Katholisch Leben!

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Katholisch Leben


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Tatsächliche vs. vorgegebene Bildung

Posted on August 11, 2017 at 1:20 PM

Unser Bildungssystem ist schwer reformbedürftig. Wenn ein Studium, das Jahre oder gar Jahrzehnte zurückliegt und damit fachlich nicht mehr verwertbar ist, immer noch für Stellen gefordert wird (alternative jährliche Fortbildungen jedoch mangels Dienstvorschrift ignoriert werden) oder wenn ein vor Jahrzehnten erworbener Doktortitel, der im Prinzip nur sagt, dass jemand seinerzeit eine wissenschaftliche Arbeit verfasst hat (was aber mittlerweile ebenso "verjährt" ist), immer noch beeindruckt, dann zählen nicht tatsächliches Fachwissen bzw. tatsächliche Handlungskompetenz, sondern sinnentleerte Bürokraten-Vorschriften.

Urbane Landwirtschaft

Posted on July 16, 2017 at 10:50 AM

 

In Detroit haben arme Menschen die Sache selbst in die Hand genommen, als selbst die Supermärkte verschwanden. Anstatt sich immer nur passiv mit Lebensmitteln versorgen zu lassern, haben sie gelernt, wie urbane Landwirtschaft funktioniert und bauen nun auf freien Flächen ihr eigenes Obst und Gemüse an und halten Nutztiere.

Das wäre doch auch etwas für uns! Grünflächen haben wir genügend. Anstatt also unzählige arme Menschen nur mit Grundsicherung oder Tafeln zu versorgen und sie so in Abhängigkeit zu halten, könnten doch auch wir Projekte entwickeln, die ihnen ihre Würde zurück geben! So könnten sie ihre Lebensmittel selbst anbauen und der Natur würde es auch gut tun!

 

Mensch und Natur

Posted on June 29, 2017 at 1:45 PM

Der Mensch hat eine Sonderstellung innerhalb der Natur – aus wissenschaftlicher wie aus religiöser Sicht.

 

Anthropozentrische und biozentrische Denkansätze müssen sich für Christen nicht widersprechen: Gerade weil die Erde mit allen Gewächsen und Tieren dem Menschen anvertraut wurde, hat er eine Verpflichtung ihr gegenüber. Niemand existiert nur für sich allein. Wir haben Verantwortung vergangenen, gegenwärtigen und künftigen Generationen gegenüber. In all unserem Tun und Lassen sollen wir Gott verherrlichen – und das tun wir nicht, indem wir seine Schöpfung wie ein Gebrauchsgut behandeln. Wir sollen zwar die Erde untertan machen, sie „gehört“ uns aber nicht. Ebenso wie unser Körper gehört auch die Erde Gott. So wird auch im Neuen Testament das Beispiel vom Weinberg gebraucht, der einem Verwalter treuhänderisch überlassen wurde – wobei dieser Verwalter allerdings auch zur Rechenschaft über seine Verwaltung gezogen wird.

 

Ein christliches Prinzip ist das des Maßhaltens. Es begründet auch die Verpflichtung, nur das an Ressourcen zu nehmen, was wir zum Leben brauchen und nichts zu verschwenden. Auch ist das Fasten Teil des christlichen Lebens.

 

All dies begründet eine Verpflichtung, die Erde auch anderen Menschen, Lebewesen und Pflanzen gebrauchsfähig zu über- und hinterlassen.

 

Im Neuen Testament wird das Natürliche Sittengesetz erwähnt, nachdem Menschen, die nie von Gott gehört haben, Ihn und Seine Gebote allein aus der Betrachtung Seiner Schöpfung erkennen können. In Anlehnung daran bin ich der festen Überzeugung, dass es in jedem Menschen „hinterlegt“ ist, wie er oder sie mit der Natur, mit anderen Menschen, Tieren oder Pflanzen umzugehen hat. Instinktiv wissen wir das alle.

 

Wesentlich hierbei ist jedoch eine generelle Übereinkunft über das, was richtig, wahrhaftig und moralisch akzeptabel ist (im Gegensatz zum Moralischen Relativismus, bei dem jeder das selbst bestimmt). Leider ist unser Herz trügerisch und ein Festlegen und Festhalten an ethischen und philosophischen Normen in Übereinstimmung mit biblischen und kirchlich-traditionellen Grundsätzen ist deshalb unerlässlich.

Einem unbekannten Holzschnitzer

Posted on June 24, 2017 at 11:00 AM

Künstler, die mit Holz arbeiten, gibt es viele in den kleinen und großen Galerien der Welt.

 

Bei religiöser Kunst wird der Kreis schon etwas kleiner. Sicher, es gibt die traditionellen 08/15-Darstellungen von Jesus, Maria und den Heiligen – die sind in der Regel aber genauso seelenlos wie es das Talent des Erschaffers wohl war.

 

Dann gibt es da noch das handgeschnitzte Holzkreuz mit dem Korpus Christi, das über Generationen über dem Esstisch meiner Familie hing und nun die Besucher meiner Wohnung empfängt.

 

Der Künstler ist unbekannt. Das Kreuz selbst aber ist ein Meisterwerk. Weniger wegen seiner tadellosen handwerklichen Kunstfertigkeit als seiner Ausstrahlung. Der Kopf des Gottessohnes ist zur Seite geneigt, als wäre er eben gestorben. Trotzdem scheint er den Betrachter beinahe wie Mona Lisa aus jeder Perspektive anzusehen.

 

Dieses Kreuz hat Generationen begleitet und fasziniert. Menschen sind regelmäßig vor ihm gestanden und haben gebetet. Zu religiösen Festen wurde es entsprechend geschmückt. Es war der Mittelpunkt des Familienlebens – und ist der Mittelpunkt meines Lebens. Was mehr kann sich ein Künstler wünschen? Wie viel mehr kann Kunst erreichen?

 

Sieht man näher hin, erkennt man, dass das Kreuz und der Korpus mit einem groben Holz geschnitzt wurden. Wahrscheinlich von einem einfachen Menschen aus dem Volk. Etwas anderes hätten meine Eltern sich auch nicht leisten können. Ein einfacher Mensch wie Petrus, der Fischer. Oder Jesus, der Zimmermann. Gerade deshalb aber kommt dieses Kreuz dem wirklichen Jesus aber so nah. Du blickst es an – und Er blickt direkt in dein Herz.

 

Im Vergleich dazu verblasst all die teure, nichtssagende Möchtegern-Kunst, die in deutschen Bürohäusern ausgestellt wird, zu nichts und zerfällt zu Staub.

 

Wo sind die Künstlerinnen und Künstler, die noch das schaffen, was Kunst eigentlich erreichen sollte – das Herz und die Seele der Menschen ihr ganzes Leben hindurch zu durchdringen?

 

Ich habe mein perfektes Kunstwerk gefunden.



Der Friedensnobelpreis - für den Müll?

Posted on June 23, 2017 at 3:45 PM

Präsident Obamas Amtszeit ist vorbei und der Friedensnobelpreis, den er seinerzeit erhielt, wurde inzwischen international zur (traurigen) Lachnummer. Die damalig gepriesenen "außergewöhnlichen Bemühungen" zur Verständigung zwischen den Völkern haben so nie stattgefunden. Dachte man anfangs, er würde den Preis "im Voraus" für noch nicht geleistete Taten bekommen, weiß man heute, dass kaum eine Amtszeit eines amerikanischen Präsidenten so ergebnislos endete wie die Obamas.

Mit dem Erhalt des Friedensnobelpreises steht er in einer Reihe mit dem unsäglichen Al Gore, der sich mittlerweile selbst am meisten blamiert, der Europäischen Union (wieso verleihen wir das Ding nicht gleich der ganzen Welt? Oder dem Planeten Mars?) oder dem Terroristen Jassir Arafat. Noch Fragen? Wer will denn in so einer Liste auftauchen?

Die Begründungen lesen sich wie Interview-Antworten aus einem Schönheitswettbewerb, bei dem die Teilnehmerinnen in der Regel auch für den "Weltfrieden" eintreten.


Nein, nicht jeder Preisträger hat den Preis unwürdig erhalten. Wo aber ist der Wert dieser Auszeichnung, wenn man einen kritischen Blick auf die ausgezeichneten Menschen und Organisation wirft, für die sie stehen? Amnesty International sieht Abtreibung, also das Töten ungeborener Kinder als Menschenrecht. Al Gores "Eine unbequeme Wahrheit" enthält inhaltliche Fehler und seine eigene Stromrechnung war 20 Mal höher als die eines Durchschnitt-Amerikaners. Die UN ist schnell dabei, Israel zu verurteilen, schweigt aber zu "palästinensischen" Terrorismus, die Europäische Union ist inzwischen so beliebt, dass viele ihrer Bewohner einen Austritt ihres Landes befürworten und England ihn nun auch beschlossen hat. Präsident Carter bezeichnete Israel als Apartheid-Regime - was nicht nur falsch, sondern geschmacklos ohnegleichen ist.


Was also tun mit dem Friedensnobelpreis - in den Müll?

Wenn der Preis irgendeine Zukunft haben soll, dann müssen die Preisträger genauer unter die Lupe genommen werden. Wer nur dem politischen Mainstream und dem Zeitgeist folgt, macht sich lächerlich. Der Friedensnobelpreis muss mutig verliehen werden. Politische Korrektheit verschafft zwar eine breite Zustimmung, landet aber auf dem Müll der Geschichte. Die aufrichtigen Preisträger haben es nicht verdient, in einer Reihe mit Versagern und Verbrechern zu stehen.


Wer mit der Verleihung des Preises eigene politische Interessen verfolgt, hat nichts im Kreis derer verloren, die die Preisträger auswählen. Es müssen klare Statuten her, und eine absolute Transparenz.


Dann allerdings kann der Preis wieder zu altem Glanz und alter Würde erstrahlen.

Wer kann sich München noch leisten?

Posted on June 21, 2017 at 4:20 PM

Wer in München leben will, braucht vor allem eines: Geld. Vor allem der Wohnungsmarkt ist leer und abgegrast. Gleichzeitig soll die Bevölkerung weiter steigen.


Hochgejubelte Programme städtischer Wohnungsunternehmen hinken der tatsächlichen Entwicklung um Jahre hinterher. Laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik erwartet man bis zum Jahr 2035 für die Landeshauptstadt München einen Anstieg der Bevölkerung um 13,6 % auf dann über 1,6 Millionen Einwohner. Schon jetzt übersteigt der Wohnungsbedarf bei weitem das Angebot. Mittlerweile gibt es Aufnahmestopps in Altenheimen, da diese mangels zahlbaren Wohnraums kein Pflegepersonal mehr finden. Die Wohnungssituation entwickelt sich zum ernsten Standortnachteil für Firmen.


Der Versuch, über die „Mietpreisbremse“ die Mieten erschwinglich zu halten ging kläglich unter – wie so vieles, bei dem der Staat regulierend in Prozesse des freien Marktes eingreift. Anstatt daran zu arbeiten, das Angebot der Nachfrage anzugleichen und gleichzeitig auch ländliche Gegenden attraktiver zu machen, sitzt man das Problem einfach aus. Die gegenwärtigen Projekte gleichen eher blindem Aktionismus als tatsächlich fundierter Planung.


Dabei wären durchaus Lösungen denkbar: Was in den USA begann und mittlerweile auch nach Deutschland geschwappt ist, könnte eine Perspektive auch für uns sein: Tiny Houses, also alternative Wohnprojekte wie eben winzige Häuser, Häuser auf Rädern usw. Hier müssten sich die Behörden allerdings bewegen und umgehend (!) rechtlich einheitliche und machbare Vorschriften erlassen, um dies zu ermöglichen. Auch hier ist also die Politik gefragt.


Auch die bisher sträflich vernachlässigte Raumordnung, nach der auch ländliche Räume zu fördern sind, müsste sofort angekurbelt werden. Nur wer auf dem Land keine wirtschaftliche und persönliche Perspektive sieht, geht in die größeren Städte.


Weiterhin sollte umfassend in die Infrastruktur und die öffentlichen Transportmittel investiert werden, um auch das Pendeln von weiter entfernten Wohnorten attraktiv zu machen.


Heimarbeitsplätze sind eine zusätzliche Option, bei der Arbeitnehmer zumindest nicht täglich in die Firma fahren, sondern vieles von zuhause aus erledigen könnten.


All dies kann aber nur umgesetzt werden, wenn der öffentliche Druck auf die Verantwortlichen Politiker steigt. Bisher preisen sie nur (völlig unzulängliche) existierende Programme an und zeigen wie gehabt mit dem Finger auf andere.


Verantwortliche in Politik, Wirtschaft, Mieter- und Vermieterverbänden, Verwaltungen, Baubehörden und Justiz müssen sich endlich an einen Tisch setzten – nicht um ihre eigenen Interessen zu vertreten, sondern um die Interessen der Menschen zu wahren, für die sie letztlich arbeiten. Dies geht nur mit völliger Transparenz und klaren Verantwortungen. Niemand darf sich mehr herausreden dürfen. Ziel ist eine klare Ergebnis-Orientierung.


Geht nicht? Geht wohl. Wenn nicht so ganz freiwillig, dann eben unter Druck.


Machen Sie mit! Wenden Sie sich an die Verantwortlichen vor Ort!


Auf dass München auch weiterhin die Weltstadt mit Herz bleibt!

Konservative Kleidung?

Posted on June 20, 2017 at 3:30 PM

Und dann gibt es noch diejenigen, die meinen, wer im christlichen Umfeld in exponierter Position arbeitet, solle sich doch bitte konservativ kleiden - der Außenwirkung wegen. Das Problem damit: "konservativ" im christlichen Bereich ist zuallererst eine Werthaltung, eine traditionell-christliche Grundeinstellung. Wer diese nicht hat oder in seinem Privatleben etwas anderes darstellt, der kann sich noch so "konservativ" kleiden, es wird immer nur scheinheilig wirken. Christliche Betriebe sind eben NICHT wie BMW oder Mercedes Benz. Jesus Christus kommt es auf das Herz an und nicht auf das Äußere. Davon gibt es in der Welt genug.

Heilpraktiker-Check

Posted on June 17, 2017 at 7:05 AM

Heilpraktiker – Quacksalber oder eine sinnvolle Ergänzung zur medizinischen Versorgung?


Heilpraktiker gibt es mittlerweile selbst in Kleinstädten zuhauf. Entsprechende Ausbildungsinstitute boomen. Was ist dran am alternativen Therapie-Markt?


Kaum eine Zeitung, kaum ein Bildungshaus kommt mehr ohne die Angebote von Heilpraktikern aus. Vom Psycho-Markt über Shiatsu, Reiki bis hin zur Homöopathie und Schüssler-Salzen findet sich ein zunehmend unübersichtliches Angebot, in dem sich Laien kaum mehr zurecht finden.


Ein Heilpraktiker übt berufsmäßig Heilkunde aus und bedarf hierfür der staatlichen Erlaubnis. Bisher konnte man sich im deutschsprachigen Raum nicht auf ein einheitliches Vorgehen einigen: Während es in der Schweiz ein entsprechendes Berufsbild gibt, dürfen in Österreich nur Ärzte bzw. Psychotherapeuten heilkundlich tätig sein. Eine Tätigkeit als Heilpraktiker ist dort verboten, was vom Europäischen Gerichtshof ausdrücklich als zulässig beurteilt wurde.


Das für die Tätigkeit in Deutschland zugrunde liegende Heilpraktikergesetz stammt noch aus dem Jahr 1939.


Wenn Sie sich für eine Behandlung bei einem Heilpraktiker entscheiden, sollten Sie folgende Punkte überprüfen:


- Wurde eine mehrjährige Ausbildung abgeschlossen? Machen Sie sich über das Ausbildungsinstitut kundig!

- Werden laufend Fortbildungen besucht? Wo und welcher Art?

- Sind die angewandten Methoden wissenschaftlich anerkannt? Im Zweifel erkundigen Sie sich ruhig bei Ihrer Krankenkasse oder bei einem Arzt bzw. Psychiater oder Psychologischen Psychotherapeuten.

- Machen die Praxisräume einen sauberen und gepflegten Eindruck?

- Sehen Sie sich in den Behandlungsräumen um! Oft geben ausgelegte Flyer einen Eindruck über Einstellung und Überzeugung des Heilpraktikers.

- Seit wann praktiziert der Heilpraktiker schon?

- Ist er Mitglied in einem Heilpraktiker-Verband?

- Warum wollen sie sich eigentlich von einem Heilpraktiker behandeln lassen?

- Eine Behandlung beim Heilpraktiker sollte eine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung bestenfalls ergänzen, aber niemals ersetzen! Erzählen Sie Ihrem Arzt oder Therapeuten, dass Sie zu einem Heilpraktiker gehen!


Eine Reform des Heilpraktikergesetzes und eine Vereinheitlichung der Ausbildung sowie der laufenden Fortbildung sowie eine staatliche Kontrolle derselben sind dringend erforderlich. Wenn man denn den Heilpraktiker-Beruf überhaupt für nötig erachtet. Leider gibt es auf diesem Gebiet auch Scharlatane, die völlig wirkungslose oder gar schädliche Methoden anwenden. Das Ganze ist allerdings ein enormes Geschäft – für die Ausbildungsinstitute und (wenn auch aufgrund der Konkurrenz sehr eingeschränkt) für die Heilpraktiker selbst. Für die Heilkunde auf medizinischem oder psychotherapeutischen Gebiet gibt es entsprechende, klar geregelte Berufe. Wer möchte, kann sich darüber hinaus auf weiteren Fachgebieten fortbilden. Es gibt also eigentlich keinen einzigen vernünftigen Grund für die Existenz von Heilpraktikern. Österreich hat dies erkannt und ein für allemal Schluss damit gemacht.


Fakten: Momentan gibt es in Deutschland ca. 45.000 Heilpraktiker, die in einer Reihe von Verbänden organisiert sind, die teils auch Schulen unterhalten. Fünf der Verbände arbeiten im Dachverband Deutscher Heilpraktiker-Verbände (DDH) zusammen. Ein Heilpraktiker darf keine verschreibungspflichtigen Medikamente verordnen, er darf keine Geburtshilfe leisten oder bestimmte Infektionskrankheiten behandeln. Für den Heilpraktiker-Beruf reicht ein Mindestalter von 25 Jahren, ein Hauptschulabschluss, die gesundheitliche Eignung und „sittliche Zuverlässigkeit“ sowie das Bestehen einer schriftlichen und mündlichen Prüfung. Eine abgeschlossene Ausbildung muss nicht nachgewiesen werden. Die Qualität einer Ausbildung unterliegt keiner staatlichen Kontrolle. Möglich ist gemäß Heilpraktikergesetz die Erteilung einer unbeschränkten oder beschränkten Tätigkeitserlaubnis (letztere dürfen sich aber nicht Heilpraktiker nennen). Die Heilpraktiker-Verbände haben sich mittlerweile auf eine Berufsordnung geeinigt, die jedoch nur für deren Mitglieder Gültigkeit besitzt. Heilpraktiker unterliegen nicht (!) der strafrechtlichen Verschwiegenheitspflicht und haben kein entsprechendes Zeugnisverweigerungsrecht. Sie schließen einen Behandlungsvertrag mit dem Klienten ab und unterliegen den Bestimmungen des Heilmittelwerbegesetzes.


(Quellen: Wikipedia, http://www.stern.de/gesundheit/heilpraktiker-in-deutschland--so-gefaehrlich-sind-sie---der-grosse-stern-report-7434370.html. Abgerufen am 17.06.2017)

Epigenetik

Posted on June 15, 2017 at 8:50 AM

Vergessen Sie, was Sie bisher über Gene wussten. Im Zeitalter der Epigenetik entscheiden Sie über Ihren Gencode mit!

 

Obwohl jede Zelle 20 000 Gene hat, verwendet sie nur einen kleinen Teil davon – und schaltet den Rest einfach ab. Warum und wie sie das tut und welche Konsequenzen das hat, erklärt die Epigenetik.

 

Hielt man bisher die DNA für einen unveränderlichen Code, so weiß man inzwischen, dass laufend kleine Moleküle oberhalb („epi“) der Nukleotid-Sequenz der DNA hinzugefügt oder wieder entfernt werden. Veränderte Markierungs-Muster werden dann von Speizial-Enzymen gelesen, die Schritte zum An- oder Abschalten von Genen einleiten.

 

Die durch die Markierung entstandene Information bildet das Epigenom – die chemisch veränderte Erbgut-Information DNA. Das Epigenom wiederum entscheidet über die Protein-Produktion der Zellen.

 

Diese Erkenntnisse sind revolutionär. Vorbei die Zeiten, in denen man dachte, ein Gen würde zwangsweise ein Verhalten hervorrufen. Tatsächlich hängt es von der Umwelt wie vom eigenen Verhalten ab, ob dieses Gen überhaupt „angeschaltet“ - oder gar verändert – wird.

 

Trotz gleicher Erbinformationen können also unterschiedliche Zellen oder auch unterschiedliche Lebewesen entstehen. So kann eine menschliche Stammzelle über 200 verschiedene Gewebe produzieren. Ob aus einer Bienenlarve eine Arbeiterin oder eine Königin wird, entscheidet das Epigenom, das Gene an- und abschaltet.

 

Verwendet wird letztendlich, was gebraucht wird. Zwar werden alle 20 000 menschlichen Gene laufend benötigt, aber nie gleichzeitig in einer einzigen Zelle.

 

Das Epigenom entscheidet aber nicht nur über die Verwendung, es speichert auch die Information – durch anfangs erwähntes Anhängen kleiner Moleküle an die DNA. Durch dieses Anhängen werden die Gene markiert und gegebenenfalls auch abgeschaltet. Diese Markierung ist in der Regel auch stabil. Es bedarf schon des Eingreifens durch Enzyme, um sie wieder zu lösen. Diese Flexibilität, die sich im An- und Abschalten von Genen zeigt, ist für unser Leben auch sehr wichtig: Das Epigenom kann somit auf Veränderungen reagieren – und diese sogar an die nächste Generation weiter geben. Es muss ja nicht immer das Rad von Neuem erfunden werden. Der veränderte Bauplan wird an die Nachkommen übertragen, sodass diese besser an ihre Umwelt angepasst sind.

 

Molekulare Mechanismen führen also zu einem stärkeren oder schwächeren Ablesen von Genen. Die auf ihnen befindliche Information wird aber nicht verändert. Dies wurde lange Zeit von der Fachwelt übersehen und revolutioniert die heutige Sichtweise.

 

Wissenschaftler haben durch die Epigenetik eine völlig neue Vorstellung davon bekommen, wie sich Lebewesen entwickeln und wie sie in einem komplexen Organismus zusammen arbeiten. Es reicht bei weitem nicht mehr, ein Gen zu präsentieren und damit schlüssige Entwicklungen folgern zu wollen.

 

Die Epigenetik kann und wird eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung und Verhinderung von Krankheiten spielen – etwa beim Krebs.

 

Sie wird allerdings auch gesellschaftliche und politische Diskussionen nachhaltig beeinflussen: Nun kann eben nicht mehr behauptet werden, man werde zwangsweise homosexuell, weil man ein dementsprechendes (bisher allerdings noch nicht gefundenes) Gen habe. Diese Art von Steinzeit-Wissenschaft ist längst überholt und qualifiziert den Verwender derartiger Argumente als nicht informiert und nicht up-to-date. Das mag nun nicht mehr politisch korrekt, dafür aber umso wissenschaftlicher sein.

 

Was die klassische Genetik bisher nicht erklären konnte, scheint sich mittlerweile abzuzeichnen: offenbar können einzelne Merkmale vererbt werden, ohne dabei das Erbgut an sich zu verändern.

 

So fand man etwa heraus, dass die Einwohner eines Dorfes in Nordschweden länger lebten, weil ihre Großväter Hunger leiden mussten und die Gesundheit der Enkel genetisch beeinflussten. Das klassische Gen-Modell kann dies nicht erklären, da Gene nur sehr langsam und schrittweise durch die Evolution verändert werden, keinesfalls aber in einer oder zwei Generationen. Die DNA oder Proteine auf ihr wurden chemisch durch epigenetische Marker verändert – die Abfolge der DNA-Bausteine bleibt jedoch dieselbe. Allerdings ändert sich die Aktivität dieser Gene – bis hin zum völligen An- oder Abschalten. Die Zellen erhalten durch die Marker eine Art Handbuch dafür, wie sie mit den DNA-Bausteinen umgehen sollen. Diese Marker können dann auch vererbt werden, was aber nicht zwangsweise der Fall ist. So hat sich etwa der Stress von Rattenmüttern auf deren Nachkommen übertragen, die „automatisch“ ängstlicher waren.

 

Wichtig ist hierbei der Unterschied zwischen der epigenetischen Vererbung, also der Übertragung von der Mutter auf das Kind, und den generations-übergreifenden epigenetischen Effekten, der Prägung des Fetus im Mutterleib. Die Prägung etwa kann in der nächsten Generation wieder verschwinden.

 

Ob eine epigenetische Vererbung auch beim Menschen möglich ist, ist allerdings weiterhin umstritten. Epigenetische Prägung ist sehr wohl auch beim Menschen möglich, die epigenetische Vererbung nach bisherigem Wissensstand eher unwahrscheinlich.

 

In anderen Worten: Es hängt also von vielen verschiedenen Faktoren (etwa der Umwelt) ab, ob und in welcher Stärke Gene zum Tragen kommen oder ob sich ein Verhalten oder eine Veränderung von den Eltern auf die Kinder überträgt und diese prägt. Ein gegebener Gencode allein besagt noch wenig. Offenbar wird dieses „Handbuch“ des Umgangs mit der DNA aber nicht über mehrere Generationen vererbt. Letzteres wird wissenschaftlich allerdings noch diskutiert.

 

Bisher war man der Ansicht, dass nur spontane Gen-Mutationen – und nicht etwa die Umwelt - das Erbgut verändern. Dies wird in dieser Form von der Wissenschaft nicht mehr aufrecht erhalten. Die Markierungen auf den DNA-Basen haben das letzte Wort darüber, welches Gen verwendet wird und welches nicht – und in welcher Form. Dies geschieht sehr wohl in Anpassung an die Umwelt.

 

Augenblicklich ist man der Ansicht, dass die Epigenetik das Zusammenspiel zwischen den Zellen beeinflusst, nicht jedoch die Ausprägung neuer Funktionen oder Organe. Epigenetische Marker werden zwar vererbt, aber nur wenige davon. Bei Pflanzen werden epigenetische Veränderungen dauerhaft vererbt, bei Säugetieren ist das Epigenom spätestens in der dritten Generation wieder in seinem Ursprungs-Zustand.

 

Klar ist jedoch eines: Das bisherige wissenschaftliche Dogma, dass die Eigenschaften eines Organismus durch das Erbgut, dass ihm bei Geburt mitgegeben wird, unveränderlich und für alle Zeiten feststehen, ist gekippt. Das ist schlichtweg falsch.

 

Diese Erkenntnis kann in ihrer Tragweite gar nicht bedeutend genug eingeschätzt werden. Die Thesen von so manchen Hobby-Wissenschaftlern können somit schnell entkräftet werden.

Selbst geringfügige Umweltveränderungen können einen Einfluss auf unser Erbgut haben.

 

Diese Erkenntnis wird viele Wissenschaftsgebiete betreffen – unter anderem auch die Psychiatrie und Psychotherapie. Was bisher als unveränderlich galt und somit hingenommen und als moralisch akzeptabel gesehen werden musste (etwa Formen und Ausprägungen menschlicher Sexualität wie eben die Homosexualität), stellen sich nun in einem völlig anderen Licht dar. Dies bedeutet aber auch ein Ende der Verteufelung politisch nicht korrekter therapeutischer Ansätze. Wissenschaft muss sich vom Zeitgeist lösen und hiervon unabhängig forschen – und diese Forschungen auch veröffentlichen und auf ihrer Basis arbeiten dürfen.

 

Alles andere ist Gehirnwäsche mittels politischer Propaganda. Das allerdings hatten wir in der deutschen Geschichte schon einmal.

 

 

 

 

(Quellen: http://www.wissensschau.de/genom/epigenetik_und_epigenom.php, http://www.spektrum.de/thema/epigenetik/1191602, abgerufen am 15.06.2017)


Distorting the Truth

Posted on June 13, 2017 at 3:50 PM

Distorting the Truth

It's how the Church of Nice makes its living.

 

The Church of Nice, which is the controlling entity today in the Church, speaking from a human level, is completely off the mark. All the talk we hear today from these quarters is about joy and emotion and going out to the peripheries and accompanying and having encounters. These are all the euphemisms and mechanisms for the so-called New Evangelization; and there is a foundational problem here with this whole effort, a philosophical issue. And this is it — there is a presumption that what needs to be done first is evangelization and the importance of catechesis is just skipped over. The Great Commision from Our Lord to His Church was to make disciples of all nations, "Teach them to observe everything I have commanded you."

 

The commission to convert the world was not one based on emotion and feelings. It was pure and simple a divine mandate to teach, which means presenting something to the intellect so it can apprehend it. And not just teach, but to teach everything. A great whitewashing or perhaps, better, a great morphing of the Great Commission has happened in the Church of Nice. The teaching of authentic Catholic doctrine —catechesis in its fullness — is downplayed and substituted for the best way to make people feel about being curious about the Faith. It is excused as "we can't tell them everything right at once."

 

On the one hand, sometimes things do have to be presented in a systematic way, step by step. But that doesn't mean you just never get to the teaching in its fullness — again, the fullness and just make people feel good about Jesus and kind of "ease" their way into the Church based on emotions. If they aren't "easing" into the the Church in its completeness, they aren't really entering into the Church in a significant way.

 

In fact, listen to the words that a baptised convert says publicly when coming into the fullness of the Faith, "I believe and profess all that the holy Catholic Church believes, teaches and proclaims to be revealed by God." Notice the word "all" and the verb "teaches." There is no wiggle room there. None whatsoever. And notice the absence of any terms like joy, accompaniment, encounter. Those are terms the Church of Nice likes to apply to evangelization efforts. But notice, when someone comes into the Church, it is matter of the intellect and the will, not emotion.

 

This over-emphasis on emotion, to the neglect of the intellect is what will prevent any rebuilding of the Church. For someone to die as a martyr is an act of the will, born from the certain knowledge that Jesus Christ is King. The motivation for martyrdom is not born from an emotion — ever. Love is not an emotion. It is an exercise in the act of the will, again, nothing to do with emotion. A person may have an emotional response after the intellect has decided and the will has chosen, but emotion comes last in that trilogy.

 

See here's what's going on, really going on with this new approach based on emotion. The bishops have come to the point, even though they have had to be dragged to this point kicking and screaming and denying, to the reality that the Church in America is on life support. Every single marker — demographic, poll, survey, analysis and evaluation — points to the same conclusion; the Catholic Church is on it's way to extinction in the United States. This can hardly be surprising however. The Church in Europe has become extinct or near extinct in many areas of Europe. The United States is just catching up to the Church in Europe, which is in total freefall.

 

For many decades prior to that freefall, bishops and theologians in Europe were undermining the Church through abuses in liturgy, the malformation of seminarians, the injection of bad theology into various religious orders and institutes. This entire scene was presided over by bad bishops - some willfully, others ignorantly but bad bishops nonetheless. What happened in Europe starting in the late 1950s was just delayed over here in the United States by about 10–15 years. So what happened to the Church in Europe as a result of the betrayal of the Faith, is just happening over here, just about a generation behind.

 

Time and time again, U.S. bishops have publicly stated that catechesis, knowledge of the Faith, the teaching, was not done and needs to be done. Yet in the midst of this disaster, instead of ensuring that the Faith is clearly and completely taught, we're talking about accompanying and encountering and joy. What is it that they don't understand — listen clearly — Catholics do not understand the Faith. They cannot evangelize because they do not know what they are to evangelize.

 

We aren't Protestants. We don't make it up as we go along. We don't just write off anything that comes into our minds as the prompting of the Holy Spirit. The Second Person of the Holy Trinity said point blank that the Third Person of the Holy Trinity would lead us to all truth. So in short, the Church had fallen into complete disrepair. The bishops have been the last ones to notice. Now, nearly all of them are in the tank that the way to "save the Church" is to run around being joyful and evangelizing without people really knowing what they're talking about.

 

Why aren't dissident priests being dumped, and there's no shortage of them. Why aren't bishops purging the horror of homosexuality from their own ranks and those of their priests? Why aren't principals of Catholic schools being ordered to teach the entire truth of the Catholic faith? Why the constant droning on about political things like immigration and climate change and barely ever a word about the evils of birth control, for example? The excuse given for not presenting the hard teachings, is that people aren't ready to hear them. That is beyond stupid.

 

For a crowd always going on about the Holy Spirit, they sure don't want to leave much room for that same Spirit in the hearts of potential converts to respond overwhelmingly when they hear the hard truths. That's what the first of the bishops did on the birthday of the Church. St. Peter on Pentecost, he went out laid it down very directly, "Men of Jerusalem, this Jesus whom you crucified, God raised from the dead." He explained to their intellects, not their emotions, that Jesus Christ is God and the Church is now the full realization of the people of Israel.

 

Why is there always this quisling, weak-kneed, feminized, emotional response on the part of the bishops and many of their staffers when it comes to just saying exactly what the Church is? The Catholic Church is the sole means of salvation established by the Son of God. If that truth makes any Catholic clergy, priests or prelates uncomfortable, then you should resign your office.

 

(Source: https://www.churchmilitant.com/video/episode/vortex-distorting-the-truth?mc_cid=08669e0b6b&mc_eid=fe11e644b6)


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