"Haltet in eurem Herzen Christus, den Herrn, heilig! Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt"
(1 Petr 3,15 - Einheitsübersetzung)
"Der Herr aber sagte nachts in einer Vision zu Paulus: Fürchte dich nicht! Rede nur, schweige nicht! Denn ich bin mit dir, niemand wird dir etwas antun. Viel Volk nämlich gehört mir in dieser Stadt."
(Apg 18,9-10 - Einheitsübersetzung)
The late Archbishop Fulton Sheen said: “There aren’t 100 people in America who truly hate the Catholic Church. But there are millions who hate what they think is the Catholic Church.”
Diese Seite hat sich der Apologetik verschrieben, also der Verteidigung und Begründung des Katholischen Glaubens. Es sollen zum einen Katholikinnen und Katholiken das nötige Handwerkszeug bekommen, um ihren Glauben auch gegen Angriffe verteidigen zu können, zum anderen möchten wir all denen, die meinen, sie lehnen die Katholische Kirche ab - aber tatsächlich nur das ablehnen, was sie dafür halten - in Liebe begegnen und ihnen unsere Glaubensgrundsätze vermitteln. Schließlich richtet sich diese Homepage respekt- und liebevoll an all die, die meinen, sie wären "bibeltreue Christinnen und Christen" und die Katholische Kirche hätte ihre biblische Grundlage schon lange aufgegeben - wenn sie diese denn überhaupt je hatte. Hier soll vermittelt werden, dass unser Glaube sich sehr wohl auf die Bibel stützt. Wir möchten ihnen in Demut und geschwisterlicher Liebe zeigen, warum wir glauben, was wir glauben.
Was macht Apologetik eigentlich? Nun, sie rechtfertigt den Glauben hinsichtlich seiner Glaubwürdigkeit und Vernünftigkeit und verteidigt ihn auch gegen Angriffe.
Bereits im frühen Christentum, gleich nach den Aposteln, wurden Christen teils sehr heftig vom Judentum wie von heidnischen Gelehrten angegriffen und verwendeten unter anderem die Philosophie, um ihren Glauben mittels der Vernunft zu rechtfertigen, zu verteidigen und zu begründen. Dies waren die ersten Tage christlicher Aoplogetik, also des Bereiches der Theologie, wo der Glaube gerechtfertigt wird, indem seine Glaubwürdigkeit dargelegt wird.
(Quelle: u.a. http://www.fernkurs-wuerzburg.de/)
(Fortsetzung folgt)
Warum soll man denn überhaupt Apologetik betreiben? Es ist doch gar nicht unsere Aufgabe, evangelikale Christen oder überhaupt Christen anderer Richtungen anzugreifen oder uns zu "verteidigen"! Wir sollten doch keinen Futterneid haben, wenn die Leute woanders hingehen! Wer mit seinem eigenen Glauben im reinen ist und Spaß und Freude daran habt, braucht doch andere nicht anzugreifen und sich nicht zu verteidigen! Das ist doch pubertäres, unreifes Verhalten!
Solche Argumente hören sich ja erstmal gut an - und sind bestimmt auch meist gut gemeint. Nur: gut gemeint bringt nicht automatisch auch gute Ergebnisse.
Natürlich ist es nicht unsere primäre Aufgabe, andere Christinnen und Christen "anzugreifen". Natürlich sehen wir die gemeinsame Basis, die wir mit - zumindest den meisten - anderen christlichen Glaubensgemeinschaften haben: den Glauben an Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Als jemand, der einige Zeit bei evangelikalen Geschwistern verbracht hat und dort auch wunderbare und tiefgläubige Menschen gefunden hat, muss ich aber auch eines sagen: es wundert mich nicht, dass so viele Menschen die Katholische Kirche verlassen. Sie haben viele Fragen und Bedürfnisse, die dort oftmals unbeantwortet bleiben. Ja, ich sehe es als die Pflicht jedes Katholiken und jeder Katholikin an, in der Lage zu sein, zu seinem eigenen katholischen Glauben zu stehen und diesen auch gegen Angriffe verteidigen zu können. Und Angriffe dieser Art gibt es wirklich genug. Gerade der Katholischen Kirche wird ja von vielen anderen Christinnen und Christen unter Zuhilfenahme von Bibelversen vorgeworfen, unbiblisch zu sein. Und manche benutzen dafür noch ganz andere Wörter. Viele Katholiken sind davon verwirrt und lassen sich leicht in die Irre führen. Sie verlassen Mutter Kirche im guten Glauben, hiermit aus biblischer Sicht das richtige zu tun. Hier hat die Kirche - und das sind wir alle! - doch einiges versäumt:
Zum einen sollten Katholiken in der Lage sein, ihren Glauben auch zu verteidigen. Dafür muss man einerseits die grundlegenden Lehren der Kirche sowie deren biblische Grundlagen kennen und andererseits ebenso über die Argumente der Gegner Bescheid wissen sowie Antworten darauf haben. Man darf sich auch nicht ständig nur auf "Verteidigung" verlassen, man muss auch bereit und in der Lage sein, seinen Glauben zu erklären sowie Christen anderer Glaubensgemeinschaften auf Unterschiede und vielleicht auch auf Sachen aufmerksam machen, die ihnen vielleicht gar nicht bewusst sind. Es reicht eben nicht, einen oder zwei Bibelverse aus dem Kontext zu reißen, diese zu verabsolutieren und sich somit eine ganz und gar nicht biblische Sichtweise zusammen zu zimmern - auch wenn man es noch so gut damit meint.
Wir Katholikinnen und Katholiken müssen endlich hinter dem warmen Ofen hervor kommen und zu unserem Glauben stehen!
Eines dürfen wir dabei aber nicht vergessen: wir sollten dies nicht mit Überheblichkeit, Arroganz oder Besserwisserei tun. Es darf uns nicht darum gehen, eine Debatte zu gewinnen oder es jemandem "zu zeigen", sondern anderen mit Liebe und Demut zu begegnen. Manchmal ist das beste "Argument" das eigene Verhalten!
Die wenigsten Menschen lehnen die Katholische Kirche ab. Viele aber lehnen das ab, was sie dafür halten. Es ist unsere Aufgabe, ihnen mit Liebe und Respekt zu begegnen und sie (zurück) nach Hause zu holen. Und ein Mittel davon ist mit Sicherheit die Apologetik. Wer nicht weiß, wer er oder sie ist und an was er oder sie glaubt, hat auch Schwierigkeiten, zu etwas in der Öffentlichkeit zu stehen, von dem er bzw. sie selbst eigentlich keine Ahnung hat.
Wir werden eines Tages vor dem Herrn stehen. Vielleicht würde dann manch einer viel darum geben, nochmals zurück zu dürfen und alles anders machen zu können. Verpassen wir nicht die Chance, die sich uns heute bietet! Stehen wir auf und bringen anderen Menschen den katholischen Glauben als einen lebendigen und liebenden Glauben nahe! Genau dadurch wachsen und reifen wir und praktizieren, was uns aufgetragen wurde: die frohe Botschaft zu verbreiten.
Es ist so ein Ding mit dem rechten Verhältnis. Die einen propagieren dies, die anderen versteifen sich auf jenes.
Orthodoxie ist das richtige Denken, der richtige Glaube und das richtige Lehren. Orthopraxie hingegen das richtige Handeln.
Nun gibt es Menschen, die denken, es würde reichen, jedem Menschen mit Liebe zu begegnen. Man solle endlich aufhören, um Bibelverse zu streiten. Andere verlieren sich in endlosen theologieschen Diskussionen - und dies in einer Sprache, die völlig abgehoben ist und gewöhnliche Menschen weder vom sprachlichen Aufbau noch vom gedanklichen Zusammenhang her verstehen können. Nur - das eine ohne das andere bringt uns nicht weiter. Die Amerikaner nennen dies das Verhältnis zwischen truth and grace (Wahrheit und Gnade). Man muss von beidem haben. Es ist nicht egal, was man glaubt und warum man etwas tut. Es ist nicht egal, was man andere lehrt und wie man die frohe Botschaft weiter verbreitet.
Andererseits ist Glaube ohne Werke wertlos. Wenn all die tollen Gedankenkonstruktionen, all die Philosophie nicht zu praktischen Konsequenzen führt, ist sie ebenfalls sinnlos.
Manche Christen vertreten auch die Ansicht, die Basis der Menschen, die man in die Kirche holen sollte, kann nicht breit genug sein. Nun, prinzipiell stimmt das natürlich - wir sind auch und gerade für die Außenseiter der Gesellschaft da, oder für Sünder (wie wir!). Jesus kamm vor allem, um die Kranken zu heilen, nicht die Gesunden (nicht, dass letztere das nicht brauchen würden).
Gerade all diesen Menschen sollte unsere Liebe gelten. Liebe muss aber auch stark genug sein, um den anderen in Liebe zu ermahnen - und Ermahnungen auch selbst anzunehmen. Es hilft niemanden, wenn man jeden tun lässt, was er/sie will, nur um sie nicht zu "verlieren". Verloren hat man sie da möglicherweise schon lange vorher. Wenn man Sünde kritiklos in der Kirche Einzug halten lässt, breitet sie sich schnell wie ein Krebsgeschwür aus. Jesus und die Apostel haben ebenfalls nicht gezögert, Verfehlungen beim Namen zu nennen.
Hinter all dem sollte aber das stehen, was uns Jesus aufgetragen hat: die Liebe zu Gott, zum Nächsten und zu uns selbst.
Die Gefahr ist groß, dass unser Stolz, unser Hochmut und unsere Arroganz mit uns durchgeht und wir den anderen mit Argumenten "niedermachen" wollen. Wo es nicht mehr um die Vermittlung des eigenen Glaubens und das Aufzeigen biblischer Wahrheit geht, sondern nur darum, zu "gewinnen". Als Christinnen und Christen jedoch sind wir zur Demut, Nächstenliebe und Freundlichkeit gerufen!
Wir müssen aber auch keine Angst vor einem offenen Gespräch haben, da es für uns keinen Widerspruch zwischen Glauben und Vernunft gibt. Dabei sollte einem aber auch bewusst sein, dass etwa Unglaube nicht zwangsweise und zweifelsfrei wiederlegt werden kann. Vielleicht kann man in einem Gespräch aber dem anderen aufzeigen, dass eine Vernunft, die sich nur auf menschliche Denkmuster beschränkt, gleichsam gefangen ist und durch den Glauben in neue Regionen vorstoßen könnte.
Eine Kritik am Glauben kann für den Gläubigen aber auch bedeuten, seinen eigenen Glauben zu reinigen und zu vertiefen!
(Quelle: http://www.fernkurswuerzburg.de/)
Why doesn't God pull the leash? Why would He let us harm others or turn away from Him? Well, life is one big school. During that time, the Lord gives us a 1000 good chances and invitations to come to him. He lets us take the choice, however.
Sometimes, the Lord seeks us by letting us go. He lets us go our own way in the hope that this will bring us back to Him someday.
And what about following Jesus now, what about accepting His call and believing in Him? Well, sometimes we tend to discuss more the message than become like the messenger. When the disciples came running to Jesus complaining that others were driving out demons in His name and obviously even doing a better job there, He told them to let them do it. The disciples were more concerned about the message, about being in control - Jesus wants us to become the message. To BE Jesus to somebody.
So while apologetics is a great and necessary thing to be able to defend one's faith before oneself and others and also to assure one's identity, the best way to defend and keep it is to be Jesus to somebody.
Be like Jesus to someone.
Today.
Robert
(Based on the teachings of Richard Rohr and also HA).
Der Glaube wird heute und wurde in der Vergangenheit auf unterschiedliche Art und Weise begründet. Er muss auch begründbar sein, da Gott uns als rationale, mit einer Vernunft ausgestattete Wesen erschaffen hat.
Zum einen hat er etwas tröstendes, wenn man all das Leid und all die Vergänglichkeit dieser Welt betrachtet.
Wesentlich ist auch, dass sich eine Gesellschaft auf etwas einigt, was gut, richtig und wahr ist, was Menschenrechte und Frieden sind usw. - und dies vielleicht mit religiösen Symbolen verbindet (was aber nicht sein muss). Geht man davon aus, dass dies jedeR für sich selbst entscheiden kann, würde das eine Gesellschaft zerstören.
Der Glaube ist außerdem unerlässlich, was unsere Identitätsfindung betrifft. Das dafür unabdingbare Urvertrauen lässt sich nur im Glauben an Gott finden.
Warum sollte man eigentlich glauben?
Es ist schwierig - eigentlich unmöglich - Moralvorstellungen zu entwickeln, wenn man nicht an Got glaubt. Dann werden Begriffe wie gut und schlecht, richtig und falsch, Himmel und Hölle relativ und subjektiv.
Wäre die Welt nicht sehr hoffnungs- und trostlos ohne Gott? Eine Rettung oder Erlösung ist so wohl kaum denkbar und andere Menschen werden für uns zu reinen Konkurrenten. Auch die Liebe zwischen Menschen dürfte ohne jeden Glauben an Gott eine gefährliche und zerstörerische Dimension annehmen. Und was ist mit denen, die Verbrechen begangen haben, wenn ihnen keinerlei Hoffnung auf Vergebung mehr bleibt?
Fragen über Fragen...
(Fortsetzung folgt)
(Quelle: http://www.fernkurswuerzburg.de/)

Die Basis der Apologetik ist die Liebe Gottes und Seine Wahrheit. Wir sind nicht gerufen, Debatten zu gewinnen, sondern Seelen zu retten, also zu missionieren. Unsere Aufgabe ist es, den katholischen Glauben zu erklären, verständlich zu machen und gegen Angriffe zu verteidigen. In unseren Gesprächen und Diskussionen mit anderen sollte sich unsere Liebe zu Gott und zum Nächsten auch widerspiegeln!
Wir sollten auch nicht vergessen, Gemeinsamkeiten mit anderen Christen zu betonen sowie ihre Aufrichtigkeit hervorzuheben.
Für einen Apologeten sollte es auch selbstverständlich zu sein, täglich in der Bibel zu lessen, nützliche Literatur zu lesen bzw. Filme zu sehen oder CD’s anzuhören und natürlich auch sich fortzubilden und mit anderen zu treffen. Eine regelmäßige Teilnahme an der heiligen Messe sowie der Empfang der Sakramente ist ebenso wesentliche Voraussetzung für Apologetik.
Bei Diskussionen mit Nicht-Katholiken sollte man darauf achten, dass diese nicht die gesamte Zeit für sich allein beanspruchen sowie nicht alle Fragen stellen. Teilt die Zeit gerecht auf, sodass jeder zu Wort kommt. Stelle auch du einige Fragen, die deinen Gesprächspartner herausfordern!
Achte auch darauf, dass man sich bei Diskussionen auf die wesentlichen Punkte konzentriert. Setze Grenzen, wenn jemand dir tausend verschiedene Fragen stellt und von dir erwartet, dass du sie in zehn Minuten beantwortest! Konzentriere dich besser auf wenige wichtige Punkte und stelle sicher, dass du genügend Zeit für die Antworten hast.
Beachte auch, dass du keineswegs verpflichtet bist, bei den Themen zu bleiben, die andere ausgewählt haben – vor allem dann nicht, wenn du nicht mit ihnen vertraut bist. Es waere z.B. gut, mit der Eucharistie anzufangen, da dieses Thema Katholiken von sämtlichen protestantischen Glaubensgemeinschaften trennt.
Du solltest auch nicht die Interpretation von Bibelversen seitens Nicht-Katholiken akzeptieren, wenn diese der katholischen Glaubenslehre widerspricht. Lese den Vers im Kontext und lese auch die Querverweise im Kontext – also etwa den alttestamentlichen Hintergrund neutestamentlicher Aussagen. Nicht-Katholiken verdrehen manchmal einzelne Bibelverse und reissen sie aus dem Zusammenhang, damit sie der Lehre ihrer Kongregation entsprechen.
Ein wesentlicher Punkt für katholische Apologeten: Zeige deinen Gesprächspartnern, dass es die Katholische Kirche war, die ihnen die Bibel gegeben hat – sie ist nicht einfach nach Jesu Tod vom Himmel gefallen! Weise ebenso darauf hin, dass die Christenheit 350 Jahre lang ohne Bibel auskommen musste, bevor der Kanon der biblischen Schriften festgelegt wurde.
Zeige Nicht-Katholiken auch den geschichtlichen Hintergrund ihrer christlichen Kongregation auf. Protestantische Ideen kamen erst 1.500 Jahre nachdem Christus Seine Kirche begründet hat auf! Gerade viele der evangelikalen Gemeinschaften gibt es erst seit jüngster Zeit, und doch maßen sich viele ihrer Mitglieder an, die Bibelverse eigenmächtig und ohne grundlegende Ausbildung besser auslegen zu koennen als etwa die Kirchenväter, die noch von den Aposteln selbst unterrichtet wurden. Oder sie nehmen fuer sich in Anspruch, Glaubenswahrheiten ueber den Haufen zu werfen, die die Kirche 2.000 Jahre lang vertreten hat!
Alle (!) Kirchenvaeter waren katholisch und hatten katholische Ueberzeugungen!
Natuerlich sollten katholische Apologeten auch den Katechismus ausgezeichnet beherrschen. Dies aber nicht nur intellektuell – also mit dem Verstand – sondern mit ihrem ganzem Herzen, voll Leidenschaft und demütiger Liebe!
Die katholische Lehre solltest du klar und verständlich erlaeutern. Versuche nicht erst, Doktrinen und Dogmen zu erklaeren, die du nicht verstehst. Wenn dich jemand etwas fragt, worauf du keine Antwort hast, sage dies offen und bitte um Geduld und Zeit, damit du dich mit dem Thema beschäftigen und eventuell deinen Seelsorger befragen kannst.
Wenn eine Diskussion mit Nicht-Katholiken ansteht, solltest du diese mit einem Gebet beginnen und beenden. Zur Vorbereitung ist der Rosenkranz ein ausgezeichnetes Hilfsmittel. Achte während der Diskussion darauf, ruhig zu bleiben, auch wenn es hitzig wird. Wenn dein Gesprächspartner ausfallend, beleidigend oder unsachlich wird, beende die Diskussion in einem ruhigen Ton und erkläre deinem Gegenueber auch, warum du dies tust. Bestehe vor allem auch darauf, dass deine Gesprächspartner die Muttergottes oder die Eucharistie nicht in beleidigender oder unangemessener Art und Weise angreifen. Sollte dies geschehen, beende die Diskussion und erkläre, du würdest sie gerne wieder aufnehmen, wenn man bestimmte Grundregeln beachtet.
Manche Katholiken haben auch Angst davor, den katholischen Glauben zu erklären und zu verteidigen, weil sie meinen, sie wären ja keine Experten. Das macht überhaupt nichts. Erfülle deine Aufgabe, so gut du es kannst – niemand verlangt mehr von dir. Das aber solltest du auch tun! Wenn du auch nur ein Missverständnis aus dem Weg räumen kannst, hast du schon eine ganze Menge erreicht! Meist sind deine Gesprächspartner nämlich nicht darauf gefasst, dass ein Katholik in ruhigem, freundlichen und demütigen Ton seinen Glauben begründen und verteidigen kann und noch dazu die Bibel hierfür verwendet!
Tipps für das Bibellesen
Wesentlich ist natürlich zuerst, eine gute Übersetzung zu verwenden. Für Katholiken gibt es die hervorragende “Einheitsübersetzung”. Deine Bibel sollte auch leicht zu lesen sein, also nicht zu kleine Buchstaben haben. Hilfreich gerade für Apologeten ist es auch, eine Bibel mit einem weichen Umschlag sowie mit Einmerkzeichen für die Bücher des Alten und Neuen Testaments zu verwenden. Als Apologet sollte man nicht minutenlang mit dem Suchen von Bibelstellen verbringen, sondern diese schnell bei der Hand haben. Deine Bibel sollte auch Kolumnen wie in einer Zeitung haben. Die sind weitaus leichter zu lesen. Die Kreuzverweise und Fußnoten sollten jeweils auf derselben Seite wie der dazugehörende Text sein, was erheblich Zeit erspart. Auch das Stichwortverzeichnis am Ende der Bibel ist wichtig.
Was du auf jeden Fall vermeiden solltest, sind unsinnige Diskussionen über Übersetzungen. Katholische Überzeugungen kannst du sehr wohl mit jeder Bibel verteidigen und erläutern. Vermeiden solltest du aber die Übersetzung, die die Zeugen Jehovas verwenden.
Verliere dich auch nicht in Diskussionen ueber die griechischen oder hebräischen Bedeutungen von Wörtern. Haarspaltereien ueber die genaue Bedeutung von einzelnen Woertern ist eine Taktik, die Protestanten oder Evangelikale manchmal verwenden. Antworte ihnen, dass bei der Übersetzung heutiger Bibeln die besten griechischen und hebräischen Sprachwissenschaftler und Übersetzer beteiligt waren, man sich also sehr wohl darauf verlassen kann – vor allem wenn man selbst diese Sprachen nicht oder nur schlecht beherrscht. Unterschiede zwischen den christlichen Konfessionen bestehen jedenfalls nicht aufgrund verschiedener Bibelübersetzungen (ausgenommen vielleicht Martin Luther, der – um seine These von der Errettung allein aufgrund des Glaubens zu stuetzen – sich frei fühlte, das Wort “allein” in die Übersetzung einzufuegen). Differenzen gibt es also praktisch nie wegen der Übersetzung der einzelnen Wörter, sondern vielmehr darüber, was sie denn genau bedeuten. Kreuzverweise, die Kirchengeschichte, der Kontext (bei neutestamentlichen Bibelstellen vor allem der alttestamentliche Hintergrund, den meist nur wenige kennen!) und letztlich die Vernunft (also der gesunde – und von Gott gegebene! – Menschenverstand) sind grundlegende Voraussetzungen für ein richtiges Bibelverständnis. Wichtig ist auch, dass die Bibel nie allein für den Privatgebauch gedacht war, sondern immer im Kontext der Kirche gesehen wurde. Deshalb sollte man sich beim Auslegen von Bibelversen vom kirchlichen Lehramt auch anleiten lassen.
Bei manchen Menschen ist die Bibel auch ein teures “Prachtstück”, das im Wohnzimmerschrank vor sich hin verstaubt. Eine Bibel ist jedoch dazu da, benutzt zu werden. Mach dir Notizen, markiere wichtige Stellen! Wenn du auswendig lernst – und das solltest du! – lerne ein gesamtes Kapitel auswendig, nicht nur einen einzelnen Vers!
(Quelle: u.a. “Beginning Apologetics 1 – How to Explain and Defend the Catholic Faith”, Father Frank Chacon and Jim Burnham, San Juan Catholic Seminars, www.catholicapologetics.com, erhältlich auch bei www.familylifecenter.net)
Die Fundamentaltheologie ist eine Disziplin der Theologie. Sie hat zum Ziel, den Glauben der Kirche rational zu begründen oder zumindest seine Vereinbarkeit mit der Vernunft darzulegen. In den Bereich der Fundamentaltheologie fällt die Apologetik, die diese Begründung im Zusammenhang einer Auseinandersetzung mit gegen die kirchliche Doktrin gerichteten Argumenten vornimmt.
Geschichtlicher Überblick
Auch wenn die Fundamentaltheologie als explizite Disziplin jüngeren Datums ist, finden wir bereits in der Antike Schriftsteller und Redner, die sich mit der rationalen Begründung des Glaubens beschäftigen.
In der Antike
Sogar die Rede des Apostels Paulus auf dem Areopag hat fundamentaltheologischen Charakter, da er hier, ausgehend von der hellenischen Kultur, versucht, den Sinngehalt des Christentums darzulegen.
Ein bedeutender Vertreter der Apologetik der Antike war mit Sicherheit der heilige Irenäus von Lyon, der in seiner Schrift Adversus Haereses (Gegen die Häresien) verschiedene zeitgenössische Vorwürfe gegen den katholischen Glauben widerlegt.
Für die Verknüpfung von Glaube und Vernunft
Als grundlegend für die Fundamentaltheologie erwies sich der Ausspruch des christlichen Philosophen Boethius: "Verknüpfe, wenn du kannst, den Glauben mit der Vernunft." Damit sind die Weichen gestellt und das Abendland entfernt sich nun definitiv von aus der Gnosis kommenden Vorstellungen, dass Glaube und Vernunft mit einander nicht überein zu bringende Größen seien. (vgl. hierzu Tertullian: "Ich glaube, weil es absurd ist.")
Im Mittelalter
Im Frühmittelalter kam es jedoch zum Erliegen der apologetischen Tradition, da zum einen durch die sich durchsetzende christliche Staatsreligion die heidnischen Gesprächspartner ausgingen und zum anderen durch die Völkerwanderung die Schriftkenntnis und der Bildungsgrad rapide zurückgingen.
Erst im Hochmittelalter finden wir wieder eine gewisse Auseinandersetzung mit der Vernunftbegründung des Glaubens. Es sind die Philosophen der Scholastik, die sich an diese Aufgabe wagen. Allerdings muss gesagt werden, dass ihnen nach wie vor der unmittelbare Gesprächspartner fehlte, so dass ihre Schriften oft dazu neigten, Systeme aufzubauen, ohne dass die Tragfähigkeit der Beweisführung geprüft worden wäre.
Unter den Scholastikern ragt der heilige Thomas von Aquin hervor, der in seiner Summa contra gentiles auf Bitten des heiligen Raymond von Penafort gegenüber den spanischen Mauren den Zusammenhang zwischen offenbarter und demonstrierter Wahrheit, die sich nicht widersprechen können, aufzeigt.
Die Apologetik der Reformation
Im Zuge der Glaubensspaltungen im 16. Jahrhundert erlebt die Apologetik einen neuen Aufschwung. Zu massiv ist die reformatorische Bewegung in ganz Europa, zu stark ruft sie nach einer Antwort, als dass die katholische Seite hätte untätig zusehen können. Besonders hervor tun sich hierbei die neuen Klerikerkongregationen, allen voran die Jesuiten.
Die Auseinandersetzung mit protestantischen Bekenntnissen und Anschuldigungen bleibt nun lange dominierendes Thema im Bereich der Apologetik. Viele Kleinschriften werden im ganzen katholischen Erdkreis publiziert, von durchaus unterschiedlicher Qualität.
Auseinandersetzung mit der Aufklärung
Die Philosophie der Aufklärung leitet eine neue Epoche ein. Der französische Philosoph René Descartes, wenngleich zeit seines Lebens praktizierender Katholik, will von der Vereinbarkeit von Glaube und Vernunft nichts wissen und hängt einem mechanistischen, mathematischen Weltbild an. Die englischen Empiriker vertreten einen deistischen Gott, der die Welt wie ein Uhrwerk erschafft und nun nicht mehr in das Geschehen eingreift. Auch die Bibelkritik, die die historische Grundlage des Christentums zu untergraben sucht, hat in dieser Zeit ihren Ursprung.
Dies stellt die katholische Theologie - und nicht nur sie, sondern das ganze Christentum vor große Herausforderungen. Mit lehramtlichen Verurteilungen allein ist es nicht getan. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts beginnt sich nun die Fundamentaltheologie (und ihre Vorläufer, die Kontroverstheologie und die Apologetik) als theologische Disziplin zu entwickeln.
Der französische Politiker und Schriftsteller Chateaubriand bringt 1804 eine neue Sichtweise in die Debatte. Als persönliches Zeugnis, gepaart mit Anekdoten aus der Geschichte des Christentums, stellt er in seinem Essay "Le génie du Christianisme" in dichterischer Form die Vorzüge des Christentums vor und spricht dabei mehr die Emotion als die Vernunft an. (So schreibt er in seinem Vorwort: "Ich weinte und ich glaubte.") Später soll dieser Ansatz als via embedica in die Theologie eingehen.
Chateaubriand steht für die Abkehr von aufklärerischen Ideen. Doch andere Theologen versuchen die Aufklärung und den katholischen Glauben in Übereinstimmung zu bringen. Zu erinnern sei hierbei an die Initiativen des Regensburger Bischofs Johann Michael Sailer. Auch die sogenannte Tübinger Schule um Johann Sebastian Drey und Johann Adam Möhler tendiert in diese Richtung. Allerdings gerät vor allem letzterer in den Streit um den Ultramontanismus, so dass das Bemühen einer "christlichen Aufklärung" letzten Endes scheitert.
Entwicklung der durch die Neuscholastik geprägten Fundamentaltheologie
Einen anderen Weg zeichnet sich in der Oxford-Bewegung um John Henry Newman ab. Diese anglikanische Bewegung setzt auf eine Rückkehr in die katholische Kirche und arbeitet innerhalb der anglikanischen Gemeinschaft darauf hin. Newman setzt sich in seinen Schriften sehr mit den historischen Argumenten für die katholische Kirche auseinander und konvertiert letzten Endes. Seine Arbeiten inspirieren zahlreiche Theologen und bilden eine wichtige Grundlage für die Fundamentaltheologie.
Gegen Ende des 19. Jahrhundert beginnt sich die Fundamentaltheologie fester zu konstituieren. Es bilden sich die drei klassischen Traktate heraus (vgl. hierzu weiter unten):
Demonstratio religiosa
Demonstratio christiana
Demonstratio catholica
Aufgrund der von Rom aus angestoßenen Universitätenreform orientiert sich die Argumentation hierbei an der (neu-)scholastischen Philosophie. Maßgeblich ist hierbei das erste vatikanische Konzil, welches in seiner Konstitution Dei Filius den Grundsatz der Vereinbarkeit von Glaube und Vernunft in der katholischen Lehre fest verankert.
Neukonstitutierung im Zuge des II. Vatikanums
Gegen Mitte des 20. Jahrhunderts beginnt die Fundamentaltheologie, neue Wege zu gehen. Beschleunigt wird dies durch das zweites vatikanische Konzil. Man trennt sich von zuvor stark apologetischen Tendenzen. Das Vorhaben des 19. Jahrhunderts, den christlichen Glauben mit Hilfe der Aufklärung zu erklären, wird wieder aufgenommen. Existenzialistische Philosophie findet ebenfalls Eingang in die Argumentation. Desweiteren entwickelt sich ein viertes Traktat zur theologischen Erkenntnislehre.
In der jüngsten Gegenwart rückt mehr und mehr die Auseinandersetzung mit einer multi-religiösen Gesellschaft, die Auseinandersetzung mit Buddhismus und Islam, in den Vordergrund. Doch auch der Proselytismus freikirchlicher Gruppen fordert nach einer Antwort.
Die Traktate der Fundamentaltheologie
In den Traktaten der Fundamentaltheologie werden die Grundzüge des christlichen Glaubens im Lichte der Vernunft dargestellt. Dabei wird zunächst in der "demonstratio religiosa" die Existenz Gottes aufgezeigt, in der "demonstratio christiana" der Zusammenhang von Offenbarung und Vernunft erklärt und in der "demonstratio catholica" die Notwendigkeit der katholische Kirche im Heilsgeschehen erwiesen. Im "Traktat theologischer Erkenntnislehre", dass zu den drei klassischen Traktaten hinzukommt, wird sich mit der Frage beschäftigt, welche "Begründungsinstanzen des Glaubens" maßgeblich sind.
Literatur
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Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php/Apologetik
Kathpedia: Fundamentaltheologie
Erzbischof Marx von München: Raus aus den katholischen Mauselöchern!
Kongregation für den Glauben: Apologetik
Bibliothek der Kirchenväter: Apologetikum
Catholic Answers: Practical Apologetics
Original Catholic Encyclopedia: Apologetics
Original Catholic Encyclopedia: Curricula: Apologetics
Catholic Education Resource Center: Apologetics
Catholic Education Resource Center: 12 Claims Every Catholic Should Be Able toAnswer
New Advent: Apologetics
Catholic Online: Apologetics
http://www.catholicapologetics.com/
Catholic Information Network: Apologetics
Catholic Information Network: Apologetic FTP Site
Romatic Catholic: Catholic Biblical Apologetics
Romantic Catholic: Apologetics
Defenders of the Catholic Faith
The Catholic Action Principles
American Catholic Truth Society
Bible Answers for Bible Christians
Catholic Apologetics of America
Pope Benedict XVI's homily at the Nationals Park
Les Femmes, The Women of Truth
Catholic Apologetics International
Michael Cumbie Evangelistic Association & The Micah Project
Steve Ray's Blog: Apologetics
Espanol:
Hl. Augustinus: Der Gottesstaat
Karl-Leisner-Jugend: Sachbücher
Dave Armstrong: Top 10 Questions Catholics are Asked (Pamphlet)
Ludwig Ott, James C. Bastible, Fundamentals of Catholic Dogma, Tan Books and Publishers
Alan Schreck: Christ und Katholik (im Original: Catholic & Christian)
Peter Kreeft: "Handbook of Christian Apologetics. Hundreds of Answers to Crucial Questions" (Inter Varsity Pr)
Mark P. Shea: By What Authority? An Evangelical Discovers Catholic Tradition (Our Sunday Visitor Inc.)
StayCatholic.com: And You Will Know the Truth - How to Explain & Defend the Catholic Faith (PDF)
Beginning Apologetics Super Set!
Stand Up For Jesus Media (they have Jesse Romero resources!!)
Stand Up For Jesus Media: Jesse Romero: Rapid Fire Street Level Resources (CD)
Prof. Dr. Scott Hahn: Recommended Reading for Apologetics
Patrick Madrid: "How to Do Aplogetics" (DVD)
Catholic Answers: This Rock (Apologetic Magazine)
Embrace the Grace Communications
StayCatholic.com: Recommended Books and Tapes
http://www.catholicapologetics.com/
Prof. Dr. Scott Hahn: Stand up for Your Faith! (CD's)
Champions of Faith (DVD)
Karl Keating: Apologetics in Action (CDs)
ThatCatholicShow.com (DVD)
San Juan Catholic Seminars: Catholic Verse Finder
Niniveh's Crossing: What Catholics Really Believe (DVD's)
Dr. Scott Hahn: Reasons to Believe (DVD)
Teen Apologetics:
"College Survival Kit for Catholic Students" by Steve Wood & others
"Football, Faith, & Finding a Purpose in Life" (CDs) by Dan Dentino & Mark Rutherford
"Courage Under Fire" (CDs) by Stephanie Wood
"Beginning Apologetics for Teens" (CD) by Jim Burnham
Espanol:
Cursos Gratis de Apologética (En Video)
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