlingen zusehen oder Bilder von ihnen sehen (selbst wenn die Möglichkeit angeboten wird, mit einem der Interviewten hinterher persönlich zu sprechen, ist dies doch in diesem Kontext eher weniger zu erwarten und sehr unglücklich geplant). Wie viel mehr würden wir doch der Kirche entsprechen, wenn wir mit den Flüchtlingen gemeinsam feiern und essen würden! Wenn wir als Kirche ihnen unsere leer stehenden Gebäude anbieten würden (das wird zwar nun teilweise gemacht, aber nicht annähernd in dem Ausmaß, in dem es wahrscheinlich möglich wäre!)! Wenn ein solcher Empfang nicht in einem repräsentativen Gebäude, sondern in einem Flüchtlingsheim organisiert werden würde!
„Aber die Flüchtlinge hätten doch vielleicht Angst, daran teilzunehmen!“ mag manch einer einwerfen. Dies aber dürfte wohl eher die illegal eingereisten Flüchtlinge betreffen – und selbst denen sollte man es doch offen lassen, ob sie kommen und mit uns zusammen essen und feiern möchten!
Wie schön wäre es, wenn die Flüchtlinge selbst die Gestaltung eines solchen Ereignisses übernehmen würden! Wenn sie ganz normaler Bestandteil jeder Gemeinde wären und wir auch regelmäßig den Tisch mit ihnen teilen würden und sie persönlich kennenlernen würden? Wie viel mehr würde es bringen, wenn ich jemand, den ich persönlich kenne, eine warme Jacke für den Winter überreiche und seinen Kindern Deutsch beibringe?
Ich möchte hier niemand angreifen. Auch der Empfang, an dem ich war, war im Grunde nicht schlecht – bzw. nicht schlecht gemeint. Er ging jedoch meiner Meinung nach voll am Thema vorbei – wie so vieles in der heutigen Kirche. Kirche ist kein Gebäude. Wir „gehen“ nicht in die Kirche – wir SIND Kirche. Viel mehr noch sind wir aber kein Großkonzern und sollten uns nicht den Regeln des freien Marktes unterwerfen. Wir können nicht zwei Herren dienen – Gott und dem Mammon.
Nicht dass an Geldspenden irgendetwas falsch sei, aber vielleicht würde sich ein Flüchtling mehr über eine gemeinsame Mahlzeit und eine Umarmung als über eine prunkvolle Veranstaltung, an der er nicht einmal teil hat, mit nachfolgender anonymer Geldspende freuen. Und damit spreche ich auch mich selbst an, denn auch ich habe anlässlich dieser Veranstaltung über mein eigenes Verhalten und meine eigene Einstellung nachdenken müssen.
Jesus beauftragte keine Public Relations-Firma, er unterwarf sich nicht den Regeln der damaligen Zeit, sondern suchte sich zwölf einfache Männer zusammen. Er ging nicht Klingeln putzen und bettelte nicht um Geld. Ist es also falsch, Geld anzunehmen? Nein, aber betteln (wie es oft etwa in Briefen geschieht, in denen uns traurige Kinderaugen anblicken und um Geld gebeten wird) ist es.
Was sollen wir also tun? Jesus in denen suchen, die arm und verfolgt sind. In den Notleidenden, den Trauernden, den Kranken, Gefangenen und Einsamen. Sie als unsere Brüder und Schwestern mit offenen Armen empfangen und bei ihnen sein.
Was, wenn Jesus wirklich gemeint hat, was Er uns immer sagte? Alles hinter uns zu lassen und Ihm nachzufolgen? Nicht der Erste sein zu wollen, da dieser schließlich der Letzte sein wird? Täglich unser Kreuz auf uns zu nehmen? Gott, unseren Nächsten und uns selbst mit all unserem Herzen zu lieben? Hinaus zu gehen, andere zu taufen und zu Jüngern Jesu zu machen?
Das kann aber nicht sein. Denn dann wäre er ja ein „Fundamentalist“.
Robert

Nachtrag vom 04.11.2014:


Hier einige Einwände gegen oben Genanntes und meine Antwort darauf:

1) "Der Auftrag war halt so". Soll das ein Argument sein? Der Auftrag war so - und damit ist es gut? Vielleicht sollte man dann mal nachdenken, ob der Auftrag wirklich dem Ziel angemessen entsprach - oder dem entgegenstand? Nicht alles, was uns aufgetragen wird, ist gut alleine aus dem Grund heraus, dass es ein "Auftrag" war. Wir sind keine willen-und meinungslosen Befehlsempfänger, sondern sollten gemeinsame darüber nachdenken, was der Erreichung des Zieles dient: Flüchtlingen so beizustehen, wie das Jesus von uns verlangt - und nicht, wie die Welt es von uns erwartet!

2) "Die Trommlergruppe wollte dort spielen. Man muss sich vom Schubladendenken befreien!" Zum einen ist es unehrenhaft, jemanden, der das nicht so sieht, von vorneherein "Schubladendenken" zu unterstellen. Damit macht man es sich doch ein wenig zu leicht. Selbst wenn die Gruppe es so wollte, ist es damit noch lange nicht in Ordnung. Als die Sklaverei in den Südstaaten der USA abgeschafft wurde, blieben auch etliche Schwarze bei ihren früheren "Eigentümern" (wohl mangels guter Alternativen). Man kann wohl davon ausgehen, dass sie nicht zu gleichen Bedingungen wie Weiße beschäftigt wurden. Ist es damit in Ordnung, weil sie es ja selbst so "wollten"? Wohl kaum. Fakt ist, dass hier eine farbige Gruppe für mehrheitlich gutsituierte Weiße gespielt hat. Will man wirklich argumentieren, dass dieses Bild in Ordnung ist und alle anderen Sichtweisen nur "Schubladendenken" sind?

3) "Der Saal war zu klein, um gemeinsam mit Flüchtlingen zu feiern". Das ist ein mehr als peinliches Argument. Jede Pfarrei hat größere Sääle zur Verfügung, ganz zu schweigen von der Erzdiözese selbst, die ein gewaltiges Immobilieneigentum besitzt. Warum also nicht gleich einen größeren Saal suchen - oder die Veranstaltung gleich in einem Flüchtlingsheim durchführen?

4) "Die Flüchtlinge und Sozialpädagogen in den Heimen waren ja eingeladen. Es gingen entsprechende Briefe raus". Ach so - man hat Briefe hingeschickt und sie sind nicht gekommen. Selber schuld. Oder doch nicht? Wenn man schon merkt, dass hier - aus welchen Gründen auch immer! - kein Interesse an einer Teilnahme besteht, warum sich nicht einfach an einen Tisch mit diesen Menschen setzen, nach den Gründen fragen und gemeinsam eine Veranstaltung planen, an der alle teilnehmen!

5) "Veranstaltungen haben eben verschiedene Formen und Charaktere." So - und diese war eben nicht so sehr für die Flüchtlinge, oder wie? Ja, Veranstaltungen haben verschiedene Formen und Charaktere - die einen sind zielführend und drücken unser Glaubensverständnis aus, die anderen sind da eher weniger geeignet.

6) Hätte man das ganze Geld, was für die Planung und Durchführung dieser Veranstaltung verwendet wurde, nicht besser anlegen können? Was mich ärgert, ist die Tatsache, dass auf konstruktive Kritik mit einer Verteidigungshaltung reagiert wird, die ein Nachdenken über diese Punkte gar nicht aufkommen lässt. "Das habe ich sonst aber noch von niemandem gehört!" hieß es da etwa. Und wenn schon? Entweder ist eine Kritik berechtigt - dann ist es egal, von wievielen sie geteilt wird - oder nicht. Und dann kann sie der ganze Saal teilen, sie bleibt trotzdem unberechtigt.

Das es auch anders geht, zeigt die US-amerikanische Gemeinschaft "The Simple Way": www.thesimpleway.org


I heard criticism about the luxuriousness of the Vatican and St. Peter's, while there are so many poor people. Where did the money come from to build these things? How much of parish money goes "to the Pope"?

First of all, if someone is critical of the Vatican, are they also critical of the Temple of Solomon (1 Kings 6)? By all accounts, the Temple of Solomon would have made the Vatican look rather poor by comparison. Should the Israelites not have built the Temple of Solomon? Should they have used all the resources that went into it to feed the poor instead?

John L. Allen, Jr., Vatican correspondent for the National Catholic Reporter, mentioned the following in a talk he gave for the “Church in the 21st Century Initiative,” a few years ago:

“Contrary to popular impression, the Vatican is a spartan operation. Its annual operating budget is about $277 million. The University of Notre Dame's annual operating budget, by comparison, is $700 million. The Vatican's endowment is about $770 million. By contrast, the University of Notre Dame's endowment is $3.1 billion. The Holy See is indeed in need of financial support from the Catholic world, and American Catholics usually supply about 25 percent of the annual operating budget.

“What about the artwork—the Pietà, the Raphael frescoes, and so on? These treasures are literally priceless, but they appear on the Vatican books with a value of one euro. According to the [laws] of the Vatican City State, they may never be sold or borrowed against.”

The "wealth" of the Vatican has accumulated over the centuries and is basically art work, historical documents, and buildings. The Vatican views these buildings, historical documents, and works of art as belonging to all peoples - they are merely under the care of the Vatican. They are not for sell because the Vatican doesn't view them as its personal property too sell. Why not sell all the works of art in the Louvre? Or in New York's Metropolitan Museum of Art? Why not sell the Mona Lisa to feed the poor? Why don't museums sell off their Rembrandts and Van Goghs and Picassos to feed the poor?

Again, from John Allen’s essay: “About 20 years ago, Peter Drucker, the management consultant, concluded that the three most efficient organizations in history were General Motors, the 19th-century Prussian Army, and the Catholic Church. He put the Church on his list because it manages to hold a worldwide organization together with an exceptionally small central headquarters. For the 1.1 billion Catholics, there are about 1,700 people working in the [Vatican]. As Drucker pointed out, if the same ratio were applied to our government in Washington, D.C., there would be 500 federal employees working in the capital, as opposed to roughly 500,000.”

Just give people the facts about the Vatican’s “wealth,” and let them decide for themselves. 

(Source: Bible Christian Society / John Martignoni. http://www.biblechristiansociety.com/apologetics/two_minute. Used with permission)

Pope Francis: The biblical significance of the Jubilee

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Links National

kath.net: Papst: Caritasarbeit muss katholisches Profil zeigen: http://www.kath.net/detail.php?id=39132



Resources

CAFOD: Are you hungry for change? Myths and realities about the food system

Salt and Light TV: What is Charity? - Perspectives Weekly

cafodtv: Lent 2013 Primary Schools Film