Katholisch Leben!

The Jesus Brothers

Abtreibung

 
KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE

ERKLÄRUNG ÜBER DEN SCHWANGERSCHAFTSABBRUCH

 

I. Einleitung

1. Das Problem des Schwangerschaftsabbruches und seine eventuelle Straffreiheit ist mancherorts zum Gegenstand leidenschaftlicher Diskussionen geworden. Diese Debatten wären weniger schwerwiegend, wenn es sich nicht um das menschliche Leben handeln würde, einen vorrangigen Wert, den es zu schützen und zu fördern gilt. Jeder begreift dies, auch wenn einige Gründe suchen, die gegen alle Evidenz selbst den Schwangerschaftsabbruch in den Dienst des Schutzes des Lebens stellen sollen. In der Tat kann man nur staunen, wie gleichzeitig der uneingeschränkte Protest gegen die Todesstrafe, gegen jede Form von Krieg und die Forderung nach Freigabe des Schwangerschaftsabbruches, sei es in vollem Umfang oder aufgrund immer weiter gefaßter Indikationen, zunehmen. Die Kirche ist sich zu sehr ihrer Aufgabe bewußt, den Menschen gegen alles, was ihn zerstören oder erniedrigen könnte, zu schützen, als daß sie zu einem solchen Plan schweigen könnte. Da der Sohn Gottes Mensch geworden ist, gibt es keinen Menschen, der nicht seiner menschlichen Natur nach sein Bruder und nicht berufen wäre, ein Christ zu werden und von ihm das Heil zu erlangen.

2. In zahlreichen Ländern ist die staatliche Gewalt, die einer gesetzlichen Freigabe des Schwangerschaftsabbruches Widerstand leistet, Gegenstand starken Druckes, der sie dazu bringen will. Das würde, sagt man, kein Gewissen verletzen, da man einem jeden die Freiheit beläßt, seiner Meinung zu folgen, indem man jeden daran hindert, seine Auffassung einem anderen aufzunötigen. Der ethische Pluralismus wird als Konsequenz des ideologischen Pluralismus gefordert. Indessen sind beide weit voneinander entfernt, weil ein tätliches Eingreifen schneller Interessen des anderen berührt als die einfache Meinungsäußerung und man sich niemals auf die Meinungsfreiheit berufen darf, um dem Recht der anderen Abbruch zu tun, vor allem dem Recht auf Leben.

3. Zahlreiche christliche Laien, besonders Ärzte, aber auch Verbände von Familienvätern und Familienmüttern, Politiker oder Persönlichkeiten an verantwortungsvoller Stelle haben energisch auf diese Meinungskampagne reagiert. Vor allem aber haben es viele Bischofskonferenzen und Bischöfe in ihrem eigenen Namen für gut erachtet, in aller Deutlichkeit auf die überlieferte Lehre der Kirche hinzuweisen (1). Diese Dokumente, deren Übereinstimmung überrascht, beleuchten in bewundernswerter Weise die zugleich menschliche und christliche Haltung der Ehrfurcht vor dem Leben. Allerdings stoßen mehrere von ihnen hie und da auf Vorbehalte oder selbst auf Einspruch.

4. Die Kongregation für die Glaubenslehre, die den Auftrag hat, den Glauben und die Sittenlehre in der gesamten Kirche zu fördern und zu schützen (2), möchte diese Lehre in ihren wesentlichen Linien allen Gläubigen in Erinnerung rufen. Indem sie so die Einheit der Kirche illustriert, bestätigt sie mit der dem Hl. Stuhl eigenen Autorität, was die Bischöfe erfreulicherweise unternommen haben. Sie rechnet damit, daß alle Gläubigen, einschließlich jener, die durch die neuen Kontroversen und Meinungen die rechte Orientierung verloren haben, es verstehen, daß es sich nicht darum handelt, eine Lehrmeinung der anderen entgegenzusetzen, sondern ihnen die konstante Lehre des höchsten Lehramtes zu übermitteln, das die Sittenregel im Lichte des Glaubens darlegt (3). Es ist daher klar, daß diese Erklärung nicht ohne eine schwerwiegende Verpflichtung für das christliche Gewissen bleibt. Möge Gott auch alle Menschen erleuchten, die mit ganzem Herzen suchen, „nach der Wahrheit zu handeln“ (Joh 3,21).

II. Im Lichte des Glaubens

5. „Gott hat den Tod nicht geschaffen und hat keine Freude am Untergang der Lebenden“ (Weish 1,13). Sicher hat Gott Wesen erschaffen, die nur eine Zeitspanne zur Verfügung haben, und der physische Tod gehört mit zur Welt der leiblichen Lebewesen. Aber was zunächst gewollt wurde, ist das Leben, und im sichtbaren Universum wurde alles im Hinblick auf den Menschen gemacht, Ebenbild Gottes und Krönung der Welt (Gen 1,26-28). Im menschlichen Bereich „kam durch des Teufels Neid der Tod in die Welt“ (Weish 2,25); durch die Sünde gekommen, bleibt er ihr verbunden und ist gleichzeitig ihr Zeichen und ihre Frucht. Aber der Tod konnte nicht triumphiere. (4) Der Herr wird im Evangelium bei der Bestätigung des Glaubens an die Auferstehung verkünden, daß „Gott nicht ein Gott der Toten ist, sondern der Lebenden“ (Mt 22,32), und der Tod wie die Sünde werden endgültig durch die Auferstehung in Christus besiegt werden (1 Kor 15,20-27). Auch versteht man, daß das menschliche Leben, selbst auf dieser Erde, kostbar ist. Eingehaucht durch den Schöpfer (5), wird es durch ihn wieder genommen (Gen 2,7; Weish 15,11). Es bleibt unter seinem Schutz: das Blut des Menschen schreit zu ihm auf (Gen 4,10), und er wird hierfür Rechenschaft fordern, „denn nach dem Ebenbild Gottes ist der Mensch geschaffen worden“ (Gen 9,5-6). Das Gebot Gottes ist ausdrücklich: „Du sollst nicht töten!“ (Ex 20,13). Das Leben ist gleichermaßen eine Gabe und eine Verantwortung: es wird als ein „Talent“ (Mt 25,14-30) empfangen und muß geschätzt werden. Um es zu entfalten, bieten sich dem Menschen in dieser Welt viele Möglichkeiten, denen er sich nicht entziehen darf. Aber tiefer weiß der Christ darum, daß das ewige Leben für ihn davon abhängt, was er mit der Gnade Gottes aus seinem irdischen Leben gemacht haben wird.

6. Die kirchliche Überlieferung hat immer daran festgehalten, daß das menschliche Leben beschützt und gehütet werden muß von seinem Beginn an wie in den verschiedenen Phasen seiner Entwicklung. Die Kirche widersetzte sich den sittlichen Auffassungen der griechisch-römischen Welt und betonte den Abstand, der die christliche Sittenlehre diesbezüglich von ihr trennt. In der Didachè wird klar ausgesprochen: „Du sollst die Frucht deines Schoßes durch Abtreibung nicht töten, noch sollst du das schon geborene Kind umkommen lassen“(6). Athenagoras unterstreicht, daß die Christen jene Frauen als Mörderinnen ansehen, die Medikamente benützen, um eine Fehlgeburt herbeizuführen; er verurteilt die Mörder von Kindern, hierin jene miteinbegriffen, die noch im Schoße ihrer Mutter leben, „wo sie bereits Gegenstand der Sorge der göttlichen Vorsehung sind“(7). Hat Tertullian vielleicht nicht immer die gleiche Sprache geführt? Er stellt diesbezüglich nicht weniger klar das wesentliche Prinzip fest: „Die Geburt zu verhindern ist eine vorweggenommene Tötung; wenig liegt daran, ob man ein schon geborenes Leben vernichtet oder ob man es verschwinden läßt bei der Geburt. Der ist schon ein Mensch, der es sein wird“(8).

7. Durch die ganze Kirchengeschichte haben die Kirchenväter, die Oberhirten der Kirche und ihre Lehrer die gleiche Lehre vorgetragen, ohne daß die verschiedenen Auffassungen über den Augenblick der Eingießung der Seele einen Zweifel über die Unerlaubtheit der Abtreibung hätten aufkommen lassen. Als freilich im Mittelalter die allgemeine Auffassung bestand, daß die Seele erst nach den ersten Wochen vorhanden sei, machte man einen Unterschied in der Bewertung der Sünde und der zu verhängenden Strafen. Berühmte Autoren haben für diese erste Schwangerschaftsperiode weitmaschigere kasuistische Lösungen zugelassen, die sich für die folgenden Perioden ablehnten. Man hat aber damals nie geleugnet, daß der gewollte Schwangerschaftsabbruch, selbst in diesen Tagen, objektiv eine schwere Verfehlung sei. Diese Verurteilung war tatsächlich einstimmig. Bei so vielen Dokumenten möge es genügen, auf einige hinzuweisen. Im Jahre 847 wiederholte das erste Konzil von Mainz die Strafen, die die vorhergehenden Konzile gegen die Abtreibung verhängt hatten und entschied, daß die strengste Buße „den Frauen aufzuerlegen ist, die die Ausscheidung der Frucht ihres Schoßes herbeiführen.“(9) Das Dekret des Gratian legt großes Gewicht auf die Worte von Papst Stephan V.: „Derjenige tötet, der durch Abtreibung umkommen läßt, was empfangen wurde.“(10) Der hl. Thomas, allgemeiner Lehrer der Kirche, lehrt, daß die Abtreibung eine schwere Sünde ist, die im Widerspruch zum Naturgesetz steht (11). Im Zeitalter der Renaissance verurteilt Papst Sixtus V. den Schwangerschaftsabbruch mit größter Strenge (12). Ein Jahrhundert später verwirft Innozenz XI. die Sätze bestimmter laxer Kanonisten, die die absichtlich herbeigeführte Abtreibung zu entschuldigen suchten vor dem Zeitpunkt, für den einige die Beseelung des neuen Lebewesens festsetzten (13). In unseren Tagen haben die letzten römischen Päpste die gleiche Lehre mit größter Deutlichkeit verkündet. Pius XI. antwortete ausdrücklich auf die schwersten Einwände.(14); Pius XII. schloß klar jede direkte Abtreibung aus, nämlich jene, die einen Zweck oder ein Mittel darstellt (15); Johannes XXIII. erinnerte an die Lehre der Väter über den geheiligten Charakter des Lebens, „das seit seinem Beginn das Eingreifen des Schöpfergottes fordert.“(16) In neuester Zeit hat das Zweite Vatikanische Konzil unter Vorsitz Papst Pauls VI. sehr streng den Schwangerschaftsabbruch verurteilt: „Das Leben muß von der Empfängnis an mit äußerster Sorgfalt gehütet werden; die Abtreibung und der Kindesmord sind verabscheuungswürdige Verbrechen.“(17) Der gleiche Papst Paul VI. scheute sich nicht, als er wiederholt über dieses Thema sprach, zu erklären, daß diese Lehre der Kirche „sich nicht geändert hat und unveränderlich ist.“(18)

III. Im Lichte der Vernunft

8. Die Achtung vor dem menschlichen Leben drängt sich nicht den Christen allein auf; es genügt die Vernunft, sie zu fordern, indem man von der Analyse ausgeht, was eine Person ist und sein muß. Ausgestattet mit einer vernunftbegabten Natur ist der Mensch ein persönliches Subjekt, das fähig ist, über sich selbst nachzudenken, über seine Handlungen zu entscheiden und demnach über sein eigenes Geschick: er ist frei. Er ist folglich Herr über sich selbst oder vielmehr, weil er sich in der Zeit entfaltet, hat er die Möglichkeit, es zu werden, und hier liegt seine Aufgabe. Unmittelbar von Gott erschaffen, ist seine Seele geistig, also unsterblich. Er ist auch offen für Gott; nur in ihm findet er seine Erfüllung. Er lebt aber in der Gemeinschaft mit seinesgleichen, er lebt von der zwischenmenschlichen Verbindung mit ihnen und im unabdingbaren sozialen Milieu. Gegenüber der Gesellschaft und den anderen Menschen ist jede menschliche Person Herr über sich selbst, über ihr Leben, über ihre verschiedenen Güter, und zwar von Rechts wegen. Daher wird von allen ihr gegenüber eine strenge Gerechtigkeit verlangt.

9. Das zeitliche Leben jedoch, das in dieser Welt gelebt wird, ist nicht gleichzusetzen mit der Person. Denn sie besitzt eine eigene Ebene höheren Lebens, das nicht enden kann. Das körperliche Leben ist ein fundamentales Gut, hier auf Erden Voraussetzung aller anderen Güter. Es gibt aber höhere Werte, für die es gerechtfertigt oder selbst notwendig sein kann, sich der Gefahr auszusetzen, das zeitliche Leben zu verlieren. In der menschlichen Gesellschaft ist das Gemeinwohl für jede Person ein Ziel, dem sie dienen muß und dem sie ihre persönlichen Interessen unterzuordnen hat. Aber es ist nicht ihr letzter Zweck, und unter diesem Gesichtspunkt ist es die Gesellschaft, die im Dienst der Person steht, weil diese nur in Gott ihre Bestimmung verwirklichen wird. Endgültig kann sie nur Gott untergeordnet sein. Man wird niemals einen Menschen wie ein einfaches Mittel behandeln dürfen, dessen man sich bedient, um ein höheres Ziel zu erreichen.

10. Es ist Aufgabe der Sittenlehre, die Gewissen zu unterrichten über die Rechte und die wechselseitigen Pflichten der Person und der Gesellschaft, und dem Recht kommt es zu, die Leistungen festzulegen und zu organisieren. Es gibt nun viele Rechte, die die Gesellschaft nicht zu gewähren hat, weil sie ihr übergeordnet sind. Aber es ist ihre Aufgabe, sie zu schützen und geltend zu machen. Es sind großenteils jene Rechte, die man heute „Menschenrechte“ nennt, und unsere Epoche rühmt sich, sie formuliert zu haben.

11. Das erste Recht einer menschlichen Person ist das Recht auf Leben. Sie hat andere Güter und einige wertvollere, aber dieses ist grundlegend, weil Voraussetzung für alle anderen. So muß es mehr als alle anderen geschützt werden. Es steht nicht der Gesellschaft zu, es steht nicht der staatlichen Autorität zu, welcher Art sie auch immer sei, dieses Recht einigen zuzuerkennen und anderen nicht. Jede Diskriminierung ist widerrechtlich, ob sie sich nun auf die Rasse, das Geschlecht, die Farbe oder die Religion gründet. Nicht die Anerkennung durch einen anderen bewirkt dieses Recht, es bestand vorher; es fordert Anerkennung, und es ist eindeutiges Unrecht, diese zu verweigern.

12. Eine Diskriminierung, die sich auf die verschiedenen Lebensalter stützt, ist ebenso wenig gerechtfertigt wie jede andere. Das Recht auf Leben bleibt ganz einem Greis, auch wenn er noch so gebrechlich ist. Ein unheilbar Kranker hat dieses Recht nicht verloren. Es besteht nicht weniger zu Recht bei einem kleinen Kind, das soeben geboren ist, als bei einem reifen Menschen. In der Tat, die Achtung vor dem menschlichen Leben ist eine Pflicht, sobald der Lebensprozeß beginnt. Sobald das Ei befruchtet ist, hat ein neues Leben eingesetzt, das nicht jenes des Vaters noch der Mutter ist, sondern das eines neuen menschlichen Wesens, das sich für sich selbst entwickelt. Es wird niemals menschlich werden, wenn es nicht ein solches von jenem Zeitpunkt an ist.

13. Zu dieser Evidenz, die schon immer bestand (ganz unabhängig von den Diskussionen über den Zeitpunkt der Beseelung)(19), liefert die moderne genetische Wissenschaft wertvolle Bestätigungen. Sie hat gezeigt, daß vom ersten Augenblick an das Programm feststeht, was dieses Lebewesen sein wird: ein Mensch, dieser individuelle Mensch mit seinen charakteristischen und schon bestimmten Eigenschaften. Seit der Befruchtung hat das Abenteuer eines menschlichen Lebens begonnen, für das jede der großen Anlagen Zeit braucht, eine hinreichend lange Zeit, um ihren Platz einzunehmen und um aktionsfähig zu werden. Zumindest kann man sagen, daß die heutige Wissenschaft auf ihrem höchsten Entwicklungsstand den Verteidigern der Abtreibung keinerlei wesentliche Stütze bietet. Übrigens steht es den biologischen Wissenschaften nicht zu, ein entscheidendes Urteil über streng genommen philosophische und ethische Fragen zu fällen, wie jene über den Zeitpunkt, zu dem die menschliche Person gebildet wird, und die Erlaubtheit der Abtreibung. In ethischer Hinsicht aber steht fest: Selbst wenn ein Zweifel bestehen sollte über die Tatsache, daß die Frucht der Empfängnis schon eine menschliche Person sei, so bedeutet es jedoch objektiv eine schwere Sünde, das Risiko einer Tötung einzugehen. „Der ist schon ein Mensch, der es sein wird.“(20)

IV. Antwort auf einige Einwände

14. Das göttliche Gesetz und die natürliche Vernunft schließen also jedes Recht aus, einen unschuldigen Menschen zu töten. Wenn jedoch die vorgebrachten Gründe, um einen Schwangerschaftsabbruch zu rechtfertigen, immer schlecht und wertlos wären, wäre das Problem nicht so dramatisch. Seine Gewichtigkeit kommt daher, daß in bestimmten Fällen, vielleicht ziemlich zahlreichen, die Verweigerung des Schwangerschaftsabbruches wichtige Güter verletzt, die man normalerweise schätzt und die selbst zuweilen vorrangig erscheinen können. Wir verkennen diese großen Schwierigkeiten nicht. Es kann vielleicht eine schwerwiegende Frage der Gesundheit sein, zuweilen von Leben und Tod der Mutter. Es kann die Last sein, die ein weiteres Kind bedeutet, vor allem, wenn gute Gründe befürchten lassen, daß es ein anormales oder zurückgebliebenes Kind wird. Es kann das Gewicht sein, das je nach Umwelt Rücksichten auf Ehre und Unehre, auf sozialen Abstieg usw. haben. Wir erklären nur, daß niemals einer dieser Gründe objektiv das Recht geben kann, über das Leben, selbst das beginnende, eines anderen zu verfügen. Und was kommendes Unglück des Kindes betrifft, so darf sich niemand, auch nicht der Vater oder die Mutter, an seine Stelle setzen, selbst wenn es noch ein Embryo ist, um in seinem Namen den Tod dem Leben vorzuziehen. Es selbst wird auch im reifen Alter niemals das Recht haben, den Selbstmord zu wählen. Wenn schon das Kind im Hinblick auf sein Alter von sich aus keine Entscheidung treffen kann, so können noch viel weniger seine Eltern für es den Tod wählen. Das Leben ist ein allzu fundamentales Gut, als daß man es so mit selbst schweren Nachteilen gleichsetzen könnte (21).

15. In dem Maße, als die Bewegung der Emanzipation der Frau wesentlich dahin zielt, sie von aller ungerechten Diskriminierung zu befreien, ist diese Forderung gerechtfertigt (22). In den verschiedenen Kulturbereichen gibt es diesbezüglich viel zu tun. Man kann aber die Natur nicht ändern, noch kann man die Frau, nicht weniger als den Mann, dem entziehen, was die Natur von ihr fordert. Im übrigen hat alle öffentlich anerkannte Freiheit immer als Grenze bestimmte Rechte eines anderen.

16. Dasselbe muß man sagen von der Forderung nach sexueller Freiheit. Wenn man unter dieser Ausdrucksweise die fortschreitend erworbene Herrschaft der Vernunft und der echten Liebe über die Regungen des Instinkts verstände, ohne Herabsetzung der Lust, diese aber an ihren richtigen Platz verweist – und das ist auf diesem Gebiet die alleinige echte Freiheit –, so wäre dem nichts entgegenzuhalten. Diese Freiheit wird immer bedacht sein, die Gerechtigkeit nicht zu verletzen. Wenn man aber im Gegenteil darunter versteht, daß der Mann und die Frau „frei“ sind, die sexuelle Lust bis zur Sättigung zu suchen, ohne irgendeinem Gesetze Rechnung zu tragen noch der wesentlichen Ausrichtung des sexuellen Lebens auf seine Fruchtbarkeit (23), so hat diese Auffassung nichts Christliches. Sie ist sogar des Menschen unwürdig. Auf jeden Fall begründet sie keinerlei Recht, über das Leben eines anderen, wäre es auch ein Embryo, zu verfügen, und dieses unter dem Vorwand, daß es lästig ist, zu beseitigen.

17. Die Fortschritte der Wissenschaft öffnen und werden immer mehr der Technik die Möglichkeit raffinierten Eingreifens eröffnen, deren Konsequenzen sehr wichtig sein können, im Guten wie im Bösen. Es sind die Errungenschaften des menschlichen Geistes, die in sich bewundernswert sind. Die Technik aber kann sich dem Urteil der Ethik nicht entziehen, weil sie für den Menschen da ist und seine Bestimmung respektieren muß. Wie man keineswegs das Recht hat, die Kernenergie zu jedem beliebigen Zweck zu benützen, so ist man auch nicht ermächtigt, das menschliche Leben in einem beliebigen Sinn zu manipulieren: das darf nur zu seinem Dienst geschehen, um die Entfaltung seiner normalen Fähigkeiten besser zu gewährleisten, um die Krankheiten zu vermeiden oder zu heilen, um einen Beitrag zur besseren Entfaltung des Menschen zu leisten. Es ist wahr, daß die Entwicklung der Technik den vorzeitigen Schwangerschaftsabbruch mehr und mehr leicht macht; dadurch hat sich an seiner moralischen Wertung nichts geändert.

18. Wir wissen, welche Bedeutung für manche Familien und für bestimmte Länder das Problem der Geburtenregelung annehmen kann. Aus diesem Grund hat das letzte Konzil und dann die Enzyklika Humanae vitae vom 25. Juli 1968 von „verantwortlicher Elternschaft“ gesprochen (24). Was wir aber mit Nachdruck wiederholten wollen, wie es die Konstitution des Konzils Gaudium et spes, die Enzyklika Populorum progressio und andere päpstliche Dokumente in Erinnerung gerufen haben, ist folgendes: Niemals und unter keinem Vorwand darf der Schwangerschaftsabbruch herangezogen werden, weder durch eine Familie noch durch die staatliche Behörde, als ein legitimes Mittel der Geburtenregelung (25). Die Verletzung der moralischen Werte ist für das Gemeinwohl immer ein größeres Übel als irgendein Nachteil der wirtschaftlichen oder demographischen Ordnung.

V. Die Moral und das Recht

19. Die ethische Diskussion ist fast überall von schwerwiegenden rechtlichen Erörterungen begleitet. Es gibt keine Länder, in denen die Gesetzgebung nicht die Tötung verbietet und bestraft. Viele hatten außerdem dieses Verbot und diese Strafen auch für den Sonderfall des Schwangerschaftsabbruches genau festgesetzt. In unseren Tagen verlangt jedoch eine weit verbreitete öffentliche Meinung eine Liberalisierung des letzteren Verbotes. Es besteht schon eine ziemlich allgemeine Tendenz, die jegliche repressive Gesetzgebung so weit als möglich einschränken will, vor allem wenn sie in den Bereich des Privatlebens einzugreifen scheint. Ferner beruft man sich auch auf das Argument des Pluralismus. Wenn einerseits viele Bürger, insbesondere die Gläubigen der katholischen Kirche, den Schwangerschaftsabbruch verurteilen, halten ihn viele andere hingegen für erlaubt, zumindest unter dem Vorwand des geringeren Übels. Warum also von ihnen verlangen, einer Meinung zu folgen, die nicht die ihrige ist, vor allem in einem Land, in dem diese in der Mehrzahl sind? Ferner zeigt es sich, daß die Gesetze, die den Schwangerschaftsabbruch verurteilen, dort, wo sie noch bestehen, nur unter Schwierigkeiten angewandt werden können. Das Delikt ist zu häufig geworden, um noch streng dagegen vorgehen zu können, und die verantwortlichen öffentlichen Stellen halten es oft für klüger, davor die Augen zu schließen. Ein Gesetz aber beizubehalten, das man nicht mehr anwendet, bleibt nie ohne Schaden für die Autorität aller übrigen. Sodann muß man noch hinzufügen, daß die heimliche Abtreibung die Frauen, die zu ihr Zuflucht nehmen, sowohl für ihre künftige Fruchtbarkeit und oft auch für ihr Leben weit größeren Gefahren aussetzt. Selbst wenn man weiterhin die Abtreibung als ein Übel betrachtet, sollte sich der Gesetzgeber nicht vornehmen können, die Schäden davon wenigstens einzuschränken?

20. Diese und andere Gründe, die man von verschiedenen Seiten hört, sind jedoch nicht ausschlaggebend. Es ist wahr, daß das zivile Gesetz nicht beabsichtigen kann, den ganzen Bereich der Ethik zu schützen oder alle Vergehen zu bestrafen. Niemand verlangt das von ihm. Es muß oft dasjenige tolerieren, was in der Tat ein geringeres Übel ist, um dadurch ein größeres zu verhindern. Viele verstehen als eine Ermächtigung, was vielleicht nur der Verzicht auf eine Bestrafung ist. Mehr noch, im gegenwärtigen Fall scheint dieser Verzicht mit einzuschließen, daß der Gesetzgeber den Schwangerschaftsabbruch nicht mehr als ein Verbrechen gegen das menschliche Leben betrachtet, da ja die Tötung stets schwer strafbar bleibt. Es ist richtig, daß das Gesetz nicht zwischen Meinungen zu entscheiden hat oder eher die eine als die andere aufzwingen darf. Das Leben des Kindes aber hat den Vorrang vor jeglicher Meinung; man kann sich nicht auf die Meinungsfreiheit berufen, um es dem Kind zu nehmen.

21. Es ist nicht die Aufgabe des Gesetzes festzustellen, was man tut, sondern zu helfen, um besser zu handeln. Es ist in jedem Fall die Pflicht des Staates, die Rechte eines jeden zu wahren und die Schwächsten zu beschützen. Er wird daher viel Unrecht beseitigen müssen. Das Gesetz ist nicht verpflichtet, alles zu sanktionieren, doch kann es sich nicht gegen ein höheres und erhabeneres als jegliches menschliche Gesetz richten, das Naturgesetz nämlich, das vom Schöpfer als eine Norm dem Menschen eingegeben wurde, welche die Vernunft entziffert und genau zu bestimmen sucht, um deren bessere Erkenntnis man sich stets bemühen muß, der zu widersprechen stets böse ist. Das menschliche Gesetz kann auf eine Bestrafung verzichten, es kann aber nicht als unschuldig erklären, was dem Naturgesetz widerstreitet, denn dieser Gegensatz genügt, um zu bewirken, daß ein Gesetz kein Gesetz mehr ist.

22. Es muß in jedem Fall richtig verstanden werden, daß ein Christ sich niemals nach einem Gesetz richten kann, das in sich selbst unmoralisch ist; und gerade das ist bei dem der Fall, das im Prinzip die Erlaubtheit des Schwangerschaftsabbruches zugesteht. Er kann sich weder an der Propagandakampagne zugunsten eines solchen Gesetzes beteiligen, noch diesem seine Stimme geben. Erst recht kann er nicht bei dessen Anwendung mitwirken. Es ist zum Beispiel nicht gestattet, daß Ärzte oder Krankenschwestern verpflichtet werden, bei einem Schwangerschaftsabbruch unmittelbar mitzuhelfen, und daß sie zwischen dem christlichen Gesetz und ihrer beruflichen Situation wählen müssen.

23. Es ist im Gegenteil Aufgabe des Gesetzes, auf eine Reform der Gesellschaft hinzuwirken, die Lebensbedingungen in allen Bereichen zu verbessern, angefangen bei denen, die am meisten benachteiligt sind, auf daß immer und überall für jedes Kind, das auf die Welt kommt, eine menschenwürdige Aufnahme ermöglicht wird. Unterstützung der Familien und alleinstehender Mütter, Kindergeld, Statut für uneheliche Kinder und vernünftige Planung der Adoption: es ist eine positive Politik zu betreiben, damit es zum Schwangerschaftsabbruch immer eine konkret mögliche und ehrenhafte Alternative gibt.

VI. Schlussfolgerungen

24. Seinem Gewissen zu folgen im Gehorsam gegenüber dem Gesetz Gottes ist nicht immer ein leichter Weg. Es kann Opfer und Lasten auferlegen, deren Gewicht man nicht verkennen kann. Mitunter ist sogar Heroismus gefordert, um seinen Forderungen treu zu bleiben. Auch müssen wir gleichzeitig betonen, daß der Weg der wahren Entfaltung der menschlichen Person über diese beständige Treue zum Gewissen führt, das im Recht und in der Wahrheit verbleibt. Ebenso müssen wir all jene ermahnen, die über die Mittel verfügen, um die Last zu erleichtern, die noch so viele Männer und Frauen, so viele Familien und Kinder bedrückt, die vor menschlich ausweglosen Situationen stehen.

25. Die Perspektive eines Christen kann sich nicht auf den Horizont des Lebens in dieser Welt beschränken. Er weiß, daß sich im gegenwärtigen Leben ein anderes vorbereitet, das von solcher Bedeutung ist, daß man sich in seinem Urteil nach ihm richten muß (26). Unter diesem Gesichtspunkt gibt es hienieden kein absolutes Unglück, selbst nicht den schrecklichen Schmerz, ein behindertes Kind aufzuziehen. Dies ist die veränderte Sichtweise, die vom Herrn verkündet worden ist: „Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden“ (Mt 5,5). Es hieße, dem Evangelium den Rücken kehren, wenn man das Glück nach dem Nichtvorhandensein von Schmerz und Elend in dieser Welt messen wollte.

26. Das bedeutet jedoch nicht, daß man diesem Leid und diesem Elend gegenüber gleichgültig bleiben könnte. Jeder Mensch mit Herz und vor allem jeder Christ muß bereit sein, sein Möglichstes zu tun, um Abhilfe zu schaffen. Dies ist das Gesetz der Liebe, dessen erste Sorge stets sein muß, die Gerechtigkeit zu verwirklichen. Man kann niemals den Schwangerschaftsabbruch gutheißen. Das schließt eine politische Aktion mit ein und ist im besonderen der Aufgabenbereich des Gesetzes. Gleichzeitig muß man aber auch auf die Sitten einwirken und sich um all das bemühen, was den Familien, den Müttern und den Kindern helfen kann. Beachtliche Fortschritte sind von der Medizin im Dienst des Lebens gemacht worden. Man kann hoffen, daß noch weitere folgen werden gemäß der Berufung des Arztes, das Leben nicht zu unterdrücken, sondern es zu erhalten und auf das beste zu fördern. Es ist ebenso wünschenswert, daß sich in den entsprechenden Institutionen oder bei deren Nichtvorhandensein im hochherzigen Einsatz und der christlichen Liebestätigkeit auch alle Formen der Hilfeleistungen weiter entfalten.

27. Man wird sich aber nicht wirksam auf der Ebene der Sitten einsetzen, wenn man nicht ebenso auf der Ebene der Ideen kämpft. Man kann sich nicht widerspruchslos eine Sichtweise und mehr noch eine Weise des Empfindens ausbreiten lassen, die die Fruchtbarkeit als ein Übel betrachten. Es ist wahr, daß nicht alle Formen der Zivilisation kinderreiche Familien begünstigen; sie finden viel größere Hindernisse in einer industriellen und städtischen Zivilisation. Auch die Kirche hat in letzter Zeit auf dem Begriff der verantwortlichen Elternschaft insistiert, die mit wahrhaft menschlicher und christlicher Klugheit ausgeübt werden soll. Diese Klugheit ist nicht echt, wenn sie nicht die Hochherzigkeit mit einschließen würde. Sie muß sich der Größe der Aufgabe bewußt bleiben, die ein Zusammenwirken mit dem Schöpfer für die Weitergabe des Lebens darstellt, welche der menschlichen Gemeinschaft neue Mitglieder und der Kirche neue Kinder schenkt. Die Kirche hat die grundlegende Sorge, das Leben zu beschützen und zu fördern. Sie denkt gewiß vor allem an das Leben, das Christus zu bringen gekommen ist: „Ich bin gekommen, daß die Menschen das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh 10,10). Aber das Leben kommt auf allen seinen Ebenen von Gott, und das leibliche Leben ist für den Menschen der unerläßliche Anfang. In diesem Leben auf Erden hat die Sünde das Leid und den Tod eingeführt und vermehrt. Doch hat Jesus Christus, indem er ihre Last auf sich genommen hat, sie umgewandelt. Für den, der an ihn glaubt, werden das Leid und sogar der Tod selbst Mittel der Auferstehung. Demzufolge kann der hl. Paulus sagen: „Ich glaube, die Leiden dieser Zeit sind nicht zu vergleichen mit der künftigen Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll“ (Röm 8,18). Und wenn wir vergleichen, so fügen wir mit dem hl. Paulus hinzu: „Denn die leichte Augenblickslast unserer Trübsal bringt uns eine überschwengliche, ewige, alles überwiegende Herrlichkeit“ (2 Kor 4,17).

Die vorliegende Erklärung über den Schwangerschaftsabbruch hat Papst Paul VI. in der dem unterfertigten Sekretär der Glaubenskongregation gewährten Audienz vom 28. Juni 1974 gebilligt, bestätigt und ihrer Veröffentlichung angeordnet.

Gegeben zu Rom, in der Kongregation für die Glaubenslehre, am 18. November 1974, dem Kirchweihfest der Basiliken der Apostel Petrus und Paulus

 

FRANZISKUS Kard. SEPER,
Präfekt

HIERONYMUS HAMER,
Titularerzbischof von Lorium, Sekretär

(1) Eine gewisse Anzahl bischöflicher Dokumente findet sich in G. Caprile, Non uccidere. Il Magistero della Chiesa sull’aborto.Teil II, S.47-300, Rom 1973.

(2) Regimini Ecclesiae universae, III, 1, 29. Vgl. ebd., 31 (AAS 59, 1967, S. 897). Dies betrifft alle Fragen, die sich auf den Glauben und die Sitten beziehen oder mit dem Glauben verbunden sind.

(3) Lumen Gentium, Nr. 12 (AAS 57, 1965, S. 16-17). Die gegenwärtige Erklärung behandelt nicht alle Fragen, die sich hinsichtlich der Abtreibung stellen können: es ist die Aufgabe der Theologen, sie zu untersuchen und darüber zu diskutieren. Sie erinnert nur an einige grundlegende Prinzipien, die für die Theologen selbst Licht und Maßstab sein müssen und alle Christen in der Gewißheit der grundlegenden katholischen Glaubenslehre bestärken sollen.

(4) Lumen Gentium, Nr. 25 (AAS 57, 1965, S. 29-31).

(5) Die Verfasser stellen keine philosophischen Überlegungen an über die Beseelung, sondern sprechen von dem Lebensabschnitt, der der Geburt vorausgeht, als einem Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit Gottes: er erschafft und formt das menschliche Sein, als ob er es mit seiner Hand gestaltet (vgl. Ps 118,7). Es scheint, daß dieses Thema in Jer 1,5 seinen ersten Ausdruck findet. Es findet sich darauf in vielen anderen Texten wieder. Vgl. Jes 49,13; 46,3; Ijob 10,8-12; Ps 22,10; 71,6; 139,13. Im Evangelium lessen wir bei Lk 1,44: “Denn siehe, sobald die Stimme deines Grußes an mein Ohr drang, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Schoße.”

(6) Didachè Apostolorum, ed. Funk, Patres Apostolici, V, 2. Der Barnabasbrief, IX, 5, bedient sich derselben Ausdrücke (Funk, a.a.O., S. 91-95).

(7) Athenagoras, Bittschrift für die Christen, 35 (PG 6, 970; Sources Chrétiennes = SC 33, S. 166-167). Man führt auch den Brief an Diognet V, 6 (Funk, a.a.O, I, 399; SC 33) an, der von den Christen sagt: „Sie zeugen Kinder, treiben aber keine Föten ab.“

(8) Tertullian, Apologeticum, IX, 8 (PL I, 314-320; Corp. Christ. I, S. 103, 1.31-36).

(9) Kanon 21 (Mansi, 14, S. 909). Vgl. das Konzil von Elvira, Kanon 63 (Mansi, 2, S. 16) und von Ancyrus, Kanon 21 (ebd., 519). Siehe auch das Dekret Gregors III. hinsichtlich der Buße, die denen auferlegt wurde, die sich dieses Vergehens schuldig gemacht haben (Mansi, 12, 292, c. 17).

(10) Gratian, Concordantia discordantium canonum, c. 20, C. 2, S. 2. Während des Mittelalters beruft man sich oft auf die Autorität des hl. Augustinus, der diesbezüglich in De nuptiis et concupiscentiis, c. 15, schreibt: „Mitunter geht diese unzüchtige Grausamkeit oder grausame Unzucht so weit, daß man sich Gift verschafft, das steril macht. Wenn jedoch das Ziel nicht erreicht wird, löscht die Mutter das Leben aus und treibt den Fötus ab, der in ihrem Schoß war, so daß das Kind stirbt, bevor es gelebt hat, oder daß es, wenn das Kind im Mutterschoß schon lebte, getötet wird, bevor es geboren wird.“ (PL 44, 423-424; SCEL 33,619. Vgl. das Dekret Gratians, q. 2, C. 32, c. 7).

(11) Sentenzenkommentar, Buch IV, Teil 31, Darlegung des Textes.

(12) Constitutio Effraenatum von 1588 (Bullarium Romanum, V, 1, S. 25-27; Fontes Iuris Canonici, I, Nr. 165, S. 308-311).

(13) D 1184. Vgl. auch die Konstitution Apostolicae Sedis von Pius IX. (Acta Pii IX, V, 55-72; ASS 5, 1869, 305-331; Fontes Iuris Canonici III, Nr. 552, S. 24-31).

(14) Enzyklika Casti connubii, AAS 22, 1930, 562-565; D 3719-21.

(15) Die Erklärungen von Pius XII. sind ausdrücklich, genau und zahlreich; sie würden für sich allein ein eigenes Studium verlangen. Wir zitieren, weil er dort das Prinzip in seiner ganzen Universalität formuliert, nur die Ansprache an die italienische Ärztevereinigung vom hl. Lukas vom 12.11.1944: „Solange ein Mensch nicht schuldig ist, ist sein Leben unantastbar. Deshalb ist jeder Akt unerlaubt, der es direkt zu zerstören trachtet, sei es, daß diese Zerstörung als Ziel oder nur als Mittel zum Ziel verstanden wird, sei es, daß es sich um das Leben des Embryos oder in seiner vollen Entfaltung oder schon an seinem Ende handelt.“ (Discorsi e radiomessaggi, VI, S. 183 f).

(16) Enzyklika Mater et Magistra, AAS 53, 1961, S. 447.

(17) Gaudium et Spes, II, Kap. 1, Nr. 51. Vgl. ebd., Nr. 27 (AAS 58, 1966, S. 1072; vgl. 1047).

(18) Ansprache Salutiamo con paterna efffusione vom 9.12.1972, AAS 64 (1972) S. 737. Unter den Zeugnissen für diese unwandelbare Lehre wird an die Erklärung des Heiligen Offiziums erinnert, die die direkte Abtreibung verurteilt hat (ASS 17, 1884, S. 556; 22, 1888-1889, S. 748; D 3258).

(19) Diese Erklärung läßt ausdrücklich die Frage nach dem Zeitpunkt der Eingießung der Geist-Seele beiseite. Über diese Frage gibt es keine einmütige Tradition, und die Autoren sind noch uneinig. Für die einen geschieht sie im ersten Augenblick, für andere würde sie kaum der Einnistung vorausgehen. Es ist nicht die Aufgabe der Wissenschaft, zwischen ihnen zu entscheiden, denn die Existenz einer unsterblichen Seele gehört nicht zu ihrem Bereich. Es handelt sich um eine philosophische Diskussion, von der jedoch unsere ethische Behauptung aus zwei Gründen unabhängig bleibt: 1. Auch bei der Annahme einer späteren Beseelung besteht nicht weniger schon menschliches Leben, das diese Seele vorbereitet und nach ihr verlangt, in der sich die von den Eltern empfangene Natur vervollkommnet; 2. im übrigen genügt es, daß die Anwesenheit der Seele nur wahrscheinlich ist (und dem kann man niemals widersprechen), so daß ihm das Leben zu nehmen die Übernahme des Risikos bedeuten würde, einen Menschen zu töten, der nicht noch auf die Beseelung wartet, sondern schon seine Seele besitzt.

(20) Tertullian, siehe Anm. 8.

(21) Kardinalstaatssekretär Villot schrieb am 10.10.1973 über den Schutz des menschlichen Lebens an Kardinal Döpfner: „(Die Kirche) kann jedoch zur Behebung solcher Notsituationen weder empfängnisverhütende Mittel noch erst recht nicht die Abtreibung als sittlich erlaubt anerkennen“ (L’Osservatore Romano, deutsche Wochenausgabe vom 26.10.1973, S. 3).

(22) Enzyklika Pacem in terries, AAS 55, 1963, S. 267. Konstitution Gaudium et Spes, Nr. 29. Paul VI., Ansprache Salutiamo, AAS 64, 1972, S. 779.

(23) Gaudium et Spes, II, Kap. 1, Nr. 48: „Durch ihre natürliche Eigenart sind die Institutionen der Ehe und die eheliche Liebe auf die Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft hingeordnet und finden darin gleichsam ihre Krönung.“ Ebd., Nr. 50: „Ehe und eheliche Liebe sind ihrem Wesen nach auf Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft ausgerichtet.“

(24) Gaudium et Spes, Nr. 50 und 51. Paul VI., Enzyklika Humanae Vitae, Nr. 10 (AAS 60, 1968, S. 487). Verantwortliche Elternschaft setzt voraus, daß nur die erlaubten Mittel der Geburtenregelung angewandt werden (vgl. Enzyklika Humanae vitae, Nr. 14, a.a.O., S. 490).

(25) Gaudium et Spes, Nr. 87. Paul VI., Enzyklika Populorum progressio, Nr. 31; Ansprache vor den Vereinten Nationen, AAS 57, 1965, S. 883. Johannes XXIII., Enzyklika Mater et magistra, AAS 53, 1961, S. 445-448.

(26) Kardinalstaatssekretär Villot schrieb an den Katholischen Weltärztekongreß, der am 26. Mai 1974 in Barcelona zu Ende ging: „Das, was das menschliche Leben betrifft, ist gewiß nicht einheitlich, besser könnte man sagen, daß es sich um ein Bündel von Leben handelt. Man kann nicht, ohne sie dabei auf das schwerste zu verstümmeln, die Bereiche seines Daseins loslösen, die in ihrer engen Abhängigkeit und gegenseitigen Beeinflussung einander zugeordnet sind: der leibliche Bereich, der gefühlsmäßige Bereich, der geistige Bereich und jener Hintergrund der Seele, wo das durch die Gnade empfangene göttliche Leben sich mittels der Gaben des Heiligen Geistes ausbreiten kann“ (L’Osservatore Romano, 29.5.1974).


(Quelle: http://www.doctrinafidei.va/documents/rc_con_cfaith_doc_19741118_declaration-abortion_ge.html)

 

 

CatholicVote.org: Life - Imagine the Potential!

Artikel von kathpedia.com

Was sagt die Kirche zur Abtreibung


Die katholische Kirche lehnt die direkte Tötung eines unschuldigen Menschens immer ab und bezeichnet Abtreibung als ein "verabscheuungswürdiges Verbrechen" (2. Vatikanum). Johannes Paul II. widmete 1995 in der Enzyklika Evangelium vitae sich dem Thema intensiv.

Nicht nur die Kirche, sondern auch Wissenschaft stellt klar, dass das Leben eines Menschen mit der Zeugung beginnt. Schon 21 Tage nach der Zeugung ist der Herzschlag festzustellen, und der Mensch zwar klein, aber im Wesentlichen fertig durchgebildet, wie uns entsprechende fotografische Aufnahmen zeigen. Es ist daher nicht zulässig, vom Kind als "Schwangerschaftsgewebe" oder "Zellhaufen" zu sprechen, oder es als Teil oder Besitz der Mutter darzustellen.

Laut Standpunkt der katholischen Kirche ist jedes Leben, auch das kranke oder behinderte, auch das Leben im Alter, von Gott her gesehen lebenswert, und die Entscheidung darüber steht grundsätzlich nur Gott zu - und der Mensch handelt anmaßend, wenn er sich zum Herrn über das Leben überhebt.

Klare Worte fand auch Papst Benedikt XVI. anläßlich seines Österreich-Besuchs am 07.09.2007 in der Wiener Hofburg: „In Europa ist zuerst der Begriff der Menschenrechte formuliert worden. Das grundlegende Menschenrecht, die Voraussetzung für alle anderen Rechte, ist das Recht auf das Leben selbst. Das gilt für das Leben von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende. Abtreibung kann demgemäß kein Menschenrecht sein - sie ist das Gegenteil davon. Sie ist eine ‚tiefe soziale Wunde’, wie unser verstorbener Mitbruder Kardinal Franz König zu betonen nicht müde wurde."

Post-Abortion-Syndrom


Post-Abortion Syndrom (PAS) (oder auch: Postabortives Syndrom) ist der Überbegriff für eine Anzahl von Symptomen, die Frauen nach einer Abtreibung aufweisen können. In Fachkreisen sorgt der Begriff regelmäßig für Kontroversen, in den medizinischen Klassifikationssystemen ICD-10 und DSM IV findet er keine Erwähnung. Nichtsdestoweniger kann das PAS hinsichtlich seiner Symptomatik als eine Sonderform der 'Posttraumatischen Belastungsstörung' betrachtet werden.

Symptome des postabortiven Syndroms:


- im physischen Bereich: z.B. Unfruchtbarkeit, möglicherweise erhöhtes Brustkrebsrisiko, Unfähigkeit weitere Kinder zu empfangen oder auszutragen.
- psychosomatische Folgen (also etwa der sexuelle Trieb wird gestört, Migräne, Schlafstörungen, unklare Beschwerden verschiedener Art)
- psychische Folgen: Ängste, Depressionen, Auto-Aggression, Jahrestags-Syndrom (am Jahrestag der Abtreibung Trauer, psychische Krise), Unfähigkeit Babies oder Kinder anzusehen, ein Gefühl des emotionell Abgestorben-Seins, erhöhte Selbstmordrate
- gesellschaftliche oder soziale Folgen: gestörte eheliche Beziehungen (erhöhte Scheidungsrate nach einer Abtreibung), Gewalt, Misshandlung, Hass
- geistliche Folgen: Schuld, Gewissensbisse
Dies sind einige der häufigsten Symptome, es können aber auch andere und vor allem unklare Beschwerden auftreten, die man vorerst gar nicht mit der gewesenen Abtreibung in Verbindung bringt, die jedoch damit in Zusammenhang stehen. Es leiden auch nicht alle Frauen nach einer Abtreibung an Postabortivem Syndrom - aber viele leiden schweigend ohne Hilfe zu suchen, oft sogar ohne ihre Beschwerden einordnen zu können. Im Vorfeld wird eine Abtreibung als so problemlos wie Zahnziehen dargestellt, und die Frauen werden hinsichtlich des Postabortiven Syndroms absichtlich im Unklaren gelassen.

Hilfe bei Post Abortion Syndrom


Da es sich bei einer Abtreibung vorwiegend um eine "geistliche" Schuld handelt, sind medizinische und psychologische Behandlungen beim postabortiven Syndrom meist nicht ausreichend. Wirksame Hilfe kann ein Gespräch mit einem guten Seelsorger und eine ehrliche Beichte bringen. Geistliche Schuld kann letztlich nur von Gott gelöst werden, der in Jesus Christus alle Schuld dieser Welt getragen hat. Bewährt hat sich besonders auch die Hagiotherapie als geistliche Methode der Hilfe zur Heilung dieser schweren Wunden.

weitere Auswirkungen


Neben dem schon genannten Post Abortion Syndrom gibt es auch noch weniger bekannte Folgeerscheinungen (ebenfalls ohne Auspruch auf Vollständigkeit)

Folgen für nachgeborene Kinder


Nach einer Untersuchung der Europäischen Ärztevereinigung aus Ulm treten bei Kindern, die nach einer erfolgten Abtreibung gezeugt und geboren werden, vermehrt folgende Symptome auf:

- Reifen ist beeinträchtigt (sie reifen langsamer)
- nicht fähig oder vermindert fähig eine Ausbildung abzuschließen
- haben Gewissensbisse bzw. Schuldgefühle, vermehrt Ängste, Depression, Schlaflosigkeit, unklare Albträume (oft mit Schreien in der Nacht), ihr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen ist beeinträchtigt
- können sich oft im Leben nicht gut zurechtfinden, schließe schwerer Freundschaften, haben mehr Probleme in einer Ehe.
- vermehrt Psychosen, etwa auch das Gefühl der Anwesenheit eines Kindes, als ob ein Kind die ganze Zeit neben ihnen wäre.
- Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit treten vermehrt auf.

Folgen für die Gesellschaft


Neben dem schon in den Medien diskutierten Fehlen künftiger Pensionszahler ist es vielleicht noch interessant zu bedenken, wieviele Menschen unmittelbar oder mittelbar mit Abtreibung in Berührung kommen (Mutter und Vater des abgetriebenen Kindes, die Eltern oder Vertrauenspersonen, die zu einer Abtreibung raten, Personen in Beratungsstellen oder am Arbeitsplatz, die eine Abtreibung notwendig erscheinen lassen, Ärzte und Personal, die sie letztlich durchführen.... usw). Alle diese Menschen tragen dann mehr oder minder geistliche Schuld mit sich, die für diese Menschen nicht ohne Folgen bleibt und sie bei einem Leben in Frieden, Freude und Selbstbestimmung hindert.

Um ein wenig die Dimensionen zu zeigen, um die es hier geht: Weltweit werden jährlich über 50 Mio Kinder durch Abtreibung getötet. Zum Vergleich: der 2.Weltkrieg hat etwa 56 Mio. Menschen das Leben gekostet.

In Österreich gibt es geschätzt etwa 60.000 Abtreibungen pro Jahr. Pro Abtreibung sind eine Vielzahl von Menschen betroffen... wenn man nun die Folgen in zweiter Linie bedenkt, z.B. die zerbrochenen Ehen und Partnerschaften als Folge dessen, dass der Mann die werdende Mutter im Stich gelassen hat, die Scheidungswaisen und deren existenzieles Leid der Verlassenheit, dann steht man vor einem der Hauptfaktoren, weshalb Depression eine der Volkskrankheiten dieser Zeit ist, und Christa Meves von einem "Volk von psychisch Belasteten und Leistungsschwachen" spricht.

Methoden


Es gibt verschiedene Methoden der Abtreibung:

- chirurgische: zB.Ausschaben (Curettage), Absaugen
- chemische: z.B. Abtreibungspille (z.B.: Mifegyne), oder die "Pille danach"
- Nidationshemmer: Vorrichtungen oder Mittel, die die Einnistung eines befruchteten Eies in der Gebärmutter verhindern, z.B. viele Formen der "Pille light", die nicht den Eisprung, sondern nur die Einnistung verhindern, oder auch z.B. die Spirale. Das Leben eines Menschen beginnt jedoch bereits bei der Befruchtung, und nicht erst bei der Einnistung. Daher lehnt die Katholische Kirche auch nidationshemmende Mittel - die ja de facto frühabtreibend sind - als Methoden der Familienplanung ab.
Die Wirkung der Abtreibungspille ist in etwa so: die Versorgung des Kindes wird auf chemischem Weg stark eingeschränkt, und der Embryo ist dem langsamen Verhungern und Ersticken über Stunden ausgeliefert. Anschließend wird das entweder noch lebende oder qualvoll zu Tode gebrachte Kind durch wehenauslösende Mittel ausgestoßen. Selbst falls der Mutter in dieser Zeit die Bedeutung ihres Tuns bewusst wird, muss sie diese Stunden bis zum Ende durchleiden. Nach Einnahme dieses Mittels gibt es keine Umkehrmöglichkeit mehr.

Zitat


Mutter Teresa: "Die schlimmste Krankheit, die keine Medizin jemals heilen kann, ist das Gefühl, unerwünscht und von allen verlassen zu sein. Das grösste Übel ist die furchtbare Gleichgültigkeit gegenüber dem Nächsten".

Literatur


Roland Rösler, Rohstoff Mensch, Christiana Verlag Stein am Rhein 1986 (1. Auflage; neu erhältlich) ISBN 3-7171-0886-7
Erich Blechschmidt, Wie beginnt das menschliche Leben, Christiana Verlag Stein am Rhein 2002 (7. Auflage; neu erhältlich) ISBN 3-7171-0653-8
Erich Blechschmidt, Das Wunder des Kleinen, Die frühen Verhaltensweisen des ungeborenen Kindes, Verlag Weißes Kreuz, Vellmar- Kassel 1986 (2. Auflage) ISBN 3-87893-057-7
Alfred Häußler, Die Selbstzerstörung Europas mit Pille Spirale Sterilisation und Abtreibung, Miriam Verlag 1991 (4. Auflage) ISBN 3-87449-157-9

(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Abtreibung)


 

Introduction to Priests for Life

 

Die Bibel sagt doch gar nichts zum Thema Abtreibung!

Lesen wir Jer 1,5: "Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen" (Einheitsübersetzung)

oder Jer 29,11-14: "Denn ich, ich kenne meine Pläne, die ich für euch habe - Spruch des Herrn -, Pläne des Heils und nicht des Unheils; denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben. Wenn ihr mich ruft, wenn ihr kommt und zu mir betet, so erhöre ich euch. Sucht ihr mich, so findet ihr mich. Wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, lasse ich mich von euch finden - Spruch des Herrn" (Einheitsübersetzung)

Gott hat uns also bereits erwählt, bevor wir überhaupt gezeugt wurden. DieTatsache, dass wir in diese Welt gekommen sind, war kein Zufall, sondern geschah, weil Gott es so wollte. Er hat uns aus dem Nichts erschaffen - damit wir leben und Seine Liebe aus freier Entscheidung heraus durch unsere Taten und unseren Glauben in Werken der Liebe beantworten können!

Wie können wir da ernsthaft behaupten, menschliches Leben im Mutterleib wäre noch gar kein "richtiges" Leben?

(Quelle: Fr. Bill Casey: Mission for Truth)

 

Zitat von Mutter Theresa

"No nation can survive that kills its own children"

 

We Are at War!

Sunday, April 19, 2009


'We are at war' - Bishop Finn's Gospel of Life Convention Keynote


The Second Annual Gospel of Life Convention co-sponsored by the Archdiocese of Kansas City in Kansas and the Diocese of Kansas City - St. Joseph was held this weekend at St. Thomas Aquinas High School in Overland Park, KS. Following is Kansas City - St. Joseph Bishop Robert W. Finn's Keynote address to pro-life activists gathered from throughout Missouri and Kansas:


Warriors for the Victory of Life
Key Note Address for the 2009 Gospel of Life Convention
April 18, 2009 – St. Thomas Aquinas High School
Most Reverend Robert W. Finn
Bishop of Kansas City-St. Joseph


Dear friends,

Thank you for coming together for this second annual Gospel of Life Convention, co-sponsored by the Archdiocese of Kansas City in Kansas, and the Diocese of Kansas City-St. Joseph. It is a privilege to welcome you and greet you this morning. I am grateful for the encouragement of your presence and – as a Bishop it is my solemn and joyful duty to do all I can to fortify you in your own faith.

But as I speak a word of encouragement today I also want to tell you soberly, dear friends, “We are at war!”

 

We are at war.


Harsh as this may sound it is true – but it is not new. This war to which I refer did not begin in just the last several months, although new battles are underway – and they bring an intensity and urgency to our efforts that may rival any time in the past.

But it is correct to acknowledge that you and I are warriors - members of the Church on earth – often called the Church Militant. Those who have gone ahead of us have already completed their earthly battles. Some make up the Church Triumphant – Saints in heaven who surround and support us still – tremendous allies in the battle for our eternal salvation; and the Church Suffering (souls in purgatory who depend on our prayers and meritorious works and suffrages).

But we are the Church on Earth – The Church Militant. We are engaged in a constant warfare with Satan, with the glamour of evil, and the lure of false truths and empty promises. If we fail to realize how constantly these forces work against us, we are more likely to fall, and even chance forfeiting God’s gift of eternal life.

 

The ultimate promise of the Gospel.


Before I go any further I must proclaim a most important truth – a truth that we have just been celebrating throughout the last week: Jesus Christ, in His life, death, and Resurrection, has already won the war: definitively and once for all. He has conquered sin and death and has won the prize of life on high in heaven forever. We know the final outcome, but the battle for eternal life is now played out in each human heart with a free will to love or not, to be faithful or to walk away from the life which has been offered as God’s most wonderful gift.

Every day the choice is before us: right or wrong; good or bad; the blessing or the curse; life or death. Our whole life must be oriented toward choosing right, the good, the blessing; choosing life.

If you and I fail to realize the meaning and finality behind our choices, and the intensity of the constant warfare that confronts us, it is likely that we will drop our guard, be easily and repeatedly deceived, and even loose the life of our eternal soul.

As bishop I have a weighty responsibility to tell you this over and over again. This obligation is not always easy, and constantly I am tempted to say and do less, rather than more. Almost everyday I am confronted with the persuasion of other people who want me to be silent. But – with God’s grace – you and I will not be silent.

This work of speaking about the spiritual challenges before us is not just the responsibility of the Bishop. I am not the only one entrusted with the work of faith, hope and charity. You are baptized into this Church militant. You are also entrusted with the mission of righteousness. You have the fortification of the sacraments, and the mandate to love as Jesus loved you. You share in the apostolic mission and work of the Church.

 

What can we say about this constant warfare?


Our battle is ultimately a spiritual battle for the eternal salvation of souls – our own and those of other people. We are not engaged in physical battles in the same way military soldiers defend with material weapons. We need not – we must not – initiate violence against other persons to accomplish something good, even something as significant as the protection of human life.

But it is true that we might have to endure physical suffering to prosper the victory of Jesus Christ. He carried the Cross. He promised us that – if we were to follow Him – we also would share the Cross. We must not expect anything less. When you stand up for what is right – you will be opposed. The temptation will be to avoid these attacks. But through our responses we must see what kind of soldiers we are.

 

Who is our enemy in this battle of the Church Militant?


Our enemy is the deceiver, the liar, Satan. Because of his spiritual powers he can turn the minds and hearts of men. He is our spiritual or supernatural enemy when he works to tempt us, and he becomes a kind of natural enemy as he works in the hearts of other people to twist and confound God’s will. In our human experience people deceived by Satan’s distortions and lies may appear as our “human enemies.”

But, in his Letter to the Ephesians, St. Paul makes, for us, a very important distinction. “Draw strength from the Lord and from His mighty power,” He tells them and us. “Put on the armor of God, in order that you can stand firm against the tactics of the devil.” “For, our struggle,” St. Paul tells us, “is not with flesh and blood but with the principalities, with the powers, with the rulers of this darkness, with the evil spirits in the heavens.” (Eph 6:10-12).

So let’s be clear: Human beings are not Satan, but certainly they can come under his power, even without their fully realizing it. When we, in our sinfulness, put something in the place of God: pleasure and convenience; material success; political power and prestige, we open a door for the principalities and contrary spirits who war against God. They want you and me for their prize. When we forsake God and outwardly reject His law and what we know to be His will, we make an easy victory for our supernatural enemies. We fall right into their hands.

 

But what about the so-called human enemies?


What about the persons who wish to establish a path of living which contravenes God’s law: promoting abortion; unnatural substitutes for marriage, and all such distortions of true freedom? Here Jesus is clear: “But I say to you, love your enemies: and pray for those who persecute you.” (Matt 5:44)

We cannot hate these human enemies, and we must find a way to love them. But we need not show them any sign of agreement. We pray for them. We do not lie to them – and we seek that which pertains to their conversion – not to their worldly comforts, but to their eternal salvation. To ignore their destructive errors, particularly those that cost the lives of others, is to shirk our responsibility to attend to their eternal salvation.

There are people who make themselves the public enemies of the Church. They openly attack belief in Christ, or the Church’s right to exist. Quite honestly such groups or individuals are less prevalent than they might have been in prior moments of history. In some ways they are not the most dangerous opponents in our spiritual warfare, because they show themselves and their intentions more forthrightly.

The more dangerous “human enemies” in our battle are those, who in this age of pluralism and political propriety seek ways to convince us of their sincerity and good will. With malice or with ignorance, or perhaps with an intention of advancing some other personal goal, they are willing to undermine and push aside the values and the institutions that stand in their way. They may propose “tolerance” and seem to have a “live and let live” approach to all human choices – even if the choice is not to “let live,” but actually to “let die,” or “let life be destroyed.” These more subtle enemies are of all backgrounds. They may be atheists or agnostics, or of any religion, including Christian or Catholic.

This dissension in our own ranks should not surprise us because we all experience some dissension against God’s law of love within our own heart. But the “battle between believers,” who claim a certain “common ground” with us, while at the same time, they attack the most fundamental tenets of the Church’s teachings, or disavow the natural law – this opposition is one of the most discouraging, confusing, and dangerous.

In my first U.S. Bishops’ Conference meeting – June of 2004 – the bishops passed what seemed to me to be a compromise statement as a result of our lengthy debate on politicians and Communion. There we stated that pro-choice leaders (and specifically, Catholic leaders were mentioned) should not be given public platforms or honors. As we all know the eminent American Catholic University, Notre Dame, is poised to bestow such an opportunity and honor on President Obama, who is, of course, not Catholic. But it doesn’t take another Bishops’ Conference statement to know this is wrong: scandalous, discouraging and confusing to many Catholics.

God knows what all motivates such a decision. I suspect that, since Notre Dame will need a scapegoat for this debacle, and Fr. Jenkins will probably lose his job, at this point perhaps he ought to determine to lose it for doing something right instead of something wrong. He ought to disinvite the President, who I believe would graciously accept the decision. Notre Dame, instead, ought to give the honorary degree to Bishop John D’Arcy of the Diocese of Fort Wayne-South Bend, who has supported and tried to guide the University, despite their too frequent waywardness, faithfully for 25 years.

In my remaining time this morning I want to talk principally about three things: 1) I want to comment briefly on some of the particular battles we face in the cause of the protection of the life of human beings. 2) I want to reflect on some of the costs of doing battle; and 3) I will suggest some ways we can fortify ourselves to go forth in this mission.

 

First – the battle for Human Life.


The battle we face for the salvation of our souls is the most important one we face – bar none. Where I spend all eternity; where you spend eternity – in bliss or in damnation – is important beyond any individual choice I make. But the individual human choices I make – even one grave choice in which we remain unrepentant – can determine the direction of my salvation.

To deliberately destroy a human person, and without any justification of self-defense, is to preempt without an equal and sufficient cause, the right to life bestowed by God alone. Life is a gift which we have from God, not from man. This right cannot be taken away by means of a human law. It ought to be protected and assured by human law.

The constant magnitude of this crime against humanity is staggering. We must never get used to it. In the United States there are 4000 abortions every day. Compare that to the tragedy of September 11, or to any other war, or even to the genocidal Holocaust of six million Jews and many others under the Nazi regime.

The count of abortions over the 36 years, since its legalization in January, 1973, is beyond 50 million human lives. These are just the reported abortions. There are more. There are many, many more worldwide. But keep reflecting on 4000 killings a day of innocent babies. Recently someone told me the number of abortions had gone down. I don’t believe it, but if you wish, you can think of 3500 killings a day or even 3000 per day.

Thousands of human lives every day: If we keep saying this – first of all – some people will get very upset with us. They will want us to stop. They may quote other statistics about the tragedies of poverty and war. We must truly share their horror at these things too. However, in the end the measure of our society is in how we treat the most vulnerable in our midst. The unifying thread is “the value of human life and the dignity of the human person.”

4000 abortions each day in the United States. This is the tally of the enemy. Are we in a war? Absolutely. Are we winning? Are we even battling to win? Or do we consider this someone else’s war?

We can hardly know how many human embryos have been destroyed in pursuing in vitro fertilization, and other experimentation, or through abortifacient contraceptives. Our President has just signed a law providing government funding – your tax money and mine – for the funding of these human embryonic stem cell experiments. Are we at war? Absolutely. Are we winning? Missouri lost a valiant battle to constitutionally outlaw human cloning and human embryonic stem cell research. We haven’t given up, but it requires a constant effort. We won many people over through good instruction in the truth. We were outspent 30 to 1.

Assisted Suicide is now legal in Oregon and Washington State. There are more efforts underway and polls, sadly, show a steady decline in the numbers of people opposing such referenda. The U.S. Supreme Court has ruled that matters concerning the regulation of medicine and other health issues are up to the states. Several state supreme courts have already ruled that assisted suicide would not be unconstitutional. Are we at war? Absolutely. Are we winning? Unfortunately, there is reason to believe that people are losing their sense of the moral evil of assisted suicide. But we cannot give up.

The fight for life is a constant warfare. Those who vied for the leadership of our country last November offered Americans a clear choice in this regard. The President is keeping his promises – one by one. We are getting what we chose. Is the war over? Never. Is the battle over? We must not give up. Remember: we already know the final outcome. The battle now is about our readiness to remain faithful – our readiness to suffer while we peacefully, legally, and prayerfully seek the victory of life.

 

We must defend life, but also build.


In his encyclical Evangelium Vitae, on the Gospel of Life, Pope John Paul II said that we must oppose the culture of death, and he said we must construct a civilization of life and love. So, we must defend the right to life, but even beyond that we must take action for the promotion of what is good. We must build a civilization that proclaims the Gospel of Life.

Occasionally we still hear an elected official speak of his or her personal opposition to abortion, while they support the legal right to an abortion. We should be very clear: Such a person places him or herself completely OUTSIDE the moral framework, the moral imperative of Evangelium Vitae and other Church teaching on these issues. They are NEITHER defending human life against the forces of death, NOR or they taking steps to build a culture of life. They have abandoned their place in the citizenship of the Church. Quite simply they have become warriors for death rather than life.

Such a person who makes a public stand – and acts directly – in defense of the right to kill - endangers their eternal salvation. If you and I support such a person who has so flatly told us of their intentions to protect a fraudulent Right to Death, a Right to an Abortion, we make ourselves participants in their attack on life. We risk our salvation, and we better change. Why? – because Bishop Finn is going to condemn you? No, I must say what the Church says, but I will not finally judge any human soul.

I know Catholics in our country are looking to their bishops for leadership in this. Four out of five letters I receive on these issues urges me to do more, not less. I was not able to attend the installation of Archbishop Timothy Dolan in New York this week, but I watched part of the Mass on EWTN. I heard the homily and saw how well the new Archbishop was received. But there was one place in the homily that was particularly dramatic. When Archbishop Dolan mentioned the defense of human life, all St. Patrick Cathedral thundered with spontaneous applause and rose to its feet. At no other spot in the homily did any such thing happen.

Please note: This is NOT partisan politics on the part of bishops or their flock. This is zeal for life, pure and powerful. This is care for truth, and attention to the salvation of souls. It cannot and must not be neglected, even if it means we might get scolded at times by those who want us to speak less. We bishops should note it carefully – how our people are starving for more leadership – more unanimity – more courage in this regard.

Every believer is called to be a warrior for righteousness – a soldier in support of human life. Are we at War? It is clear we are, and we will each stand before Jesus Christ, the Lord of Life.

Dr. Scott Hahn makes an interesting observation about a well known passage from Matthew’s Gospel. St. Peter is entrusted with the leadership of the Church; he is handed the “keys” to the Kingdom. “And so I say to you, you are Peter, and upon this rock I will build my Church, and the gates of hell will not prevail against it.” (Matt 16:18). Hahn points out that it is not just the work of the Church to hold strong against the powers of hell. Rather: in the battle, the Church must beat upon the gates of hell. We must not give up until those sorry gates fall off their hinges and the victory of Jesus Christ is made full and complete and final. Bishops are called to teach, lead and sanctify. These are not defensive postures – but elements of a powerful offensive designed to promote and extend the Kingdom of God.

It is not enough for us to defend against the assaults of Satan. It is not enough for us even to defend innocent human life. Of course, if we fail to do this, we fail in our most urgent task. But by good deeds of love and charity, we must build this active culture of life that is ready and capable of turning back hell itself. If we won’t put the abortionist out of business we are pitiable souls. If we don’t enact laws and work tirelessly to change human hearts so that life is forever reverenced and protected, we have not fought the good fight which is our charge as the Church Militant. As warriors we must first beat back the enemy. But then let us not forget that we are warriors for the victory of life!

 

How do we arm ourselves for what is first and foremost a supernatural war?


First: Unless we are living in God’s life we should not go near this battle. I don’t care if you are the strongest and most brilliant and clever person on the planet. The devil – as he has shown over and over again – will turn you inside out. If you are not fortified by the sacraments – frequent confession and worthy Holy Communion – you cannot succeed in an ultimately supernatural battle. We must live – no longer ourselves – but Christ in us. Be always in the state of grace.

Pray. Be a prayer warrior. One modern day saint said when you are going out to try to change someone’s heart determine to make your effort 80 % prayer and 20% words or actions. Prayer defeats the devil. Prayer aligns us with Christ. Pray for the abortionist. Pray for the legislator. Pray for the mother (and father and other family members). Pray for the child in the womb. Pray for yourself and allow God to guide you. Pray that you will be a warrior of faithfulness and love and mercy. Remember that God often chooses the foolish to shame those who are clever.

Use the symbols and instruments of our devotion. Arm yourself with the rosary. Protect yourself with the scapular or a blessed medal. Ask for a blessing as a sign of unity in the Church in what we do: unity with the Holy Father, with your bishop, with your pastor. What I am supposed to do as bishop (teach and lead, and sanctify) I must, in turn, delegate in proper measure to my pastors. They, in turn, need you as soldiers.

Don’t worry very much about numbers. If you read the accounts of the Old Testament battles, over and over again God used a tiny misfit army to overthrow a legion 1000 times its size. In this way it is so much clearer that God is fighting the battle. We are only His instruments.

 

What will happen to us if we take up this war in faithfulness?


Do you really want to know? You will be hated by some powerful people. You may be rejected by those whose approval you most desire. You will be loved and supported by some and this will be a wonderful encouragement. You will be misunderstood by many – and this can be very painful. After you have suffered a little in your battle, some will tell you that you have done nothing – or that you have done it the wrong way.

Yes, if you push – others will “push back.” We should always be very careful to obey the law. But, regardless, some will threaten you with legal action, and law suits cost money and you may suffer that difficult hardship. In the end, dear friends, if we err let it be on the side of life. Life! 4000 human lives a day!

What if I suffer greatly trying to change this tragic trajectory – through prayerful, legal, peaceful means? It is in God’s hands, and you and I are warriors for the victory of life. The stakes in terms of human life are high. The stakes in terms of human souls are even higher.

 

A final word


There is much more we might say, and I know that today’s many presentations will be of great value to you all. Years ago I first heard Dr. Janet Smith teach so eloquently about the dangers of contraception: to our souls, on marriages, on our culture, as a preamble to abortion and as a degrading stain on human love. I am so pleased she has joined us to teach this truth so much at the foundation of the sad culture of discarded life and love.

I wish to thank Adrienne Doring and Ron Kelsey who, with much assistance from so many of you, coordinated this event. To my brother and co-worker Archbishop Joseph Naumann, whose leadership in pro-life is so well known throughout our country, I express my thanks and admiration.

May the Peace of the Risen Lord Jesus – the glory of His Easter triumph– the hope and promise of undying love and the power of Life sustain you all in your high calling as Warriors for the Victory of life.

(taken from: http://catholickey.blogspot.com/2009/04/we-are-at-war-bishop-finns-gospel-of.html)

 

Links National

Links International

Links to the International Pro-Life Community

Internationaler Aufruf für die Rechte und Würde des Menschen und der Familie

Vatikan: Evangelium Vitae

Vatikan: Jubiläum der Familien

New Advent: Abortion

New Advent: Physical Effects of Abortion

Original Catholic Encyclopedia: Abortion

Cathechism of the Catholic Church: Abortion

LifeSiteNews.com: Pope to World Youth Day: "The Womb - Has Become A Place of Unutterable Violence"

World Prayer Congresses for Life

LifeSiteNews.com: Humanae Vitae

Silent No More

Gospel of Life Ministries

Priests for Life

Missionaries of the Eucharist

Human Life International

Catholic Education Resource Center: Abortion

There is no Stopping the Abortion Without the Eucharist

Abortion as Pagan Sacrifice

What Has the 5th and the 9th Commandment to Do With Abortion?

The Abortion-Contraception Connection

Abortion is Hazardous to Your Health

Partial Birth Abortion

Everything You Need to Know About Partial-Birth Abortion

Catholic Education Resource Center: Abortion

Catholic Answers: Abortion

Abortion Techniques

Consequences of Abortion

Hurt by Abortion

The Truth About Abortion

The History of Abortion

The Church Fathers and Ancient Councils on Abortion

Church Fathers on Abortion

Church Fathers and Abortion

Early Church Fathers: Excerpts Pertaining to Abortion

Papal Encyclycals on Abortion

Canon Law and Abortion

Canonical Misconception: Pope Pius IX and the Church's Teaching on Abortion

EWTN: Historical Opposition of the Catholic Church to Abortion

World Abortion Law Map

Can Catholics Be Pro-Abortion?

The Euthanasia/Abortion Connection

The Abortion-Breast Cancer Link

Forced Abortions in the US

Catholic Answers: Why Agonize over an Abortion?

A Pro-Abortion Icon Comes to Life

Abortion: Women's Rights and Wrongs

Debate on Abortion

The Bible on Abortion

Human Life International

Verein Pro Vita

NCRegister.com: Abortion Comes to Latin America

Hope After Abortion

After Abortion

Project Rachel

Seminarians for Life

Sisters of Life

Rachel's Vineyard

AbortionFacts.com

Gemeinschaft vom hl. St. Josef: Frühabtreibende "Pille danach" in Österreich ab sofort rezeptfrei

Efrat (Israel)


Pro-Life


Priests for Life -- Information and Resources for all aspects of the Pro-Life Movement

Human Life International -- Educational Resources & International Pro-Life Efforts

American Life League -- Political Action for Life

National Catholic Bioethics Center -- Information on Catholic Teaching on all Life Issues

National Catholic Bioethics Center -- End-of-Life Decision Guide

The Gift Foundation -- Promoting the Gospel of Life

The Nurturing Network -- Help for Women with Unplanned Pregnancies

Birthright -- Help for Pregnant Women [Non-Catholic Site]

The Gabriel Project -- Help for Pregnant Women

Crisis Pregnancy Centers Online -- Directory of 1900 Crisis Pregnancy Centers [Non-Catholic Site]

Pro-Family


Pope Paul VI: Humane Vitae

Couple to Couple League -- Natural Family Planning

One More Soul -- NFP-only Physicians & Information; Dr. Janet Smith's tapes

Pope Paul VI Institute -- Authentically Catholic Medical Institute for Fertility Problems

Edith Stein Foundation -- Medical Information on Contraception & Fertility Issues

Microsurgical Vasectomy Reversals [Non-Catholic Site]

Retrouvaille -- For Troubled Marriages

The Alexander House -- For Rebuilding & Strengthening Marriages

Women for Faith and Family

Catholic Helps for Post-Abortion Trauma


Rachel's Vineyard Retreats -- Catholic Post-Abortion Healing Retreats

Hope After Abortion/Project Rachel -- Catholic Post-Abortion Ministry

Hope After Abortion Kentucky/Rachel's Vineyard of Bowling Green -- Catholic Post-Abortion Retreats in Kentucky

After Abortion -- The Elliot Institute: Post-Abortion Information [Non-Catholic Site]

Abortion Hurts Women -- Post-Abortion Information [Non-Catholic Site]

Silent No More -- Campaign by Post-Abortive Women to Speak Out about their Abortions [Non-Catholic Site]

Hope Monument -- Post-Abortion Healing [Non-Catholic Site]

Michael John Poirier's CD: "Healing After the Choice"

One More Soul - Fostering God's Plan for Love, Chastity, Marriage, And Children


 

 

 

 

 

Resources

Drei Linden Film: Der stumme Schrei (DVD)

Drei Linden Film: Maria und ihre Kinder (DVD)

Come What May (DVD)

Father Ben Cameron: Healing After Abortion (CDs)

Priests for Life

Priests for Life Video Clips

Ignatius Press: I Was Wrong (DVD)

Catholic Media House: The Miracle of Life (Mini-Video)

Virtue Media

Video on YouTube: Andrea Bocelli tells a "little story" about abortion

Fr. Euteneuer: Demonic Abortion (book)

New Barna Study Explores Current Views on Abortion

Video: Parents Refuse to Abort Their Sick Baby: http://en.gloria.tv/?media=375863

to be born (film): http://www.tobeborn.com/#all




Wien against Abtreibung




 

Aufbruch zu einer Kultur des Lebens

Pro Life Marsch 2008

 

 

 

 

 

 

Weihbischof Andreas Laun: Fristenregelung endlich wieder abschaffen!

 

 

 

 

 

 

 

An Obamination: Fr. Frank Responds

 

 

 

 



AirMaria.com: Oct 08 - Homily: Weapon Against Abortion

SilentNoMore: Felt She Had No Choice

SilentNoMore: It's Time to Hear to Truth

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